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Das Schulessen

Meldungen,

präsentiert von Michael Palomino

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Nach einem Skandal um Tiefkühl-Erdbeeren aus China in deutschen Schulen, die eine Brechwelle provozierten, kommt endlich eine grosse Diskussion in Gang:

n -tv online, Logo

6.10.2012: <Geringe Budgets bei Schulessen: Experte kritisiert Großküchen> - billige Schulessen schaden den Kindern

aus: n-tv online; 6.10.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/Experte-kritisiert-Grosskuechen-article7406756.html

<Aus China importierte Tiefkühl-Erdbeeren sind offenbar die Ursache für eine Brechwelle an Schulen in Mittel- und Ostdeutschland. Die Cateringfirma Sodexo entschuldigt sich bei den Betroffenen. Experten kritisieren indessen die Sparpraxis von Großküchen.

Nachdem Tiefkühlerdbeeren aus China als wahrscheinlicher Auslöser des Brechdurchfalls in Ostdeutschland ausgemacht wurden, dauern die Untersuchungen der Behörden an. Der Nachweis von Noroviren sei schwierig, erklärte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums. Eine geringe Konzentration reiche für eine Erkrankung aus, aber nicht für einen Nachweis im Labor. Dennoch arbeiteten die Behörden weiter daran, den genauen Erreger zu identifizieren.

Mit Befragungen konnte herausgefunden werden, dass die Welle von Erkrankungen offensichtlich von einer Charge Tiefkühlerdbeeren ausging. Die Landeslabor hatten zudem bei einem großen Teil der Erkrankten Noroviren nachgewiesen, allerdings nicht in den bisher untersuchten Lebensmittelproben.

Mehr als 1000 Erkrankungen in Thüringen

Laut Gesundheitsministerium wurden in Thüringen bisher 1085 Erkrankungen an 50 Schulen und Kindergärten gemeldet. Die Welle sei aber inzwischen abgeklungen und in den vergangenen Tagen seien keine Neuerkrankungen, sondern nur noch Nachmeldungen eingegangen, hieß es.

Die Cateringfirma Sodexo hat indessen Entschädigungen angekündigt. Das Unternehmen bat die betroffenen Kinder und ihre Eltern um Entschuldigung und versprach, seine nach eigenen Angaben bereits strengen Regeln kritisch zu überprüfen. "Wir werden künftig die Auswahl unserer Lieferanten noch strikter handhaben", hieß es in der Mitteilung. Es handele sich um einen höchst bedauerlichen Einzelfall.

Der Ernährungswissenschaftler Volker Peinelt fordert bessere Gefahrenanalysen bei der Liefer- und Verarbeitungskette von Lebensmitteln. "Man kann das Risiko wahrscheinlich nie ganz auf Null bekommen, aber man kann eine Menge für die Sicherheit tun", sagte Peinelt, der an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach lehrt und zu Schulessen forscht.

Ernährungsexperte kritisiert Großküchen

Ein großes Problem sei, dass beim Einkauf in Drittländern und bei Großküchen zu sehr auf den Preis geschaut werde, sagte Peinelt. Es fehle oft an dem Bewusstsein, auch auf Qualitätsmerkmale wie mikrobiologische Zertifikate zu achten. Beim Schulessen werde zudem mit zu geringen Budgets gewirtschaftet - bundesweit nur zwischen 2 Euro und 3,50 Euro pro Mahlzeit. "Da muss ich natürlich beim Einkauf sehen, dass ich den billigsten Anbieter erwische. Und dann habe ich eben nicht die volle Sicherheit", sagte der Ökotrophologe. Mit 4,50 Euro sei gesundes Schulessen machbar.

Von der Krankheitswelle sind vor allem Schulen und andere Betreuungseinrichtungen in Sachsen, Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt betroffen. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes wurden bis Freitag 11.200 Fälle in insgesamt 497 Einrichtungen gemeldet. Mindestens 32 Patienten mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden. Es handelt sich um den bislang größten durch Lebensmittel verursachten Krankheitsausbruch in Deutschland.

Beim Einkauf im Supermarkt müssen sich Verbraucher nach Behördenangaben keine Sorgen machen: Es gebe keine Hinweise, dass die betroffene Ware in den Einzelhandel gelangt sei. Der Importeur bezog den Ermittlungen zufolge 44 Tonnen der tiefgefrorenen Erdbeeren. Davon war vermutlich eine Charge belastet.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts>

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