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Regenwald. Meldungen (Teil 4) - ab 11.5.2019

URWALD GESETZLICH von UNO+UNESCO SCHÜTZEN LASSEN
Urwald gehört als einzigartiger Lebensraum von der UNO und von der UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt. Die naturnahe Landwirtschaft der Permakultur hat genügend Tricks, die Weltbevölkerung zu versorgen, OHNE weitere Rodungen. Gruss von Mutter Erde www.soz-etc.com
Michael Palomino, 2.1.2019

Abgebrannter Urwald im
                      Amazonas in Brasilien 2019
Abgebrannter Urwald im Amazonas in Brasilien 2019 [1]

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Schweinzer Fernsehen
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11.5.2019: Soja für Biotreibstoff und als Tierfutter - der Amazonas in Brasilien wird immer kleiner:
Folgen des Handelskonflikts
Für den Amazonas ist Chinas Hunger verheerend
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/folgen-des-handelskonflikts-fuer-den-amazonas-ist-chinas-hunger-verheerend

Autor:

Soja wird von Menschen gegessen und zu Biotreibstoffen verarbeitet. Vor allem aber wird Soja an Rinder und Schweine verfüttert. Soja kommt zu einem grossen Teil aus Brasilien. Mit einer Produktionsmenge von rund 100 Millionen Tonnen pro Jahr ist das südamerikanische Land der zweitgrösste Produzent von Sojabohnen weltweit, nach den USA. Grosses Interesse daran, Soja zu kaufen, hat China. Dessen wachsende Bevölkerung isst immer mehr Fleisch von Rindern und Schweinen.

China bezieht sein Soja woanders

Auf Grund des Handelsstreits fallen die USA für China als Sojalieferant derzeit aus. Nachdem die USA chinesische Waren mit Zöllen belegt haben, hat China als Vergeltung unter anderem die Zölle auf US-amerikanisches Soja um 25 Prozent erhöht. Und es sucht neue Lieferanten.

Grosse Auswahl habe China dabei nicht, stellt Richard Fuchs fest. Er untersucht am Karlsruher Institut für Technologie Agrar-Handelsströme. «Es gibt wenig Produzenten, die Handelsbeziehungen zu China führen, die im grossen Stil exportieren können. Da lag es nahe, dass Brasilien – gerade mit dem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro – kurzfristig einspringen könnte, um diesen Bedarf zu decken.»

Freie Flächen sind nicht frei

Decken kann Brasilien diesen Bedarf, weil es freie Flächen hat für die landwirtschaftliche Produktion, wobei frei «im Amazonas-Regenwald» heisst.

Bolsonaro hat mehrfach klar gemacht, dass er die Interessen der Agrarindustrie höher stellt als den Schutz des Regenwaldes. Insgesamt könnte die Fläche, auf der in Brasilien Soja angebaut wird, in den nächsten Monaten um 39 Prozent zunehmen, der Regenwald aber so stark in Mitleidenschaft gezogen werden wie noch nie, warnt Richard Fuchs.

Erste Anzeichen dafür gebe es bereits: «Wir haben gesehen, dass in China mit dem Fortschreiten des Handelskrieges Ausfälle aus den USA fast zu 100 Prozent aus Brasilien gedeckt werden.»

USA nicht mehr verlässlicher Partner

Die Hoffnung, dass die bedrohten Amazonasflächen noch gerettet werden können, sind dabei äusserst gering. Auch wenn – was zurzeit wenig wahrscheinlich scheint – der US-chinesische Handelsstreit demnächst beigelegt würde, werde China weiter auf Brasilien setzen: «Die Chinesen sind mit dem Start des Handelskrieges auch stark vor den Kopf gestossen worden. Handel basiert weitestgehend auf Vertrauen. Das wurde hier untergraben.»

Aus chinesischer Sicht könne man sich längerfristig nicht mehr auf die USA verlassen. «In den USA zählen innenpolitische Themen mehr als die Handelsbeziehungen zu China», so Fuchs.

Der Amazonas-Regenwald ist aufgrund seiner einzigartigen Artenvielfalt und seiner riesigen Kapazität, klimaschädliches CO2 aufzunehmen, von grosser Bedeutung für die Region und die ganze Welt. Fuchs und seine Co-Autoren fordern von China, den USA, Brasilien und der gesamten internationalen Gemeinschaft dringend strengere Kontrollmechanismen zum Schutz des Regenwaldes.

Aber auch die Konsumenten in Europa, dem zweitgrössten Abnehmer von brasilianischem Soja müssten sich bewusst werden, welche Folgen ihr Fleischkonsum habe, sagt Fuchs.>

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Kronenzeitung online, Logo

10.6.2019: Kriminell Zivilisation lässt für Palmöl und Soja jährlich fast eine Fläche wie das Mittelmeer roden:
Größe des Mittelmeeres: Jährlich gehen 8,8 Millionen Hektar Wald verloren
https://www.krone.at/1938844

<Weltweit gehen laut Erhebungen der Vereinten Nationen jährlich rund 8,8 Millionen Hektar Wald verloren, davon 80 Prozent für die Landwirtschaft. Dies geht aus der Antwort des deutschen Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervor.

Demnach gehen rund ein Drittel der auf entwaldeten Flächen erzeugten pflanzlichen Produkte laut einer EU-Studie in den Export. Damit würden wertvolle Wälder in der Größenordnung des Mittelmeeres für Importe von beispielsweise Palmöl und Soja vernichtet, kritisierte Lemke.

„Schon 2015 hat sich die Bundesregierung dem Ziel der entwaldungsfreien Lieferketten verschrieben - passiert ist bisher wenig. Das ist inakzeptabel.“ Die Bundesregierung sei aufgerufen, „verstärkt gegen den Raubbau an Wäldern vorzugehen, um internationale Ziele zur Biodiversität und zum Klimaschutz zu erreichen“, forderte die deutsche Grünen-Politikerin.>

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Kronenzeitung online, Logo

Brasilien 26.6.2019: Krimineller Präsident Bolsonaro will den Amazonas-Regenwald total vernichten:
Doppelte Fläche Wiens: Brasiliens Präsident rodet Regenwald radikal
https://www.krone.at/1947674

<Der Klimawandel ist eine Bedrohung, das steht mittlerweile außer Zweifel, wie auch kürzlich Forscherin Helga Kromp-Kolb im „Krone“-Interview eindringlich warnte. Doch während in Österreich immer mehr Ortschaften den Klimanotstand ausrufen und die Menschen zusammen mit Jung-Aktivistin Greta Thunberg auf die Straße gehen, wird derzeit in Brasilien ganz massiver Kahlschlag an der grünen Lunge des Planeten betrieben. Die zweifache Fläche Wiens wurde allein seit Anfang Mai dem Erdboden gleichgemacht.

Der Regenwald im Amazonasgebiet ist mit rund acht Millionen Quadratkilometern der größte der Erde und somit eines der wichtigsten Korrektive für den weltweiten CO2-Haushalt. Das weiß mittlerweile so gut wie jedes Kind.

Wirtschaftliche Interessen statt Umweltschutz
Offenbar unbeeindruckt davon agiert der rechtspopulistische Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro. Der will nämlich den Schutz des Amazonasgebiets einschränken und den Regenwald konsequent abholzen, um das Gebiet wirtschaftlich zu nutzen.

Die alarmierte Expertengemeinschaft hat deswegen bereits im April in einem offenen Brief in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ zur „Wahrung der Menschenrechte“ und zum „Schutz der Umwelt“ in der Region aufgerufen.

Doppelte Fläche Wiens kahlgeschlagen
Doch das Roden ging weiter, schlimmer noch, die Abholzungsintensität wurde laut einem ORF-Bericht sogar noch gesteigert. Seit Anfang Mai wurde mehr denn je kahlgeschlagen, eine Fläche von rund 830 Quadratkilometern fiel Baggern und Brandrodung zum Opfer. Das entspricht in etwa der zweifachen Fläche unserer Bundeshauptstadt Wien.

Wirtschaftsinteressen haben für Bolsonaro dennoch Priorität, wie er sagt. Der Präsident will im Zuge der Rodungen zudem bisher unberührte Flächen dem Markt zugänglich machen. Angesichts des Tempos, das er dabei vorlegt, droht dem Amazonas-Regenwald eines der dramatischsten Jahre in der ohnehin schon langen Historie der Abholzung.>

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Netzfrauen online, Logo

BRASILIEN 29.7.2019: Massenmörder Bolsonaro: Ureinwohner werden ermordet - Bäume umgehauen - der Amazonas ist bald nicht mehr da: Die neue Regierung Bolsonaro will den GESAMTEN Amazonas und dessen Kulturen vernichten, wenn nichts Entscheidendes passiert!
Schrecklich ‚ES HERRSCHT KRIEG‘ – Der Amazonas-Regenwald wird gerodet und Indigene werden ermordet! – Brazil’s indigenous people: Miners kill one in invasion of protected reserve
https://netzfrauen.org/2019/07/29/brazil-3/

<Die Spannungen im Amazonasgebiet nehmen zu, da der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro gegen Schutzgebiete ist und diese für den Bergbau öffnet. ‚ES HERRSCHT KRIEG‘ in  Brasiliens Amazonasgebiet. Schwerbewaffnete Goldminenarbeiter sind in ein abgelegenes indigenes Reservat in Nordbrasilien eingedrungen und haben einen ihrer Häuptlinge erstochen. In Brasilien ist ein stiller Genozid im Gang und die Welt schaut zu. Bereits nach der Machtübernahme durch die Regierung von Michel Temer entwickelte sich Brasilien, auch mit Unterstützung aus Europa, zu einem Polizeistaat. Brasilien ist der größte wirtschaftliche Standort außerhalb Deutschlands, mit rund 1300 vor allem im Großraum São Paulo ansässigen deutschen Firmen. Brasilien ist zudem Deutschlands größter Handelspartner in Lateinamerika. Ein Völkermord findet statt,  um Platz für eine großflächige Landwirtschaft zu schaffen oder für den Abbau von Rohstoffen, die im Amazonasgebiet vermutet werden, auch für Europa. Bereits bei seiner Ankunft beim G20 Gipfel in Japan erklärte der brasilianische Präsident Bolsonaro, er werde es im Gegensatz zu seinen „Vorgängern“ nicht akzeptieren, „von anderen Ländern bevormundet zu werden“. Auch sagte er, dass Deutsche von Brasilien lernen können, denn die  deutsche Industrie setzt weiter auf fossile Brennstoffe, Brasilien würde dies nicht tun.Und trotz aller Kritik über den rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro,haben sich die EU und die Mercosur-Mitgliedsländer, darunter auch Brasilien nach mehr als zwei Jahrzehnten auf ein Abkommen geeinigt. Damit schaffen sie die größte Freihandelszone der Welt. Zur gleichen Zeit schickt Präsident Jair Bolsonaro schwer bewaffnete Männer in den Amazonas, um den Regenwald zu plündern.

Brasiliens Ureinwohner: Bergleute töten einen bei der Invasion der Schutzgebiete

Sie gelten als Wächter des Amazonas, doch sie können sich selber nicht schützen. Etwa 50 schwerbewaffnete Goldminenarbeiter sind in ihr Gebiet eingedrungen, ein Reservat in Nordbrasilien und haben einen ihrer Häuptlinge erstochen. Sie wurden von 50 bewaffneten Männern angegriffen, die ihren Häuptling umbrachten. Die Goldminenarbeiter sind genau in diesem Reservat untergebracht. Viele befürchten ein Blutbad und, dass diese Wächter des Amazonas, der Stamm der Wajapi, umgebracht werden.

„Dies ist die erste gewaltsame Invasion seit 30 Jahren seit der Abgrenzung der indigenen Schutzgebiete in Amapá“, sagte Senator Rodolfe Rodrigues gegenüber der Lokalzeitung Diário do Amapá und warnte vor einem „Blutbad“.

Der Ausverkauf von Brasilien hat begonnen

Bereits  kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten machte der rechtsextreme Jair Bolsonaro deutlich, dass er den radikalen Ausverkauf staatlichen Eigentums vorantreiben wird. Rund 100 staatseigene Unternehmen sollen privatisiert oder liquidiert werden. Auch die Schutzgebiete sollen zum Opfer fallen.

Erst vor kurzem hielt sich Entwicklungsminister Gerd Müller für einen einwöchigen Besuch in Brasilien auf. Er diskutierte mit Brasiliens Regierung den Schutz des Amazonaswald, Freihandelsabkommen und zukünftige Zusammenarbeit. Auch stellt die Bundesregierung Gelder für die Erhaltung des Regenwalds zur Verfügung.

Der Fonds fördert Projekte der amazonischen Bundesstaaten, von Umweltbehörden, Forschungseinrichtungen, Organisationen der Zivilgesellschaft und indigener Völker. Etwa 60 Prozent der Mittel wurden bis dato in Projekte der Bundesregierung und der Bundesstaaten investiert. Ziel des Amazonienfonds ist es, die illegale Entwaldung zu bekämpfen und die nachhaltige Nutzung des Regenwaldes voranzutreiben. Neben Norwegen als größtem Geldgeber (1,2 Milliarden US-Dollar, 94 Prozent des Gesamtvolumens), stellte Deutschland seit 2008 über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bisher 55 Millionen Euro (5 Prozent) bereit.

Was nicht erwähnt wird: Deutschland importiert den größten Teil des Sojas aus Lateinamerika.  Dieses Soja, meist genmanipuliert, wird für die Aufzucht von Hühnern, Schweinen und Rinder bzw. für die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten eingesetzt. Um diese Menge an Soja produzieren zu können, werden Wälder gerodet und abgebrannt. Siehe:Was die deutsche subventionierte Fleisch- und Milchindustrie an Umweltzerstörung in anderen Ländern verursacht

Wir hatten bereits über den  grausamen Mord der brasilianischen Menschenrechtsverteidigerin Dilma Ferreira Silva, ihres Mannes und eines Freundes berichtet. Sie wurden gefoltert und ermordet. Dilma wurde nur 47 Jahre alt. Sie war wie auch die ermordete Berta Cáceres aus Honduras, Kämpferin gegen die Vertreibung der Menschen durch den Bau von Staudämmen. Auch Dilma Ferreira Silva hatte sich seit Jahren für die Rechte jener Menschen eingesetzt, die gewaltsam vertrieben wurden und ihre Heimat verlassen mussten. Sie erinnern sich sicher an den Jahrzehnte andauernden Kampf gegen den Staudamm Belo Monte. Die dort lebenden indigenen Völker sagten immer: Euer Profit zerstört unser Leben. Wie Recht sie hatten! Wer sich dagegen stellt, wie Dilma, wird ermordet. Diese Morde bekommen in Deutschland keine Aufmerksamkeit, denn oft sind es auch deutsche Konzerne, die von diesen Projekten profitieren. Siehe:Brasilien – wieder eine Menschenrechtsaktivistin gefoltert und brutal ermordet – R.I.P. Dilma Ferreira Silva

Präsident Jair Bolsonaro hat sich im Lauf seiner politischen Karriere immer wieder kritisch oder gar abwertend über die Landlosenbewegung geäußert, zu der Dilma Ferreira Silva gehörte, bevor sie ermordet wurde.  Im ersten Interview nach seinem Amtsantritt erklärte er, Besetzungen durch die MST künftig nicht mehr zu dulden.

Seitdem sind bereits weitere Aktivisten grausam ermordet worden – es ist ein brutaler Krieg, der von dem dem rechtsradikalen Jair Bolsonaro geführt wird. Siehe auch:Unglaublich, das muss verhindert werden! Ölbohrungen im Korallenriff in Brasilien! – Save ABROLHOS Brazil! Ministry orders IBAMA to release oil near coral reef!

Präsident Bolsonaro gab bekannt, für einen der 47 Sitze im UN-Menschenrechtsrat zu kandidieren.

Trotz der vielen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen will er für den UN-Menschenrechtsrat kandidieren. Man muss befürchten, nachdem bereits Saudi Arabien zum Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsrat gewählt wurde und auch ausgerechnet Senegal, dass ihm das auch noch gelingen wird.

Erst im Juli 2019 nominierte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seinen Sohn Eduardo für das Amt des Botschafters in Washington, USA. Botschaftsangehörige betrachten die Entsendung indes „mit Sorge bis hin zu Panik“, berichtet die Zeitung Folha de São Paulo unter Berufung auf Diplomatenkreise. Diplomaten am Sitz der Vereinten Nationen (UN) in New York befürchten, dass die Entsendung Eduardo Bolsonaros nach Washington darauf abziele, maßgeblich Einfluss auf Brasiliens Diplomatie bei den UN zu nehmen. Insbesondere bei den Themen Menschenrechte, Umwelt, Gender, Ungleichheit und Indigenenschutz werde der „Aufpasser Eduardo“ versuchen, Brasiliens bisherige, auf Kooperation und Minderheitenschutz fokussierte Außenpolitik zu beenden. Stattdessen werde er das Land noch mehr auf eine Linie mit den USA bringen, schreibt die Folha.

Die Spannungen im Amazonasgebiet nehmen zu – in Brasilien ist ein stiller Genozid im Gang und die Welt schaut zu!

Europa nimmt einen Krieg um die Rohstoffe in Brasilien in Kauf! In diesem Krieg gegen die Bevölkerung gibt es bereits viele Tote, darunter die indigene  Creuza Guarani und die Menschenrechtlerin Marielle Francom, die sich gegen Militärdikatur und Polizeigewalt gestellt hatte. Welche Auswirkungen es hat, wenn Konzerne an die Macht kommen, wird an Brasilien deutlich.

Als die 50 gewaltbereiten Goldminenarbeiter das Dorf der Wajãpi im Bundesstaat Amapá überfielen, flohen sie vor Angst, und es gab Bedenken, dass gewaltsame Zusammenstöße ausbrechen könnten, wenn sie versuchen würden, das goldreiche Land zurückzugewinnen.

Ein Anführer des Stammes der Wajãpi wurde in Brasilien ermordet.

Emyra Wajãpis Leiche wurde am 23. Juli 2019 von Mitgliedern des Stammes gefunden. APINA , die Vereinigung der Wajãpi-Dörfer, hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, dass kein Wajãpi Zeuge des Mordes gewesen sei, sie jedoch glauben, Emyra sei am Vortag von Außenstehenden getötet worden.

Am 26. Juli 2019 berichteten die Wajãpi der Gemeinde Yvytotõ – in der Region, in der der Mord begangen wurde -, dass schwer bewaffnete Goldminenarbeiter in ihr Dorf eingedrungen waren. Die Bergleute drohten ihnen und besetzten gewaltsam ein Wajãpi-Haus. Die gesamte Gemeinde floh in ein Nachbardorf, das der Bundespolizei ein SOS zur Hilfe sandte . Eine Polizeieinheit traf am 28. Juli im Gebiet von Wajãpi ein.

COIAB, die Koordination indigener Organisationen des brasilianischen Amazonas, veröffentlichte eine Erklärung, in der sie ihre Empörung über die Invasion indigener Gebiete zum Ausdruck brachte, die ihrer Ansicht nach „durch die verantwortungslose und autoritäre Haltung der gegenwärtigen Regierung“ – insbesondere von Präsident Bolsonaro – und seiner Regierung gefördert wird. Es ist ein Angriff auf die Rechte der ersten Völker dieses Landes.

Das Guarani-Volk im Zentralwesten Brasiliens sagte: „Wir fordern alle auf, gemeinsam mit den Indigenen gegen den Völkermordanschlag zu kämpfen, der derzeit stattfindet und der von der gegenwärtigen Regierung gefördert wird.

Der Vorfall scheint die schlimmsten Befürchtungen für das Schicksal der geschützten indigenen Gebiete Brasiliens zu bestätigen, berichtet Julia Carneiro von der BBC in Rio.


Die 1.200 Mitglieder der Gemeinde Wajãpi leben in Dutzenden von Dörfern in einem 600.000 Hektar großen Naturschutzgebiet in Amapá, in der Nähe von Französisch-Guayana.

Zuvor am Samstag sagte der brasilianische Präsident, einige der indigenen Gebiete befänden sich auf „sehr reichem [mineralischem] Land“ und er suche „nach der“ ersten Welt „, um diese Gebiete zu erkunden, so O Globo Zeitung (in Portugiesisch).

„Das ist der Grund für meine Entscheidung, näher an die USA heranzukommen. Deshalb möchte ich eine Vertrauensperson für die Botschaft in den USA“, sagte Herr Bolsonaro, der seinen eigenen Sohn Eduardo, der auch Kongressabgeordneter ist, zum Botschafter ernennen möchte. Er hat die Ereignisse in Amapá nicht kommentiert.

 Brasilien ist gemessen an seinen Ressourcen wohl das reichste Land der Welt: Gold, Uran, Diamanten, Gas, Öl, Nickel und vieles mehr.

Eines der Ziele des ultrarechten Jair Bolsanaro ist, die Wirtschaft zu stärken. Und: Der Amazonas-Regenwald soll gerodet werden! Alles, was ihm im Weg steht, wird vernichtet.>

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Epoch Times online, Logo

24.8.2019: Kakao zerstört den Regenwald - Schokolade provoziert Sklaverei:
Das schmutzige Geschäft mit Kakao & Co: Cargill ist „das schlimmste Unternehmen der Welt“
https://www.epochtimes.de/politik/welt/das-schmutzige-geschaeft-mit-kakao-co-cargill-ist-das-schlimmste-unternehmen-der-welt-a2980345.html



<Sklaverei, Zerstörung des Regenwaldes, Lebensmittelskandal - Millionen von Verbrauchern sind unbewusst an den schmutzigen Machenschaften des Agrarkonzerns Cargill beteiligt.

In seiner 40-jährigen Karriere im Kongress hat er eine Reihe von Unternehmen unter die Lupe genommen, die sich mit missbräuchlichen Praktiken befasst haben. Henry A. Waxmann, Kongressabgeordneter und Vorsitzender der Umweltschutzorganisation Mighty Earthsagte schreibt in seinem Bericht über den Agrarkonzern Cargill: „Ich habe die schädlichen Auswirkungen von Unternehmen, die ihre Ethik nicht in die Praxis umsetzen, aus erster Hand gesehen. Aber Cargill fällt auf.“

Noch im Jahr 2014 lobte sein Team das Unternehmen, als sich der Vorstandsvorsitzende David MacLennan verpflichtet hatte, die Entwaldung im gesamten Unternehmen bis 2020 zu beenden und später die Kakaobeschaffung innerhalb von Nationalparks einzustellen.

Echte Veränderungen traten jedoch nicht ein. Im Gegenteil: Mit dem von Cargill vorgelegten „Soja-Aktionsplan“ soll beispielsweise Lieferanten ermöglicht werden, die Entwaldung fortzusetzen – gegensätzlich zu der Verpflichtung, die MacLennan eingegangen war.

Indigene Völker, die von Wäldern abhängig sind, wurden aus ihren traditionellen Gebieten vertrieben, ihr Land wurde in Sojaplantagen umgewandelt. Es gab einen starken Anstieg von Krebs, Geburtsfehlern, Fehlgeburten und anderen Krankheiten im Zusammenhang mit Pestiziden und Herbiziden, die für den Anbau von Soja verwendet wurden.

Wohlstand und Armut

Das Unternehmen habe den Planeten geplündert und seine Arbeiter und Bauern betrogen. Gleichzeitig habe das Unternehmen genug Wohlstand geschaffen, um mehr Milliardäre hervorzubringen als in jeder anderen Familie der Welt. In dem Bericht heißt es:

Das schlimmste Unternehmen der Welt. Wir erkennen an, dass dies eine kühne Behauptung ist. Aber wenn es darum geht, die wichtigsten Probleme unserer Welt anzugehen, einschließlich der Zerstörung der natürlichen Umwelt, der Verschmutzung unserer Luft und unseres Wassers, der Erwärmung des Globus, der Vertreibung indigener Völker, der Kinderarbeit und der globalen Armut, ist Cargill nicht nur konsequent auf dem letzten Platz, sondern treibt diese Probleme in einem Ausmaß voran, das ihre engsten Konkurrenten in den Schatten stellt.“

Cargill sei der Gigant des globalen Systems der industriellen Landwirtschaft, ein System, das große Teile des Planeten in chemisch abhängige Monokulturen im industriellen Maßstab umwandelt, um billiges Fleisch, Palmöl und Schokolade zu produzieren.

Abfall statt Rindfleisch

Cargill hatte im vergangenen Jahr versucht, 70 Tonnen verseuchtes Rindfleisch an Supermärkte zu verteilen.

Durch grobe Fahrlässigkeit trat nach Ermittlungen der „New York Times“ – für die die Zeitung 2009 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde – der besonders virulente Bakterientamm E.coli =157_H7 auf. Das angebotene „Rindfleisch“ bestand aus einem Mix von Schlachthofabfällen und püreeartigen Abfallprodukten. Es wurden mit Ammoniak behandelt, um Bakterien abzutöten.

Kakaoplantagen zerstören Lebensräume

Ghana und Côte d’Ivoire sind die beiden größten Kakaoproduktionsländer der Welt, und in beiden Ländern war der Kakaomarkt die Hauptursache der Zerstörung der Wälder. Schimpansen und andere wildlebende Tiere wurden durch die Umwandlung von Wäldern in Kakaofarmen vertrieben und getötet. In Côte d’Ivoire sind nur noch 400 Elefanten von einer ursprünglichen Population von Zehntausenden übrig.

Die Untersuchung von Mighty Earth ergab, dass Cargill jahrelang dazu beigetragen hat, die Zerstörung der Wälder dieser Länder voranzutreiben, um billigen Kakao anzubauen. Kakao, der durch die illegale Rodung von geschützten Wäldern und Nationalparks angebaut wurde, war Standard. In Côte d’Ivoire stammten schätzungsweise 30% des Kakaos aus Nationalparks und anderen Schutzgebieten.

In mehr als zwanzig dieser Nationalparks und Schutzgebiete wurden bereits 90 Prozent der Flächen oder mehr für den Kakaoanbau genutzt. Zwischen 2001 und 2014 verlor Ghana 7.000 Quadratkilometer Wald oder etwa zehn Prozent seiner gesamten Waldflächen, einschließlich etwa 62.500 Hektar Naturschutzgebiete. Ungefähr ein Viertel dieser Abholzung war mit der Schokoladenindustrie verbunden.

Cargill entschied sich dafür, Kakao zu kaufen, ohne seine Herkunft zu hinterfragen. Anschließend verkauften sie diesen Kakao an die weltweit führenden Schokoladenunternehmen. Millionen von Verbrauchern waren unwissentlich an der Zerstörung der Parks, Wälder, Elefanten und Schimpansen Westafrikas beteiligt.

Kinderarbeit und Sklaverei

Bis 2015 waren schätzungsweise 2,12 Millionen westafrikanische Kinder noch mit der Ernte beschäftigt. Fast 96 Prozent dieser Kinderarbeiter in Ghana und an der Elfenbeinküste waren an gefährlichen Arbeiten beteiligt.

Cargill stimmte zu, die „schlimmsten Formen“ der Kinderarbeit bezüglich der Kakaogewinnung bis 2020 lediglich um 70 Prozent zu reduzieren – und nicht etwa auszurotten, beklagt Waxmann.

Im Juli 2005 wurde Cargill verklagt, weil das Unternehmen Kinder aus Mali nach Côte d’Ivoire verschleppt hatte. Dort mussten die Kinder 12 bis 14 Stunden täglich arbeiten, ohne Lohn, mit wenig Essen und wenig Schlaf. Dafür gab es häufig Schläge.

Statement von Cargill

Auf seiner deutschen Homepage wirbt Cargill für Nachhaltigkeit und Menschenrechte. Hier heißt es:

Wir schützen Wälder, fördern nachhaltige Landwirtschaft, verringern unsere Auswirkung auf die Umwelt, helfen Landwirten, sich an die wechselhaften Klimabedingungen anzupassen, und arbeiten daran, Wasser zu sparen, die Wasserqualität zu verbessern und den Zugang zu sauberem Wasser zu fördern.“

Zudem verpflichte sich Cargill zur Achtung der Menschenrechte. Menschen würden mit „Würde und Respekt“ behandelt. Cargill dulde unter „keinen Umständen“ Menschenhandel, Zwangsarbeit oder Kinderarbeit. Daher habe sich die Firma verpflichtet: „Kinderarbeit innerhalb unserer Kakao-Lieferketten abzuschaffen und haben einen strategischen Aktionsplan entwickelt, der bis 2025 umgesetzt sein soll“.

Unter dem Motto vom „Hof bis zum Tisch“ sei Cargill an zahlreichen Lebensmittelversorgungsketten auf der ganzen Welt beteiligt, Lebensmittelsicherheit stehe im Mittelpunkt aller Aktivitäten.

Petition im Internet

„Cargill hat heute einen größeren Einfluss als viele Regierungen auf das Schicksal unserer Welt“, besagt der Bericht der Umweltorganisation Mighty Earth. Auf „Noizz.de“ steht dazu: „Erst wenn Großkunden wie McDonalds, Burger King, Aldi, Edeka, Danone, Walmart, Nestlé, Unilever, Kellogg’s und die Supermarktkonzerne auf Cargill einwirken, könne sich etwas ändern.“

Der Verein „Rettet den Regenwald“ hat eine Petition ins Leben gerufen. Sie appelliert an Händler und Lebensmitteldiscounter:

Cargill ist verantwortlich für massive Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen. Das muss ein Ende haben! Bitte kaufen Sie nichts mehr von Cargill.“>

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INFOsperber
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24.8.2019: Der Urwald-Holocaust in Brasilien, Afrika und Indonesien: Die Rothschild-Industriegesellschaft vernichtet seit 2011 weltweit die Wälder für Palmöl und Soja - die Welt dreht sich den Sauerstoff ab (!!!):
In Brasiliens Amazonas-Becken verbrennt die Lunge der Welt.
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Amazonas

Abgebrannter Urwald im
                            Amazonas in Brasilien 2019
Abgebrannter Urwald im Amazonas in Brasilien 2019 [1]

Fototext: Weltweiter Waldverlust 2017 in km2: 294.000km2 - Fläche Italiens mit Sizilien+Sardinien: 301.340 km2

<Gabor Steingart / 24. Aug 2019 - Es brennt: für einmal nicht nur politisch, sondern auch im wörtlichen Sinne des Wortes. Der brasilianische Urwald steht in Flammen.

Red. Im Hinblick auf das G-7-Treffen, das heute Samstag in Südfrankreich beginnt, machte Gabor Steingart gestern in seinem «Morning Briefing» einige wichtige Hinweise auf das Ausmass der Katastrophe.

Das am Samstag beginnende G-7-Treffen der Staats- und Regierungschefs im französischen Biarritz wird überschattet von den verheerenden Waldbränden in weiten Teilen des Amazonas-Regenwalds. Die Welt erlebt den Triumph der Wirklichkeit über das Wollen.

Während die Staatenlenker im Luxushotel «Hôtel du Palais» im Nobelbadeort der französischen Elite tagen, verbrennen edle Tropenhölzer und verkohlen seltene Wildtiere. Der Glaube an eine bessere Welt hat Feuer gefangen.

Derzeit brennen ausweislich der Satellitenbilder des brasilianischen Raumfahrtforschungszentrums Inpe an rund 71'400 unterschiedlichen Stellen die Wälder. Zwischen 2011 und 2017 wurde bereits ein Waldgebiet geopfert, das fünf Mal der Fläche Deutschlands entspricht. Die Prognose bis zum Jahr 2050 sieht ähnlich düster aus.

Waldverlust weltweit

Die «Grossen Sieben» sind in ihrer Ohnmacht vereint. Was wir in Biarritz erleben werden, ist ein Treffen der Opfer, derweil die Täter nur schwer zu packen sind:

  • Einer von ihnen sitzt im Regierungspalast in Brasiliens Hauptstadt Brasília. Präsident Jair Bolsonaro, der sich selbst «Kapitän Kettensäge» nennt, hat die Rodung zum Teil seiner politischen Agenda gemacht.

  • Die Täter sind aber auch in den Armutsgebieten des Kongos zu finden, wo die Farmer «Fire Days» veranstalten, um sich neue Anbauflächen als Ersatz für ihre ausgelaugten Böden zu beschaffen.

  • Und sie arbeiten für die westlichen Lebensmittelkonzerne, die Produkte der entwaldeten Flächen, vor allem Palmöl und Soja, dankend abnehmen. Mit dem westlichen Wohlstand steigt die Nachfrage.

    Die Welt scheint in Suizidstimmung zu sein. Man könnte meinen, die Menschheit dreht sich mit feierlicher Miene selbst den Sauerstoff ab. Obwohl der Regenwald heute nur noch auf rund sieben Prozent der Erdoberfläche wächst, wird gebrandschatzt, als gäbe es kein Morgen.

  • Dabei absorbieren die Regenwälder weltweit rund 30 Prozent des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen. Das sind mehr als elf Milliarden Tonnen pro Jahr.

  • Dabei verwandeln Bäume das Klimagift Kohlendioxid (CO2) mithilfe des Sonnenlichts in Sauerstoff: Eine 150 Jahre alte Buche beispielsweise produziert jeden Tag rund 11'000 Liter Sauerstoff. Das entspricht etwa dem Tagesbedarf von 26 Menschen.

  • Dabei kommt es durch die Waldbrände zur beschleunigten Erderwärmung. Bei der Verbrennung wird der in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff als CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Mit jedem abgebrannten Hektar tropischen Regenwalds sind es rund 220 Tonnen.

    Es gibt jedoch Alternativen zur Apokalypse. So rät Bård Harstad, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oslo und zweimaliger Gewinner des Erik-Kempe-Preises, künftige Handelsabkommen zwischen Industrieländern und Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und andere) mit dem Erhalt des Regenwaldes zu verknüpfen. Es wäre also ein ökologisch motiviertes Sanktionsregime zu installieren, das in der Nicht-Exportfähigkeit der Sünderstaaten enden kann.

    Doch die G-7-Gruppe ist noch in der Orientierungsphase: grosse Ambition, kein Plan. Viel Rauch und mitten drin das Nichts. Gut, dass bereits im Vorfeld des Gipfeltreffens verabredet wurde, auf ein Schluss-Communiqué zu verzichten.>

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    27.8.2019: Urwald brennt in Afrika, Süd-"Amerika", Indonesien - und Kongo meint, es brauche keinen Nationalpark mehr etc.:
    Die Welt steht in Flammen – In Angola und im Kongo brennt mehr kostbarer Regenwald, für den Profit, als im Amazonas – The world is going up in flames!

    Die Erde brennt und das ist nicht übertrieben. Denn während die Welt nach Brasilien schaut, brennen weltweit die Wälder dieser Erde. Ob in Lateinamerika, Afrika, Australien, Asien oder in Europa. Allein in Alaska wurden in den vergangenen Monaten rund 700 Brände gezählt.In Sibirien steht eine riesige Fläche in Flammen. Auch in Indonesien brennen die Regenwälder lichterloh und Indonesien hat bereits in vielen Regionen den Notstand ausgerufen. Die Tausenden von Bränden im brasilianischen Amazonas haben eine weltweite Beachtung gefunden, sowohl in den Medien als auch im Internet. Doch nicht nur der Amazonas-Regenwald brennt, sondern noch mehr Brände sind laut einer aktuellen Karte in Angola und im Kongo zu verzeichnen. Der Kongo-Regenwald ist der zweitgrößte Regenwald der Welt und eine lebenswichtige Kohlenstoffsenke, die den Klimawandel verlangsamen kann. Erst vor zwei Jahren  wurde im Kongo-Regenwald ein Moor entdeckt, das ungefähr so ​​groß wie England ist. Die Bedeutung des Schutzes von Regenwäldern und Mooren wie im Kongo-Flussbecken ist in Indonesien zu sehen. Riesige Mengen an Regenwald und Mooren werden abgeholzt, entwässert und gerodet, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen – alles im Namen des Wachstums. Erst letztes Jahr wurde bekannt, dass Kongo in Nationalparks nach Öl bohren und den weltweit größten Regenwald den Holzfällern überlassen will. Wie der Amazonas-Regenwald ist auch das Kongobecken in Afrika als eine der Lungen der Erde bekannt. Weiterlesen →

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    Bolivien
    29.8.2019: Kriminelle Politik von Präsident Morales: Regenwald wird abgefackelt - neue Viehweiden für die Armen:
    Bolivien: Ökosozialist Morales lässt Regenwald abfackeln – Europa aber schweigt
    https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2019/08/29/bolivien-oekosozialist-morales-laesst-regenwald-abfackeln-europa-aber-schweigt/

    <Von Reinhard Werner

    In Bolivien hat der sozialistische Präsident und UN-prämierte „World Hero of Mother Earth“ Evo Morales ein Dekret in Kraft gesetzt, das groß angelegte Brandrodungen im Osten des Landes ermöglicht. Die Bauern nehmen das Geschenk bereitwillig an. Die Anteilnahme der Weltöffentlichkeit hält sich demgegenüber in Grenzen.

    Politiker und Medien in Europa liefern sich zurzeit einen Wettlauf gut inszenierter Empörung über Brände in Brasiliens Amazonasregion, die in ihrem Ausmaß zwar nicht über dem aktuellen 20-Jahres-Durchschnitt liegen, vor dem Hintergrund der Wahl des rechtskonservativen Jair Bolsonaro ins Präsidentenamt aber auch ein willkommenes Feindbild bedienen.

    Auffallend still ist es hingegen um andere Länder, vorwiegend auf der Südhalbkugel, die derzeit ebenfalls von Bränden betroffen sind. Zu diesen zählen – neben Staaten in Subsahara-Afrika und Südostasien – auch Peru oder Paraguay. Am stärksten wüten die Brände aktuellen Satellitenaufnahmen der NASA zufolge in Bolivien.

    „Rechte der Erde verankern“

    Seit 2006 regiert dort mit Evo Morales ein bekennender Ökosozialist, zu dessen politischen Vorbildern unter anderem der ehemalige venezolanische Diktator Hugo Chavez zählt. Sein politisches Portfolio lässt nichts aus, was zum Kernbestand linksgrüner Politik gehört und Morales hat in seiner bisherigen Zeit vieles umgesetzt, wovon progressive Kräfte auch in Deutschland träumen: Verstaatlichung des Erdöl- und Erdgassektors, von Bodenschätzen, dem Verkehrswesen und großen Industrien, eine Landreform und Zurückdrängung der Katholischen Kirche.

    Auch Klassiker wie Antiamerikanismus und Hasstiraden gegen Israel oder den „Neoliberalismus“ vor der UNO durften nicht fehlen. Hingegen bezeichnete Morales die Kinderarbeit als „Teil der nationalen Kultur Boliviens“, die dazu beitrage, dass sich bei den Kindern ein soziales Bewusstsein entwickle. Entsprechend setzte Morales ein Gesetz durch, dass diese ab zehn Jahren erlaubt, wobei es lediglich einige Einschränkungen gibt, die einem Missbrauch vorbeugen sollen.

    Im Oktober 2009 wurde Morales von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum „World Hero of Mother Earth“ ernannt. Vor den Vereinten Nationen forderte er, die „Rechte der Erde“ als verbindliche Vorgaben für Regierungen auf der ganzen Welt zu verankern. Im eigenen Land verbot er den Anbau genetisch modifizierter Organismen, was – zum Leidwesen Ökologiebewegter in den westlichen Industrieländern – zu einem weltweiten Anstieg der Sojapreise führte. 

    Schwul machende Hähnchen und Werkzeuge des Imperialismus

    Im April 2010 fiel der „starke Mann“ Boliviens erstmals in Teilen der Ökologiebewegung in Ungnade, als er auf der Klimakonferenz von Cochabamba erklärte, dass der Verzehr von Hühnerfleisch wegen dessen vermeintlicher Überfrachtung mit weiblichen Hormonen junge Männer schwul machen könne.

    Im Jahr 2013 komplimentierte Morales erstmals deutsche NGOs und Verantwortliche für Entwicklungszusammenarbeit aus dem Land, denen er „Öko-Imperialismus“ und Einmischung in die inneren Angelegenheiten seines Landes vorwarf. Er und Ecuadors damaliger sozialistischer Staatschef Rafael Correa verurteilten damals in einer gemeinsamen Pressekonferenz „fundamentalistische Umweltschützer“ als „Werkzeuge des Imperialismus“. Fanatische Umweltideologie, so betonten beide sozialistische Präsidenten damals, dürfe nicht die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen behindern.

    Am 9. Juli hat Morales nun das Dekret 3973 verabschiedet, das als Schlüsselfaktor für das derzeitige intensive Brandgeschehen gilt. Anlässlich einer Pressekonferenz während der Verkündung des Dekrets erklärte es Morales zum „Recht des bolivianischen Volkes“, den Urwald zu „lichten“, damit durch kontrollierte Brandrodung das Wachstum der bolivianischen Landwirtschaft sichergestellt werden könne.

    Seither, so schreibt Wolfram Weimer auf n-tv unter Berufung auf die Zeitung „El Deber“, seien mindestens 500 000 Hektar Waldes schwerpunktmäßig im Osten des Landes beseitigt worden. Öffentliche Kritik vonseiten örtlicher Lokalpolitiker der Opposition hatte Einschüchterungsmaßnahmen vonseiten der Regierung zur Folge.

    Vorwahlgeschenk an verarmte Bauern - [Viehwirtschaft vernichtet den Regenwald]

    Diese verkauft das Dekret als „sozialistische Errungenschaft“. Die Brandrodungen sollen insbesondere der armen Landbevölkerung der Regionen Beni und Santa Cruz den Zugang zur Viehwirtschaft ermöglichen. Seit 2005 sollen im bolivianischen Amazonasgebiet NGOs zufolge bereits mehrere Millionen Hektar Waldfläche verlorengegangen sein. Auch was die Ablehnung ausländischer Hilfe anbelangt, hat sich Morales diesbezüglich bereits vor Bolsonaro kritisch geäußert.

    Weimer sieht einen Zusammenhang zwischen dem Dekret und der von Morales angestrebten Wiederwahl im Oktober. Der Ökosozialist war erst mit einem Referendum gescheitert, mit dem er die Verfassung ändern lassen wollte – um ihm eine vierte Amtszeit zu ermöglichen. Anschließend erklärte er dieses für nichtig, nachdem er sich durch das Verfassungsgericht attestieren ließ, dass ein erzwungener Kandidaturverzicht seine Menschenrechte verletzen würde.

    Die nunmehrige Rodungspolitik soll Morales in Anbetracht zu erwartender knapper Mehrheitsverhältnisse ein nochmaliges Durchstarten ermöglichen. Im Unterschied zur Situation in Brasilien reicht das internationale Interesse nicht aus, um Bolivien auf die G7-Tagesordnung zu setzen oder medial den Fokus darauf zu richten. Ein „Weltheld von Mutter Erde“ als Regenwald-Kahlschläger – das passt nicht so recht in linksliberale Wahrheitssysteme.>

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    Paraguay 29.8.2019: Regenwald an der Grenze zu Brasilien ist vernichtet - geschützte Feuchtwaldgebiete wurden abgefackelt:
    Paraguay: Das Land, in dem Soja für Europa tötet, geht in Flammen auf! – The world is going up in flames! – Paraguay battles fires in protected wetland region


    In den letzten Wochen haben Waldbrände weite Teile Südamerikas heimgesucht, auch in Paraguay, wo Flammen Zehntausende Hektar geschützter Feuchtgebiete und andere Gebiete zerstört haben. Doch warum unternehmen die Regierungsoberhäupter nichts gegen diese Brände? Denn auch in Paraguay waren bereits Zehntausende Hektar zerstört, als Umweltschützer die Regierung aufforderten, verstärkt gegen die Brände vorzugehen. Die EU ist der viertgrößte Handelspartner von Paraguay nach Brasilien, China und Argentinien.

    [Paraguay=Soya-Sklave der Ersten Welt]

    80 Prozent der Ackerfläche in Paraguay sind mit Soja bepflanzt.  2% der Bevölkerung besitzen 85% an Grundbesitz. Vor Jahrzehnten hatte Paraguay noch neun Millionen Hektar Waldfläche, jetzt sind es gerade mal nur noch 1 Million Hektar. Seit Mitte August hat Paraguay rund 40.000 Hektar Wald verloren. In der Grenzregion zu Brasilien wurde der Regenwald abgeholzt und durch Sojafelder ersetzt. Jetzt gehen die wichtigen verbliebenen Feuchtgebiete in Flammen auf. Die EU vergibt Milliarden Euro an Entwicklungshilfe und fördert auch Paraguay. Hier unter anderem mit Millionen Euro das dortige Landwirtschaftsministerium. Wenn also absichtlich Brände gelegt werden, um Flächen für Landwirtschaft zu gewinnen, wäre es ein leichtes, diese Fördergelder aus der EU zu stoppen, wenn man wollte. Doch was viele nicht wissen: Paraguay exportiert Fleisch und genau dafür gibt es auch die Fördergelder. Und nicht nur Fleisch kommt aus Paraguay, sondern auch Soja für die subventionierte Fleisch- und Milchproduktion in Deutschland. Daran verdienen auch die großen Chemiekonzerne, denn die verkaufen Saatgut incl. Pestizide in Paraguay. Aus Paraguay heißt es, dass Monsanto exklusives GM-Soja für Chaco herstellen wird, eine Region in Paraguay.  Wen interessiert es dann noch, dass kostbare Natur in Flammen aufgeht. Nur der Profit zählt! Weiterlesen →

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    30.8.2019: Sauerstoff für Menschen kommt aus dem Meer - Wald produziert Sauerstoff für sich selbst - wichtig für Artenvielfalt:
    Der Mythos um den Amazonas: Ist er wirklich die Lunge der Welt?
    https://de.sputniknews.com/wissen/20190830325673071-amazonas-welt-lunge-mythos/

    <Seit mehreren Wochen erhalten die Brände im Amazonas große mediale Aufmerksamkeit. In Tweets und Aussagen wird dabei immer ein falscher Fakt zitiert: Der Amazonas produziere als Lunge der Welt über 20 Prozent des Sauerstoffs. Wie sich herausstellt, ist es nicht der Amazonas, der uns atmen lässt, wie die Zeitschrift „The Conversation“ erklärt.

    Seit mehreren Wochen erhalten die Brände im Amazonas große mediale Aufmerksamkeit. In Tweets und Aussagen wird dabei immer ein falscher Fakt zitiert: Der Amazonas produziere als Lunge der Welt über 20 Prozent des Sauerstoffs. Wie sich herausstellt, ist es nicht der Amazonas, der uns atmen lässt, wie die Zeitschrift „The Conversation“ erklärt.

    Die Brände im Amazonasregenwald sorgten in den letzten Wochen für weltweite mediale Aufmerksamkeit. Mit dem Antritt des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2019, versprach dieser den Umweltschutz in Bezug auf Waldrodungen im Amazonas-Gebiet zu reduzieren. Dieses Jahr hätten die Brände um 77 Prozent zugenommen, im Vergleich zum Vorjahr. Somit ist nicht nur einer der größten CO2-Speicher der Welt betroffen, sondern auch die Biodiversität gefährdet.

    Im Zusammenhang mit diesen Gefahren um die Zerstörung des Regenwalds, kommt auch ein anderer Punkt auf. Aus einem Tweet des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist zu entnehmen, dass der Amazonas die „Lunge der Welt“ sei, die 20 Prozent des Sauerstoffs produziere. Dies ist ein oft wiederholter Satz, der so nicht stimmt. Dass der Amazonas 20 Prozent des Sauerstoffs produziert, den wir einatmen, ist ein Mythos.

    Die Wahrheit

    [Der Sauerstoff kommt aus dem Meer]

    Der Forscher Scott Denning (Colorado State University) veröffentlichte in einem Artikel der unabhängigen Nachrichtenagentur „The Conversation“ den Hintergrund des Geschehens. Der Großteil des Sauerstoffs, den wir atmen, kommt aus dem Meer. Davon gäbe es auch noch genug in der Atmosphäre, um mehrere Millionen Jahre damit auszukommen.

    [Wälder produzieren Sauerstoff - für sich selbst]

    Natürlich spielen die Wälder eine wichtige Rolle bei der Sauerstoffproduktion. Doch der produzierte Sauerstoff ist nicht der, den wir einatmen. Denn den Sauerstoff, verbraucht der Wald selbst wieder komplett. Ob es Brände, Mikroben oder Insekten sind, die tote Blätter zersetzten: Alles braucht Sauerstoff. Somit kommt man nach Denning auf eine „Netto-Null“ – es wird gleichviel Sauerstoff konsumiert, wie produziert.

    [Die Ozeane haben Sauerstoff angereichert - so dass die Atmosphäre zu 21% aus Sauerstoff besteht]

    Woher kommt dann also der Sauerstoff, den wir atmen können? Organisches Material, das zu Meeresboden sinkt und dort nicht von Mikroben zersetzt wird, „lagert“ Sauerstoff ein. Es sei nur ein minimaler Bruchteil des atmosphärischen Sauerstoffs (Denning spricht von ungefähr 0.0001 Prozent). Über Millionen von Jahren hinweg konnte sich jedoch ein ganzes Sauerstofflager bilden, was wir jetzt nutzen. Mittlerweile besteht die Erdatmosphäre durch dieses Ungleichgewicht zu 21 Prozent aus O2.

    Denning betont die Gefahren, die solche Waldbrände mit sich tragen, zählt aber Sauerstoffverlust klar nicht dazu:

    „Sogar wenn alles organische Material der Erde auf einmal verbrennt, so würde nur ein Prozent des gesamten Sauerstoffs verloren gehen.“

    [Wälder sind wichtig für Biodiversität]

    Dennoch könne man die verheerenden Folgen wie den Verlust von Biodiversität und der kohlenstoffreichsten Flächen der Welt nicht abstreiten. Das alleine reiche aus, um gegen die Brände anzukämpfen.

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    RT Deutsch online, Logo

    30.8.2019: Bolivien: Präsident Morales hilft Feuer löschen: "Gemeinsame Verantwortung, Mutter Erde zu schützen"

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    Kronenzeitung online, Logo

    Brasilien 5.9.2019: Nun sind es 85.000 Brände im Amazonasbecken - Bolsonaros Dekret gegen Waldbrände nützt einen Scheiss:
    Keine EntwarnungWaldbrände im Amazonas halten Welt weiter in Atem
    https://www.krone.at/1990696

    <Im Amazonas-Becken liegt das größte tropische Waldgebiet der Welt. Es umfasst 5,5 Millionen Quadratkilometer und beherbergt einen beispiellosen, unbezahlbaren ökologischen Schatz. Doch dieser wird seit August durch gigantische Feuer bedroht. Mittlerweile ist eine Fläche von rund 43.600 Quadratkilometern betroffen.

    Zwar trat Ende August ein 60-tägiges Verbot des Abbrennens von Flächen in Kraft, welches von Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro mit einem landesweit geltenden Dekret angeordnet worden war. Umweltschützer jedoch bezweifelten die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme: „Die Leute, die ohne Genehmigung Feuer legen, werden sich nicht daran halten", hieß es. Kurz zuvor wurden drei Menschen festgenommen, die in einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Para mehr als 5.000 Hektar Wald abgebrannt haben sollen.

    Gleichzeitig wurden mehr als 1600 neue Brände festgestellt, nicht nur in Brasilien, auch in den Nachbarländern. Die Gesamtzahl seit Jahresbeginn stieg damit auf fast 85.000. Davon befanden sich rund die Hälfte im Amazonasgebiet. Besonders die brasilianische Regierung wurde scharf kritisiert, nicht energisch genug gegen die Feuer vorzugehen. Bolsonaro ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt den menschengemachten Klimawandel an. Umweltschützer machen Bolsonaro dafür verantwortlich, dass die Brände im Amazonasgebiet in diesem Jahr massiv zugenommen haben.

    Mitverantwortlich für die Feuer sind Vertreter der Agrar-Industrie, die für Futterpflanzen und Rinderfarmen Waldflächen vorsätzlich in Brand setzen. Nicht nur zahlreiche Stars rufen in sozialen Netzwerken dazu auf, Maßnahmen zu setzen. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert in einem Video auf, jetzt zu endlich handeln - der Druck auf den Regenwald müsse reduziert werden!

    Dazu zählt auch, Handelsabkommen wie den Mercosur-Pakt zu stoppen, der die Abholzung weiter vorantreiben wird. Der Amazonas ist mit fast sechs Millionen Quadratkilometern nicht nur der größte tropische Regenwald der Erde, sondern auch der größte CO2-Speicher der Welt. Ohne Regenwald haben wir keine Chance, die Klimaerhitzung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ohne Regenwald haben wir keine Zukunft.>

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    Infosperber online, Logo

    Bolivien 4.9.2019: Präsident Morales ist ein Fleisch-Mafioso wie jeder andere Präsident: Regenwald opfern für Fleischvieh - bald wird kein Wald mehr stehen wie in Argentinien:
    Boliviens Elite: Feuer und Flamme für den Fleischexport
    https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Bolivien-Feuer-und-Flamme-fur-den-Fleischexport

    Fototexte:

    1) «Evo Morales wird romantisiert»: Analystin Daniela Leyton Michovich (links), hier nach einer Podiumsdiskussion vergangene Woche in Quito, zusammen mit der ehemaligen Umweltministerin Brasiliens, Marina Silva. (Bild: mutantia.ch)
    2) Tiere in Not: Feuerwehrmänner flössen einem Vogel Wasser ein. (Bild: mutantia.ch)
    3) Atemschutz, Handschuhe, Stiefel, Trinkwasser: Freiwillige Helferinnen und Helfer versorgen die Löschtruppen im Brandgebiet mit Material. (Bild: mutantia.ch)

    4) Brandrodung in Bolivien: Der günstige und schnellste Weg, um neues Weideland zu schaffen

    Der Artikel:

    <Romano Paganini / 04. Sep 2019 - Die Brände in Brasilien, Bolivien und Paraguay dienen der Viehwirtschaft, der chinesischen Mittelschicht und dem Drogenhandel.

    Fünf Tage am Stück war Luis Pardo López nun in den Feuern rund um Chiquitina, im Südosten Boliviens. Der Besitzer eines Herrenmodegeschäfts in Cochabamba, Boliviens viertgrösster Stadt, ist einer von Hunderten Freiwilligen, die sich in den letzten Tagen im Andenstaat mobilisiert haben, um gegen die Waldbrände im Land vorzugehen. Weder wollten sie auf die Hilfe der Regierung warten noch vertrauen sie darauf, dass diese tatsächlich eintrifft. Schliesslich wüten die Feuer seit Anfang August, und es wurde kaum etwas dagegen unternommen. Trotz der Forderung der Zivilgesellschaft, endlich internationale Hilfe zuzulassen, verhielt sich die Regierung um Evo Morales über Wochen passiv. Bis ein grosses Tankflugzeug und Löschhelikopter aufgeboten wurden, verging sehr viel Zeit.

    Dabei brennt es nicht nur im Amazonas-Regenwald, sondern auch im Gran Chaco, einer Hunderte Quadratkilometer grossen Region mit verschiedenen Vegetationen, die sich von Argentinien über Paraguay bis nach Bolivien erstreckt. Chiquitina im Departament Santa Cruz, umgeben von der brasilianischen Grenze, ist Teil davon.

    Feuer gelegt mit alten Autoreifen - [Feuer werden mit Autoreifen und trockenen Baumstämmen gelegt - alle 25m eine Feuerstelle]

    Inzwischen sind über eine Million Hektaren Land verbrannt. Das entspricht einem Zehntel der Schweiz. Doch die tatsächlichen Auswirkungen dürften erst in ein paar Wochen ersichtlich werden. Denn noch immer sind viele Feuer nicht gelöscht. Einige brennen schon länger, andere sind neu hinzugekommen. «Das derzeitige Chaos», erklärt Luis Pardo via WhatsApp, «wird genutzt, um weitere Brände zu legen.» Der 33-Jährige, der zusammen mit seinen rund dreissig compañeros vor Ort ist, spricht von Feuern, die mit Hilfe von alten Autoreifen und trockenen Baumstämmen gelegt worden seien; alle 20 bis 25 Meter hätten sie entsprechende Feuerstellen gefunden. «Wir müssen dieses Desaster an die Öffentlichkeit tragen», sagt Pardo, müde vom Nachteinsatz. «Ich möchte, dass die Menschen wissen, was in meinem Land passiert.»

    Das wollen auch andere in Bolivien, etwa die StudentInnen der Kommunikationswissenschaften der Universität Cochabamba. Viele von ihnen sind junge Mütter, die ihrer Kinder wegen nicht ins Krisengebiet fahren können. Deshalb haben sie wie andernorts im Land eine WhatsApp-Gruppe organisiert, bestehend aus Freiwilligen, Feuerwehrfrauen und -männern, Hausfrauen, Veterinär-MedizinerInnen sowie nationalen und internationalen JournalistInnen. Es ist von Hilfslieferungen die Rede, von neuen Handschuhen, Gesichtsmasken, Stiefeln, Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Selbst wenn die WhatsApp-Mitteilungen zwischendurch etwas chaotisch wirken: Sie ermöglichen die rasche Kommunikation zwischen Stadt und Land, zwischen Versorgungszentren und Krisengebiet. Ausserdem zeigt es das Engagement aus der Zivilgesellschaft.

    [Verbrannte Tiere, vom Feuer eingeschlossene Ortschaften - Feuer legen mit Benzin+alten Autoreifen - Brandrodungen geraten ausser Kontrolle]

    Täglich laufen neue Bilder, Videos und Augenzeugen-Berichte in den Nachrichtenkanal: von verkohlten Wasserschweinen und Tapiren, von meterhohen Flammen und noch höheren Rauchschwaden. Auf einem der Videos sind HelferInnen zu sehen, die verzweifelt versuchen, von Hand ihre comunidad von der Feuersbrunst zu schützen. Die Polizei von Chiquitania hat am Dienstag zwei Männer festgenommen, die mit Benzin und alten Autoreifen weitere Flächen zu roden versuchten. Offenbar, so teilte der zuständige Polizeikommandant mit, hatten die Männer die Kontrolle über das Feuer verloren – wie andernorts auch.

    [Präsident Morales billigt "kontrollierte Brandrodung" per Gesetz - Morales setzt auf Fleischproduktion - dann ist bald KEIN Wald mehr da]

    Wie viel Kalkül tatsächlich hinter den Bränden steckt, ist schwierig zu sagen, zumal Brandrodungen in der betroffenen Region in dieser Jahreszeit Alltag sind. Allerdings wurden sie durch Evo Morales Anfang Juli zusätzlich legitimiert. Per Dekret hat der bolivianische Präsident kontrollierten Brandrodungen zugestimmt, um in Beni und Santa Cruz neue Landwirtschaftsflächen zu erschliessen – also genau dort, wo das Feuer derzeit wütet. «Wir haben die Aufgabe und die Mission, dass Bolivien wirtschaftlich wächst», sagte Evo Morales damals und forderte die Viehzüchter auf, moderne Kühlanlagen zu bauen, um bolivianisches Fleisch in die Welt exportieren zu können, konkret: nach China.

    Bolivien werde 2020 für 150 Millionen Dollar Fleisch exportieren, hatte der Präsident des Bolivianischen Instituts für Aussenhandel kürzlich dem Online-Portal dialogochino.net gesagt. Ziel sei es jedoch, die Zahl der Rinder innerhalb von zehn Jahren von 10 Millionen auf 17 Millionen Tiere zu erhöhen. Gemäss den bolivianischen Viehzüchtern und ihrer Planung 2020–2030, die Anfang 2019 präsentiert wurde, müsste dazu die Fläche für Viehzucht von derzeit 13 Millionen Hektar auf 20 Millionen Hektar vergrössert werden. Brandrodungen sind der schnellste und günstigste Weg dazu. Die Landwirtschaftsindustrie hat seit der Jahrtausendwende kräftig Gebrauch davon gemacht. Allein zwischen 2000 und 2013 sind im ganzen Land 32 Millionen Hektar verbrannt worden, hauptsächlich für Viehzucht und Landwirtschaft; ein Drittel davon waren Waldbrände.

    Auf einer Wellenlänge mit Jair Bolsonaro 

    Bestärkt fühlen sich die bolivianischen Viehzüchter durch die hohe Nachfrage aus China mit seiner schnell wachsenden Mittelschicht. Ein Abkommen für den Soja-Export wurde Ende 2018 abgeschlossen, eines für Fleisch im April dieses Jahres. Als wichtigster Geldgeber des Andenstaates hat sich China inzwischen mit verschiedenen Infrastruktur- und Rohstoff-Projekten – allen voran Erdöl und Gas – im bolivianischen Tiefland eingerichtet. Auch da hatte Morales seine Finger im Spiel, als er bereits Mitte 2015 ankündete, entsprechende Projekte in geschützten Gebieten vorantreiben zu wollen. Das sei eine «weise und verantwortungsvolle Entscheidung», liess er sich damals zitieren und erwähnte, dass sich Bolivien nicht den Stiftungen und NGOs aus Europa und den Vereinigten Staaten unterwerfen werde, die Widerstand gegen diese Aktivitäten leisteten.

    Seine Worte erinnern heute an jene von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, der nach der Ankündigung Deutschlands und Norwegens, ihre finanzielle Unterstützung zum Schutze des Amazonas zu sistieren, lapidar meinte: «Ist Norwegen nicht jenes Land, das drüben am Nordpol Wale tötet und Erdöl fördert? Sie haben uns nichts zu bieten und sollen ihr Geld Angela Merkel zur Aufforstung Deutschlands geben.»

    Die europäischen Regierungen mögen einen Doppel-Diskurs führen: einerseits Handelsverträge für Getreide- und Fleischimport mit lateinamerikanischen Staaten abschliessen, andererseits Geld zum Schutz des Amazonas spenden. Zudem wurde nach dem Brand von Notre Dame in Paris im April innert kürzester Zeit 850 Millionen Dollar gesammelt, die G7 will die Länder des südamerikanischen Regenwaldes jedoch «nur» mit 20 Millionen unterstützen. Und dennoch: Internationale Hilfe abzulehnen, so wie es Brasilien und Bolivien derzeit tun, ist in Zeiten des Klimawandels geradezu zynisch.

    Evo Morales, erster indigener Präsident Lateinamerikas, war einst als Hoffnungsträger eines ganzen Kontinenten gestartet, er, der Koka-Bauer aus Isallavi, einer kleinen comunidad der Aymaras im Südwesten des Landes. Heute wird der frühere Gewerkschaftsführer mit dem rechtsextremen Präsidenten seines Nachbarlandes verglichen und ist vergangene Woche von den indigenen Organisationen des Amazonas-Beckens gar des Umwelt-Genozids angeklagt worden. Wie schwach seine Verbindung zu Pachamama, zu Mutter Erde geworden ist, zeigte sich vor ein paar Tagen, als er sich zuerst in einen Overall zwängte und ausgerüstet mit einem Wassertank medienwirksam mithalf, die Brände in Chiquitania zu löschen. Dass er sich dabei rund eine Stunde in den Wäldern verlor, kann als Randnotiz vermerkt werden. Doch dass er keine 24 Stunden später mit dem chinesischen Botschafter in Santa Cruz vor die Kameras trat und den Export der ersten 24 Tonnen Rindfleisch nach Ostasien zelebrierte, belegt die Abhängigkeiten zur Agrarindustrie, einer der einflussreichsten Sektoren der bolivianischen Wirtschaft.

    Koka-Plantagen zerstören die Böden

    Daniela Leyton Michovich, politische Analystin und Aktivistin aus La Paz, ist nicht überrascht vom Verhalten des bolivianischen Präsidenten und hebt die beiden Gesichter Evo Morales' hervor: nach aussen der Freund von Mutter Erde, ein sogenannter Pachamamista, nach Innen ein Diener der Eliten. Morales sei schon früh romantisiert worden, insbesondere vom Ausland – ohne dass seine tatsächlichen Interessen wahrgenommen worden seien. «Seine politische Agenda reduzierte sich auf die Koka-Bauern», sagt Daniela Leyton im Gespräch. «Er hatte kein Interesse an einer politischen Neuausrichtung Boliviens und hat bis heute Mühe, die eigenen Leute – insbesondere Indigene anderer comunidades – anzuerkennen.»

    Leyton bezieht sich auf den Konflikt im Tipnis-Nationalpark im Zentrum des Landes, wo Morales trotz heftigem Widerstand der lokalen comunidades ankündigte, eine Autobahn quer durch den Park bauen zu wollen (Infosperber berichtete). Schon als Führer der Kokabauern, wollte er diese fruchtbare Gegend erschliessen, «dies schuldete er seiner Basis, den cocaleros». Als er dann 2011, inzwischen als Staatspräsident, mit dem Autobahn-Projekt vorpreschte, war dies auch ein Zeichen an die Kokabauern, die fortan vermehrt im Nationalpark zu säen begannen. «Die Kokapflanze», erklärt Leyton, «trocknet früher oder später aber die Böden aus, und die Produzenten müssen sich auf die Suche nach neuen Anbauflächen machen.»

    In anderthalb Monaten stehen in Bolivien Präsidentschaftswahlen an und Evo Morales, seit 2006 im Amt, wird für eine vierte Amtszeit kandidieren. Die Stimmen der Koka-Bauern dürfte er bekommen, meint Analystin Daniela Leyton Michovich, genauso wie jene der Viehzüchter und der Soja-Produzenten. «Die Feuer dienen letztlich den alten Eliten im Land, sowie Morales selbst.» Leidtragende dagegen sei einmal mehr die indigene Bevölkerung, die, so vermutet Leyton, in den nächsten Monaten und Jahren aus ihren Territorien vertrieben werden. Sie rechnet damit, dass es in den von den Bränden betroffenen Gebieten schon bald zu illegalen Parzellierungen kommen wird. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass in Santa Cruz seit 2001 mittels Feuer gerodet werden darf. Allerdings ist die Abholzung seit dem Dekret im Juli auch auf Gemeinschaftsgebiet möglich, sprich: in den Territorien der Indigenen.

    Von verschiedener Seite war dieser Tage zu hören, dass sich bereits Rindvieh-Züchter aus den USA für die freigewordenen Flächen interessieren. Ebenfalls Interesse haben die Koka-Bauern, die die Nähe zu Brasilien und Paraguay schätzen. «Denn», sagt Leyton, «das alles geht einher mit dem Drogenhandel.»

    Mehr möchte sie dazu allerdings nicht sagen. Sie verweist lediglich auf eine Studie aus dem Jahr 2017, die zum Schluss kommt, dass nur ein kleiner Teil der bolivianischen Bevölkerung Koka in seiner traditionellen Form konsumiert, nämlich kauend. Für diesen Konsum würden 15'000 Hektaren Anbaufläche reichen. Von der Regierung zugelassen sind allerdings 22'000 Hektaren. Und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) geht davon aus, das landesweit 24'500 Hektaren Koka angesät werden. Stellt sich also die Frage, was mit der Differenz geschieht. «Die Antwort», sagt Leyton, «können wir uns vorstellen.»

    Dieser Beitrag erschien zuerst auf mutantia.ch. Sämtliche Bilder aus dem Krisengebiet stammen von freiwilligen Helfern und wurden mutantia.ch kostenlos zur Verfügung gestellt.

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    7.9.2019: Scheinheilig: Pakt zum Schutz des Amazonas-Urwalds unterzeichnet - aber die Feuer brennen weiter:
    Amazonas-Länder unterzeichnen Pakt zum Schutz der Regenwälder
    https://de.sputniknews.com/politik/20190907325705545-pakt-amazonas-unterzeichnet/

    <Inmitten der verheerenden Waldbrände in der Region haben sich sieben südamerikanische Länder auf eine gemeinsame Strategie zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Amazonas geeinigt.

    Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten am Freitag Vertreter aus Brasilien, Bolivien, Peru, Kolumbien, Ecuador, Suriname und Guayana in der kolumbianischen Stadt Leticia.

    „Amazonas ist unser Erbe, unterliegt unserer Souveränität, aber wir können es mit der Welt teilen. Es ist ein Schatz, den wir alle gemeinsam hüten müssen“, sagte Kolumbiens Präsident Iván Duque.

    Zum Amazonasgipfel in Leticia empfing er die Regierungsvertreter der Region in einer traditionellen Hütte der indigenen Gemeinschaften im Dschungel.

    Konkrete Aktion

    Mit dem Abkommen verständigten sich die Länder auf konkrete Aktionen zum Schutz des Amazonasregenwaldes.

    Wie Duque später auf Twitter präzisierte, umfasst der Pakt Rehabilitations- und Wiederaufforstungsmaßnahmen in Gebieten, die durch Waldbrände und illegale Aktivitäten wie unbefugter Bergbau zerstört wurden. Das Abkommen sehe auch eine Erholung von Tierpopulationen und Pflanzenarten sowie eine Wiederherstellung der Ökosystemfunktionalität vor.

    ​„Es bleibt nichts mehr zu sagen, denn nach den Unterschriften muss nun gehandelt werden“, sagte Ecuadors Staatschef Lenin Moreno. Sein Kollege Evo Morales sagte, die Menschen müssten sich auf ein harmonisches Verhältnis zur Mutter Erde zurückbesinnen. Allerdings war der linke Präsident zuletzt selbst in die Kritik geraten, weil er nur sehr zögerlich reagierte, als in den vergangenen Wochen riesige Flächen in Bolivien abbrannten.

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro konnte wegen einer bevorstehenden Operation nicht persönlich an dem Gipfel teilnehmen und wurde per Videokonferenz zugeschaltet. Er verteidigte seine Umweltpolitik und warf Ländern wie Frankreich erneut vor, sich in die inneren Angelegenheiten von Brasilien einzumischen.

    Der brasilianische Außenminister Ernesto Araújo bezeichnete die Vereinbarung als „etwas ganz Besonderes“ und erachtete sie als einen Beweis dafür, dass die Länder zum Schutz und zu der Entwicklung des Amazonas fähig seien.

    Amazonas-Waldbrände

    Die Zahl der Brände im größten Regenwald der Welt ist in letzter Zeit rasch gestiegen, mehrere Länder der Region sind betroffen – am stärksten Brasilien. Das Land steht wegen der Reaktion seiner Regierung auf die Naturkatastrophe unter heftigem internationalen Druck. Nach langem Zögern verordnete Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro Ende August die Mobilisierung aller Ministerien und schickte die Armee zur Bekämpfung der Brände.

    msch/sb/dpa>

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    La
                                              República del Perú online,
                                              Logo

    https://larepublica.pe/mundo/2019/09/26/bolivia-incendios-forestales-dejan-mas-de-dos-millones-de-animales-muertos-evo-morales/
    Original:
    Der Artikel (Übersetzung):

    26-09-2019: INCENDIOS FORESTALES en Bolivia - matanza múltiple de más de 2 millones de animales:
    Incendios forestales en Bolivia mataron a más de dos millones de animales

    Texto de foto:
    Bolivia: incendio forestal en Santa Cruz consume casi medio millón de hectáreas

    El artículo:

    <El fuego, que no termina de apagarse, ha causado daños irreparables en la naturaleza del país altiplánico.

    Los incendios forestales en Bolivia han dejado enormes daños en dicho país, que poco a poco resurge tras la tempestad de la naturaleza.

    Algunas cifras oficiales indican que más de cuatro millones de hectáreas fueron reducidas a cenizas por el fuego, y aproximadamente unos 2.3 millones de animales murieron.

    Sandra Quiroga, jefa de la Ingeniería Ambiental de la Universidad Nacional Ecológica de Santa Cruz, calificó de ‘’irreversibles’’ el paso de las brasas en los espacios naturales del país altiplánico, según informó AFP.

    [Reservaciones naturales quemadas]

    Las áreas protegidas de la Chiquitanía, según los biólogos de la zona, perdieron una gran variedad de especies tras el siniestro. Así mismo, la reserva de Tucavaca – denominada como ‘’Bosque primario’’, afirma la agencia – perdió 100 hectáreas de tierras endémicas, caracterizadas por ser únicas y difíciles de encontrar en otro ambiente.

    Especies afectadas por los incendios forestales

    La especialista afirmó que, dentro de los animales afectados por el fuego, están los osos hormigueros, pumas, tapires, ciervos, jaguares, tortugas, lagartos, ciervos y ‘capibaras’, una especie de roedor, sumado de las acuáticas.

    La región más afectada por las llamaradas, que no termina de apagarse, es Santa Cruz, en donde se ubica el Bosque Chiquitano.

    [Las leyes alimentan más incendios forestales: el gobierno de Morales está culpando todo al "clima seco" y algunas personas]

    La opinión pública criticó a las leyes que el gobierno de Evo Morales utilizó para hacer frente al desastre natural, y además, acusó al mandatario de incentivar la quema de bosques y pastizales para prácticas agrícolas.

    Por su parte, el Estado boliviano atribuyó que todo surgió por el clima seco de la zona y por el descuido de algunos comuneros.>

    26.9.2019: WALDBRÄNDE in Bolivien - Massenmord an über 2 Millionen Tieren:
    Waldbrände in Bolivien töteten über 2 Millionen Tiere

    Fototext:
    Bilivien: Wandbrand bei Santa Cruz hat fast eine halbe Million Hektar Wald vernichtet.

    Der Artikel:

    <Das Feuer, das nicht gelöscht wurde, hat der Natur des Hochlandes irreparablen Schaden zugefügt.

    Die Waldbrände in Bolivien haben enorme Schäden in diesem Land hinterlassen, die nach dem Sturm der Natur allmählich wieder auftauchen.

    Einige offizielle Zahlen besagen, dass mehr als vier Millionen Hektar durch Feuer zu Asche verbrannt wurden und ungefähr 2,3 Millionen Tiere starben.

    Sandra Quiroga, Leiterin der Abteilung für Umweltingenieurwesen der Nationalen Ökologischen Universität von Santa Cruz, beschrieb die Schäden durch die Glutwelle in den natürlichen Gebieten des Hochlandes laut AFP als "irreversibel".

    [Naturreservate abgefackelt]

    Die Schutzgebiete von Chiquitanía haben nach Angaben von Biologen in der Region nach dem Vorfall eine große Artenvielfalt verloren. Ebenso hat das Tucavaca-Reservat, das nach Angaben der Agentur als „Primärwald“ bezeichnet wird, 100 Hektar endemisches Land verloren.

    Von Waldbränden betroffene Arten

    Der Spezialist sagte, dass es in den vom Feuer betroffenen Tieren Ameisenbären, Pumas, Tapire, Hirsche, Jaguare, Schildkröten, Eidechsen, Hirsche und Capybaras gibt, eine Art Nagetier, das zu den Wassertieren zählt.

    Die Region, die am stärksten von den Feuern betroffen ist und nicht zu brennen aufhört, ist Santa Cruz mit dem Chiquitano-Wald.

    [Gesetze leisten weiteren Waldbränden Vorschub - Morales-Regierung schiebt alles auf das "trockene Klima" und einige Leute]

    Die öffentliche Meinung kritisierte die Gesetze, die die Regierung Evo Morales zur Bewältigung der Naturkatastrophe erlassen hatte, und beschuldigte den Präsidenten, das Abfackeln von Wäldern und Weiden für landwirtschaftliche Zwecke zu fördern.

    Der bolivianische Staat führte an, dass alles auf das trockene Klima der Region und die Vernachlässigung einiger Gemeindemitglieder zurückzuführen sei.>


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    Volksbetrug.net online, Logo

    23.9.2019: Das Palmöl-Verbrechen – mit Regenwaldvernichtung ohne Ende – und Kinderarbeit auch noch - z.B. durch Nestlé und Mars:
    Nestlé bezieht Palmöl aus Kinderarbeit
    https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2019/09/23/nestle-bezieht-palmoel-aus-kinderarbeit/

    <Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und Mars verwenden immer noch Palmöl für die Herstellung von Lebensmitteln wie Schokoriegel oder andere Schokoladenprodukte. Palmöl findet jedoch auch in Produkten wie Kosmetik, Kerzen, Reinigungsmitteln oder in Diesel Verwendung. Um Palmöl zu gewinnen, müssen riesige Plantagen mit Palmen angepflanzt werden.

    Dafür werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt und für immer vernichtet. Nicht selten geschieht dies durch illegale Brandrodung geschützter Regenwaldflächen. Dadurch werden nicht nur Fauna und Flora für immer zerstört, sondern die für die Erde lebenswichtigen Lungen, die riesigen Regenwälder, verschwinden zusehends. Bedrohte Tierarten verlieren ihren Lebensraum und Ureinwohner des Urwaldes werden gewaltsam vertrieben.

    Nach neusten Angaben einer Schweizer Hilfsorganisation soll Nestlé zudem Palmöl von Plantagen in Malaysia gekauft haben, auf denen Kinder- und Zwangsarbeit stattfindet. Laut der Schweizer Organisation „Solidar Suisse“ bezieht Nestlé ein Drittel des Palmöls aus Malaysia, ein Großteil davon aus dem Bundesstaat Sabah. Auf den Plantagen in Sabah arbeiten hauptsächlich Arbeitsmigranten aus Indonesien. Die meisten Menschen sollen ohne gültige Papiere nach Malaysia gekommen und daher gezwungen sein, sich auf den abgelegenen Plantagen zu verstecken.

    So seien sie der Willkür der Plantagenbesitzer ausgeliefert. Die Löhne würden kaum zum Leben ausreichen und man würde beinahe täglich mit Entlassung drohen. Zudem sollen zwischen 50.000 und 200.000 Kinder mit ihren Eltern auf den betroffenen Plantagen leben, wo sie mit ihnen arbeiten müssen. Dort haben die Kinder weder Zugang zu medizinischer Versorgung, noch zu Schulen und somit kaum Chancen auf ein Leben außerhalb der Palmölplantagen.

    Nestlé macht seit Jahren immer wieder Negativschlagzeilen – sei es wegen der Zerstörung der Umwelt, der Ausbeutung von Wasserressourcen oder der Ausbeutung von Menschen und Kindern. Trotz häufiger Beteuerungen, Besserung zu geloben, bleiben Verbesserungen und Veränderungen aus. Dieser Riesen-Konzern denkt nicht daran, auf sein Geschäft zu verzichten. Es wird Zeit, alle Nestlé-Produkte zu boykottieren, meinen Kritiker und Beobachter. Bei uns finden Sie noch mehr Gründe dafür. >

    https://www.watergate.tv/nestle-bezieht-palmoel-aus-kinderarbeit/

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    Kronenzeitung online,
                        Logo

    https://www.krone.at/2052429

    <Ein findiger US-Ingenieur aus Kalifornien hat ein sehr kostengünstiges und vor allem effektives Alarmanlagen-System gegen die illegale Abholzung im Regenwald entwickelt. Der erst 26 Jahre alte
    Topher White überzieht ganze Waldabschnitte mit alten Handys, die Kettensägen-Lärm erkennen und melden.

    Als Topher White Borneo besuchte, war er vom Ausmaß der illegalen Abholzung entsetzt und wollte etwas dagegen tun. Kurz darauf kehrte der Ingenieur aus San Francisco im US-Staat Kalifornien mit einer Erfindung zurück.

    Er stattete ausgediente Handys mit Solar-Ladegeräten aus, packte sie in Plastikboxen und hängte sie in Baumkronen. Die Geräte nehmen rund um die Uhr Geräusche auf und senden sie an einen Computer, der Kettensägen, Lastwagen oder Schüsse erkennt und meldet.

    Innert 48 Stunden konnten die ersten Übeltäter gestellt werden. Mittlerweile hat White 150 seiner Systeme in fünf Ländern installiert und so rund 2500 Quadratkilometer Wald gerettet. „Jeder gerettete Quadratkilometer Wald entspricht so viel CO2 als ob man 1000 Autos ein Jahr lang von den Straßen nehmen würde“, erklärt White.

    Kronen Zeitung>

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    Sputnik online, Logo

    Amazonas-Regenwald in Brasilien 30.11.2019: Feuerwehr und NGOs legen Brände, um mit spektakulären Fotos mehr Spendengeld zu sammeln, und DiCaprio liess sich täuschen? 
    Brasiliens Präsident bezichtigt DiCaprio der Finanzierung von Amazonas-Bränden

    https://de.sputniknews.com/panorama/20191130326051206-brasiliens-praesident-bezichtigt-dicaprio-der-finanzierung-von-amazonas-braenden/

    <Im Streit über die jüngsten Brände im Amazonas-Regenwald hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro dem US-Schauspieler und Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio vorgeworfen, Nichtregierungsorganisationen (NGO) unterstützt zu haben, die Feuer gelegt haben sollen.

    „DiCaprio ist ein netter Kerl, oder?“, sagte Bolsonaro laut der Zeitung „Estadao“ bei einer Veranstaltung zu seinen Anhängern.

    „Er spendet Geld, um den Amazonas in Brand zu stecken“, sagte er.

    Bei seinen Anschuldigungen berief sich Bolsonaro offenbar auf Beiträge in den sozialen Medien.

    Demnach hätten NGOs freiwilligen Feuerwehrleuten Geld für dramatische Bilder von den Waldbränden bezahlt, um mehr Spendengelder einsammeln zu können, unter anderem von DiCaprio. Bolsonaro legte allerdings keine Belege dafür vor.

    [Feuerwehrleute legen Brände und machten Fotos, die sie an NGOs verkaufen wollten]

    Am Montag waren in der Region Pará vier freiwillige Feuerwehrleute aus verschiedenen NGOs festgenommen worden. Sie stünden unter Verdacht, Brände gelegt zu haben, um Spenden zu erhalten. Sie hätten versucht, Bilder von Waldbränden, bei denen sie im Einsatz gewesen sein sollen, an die Umweltschutzorganisation WWF zu verkaufen.

    [Kriminelle NGOs legen Brände, um mit Fotos mehr Spendengelder zu erhalten]

    Nach Polizeiangaben hatten mindestens drei NGOs – Brigada Alter do Chão, Aquíferos Alter do Chão und Projeto Saúde e Alegria – Brandstiftungen organisiert, um Gelder von verschiedenen Organisationen zu erhalten.

    DiCaprio gründet Stiftung

    Im August hatten der US-Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio sowie weitere Philanthropen eine Stiftung für dringende Hilfe für die Wälder des Amazonasgebiets mit von fünf Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) gegründet. Die Hilfsgelder waren dafür gedacht, die Folgen der Brände zu bekämpfen.

    Waldbrände im Amazonas

    Der Amazonas-Regenwald steht seit August in Flammen. Laut Satellitendaten des brasilianischen Weltrauminstituts Inpe war die Zahl der Waldbrände im September 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 80 Prozent gestiegen. Die Brände im Amazonas-Regenwald, der als „grüne Lunge des Planeten“ gilt, lösten international besorgte Reaktionen aus.

    ns/sb/sna>

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    Epoch Times online, Logo

    3.12.2019: Boliviens Regenwald brennt auch haufenweise:
    Brandstifter in Bolivien gefährden einzigartiges Ökosystem
    https://www.epochtimes.de/umwelt/klima/brandstifter-in-bolivien-gefaehrden-einzigartiges-oekosystem-2-a3085685.html

    <Nicht nur Brasiliens, auch Boliviens Wälder brennen, riesige Flächen sind bereits zerstört. Einzigartige Naturparadiese mit oft noch unbekannten Arten drohen verloren zu gehen, warnen Forscher.

    Angesichts der verheerenden Waldbrände im Osten von Bolivien schlagen Forscher Alarm: Die häufig von Brandstiftern gelegten Feuer im Chiquitano-Wald gefährdeten ein einzigartiges Ökosystem, hieß es am Montag von der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Der Chiquitano sei der weltweit am besten erhaltene tropische Trockenwald und beherberge Tausende Tier- und Pflanzenarten, warnt die Gruppe um Alfredo Romero-Muñoz, der derzeit an der Humboldt-Universität forscht, in der Fachzeitschrift „Science“. „Wir verlieren eine einzigartige Wildnis, deren unermesslichen Artenreichtum wir erst zu begreifen beginnen“, sagte Co-Autor Martin Jansen vom Senckenberg Forschungsinstitut.

    Seit Juli haben die Brände nach Angaben der Wissenschaftler 1,4 Millionen Hektar des Trockenwaldes vernichtet. Zuvor hatte die Regierung des damaligen Staatschefs Evo Morales die Brandrodung in der Region legalisiert, um neue Agrarflächen zu schaffen. „Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, könnte Bolivien bis zum Jahr 2050 beinahe alle seine Wälder und damit eine unschätzbare Biodiversität verlieren, einschließlich solch symbolträchtiger Spezies wie Jaguar und Tapir“, so Romero-Muñoz.

    Wegen Manipulationsvorwürfen nach der Wahl im Oktober ist Morales mittlerweile zurückgetreten und ins Exil nach Mexiko geflohen. In ihrem offenen Brief in „Science“ rufen die Forscher die Übergangsregierung in La Paz dazu auf, die Zerstörung des Trockenwaldes zu stoppen und auf eine nachhaltige Landwirtschaft in der Region zu setzen. Für die Neuwahlen bringen sich jetzt allerdings bereits Vertreter der wirtschaftsstarken Region Santa Cruz in Stellung, wo traditionell Großgrundbesitzer den Ton angeben.

    Bolivien gehört dem Forscherteam zufolge zu den artenreichsten Länder der Welt. Die gegenwärtige Tendenz zur Agrarexpansion sei eine große Bedrohung – auch für die Bevölkerungsgruppen, die von dem abhängig seien, was der Wald ihnen zum Leben biete.

    Tropische Trockenwälder waren in Lateinamerika einst weit verbreitet. Gerade zur Trockenzeit lassen sie sich vergleichsweise einfach durch Brandrodung beseitigen und wurden daher großflächig etwa für Agrarflächen vernichtet. Sie werden inzwischen zu den am stärksten durch menschliche Aktivitäten bedrohten Ökosystemen gerechnet. (dpa)>


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    Tag24
                            online, Logo

    Urwälder 31.3.2020: Immer weniger grosse Vögel - immer weniger Verbreitung der Samen:
    Immer weniger große Tierarten in Regenwäldern: Die Folgen sind dramatisch!
    https://www.tag24.de/frankfurt/frankfurt-main-forscher-regenwald-dramatisch-folgen-tierarten-voegel-1474097

    Frankfurt am Main - Das Artensterben in Regenwäldern hat deutlich dramatischere Folgen, als bisher angenommen.

    Wie Wissenschaftler des Senkenberg-Forschungszentrums nun anhand einer Studie herausfanden, kann sich vor allem der Verlust von größeren Tieren negativ auf unser Klima auswirken!

    So simulierte das Forscher-Team für acht Gebiete in den Anden, welche Folgen das Aussterben großer fruchtfressender Vögel hat.

    Das erschreckende Ergebnis: Die Widerstandfähigkeit des Waldes gegenüber Umweltveränderungen nimmt ab, da sich die Zusammensetzung der Wälder verändert.

    Das hat wiederum zur Folge, dass die Wälder der Zukunft weniger Kohlenstoff speichern können! Ein echtes Problem für unser Ökosystem!

    "Wenn die größten 10 Prozent der fruchtfressenden Vögel aussterben würden, schrumpft die Distanz, über die die Samen ausgebreitet werden können, um fast 40 Prozent", so Dr. Isabel Donoso, Leiterin der Studie bei Senckenberg.

    Wissenschaftler mahnt, "große Tierarten in Regenwäldern besser zu schützen"

    Die durch kleinere Vögel aufgenommenen Samen blieben in der Nähe des Mutterbaumes und hätten so aufgrund des Platzmangels und dem dichten Blätterdach eine geringere Chance zu keimen und zu wachsen. 

    Pflanzen mit großen Samen haben zudem vor allem das Nachsehen, weil diese eigentlich durch die großen fruchtfressenden Vögel ausgebreitet werden würden.

    "Wir müssen große Tierarten in Regenwäldern besser schützen. Das ist die Grundlage dafür, dass unser Klima und wir alle auch in Zukunft von der Leistung tropischer Regenwälder profitieren", betont Dr. Matthias Schleuning, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum.>

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    Fotoquellen

    [1] Abgebrannter Urwald im Amazonas in Brasilien 2019:
    https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Amazonas



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