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Weiterbildung im Erwachsenenalter

Als "Erwachsener" hat man nie ausgelernt, weil viele, lebenswichtige Themen in der Schule gar nie behandelt wurden. Die Weiterbildung ist für das Erreichen des Gleichgewichts der Kräfte lebenswichtig

Heimvolksschule in Dänemark -- Studiengebühren im Vergleich -- einheimische Angeber werden eher befördert -- Reisejournalismus mit korrupter Dichtung -- Lohnunterschied zwischen Mann und Frau sinkt in den oberen Berufsgruppen -- Buch "Bildungslücke" über Sachen, die die Schule nicht vermittelt -- Mitwirkung bei der Schulsanierung -- "Mentalist" mit Analystenschule sieht nur das Negative --

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präsentiert von Michael Palomino

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9.6.2010: Modell Heimvolksschule in Dänemark

aus: Spiegel online: Bildung à la Dänemark - Lerne lieber ungewöhnlich; 9.6.2010;
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,698141,00.html

<Aus Testrup berichtet Christoph Titz

Nach dem Abi husch-husch an die Uni, dann ruckzuck in den Job? Das Wettrennen in Richtung Arbeitsmarkt muss nicht sein - junge Dänen machen vor, wie man sich klug die ganz große Pause gönnt. Das verblüffend einfache Credo ihrer Lebensschulen: Jetzt lernen wir mal für uns. Und niemanden sonst.

Julie Brønserud, 24, macht jetzt erst mal Pause. Seit Jahresbeginn hat sie ihren Bachelor als Bauingenieurin, doch statt sich gleich in einen Job oder in ein technisches Master-Studium zu stürzen, singt sie lieber.

Seit Mitte Januar lebt die Dänin mit knapp 120 jungen Erwachsenen auf einem ehemaligen Bauernhof nahe der Stadt Århus und probt immer montags, mittwochs und donnerstags mit ihrer Band. An zwei weiteren Vormittagen und drei Nachmittagen hat sie die freie Auswahl zwischen Aikido, Fotografie, Badminton, Theatersport, Malerei und Literatur.

"Ich mag viele Dinge: Kunst, Französisch, Singen, Religion", sagt sie, doch zwischen all den Mathe-Klausuren und Statik-Vorlesungen an der Uni war das kaum möglich. "Ich brauchte eine Auszeit." Jetzt singt und musiziert Julie und macht sonst nicht viel.

Wenn ihre Zeit hier vorbei ist, kriegt Julie kein Zeugnis. Sie hat für sich gelernt und für niemanden sonst.

Mehrere Monate sind Julie und ihre Mitschüler schon in der "Folkehøjskole" im Örtchen Testrup zwischen den langgezogenen grünen Hügeln Jütlands. Die meisten kommen anders als Julie direkt von der Schule. In Testrup werden die jungen Dänen bis Ende Juni zusammen leben, essen, wohnen - und lernen. Jeder hat eines der fünf Hauptfächer gewählt. Neben Musik sind es Philosophie, Literatur, Theater und Kunst - also ausschließlich Dinge, die als brotlos gelten.

Leitspruch: "Finde raus, worin du gut bist"

Die Højskole von Testrup ist eine von 76 solcher Schulen in dem kleinen skandinavischen Land, die jährlich rund 3500 Jugendliche besuchen. Mit Kost, Logis und Unterricht kostet der Aufenthalt im gemeinnützigen Erwachseneninternat umgerechnet rund 4000 Euro - den gleichen Betrag legt der Staat obendrauf.

Dafür stellt das Bildungsministerium ein paar Bedingungen an die Volkshochschulen, die mit einer deutschen VHS nur den Namen teilen: Sie müssen mindestens 28 Stunden pro Woche unterrichten, und die Inhalte müssen allgemeinbildend sein - ansonsten sind die Schulen unabhängig. Staatlich gefördert sollen sie den Jugendlichen helfen, sich zwischen Schulabschluss und Uni oder Arbeitsleben zu orientieren und dazuzulernen oder einfach im Studium die Chance für eine Pause bieten. "Finde raus, worin du gut bist", das ist ihr Leitspruch. Hier soll Bildung ein Abenteuer sein.

Leiter der wundersamen Schule in Testrup ist Jørgen Carlsen. Der rundliche, bärtige Mann sitzt in einem chaotischen Büro unter dem Dach eines der Bauernhäuser. Er schiebt Papierhaufen zur Seite, macht Platz für die Tassen und gießt Kräutertee ein.

Der Mensch soll doch kein "Produktionstier" sein

Im herkömmlichen Sinn sei das schon Zeitverschwendung, was seine Schule hier mache, sagt Carlsen und lacht. Genau das sei ja der Punkt: Von allen Seiten werde jungen Menschen heute eingetrichtert, sie müssten sich ausbilden, um produktiv zu sein, Geld zu verdienen und zu konsumieren, damit sich die Räder der Gesellschaft drehen. Carlsen gefällt das nicht - da werde der Mensch "zum Produktionstier". Was er und seine Kollegen an den Højskolen machten, das sei "prinzipieller Widerstand gegen die Funktionalisierung des Menschen in der modernen Gesellschaft".

Eine großzügige Auszeit ist in Dänemark nichts besonderes. Wer es sich leisten kann, macht nach der Schule eine einjährige Weltreise, absolviert kulturelle oder soziale Hilfsdienste im Ausland oder besucht für ein halbes Jahr eine Volkshochschule. Manche machen auch beides, Ausland plus lehrreiche Auszeit in der Heimat. Aber woher kommt die Idee, junge Erwachsene in speziellen Landschulen auf einen humanistischen Selbsterfahrungstrip zu schicken?

Schnell ist Schulleiter Carlsen beim geistigen Vorvater der Schulen: Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, Pastor, Dichter und Historiker, dreimal verheiratet und "dreimal wahnsinnig, total wahnsinnig", sagt Carlsen. Manisch-depressiv würde man einen wie Grundtvig heute nennen. Trotzdem erfand er ein Modell der nicht-formalen Erwachsenenbildung, das in Dänemark auch über hundert Jahre nach seinem Tod ungebrochen populär ist.

Freies Lernen ohne Druck und Paukwissen

Die Højskole war für Grundtvig der Eckstein, auf dem er eine lebenswerte Gesellschaft errichten wollte. Freie Bildung ohne Druck und ohne Paukwissen für alle, stattdessen lernen in einer Gemeinschaft, die auch zusammen lebt. Der Denker wollte vor allem den Geist der Menschen bilden. Seine Ideen klingen wie eine Blaupause für Hippie-Träumereien des 20. Jahrhunderts - erfunden in Dänemark, dem offiziell glücklichsten Land Europas.

Deutschland ist anders getaktet. Nur noch 12 statt 13 Jahre bis zum Abitur, den Bachelor-Abschluss möglichst in drei Jahren - junge Erwachsene geraten oft in einen Geschwindigkeitsrausch, in dem Pausen nicht als Gewinn, sondern als Störung im Wettlauf Richtung Arbeitsmarkt gelten. Zwar gibt es für Schulabgänger das unter Spardruck geratene "weltwärts"-Programm und das Freiwillige Soziale Jahr - aber auch solche Arbeitseinsätze entsprechen nicht wirklich der dänischen Vorstellung von einer Auszeit. Und von den vor gut 100 Jahren in Deutschland nach dänischem Vorbild entstandenen Heimvolkshochschulen ist heute nicht mehr viel übrig.

Nur wenige bieten Jugendlichen ein ähnliches Programm, etwa die Heimvolkshochschule Hermannsburg in der Lüneburger Heide mit ihrem Winterkurs "moving times". Dort können 18- bis 25-Jährige vom November bis März an einem christlich geprägten Programm teilnehmen, in erster Linie ein Projekt zur Persönlichkeitsentwicklung und eine Gelegenheit, sich in vielen Feldern auszuprobieren - ganz wie in Dänemark.

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Dänen haben keine Lieder

Die große Pause, die junge Dänen in Testrup einlegen, tut offensichtlich gut. Zwischen den Gemeinschaftsbungalows laufen die meisten entspannt und gut gelaunt umher. Und wissen manchmal vor lauter Angeboten kaum, wo sie zuerst hin sollen. "Was wir machen?", fragt eines von zwei händchenhaltenden Mädchen und blinzelt in die Sonne. "Wir gehen zum Kaffeeröster-Workshop, Kaffee trinken." Das findet sie selbst ein bisschen lustig und lacht noch, als sie die Treppe hochsteigen und sich für die nächsten zwei Stunden duftenden Bohnen hinzugeben.

Abgesehen vom Unterricht und den Essenszeiten kann jeder tun und lassen, was er will. Alle Türen sind immer offen. Jeder kann nachts mit seinen Zimmerkollegen in einem Musikraum proben, Fotos in der Dunkelkammer entwickeln, am Lagerfeuer ein Feierabendbier trinken oder einfach nur lesen oder schlafen. Alles gehört allen und ist fast jederzeit verfügbar.

Streng wird Schulleiter Carlsen höchstens, wenn es ums gemeinsame Singen geht. Nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen im Speisesaal kommen Schüler und Lehrer zusammen, schlagen dicke blaue Gesangsbücher auf, links vorn klemmt sich der Musiklehrer hinter den Flügel. Natürlich gehört auch dazu eine pädagogische Idee: "Wer singt", sagt Carlsen, "ist niemals gleichgültig" - die Grundtvig-Schulen seien ein "organisierter Prozess gegen die Gleichgültigkeit".

Diese dänischen Schulen stellen das Lehrer-Schüler-Verhältnis auf den Kopf. "Hier herrscht Freiheit", sagt Schulleiter Carlsen. Und meint vor allem die Freiheit der Schüler. Die üblichen Sanktions- und Bewertungsmechanismen greifen hier nicht - keine Noten, keine Zeugnisse und Zertifikate. Denn ein Machtverhältnis, sagt Carlsen, blockiere die Lernlust.

Antrieb durch den humanistischen Kick

Am freien Mittwochnachmittag hat Julie mit den Mitbewohnern ihren Bungalow aufgeräumt. Das Gemeinschaftsleben gefällt ihr. "Ich will mich entwickeln und meine Grenzen verschieben", sagt sie. Auf dem Weg zum Musikraum eilt Julie an der gelben Ziegelwand des Hauptgebäudes vorbei. Die Mauer ist auf ganzer Länge übersät mit in den Stein geritzten Namen ehemaliger Schüler.
 
Wieder wegzugehen fällt den meisten schwer, tränenreich sind oft die Abschiede, erzählen die Lehrer. Ende Juni wird auch Julie vor dieser Wand stehen und ihren Namen in den bröseligen Sandstein schaben, dazu die Jahreszahl 2010. Dann ist ihre Pause, ihr "humanistischer Kick", wie das Schulleiter Carlsen nennt, vorbei.

Ob das nicht ein wenig verrückt ist, eine so großzügige Auszeit, eine Lücke im Lebenslauf, wäre es nicht besser, schnell Karriere zu machen? Julie zuckt mit den Schultern. In Dänemark machten das doch alle, sagt sie. Selbst ihre Mutter nehme noch heute zweiwöchige Sommerkurse an Volkshochschulen.

Verrückt finden es die Dänen höchstens, wenn man sich selbst nicht frei entfalten kann. Und sie selbst, sagt Julie, sei damit auch noch lange nicht fertig.>


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11.12.2010: Studiengebühren in der Schweiz und weltweit (in Schweizer Franken)

aus: 20 minuten online: So viel kostet studieren - ein Vergleich; 11.12.2010;
http://www.20min.ch/finance/news/story/So-viel-kostet-Studieren---ein-Vergleich-26986134

Studiengebühren 2010, Tabelle Studiengebühren 2010, Tabelle

EPF Lausanne: 1266
ETH Zürich: 1288
Uni Genf: 1000
Uni Neuenburg: 1030, Ausländer 1580
Uni Lausane: 1160
Uni Bern: 1310
Uni Fribourg / Freiburg (Schweiz): 1310, Ausländer 1610
Uni Zürich: 1378, Ausländer 1578
Uni Basel: 1400
Uni Luzern: 1570
Uni St. Gallen: 2040, Ausländer 2340
Uni des Kantons Tessin: 4000, Ausländer 8000

Frankreich: 390 bis 780
Österreich: 1000
Deutschland: 0 bis 1300
Italien: 975 bis 3000
Südafrika: 4200
Japan: 5100 bis 9500
Grossbritannien: bis 14.000
Australien: 14.000 bis 24.000
USA: 2000 bis 33.000



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20 minuten online, Logo

6.1.2011: <Bewiesen: Angeber werden eher befördert> - sofern sie die Nationalität des Landes haben

Wer den richtigen Pass hat, der braucht keine Weiterbildung. Aber lesen Sie selbst:

http://www.20min.ch/finance/news/story/14055889

<Ein Studie der Uni Zürich zeigt, was viele schon lange vermuteten: Karriere macht, wer sich für besser hält, als er ist.

Wer kennt sie nicht: Hochstapler im Büro, die sich aufblasen und immer zuvorderst stehen wollen – obwohl sie fachlich nicht mehr draufhaben als der Rest. Das Ärgerliche: Meist sind diese Zeitgenossen trotzdem erste Wahl, wenn es um eine Beförderung geht. Schon Ende der Sechzigerjahre hat die Theorie des Peter-Prinzips (vgl. Box) Inkompetenz in den Führungsetagen beschrieben.

Doch nun geht die Ökonomin Eva Maria Aulich von der Universität Zürich noch einen Schritt weiter. «Studien zeigen, dass diejenigen, die sich für besser halten, als sie sind, oft oben auf der Karriereleiter anzutreffen sind», sagt sie. Der Grund: Selbstüberschätzer werden von ihren Chefs als kompetenter angesehen als ihre Kollegen, die sich weniger gut verkaufen, und haben daher grössere Chancen auf eine Beförderung. Das kann fatale Folgen haben: «Selbstüberschätzer sind oftmals zu risikofreudig, was zu gefährlichen Fehlentscheidungen führen kann», warnt Aulich.

Besonders deutlich haben sich die negativen Auswirkungen von Selbstüberschätzung während der Wirtschaftskrise gezeigt. Die Forscherin hat für ihre eigene Studie knapp 700 Rekruten der Schweizer Armee auf das Phänomen Selbstüberschätzung getestet. Das Militär habe sie deshalb ausgewählt, weil dort regelmässig Beförderungen in grossen Wellen durchgeführt werden. «Und wie jedes Unternehmen will die Armee, dass nur die fähigsten Kandidaten befördert werden.»>


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Weiterbildung auf der Reise:

Basler Zeitung online, Logo


15.11.2011: Pauschalurteile im Reisejournalismus - korrupte Dichtung und neutrale Wahrheit liegen Welten auseinander - Frau Brüdgam differenziert

aus: Basler Zeitung online: "Nie wieder an die Nordsee: Ein Albtraum!"; 15.11.2011;
http://bazonline.ch/kultur/buecher/Nie-wieder-an-die-Nordsee-Ein-Albtraum/story/24419422

Bildertexte:

1. Irrtum 1: Nach AFGHANISTAN kann man nicht als Tourist reisen
«Verschiedene europäische Reiseveranstalter haben geführte Afghanistan-Gruppenreisen im Programm (nicht nur pro forma, solche Reisen werden tatsächlich durchgeführt). Als Reisejournalistin und Autorin dieses Buches empfehle ich trotz allem grundsätzlich keine Reisen in Länder, vor denen das Auswärtige Amt warnt.»

2.
Irrtum 2: EDELWEISS gibt es nur in den Alpen
«Die alpine Edelweiss-Pflanze ist nur eine von rund 50 Edelweiss-Arten. Die meisten anderen Arten wachsen in Zentralasien, von Kasachstan bis Pakistan, von Myanmar bis Mongolei.»

Irrtum 3: EINTRITTSKARTEN für berühmte Opernhäuser sind schwierig zu bekommen
«Meine Ticket-Ergatterungstaktik ist eine ganz profane: Ich rufe die Internetseite des jeweiligen Konzert- oder Opernhauses auf, wähle per Mausklick die Veranstaltung und Plätze aus, gebe meine Kreditkartennummer ein – und fertig. Wenig später kommen dann per Post die Eintrittskarten zu mir nach Hause.»

Irrtum 4: Im FLUGZEUG sind die sichersten Plätze hinten
«Fast alle Fachleute für Flugsicherheit stimmen darin überein, dass bei Not- und Bruchlandungen kein spezieller Bereich des Flugzeugs sicherer ist als der andere. Je nachdem, ob ein Flugzeug mit der Schnauze, dem Schwanz, Flügel oder Bauch zuerst auftrifft, sind manche Reihen stärker gefährdet als andere.»


Irrtum 5: Auf den GALAPAGOS-INSELN herrschen paradiesische Zustände
«Es ist eine glatte Lüge, wenn immer wieder behauptet wird, auf den Galápagos-Inseln biete sich heute das Bild wie vor einem halben Jahrtausend, als der erste Mensch die Inseln betrat. Mit Fug und Recht kann man hingegen behaupten, dass auf den Inseln Massentourismus herrscht: 173'296 Gäste empfing der Archipel im Jahr 2010.»

Irrtum 6: HOTELS sind während grosser Messen und Events grundsätzlich teurer
«Man kann sich diesem Mechanismus entziehen, indem man über Reiseveranstalter bucht. Sie kaufen lange im Voraus Zimmerkontingente zu festen Preisen ein und kalkulieren auf dieser Basis die Endkundenpreise, die sie in ihren Katalogen veröffentlichen.»

Irrtum 7: KOFFER und Taschen kann man gar nicht genug haben
«Es gibt Menschen, die haben Freude daran, eine stattliche Anzahl von Gepäckstücken im Keller zu lagern. Ich nicht. Mein Reisetaschen- und Koffersortiment besteht aus genau drei Teilen, und damit bin ich für jede Art von Reisen ausgestattet.»

Irrtum 8: Bei MCDONALD'S ist das Essen überall auf der Welt gleich
«In Indien zum Beispiel, wo Hindus die Rinder als heilig verehren, brät man keine Rindfleischburger. Der Big Mac heisst dort Chicken Maharaja Mac und ist mit einer doppelten Portion Hähnchenfleisch gefüllt.»

Irrtum 9: MEERBLICKZIMMER bieten die schönsten Aussichten in Badeorten
«An vielen Orten sollte man vor der Buchung der Unterkunft möglichst in Erfahrung bringen, welche Tücken der an sich ja verheissungsvolle Meerblick bergen könnte. In vielen Urlaubszentren befinden sich Sport- und Parkplätze oder auch Hauptstrassen zwischen Hotel und Meer.»

Irrtum 10: In den USA spricht man Englisch
«Schon immer waren die Staaten ein vielsprachiges Gebiet, noch vor hundert Jahren belegte das Deutsche den zweiten Platz auf der Liste der Einwanderersprachen (auf Platz eins stand Englisch). Heute sprechen die Einwohner der USA insgesamt 322 Sprachen.»>


<Nele-Marie Brüdgam (44) studierte Portugiesisch sowie Spanisch und machte Lateinamerika-Studien in Hamburg, Lissabon und Madrid. Anschliessend machte sie eine Ausbildung zur Redakteurin. Sie arbeitet als Sachbuchautorin und Reisejournalistin für Publikationen wie «Handelsblatt» und «Prinz».>

<Interview: Daniel Arnet.

Die deutsche Reiseschriftstellerin Nele-Marie Brüdgam hat ein «Kleines Lexikon der Reise-Irrtümer» veröffentlicht. Hier spricht sie über Lieblingsziele, Diebestouren und bestechliche Reisejournalisten.

Frau Brüdgam, wann wurde Ihr letzter Irrtum auf einer Reise entlarvt?
Kürzlich, im September, auf meiner letzten längeren Reise: zehn Tage Malta und Gozo.

Und, welchem Irrtum sind Sie damals aufgesessen?
Es waren mindestens drei Irrtümer: Erstens: Es ist sinnvoll, auf Malta einen Englischkurs zu belegen. Englisch ist zwar die zweite Amtssprache auf Malta, aber das maltesische Englisch klingt sehr eigenartig. Zweitens: Tauchen könnte ein nettes Hobby sein. Drittens: Malta hat angenehm warmes Wetter im Herbst.

Welches ist immer noch der am weitesten verbreitete Irrtum unter Touristen?
Meinem Empfinden nach gehören zum Beispiel die folgenden Irrtümer zu den am weitesten verbreiteten: Venedig ist völlig überteuert und viel zu touristisch. Die Franzosen sprechen keine Fremdsprachen. Fliegen ist gefährlich.

Warum halten sich die so hartnäckig?
Vielleicht, weil der Mensch gern das bestätigt sieht, was er erwartet. Und weil er die Gefahr liebt.

Den Fehleinschätzungen wollen Sie nun mit Ihrem «Kleinen Lexikon der Reise-Irrtümer» beikommen. Schaffen Sie das?
Das Buch liefert den Lesern sehr viele Infos und Fakten. Was aber noch wichtiger ist: dass jeder Leser seine eigenen Vorurteile hinterfragt, mit offenen Augen und wachem Geist auf Reisen geht. Und so seine eigenen Irrtümer entlarvt.

Man sagt ja gemeinhin, dass Reisen bildet. Lernt man dort vor allem aus Fehlern?
Ich denke, auf Reisen lernt man vor allem durch Offenheit, Neugier, Mut, Geduld – und dadurch, dass man Freude an Überraschungen hat.

Überraschungen können aber auch ärgerlich sein: Ihnen wurde dreimal das Portemonnaie geklaut. Haben Sie aus den ersten beiden Vorfällen nichts gelernt?
Offensichtlich habe ich daraus nicht genug gelernt. Andererseits will ich auf Reisen aber auch nicht ununterbrochen an meine Geldbörse denken und nehme insofern ein weiteres Unglück in Kauf.

Sie sollten Ihr Buch lesen: Dort geben Sie Tipps, wie man sich vor Taschendieben hüten kann.
Dennoch bin ich mir bewusst, dass es ein viertes und fünftes und sechstes Mal geben kann – und wahrscheinlich auch wird. Deshalb verreise ich stets mit mehreren Kreditkarten und Ausweispapieren, verteilt auf verschiedene Taschen.

Andererseits behaupten Sie, dass Ihnen nur einmal ein Koffer abhanden kam. Da haben Sie Glück gehabt, hört man heute doch von vielen Verlusten, etwa an Flughäfen.
Tatsächlich wurde mir bisher nur ein prall gefüllter Koffer gestohlen – aus dem Laderaum eines Überlandbusses. Beim Fliegen hatte ich bisher immer Glück, und meines Wissens werden an Flughäfen auch so gut wie nie Koffer gestohlen. Natürlich kommt es vor, dass Gepäck fehlgeleitet wird, das taucht dann aber irgendwann, irgendwo auch wieder auf. Fast immer.

Sie sind eine weit gereiste Frau. Wo hat es Ihnen am besten gefallen?
Es gibt so viele wundervolle Orte! Ich liebe das karge isländische Lavaland, das satte Grün des Amazonas-Urwalds. Ich mag Spanien sehr gern, ich kehre immer wieder nach Lissabon zurück und würde schrecklich gern mal nach Grönland fahren. Venedig ist vielleicht meine Lieblingsstadt. Und wenn ich den Mond über dem Meer aufgehen sehe, bin ich überall glücklich.

Wie hat sich das Reisen in den letzten Jahren verändert?
Höher – schneller – weiter: So lautet ja das Motto vieler Touristen. Man fliegt mal eben zum Weihnachtsshopping nach New York, und oft drängeln sich über hundert Menschen am selben Tag auf dem Gipfel des Mount Everest. Das gab es früher nicht.

Macht Ihnen das Reisen trotzdem noch gleich viel Spass wie früher?
Ohne Zweifel.

Sie schreiben auch regelmässig über Ihre Reisen. Ist nicht schon alles gesagt?
Ein weiterer guter Reisebericht ist genauso sinnvoll wie ein weiteres gutes Liebeslied, obwohl es schon so viele Millionen davon gibt.

Reisejournalisten gelten nach den Autojournalisten als die bestechlichsten. Wie bewahren Sie Ihre Unabhängigkeit?
Indem ich Einladungen zu Reisen zwar gelegentlich annehme – wie jeder Reisejournalist –, den Gastgebern aber nie eine positive Berichterstattung verspreche, anders als manche Reisejournalisten.

Ich nenne Ihnen nun ein paar Gegensatzpaare. Geben Sie Ihren Favoriten an: Eisenbahn oder Flugzeug?
Am allerliebsten: Schiff.

Hotel oder Ferienhaus?
Mit Familie und Freunden: ein schönes grosses Haus. Allein: ein gutes Hotel.

Spaghetti oder Sushi?
Frische Pasta.

Berge oder Meer?
Berge beeindrucken mich, am Meer fühle ich mich wohl.

Südsee oder Nordsee?
Einmal im Leben in die Südsee: ein Traum! Nie wieder an die Nordsee: ein Albtraum!

New York oder London?
London!

Weshalb London?
Es gibt Orte, die sagen gleich bei der Ankunft zu mir: «Liebe Nele, herzlich willkommen! Schön, dass du da bist! Lass uns eine gute Zeit zusammen haben!» London ist so ein Ort.

Im Buch schreiben Sie, dass Sie von einem Urlaub in Ahrenshoop träumen. Wo um Himmels willen liegt Ahrenshoop?
Auf einer Halbinsel in der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern.

Und weshalb hat es bis jetzt nicht für einen Urlaub an diesem Ort gereicht?
In meinem Buch steht, dass ich von Patagonien träume und von einem Urlaub in Ahrenshoop. Das bedeutet, dass Orte vor der Haustür genauso faszinierend sein können wie Fernreiseziele. Und dass ein Menschenleben nicht reicht, um auch nur die nächste Umgebung wirklich gründlich kennenzulernen. (baz.ch/Newsnet)>


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6.4.2012: <Frauen profitieren mehr von Bildung als Männer> - der Lohnunterschied zu Männern nimmt bei steigendem Bildungsniveau ab

aus: Der Standard online; 6.4.2012;
http://diestandard.at/1333528538752/Studie-Frauen-profitieren-mehr-von-Bildung-als-Maenner

<Jedes Jahr in Ausbildung bringe später fast sechs Prozent mehr Lohn, so die deutschen StudienautorInnen - Bei Männern sollen es fünf Prozent sein.

Wien - Jedes Jahr, das eine Österreicherin länger in der Schule, im Studium oder in der Berufsausbildung bleibt, bringt ihr später fast sechs Prozent mehr Einkommen. Damit profitiert sie etwas mehr von Bildung als ein Kollege, bei dem die sogenannte Bildungsrendite - also der finanzielle Ertrag von Investitionen in Bildung - bei fünf Prozent liegt. Dies hat eine aktuelle Berechnung des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben, wonach sich Bildung für Frauen in neun von zwölf untersuchten europäischen Ländern finanziell mehr lohnt als für Männer.

Politische Rahmenbedingungen wie Steuersysteme oder familienpolitische Maßnahmen spielen dabei ebenso eine Rolle wie geschlechtsspezifische Unterschiede bei Einkommen und der Erwerbsbeteiligung, so die StudienautorInnen. Hoch qualifizierte Frauen würden im Durchschnitt zwar weniger verdienen als hoch qualifizierte Männer - mit steigendem Bildungsniveau nehme der geschlechtsspezifische Lohnunterschied aber zumindest ab. Die Studie führt das vor allem darauf zurück, dass mit den Einkommensgewinnen durch bessere Qualifikation "negative Effekte höherer Arbeitslosigkeit und niedrigerer Erwerbsbeteiligung von Frauen aufgrund von Familienpausen" ausgeglichen werden.

Höchstwerte in Luxemburg

Nur in Schweden, Deutschland und den Niederlanden ist die Bildungsrendite von Frauen niedriger als die von Männern. Höchstwerte erzielt hingegen Luxemburg, wo jedes weitere Bildungsjahr sowohl für Frauen als auch für Männer etwa 8,7 Prozent mehr Lohn bringt. Zusätzliche Bildung zahlt sich auch in Portugal und Irland aus, wo das pro Jahr erhöhte Einkommen für Frauen bei fast zehn Prozent liegt (bei Männern rund acht bzw. etwa sieben Prozent).

Für die rechnerischen Durchschnittswerte wurden verschiedene Faktoren wie etwa Länge des Erwerblebens, Veränderung der Steuersätze bei steigendem Einkommen und staatliche Leistungen wie Arbeitslosen- und Elterngeld berücksichtigt. Wer aus den Ergebnissen den Schluss zieht, möglichst viele Jahre in seiner Ausbildung anzusammeln, irrt jedoch: "Bummelstudenten verdienen nicht mehr als die anderen Studierenden", betonen die StudienautorInnen, "Sitzenbleiber nicht mehr als diejenigen, die ohne Wiederholung das Schulsystem durchlaufen." (APA, 6.4.2012)>



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11.5.2012: Neues Buch "Bildungslücke" moniert in der Schule keine Vorbereitung auf den Berufsalltag - kein Training zur Selbstbeherrschung

aus: Der Standard online: Neues Buch: Was die Schule uns nicht gelehrt hat; 11.5.2012;

<Fabian Kretschmer

Werden unsere Schul- und Uni-Absolventen wirklich auf den Berufsalltag vorbereitet? Nein, finden die Autoren von "Bildungslücke".

"Da steh ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor" - wie Goethes Faust fühlt sich wohl der Großteil der Schul- und Universitätsabsolventen kurz vor ihrem Eintritt ins Berufsleben. Gerade wenn die neuen Chefs sie am ersten Arbeitstag mit den Worten "Vergessen Sie alles, was Sie bisher gelernt haben" begrüßen, wird ihnen klar vor Augen geführt: Auf das "wirkliche Leben" hat sie unser Bildungssystem nicht wirklich vorbereitet. Trotz Unmengen an Theorien und Methodiklehre fehlt vielen Jungakademikern die Fähigkeit, das Wissen auch in der Praxis anzuwenden.

Laut einer Umfrage unter 14.000 deutschen Unternehmen von 2010 beklagten ganze 74 Prozent die mangelnde Qualifikation der Schulabgänger. Der Lernstoff sei zudem nicht relevant genug.

Diese "Bildungslücke" - also die Diskrepanz zwischen dem Bildungssystem und den Ansprüchen der Arbeitswelt - wollen die Herausgeber Thilo Baum und Martin Laschkolnig mit ihrem gleichnamigen Buch schließen. Anstatt beim Bildungssystem nur über formale Dinge zu debattieren - etwa Gesamtschule ja oder nein? - geht es den beiden ums Inhaltliche: Was sollten Schul- und Uni-Absolventen wirklich wissen, um in der Arbeitswelt bestehen zu können?

In 20 Kapiteln stellen ebenso viele Autoren jeweils einen wesentlichen Aspekt vor. Von Selbstwert- und Motivationstraining über Rhetorik bis hin zu Medienkompetenz werden dabei hauptsächlich Soft Skills vermittelt. Die Autoren sind allesamt Trainer und Vortragende im Weiterbildungsbereich, daher liest sich das Buch im Grunde wie ein Sammelsurium aus einzelnen Workshops und Seminaren - kurzweilig, informativ und hilfreich. Vorausgesetzt natürlich, man stört sich nicht am Ratgeber-Tonfall.

Den meisten Lehrern und Professoren wird die Lektüre von Die Bildungslücke freilich übel aufstoßen. Etwa, wenn Herausgeber Martin Laschkolnig im Vorwort über die heimischen Lehrpläne lamentiert: "Die Lehrer beschäftigen ihre Zöglinge mit klassischer Literatur, höherer Mathematik und naturwissenschaftlichen Fachwissen. All das sind schöne Dinge, aber wo bleibt das Wesentliche?" Und dass unsere Universitäten vornehmlich als Ausbildungstätte für die Wirtschaft fungieren sollen - wie es den Autoren des Buches in Grundzügen vorschwebt -, dürfte ihnen ebenfalls nicht gefallen.

Aber für Lehrer und Professoren haben sie das Buch ja auch nicht geschrieben. (Fabian Kretschmer, DER STANDARD, Printausgabe, 12.5.2012)

Thilo Baum und Martin Laschkolnig (Hrsg.): "Die Bildungslücke", ¤ 19,90 / 304 Seiten, books 4 success, Kulmbach 2012>


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Enns (Österreich) 4.7.2012: Eltern und SchülerInnen dürfen bei Schulsanierung mitwirken - kleine Architekten

aus: Der Standard online: Nur das Bubenklo findet Lisa noch "grausiger"; 4.7.2012;
http://derstandard.at/1339639691230/Schulsanierung-in-Enns-Nur-das-Bubenklo-findet-Lisa-noch-grausiger

<Reportage | Kerstin Scheller

Wollen das Lernumfeld aktiv mitgestalten: Nachdem die Kinder ihre Volksschule inspiziert hatten, schrieben manche auf Zettel, was ihnen im Schulhaus gefällt und was gar nicht.

154 Jahre alt ist die Volksschule in Enns. Jetzt gibt es Geld für die Sanierung. Erstmals in Österreich lässt eine Stadt Schüler, Lehrer und Eltern mitplanen.

Enns - Lara stellt sich in Position. Mit dem Daumen ihrer rechten Hand zeigt sie nach unten. Den Eingangsbereich ihrer Schule mag sie absolut nicht. Flo fotografiert seine Mitschülerin. Dann will die Lehrerin von ihr wissen, warum sie sich dort so unwohl fühlt: "Da ist morgens immer so ein Gedränge." Die anderen vier Kinder, die neben Flo stehen, nicken bestätigend. Nur Lisa überlegt kurz, ob sie nicht die Stelle vor dem Bubenklo im zweiten Stock noch "grausiger" finden soll. "Da stinkt's immer so", meint die Drittklässlerin und hält sich die Nase zu.

Gemeinsam mit der Lehrerin sind die sechs Volksschüler in dem 154 Jahren alten Schulgebäude am Ennser Kirchenplatz unterwegs, um ihre ungeliebten und ihre Lieblingsorte zu erkunden und diese anschließend auf einem Plan zu markieren.

Die Schulhausexkursion ist der erste Teil eines zweitägigen Workshops zur längst überfälligen Renovierung der einstigen "Kaiser-Franz-Josef-Schule". Mit zwei Millionen Euro sei die Sanierung veranschlagt, 35 Prozent der Kosten übernehme das Land, berichtet Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ). Und erstmals in Österreich lässt eine Gemeinde als Schulerhalter Lehrer, Schüler und Eltern mitplanen. Der Wiener Architekt Franz Ryznar, Initiator der Plattfrom " SchulUMbau", erhielt von Karlinger den Auftrag.

Pädagogen, Architekten und Fachleute der Schulverwaltung haben die Plattform gegründet, um "Denkanstöße für einen zeit- und kindgemäßen Schulbau" zu geben. "Jeder Neu- und Umbau muss in architektonischem und pädagogischem Einklang geschehen", erklärt Ryznar. Dies bedeute, Lehrer und Schüler sollen das Lernumfeld aktiv mitgestalten.

In Enns ist zwar der Auftrag zur Sanierung bereits an einen Architekten vergeben, doch dann erfuhr der Bürgermeister von der Plattform. Die Idee, "im Vorfeld auf die Wünsche aller einzugehen", habe ihn überzeugt, die vorliegende Machbarkeitsstudie soll adaptiert werden.

Minus- und Pluspunkte

Nachdem 50 Schüler, aufgeteilt in kleine Gruppen, die Plus- und Minuspunkte ihrer Schule ausfindig gemacht haben, sind Lehrer und Eltern an der Reihe. "Wir haben nur einen Kopierer, der steht im Erdgeschoß, doch die meisten Klassen sind im ersten und zweiten Stockwerk", legt eine junge Lehrerin los. An den notorischen Platzmangel - die Vorschulklasse musste bereits in den gegenüberliegenden Pfarrsaal ausgelagert werden - scheint man sich hingegen schon gewöhnt zu haben. Offene Lernformen seien in der Kasernenschule mit einem langen schmalen Gang pro Stockwerk, von dem die Klassenzimmer weggehen, kaum möglich.

Julias Mutter stört vor allem, dass es vor dem Schulhaus keinen überdachten Wartebereich gibt. Denn erst ab 7.45 Uhr dürfen die Kinder hinein, durch die viel zu kleine Eingangstür, durch den viel zu engen Flur Richtung Steinstiege. Lara hat manchmal richtig Angst, "dass ich zerdrückt werde". Viel lieber ist ihr der Turnsaal, dort "habe ich Platz", oder aber die Balancierstange im Schulgarten. Sofort hüpft sie hinauf, lacht Flo zu, der ein Foto von ihr an ihrem Lieblingsort macht. (Kerstin Scheller, DER STANDARD, 4.7.2012)>


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20 minuten online, Logo

16.10.2012: Polizist als "Mentalist" gründet Analystenschule, um Menschen zu "durchleuchten", sieht aber nur das Negative...

Warnung: Hier gründet ein negativ gepolter Schweizer eine Privatschule, um die Menschen nur im negativen Bereich zu sehen. Er konzentriert sich "auf negative Energien". Wer sich an der Nase kratzt oder Augen verdreht, der signalisiert "Unsicherheit" und bekommt keine Stelle. Diese Schule widerspricht somit jeglichen Menschenrechten und sollte gleich wieder abgeschafft werden. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Menschen durchleuchten: Erste Schule für Mentalisten gegründet; 16.10.2012;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/11149244

<von Till Hirsekorn -

Der Walliser Ex-Polizist Georges Gessler (Georges Kessler (54) ist Trainer, Berater und Mentalist) hat die erste Mentalistenschule der Schweiz auf die Beine gestellt. Dort kann man lernen, dem menschlichen Wesen professionell auf den Grund zu gehen.

Georges Gessler*, wie wird ein Polizist zum Mentalist?
Georges Gessler:
Schon in meiner Zeit als Polizist und danach als Unternehmensberater haben mich Menschen interessiert. Als Mentalist kann ich dem menschlichen Wesen viel schneller auf den Grund gehen.

In der Serie «The Mentalist» löst Patrick Jane durch aussergewöhnliche Beobachtungsgabe jeden Fall. Und Sie?
Ich löse zwar keine Kriminalfälle, aber der Ansatz ist ähnlich: Für Grossunternehmen prüfe ich Kandidaten für Kaderstellen auf Herz und Nieren. Bei Vorstellungsgesprächen merke ich rasch, wer sozialkompetent ist oder es lediglich vorgaukelt. Als Mentalist sehe und spüre ich Unsicherheiten deutlicher. Daneben verwende ich auch die oft in polizeilichen Verhören verwendete sogenannte «Colombo»-Technik, ähnlich wie in der Serie «lie to me». Im Hier konzentriere ich mich auf die Mimik, Gestik und negative Energien meines Gegenübers.

Wie verrät sich ein Lügner?

Es gibt viele Muster. Oft gilt jedoch: Wer die Augen verdreht, sich an der Nase kratzt, keine feste Stimme hat und rot wird, signalisiert Unsicherheit. Starre Lippen deuten auf Angst

Ende Monat eröffnen sie die erste Mentalistenschule der Schweiz – eine Kaderschmiede für den nächsten Uri Geller?
Nein. Uri Geller ist ein «Magier», der mit optischen Täuschungen arbeitet und seine Tricks nicht offenlegt. Bei unserem Intensivkurs erlernt man die Technik, die Sinne so zu schärfen, um sich und sein Gegenüber besser zu durchleuchten. Für unseren Kurs haben sich bereits zwanzig Leute angemeldet, darunter ein Polizist.

Mentalisten sind in der Schweiz nicht gerade verbreitet. Warum nicht? Es gibt viele Scharlatane, das schreckt ab.>

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