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Architektur: Erdbebensicheres Bauen

Wie mit einfachen Mitteln Häuser erdbebensicherer gemacht werden können

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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14.1.2010: Bambus-Korsett, Zusatzwände etc. für die Erhöhung der Erdbebensicherheit

aus: Axel Bojanowski: Erdbebensicheres Bauen: Bambusstöcke hätten Tausende retten können; 14.1.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,671862,00.html

Zusammenfassung

-- in fast allen Ländern der Erde existieren Vorschriften für erdbebensicheres Bauen, aber die Vorschriften werden nicht eingehalten, wegen Pfusch, Korruption, Fatalismus, Ignoranz, Sparzwang, z.B. Verwendung von zu wenig Zement

-- z.B. in Pakistan 2005 wurde bei Hochhäusern an Stahlstreben gespart

-- die armen Bevölkerungen haben andere Prioritäten, der Kampf ums tägliche Überleben hat erste Priorität, Erdbebenschutz hat letzte Priorität

-- die lokalen Behörden kontrollieren nicht

-- kleine Häuser kann man relativ leicht gegen Erdbeben absichern, so Bauingenieur Thomas Schwabe von der "Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ":

oo symmetrische Bauten mit Hauptlast am Boden geraten nicht so schnell aus der Balance
oo runde Häuser
oo Schwerpunkt tief halten
oo und alles miteinander verzahnen

oo primäres Ziel ist es: <Ziel sei es, Erschütterungen möglichst gleichmäßig auf alle Gebäudeteile zu verteilen.>

oo bei Löchern in den Mauern wegen zu wenig Zement kann man Bambus-Korsetts um die Mauern legen, die mit Draht durch Mauerlöcher fest mit der Mauer verbunden sind. Die Bambus-Korsetts <nehmen einen Gutteil der Energie eines Bebens auf>, so Bauingenieur Bijan Samali von der University of Sydney

oo bei mangelhaften Mauern ist auch ein Stützkorsett aus Hanf, Jute, Draht oder Flachs möglich

oo am einfachsten mangelhafte Mauern zu verstärken geht mti schmalen Stützmauern, die mti der Hauswand verzahnt werden

oo <Bei Häusern, die nicht im Boden gründen, empfehlen Experten eine weitere Notoperation: Die Mauerstützen im Erdreich zu verankern>

oo Dächer sollten auf separaten Stützen stehen, die im Boden verankert sind, und nicht auf den Hausmauern aufliegen

oo Dachstühle sollten ein Balken-Rechteck als Grundlage haben: <Als Dachstuhl empfehlen Bauingenieure der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover ein Rechteck aus Holzbalken, das auf den Oberkanten der Außenwände befestigt wird; die Streben stabilisieren das Haus>

oo <Auch Balkone, Giebel und Kuppeln erhöhen die Gefahr: Ohne Sicherheitsmaßnahmen sollten sie abgerissen werden, appelliert die Deutsche Gesellschaft für Erdbebeningenieurwesen und Baudynamik.>

oo insgesamt sind Fachwerkhäuser viel erdbebensicherer als Steinhäuser aus Mausersteinen: Querstreben aus Holz halten Lehmwände zusammen, so <Forscher der Universitäten in Wuppertal und Kassel: Querstreben aus Holz halten dabei runde Lehmwände zusammen. Das Holzskelett wird in einem Betonsockel im Boden verankert. Reichlich Lehm solle verbaut werden, empfehlen die Experten - dicke Wände seien stabiler.>

oo Holzhäuser im alten Stil haben sogar den Tsunami in Indonesien überlebt, die neuen, gemauerten Häuser nicht.

-- Filme können ein breites Publikum ansprechen, das sei eine Schulungsmöglicheit für die breiten Massen

Kommentar
Holz hat in tropischen Gegenden unter Holzschädlingen zu leiden. Alle Anleitungen mit Holz bzw. Bambus sind also für kältere Gegenden gut möglich, in tropischen Gegenden aber eher nicht. Bambus wird in Asien u.a. auch im Gerüstbau angewendet. Es stellt sich die Frage, wieso auf der Welt in kälteren Gegenden so viel gemauert wird, ohne die Häuser mit Bambus zu ergänzen.

Michael Palomino, 14.1.2010


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Bologna 21.5.2012: Viele Neubauten nach Erdbeben eingestürzt

aus: 20 minuten online: Nach dem Erdbeben: Wieder streitet Italien über Risiko-Neubauten; 21.5.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Wieder-streitet-Italien-ueber-Risiko-Neubauten-22712326

<Nach dem Erdbeben vom Sonntag werden in Italien Erinnerungen an das Drama von L'Aquila vor drei Jahren wach. Eines haben beide Tragödien gemeinsam: Auch diesmal sind viele Neubauten eingestürzt.

Die schlimme Erinnerung an das Erdbeben vom 6. April 2009 in L'Aquila sitzt immer noch tief. Damals bebte die Erde mit einer Stärke von 6.3 auf der Richterskala und zerstörte mehrere Neubauten. Insgesamt waren 300 Menschen ums Leben gekommen. Schon bei dieser Gelegenheit war die Debatte über die schlechte Bauqualität der relativ neuen Hochhäuser aufgekommen. Ein leises Versprechen, dies zu korrigieren, wurde aus verschiedenen politischen Ecken ausgesprochen.

Doch geändert hat sich nicht viel: Auch diesmal wurden sowohl alte, als auch viele neue Häuser beim Erdbeben in Emilia Romagna, das nicht zu den stärksten gehört, zerstört. Die Seismologen haben allerdings für die grosse Zerstörung der Gebäude eine Erklärung: «Alle Erdbeben, die das Epizentrum genau unter einer Stadt haben, richten grosse Schäden an», meinte Gianluca Valensise gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA. Als Beispiele nannte er das Erdbeben von L'Aquila, jenes von Messina in Sizilien oder von Reggio Calabria, bei dem im Jahr 1908 100 000 Menschen starben.

Grosser wirtschaftlicher Schaden

Die Behörden bemühen sich unterdessen, den entstandenen Schaden an Wohnhäusern, Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kirchen abzuschätzen. Die Bewohner der Region fürchten sich derzeit vor Nachbeben. «Das macht den Menschen Sorgen», sagte der Präsident der Region Emilia Romagna, Vasco Errani, dem Fernsehsender Sky TG24. «Damit müssen wir umgehen, weil es auch einen psychologischen Aspekt gibt. Als Folge beschleunigen wir die Überprüfungen der Gebäude.»

Derzeit versucht man zudem die Schäden in der Landwirtschaft zu beziffern. Der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti erklärte, bei dem Erdbeben seien rund 300 000 Käselaibe zerstört worden. Der Verband sprach von einem Schaden in Höhe von 50 Millionen Euro für die Hersteller.

(kle)>
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