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Architektur: Bautipps (Teil 3)

Verbesserungen und Verschönerungen am Haus

D: Schutz vor Elektrosmog ist steuerlich absetzbar - D: Glasbruchversicherung erstattet teures Glas oft nicht - schlechte Bausubstanz und Heizsysteme in China - Basler Sprungturm mit Frostschäden bewegt sich - Schattenstoff "tela negra polisombra" - Passivhaus mit 12-fach verglasten Fenstern - energetische Sanierung braucht Berechnung im Voraus und Qualitätskontrolle - D: Hausgaragen brauchen auch Wärmedämmung - Gemüsegarten in der Stadt mit allen Schadstoffen bis zum zweiten Obergeschoss -- Architektur ohne oder mit Privatsphäre -- Tschechien: Das drehbare Haus in Veche Hamry, immer "der Sonne entgegen" -- das Reetdach soll eine Neigung von mindestens 40 Grad haben -- Wärmedämmung bringt nicht immer Energieeinsparung -- Elektronikschlösser von Hotels können leicht gehackt werden -- Wärmedämmung ist eine hohe Brandgefahr -- unbewohntes Haus gelegentlich lüften -- Dach von Einkaufszentrum in Argentinien eingestürzt -- Nebeneinnahmen mit dem Haus -- Schneeräumung von Solaranlagen nicht mit spitzen Gegenständen -- die Bauverträge sind zum Teil sehr mangelhaft -- 50% der Rauchmelder melden kaum -- alte, nicht gewartete Elektroanlagen sind eine hohe Brandgefahr, mit Todesfolge -- Deutschland schreibt ab 2021 Niedrig-Energiehäuser vor -- Hochwasserschaden: Fotos machen, Zeugen suchen, und erst dann aufräumen -- intelligente Ideen, wenn eine Tanke nicht mehr läuft - der Umbau und die Nachnutzung von Tankstellen -- einbruchsichere Häuser mit Label -- ein Baumhaus - ein Haus mit einem Baum drin

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Deutschland 23.4.2012: Schutz vor Elektrosmog steuerlich absetzbar

aus: Welt online: Steuerrecht: Schutz vor Elektrosmog ist steuerbegünstigt; 23.4.2012;
http://ratgeber-steuern.welt.de/schutz-vor-elektrosmog-ist-steuerbeguenstigt_025767.html

<Wer seine Immobilie mit einer Abschirmung gegen Elektrosmog ausstatten will, kann die Kosten dafür als außergewöhnliche Belastungen von der Einkommensteuer absetzen. Von Esther Wellhöfer, Juristische Redaktion steuerberater.net

Die Kosten für die Abschirmung einer Eigentumswohnung gegen Hochfrequenzimmissionen können als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden. Allerdings muss die Maßnahme aus medizinischen oder therapeutischen Gründen gerechtfertigt sein. Für den Nachweis sind ein privatärztliches Gutachten und ein baubiologisches Gutachten ausreichend. Ein amtsärztliches Gutachten ist nicht erforderlich. Das hat kürzlich das Finanzgericht (FG) Köln entschieden.

Abschirmung gegen Elektrosmog

Mehr als 17.000 Euro hatte die Eigentümerin im Ausgangsfall in ihre Wohnung investiert und sie gegen Radio-, Fernseh- und Mobilfunkwellen abschirmen lassen. Die Kosten dafür wollte sie als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abziehen. Aber das Finanzamt lehnte das ab, weil die Steuerzahlerin kein amtsärztliches Attest vorgelegt hatte, um die Notwendigkeit des Schutzschirms zu belegen. Sie hatte lediglich ein Gutachten ihres privaten Arztes vorgelegt, worin ihr eine ausgeprägte Elektrosensibilität bescheinigt wurde. Zudem hatte ein Ingenieur für Baubiologie in einem Gutachten stark auffällige Hochfrequenzimmissionen bei der Eigentumswohnung festgestellt.

Nachweis der Rechtfertigung

Das Finanzgericht entschied zugunsten der Steuerzahlerin, die nach seiner Ansicht ausreichend nachgewiesen hatte, dass die Abschirmung gegen Elektrosmog aus gesundheitlichen Gründen gerechtfertigt war. Gleichzeitig stellte der Kölner Richter klar: Nicht nur medizinisch unbedingt notwendige Maßnahmen in Hinblick auf eine Mindestversorgung sind steuerrechtlich zu berücksichtigen. Als außergewöhnliche Belastungen können vielmehr die Kosten für alle diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen geltend gemacht werden, deren Anwendung im Erkrankungsfall gerechtfertigt ist. Dass dies vorliegend der Fall war, hatte die Steuerpflichtige mit den vorgelegten Gutachten ausreichend nachgewiesen, entschied der Finanzrichter.

(FG Köln, Urteil v. 08.03.2012, Az.: 10 K 290/11)

Esther Wellhöfer

Juristische Redaktion steuerberater.net>

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D 26.4.2012: Glasbruchversicherung erstattet teures Glas oft nicht

aus: n-tv online: Verbraucher: Glasbruchversicherung erstattet oft nur planes Glas; 26.4.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Glasbruchversicherung-erstattet-oft-nur-planes-Glas-article6127766.html

<Berlin (dpa/tmn) - Egal ob Vitrinen, Aquarien oder Terrassentüren - in den meisten Wohnungen findet sich Glasscheiben. Und wenn eine kaputt geht, kann das schnell teuer werden.

Mit einer Glasbruchversicherung, die in der Hausratversicherung enthalten ist, können entsprechende Schäden aber versichert werden. Allerdings sollten Kunden auf die Bedingungen achten, denn nicht jedes Glasobjekt ist auch versichert. «Abgedeckt sind in der Regel Schäden an planen Glasflächen», sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

Das heißt: Gebogenes Glas, wie etwa ein gläsernes Waschbecken, ist nicht versichert. Auch Schäden an Ceran-Kochfeldern seien oft nicht abgedeckt. Allerdings könnten solche Objekte in den Vertrag mit eingeschlossen werden - im Zweifelsfall steigen dadurch die Kosten. Eine Mitteilung an den Berater oder die Versicherung reiche aus. «Das geht auch nachträglich.»

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Financial
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2.5.2012: Bitte nicht nachmachen: Miserable Bausubstanz und absurde Heizungssysteme in China

aus: Financial Times Deutschland online: Megacitys: Wie Peking verheizt wird; 2.5.2012;
http://www.ftd.de/politik/international/:megacitys-wie-peking-verheizt-wird/70029735.html

<Wohngebäude verschlingen ein Drittel von Chinas gesamtem Energiebedarf. Schuld sind ein absurdes Heizungssystem und schlecht isolierte Apartments. Mit Sanierungen und neuen Standards will Peking die Verschwendung lindern.

von Ruth Fend Peking

[Miserable Bausubstanz und die Folgen: Kälte im Winter und Stromausfälle im Sommer]

Seit dem ersten Kälteeinbruch trägt Florian Meyer seine Überstunden mit Fassung - im Büro hat er es wenigstens warm. Seine Wohnung nennt der in Peking arbeitende Deutsche nur noch "meinen Kühlschrank"; zu Hause wärmt er sich die Finger an heißem Tee. Dabei wohnt Meyer in einer bei Ausländern beliebten Wohnsiedlung im Zentrum: Makler bewerben die Anlage als "Class A Residential House" - Uniformierte bewachen die Pforte, der Innenhof ist ansprechend begrünt.

Doch die Bausubstanz ist erbärmlich. Außenwände und Schiebefenster sind dünn, die Heizungswärme verpufft im Nu nach draußen. Meyer, der seinen echten Namen nicht in der Zeitung lesen will, kann die Temperatur nicht steuern: Am 15. November geht die Heizung an, am 15. März wieder aus. Und zwar in allen Wohnungen mit Zentralheizung nördlich des Huai-Flusses, der geografischen Grenze zwischen Nord- und Südchina.

Schätzungen zufolge werden weltweit zwischen 60 und 80 Prozent aller Energie in Städten verbraucht, ein großer Teil davon in Megacitys. Die Metropolen sind der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel: Bis zu 70 Prozent der schädlichen Treibhausgase werden in Städten erzeugt.

Der chinesischen Regierung machen die Nachteile energetisch ineffizienter Gebäude schwer zu schaffen: Ein Drittel von Chinas gesamtem Energiekonsum fließt in den Bau und Betrieb von Wohngebäuden. In Städten wie Schanghai kommt es während der Sommermonate zu Blackouts, weil die Klimaanlagen zu viel Strom verbrauchen. Dass chinesische Gebäude doppelt bis dreifach so viel Energie fressen wie westliche, ist immer weniger akzeptabel.

[Energiestandards und Sanierungspläne werden nur schleppend umgesetzt - kaum Kontrolle, dafür Korruption]

Seit einiger Zeit versucht Peking deshalb gegenzusteuern - vor allem mithilfe höherer Energiestandards. So müssen etwa alle heute neu gebauten Gebäude 65 Prozent energieeffizienter sein als jene aus den 80er-Jahren. Und der Fünf-Jahres-Plan setzt ambitionierte Ziele für den Bestand älterer Gebäude: Allein in Peking sollen 30 Millionen Quadratmeter Wohnfläche bis 2015 energetisch saniert werden.

Doch die Umsetzung geht schleppend voran. Ein Grund ist der Bauboom der vergangenen Jahre. So schnell neue Büro- und Apartmenttürme aus dem Boden schießen, so schnell verschwinden sie wieder. Einzelne sind schon dem Abriss geweiht, bevor sie überhaupt fertig werden - die Immobilienblase macht den neuerlichen Verkauf, Abriss und Wiederaufbau lukrativ.

"Jedes Jahr kommen in China zwei Milliarden Quadratmeter an neuer Bodenfläche hinzu. Unsere Gebäude verbrauchen 40 Prozent des Zements und Stahls der Welt. Aber sie können im Schnitt nur 25 bis 30 Jahre stehen bleiben", klagte Qiu Baoxing, Vizeminister für Wohnbau. Die durchschnittliche Lebensspanne eines britischen Gebäudes beträgt 132 Jahre, eines US-amerikanischen immerhin 74 Jahre.

Oft scheitert die Umsetzung der neuen Standards schlicht am Willen und der Kompetenz von Bauunternehmen und Behörden. Sowohl die Durchführung als auch die Kontrolle von energieeffizientem Bauen setzt ein hohes Maß an Sachverstand voraus. Zudem sprießt die Korruption, weil sich nur wenige Immobilienentwickler den Markt teilen.

Und selbst wenn die Standards erreicht werden, müssen immer noch die Bewohner mitmachen. Dafür aber fehlen Anreize: Noch bis 2004 übernahm der Staat die Heizkosten komplett. Da sich der Verbrauch ohnehin nicht individuell steuern lässt, werden die Heizkosten schlicht pro Quadratmeter berechnet - ein Freischein zur Verschwendung. Doch auch dieses System wird derzeit reformiert, in jedem neuen Haus müssen inzwischen Messzähler eingebaut werden.

Am schwierigsten gestaltet sich die Sanierung des Altbestands. Während höhere Energiestandards den Bau neuer Gebäude nur um fünf bis acht Prozent verteuern, geht Sanierung richtig ins Geld. Dabei wäre das Einsparpotenzial hier besonders groß: Das zeigen Demonstrationsprojekte, die das chinesische Bauministerium seit 2004 zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt hat. Allein mithilfe doppelt verglaster, nach innen öffnender Fenster ließ sich in einer Reihe von Gebäuden die Innentemperatur von 15 auf 21 Grad steigern.

Bisher hat noch niemand Florian Meyer eine Sanierung angeboten. Der Deutsche hat sich nun selbst geholfen. Auf einer Baustelle fand er etwas Verpackungsmaterial, mit dem er die Fensterritzen abgedichtet hat. Im Wohnzimmer kletterte die Temperatur daraufhin von 15 auf 18 Grad. >


20
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Basel 11.5.2012: Architektur: Ein Sprungturm im Schwimmbad bewegt sich wegen Frostschäden

aus: 20 minuten online: Köpfler verboten: Der schiefe Sprungturm von Basel;
http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/25754260

<Basel mag den Fussballmeister stellen, im Turmspringen müssen sich Talente jedoch anderswo umsehen. Der Zehn-Meter-Turm in der Badi St.Jakob wackelt derart, dass er die ganze Saison gesperrt wird.

Anhänger des freien Falls in erfrischendes Nass kommen diesen Sommer im Gartenbad St.Jakob in Basel nicht auf ihre Rechnung: Der Zehn-Meter-Sprungturm bleibt diese Saison aus Sicherheitsgründen gesperrt, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt am Freitag mitteilte.

Grund für diese Massnahme sind Veränderungen am Sprungturm, die bei den periodischen Sicherheitskontrollen festgestellt wurden. Durch Frosteinwirkung hat sich der Untergrund des Fundaments dermassen gelockert, dass der Turm nun mehr schwingt.

Ganzen Sommer lang gesperrt

Der Turm stehe auf wackligen Füssen, werde aber nicht umkippen, sagte ein Sprecher des Baudepartements auf Anfrage. Unklar sei aber, ob das zehn Meter hohe Bauwerk so fest steht, dass es ohne Einschränkungen benützt werden kann.

Bevor der Sprungturm wieder freigegeben werden kann, braucht es weitere Untersuchungen und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. Weil sich diese nicht mit dem Badebetrieb vereinbaren lassen, wurde eine Sperrung während der ganzen Badesaison beschlossen.

(sda)>



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Der
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22.5.2012: Forschung: Passivhaus mit 12-fach verglasten Fenstern usw.

aus: Der Standard online: Neue Fenster-Technik: Die angesagte Passivhaus-Revolution; 22.5.2012;
http://derstandard.at/1336697502664/Neue-Fenster-Technik-Die-angesagte-Passivhaus-Revolution

<Martin Putschögl, 22. Mai 2012, 09:35

Außen zwei "normale" Scheiben, innen zehn ultradünne Scheibenfolien: Mit den "Superwindows" wäre ein U-Wert von 0,1 erreichbar, schwärmen Experten.

Mit zwölffach verglasten Fenstern waren polnische Entwickler die "Stars" der jüngsten Passivhaustagung. Serienreif sind sie allerdings noch nicht.

"Wenn das funktioniert", sagt Winfried Schuh, "dann wird alles neu gemischt. Dann kann man ein Passivhaus auch am Pol bauen." Was den Wiener Architekten, Energieberater und Bauphysiker mit Büro im 7. Bezirk (hausverstand.com) auf der jüngsten internationalen Passivhaustagung in Hannover so schwer begeisterte, ist durchaus nachvollziehbar. Denn wenn es die Ideen der beiden polnischen Naturwissenschaftler Mariusz Paszkowski und Antoni Kostka tatsächlich bis zur Serienreife schaffen, dann steht dem Konzept Passivhaus eine Art Revolution ins Haus. 

Superdichte Fenster

Doch der Reihe nach: Um eine Passivhaus-Gebäudehülle zu bekommen, benötigt man vor allem gute, sprich dichte Fenster. Bei der Verglasung ist derzeit ein U-Wert (=Wärmedurchgangskoeffizient) von maximal 0,8 Stand der Technik. Einen solchen erreicht man mit einer Dreifachverglasung - ohne diese lässt sich kein Passivhaus bauen.

Selbst Vierfach- und sogar Fünffach-Verglasungen sind mittlerweile schon in Verwendung. Das Prinzip ist einfach: Je mehr Scheiben es gibt, desto besser wird der U-Wert. Warum das so ist, erklärt Schuh folgendermaßen: "Normalerweise hat man im Inneren eines doppelt verglasten Fensters eine 'Walze'. An der inneren Scheibe erwärmt sich die Luft bzw. das Gas, es steigt dann auf und sinkt an der Außenseite wieder hinunter." Schon durch eine dritte Scheibe zwischen den beiden äußeren wird diese Zirkulation eingeschränkt - so kann der U-Wert von 0,8 erreicht werden.

Entsprechend verbessert wird das System nochmals durch eine vierte oder fünfte Glasscheibe. Das unschwer erkennbare Problem dabei ist allerdings: Je mehr Scheiben es gibt, desto schwerer wird das Fenster.

Zwölffach-Verglasung

Und hier kommen nun die beiden polnischen Entwickler ins Spiel: Das von ihnen erfundene Fenster hat außen und innen je zwei "normale" Glasscheiben - dazwischen aber gleich zehn Schichten, "die so dünn sind, dass man sie sogar rollen kann", schwärmt Schuh.

Durch diese nunmehrige Zwölffach-Verglasung ist laut dem Passivhaus-Experten, der den Vortrag der Polen auf der Passivhaustagung in Hannover live miterlebt hat, sogar ein U-Wert von 0,15 möglich - es wäre das fast perfekt isolierte Fenster.

Ein Prototyp, mehr nicht

Allerdings: Die Entwicklung steckt noch tief in den Kinderschuhen, darauf weist Mit-Entwickler Kostka in einem E-Mail gegenüber derStandard.at ausdrücklich hin. Die beiden sind sich des Eindrucks bewusst, den sie in Hannover hinterlassen haben, aber sie wissen auch, dass es bis zur Serienreife noch ein weiter Weg ist. Man habe Kooperationen mit mehreren Firmen gestartet, die solche ultra-dünnen flexiblen Glasfolien herstellen können, allesamt in China angesiedelt. Experimentiert wird derzeit noch mit Polykarbonaten und PET. "Der Prozess ist noch sehr kompliziert."

Bald werde das Produkt aber serienreif und erschwinglich sein, glaubt Kostka. Dazu wäre es nötig, Investoren zu finden - das Team ist schon fieberhaft auf der Suche nach solchen, auch um die weiteren Forschungen zu finanzieren.

Neue Lösungen für neue Richtlinien

Wegen der kommenden EU-Energieeffizienzrichtlinie wird die Thermodämmung transparenter Fassadenelemente an Gebäuden künftig schlicht ein Muss sein, davon sind die beiden Entwickler überzeugt. Spätestens ab 2020, wenn sämtliche neu gebauten und sanierten Gebäude dem "Zero-Energy"-Standard der EU gerecht werden müssen, werden neue Lösungen gebraucht werden.

Statisch stoße man mit den heutigen Drei- bis Vierfachverglasungen ohnehin bereits an Grenzen: Um damit ganze Fassaden zu gestalten, brauche es neue, viel stärkere Rahmen, die so viel Glas auch tragen können. "Unsere Technologie würde in diesem Bereich beinahe uneingeschränkte Möglichkeiten eröffnen, denn obwohl unsere Fenster sehr tief sind, sind sie nicht sehr schwer. Das dünne Glas wiegt fast nichts."

In der Tiefe der Fenster - 20 Zentimeter und mehr - sehen die Entwickler kein Problem, schließlich waren die alten Kastenfenster etwa in Wiener Gründerzeitbauten einst in ganz Europa weit verbreitet. Auch die doppelten Glasfassaden heutiger moderner Architekten seien im Wesentlichen nichts anderes, erklärt Kostka.

Kastenfenster für denkmalgeschützte Altbauten

"Wir werden die Weiterentwicklung der gezeigten Prototypen aufmerksam verfolgen und sind auf eine künftige Serienproduktion gespannt", sagt auch Schuh, der sich auf der Hannoveraner Tagung gleich über noch eine Neuheit auf dem Sektor der Passivhausfenster freuen konnte: das zertifizierte Passivhaus-Kastenfenster namens "smartwin", entwickelt von der bayerischen Firma Freundorfer.

Damit können nun auch Gebäude, bei denen aus Sicht des Denkmalschutzes keine modernen Isolierverglasungen in Frage kommen, auf ein Passivhaus saniert werden. Bei dem nach dem PHPP-Standard des Darmstädter Passivhaus-Instituts von Wolfgang Feist zertifizierten Fenster handelt es sich um eine "3+1"-Verglasung, also zunächst einen äußeren Flügelrahmen mit Einfachverglasung, der in beliebiger Optik an die Denkmalschutz-Vorgaben angepasst werden kann. Eine dahinterliegende Dreifach-Verglasung übernimmt dann die Dämmfunktion. (Martin Putschögl, derStandard.at, 21.5.2012)

Links

superwindows.eu

proPassivhausfenster.net ("smartwin"/Fa. Freundorfer)

hausverstand.com>


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24.5.2012: <Energetische Sanierung: Viele Bauherren enttäuscht> - Fehlinvestition mit viel Fantasie statt Beratung und genauer Kalkulation - Einsparung meist maximal 27% - kaum Qualitätskontrolle

aus: n-tv online; 24.5.2012;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Viele-Bauherren-enttaeuscht-article6344286.html

<Ob Solaranlage oder Wärmedämmung - wer sein Haus für teures Geld energetisch auf Vordermann bringt, erwartet sich davon deutliche Energieeinsparungen. Oft vergeblich, wie eine Umfrage unter Hausbesitzern zeigt. Das Hauptproblem: Viele legen los, ohne sich ausreichend beraten zu lassen.

Bevor die Handwerker anrücken, sollte ein unabhängiger Berater prüfen, ob sich die Sanierung überhaupt lohnt.

Energetische Gebäudesanierungen bringen oft weniger, als sich Hausbesitzer davon versprechen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage unter 1000 Eigentümern, die der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gegeben hat.

Über ein Viertel der Befragten klagten, die gewünschten Energieeinsparungen würden sich gar nicht einstellen. Bei weiteren 28 Prozent fallen sie so klein aus, dass sich die Investitionen frühestens in 25 Jahren rechnen werden. Solche bösen Überraschungen ließen sich vermeiden, wenn die Bauherren sich von einem unabhängigen Sachverständigen beraten lassen würden, bevor sie loslegen. Das macht aber nur jeder vierte Modernisierer. Möglicherweise auch, weil es zu wenig Angebote gibt. "Die Energiewende braucht mehr als Geld und Gesetze", sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen: "Die Bundesregierung muss die Beratung massiv ausbauen und bewerben." Der Bedarf von privaten Hauseigentümern an qualifizierter Energieberatung liege bei bis zu 800.000 im Jahr.

Gute Beratung zahlt sich aus

Die Umfrage zeigt, dass eine gute Beratung der Schlüssel zum Erfolg energetischer Sanierungsmaßnahmen ist: Bei Hausbesitzern, die auf eine fachmännische Analyse  verzichtet hatten, liegt die Energieeinsparung im Schnitt bei 16 Prozent. Wer sich einem unabhängigen Architekten oder Ingenieur anvertraut hatte, freut sich  über Einsparungen von durchschnittlich 27 Prozent. Größere Erfolgserlebnisse sind aber die Ausnahme: Nur drei Prozent aller Sanierer konnten ihre Energiekosten um 50 Prozent oder mehr senken.

Das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, bis 2050 den Primärenergiebedarf um 80 Prozent zu reduzieren, dürfte auf diese Weise kaum zu erreichen sein. Auch weitere Ergebnisse werfen Fragen auf: 80 Prozent der Befragten hatten keine staatliche Förderung in Anspruch genommen. 83 Prozent erhielten nach den Maßnahmen keinen Qualitätsnachweis. Bisher seien Kenntnisse über die Qualität der durchgeführten Effizienzmaßnahmen Mangelware, kritisiert der vzbv. 

Billiges Baugeld sichern

Quelle: n-tv.de, ino>

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22.6.2012: Hausgaragen brauchen auch Wärmedämmung in Deutschland

aus: n-tv online: Wohnen: Ins Haus integrierte Garagen brauchen Wärmedämmung; 22.6.2012;
www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Ins-Haus-integrierte-Garagen-brauchen-Waermedaemmung-article6564601.html

<München (dpa/tmn) - Ist eine Garage ins Haus integriert oder wird die frei stehende Garage auch als Hobbyraum genutzt, sollte das Tor eine Wärmedämmung haben. Und so funktioniert's:

Die Bezeichnungen ISO 9, ISO 20 oder ISO 40 drücken aus, wie viele Millimeter dick das Tor isoliert ist, erläutert der TÜV Süd in München. Grundsätzlich haben Garagenbesitzer die Wahl zwischen einem Schwing-, Sektional-, Kipp-, Roll- und Flügeltor. Die beliebten Sektional- und Rolltore lassen sich laut TÜV Süd senkrecht nach oben öffnen, wodurch vor und in der Garage mehr Platz bleibe als beispielsweise bei Schwingtoren.

Quelle: n-tv.de, dpa>


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13.7.2012: Gemüsegarten in der Stadt mit allen Schadstoffen - Katalysatoren und Russpartikelfilter nützen nicht so viel gegen Blei & Co. - vor allem bis zum zweiten Obergeschoss

aus: Großstadtgärtnern birgt Risiken: Zu viel Blei im Mangold aus Berlin; 13.7.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Zu-viel-Blei-im-Mangold-aus-Berlin-article6715376.html

<Von Jana Zeh

Blumenbeete aus Paletten, Tomaten auf dem Balkon und Kräuter im Vorgarten: Gärtnern in Großstädten ist so angesagt wie nie zuvor. Doch das beliebte Selbstgezogene ist manchmal so sehr mit Schadstoffen belastet, dass vor dem Verzehr gewarnt werden muss.

Überall auf der Welt findet das urbane Gärtnern begeisterte Anhänger, denn nichts schmeckt besser als Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Da werden Tomatenpflanzen auf Balkone gestellt, um Baumscheiben Kräuter gepflanzt und Sonnenblumen auf Freiflächen gesät. So viel Freude und Entspannung das Gärtnern in der Großstadt auch bringt, der Verzehr der Gemüse-, Obst- und Kräutersorten kann gesundheitlich bedenklich sein. Dem geht eine Untersuchung in Berlin nach, die von Ina Säumel, Pflanzenökologin an der Technischen Universität Berlin, geleitet wurde.

Das Team um die Forscherin hat die geläufigsten Obst-, Gemüse- und Kräutersorten untersucht, die in städtischen Gärten in Berlin wachsen, darunter Tomaten, Möhren, Kohlrabi, Petersilie, Minze und Basilikum. "Die Ergebnisse der Untersuchungen waren überraschend deutlich", sagt Säumel im Gespräch mit n-tv.de. "Am stärksten war die Bleibelastung im Mangold. Aber auch bei Kartoffeln und Tomaten konnten wir stellenweise Werte ermitteln, die weit über den Grenzwerten der EU lagen", so Säumel weiter.

Die Schadstoffbelastungen sind umso größer, je näher das Beet oder der Baum an einer vielbefahrenen Straße steht. Die gesundheitsschädlichen Partikel werden meist über den Auspuff von Autos freigesetzt und gelangen so über die Luft auf Stauden und Beete. Aber auch ein bereits stark belasteter Boden kann zu Schadstoffen in Obst und Gemüse führen. "Vor allem dort, wo das Stadtgärtnern in Berlin boomt, wie in Friedrichshain, Kreuzberg oder Neukölln, sind die Belastungen groß", weiß die Expertin. Die Einführung von Katalysatoren und Rußpartikelfiltern in Autos haben in Bezug auf die Qualität der Stadtluft längst nicht die Ergebnisse gebracht wie erwartet.

Trotzdem Gärten in der Stadt

Die Forscherin warnt jedoch eindringlich vor Panikmache, denn die positiven Aspekte der Stadtgärtnerei dürften nicht übersehen werden. Zudem sei jede Pflanze, die in der Stadt wächst, ein Gewinn. Die Annahme jedoch, dass Selbstgezogenes per se gesünder sei, ist falsch. "Selbst ein Bio-Apfel, der den ganzen Tag lang auf dem Markt liegt, der sich wiederum an einer vielbefahrenen Straße in der Stadt befindet, ist nicht mehr unbedenklich", erklärt Säumel die Zusammenhänge.

Für Stadtgärtner gibt es prinzipiell Mittel und Wege, um sich vor Schadstoffen zu schützen. So haben Barrieren wie Gebäude oder dichte Vegetation eine Filterwirkung und können das Selbstangebaute schützen. "Fruchtgemüse nimmt weniger Schadstoffe auf als Blattgemüse, aber auch bei dieser Aussage muss ich Einschränkungen machen, hier haben Forscher aus England gezeigt, dass die Schadstoffakkumulation sortenabhängig ist", räumt Säumel ein. Auch die Tomaten auf dem Balkon sollten nicht gleich abgeschafft werden. Stadtforscher haben herausgefunden, dass die Schadstoffbelastung ab dem dritten Stock erheblich abnimmt.

Kein Gemüse im Hinterhof - [Boden im Hinterhof muss zuerst getestet werden wegen möglicher Bleibelastungen etc.]

Im Hinterhof sollte man den Schadstoffgehalt im Boden testen und unter Umständen auf den Anbau von Essbarem verzichtet werden. Hier ist nicht so sehr die Belastung aus der Luft das Problem, sondern mehr aus dem Boden. "Einerseits ist der Boden aus der Vergangenheit oftmals hochbelastet, weil im Hinterhof über Jahrzehnte hinweg einiges an Müll ausgeschüttet wurde. Andererseits sind Farben an den Fassaden verwendet worden, die stark bleihaltig waren", erklärt Säumel.

Prinzipiell sollte Obst und Gemüse vor dem Verzehr gewaschen werden, denn Schadstoffe, die direkt auf der Oberfläche liegen, können so weggespült werden. Zudem kann das sogenannte Mulchen mit Naturmaterialien diverse Belastungen mit Schadstoffen im Boden senken. Auch wenn die Früchte der Großstadtgärten nicht immer unbedenklich sind, wird doch das Anbauen von Pflanzen in der Stadt von der Forscherin befürwortet. "Mehr Vegetation in der Stadt würde nicht nur die Luftkontamination insgesamt reduzieren, sondern hätte auch ein deutliche Pufferwirkung", betont Säumel.

[Forschung mit schadstoffresistenten Gemüsesorten]

Britische Forscher sind dabei, verschiedene Sorten auf Schadstoffresistenzen zu testen. Vielleicht gibt es ja bald Obst- und Gemüsesorten, die als schadstoffresistentes Stadtgemüse im Angebot sind.

Quelle: n-tv.de>


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4.8.2012: Architektur mit oder ohne Privatsphäre: Wenn es keine Hinterhöfe mehr gibt

aus: Welt online: Architektur: Rettet die Privatsphäre vor dem öffentlichen Raum!; 4.8.2012;
http://www.welt.de/kultur/article108474387/Rettet-die-Privatsphaere-vor-dem-oeffentlichen-Raum.html

<Vor dem Haus ist hinter dem Haus: Alle wollen den öffentlichen Raum retten. Dabei ist der private viel bedrohter. Schuld ist die moderne Architektur, die den Mensch aus dem Blick verloren hat.

Von Dankwart Guratzsch

Kein Thema diskutiert die Planungswissenschaft so leidenschaftlich wie die "Privatisierung des öffentlichen Raums". Festgemacht wird diese vermeintlich von Amerika ausgehende Gefahr am Vordringen eingezäunter Wohnquartiere auf der einen und großer Shoppingmalls auf der anderen Seite, in denen Privatpolizisten, Privatgesetze und private Hausordnungen das öffentliche Leben regulieren – sehr zum Missvergnügen von Sprayern, Bettlern, Straßenmusikanten und Hundehaltern.

Bundesbauminister Ramsauer war das Thema sogar eine "öffentliche Baukulturwerkstatt" wert. "Flashmobs, Facebook-Partys, Überwachungskameras, Vandalismus, Kulturveranstaltungen – wie funktioniert öffentlicher Raum? Fördert er Urbanität, oder dient er nur noch als Laufsteg des Konsums? Ist er Opfer der Verkehrsplanung oder Aktionsraum aller Stadtakteure? Wie zufällig ist die Begegnung der gesellschaftlichen Gruppen hier, und wer steuert sie? Und was bedeutet 'öffentlich' heute im Sinne von Baukultur?" Antworten holte man von Medienphilosophen, "Raumtaktikern" und Künstlern ein – ohne sich klarzumachen, dass öffentlicher Raum in Zeiten des Internet ein viel weniger bedrohter Bereich als die Privatheit ist.

Ein für Wohnzufriedenheit elementarer Faktor ist verlorengegangen

Einer am Menschen und seinen Bedürfnissen orientierten Planung hätte es sehr viel früher auffallen müssen. Die Privatheit städtischer Wohnkultur hat ihre jahrhundertelang das städtische Wohnen prägenden Reservate eingebüßt, lange bevor der Wandel und die Degeneration des öffentlichen Raums in den Städten beklagt wurde. Dass dabei ein für die Wohnzufriedenheit elementarer Faktor verloren ging, ist eine Erfahrung, die erst heute, da die Innenstadt als Wohnort neu entdeckt wird, allmählich und sehr verhalten ins Bewusstsein dringt.

Im klassischen Dorf sind die Grundstücke klar und deutlich gegeneinander abgeteilt. Der Blick ins Innere des Hofes ist oft durch Mauern, hohe Gewächse, Zäune und an die Stirnseite des Grundstücks gerückte Gebäude verwehrt. Was hinter dieser Verschanzung geschieht, ist Angelegenheit der Eigentümer und ihrer nächsten Angestellten. Ob und in welcher Weise Kommunikation stattfindet, unterliegt ihrer Kontrolle.

Von diesen Reservaten des Privaten ist in der modernen Großstadt nur noch die Wohnung als solche geblieben. Für die Moderne, die neue Menschen entwickeln wollte, war der "alte Mensch" mit seinen Bedürfnissen nur noch ein Fossil. Die Scheidung zwischen öffentlichen und privaten Zonen war – und bleibt – suspekt. Dass dies ganz wesentlich zulasten der Privatheit ging, hat Hannah Arendt lange vor der Erfindung von Facebook von der Beobachtung abgeleitet, "dass die moderne Gesellschaft die mit den Lebensnotwendigkeiten verbundenen Tätigkeiten und Funktionen aus ihrem jahrtausendealten Versteck an das Licht der Öffentlichkeit gebracht hat."

Höfe für Kinderspiel, Wäschebleiche und Geselligkeit

In der Kulturentwicklung der Menschheit hat sich ein zwiespältiges Verhältnis zu dem herausgebildet, was uns lange als "privat" und auf keinen Fall für die Öffentlichkeit bestimmt erschien. Schon das römische Atriumhaus kultivierte einen, wenn auch eng bemessenen, Bereich als Konserve der alten ländlichen Privatheit in Gestalt des Atriums, des innen liegenden, himmeloffenen, nur den Hausbewohnern zugänglichen Hofes. In der Mittelalterstadt weitete sich diese Fläche zum Hof hinter dem Haus.

Eine ganz neue Rolle wuchs diesem Rückzugsbereich in der Zeit der Bevölkerungsexplosion und der Großstadtwerdung am Ende des 19. Jahrhunderts zu. In den Innenbereichen der neuen Blockrandquartiere entstanden große zusammenhängende "halbprivate" Zonen: die anfangs üppig bemessenen Höfe. Sie waren ausschließlich der Nutzung durch die Anlieger vorbehalten, dienten dem Kinderspiel, der Wäschebleiche und Geselligkeit, gewährten den Nachbarn aber Einblicke weit über das eigene Grundstück hinaus.

Gegen den öffentlichen Raum bildeten die sich bis zu sechs Geschosse auftürmenden Vorderhäuser dagegen einen perfekten Sicht- und Lärmschutz, der weder vom Rattern der Pferdewagen über das Buckelpflaster noch von dem von Schopenhauer beklagten Knallen der Kutscherpeitschen einen Laut nach drinnen dringen ließ.

Wind, Abgase, Lärm machen das Innen zum Außen - [die internen Freiräume werden als altmodisch beurteilt - der Mensch wird zum "Zootier"]

Erst der neue, so lange gefeierte Zeilenbau, das Punkthochhaus, die "fließenden" Stadträume und offenen Plätze der Moderne brachen diese sinnreiche Gliederung auf. Sie kennen keine internen Freiräume, keine (halb-)privaten Rückzugsräume mehr. Vor dem Haus ist hinter dem Haus. Wind, Abgase, Lärm, Fahrradwege, Spielplätze und Skateranlagen machen das Innen zum Außen und stellen den einzelnen Bewohner mit allen seinen Regungen und Zuckungen wie ein Zootier öffentlich aus.

[Der Balkon wird zur Bühne der Spanner-Nachbarn]

Es ist diese Deformation der Begriffe vom städtischen Wohnen, die der Renaissance der Innenstädte entgegensteht. In den revolutionären Städtebaukonzepten des 20. Jahrhunderts kommt der Bewohner als Individuum nicht mehr vor. Zwar konnte er den Balkon als letzten himmeloffenen Freiraum retten, aber es ist endgültig kein persönlicher Freiraum mehr – kein Rückzugsgebiet, sondern eine öffentliche Bühne, die von vierhundert Fenstern aus eingesehen werden kann. Jahrzehnte bevor das Internet die Privatsphäre großer Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht hat, funktionierte der tausendäugige Kontrollapparat, dem die moderne Planung die Wohnmaschine ausgeliefert hat.

[Öffentlicher Raum wird privat genutzt]

Wenn aber das Private veröffentlicht ist, geht auch dem Öffentlichen die Öffentlichkeit verloren. Das Öffentliche und das Private mischen sich, weil ihre Abgrenzungen fallen. Parks werden zu Liegewiesen und Grillplätzen, Bürgersteige zu Freiluftrestaurants, Innenhöfe und ganze Stadtquartiere zu Einkaufscentern. Zu den Blumenkübeln auf Straßen und Plätzen gesellen sich Zäune, Pilzstrahler und Heizsonnen, Sonnenschirme und Plastikmöbel. Der öffentliche Raum wird von Investoren und Nutzern "beschlagnahmt" – ohne Rücksicht auf die jahrhundertealte Rechtskultur des Öffentlichen wie des Privaten.

Hannah Arendts Erkenntnis hat sich nicht durchgesetzt - [Rückzugsorte bleiben wegrationalisiert]

Niemand hat diese Verschränkung des Öffentlichen und des Privaten so früh und so grundsätzlich kritisiert wie Hannah Arendt. Schon in dem zitierten Essay von 1958 spricht sie davon, "dass das Absterben des Öffentlichen von einer radikalen Bedrohung des Privaten begleitet ist" und eine "wirkliche Enteignung" bedeutet, die eine Gefahr "für das Menschsein überhaupt in sich birgt". Denn "kein Teil der uns gemeinsamen Welt wird so dringend und vordringlich von uns benötigt wie das kleine Stück Welt, das uns gehört zum täglichen Gebrauch und Verbrauch". Doch diese Erkenntnis hat sich nicht durchgesetzt.

So ignoriert die sich zaghaft zurückmeldende neue Blockrandbebauung standhaft das Bedürfnis, das so viele einstige Städter zur Flucht in das Einfamilienhaus am Stadtrand verleitet hat: sich einen Ort zu schaffen, "an den wir uns von der Welt zurückziehen können" (Arendt). Fast keine dieser neuen Blockstrukturen kommt ohne wahllos hineingesägte Lücken aus. Privatheit, "Intimität" kann sich auf diese Weise nicht einmal in Ansätzen entwickeln.

Die Blocköffnungen werden zu Schleusen für den Radfahr- und Skaterverkehr, die Sträucher zu öffentlichen Toiletten, die freigehaltenen Wiesen zu Bolzplätzen. Die grauenhafteste Entstellung wird diesen Hofbereichen dort zuteil, wo sie auch noch mit Zäunen und Mauern unterteilt, mit Schuppen und Garagen vollgestopft und mit Spielgeräten verunstaltet werden, mit denen Privatheit simuliert, tatsächlich aber karikiert wird.

Wer es mit der Renaissance der Städte wirklich ernst meint, wird sich an die berühmten Verse von Kurt Tucholsky halten müssen: "Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,/ vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße." Auch wenn das Bild nur verkehrtherum funktioniert: vorn der öffentliche Raum und hinten der private, vorn die Friedrichstraße und hinten das Grün – an der Bedeutung dieser deutlichen Trennung beider Bereiche, die für den Menschen so unerlässlich ist, hat sich auch im 21. Jahrhundert nichts geändert.>


Kommentar: ZUERST BEI DER ARCHITEKTUR - UND DAS INTERNET MACHT ES NACH

Was Architekten vorgemacht haben, die Abschaffung der Privatsphäre im Hinterhof, macht das Internet nun nach: keine Privatsphäre mehr, sondern überall sind die Kontrolleure, Zensuristen und Spione der Geheimdienste und der Radaranlagen am Werk. Durch Handymikrophone und Laptop-Mikrofone wird alles abgehört und notiert, wenn jemand gähnt oder auf Toilette geht. Natürlich gibt es keine Hinterhöfe mehr, wo das Mikrofon nicht hinkommen würde, denn Handy hat heute fast jeder. Gescheiter wird sie dadurch leider nicht, aber einige dumme Leute, die sich als Spion anstellen lassen, bekommen dafür vom Steuerzahler guten Lohn. Wunderbare Welt..

Michael Palomino, 4.8.2012


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Veche Hamry (Tschechien) 12.8.2012: Das drehbare Haus, immer "der Sonne entgegen"

Das drehbare Haus in
                        Veche Hamry, Tschechien  Das
                        drehbare Haus wird von Hand gedreht
Das drehbare Haus in Veche Hamry, Tschechien [1] - Das drehbare Haus wird von Hand gedreht [2]

aus: Immer der Sonne entgegen: Dieses Haus hat den Dreh raus; 12.8.2012;
http://www.20min.ch/panorama/news/story/Dieses-Haus-hat-den-Dreh-raus-17880200

<Wenn Bohumil Lhota mit der Aussicht aus seinem Fenster unzufrieden ist, zögert er nicht lange. Er dreht sein Zuhause ganz einfach in die gewünschte Position.

Im Haus von Bohumil Lhota stimmt die Aussicht immer. Und die Sonne scheint stets auf seinen Lieblingsplatz. Der Grund: Er kann das ganze Gebäude drehen.

Im Untergeschoss hat der Baumeister eine Drehkonstruktion eingebaut, mit der er das Haus jederzeit in die gewünschte Position bewegen kann. Dabei schraubt sich das ganze Gebäude in die Höhe und scheint plötzlich über ein zusätzliches Stockwerk zu verfügen.

Ein Traumhaus im Grünen

Rund 20 Jahre hat der heute 73-Jährige an seinem Traumhaus gebaut. Es steht mitten im Grünen in Veche Hamry, etwa 100 Kilometer nordöstlich der tschechischen Hauptstadt Prag.

Dass die Sonne immer schön an die richtige Stelle scheint, das hat der clevere Tscheche offensichtlich im Griff. Nur, ob sie scheint, darauf hat auch er keinen Einfluss.

(kmo)>

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n-tv
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20.8.2012: Das Reetdach muss steiler gebaut sein, dann hält es ein Leben lang - mindestens 40 Grad Neigung

aus: n-tv online: Bau:
Keine Angst vor dem «bösen Killerpilz» - Reetdächer steil decken; 20.8.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Keine-Angst-vor-dem-boesen-Killerpilz-Reetdaecher-steil-decken-article7013566.html

<Stavenhagen (dpa/tmn) - Reetdächer können ein Leben lang halten - bei manchen zerbröselt das Schilf Hausbesitzern aber schon nach wenigen Jahre über den Köpfen. «Killerpilze» sollen schuld sein, so ein Gerücht. Unsinn, sagen Experten. Die Dächer sind falsch gebaut.

Reetdächer sollten möglichst steil sein. Denn kann das Regenwasser nicht richtig abfließen, siedeln sich leicht Pilze und Bakterien an, und das Schilf verfault. «Ist das Dach oder die Gaube zu flach, wird's ein Misthaufen», erklärt Dachdeckermeister Thorsten Ring aus Wendelsdorf (Mecklenburg-Vorpommern). Der Reetsachverständige der Handwerkskammer rät zu einer Neigung von mindestens 40 Grad.

Gut verarbeitete Schilfdächer können 60 bis 80 Jahre alt werden, sagt Marlies Händschke, Geschäftsführerin der Reetdachdeckerinnung Mecklenburg-Vorpommern in Stavenhagen. Allerdings verrotteten gut vier Prozent der neueren Reetdächer in Norddeutschland schon nach wenigen Jahren.

Je steiler das Dach, desto länger hält das Reet - zu diesem Ergebnis kommt auch das Institut für Bauen und nachwachsende Rohstoffe der Fachhochschule Lübeck, das die Bautechniken gesunder Schilfrohrdächer untersucht hat.

Von einem «bösen Killerpilz», der die Dächer auffrisst, will der Mikrobiologie-Professor Frieder Schauer aus Greifswald nichts wissen. «Das sind ganz normale Mikroorganismen, die überall vorkommen, denen aber bauliche Mängel und schlechte Rohware die Chance zum Angriff geben», sagt der Reetexperte. Er arbeitet an einem Schnelltest, um die Güte des aus aller Welt importieren Materials zu prüfen und den Dachdeckern Rechtssicherheit zu geben.

Nur trockenes, sauberes Schilf darf verwendet werden, erklärt Thorsten Ring. Das Material wird 35 Zentimeter dick, schön dicht und mit mindestens sechs Zentimetern Hinterlüftung verlegt. In den 1990er Jahren erlebte der Naturbaustoff eine Renaissance. Es gab verlockende Reetdach-Förderprogramme. «Die Nachfrage nach Rohr überstieg das heimische Angebot, enorme Mengen Reet wurden teils unkontrolliert in Osteuropa eingekauft und vor Ort auch Schilf geerntet, was vielleicht nicht zu hundert Prozent astrein war», sagt der Dachdecker.

Die Handwerker müssen weiterhin auf die Ressourcen aus dem Ausland zurückgreifen: «Heute holen wir Schilf aus Polen, Rumänien, Ungarn, der Ukraine, der Türkei und sogar aus China, nur so ist die enorme Nachfrage zu decken», sagt Ring. Denn etwa in Mecklenburg-Vorpommern untersagten Umweltauflagen den Abbau - «und das heimische Schilf bleibt allein den Vögeln vorbehalten».

Quele: n-tv .de, dpa>

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8.10.2012: Wärmedämmung bringt nicht immer Energieeinsparung

aus: Welt online: Energiewende: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben; 8.10.2012;
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article109699115/Waermedaemmung-kann-Heizkosten-in-die-Hoehe-treiben.html

<Mehrere Studien belegen einen höheren Energieverbrauch bei gedämmten Wohnhäusern. Die Ergebnisse sind besonders brisant, weil die Bundesregierung die Energieeinsparverordnung weiter verschärfen will.

Wärmedämmungen verringern nicht in jedem Fall den Heizenergiebedarf in Wohnhäuser. Ihre Anwendung kann im Gegenteil dazu führen, dass der Verbrauch von Öl und Gas steigt. Das ist das Ergebnis einer Reihe von Studien, die der "Welt” vorliegen. Die Ergebnisse werfen die Frage auf, ob die Bundesregierung mit der geplanten Verschärfung der Energieeinsparverordnung ihre Ziele in der Energiewende nicht konterkarriert.

Besonders brisant ist dabei eine jetzt wieder entdeckte Untersuchung des IBP-Instituts für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft. Wissenschaftler der Stuttgarter Forschungseinrichtung haben bereits 1985 in einem aufwendigen Vergleich bei mittleren winterlichen Außentemperaturen von minus vier Grad Celsius ermittelt, dass die Verwendung von Dämmstoffen den Heizenergieverbrauch nicht senkt, sondern im Vergleich zu Massivwänden vielmehr in die Höhe treibt.

Jahrelang verschollene Studie wieder aufgetaucht

"Die teure Fassadendämmung ist nutzlos und führt sogar zu steigenden Heizkosten", sagt der Architekt Konrad Fischer. Der Dämmstoffkritiker aus Hochstadt am Main hat das über Jahrzehnte hinweg verschollene Papier jetzt wieder aufgetan.

Dass die Dämmmaterialien die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, liegt der Studie zufolge an einer simplen physikalischen Gesetzmäßigkeit: Massive Mauern sind selbst im Winter in der Lage, die Wärme der Sonnenstrahlen zu speichern und bis in den späten Abend hinein in die Innenräume abzugeben. Bei gedämmten Häusern ist dies hingegen aufgrund der dicken Kunststoffmassen an den Außenwänden nicht möglich. "Dem Innenraum wird zu keinem Zeitpunkt Wärme zugeführt", erkannten bereits vor 27 Jahren die Forscher des Fraunhofer-Instituts.

Verbrauch ungedämmter Häuser zu hoch angesetzt

Eine in diesem Jahr erstellte Studie der Universität Cambridge stellt zudem die in Deutschland angewandten mathematischen Formeln zur Berechnung des theoretischen Heizenergiebedarfs in Frage.

Architekturforscher der britischen Elite-Hochschule verglichen dabei akribisch die Ergebnisse theoretischer Bedarfsrechnungen, dem sogenannten Energiekennwert, mit dem tatsächlich Heizenergieverbrauch von 3400 Wohnhäusern in Deutschland. Das Ergebnis: In älteren Wohngebäuden mit geringer oder gar keiner Dämmung lag der tatsächliche Verbrauch an Gas oder Öl um 30 bis 40 Prozent unter den errechneten Werten.

Während Energieberater nach ihrer Formelsammlung bei den Immobilien einen durchschnittlichen Verbrauch von 225 Kilowatt pro Quadratmeter und Jahr errechnet hatten, waren es tatsächlich nur 150 Kilowatt. Hingegen wies die Mehrzahl neuer Niedrigenergiehäuser höhere Verbrauchswerte auf als kalkuliert. "Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass die Berechnungsmodelle auf falschen Annahmen basieren", sagt die Cambridge-Wissenschaftlerin Minna Sunnika-Blank.

Untersuchungen von erheblicher Brisanz

Die Ergebnisse der Studien sind von erheblicher Brisanz, weil die Bundesregierung die Energieeinsparverordnung (EnEV) weiter verschärfen will. Von 2014 an sollen Neubauten so errichtet werden, dass ihr rechnerischer Energiebedarf um 12,5 Prozent sinkt.

Von 2016 soll der theoretische Heizenergiebedarf bei neuen Wohngebäuden nochmals um dieselbe Prozentzahl reduziert werden. Das würde bedeuten, dass noch mehr Dämmstoffe verwendet werden müssten als bisher.

Von den Dämmstoffherstellern wird die EnEV-Reform begrüßt. Sie geben sich von der Qualität ihrer Materialien überzeugt – sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Häuser. "Über die Außenwände eines Hauses geht die meiste Energie verloren; hier konsequent energetisch zu sanieren, spart bis zu 50 Prozent der Heizkosten", sagt Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme.

"Eine gute Gebäudedämmung kann bei den Bürgern, die in den eigenen vier Wänden leben, für langfristige Versorgungs- und Kostensicherheit sorgen", sagt Christian Bruch, Geschäftsführer des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie (GDI).

Bau neuer Eigenheime wird deutlich teurer

Die Immobilienwirtschaft hingegen lehnt die EnEV-Reform vehement ab, weil sich die Errichtung neuer Eigenheime und Mehrfamilienhäuser dadurch erheblich verteuern würde. Hingegen erscheine es fraglich, ob die zusätzlichen Kosten durch Ersparnisse im Heizenergieverbrauch wettgemacht würden. Sicher sei nur eines, sagt Gerold Happ, Geschäftsführer des Eigentümerverbands Haus & Grund: "Für Familien würde es noch schwerer, den Traum vom neuen, eigenen Heim zu realisieren."

Durch die Verschärfung der EnEV will die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende die Kohlendioxidemissionen senken. Das bei der Verfeuerung fossiler Brennstoffe entstehende Gas steht im Verdacht, das Klima zu erwärmen. "Die Fraunhofer-Studie widerlegt jedoch, dass sich durch eine stärkere Dämmung der Heizenergieverbrauch gegenüber ungedämmten Massivbauten reduzieren lässt", sagt Architekt Fischer.

Zudem würden Dämmstoffe in aufwändigen Schmelzverfahren produziert, bei denen massiv Strom benötigt werde. "Mit ihren EnEV-Auflagen konterkarriert die Bundesregierung damit letztendlich ihre Energieeinsparziele", sagt Fischer.

Resultate von der Regierung bislang ausgeblendet

Bevor die EnEV verschärft werde, müssten "zunächst alle wissenschaftlichen Ergebnisse zusammengeführt und evaluiert werden", fordert Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, deren 3000 Mitgliedsunternehmen rund sechs Millionen Mietwohnungen verwalten. "Die dabei gewonnenen Erkenntnisse müssen dann in das Gesamtpakete Energiewende einfließen."

Die Ergebnisse der bereits vor 27 Jahren erstellten Fraunhofer-Studie werden gestützt durch zwei spätere Untersuchungen anderer Institute. Deren Resultate wurden von der Bundesregierung allerdings bislang ausgeblendet. Das Hamburger Gewos-Institut verglich den Heizenergieverbrauch von Mehrfamilienhäusern mit einer massiven Ziegelwand und jenen mit zusätzlichen Außendämmung, die von 1984 bis 1992 errichtet wurden.

Das Resultat fassten die Gewos-Forscher so zusammen: Mehrfamilienhäuser mit einer ungedämmten Massivwand weisen "einen niedrigeren Jahresbrennstoffverbrauch auf als die Gebäude mit zusätzlicher Dämmung der Außenwand."

Massive Wände speichern Wärme der Sonnenstrahlen

Zum selben Ergebnis kam eine Langzeituntersuchung des Heizenergieverbrauchs eines gedämmten und eines ungedämmten Miethauses mit massiven Ziegelsteinwänden einer Wohnungsgesellschaft in Hannover durch Jens Fehrenberg, Professor für Baukonstruktion an der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hildesheim. Im gedämmten Haus war der Energieverbrauch höher.

Auch Fehrenberg sieht die Ursache darin, dass die Ziegel die Wärme der Sonnenstrahlen speichern, zum Teil in die Innenräume abgeben und damit Heizwärmeverlusten vorbeugen. "Durch eine zusätzliche Außendämmung geht dieser Effekt verloren.">


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12.10.2012: Wärmedämmung ist eine hohe Brandgefahr - und bei Klinkermauern ist die Wirkung negativ

aus: Welt online: Energetische Sanierung: Die unterschätzte Brandgefahr bei Wärmedämmung; 12.10.2012;
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article109787107/Die-unterschaetzte-Brandgefahr-bei-Waermedaemmung.html

<Es ist ein Milliardengeschäft: Mindestens 70.000 Euro müssen Eigentümer aufwenden, um ihr Haus energetisch zu sanieren. Doch ihnen fehlen verlässliche Angaben, welche Auswirkungen das hat.

Auf Deutschlands Baustellen tobt ein Glaubenskrieg. Anhänger und Gegner strenger Dämmvorschriften stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die einen packen ihr Haus dick mit Hanf, Polystyrol oder Mineralwolle ein. Sie versprechen sich davon Einsparungen beim Energieverbrauch und Klimaschutz. Die anderen bezweifeln, dass die künstlichen Hüllen überhaupt eine Wirkung haben, und sorgen sich um mögliche Folgeschäden oder um die Ästhetik ihrer Immobilien.

Es geht um milliardenschwere Geschäfte, steigende Energiekosten und den Klimaschutz. Mindestens 70.000 Euro müssen Eigentümer nach Berechnungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) aufwenden, um ein älteres Einfamilienhaus energetisch so fit zu machen, dass es den heutigen gesetzlichen Neubauanforderungen entspricht.

Allein 2010 setzten Bauindustrie und Handwerk nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit "klimaschutzbezogenen Bauleistungen wie der Wärmedämmung von Gebäuden" 10,1 Milliarden Euro um. In vielen Häusern sinkt nach einer Sanierung tatsächlich der Energieverbrauch – vor allem dort, wo es undichte Stellen, zugige Fenster und Wärmebrücken an Dach- und Kellerkanten gab.

Geschönte Musterrechnungen

Doch die Einsparungen erreichen häufig nicht die erwartete Größenordnung. Und manche Eigentümer beklagen sogar, dass sich ihr Heizölverbrauch gar nicht verändert oder sogar erhöht hat. Der Grund: Sie gehen von zu optimistischen Annahmen aus.

"Viele Musterrechnungen sind geschönt", sagt VPB-Vorsitzender Thomas Penningh. Und viele dieser Rechnungen berücksichtigen nicht die individuellen Besonderheiten eines Hauses: Material, Standort, Lichtverhältnisse und nicht zuletzt das Verhalten der Bewohner.

Der Streit über Sinn und Unsinn intensiver Wärmedämmung begann 2002. Damals erließ die rot-grüne Bundesregierung die Energieeinsparverordnung (EnEV), um die Kohlendioxidemissionen zu senken. Dreimal wurde die EnEV seither verschärft, zweimal unter der Ägide von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Immobilienbranche läuft Sturm

Jedoch hat in diesen zehn Jahren keine Bundesregierung gleich welcher Couleur von neutralen Experten untersuchen lassen, ob und, wenn ja, in welchem Umfang Wärmedämmung den Heizenergieverbrauch reduzieren kann. Jetzt will Berlin die EnEV-Auflagen für Neubauten 2014 und 2016 nochmals um jeweils 12,5 Prozent anheben.

Die Immobilienwirtschaft läuft dagegen Sturm, weil nach ihren Berechnungen jede der geplanten Verschärfungen die Kosten für Neubauten jeweils um acht bis zehn Prozent in die Höhe treiben würde. Auch der Deutsche Mieterbund ist mittlerweile skeptisch und warnt vor steigenden Mieten.

Bevor weiter an der EnEV-Schraube gedreht werde, müssten "zunächst wissenschaftliche Ergebnisse zusammengeführt und evaluiert werden", fordert Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, deren 3000 Mitgliedsunternehmen rund sechs Millionen Mietwohnungen verwalten.

Zwar gibt es eine Flut von Studien. Doch fast alle sind entweder von der Dämmstoffindustrie oder den mit ihr konkurrierenden Herstellern von Ziegelmauerteilen in Auftrag gegeben worden. Entsprechend fallen die Ergebnisse aus.

Experten warnen vor Studien

Durch konsequente Dämmung der Außenwände könnten Eigentümer älterer Häuser "bis zu 50 Prozent der Heizkosten sparen", sagt Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme.

Ziegelsteinproduzenten verweisen hingegen auf eine von ihnen in Auftrag gegebene Vergleichsstudie des Gewos-Instituts. Die kam zu dem Ergebnis, dass Häuser mit ungedämmter Massivwand "einen niedrigeren Jahresbrennstoffverbrauch aufweisen als Gebäude mit zusätzlicher Dämmung der Außenwand".

Experten von Eigentümerverbänden warnen davor, auf Studien zu vertrauen. "Hausbesitzer sollten sich nicht verrückt machen lassen von den vielen Modellrechnungen, die hohe Heizkosteneinsparungen versprechen", sagt Penningh.

Komplizierte Formeln

Bei allen Musterberechnungen geht es immer nur um den theoretischen Primärenergieverbrauch. Der darf nach der aktuellen EnEV bei einem Neubau maximal sieben Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr betragen. Um zu ermitteln, wie stark die Wände dafür gedämmt sein müssen, wenden Architekten und Energieberater komplizierte Formeln an.

Die Theorie hält der Praxis jedoch häufig nicht stand. Das zeigt eine der wenigen unabhängigen Studien zur Materie. Sie stammt von der britischen Eliteuniversität Cambridge. Deren Architekturexperten haben dieses Jahr akribisch die Ergebnisse theoretischer Bedarfsrechnungen mit dem tatsächlichen Heizenergieverbrauch von 3400 Wohnhäusern in Deutschland verglichen.

Das Ergebnis: In älteren Gebäuden mit geringer Dämmung lag der tatsächliche Verbrauch an Gas oder Öl um 30 bis 40 Prozent unter den auf theoretischer Basis errechneten Werten. Hingegen wies die Mehrzahl neuer Niedrigenergiehäuser höhere Verbrauchswerte auf als kalkuliert. Dies lege nahe, dass "die Berechnungsmodelle auf falschen Annahmen basieren", sagt die Cambridge-Wissenschaftlerin Minna Sunnika-Blank.

Gedämmtes Haus braucht sogar mehr Energie - [Klinkermauern sind schon Wärmedämmung!]

"Ob Investitionen in die Wärmedämmung durch Ersparnisse bei den Heizkosten wettgemacht werden, lässt sich nicht pauschal mit theoretischen Formeln errechnen", sagt Gerold Happ, Geschäftsführer des Eigentümerverbands Haus & Grund. Dies müsse vielmehr im Einzelfall genau ermittelt werden.

Wo die Extreme liegen, macht Happ an zwei Beispielen deutlich: "Bei einem frei stehenden Klinkerhaus mit Südausrichtung wird eine zusätzliche Isolierung wenig bringen." Denn die Ziegelsteine in den Klinkerwänden speichern auch im Winter tagsüber die Sonnenwärme und geben sie bis spät in die Nacht an die Zimmer ab.

Das zeigt ein Langzeitvergleich eines gedämmten und eines ungedämmten Mietshauses mit massiven Ziegelsteinwänden in Hannover durch Jens Fehrenberg, Professor für Baukonstruktion an der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hildesheim. Das gedämmte Haus wies den höheren Energieverbrauch auf. Eine Dämmung sei bei Häusern sinnvoll, die in Waldsiedlungen liegen oder von höheren Gebäuden beschattet werden, sagt Happ.

Vor Sanierung Rat einholen

Weil die für 2014 geplanten EnEV-Verschärfungen nur für Neubauten gelten, stehen Besitzer älterer Häuser ohnehin nicht unter Zugzwang. Schnell reagieren müssten hingegen Familien, die sich ein neues Eigenheim zulegen, aber nicht zusätzliche Dämmkosten tragen wollen.

Vor einer Sanierung wiederum sollte zunächst ein neutraler Architekt oder Energieberater ermitteln, ob eine verbesserte Isolierung rentabel ist. Die Kosten für solche Gutachten betragen je nach Aufwand 300 bis 1400 Euro. "Allerdings sind manche Gutachter ideologisch voreingenommen und raten zum Dämmen um jeden Preis", sagt Happ.

Neutrale Experte seien daran zu erkennen, dass sie auch prüfen, ob sich nicht günstiger Heizkosten einsparen ließen. "Etwa durch eine Modernisierung der Heizungsanlage", sagt Happ. Eine moderne Brennwerttherme kostet inklusive Einbau nur rund 9000 Euro. Gegenüber einem alten Kessel senkt sie die Heizkosten bei einem Einfamilienhaus um mehr als 1000 Euro pro Jahr.

Pfusch am Bau ist Alltag

Wer zusätzlich dämmen möchte, muss auf eine korrekte Montage achten. Pfusch ist Alltag auf deutschen Baustellen, wie der Bauschadenbericht der Dekra zeigt. Auf 1,4 Milliarden Euro kalkulieren die Experten der Prüfgesellschaft die jährliche Schadenssumme. Schützen können sich Bauherren und Eigenheimsanierer, indem sie die Arbeiten von Sachverständigen überwachen lassen.

Will man nachhaltig die Kohlendioxidemissionen senken, sollte die Wahl der Dämmmaterialien auf Naturprodukte wie Flachs, Hanf, Schafwolle oder Kork fallen, sagt der Architekt Karim El Ansari. "Bei ihrer Herstellung wird weniger Energie verbraucht als bei Kunststoff- und Mineralwolldämmungen."

Brandgefahr steigt

Reimund Stewen, Bausachverständiger und Mitglied im Vorstand des VPB, nennt einen weiteren Punkt: die Brandgefahr. Polystyrol, der preiswerteste und am meisten verwendete Dämmstoff, ist nicht feuerfest, sondern nur schwer entflammbar. "Brennt Polystyrol, schmilzt und tropft es von der Fassade", sagt Stewen. "Diese undurchdringliche Barriere aus flüssigem heißem Material behindert die Feuerwehr beim Löschen und die Bewohner beim Verlassen des Hauses."

Das bestätigt Albrecht Broemme, der heutige Präsident des Technischen Hilfswerks (THW) und frühere Einsatzleiter der Berliner Feuerwehr. Er erlebte in der Hauptstadt, wie zwei Menschen ihr Leben verloren, weil die Wärmedämmung des Mehrfamilienhauses in Brand geraten war. "Wüssten die Menschen um das Brandrisiko, würden sie dagegen auf den Straßen protestieren", sagt Broemme.>

Kommentar

Zuerst denken - dann handeln.

Das hat die Regierung bei der Wärmedämmung scheinbar gründlich VERGESSEN. Man hätte zum Beispiel zuerst einmal MODELLVERSUCHE machen können, dann Grossversuche, und dann erst ein Gesetz. Wie viel Schimmel und Brände und Heizöl-Mehrverbrauch brauchts denn noch?

Gruss von einem Logiker.

Michael Palomino, 12.10.2012

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19.10.2012: Unbewohntes Haus gelegentlich lüften

aus: n-tv online: Bau: Bauarbeiten im Winter: Unbewohntes Haus gelegentlich lüften
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Bauarbeiten-im-Winter-Unbewohntes-Haus-gelegentlich-lueften-article7518056.html

<Osnabrück (dpa/tmn) - Kaltes und trockenes Winterwetter kann sich positiv auf trocknenden Putz und neue Mauern auswirken. Trotzdem ist auch regelmäßiges Heizen und Lüften wichtig, wenn man ein Haus im Winter saniert.

Bauherren können im Winter Glück haben: Gibt es wenig Schnee und Regen, kann die kalte Winterluft einen Estrich oder neu hochgezogene Mauern schneller austrocknen, erläutert Sven Börjesson von der Klimaschutzkampagne «Haus sanieren-profitieren» der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Hausbesitzer sollten aber ab und zu zusätzlich heizen und die Räume lüften - gerade, wenn das Gebäude nicht bewohnt ist. Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen sollte nicht höher sein als 80 Prozent. Ein Hygrometer helfe, das im Blick zu behalten.

Ist der Winter aber kalt, können Putze und Mörtel reißen. Außerdem können Handwerker bei Frost viele Kunst- und Klebstoffe nicht oder nur schlecht verarbeiten, erläutert Börjesson.

Quelle: n-tv.de, dpa>


Dach eingestürzt: Es dürfte sich wieder um ein "modernes" Flachdach gehandelt haben:

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Neuquén (Argentinien) 26.10.2012: Dach von Einkaufszentrum eingestürzt

aus: n-tv online: Notfälle Argentinien: Dach von Supermarkt stürzt ein - Tote in Argentinien; 26.10.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Dach-von-Supermarkt-stuerzt-ein-Tote-in-Argentinien-article7579281.html

<Neuquén (dpa) - Beim Einsturz eines Supermarktdaches sind in Argentinien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. 15 weitere Menschen wurden unter den Trümmern begraben, meldeten argentinische Medien. Wie die Tageszeitung «Rio Negro» in ihrer Onlineausgabe berichtete, hielten sich während des Unglücks viele Kunden in dem Supermarkt in der Stadt Neuquén im Süden des Landes auf. Etwa 200 Polizisten und Feuerwehrleute versuchen, Verschüttete zu befreien. Es wird befürchtet, dass es weitere Opfer gibt.

Quelle: n-tv.de, dpa>

Es handelt sich dabei um ein Einkaufszentrum der "Cooperativa Obrera". Das Dach stürzte über dem Bereich einer Fleisch- und Wursttheke ein, wo gerade viele Kunden anstanden.
(http://www.eltribuno.info/salta/216408-Neuquen-se-derrumbo-el-techo-de-un-supermercado.note.aspx).


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9.11.2012: Nebeneinnahmen mit dem Haus

aus: Welt online: Eigenheim: Wie man mit dem Haus Geld dazuverdienen kann; 9.11.2012;
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article110844829/Wie-man-mit-dem-Haus-Geld-dazuverdienen-kann.html

<Vermietung, Werbefläche, Kulisse: Man muss sein Haus gar nicht verkaufen, um es zu versilbern. Zimmer, Dach, Hauswand – alles taugt für ein paar Euro nebenher. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Die beste Geldanlage in diesen unsicheren Zeiten ist das Eigenheim – so predigen es viele Anlageexperten tagaus, tagein. Klar, denn wenn Aktien wegen lahmer Konjunktur wieder nach unten tendieren und niedrige Zinsen gemeinsam mit der Inflation an festverzinslichen Anlagen nagen, dann sind Grund und Boden gefühlt ein regelrechter Fels in der Brandung. Sie stehen – komme, was da wolle.

Und Gefahren wie ein entfesselter Staat, der die Grundsteuer nach oben schraubt oder die Eigentümer gar zu Zwangshypotheken verpflichtet, liegen scheinbar in weiter Ferne.

Private Zimmervermietung

Trotzdem bleibt eine Immobilie eben immobil. Wer sie zu Geld machen will, muss ausziehen – und dann? Haus- und Wohnungsbesitzer können die eigenen vier Wände jedoch nutzen, um die Haushaltskasse zu füllen – und zwar, ohne alles zu verkaufen.

Ob als private Zimmervermietung, mit Werbeflächen an der Hauswand oder als Drehort für Film und Fernsehen – es gibt viele mitunter ausgefallene Möglichkeiten, sich mit dem Eigenheim den einen oder anderen Euro dazuzuverdienen.

Während "Bed & Breakfast" in Großbritannien quasi zum Kulturgut geworden ist, war die private Zimmervermietung in Deutschland lange Jahre unüblich. Das hat sich in den vergangenen fünf Jahren gründlich gewandelt: Fast zeitgleich starteten die Internetportale Wimdu.de und 9flats.de, die Unterkünfte zwischen Privatpersonen vermitteln. Auch "airbnb" bietet eine riesige Datenbank mit privaten Unterkünften.

Drehort für Filme

Immer mehr Touristen und auch Geschäftsleute suchen sich im Internet Schlafplätze bei Privatleuten. Von diesem Trend profitieren beide Seiten: Der Gast nächtigt günstiger und zugleich viel persönlicher als im Hotel – und der Hausherr bekommt Geld für sein ansonsten ungenutztes Gästezimmer.

"Für Gastgeber bieten wir eine einfache und sichere Möglichkeit, ein Zimmer, Apartment oder Ferienhaus zu vermieten und Geld zu verdienen", sagt 9flats-Chef Stephan Uhrenbacher. Je nach Wohnlage können Haus- beziehungsweise Wohnungseigentümer zwischen 30 und 60 Euro berechnen. In Ballungsräumen wie Frankfurt oder München ist – vor allem zu Messezeiten – auch mal mehr drin.

Das ist aber längst nicht die einzige Möglichkeit, die eigenen vier Wände zum Geldverdienen zu nutzen. Denn egal ob Etagenwohnung oder Reihenhaus, Villa oder Kleingarten, Kellerraum oder Schuppen – auch die Produktionsfirmen von Kino- und Fernsehfilmen sind ständig auf der Suche nach Objekten, die sich als Drehort eignen. Die jeweiligen Eigentümer können damit vortrefflich Geld verdienen: Der Verdienst pro Drehtag beträgt bis zu einer Monatsmiete – ein lukratives Geschäft.

Parkplätze in Städten begehrt

Den Kontakt zwischen Eigentümer und Produktionsfirmen stellen sogenannte Location-Agenturen wie beispielsweise inter-location.de oder mediamotiv.de her. "Wir suchen alles, von der Studentenwohnung bis zum Schlösschen", sagt mediamotiv-Gründerin Antonia Haacke. Eigentümer können sich auf den Internetseiten der Agenturen kostenlos registrieren.

Neben dem Glück, genau das Objekt zu besitzen, das gerade für eine Filmproduktion benötigt wird, gibt es eine weitere erforderliche Voraussetzung für den Erfolg: ausreichend Parkraum für das ganze Produktionsteam rund um das Objekt.

Apropos Parkraum: Insbesondere in Großstädten sind Parkplätze echte Mangelware und sehr begehrt. Einen nicht benötigten Parkplatz zu vermieten kann sich also durchaus lohnen. Hilfe dabei, einen entsprechenden Interessenten zu finden, bietet das Online-Portal parkplace.de: Dort kann man seinen Parkplatz anbieten – entweder auf Zeit, wenn man gerade im Urlaub ist, oder auch unbegrenzt, wenn der Stellplatz generell nicht gebraucht wird.

Dach an Solarunternehmen vermieten

Eine weitere Zuverdienstmöglichkeit bietet das Dach: Man kann es nämlich auch vermieten – und zwar an Solarunternehmen, die dort eine Fotovoltaikanlage betreiben möchten. So lassen sich regelmäßige und langfristige Erträge erzielen. Der große Vorteil gegenüber einer auf eigene Faust betriebenen Solaranlage: Man kann von der Rendite des auf diese Weise produzierten Stroms profitieren, ohne selbst ins Risiko zu gehen.

Das nötige Eigenkapital für die Paneele müssen schließlich andere aufwenden. Laut Angaben der Bausparkasse Schwäbisch Hall lässt sich auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus eine 40 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage installieren. Realistisch dafür sind Mieteinnahmen von rund 160 Euro pro Jahr – über die 20-jährige Laufzeit der Anlage erhält der Hauseigentümer so immerhin 3200 Euro.

Hauswand als Werbefläche

Und auch eine schnöde, weiße Hauswand kann eine lukrative Geldquelle werden – indem man sie als Werbefläche vermietet. Das ist vor allem für Haus- und Grundstücksbesitzer interessant, die eine freie Gebäudefassade in Sichtweite einer Bahnstrecke, einer viel befahrenen Straße oder gar einer Autobahn haben.

Kontakt zu interessierten Unternehmen oder etwa Versicherungsgesellschaften lässt sich beispielsweise über ein Zeitungsinserat ("Hausfront als Werbefläche zu vermieten") oder auch ein persönliches Anschreiben herstellen.

Die Einkünfte, die sich auf diese Weise erzielen lassen, variieren allerdings stark: Sie sind abhängig von der Lage des Objekts, der Größe der Werbefläche und natürlich vom Werbenden. Daher gilt es, möglichst mehrere Angebote einzuholen – um dann die lukrativste Offerte in einen Werbe-Mietvertrag umzuwandeln. Zumindest über Rabatt lässt sich mit manchem Kaminofenlieferanten oder Baumarkt verhandeln, sofern der Grundstückseigentümer ein entsprechendes Werbeschild an seinem Zaun duldet.

Mehr Energie erzeugen als verbrauchen

Wer neu baut, sollte zudem über ein sogenanntes Plusenergiehaus nachdenken. Zwar müssen Bauherren dafür tiefer in die Tasche greifen als für gewöhnliche Häuser – die Kosten liegen etwa 25 bis 30 Prozent höher.

Aber langfristig rechnet sich der höhere Preis, denn ein Plusenergiehaus ist ein Kraftwerk: Es erzeugt mehr Energie, als es verbraucht. Der Verbrauch an Heizenergie lässt sich dank moderner Technik auch in herkömmlichen Eigenheimen drastisch senken.

Bei der KfW gibt es auch für die nachträgliche Umrüstung zinsgünstige Kredite. Die Technik hat sich zuletzt schnell gewandelt. Kombiniert mit Fotovoltaik und speziellen Baustoffen können Ingenieure und Architekten Plusenergiehäuser selbst in Regionen realisieren, die von der Sonne nicht verwöhnt sind.

Quelle: dapd>


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4.12.2012: Schneeräumung von Solaranlagen nicht mit spitzen Gegenständen - Schneeräumung von Ziegeldächern

aus: n-tv online: Wohnen Energie Winter RatgeberSchnee von Solaranlage nicht mit spitzem Gerät räumen; 4.12.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Schnee-von-Solaranlage-nicht-mit-spitzem-Geraet-raeumen-article9687651.html

<Berlin (dpa/tmn) - Wenn viel schneit fällt, können sich Schneeansammlungen auf dem Hausdach bilden, die abgetragen werden müssen. Besonders wenn Solarpaneele mit im Spiel sind, sollte man dabei besondere Vorsicht walten lassen.

Haben Solaranlagen auf dem Dach eine Neigung von mehr als 30 Grad, kann der Schnee abrutschen. Alle anderen Anlagen sollten regelmäßig geräumt werden, rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin. Doch die Besitzer sollten nicht selbst auf das Dach steigen, sondern versuchen, etwa mit einem Besen den Schnee vom Fenster aus wegzuschieben. Der Gegenstand sollte allerdings keine scharfen Kanten haben, da diese die empfindlichen Module beschädigen können.

Auch von den Dachziegeln muss Schnee unter Umständen geräumt werden. Denn eine zehn Zentimeter dicke Schicht könne abhängig vom Grad der Vereisung und dem Wassergehalt durchaus mehr als 100 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen, erläutert der Gesamtverband. Wer unsicher ist, wie viel sein Dach trägt, sollte einen Dachdecker oder die Feuerwehr fragen. Auch hierbei sollte man nicht selbst auf das Dach steigen.

Quelle: n-tv.de , dpa>


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8.12.2012: Die Bauverträge sind zum Teil sehr mangelhaft - fehlende Keller, fehlende Malerarbeiten, Wasseranschlüsse etc.

aus: Welt online: Explodierende Kosten: 97 Prozent aller Bauverträge haben schwere Mängel; 8.12.2012;
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article111880259/97-Prozent-aller-Bauvertraege-haben-schwere-Maengel.html

<Kein Keller, keine Malerarbeiten, kein Wasseranschluss: Bei vielen als "schlüsselfertig" verkauften Immobilien müssen Bauherren viel Geld nachschießen. Das Problem sind undurchsichtige Verträge.

Von

Jeder Bauherr weiß, dass es auf dem Weg zum eigenen Heim durchaus Hürden zu überwinden gilt. Aber kaum jemand rechnet damit, dass schon mit Abschluss des Bauvertrags der Grundstein für viele Probleme gelegt wird. Sollte man aber.

Was Bau-Experten seit langem monieren, bestätigt jetzt eine aktuelle Studie des Instituts Privater Bauherren: Fast alle Bauverträge (97 Prozent), die private Bauherren hierzulande mit Generalunternehmen oder Bauträgern abschließen, haben gravierende Mängel. Und damit kann es für die Häuslebauer erheblich teurer werden als gedacht.

Komplettanbieter argumentieren in ihren Werbebroschüren gerne mit der Kostensicherheit, die der Kauf eines ihrer Objekte mit sich bringt. Doch das erweist sich in den meisten Fällen als schlicht falsch. Denn häufig tauchen wesentliche Leistungen, die mit einem Hausbau einhergehen, gar nicht im Vertrag auf.

Das verfälscht den tatsächlichen Endpreis des gesamten Bauvorhabens. So mancher Bauherr erlebt böse Überraschungen mit seinem vermeintlich "schlüsselfertigen" Haus. "Unerwartete Zusatzausgaben aufgrund unvollständiger Leistungsbeschreibungen sind üblich", sagt Thomas Penningh, Präsident des Verbands Privater Bauherrn (VPB). Unakademisch heißt das: Es wird immer und überall getrickst.

Keine Anschlüsse, kein Keller

In schöner Regelmäßigkeit werden Leistungen wie der Erdaushub der Baustelle "vergessen", oder auch die Hausanschlüsse nicht mit eingerechnet, weil die ja eigentlich dem Tiefbau zuzuordnen seien, reden sich viele Anbieter heraus. Sie böten schließlich nur den kompletten Bau des Hauses an sich an. Ohne Hausanschlüsse ist ein Haus aber nicht bezugsfertig, stellen Fachleute immer wieder klar.

Anschlüsse für Wasser, Elektrik, Telekommunikation und Gas oder beispielsweise Erdwärme müssen aber nicht selten extra aufgebracht werden und belaufen sich auf bis zu 50.000 Euro. Allein die Erdwärmebohrungen können bei einem Einfamilienhaus mit 8000 bis 15.000 Euro zu Buche schlagen.

Die Kalkulation dafür im Vorfeld ist schwierig, weil niemand genau weiß, wie tief gebohrt werden muss. Da sind die Generalanbieter froh, wenn sie das nicht auch noch am Hals haben, weiß Martin Wüstefeld. Der Bauingenieur kennt die Finessen und Tücken, die viele Bauverträge der vermeintlich "schlüsselfertigen" Kompakt-Anbieter beinhalten, aus langjähriger Erfahrung als Bausachverständiger.

"Das Hauptargument für die mangelhaften Bauverträge sind immer dieselben", sagt Wüstefeld. "Wir lassen das alles aus den Verträgen raus, weil es die anderen ja auch machen, heißt es meist. Sonst wären die Angebote ja nicht mehr vergleichbar."

So aber vergleichen die Kunden nur Vertragsgerippe miteinander, ohne zu ahnen, dass sie eine "unvollständige" Immobilie gekauft haben. "Häufig erfahren die Vertragspartner erst auf Nachfrage, dass das Haus keinen Keller hat", sagt Wüstefeld. "Für viele Menschen gehört der Keller automatisch zu einem Haus dazu. Das ist aber längst nicht mehr so." Wer zusätzlich einen Keller einbauen lassen will, ist noch einmal mit bis zu 50.000 Euro dabei.

Das Problem mit dem Änderungsvorbehalt

Weiteres Ärgernis vieler Bauherrn: Der teils stark reduzierte Leistungsumfang der Kompaktangebote wird noch verstärkt durch zahlreiche so genannte Änderungsvorbehalte innerhalb der Bauverträge, die laut VPB-Studie in 76 Prozent der Fälle enthalten waren.

Rund 60 Prozent der untersuchten Verträge boten gar den vereinbarten Festpreis nur bis zum Ablauf einer bestimmten Frist an, er konnte anschließend geändert werden. "Selbst wenn Preisanpassungsklauseln vereinbart waren, sind sie häufig durch unzulässige Vorbehaltsregelungen wieder konterkariert worden", heißt es in der Studie.

Neben dem Festpreis einer Immobilie ist bislang auch der fixe Einzugstermin immer einer der wichtigsten Gründe für Bauherrn gewesen, sich für ein schlüsselfertiges Objekt zu entscheiden. Immerhin gut 90 Prozent aller Bauherrn in Deutschland verlassen sich heutzutage darauf, dass ihnen das Haus zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Bezug bereit steht.

Aber auch dort wird getrickst, wo es nur geht: Statt eines konkreten Termins wird in der überwiegenden Zahl der Fälle nur von Wochen oder Monaten gesprochen. Strafen für verzögerte Fertigstellungen sehen die meisten Verträge gar nicht vor. Nur in 26 Prozent der Fälle wurden gemäß der VPB-Studie Vertragsstrafen vorgesehen.

Und die fielen auch noch sehr moderat aus. "Sehr häufig wird nur von einem voraussichtlichen Einzugstermin gesprochen", sagt der Bausachverständige Wüstefeld. "Da das kein rechtssicherer Begriff ist, kann man auch niemanden haftbar machen, wenn es dann zum avisierten Zeitpunkt nicht klappt."

Keine Malerarbeiten

Ein weiterer Klassiker aus Sicht der Baupraktiker ist in den vergangenen Jahren auch das Aussparen von Malerarbeiten gewesen. Das machte so manches Angebot preislich noch attraktiver - birgt aber jede Menge Folgekosten für die Bauherren, die sich darüber gar nicht im Klaren sind.

"Als Privatmann denkt man nicht daran, dass bei Neubauten auch Außenanstriche notwendig sind, etwa bei den Dachüberständen", so Wüstefeld. "Oder auch im Haus, wo beispielsweise die innen liegenden Treppen einen Erstanstrich benötigen." Und zwar von der Unterseite. Dafür braucht man Gerüste. Inklusive Farbe kommen dafür viele tausend Euro auf den Eigenheimbesitzer zu.

Beim VPB ist man sicher, dass angesichts dieser Fülle an Mängeln in den Bauverträgen die Politik gefragt ist, etwas zum Schutze von privaten Bauherren zu unternehmen. Denn diese seien die Hauptauftraggeber der mittelständischen Bauwirtschaft.

"Gerade deshalb ist es wichtig, dass Privatleute, die in der Regel mit einem Haus die größte Investition ihres Lebens planen, nicht durch ungenügenden Verbraucherschutz zur Aufgabe ihrer Baupläne gezwungen werden", fordert VPB-Präsident Penningh.

Verbraucherschützer raten schon heute auf Nummer sicher zu gehen und jeden Bauvertrag vor dem Unterzeichnen von einem Fachmann prüfen zu lassen. Architekten oder Bauingenieure der Bauverbände können das genauso wie freie Projektsteuerer. Die Analyse und Aufschlüsselung des Vertragswerks gibt es schon für 200 bis 250 Euro.>

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28.12.2012: <Stiftung Warentest: Nur jeder zweite Rauchmelder «gut»>

aus: n-tv online; 28.12.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Stiftung-Warentest-Nur-jeder-zweite-Rauchmelder-gut-article9866371.html

<Berlin (dpa) - Rauchmelder können Leben retten. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest hat jedoch nur jeder zweite mit dem Urteil «gut» abgeschnitten. Der Alarm eines der 16 getesteten Rauchmelder sei deutlich zu leise gewesen, heißt es im aktuellen Januar-«Test»-Heft. Zwei Rauchmelder funktionierten weit vor Ende der versprochenen Lebensdauer nicht mehr. Am besten waren Melder mit Langzeitbatterie.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Österreich 8.5.2013: Alte, nicht gewartete Elektroanlagen sind eine hohe Brandgefahr, mit Todesfolge - falsch installierte Systeme, schwache Leitungen oder brüchige Kontaktteile - "E-Check" alle 10 Jahre gefordert

aus: Der Standard online: Hohe Brandgefahr durch veraltete Elektroanlagen; 8.5.2013;
http://derstandard.at/1363710299069/Brandgefahr-durch-veraltete-Elektroanlagen

<"Bei Gasthermen ist es ganz normal, dass man sie überprüfen lässt, bei Elektroinstallationen aber leider nicht", bedauert man in der Wiener Landesinnung.

Nicht gewartete Installationen fordern jährlich Dutzende Todesopfer - Wiener Elektroinnung fordert verpflichtende "E-Checks" alle zehn Jahre.

In Österreichs Haushalten kommt es jährlich zu etwa 8.000 Bränden. 35 Prozent davon werden durch elektrischen Strom verursacht. "Feuer durch veraltete Elektroanlagen fordern jährlich bis zu 50 Todesopfer und verursachen einen Sachschaden in Höhe von 100 Millionen Euro", erklärte der Präsident des Instituts zur Förderung von Brandschutz und Sicherheit (IFBS), Friedrich Perner, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Unbekannte Gefahr

Dabei würden überdies nur jene Opfer gezählt, die direkt am Brandort verstorben sind. "Zählt man jene mit, die den Spätfolgen wie Verbrennungen oder Rauchgasvergiftungen erliegen, erhöht sich die Zahl auf 80 bis 100 Tote pro Jahr", so Perner.

Dabei wären Feuer aufgrund veralteter Anlagen in fast allen Fällen zu vermeiden. "Viele Bewohner merken nichts davon, schweben aber dennoch in latenter Lebens- und Brandgefahr. Vor allem in älteren Wohneinheiten sind die Elektroanlagen durch den erhöhten Strombedarf stark belastet", warnte der Experte Gottfried Rotter. Falsch installierte Systeme, schwache Leitungen oder brüchige Kontaktteile vergrößern das Risiko.

Vermieter muss kontrollieren lassen

"Bei sicherheitsrelevanten Themen darf man nicht wegschauen. Bei Gasthermen ist es ganz normal, dass man sie überprüfen lässt, bei Elektroinstallationen aber leider nicht. Die Konsumenten gehen mit diesem Thema zu leichtfertig um. Das gilt es zu ändern", meinte der stellvertretende Landesinnungsmeister Christian Bräuer.

Dabei verpflichtet die Elektrotechnik-Verordnung aus dem Jahr 2010 den Wohnungseigentümer, bei einer Neuvermietung die Elektroanlage überprüfen zu lassen und etwaige Schäden zu reparieren. "Viele Mieter wissen gar nicht, dass sie das Recht auf Kontrolle einfordern können. Der erste Schritt ist es also, die Konsumenten aufzuklären", sagte Perner.

Verpflichtende Checks gefordert

Weiters fordert die Innung verpflichtende E-Checks alle zehn Jahre. In der Schweiz habe sich dieses Modell bereits bewährt. (APA/red, 6.5.2013)>


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17.5.2013: Deutschland schreibt ab 2021 Neubauten als Niederigenergiehäuser vor

aus: Deutschland: Nur noch Niedrigstenergiehäuser ab 2021; 18.5.2013;
http://derstandard.at/1363711401476/Deutschland-Nur-noch-Niedrigstenergiehaeuser-ab-2021

<Bundestag verabschiedete Änderung des Energieeinsparungsgesetzes - Für Neubauten der öffentlichen Hand gilt Verpflichtung schon ab 2019.

Private Bauherren in Deutschland müssen ihre eigenen vier Wände ab dem Jahr 2021 mindestens als Niedrigstenergiegebäude planen. Das sieht die vom Bundestag in der Nacht zum Freitag verabschiedete Änderung des Energieeinsparungsgesetzes vor. Für Neubauten der öffentlichen Hand gilt diese Verpflichtung schon ab 2019. Der Energiebedarf von Niedrigstenergiegebäuden muss sehr gering sein und soll, soweit möglich, zu einem ganz wesentlichen Teil durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Die Energieeffizienz von Gebäuden soll künftig auch besser kontrolliert werden. So ist ein unabhängiges System für Stichproben vorgesehen. Außerdem sollen Energiekennwerte in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen angegeben werden. Hintergrund der Gesetzesänderung ist eine EU-Richtlinie, wonach die Energieeffizienz im Gebäudebereich weiter gesteigert und die Information durch die sogenannten Energieausweise verbessert werden soll. (APA, 17.5.2013)>

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31.5.2013: Hochwasserschaden: Fotos machen, Zeugen suchen, und erst dann aufräumen

aus: n-tv online; 31.5.2013;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Hochwasserschaeden-nicht-schnell-beheben-article10740076.html

<Beweismaterial sichern
Hochwasserschäden nicht schnell beheben.

Nach einem Hochwasser machen sich Betroffene manchmal so schnell es geht ans Aufräumen. Erwarten sie Geld von der Versicherung, sollten sie aufpassen, dass sie dabei keine Beweise vernichten.

Hochwasserschäden müssen Betroffene ihrer Versicherung melden. Dabei müssen sie nachweisen, dass tatsächlich das Wasser die Ursache dafür war. Deshalb gilt: nicht aufräumen, Schäden fotografieren und Zeugen suchen.

Wenn Hochwasser Gegenstände beschädigt, sollten diese nicht sofort weggeworfen werden. Besser ist es, sie erst einmal zur Seite zu räumen, rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). "Wenn man in seinem Aufräumwahn alles schon wegschmeißt, hat man natürlich ein Problem." Können die Schäden nicht unrepariert bleiben, sollte der Besitzer sie fotografieren oder filmen. Nachbarn könnten als Zeugen dienen.

Bei Hochwasser, wie derzeit nach dem anhaltenden Regen in vielen Teilen Deutschlands, müssen Betroffene die Schäden am Haus oder auf dem Grundstück unmittelbar der Versicherung melden. Machen sie das schriftlich, sollten sie ein Einschreiben mit Rückschein nutzen, rät der (BdV). "Denn Sie müssen auch beweisen, dass Sie die Schäden so schnell wie möglich gemeldet haben", sagt Boss. Ein Telefonanruf sei im Zweifelsfall schwer nachzuweisen.

Nicht ruhig zusehen

Boss weist darauf hin, dass der Versicherungsnehmer immer auch eine Schadenminderungspflicht hat. "Ich darf auch nicht ganz ruhig zusehen, wie weiter Wasser in mein Haus fließt." Er muss etwa zerbrochene Fenster abdichten oder Hausrat im Keller in Sicherheit bringen, wenn das ohne Gefahr möglich ist.

Die Hausratversicherung kommt für alle Schäden an beweglichen Gegenständen im Haus auf. "Das ist grob gesagt alles, was man bei einem Umzug mitnehmen kann." Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden am Gebäude wie durchnässte Mauern. Allerdings müsse der Versicherungsnehmer bei beiden Verträgen eine Erweiterung des Schutzes auf Elementarschäden vereinbart haben, damit die Versicherung bei Hochwasser zahlt.

Diese Versicherung bietet Schutz vor Schäden durch Naturgewalten, die nicht selten einen Totalverlust zur Folge haben. Dafür wird eine zusätzliche Elementarschadenversicherung benötigt. Gegen Elementarschäden sollte sich jeder Hausbesitzer versichern, selbst wenn das Haus nicht in einem Gefährdungsgebiet steht. Die Versicherungssumme sollte so gewählt werden, dass keine Unterversicherung auftritt.

Quelle: n-tv.de , dpa>

Beispiel von "Nachnutzung" und Metamorphosen

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16.9.2013: Intelligente Ideen, wenn eine Tanke nicht mehr läuft - der Umbau von Tankstellen: Künstleratelier, Restaurant, Medikamentendepot etc.

Künstleratelier, Autohaus, Werkstatt, Blumenmarkt, Restaurant, Drogeriemarkt, Bäckerei, Medikamentenlager, Kunsttankstellen

aus: Der Standard online: Ein Leben nach dem Zapfsäulentod; 16.9.2013;
http://derstandard.at/1378249102653/Ein-Leben-nach-dem-Zapfsaeulentod

<Wojciech Czaja, 16. September 2013, 11:14

1500 Tankstellen sind in den letzten 25 Jahren in Österreich verschwunden. Gewerbetreibende nutzen die attraktive Widmung und Bewilligung für ihre Zwecke.

[Künstleratelier in Berlin-Schöneberg]

Unter dem Flugdach wachsen Farne und Bambus, im Wasserbecken schwimmen Seerosen und Iris, und aus dem Kies kämpfen sich wacker Glockenblumen, Fingerhut und Lilien nach oben. Das Künstleratelier in Berlin-Schöneberg erinnert nicht von ungefähr an eine Fünfzigerjahre-Tankstelle. Der Eindruck trügt nicht: Bis in die Neunzigerjahre wurden hier Benzin und Diesel verkauft. Die Zapfsäulen und Kraftstofftanks sind längst Geschichte, Haus und Dach jedoch sind geblieben und verleihen dem preisgekrönten Projekt sein unverwechselbares Ambiente.

Auch in Österreich hat der Rückgang der Mineralölbranche zu zahlreichen Schließungen und Umbauten geführt. Waren es 1988 noch etwa 4000 Tankstellen, an denen man seinen leergefahrenen Tank wieder auffüllen konnte, sind es laut Wirtschaftskammer Österreich (WKO) heute nur noch 2503 (Stand Dezember 2012). Und die Tendenz ist weiterhin fallend. Manche Marken sind bereits völlig vom Markt verschwunden, andere kämpfen nach wie vor ums Überleben.

Shops und Gastronomie

"Im EU-Durchschnitt liegen die Treibstoffkosten im unteren Drittel, und das wirkt sich natürlich auch auf die Margen aus", sagt Peter Klemens, Geschäftsführer der Fachgruppe Garagen und Tankstellen der Wirtschaftskammer Wien. Während die Tankstellenbetreiber vor der Jahrtausendwende noch acht bis zehn Cent pro Liter Kraftstoff erwirtschafteten, sind es heute nur noch drei bis fünf Cent. "Mit dem reinen Verkauf von Benzin oder Diesel kann man heute kaum noch überleben. Zusätzliche Geschäftsfelder wie etwa Tankstellenshop, Gastronomie, Waschstraße oder Service-Box sind unverzichtbar geworden."

Doch auch dann ist das wirtschaftliche Überleben noch lange nicht gesichert. Manche Betreiber wie etwa OMV haben sich daher auf zwei Schienen spezialisiert und bieten neben den hochwertigen OMV-Tankstellen auch viele billigere, weil unbemannte Diskontautomaten an, in diesem Fall Avanti, an denen man mit Plastikgeld bezahlt. Wenn auch dieses Konzept nicht den gewünschten Umsatz abwirft, dann hilft nur noch eines: Schließung.

Semmeln und Tablettenlager [Autohaus, Werkstätte, Blumenmarkt, Restaurant, Drogeriemarkt, Bäckerei, Medikamentenlager]

"Die Nachnutzung alter Tankstellen hängt sehr stark vom Standort und von der Verkehrsfrequenz ab", erklärt Klemens. "In attraktiven Lagen entstehen oft autonahe Einrichtungen wie etwa Autohäuser und Werkstätten, manchmal auch Blumenmärkte oder Gastronomiebetriebe, in weniger attraktiven Lagen bleibt den Betreibern oft keine andere Möglichkeit als der Rückbau der Immobilie und die Aufkündigung des Pachtvertrags beziehungsweise der Grundstücksverkauf."

Tankstellen erlebten hierzulande schon die verschiedensten Metamorphosen: in Wien-Floridsdorf zur Werkstätte (siehe Foto links oben), in Bruck an der Leitha zum Autohaus, am Semmering zum Drogeriemarkt, am Ötscher zur Bäckerei, in der Hinterbrühl zum Medikamentenlager für einen Apotheker. In Wien-Simmering wich eine Tankstelle einem geförderten Wohnbau mit 116 Wohnungen, und in Traunkirchen soll auf einem ehemaligen Tankstellengrundstück sogar ein Motel entstehen. Auch die Kunst zieht es zur leeren Zapfsäule: In Wien sind in Hietzing und Ottakring zwei sogenannte "Kunsttankstellen" entstanden.

Attraktive Wege

"Die grundsätzliche Frage ist, ob man die Baulichkeiten erhält oder nicht", meint Wolfgang Schmitzer. Gemeinsam mit seinem Partner Karl Schiretz hat sich der Wiener Unternehmer, früher selbst in der Mineralölbranche tätig, auf die Verwertung von aufgelassenen Tankstellen spezialisiert. Sein Unternehmen Side Projekt Immobilienmanagement GmbH mit Sitz in Wien hat bisher rund 40 Tankstellentransformationen abgewickelt - rund die Hälfte davon unter Beibehaltung von Flugdach und Zapfsäulencharme.

"Es spricht vieles dafür, die Baulichkeit zu erhalten", so Schmitzer. "Ein Tankstellengrundstück verfügt über Kfz-Stellplätze sowie über Zu- und Abfahrten. Bei jedem anderen Projekt müssen solche Einrichtungen erst ein aufwändiges Widmungs- und Bewilligungsverfahren durchlaufen." Auch Thomas Joch, Referent der Baupolizei für Besondere Bauvorhaben (MA 37 BB), bestätigt auf Anfrage des STANDARD: "Wenn es einen bestehenden Konsens für Verkehrswege und Stellplätze gibt, so bleibt dieser bei einer Neunutzung des Gebäudes aufrecht. Das macht die Tankstellen für viele Gewerbetreibende attraktiv."

500 Tankstellen zu viel

Noch ist der österreichische Markt nicht konsolidiert. Während in Deutschland auf eine Tankstelle knapp 5500 Einwohner entfallen, gibt es in Österreich eine Tankstelle pro 3200 Einwohner. Das ist laut Side-Geschäftsführer Wolfgang Schmitzer noch immer viel zu viel: "Ich rechne damit, dass in den kommenden Jahren noch etwa 500 Tankstellen werden schließen müssen." In den betroffenen Konzernen sieht man das anders. Man spricht von "bereits abgeschlossener Netzoptimierung" und "bereits erfolgter Konsolidierung".

"Die Netzbereinigung in Österreich wurde bereits vor einigen Jahren abgeschlossen", heißt es etwa bei Shell, das heute 260 Stationen in Österreich betreibt. Und Alois Wach, Tankstellenleiter Österreich und Deutschland bei der OMV, die 230 Vollwert-Tankstellen und 130 Avanti-Automatenstandorte betreibt, gibt zwar zu bedenken, "dass wir in Österreich unter einer doppelt so hohen Tankstellendichte wie etwa in Deutschland leiden", doch auch hier sei das Tankstellennetz stabil. "Wir sind bereits konsolidiert", so Wach. Mit den Einschätzungen der Wirtschaftskammer und des Tankstellenbetreibers Side decken sich diese Aussagen nur wenig.

"Das ist nicht unser Ding"

Und? Gibt es ein Leben nach dem Tankstellentod? "Nein, denn in der Regel trennt sich Shell im Falle einer Auflassung sowohl von der Tankstelle als auch vom Grundstück." Und in der OMV heißt es klar und deutlich: "Wir sind eine Mineralölfirma und kein Maklerunternehmen und auch keine Immobilienfirma. Das ist nicht unser Ding. Wenn wir einen Standort aufgeben, dann verlassen wir ihn ganz." Warum die Mineralölkonzerne die meist sehr attraktive Lage der Benzin- und Dieselliegenschaften nicht erkennen und nutzen sollen, ist für Side-Chef Wolfgang Schmitzer unverständlich. "Da schlummern enorme Potenziale."

Einzig bei der Julius Stiglechner GmbH & Co KG, die die Eigenmarke IQ sowie Shell unter Vertrag betreibt, ist man einer tankstellenfremden Immobilienverwertung gegenüber nicht abgeneigt: "Zur Auflassung von Standorten kommt es immer wieder", sagt Elsa Dutzler-Stiglechner auf Anfrage des STANDARD. "Meistens stehen unsere Stationen auf Miet- und Pachtgründen, aber im Eigentumsfall ist eine Verwertung der Liegenschaft natürlich nicht unattraktiv. Der Immobilienwert der meisten Grundstücke ist sehr hoch. Auch ohne Zapfsäule. Dessen sind wir uns bewusst."

Schätzungen der WKO zufolge werden durch das Tankstellensterben in den kommenden Jahren allein in Wien 135.000 Quadratmeter Grundstücksfläche frei werden. Das entspricht der Fläche von 20 Europacup-Fußballfeldern. (Wojciech Czaja, DER STANDARD, 14.9.2013)>

20 minuten online, Logo

Deutschland und Aargau 30.9.2013: Einbruchsichere Häuser mit Label

aus: 20 minuten online: Pilotprojekt: Einbruchssichere Häuser sollen Label erhalten; 30.9.2013;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/25424042

<von Samuel Hufschmid -

In Deutschland bezahlen Hausbesitzer tiefere Versicherungsprämien, wenn sie ihre Häuser ausreichend gegen Einbruch geschützt haben. Nun testet auch der Kanton Aargau das Konzept.

In Deutschland haben sich die Versicherungen und die Präventionsstelle der Polizei zum «Netzwerk Zuhause sicher» zusammengeschlossen. Hauseigentümer, die ihre Häuser genügend gegen Einbruch gesichert haben, erhalten eine Präventionsplakette und einen Rabatt auf die Hausratsversicherung. Die geforderten Massnahmen umfassen Sicherheitstechnik und Rauchmelder, eine gut lesbare Hausnummer und ein Telefon in der Nähe des Betts.

«Das deutsche System ist hervorragend», sagt der Leiter der polizeilichen Beratungsstelle Aargau, Rolf Mohn. Vor einem Jahr hat er in seinem Kanton einen Pilotversuch mit einem Gütesiegel in Form eines Aufklebers gestartet. «Der Siegel geht an Hauseigentümer, die eine Sicherheitsberatung in Anspruch genommen und die vorgeschlagenen Verbesserungen umgesetzt haben», so Mohn. Ein halbes Dutzend Kleber seien seit Einführung verteilt worden - weniger als erwartet. «Trotzdem ist der Versuch ein Erfolg, denn mehrere weitere Kantone sowie Sicherheitsverbände sind dadurch auf das Thema aufmerksam geworden.» Was noch fehle, seien Förderbeiträge, beispielsweise durch die Versicherungen.

Das Interesse der Versicherer scheint jedoch geweckt, wie eine kurze Umfrage bei den grössten Schweizer Hausratversicherern zeigt. «Wir kennen die Diskussion um solche Sicherheitslabels und verfolgen sie gespannt», sagt Tanja Roth, Sprecherin der Mobiliar. Bereits heute würden Rabatte von 30 Prozent auf die Einbruchprämie gewährt, wenn eine Alarmanlage und oder mechanische Sicherheitseinrichtungen nach gewissen Kriterien vorhanden seien. Auch die AXA Winterthur kann sich ein System mit Sicherheitsplaketten vorstellen.

Reaktionen aus der Politik

Die Schwyzer SP-Kantonsrätin Erika Weber hat Anfang August ein Postulat zum Thema eingereicht und fordert die Regierung zum Handeln auf. Insbesondere soll abgeklärt werden, ob ein Sicherheitslabel für gut geschützte Häuser eingeführt werden soll. Die Antwort der Regierung steht noch aus.

In Holland, wo der Einbruchschutz sogar in der Bauverordnung verankert ist und Versicherungen Hausbesitzern zwingend Prämienreduktionen gewähren, wurden grosse Erfolge erzielt. Bei nachgerüsteten Häusern konnte das Einbruchsrisiko mit Einführung der Sicherheitsplakette um 80 Prozent, bei Neubauten sogar um 97 Prozent gesenkt werden.>


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Belgien 15.11.2013: Ein Baumhaus - ein Haus mit einem Baum drin

aus: Tagesanzeiger online: Ein Haus, in dem ein Baum wächst; 15.11.2013;
http://blog.tagesanzeiger.ch/sweethome/index.php/47813/ein-haus-in-dem-ein-baum-waechst/

<Marianne Kohler am Freitag den 15. November 2013

Ein wenig wie im Märchen ist es schon, wenn ein Baum im Haus wächst. Die Architekten De Vylder Vinck Taillieu liessen dies mit ihrem Haus Bernheimbeuk wahr werden: Sie haben ganz einfach ein Haus um einen Baum herum gebaut.

Architektur: De Vylder Vinck Taillieu.
Quelle: Dezeen.

Baum mit Baum
                                      drin, Belgien
Haus mit Baum drin, Belgien [3]

Das Haus Bernheimbeuk umschliesst den Baum käfigartig. Das Konzept des Gebäudes besteht aus zwei Teilen: einem geschlossenen Wohnraum und einem transparenten, mit Holzbalken umwundenen Teil, der eine Art Innenhof samt Baum umschliesst. Die Architektur von De Vylder Vinck Taillieu verbindet Strenge mit Verspieltheit. Das kleine Haus in Belgien steht inmitten von Bäumen und wartet mit einer interessanten Konstruktion und Materialverbindung auf. Die verschiedenen Holzbalken wirken wie ein ineinander verschlungenes, aufgetürmtes, riesengrosses Mikadospiel. Im Innenbereich zeigt sich Beton als spannender Kontrast zum filigranen Holzkonstrukt. Die Stockwerke sind offen und über eine swimmingpoolblaue Treppe verbunden. Auch ein sanftes Moosgrün tritt als wichtige Wohnfarbe auf. Wie eine schützende Krone breitet sich der Baum über dem Dach aus und verleiht dem Haus zumindest im Herbst ein goldenes Haupt.>

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Fotoquellen
[1,2]: drehbares Haus in Veche Hamry in Tschechien: http://www.20min.ch/panorama/news/story/Dieses-Haus-hat-den-Dreh-raus-17880200
[3] Haus mit Baum drin, Belgien: http://blog.tagesanzeiger.ch/sweethome/index.php/47813/ein-haus-in-dem-ein-baum-waechst/



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