|
|
|
Folter im Klassenzimmer 01
Meldungen,
präsentiert von Michael Palomino
| Teilen: |
Facebook |
|
Twitter |
Bio-Rohkost-Produkte und mehr - kommt mit der
Post! Heilung+Vorbeugung durch Nahrung - Regenbogenkreis - Lübeck - Versand: Ganz Europa |
Rohköstlichkeiten Regenwaldprodukte Algen (Ausleitung) Energetisierung von Wasser Bücher+DVDs (Kochen+Heilen) |
|
|
|
Woher kommt das nur, dass vor allem Buben in Förderklassen sitzen?
Folter im Klassenzimmer in der Schweiz am 12.8.2026: Förderklasse mit hauptsächlich Buben und nur 2 Mädchen:
Gericht: Meitli kommt in Klasse mit fast nur Buben – Eltern blitzen ab
https://www.nau.ch/news/schweiz/meitli-kommt-in-klasse-mit-fast-nur-buben-eltern-blitzen-ab-67159321
Fototext: Ein Zürcher Elternpaar wollte nicht, das ihr Mädchen in eine Klasse mit fast ausschliesslich Buben kommt. (Symbolbild) - keystone
Keystone-SDA -- Zürich -- Das Bundesgericht stützt die Zuteilung des Mädchens in eine Klasse mit fast nur Buben. Individuelle Förderbedürfnisse wiegen schwerer als der Geschlechtermix.
Laut Bundesgericht durfte die Schule durfte den pädagogischen Förderbedarf höher gewichten als den Geschlechtermix.
28 Knaben und 15 Mädchen machten vier ausgeglichene Klassen unmöglich.
Das Mädchen besuchte nur acht Lektionen pro Woche in der bubenlastigen Halbklasse.
Im Rechtsstreit um eine Klassenzuteilung in einer Zürcher Gemeinde erlitten die Eltern vor dem Bundesgericht eine Niederlage. Das Gericht wies ihre Beschwerde ab und gab der Schulgemeinde recht.
Die Einteilung des Mädchens in eine Klasse mit massivem Knabenüberschuss war rechtmässig. Dies geht aus dem am Mittwoch publizierten Urteil hervor.
Der Fall drehte sich um das soeben abgelaufene Schuljahr 2025/2026. Das Mädchen, Jahrgang 2017, trat in die dritte Klasse über.
Die Schulleitung teilte das Kind einer Halbklasse zu, die aus elf Knaben und zwei Mädchen bestand. Die Eltern wehrten sich gegen diese Einteilung, da sie eine ausgewogene Geschlechterverteilung vermissten und eine Benachteiligung befürchteten. Sie verlangten erfolglos die Versetzung in eine besser durchmischte Klasse.
Keine feste Hierarchie bei Zuteilungskriterien
Das Bundesgericht stützt die Argumentation des Zürcher Verwaltungsgerichts. Schulen haben bei der Bildung von Klassen einen Ermessensspielraum.
Das Zürcher Volksschulgesetz verlangt eine ausgewogene Zusammensetzung hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Geschlechterverteilung. Es gibt aber keine feste Hierarchie dieser Kriterien.
Im konkreten Fall mass die Schule den pädagogischen Bedürfnissen ein höheres Gewicht bei als der Geschlechterfrage. Die Tochter leidet an einer Konzentrationsschwäche und besucht die Logopädie. Auch das zweite Mädchen in der betroffenen Halbklasse weist einen besonderen Förderbedarf auf.
Schule wollte Fördergemeinschaft nicht aufbrechen
Die beiden Schülerinnen wurden bereits in der zweiten Klasse gemeinsam heilpädagogisch betreut. Dies funktionierte gut, weshalb die Schule entschied, diese Fördergemeinschaft nicht auseinanderzureissen. Das Bundesgericht erachtet es als sachlich, wenn diese Überlegungen stärker gewichtet werden als das quantitative Kriterium von mehr Mädchen.
Die Eltern hatten argumentiert, ihre Tochter werde durch die Zuteilung sozial isoliert. Sie machten eine Verletzung des Gleichheitsgebots sowie eine indirekte Diskriminierung geltend.
Die Richter in Lausanne liessen dies nicht gelten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Klasse existiere nicht.
Zudem wies das Gericht auf die demografische Ausgangslage hin: Beim Übertritt standen der Schule 28 Knaben, aber nur 15 Mädchen zur Verfügung. Die Bildung von vier ausgewogenen Klassen war unter diesen Vorzeichen rechnerisch unmöglich.
Zuteilung in bubenstarke Klasse lediglich für acht Lektionen pro Woche
Das Gericht relativiert zudem die befürchtete Isolation. Das Mädchen sei nicht permanent nur mit einem anderen Mädchen unterrichtet worden. Die Zuteilung in die stark bubenlastige Halbklasse betraf lediglich acht Lektionen pro Woche.
Während der restlichen 21 Lektionen fand der Unterricht in einer altersdurchmischten Gesamtklasse statt. Darin waren insgesamt sechs Mädchen integriert.
Das Bundesgericht hält fest, dass die Einteilung nicht auf Dauer angelegt ist. Die Klassen werden auf das Schuljahr 2026/2027 neu gebildet. Die Zuteilung gehört somit bereits der Vergangenheit an.
Der Streit zog sich über mehrere Instanzen. Während der Bezirksrat den Eltern im August 2025 noch recht gab, korrigierte das Verwaltungsgericht Zürich diesen Entscheid zugunsten der Gemeinde. Mit dem Urteil aus Lausanne ist der Fall abgeschlossen. Die Eltern tragen die Gerichtskosten von 800 Franken.
Die Doktrin von Jurist Dr. Eymann mit der "integrativen Schule" am 20.9.2026: Jemand meint, das ist ein "Murks" - also Folter gegen alle:
«Die Integrative Schule – ein Murks mit Ansage»
https://www.nau.ch/news/stimmen-der-schweiz/die-integrative-schule-ein-murks-mit-ansage-67173042
Roland Stark -- Basel -- «Über viele Jahre wurden Kritiker der Integrierten Schule als Ewiggestrige diskreditiert. Der Wind hat gedreht», schreibt Gastautor Roland Stark.
Eine Gruppe von Bildungsfachleuten hat sich an die Schweizer Öffentlichkeit gewandt.
Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau der Schweizer Schulen zurückzuholen.
Gastautor Roland Stark war während 42 Jahren Kleinklassenlehrer in Baselland und im Kanton Basel-Stadt.
«Die Wirklichkeit dringt nicht in die Welt des Glaubens». Dieser Satz von Marcel Proust könnte auf diejenigen Realitätsverweigerer gemünzt sein, die ausgerüstet mit dichten ideologischen Scheuklappen unsere Bildungslandschaft gestalten.
Wie gross die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist, hat erst kürzlich eine Studie zur inklusionsorientierten Schule des Forschungsinstitut «gfs.bern» im Auftrag des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) ergeben: Die Arbeitsbelastung für die Lehrkräfte ist gestiegen, das allgemeine Leistungsniveau ist gesunken, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler kommen ebenso zu kurz wie die Schwächeren.
Dazu addieren sich noch die desaströsen Ergebnisse der Überprüfung der Grundkompetenzen an der Primarschule.
Unheil begann mit Missverständnis
Diese Resultate bestätigen jahrzehntealte Warnungen der Fachleute in den Schulstuben und in der Wissenschaft, die jedoch von einer unheiligen Allianz aus Bildungsbürokratie, schwärmerischen Reformturbos in den Lehrerverbänden (LCH inklusive), politischen Parteien und dem schulischen Alltag entrückten Theoretikern an den Pädagogischen Hochschulen in den Wind geschlagen wurden.
Das Unheil begann schon mit einem Missverständnis. Von den euphorisierten Befürwortern der sogenannten Integration wird gebetsmühlenartig auf die UN-Menschenrechtskonvention von Salamanca aus dem Jahre 1994 verwiesen.
Aus diesem Dokument wird dann national das Konkordat Sonderpädagogik abgeleitet, in den Kantonen schliesslich die Anpassungen in den Schulgesetzen und Verordnungen.
Und daraus wieder der absolute Integrationsbefehl an die Schulen. Ein geschlossener, widerspruchsfreier Kreislauf. Wir kennen das Muster aus den päpstlichen Enzykliken.
Tatsächlich aber ist in dem Text aus der schönen Stadt im spanischen Kastillien-Léon an keiner Stelle die Forderung zu finden, dass Sonderschulen – spezifische Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Defiziten – vollständig abgeschafft werden müssen.
Im Zentrum der Bemühungen um Integration stehen nicht organisatorische oder räumliche Fragen, sondern die Erfüllung der Bedürfnisse aller Lernenden.
Frustrierendes Angebot
Den meisten Fachleuten, den Pädagogen an der «Front» sowieso, ist klar, dass verhaltensauffälligen, lerngestörten, sozial, oft auch sprachlich und kulturell nicht integrierten Kindern eine besonders geförderte Schulentwicklung zwingend zur Verfügung stehen muss.
Die «integrative» Schule bietet dafür nur ein ungenügendes, für alle Beteiligten (Lehrer, Schüler, Eltern) oft frustrierendes Angebot.
Dazu kommt noch ein unübersehbarer Etikettenschwindel. Die heilpädagogische Betreuung mit einer Vielzahl von Programmen und Personen, ein ständiger Wechsel im Setting, führt zu einer Verzettelung des Unterrichts, zu Unruhe und Konzentrationsproblemen.
Vertraute Lernumgebung fehlt
Die Schüler sind formal «integriert», sie stehen schliesslich auf der gleichen Klassenliste, werden aber häufig separat unterrichtet.
Den Kindern fehlt eine stabile und vertraute Lernumgebung, wie sie in den verteufelten, fälschlicherweise als integrationsfeindlich denunzierten Kleinklassen gewährt wurde.
«Ein überschaubarer institutioneller Rahmen ist die Voraussetzung», schrieb Prof. Dr. Bernd Ahrbeck schon 2014, «dass sich intensive Beziehungserfahrungen einstellen, die für eine persönliche Veränderung unabdingbar sind.»
Der an eine belebte Bahnhofshalle erinnernde hektische Publikumsverkehr in unseren überbevölkerten Schulzimmern widerpricht jeder pädagogischen Vernunft.
Wind hat gedreht
Über viele Jahre wurden Kritiker der Integrierten Schule, die sich nicht vorbehaltlos der karitativ-missionarischen Agitation unterwarfen, als Ewiggestrige, mit einem antiquierten Denken geschlagene, intellektuell unbewegliche Randgruppe diskreditiert. Unterdessen hat der Wind gedreht.
Die «Oxford Dictionaries» haben 2016 das Wort «post-truth» (postfaktisch) zum internationalen Wort des Jahres gewählt. Das Adjektiv beschreibt Umstände, in denen die öffentliche Meinung weniger durch objektive Tatsachen als durch das Hervorrufen von Gefühlen und persönlichen Überzeugungen beeinflusst wird.
Druck nimmt zu
Bei der Integrativen Schule funktioniert der Trick nicht mehr. Die Fakten, Klagen der Lehrkräfte, Ergebnisse von Leistungserfassungen, Erfahrungen von Schülerinnen und Schüler, Berichte von Eltern können nicht länger mit schönfärberischen Sprüchen aus den Phrasen-Dreschmaschinen von PH oder EDK beiseite geschoben werden.
Der Druck, endlich wieder Förderklassen einzuführen, nimmt in zahlreichen Kantonen wieder zu. Basel-Stadt hat – zögerlich – begonnen, Zürich und andere werden folgen.
«Starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmass», das der deutsche Soziologe Max Weber 1919 für die Politik als notwendig erachtete, könnte vielleicht auch in der Bildungspoltik zum Ziel führen. Im Interesse der Kinder und Jugendlichen.
Folter in schweizer Schulen am 2.10.2026: Prüfungsstress ab der 4. Primarschulklasse - [keine Breitenbildung - also totaler Stress ohne viel Bildung!]:
Burnout bei Kindern: «Wenn sie in der Klasse Prüfungen zurückbekommen, weinen alle»
https://www.20min.ch/story/burnout-bei-kindern-haare-ausreissen-traenen-und-dauerstress-eltern-besorgt-103642462
Burnout-Syndrome:
anhaltende Erschöpfung
Selbstverletzung
Essstörungen
Haare ausreissen
Selina Keller -- Schon Primarschulkinder leiden laut Eltern unter starkem Schulstress. Die Symptome reichen von körperlichen Beschwerden bis hin zu psychischer Belastung. Fachpersonen ordnen ein.
Darum gehts
Immer mehr Schweizer Primarschulkinder leiden laut Eltern unter starkem Schulstress – teils ab der vierten oder fünften Klasse.
Eine Studie der Universität Freiburg zeigt, dass Burnout-Symptome besonders rund um den Übertritt in die Sekundarschule zunehmen.
Alarmzeichen wie anhaltende Erschöpfung, Haare ausreissen oder Selbstverletzung erfordern laut Kinder- und Jugendpsychologe Matthias Obrist sofortiges Eingreifen.
Kinder schlafen vor Prüfungen kaum noch, klagen vor dem Unterricht über Bauchweh oder ziehen sich zunehmend zurück. Was zunächst wie eine besonders stressige Schulphase wirkt, kann für betroffene Familien zum Dauerzustand werden, wie eine Studie der Universität Freiburg zeigt: Gerade rund um den Übertritt in die Sekundarschule können Burnout-Symptome zunehmen. Mehr dazu liest du hier.
Doch Eltern aus der Community erzählen, dass sie diesen Druck bei ihren Kindern schon früher wahrnehmen – teils ab der vierten oder fünften Klasse.
«Für jede Prüfung lernt er sechs bis sieben Stunden»
Simon (39) erzählt von seinem zwölfjährigen Sohn, der seit dem Sommer die Oberstufe besucht. «Er wollte selber in die Sek und ist eigentlich auch sehr motiviert», sagt der Vater. Doch der Wechsel sei «heftig» gewesen. Für jede Prüfung lerne der Junge sechs bis sieben Stunden. Trotzdem komme er danach immer wieder mit dem Gefühl nach Hause: «Es bringt sowieso nichts.» Mit seinen Noten liege er gerade knapp noch im genügenden Bereich.
Teilweise kämen in Prüfungen Aufgaben vor, auf die er sich anhand des behandelten Stoffs nicht habe vorbereiten können, sagt Simon. Das frustriere auch die Eltern: «Wir setzen uns jeweils gemeinsam mit ihm hin, um den Stoff anzuschauen.» Für die Eltern beginne nach der Arbeit oft «eine zweite Schicht». «Wir kommen nach Hause und müssen selbst noch den Prüfungsstoff lernen, damit wir ihm alles erklären können.»
Auch körperliche Erschöpfung
Auch andere Kinder hätten Mühe, erzählt sein Sohn: «Wenn sie in der Klasse Prüfungen zurückbekommen, weinen alle.» Die Belastung zeige sich bei ihm immer mehr auch körperlich. Der Zwölfjährige gehe teilweise sehr früh schlafen, weil er «einfach nicht mehr kann», wie der Vater erzählt. Er klage regelmässig über Bauch- und Kopfschmerzen, Schlafprobleme und starke emotionale Erschöpfung. Die Folge: Sein Sohn ziehe sich immer mehr zurück.
Simon und seine Frau fragen sich ständig: «Wie viel Druck ist für Kinder in diesem Alter noch gesund?» Sie wünschen sich Lehrpersonen, «die neben dem vielen Stoff auch das Kind sehen, das vor ihnen sitzt.»
Das sagt der Lehrerverband
Dr. Beat A. Schwendimann, Leiter Pädagogik beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, beobachtet eine deutliche Zunahme der Belastung bei Schülerinnen und Schülern. «Verschiedene Befunde bestätigen diese Entwicklung», sagt er. Lehrpersonen stellten insbesondere gegen Ende der Primarstufe häufiger körperliche Erschöpfung, psychosomatische Beschwerden und emotionale Distanzierung fest.
LCH/Gion Pfander
Ein wesentlicher Grund seien die gestiegenen gesellschaftlichen Erwartungen an schulische Abschlüsse, so Schwendimann. Erheblichen Druck erzeuge der Übertritt in die Sekundarstufe I: «Dann fällt ein Entscheid, der für viele Familien die gesamte Bildungslaufbahn zu bestimmen scheint – obwohl eine Durchlässigkeit besteht.» Viele Eltern würden fälschlicherweise befürchten, nur ein gymnasialer Weg führe zum Erfolg, und dabei die Durchlässigkeit und Qualität des schweizerischen Berufsbildungssystems übersehen.
Falsche Einteilung in Anforderungsprofile
Der Dachverband sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Studien zum Selektionsprozess zeigen, dass viele Schülerinnen und Schüler in zu hohe oder zu tiefe Anforderungsprofile eingeteilt werden. «Trotz einer formalen Durchlässigkeit kommt es tatsächlich nur selten zu einer Nachkorrektur, und dann meist nach unten.» Dieses System erzeuge Druck, weil die Zuteilung wie ein endgültiges Urteil wirke, so Schwendimann. «Das kann dann zu Stress sowie Versagensängsten führen.»
«Wenn bereits Zwölfjährige unter Erschöpfungssymptomen leiden, besteht klarer Handlungsbedarf.» Damit Lehrpersonen ihre wichtige Rolle wahrnehmen können, braucht es überschaubare Klassengrössen, Aufklärung der Eltern über die Durchlässigkeit und den hohen Stellenwert der dualen Berufsbildung, ausreichende Ressourcen für multiprofessionelle Teams mit Schulsozialarbeit und Schulpsychologie – sowie faire und durchlässige Zuweisungsverfahren.
«Je später das Schuljahr, desto bleicher wird sie»
Auch Jasmine, Mutter einer zehnjährigen Tochter in der fünften Klasse, beobachtet zunehmenden Druck – und das bereits in der Primarstufe. Das Mädchen sei sehr fleissig und wolle alles möglichst gut machen. Den Stress sehe sie ihr immer an und: «Je später das Schuljahr, desto bleicher wird sie», sagt die Mutter.
Vor allem Französisch überfordere die Tochter. «Nur schon, wenn man das Wort ausspricht, bricht sie in Tränen aus.» Ähnliche Rückmeldungen höre Jasmine auch von anderen Eltern. Sie frage sich, ob der Schulstoff zu breit und die Erwartungen zu hoch seien – nicht nur für Kinder, sondern auch für Lehrpersonen. «Ich merke auch, wie gestresst die Lehrpersonen sind, weil sie den Kindern den ganzen Stoff vermitteln müssen.»
Gleichzeitig wollten immer mehr Eltern ihre Kinder fördern. Das könne den Druck zusätzlich erhöhen. «Das sind zehnjährige Kinder», sagt Jasmine. «Das darf doch nicht sein.»
Alarmzeichen für Burnout
Matthias Obrist, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie nennt Alarmzeichen, bei denen man als erwachsene Person eingreifen müsse.
anhaltende Erschöpfung
Selbstverletzung
Essstörungen
Haare ausreissen
Insbesondere wenn diese über Wochen in mehreren Lebensbereichen auftreten, könne man von einem Burnout sprechen. «Da geht dann nichts mehr – weder Schule noch körperlich», so Obrist.
Schule nicht immer alleiniger Auslöser
Auch eine weitere Mutter zeigt sich verzweifelt. Ihre Tochter sei mit 13 Jahren in die Oberstufe gekommen. «Vom Schulstart im August bis kurz vor Weihnachten fiel sie in ein Loch, war deprimiert, zog sich zurück und begann, sich selbst zu verletzen.»
Schon während der letzten Primarschuljahre sei die Tochter «wahnsinnig gestresst» gewesen und habe die Schule nicht mehr gemocht. Die Mutter betont jedoch, dass nicht nur der schulische Druck zur Krise beigetragen habe: «Auch die Pubertät, ein neues Umfeld und weitere persönliche Belastungen spielten sicher eine Rolle.»
Inzwischen beobachtet sie auch bei ihrem zehnjährigen Sohn Anzeichen von Stress. Seit einigen Monaten klage er immer wieder über Bauch- und Kopfschmerzen. «Es vergeht keine Woche ohne einen Tag, an dem er durchhängt.» Ähnliche Erfahrungen schildern weitere Eltern. Eine Mutter berichtet von ihrem Sohn: «Die plötzlich extremen Anforderungen in der Sek und die vielen Tests lösten bei ihm so starken Stress aus, dass er anfing, sich die Haare auszureissen.»
| Teilen: |
Facebook |
|
Twitter |
|
|
|
^