Terror gegen Lehrerin in den "USA" am
30.4.2026: Die Mutter von Noah Beck:
Lehrerin freigestellt: Wie präsent darf eine
Lehrperson auf Social Media sein?
https://www.20min.ch/story/lehrerin-wegen-tiktok-freigestellt-debatte-entfacht-103555237
Der Link zum Tanz (ohne Tanz, nur mit Foto): https://www.tiktok.com/@alyciayep/video/7634076837446012190?_r=1&_t=ZN-95xxDC9ahug
"first his sister, now his MOM? wow"
Der Link zum Tanz (mit Tanz, aber da sieht man ja gar
nichts):
https://www.youtube.com/shorts/VuUGGdc4fNw
Deborah Gonzalez -- Eine
US-Lehrerin wird wegen Tanzvideos freigestellt. Der
Fall löst eine Debatte über Social Media und
Vorbildrollen aus. Was denkst du darüber? Diskutiere
hier mit.
Eine Lehrerin in den USA wird wegen
älterer Tiktok-Tanzvideos vorübergehend freigestellt.
Die Schulbehörde prüft, ob ihr
Verhalten mit ihrer Rolle als Lehrerin vereinbar ist.
Der Fall löst online eine Debatte
über Moral und Social Media bei Lehrpersonen aus.
Studien zeigen, dass Berufe mit
Vorbildfunktion strenger beurteilt werden und Social
Media ein Spannungsfeld bleibt.
Darf eine Lehrerin auf Tiktok tanzen? In den USA sorgt
genau diese Frage gerade für hitzige Diskussionen – und
zeigt, wie schnell Social Media und Beruf kollidieren
können.
Auslöser ist der Fall rund um Noah Beck: Die Mutter des
bekannten Influencers arbeitet als Lehrerin – und wurde
vorübergehend von ihrer Schule freigestellt. Grund dafür
sind ältere Tiktok-Videos, in denen sie tanzt. Einige
Clips wurden als «unangemessen» eingestuft, woraufhin
eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Die Schulbehörde prüft nun, ob ihr Verhalten mit ihrer
Rolle als Lehrerin vereinbar ist. Der Fall verbreitete
sich rasch online – und löste eine Grundsatzdebatte aus:
Müssen Lehrpersonen auf Social Media strenger sein als
andere?
«Ekelhaft», «krank», «nicht normal»
In den Kommentarspalten wird schnell klar: Die Meinungen
gehen weit auseinander. «Das ist ekelhaft», schreibt
etwa ein User. «Krank», kommentiert ein anderer. Und
weiter meint einer: «Das ist doch nicht normal! So
verhält sich doch keine Lehrerin, geschweige denn
Mutter!»
Andere wiederum sehen das Problem nicht: Eine erwachsene
Frau dürfe sehr wohl tanzen – egal welchen Beruf sie
ausübt. Die Kritik sei übertrieben und moralisch
aufgeladen.
Zwischen Vorbildfunktion und Privatleben
Die Diskussion ist nicht neu. Lehrpersonen stehen
traditionell unter besonderer Beobachtung – auch
ausserhalb des Klassenzimmers.
Studien zeigen, dass gerade Berufe mit Vorbildfunktion
wie beispielsweise Lehrpersonen, Ärztinnen und
Polizisten stärker nach moralischen Massstäben beurteilt
werden als andere. Forschende sprechen hier von
sogenannten «Role Model Expectations»: Die Gesellschaft
erwartet ein konsistentes Verhalten – online wie
offline.
Das Spannungsfeld
Eine Untersuchung im Fachjournal Teaching and Teacher
Education kommt zum Schluss, dass Social Media für
Lehrpersonen ein Spannungsfeld ist: Einerseits Teil des
normalen Privatlebens, andererseits öffentlich einsehbar
und damit bewertbar.
Auch eine Studie der American Educational Research
Association zeigt: Viele Lehrpersonen zensieren sich
online bewusst, aus Angst vor beruflichen Konsequenzen.
Gleichzeitig wächst der Druck, authentisch zu bleiben.