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Schulsozialarbeit für das Gleichgewicht der Energien zwischen Lehrpersonen, Schülern und Eltern

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Der vorliegende Artikel zeigt, wie das Wissen von Sozialarbeitern über die Entwicklung von Jugendlichen eine wichtige Regulierung zwischen hilfesuchenden Lehrpersonen und dummen, restrektiven, konservativen oder religiös-fanatischen, völlig desorientierten, oder völlig überarbeiteten Eltern ist.

Schulsozialarbeit in Uster (Schweiz) 7.1.2009: <Die Eltern der Schüler sind in die Pflicht zu nehmen

Von Eduard Gautschi; aus: Tagesanzeiger online, 7.1.2009,
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/oberland/Die-Eltern-der-Schueler-sind-in-die-Pflicht-zu-nehmen/story/23740613

<Seit 1. September 2007 bietet die Sekundarstufe Uster Schulsozialarbeit an. Schüler, Lehrkräfte und Eltern schätzen das Angebot – und nützen es auch.
Schulsozialarbeiterin Denise Rusterholz arbeitet in den Schulhäusern Krämeracker und Freiestrasse.

Schulsozialarbeiterin Denise Rusterholz arbeitet in den Schulhäusern Krämeracker und Freiestrasse. Elias Schwegler arbeitet seit Sommer 2007 als Schulsozialarbeiter in den Schulhäusern Weidli und Freiestrasse. Die Schulsozialarbeit an der Sekundarstufe Uster ist als Pilotprojekt für drei Jahre bewilligt worden. Somit ist jetzt Halbzeit in der Versuchsphase und Zeit für eine erste Bilanz. Schwegler teilt die 160 Stellenprozente der Schulsozialarbeit mit Denise Rusterholz, die wie er im Schulhaus Freiestrasse, aber auch im Krämeracker arbeitet. Schwegler hat ursprünglich eine Schreinerlehre absolviert, war als Werklehrer tätig und hat nach Abschluss des Studiums an der ehemaligen Hochschule für Soziale Arbeit eine vierjährige Ausbildung zum Paar- und Familientherapeuten und eine Coaching-Ausbildung absolviert.

Schwegler arbeitet seit sieben Jahren als Schulsozialarbeiter. Seine Arbeit gefällt ihm. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist sicher auch, dass die Schulsozialarbeit in Uster sehr gut aufgenommen worden ist. «Wir hatten einen guten Start in Uster, wir wurden gut eingeführt», sagt Schwegler. Dabei denkt er offenbar nicht nur an die Kontakte mit Schülerinnen und Schülern oder mit deren Eltern, sondern an das Vertrauen, das ihm die Lehrkräfte in den beiden Schulhäusern Weidli und Freiestrasse entgegenbrachten. Das Lehrerinnen und Lehrern Hilfe angeboten werde, sei ja eher neu. Hilfe anzunehmen sei hingegen ja auch nicht immer leicht. Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften sei aber sehr erfreulich verlaufen, die gegenseitige Akzeptanz sei gross und die Zusammenarbeit fruchtbar. «Die Lehrkräfte sind oft dankbar, wenn wir sie bei Elterngesprächen unterstützen können.»

Büro im Schulhaus

Wie sieht den der Tagesablauf eines Schulsozialarbeiters aus? Was immer auch ansteht und zu tun ist, eines bleibt sich immer gleich: er hat täglich Kontakt mit Schülerinnen und Schülern. Rund zwei Drittel von ihnen werden ihm zugewiesen, ein Drittel der Kontakte ergibt sich auf freiwillige Initiative der Schüler oder basierend auf einem Vorschlag der Lehrkräfte oder Eltern. «Freiwilligkeit ist wichtig, unter Zwang lässt sich wenig erreichen», sagt Schwegler. Das erste Gespräch sei jeweils sehr wichtig, bilde es doch die Basis für eine weitere, verpflichtende Zusammenarbeit. «95 Prozent der Schülerinnen und Schüler erkennen die Beratung durch uns als Chance – das ist sehr erfreulich», sagt Schwegler. Der Schulsozialarbeiter werde als neutrale Anlaufstelle wahrgenommen. Er helfe, aber er strafe nicht. Allfällige Massnahmen schulischer Art würden nicht durch die Schulsozialarbeit verfügt. Das Angebot sei sehr niederschwellig, das Büro befindet sich vor Ort im Schulhaus. Das sei wichtig. Der erste Schritt sei ja oft der schwerste. Jede Schülerin und jeder Schüler könne das Angebot anonym nutzen. Die Schulsozialarbeit sei gut vernetzt, kenne die Angebote für weiterführende Hilfe und biete sich bei Gesprächen mit Eltern und Lehrkräften an.

Ursache liegt im Elternhaus

Die meisten Schülerinnen und Schüler, die die Schulsozialarbeit in Anspruch nehmen, kämpfen laut Schwegler mit familienbedingten Schwierigkeiten. Sei das, weil sich die Eltern streiten oder sich trennen wollen, sei das, weil verschiedene Kulturen aufeinandertreffen oder weil sich die Schülerinnen und Schüler ungerecht behandelt fühlen. Auch Sucht und Krankheit im Elternhaus seien für die Kinder sehr belastend. Kinder seien sensible Wesen. Auch die nach aussen hin coolsten seien verletzlich. Oft helfe es ihnen, wenn sie einer neutralen Person erzählen können, was sie bedrückt. Viele von ihnen seien zu wenig betreut, oft fehle den Eltern die Zeit, ihnen ein Vorbild zu sein. Das heisse nun aber nicht, dass die Schule dieses Manko auffüllen müsse. «Die Eltern sind in die Pflicht zu nehmen. Sie sind die Bezugspersonen», sagt Schwegler. Die Eltern seien manchmal froh, wenn ihnen das einmal deutlich gesagt werde. Denn auch sie seien oft verunsichert.

Je früher je besser

«Wir heilen nicht, wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Ressourcen anzuzapfen, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und sich selbst zu helfen.» Neben der Einzelarbeit mit Schülerinnen und Schülern sind die Schulsozialarbeiter aber auch Ansprechpartner und Helfer bei Klassenprojekten. «Die Schulsozialarbeit ist auf bestem Weg, ein ganz normaler Teil des Schulalltags und -angebots zu werden, und das ist sicher gut so für alle Beteiligten», sagt Schwegler. Seiner Meinung nach würde es Sinn machen, wenn die Schulsozialarbeit auch in der Unterstufe und sogar im Kindergarten Einzug halten würde. «Je früher Probleme erkannt und behandelt werden, umso grösser das Lösungsangebot.»>


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Zug (Schweiz) 2.12.2009: Verbesserung des Übergangs von der Schule ins Berufsleben mit 6 Massnahmen

aus: 20 minuten online: Nahtstellenkonferenz: Sechs Projekte für den Übertritt; 2.12.2009;
http://www.20min.ch/news/luzern/story/28579625

<Damit die Schnittstelle zwischen obligatorischer Schulzeit und Übertritt in die Berufswelt möglichst reibungslos funktioniert, sind im Kanton Zug sechs Projekte aufgegleist worden. Diese Massnahmen resultierten aus der Zuger Nahtstellenkonferenz 2008.>

1. Einführung eines Persönlichkeitstests zur Standortbestimmung "Stellwerk" (Standortbestimmungstest)
2. Optimierung des Zeugnisses
3. Einführung eines Berufswahlordners
4. Einführung eines Absageformulars für Lehrfirmen, so dass die Lehrlinge ein Feed-Back bei Absagen erhalten und die Firmen nicht lange Briefe formulieren müssen
5. Webtool "Nahtstelle Zug" zur Stärkung des Dialogs zwischen Schule und Wirtschaft
6. Eingreif-Management für Jugendliche, deren Einstig in die Berufswelt gefährdet ist.

<So wird etwa der Standortbestimmungstest «Stellwerk» bis Sommer 2010 in fünf Gemeinden des Kantons, bis Sommer 2011 dann in allen Zuger Gemeinden flächendeckend eingeführt. Stellwerk zeigt Jugendlichen im achten Schuljahr ihre schulischen Schwächen und Stärken auf.

Bis Februar 2010 liegen zudem konkrete Vorschläge eines optimierten Zeugnisses vor, welches den Anliegen von Jugendlichen, Lehrerschaft und Lehrfirmen gleichermassen Rechnung tragen soll.

Auch bezüglich Berufswahl stehen Verbesserungen an, wie es in der Mitteilung der Direktion für Bildung und Kultur vom Mittwoch weiter heisst. Neu eingeführt wurde etwa ein Berufswahlordner.

Für Lehrfirmen hat eine Arbeitsgruppe ein Absageformular kreiert, auf dem die Firmen die Gründe der Absage ankreuzen können. Im nächsten Sommer soll zudem ein Webtool «Nahtstelle Zug» aufgeschaltet werden, das den Dialog zwischen Wirtschaft und Schule stärken soll.

Erste Erfahrungen gesammelt wurde im Case Management. Jugendliche, deren Einstieg in die Berufswelt gefährdet ist, sollen individuell betreuut werden. Im Kanton Zug sind gemäss Auskunft der Volkswirtschaftsdirektion zwei bis drei Prozent der Jugendlichen betroffen. Noch nicht spruchreif ist die Optimierung der Schnittstelle zwischen Sekundarschule und Maturitätsschule.>


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Zürich 21.6.2010: Kurse in "Lebenskompetenz" für Jugendliche, die es noch nicht kapiert haben - und der Kurs ist ein Erfolg

aus: 20 minuten online: "Kurs in Lebenskompetenz": Wenn Schüler in die Lebensschule müssen; 21.6.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/10960794

<"Schwierige Jugendliche, denen an Stadtzürcher Sekundarschulen ein Schulausschluss droht, müssen künftig einen "Kurs in Lebenskompetenz" besuchen.

Null Bock auf die Schule: Ab in den Lebenskompetenz!

Die Schüler, die in der Schule schwierig sind und denen deswegen ein Ausschluss droht, werden darin motiviert, ihr Verhalten in der Schule anzupassen und eine weitere Eskalation zu verhindern.

Nach einer zweijährigen Pilotphase werde das Angebot mit dem Namen «Limit» ab dem Schuljahr 2010/11 für alle Schulkreise der Stadt Zürich eingeführt, hiess es am Montag an einer Medienorientierung. Durchgeführt wird es von der städtischen Suchtpräventionsstelle, die auch die Kosten von jährlich knapp 30 000 Franken übernimmt.

Geplant sind vier Kurse jährlich in Kleingruppen für je maximal acht Jugendliche. Sie dauern 12 Stunden und finden ausserhalb der Schulzeit an fünf bis sechs Mittwochnachmittagen statt.

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule, die an der Schule wiederholt Grenzen überschreiten, den Unterricht massiv stören sowie sich gegenüber Mitschülerinnen und Mitschüler aggressiv und gegenüber Lehrpersonen respektlos verhalten. Es gehe darum, «eine problematische Spirale zu durchbrechen».

«Problematische Spirale durchbrechen»

In den «Limit»-Kurs geschickt werden die Jugendlichen, wenn an der Schule ergriffene Massnahmen wenig fruchteten und schwerwiegende Konsequenzen - wie ein Timeout oder ein Schulausschluss - drohen. «Limit» sei eine konkrete Massnahme für als gefährdet erkannte Jugendliche.

Im Kurs müssen sie sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen und sich der Konsequenzen bewusst werden. Es gehe darum, Lösungsansätze zu entwickeln, wie problematische Situationen im Umgang mit anderen besser gemeistert werden können.

Die Pilotkurse mit Jugendlichen des Schulkreises Schwamendingen sind gemäss Kreisschulpflegepräsident Res Rickli erfolgreich verlaufen. Es habe sowohl von Jugendlichen wie von den Lehrkräften positive Rückmeldungen gegeben.

(sda)>


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Basler Zeitung online,
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Basel 22.6.2010: "Stop-Gewalt-Training" für alle Primarschüler

aus: Basler Zeitung online; 22.6.2010;
http://bazonline.ch/basel/stadt/StopGewaltTraining-fuer-alle-Primarschueler/story/17398880

<Gewaltpräventionsprogramme gibt es nach den Sommerferien in allen Basler Primarschulen. Nach einem erfolgreichen Versuch in zehn Klassen werden diese nun flächendeckend in den zweiten Primarklassen eingeführt.

Konkret soll ein Präventionsteam der Kantonspolizei jede Klasse einen Vormittag lang besuchen und mit den Kindern spielerisch gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien erabeiten. Ergänzend sei jeweils ein Elternabend vorgesehen, teilten das Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) und das Erziehungsdepartement (ED) mit.

Kindern mit erkanntem dissozialem Verhalten wolle der Kanton zudem ein Training zur Gewaltvermeidung anbieten. Geschlechtsspezifische «Stop-Gewalt-Trainings» gibt es heute schon für Kinder von 11 bis 14 respektive 15 bis 17 Jahren, jedoch noch nichts für jüngere in der Primarschule.

Manche Primarschulkinder hätten Mühe, sich an Regeln zu halten und setzten für ihre Ziele Gewalt ein, hiess es weiter. Die Rede ist von «massivem Risikoverhalten» und «geringer Frustrationstoleranz». Bei Mobbing und gewalttätigen Übergriffen ziehen Schulen bereits heute das Team der Besonderen Prävention der Polizei bei. (jg/sda)>

Tagesanzeiger online,
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Zürich 3.9.2010: Fremdsprachige Kinder werden von den Eltern oft auch noch alleine gelassen - die Unterschätzung der Schule

Kommentar: Die Eltern von Migrantenfamilien wissen oft nicht, wie wichtig die Schule für das Kind ist bzw. dass die Schule für das Kind die Zukunft bedeutet. Dieses schwachsinnige Verhalten von Migranten-Eltern wurde nun in Zürich bestätigt. Nicht erwähnt sind Kinder der heimischen Bevölkerung, die von ihren deutschsprachigen Eltern im Stich gelassen werden. Es fehlt also generell eine Eltern-Sozialarbeit, damit dumme Eltern lernen, die Schule des Kindes zu schätzen.

aus: Tagesanzeiger online: Deutschsprachige Kinder sind in Zürich erstmals in der Minderheit; 3.9.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Deutschsprachige-Kinder-sind-in-Zuerich-erstmals-in-der-Minderheit/story/17143539

<Von Daniel Schneebeli. Aktualisiert um 12:45 Uhr

In Zürich gibt es seit kurzem mehr fremdsprachige als Deutsch sprechende Kinder. Deren Schulerfolg ist sehr mässig. Der Ausländerbeirat nimmt Stellung.

Migrantenkinder an Schweizer Schulen: Oft haben sie es besonders schwer, dem Unterricht zu folgen. (AFP)

Der Ausländerbeirat

Der Ausländerbeirat ist das «Sprachrohr» der nicht stimmberechtigten Bevölkerung in der Stadt Zürich. Er besteht aus 20 Mitgliedern. Er kann Empfehlungen abgeben und bei der Stadtpräsidentin Anträge einreichen. Er ist provisorisch bis Ende 2010 eingesetzt. Demnächst wird der Gemeinderat über die definitive Einführung entscheiden.

Die Bevölkerung in der Stadt Zürich verändert sich stetig. Von 1990 bis 2008 sank die Zahl der Kinder mit deutscher Muttersprache von knapp 18 000 auf 13 500, während die Zahl der Fremdsprachigen von 8400 auf 13 600 stieg. Als fremdsprachig gelten auch Kinder, die gut Deutsch sprechen und einen Schweizer Pass haben, aber eine andere Muttersprache sprechen. Umgekehrt werden Kinder aus Deutschland oder Österreich ohne Schweizer Pass den Deutschsprachigen zugerechnet.

Der Ausländerbeirat der Stadt Zürich zeigt in einer Broschüre auf, wie der Schulerfolg der Fremdsprachigen ist: nämlich mässig. In den Kleinklassen oder in der Sek C waren die Fremdsprachigen 2008 fast unter sich, während in den Gymnasien die Deutschsprachigen die überwiegende Mehrheit bilden.

Von den Eltern allein gelassen

Muammer Kurtulmus ist Türke, Sozialarbeiter und lebt seit 1996 in Zürich. Er ist Mitglied des Ausländerbeirats und hat die Zahlen aus den Schülerstatistiken der Bildungsdirektion zusammengetragen. Für ihn ist klar, weshalb die Fremdsprachigen schlechtere Schüler sind: Es liegt an der sozialen Herkunft. «Oft stammen die Migranten aus den benachteiligten Schichten in ihren Herkunftsländern», sagt Kurtulmus. Die Kinder aus diesen Familien hätten es besonders schwer in der Schule. Weil ihre Eltern kaum Deutsch sprechen, können sie ihren Kindern bei den Aufgaben nicht helfen. «Fremdsprachige Kinder werden in der Schule von ihren Eltern oft allein gelassen», sagt Kurtulmus.

Und noch etwas hat der Ausländerbeirat festgestellt: Ausländerkinder sind sehr unterschiedlich erfolgreich. Am besten schneiden die Tamilen ab, immerhin die fünftgrösste Fremdsprachigengruppe in Zürich. Von den tamilischen Kindern machen mehr als 10 Prozent eine Mittelschule, über 40 Prozent schaffen die Sek A, und nur knapp 10 Prozent sind in der Sek C. Ganz anders die portugiesisch und albanisch sprechenden Kinder: Von ihnen waren 2008 nur knapp 3 Prozent im Gymi während über 20 Prozent in der Sek C landeten.

Wert der Schule unterschätzt

Kurtulmus hat dafür eine Erklärung: Im Unterschied zu den anderen hätten die Tamilen ihre Heimat verloren und wollten hier bleiben. Sie hätten gemerkt, dass für den Aufstieg in der Schweiz eine gute Schulbildung nötig sei. «Tamilische Eltern setzen ihre Kinder oft unter Leistungsdruck», weiss Kurtulmus. Anders die albanischen Kinder. Deren Eltern seien oft mit einer marginalen Schulbildung gross geworden und würden den Wert Schule unterschätzen. Viele portugiesische Eltern seien der Meinung, Deutsch sei nicht so wichtig, da sie später ohnehin heimkehren wollten.

Die Schuld an der Benachteiligung fremdsprachiger Kinder will Kurtulmus niemandem in die Schuhe schieben – auch nicht den Zürcher Schulbehörden. Dennoch brauche es ein Umdenken. «Zürich ist eine Einwanderungsstadt», sagt Kurtulmus. Damit die Fremdsprachigen schnell Teil der Stadtbevölkerung werden, schlägt Kurtulmus Aufsuchende Elternarbeit vor. Er stellt sich Migranten vor, die in offiziellem Auftrag ausländische Familien zu Hause besuchten. (Tages-Anzeiger)>


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n-tv
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Deutschland 11.11.2010: Ganztagsschulen bewirken bei SchülerInnen mehr Zufriedenheit, mehr Leistung und weniger Aggression - und vor allem Migrantenkindern entwickeln sich besser

Kommentar: Eine Ganztagsschule ist wie eine grosse Sozialarbeit am Nachmittag. Die Kinder erfahren in Ganztagsschulen (vor allem in der Grundstufe) mehr Betreuung durch Erwachsene, die nicht Lehrpersonen sind, und die Kinder können sich gegenseitig viel besser kennenlernen als nur in der Schulbank. Durch mehr Kommunikation unter den Kindern kommt es bei Migrantenkindern dann auch zu einer viel besseren Integration. Die positiven Effekte sind erstaunlich:

aus: n-tv online: Bessere Leistung, weniger Aggression: Schavan lobt Ganztagsschulen; 11.11.2010;
http://www.n-tv.de/politik/Schavan-lobt-Ganztagsschulen-article1914056.html

<Ganztagsschulen können das Verhalten und die Leistungen von Schülern deutlich verbessern. Das ist das Ergebnis einer ersten umfassenden Untersuchung des Bundesbildungsministeriums. Wenn die Qualität des Angebots stimmt, haben Schüler demnach mehr Spaß beim Lernen und insbesondere Migrantenkinder können ihre Noten verbessern.

Schüler von Ganztagsschulen haben mehr Spaß an der Schule, ihre Lernfreude und Motivation wachsen. Zudem sind die Kinder weniger aggressiv oder störend im Unterricht und ihr Sozialverhalten sowie ihre Schulleistungen können durch Ganztagsschulen verbessert werden. Das zeigt eine erste Studie über die Auswirkungen von Ganztagsschulen, die vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegeben wurde. Entscheidend für die positive Wirkung ist demnach die Qualität der Angebote.

"Damit tragen Ganztagsschulen zum Abbau der Bildungsarmut bei", erklärte Bundesbildungsminister Annette Schavan. Die Studie zeige, "dass Kinder und Jugendliche unterschiedlicher sozialer Herkunft gleichermaßen von dem Ausbau von Ganztagsschulen profitieren". "Wir wissen aber auch, dass es letztlich auf die Qualität der Angebote ankommt, denn diese wirkt sich auch auf die Schulnoten aus."

Potenzial bleibt liegen

Ganztagsangebote wirkten sich positiv auf die Entwicklung des Sozialverhaltens, die Motivation und die schulischen Leistungen aus, wenn der Besuch "dauerhaft und regelmäßig erfolgt und zudem die Qualität der Angebote hoch ist", heißt es in der Studie führender Bildungsforschungsinstitute. Allerdings schöpften viele Schulen die Chancen des Ganztagsunterrichts noch nicht richtig aus. Beim Ausbau der Ganztagsschulen hatte der Bund die Länder seit 2003 bis 2009 mit vier Milliarden Euro unterstützt. Inzwischen bieten über 40 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Deutschland Ganztagsplätze an, allen voran Grundschulen.

Mit Blick auf aggressives Verhalten oder Stören im Unterricht entwickeln sich der Untersuchung zufolge Schüler, die dauerhaft Ganztagsangebote wahrnehmen, besser als Mitschüler, die das Angebot nicht oder nur sporadisch nutzen. Auch auf Lernmotivation und Schulfreude kann eine Ganztagsschule positiven Einfluss haben. Erforderlich ist dafür aber eine hohe Qualität der Angebote. Ganztagsschulen können in diesem Fall auch zu besseren Noten beitragen. Wenn die Teilnahme an Ganztagsangeboten Pflicht ist, verringert sich laut der Untersuchung auch das Risiko des Sitzenbleibens.

Migranten profitieren

Bundesbildungsministerin Schavan lobt das Erfolgsmodell Ganztagsschule.

Die jüngeren Schüler sind auch die eifrigsten Nutzer des freiwilligen Angebots - mit zunehmendem Alter sinkt die Teilnahmequote. Vor allem berufstätige Eltern und Alleinerziehende schätzen die Betreuung ihres Nachwuchses an der Schule. Kinder aus Migranten- und schlechter gestellten Familien nehmen allerdings das Grundschul-Ganztagsangebot weniger wahr als andere. Dabei gilt speziell für Migrantenkinder ab der 5. Klasse: Sie profitieren von Hausaufgabenhilfe und Lernzeit in der Schule und können so ihre Noten verbessern.

Die Untersuchung belegt auch die Bedeutung von Ganztagsschulen für Familien. Besonders stark nutzen Kinder erwerbstätiger Eltern und Alleinerziehender Ganztagsangebote. Befürchtungen, die ganztägige Betreuung wirke sich negativ auf das Familienleben aus, seien aber "klar widerlegt", heißt es in der Studie. Im Hinblick auf das Familienklima zeige sich sogar eine "tendenziell positive Wirkung".

Zentren für Bündnisse

Eine Ganztagsschule muss nach einer Definition der Kultusministerkonferenz mindestens an drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot von mindestens sieben Stunden anbieten. In manchen Schulen ist die Teilnahme am Ganztagsangebot Pflicht. In offenen Ganztagsschulen können die Eltern dagegen entscheiden, ob die Kinder das Angebot am Nachmittag wahrnehmen. Jede Ganztagsschule kooperiert inzwischen mit durchschnittlich sechs Partnern. An erster Stelle stehen die Sportvereine, gefolgt von Kunst- und Musikschulen und anderen kulturellen Einrichtungen. In der Sekundarstufe kommen auch Betriebe hinzu. Die Schulen könnten damit "Zentren von Bildungsbündnissen vor Ort" werden, erklärte Schavan.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft wies darauf hin, dass ihre Partei für die Förderung der Ganztagsschulen verantwortlich war. Die vier Milliarden stammen aus dem „Investitionsprogramm Bildung und Betreuung“, das von der SPD initiiert worden sei. "Andere haben sich erbittert gewehrt, weil die Einführung von Ganztagsschulen nicht mit ihrem veralteten Familienbild vereinbar schien", teilte Kraft mit Blick auf den Widerstand der Union mit.

Für die Studie hatten Bildungsforscher rund 54.500 Personen aus knapp 330 Schulen in 14 Bundesländern befragt, darunter Schulleiter, Lehrer, Schulsozialarbeiter, Schüler und Eltern. Verantwortlich für die Untersuchung waren das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) und die Universität Gießen. Das Bundesbildungsministerium finanzierte die Studie mit insgesamt 8,4 Millionen Euro.

tis/dpa/AFP>


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Köniz (Schweiz) 2.4.2012: <Dank Buddys: Kaum mehr Prügeleien auf Pausenplatz> - Peacemaker schlichten vor dem grossen Zoff

aus: 20 minuten online; 2.4.2012;
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/13070220

<von Simone Hubacher -

Gewalt, Mobbing und Streitereien auf dem Pausenplatz: Die Könizer Peacemaker-Buddys kämpfen dagegen an.

Erstmals in der Schweiz sind gestern in Köniz so genannte Peacemaker-Buddys («Friedensstifter-Kumpel») mit Urkunden und Hoodies geehrt worden: Sieben Schüler und Ex-Schüler des Zentrums für Sozial- und Heilpädagogik Landorf Köniz schreiten nämlich ein, wenn sich auf dem Schulhof andere Kids prügeln oder sich wüste Wortgefechte liefern. «Wir haben jeweils gefragt, was los ist, nahmen die Streithähne mit ins Klassenzimmer und befragten sie getrennt voneinander», sagt Fortesa.

«Meistens konnten wir damit die Situation entschärfen und am Schluss tat den Streitsüchtigen das Ganze leid», ergänzt Saskia. Früher prügelten sich die beiden Mädchen selbst oft – und besuchten darum vorübergehend die Sonderschule. Fortesa: «Dass wir uns einmischten, kam deshalb besser an, als wenn Lehrer dies getan hätten.»

Die «Fälle» werden von den Peacemaker-Buddys protokolliert und mit den Lehrpersonen besprochen. «Fürs Projekt steht jeweils eine Lektion pro Woche zur Verfügung», sagt Lehrerin Evelyn Kiefer. Nach erfolgreicher Pilotphase hat die Schule das Buddy-Projekt nun definitiv eingeführt – jedes Jahr werden wegen Schulaustritten vier bis sechs neue Buddys bestimmt. Das Projekt stammt aus Deutschland.>


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14.11.2013:
<"Tiere viel stärker in den Schulen einbinden"> - denn Tiere fördern das Sozialverhalten bei Kindern

aus: Der Standard online; 16.11.2013;
http://derstandard.at/1381372019901/Tiere-noch-viel-staerker-in-den-Schulen-einbinden

<Peter Mayr


"Nicht jeder Hund ist geeignet. Stresst ihn die Situation, dann bringt das nichts", sagt Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal.

Wie viele Hunde zum Einsatz kommen, ist schwer zu eruieren. Im Wiener Stadtschulrat heißt es dazu, dass darüber keine Statistik geführt werde.

Was haben Hunde in Klassenzimmern verloren? Sehr viel, sagt Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal. Denn sie haben "sehr gute Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Kinder". Auch das Unterrichtsministerium spricht von einer "motivierenden Bereicherung".

Wien – Der Hund muss wirklich entspannt sein: Kinder, die herumlaufen und hüpfen, schreien und lachen oder etwas unabsichtlich umschmeißen. All das muss ihm egal sein. Dann ist er auch wirklich geeignet: zum Schulhund. In der Fachsprache nennt sich der Einsatz von Hunden im Klassenzimmer "tiergestützte Pädagogik" – kommenden Dienstag findet an der Universität Wien ein Vortragsabend zu diesem Thema statt. Organisiert von Kurt Kotrschal, Professor für Verhaltensbiologie an der Uni Wien. Für ihn steht außer Streit, dass sich die Anwesenheit von Hunden auf den Unterricht und das Klassengefüge positiv auswirkt: "Der Präsenzhund hat sehr gute Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Kinder. Sie werden sozial homogener, extremes, aggressives Verhalten verringert sich", erklärt er. Das sei durchgängig so, daher wäre es "eigentlich empfehlenswert, Tiere noch viel stärker in den Schulen einzubinden".

Eigener Leitfaden

Wie viele Hunde zum Einsatz kommen, ist schwer zu eruieren. Im Wiener Stadtschulrat heißt es dazu, dass darüber keine Statistik geführt werde. Die Schulen entscheiden auch autonom über den Einsatz. Kotrschal: "Österreich ist das erste Land der Welt, in dem eine Schulbehörde Empfehlungen erarbeitet hat. Das zeigt die grundsätzlich positive Einstellung." In dem Leitfaden des Unterrichtsministeriums heißt es auch: "Pädagogisch richtig eingesetzt, stellen Hunde eine motivierende Bereicherung für den Unterricht dar, erhöhen die Schulzufriedenheit und verbessern das Klassenklima."

Richtig eingesetzt heißt auch: nicht den ganzen Tag und schon gar nicht die ganze Zeit in der Klasse. "Zweimal die Woche und nur drei Stunden lang. Das ist auch für den Hund genug", erklärt Harald Mandl. Er leitet einen der zwei in Österreich angebotenen Fortbildungskurse in diesem Bereich an der Pädagogischen Hochschule Burgenland (Linz ist der andere Standort). Mandl räumt auch mit einem gängigen Missverständnis auf: "Es geht ums Lernen der Kinder und nicht vorrangig darum, den Umgang mit den Tieren zu zeigen." Das sei eher ein angenehmer Nebeneffekt. 15 Lehrer und Lehrerinnen pro Kurs lernen an Wochenenden Theorie und Praxis der "tiergestützten Pädagogik".

"Große qualitative Unterschiede"

In Deutschland gebe es einen regelrechten Boom in diesem Bereich, sagt die deutsche Tierärztin Hildegard Jung, eine der Vortragenden kommende Woche an der Uni Wien. Genaue Zahlen gibt es auch hier nicht – "es ist ja freiwillig, und viele Tiere sind auch ohne offizielle Funktion in den Schulen". Jung warnt daher auch: "Wie bei allen Dingen, die sehr populär sind, gibt es sehr große qualitative Unterschiede."

Aber welche Hunderassen sind besonders geeignet? Die ganz kleinen Hunde sind es nicht, sagt Fortbildungskurs-Leiter Mandl, genauso wenig wie etwa ein Dobermann, wobei: "Ganz ausschließen kann man kein Tier." Auch Verhaltensbiologe Kotrschal schränkt ein: "Nicht jeder Hund ist geeignet. Stresst ihn die Situation, dann bringt das nichts. Außerdem braucht er eine Art Rückzugsbereich. Der Hund will nicht zu Tode gestreichelt werden."

In Rollenspielen lernen

Neues Einsatzfeld ist seit kurzem der Lesebereich. Der sogenannte Lesehund, der einfach nur dabeisitzt oder -liegt, reicht aus, um die Schülerinnen und Schüler "mehr zu motivieren", sagt Kotrschal. Wichtiges Thema ist natürlich auch die Unfallprävention. Allein in Wien gab es heuer bis jetzt 147 Anzeigen wegen Hundeattacken. Tierärztin Jung ist auch Expertin für Bissprävention. Sie lehrt den richtigen Umgang mit Hunden in Schulen: "Zuerst versuchen wir in Rollenspielen zu zeigen, dass die Perspektive der Tiere eine andere ist", erklärt sie. Eine Woche später wird dann das Verhalten in konkreten Situationen mit den Kindern geübt, etwa für den Schulweg. In einigen Kantonen in der Schweiz sind derartige Trainings für Kinder bereits Pflicht.

Was sind die Kardinalfehler? "Viele Kinder blenden den Hund einfach aus. Sie bemerken gar nicht, dass er da ist", sagt die Expertin. Besonders gefährlich sei vor allem bei kleinen Kindern, wenn "sie von sich aus auf den Hund zugehen". Daher ist hier die ständige Anwesenheit von Erwachsenen wichtig. Jung: "Wenn es an der Tür läutet, nehme ich entweder den Hund oder das Kind mit. Beide alleine lassen, das geht gar nicht." Bei aller Vorsicht meint die Expertin aber auch: "Es gibt mehr Unfälle mit Pferden, mit Autos sowieso." (Peter Mayr, derStandard.at, 14.11.2013)

Vortragsabend "Tiere als Pädagogen": Dienstag, 19. 11. 2013, Kleiner Festsaal der Uni Wien, 18:30 Uhr

Europäischer Dachverband für tiergestützte Therapie>


Berliner
                                    Morgenpost online, Logo

Berlin 2.10.2014: <
Schwere körperliche Gewalt an Berliner Schulen nimmt zu> - mehr Sozialarbeiter notwendig

aus: Morgenpost online;
http://www.morgenpost.de/berlin/article132876633/Schwere-koerperliche-Gewalt-an-Berliner-Schulen-nimmt-zu.html

<Die Gewalt an Berliner Schulen ist deutlich gestiegen. Vor allem Grund- und Sekundarschulen melden Vorfälle. Mehr Sozialarbeiter an den Schulen sollen das Problem in den Griff bekommen.

Von R. Köhler und K. Lange

Prügeln, treten, gewaltsam Schuhe oder Jacken abziehen – an den Berliner Schulen haben Fälle schwerer körperlicher Gewalt zugenommen. Im vergangenen Schuljahr wurden der Bildungsverwaltung 511 Taten gemeldet, 68 mehr als im Jahr zuvor. Auch Bedrohungen unter Schülern sind an der Tagesordnung. 2013/14 wurden 340 solcher Vorfälle dokumentiert, 29 mehr als im Schuljahr 2012/13.

Die Zahlen stammen aus der jüngsten Studie zur Gewaltstatistik der Bildungsverwaltung, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Insgesamt meldeten die Schulen im vergangenen Schuljahr 2792 Gewaltvorfälle, darunter auch Beleidigungen, Drohungen, Mobbing und Suchtmittelkonsum. Die meisten Meldungen kamen von Grund- und Sekundarschulen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) führt die Zunahme von Gewaltvorfällen aber auch auf ein sensibleres Meldeverhalten der Schulen zurück. Berücksichtigt werden müsse zudem, dass die Schülerzahlen gestiegen sind, sagt Scheeres. "Ungeachtet dessen müssen wir die Krisen- und Gewaltprävention weiter ausbauen." Ein friedliches Schulklima sei Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

Schulen brauchen mehr Sozialarbeiter

Der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, fordert, jede Schule mit Schulsozialarbeitern auszustatten. Notwendig sei zudem, dass Lehrer und Sozialarbeiter besser zusammenarbeiten. Auch Herbert Scheithauer, Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Freien Universität (FU), plädiert dafür, dass jede Schule einen Sozialarbeiter haben sollte, auch die Berliner Gymnasien. "Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass es böse und gute Schulen gibt", sagt er. An jeder Schule könne es Probleme geben. Daher sei es wichtig, dass Sozialarbeiter und Lehrer noch stärker zusammenarbeiten.

Den Anstieg der Gewaltvorfälle erklärt er ebenfalls mit einer höheren Sensibilität und einem geänderten Meldeverhalten. "Durch mehr Aufklärung und Präventionsprogramme wird mehr Gewalt wahrgenommen." Was früher als Schulhofrangelei durchgegangen ist, könne heute schon als Vorfall gemeldet werden. Der FU-Professor hat bereits mehrere Projekte zur Gewaltprävention an Schulen mitentwickelt. Eins davon ist das Projekt "Fairplayer" – ein Programm gegen Mobbing an Schulen.

Es richtet sich zum einen an Schulklassen und Jugendgruppen, es können sich aber auch Lehrer und Sozialarbeiter fortbilden lassen. Auch die Senatsbildungsverwaltung bietet zweijährige Fortbildungen an. "Jede Schule ist in Krisenmanagement geschult", sagt Beate Stoffers, Sprecherin von Bildungssenatorin Scheeres. Diese Teams seien von Schulpsychologen für Gewaltprävention und Krisenintervention beraten worden.>

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