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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

62. Thema Geld - der kriminelle Bitcoin Meldungen 02


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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Sputnik-Ticker online, Logo

Japan 20.9.2018: Milliardenraub an der Online-Börse Tech Bureau Corp. - Bitcoins und andere Kryptowährungen abgeräumt
Kryptowährungen: Japanische Online-Börse von Hackern bestohlen
https://de.sputniknews.com/panorama/20180920322374845-kryptowaehrung-online-boerse-hacker-bestohlen/

<Verschiedene Arten von Kryptowährungen, darunter auch Bitcoin, sind von der japanischen Online-Börse Tech Bureau Corp. gestohlen worden. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf 6,7 Milliarden Yen (etwa 60 Millionen US-Dollar), berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Börse soll am vergangenen Freitag gehackt worden sein. Die Vertreter der Börse hätten das aber erst vier Tage später bemerkt.

Kyodo zufolge hatten Unbekannte die Börse zwei Stunden lang gehackt. Während dieser Zeit sei es ihnen gelungen, verschiedene Kryptowährungen zu stehlen. Der größte Teil davon – 4,5 Milliarden Yen (etwa 40 Millionen Dollar) – würde als Kundeneinlagen gehalten.>

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Kronenzeitung online, Logo

6.11.2018: Bitcoin ist ein Verbrechen:
Gewaltiger Strombedarf: Energie für Bitcoin-Mining größer als für Dänemark

https://www.krone.at/1803680

<Angesichts des enormen Energieaufwands beim digitalen Schürfen von Bitcoins warnen Forscher vor den Folgekosten für die Umwelt. 2018 werde für die Herstellung der Kryptowährung mehr Energie als in ganz Dänemark verbraucht, sagte Max Krause vom Oak Ridge Institute for Science and Education. „Wir haben eine völlig neue Industrie, die pro Jahr mehr Energie konsumiert als viele Länder.“

Einer am Montag von Forschern um Krause in der Zeitschrift „Nature Sustainability“ veröffentlichten Studie zufolge wurden für das sogenannte Mining von Bitcoins allein bis Mitte dieses Jahres 30,1 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Zum Vergleich: Dänemark hatte im gesamten Jahr 2015 einen Stromverbrauch von 31,4 Milliarden Kilowattstunden.

Energiebedarf größer als für Gold-Gewinnung
Für ihre Untersuchung berechneten Krause und sein Mitautor Thabet Tolaymat auch, wie hoch der Energieaufwand in Megajoule ist, um einen Bitcoin zu schürfen. Der Aufwand ist demnach für eine der digitalen Münzen bis zu dreimal größer als für die Gewinnung von Gold, Platin oder Kupfer. Andere Kryptowährungen schneiden nur unwesentlich besser ab. Auch Ethereum oder Monero verbrauchen mit neun bzw. elf Megajoule mehr Energie als zur Gewinnung von Gold nötig. Einzig bei der extrem energieintensiven Herstellung von Aluminium fällt die Bilanz noch schlechter aus.

Blockchain treibt Energiebedarf nach oben
Bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin werden Buchungsvorgänge kryptografisch verschlüsselt in einer dezentralen Datenbank aneinandergekettet - der sogenannten Blockchain. Dafür ist ein immer größerer Rechenaufwand nötig. An diesen Berechnungen kann sich im Prinzip jeder beteiligen und wird dafür in Bitcoin-Anteilen entlohnt. So entstehen neue „Münzen“ - der Prozess wird deshalb als Schürfen bezeichnet. 
Schon längst wird dieser stromintensive Prozess allerdings von professionellen Akteuren dominiert. Etwa die Hälfte der Bitcoin-Farmen ist der Studie zufolge in China angesiedelt.

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Basler Zeitung online, Logo

28.11.2018: Bitcoin-Blase ist geplatzt: In 1 Jahr von knapp 20.000 auf 3700 Dollar:
Kryptoland ist abgebrannt
https://bazonline.ch/wirtschaft/kryptoland-ist-abgebrannt/story/17132064

<Der Wert von Bitcoin und anderen Digitalwährungen sinkt fast täglich. Was läuft hier schief?Andreas Flütsch

Was ist bloss los mit Bitcoin? Seit Tagen krebst die bedeutendste Digitalwährung bei 3700 Dollar. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres war ein Bitcoin im Höchst fast 20'000 Dollar wert – so viel wie ein halbes Kilo Gold.

Kryptoland ist abgebrannt. Auf dem Gipfel des Spekulationsfiebers hatten die 2000 Digitalwährungen, die im Umlauf sind, einen Handelswert von 820 Milliarden Dollar. Seither hat Bitcoin die anderen Digitalwährungen mit nach unten gezogen. Ihr Gesamtwert ist innert elf Monaten auf 120 Milliarden Dollar geschrumpft – über 700 Milliarden Dollar sind verpufft.

Die gängigen Erklärungen, warum Bitcoin und andere wichtige Digitalwährungen wie Ripple, Ether, Stellar, EOS oder Monero derart abstürzen, greifen zu kurz. Klar, dass sich die Bewegung rund um Bitcoin seit 2017 viermal gespalten hat, verunsicherte die Fans. Desgleichen das härtere Vorgehen etwa der US-Börsenaufsicht gegen digitale Börsengänge – im Fachjargon ICOs genannt –, mit denen findige Kryptogründer Anlegern Milliarden von Dollars aus der Tasche gezogen haben.

Eine Transaktion kostete bis zu 35 Dollar

Die Welt der Digitalwährungen krankt an fehlendem Realitätssinn. Als Bitcoin in die Höhe schoss, verkündeten Exponenten allen Ernstes, staatliche Währungen mit Münz und Papiergeld würden bald überflüssig. Kreditkartenfirmen seien ein Auslaufmodell, künftig werde mit digitaler Münze bezahlt.

Inzwischen zeigt sich, dass Visa und Mastercard das Geschäft mit Geldtransaktionen vermutlich noch lange dominieren. Denn das Rechnernetz von Bitcoin wickelt laut dem Branchendienst Cointelegraph pro Sekunde gerade sieben Transaktionen ab, Visa dagegen schafft im Normalbetrieb 24'000 und bei Geschäftsspitzen bis zu 50000 Transaktionen pro Sekunde. Im Boom kostete eine Transaktion mit Bitcoin bis zu 35 Dollar, heute weniger als 40 Cents – aber nur weil der Handel auf einen Bruchteil zurückging. Viele der «Miner», die für den Unterhalt der Plattform von Bitcoin zuständig sind, stiegen aus, weil die Entschädigung dafür ihre Kosten nicht mehr deckt.

Eine Zusatzlösung namens Blitznetzwerk soll nun dafür sorgen, dass Bitcoin punkto Transaktionstempo und Stabilität zu Visa oder Mastercard aufholen kann. Bis Bitcoin als Zahlungstitel ähnlich bequem sei wie Kreditkarten, würden Monate, wenn nicht Jahre verstreichen, dämpfen die Entwickler der Lösung die Erwartungen.

Der harte Kern der Anhänger betont jeweilen, Bitcoin sei für sie vor allem ein Weg, Werte für Krisenzeiten aufzubewahren – quasi als digitaler Ersatz für Gold. Doch das Edelmetall ist derzeit ebenfalls wenig gefragt. Der Goldpreis krebst bei 1200 Dollar pro Unze, mehr als ein Drittel unter dem Höchststand im 2011. Bitcoin hat weit mehr an Wert eingebüsst – 75 Prozent seit Anfang Jahr.

Kurz: Bitcoin taugt auf absehbare Zeit weder als günstiges, ­bequemes ­Zahlungsmittel – noch als digitales Gold, da die Wertschwankungen von Bitcoin noch brutaler sind als bei dem Edelmetall selbst. Spekulative Anleger haben neben Bitcoin andere Digitalwährungen wie Ether, ­Litecoin oder Dash als digitale Wertspeicher gekauft. Und steigen jetzt enttäuscht aus, weil sie mit den Nachahmerwährungen ähnlich grosse Verluste wie mit Bitcoin erlitten.

Ethereum in Zug ist der ­Konkurrenz weit voraus

Das grösste Problem der Kryptowährungen ist jedoch, dass sie kein tragfähiges Geschäftsmodell haben. Kreditkartenfirmen machen nicht mit Transaktionen das grosse Geld, sondern mit den Kreditzinsen. Facebook war nach dem Börsengang 2012 ein Riesenflop. Erst als die Plattform den Anlegern klarmachen konnte, dass sie mit Kleininseraten Geld wie Heu macht, hob die Aktie ab. Facebook ist heute an der Börse knapp 390 Milliarden Dollar wert, mehr als dreimal so viel wie alle 2000 Digitalwährungen zusammen.

Die Google-Mutter Alphabet ist, dank Milliarden­gewinnen mit Kleininseraten, gar 730 Milliarden Dollar wert. Wobei Google nicht mit den Usern Geld macht, sondern mit Unternehmen, die Inserate schalten. Die Suche nach einem ähnlich raffinierten Geschäftsmodell dürfte bei Digitalwährungen inzwischen mehr Priorität haben, seit die Spekulanten in Scharen aussteigen.

In dieser Hinsicht ist Ethereum, die in Zug domizilierte Plattform der Digitalwährung Ether, Bitcoin und anderen Konkurrenten weit voraus. Ihr Gründer Vitalik Buterin positionierte Ethereum von Anfang an als offene Lösung, auf der andere Anbieter eine Vielzahl von Lösungen anbieten können. Der Löwenanteil der jungen Kryptofirmen, die mittels digitalem Börsengang teils zwei- und dreistellige Millionenbeträge eingesammelt haben, nutzen Ethereum als Plattform.

Viele von ihnen schwimmen im Geld, wissen damit aber wenig anzufangen. Meist sind sie nicht über das Stadium wolkiger Versprechen und Pilotversuche hinausgekommen. Nur einige wenige sind mit einem funktionierenden Produkt am Markt aktiv. Eine Killerapplikation für den Massenmarkt ist weit und breit keine in Sicht. Bis zum Sieg des «Internet des Geldes» dauert es also noch.

(Redaktion Tamedia)>

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