Kontakt / contact     Hauptseite / page
            principale / pagina principal / home    zurück / retour /
            indietro / atrás / back     zum Inhalt

zurück / retour /
                          indietro / atrás / backvoriges
nächstesKapitel 2

DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

2. Börse und die Crashs: Spekulieren soll Arbeit sein - Börsencrash in Österreich und die Folgen 1873 - Börsen in den "USA": Ureinwohner (Primärnationen, "Indianer") hatten gegen die Börse keine Chance

Beispiel einer Aktie: Köln-Bonner Kreisbahnen
              1909
Beispiel einer Aktie: Köln-Bonner Kreisbahnen 1909.
Das Herz wird ans Geld verkauft...

von Michael Palomino (2002 / 2008 / 2010)

Teilen:

Facebook




micro string tanga bikini shop
                              tangaland
micro string tanga
                                              bikini shop tangaland 
Internetshop Tangaland aus NRW, Webseite auf D, ENGL, F, Sp, It - Versand: Ganze Welt.


 nach oben
Inhalt
1. Das Prinzip der Spekulation mit Firmen - der "Börsengang"
2. Börsencrash Österreich 1873 und die verheerenden sozialen Folgen durch Passivität
3. Börsencrashs in den "USA" 1873, 1882, 1893 - chancenlose Indianer gegen weisse Spekulanten
4. Die Hölle der Börse: Elend und Kriege zugunsten der Börsenkurse und der Bilanzen


Quellen


über die patriarchale Börsen-Mafia und die Verschuldung der Gesellschaft in Österreich nach dem Börsencrash in Wien im Juni 1873:

-- Dr. Heinrich Schnee: Georg Ritter von Schönerer: Ein Kämpfer für Alldeutschland. Sudetendeutscher Verlag Franz Kraus, Reichenberg, Sudetenland, 1941
-- Elmar Vinibert von Rudolf (recte: Rudolf von Emayer-Vertenbrugg): Georg Ritter von Schönerer. Der Vater des politischen Antisemitismus. Von einem, der ihn selbst erlebt hat. Verlag Franz Eher Nachfolger, München 1942

über die patriarchale Börsen-Mafia und die Börsenkrisen in den "USA": Börsencrashs Sept 1873, Sommer 1882, Mai 1893:
Hans Ulrich Wehler: Der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1974/1987.


Die Schlussfolgerung aus diesen Geschehnissen ist, dass man Unglück nicht mit Antisemitismus oder Imperialismus lösen kann, sondern dass das Staatssystem menschlicher gestaltet werden muss. Dies ist bis heute mit den Sozialwerken in Mitteleuropa zum Teil geschehen, aber die Globalisierung bewirkt wiederum dieselben Katastrophen wie in der zweiten Hälfte des 19. Jh. Ganze Bevölkerungen verlieren durch das globale Börsendenken ihr Einkommen und haben keine Chance. Der Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist bis heute nicht gefunden. Wir haben einen Hungertoten pro Sekunde...

Michael Palomino 2006


zum Inhalt    nach oben
1. Das Prinzip der Spekulation mit Firmen - der "Börsengang"

Wenn der Vorstand einer Firma glaubt, eine Firma sei so viel wert, dass es eine Kundschaft gäbe, die Papiere kauft, wo drauf steht, dass dieses Blatt Papier so und so viele Euros,
x

Börsenkurse einer
                            Schüleraktiengesellschaft: Schon die
                            Jugendlichen werden heute mit dem
                            Börsendenken indoktriniert...
  

  
Börsenkurse einer Schüleraktiengesellschaft: Schon die Jugendlichen werden heute mit dem Börsendenken indoktriniert...


Dollars, Franken etc. wert sei, so ist dies die Vorbereitung zu einer Abhängigkeit von Spekulanten. Diese Papiere können in einem Haus namens "Börse" an die Kundschaft verkauft werden, die sich "Börsianer" oder Börsenpapierbesitzer nennen und  tagein tagaus nur Zeitungen lesen, Werte von Börsenpapieren begutachten und den konkurrierenden Spekulanten nebendran argwöhnisch im Auge behalten. Dies ist "Arbeit", die tägliche panische Arbeit mit den Firmenpapieren. Von diesen verschiedenen Papieren ist die "Aktie" das häufigste Papier, jedoch existieren je nach Bedingungen viele verschiedene Papiere wie "Optionen", "Obligationen" etc.

Ein "Börsengang" hat für die Firma den Vorteil, dass für einen kurzen Moment eine grosse Menge Geld in die Kassen der Firma gespült wird. Längerfristig können die Geschäfte der Firma bei weitsichtiger Planung und ehrlichem Management sehr gut laufen und der Wert der Papiere so gesteigert werden. Es ist aber auch das Gegenteil möglich, nämlich dann, wenn die Planungen nur kurzfristig erfolgen oder das Management sich zu hohe Löhne gönnt oder die Bilanzen manipuliert.


x
  
Geldgier: Wenn sich Manager zu hohe
                            Löhne gönnen, kann die ganze Firma Pleite
                            gehen...
Geldgier: Wenn sich Manager zu hohe Löhne gönnen, kann die ganze Firma Pleite gehen...



Börsengänge beinhalten generell noch das zusätzliche Risiko, dass sie der Entwicklung des wirtschaftlichen Gesamtumfeldes unterworfen sind, so dass ein Wertpapier ohne Verschulden der Firma entwertet werden kann. Wenn das passiert, erlebt die Wirtschaft entweder einen Schwächeanfall einer ganzen Industriesparte oder einen Börsencrash. Jeden Freitag vor dem Wochenende sind die weltweiten Börsen eher in Verkaufsstimmung, weil das Wochenende bevorsteht, an dem nicht gehandelt werden kann. Am Freitag sinkt also meist der Wert der ganzen Börse leicht, und somit ist die Gefahr eines Börsencrash am Freitag ("Schwarzer Freitag") am grössten. Wer schlau sein will, verkauft also jeweils am Donnerstag. Aber von dieser Grundregel gibt es viele unkontrollierbare Ausnahmen. Eben: Die Börse ist unkontrollierbar, eine Lotterie...


Börsencrashs und Arbeitslosigkeit - der Kommunismus lacht - Spekulationswellen durch neue Produkte

Um die negativen Auswirkungen der Spekulationsarbeit und des Kapitalverlusts zu vermeiden, gab es in den kommunistischen Staaten keine Börse. Die kommunistischen Staaten gingen dafür an der Planwirtschaft zugrunde. Bei jedem Crash oder bei jeder Börsenkrise lachten aber die kommunistischen Regimes und prahlten mit ihrer "Stabilität" der Wirtschaft, die oft aber nur darin bestand, Menschen an Arbeitsplätze zu karren, wo es mangels Strom nur 3-4 Stunden täglich Arbeit gab und der Rest der Arbeitszeit "abgesessen" wurde. Die mangelnde Konkurrenz liess die Wirtschaftskraft der kommunistischen Staaten durch Desorganisation erlahmen.

Physikalisch heisst das einfachste Gesetz: Druck gleich Gegendruck. Was das Börsenleben betrifft, kann das einfachste Gesetz lauten: Der zu hoch spekulierte Wert wird früher oder später fallen. Der Konkurrenzdruck der "freien Wirtschaft" erzeugt nicht nur eine sich konkurrenzierende Effizienz, sondern  bei technischen Neuerungen regelmässig eine Spekulationswelle, die grosse Teile der Bevölkerung erfasst und in den Börsenkursen ihren Ausdruck findet.

Beispiele von Spekulationswellen an den Börsen durch Neuerungen
Logo mit
                              Dampflokomotive: Der Eisenbahnbau im
                              19.Jh. löste weltweit eine
                              Spekulationswelle nach der anderen aus...
Logo mit Dampflokomotive: Der Eisenbahnbau im 19.Jh. löste weltweit eine Spekulationswelle nach der anderen aus...
x

Dampfschiff Nashville der
                            "USA" 1862: Die Dampfschiffe im
                            19. Jh. lösten weltweit eine
                            Spekulationswelle nach der anderen aus, und
                            Kriege und "Aussenhandel" auf See
                            wurden berechenbarer...
Dampfschiff Nashville der "USA" 1862: Die Dampfschiffe im 19. Jh. lösten weltweit eine Spekulationswelle nach der anderen aus, und Kriege und "Aussenhandel" auf See wurden berechenbarer...
x


Die Windows-Technologie löste eine
                              neue Spekulationswelle an der Börse aus.

Die Windows-Technologie löste eine neue Spekulationswelle an der Börse aus...

Während einer solchen Spekulationswelle in Papieren sinkt regelmässig der Goldpreis, weil sich ganze Bevölkerungsschichten und die meisten "institutionellen Anleger" wie Banken und Versicherungen auf den Wert der Papiere verlassen. Der Wert von Papieren ist dabei der völligen Willkür der "Stimmung an der Börse" unterworfen. Für jede Kursbewegung können die "Börsenanalysten" eine Begründung herzaubern, wie "Sell on good news" ("Verkaufen bei guten Nachrichten"), oder gewisse gute oder schlechte Daten seien im Kurs bereits "eingepreist" gewesen. Zudem spielen die Kursverläufe auch noch eine Rolle wie die Formationen von schiefem W oder schiefem M. Es gibt somit genügend Faktoren, die bewirken, dass ein Spekulant (im Fachjargon seriös "Anleger" oder "Investor" genannt) Geld verliert. Flaut dagegen eine grosse Spekulationswelle ab, so verlieren 100.000e von Menschen in den "zivilisierten" Staaten einen grossen Teil ihres Geldes, weil ganze Spekulationsblasen in sich zusammenfallen. So stellt sich die Frage: Ist das noch "zivilisiertes" Leben oder nicht? Die Antwort lautet: Nein, es ist die Hölle, denn Zahlen werden wichtiger als Mitmenschen und Familie.

Die menschenverachtenden Mechanismen von Börseneuphorie und Börsencrash seien an dieser Stelle an den Beispielen Österreich und "USA" aufgezeigt.


zum Inhalt    nach oben

2. Börsencrash Österreich 1873 und die verheerenden sozialen Folgen durch Passivität


  

Die Börse in Wien: Börsengebäude
                            sehen oft wie Konzertgebäude aus. Das Spiel
                            mit den Menschen geht in "heiligen
                            Hallen" vor sich...
Die Börse in Wien: Börsengebäude sehen oft wie Konzertgebäude aus. Das Spiel mit den Menschen geht in "heiligen Hallen" vor sich...

x
Nach einer überrissenen Spekulation vor allem aufgrund der neuen Wirtschaftsperspektiven durch den Bau neuer Eisenbahnverbindungen in Europa ("Gründerzeit") kam es in Wien am Freitag, den 9.Mai 1873, zum Börsenzusammenbruch. Die halbe Bevölkerung war der Propaganda der Firmen (mit falschen Bilanzen), der Medien und der Börse gefolgt und hatte ihre Gelder in der Spekulationsblase angelegt. Hunderte begingen Selbstmord, 10.000e Existenzen wurden vernichtet. In Österreich begann ein Schimpfgetöse u.a. gegen jüdische Bankiers und gegen  jüdische Industrielle (Rothschild u.a.). Gewinner des Börsencrashs sind nach Rudolf

"die Börsianer, die korrupten jüdischen Börsianer, die Abgeordneten, die Herrenhausmitglieder, die Aristokraten, die Erzherzoge, die sich alle am Volk bereicherten." (
Rudolf , S.27) 

Das gemäss der damaligen rechten Propaganda mit drei "Vollblutjuden" (dies war ein gängiger Ausdruck der rechten Propaganda) besetzte Ministerium der Wiener Regierung beschwichtigte, und der jüdische Justizminister Glaser untersagte den Staatsanwaltschaften ausdrücklich, gegen "die Betrüger" (die Propaganda der Medien und der Börse) vorzugehen oder zu klagen (
Rudolf , S.27).

Gleichzeitig zum Crash an der provisorischen Wiener Börse am Schottenring herrschte in Wien die "Weltausstellung"...
(http://www.stadtbibliothek.wien.at)

Durch den Börsencrash und die Nicht-Bewältigung der folgenden Armut in der Bevölkerung entwickelte sich ein instinktiver Hass der deutsch-österreichischen  Bevölkerung gegen das (Banken-)"Judentum" in Wien und eine instinktive Ablehnung des "jüdischen Wesens" durch das deutsche "gesunde, bodenständige Volk" (so die Propaganda). Die Frage, wer denn nun für wen arbeite, und ob Börsenspekulation und Betrug durch Bilanzfälschung oder Präsentation falscher Firmenperspektiven "Arbeit" sei, war durchaus berechtigt. Sogar ein liberaler Kommentar hatte antisemitische Tendenzen, wenn der erzliberale Feuilletonist Ferdinand Kürnberger schrieb: "Nie hat ein schöneres Gewitter eine verpestete Luft gereinigt."  (
Schnee, S.25) 

Dass durchaus nur ein minimer Teil der jüdischen Bevölkerung zu den Gewinnern des Börsencrash gehörte, liessen die Propagandisten in Österreich gefliessentlich unerwähnt. Dass eventuell auch jüdische Ladenbesitzer oder andere Juden zu den Verlierern des Crash gehörten, durfte gar nicht erst gedacht werden. Die Staatsregierung in Wien stellte für die Banksanierungen nach dem Crash  80 Millionen Gulden zur Verfügung, um so rasch wie möglich den "Korruptionssumpf durch die Judenclique vergessen zu machen". Dem Grossteil der Bevölkerung aber, der durch Unerfahrenheit an der Spekulation mitgewirkt hatte und ganze Vermögen verloren hatte, wurde keine Hilfe zuteil (Rudolf, S.27)

x

Rechtspopulist Georg Ritter von
                            Schönerer aus dem Waldviertel
Rechtspopulist Georg Ritter von Schönerer aus dem Waldviertel.

  
Als Seelentröster witterten nun antisemitische Hetzer in Deutsch-Österreich ihre Chance. Aus dem Waldviertel in Niederösterreich wurde der Antisemit Georg Schönerer in den Reichsrat entsandt und als "einziger nationaler Führer Österreichs" bezeichnet.  Das Motto Schönerers lautete: Die ehrliche Arbeit soll dem mobilen Kapital und der Herrschaft der "semitischen Phrase" entgegengestellt werden. 100.000e von Deutschösterreichern priesen und ehrten ihn "wie einen Erlöser aus tiefster Not, wie einen Erwecker zum besseren Leben".  Die Gegner Schönerers verlachten, schmähten, verleumdeten und verfolgten ihn. Gleichzeitig wurde er mit Schmeicheleien und Versprechungen geködert.  Schönerer jedoch blieb sich selber treu. Er ging seinen geraden Weg, denn er sah den Staat Österreich seinem selbst geschaufelten Börsen-Grab entgegenwanken (Rudolf, S.27-28).

[Dieses Börsen-Grab gilt im Zeitalter der Globalisierung für die ganze Welt, und es wird immer tiefer. Die Globalisierung wird sich selbst ins Grab begeben...].

In Deutsch-Österreich bewirkte der Börsencrash von 1873 in der Bevölkerung einen Hass gegen Banken und Regierung sowie eine Hetze gegen Juden. Die Reichen wurden reicher, die Armen noch ärmer. Um die Jahrhundertwende gründeten sich sodann im österreichisch regierten Sudetenland die ersten Arbeiterparteien. Der Staat nahm seine Verantwortung nicht wahr. Stattdessen sollte die fehlende Gerechtigkeit "ausgesessen" werden. Schönerers Schriften und seine Propaganda aber wirkten nach seinem Tod 1922 bis in die 1930-er Jahre, so dass sich Hitlers Regime einer starken Stütze für "Grossdeutschland" sicher sein konnte.

Der Börsencrash in Wien von 1873 ist somit ein grosses Beispiel für die Produktion von Armut im Land und den Zustrom der orientierungslosen Bevölkerung zu einseitig populistisch-rechtsgerichteten Parteien. Hätte die österreichische Regierung in Wien 1873 nicht derart einseitig zugunsten des Kapitals gehandelt (exponiert durch einen jüdischen Justizminister), wäre der antisemitischen Bewegung in Österreich unter Schönerer ein grosser Teil des Bodens entzogen worden. Die rechte Propaganda liess die vielen Juden, die am Börsencrash ebenfalls verarmten, gezielt unerwähnt...


zum Inhalt    nach oben
3. Börsencrashs in den "USA" 1873, 1882, 1893 - chancenlose Indianer gegen weisse Spekulanten

Nach dem Sezessionskrieg nach 1865 war in den weiss beherrschten "USA" ein Investitionsfieber ausgebrochen. Die Dampfschiffe und die Dampfeisenbahnen hatten im Bürgerkrieg um die Sklaverei zwischen Nordstaaten (Sklaverei-Gegner) und den Südstaaten (Sklaverei-Befürworter) bewiesen, wie "effizient" man nun Kriege mit diesen technischen "Hilfsmitteln" führen konnte.




vergrössernEine Lokomotive der ersten Generation der Pacific Railway / Pazifik-Eisenbahn. Die Aussicht auf Eisenbahnverbindungen zwischen Ost- und Westküste trieben die Spekulationen in die Höhe. Nach Indianern fragte niemand...

Eine Lokomotive der ersten Generation
                              der Pacific Railway / Pazifik-Eisenbahn   
Der Eisenbahnausbau, der Kanalbau und der Strassenbau wurden gefördert, und der Aussenhandel durch Getreideexporte bestimmt. Das System hatte aber einen grossen Nachteil, denn je mehr Getreide produziert wurde, desto eher sank der Preis, und desto eher begannen die Farmer gegen den Staat zu protestieren, dass dieser das Getreide zu garantiertem Preis abnehmen und aussenpolitisch auf die Abschaffung der europäischen Schutzzölle drängen sollte (Wehler,  S.22-23).


  

Demonstration von Arbeitslosen in
                              New York 13.1.1874, von der Polizei
                              niedergeknüppelt mit dem pauschalen
                              Vorwurf des Kommunismus...
x

  
vergrössernIllustration: Demonstration von Arbeitslosen in New York 13.1.1874, von der Polizei niedergeknüppelt mit dem pauschalen Vorwurf des Kommunismus...


Der Börsencrash war also vorprogrammiert. Der Börsenzusammenbruch in Wien im Juni 1873 war der Auslöser für denjenigen in New York im September desselben Jahres. Die nachfolgende schwere Depression dauerte in den "USA" bis 1879 (Wehler, S.24). Die "US"-Landwirtschaftspreise sanken 1873 um 30 % gegenüber den Preisen von 1870 (Wehler, S.21-22). Von 1873-1878 wurden über 50 % der Hochöfen stillgelegt, die vor allem der Eisenbahnschienenproduktion dienten (Wehler, S.27). Demonstrationen von Arbeitslosen in New York wurden 1873-1874 von der Polizei niedergeknüppelt mit dem Vorwurf, Kommunisten hätten die Hand im Spiel (Wehler, S.38). Gleichzeitig erweiterte sich der leere Frachtraum der Dampfschifffahrt, so dass die Frachtsätze im Transatlantikverkehr 1873-1894 um 80 % sanken (Wehler, S.21).

1874 waren gemäss unbestätigten Angaben  in New York 1/4, 1874/75 1/3 aller Arbeiter arbeitslos. Die Zahl der Arbeitslosen in den ganzen "USA" wurde auf 0,5 bis 3 Mio. geschätzt (
Wehler, S.25). Die Politik beklagte den Rückgang in der Verkehrspolitik und die Fremdbestimmung der Landwirtschaftspreise durch den Export (Wehler, S.22). Gleichzeitig brach Mitte der 1870-er Jahre in Europa die west- und mitteleuropäische Weizenproduktion wegen des "amerikanischen" Billigweizens zusammen (Wehler, S.21).

Weizenernte in Northcote 1875. Es
                    herrscht "Weizenkrieg" zwischen den
                    "USA" und Europa...
Weizenernte in Northcote 1875. Es herrscht "Weizenkrieg" zwischen den "USA" und Europa...

Beispiel Red River Valley (Tal des Roten Flusses): Die Städter erhalten das Land, um Verluste auszugleichen

Die Investoren säten im Tal des Roten Flusses Weizen in grossem Stil. Ihre "Bonanza-Farmen" umfassten 1000e Acres und wurden durch grosse Arbeitergruppen mit den neuesten Maschinen geerntet.




   
Cyrus
                            McCormick, Erfinder von Erntemaschinen und
                            Hetzer gegen Kommunisten. Menschen sind für
                            ihn "Arbeitermasse"...
vergrössernCyrus McCormick, Erfinder von Erntemaschinen und Hetzer gegen Kommunisten. Menschen sind für ihn "Arbeitermasse"...

Eisenbahnkönig Jay Gold

vergrössernEisenbahnkönig Jay Gold sieht in der Arbeiterpartei den Anfang einer sozialen Bewegung.
Nach dem Börsencrash von 1873 wurde der Weiterbau der Nord-Pazifik-Eisenbahn ins Tal des Roten Flusses unterbrochen. Statt die Investoren im Osten der "USA" auszubezahlen, erlaubte das bankrotte Unternehmen seinen Investoren, ihre Anteilscheine in Land umzutauschen. So wurde eine grosse Anzahl städtischer Investoren plötzlich Besitzer von 1000en Acres Land (nicht so wie die Siedler, die erst 5 Jahre auf dem Land leben mussten, um 160 Acres zu erhalten). Die neuen Besitzer machten aus dem Land kommerzielle Grossfarmen, betrieben von Managern mit Billiglohnarbeitern und mit teuren Maschinen.

(http://events.mnhs.org/timepieces/EventDetail.cfm?EventID=319)

Nach Indianern wird nicht gefragt...

Die durch die unvernünftige Spekulation und den Börsencrash hervorgerufene Armut liess 1876 in Philadelphia die "Workingmen's Party" entstehen (
Wehler, S.25). Grossindustrielle wie Cyrus McCormick glaubten, "die Kommunisten kämen". So stiftete er vorbeugend eine neue Ausrüstung für die Miliz in Illinois. "Eisenbahnkönig" Jay Gould dagegen sah die Anfänge einer "sozialen Bewegung" (Wehler, S.38) Im selben Jahr wurde die "Workingmen's Party" in eine "Socialist Labour Party" umstrukturiert  (Wehler, S.25), und Streiks in den "USA" erschütterten tief das Sicherheitsgefühl des Besitzbürgertums (Wehler, S.27).


Immer schlechtere Lebensumstände für die Arbeiter - Eisenbahnerstreiks bis zum militärischen Massaker in Pittsburgh 1877

Die Eisenbahngesellschaften mussten für ihre "Erfolgsrechnung" den Gürtel enger schnallen. Sie dünnten den Fahrplan aus, legten Arbeiten zusammen, und - wie viele andere Industrien dieser Zeit - kürzten sie die Löhne. Bis zum Sommer 1877 waren mindestens 3 Millionen (weisse) "Amerikaner" arbeitslos, geschätzt waren dies 25 % der nationalen Arbeitskraft. Sie alle suchten Arbeit. Im Mai 1877 verfügte die Pennsilvania Eisenbahngesellschaft die zweite Lohnkürzung um 10 % innert zweier Jahre.

Einige Wochen später kürzten auch die Baltimore und die Ohio Eisenbahn die Arbeitergehälter um 10 %, also um mehr als einen Dollar pro Tag. Auch den Angestellten wurden ähnliche Kürzungen auferlegt. Dies war zu viel für die Eisenbahnarbeiter der Baltimore und Ohio Eisenbahngesellschaft. Es war die zweite 10 %-Lohnkürzung in einem Jahr. Gleichzeitig wurde die Auszahlung einer 10 %-Dividende für die kapitalistischen Aktionäre angekündigt. Dies war Anlass für den folgenden Eisenbahnerstreik, der in Baltimore und Ohio mit der Blockade des Schienenverkehrs und mit Entsendung von Bundestruppen begann und dann im Juli 1877 auch nach Pittsburgh überschwappte. Zum Teil standen die lokalen Truppen auf der Seite der Arbeiter.

(http://www.explorepahistory.com/hmarker.php?markerId=652)

Im Juli 1877 kam es so zum ersten nationalen Eisenbahnerstreik. "US"-Präsident Rutherford Hayes liess den Streik mit Bundestruppen und Milizen bekämpfen und zusammenschiessen, so dass in Pittsburgh 55 Tote und 100 Verletzte zu beklagen waren. Hayes erwies sich als kapitalistischer "Killerpräsident". Die "Kommunistenfurcht" der Machtelite des Kapitals wurde immer stärker (Wehler, S.25).

Die Vorkommnisse prägten sich als "Eisenbahnmassaker" ins historische Bewusstsein ein.
(http://www.explorepahistory.com/hmarker.php?markerId=652)

Mit dem Vorwurf des Kommunismus wurde pauschal jeder Widerstand bekämpft...



Demonstration und Plünderungen in
                                Pittsburg 1877.
vergrössernDemonstration und Plünderungen in Pittsburgh 1877.
Pittsburgh
                            1877: Ausgebranntes Lokomotivdepot nach der
                            Schlacht gegen die streikenden
                            Eisenbahnarbeiter...
Pittsburgh 1877: Ausgebranntes Lokomotivdepot nach der Schlacht gegen die streikenden Eisenbahnarbeiter...


Killerpräsident der "USA"
                              Rutherford Hayes
Killerpräsident und Patriarch der "USA": Rutherford Hayes.

Nach diesem Vorkommnis begann die "US"-Aussenpolitik Schritte zur Stärkung der "USA" im Ausland zu unternehmen und liess unter Aussenminister
William M. Evarts ihr Konsularwesen ausbauen, um den Aussenhandel fördern zu können. England und Deutschland unternahmen gleichzeitig dieselben Massnahmen. Erst Ende 1877 stimmte die "US"-Regierung einheitlich dem Aussenhandel zu. Aussenminister Evarts, ein Freund von New Yorker Exportfirmen und Reedereien, hatte sein Rezept zum Abbau der Weizenüberschüsse durchgesetzt (Wehler, S.26). Henry Georges Traktat "Progress and Poverty" von 1877 [oder 1879?] ("Fortschritt und Armut") mit der Illustration der kapitalistischen Kreisläufe und dem Appell gegen die Arbeitslosigkeit wurde gleichzeitig zum Bestseller (Wehler, S.26).

"US"-Aussenminister William
                              M. Evarts, Portrait
"US"-Aussenminister William M. Evarts, setzt sein Rezept zum Abbau der Weizenüberschüsse durch.
 

Henry
                              George, Portrait
Henry George, Portrait, Verfasser von "Progress and Poverty".

Progress and Poverty, Buchdeckel
vergrössernProgress and Poverty,
Buchdeckel.

Der Börsencrash und die Massenarmut in den "USA" liessen aber auch andere Rezepte der Krisenbewältigung hervorspriessen. "Ökonom" David Wells behauptete z.B. im selben Jahr 1877:

"Unser Haus ist, gemessen an der Produktionskraft, zu klein für seine Bewohner geworden."

Er forderte neben der Exportsteigerung einen Zollverein mit "Kanada" sowie den "Anschluss" "Kanadas", wenn nötig mit Gewalt. Staatssekretär F.W.Seward im State Department äusserte dieselben Forderungen (
Wehler, S.26)

Weitere Eroberungspläne waren im Umlauf. 1878 vermutete Comodore Shufeldt in Korea den "grossen wirtschaftlichen Preis der Welt" (
Wehler, S.26). Aussenminister Evarts forderte im gleichen Jahr Staatshilfen für den Export, um mit den anderen Industrieländern gleichzuziehen (Wehler, S.26-27). Schliesslich waren die perspektivlosen Weizen-Farmer mit ihren mächtigen Vertretern bereit, die Handelsbeziehungen der englischen Weltherrschaft anzugreifen und  unterstützen mit der "Pressure Group" den Bau der neuen "US"-Kriegsflotte (die Bewegung des "Navalismus"). Sie unterstützten eine panamerikanische Politik, unterstützen den Ausbau des Konsulatswesens, und sie forderten ein eigenes Landwirtschaftsministerium (Wehler, S.23).

1879: Neuer Börsencrash und neue Bankrottwelle in den "USA" - neues Wachstum wegen schlechten Ernten in Europa

Zwischen 1878 und 1880 konnten die Weizenexporte verdreifacht werden (
Wehler, S.27), wogegen im Frühling 1879 eine neue Depression den Eckler-Handelsindex um 32 % stürzen liess, die Grosshandelspreise um 30 %, die

Börsencrash-Panik in New York 1879
                              an der Wall Street.

vergrössernBörsencrash-Panik in New York 1879 an der Wall Street.

  
Einzelhandelspreise um 20 %, und die Eisenbahnaktien um 60 %, die Clearing-Zahlen der N.Y.-Banken um 40 % und die Roheisenpreise um über 80 %. Die Entwertung von Wertpapieren, z.B. allein bei den Eisenbahnobligationen, betrug 790 Mio. $, begleitet von einer neuen Bankrottwelle (Wehler, S.25).

Ab April 1879 befand sich die "US"-Konjunktur wieder im Steigen, aber nur in engen Grenzen und aufgrund des Baus neuer Eisenbahnlinien sowie der Zulieferer und der Eisen- und Stahlindustrie. Diese wenigen positiven Daten lösten gleich wieder eine neue Spekulationswelle aus (
Wehler, S.27). Gleichzeitig erklärte "US"-Präsident Chadbourne, dass dauerhaftes Wachstum nur mit Erfolgen im Export zu schaffen sei (Wehler, S.26). Wetterkatastrophen in Mitteleuropa halfen 1879 dem "US"-Sozialprodukt mit Weizenexporten (Wehler, S.27). Agrarexporte machten 1879 78 % des "US"-Gesamtexports aus. Die Landwirtschafts-Exportstatistiken der "USA" 1879-1881 waren "sensationell"  (Wehler, S.22),  was zu einer entsprechenden neuen Euphorie und Blindheit gegenüber den Realitäten führte.


"US"-Aussenminister Evarts bläst zum Angriff auf die englische Handelsdominanz - Ende der "Frontier"

Die "US"-Landwirtschaft blieb auf dem Schwerpunkt der Monokultur der Weizenproduktion. Die Regierung verfügte 1880 ein Marinebüdget von 13,5 Mio. $, was 5 % des Bundesetats entsprach (
Wehler, S.23). Aussenminister Evarts machte gleichzeitig Werbung für den Krieg gegen die englische Weltherrschaft, indem er behauptete:

"Wir werden durch den unwiderstehlichen Druck unserer inneren Entwicklung nach aussen gedrängt."

Evarts torpedierte damit die liberale Enthaltsamkeitsidee. Er machte nun das pure Gegenteil: Er liess zur Annexionspolitik rüsten, um in Asien, Afrika und Latein-"Amerika" erst die "Kriegsflagge" und dann die "gewinnbringende Handelsflagge" zu zeigen (
Wehler, S.26). Evarts konnte auf die drei grossen Interessengruppen zählen, die sich von Annexionen "Gewinn" und "Wachstum" versprachen:

1. Farmer, Rancher, Obstpflanzer, die die sozioökonomische und politisch-strategische Bedeutung gesicherter Ausfuhr formulierten
2. Kaufleute und Reeder, die bis in die 1880-er Jahre im Zusammenspiel mit den landwirtschaftlichen Produzenten standen
3. Industrielle und Bankiers (
Wehler, S.20).

Gleichzeitig ging in den 1880-er Jahren das "freie Siedlungsland" an der "Frontier" zur Neige. Der weisse Mann war daran, den letzten Indianerstämmen ihre Territorien zu rauben [u.a. in der Region des heutigen Seattle], womit dieser Kriegsschauplatz durch einen anderen ersetzt werden musste, um "Wachstum" zu garantieren (
Wehler, S.34).

[Es musste eine neue "Frontier" her, um das "Wesen" des "amerikanischen", weissen, kämpfenden Rassisten weiter am Leben zu erhalten].

Der neue weisse "US"-Imperialismus musste ideologisch untermauert werden. Der weissen "USA" wurde eine "offenbare Bestimmung" zugesprochen, so z.B. durch den Journalisten William Allen White   (Wehler, S.13), der vom "angelsächsischen 'Manifest Destiny' der Welteroberung [...] für das auserwählte Volk" spricht [ein 1845 von John O'Sullivan entworfenes Expansionskonzept, das nun für die ganze Welt gelten sollte].

Autor und Illustration des angeblichen "Manifest Destiny" der "USA"
John Gast
                              (ca. 1872): "Der Fortschritt
                              Amerikas" mit einem Manifest Destiny:
                              Die Figur Columbia zieht westwärts,
                              vertreibt Tiere und Indianer und zieht den
                              Telegraphendraht...
John Gast (ca. 1872): "Der Fortschritt Amerikas" mit einem "Manifest Destiny": Die Figur Columbia zieht westwärts, vertreibt Tiere und Indianer und zieht den Telegraphendraht...


     John O'Sullivan, Verfasser des
                              Manifest Destiny
John O'Sullivan, Verfasser des "Manifest Destiny"

Albert Jeremiah Beveridge, Portrait
Albert Jeremiah Beveridge: Die "USA" soll für die "Erlösung der Welt" sorgen...
 
Der Jungpolitiker Albert Beveridge postulierte derweil eine weiss-"amerikanische" Trinität:

"Wohlstand, Suprematie, Imperium", eine neue "imperiale Republik", wo "das neue Eden für die Wiedergeburt der Menschheit" entstehe, mit einer ersten Phase des "Profits", sodann mit einer zweiten Phase der "Erlösung der Welt" durch (Weiss-)"Amerikanisierung" (Wehler, S.14).






Die Bonanza-Grossfarmen setzen sich durch - monatliche Konsulatsberichte für den Aussenhandel eingeführt und wieder abgeschafft - Eisenbahnbau - Weizenexport dank Wetterpech in Europa

Grossfarmen produzierten
ihren Weizen gleichzeitig immer rationeller und billiger ("Bonanza"-Grossfarmen), so dass kleine Farmen den "Bonanza"-Grossfarmen hoffnungslos unterlegen waren (Wehler, S.35). Erst im Oktober 1880 konnte Aussenminister Evarts monatliche Konsulatsberichte an interessierte Wirtschaftskreise durchsetzen, die das öffentliche Bewusstsein für den Aussenhandel schärften (Wehler, S.27). Missernten in Europa verhalfen den weiss-"amerikanischen" Farmern zum Erfolg. 83 % der Exporte waren Agrarexporte (Wehler, S.22). Mit aller Kraft wurde von privaten Investoren der Ausbau des Eisenbahnnetzes vorangetrieben (Wehler, S.27).

[Das Eisenbahnnetz in den "USA" wurde so angelegt, dass es den Bedürfnissen der Kolonial-Rassisten und der weiss-rassistischen Farmer gerecht wurde, und nicht der Gesamtbevölkerung. Deswegen ist keine Eisenbahnlinie an der Südküste entlang vorhanden, sondern nur Bahnlinien zu den zentralen Marktplätzen].

Die wirtschaftlichen Verhältnisse in den "USA" blieben 1881 in etwa gleich  (
Wehler, S.20), jedoch schaffte die Regierung die statistischen Jahresberichte über den Aussenhandel aus Kostengründen wieder ab, so dass systematische Informationen wiederum unerreichbar blieben (Wehler, S.36-37). Ökonom David Wells warnte im März 1881 aber vor einer neuen Depression, weil die neue Konjunktur hauptsächlich auf europäischen Missernten beruhte (Wehler, S.27). Noch einmal wurden die Schienenwege ausgebaut (Wehler, S.21), ein Spitzenwert an Eisen und Stahl produziert (Wehler, S.27)  und Europa erlebte erneut eine Missernte mit schweren sozialen Folgen (Wehler, S.22).

Und die Indianer werden nicht gefragt, und die weiss-rassistische Börsenspekulation ist stärker als jeglicher Vertrag mit den Indianern...


Überkapazitäten wegen guten Wetters in Europa - Börsencrash Sommer 1882 - Depression bis 1885 - Streiks und neue "Kommunistenangst" - neue "US"-Imperialismusideologien im Stil des Nazitums

Die Wachstums-Euphorie wich der Realität im Jahr 1882. Enttäuschende Agrarexporte liessen die Industrieexporte wichtig erscheinen. Überkapazitäten bei Eisen- und Stahl wurden abgebaut (
Wehler, S.27). Der neue Börsencrash folgte im Sommer 1882. Der neue Zusammenbruch, der bis Mai 1885 anhielt, hatte in der Elite eine enorme krisenpsychologische Wirkung und verstärkte z.T. die Depressionstendenzen der 1870-er Jahre. Die Öffentlichkeit wurde für Wirtschaftskrisen weiter sensibilisiert (Wehler, S.27).

Statt aber am kapitalistischen Spekulationssystem etwas zu ändern, ässerten die reichen und rassistischen Regierenden in den "USA" nun schon wieder die "Kommunistenangst", so z.B.  Jeremiah Rusk, Gouverneur von Wisconsin, der die "Rote Flagge der Anarchie" aufgehen sah, oder der Abgeordnete [Julius C.] Burrows aus Michigan, der angesichts einer Million Streikender bereits befürchtete, dass "die blutige Hand des Kommunisten die Kehle des Kapitals" umklammern würde, oder Präsident Cleveland, der den "Kommunismus der unterdrückten Armut" verurteilte, der "in wüster Unordnung gegen die Zitadelle der Ordnung anstürmt." (
Wehler, S.38) 

Da fragt sich, wer denn da die Unordung schafft. Dies ist doch das schrankenlose, kapitalistische Spekulantentum...

Jeremia McLain
                            Rusk, Portrait, Gouverneur von Wisconsin,
                            sieht die "Rote Flagge der
                            Anarchie" aufgehen...
Jeremia McLain Rusk, Portrait, Gouverneur von Wisconsin, sieht die "Rote Flagge der Anarchie" aufgehen...

Julius C. Burrows, Portrait,
                            Abgeordneter aus Michigan
Julius C. Burrows, Portrait, Abgeordneter aus Michigan, fürchtet die "blutige Hand des Kommunismus"...

Gover Cleveland, Präsident der
                            "USA"
Gover Cleveland, Präsident der "USA", verurteilt den "Kommunismus der wüsten Armut"...

Burrows forderte seinerseit eine Steigerung der Exportförderung (Wehler, S.38), und die Regierung entwickelte neue politische "Vorwärts"-Strategien (Wehler, S.28). Das eigene System der Börsenwirtschaft, der Spekulation und der Euphorie als Willkür und Unordnung anzusehen, waren die weiss-politischen Verantwortlichen der "USA" nicht fähig. Stattdessen entstanden ab 1882 bis in die 1890-er Jahre immer neue Imperialismusideologien mit der Verherrlichung der "USA", die mit ihren neuen Produkten die Welt beglücken würden, z.B.

-- Alfred Thayer Mahan, Flottentheoretiker, geistiger Vater des "Navalismus"
-- Frederick Jackson Turner, Historiker der "Frontier" (
Wehler, S.43)
--
George Brooks Adams, politischer Ökonom des hochkapitalistischen Amerika (Wehler, S.43-44)
--
die Gruppe der "kleinen Propheten", die die "amerikanische" Weltherrschaft vorhersagten, darunter Josiah Strong, Brooks Adams, Turner und Mahan
-- zusätzlich die Volksphilosophen John W. Burgess,  John Fiske, James K. Hosmer, George B.Adams und Benjamin Kidd (
Wehler, S.44).

Die Inhalte über den weiss-"amerikanischen" Machtanspruch in der Welt als Kompensation für die zweite grosse Depression nach 1865 entsprachen dabei den Hitlerschen Inhalten zum Teil bis ins Detail. Das Nazitum gegen Untermenschen auf der ganzen Welt findet bei diesen darwinistischen Hochkapitalisten und "Volksphilosophen" ihren Ursprung
(siehe "amerika-index"). Die Medien in Europa melden diese Tatsache bis heute nicht (2008)...

Die weiss-rassistischen Hochkapitalisten und "Volksphilosophen" der "USA" ab 1882
Alfred Thayer Mahan, Flottentheoretiker
                            und Begründer des "Navalismus" der
                            "USA"
Alfred Thayer Mahan, Flottentheoretiker und Begründer des "Navalismus" der "USA".

Frederick-Jackson Turner, Historiker
                            der "Frontier" der
                            weiss-rassistischen "USA"
Frederick-Jackson Turner, Historiker der "Frontier" der weiss-rassistischen "USA".


George
                            Brooks Adams, Portrait
George Brooks Adams, Portrait, darwinistischer Hochkapitalist.

John Fiske, Portrait eines
                            "Volksphilosophen"
John Fiske, Portrait eines "Volksphilosophen"
James K. Hosmer,
                          Portrait eines "Volksphilosophen"
James K. Hosmer, Portrait eines "Volksphilosophen"
Benjamin Kidd, Portrait eines
                            "Volksphilosophen"
Benjamin Kidd, Portrait eines "Volksphilosophen".


Zulauf bei den Gewerkschaften - Bau einer neuen Kiegsflotte gegen die Wirtschaftskrise - Roman "The Breadwinners"

  

Siegel der Knights of Labour
Siegel der Knights of Labour
x
Die Weizenexporte gingen 1882 zurück (Wehler, S.22),  die Clearings der New Yorker Banken sanken 1882-1885 von 46 auf 25 Milliarden $, und die zahlreichen Streiks provozierten den Zulauf zur Gewerkschaft "Knights of Labor", deren Mitgliederzahl bis Juli 1885 auf ca. 104.000 Mitglieder (Wehler, S.28).

bzw. gemäss anderen Angaben sogar auf  500.000 Mitglieder anwuchs.
(http://encyclopedia.laborlawtalk.com/History_ of_the_United_States_(1865-1918))

Die Regierung reagierte 1883 mit einer "Navy Bill" zum Bau einer neuen "US"-Kriegsflotte mit modernen, gepanzerten Kreuzern und mit Schlachtschiffen. Die "Navy Bill" beinhaltete auch die Einrichtung einer eigenen "Kriegsakademie", u.a. mit dem Theoretiker des "Navalismus" A.T. Mahan (
Wehler, S.23). Die Bankrottzahlen in den "USA" stiegen 1883-1884 von 6700 auf 10.000 (Wehler, S.28). 1883 schriebt John Hay (ehemals Generalsekretär des "amerikanischen" Präsidenten) seinen Volksroman "The Breadwinners" ("Die Brotgewinner") mit einer Beschreibung der Kluft zwischen den "gefährlichen Klassen" und den Wohlhabenden (Wehler, S.38).

[Nun fragt es sich natürlich, wer denn da die "gefährliche Klasse" ist. In Realität sind es die Wohlhaben der "USA". Sie sind die gefährlichste Klasse der ganzen Welt und organisieren bis heute (2008) durch den CIA und die "US"-Banken ihre Weltkriege und lachen dabei die Opfer aus...]

John Hay, der Verfasser von "The
                  Breadwinners"
John Hay, der Verfasser von "The Breadwinners" 1883.


Forderungen nach Industrie-Exportmärkten - Einrichtung eines ersten Bundesarbeitsamts - Knights of Labour nehmen weiter zu

Die Handelsblätter forderten 1884 die Umstrukturierung des Exports durch neue Industrie-Exportmärkte (Wehler, S.29), während im Oktober desselben Jahres eine geschätzte Arbeitslosigkeit von 13 %, gemäss Gewerkschaften 2 Millionen, sowie eine Nominallohneinbusse um 20-30 %, herrschten (Wehler, S.28). Der Kolonialismus und Rassismus der weissen Rasse im Sinn des Darwinismus trieb gleichzeitig seine Blüten in internationalen Konferenzen über fremden Boden, z.B. die Berliner Kongo-Konferenz, woran die "USA" teilnahmen, die Kongo-Akte aber nie ratifizierten (Wehler, S.29).

Erst 1885 richtete die weiss-"amerikanische" Regierung ein "Bundesarbeitsamt" ein. Im gleichen Jahr waren nochmals über 10.000 Bankrotte zu beklagen (
Wehler, S.28). Ende 1885 hatte die Gewerkschaft "Knights of Labor" 703.000 Mitglieder, auch ungelernte Arbeiter, so dass Facharbeiter und Handwerker begannen, eigene Gewerkschaften zu gründen (Wehler, S.28).

Die Indianer werden nie gefragt. Sie kommen in den Statistiken der "USA" nicht vor...


Die Ursache für die Überproduktion ist der technische Fortschritt - Forderung der "Zivilisierung" der ganzen Welt - Pläne für Handelsstationen und Eisenbahnen in Afrika, Panama-Projekt

x

James G. Blaine um 1880, Förderer
                            des Flottenbaus und der
                            "Panama-Politik"
James G. Blaine um 1880, Förderer des Flottenbaus und der "Panama-Politik".

  
Ab 1886 gewann die weisse "US"-Wirtschaft wieder langsam Boden unter den Füssen. Die Ökonomen mussten über Ursache und Wirkung von Überproduktion genau nachdenken lernen. C.C. Wright postulierte, dass für Überproduktion die Industrialisierung in der Produktion und die Automatisation beim Transport die Ursachen seien. Alle wichtigen Handelszeitschriften stimmen zu, wie  auch die meisten politischen und industriellen Kreise. Die Politiker forderten nun neue Märkte, um die unzivilisierten Territorien in die Schulden zu treiben. So empfahl Senator Morgan die "Politik der offenen Tür" neben Asien auch für Afrika. Der Kongress und der Senat in Washington erwägten Handelsstationen auf Afrika und den Bau von transafrikanischen Eisenbahnen, und Aussenminister James G. Blaine förderte [unter "US"-Präsident Benjamin Harrison] den Ausbau der "US"-Flotte und den Beginn der "Panama-Politik" (Wehler, S.29).






    
Lyman J. Gage, Präsident der
                            weiss-"amerikanischen"
                            Bankiervereinigung und Befürworter der
                            "Aussenwirtschaft"...

Lyman J. Gage, Präsident der weiss-"amerikanischen" Bankiervereinigung und Befürworter der "Aussenwirtschaft"...
[Die Politik der "USA" war nur die Kopie der Kolonialpolitik Englands und Frankreichs, still verdrängend, dass die "USA" auf indianischem, geraubtem Boden beruhte und die Existenz der "USA" allein schon eine Spielart des Kolonialismus war. Die weissen, patriarchalen Rassisten im "Weissen Haus" wollten die Indianer nie in eine Regierung in Washington integrieren. Dann wäre das "Weisse Haus" ja kein "Weisses Haus" mehr gewesen...]

Aussenminister Blaines "Panamerikanismus" plädierte zur "Annexion durch Handel" in Anlehnung an Pitt (Wehler, S.29). Zur endgültigen Überwindung jeglichen Rückschlags an den Börsen und der Wirtschaft forderten Teile des weissen "US"-Senats imperiale Besetzungen, die Belebung der Monroe-Doktrin (Wehler, S.29), den Bau eines transisthmischen Kanals unter weiss-"amerikanischer" Territorialkontrolle und die Ausbreitung des Pazifikhandels (Wehler, S.30). Gleichzeitig beklagte der Präsident der weiss-"amerikanischen" Bankiervereinigung, Lyman J. Gage, dass das "freie Siedlungsland", das den indianischen Stämmen geraubt worden war, zu Ende ging. Er sah "aufsässige Arbeiter" als "schwerste Belastung für unsere demokratischen Institutionen" und sah die Aussenwirtschaft als die einzige "Entlastungsmöglichkeit" (Wehler, S.30).

[Auch dieser Bankier war nicht im Stande, die Börsenwirtschaft mit Euphorie und Selbstüberschätzung als Ursache der kapitalistischen Misswirtschaft zu sehen...]


1886: Streiks und Tote in Chicago - Arbeiter-Traktat von H.D. Lloyd - Spaltung der Gewerkschaften - Bellamys "Looking Backward"

Im Mai 1886 führten Streik und Aussperrung bei den McCormick-Werken in Chicago zu mehreren toten Polizisten, sowie zu vier toten und 200 verletzten Arbeitern. Vier vermeintliche Rädelsführer wurden gehängt (
Wehler, S.28). Diese Vorkommnisse sollten auch die "zivilisierte" Welt darstellen. In der Folge kam es zu mehreren Streikwellen, zu blutigen Zusammenstössen (Wehler, S.28) und zu ersten Traktaten über die ungenügenden Arbeitsverhältnisse in der "amerikanischen" Industrie, z.B. von H.D. Lloyd (Wehler, S.28-29). Im Dezember 1886 spaltete sich die Gewerkschaft der "Knights of Labor". Die Facharbeiter und Handwerker gründeten die "American Federation of Labor", kurz AF of L (Wehler, S.28).

[Aber auch die Gewerkschaften merkten nicht, dass der Systemfehler bei der Existenz von Spekulation und Börse lag, sondern beschränkten sich auf Arbeits- und Lohnforderungen...]


Edward Bellamy, Portrait 1889 ca., Verfasser der visionären Schrift "Looking Backward or Life in The Year 2000".

Edward Bellamy, Portrait 1889 ca.,
                            Verfasser der visionären Schrift
                            "Looking Backward or LIfe in The Year
                            2000"

  
Die Binnenkonjunktur brachte nach zahlreichen kleinen Arbeitskämpfen 1886-1890 eine Entlastung (Wehler, S.30). 1887 führte die "US"-Regierung die teilweise staatliche Kontrolle im Eisenbahnwesen ein, womit sich die Anhänger von staatlichen Kontrollen (Smoller-Schüler) durchsetzen konnten (Wehler, S.29). Das Eisenbahnnetz erlebte eine weitere Erweiterung um 20.722 Meilen (Wehler, S.21).

Die Schrift von Henry Georges "Progress and Poverty" ("Fortschritt und Armut") wurde bis 1887 endgültig ein Bestseller (Wehler, S.26,29). Edward Bellamys 1887 publizierter Erfolgsroman "Looking Backward or Life in The Year 2000"  zeigte die Gegensätze in der "amerikanischen" Gesellschaft auf (Wehler, S.29).



1889: Gründung des Landwirtschaftsministeriums - Kriegspläne gegen aussen, um die "Ruhe" im Innern zu bewahren - wachsende Industrieproduktion an Geräten - letzte Verteilung von Indianerland

Erst 1889 richtete die weiss-rassistische "US"-Regierung das schon 1878 geforderte Landwirtschaftsministerium ein. Durch dieses Organ forderte die Farmer-Lobby eine expansionistische Aussenhandelspolitik. Der Konflikt mit der Kolonialmacht England war vorprogrammiert und wurde von Kongress und Senat in Kauf genommen (
Wehler, S.23), weil die innenpolitischen Gefahren grösser eingeschätzt wurden als ein Krieg gegen aussen, wenn der Binnenmarkt "verstopft" sei. "Amerikanische" Industrielle und Bankiers gaben den Appellen des Landwirtschaftsministeriums nach (Wehler, S.24). Der Industriesektor überholte gleichzeitig 1889 anteilmässig mit 18,8 %  den Anteil des Volkseinkommens der Landwirtschaft mit 18,4 % (Wehler, S.21).

1890 erschlaffte jedoch der "US"-Eisenbahnboom. Die Elektroindustrie, Versorgungsbetriebe und das Kommunikationswesen lösten die Eisenbahn als Hauptmotor der Konjunktur in den "USA" ab (
Wehler, S.24).  Eine leise Vorahnung der bevorstehenden Krise war der Zusammenbruch des Londoner Bankhauses Baring, das auch in den "USA" engagiert war (Wehler, S.30). Im Moment waren die Lebensverhältnisse in den "USA" besser als in Europa, die soziale Mobilität relativ hoch, und es fanden letzte Städtegründungen und "Landverteilungen" von indianischen Territorien an weiss-rassistische "Siedler" statt.

[Die Indianer wurden - im Namen der Börsenspekulation  und der Industrie, mit Aussicht auf  den Indienhandel und die Ausdehnung der wirtschaftlichen Aktivitäten der weiss-rassistischen "USA" im Pazifikraum - mit Waffengewalt in ihre Reservate getrieben, in Freiluft-KZs. Wer von den Indianern nicht folgte und diesem imperialistischen Ansinnen der weissen Herrenrasse der "USA" im Wege stand, wurde von der weiss-rassistischen Polizei der "USA" in KZs abgeführt oder von angestellten Killern erschossen].

Klassenkämpfe sowie sozialistische und kommunistische Arbeiterbewegungen kamen im Moment nicht an die Oberfläche. Die Industriearbeiterschaft hatte sich seit 1880 auf 4,6 Mio. verdoppelt, und die Stadtbevölkerung war von 1/4 auf 1/3 der Gesamtbevölkerung angewachsen (Wehler, S.33).


Forderung der Exportförderung - neue Einwanderer hausen in Slums - Pläne zur Besetzung Kanadas - weitere Propaganda für die Weltherrschaft mit Produkten

Für rationale Profitwirtschaft blieben die meisten Farmen weiterhin zu klein (
Wehler, S.35).  (Weisse) "US"-Verbände, die für Aussenhandel warben, forderten ein  National Board of Trade (Nationales Handelsministerium),  spezielle Verbände für den Export nach Lateinamerika und Asien,  Handelskammern sowie eine "American Banker's Association" ("Amerikanische Bankiervereinigung") (Wehler, S.36).  Neue Einwanderer aus Süd- und Osteuropa bekamen kein "neues Siedlungsland" mehr, weil es nichts mehr zu verteilen gab. In den Medien und in der Propaganda blieb die Vorstellung "Neue Welt" gleich "neues Siedlungsland" aber weiter erhalten, so dass bald 1000e Arbeiter  in New York und in anderen Städten der "amerikanischen" Ostküste in Slums hausten und arbeitslos und mittellos auf der Strasse standen (Wehler, S.33-34).

Während der "amerikanisch"-englischen Konflikte drohten weiss-"amerikanische" Politiker weiter mit der Besetzung "Kanadas" (
Wehler, S.9). Die Rüstungspolitik für moderne Schlachtflotten wurde vorangetrieben (Wehler, S.23), und Industrielle und Bankiers rückten nun gegenüber den Farmern ins Zentrum der kapitalistisch-spekulativen Macht (Wehler, S.20). Gleichzeitig begann eine neue Schwärmerei von "Philosophen" der Weltherrschafts-Visionen, wie z.B. Brooks Adams und anderer "Popularisatoren", die den Seward-Entwurf der "amerikanischen" Weltherrschaft erneuerten (Wehler, S.16)

1891: Gründung der Farmer-Partei "Populist Party" mit faschistischen Parolen - Ende der Frontier 1893 und Befürchtung "europäischer" Probleme - weiter Pläne für Kriege gegen aussen

Die Farmer aber wollten ihre Macht nicht so schnell abgeben und gründeten 1891 die "Populist Party", die sich als "Dritte Kraft" zwischen Demokraten und Republikanern etablierte, v.a. im Mittelwesten und Süden der "USA". Die Forderungen waren

-- die Aufgabe des Goldstandards
-- die Entschuldung der Farmer
-- sowie die Förderung der Exporte.

Demagogische Propaganda und schroffe Polarisierungen gegen die vom Staat bevorzugte Industrie waren dabei nicht selten wie auch gelegentlich faschistische, fremdenfeindliche und antisemitische Parolen, beharrend auf dem Leitbild des selbständigen Kleinunternehmers und des früheren "amerikanischen" Agrarkapitalismus (
Wehler, S.35).

Weiss-rassistische "US"-Wahlen 1892, Karte
Wahlergebnis der "USA" 1892
                              mit geringem Anteil der Populist Party.
vergrössern
 

1892 blieb der Einfluss der Populist Party noch relativ gering, wie das Wahlergebnis zeigt:

-- rot: Demokraten (Kandidat Cleveland)
-- blau: Republikaner (Kandidat B. Harrison)
-- grün: Populisten (Kandidat Weaver)



1893 beweinte die "amerikanische" Politik die Vergabe des letzten "freien Siedlungslandes" und das Ende der "Frontier", womit eine "amerikanische Epoche" zu Ende sei und die "USA" nun dieselben Probleme wie Europa bekommen würde. Die Forderung nach "neuen Märkten" wurde nun immer deutlicher bis zur Forderung einer "New Frontier" in Übersee. Ein Krieg im Ausland sei weniger schlimm als eine Krise im Innern (Wehler, S.35).

[Damit wurde ein Systemwandel konsequent verhindert, und die Schwankungen der "zivilisierten" Welt waren weiter vorprogrammiert. Die Indianer aber waren nun komplett in Freiluft-KZs interniert und dabei oft dem Hungertod preisgegeben. Das war doch den weissen Rassisten egal, denn die Indianer kamen in den Statistiken gar nicht vor...]


Schwere Depression und Börsencrash ab Mai 1893 - Bankrotte - Expansion zur Legitimierung der rechten kapitalistischen Herrschaft - Hetze gegen Kommunisten

1893 folgte gleichzeitig zum Ende der Frontier eine erneute schwere, wirtschaftliche Depression. Wieder war eine Spekulationsblase geplatzt. Die Produktion in den "USA" ging wieder markant zurück, v.a. im Eisenbahnbau, Stahlschienenaufträge und Waggon- und Lokomotivenbau (
Wehler, S.30). Neue Arbeitslosigkeit und sinkender Lebensstandard folgten (Wehler, S.30-31). Ab April sanken Obligationen- und Aktienwerte massiv. Im Mai 1893 folgte die Panik an der Börse und die dritte Wirtschaftskrise in den "USA" seit 1865 mit z.T. schwersten Folgen auch in der Industrie- und Bankenwelt, begleitet von  traumatischen Erlebnissen für die Menschen, die die Depression der 1870-er Jahre bereits mitgemacht hatten.

Der Eckler-Index fiel nur um 25 Einheiten, aber es folgte nun auch der Bankrott von 500 Banken, der Bankrott von 10.000 Unternehmen, und der Rückgang des weiss-"amerikanischen" Aussenhandelsvolumens bis August 1893 um 1/3 (
Wehler, S.30). Die "Panik von 1893" wurde nun sprichwörtlich: Obligationen- und Aktienwerte schrumpften von April bis Juni 1893 um über 1,5 Mrd. $, so die Schätzung von weiss-"amerikanischen" Bankiers. Eisenbahnkönig James H. Hill gab an, dass "der Westen" innerhalb dieser kurzen Zeit mehr Verluste hinnehmen musste als die "USA" im gesamten Bürgerkrieg (Wehler, S.31).

  

James J. Hill, Hetzer gegen
                            Kommunisten, um den rassistischen
                            Kapitalismus zu rechtfertigen.


James J. Hill, Hetzer gegen Kommunisten, um den rassistischen Kapitalismus zu rechtfertigen.
Im August 1893 waren gemäss der Wirtschaftszeitung "Bradstreet's" geschätzte 900.000 Menschen arbeitslos (Wehler, S.31). Im November 1893 reduzierten die Pullman-Eisenbahnwagenfabriken die Belegschaft von ca. 4500 auf 1100 Angestellte (Wehler, S.32). Im Dezember 1893 schätzte die Zeitung "Gompers" die Zahl der Arbeitslosen auf 3 Millionen (Wehler, S.31). Die Machteliten der weissen "USA" mussten um ihre Entthronung fürchten (Wehler, S.37-38), wobei eine Strategie der "defensiven Herrschaftsstabilisierung" entwickelt wurde, ein "Sozialimperialismus". Der Status Quo im Innern sollte durch Expansionen als legitimes Mittel zur Herrschaft erhalten bleiben (Wehler, S.38). Gegen den Kommunismus wurde inzwischen nur noch in Stereotypen gehetzt. James Hill schrieb an den Präsidenten, dass "alle Übel der Vergangenheit in organisierter und höchst furchterregender Art" herbeigeführt worden seien. Hill sah die "Herrschaft des Terrors in den grossen Städten wüten." (Wehler, S.38-39)

[Er ist nicht fähig, die Spekulation an der Börse als Terror und Ursache der "Unordnung" zu sehen...]


Bildung von Pools und Trusts - dauernd Streiks - Konkurswelle 1894

In der "amerikanischen" Industrie fanden neue Konzentrationsprozesse statt wie die Bildung von Pools und Trusts, der Untergang kleiner und mittelgrosser Unternehmen, der Untergang ganzer Wirtschaftszweige, begleitet von jährlich über 1 Million Streikenden. 1893 streikten 1,4 Mio. (
Wehler, S.31). In der Depression bis 1897 waren ca. 20 % der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitslos. Die Nominallöhne sanken um 10 %, die Lebenshaltungskosten sanken gleichzeitig um 11 bis 12 % (Wehler, S.31).

Im Frühling 1894 demonstrierten
in Washington ca. 10.000 Arbeitslose unter dem Namen "Coxeys Armee" und forderten öffentliche Investitionen als antizyklisches Mittel gegen die Depression. Berittene Polizei schlug die Arbeitslosen zusammen. Es kam zu zahlreichen ähnlichen Protestmärschen, die von der [weiss-rassistischen] "US"-Regierung gemäss Wehler alle als Widerstand "missverstanden" wurden (Wehler, S.33).

1894 richtete die [weiss-rassistische] Regierung in Washington eine "Abteilung für Auslandsmärkte" ein (
Wehler, S.23). Die Stahlschienenaufträge gingen gegenüber 1892 um 75 % zurück (Wehler, S.30). Das durchschnittliche Realeinkommen sank gegenüber 1892 um 18 % (Wehler, S.31). 1894 sank der Wert der Neuemission von Aktien in New York auf einen Wert von 37 Mio. $ gegenüber einem Wert von 100 Mio.$ im Jahre 1892 (Wehler, S.30). Mitte 1894 standen 156 "amerikanische" Eisenbahngesellschaften unter Konkursverwaltung mit 2,5 Milliarden $ Schulden (Wehler, S.30).


1894: Pullman-Streik: Die Firma von George Pullman


George Pullman hatte Anfang der 1850-er Jahre ein negatives Nachterlebnis in einem Zug. Da entschied er sich zum Bau mehrerer grosser Immobilien zur Produktion bequemer Schlafwagen und dann auch Luxuswagen für Tagesreisen.
(
http://www.scripophily.net/pullman.html)

Bis 1890 produzierte Pullman 1000 Passagierwagen und 12.000 Güterwagen pro Jahr. Ausserdem liess er eine eigene Stadt für seine Arbeiter bauen in der Hoffnung, von Streiks verschont zu bleiben.
(http://www.historycentral.com/bio/rec/GeorgePullman.html)

Die Firma von George Pullman
George Pullman jung, Profil
George Pullman, Immobilienhai und
                            Produzent von Schlafwagen und Luxuswagen für
                            die Eisenbahn der "USA".
George Mortimer Pullman, Immobilienhai und Produzent von Schlafwagen und Luxuswagen für die Eisenbahn der "USA".






Pullman-Eisenbahnwagen,  Aussenansicht und Innenansicht. Es ist der pure Luxus, den die Arbeiter für die Oberschicht herstellen müssen, bei immer weniger Lohn, während die Mieten gleich hoch bleiben...

Pullman-Eisenbahnwagen
                            Aussenansicht
Pullman-Eisenbahnwagen Innenansicht
Pullman Schlafwagen, Aussenansicht
vergrössern
Pullman
                              Schlafwagen Grundriss


Arbeiterstadt Pullman bei Chicago,
                            Illinois.
Arbeiterstadt Pullman bei Chicago, Illinois.
Arbeiterstadt Pullman: Das
                            Einkaufszentrum "Arkaden".
Arbeiterstadt Pullman: Das Einkaufszentrum "Arkaden".

Der Luxus gegen aussen ging mit einer willkürlichen Betriebspolitik einher, so dass jeder jederzeit gefeuert werden konnte und sich die Arbeiter sich gegenseitig eher misstrauten als vertrauten. Somit war das Zusammenleben in der Ortschaft Pullman nicht unbedingt eine Freude.
(http://projects.vassar.edu/1896/strikes.html)


1894: Pullman-Streik bei Chicago - Sympathieboykott gegen Postwagen unter Eugene Debs - Bundestruppen unter General Miles und Massaker mit 25 Toten

Wie bei vielen anderen Unternehmungen kam es 1894 auch bei der Firma Pullman zu Lohnkürzungen und zum Streik.

Die Chefetage der Eisenbahnwagen-Fabrikation in Pullman kürzte - wie viele andere Firmen - die Löhne, um in der Rezession zu überleben, vergass aber, auch die Mieten in der Arbeiterstadt Pullman entsprechend zu senken.
(http://de.wikipedia.org/wiki/George_Mortimer_Pullman)

Pullman reduzierte die Arbeiterschaft von 5500 auf 3300 Angestellte und kürzte die Löhne durchschnittlich um 25 %. Die Arbeiter schlossen sich der Amerikanischen Eisenbahn-Union (American Railway Union, ARU) unter Führung von Eugene Debs an, der die Eisenbahnerstreiks über das ganze Land organisierte.
(http://history.osu.edu/projects/1912/pullman.htm)

Der Pullman-Streik in der Arbeiterstadt Pullman bei Chicago (heute ein Stadtteil von Chicago) ab dem 11. Mai 1894 war dann  der Höhepunkt der Streikwelle gegen die Depression und die Arbeitslosigkeit. Es streikten bereits 750.000 andere Arbeiter. Ausserdem lief unter Eugene Debs ein  Sympathieboykott der Industriegewerkschaft "American Railway Union" mit Bestreikung von Postwagen (Wehler, S.32).

Um noch mehr Druck auf Pullman aufzusetzen, warb die Eisenbahner-Union bei den Eisenbahnangestellten, keine Züge mit angehängten [Luxus]-Pullman-Schlafwagen mehr durchzulassen. Die Züge könnten ja ohne Pullman-Wagen fahren. Die Eisenbahngesellschften bestanden aber darauf, dass sie mit der Pullman-Gesellschaft Verträge hätten, die sie verpflichteten, Pullman-Wagen mitzuführen. Das Resultat war eine ausweglose Situation: In und um Chicago verweigerten Eisenbahnarbeiter die Abfertigung von Passagierzügen. Der Konflikt wurde tief und bitter, und er hätte den Eisenbahnverkehr der "USA" fast zum Erliegen gebracht.

Der Streik bewirkte auch den Unterbruch des Postverkehrs, da die Eisenbahngesellschaften es weiterhin vorzogen, gar keine Züge fahren zu lassen, als die Pullman-Wagen abzuhängen. Durch die Informationslücke entstand das Gerücht, dass beim Pullman-Streik unkontrollierte Gewalt ausgebrochen sein sollte, was nicht der Wahrheit entsprach. Justizminister Richard Olney, der der Eisenbahn-Union nicht gut gesinnt war, hörte von den angeblichen Klagen über Gewalt und liess Bundestruppen für die Sicherung des Postverkehrs aussenden,
(http://history.osu.edu/projects/1912/pullman.htm)

gegen den Protest von Gouverneur Altgeld. 12.000 Mann Bundestruppen unter General Miles wurden ausgesandt. General Miles verglich die Streikenden mit "Malariagift", das man "ausrotten" müsse (Wehler, S.32).


Eugene Victor Debs, Arbeiterführer
                              gegen die Hochkapitalisten der
                              "USA" mit Sympathieboykott und
                              Bestreikung der Postwagen.

Eugene Victor Debs, Arbeiterführer gegen die Hochkapitalisten der "USA" mit Sympathieboykott und Bestreikung der Postwagen.
General
                              Nelson A. Miles meint, Streikende seinen
                              wie Malaria auszurotten...
General Nelson A. Miles meint, Streikende seien wie Malaria auszurotten...

[Wer ist denn da auszurotten? die Arbeiter oder die schrankenlose Spekulation, die nur den Insidern dient?]


Die Niederschlagung des Pullman-Eisenbahnerstreiks 1894

2000 Mann Militär stationierten sich in Chicago und drangen von dort aus nach in die Stadt Pullman vor.
(http://www.chipublib.org/003cpl/hf/pullman_strike3.html; http://en.wikipedia.org/wiki/Pullman_Strike)

Die Zusammenstösse forderten 25 Todesopfer, 60 Verletzte und 2000 zerstörte Waggons. Insgesamt belief sich der  Sachschaden auf 80 Mio. $ (
Wehler, S.32).

Die Niederschlagung des Pullman-Eisenbahnerstreiks 1894

Pullman-Streik: Einfahrt des
                              Militärs.
3. Juli 1894: Pullman-Streik: Einfahrt des Militärs.
Niederschlagung des Pullman-Streiks:
                            600 Güterwagen wurden angezündet...
Niederschlagung des Pullman-Streiks: 600 Güterwagen werden angezündet...
Pullman-Streik: Die Arkaden der Stadt
                            Pullman werden abgeriegelt, um Plünderungen
                            zu vermeiden.
Pullman-Streik: Die Arkaden der Stadt Pullman werden abgeriegelt, um Plünderungen zu vermeiden.

Der Führer der Eisenbahn-Union, Debs, wurde mit der Begründung gefangengenommen, eine gerichtliche Verfügung gegen die Streikenden nicht befolgt zu haben.
(http://history.osu.edu/projects/1912/pullman.htm)

Dies war der Preis, den die reiche, weiss-rassistisch "amerikanische" Oberschicht zur Durchsetzung des spekulativen Börsensystems des freien Kapitalismus zu zahlen bereit war, und scheinbar lohnte es sich. Und die Gewerkschaften in den "USA" verpassten es, demokratisch-sozialistische Arbeitsbewegungen zu gründen (Wehler, S.33).

[Somit blieb die Unordnung der Polarisierung zwischen weiss-rassistischen Erz-Kapitalisten und streikenden Arbeitern weiterhin erhalten, wobei die Sklaverei und der Rassismus gegen Schwarze noch nicht einmal erwähnt ist...]


Die Angst vor einer Revolution in den "USA" - militärische Abenteuer in der Karibik gegen England scheitern - Tillman prophezeit die "Revolution"

In dieser dritten Depression seit 1865 verbreitete sich nun auch unter den hohen Industriellen wie Carnegie oder Senator [Henry Cabot] Lodge eine Ungewissheit vor der Zukunft des weiss beherrschten Landes (Wehler, S.31).

Der Fluchtversuch der "US"-"Politik" in Kriege gegen England in der Karibik scheiterte [ist das "Politik"?], und die Machtelite bekam Angst vor einer Revolution. Das Schlagwort, dass die "USA" "am Vorabend einer pechschwarzen Nacht stünden", machte die Runde (Wehler, S.39). Insgesamt streikten 1894 1,4 Mio. Menschen (Wehler, S.31). Ben Tillmann, einer der Führer des südstaatlichen Populismus, prophezeite "eine blutige Revolution" und forderte einen radikalen Wandel zur Abwendung "Tausender von Leichen" (Wehler, S.39).

Ebensolche Revolutionsgefahren bestanden in Europa, in England, Belgien und Frankreich. [Überall hatte die neue Mechanisierung viele Menschen überflüssig gemacht, die nun neue Arbeit suchten und keine mehr fanden...]


Erzkapitalist Andrew Carnegie
Erzkapitalist Andrew Carnegie
"US"-Senator
                                Henry Cabot Lodge
"US"-Senator Henry Cabot Lodge
Benjamin Tillman,
                                Südstaatenpopulist, prophezeit 1894 die
                                Revolutionvergrössern
Beide fürchten sie eine ungewisse Zukunft für die weiss-rassistischen "USA"...   Benjamin Tillman, Südstaatenpopulist, prophezeit 1894 die Revolution


Die "USA" sollen aufrüsten - Aussenminister Gresham bemerkt Strukturschwächen

  

"US"-Aussenminister Walter
                          Quintin Gresham bemerkt Strukturprobleme
"US"-Aussenminister Walter Quintin Gresham bemerkt Strukturprobleme.

"US"-Aussenminister Richard
                            Olney ab 1897

"US"-Aussenminister Richard Olney 1895-1897.
Die Reaktionen in den "USA" blieben einerseits militärischer Natur: Der Präsident der New Yorker "Farmers Loan und Trust Company" [Landwirtschaftliche Kredit- und Handelsegsellschaft] forderte die Erhöhung des "amerikanischen" Heeresbestandes von 25.000 auf mindestens 230.000 Mann.

Aussenminister Walter Quintin Gresham von der zweiten Regierung under Präsident Cleveland stellte dagegen tatsächlich Strukturmängel im Staatssystem der "USA" fest [Gresham wurde 1893 dan auch Aussenminister, verstarb dann aber schon 1895]. Die Feststellungen Greshams:

-- Gresham stellte die Überproduktion durch Mechanisierung fest, so dass durch Arbeitslosigkeit Hunger entstand

-- er stellte fest, wenn die Unzufriedenen einen Führer fänden, so sei es mit der Ordnung im Land vorbei

-- Gresham vertrat dabei eine "gerechtere" Aufteilung des Sozialprodukts

-- Gresham vertrat eine "Wettbewerbsfähigkeit unserer Nation im Ausland" (
Wehler, S.39).

Wie Gresham stiessen der Abgeordnete Dolliver und der ab 1897 der nachfolgende Aussenminister Richard Olney in dieselbe politische Richtung. Olney agierten Lodge, Roosevelt, Mahan und die Brüder Henry und Brooks Adams, wobei die Adams-Brüder als Schriftsteller und Publizisten starke "Opinion Makers" der Öffentlichkeit und Privatgelehrte in gehobenen Kreisen waren (
Wehler, S.40).


1894: Wilson-Zolltarif - die Angst vor der eigenen Bevölkerung wächst - Wiedereinführung der statistischen Jahresberichte - Banken-Bankrotte - keine Eigentumssteuer für Reiche mit dem Kommunismusargument

  

Einwandererfamilie aus Italien: Trotz
                          hoher Arbeitslosigkeit und Rezession mit einer
                          Unzahl von Bankrotten wurde die Einwanderung
                          nicht eingeschränkt...
Einwandererfamilie aus Italien: Trotz hoher Arbeitslosigkeit und Rezession mit einer Unzahl von Bankrotten wurde die Einwanderung nicht eingeschränkt...

Mittels eines Wilson-Zolltarifs (vorher schon ein McKinley-Zolltarif 1890) versuchte die "US"-Regierung, die Krise in den Griff zu bekommen (Wehler, S.36). Die [weiss-rassistische] Washingtoner Regierung bildete mehr und mehr ein Feindbild gegen die eigene Bevölkerung. Das Anwachsen der Stadtbevölkerung wurde plötzlich als "Gefahr" bezeichnet, ebenso die verstärkte Einwanderung aus Süd- und Osteuropa (Wehler, S.33). Die statistischen Jahresberichte über den Aussenhandel wurden nun wieder wieder eingeführt, zur Information der Bundesregierung und der Bundeslegislative (Wehler, S.36-37).

Zwischen 1894 und 1896 machten in den weiss beherrschten "USA"  weitere 300 Banken [und 100e weitere Firmen] bankrott. Der Bau neuer Eisenbahnlinien kam mit 1938 Meilen 1895 beinahe zum Stillstand (
Wehler, S.30), während im gleichen Jahr 1,3 Mio. Menschen streikten (Wehler, S.31). Eine Einkommenssteuer für hohe [weisse] Einkommen wurde vom Obersten Bundesgericht als verfassungswidrig verworfen und so die kleine Oberschicht weiter begünstigt mit dem Argument, man müsse dem "Vormarsch der Kommunisten" gegensteuern (Wehler, S.32).

[Es kann sein, dass die Einwanderung aus rassistischen Gründen nicht eingeschränkt wurde, um gegen die Schwarzen eine stärkere Macht zu haben. Und die Indianer fragte sowieso niemand und kamen in den Statistiken sowieso nicht vor, denn sie standen der Börsenspekulation der weiss-rassistischen Oligarchen der "USA" sowieso nur im Wege...]


Gründung einer Aussenhandelsgesellschaft NAM - Hetze vor den Wahlen 1896 gegen Sozialismus - Wahlen 1896: Die Erzkapitalisten bleiben an der Macht

Im Januar 1895 gründete sich in Cincinati die "National Association of Manufacturers" NAM ("Nationale Gesellschaft der Fabrikanten") unter Präsident Search mit dem Ziel der Eroberung "von Auslandsmärkten für unsere Überschüsse" (
Wehler, S.36).

Vor den Wahlen im Jahr 1896 kam es zu einer regelrechten Hetzschlacht gegen Sozialismus und Kommunismus. Wahlberater des republikanischen Kandidaten McKinley prophezeiten den "Abgrund" für die "USA", falls der Demokrat William J. Bryan gewählt würde (
Wehler, S.36), der auch von den Populisten unterstützt wurde (Wehler, S.35).

Die Atmosphäre wurde durch hasserfüllte Pressekommentare total aufgeheizt, z.T. mit Polarisierung zwischen "Amerikanismus" und "Sozialismus" mit der Prophezeiung des Untergangs der "USA" bei einer sozialistischer Wahl. "Harper's Weekly" bezeichnete Bryans Kandidatur offen als "Triumph des Kommunismus", und John Hay erwartete die Revolte der "Unterprivilegierten" gegen die "privilegierte Klasse", die "Revolte Calibans" mit Hängen der Besitzenden an Laternenpfählen (
Wehler, S.41).

[Wobei bis 1968 nur die Weissen wählen durften...]

"US"-Wahlen 1896: Kriegspräsident McKinley - Reformer William J. Bryan
William
                            McKinley, Kriegspräsident der
                            "USA" ab 1896. Er stützt weiterhin
                            die Erzkapitalisten und wird 1901 ermordet.
William McKinley, Kriegspräsident der "USA" ab 1896. Er stützt weiterhin die weiss-rassistischen Erzkapitalisten und wird 1901 ermordet.
(http://en.wikipedia.org/wiki/William_McKinley)
William J.
                            Bryan, Präsidentschaftsanwärter Demokraten
                            1896, mit einem Reformprogramm, das dem der
                            Populisten glich.
William Jennings Bryan, Präsidentschaftsanwärter Demokraten 1896, mit einem Reformprogramm, das dem der Populisten glich.
(http://en.wikipedia.org/wiki/William_J._Bryan)

Mit 7,1 Mio. Stimmen gewann der kriegerische und erzkapitalistische McKinley Ende Oktober 1896 die Wahl vor dem demokratischen und reformfreudigen Präsidentschaftskandidaten WIlliam J.Bryan, der auf 6,7 Mio. Stimmen kam. Eine Verschiebung von nur 14.000 Stimmen in 6 Staaten hätte den Sieg des Demokratisch-populistischen Kandidaten bedeutet (Wehler, S.35). Mit der Regierung von McKinley blieb die "Business Community" an der Macht (Wehler, S.36).

[Das nennt sich "Demokratie"...]

Weiss-rassistische "US"-Wahlen 1896, Karte
"US"-Wahlen 1896, Karte
vergrössern


-- blau: Republikaner unter Kriegspräsident McKinley
-- rot: Demokraten mit dem Präsidentschaftskandidat en William J. Bryan.

Es ist bezeichnend, dass die intellektuell "hochstehenden" Gebiete und die Gebiete der industriellen Arbeitermassen alle mehrheitlich für Krieg stimmten, um im Ausland den Markt für ihre Produkte zu "erobern"...

Mit diesem Wahlresultat war wieder eine Chance vertan, die "USA" menschlicher zu gestalten. Im Gegenteil, die "USA" begannen nun mit einer aktiven Kriegspolitik ausserhalb des Territoriums zwischen Ost- und Westküste.

[Nun sollten also nicht nur die Indianer vernichtet werden, sondern auch ganze andere Länder. Dabei waren die "USA" selbst eine rassistische Kolonie auf fremdem Boden. Und Europa die Eroberung für "neue Märkte" seit 400 Jahren schon getan und z.T. wieder aufgegeben...]


Ab 1896: Kriege der "USA" gegen aussen - Niedergang der Populist Party - Hetze zum Imperialismus

In der Folgezeit dogmatisierten die kapitalistisch-börserianischen Regierungen in Washington den Aussenhandel und damit die Terrorisierung des Auslands mit neuen Kriegen und  "US"-Produkten als Lösung aller inneren "US"-Probleme (
Wehler, S.36),  während die Farmerlobby mit ihrer "Populist Party" dem Niedergang entgegensteuerte (Wehler, S.35).

Senator Lodge plädierte Ende Oktober 1896 für einen "Abzugskanal für unsere Produkte",  für die Expansion in Ostasien und in der Karibik, um eine soziale Revolution zu verhindern. Viele bestürmten Marineminister Long, die "Front zwischen Arbeit und Kapital" müsste durch Krieg abgebaut werden (
Wehler, S.41). Zum Beispiel behauptete Journalist Henry Watterson, die "USA" sollten "durch eine Kolonial- und Eroberungspolitik" ihr Heil suchen, so wie Grossbritannien das auch "geglückt" sei (Wehler, S.42).

[Dass die "USA" schon lange eine imperialistische Macht sind, indem sie die Indianer nahezu ausgerottet haben, wird gefliessentlich verdrängt...]

Kriegshetzer Lodge und Watterson um "US"-Marineminister Long

"US"-Senator Henry Cabot
                            Lodge
"US"-Senator Henry Cabot Lodge plädiert für einen "Abzugskanals für unsere Produkte", den man mit neuen militärischen Besetzungen realisieren müsse...

John Davis Long, Marineminister,
                              wird von Kriegshetzern bestürmt, die
                              "USA" bräuchten neue Territorien
                              für den Aussenhandel...

John Davis Long, "US"-Marineminister, wird von Kriegshetzern bestürmt, die "USA" bräuchten neue Territorien für den Aussenhandel...
Journalist Henry Watterson hetzt zum
                              Krieg gegen aussen, um neue
                              "Absatzmärkte" für
                              "amerikanischen" Produkte zu
                              finden.
Journalist Henry Watterson hetzt zum Krieg gegen aussen, um neue "Absatzmärkte" für "amerikanischen" Produkte zu finden.

Vorwände waren leicht gefunden: Kuba sei ein "Unruheherd", der Einfluss in der Karibik müsse eine "Absicherung" erfahren, ebenso der Einfluss im ostasiatischen Grossmarkt (
Wehler, S.41). Der Tenor von Kongress und Presse lief immer in diesem Stil ab:

"Wir müssen die Aussenmärkte beherrschen, oder wir werden die Revolution erleben." (
Wehler, S.42)

"Imperialismustheoretiker" Charles A. Conant behauptete: 

"Wie nötig sind doch Abzugskanäle für die Rettung" Amerikas.

[Dabei hätte den "USA" eine Revolution mehr als gut getan. Sie fand bis heute (2008) nicht statt, Menschenrechte sind nicht unterschrieben etc.].

In der "US"-Regierung herrschte die Übereinkunft: Das nächste Vorhaben ist die Suche nach "neuen Grenzen", um im Innern den Frieden zu sichern. Es entstand eine Stimmung der Rechtfertigung, des Vorausdenkens, auch ein Vulgärnationalismus und gleichzeitig eine Unsicherheit. Imperialismus wurde zur "nationalistischen Ersatzbefriedigung" (
Wehler, S.43). 1896 streikten in den "USA" 1,1 Millionen Menschen (Wehler, S.31)


Neue Rechtfertigungen für einen Imperialismus zugunsten der Bilanzen und der Börse

   

"US"-Finanzminister John
                            Griffin Carlisle will den Krieg gegen
                            aussen, damit seine Bilanzen stimmen und im
                            Innern keine Umstrukturierung erfolgen
                            muss...




  
"US"-Finanzminister John Griffin Carlisle will den Krieg gegen aussen, damit seine Bilanzen stimmen und im Innern keine Umstrukturierung erfolgen muss... x
1897 folgten neue Thesen zur Rechtfertigung von Eroberungskriegen. Finanzminister John G. Carlisle behauptete:

"Wir müssen einfach das grösste Exportland der Welt werden".

Neue Märkte seien "eine imperative Notwendigkeit".

Weitere Kongressausschüsse postulierten, dass ohne neue Aussenmärkte eine Stagnation absehbar sei, da

"die schöpferische Energie des amerikanischen Volkes nicht länger mehr innerhalb der Landesgrenzen eingepfercht werden kann."

[Die schöpferische Energie würde nicht blockiert, sondern nach innen gewendet, und dies wollten die Erz-Kapitalisten nicht zulassen, denn die Börse kennt keine Moral].

Die agrarische und die industrielle Produktion waren grösser als die Bedürfnisse des Binnenmarktes, also mussten neue Märkte her (
Wehler, S.37). [Da bis dahin keine Handelsfreiheit bestand, mussten "neue Märkte" mit kriegerischen Mitteln "erobert" werden. Die Auseinandersetzung um "Märkte" gipfelte in den Weltkriegen und findet bis heute mit Weltkriegen statt (2008)...].


Neue Konjunktur in den "USA" dank Missernten auf anderen Kontinenten - neue militärische "US"-Besetzungen - die Börsen jubeln...

Die Konjunktur kam wieder "in Schwung" durch Missernten in Europa, Russland, Indien und Lateinamerika (
Wehler, S.37), und die Kriege und der weiss-"amerikanische" Wirtschaftsimperialismus nahmen mit der Börse wieder ihren neuen Lauf (Wehler, S.38). Das Marinebüdget umfasste mit 34,5 Mio. $ inzwischen 10 % des Bundesetats (Wehler, S.23). 1897 streikten in den "USA" wiederum 1,1 Mio. Menschen (Wehler, S.31)

[Die Börsen jubeln: Krieg heisst Eroberung und "neue Märkte" und löst an den Börsen jeweils eine Euphorie aus. Die Zerstörung anderer Kulturen, die Toten, die Verletzten und Invaliden, die Ausrottung von Sprachen, Völkern und lokalen Produktionskreisläufen kommen in den Börsenbilanzen nicht vor, weil sie nicht "gelistet" sind...]

Karikatur: Der gierige
                              "Amerikaner" greift an - im
                              Namen der Börse und der Bilanzen. Zuerst
                              wurden alle Indianer vernichtet, jetzt
                              sind andere "dran".
vergrössernKarikatur: Der gierige "Amerikaner" greift an - im Namen der Börse und der Bilanzen. Zuerst wurden alle Indianer vernichtet, jetzt sind andere "dran". Bis heute (2008) ist es den Amis nie genug...
   

"US"-Aussenminister William
                            Rufus Day: Neue besetzte Gebiete sollen als
                            "neue Märkte" dienen, damit die
                            Börse und die Bilanzen stimmen...
"US"-Aussenminister William Rufus Day: Neue besetzte Gebiete sollen als "neue Märkte" dienen, damit die Börse und die Bilanzen stimmen...

Die von den Truppen der weiss-rassistischen "USA" neu besetzten Gebiete wurden nicht mehr "gleichberechtigt" behandelt. Das Bürgerrecht wurde in den nun neu besetzten Gebieten nicht mehr erteilt, die Gebiete nicht mehr inkorporiert (Wehler, S.17). Die "unterentwickelten Regionen Amerikas und des Fernen Ostens" [Haiti, Philippinen, etc.] sollten gemäss Aussenminister William R. Day [der nur ein paar Monate 1889 im Amt war] als "neue Märkte" dienen (Wehler, S.37). Die Reallöhne in den "USA" lagen 1898 noch 15 % unter dem von 1892 (Wehler, S.31). 1900 waren von 29 Mio. Beschäftigten 10,9 Mio. in der Landwirtschaft und 6 Mio. in der Industrie beschäftigt (Wehler, S.21). Das Eisenbahnnetz wurde weiter ausgebaut (Wehler, S.30) und Washington begann ab 1900 immer stärker, seine Weltherrschaftsansprüche zu postulieren (Wehler, S.17).

[Indianer und Schwarze hatten nichts zu sagen. Es folgten die Besetzung von Haiti, Panama, Hawaii, und die Philippinen. Dann verselbständigt sich die Kriegs-Philosophie der "USA". Ab 1945 folgt die Besetzung von 1/3 von Deutschland, dann  Kriege um die halbe Welt, immer im Wahn, die "Freiheit" gegen den Kommunismus zu bringen, der von den "USA" selber finanziert wurde. Dabei ist allein schon Krieg führen eine psychische Krankheit, die ganze Bevölkerungen um ihr Hab und Gut und um ihre Gesundheit bringt. Aber die Verluste der Bevölkerungen kommen an der Börse nicht vor, deshalb diskutieren die Medien das auch nicht. Der Kriegs-Wahn der "USA" hat bis heute (2008) nicht aufgehört...]


zum Inhalt    nach oben

4. Die Hölle der Börse: Elend und Kriege zugunsten der Börsenkurse und der Bilanzen


Die Börse und die Spekulation mit Wertpapieren verzerrt regelmässig die Rahmenbedingungen der weltweiten Wirtschaft. Spekulationsblasen, die zum Teil auf Schulden beruhen, und Börsencrashs lösen sich in aller Regelmässigkeit ab. Ganze Menschenmassen werden durch Börsenspekulation und Crashs ins Elend gestürzt, weil die Börse eine falsche Sicherheit vermittelt. Die Geldvernichtung kann dabei Dimensionen annehmen, die ganze Staatswirtschaften zusammenbrechen lassen können.

Im Fall von Österreich ist die Reaktion der Betroffenen auf den Crash von 1873 eine Flucht in den Extremismus und in verallgemeinernde Anschuldigungen gegen die Regierung, jüdische Bankiers und Fürstenhöfe.  Das Crasherlebnis der Armut, der Hilflosigkeit und des Verlusts blieb in der einfachen Bevölkerung haften, und die rassistische, antisemitische Propaganda unter Schönerer und anderen hielt die Erinnerung an die Crasherlebnisse auch immer am Leben, bis ein Gewaltherrscher namens Hitler im Namen der Kirche davon profitierte. Erst mit den Menschenrechten nach 1945 musste die Kirche die Verleumdung der jüdischen Bevölkerungsteile in Europa massiv unterbinden und fortan waren jüdische Bevölkerungsgruppen bei Börsencrashs  oder anderen Welt-Krisen nicht mehr angreifbar.

Die "USA", die aufgrund der illegalen Existenz auf Indianerboden in einem Dauerkrieg ihre Existenz bis 1890 immer wieder erkämpfen musste, um den "Weg nach Indien" an die Westküste zu erreichen, erlebte nach dem Ende des Sezessionskriegs 1865 gleich dreimal in 30 Jahren einen Crash. Im Gegensatz zu Österreich  konnte in den "USA" kein neuer Rassismus kreiert werden, weil dieser gegen Indianer und Schwarze bereits bestand. Die weisse, rassistische "US"-Regierung suchte den Ausweg nicht in der Modifizierung des Wirtschaftssystems, wie dies von Millionen Streikenden gefordert wurde, sondern im Krieg ausserhalb des definierten Staatsgebiets. Die Kultur der Indianer war zu grossen Teilen bereits ausgerottet. Nun sollten alle Kulturen um die "USA" mit "amerikanischen" Produkten "missioniert" und so vernichtet  werden, damit die Wirtschaft im Innern der "USA" nicht ins Stocken käme. Innovation war weniger gefragt. Eine Umkehr zu neuer Bescheidenheit und finanziellem Ausgleich zwischen den Bevölkerungsschichten war ein Tabu. Die Regierung der rassistischen "USA" forderte also für die Börse und die Spekulation alle Rechte für sich, und für andere Kulturen sollte es keine Rechte geben, sondern deren Vernichtung. Das "amerikanische" Propagandasystem wertet bis heute jeden Widerspruch zum Reichtum der Wenigen pauschal als "Kommunismus" ab, der den "USA" den Untergang bescheren würde. Ohne Börse hätten viel mehr Menschen gleiche Rechte, und der Berufszweig des Börsenunterhalters für die Oberschicht würde wegfallen. Man könnte ja ohne Börse nicht mehr mit dem Geld "spielen"...

Die Indianer hatten gegen die von der Börse produzierten Massenkräfte durch die Crashs keine Chance. Weil die Indianer keine "Spiele" um das Leben mitmachen, werden sie von der weiss-"amerikanisch" dominierten Regierung bis heute als minderwertig angesehen und kommen in den Bilanzen kaum vor. Bis heute werden Indianer in den "USA" in Zwangs-Reservaten "aufbewahrt" und haben in der Regierung und im Parlament (Repräsentantenhaus und Senat) kein Einsitzrecht! Die Bündnispolitik der "USA" mit Verbrecherregimen wie Saudi-Arabien oder Indonesien, China oder den Philippinen, sowie die inneren Kommunistenverfolgungen der 1950-er Jahre sprechen für sich, wie auch die Verweigerung der weiss dominierten "US"-Politik gegenüber Klimakonventionen, Menschenrechten, gegenüber der Anti-Minen-Konvention oder gegenüber dem internationalen Kriegsgerichtshof. Alles, was nur ansatzmässig die Herrschaft der wenigen Erz-Kapitalisten in den "USA" und die Bilanzen der Börsen durcheinanderbringen könnte, wird pauschal verdammt und weggewischt. Dabei kommen andere Völker, die durch die "US"-Waffen vernichtet werden, in den Bilanzen der Börsen einfach nicht gar nicht vor!

Weltweit töten "US"-Waffen weiterhin, und sogar der Weltraum ist vor "US"-Bomben nicht mehr sicher. Lieber nimmt die "US"-Regierung aussenpolitische Schwierigkeiten in Kauf, als im Innern die Börsen- und Wirtschaftswelt verunsichern zu lassen und Reformen in Sachen Menschenrechte zu verwirklichen. Dies ist eine weltweite Hölle, die von der scheinheiligen Börse der "USA" mitgetragen wird und die mit jeder Börsen-Spekulationsblase einen neuen Schub erfährt. Die Arroganz des weiss dominierten "US"-Systems mit Zentrum "Weisses Haus" sowie mit den Börsenzentren New York und Chicago verunmöglicht es, einen Zwischenweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus zu finden, der Konkurrenz in menschlichem Rahmen für alle Menschen der Welt erlaubt. Dabei behaupten die "US"-Medien regelmässig, die "USA" hätten eine "Führungsrolle" in der Welt zu erfüllen. Die "USA" sollen also legal die ganze Welt zerstören dürfen. Und diese Behauptung ist legal...

Menschenrechte in den "USA"? sind weiterhin nicht einmal unterschrieben. Die Hölle der Börse in New York fordert weiter ihre Opfer, so lange, bis die "USA" in ihren Schulden ertrinken und dies die Börse merkt...


Teilen:

Facebook




Sichtschutz, Windschutz, Staubschutz, und das Heim für Heckenvögel usw.: Diese Hecke kommt per Post!
Die Hecke mit dem Turbo. Von 0 auf
                                180 cm in nur 1 Jahr!
Die Hecke mit dem Turbo.
Ulmenhecke aus Turkmenistan - anspruchslos, schnelles Wachstum, günstig, bereichert die Artenvielfalt mit Nützlingen - Versand: D+Ö

Bildernachweis

-- Aktie der Köln-Bonner Kreisbahnen:  http://www.nonvaleur-shop.de/historische-wertpapiere/reichsbankschatz-eisenbahnen-c-21_29.html
-- Börsenkurse Schüleraktiengesellschaft:
http://www.schulunternehmen.de/

-- Geldstapel: http://www.kred.de/
-- Dampflokomotive, Logo: http://www.voba-medien.de/html/partner.html
-- Dampfschiff Nashville in den "USA" 1862: http://www.rootsweb.com/~bmuwgw/ships6.html
-- Windows, Logo: http://helpdesk.utmem.edu/downloads.htm

-- Börse in Wien: http://www.philographikon.com/financeeurope.html
-- Georg Ritter von Schönerer, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Georg_Ritter_von_Sch%C3%B6nerer
-- Pacific Railway, Lokomotive: http://www.toltecimages.com/trains/s.html

-- Demonstration von Arbeitslosen in New York 13.1.1874: http://historymatters.gmu.edu/d/6758/; Quelle: Mathew Somerville Morgan, Frank Leslie's Illustrated Newspaper, January 31, 1874 - American Social History Project.

-- Cyrus McCormick, sitzend: http://www.vahistorical.org/sva2003/mccormick.htm
-- Jay Gould, Portrait: http://www.tsl.state.tx.us/exhibits/railroad/fight/gould.html
-- Demonstration und Plünderungen in Pittsburgh: http://homicide.northwestern.edu/context/movements/haymarket/pubs/Anarchy51a/; Illustration von 1889 aus dem Buch "Anarchy and Anarchists" von Michael J. Schaack, publiziert von CPD Captain of Police Source.
-- Pittsburgh 1877: Ausgebranntes Lokomotivdepot: http://web.gc.cuny.edu/ashp/1877/1877-6.html
-- "US"-Aussenminister Everts: http://www.mrlincolnandnewyork.org/content_inside.asp?ID=86&subjectID=4
-- Henry George, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_George

-- Börsencrash 1879 in New York: http://www.1americanatrail.com/wall1879.html
-- Manifest Destiny: Columbia zieht westwärts: http://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_Destiny
-- John O'Sullivan, Verfasser des Manifest Destiny: http://www.latinamericanstudies.org/filibusters/o-sullivan.htm

-- Albert Jeremiah Beveridge: http://www.beardbooks.com/the_life_of_john_marshall.html
-- Jeremiah Rusk, Portrait: http://www.generalsandbrevets.com/br/br4.htm
-- Julius C. Burrows, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Julius_C._Burrows
-- Cleveland, Präsident der "USA": http://www.stefanjacob.de/Praesidenten/Praesidenten.php?Praesident=Cleveland_G

-- Alfred Thayer Mahan, Begründer des "Navalismus": http://timmer.org/Distance%20Learning/History_17B/Lecture08/Lecture08_p05.htm
-- Frederick Jackson Turner, Historiker der "Frontier": http://www.pbs.org/fmc/timeline/pturner.htm
-- George Brooks Adams, darwinistischer Hochkapitalist: http://www.delcohistory.org/ashmead/ashmead_pg676.htm
-- John W. Burgess: http://www.beardbooks.com/the_civil_war_and_the_constitution.html
-- John Fiske, Portrait: http://www.geocities.com/pastfaces/f.htm
-- James K. Hosmer, Portrait: http://www.geocities.com/pastfaces/h.htm
-- Benjamin Kidd, Portrait: http://books.bankhacker.com/P.+Kidd/

-- Siegel der Knights of Labour: http://encyclopedia.laborlawtalk.com/History_of_the_United_States_(1865-1918)
-- John Hay, Portrait: http://library.case.edu/ksl/ecoll/exhibits/chp/stone.html

-- James G. Blaine, "US"-Aussenminister: http://www.heritage.nf.ca/law/reciprocity.html
-- Lyman J. Gage, Präsident der weiss-"amerikanischen" Bankiervereinigung: http://columbus.gl.iit.edu/bookfair/persons/persons2.html
-- Edward Bellamy, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Bellamy
-- Wahlergebnis der USA 1892 mit Populist Party: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:ElectoralCollege1892-Large.png
-- James Hill, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/James_J._Hill

-- Eugene Debs, Arbeiterführer, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Eugene_Debs
-- General Miles, Portrait: http://www.spanamwar.com/Vthcorps.htm
-- Pullman Eisenbahnwagen: http://encyclopedia.laborlawtalk.com/Pullman_Company
-- Arbeiterstadt Pullman bei Chicago, Illinois: http://encyclopedia.laborlawtalk.com/Image:Pullman%2C_illinois.jpg
-- Arbeiterstadt Pullman bei Chicago: Arkaden-Einkaufszentrum: http://www.columbia.edu/ccnmtl/draft/craig/brinkley/pullman_arcade_ext_1.jpg
-- George Pullman, Profil: http://www.scripophily.net/pullman.html
-- George Pullman, jung, Profil: http://www.planning.org/pathways/pullman.htm
-- Pullman Schlafwagen Grundriss: http://www.irtsociety.com/dover2002.html
-- Pullman Schlafwagen Aussenansicht: http://www.multied.com/railroad/Pullman.html

-- Pullman-Streik: 600 Güterwagen angezündet: http://www.columbia.edu/ccnmtl/draft/craig/brinkley/pullman_strike_1.jpg
-- Pullman-Streik: Arkaden abgeriegelt: http://www.columbia.edu/ccnmtl/draft/craig/brinkley/pullman_arcade_strike_1.jpg
-- Pullman-Streik: Einfahrt des Militärs: http://history.osu.edu/projects/1912/eventsOfPullmanStrike.htm

-- Andrew Carnegie, sitzend: http://en.wikipedia.org/wiki/Andrew_Carnegie
-- Henry Cabot Lodge, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Cabot_Lodge
-- Benjamin (Ben) Tillman, stehend: http://www.lib.clemson.edu/libimage/POLITICS/TILLMAN/
-- Walter Quintin Gresham, Portrait: http://etc.usf.edu/clipart/galleries/People/famouspeople_l-m.htm
-- Richard Olney, Portrait: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/USAolney.htm

-- Einwandererfamilie aus Italien: http://www.vw.cc.va.us/vwhansd/HIS122/Lectures1.html

-- William J. Bryan, Präsidentschaftsanwärter Demokraten 1896: http://www.shriners.bc.ca/shriners/bryant.shtml
-- William McKinley, Portrait: http://www.cnn.com/SPECIALS/1999/panama.canal/stories/history/
-- "US"-Wahlen 1896, Karte: http://www.arthistoryclub.com/art_history/U.S._presidential_election,_1896

-- John Davis Long, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/John_D._Long
-- Henry Watterson, Portrait: http://www.geocities.com/pastfaces/w.htm
-- John Griffin Carlisle, Portrait: http://www.thebestlinks.com/John_G._Carlisle.html
-- William Rufus Day, "US"-Aussenminister, Portrait: http://www.ohiojudicialcenter.gov/w_r_day.asp



zum Inhalt    nach oben