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Kindererziehung bei Kindern generell 0 bis 20 Jahre (Teil 5 - ab 19.2.2026)

19.2.2026: Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit und den Wortschatz -- 2.3.2026: Eltern ohne emotionale Verantwortung -- 19.3.2026: 4 wichtige Faktoren: Familie - Grosseltern - Lesen - selber entdecken -- 30.3.2026: Kita in der Schweiz bei Reichen beliebt -- 8.4.2026: Schweden schaltet von Tablets auf Bücher zurück -- 9.5.2026: Erstgeborene schliessen meist die Schule ab - hintere Schwestern werden früh schwanger -- 12.6.2026: DK: Schon Kleinkinder ernst nehmen - so werden Kinder später zufriedener -- 13.6.2026: KI macht auch Gutenachtgeschichten: App "Luna Tales" von Addvantohat -- 19.7.2026: Grosseltern mit Enkeln --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen  Wurzeln und Flügel." - Johann Wolfgang von Goethe - Link

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19.2.2026: Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit und den Wortschatz:
Entwicklung: «Erkenne sofort, ob einem Kind vorgelesen wurde oder nicht»
https://www.20min.ch/story/lehrer-erkennen-sofort-ob-kindern-vorgelesen-wird-was-steckt-dahinter-103475052

Webseite: https://www.kinderlesen.ch/

Fototexte:
-- Auch wenn es für die Eltern manchmal anstrengend sein kann: Vorlesen lohnt sich.
-- Auch wenn die Kinder selber lesen lernen, sollen Eltern oder andere Bezugspersonen weiterhin vorlesen.
-- Mit dem Vorlesen soll man ganz früh beginnen, aber auch Familien, die im Alltag viele Geschichten erzählen und miteinander kommunizieren, geben ihren Kindern ein gutes Sprachgefühl mit.


Der Artikel:

Laura Zygmunt -- Michelle de Oliveira -- Auf Social Media behaupten Lehrpersonen, dass sie sofort merken, welchen Kindern vorgelesen wird. Ob das wirklich stimmt und welche Vorteile Vorlesen mit sich bringt.

«Ich kann nicht sagen, ob ein Kind gestillt wurde oder nicht, aber ich erkenne sofort, ob einem Kind vorgelesen wurde oder nicht.» Das sagt ein britischer Lehrer auf Tiktok und trifft einen Nerv der Zeit. Knapp 260'000 Menschen haben sein Video gesehen. Ob er wirklich der Erste ist, der diese These aufstellt, ist unklar – auf Social Media finden sich zig andere Videos mit der identischen Aussage.

Ein solches Video teilt beispielsweise auch Creatorin Jenni auf Tiktok. Ihr deutschsprachiges Tiktok hat über 400'000 Aufrufe und über 600 Kommentare.

«So ein guter Satz, aber wann sollte man anfangen vorzulesen?», fragt jemand in der Kommentarspalte. «Mein Kind ist zwei Jahre alt und hört mir leider gar nicht zu, wenn ich vorlese», schreibt jemand anderes. «So ein Quatsch, das erkennt man nicht», lautet die Meinung einer anderen Person.

Tipp: Kinder- und Jugendbuchfestival in Zürich
Wer das Vorlesen nicht nur im Kinderzimmer, sondern gemeinsam mit anderen Familien feiern möchte, bekommt in Zürich eine passende Gelegenheit: Dort findet demnächst das Festival «Kinder lesen» statt und lädt zu 12 Lesungen für Kinder und Jugendliche von 0 bis 14 Jahren ein. Dazu kommen eine grosse Bücherschau, Kalligrafie- und Handlettering-Workshops und die Buchvernissage von Globis neuem Kinderbuch.

Merken Lehrpersonen, wem vorgelesen wird und wem nicht?

Wir haben beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) nachgefragt, ob Lehrpersonen in der Schule wirklich merken, ob einem Kind vorgelesen wird oder nicht. «Aus unserer Sicht kann eine Lehrperson zwar gewisse Anzeichen erkennen, diese lassen aber keine eindeutigen Rückschlüsse darauf zu, ob dem Kind zu Hause vorgelesen wird oder nicht», antwortet Dr. Beat A. Schwendimann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle. Die individuelle Sprachentwicklung hänge von vielen Faktoren wie der familiären Zeit, dem Zugang zu Büchern und der allgemeinen Förderung ab.

Aber: «Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, verfügen oft über einen breiteren Wortschatz und differenzierte Satzstrukturen», so der Experte. «Sie zeigen häufig eine längere Konzentrationsspanne beim Zuhören, stellen aktive Nachfragen und erzählen Erlebnisse mit einem klaren roten Faden.»

Und wie sieht es im umgekehrten Fall aus? «Ein weniger sicherer Wortschatz oder Mühe mit längeren mündlichen Aufträgen dienen als mögliche Hinweise darauf, dass einem Kind wenig oder nicht vorgelesen wird», sagt Dr. Beat A. Schwendimann. «Das ist aber keine Diagnose.»

Weitere Hinweise können sein, dass betroffene Kinder teilweise weniger Ausdauer im Umgang mit Texten oder eine geringere Vertrautheit mit Erzählformen zeigen. «Diese Beobachtungen hängen stark vom Umfeld und den bisherigen Lernerfahrungen ab.» Pisa-Auswertungen für die Schweiz verdeutlichen, dass die Lesefreude eng mit der Kompetenz im Umgang mit Texten verknüpft ist.

So klappt es zu Hause mit dem Vorlesen

    Früh anfangen: Mit dem Vorlesen oder dem Erzählen von Bilderbüchern soll man möglichst früh anfangen, bereits im Babyalter. Die Auswahl der Bücher kann man je nach Interessen und Ausdauer mit der Zeit anpassen.
    Regelmässigkeit und Rituale: «Ein kurzes tägliches Ritual von fünf bis zehn Minuten ist wirksamer als seltene lange Einheiten. Das gemeinsame Betrachten von Bildern und einfache Gespräche über den Inhalt von Geschichten sind bereits wertvoll», rät Dr. Beat A. Schwendimann.
    Auch im Schulalter nicht aufhören vorzulesen: «Für Kinder ist es ungemein hilfreich, dass ihnen während der Zeit, in der sie in der Schule lesen lernen, weiterhin vorgelesen wird», sagt Barbara Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin des SIKJM. Der Prozess des Lesenlernens sei sehr anstrengend und langwierig. Da sei das Vorlesen wie ein «Geschenk» und helfe den Schülerinnen und Schülern. «Erfahrungsgemäss ist das jedoch genau der Moment, in dem Eltern aufhören vorzulesen, da sie denken, das Kind muss das jetzt selbst lernen.»

Vorlesen macht schlau

Fakt ist: Vorlesen bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Die Ärztin Maria Bordelius zählt in einem Tiktok-Video einige davon auf: «Vorlesen macht dein Kind schlauer, es schafft Nähe und vergrössert den Wortschatz.» Kinder lernen durch Geschichten, Gefühle zu erkennen und zu benennen. Durch das Zuhören und Stillsitzen üben sie ausserdem, sich zu konzentrieren und bei der Sache zu bleiben.

Es gibt ausserdem zahlreiche Studien, welche die Vorteile des Vorlesens belegen, etwa dass es nachweislich die schulischen Leistungen verbessert. «Regelmässiges Vorlesen unterstützt das Sprachverständnis massgeblich und erleichtert den Einstieg in das Lesen und Schreiben», ergänzt Dr. Beat A. Schwendimann.

Auch Alltagsgeschichten helfen Kindern

Beim Vorlesen geht es nicht nur um Bildung: «Wer Bücher vorliest, bietet Kindern Nähe und Aufmerksamkeit und schafft einen Raum, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen können», schreibt das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) auf seiner Website. Ausserdem werden die Empathiefähigkeit sowie die sozialen und emotionalen Kompetenzen gefördert. Das Institut führt am 27. Mai seinen neunten Schweizer Vorlesetag durch. Das gemeinsame Vorlesen soll nicht nur Menschen verbinden und den Austausch fördern, sondern auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig Vorlesen für die kindliche Entwicklung ist.

Doch es ist nicht alles ans Vorlesen geknüpft: «Familien, die im Alltag sprachlich viel miteinander kommunizieren und tolle Geschichtenerzähler sind, geben ihren Kindern ebenfalls viel Sprache mit», erklärt Barbara Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin des SIKJM. Diese Sprache sei jedoch mehr mit der Alltagssprache verknüpft als mit der literarischen, welche in Büchern zu finden ist. Da die literarische Sprache näher an der Bildungssprache ist, hilft das Kindern später im Schulkontext.»



"Eierschaleneltern":

UNberechenbare "Eierschaleneltern" am 2.3.2026: Das stresst die Kinder bis ins Mark, wenn die kr. Eltern keine "emotionale Verantwortung" zeigen - und das hemmt das Kind und die Kreativität:
Erziehung: Wer mit «Eierschalen-Eltern» aufwächst, zahlt später den Preis
https://www.20min.ch/story/erziehung-wer-mit-eierschalen-eltern-aufwaechst-zahlt-spaeter-den-preis-103513479

Carolina Lermann -- Zurückhaltende, überangepasste Kinder wirken brav – stehen aber häufig unter Dauerstress. Warum das Aufwachsen mit sogenannten Eierschalen-Eltern bis ins Erwachsenenleben nachwirkt.

Vielleicht kennst du das Gefühl aus deiner Kindheit: Die Haustür geht auf, deine Mama kommt nach Hause und dein Herz fängt plötzlich an zu rasen. Du bist nervös, weil du nicht weisst, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet.

Oder: Du willst deinem Papa etwas erzählen, dieser hört dir aber nicht zu. Statt deinen Frust darüber zum Ausdruck zu bringen, schluckst du deine Gefühle runter. Mal wieder. Denn du hast gelernt, dass deine Emotionen eine Situation nur verschlimmern. Diese besondere Vorsicht, als würdest du auf Eierschalen laufen, ist kein seltenes Phänomen.

Verständnis, Rückzug oder Wut: Wie reagiert Mami oder Papi?
Auch wenn der Begriff «Eierschalen-Eltern» kein offizieller ist, beschreibt er recht treffend eine Kindheit, die davon geprägt ist, wenn Emotionen der Eltern unberechenbar und unvorhersehbar sind. «Kinder wissen nicht, ob sie auf elterliches Verständnis, Rückzug, Wut oder Kränkung stossen», erklärt Psychologin Joëlle Gut.

Darum bauen Betroffene eine Art Schutzwall um sich herum: «Oft sind diese Kinder extrem aufmerksam gegenüber Stimmungen, Tonlagen oder kleinsten Veränderungen. Sie übernehmen auch häufig früh Verantwortung und sind auffällig unauffällig». Was auf den ersten Blick empathisch, stark oder brav wirkt, kann beim genaueren Hinsehen laut Gut als Unsicherheiten oder Stress gedeutet werden.

«Viele trauen sich kaum, eigene Bedürfnisse zu äusseren – aus Angst, bei den Eltern etwas auszulösen.» Sie lernen früh: Sicherheit entsteht durch Anpassung. Darum richtet sich ihr Blick auch vor allem nach aussen. Wie geht es Mama? Ist Papa heute gut gelaunt – oder halte ich mich lieber zurück? Das eigene Wohlergehen rückt in den Hintergrund. «Das erschwert die Entwicklung von Selbstwahrnehmung, emotionaler Sicherheit und Vertrauen.»

Weitere Symptome

-- Bauch- oder Kopfschmerzen
-- Einschlafschwierigkeiten
-- Depressive Verhaltenszüge
-- Rückzug
-- Psychische Symptome

Psychisch hochbelastend: «Das Kind lebt nicht im Moment»

«Entscheidend ist nicht die einzelne Eskalation, sondern die ständige Unsicherheit darüber, wie die elterliche Stimmung gerade ist», sagt Gut. Während einzelne Ausbrüche durch Entschuldigung und Reflexion aufgearbeitet werden könnten, untergrabe dauernde Unsicherheit das Urvertrauen. «Das Kind lebt nicht im Moment, sondern ständig in Erwartung der nächsten Eskalation.» Und das hat Folgen: Zum einen sei eine solche Dauersituation psychisch hochbelastend, zum anderen wirke es sich auf die Bindung aus. «Langfristig entsteht ein unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes Bindungsmuster, das sich bis ins Erwachsenenalter ziehen kann.»

Apropos Erwachsensein: Was in der Kindheit als Schutz anfängt, endet nicht automatisch mit dem Auszug von zu Hause. Häufig hält dieser innere Alarmmodus an. Viele Betroffene scannen weiterhin Stimmungen, übernehmen Verantwortung für Konflikte oder haben Mühe, eigene Bedürfnisse zu äussern. «Häufig zeigen sich innere Leere und chronische Anspannung. Ausserdem kann ein unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes Bindungsmuster verhindern, selbst erfüllende Partnerschaften zu leben.»

«Manche funktionieren nur noch im Dauerstress»

Hinter Eierschalen-Eltern steckt selten böse Absicht, sondern häufig Überforderung. «Viele dieser Eltern sind selbst emotional überlastet, haben eigene unverarbeitete Erfahrungen oder nie gelernt, Gefühle gut zu regulieren.» Hinzu kommt gesellschaftlicher Druck: zwei arbeitende Elternteile, hohe Erwartungen, viel Verantwortung. Manche funktionieren nur noch im Dauerstress. «Man will alles unter einen Hut bringen und springt von einem Termin zum nächsten», so Gut. Das fördert einen elterlichen Funktionsmodus, der im stressigen Alltag oft hilft, «uns aber wenig empathisch erziehen lässt».

Für viele mag diese Erklärung nachvollziehbar sein. Für Kinder wird die Situation dadurch aber nicht weniger belastend. «Kinder brauchen keine perfekten Eltern, jedoch eine hohe emotionale Verlässlichkeit, um die Welt zu entdecken und in den Eltern einen sicheren Hafen zu wissen.»

Was können Eierschalen-Eltern tun?
Wer sein eigenes Verhalten im oben beschriebenen Text wiedererkennt, kann laut der Psychologin an Folgendem arbeiten:

    Emotionale Verantwortung zurücknehmen. Kinder dürfen nicht für elterliche Gefühle zuständig sein.
    Vorhersehbarkeit, klare Kommunikation und echte Entschuldigungen nach Überforderung sind essenziell.
    Sich selbst Unterstützung holen.




4 Faktoren in der Kindheit am 19.3.2026: Gute Familie -- gute Grosseltern -- Weiterbildung mit Lesen -- die eigene Freiheit selber entdecken dürfen:
Erfolg beginnt in der Kindheit - mit diesen vier Grundlagen
https://www.epochtimes.de/gesellschaft/erfolg-beginnt-in-der-kindheit-und-mit-diesen-4-grundlagen-a5418013.html

Kinder profitieren mehr von einer unterstützenden Familie als von aufwendigen Fördermaßnahmen.

Lesedauer: 9 Min.

Man merkt, dass man alt wird, wenn man beginnt, die Träume, die man einst für sich selbst hatte – wie etwa Basketball in der NBA zu spielen –, auf sein Kind zu übertragen, bemerkte ein Freund von mir kürzlich.
Seine Beobachtung dürfte wohl jedem Elternteil bekannt vorkommen. Schon von dem Moment an, in dem ein Kind noch nicht einmal geboren ist, träumen fast alle zukünftigen Eltern davon, ihrem Baby das Beste vom Leben zu bieten. Und in den folgenden Jahren setzen Eltern alles daran, diesen Wunsch zu erfüllen. Sie sorgen für optimale Ernährung, die bestmögliche, bezahlbare Ausbildung sowie Unterricht in Klavier, Tanz, Fußball, Computerprogrammierung und allem anderen, was ihrem Kind Glück und zukünftigen Erfolg bringen könnte.
Aber haben Sie sich jemals gefragt, ob all diese Bemühungen nicht übertrieben sind? Was wäre, wenn die Schlüssel zum zukünftigen Erfolg unseres Kindes in viel einfacheren Dingen liegen würden?
Diese Frage kam mir beim Lesen der Autobiografie des US-Autors und Historikers Russell Kirk mit dem Titel „The Sword of Imagination“ (Das Schwert der Einbildungskraft) in den Sinn. Obwohl Kirk nicht unbedingt ein bekannter Name ist, führte er zweifellos ein erfolgreiches Leben. Tatsächlich gilt er als einer der führenden konservativen Denker des 20. Jahrhunderts, der Millionen Amerikaner beeinflusste, indem er 1957 die Zeitschrift „Modern Age“ gründete und als maßgeblicher Autor für prominente Publikationen wie die 1955 gegründete „National Review“ schrieb.
Man könnte meinen, dass ein so erfolgreicher, einflussreicher Mann mit dem Besten von allem aufgewachsen ist – und das ist er auch, aber nicht auf die Weise, wie viele von uns denken würden. In Wirklichkeit war seine Kindheit geprägt von Einfachheit, charakterisiert durch die folgenden vier Dinge:

Eine glückliche Familie

Kirk schrieb: „Der kleine Russell wurde in eine Welt häuslicher Ordnung hineingeboren – eine Welt mit glücklichen Ehen, mit Großzügigkeit gegenüber den Kindern, mit engem familiären Zusammenhalt und einem ausgeprägten Bewusstsein für ihre eigene Beständigkeit“.
Kirks Eltern waren weder übermäßig reich noch übermäßig gebildet. Er notiert, dass sein Vater nur eine – für einfache Verhältnisse damals übliche – Schulbildung bis zur sechsten Klasse hatte und verschiedene Jobs ausübte, bevor er schließlich den Großteil seines Lebens bei der Eisenbahn arbeitete. Dennoch schreibt Kirk seiner Beziehung zu seiner Familie eine große Bedeutung zu, die ihn „auf die Begegnung mit der feindseligen Welt vorbereitet“ habe.
Die Anwesenheit seines Vaters spielte dabei vermutlich eine große Rolle. Kirk beschreibt ihn so: „Besonnen, pflichtgetreu, stets freundlich und höflich in seiner Ausdrucksweise, verbrachte er seine vielleicht glücklichsten Stunden damit, mit seinem kleinen Sohn im Schatten einer großen Eiche oberhalb des Mühlenteichs zu liegen.“
Welch ein Kontrast zu den heutigen Vorgaben, unzählige Stunden damit zu verbringen, Ruhm, Reichtum und Erfüllung zu suchen! Stattdessen zeigt Kirks Vater, dass eine der größten Erfüllungen im Leben darin besteht, treu einen ganz normalen Beruf auszuüben, um seine Kinder zu versorgen – einen Beruf, der einem nicht in dem Maß die Kraft raubt, dass man keine Zeit mehr aufbringen kann, um sich liebevoll um sie zu kümmern und sie zu fördern.

Interaktion mit der erweiterten Familie

Neben der Zeit mit seinem Vater verbrachte Kirk auch viel Zeit mit Frank Pierce, seinem Großvater mütterlicherseits.
„Mr. Pierce hatte keine engen Freunde seiner eigenen Generation“, schreibt Kirk.
„Mit seinem Enkel unterhielt er sich und unternahm Spaziergänge.“ Die beiden durchstreiften Berg und Tal und „sprachen über den Fortschritt, die Ungerechtigkeiten Richards II., den Wunsch nach Unsterblichkeit, die Bedeutung von Träumen, ob das Meer kochend heiß ist und ob Schweine Flügel haben. Gleichwohl geschah es eher durch das eigene Vorbild denn durch förmliche Unterweisungen, dass der alte Gentleman den Knaben Mildtätigkeit und Seelenstärke lehrte.“
Es wird immer seltener, dass Kinder regelmäßigen Kontakt zu ihren Großeltern oder älteren Verwandten haben. Der Verlust von Gemeinschaft und die Geschäftigkeit des Familienalltags tragen dazu bei, leider aber auch der wachsende Trend zur Entfremdung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern sowie deren Familien.

Offensichtlich hat Kirks Großvater ihn mit vielen tiefgründigen Gedanken, Weisheit und Charaktereigenschaften vertraut gemacht. Die Frage ist, ob wir unseren Kindern einen regelmäßigen Zugang zu ihren Großeltern ermöglichen, damit auch sie dieses Wissen erlangen können. Und umgekehrt: Großeltern, nutzt ihr eure Zeit und euren Einfluss, um die jungen Menschen in eurem Umfeld zu fördern und zu unterstützen? Die Weisheit der älteren Generation ist unbezahlbar.

Regelmäßige Leseerfahrungen

Bücher waren ein fester Bestandteil von Kirks Leben – einerseits durch die Empfehlungen seines Großvaters, andererseits auch durch die zahlreichen Bücher in dessen Haus. Kirk begann erst im Alter von sieben Jahren, selbstständig zu lesen. Dies war das Verdienst seiner Mutter, die ihm stundenlang vorlas und ihm so einen großen Wortschatz vermittelte. Dank dieser Vorarbeit konnte er innerhalb von zwei Wochen lesen lernen.
„Vorlesen ist einer der wenigen Bereiche, der alle Kriterien in Bezug auf soziale, emotionale und mentale Gesundheit erfüllt“, heißt es in einem Artikel von „National Public Radio“ (NPR), in dem die Beraterin für kindliche Lese- und Schreibfähigkeit Keisha Siriboe interviewt wurde. Sie stellte fest, dass „Vorlesen den Menschen bei der Stressbewältigung, bei der Entwicklung von Hoffnung und Widerstandsfähigkeit helfen kann“. Kirks Mutter nutzte diese Vorteile des Vorlesens unwissentlich aus. Tun wir das auch? Wenn nicht, verpassen wir eine wunderbare Zeit der Bindung, die unseren Kindern bei ihrem zukünftigen Lernen und Wissen helfen wird.

Die Freiheit zu entdecken

Viele Kinder von heute sind in Watte gepackt und werden sorgfältig überwacht, damit sie sich selbst oder anderen keinen Schaden zufügen.
Nicht so bei Kirk. Ihm wurde die Freiheit gegeben, durch eigenes Handeln zu erkunden und zu lernen:
„Er spielte und raufte mit den kernigen Burschen der Unterstadt, taufte sie Ritter der Tafelrunde und stattete sie mit Holzschwertern und Papprüstungen aus. In der Bank seines Großvaters stempelte er rückseitige Vermerke auf Schecks und es wurde ihm sogar gestattet, die Schließfächer im Tresorraum wie Bauklötze aufzustapeln.“

Wie oft ermöglichen wir unseren Kindern, frei zu spielen und ihrer Einbildungskraft freien Lauf zu lassen? Wie oft erlauben wir ihnen, sich unter uns zu mischen und unbewusst die Abläufe des Erwachsenenlebens und seiner Mühen zu lernen, während wir arbeiten? Dadurch entwickeln unsere Kinder eine Unabhängigkeit und Neugier, die ihnen eines Tages helfen werden, Risiken einzugehen und Herausforderungen anzunehmen, von denen die heutigen, vom Bildschirm abhängigen Kinder nicht einmal zu träumen wagen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: So sehr wir unseren Kindern auch alles geben wollen, um ihnen die beste Chance auf Erfolg zu bieten, sind es oft die einfachsten, übersehenen Dinge, die ihnen tatsächlich den größten Vorsprung im Leben verschaffen. Sind wir bereit, unsere Zeit zu opfern, um diese einfachen Dinge zu verwirklichen? Wenn wir es nicht tun, werden unsere Kinder später darum kämpfen müssen, den Boden wiedergutzumachen, den sie verloren haben.

Der Artikel erschien im Original bei theepochtimes.com unter dem Titel „Childhood Success Starts With These 4 Basics“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)




Schweiz und Erziehung am 30.3.2026: Reiche Leute geben ihre Kinder immer mehr in der Kita ab und erziehen immer weniger selber:
Eure Meinung: «Pool und Porsche, aber Kindererziehung übernehmen andere»
https://www.20min.ch/story/eure-meinung-pool-und-porsche-aber-kindererziehung-uebernehmen-andere-103537199

Anja Zingg -- Immer mehr Kinder werden fremdbetreut. Vor allem bei reichen Familien. Das zeigt eine neue Befragung. Die Community ist sich uneins, wie sie das finden soll.

    Immer mehr Kinder in der Schweiz werden fremdbetreut.
    Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik bestätigen dies.
    Vor allem gut verdienende Paare lassen Kinder fremdbetreuen.
    Die Community diskutiert diese Entwicklung kontrovers.

Kinder in der Schweiz werden immer häufiger nicht nur durch Eltern, sondern auch durch Grosseltern, den Hort oder die Kita betreut. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Rund 68 Prozent der Kinder unter 13 Jahren in der Schweiz werden familienergänzend betreut.

Vor allem bei Gutverdienenden ist die Kita beliebt. Mehr dazu liest du hier im Originalartikel. Die Community diskutiert darüber, ob dies gut oder schlecht ist.
«Musste Meinung revidieren»

Viele Leserinnen und Leser finden Fremdbetreuung etwas Positives für das Kind. «In der Kita erhalten Kinder sehr viel Aufmerksamkeit und lernen eine Unmenge an Dingen, die zu Hause nicht möglich sind», schreibt User pegasus99.

Radibu findet Kitas aus einem weiteren Grund sinnvoll: «Die Kita ist eine Möglichkeit, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. Dass beide im Beruf bleiben können, ist wichtig. Wenn es Scheidungen gibt, ist die Armutsgefahr dann viel kleiner.»

User Pegasus99 schreibt: «Ich musste meine Meinung auch revidieren. Kinder werden dort sozialisiert, lernen Strukturen und Abläufe und sich anzupassen, weil es eben noch andere Kinder gibt. Sie finden dort Freunde und Ansprechpersonen, lernen, sich in Gruppen zu verhalten, wie man sich am Tisch aufführt und Konflikte bewältigt.

«Kita-Kinder sind nicht deine Kinder»
Doch es gibt auch die andere Seite. User Stormstepper ist gar kein Fan von Fremdbetreuung: «Kita-Kinder sind nicht deine Kinder und Punkt. Mindestens acht Stunden am Tag kopieren sie fremdes Verhalten, Gesten und Vokabular.» Auch DemonsInc findet direkte Worte: «Ist doch toll, Porsche vor der Garage, Pool im Garten, im Job ne grosse Nummer, aber die Kindererziehung übernehmen andere.»

«Kita soll für Alleinerziehende sein»
User grübä findet: «Die Kita wäre eigentlich da, um alleinerziehenden Elternteilen das Arbeiten zu ermöglichen. Diese Kosten könnten locker durch die Allgemeinheit bezahlt werden.»




Schweden am 8.4.2026: Tablets reduzieren - es soll wieder Bücher geben:
Schweden setzt auf Renaissance des gedruckten Buches in den Schulen

https://journalistenwatch.com/2026/04/08/schweden-setzt-auf-renaissance-des-gedruckten-buches-in-den-schulen/

Statt blinder Digitalisierung setzt das Land auf gedruckte Bücher, Handschrift und handyfreien Unterricht – und schützt seine Schüler im Klassenzimmer, ohne ihnen außerhalb der Schule die digitale Freiheit zu nehmen.

Während viele Länder weiter auf eine frühe und intensive Digitalisierung der Schulen setzen, geht Schweden einen vorbildlichen und mutigen Weg. Das skandinavische Land kehrt bewusst zu gedruckten Büchern, Handschrift und ruhigen Lernphasen zurück und schützt seine Schüler vor unnötigen Ablenkungen im Unterricht.

Diese Kehrtwende verdient großen Respekt. Nach Jahren der Tablet- und Laptop-Offensive haben Lehrer und Experten festgestellt, dass ständige Bildschirme Konzentration, Leseverständnis und die Fähigkeit zum tiefen Lernen beeinträchtigen. Schweden reagiert konsequent und kindgerecht: In Vorschulen und den ersten Schuljahren werden digitale Geräte stark zurückgefahren. Gedruckte Bücher und das Schreiben mit Stift und Papier stehen wieder im Mittelpunkt des Unterrichts.

Besonders vernünftig ist die Regelung zu Smartphones: Ab dem Schuljahr 2026 gilt in den Schulen landesweit ein Handy-freier Unterricht. Die Geräte werden während der Schulzeit eingesammelt, damit die Schüler ungestört lernen und sich konzentrieren können. Das ist ein klarer Schutz vor Ablenkung im Klassenzimmer – aber kein generelles Verbot von Social Media im Leben der Schüler. Außerhalb der Schule bleibt den Jugendlichen die Freiheit, selbst Verantwortung zu lernen und Medienkompetenz zu entwickeln. Schweden setzt hier auf gesunden Menschenverstand statt auf übertriebene Verbote, die das Leben der jungen Menschen unnötig einschränken würden.

Die Regierung investiert zudem Millionenbeträge in hochwertige gedruckte Lehrbücher und Bibliotheken. Bildungsministerin Lotta Edholm betont, dass analoge Lernumgebungen die besten Voraussetzungen für tiefes Lesen, gutes Verständnis und nachhaltige Kompetenzen bieten.

Schweden beweist damit echte Weisheit: Man erkennt, wenn ein Weg nicht optimal war, und korrigiert ihn zum Wohl der nächsten Generation. Diese Politik stärkt echte menschliche Beziehungen im Klassenzimmer, fördert Konzentration und schützt die Kinder dort, wo es nötig ist – ohne ihnen außerhalb der Schule die Freiheit zu nehmen.

Andere Länder wie Deutschland könnten von Schweden lernen, wie man Fortschritt mit gesundem Menschenverstand verbindet. Wahre Bildung stellt das Kind in den Mittelpunkt: mit Büchern statt ständiger Ablenkung, mit Fokus statt Zerstreuung und mit klarem Schutz im Unterricht, aber ohne pauschale Verbote im Alltag. Ein erfrischend vernünftiger und zukunftsweisender Ansatz.

(SB)


ebenda:

8.4.2026: Bildungstechnologie zunehmend in der Kritik – Warum schwedische Schulen Bücher wieder einführen

Ein viral gegangenes Plädoyer eines Neurowissenschaftlers und Schwedens Rückkehr zu Büchern befeuern die Debatte über digitale Technik im Klassenzimmer. Gleichzeitig warnen Kritiker davor, allein auf pauschale Social-Media-Verbote für Jugendliche zu setzen.

https://transition-news.org/bildungstechnologie-zunehmend-in-der-kritik-warum-schwedische-schulen-bucher





Norwegen 9.5.2026: Studie behauptet: Erstgeborene schliessen oft eine Schule ab - zuletztgeborene Mädchen werden oft früh schwanger:
Geschwister-Effekt: Warum die ältesten Geschwister intelligenter sind
https://www.20min.ch/story/geschwister-effekt-warum-die-aeltesten-geschwister-intelligenter-sind-103557959

The Economist -- Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Krankheiten dabei eine Rolle spielen könnten.

Tut uns leid, ihr jüngeren Geschwister. Gemessen an gängigen Erfolgskriterien wie Bildungsabschluss und Einkommen schneiden Erstgeborene besser ab. Warum?

Stereotype stellen älteste Kinder als verantwortungsbewusst und jüngere als rebellisch dar – doch gross angelegte Studien finden keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen der Geburtsreihenfolge und Persönlichkeitstypen. Neue Forschungsergebnisse deuten auf etwas ganz anderes hin: Keime.

Der Unterschied im Erfolg zwischen älteren und jüngeren Geschwistern wird seit Jahrzehnten eingehend untersucht. Im Jahr 2005 ergab eine Studie zur norwegischen Bevölkerung, dass jüngere Geschwister unabhängig von der Familiengrösse und dem Geschlecht tendenziell früher die Schule abbrechen als Erstgeborene.

Ausserdem verdienen sie als Erwachsene weniger, wobei sich dieser Unterschied mit jedem weiteren Kind vergrössert. Jüngere Schwestern werden häufiger noch als Teenager schwanger.



Kinderfeindliche Schweiz am 3.6.2026: 25% der Befragten sind psychisch krank - Kinder erziehen ist "grosse Herausforderung" in der Schweiz:
Belastung: Von wegen Job oder Geld: Was Schweizer am allermeisten stresst
https://www.20min.ch/story/schweiz-von-wegen-job-oder-geld-was-schweizer-am-allermeisten-stresst-103576284

Daniela Wyler -- Eine neue Studie zeigt: Im Gegensatz zu anderen Ländern belastet das Elternsein die Psyche in der Schweiz besonders stark.
  • Laut neuer AXA-Studie leidet jeder vierte Erwachsene in der Schweiz an einer psychischen Erkrankung.
  • Als grösste Belastung nennen die Befragten Herausforderungen bei der Kindererziehung.
  • Viele junge Menschen sehen zudem einen negativen Einfluss ihrer Bildschirmzeit auf Schlaf, Konzentration und Stimmung.
eder vierte Erwachsene in der Schweiz leidet laut einer neuen AXA-Studie an einer psychischen Erkrankung, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Auffällig dabei: Anders als in vielen anderen Ländern gilt hierzulande nicht die Angst vor Jobverlust oder finanziellen Problemen als grösster Stressfaktor – sondern das Elternsein.

45 Prozent der Befragten nannten Herausforderungen bei der Kindererziehung als wichtigsten negativen Einfluss auf ihre psychische Gesundheit. Erst dahinter folgen Zukunftsängste (43 Prozent) sowie Sorgen um Finanzen und Arbeit (42 Prozent). In Ländern wie Frankreich oder Italien stehen dagegen Geldsorgen und Zukunftsängste an erster Stelle, in China sorgt vor allem der Job für Stress und belastet die Psyche.
Bildschirmzeit schlägt Jungen auf die Stimmung

Besonders betroffen sind junge Erwachsene. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen geben 39 Prozent an, unter psychischen Problemen zu leiden. Zudem sehen 93 Prozent der jungen Befragten einen negativen Einfluss der Bildschirmzeit auf ihr Leben. Am häufigsten genannt werden in diesem Zusammenhang schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme und eine gedrückte Stimmung.

Die Folgen zeigen sich auch bei den Sozialversicherungen. Laut AXA stieg die Zahl der Invaliditätsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen zwischen 2021 und 2025 um 78 Prozent. Mittlerweile entfällt fast die Hälfte der Rückstellungen für neue IV-Fälle auf psychisch bedingte Erkrankungen.
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Die Studie macht deutlich: Psychische Belastungen bleiben ein wachsendes Problem – und in der Schweiz scheint insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Alltag viele Menschen an ihre Grenzen zu bringen.



Dänemark am 12.6.2026: Schon Kleinkinder ernst nehmen - Trotzphase umgehen - zufriedene Kinder haben:
Erziehung: «Kinder benehmen sich besser»: Was dänische Eltern anders machen
https://www.20min.ch/story/daenische-erziehung-was-eltern-in-daenemark-anders-machen-103579662

Meret Steiger -- Dänemark gehört seit Jahren zu den glücklichsten Ländern der Welt. Laut einer Schriftstellerin liegt das auch an der Kindheit der Däninnen und Dänen.

Bevor Jessica Joelle Alexander nach Kopenhagen zog, konnte sie sich nicht vorstellen, Mutter zu werden. Aber vor Ort fiel der US-Amerikanerin auf, wie ruhig und gelassen Kinder in Dänemark wirkten: «Ich hörte fast kein Schreien oder Gebrüll», sagt sie. Kinder erschienen ihr dadurch plötzlich vorstellbar, wie sie in einem Interview mit der «Welt» erzählt.

Kinder werden ernst genommen
Was machen dänische Eltern anders? Laut Alexander begegnen sie ihren Kindern mit viel Respekt. Nicht, indem sie sie wie kleine Erwachsene behandeln – sondern indem sie ihnen zuhören und ruhig mit ihnen sprechen. Genau das verändere auch das Verhalten der Kinder: «Wenn wir Kindern mehr zuhören und sie mit Respekt behandeln, benehmen sie sich tatsächlich besser.»

Alexander beschreibt im Interview auch, wie anders ihr eigener Blick auf Erziehung früher war. In den USA sei sie stark auf Disziplin und Bestrafung geprägt gewesen. Ihr dänischer Mann habe das anders gesehen: Für ihn gehe es nicht darum, Kinder zu kontrollieren, sondern Probleme gemeinsam zu lösen.
Keine Trotzphase, sondern eine Möglichkeit zu lernen

Ein zentraler Begriff ist dabei «Barnesyn», was übersetzt etwa «Kindersicht» bedeutet. Gemeint ist die Fähigkeit, die Welt durch Kinderaugen zu sehen. In Dänemark werde ein trotziges Kleinkind nicht als schwierig gelesen, sagt Alexander. Stattdessen verstehe man die trotzigen Phasen als Momente, in denen das Kind Grenzen austestet und Selbstständigkeit übt.

Auch im Familienalltag sollen Kinder früh eingebunden werden. Alexander erzählt von einer Mutter im Supermarkt, deren Kind auf das Kassenband klettern wollte. Statt es auszuschimpfen, gab sie ihm Lebensmittel zum Weiterreichen. Aus einem Konflikt wurde ein Moment, in dem das Kind helfen konnte.

«Lasst die Kinder einfach spielen»
Dazu passt, dass dänische Eltern weniger stark auf messbare Leistung schauen, wie Alexander weiter sagt. Ihr Sohn habe auf einer internationalen Schule mit vielen Noten und Hausaufgaben das Gefühl bekommen, dumm zu sein. Nach dem Wechsel auf eine dänische Schule ohne Noten habe sich sein Selbstbild rasch verbessert.

Besonders wichtig ist Alexander das freie Spiel. In Dänemark habe es seit 1871 einen hohen Stellenwert in der Bildungstheorie. Kinder bräuchten keine durchgetakteten Nachmittage mit Klavier und Karate. Langeweile dürfe sein und fördere Fantasie. «Lasst die Kinder einfach spielen.»





KI am 13.6.2026: fabriziert nun auch Gutenachtgeschichten für Kinder: App "Luna Tales" von Addvantohat:
Gutenachtgeschichte: Zürcher Agentur schickt Kinder per KI ins Märchenland
https://www.20min.ch/story/gutenachtgeschichte-zuercher-agentur-schickt-kinder-per-ki-ins-maerchenland-103579666

Fototexte:
-- «Das Selfie ist optional.» Nur wer die Geschichte zusätzlich mit einem Avatar illustrieren wolle, müsse ein Bild hochladen.
-- Steven Toma, Technologie-Berater und Mitentwickler von Luna Tales.Addvanto
-- Die Kindergeschichte lässt sich aus einzelnen Modulen zusammensetzen. Die erste Story ist gratis, nachher kostet es.

Der Artikel:

Michael Andai -- Die Zürcher Agentur Addvanto macht mit Luna Tales personalisierte KI-Geschichten für Kinder. Nun sagt sie, was mit Selfies, Namen und sonstigen Daten passiert.

-- Die Zürcher Firma Addvantohat, die Web-App Luna Tales entwickelt, die personalisierte Kindergeschichten mit KI-Avataren erstellt.
-- Eltern, die Luna Tales nutzen, müssen wissen: Kinder-Selfies werden laut Addvanto an OpenAI übermittelt, im Ersatzfall an Google Gemini. Aus den Systemen dieser Drittanbieter kann addvanto sie nicht selbst löschen.
-- Der Selfie-Upload ist optional; persönliche Angaben wie Name, Alter, gewählte Welt und Stimmung liegen laut Addvanto in der eigenen Datenbank in Zürich und werden bei Kontolöschung aus dieser Datenbank gelöscht.

Selfie hochladen, Welt auswählen, Geschichte starten: So einfach können mit Luna Tales personalisierte Kindergeschichten erstellt werden. Die Web-App richtet sich an Eltern und Grosseltern von Kindern zwischen vier und zwölf Jahren. Sie sollen damit personalisierte Geschichten erstellen können, in denen das Kind selbst die Hauptrolle spielt.

Für Eltern dürfte eine Frage zentral sein: Was passiert mit den Daten der Kinder? Hinter Luna Tales steht die Zürcher Marketingagentur Addvanto. Wir haben CEO Stefan Planzer und Mitentwickler Steven Toma dazu befragt.

Selfie ist optional
Um das Kind in der Geschichte mitspielen zu lassen, können Eltern für das Avatar ein Foto ihres Kindes hochladen. Addvanto-CEO Stefan Planzer sagt auf Anfrage:

Planzer ergänzt: «Das Selfie wird nie in unserer Datenbank gespeichert.» Das Kinderbild werde zur Verarbeitung aber an OpenAI übermittelt. Dort werde daraus der Avatar erstellt. Bei Addvanto werde nur das so erstellte Avatar-Bild gespeichert.

Drittanbieter verarbeiten mit
Das Kinderbild bleibt laut Addvanto also nicht in der eigenen Datenbank. Steven Toma, Technologie-Berater und Mitentwickler von Luna Tales, sagt: «Für die Formulierung der Kindergeschichten und für das Erschaffen der Avatare nutzen wir OpenAI. Als Fallback greifen wir auf Google Gemini zurück.»

Auf die Frage, ob Addvanto ein Selfie auch aus den Systemen dieser Anbieter löschen könne, sagt Toma: «Eine Löschung aus den Systemen dieser Drittanbieter können wir nicht selbst durchführen.» Darum kommuniziere man klar, dass das Selfie optional sei.

Planzer sagt, OpenAI verwende solche Daten nur dann fürs Training der KI, wenn ein Unternehmen dem ausdrücklich zustimme. Addvanto habe diese Zustimmung nicht gegeben. OpenAI selbst schreibt, dass Daten von Geschäftskunden nicht zum Trainieren der Modelle genutzt würden, ausser diese stimmten zu. Das heisst aber nicht, dass die Daten bei OpenAI gar nie zwischengespeichert werden. OpenAI hält fest, dass Inhalte und technische Angaben zur Missbrauchskontrolle standardmässig bis zu 30 Tage gespeichert werden können.

Namen und Geschichten liegen bei Addvanto in Zürich
Bei Luna Tales geht es nicht nur um Bilder. Eltern geben auch Namen, Alter, die gewünschte Welt, die Stimmung und weitere Angaben ein. Steven Toma, Technologie-Berater und Mitentwickler von Luna Tales, sagt dazu: «Die übrigen Angaben wie Name, Alter, gewählte Welt und Stimmung speichern wir, damit die Geschichten personalisiert werden können. Diese Daten liegen in unserer Datenbank in Zürich.»

Laut Planzer können Nutzerinnen und Nutzer ihr Konto jederzeit löschen. «Mit der Kontolöschung werden alle dazugehörigen Daten aus unserer Datenbank unwiderruflich gelöscht.» Dazu gehörten Eingaben, Geschichten, Avatare, Audio-Dateien und Nutzungsdaten. Addvanto bestätige die Löschung jeweils.

Luna Tales kostet nach einer kostenlosen Nutzung fünf Franken pro Monat. Dafür können Nutzerinnen und Nutzer 30 Geschichten pro Monat erstellen. Das Abo ist monatlich kündbar.

    «Vorlesen ist ein wichtiges Ritual.»

Stefan Planzer, CEO Addvanto

Gemäss Planzer soll Luna Tales das Vorlesen nicht ersetzen. «Vorlesen ist ein wichtiges Ritual.» Eltern könnten die Geschichte klassisch vorlesen oder als Hörspiel abspielen, wenn wenig Zeit sei oder das Kind die Geschichte nochmals hören wolle.

«Es geht nicht um einen Prompt»
Toma grenzt Luna Tales vom einfachen «Kindergeschichten-Prompt» bei ChatGPT oder Gemini ab. Die Eltern oder Grosseltern wählten gemeinsam mit den Kindern Hauptfigur, Welt, Begleiter, Stimmung, Werte und Lernsituationen aus. «Es geht nicht um einen Prompt, sondern um einen gemeinsamen Familienmoment.»

Wichtig für alle, die die KI-Kindergeschichten von Luna Tales ausprobieren wollen: Im Google Play Store und im Apple App Store gibt es ebenfalls eine App mit dem Namen Luna Tales. Diese stammt nicht von Addvanto, sondern von einem anderen Anbieter. Im Apple App Store ist Mohamed Yousif als Anbieter aufgeführt, das Copyright liegt bei ZenithStax und hat nichts mit der Zürcher Web-App von Addvanto zu tun.





19.7.2026: Grosseltern mit Enkeln - fördert Intelligenz - das funktionierende System:
Wir produzieren eine dumme Gesellschaft
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https://t.me/standpunktgequake/237993

-- Kinder werden von Grosseltern gehütet
-- die Grosseltern geben den Kindern die Lebensweisheiten mit
-- das Zusammensein mit den Enkeln produziert bei den Grosseltern neue Gehirnzellen
-- so bleibt eine Gesellschaft gescheit
-- das 4R und viele andere Länder im "Westen" stecken die Grosseltern ins Altenheim und die Kinder sitzen an Computern und spielen Computerspiele etc. - und so werden BEIDE Seiten DUMM - das ist dann die verdummte Gesellschaft, die von der heutigen [satanistischen Freimaurer]-"Elite" gewünscht ist.

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