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Kindererziehung bei Kindern von 12 bis 20 (Teil 1)

Meldungen über Jugendliche und ihre Welten

Ältere Kinder brauchen genug Freiraum -- Gute Zwischenbilanz für die Kampagne Stark durch Erziehung -- 19.3.2010: Gehirnstruktur in der Jugend erschwert das Lernen - und leichter Stress fördert in der Jugend das Lernen -- 16.5.2010: Die zu starke Vorfreude macht Jugendliche unberechenbar -- 4.5.2010: Jugendliche Buben und junge Männer ohne Erziehung durch Väter sind verhaltensgestört und suchen die Konfrontation als Ersatzbefriedigung -- Teil 1: Jungen brauchen die Konfrontation -- 2. Teil: "Wer kein Delikt verübt hat, ist für sie kein Mann!" -- 1.8.2010: Hirschhausens Sprechstunde: Pubertät - Baustelle im Großhirn -- 31.8.2010: Jugendliche treiben Eltern mit Sachbeschädigung und Handysucht in die Schulden - die Eltern haften aber nur je nach Fall - Schuldenberater und Kurs "Jugend und Recht" -- Studie 6.9.2010: Brüder verzögern die sexuelle Entwicklung der Schwestern um ca. 1 Jahr - viele Söhne können das Leben der Mutter verkürzen -- 17.9.2010: Was Eltern für die Ausbildung der Kinder bezahlen müssen - mit 18 ist noch lange nicht Schluss - aber bummeln darf das Kind auch nicht -- 28.9.2010: <Im Anklagesessel: Schülergerichte in Sachsen> - Jugendliche als Richter für Jugendliche -- 3.10.2010: Jugendliche schauen Pornos - aber die Wirkung kann unterschiedlich sein - Eltern sollen locker darüber reden -- 27.10.2010: EU-Studie erkennt, dass Ausgrenzung, Hänseln und Mobbing Gewaltbereitschaft bei den Opfern erzeugen, manchmal bis zur Anwendung von Gewalt -- 27.10.2010: Jugendliche ritzen und verletzen sich wegen ungelösten Problemen, die psychisch grossen Stress provozieren -- 21.11.2010: <Zürich: Ohne Hirntraining werden Teenager nicht erwachsen> - das beste Hirntraining ist, Verantwortung zu übernehmen -- 23.11.2010: Gewalt in 20% der Jugendbeziehungen - Eltern wissen oft nichts davon - Indizien Selbstverletzung und Drogen -- 30.11.2010: HIV-Jugendliche sind spezielle Jugendliche -- 22.12.2010: IQ-Test kann bei der Orientierung helfen - zum Beispiel, wenn das Kind dumme Eltern hat und auch noch der Vater fehlt -- 1.4.2011: Jugendliche können in eine Facebook-Depression geraten, wenn sie Facebook falsch benutzen -- 12.4.2011: Jugendliche ohne Ausbildungsabschluss kosten als Erwachsene erheblich mehr, weil sie bedürftig bleiben -- 14.4.2011: Die meisten Jungen finden das Gleichgewicht zwischen "Weichei" und "Held" -- 15.6.2011: Liebevoller Vater bewirkt eine weniger riskante Lebensgestaltung der Töchter -- 17.6.2011: Bei Jugendlichen sind die Hirnbereiche für sinnvolle Lösungen noch nicht vollständig ausgebildet -- 24.10.2011: Massnahmen gegen Jugendliche, die ihre obligatorische Schulzeit vorzeitig abbrechen -- 5.11.2011: <Tiere helfen Schülerinnen: Leben lernen im Pferdestall> - wenn pubertäre Girls das Lernen verlernt haben, bringen Pferde ihnen wieder die Lebensstrukturen bei -- 5.11.2011: <Chaos im Kopf: Ausnahmezustand Pubertät> -- 19.12.2011: Mädchen-Tagebuch mit Geschichten über die Etappen in der Jugendzeit -- 14.6.2012: Teenie-Schwangerschaften entstehen vor allem aus Langeweile wegen fehlendem Angebot an Freizeitbeschäftigung

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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3.11.2004: Ältere Kinder brauchen genug Freiraum

aus: ARD Text Tafel 543, 3.11.2004

<Bei älteren Geschwistern sollten Eltern darauf achten, dass sie sich frei entfalten können. Die Aufsicht über jüngere Geschwister dürfe nur die Ausnahme sein, rät die Zeitschrift 'Familie & Co'. Sonst entwickle das Kind das Gefühl, ständig auf etwas verzichten zu müssen. Zudem brauche das Kind Zeit, über die es selbst verfügen könne und in der es auch mal trödeln dürfe. Wichtig ist zudem räumlicher Freiraum. Jedes Kind brauche einen bestimmten Bereich, der ihm allein gehört - und sei es nur eine Schublade.>

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Tagesanzeiger,
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Mittwoch, 23. Januar 2008, 15:00 – SDA/Schweiz
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/newsticker/834776.html

23.1.2008: <Gute Zwischenbilanz für die Kampagne Stark durch Erziehung

Der Schweizerische Bund für Elternbildung (SBE) zieht nach 15 Monaten eine positive Zwischenbilanz zu seiner Kampagne "Stark durch Erziehung". Die Unterstützung von Eltern bei der Erziehung sei ein wichtiger Beitrag gegen Jugendgewalt.

Die Kampagne laufe nun in 16 Kantonen und habe ein positives Echo ausgelöst, stellte der SBE vor den Medien in Bern fest. Gute Erziehung fördere bei Jugendlichen die Sozialkompetenz und sorge für eine enge emotionale Bindung zu ihren Eltern. Diese beiden Elemente fehlen laut Studien bei vielen Jugendlichen.

Deshalb fordert die Kampagne eine öffentliche Diskussion zum Thema Erziehung. Als Kernbotschaft propagiert "Stark durch Erziehung" acht Grundsätze: Liebe schenken, streiten dürfen, zuhören können, Grenzen setzen, Freiraum geben, Gefühle zeigen, Zeit haben und Mut machen.

Beschrieben werden diese Hauptaussagen in einer Broschüre, die in 16 Sprachen erhältlich ist. Hunderte von Institutionen wie Beratungsstellen, Therapiezentren oder Kinderkrippen haben laut SBE die Kampagnenthemen aufgenommen und sich untereinander stärker vernetzt.

Vielen Jugendlichen fehlt es laut einer im vergangenen Dezember veröffentlichten Studie der Universität Zürich an Sozialkompetenz und einer engen emotionalen Bindung mit ihren Eltern. Das Fehlen dieser Elemente sei ein Risikofaktor für Jugendgewalt.

"Die Kampagne ist dann erfolgreich, wenn wir langfristig eine positive Veränderung im Verhalten der Jugendlichen feststellen können," sagte Ziegler weiter. Dazu gehöre etwa mehr Respekt vor anderen und Sozialkompetenz.

Finanziert wird die Kampagne hauptsächlich durch den Verkauf der Broschüren. Auch der Bund stellt Mittel zur Verfügung. Die Kampagne basiert auf einem Vorbild der deutschen Stadt Nürnberg und läuft weiter bis mindestens September 2010.>

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n-tv online,
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19.3.2010: Gehirnstruktur in der Jugend erschwert das Lernen - und leichter Stress fördert in der Jugend das Lernen

aus: n-tv online: Gesundheit: Stress kann helfen: Pubertät macht Lernen schwerer; 19.3.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Pubertaet-macht-Lernen-schwerer-article783661.html

<Ausgerechnet in der Zeit des Schulabschlusses fällt Heranwachsenden nachweislich das Lernen schwerer als davor. Der Grund sind die Veränderungen im Hippocampus. Dieser Teil im Gehirn ist in der Pubertät weniger erregbar.
 
Mit dem Beginn der Pubertät ist die optimale Zeit für das Lernen vorbei. Schuld daran sind US-Forschern zufolge unter anderem Veränderungen im Hippocampus des Gehirns, die dessen Erregbarkeit bremsen und die Lern- und Gedächtnisleistung der Heranwachsenden verringern. Zumindest bei Mäusen lässt sich die pubertäre Lernschwäche mit Hilfe eines Stresshormons allerdings aufheben, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt "Science". Der Hippocampus (Seepferdchen) ist eine evolutionär sehr alte Hirnstruktur, die an Lern- und Gedächtnisvorgängen maßgeblich beteiligt ist.

In ihren Versuchen zeigten Sheryl Smith von der State University New York und ihre Mitarbeiter, dass mit Beginn der Pubertät im Hippocampus ein bestimmter Rezeptortyp, genannt GABAA, vermehrt gebildet wird. Die Bildung dieses Rezeptortyps beeinträchtige dann einen Lernvorgang, die sogenannte Langzeit-Potenzierung im Hippocampus. Bei diesem Vorgang werden gewöhnlich die Signalübertragungen zwischen Nervenzellen eine Zeit lang verstärkt und somit neue Gedächtnisinhalte gespeichert.

Rückschlüsse für das Alter

Als Folge der Gehirnveränderungen schnitten pubertierende Mäuse in einem Lerntest deutlich schlechter ab als vorpubertäre Artgenossen. Verabreichten die Wissenschaftler den Versuchstieren allerdings das Stresshormon THP (Allopregnanolon), lernten die Mäuse in der Pubertät genauso gut wie zuvor. Bei Tieren vor oder nach der Pubertät hatte das Hormon genau den gegenteiligen Effekt ­ ihre Lernleistung ließ unter THP-Einfluss deutlich nach. Dieses Ergebnis deckt sich mit der bisherigen Erkenntnis, dass THP für die verringerte Lern- und Gedächtnisleistung im höheren Alter verantwortlich ist.

"Unsere Untersuchungen zeigen, dass spezifische Gehirnmechanismen das Lernen während der Pubertät verändern, und dass leichter Stress womöglich das nachlassende Lernvermögen im Teenagealter umkehren kann", fasst Smith in einer Pressemitteilung der State University New York die Ergebnisse zusammen. Denkbar sei, dass Heranwachsende in der Schule spezielle Lern- und Motivationsstrategien benötigten. Zudem läge es im Bereich des Möglichen, ein Medikament zu entwickeln, dass das Lernvermögen verbessert, vor allem für Heranwachsende mit einer Lernschwäche.
 
dpa>


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Stern online,
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16.5.2010: Die zu starke Vorfreude macht Jugendliche unberechenbar

aus: Stern online: Kopfwelten: Riskanter jugendlicher Überschwang; 16.5.2010;
http://www.stern.de/wissen/mensch/kopfwelten-riskanter-jugendlicher-ueberschwang-1566471.html

<Heranwachsende sind leicht zu begeistern - was sie sympathisch macht und zugleich in Gefahr bringen kann, falls sie eine Situation falsch einschätzen. Als mögliche Ursache wurde jetzt ein gravierender Fehler im reifenden Gehirn entdeckt: Seine Vorfreude ist zu groß. Von Frank Ochmann

Jugendliche sind schwierig, Eltern auch. Je nachdem, wen man fragt. Die Zeit der Pubertät ist jedenfalls in vielen Familien von gegenseitigem Unverständnis und nicht selten auch von Konflikten geprägt. Die einzige und zumeist stille Hoffnung, die den Älteren bleibt: Das wächst sich aus, es geht vorbei. Sie sollten es wissen, denn schließlich waren sie einmal genauso.

Doch warum genau sind wir alle oft so seltsam, wenn wir uns vom Kind zum Erwachsenen entwickeln? Was geht in uns vor? Eine amerikanische Forschergruppe hat jetzt eine Entdeckung gemacht, die uns einer Antwort auf diese Frage deutlich näher bringen kann: Es sind demnach vor allem die freudigen Erwartungen, die mit Jugendlichen durchgehen und sie schon einmal über das ersehnte Ziel hinausschießen lassen. Dass Pubertierende deshalb auch ein höheres Risiko eingehen, als es die allermeisten Erwachsenen tun würden, macht diesen jugendlichen Überschuss an erhoffter Lebensfreude so gefährlich. Weil der mögliche Gewinn überschätzt wird, ist auch der Einsatz unvernünftig hoch.
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Frank Ochmann Der Physiker und Theologe verbindet als stern-Redakteur natur- und geistes­wissenschaftliche Interessen und befasst sich besonders mit Fragen der Psychologie und Hirnforschung. Mehr auf seiner Homepage.
Das Hirn schätzt Risiken und Nutzen ab

Unser Verhalten entspringt immer einer unbewussten Abschätzung in unseren Köpfen. Diejenige der Handlungsmöglichkeiten, die dabei gegenüber allen anderen mehr Lust und gute Gefühle und weniger Last oder Schmerz erwarten lässt, wird bevorzugt. Natürlich ist das Ganze ziemlich kompliziert, weil solche Entscheidungen oft an andere gebunden sind und ja auch berücksichtigt werden muss, welche längerfristigen Folgen eine Handlungsoption haben kann. Berücksichtigt werden müsste … Entscheidend ist in unserem Zusammenhang hier aber nur, dass in einer bestimmten Situation jede Handlungsalternative in unserem Gehirn ganz automatisch daraufhin abgeklopft wird, wie gut sie uns höchst wahrscheinlich bekäme, wenn sie denn ausgeführt würde. Und selbstverständlich können wir uns dabei auch irren.

Im Experiment, das von einem Team um die Psychologin Jessica Cohen an der University of California in Los Angeles durchgeführt wurde, hatten die Probanden in einem Hirnscanner eine einfache Aufgabe zu erfüllen: Per Knopfdruck mussten sie entscheiden, ob ein T-Shirt mit einem computergenerierten abstrakten Logo womöglich von Studenten getragen würde, die zwei virtuellen Universitäten (Nord-Universität und Ost-Universität) angehören konnten. Den Versuchsteilnehmern wurde zuvor gesagt, dass die Studenten nicht nur Shirts mit dem Logo der eigenen Universität trügen, sondern womöglich auch von anderen Hochschulen, denen ihre Sympathie gelte.

Unrealistisch große Erwartung und Enttäuschung

Zu Beginn war also alles offen. Und so mussten die Probanden im Laufe der Testreihen nach der Versuch-und-Irrtum-Methode lernen, welcher Logo-Typ zur einen Uni passte und welcher eher zu den Studierenden der anderen. Richtige Antworten wurden mit 5-Cent-Münzen belohnt - aber nicht in jedem Fall mit gleich vielen. So konnte von den Experimentatoren die Vorfreude ihrer Teilnehmer im Scanner gesteuert werden. Mal war also die richtige Einschätzung der Nord-Universität besonders wertvoll und brachte fünfmal mehr Münzen als die anderen Alternativen, später wurde eine andere Möglichkeit bevorzugt, wie die Probanden per Feedback nach jedem einzelnen Raten schnell herausfanden.

Was die amerikanische Forschergruppe bei diesen Versuchen entdeckt hat, ist eine Besonderheit: ein Abschätzungs-Irrtum nämlich, der in dieser Form und Stärke offenbar nur Jugendlichen unterläuft. Stand etwas bevor, worauf sie (12 - 25 Jahre alt) sich sehr freuten - eine richtige Antwort, die mit vielen Münzen belohnt wurde also - , überstieg die im Scanner sichtbare Enttäuschung im Irrtumsfall deutlich die in den Vergleichsgruppen der Kinder (8 bis 12 ) und der Erwachsenen (25-30). Die Enttäuschung war so unverhältnismäßig groß, weil eben auch die freudige Erwartung zuvor das realistische Maß überstiegen hatte.
Bis zum 25. Lebensjahr reift unser Hirn

Wir wissen heute, dass die Reifung im Kopf bis weit in unsere Zwanziger hinein andauert und damit in eine Phase reicht, von der wir oft wie selbstverständlich annehmen, wir seien dann bereits fertige Erwachsene und müssten in der Lage sein, unser Leben komplett eigenverantwortlich zu führen. Mit 18 Jahren sind wir wahlberechtigte Staatsbürger, Autofahrer, vielleicht Soldaten oder gar schon Eltern. Zugleich aber befinden wir uns in diesem Alter noch in einem gewaltigen Umbruch, den uns keine noch so fürsorgliche Erziehung und kein Gesetz ersparen kann. Denn erst in dieser Zeit, bis ungefähr zum 25. Lebensjahr, vollendet unser Gehirn den Aufbau in einem der Areale, die für unser Verhalten besonders wichtig sind: im Stirnlappen der Großhirnrinde. Dort werden die Abschätzungen vorgenommen, die unser Verhalten zwischen antreibendem Gefühlsüberschwang und bremsender Vernunft bestimmen. Und womöglich sind wir in diesem Alter genau deshalb von vielen gesellschaftlichen Erwartungen, die an uns gestellt werden, teilweise oder manchmal auch vollständig überfordert.

Es scheint sehr ratsam, diese und ähnliche Forschungsresultate, die uns das auf den ersten Blick vielleicht unverständliche Verhalten vieler Jugendlicher inzwischen immer verständlicher machen, zum Beispiel bei der Erziehung und überhaupt im familiären Umfeld im Kopf zu behalten. Das kann allen Beteiligten viel Stress ersparen und den Umgang miteinander sehr erleichtern. Aber auch in politische Entscheidungen müssen solche Einsichten in ein noch reifendes Hirn unbedingt einfließen. Weder Kinder noch Heranwachsende sind einfach nur kleinere oder jüngere Ausgaben von Erwachsenen. Altersgrenzen immer weiter nach unten zu schieben, wie etwa beim Führerschein, ist sicher populär, aber deswegen noch lange nicht klug. Da können dann eben auch Erwachsene leicht auf eine verführerische Fehleinschätzung hereinfallen: Was jetzt von vielen beklatscht wird, weil es so "modern" ist, kann sich morgen schon bitter rächen. Und ganz sicher trifft die Schuld dann in erster Linie nicht die Jugendlichen.
Literatur:

    * Cohen, J. R. et al. 2010: A unique adolescent response to reward prediction errors. Nature Neuroscience (im Druck, online vorab: doi:10.1038/nn.2558)
    * Dahl, R. E. 2004: Adolescent Brain Development: A Period of Vulnerabilities and Opportunities. In: Dahl, R. E. & Spear, L.P.: Adolescent Brain Development - Vulnerabilities and Opportunities (Annals of the New York Academy of Sciences, Vol. 1021), New York: The New York Academy of Sciences, 1-22
    * Oya, H. et al. 2005: Electrophysiological correlates of reward prediction error recorded in the human prefrontal cortex. PNAS 102, 8351-8356
    * Schultz, W. 2000: Multiple Reward Signals in the Brain. Nature Reviews Neuroscience 1, 199-207
    * Wallis, J. D. & Kennerly, S. W. 2010: Heterogeneous reward signals in prefrontal cortex. Current Opinion in Neurobiology 20, 191-198

Von Frank Ochmann>



20 minuten
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Kanton Zürich 10.6.2010: <Zürcher Jugendliche: 10 % sind psychisch krank

An dieser Meldung kann man ablesen, was der "Luxus" in einer "Luxusgesellschaft" mit sich bringt, die im Kanton Zürich existiert. Viele Jugendliche verlieren die Orientierung oder sind traumatisiert durch Ereignisse, die es nur im Luxuskanton Zürich gibt. Die Kombination von totaler Vernetzung, Festerei und Luxusprodukten - scheint sehr negative Auswirkungen zu haben. Gleichzeitig sei gefragt, was denn "psychisch krank" bedeutet: eine vorübergehende Klärungsphase mit psychiatrischer Begleitung, oder unheilbare Schäden durch traumatische Erlebnisse. Die Psychiatrie im Kanton Zürich freut sich jedenfalls immer über neue Patienten, denn das sichtert Arbeitsplätze - und die Patienten sind dann gleichzeitig auch die Versuchskaninchen der Pharma-Industrie. Es ist pervers. Jetzt müsste man Vergleichszahlen haben, wie es z.B. in den Bergkantonen aussieht. Aber lesen Sie selbst, was Zürich zu bieten hat:

aus: 20 minuten online; 10.6.2010; http://www.20min.ch/news/zuerich/story/10040123

Im Kanton Zürich leiden rund zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen an psychischen Störungen.

Zwar leiden rund zehn Prozent der Zürcher Jugendlichen an einer psychischen Störung. Es gibt indes keine Anzeichen dafür, dass diese vermehrt mit Psychopharmaka anstelle von Psychotherapien behandelt werden. Dies zeigt eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie.

Laut der Studie leiden die betroffenen Kinder und Jugendlichen an psychischen Störungen wie Angsterkrankungen, Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) oder Depressionen. Bei diesen Erkrankungen seien heute kombinierte Behandlungen mit Medikamenten und Psychotherapien Standard, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Zwar könne bei gewissen Störungen eine reine Medikamententherapie die kosteneffektivste Behandlung sein, laut Regierung ist sie aber «in der Regel nicht die Behandlung der ersten Wahl».

So ist der Anteil der Medikamente an den gesamten Behandlungskosten von Kindern und Jugendlichen sehr niedrig: Zwischen 1998 bis 2007 lag er knapp unter einem Prozent, wie aus der Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hervorgeht.

Keine Verdrängung

Anlass für die Studie war ein Postulat aus dem Kantonsrat. Darin wurden Bedenken geäussert, dass die pharmakologische Behandlung psychischer Probleme bei Kindern und Jugendlichen einseitig überhand nimmt und andere Behandlungsmethoden verdrängt.

Diese Bedenken könnten nicht bestätigt werden, schreibt die Regierung. Für die psychischen Probleme von Kindern und Jugendlichen existierten Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften. Psychosoziale und psychotherapeutische Behandlungsformen hätten dabei «ihren festen Platz».

Verzicht auf Monitoring

Der Regierungsrat verzichtet darauf, ein umfassendes Monitoring einzurichten, wie dies die Postulanten gefordert hatten. Dank dieser systematischen Beobachtung hätten Veränderungen kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlungen erfasst werden sollen.

Ein solches Monitoring wäre ein «ein personell und finanziell sehr aufwändiges Projekt» mit einem schlechten Kosten-Nutzen- Verhältnis, begründet der Kanton seinen Entscheid. Zudem würde es datenschutzrechtliche Fragen aufwerfen.

(sda)>


Spiegel
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4.5.2010: Jugendliche Buben und junge Männer ohne Erziehung durch Väter sind verhaltensgestört und suchen die Konfrontation als Ersatzbefriedigung

Teil 1: Jungen brauchen die Konfrontation

Schauen Sie mal, was die Psychologie über die Buben und jungen Männer ohne Väter sagt, die kriminell geworden sind. Das Wort "geistige Schulung" oder das Wort "Menschenrechte" kommt dabei nicht vor. Ist das nicht kriminell? Die geistige Schulung kommt scheinbar in der Psychologie nicht vor, sondern nur die Befriedigung der Ersatzbefriedigung. Die Psychologie hat einen richtigen Ansatz, aber ist in der Vollendung jämmerlich. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online: Pubertät: "Jungen brauchen die Konfrontation"; 4.5.2010;
http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,693970,00.html


<Kampf zum Spass: Stark zu sein gehört zum Klischee von Männlichkeit.

Der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl über die Defizite und Ersatzhandlungen von jungen Männern, die ohne Vater aufwachsen.

SPIEGEL: Herr Guggenbühl, in Deutschland wachsen etwa 1,6 Millionen der unter 18-Jährigen mit nur einem Elternteil auf - rund 90 Prozent von ihnen mit der Mutter. Auf welche Weise wirkt sich die Abwesenheit des Vaters in der Pubertät aus?

Allan Guggenbühl: Das ist ein großes Problem: Wenn ein Elternteil fehlt, wird die Auseinandersetzung, die die Heranwachsenden suchen und brauchen, viel schwieriger. Vor allem bei instabilen Situationen oder egoistischen Eltern. Die Kinder haben dann das Gefühl: Ich kann eigentlich keinen Konflikt mit dem betreuenden Elternteil, meist also der Mutter, riskieren, sonst verderbe ich es mir mit der auch noch.

SPIEGEL: Betrifft das Jungen und Mädchen gleichermaßen?

Guggenbühl: Vor allem Jungen fehlt die Reibung mit einem männlichen Erwachsenen, über den sie sich aufregen und ärgern, zu dem sie eine Beziehung haben und von dem sie sich abgrenzen können. Sie brauchen das zum Aufbau einer männlichen Identität. Mädchen können sich auch mit der Mutter auseinandersetzen und finden ihre Identität leichter. Die Jungen aber vermissen etwas für sie sehr Wichtiges; sie suchen nach Ersatz.

SPIEGEL: Wo denn?


[Die Polizei wird zum Haupt-Prügelknaben der verhaltensgestörten Buben und jungen Männer ohne Vater]

Guggenbühl: Wo sie jemanden finden, der sich zur Konfrontation eignet. Viele junge Männer, denen die Väter fehlen, suchen die Konfrontation mit der Polizei.

SPIEGEL: Die Polizei als Verkörperung der Autorität?

Guggenbühl: Der männlichen Autorität, denn die Polizei wird vom ganzen Habitus her als sehr männliche Institution wahrgenommen.

SPIEGEL: Aber der Zusammenprall ausgerechnet mit Polizisten produziert doch unvermeidlich neue Konflikte?

Guggenbühl: Allerdings. Für die Polizei geht es um Tatbestände und Strafmaßnahmen; sie ist nicht darauf vorbereitet, Defizite von Teenagern auszugleichen.

SPIEGEL: Und die Jugendrichter schicken die Delinquenten dann zu Ihnen?

Guggenbühl: So ist es. In den Therapien merke ich, dass sich hinter den Regelverstößen oft die Sehnsucht nach einem männlichen, älteren Widerpart verbirgt, der sich für sie interessiert, aber auch über sie aufregt. Beides brauchen sie für ihre Identitätsbildung.


[Die kriminellen Berufswünsche der verhaltensgestörten Buben und jungen Männer ohne Vater]

SPIEGEL: Wie wirkt sich das Fehlen des Vaters sonst noch aus?

Guggenbühl: Häufig in der übertriebenen Betonung männlicher Klischees: Sie wollen alle Gangster sein, um überhaupt ihre Männlichkeit zu finden.

SPIEGEL: Es geht ja nicht nur um die Situation in den Familien. Experten bemängeln zunehmend das Fehlen männlicher Identifikationsfiguren in Kindergärten und Grundschulen. Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder hat gerade erst ein eigenes Jungen-Referat in ihrem Haus eingerichtet.


[Die "weibliche" Schule nützt den Buben ohne Vater wenig]

Guggenbühl: Zum Manko, dass viele Jungen ohne Väter aufwachsen, kommt hinzu, dass die öffentliche Erziehung und die Schule weiblich ausgerichtet sind. Nicht in erster Linie, weil dort überwiegend Frauen arbeiten, sondern weil das vorherrschende Pädagogik-Verständnis weiblich geprägt ist.

SPIEGEL: Wie meinen Sie das?

Guggenbühl: Konsens, das Gespräch, individuelle Förderungen und Beziehungen stehen im Vordergrund. Die männliche Neigung zur Konfrontation, die Freude an Risiken und Gruppen-Orientierung werden vernachlässigt. Interessant ist, dass vor allem Lehrer sich von männlichen Klischees abgrenzen, weil sie nicht als Machos gelten wollen. Lehrerinnen haben oft ein besseres Sensorium für die Probleme der Knaben.

SPIEGEL: Brauchen die Jungen nicht ebenfalls die "weibliche" Fähigkeit zum Konsens und zum Gefühlsausdruck?

Guggenbühl: Männliche und weibliche Elemente gehören in die Schule, doch heute werden männliche Eigenschaften oft pathologisiert, die Lust an Provokation, an Grenzüberschreitung und die damit verbundene Hoffnung, Empörung, Widerstand auszulösen. Die Renitenz der Knaben hat tiefere Bedeutung.

2. Teil: "Wer kein Delikt verübt hat, ist für sie kein Mann!"

aus: http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,693970-2,00.html

[Ersatzpersonen müssen den "Vater" spielen]

SPIEGEL: Eingliederung durch Konfrontation? Der Alltagsverstand neigt dazu, im Widerstand das Problem zu sehen - nicht die Lösung.

Guggenbühl: Aber so ist es. Junge Männer integrieren sich oft über Widerstand, nicht über Konsens. Das funktioniert allerdings nur mit entsprechenden Gegenfiguren.

SPIEGEL: Was genau läuft schief, wenn der Widerstand nicht da ist?

Guggenbühl: Die Jungen haben das Gefühl, von einer Leere umgeben zu sein, die sie nicht ertragen. Sie provozieren darum immer weiter und können dann auch gewalttätig werden, weil sie sich ersatzweise an den Klischees von Männlichkeit festhalten: Kämpfen können, stark sein, keine Angst haben und so weiter. Die Auseinandersetzungen, die in der Familie nicht stattfinden, werden in den öffentlichen Raum ausgelagert.

[Rollenpaten oder Sparringsväter als Erziehungshilfen in Deutschland - die Umarmungs-Psychologie gegen die Abenteuer-Psychologie]

SPIEGEL: In manchen Großstädten können sich Männer tageweise und ehrenamtlich als eine Art Rollenpaten oder Sparringsväter zur Verfügung stellen. Der deutsche Psychiater und Neurobiologe Gerald Hüther hat Mentorenprogramme für Jungen vorgeschlagen. Was halten Sie von solchen Ansätzen?

Guggenbühl: Ich finde es gut, wenn man das Problem wahrnimmt und nach neuen Lösungen sucht. Aber es gibt da unter uns Psychologen zwei Tendenzen. Viele möchten den Jungen helfen, Konfrontations- und Hierarchievorstellungen abzulegen und Kämpfe durch Umarmungen zu ersetzen. Ich dagegen bin der Auffassung, dass wir bestimmte männliche Grundeigenschaften akzeptieren müssen. Dazu gehört die Neigung, Gefühle durch Themen wie Fußball, Technik oder das Reden über krasse Ereignisse auszudrücken. Beziehungen haben für viele Jungen auch ein antagonistisches Moment. Kämpfe sind für sie ein Lebenselixier, sie suchen Risiken, gefährliche Abenteuer. Deshalb meine ich, dass sie Männer brauchen, die sie in diese Eigenschaften einführen.

[Die Pubertät soll kein "Warteraum" auf das Leben sein, sondern das Leben selbst sein]

SPIEGEL: In Ihrem Buch "Pubertät - echt ätzend" sprechen Sie davon, dass die Heranwachsenden in Schule oder Lehre zur Unmündigkeit verdammt und in eine Art Warteraum des Lebens verbannt würden. Dieses "psychosoziale Moratorium" hindere sie an eigenverantwortlichen Erfahrungen in der Außenwelt und liege vielen Pubertätskonflikten zugrunde.

Guggenbühl: In der Pubertät sollten junge Menschen hinaus in die Welt und neue Erfahrungen machen, zum Beispiel auf Reisen. Sie sollten mit wirklichen Herausforderungen konfrontiert werden, Verantwortung tragen lernen und nicht dauernd in den Schonraum von Schule und Familie verbannt werden.

SPIEGEL: Die langjährige Schulpflicht ist nun mal Teil unserer Kultur.

Guggenbühl: Ja, wir müssen pragmatisch vorgehen, wir können nicht die Gesellschaft umkrempeln. Ich versuche zumindest, gewalttätig gewordenen Jungen Aufgaben zu stellen, durch die sie sich existentiell herausgefordert fühlen.

SPIEGEL: Es gibt sicherlich Gewalttäter, denen so nicht beizukommen ist.

[70 bis 80% der verhaltensgestörten Jugendlichen wollen sich mit Delikten "beweisen"]

Guggenbühl: Unter den Jungen, mit denen ich arbeite, sind sieben bis acht von zehn auf der Suche. Sie sehnen sich nach Herausforderungen, sie wollen sich beweisen. Diesen kann man helfen.

SPIEGEL: Das klingt ein bisschen nach Verharmlosung. Die Jungs, die man zu Ihnen schickt, sind doch alle verhaltensauffällig oder delinquent geworden?

Guggenbühl: Alle haben ein Delikt begangen, waren gewalttätig, doch nur bei 20 bis 30 Prozent lässt sich nach meiner Erfahrung eine tiefere Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Wir sollen nicht alle pathologisieren - das Delikt gehört für viele zur Initiation in die Gesellschaft. Wer kein Delikt verübt hat, ist für sie kein Mann!

Das Interview führte Rainer Traub>



Stern online,
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1.8.2010: <Hirschhausens Sprechstunde: Pubertät - Baustelle im Großhirn

aus: Stern online; 1.8.2010;
http://www.stern.de/gesundheit/hirschhausens-sprechstunde-pubertaet-baustelle-im-grosshirn-1585632.html

Die Jugend von heute kann nichts dafür, dass wir sie nicht verstehen, meint Eckart von Hirschhausen. Das Schlimmste, was wir ihr vorwerfen können, ist, dass wir selbst nicht mehr dazugehören.

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." Diese Klage ist fast 2500 Jahre alt und stammt vom griechischen Philosophen Sokrates. Offensichtlich klagt seit vielen Generationen jede Generation ähnlich über die nächste. Woher kommt das?

Mit heutigen Forschungsmethoden versteht man besser, warum einen in der Pubertät die Eltern nicht verstehen - und man sich selbst auch nur so wenig. Wenn man sich an die Stirn tippt, ist man dem Ort des Geschehens schon ziemlich nah: Das Stirnhirn befindet sich in einer Umbauaktion, die es seit Kindertagen in der Heftigkeit im Denkorgan nicht mehr gegeben hat. Viele eingeschliffene Verbindungen zwischen den Nervenzellen werden infrage gestellt, gelöst und neu verdrahtet. Das oft teilnahmslose Gesicht drückt eigentlich nur aus, wie sich das anfühlt: "Achtung: Großbaustelle im Großhirn. Wir bitten Verspätungen und Unannehmlichkeiten zu entschuldigen." Bemerkbar macht sich das in verlangsamter Verarbeitung von Emotionen, Impulsivität und Unempfindlichkeit für Glücksgefühle.

Nur der Augenblick zählt

Pubertät ist das Gegenteil von Priorität. Was zählt, ist der Augenblick: Schulfete ist wichtiger als Schulabschluss, Pickel ausdrücken wichtiger als Vokabeln rein-, Knutschen geiler als Klavier üben. Kein Jugendlicher hört auf zu rauchen, wenn man ihm sagt, dass er in 40 Jahren davon Lungenkrebs bekommen kann. Im Gegenteil: Die Gefahr in der Zukunft wird zu einer Mutprobe für die Unsterblichen von heute. Wer mal mit Jugendlichen wandern war, kennt das aussichtslose Unterfangen, die Freude an "der schönen Landschaft" zu vermitteln. "Langweilig!" Während des Umbaus müssen die Reize größer sein, um Glücksgefühle auszulösen. Die leicht depressive Grundstimmung und der Übermut zum Risiko hängen direkt zusammen.

Es gibt auch die mega-verantwortlichen Jugendlichen

Das Wort Pubertät kommt von dem lateinischen Wort für "Schamhaar". Zurzeit wird jede Behaarung wegrasiert, noch ehe sie da ist. Die Härchen, auf die man vor einer Generation noch so stolz war, sie heimlich gezählt und verglichen hat, lässt man heute für ein Schönheitsideal über die Klinge springen, das die Glätte eines Kinderpopos zum idealen Ganzkörpergefühl erklärt. Just in der Phase, in der man sich vom Zuhause abnabelt, hält man sich für den Nabel der Welt.

Aber wer hat das Problem? Das Schlimmste, was man der Jugend vorwerfen kann, ist doch, dass man selbst nicht mehr dazugehört. So inkompetent kann diese Phase doch gar nicht sein, wenn mit der Geschlechtsreife über Tausende von Jahren auch die Kinder kamen. Hätten sich unsere Vorfahren dabei nur unverantwortlich und doof angestellt, wären wir schließlich ausgestorben. Und es gibt ja auch sie: die mega-verantwortlichen Jugendlichen, die sich mit einer Vehemenz für die Weltverbesserung einsetzen, die unser Planet verdammt gut brauchen kann! Zu belächeln sind nur die, die nichts tun.

Wann ist man erwachsen? Mit eigenen Kindern, eigenem Geld, anderen Wänden und anderem Nabel. Wenn das aber erst Mitte 40 passiert, braucht es ein neues Kriterium. Mein Vorschlag: Erwachsen ist, wer freiwillig auch mal früh ins Bett geht. Und wer das Richtige tut - selbst wenn es die Eltern empfohlen haben.

Eckart von Hirschhausen>


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31.8.2010: Jugendliche treiben Eltern mit Sachbeschädigung und Handysucht in die Schulden - die Eltern haften aber nur je nach Fall - Schuldenberater und Kurs "Jugend und Recht"

aus: 20 minuten online: Bern: Eltern durch ihre Kinder hoch verschuldet; 31.8.2010;
http://www.20min.ch/news/bern/story/20197941

<von Bigna Silberschmidt - Mit Sprayereien und hohen Handyrechnungen treiben Teenies ihre Eltern manchmal fast in den Ruin: Jetzt klärt die Berner Schuldenberatung verzweifelte Eltern über deren Rechte auf

Schuldenberater Mario Roncoroni betreibt Aufklärung. (meo)

30 000 Franken im Minus wegen Schmierereien: Diesen Schuldenberg musste eine Mutter aus Bern abbauen, weil sich ihr 16-jähriger Sohn bei Sprayereien vergnügte.

Dem Berner Schuldenberater Mario Roncoroni sind weitere Beispiele solcher Art bekannt: «Immer mehr Eltern verschulden sich durch ihren eigenen Nachwuchs.» Sie bezahlen die dreistelligen Handy-Rechnungen ihrer Kinder und füllen deren überzogene Bankkonten wieder auf – «aus Angst, dass ihre Kinder betrieben werden», sagt Roncoroni. Er klärt auf: «Oftmals wären die Eltern gar nicht zum Zahlen verpflichtet.» Bei Sachbeschädigungen komme es etwa darauf an, ob eine Aufsichtspflicht verletzt wurde oder nicht.

Auch das Betreibungsamt Bern-Mittelland hat die Zunahme von verschuldeten Teenies registriert. «In den letzten zwei bis drei Jahren ist es schlimmer geworden», so Markus Schnidrig. «Gerade nach den Ferien nehmen die Betreibungen zu. Grund dafür sind Plastikgeld und Handys.»

Im Kurs «Jugend und Recht» klärt die Berner Schuldenberatung Eltern und Sozialtätige jetzt darüber auf, unter welchen Umständen die Eltern und nicht ihre Kinder für deren Taten haften. Der Workshop findet am 18. Oktober statt.

www.schuldenhotline.ch





<Von Anke Fossgreen.

Ältere Brüder verzögern die sexuelle Reife ihrer Schwestern, jüngere deren ersten Sexualverkehr.

Auch heutzutage noch: Mädchen, die ausschliesslich ältere Brüder haben, bekommen durchschnittlich ein Jahr später ihre erste Periode.

Von ursprünglichen Volksstämmen ist bekannt, dass Söhne einen Einfluss auf ihre Geschwister haben. Beispielsweise haben bei den in Kenia lebenden Nomaden, den Gabbra, Männer mit vielen Brüdern weniger Kinder als solche mit zahlreichen Schwestern.

Historische Aufzeichnungen aus Finnland zeigen, dass Männer oder Frauen mit älteren Brüdern später Eltern wurden und weniger fruchtbar waren als solche mit Schwestern. Bei zahlreichen Gesellschaften haben Forscher Hinweise darauf gefunden, dass Brüder einen negativen Einfluss darauf haben, wie viele Kinder ihre Geschwister bekommen. Das fassen Fritha Milne und Debra Judge in einer Veröffentlichung zusammen («Proceedings of the Royal Society B», online).

Auch heute noch

Die Humanbiologinnen von der University of Western Australia wollten wissen, ob auch heute noch ein solcher Einfluss nachweisbar ist. Dazu befragten sie 273 Freiwillige aus Westaustralien. Das verblüffende Resultat: Auch in heutigen industriellen Gesellschaften beeinflussen Brüder die sexuelle Reife ihrer Schwestern. Allerdings sind die Auswirkungen nicht langfristig. Brüder verringern heute nicht mehr die Anzahl der Kinder ihrer Geschwister.

Milne und Judge berechneten, dass Mädchen, die ausschliesslich ältere Brüder hatten, durchschnittlich ein Jahr später ihre erste Periode bekamen – erst mit 13½ Jahren – im Vergleich zu Mädchen mit älteren Schwestern.

Ob es Faktoren gibt, welche die körperliche Reife unterdrücken, oder ob psychologische Einflüsse eine Rolle spielen, wissen die Forscherinnen nicht. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Brüder zu viel Energie beanspruchen.

Söhne strapazieren die Mütter

Männliche Nachkommen seien im Tierreich ebenso wie beim Menschen eine grössere Belastung für die Mütter als Töchter, so Milne und Judge. Beispielsweise benötigten Frauen, die einen Sohn erwarten, in der Schwangerschaft zehn Prozent mehr Nahrung als Schwangere mit einem weiblichen Baby im Bauch. Die Schwangerschaftsdauer sei bei Söhnen etwas länger, die männlichen Babys wiegen bei der Geburt in der Regel mehr und würden durchschnittlich länger gestillt als Mädchen.

Bei den in Nordskandinavien lebenden Sami verkürzte – in vorindustrieller Zeit – eine grosse Anzahl an Söhnen gar das Leben einer Mutter im Vergleich zu Frauen mit mehr Töchtern.

Dieser Aufwand Söhnen gegenüber müsse auch einen Einfluss auf ihre Geschwister haben, mutmassten Forscher. Tatsächlich bestätigte eine Studie aus Dänemark ähnliche Untersuchungen aus den USA und Kanada: Demnach wogen Kinder, die ein oder zwei ältere Brüder hatten, bei der Geburt weniger.

Einfluss, wenn beide zusammen wohnen

Dass aber die Mädchen aus der aktuellen australischen Studie weniger Nahrung bekommen hätten, weil sie die mit ihren Brüdern teilen mussten, schliessen Milne und Judge aus. Denn dann müssten jüngere Geschwister den gleichen Einfluss auf die sexuelle Reife haben. Das war aber nicht der Fall.

Jüngere Brüder verzögerten indes den ersten Sexualverkehr ihrer Schwestern, die mit 19 statt mit 18 Jahren (bei älteren Schwestern) erstmals mit einem Mann schliefen. Diese Beobachtung sei jedoch nur mit sozialen und nicht mit körperlichen Faktoren zu erklären.

Der Einfluss der Brüder wirke aber nur auf die Schwestern, solange die Geschwister im gemeinsamen Elternhaus leben, so Milne und Judge. Das erkläre, warum die Brüder in heutigen industriellen Gesellschaften keinen Einfluss mehr auf die Anzahl der Kinder ihrer Schwestern haben. Denn diese leben einige Jahre lang selbstständig, bevor sie eine eigene Familie gründen. (Tages-Anzeiger)>

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n-tv
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Deutschland 17.9.2010: Was Eltern für die Ausbildung der Kinder bezahlen müssen - mit 18 ist noch lange nicht Schluss - aber bummeln darf das Kind auch nicht

aus: n-tv online: Ratgeber: Teure Kinder: Was Eltern zahlen müssen; 17.9.2010;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Was-Eltern-zahlen-muessen-article1515026.html

<von Isabell Noé

Auch nach dem 18. Geburtstag müssen Eltern für ihre Kinder zahlen. Und zwar so lange, bis diese eine Ausbildung in der Tasche haben - manchmal sogar noch länger. Unter Umständen kann mit dem Ausbildungsunterhalt aber auch früher Schluss sein.

Auch für eine Übergangszeit zwischen Abschluss und Job können Eltern noch zur Kasse gebeten werden.

Der Filius ist unentschlossen. Nach dem Abi BWL studieren? Oder doch lieber Philosophie? Er probiert erst das eine dann das andere und entscheidet sich schließlich für Jura. Die Tochter hingegen weiß genau, was sie will: ein Ausbildung an der privaten Fotografenschule. Die ist nach drei Jahren abgeschlossen – nur leider nicht ganz billig.

Sind die Kinder aus dem Haus, sind die Eltern finanziell noch lange nicht aus dem Schneider. Im Gegenteil: Wenn der Nachwuchs die Berufsausbildung beginnt, wird es oft erst richtig teuer. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgeschrieben, dass Eltern dem Nachwuchs eine Ausbildung finanzieren müssen, die dessen Befähigungen entspricht. Verbindliche Zahlen zum "Wie viel" liefert das Gesetz aber nicht. Entscheidend ist letztlich, wie viel Ausbildung sich die Eltern leisten können. Ein Arbeiterkind wird seine Eltern nicht zur Finanzierung einer teuren Privat-Uni verpflichten können. 

Als Anhaltspunkt dient die "Düsseldorfer Tabelle". Als Regelbedarf für einen Studenten sind 640 Euro vorgesehen, zuzüglich eventuell anfallender Krankenversicherungsbeiträge. Übersteigt das die finanziellen Möglichkeiten der Eltern, fällt der Anspruch des Nachwuchses aber geringer aus. Außerdem werden Bafög und gegebenenfalls auch die eigenen Einkünfte des Kindes auf den Unterhalt angerechnet. Zum Nebenjob zwingen kann man sein Kind aber nicht. Das wäre auch nicht unbedingt im eigenen Interesse. Schließlich könnte das die Ausbildung unnötig in die Länge ziehen.

Bummeln kann den Anspruch kosten

Langzeitstudenten müssen damit rechnen, dass ihnen die Eltern irgendwann den Hahn abdrehen. Anspruch auf Unterhalt besteht nämlich nur, solange das Ausbildungsziel konsequent verfolgt wird. Das heißt zwar nicht, dass der Unterhaltsanspruch automatisch endet, sobald die Regelstudienzeit überschritten ist. Wer länger studiert, sollte aber mit Scheinen und Prüfungsbelegen nachweisen können, dass er überhaupt noch am Ball ist. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az: 11 WF 146/03). Im konkreten Fall konnte eine Studentin nach neun Semestern noch kein Vordiplom nachweisen und hat damit ihren Unterhaltsanspruch verwirkt.

Ein Jahr Orientierungszeit

Nicht jeder weiß nach dem Schulabschluss gleich, wohin die Reise gehen soll. Praktika können bei der Orientierung helfen. Ob die Eltern die Experimentierphase finanzieren müssen, ist allerdings umstritten. Das Oberlandesgericht Jena erklärte 2009 eine "angemessene" Überbrückungszeit für zulässig. Für angemessen hielten die Richter etwa ein Jahr, wobei der Einzelfall entscheidend ist (Az.: 1 UF 245/08). Andere Gerichte sind dagegen der Auffassung, dass Kinder in der Zeit zwischen Schulabschluss und weiterer Ausbildung selbst für ihren Unterhalt zu sorgen haben. So entschied das Oberlandesgericht Naumburg, dass eine Abiturientin für die Zeit ihres freiwilligen sozialen Jahrs kein Recht auf zusätzliche Unterstützung habe (Az.: 4 UF 94 / 07). Wenn die Tätigkeit Voraussetzung für das Studium ist, müssen die Eltern aber zahlen.  

Wenn ein Abschluss nicht reicht

Ist die erste Ausbildung abgeschlossen, haben die Eltern in der Regel ihre Pflichten erfüllt. Es gibt aber Ausnahmen, etwa dann wenn die zweite Ausbildung auf der ersten aufbaut. Beginnt also eine Krankenschwester nach ihrer Lehre ein Medizinstudium, kann sie sich an die Eltern wenden. Anders entschied der Bundesgerichtshof im Fall eines Industriekaufmanns, der Maschinenbau studieren wollte. Hier bestehe kein "enger sachlicher Zusammenhang", so die Richter (Az.: XII ZR 18/92). Auch wenn die Eltern das Kind in einen Beruf gedrängt haben, der nicht seinen Neigungen entspricht, können sie nochmal zur Kasse gebeten werden. Auch ein abgebrochenes Studium bedeutet nicht, dass die Ansprüche gegen die Eltern verloren gehen – jedenfalls nicht, wenn man sich in den ersten Semestern umorientiert.>



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Spiegel
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28.9.2010: <Im Anklagesessel: Schülergerichte in Sachsen> - Jugendliche als Richter für Jugendliche

aus: Spiegel online; 28.9.2010; http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,718863,00.html

<Von Greta Taubert

SPIEGEL ONLINE

Ein Video geklaut? Schwarzgefahren? Den Nachbarn beleidigt? Wegen solcher Vergehen müssen Jugendliche in Sachsen nicht sofort vor ein hohes Gericht. In Schülergerichten treffen sie auf gleichaltrige Richter, die gemeinsam mit ihnen überlegen, welche Strafe angebracht ist.

Manchmal, wenn Michael Sassimowitsch die Straße entlangläuft, passiert es. Er entdeckt ein ihm bekanntes Gesicht, hört eine vertraute Stimme und erinnert sich: Das war doch der Kaufhausdieb. Oder der Krawallmacher. Oder der Pöbler. Mit ihm hatte er doch noch vor einigen Monaten in einem kleinen Zimmer zusammengesessen und ihm seine Strafe vorgelesen. Ob es etwas genutzt hat?

Michael Sassimowitsch ist 18 und einer der dienstältesten Schülerrichter in Leipzig. Er verhandelt mit Ersttätern zwischen 15 und 18 Jahren darüber, welche Strafe für ihr Vergehen angemessen ist. Meistens landen bei ihm nur leichte Straftaten. Wenn zum Beispiel ein Jugendlicher Pralinen für seine Mutter geklaut hat oder ein Motorrad für eine Spritztour, dann müssen die Täter nicht immer sofort auf die harte Anklagebank eines sächsischen Landgerichts. Stattdessen dürfen sie sich in den weichen Sesselkissen in einer Leipziger Industriellenvilla niederlassen.

Das Jugendhaus in Leipzig leuchtet in freundlichem Gelb. Im Garten hängen die Pflaumenbäume voller Früchte, die Herbstsonne bricht durch die Zweige in die hohen, stuckverzierten Räume. An den Wänden hängen bunte Papierbögen, auf Flipcharts stehen Seminarnotizen. Das Jugendhaus Leipzig ist kein Ort, der nach Bestrafung aussieht. Eher nach einem netten Gespräch. Und genau das soll auch darin stattfinden.

Die gleichaltrigen Richter sollen das Unrechtsbewusstsein wecken

"Komm doch zu uns herein", sagt Michael Sassimowitsch zu einem zusammengekauerten Häufchen namens Ben. Er reicht ihm seine große, trockene Hand, fragt, ob er den Weg gut gefunden habe. Erzählt von seiner eigenen Buspanne am Morgen. "Das soll erst mal Vertrauen schaffen und ihm signalisieren: Wir sind genau wie du", sagt Michael später. Denn genau darum geht es ja bei der Idee der Schülergerichte: Gleiche für Gleiche.

"Jugendliche im selben Alter finden oft einen leichteren Zugang zu den Beschuldigten", sagt Till Pietzcker. Er ist Sprecher des Justizministeriums in Sachsen, das sich die Idee mit den Schülergerichten vor vier Jahren hat einfallen lassen und das es heute auch bezahlt.

Bis zu Beginn des Schuljahrs gab es die Gerichte nur in drei sächsischen Städten auf Probe - in Leipzig, Zwickau und Bautzen. Jetzt soll das Projekt auch auf Görlitz und Chemnitz ausgeweitet werden. Denn die Erfahrungen seien gut. Gleichaltrige sähen in Straftaten bestimmter Kategorien, wie zum Beispiel Ladendiebstähle oder Fahren ohne Fahrerlaubnis häufig als sportliche Leistung an, für die sie sich Anerkennung erhoffen. "Eine missbilligende Reaktion durch Gleichaltrige kann hier eine positive Änderung des Unrechtsbewusstseins bewirken." Und das scheint in vielen Fällen tatsächlich zu funktionieren.

"Das war Scheiße"

Ben sitzt zusammengesunken auf den weißen Polstern im Jugendhaus. Michael und zwei andere Schülerrichterinnen sitzen um ihn herum an einem niedrigen Tisch und schauen ihn erwartungsvoll an. Ben schluckt, holt Luft und geht in Gedanken zurück an jenen Tag im Kaufhaus in der Leipziger Innenstadt.

Als er da stand, zwischen den Regalen, und das Computerspiel sah. Als es plötzlich nichts Wichtigeres mehr gab, und er es nur noch haben wollte. Im Portemonnaie war nicht mehr genug Geld dafür. Aber das tat der fast körperlich fühlbaren Lust auf das Spiel keinen Abbruch. Er schaute nach rechts und links, kein Verkäufer da, und schon steckte die DVD im Anorak.

"Das war Scheiße", sagt Michael, und über seiner Nase kerbt sich eine Falte. Seine Augen hinter der schwarz gerahmten Brille gucken jetzt ernst. "Ich weiß das ja", sagt Ben, "besser als ihr euch vorstellen könnt." Seine Eltern hatten ihm wochenlanges PC-, Fernseh- und Ausgehverbot erteilt. Dem Fußballtrainer hatten sie es sogar erzählt, was dann schnell die Runde unter seinen Kickerfreunden machte. Seitdem hänselt ihn der ganze Verein.

"So was möchte ich mir nicht noch mal antun", sagt Ben, und die Stimme fällt auf Flüsterniveau. "Was würdest du als Strafe vorschlagen?", fragt Michael, und Ben erzählt davon, wie er die jüngsten Fußballer trainieren möchte. Ihnen wieder ein Vorbild sein könnte. Es auch dort im Verein wieder ausbügeln möchte.

Jugendliche sollen sich mit ihrer Tat in kreativer Weise auseinandersetzen

"Ich erkenne mittlerweile, ob mir jemand was vormacht oder nicht", erklärt Michael später. Mit jeder Verhandlung öffnet sich ihm eine neue Geschichte, ein neues Schicksal, ein neuer Mensch. "Das finde ich ja das Interessante dabei." Im Grunde hätte Michael genug anderes zu tun. Er ist Klassensprecher, spielt in der Musikschule Akkordeon, begleitet den Schulchor am Klavier und verdient sich in einem Freizeitpark noch etwas zum Taschengeld dazu.

Aber das Schülergericht, das hat ihm ganz neue Perspektiven aufgezeigt. Auch beruflich: Vor zwei Jahren hat er sich für ein Praktikum bei der Staatsanwaltschaft entschieden und durfte auch in die Akten von schweren Verbrechen gucken und an den Verhandlungen teilnehmen. Seitdem steht für ihn fest: Er wird nach dem Abitur Jura studieren. Und natürlich Richter werden.

"Ich finde, Ben hat schon ziemlich viel Bestrafung durch seine Eltern erfahren", sagt Michael zu seinen zwei Kolleginnen, als der Beschuldigte den Raum verlassen hat. "Wir sollten ihm in seinem Vorschlag für die Strafe folgen." Die Richter dürfen nicht mehr als 15 Sozialstunden verhängen. Schwerere Fälle bekommen sie auch gar nicht von der Staatsanwaltschaft übermittelt.

Meistens wollen sie den Beschuldigten aber dazu motivieren, sich mit seiner Tat in kreativer Weise auseinanderzusetzen. Er mag HipHop? Soll er einen Rap darüber schreiben, wie es dem Typen geht, dem er das Motorrad geklaut hat. Sie kann malen? Sie könnte einen Comic darüber zeichnen, wie es in dem Tante-Emma-Laden nach dem Diebstahl weitergeht. Er ist in der Theatergruppe? Dann wäre doch ein Stück im Altenheim denkbar.

"Die Schülerrichter haben da freie Befugnis", sagt Rainer Dietrich. Der Sozialarbeiter betreut die elf Leipziger Schülerrichter und sitzt bei jeder Verhandlung etwas abseits, um notfalls eingreifen zu können. "Das musste ich aber bisher noch nie", sagt Dietrich. "Die Schülergerichte sind für die Jugendlichen ja eine große Chance.">



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3.10.2010: Jugendliche schauen Pornos - aber die Wirkung kann unterschiedlich sein - Eltern sollen locker darüber reden

aus: 20 minuten online: Doktor Sex: "Sind Pornos Spass und Unterhaltung?"; 3.10.2010;
http://www.20min.ch/life/dossier/herzsex/story/-Sind-Pornos-Spass-und-Unterhaltung---27565261

<Fritz ist erstaunt. Sein Arbeitskollege hat ihm erzählt, dass sich Jugendliche Pornos heute auch einfach nur zum Spass anschauen. Was hat das zu bedeuten?

Frage von Fritz (43) an Doktor Sex: Bisher dachte ich immer, dass Jugendliche Pornos nur nutzen, um sich aufzugeilen oder mit dem Gesehenen prahlen zu können. Neulich erzählte mir aber ein Kollege, dass sein Sohn - und auch andere Jugendliche aus dessen Umfeld - Pornos auch zur Unterhaltung konsumieren und um darüber zu lachen. Bedeutet dies, dass die Jugendlichen über dem stehen, was sie sehen und auch damit umgehen können?

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Fritz.

Eine Schweizer Studie zeigt, dass 88 Prozent der männlichen und 38 Prozent der weiblichen Jugendlichen am Ende der 9. Klasse mindestens einmal Kontakt mit Pornografie hatten. Hauptgründe dafür: «Spass», «Neugier» und «Wissen wollen was Porno ist». Diese Gründe decken sich mit dem, was ich in den letzten Jahren im Aufklärungsunterricht von über 4000 Buben gehört habe.

Was dein Kollege erzählt hat, bedeutet aber nicht, dass alle Jugendlichen einen entspannten Umgang mit Pornos haben. Fast 40 Prozent der Teilnehmenden gaben nämlich an, dass der Pornokonsum bei ihnen Fragen aufgeworfen hat. Und zwanzig Prozent von ihnen machte er Angst. Daher ist es auch wichtig, dass sich Erwachsene mit ihnen zusammensetzen und über das Thema sprechen.

Es gehört zu den Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen, sich mit der Welt der Erwachsenen und damit auch mit deren Sexualität auseinander zu setzen. Dass es keine angemessenen Darstellungen davon gibt, welche Jugendlichen zum Beispiel im Aufklärungsunterricht an der Schule gezeigt werden können, liegt in der Verantwortung prüder Erwachsener. Diese glauben, Jugendliche müssten vor gezeigter Sexualität geschützt werden. Mit dieser moralinsauren Haltung zwingen sie diese aber geradezu, sich ihre Informationen darüber, wie Sex geht, in teilweise höchst fragwürdigen Filmen im Internet suchen zu müssen. Verkehrte Welt!

(bwe)>

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Spiegel
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27.10.2010: EU-Studie erkennt, dass Ausgrenzung, Hänseln und Mobbing Gewaltbereitschaft bei den Opfern erzeugen, manchmal bis zur Anwendung von Gewalt

Ausgrenzung, Hänseln und Mobbing provoziert bei den Opfern Gewaltbereitschaft, manchmal dann auch Anwendung von Gewalt. Nun, in Deutschland ist Mobbing strafbar. In der Schweiz ist Mobbing bis heute NICHT strafbar. Das ist schon eigenartig, ja, eigentlich ist das kriminell, denn diskriminierten Jugendliche in der Schweiz können sich bis heute rechtlich nicht wehren, sondern nur, wenn es eine Sozialarbeit in der Schule gibt - und die gibt es nicht überall. Mobbingopfer sind den Hochnäsigen  in der Schweiz scheinbar immer noch egal. Es geht den Hochnäsigen in der Schweiz einfach zu gut und die Mobbingopfer sind "vernachlässigbar". Aber lesen Sie selbst diesen guten Artikel, aus selchen Gründen Jugendliche gewaltbereit werden. Der Faktor Computerspiele wurde bei der Studie scheinbar nicht befragt.

aus: Spiegel online: EU-Studie zu Gewaltbereitschaft: Ausgrenzung macht Jugendliche aggressiv; 27.10.2010; http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,725755,00.html

<DPA

Ein junger Mann ballt die Faust: "Kinder nicht Gewalt oder Diskriminierung aussetzen"

Die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen hängt nicht von ihrer Religion ab. Dies hat eine Studie der EU-Grundrechteagentur ergeben. Soziale Ausgrenzung fördere aber aggressives Verhalten.

Wien - "Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass muslimische Jugendliche häufiger oder seltener Gewalt anwenden als nicht-muslimische", heißt es in der Studie, die die EU-Grundrechteagentur (FRA) am Mittwoch in Wien vorstellte. Demnach laufen Jugendliche vor allem dann Gefahr gewalttätig zu werden, wenn sie selbst Opfer von Diskriminierung oder Gewalt waren.

An der Erhebung hatten 3000 muslimische und nicht-muslimische Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren in Frankreich, Spanien sowie Großbritannien und Nordirland teilgenommen. Die Studie konzentrierte sich auf EU-Mitgliedstaaten, in denen es Terroranschläge mit radikalislamischem Hintergrund oder städtische Unruhen unter jugendlichen Einwanderern gab.

"Muslimische Jugendliche berichteten, dass sie häufiger diskriminiert und sozial ausgegrenzt wurden als nicht-muslimische", sagte FRA-Direktor Morten Kjaerum. Das gelte vor allem für Frankreich und Spanien. Etwa jeder fünfte Jugendliche ist der Auffassung, dass Gewalt dann gerechtfertigt ist, wenn seine Religion beleidigt wird. Im Durchschnitt stimmten Muslime dieser Aussage eher zu als Nicht-Muslime - was aber nicht bedeute, dass die Jugendlichen tatsächlich gewalttätig werden, hieß es.

Die Bereitschaft zu emotionaler Gewalt - darunter Hänseln oder Mobbing - war bei Jugendlichen höher, die sich aufgrund ihres kulturellen oder religiösen Hintergrunds oder ihrer Hautfarbe und Sprache sozial ausgegrenzt fühlen.

"Wenn man die Ursachen von Gewalt angehen möchte, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass Kinder nicht Gewalt oder Diskriminierung ausgesetzt werden", betonte Kjaerum. Eine Politik gegen Jugendkriminalität oder gegen den Terrorismus müsse daher alltägliche Situationen der Ausgrenzung junger Menschen bekämpfen.

Die EU-Grundrechteagentur berät die EU bei ihrer Menschenrechtspolitik. Sie nahm ihre Arbeit 2007 auf und trat an Stelle der 1998 gegründeten Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die ebenfalls in Wien angesiedelt war.

jus/AFP/dpa>

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Welt
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27.10.2010: Jugendliche ritzen und verletzen sich wegen ungelösten Problemen, die psychisch grossen Stress provozieren

aus: Welt online: Schmerz als Stresslöser: Warum sich viele Jugendliche ritzen; 27.10.2010;
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article10572539/Warum-sich-viele-Jugendliche-ritzen.html

Artikel von Aliki Nassoufis


Zusammenfassung: Die Fakten aus einer "grösseren Studie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg" von "vor einigen Monaten":

-- Jugendliche und junge Erwachsene fügen sich Schnitte mit Messern oder anderen Klingen, Stiche oder Verbrennungen mit Bügeleisen oder mit Zigaretten zu, um auf eine falsche Weise Stress abzubauen. Betroffen sind meist Arme und Beine. Das ist ein Hilferauf, dass die betroffene Person mit einem traumatischen Erlebnis nicht richtig um gehen kann

-- der Frust führt zu einer ohnmächtigen Wut und zu einer Behinderung in der Durchsetzungsfähigkeit, so dass sich dies in eine Selbstverletzung steigert, vom Kneifen zum Schlag an die Wand bis zum Griff zu Werkzeugen

-- es kam heraus, dass sich "rund ein Drittel aller Schülerinnen zwischen 14 und 16 Jahren im Rhein-Neckar-Kreis schon einmal absichtlich eine Schnittverletzung zugefügt hat. Etwa 18 Prozent der Schülerinnen und acht Prozent der Schüler tun dies demnach häufiger"

-- Ursache für das selbstverletzende Verhalten ist oft eine depressive Entwicklung mit grossen Störungen in der Kindheit, z.B. durch Dauerdiskriminierung und negativer Entwicklung des Selbstwertgefühls, oder traumatische Erlebnisse mit Kindsmissbrauch, sexuell oder emotional, Scheidung der Eltern oder Todesfall in der Familie

-- sich zu ritzen beinhaltet für die Betroffenen auch eine Überwindung einer emotionalen Taubheit zur Folge: Sie fühle sich "wieder da", aber das ist natürlich nur eine Symptombekämpfung

Hilfe gibt es in Kinder- und Jugendberatungsstellen, bei Therapeuten oder Ambulanzen, auch in Kliniken. In der Therapie lernen die Betroffenen, das Ritzen sein zu lassen und die Probleme aktiv anzugehen. Auch Ersatzhandlungen können helfen, die aber nicht schädigende Wirkung haben, eine kalte Dusche oder eine Chili essen. Die Therapie kann insgesamt 2 Jahre dauern, bis die Betrofffenen ihr Leben voll kontrollieren und positiv gestalten können.

[Und natürlich sind da oft kriminelle Eltern, die eigentlich auch in die Therapie gehören].

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21.11.2010: <Zürich: Ohne Hirntraining werden Teenager nicht erwachsen> - das beste Hirntraining ist, Verantwortung zu übernehmen

Die Erziehung von Jugendlichen sollte dorthin gehen, dass sie kleine Arbeiten verrichten dürfen und so Verantwortung übernehmen, sich selbst bestätigen, und so entwickelt sich das Hirn anders als wenn die Jugendlichen nur rumhängen. Aber die Gesellschaft muss der Jugend auch diese Möglichkeiten geben, Verantwortung zu übernehmen. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online; 21.11.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Ohne-Hirntraining-werden-Teenager-nicht-erwachsen-29685822

<Eine neue Studie zeigt: Jugendliche wissen oft nicht, was sie tun, weil in ihrem unfertigen Hirn die Triebe dominieren. Und: Wer zwischen 15 und 20 sein Hirn nicht trainiert, bleibt rückständig.

Wenn Jugendliche Drogen nehmen, rumhängen oder dreinschlagen, ist das Hirn mitschuldig. Dies besagt eine neue Studie von Peter Uhlhaas vom Max-Planck-Institut. Der Hirnbereich, der Emotionen und Triebe verarbeite, laufe ab dem 15. Altersjahr auf Volldampf, während der Bereich für Vernunft und Kontrolle stark hinterherhinke, so Uhlhaas zum «Sonntag». Die Folge: Jugendliche sind nur beschränkt in der Lage, die Folgen ihres Tuns abzuschätzen.

Dieser Effekt wird noch verstärkt, weil sich mit dem Umbau des Hirns jener Bereich zurückbildet, der Belohnungen ausschüttet. «Jugendliche erhöhen deshalb das Risiko, um die gleiche Belohnung zu erhalten», sagt Biologe Christoph Bornhauser vom SBW Haus des Lernens. Den Umbau des Hirns sieht er aber auch als Chance: Die Entwicklung des Hirns lässt sich nämlich bis Anfang 20 stark beeinflussen – positiv wie negativ. Fachleute sprechen von «use it or lose it». Nicht benutzte Nervenstränge werden zurückgebildet, trainierte Verbindungen verstärkt. Um die Bereiche für Vernunft und Kontrolle zu stärken, sollten Junge schon früh etwa im Fussballklub oder als Pfadi­leiter Verantwortung übernehmen, empfiehlt Bornhauser. Seine Schüler können deshalb bereits in der 9. Klasse ein bis zwei Tage pro Woche in einem Betrieb arbeiten – übernehmen so Verantwortung und trainieren ihr Hirn viel stärker als jene, die nur zu Hause rumhängen: «Wer stundenlang nur fernsieht oder Computer-Games spielt, vergibt ein riesiges Potenzial.»

(Hal)>


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23.11.2010: Gewalt in 20% der Jugendbeziehungen - Eltern wissen oft nichts davon - Indizien Selbstverletzung und Drogen

Die Angst vor der Trennung erzeugt oft Gewalt. Das Leben ist aber nach einer Trennung nicht zu Ende, sondern es kommt drauf an, wie man nach einer Trennung miteinander umgeht. In den Religionsbüchern steht leider nichts davon, weil zur Zeit der Religionsbücher die Kinderheirat noch üblich war und das Zeitalter "Jugend" gar nicht bekannt war. Es wäre also Zeit, die Religionsbücher endlich entsprechend zu ergänzen. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten onlnie: Häusliche Gewalt: Wenn die Teenager-Liebe gewalttätig wird; 23.11.2010;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Wenn-die-Teenager-Liebe-gewalttaetig-wird-11846263

<von Lukas Mäder
- Nicht nur bei erwachsenen Paaren, sondern auch zwischen Jugendlichen kommt es häufig zu Gewalt. Die Betroffenen leiden schwer darunter.

Im Bereich Krisenintervention gebe es zu wenige Angebote wie das Mädchenhaus oder das Schlupfhuss, Sandra Fausch, Co-Leiterin der Bildungsstelle Häusliche Gewalt in Luzern. Archivaufnahme des Schlupfhuus in Zürich.

Das Klischee von der romantischen Jugendliebe stimmt oft nicht. Jede vierte bis fünfte junge Frau wird Opfer von körperlicher Gewalt ihres Freundes, zeigen Zahlen aus den USA und aus Grossbritannien. Männliche Teenager sind zu rund 20 Prozent betroffen. Schweizer Teenager dürfen ähnlich häufig zu Opfern werden. «Diese Zahlen stimmen mit der Erfahrung aus meiner praktischen Arbeit im Mädchenhaus Zürich überein», sagt Sandra Fausch, Co-Leiterin der Bildungsstelle Häusliche Gewalt in Luzern. Zahlen für die Schweiz gibt es keine, aber Fausch schätzt: «Gewalt kommt bei jugendlichen Paaren ähnlich häufig vor wie häusliche Gewalt unter Erwachsenen.» Je nach Befragung sind zwischen 10 und 20 Prozent der Frauen bereits einmal Opfer von körperlicher Gewalt ihres Partners geworden. Von sexueller Gewalt sind rund 10 Prozent betroffen.

Doch körperliche und sexuelle Gewalt ist nur ein Aspekt bei jugendlichen Paaren. Viel häufiger kommt es zu psychischer Gewalt, wie Fausch sagt. In einer englischen Studie gaben drei Viertel aller Mädchen und die Hälfte aller Knaben an, davon schon betroffen gewesen zu sein. «Psychische Gewalt empfinden die Betroffenen als genauso einschneidend wie körperliche Gewalt», sagt Fausch. Oft kommt es zu einer Kontrolle des Partners, die als einfache Eifersucht beginnt. Diese würde laut Fausch häufig als Liebesbeweis missverstanden, könne aber fliessend übergehen in eine Kontrolle, wann und mit wem sich der Partner trifft. Ebenfalls speziell bei Jugendlichen verbreitet ist das Zurschaustellen im Internet oder via Handy. Ein Viertel aller jugendlichen Mädchen gaben laut einer amerikanischen Studie an, schon einmal explizite Bilder von sich gepostet oder verschickt zu haben. Gut die Hälfte davon habe das unter Druck getan.

Drogen und Selbstverletzung

Die Auswirkungen solcher Gewalt in Teenager-Beziehungen sind drastisch. Betroffene Jugendliche zeigen ein risikoreicheres und gesundheitsschädigerendes Verhalten. Dazu gehört ein vermehrter Drogen- und Alkohol-Konsum, wie Fausch auch aus ihrer praktischen Arbeit weiss. «Die Betroffenen wollen sich ablenken oder betäuben.» Vor allem Mädchen und junge Frauen haben häufiger Essstörungen oder fügen sich selbst Verletzungen zu. «So wollen sie den Schmerz betäuben, den die Gewalt auslöst», vermutet Fausch. Vielleicht sei es auch eine Möglichkeit, irgendwie die belastende Erfahrung zu verarbeiten.

Von diesen Vorgängen ahnen die Eltern oft nichts – genauso wenig wie von der Gewalt in den Beziehungen. Zwar gebe es einen Austausch, so dass die Eltern meist von der Beziehung ihres Kindes wissen, sagt Flausch. «Sie haben aber keine Ahnung, was genau in der Beziehung läuft, und sprechen nicht über schlechte Erfahrungen.» Grund dafür könnte laut Flausch sein, dass die Eltern sich gar nicht vorstellen können, dass es zu Gewalt kommen könnte in der Beziehung ihres Kindes.

Sensibilisierung auf mehreren Ebenen

Doch die Jugendlichen sind nicht unbedingt auf die Hilfe der Eltern angewiesen. «Erstaunlicherweise schaffen es Jugendliche einfacher als Erwachsene, selbst Hilfe zu holen beispielsweise bei einer Jugendberatung», sagt Fausch. Doch dazu braucht es neben einer Information der Jugendlichen auch das entsprechende Hilfsangebot – und hier besteht Nachholbedarf. Gerade im Bereich Krisenintervention gibt es zu wenig, sagt Fausch. Das Mädchenhaus oder das Schlupfhuus seien häufig ausgebucht. Dass das Angebot von Anlaufstellen knapp ist, glaubt auch Irene Huber Bohnet von der Fachstelle gegen Gewalt, die beim Gleichstellungsbüro des Bundes (EBG) angesiedelt ist. «Doch diese sind wichtig, da die Jugendlichen in einem Alter sind, in dem sie sich nicht mehr an die Eltern wenden.»

Da in der Schweiz nur wenig über Gewalt in Teenager-Beziehungen bekannt ist, sind die Fachkräfte auch nicht speziell sensibilisiert. Deshalb sei eine vermehrte Schulung der Beratungsstellen nötig, sagt Fausch. Parallel dazu müsse aber auch die Grundlagenforschung vorangetrieben werden. «Denn die Fachpersonen müssen wissen, was in Beziehungen zwischen Jugendlichen passiert, um sie unterstützen zu können.»>

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n-tv
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30.11.2010: HIV-Jugendliche sind spezielle Jugendliche

Wer will schon einen Freund oder eine Freundin, der/die HIV ist? Die HIV-Jugendlichen, die die Kindheit überlebt haben, stossen in der Gesellschaft neue Türen auf. Aber lesen Sie selbst:

aus: n-tv online: Schwer zu betreuende Gruppe: HIV-Infektion stört Pubertät; 30.11.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/HIV-Infektion-stoert-Pubertaet-article2017621.html

<Als HIV-Infizierter braucht man eine Perspektive. Vor allem, wenn man in der Pubertät ist. Mediziner haben die Teenager, die meist seit ihrer Geburt HIV-positiv sind, als neue Sorgengruppe identifiziert.

In der Pubertät hat man eh schon einen Berg von Problemen. David (15) aus Gießen hat obendrein HIV. Der Teenager muss regelmäßig morgens und abends seine Tabletten nehmen. Er muss sich darüber Gedanken machen, wie er sein Geheimnis irgendwann einer möglichen Freundin erklärt. David, schon seit seiner Geburt HIV-infiziert, muss vor allem an eine Perspektive im Leben glauben. Für Christoph Königs, einen führenden deutschen Experten zu HIV/Aids bei Kindern, gehört David zur neuen "Hard-to-reach-population Adoleszente": einer schwer zu betreuenden Gruppe von HIV-Patienten.

Weshalb ist dies ein neues Problem? "Weil die Kinder früher vor oder zum Erreichen des Erwachsenenalters gestorben sind", sagt der Arzt von der Kinderabteilung der Gerinnungs- und Immundefektambulanz Uniklinik Frankfurt. Und wieso hat es diese Gruppe besonders schwer? "Die normale sexuelle Entwicklung ist ja schon mal völlig gestört. Ich lebe mit einem Geheimnis, andere denken, ich bin potenziell gefährlich, und auch ich hab' Angst, dass ich eine Gefahr für Dritte bin. Und sobald ich sage, wer ich wirklich bin, bin ich ausgestoßen."

Späte Aufklärung infizierter Kinder

Königs (37) sagt, dass die Infektion von nahezu allen Kindern und Jugendlichen sogar vor den besten Freunden geheim gehalten wird. Wie bei David: "Ich hab' Angst, dass alles anders wäre als vorher." Seinen richtigen Namen will er lieber nicht in der Zeitung lesen. Er selbst erfuhr von seiner Krankheit ungefähr mit zwölf Jahren - weil sich der Stiefvater verplapperte. Laut Königs ist es typisch, dass Eltern ihre Kinder erst zum Beginn der Pubertät aufklären.

David, ambitionierter Basketballer im Verein, hat Glück, dass er nicht entstellt ist von den starken Medikamenten. Im Gegensatz zu den meisten HIV-positiven Teenagern, wie Königs sagt: "Die Frauen haben extrem große Brüste und so dünne Arme und Beine, dass man die Venen überall sieht. Unsere Mädels gehen nicht ins Schwimmbad. Die Jungs haben teilweise einen Stiernacken." Das hänge auch damit zusammen, dass die neuen Medikamente mit verringerten Nebenwirkungen für Kinder immer erst Jahre später auf den Markt kämen, sagt Königs, Vorstandsmitglied der Pädiatrischen Arbeitsgemeinschaft AIDS (PAAD).

Nur wenig Jugendliche betroffen

In Deutschland leben rund 70.000 HIV-Infizierte, wie Experten zum Welt-Aids-Tag berichten. Kinder machen nur einen verschwindend geringen Anteil aus. Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden etwa 200 Betroffene unter 15 Jahren gemeldet. Diese kleine Gruppe fiele, so Königs, "leichter durchs Raster - sowohl medizinisch als auch psychosozial". Die über 15-jährigen Adoleszenten bilden laut RKI und Weltgesundheitsorganisation WHO die Gruppe mit den meisten Neuinfektionen. Königs kritisiert, dass in Deutschland - anders als etwa in den USA - noch keine "Adoleszenten-Medizin" etabliert sei.

Plakativ müsse man sich nur mal vorstellen, dass der 17-Jährige noch in der Kinder-Ambulanz "mit bunten Bärchen an der Wand" sitze und der 19-Jährige dann im HIV-Center der Erwachsenen behandelt werde - zwischen den älteren, teilweise sichtbar kranken Menschen.

Nach Ansicht von Königs geht es vor allem um ein psychosoziales Problem. "Wenn wir die verlieren, im Sinne von "Ich hab' keine Perspektive mehr", nehmen sie ihre Tabletten nicht - und dann scheitert die Therapie." David, mit vier mit der Mutter aus Kenia nach Deutschland gekommen, nimmt die fünf großen Pillen vorbildlich. Er geht tapfer mit seiner Krankheit um: "Es gehört einfach zu meinem Leben, es ist nicht so, dass ich zu Hause sitze und rumheule."

Immer weniger Kinder infizieren sich

So wie David haben sich laut Königs fast alle der HIV-positiven Kinder in Deutschland infiziert - nämlich bei der Mutter. In der Altersgruppe bis 18 gäbe es natürlich auch welche, die sich über ungeschützten Sex angesteckt haben. Zudem seien darunter einige wenige aus osteuropäischen Ländern, die über Blutprodukte infiziert wurden. Vereinzelt hätten sich Kinder durch Missbrauch angesteckt.

Dass die Neuinfektionen bei Kindern in Deutschland stetig sinken, hängt maßgeblich damit zusammen, dass Mutter-Kind-Übertragungen heute fast ausgeschlossen werden können. Mit der optimalen Therapie könne das Ansteckungsrisiko für das Kind auf unter ein Prozent gedrückt werden, erklärt Annette Haberl. Sie ist an der Frankfurter Uniklinik Expertin für Frauen mit HIV/Aids, insbesondere für Schwangere.

Irgendwann - so wünscht sich der Zehntklässler David - sollte normaler umgegangen werden mit dieser tabuisierten Krankheit HIV/Aids: "Nur weil ich Tabletten nehmen muss und alle vier Wochen nach Frankfurt fahre, bin ich nicht unbedingt jemand anderes."

Inga Radel, dpa>

Spiegel
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22.12.2010: IQ-Test kann bei der Orientierung helfen - zum Beispiel, wenn das Kind dumme Eltern hat und auch noch der Vater fehlt

aus: Spiegel online: Hochbegabter Randaleschüler: IQ 139, und keiner hat's gemerkt; 22.12.2010;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,735969,00.html

<Von Birger Menke

Hochbegabter David: Zwei Schulverweise, 38 Tadel, IQ 139

David schlug Fenster ein, zertrümmerte ein Waschbecken, mobbte Mitschüler, piesackte Lehrer. Zweimal flog er von der Schule, hat immerhin den Hauptschulabschluss geschafft. Vor kurzem machte der 16-Jährige einen IQ-Test. Ergebnis: Der Junge ist hochbegabt.

In der sechsten Klasse trieb David* "jugendlichen Schabernack", wie er es selbst nennt. "Wir haben unsere Lehrerin fast zum Heulen gebracht", schiebt er nach kurzem Überlegen hinterher, Schabernack klang ihm dann doch zu harmlos. In der siebten Klasse schlug er ein Fenster ein und zertrümmerte ein Waschbecken. "Früher habe ich gedacht: geile Aktion", sagt David stolz und zieht dabei einen Mundwinkel nach oben. Eigentlich denkt er das immer noch.

Wenn David, 16, von seiner Schullaufbahn erzählt, reiht sich eine "geile Aktion" an die andere. Er ist heute auf einer Berufsfachschule und kann dort 2012 seinen Realschulabschluss nachmachen. Er flog zweimal von der Schule, wurde von einem Mitschüler angezeigt, bekam 38 Tadel, die seine Mutter erreichen sollten, bei ihr aber nur selten ankamen. In seine rechte Wade hat er "St. Pauli" mit einem Zahnstocher eingeritzt, "nach einer Flasche Wodka neulich abends". Die Haut auf dem linken Unterarm hat er mit einer Rasierklinge aufgeschlitzt.

Ende November machte David einen IQ-Test. Ergebnis: 139 Punkte. David ist hochbegabt.

Er sitzt zu Hause am Esstisch, durch das Fenster sieht man eine Windmühle und den Elbdeich. Das Haus steht in einem Dorf nahe Hamburg, Kreis Pinneberg. Während David von weinenden Lehrern und zertrümmerten Waschbecken spricht, blickt seine Mutter auf eine Broschüre des Bundesbildungsministeriums: "Begabte Kinder finden und fördern". Im Kapitel "Was die Schule für begabte Schüler tun kann" heißt es: "Jedem Kind zur optimalen Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit zu verhelfen, ist der Auftrag des Staates an die Schule."

Allmählich entwickelte sich David zum Schulversager

Underachiever, Minderleister, nennen Bildungsforscher Kinder und Jugendliche wie David: Schüler, die ihre Begabung nicht entfalten können, die in puncto Leistungen, Wissenszuwachs und persönliche Entwicklung unter ihren Möglichkeiten bleiben. In Studien tauchen sie meist als Dunkelziffer auf - erkannt werden sie in deutschen Schulen selten.

David schloss die Grundschule mit einem Schnitt von 1,7 ab. Seine Lehrer empfahlen ihm und seiner Mutter die Realschule, obwohl er auch auf das Gymnasium hätte gehen können. Ein typischer Fall: Schätzen Lehrer die Lernvoraussetzungen eines Schülers als schlecht ein, raten sie auch bei guten Noten zur niederen Schulform. Und selbst wenn nicht, schicken Eltern, die selbst kein Abitur haben, ihre Kinder häufiger nicht aufs Gymnasium, trotz Empfehlung.

Im Sommer, bevor David auf die Realschule kam, trennten sich seine Eltern. Gleich in der fünften Klasse verschlechterten sich seine Noten, in der sechsten auch sein Verhalten. David begann, sich zum Schulversager zu entwickeln: In der achten Klasse drückte er Sekundenkleber auf den Stuhl der Klassenlehrerin, die setzte sich und kam nicht wieder hoch. Ein Klassiker, der nur für die lustig ist, die nicht vor 30 pubertierenden Jugendlichen einen Stuhl am Hintern kleben haben.

Eine Klassenkonferenz wurde einberufen, seine Mutter empfand sie als "Gerichtsverhandlung". David wurde für eine Woche von der Schule ausgeschlossen. Danach sammelte er weiter Tadel, wurde in den Trainingsraum geschickt, sollte sein Fehlverhalten reflektieren. Aufsicht hatte ein Lehrer, eine Stelle für einen Sozialarbeiter bekommt die Schule erst im nächsten Jahr. David sollte einsehen, dass er etwas falsch macht, dass er im Unrecht ist.

Nachdem er zehnmal in den Trainingsraum musste, wurde die nächste Klassenkonferenz einberufen.

Er schrieb einen Song über eine Mitschülerin: "Abgefuckte Crackbitch"

Die neunte Klasse musste er wiederholen und wurde von einem Mitschüler angezeigt: David habe ihm ein Messer an den Hals gehalten. Die Polizei kam in die Schule, befragte David, durchsuchte seine Sachen. Mittags am gleichen Tag stand sie vor dem Haus der Familie. Ein anderer Schüler hatte berichtet, David habe im Internet einen Amoklauf angekündigt. Der Stiefvater ist Jäger, im Haus steht ein Waffenschrank. Doch der war verschlossen, David sagt, er habe nicht gedroht.

Die Anzeige des Schülers wurde fallengelassen, doch diesmal gab es ernstere Konsequenzen als Tadel oder Sitzungen im Trainingsraum: David wurde von der Schule verwiesen, einen Tag vor dem Halbjahreszeugnis im Januar 2010. Er wechselte auf eine Realschule im Nachbarort.

"Ich saß schon eine lange Zeit immer zu Hause und habe ständig gefürchtet, dass der nächste Anruf aus der Schule kommt", sagt seine Mutter. Als David erst wenige Wochen auf der neuen Schule war, klingelte das Telefon. Er hatte zusammen mit Freunden im Musikunterricht einen Rapsong getextet, gewidmet einer Mitschülerin. Der Song handelt von einer "abgefuckten Crackbitch", einem "Schlammmonster". Ein Freund stellte das Video ins Internet, schrieb den Namen des Mädchens dazu und nannte David als Autor.

Warum dieses Lied, David? "Keine Ahnung, keiner konnte sie leiden."

Als David die neunte Klasse abschloss und den Hauptschulabschluss mit einem Notenschnitt von 1,3 in der Tasche hatte, flog er erneut von der Schule: Der Schulleiter empfahl ihm, dass er die zehnte Klasse auf einer anderen Schule verbringen solle. Darauf habe man sich geeinigt, friedlich, sagt der Rektor.

Drei Schulpsychologinnen für 33.525 Schüler

Als Kapitulation der Schule sieht er den Schritt nicht. "Die Klassen dürfen nicht an einem Schüler kaputtgehen." Es sei manchmal gut, wenn man "pädagogisch auf Reset drückt".

David wechselte auf die Berufsfachschule. Auch dort fiel er auf, drehte Zigaretten im Unterricht, störte die Lehrer. Doch an dieser Schule arbeitet eine Sozialarbeiterin. Die erinnert sich "an einen 16-Jährigen, der sich enorm reife Gedanken über Religion, über Werte und Normen macht".

Es ist richtig, dass sich David, der sich als Atheist bezeichnet, Gedanken über allerhand Dinge macht. "Moses war ein Crackraucher, der auf den Berg gestiegen ist, um Crack zu rauchen" ist so ein Satz, den er im Gespräch unvermittelt einstreut. Seine Stimme klingt immer bestimmt, Zweifel kommen nicht vor, er spricht in wohlformulierten Sätzen, verwendet häufig Fremdwörter - und hat dabei doch kaum etwas zu sagen. Es ist tragisch, aus wie wenig Wissen er schöpfen kann.

Vielleicht erhält David doch noch eine Chance

Die Sozialarbeiterin schickte David zur schulpsychologischen Beratungsstelle. Der Kreis Pinneberg beschäftigt dort Psychologinnen, genauer: drei Psychologinnen für 33.525 Schüler an allgemeinbildenden Schulen. David machte einen IQ-Test, seither weiß er, dass er hochbegabt ist.

"Lehrer versagen häufig beim Erkennen der Underachiever", sagt Detlef Rost, Psychologieprofessor an der Uni Marburg, der sich wie kaum ein anderer in Deutschland mit Hochbegabten beschäftigt hat. Er will den Lehrern das aber nicht vorwerfen. "Ihr Erziehungsauftrag wird immer größer, während die Ausbildung und die Rahmenbedingungen, unter denen sie arbeiten müssen, nicht besser werden." Es gebe auch unüberwindbare Grenzen: "Lehrer können nicht eine umfangreiche Ausbildung in Diagnostik durchlaufen wie Psychologen."

Was hat David gedacht, als er von seiner Begabung erfahren hat? "Haha an alle, die mich dumm genannt haben." Während er das sagt, blättert seine Mutter im Prospekt eines Internats für Hochbegabte. Die Schulpsychologin versucht nun, für die Mutter einen Weg zu finden, ein Internat zu finanzieren. Und sie hat David einen Psychologen in Hamburg empfohlen. Dort wird er eine Gesprächstherapie beginnen.

Es könnte sein, dass David doch noch eine Chance erhält.

* Name von der Redaktion geändert>

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Basler
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1.4.2011: Jugendliche können in eine Facebook-Depression geraten, wenn sie Facebook falsch benutzen

aus: Basler Zeitung online: Ärzte warnen vor Facebook-Depression; 1.4.2011;
http://bazonline.ch/digital/internet/rzte-warnen-vor-FacebookDepression/story/26824947

<Ärzte warnen vor Gefahren durch das soziale Netzwerk. Das soziale Netzwerk könne anfällige Jugendliche in eine schwere Depression treiben, mahnt die einflussreiche Amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP).

Kann deprimierender sein als wirklich bedrückende Begegnungen: Facebook.

Manche Heranwachsende könnten durch den Umgang mit der Website Schaden nehmen, glaubt die Ärztin Gwenn O'Keefe aus Boston. Dazu neigten vor allem von Selbstzweifeln geplagte Jugendliche, die bei Gleichaltrigen auf ellenlange Freundeslisten und massenweise Fotos von feiernden Menschen stiessen. Wer glaube, da nicht mithalten zu können, versinke schnell in einem Meer von Schwermut, mahnt die Erstautorin der neuen AAP-Leitlinien zum Umgang mit sozialen Medien.

Grob verzerrtes Bild der Wirklichkeit

Die virtuelle Welt könne weit deprimierender sein als wirkliche bedrückende Begegnungen, etwa wenn man einsam in einer bevölkerten Schul-Cafeteria sitze, sagt O'Keefe. Denn online sieht niemand die Mimik oder Gestik der Menschen – also jene Körpersprache, die ein Einordnen der Situation ermöglicht. Verglichen damit liefert Facebook ein grob verzerrtes Bild der Wirklichkeit.

Nach den in der Zeitschrift «Pediatrics» veröffentlichten Empfehlungen sollten Eltern sich der drohenden Facebook-Depression bewusst sein und mit ihren Kindern über das Netzwerk sprechen. Das Gleiche gilt für Internet-Mobbing oder das zunehmende Sexting, also das Versenden von Nacktfotos per SMS.

«Riesiger Beliebtheitswettbewerb»

Die 16 Jahre alte Abby Abolt ist regelmässig bei Facebook und hatte damit noch nie ein Problem. Aber die Schülerin aus Chicago kann durchaus nachvollziehen, dass manche Nutzer in Trübsal verfallen. «Wenn man nicht viele Freunde hat oder nicht so viel im Leben unternimmt und ständig sieht, was andere alles mit ihren Freunden machen, das kann einem schon zusetzen», sagt sie. «Das Ganze ist ein riesiger Beliebtheitswettbewerb: Wer hat die meisten Freundschaftsanfragen oder stellt die meisten Bilder auf die Seite.»

Aber damit nicht genug: Manche Jugendliche verbreiten über Facebook auch böse Kommentare über Leute, die sie nicht mögen, meint Gaby Navarro. Die 18-jährige Oberschülerin kennt etliche Ziele solcher Mobbings und weiss, wie sehr Opfer darunter leiden. «Eltern sollten unbedingt über solche Gewohnheiten Bescheid wissen», sagt Navarro. «Es ist gut, sie darauf hinzuweisen.»

Solche Online-Schikanen könnten gravierende psychosoziale Folgen haben, mahnen die US-Kinderärzte und schliessen sogar Suizid nicht aus. Aufsehen erregte der Fall eines 15-jährigen Mädchens, das sich vergangenes Jahr im Staat Massachusetts umbrachte. Zuvor war sie persönlich und über Facebook massiv verunglimpft worden.

«Es gibt vieles, was einfach gut ist»

«Facebook ist der Ort, wo sich heutzutage alle Jugendlichen aufhalten», sagt O'Keefe. «So was wie ihr Eckladen.» Allerdings solle man auch die Vorteile sozialer Netzwerke nicht ausblenden, betont die Ärztin: Die Verbindung mit Freunden und Verwandten, den Austausch von Fotos und Ideen, die Verabredungen. «Es gibt vieles, was einfach gut ist», betont sie. «Aber es kann zu weit gehen.»

Die Kinder- und Jugendärztin Megan Moreno von der Universität von Wisconsin hat den Einfluss sozialer Netzwerke auf Oberschüler untersucht. Ihr Fazit: Die Websites können bei ausgeglichenen Heranwachsenden das Gefühl sozialer Verbundenheit stärken, aber auch labile Gemüter für eine Depression anfälliger machen. Aber eines sollten Eltern keinesfalls glauben, betont sie: Dass die Nutzung von Facebook bei ihren Kindern eine Depression erst verursache. (dapd)>



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12.4.2011: Jugendliche ohne Ausbildungsabschluss kosten als Erwachsene erheblich mehr, weil sie bedürftig bleiben

aus: n-tv online: Staat verliert Milliarden: Schlechte Bildung macht arm; 12.4.2011;
http://www.n-tv.de/politik/Schlechte-Bildung-macht-arm-article3081306.html

<"Wer in Deutschland ohne Ausbildungsabschluss bleibt, hat kaum Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt". Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Zudem führt schlechte berufliche Bildung zu hohen gesellschaftlichen Folgekosten.

Gerade Schulen in sozialen Brennpunkten sollten zu Ganztagsschulen ausgebaut werden, heißt es in der Studie.

Schlechte Bildung und fehlende Berufsabschlüsse ziehen nach einer Studie Milliardenkosten für die Allgemeinheit nach sich. Jährlich gingen 150.000 junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung ins Berufsleben. "Wenn es nicht gelingt, diese Zahl zu halbieren, entstehen für die öffentlichen Haushalte Belastungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Altersjahrgang", warnt die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Wer in Deutschland ohne Ausbildungsabschluss bleibe, habe kaum Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt, mahnt die Studie.

Vor allem die Einnahmeverluste aufgrund geringerer Lohnsteuer-Zahlungen kommen den Staat teuer zu stehen, zeigt die Studie. Sie haben einen Anteil von 70 Prozent an den Gesamtkosten. Weitere Kosten entstehen durch entgangene Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sowie Ausgaben für Arbeitslosengeld und notwendige Sozialtransfers. Die Folgekosten fallen zu 40 Prozent auf Bundesebene an, 30 Prozent tragen die Bundesländer und jeweils 15 Prozent entfallen auf die Kommunen und die Bundesagentur für Arbeit.

Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass es künftig gelingt, die Zahl junger Menschen ohne Ausbildungsabschluss zu halbieren. Dadurch würden die öffentlichen Haushalte hochgerechnet auf die nächsten zehn Jahre Folgekosten von insgesamt 15 Milliarden Euro sparen.

dpa>

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14.4.2011: Die meisten Jungen finden das Gleichgewicht zwischen "Weichei" und "Held"

aus: n-tv online: Zwischen Weichei und Held: "Die meisten Jungen kriegen es hin"; 14.4.2011;
http://www.n-tv.de/leute/buecher/Die-meisten-Jungen-kriegen-es-hin-article3102371.html

<Der Pädagoge und Sozialwissenschaftler Reinhard Winter hat über Jungen geforscht, aber auch praktische Erfahrungen in der Jungenarbeit gesammelt.

Jungen sind gut in Naturwissenschaften und können nicht zuhören - es gibt viele Klischees. Dabei hat jeder Junge seine eigene Art. Viele Väter wissen nicht, wie wichtig sie sind. Winters Buch ["Jungen. Jungen verstehen und unterstützen"] ist im Beltz-Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro. Mehr Erzieher wären gut, aber sie müssen auch gut sein.

Jungen gelten inzwischen als Mängelwesen: Sie schlampen in der Schule, sind hyperaktive Gameboy-Junkies und hinken den Mädchen um Jahre hinterher - so die allgemeine Wahrnehmung. Nun soll erstmals ein "Boys' Day" auf sie aufmerksam machen. Nach dem Vorbild des "Girls' Day" sollen Jungen dabei in Berufe hineinschnuppern, in denen bisher nur wenige Männer arbeiten und Lehrgänge für mehr Sozialkompetenz besuchen. Jungen-Forscher Reinhard Winter glaubt, dass das "Jammern überreizt und gesättigt ist". Im Gespräch mit n-tv.de fordert er deutlich mehr Gelassenheit und ein neues Nachdenken über Männlichkeit.

n-tv.de: Wie ist es eigentlich gekommen, dass aus dem starken Geschlecht ein Mängelwesen wurde, das jetzt hauptsächlich in einer ständigen Gefahr des Scheiterns wahrgenommen wird?

Reinhard Winter: Ich würde das zuallererst mal nicht so sehen. Wenn man die Jungen anschaut, gibt es nach wie vor, heute wie früher wie morgen, Jungen, die wirklich sehr gut unterwegs sind. Ich glaube, das ist die Mehrheit. Und dann denke ich, die Jungen waren immer schon bedürftig, wir hatten das früher nur nicht im Blick. Jetzt hat sich die Perspektive insofern verändert, dass man anfing, die Jungen als Jungen zu sehen. Dann nehmen wir sie auch mit ihren problematischen Seiten wahr, auch mit den Schwierigkeiten im Männlichsein und Mannwerden. Aber wenn man genau hinschaut, sieht man sie auch mit ihren Stärken, mit ihrem Esprit, ihrem Charme, ihren Kräften und so weiter.

Die Modelle für Mädchen sind inzwischen sehr offen, für Jungen verengt sich das Bild eher. Woran liegt das?

Vielleicht erweitert es sich einfach nicht so schnell, wie es sich für Mädchen geöffnet hat. Das ist die Phase, in der wir uns gerade befinden. Die Männlichkeitsbilder haben sich gewandelt. Die traditionellen Bilder sind passé, die früher in Jungs hineingesehen wurden: der Junge als künftiger Held. Nur in den Medien zeigen die sich noch deutlich. Gleichzeitig wurde das Männliche durch die Frauenbewegung ziemlich heftig demontiert, durchaus mit gutem Grund. Es gibt gerade kein tragfähiges Männlichkeitsbild, das in der Mitte liegt, also weder Idealisierung noch Verdammung ist.

Sind Jungs eher kräftiger, wird schnell Gewaltbereitschaft vermutet. Sind sie sensibler, fürchten wir, das ist ein Weichei. Warum fällt es uns so schwer, beide Arten als Verschiedenheit und auch als Stärke zu sehen?

Eigentlich muss man sagen, so ginge es, das Männliche kann so oder so oder noch anders sein. Weil aber die positive Sichtweise fehlt und auch die Sicherheit, dass das Männliche schon gelingen wird, ist man schnell verängstigt. Die Eltern sind verunsichert, wenn der Junge viel Energie hat und sehr lebendig oder rabaukig unterwegs ist. Wenn der Junge eher zurückhaltend ist und wach und eher aufnehmend, dann sind die Eltern auch verunsichert. Und diese Verunsicherung wird in die Jungen hineingesehen.

Viele Eltern machen sich aber Gedanken - was sagen Sie denen?

Vielen Eltern kann ich einfach nur empfehlen, etwas von dem Stress rauszunehmen. Ich erlebe immer wieder, wie es Eltern entlastet, wenn ich sage, die allermeisten Jungen kriegen das hin. Zwischen Schläger, Versager und sexuell auffällig gibt es eine Menge gelingender Jungenleben. Und dann ist es natürlich gut, wenn die Eltern etwas über Jungen wissen. Warum sind manche Jungen so lebendig und hibbelig und unternehmungslustig und wollen eigentlich nur im wirklichen Leben lernen und nicht still sitzen? Dafür gibt es einen körperlichen und psychodynamischen Hintergrund. Damit muss man sich als Eltern ein bisschen auskennen, dann kann man die jeweiligen Entwicklungen auch besser einordnen.

Welche Aufgaben kommen dabei den Vätern zu?

Meine Grundbotschaft an die Väter ist: Sie sollen sich bewusst werden, wie wichtig sie sind, gerade für Jungen und ihr gesundes Männlichwerden. Deshalb ist es wichtig, dass sie von Anfang an präsent sind. Viele Väter haben die Vorstellung, das richtige Vatersein geht erst los, wenn sie mit den Jungen Fußball spielen können. Entscheidend ist aber der Kontakt von Anfang an, dass ich präsent bin und mit meinem Jungen mitfühle. Wir sind ja geschlechtlich die Gleichen, wir sind gemeinsam unterwegs im Männlichen. Das ist für die Jungen ganz wichtig. Erheblich ist auch, dass die Väter wirklich Zeit haben, wenn sie Zeit haben, und nicht mit dem halben Ohr noch beim Fußball am Fernseher hängen oder überlegen, ob man die Winterreifen jetzt wechseln soll. Daraus entwickelt sich dann eine stabile Beziehung, die durch die Jungenbiographie hindurch trägt.

Und die Mütter?

Bei den Müttern ist es ganz am Anfang wichtig, dass sie nicht so sehr das Andere in ihren Jungen sehen. Da gibt es die Baby-X-Versuche aus den 1970er Jahren, was alles in Kinder schon hineingesehen wird, wenn man glaubt, ein bestimmtes Geschlecht vor sich zu haben. Wenn ich stark mit dem Impuls unterwegs bin, der Junge ist ganz anders als ich, und ich kann ihn nicht verstehen, entsteht daraus eine Distanz. Die sollte man gerade zu seinem kleinen Jungen einfach nicht haben. Dann gibt es die Phase, in der der Junge ambivalent wird und sich ablöst. Mädchen können sich linear von der Mutter entfernen und dem Vater zuwenden. Der Junge will sich auch dem gegengeschlechtlichen Liebesobjekt zuwenden, ist aber ambivalent, weil die Mutter eben die Mutter ist und gleichzeitig das gegengeschlechtliche Liebesobjekt. Das heißt, der Junge ist mal schmusig und nah und dann wieder ganz abrupt ablehnend. Dieses Weggehen und Wiederkommen ist für viele Jungs schwierig und für viele Mütter auch. Aber wenn ich das verstehe, weiß ich eben auch: Wenn er weggeht, muss ich keine Angst haben und wenn er wiederkommt, ist es schön, aber er wird auch wieder weggehen.

Wie wichtig sind verschiedene Männer im Leben eines Jungen?

Je mehr Vielfalt des Männlichen Jungen zu sehen bekommen, um so besser. Zu sehen, das Männliche ist nicht ein Typ, sondern es gibt ganz viele Arten, männlich zu sein. Gleichzeitig ist es so, dass die Jungen am besten merken, dass die Männlichkeitsideologien Quatsch sind, wenn sie möglichst viele verschiedene reale Männer erleben. Mädchen haben auch ideale Weiblichkeitsbilder im Kopf, aber die relativieren sich durch die vielen Frauen in ihrer Umgebung. Je weniger Männer es in der Umgebung des Jungen gibt, umso größer ist die Gefahr, dass er denkt, er muss wirklich so sein wie Männer im Film.

Ist das gerade bei vaterlosen Jungen die Aufgabe der Familie, alle Männer für den Jungen aufzustellen?

Ja, und vor allem ist es eine Aufgabe der ganzen Familie. Oft denken alleinerziehende Mütter, sie müssten das leisten. Aber es ist eine Aufgabe der Familie, des Dorfes, der Nachbarschaft. Das als gemeinschaftliches und gesellschaftliches Thema aufzufassen, das ist genau richtig platziert.

Mit dem "Boys' Day" sollen Jungen auch für eher frauentypische Berufe interessiert werden. Was bringen Männer mit, was Frauen nicht haben?

Man kann nicht sagen, man braucht die Männer im Kindergarten, um mehr Sport oder mehr Energie oder mehr Kraftvolles einzubringen. Das passiert, aber manchmal sind die Erzieher sanfter oder weniger unternehmenslustig als die Erzieherinnen. Aber sie bringen die Vielfalt mit, auch im Sinn der Widerspiegelung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Und sie bringen Männerthemen mit, damit können sie sich leichter andocken an Themen, die die Jungen haben. Viele Männer tragen beispielsweise das Thema der Beziehungsambivalenz aus der Kindheit durch ihr ganzes Leben. Die Jungen erleben also einen Erzieher in der Beziehung zu sich selbst, zu den Kolleginnen und können davon profitieren. Deshalb muss man sagen, es reicht nicht aus, dass da irgendwelche Männer kommen, sondern die müssen über ihr Mann-Sein nachdenken, so wie die Erzieherinnen über ihr Frau-Sein übrigens.

Es gibt gerade in der Weltliteratur starke Jungenfiguren mit großer Sensibilität, Lebensfreude oder Abenteuerlust. Kommt die Freude auch an den Herausforderungen eines Jungen langsam zurück?

Ich habe den Eindruck, dass das Jammern überreizt und gesättigt ist. Das zieht einen selber runter und die Jungen auch. Es reicht jetzt mit der Wahrnehmung als Problembolzen, jetzt kommt der Gegenimpuls und wir schauen, was eigentlich am Jungensein gut ist. Mit Jungen zusammen zu sein macht auch einfach Spaß, weil sie starke Themen und kräftige Energien mitbringen. Das hat sicher auch mit der Sehnsucht zu tun, diese offenen Stellen in unseren Männlichkeitsbildern neu zu besetzen und an einem gelingenden Männlichsein zu arbeiten. Wenn ich mich frage, was mag ich an diesem Mann, merke ich plötzlich vielleicht, ich mag Verantwortungsbewusstsein oder Fürsorglichkeit einfach an Menschen, also an Männern und Frauen.

Mit Reinhard Winter sprach Solveig Bach>



gmx
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15.6.2011: Liebevoller Vater bewirkt eine weniger riskante Lebensgestaltung der Töchter

aus: gmx Nachrichten: Frauen: Beziehung zum Vater beeinflusst Sexleben; 15.6.2011;
http://www.gmx.net/themen/gesundheit/sex/407r36c-vaterbeziehung-beeinflusst-sex

<Welche Risiken eine junge Frau beim Sex eingeht, wird von der Beziehung zum Vater beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Journal "Development and Psychopathology" vorgestellt wird. "Väter haben einen erheblichen Einfluss auf die sexuellen Entscheidungen ihrer Töchter", erklärt Studienautor Bruce J. Ellis von der University of Arizona.


weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/gesundheit/sex/407r36c-vaterbeziehung-beeinflusst-sex#.A1000146

Für die Studie rekrutierten die Forscher 59 Schwesternpaare, deren Eltern geschieden waren, und 42 Schwesternpaare aus intakten Familien. Die Altersdifferenz der Schwestern betrug dabei im Schnitt sieben Jahre, aber mindestens vier. Zum Zeitpunkt der Befragung waren die Töchter zwischen 18 und 36 Jahre alt. In den Scheidungsfamilien lebten die älteren Töchter im Schnitt sieben Jahre länger mit dem Vater im selben Haushalt als die jüngeren.

Für die Untersuchung befragten die Forscher die Mädchen nach ihrem Verhältnis zum Vater. Dabei zeigte sich dass Töchter, die von ihren Vätern drohend, barsch und abwertend behandelt wurden, später zu riskanterem Sex tendierten. Dazu gehören ungeschützter Sex, Sex mit häufig wechselnden Sexualpartnern und Schwangerschaften vor dem 19. Lebensjahr. Mädchen, die das Glück hatten, liebvolle Väter zu haben, die sie unterstützen, gingen später beim Sex weniger Risiken ein.

"Es hat sich herausgestellt, dass es weniger entscheidend war, wie lange die Mädchen mit ihrem Vater zusammenlebten als wie er sich verhielt, wenn er da war", erklärt Ellis. Ein direkter Vergleich der Schwestern zeigte jedoch, dass viel gemeinsam verbrachte Zeit mit einem liebevollen Vater einen besonders großen Schutz bot. (cf).>

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Welt
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17.6.2011: Bei Jugendlichen sind die Hirnbereiche für sinnvolle Lösungen noch nicht vollständig ausgebildet

aus: Welt online: Gehirnentwicklung: Warum bei Jugendlichen oft Chaos im Kopf herrscht; 17.6.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13433332/Warum-bei-Jugendlichen-oft-Chaos-im-Kopf-herrscht.html

<Strategische Problemlösung funktioniert ab dem 22. Lebensjahr immer besser, fanden Forscher in einer Studie heraus

Sinnvolle Pläne zu schmieden fällt vielen Teenagern schwer. Der Grund: Die zuständigen Hirnbereiche sind noch nicht vollstandig ausgebildet.

Erst denken - dann handeln. Diese schlichte Weisheit zu befolgen, fällt Jugendlichen oft schwer. Zwei US-Psychologen haben nun herausgefunden, warum: Erst Erwachsene sind in der Lage, bei komplexeren Problemlösungen strategisch vorauszudenken und zu planen.

Das zeigt ihre Studie mit knapp 900 Probanden im Alter zwischen 10 und 30 Jahren, die sie im Fachblatt „Child Development“ vorstellen. Die schwierigsten Aufgabenstellungen mit Hilfe einer ausgefeilten Strategie zu bewältigen, ist demnach erst ab einem Alter von 22 zu erwarten.

„Immer bessere Problemlösungen zu finden, hat vielleicht weniger damit zu tun, schlauer zu werden, sondern vielmehr mit der wachsenden Fähigkeit, sich einfach mal hinzusetzen und die Dinge zu durchdenken, bevor man handelt“, sagt Dustin Albert von der Temple University.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Laurence Steinberg hatte er 890 Freiwillige verschiedener Altersstufen einen Computertest zu strategischem Planen und Problemlösungen absolvieren lassen.

Dazu verwendeten die Forscher eine Abwandlung des Gedulds- und Knobelspiels „Türme von Hanoi“: einen Planungstest namens Turm von London. Drei verschiedenfarbige Kugeln, die auf drei unterschiedlich langen Stäben stecken, müssen von einer vorgegebenen Startanordnung ausgehend umsortiert werden. Und zwar so, dass eine vorgeschriebene Zielanordnung mit möglichst wenigen Zügen erreicht wird.

Einer der Vorteile des Turms von London gegenüber den Türmen von Hanoi besteht darin, dass sich Aufgabenstellung und Schwierigkeitsgrad leicht variieren lassen.

Ältere Testteilnehmer, so stellte sich heraus, schnitten besser ab. Sie zeigten eine weiter entwickelte Fähigkeit, ihre Züge vorauszuplanen und so das Problem zu lösen. Bei den schwierigsten Aufgaben schafften es erst Probanden im Alter von mindestens 22 Jahren, eine ausgereifte Strategie an den Tag zu legen.

Die Forscher erklären diese Beobachtung durch Reifungsprozesse im Gehirn: Die kniffeligsten Probleme dieses Tests zu bewältigen, beansprucht bestimmte Hirnbereiche, die bei Teenagern noch nicht vollständig ausgebildet sind.

Alberts Ansicht nach könnten die Ergebnisse der Studie Folgen für Diskussionen haben, ob Heranwachsende - zum Beispiel vor Gericht - nach denselben Standards zur Verantwortung gezogen werden sollten wie Erwachsene.

dapd/db>


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24.10.2011: Massnahmen gegen Jugendliche, die ihre obligatorische Schulzeit vorzeitig abbrechen

aus: 20 minuten online: Schulabbrecher: Die Stadt Bern ergreift Massnahmen; 24.10.2011;
http://www.20min.ch/news/bern/story/28574012

<von Nathalie Jufer
- Immer mehr Jugendliche brechen noch vor Abschluss der obligatorischen Schulzeit ihre Ausbildung ab. Nun greift die Stadt Bern ein.

Laut einer Studie der Uni Freiburg werfen jährlich rund 5000 Schüler in der Schweiz den Bettel hin. Ohne Schulabschluss sind sie einem sehr hohen Erwerbslosigkeitsrisiko ausgesetzt und verursachen enorme Kosten (20 Minuten berichtete). Matthias Moser, Geschäftsführer der Aktion Lehrstellen und Praktikumsplätze in Zollikofen, kennt das Problem: «Wir haben immer mehr jugendliche Schulabbrecher und es ist sehr schwierig, diese zu vermitteln.»

Damit es gar nicht erst zum Schulabbruch kommt, wird die Stadt Bern nun verstärkt aktiv. Geplant ist unter anderem eine Arbeitsgruppe, bestehend aus allen beteiligten Institutionen wie etwa Jugendhilfe oder Schulsozialarbeit. Gemeinsam sollen Lösungen gefunden werden. Zudem läuft bereits ein Pilotprojekt in Bern-West, bei dem gefährdete Schüler während einer begrenzten Zeit in einem alternativen Bildungsprogramm Einblicke in die Berufswelt erhalten sollen. Um das genaue Ausmass des Problems zu klären, werden Berner Schulabbrecher ausserdem künftig statistisch erfasst. Aber auch die Lehrer sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Michael Gerber vom Lehrerverband: «Uns fehlt es aber vor allem an den nötigen Ressourcen. Wir fordern schon seit zwei Jahren das Vieraugenprinzip, bei dem zwei Lehrpersonen für eine Klasse zuständig sind.»>


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Spiegel
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5.11.2011: <Tiere helfen Schülerinnen: Leben lernen im Pferdestall> - wenn pubertäre Girls das Lernen verlernt haben, bringen Pferde ihnen wieder die Lebensstrukturen bei

aus: Spiegel online; 5.11.2011;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,795955,00.html

<Letzter Ausweg für hartnäckige Schwänzerinnen: In Marburg lernen Mädchen, die am Leben zu scheitern drohen, im Umgang mit Pferden neues Selbstvetrauen. Weil sie die Tiere pflegen, heißt es früh aufstehen und Verantwortung zeigen - dann klappt es auch wieder mit Schule.

Die meisten der 16 Mädchen aus den Wohngruppen des Marburger St. Elisabeth-Vereins saßen schon monatelang nicht mehr in einem Klassenraum und galten zuletzt als kaum "beschulbar", wie es im Behördendeutsch heißt. Jetzt sind sie auf dem besten Weg zu ihrem Schulabschluss. Ihre wichtigsten Helfer sind Pferde.

Beim Reitunterricht kuschelt sich Jacqueline, 14, eng an die braune Warmblutstute Lucy. Schon morgens hat ihr Tag mit Striegeln, Ausmisten und Hufe auskratzen begonnen. Jetzt übt sie Traben. Sie zog im Sommer nach Marburg, um die Angst vor der Schule zu verlieren. Das hat bereits geklappt. In der neuen Umgebung im Stadtteil Hermershausen hat Jacqueline schnell Freunde gefunden. Sogar gute Noten bringt sie nach Hause in die Wohngruppe.

Von der Zeit davor erzählt sie nur ungern. Sie hatte Stress in der Schule und wurde gemobbt. Mindestens ein halbes Jahr lang hat sie die Schule geschwänzt: "Ich bin einfach zu Hause geblieben", sagt die Jacqueline. Ihre Eltern seien sowieso nie da gewesen.

Mathe mal ganz praktisch: Wie viel kostet ein Hasenstall?

Die Mädchen kommen aus schwierigen Elternhäusern. Die meisten sind von Gewalt und sexuellem Missbrauch traumatisiert. Manche konnten irgendwann nicht mehr über den Schulhof gehen. Manche blieben aus Angst um Mutter oder Geschwister daheim. Einige waren depressiv oder störten fast nur noch im Unterricht. Häufig waren sie vorher in der Psychiatrie. Fast allen hatten die vielen Misserfolge das Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit genommen.

2006 startete der St. Elisabeth-Verein das Projekt "Mädchen-Pferde-Schule". Im Hermershäuschen, einem kleinen Fachwerkhaus am Marburger Stadtrand, richtete sich die erste Mädchenwohngruppe ein. Heute gibt es noch zwei weitere Gruppen in der Nähe. Betreut werden sie von einem Team von Frauen, die Tag und Nacht zur Stelle sind.

Die schulischen Strukturen wurden komplett verändert. Morgens stehen die Jugendlichen weniger für die Schule als für ihre Tiere auf. Die Pferde müssen gestriegelt, die Ziegen, Enten, Katzen, Hasen und Meerschweinchen gefüttert werden. Unterricht gibt es zunächst am Küchentisch. Dabei kümmert sich Förderschullehrerin Susanne Abel nicht um Lehrpläne. Die Mädchen lernen anhand von Dingen, die sie selbst interessieren. Wer einen Hasenstall bauen möchte, muss im Internet recherchieren und die Kosten für das Material errechnen. Wer sein Zimmer gestaltet, muss ausrechnen, wie viel Farbe man für die Wände braucht.

"Ich habe gelernt, wieder zu lernen"

Nachmittags gehen die Mädchen dann in eine "normale" Förderschule - die Julie-Spannagel-Schule im benachbarten Neuhöfe. Sie haben immer denselben Lehrer, arbeiten in Kleingruppen und kommen zunächst nur nachmittags, wenn die anderen Schüler fort sind. Angst vor den Blicken auf dem Schulhof müssen sie dann nicht haben. Wenn sie ihre Schulphobie überwunden haben, wechseln sie in den regulären Vormittagsunterricht. Manche gehen später sogar aufs Gymnasium. "Wir geben ihnen einfach die Lernzeit, die sie brauchen", sagt Geschäftsbereichsleiterin Margret von Pritzelwitz.

Die Pferde stehen drei Kilometer entfernt auf einem Reiterhof in Hermershausen. "Das Reiten hat eine ganz besondere Faszination", erklärt von Pritzelwitz: "Wenn sich so ein großes Pferd von einem Mädchen führen lässt, wenn es auf Schenkeldruck reagiert und auf Kommando die Hufe hebt, wächst das Selbstbewusstsein der Mädchen."

Ihre rot-braune Stute sei genauso zickig wie sie selbst, erzählt die Rebecca, 16: "Wenn ich sie anmotze, macht sie gar nichts mehr." Seit sie in der Mädchenwohngruppe lebt, hat sie praktisch keinen Ärger mehr mit Lehrern - zuvor war das ein Dauerthema. "Ich habe gelernt, wieder zu lernen", sagt Rebecca. Seitdem findet sie sogar Mathe toll. Der Hauptschulabschluss ist in greifbarer Nähe. Der Realschulabschluss soll folgen. "Das ist richtig cool", sagt sie.

Von Gesa Coordes, dapd/ son>


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5.11.2011: <Chaos im Kopf: Ausnahmezustand Pubertät>

aus: Spiegel online; 5.11.2011;
http://www.spiegel.de/sptv/dokumentation/0,1518,793240,00.html

<Wenn die Pubertät kommt, werden plötzlich andere Dinge wichtig.

Lästige Pickel und unkontrollierbarer Stimmbruch, die erste Regel oder der erste BH - wenn Jungen und Mädchen in die Pubertät kommen, brechen turbulente Zeiten an. Für Eltern und Kinder.

Etwa im Alter von zehn Jahren beginnt für die Jugendlichen eine Zeit des Umbruchs: Eine Flut von Hormonen durchströmt den Körper und treibt seine Entwicklung voran, begleitet von Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen. Grenzen werden ausgetestet und gern überschritten. Fragen nach dem 'Wer bin ich?' tauchen auf. Fest steht: Kuscheln mit den Eltern ist passé. Mama und Papa sind plötzlich nur noch peinlich, Schule nervt, das Leben ist furchtbar anstrengend und cool sind nur noch die Freunde.

Für die Eltern ist die Pubertät eine Zeit der Herausforderungen. Wutausbrüche und Geschrei, Emotionen und Depressionen, Aggressionen oder Funkstille bestimmen den Alltag. Für den Satz "Mein Kind ist gerade in der Pubertät" ernten sie mitleidige Blicke. Wie sollen sie den Sprössling loslassen und ihm gleichzeitig Halt geben? Wie ihn auf seinem spannenden Weg ins Erwachsenwerden begleiten und ihn gleichzeitig ziehen lassen? Wie kläre ich heute mein Kind auf? Wann werden Computerspiele gefährlich? Wie verhindere ich, dass meine Tochter ein Opfer des Schönheitswahns wird?

SPIEGEL TV beleuchtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Pubertierende kommen ebenso zu Wort wie Eltern und Experten. Wir begleiten Jugendliche, die über die typischen Probleme, die Lust auf Erfahrungen aller Art und ihre unbändige Neugier berichten. Gleichzeitig erzählen Eltern von ihren Sorgen und Erfahrungen im Alltag mit den Kindern. Es geht um Fankult, Trends, die erste Liebe, das Entdecken des eigenen Körpers und die spannende Frage: Was passiert, wenn die Generation der 'Digital Natives', die in eine Welt mit Internet und sozialen Netzwerken hineingeboren wurde, erwachsen wird? Verhalten sich Pubertierende heute anders als früher?

Wissenschaftlich gesehen beginnt die Pubertät im Kopf. Mediziner geben spannende Antworten auf die Frage, warum die Jugendlichen in diesem Lebensabschnitt so seltsam sind: Das Gehirn befindet sich zwischen zehn und 18 Jahren in einer Umbauphase, was einen Teil des pubertierenden Verhaltens erklären lässt.

Prominente Gesprächspartner berichten über ihre eigene Pubertät und die ihrer Kinder, Pädagogen und Wissenschaftler geben Erklärungen und Erziehungstipps.

Dazu gehören: RTL-Super Nanny Katia Saalfrank, der Pädagoge Jan-Uwe Rogge, die vierfache Mutter Dana Schweiger, ZDF-Nachrichtenfrau Gundula Gause, "Ex-Blümchen" Jasmin Wagner, Rapper und Jugendbotschafter Sammy Deluxe und der Jugendmediziner Professor Achim Wüsthoff.>

Spiegel
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19.12.2011: Mädchen-Tagebuch mit Geschichten über die Etappen in der Jugendzeit

aus: Spiegel online: Pubertätsbeichten: "Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!"; 19.12.2011;
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,798483,00.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,798483-2,00.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,798483-3,00.html

<Von Kathrin Breer

Als Teenies schützten sie ihr Tagebuch mit einem Schloss, jetzt lesen sie als Studenten vor Publikum daraus vor. Drei Mutige berichten vom ersten Zungenkuss, der ersten Periode und Jungs, die so überhaupt nicht tanzen können. Mit Hörproben!

"Am 16.08.1996 habe ich mit Max meinen ersten Zungenkuss gemacht. Am Abend, als Max fertig war mit Kotzen und sich geduscht hatte", liest Katharina Fellinger. Das Publikum schreit vor Lachen. Im Teilchen & Beschleuniger, einem Studentencafé in Münster, ist kein Platz mehr frei. Katharina steht vor einem Mikrofon, in der Hand ihr Tagebuch, in dem sie vor 15 Jahren ihre ersten Liebesabenteuer mit Max festgehalten hat.

Pinkfarbene Kussmundstempel übersäen die Seiten, die sorgfältig mit Mädchenhandschrift und Kuller-i-Punkten gefüllt sind. Mit "Liebe Fiffi!" fängt jeder Eintrag an, so nennt die damals zwölfjährige Katharina ihr Tagebuch. Zu Fiffi kommen heute Dutzende fremde Zuhörer. "Am Anfang hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, vor so vielen Leuten meine Jugendsorgen auszubreiten. Aber nach zwei Gläsern Weißwein geht es ganz gut", sagt Katharina.

Der 26-jährige Stefan Jansen, Germanistik-Student und Besitzer des Cafés, erfuhr durch einen Gast von den Tagebuchlesungen: Der erzählte ihm von dem Trend aus London, wo peinliche Pubertätsbeichten in Pubs zurzeit angesagt sind. Das wollte er auch für sein Café. Leicht war es nicht, lesewillige Autoren zu gewinnen. Schließlich sind die meisten Tagebücher nicht umsonst mit einem Schlösschen verriegelt.

Warum stellen sich einige Mutige dann Jahre später sogar vor Publikum und tragen ihre Geheimnisse von damals vor? "Wenn man älter wird, entsteht eine kritische Distanz zur eigenen Jugend, und man entwickelt eine gewisse Selbstironie", sagt Jansen. Das lässt das Publikum in kollektiven Erinnerungen schwelgen. "Jeder hat ähnliche Erfahrungen gemacht, die aus heutiger Perspektive total lustig sind", sagt Katharina.

Erfahrene Tagebuchschreiber erkennen auch die typisch pubertäre Denk- und Schreibweise wieder: Von einem Thema stolpern die Autoren ohne Überleitung ins nächste. Die schlechte Note in der Französisch-Arbeit, das letzte Treffen mit dem Traumboy und die zickigen Mitschülerinnen werden in einem Absatz abgehandelt. Die große Liebe wechselt täglich von Mitschüler Max über Leonardo DiCaprio zu Prinz William und wieder zurück.

Für den UniSPIEGEL öffnen Katharina und zwei weitere Vorleser noch einmal die Tagebücher und präsentieren die witzigsten Pubertätsgeschichten - hören Sie rein...

2. Teil: Sarah und die Tanzschule: "Mit Ekki tanze ich nie, nie, nie wieder"

Sarah Kohler, 30, hat schon zweimal beim Münsteraner Tagebuch-Slam vorgelesen und die Namen der Jungs, in die sie früher verliebt war, verfremdet. Für sie war der Abschlussball ihres Tanzkurses die größte Katastrophe, die sie sich mit 15 Jahren vorstellen konnte: Sie bekommt ausgerechnet den Tanzpartner, den sie im Tagebuch mit der Note 5 bewertet hatte und der ihr statt Blumenstrauß nur eine einzelne halbverwelkte Rose mitbringt. "Das ist der schlimmste Tag in meinem Leben!", klagt die 15-jährige Sarah theatralisch.

Früher wollte sie Pfarrerin werden und konnte laute Musik nicht ausstehen. Heute studiert sie Kommunikationswissenschaft und arbeitet neben dem Studium als DJane. Und von Zeit zu Zeit schreibt sie auch jetzt noch Tagebuch, es hilft ihr, ihre Gedanken zu ordnen. Ob sie sich vorstellen kann, in 15 Jahren auch aus ihrem Erwachsenen-Tagebuch öffentlich vorzulesen? "Ich glaube schon! Wahrscheinlich werde ich mit 45 Jahren auch über die 30-jährige Sarah lachen."

Auszüge aus dem Tagebuch:

1. Mein Traumboy muss so sein
2. Der ist doch total verrückt
3. Ich will liber mit Jan gehen
4. Ich lass ihn eiskalt abblitzen
5. Ich bin verliebt. Endgültig!
6. Wer verliebt sich schon in ein fettes Mädchen!
7. Vielleicht wird das was mit einer Beziehung
8. Wir verwickelten uns in ein Gespräch
9. Caspar liebt Sarah
10. Ich habe allen Jungs Noten gegeben
11. Das Kompliment erzähle ich keinem
12. Mein Abschlussball war eine Katastrophe.


3. Teil: Katharina und die Männer: "Ich liebe den Max noch! Oder?"

Katharina Fellinger hatte 1996 mit Max ihren ersten Zungenkuss. Passiert ist es auf seiner Party. "Max und ich haben zusammen in einem Bett geschlafen", schrieb sie danach in ihr Tagebuch. "Arm in Arm. Und jetzt denken Ramona und Julia, dass ich Max liebe. Aber das stimmt nicht. Oder?"

Obwohl Max damals sehr viel Platz in ihrem Kopf und in ihrem Tagebuch eingenommen hat, findet sie heute nicht mehr, dass die Beziehung zu ihm sehr prägend war: Sie hat nur zwei Wochen gedauert. Und danach noch einmal eine Woche. Dann war endgültig Schluss.

Mittlerweile studiert die 27-jährige Katharina Psychologie und ist über Max hinweg. Auch ihre Jugenderlebnisse teilt sie inzwischen gern. "Jeder war mal jünger und hat ähnliche Erfahrungen gemacht, die aus heutiger Perspektive total lustig sind", sagt sie.

Auszüge aus dem Tagebuch:

1. Ich liebe den Max noch
2. Der Max will was von der Angela
3. Ich habe mit Max meinen ersten Zungenkuss gemacht
4. Der roman ist süss
5. Ich liebe nicht mehr Prinz William
6. Sie will was vom Stinker Johann
7. Die sind total pervers.

4. Teil: Briefbuch zweier Freundinnen: "Kathrin und Ina sind kindisch"

Der Psychologie-Student Thomas Meier, 29, liest aus dem Briefbuch einer Freundin vor, die sich selbst nicht traut. Den Sinn dieses Buchs kann er nicht richtig nachvollziehen: "Das sind zwei Mädels, die sich jeden Tag in der Schule sehen und miteinander sprechen, und trotzdem fast täglich mehrere Seiten füllen", sagt er.

Ihrer Freundin vertraut die Schreiberin im Briefbuch an: Ausgerechnet auf der Klassenfahrt hat sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen. Sie nennt sie vorsichtshalber "Fische", falls jemand das Briefbuch findet. "Ist es normal, wenn die 'Fische' unregelmäßig kommt?", fragt sie. Ihre Freundin beruhigt sie: "Am Anfang kommt die "Fische" immer unregelmäßig."

Auszüge aus dem Tagebuch:

1. Kathrin und Ina sind kindisch
2. Ach, scheiss auf die Schule
3. Marc und süss - oh Gott!
4. Ist es normal, dass die T... unregelmässig kommt?
5. Vielleicht gehe ich zum Dr. Sommer Team>


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Geistige Entwickluing bei jugendlichen Mädchen, die keine Aufklärung haben

aus: Beobachtung bei einer Jugendlichen (K):

13 Jahre: Menarche
14 Jahre: Träumereien und Verliebtsein und wer in wen verliebt ist sind die Hauptsache
15 Jahre: Witze über Exkremente, die Jugendliche ist noch halb Kind
16 Jahre: es herrscht ein totales emotionales Durcheinander und Schwärmereien

16 1/2 Jahre:
-- es erfolgt eine neue Ordnung der Gefühle und eine erste klare Einstufung der Freundschaften
-- es kommen erste reale Gedanken, welche Männer für eine Partnerschaft in Frage kommen könnten
-- der Nachrichtenaustausch mit Freundinnen über Männer und Gefahren der Kriminalität wird immer wichtiger
-- es kommen neue sexuelle Elemente hinzu durch die ausgeprägtere sexuelle Figur, und das schafft psychisch grosse Probleme
-- gleichzeitig sind da noch hormonelle Umstellungen und eventuell Akne-Probleme
-- zum Teil erfolgt eine totale Verstörtheit wegen der Kriminalität der Männer gegen Frauen, vor allem, wenn kein Gespräch mit den Eltern möglich ist
-- wenn keine Gespräche mit den Eltern stattfinden, kann es sein, dass die Eltern von all dem gar nichts mitbekommen

-- dabei stellen die jugendlichen Mädchen ihre unsichtbaren Bedingungen, ohne diese mitzuteilen


18 Jahre
-- die Geheimnistuerei wird abgelegt, offene Gespräche werden erst jetzt gegenüber den Partnern möglich
-- eventuell dauert die Geheimnistuerei aber an, eventuell ein ganzes Leben, ohne richtig glücklich zu werden


Basler
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9.2.2012: "US"-Justiz stempelt Jugendliche wegen Sex zu Sexualstraftätern

aus: Basler Zeitung online: Sex lass nach! 9.2.2012;
http://blog.bazonline.ch/mamablog/index.php/21998/sex-lass-nach/

<Sex zwischen Teenagern ist in den USA nicht immer problemlos: Ellen Page und Michael Cera scheren sich im Film «Juno» nicht um Konventionen.

Renata liebt Ervin und Ervin liebt Renata. Und darüber regt man sich bis weit über die Grenzen Österreichs auf. Denn Renata Juras ist 43 und Ervin Unterlechner gerade mal 16 Jahre alt. Als das ungleiche Paar zum ersten Mal Sex miteinander hatte, war Ervin 13. Der Stiefvater des Teenagers zeigte die Frau an, worauf diese zu 22 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Doch das Paar begann sich schon bald wieder zu sehen und hatte auch keine rechtlichen Schritte mehr zu befürchten, denn in Österreich liegt das Schutzalter bei 14 Jahren – diesen Sommer erwarten die beiden ihr erstes gemeinsames Kind, weshalb Renata und Ervin aktuell wieder für Schlagzeilen sorgen.

In den USA hätte die Liebesgeschichte von Renata und Ervin wohl ein anderes Ende genommen. Denn wenn es um Sex mit Teenagern geht, kennt die US-Justiz kein Pardon. Dabei spielt es keine Rolle, wie gross der Altersunterschied zwischen dem Paar ist: Unterliegt man dem Schutzalter – was von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden geregelt wird – ist sogar der Sex zwischen Gleichaltrigen verboten. Wie weit dieses Verbot gehen kann, musste Ken Thornsberry (mittlerweile 26 Jahre alt) aus Royal Oak, Michigan, am eigenen Leib erfahren.

Seine Geschichte ist dermassen absurd, dass sie kürzlich sogar dem Nachrichtenmagazin «Newsweek» eine mehrseitige Reportage wert war. Ken ist 18, als er sich in die 14-jährige Lester verliebt. Die beiden wissen, dass sie gegen das Gesetz verstossen würden, wenn sie zusammen schliefen. Sie tun es trotzdem. Lesters Vater beschliesst eine sofortige Trennung des Paars und zeigt Ken an, als sich dieser gegen seinen Willen weiterhin mit seiner Tochter trifft.

Der ungehorsame Teenager wandert für ein Jahr ins Gefängnis. Und wird anschliessend drei Jahre auf Bewährung gesetzt. Drei Jahre, in denen er – als offiziell registrierter Sexualstraftäter – keinen Kontakt zu Minderjährigen haben kann, schon gar nicht zu seiner Freundin Lester. Doch nach seiner Entlassung beginnt das Paar sich wieder zu sehen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Nur weiss man auch aus eigener Erfahrung, dass vor allem für Teenager, das Verbotene eine noch viel stärkere Anziehungskraft ausübt.

Lester und vor allem Ken verbrennen sich jedoch ganz gehörig die Finger, wobei er jetzt nicht mehr so «glimpflich» davonkommt: Ken verbringt über sechs Jahre hinter Gittern. Letzters Jahr im August wird er aus dem Gefängnis entlassen und ist jetzt zwei Jahre auf Bewährung. Er trägt eine elektronische Fussfessel und als verurteilter Sexualtäter darf er sich nicht in die Nähe von Kindern begeben, muss zweimal wöchentlich einen Verhaltenskurs besuchen, darf kein Mobiltelefon mit integrierter Kamera benutzen (er könnte ja heimlich Fotos von Kindern und Jugendlichen machen!) und die Nutzung von Facebook oder anderen Social-Media-Foren ist ihm auch verboten. Zu gross ist die Gefahr, dass er sich unter einem falschen Profil an Minderjährige ranmachen würde.

Seine Freundin, die stets beteuert hat, einvernehmlichen Sex mit ihm gehabt zu haben, unterliegt inzwischen nicht mehr dem Schutzalter. Doch eine Wiederaufleben ihrer Romanze – wie im Fall des österreichischen «Skandalpaares» Renate und Ervin – ist ausgeschlossen: Ein Richter hat Lester offiziell zum Opfer ernannt – Ken darf während der Bewährung keinen Kontakt zu ihr haben.

So unglaublich dieser Fall auch tönt, ist er kein Einzelfall. Allein im Staat Michigan gibt es 1341 registrierte jugendliche Sexualstraftäter. Wieviele von ihnen tatsächlich ein Verbrechen begangen haben oder einfach nur Sex mit ihrem Freund oder ihrer Freundin hatten, weiss man nicht. Kens Mutter kämpft seit der ersten Verurteilung ihres Sohnes für eine Lockerung dieser Gesetze. Denn laut der Staatsanwaltschaft ist sie indirekt mitschuldig am ganzen Dilemma. «Kinder müssen das Gesetz berücksichtigen und Eltern müssen ihre Kinder unter Kontrolle halten», so die lapidare Bemerkung des Staatsanwaltes auf ihre Frage, ob die Regelung nicht zu streng sei.

Dass es nicht ganz einfach ist, Teenager «unter Kontrolle» zu halten, wissen wohl auch andere amerikanischen Eltern. In den letzten Jahren haben sich in allen 50 Bundesstaaten Eltern-Organisationen formiert, um ihre Kinder zu schützen: Vor einer unverhältnismässig strengen Gesetzgebung.>

Kommentar

Das Kondom ist wichtiger als der Sex. Gott, was machen sich die "USA" für Sexprobleme. Das ist alles nur Abzocke von ein paar Richtern, die sich hier billige Arbeit und hohen Lohn mit Nichtstun verschaffen,indem Teenies kriminalisiert werden. Obama? Lass nach!

Michael Palomino, 9.2.2012

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14.6.2012: Teenie-Schwangerschaften entstehen vor allem aus Langeweile wegen fehlendem Angebot an Freizeitbeschäftigung

aus: Welt online: Tragikomödie: 17 Mädchen schließen den Pakt zur Schwangerschaft; 14.6.2012;
http://www.welt.de/kultur/kino/article106494116/17-Maedchen-schliessen-den-Pakt-zur-Schwangerschaft.html

<Langeweile als der Hauptgrund für Teenagerschwangerschaften: In dem Film "17 Mädchen" bekommt eine ganze Clique gleichzeitig Kinder. Doch das Muttersein haben sich die Teenies anders vorgestellt.

Von Harald Peters

Camille ist die Erste. Nachdem sie im Rahmen einer Schuluntersuchung erst gemessen, gewogen und für gut befunden wurde, muss sie der Krankenschwester leider noch die Mitteilung machen, dass sie schwanger sei. Da ungewollte Schwangerschaften für knapp 16-jährige Mädchen bekanntlich nicht in die Top Ten der guten Nachrichten gehören, ist die Reaktion auf beiden Seiten verhalten.

Doch schon kurz darauf hat Camille den leichten Anflug eines Kummers überwunden und erzählt ihren Freundinnen, wie sehr sie sich auf das Kind freue – wobei sie offenbar derart überzeugend wirkt, dass Julia, Flavie, Clémentine, Mathilde und noch zwölf weitere Mädchen beschließen, möglichst schnell ihrem Beispiel zu folgen.

Die Geschichte ist fast wahr

"17 Mädchen" haben die Schwestern Delphine und Muriel Coulin ihren ersten Spielfilm genannt und sich dazu von einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 20