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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

63. Palmöl


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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Netzfrauen online, Logo

1.1.2018: Kriminelles Nutella: Fast Hälfte ist Zucker, und ca. 20% ist Palmöl
Nutella – „Fett-Zucker-Pampe“ incl. Palmöl – The Truth About Nutella – what actually goes into Nutella?
https://netzfrauen.org/2018/01/01/nutella-palmoel/

Kriminelles Nutella: Die Zusammensetzung von Nutella
Kriminelles Nutella: Die Zusammensetzung von Nutella [1]

<Aufregung bei den Nutella-Fans, sogar von Boykott war die Rede. In den sozialen Netzwerken machen die Fans von Nutella ihrem Ärger Luft, aber nicht wie erhofft, wegen der Verwendung von Palmöl, sondern der italienische Süßwarenhersteller Ferrero  wagte es, die Rezeptur von Nutella zu ändern und kassierte daraufhin einen  Shitstorm. Bereits Anfang 2017 war Ferrero  heftig in die Kritik geraten, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit mehrfach vor dem Inhaltsstoff Palmöl gewarnt hatte.

Ob die Verbraucher den Lebensraumverlust der Orang-Utans wirklich ernst nehmen? Studien haben gezeigt, dass Verbraucher sich zwar für eine ethische und nachhaltige Beschaffung interessieren, dieser jedoch nicht unbedingt nachkommen. Und auch, dass vor Palmöl und Krebs gewarnt wurde, scheint den Verbraucher nicht wirklich zu interessieren, es sei denn man wohnt in Italien. Wenn aber die Rezeptur von Nutella verändert wird, dann ist die Empörung groß.

Wer hätte das gedacht? Der Brotaufstrich Nutella ist gar kein „gesundes und nahrhaftes Frühstück“.

Ferrero setzt pro Jahr rund 185 000 Tonnen Palmöl ein. Und obwohl die Konzerne wie Nestlé oder Unilever ebenfalls Palmöl verwenden, verteidigt niemand den Einsatz von Palmöl so sehr wie Ferrero. Denn würde Ferrero bei Nutella auf Palmöl verzichten und Alternativen verwenden, könnte es den Konzern Milliarden Euro kosten. Palmöl ist billig, und was Palmöl anrichtet – vom Landraub bis hin zum Mord, von der Ausrottung vieler Tierarten und insbesondere der Orang Utans – haben wir mehrfach berichtet. Trotzdem schmieren sich Menschen Nutella mit Palmöl aufs Brot und bescheren dem Konzern Ferrero zwei Milliarden Euro von den ohnehin 20 Milliarden Euro, die Ferreo im vergangenen Geschäftsjahr an Umsatz machte.

Nestlé will sein US-Süßwarengeschäft offenbar an den italienischen Ferrero-Konzern verkaufen.

Dies schreibt die „New York Post“ (online) mit Bezug auf gewisse Quellen. Der Nutella-Konzern soll für das Geschäft bis zu 2 Mrd USD bezahlen.

2013 hieß es noch Nestlé hat nun auch noch Appetit auf Nutella, doch nachdem wir mit dem Konzernsprecher von Nestlé darüber sprachen, verneinte er das Interesse an Nutella, da Süßes mit viel Zucker eh ein Auslaufmodell sei. Nestlé wollte sich in Zukunft anders positionieren und erweitert seine Pharmasparte. Wie schon berichtet, will der Nahrungsmittelkonzern größter Pharmakonzern werden und spezialisiert sich auf Krankheiten – hervorgerufen durch Ernährung!

Man darf gespannt sein, ob Ferrero das Süßwarengeschäft in den USA von Nestlé kauft. Denn auch Nestlé steht wegen seiner schmutzigen Schokolade immer wieder in der Kritik und wurde sogar schon deswegen verklagt. Der wichtigste Akteure in der Schokoladen- und Kakaobranche ist neben Nestlé auch die Ferrero Group und diese stand kürzlich wegen der Zerstörung von Nationalparks in der Kritik. Da unser weltweiter Appetit auf Schokolade auf einem Allzeithoch ist, erleben wir jetzt ein Wettrennen um die Kakaoproduktion, wobei Plantagen in den afrikanischen Wäldern und in den Regenwald des Amazonas vordringen und die Lebensräume von Schimpansen und bedrohten Tieren zerstören. Die Elfenbeinküste verliert ihre Wälder schneller als jede andere Nation in Afrika und in Ghana sieht es nicht besser aus.

Doch nicht wegen Palmöl oder des „schmutzigen“ Kakaos gab es einen Shitstorm, sondern weil weniger Kakao in Nutella ist und dafür mehr Milchpulver.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte auf die Rezepturänderung in einem Facebook-Post hingewiesen und mangelnde Transparenz kritisiert.

Und so machte es die Runde, was Ferrero wahrscheinlich lieber verschwiegen hätte. Es seien nämlich nicht „1,2% mehr Milchpulver“, sondern 1,2 Prozentpunkte – was umgerechnet 16 Prozent mehr Milchpulver entsprechen.

Der Anteil an Magermilchpulver liegt laut Zutatenliste jetzt bei 8,7%. Vorher waren 7,5% drin.“ Ob auch die Gehalte der anderen Zutaten wie Zucker oder Palmöl verändert wurden, sei unklar, so die Verbraucherzentrale. „Laut Nährwerttabelle steigt der Zuckergehalt weiter auf 56,3% (vorher 55,9%), allerdings fällt der Fettgehalt geringfügig auf 30,9% (vorher 31,8%). Nutella bleibt also eine Zucker-Fett-Creme.“

Manche Hersteller verwenden bei der Zubereitung nicht nur Milch, sondern Milchtrockenmasse. Darin steckt mehr Zucker als in frischer Milch. Vorteil für die Hersteller: Sie müssen Milchtrockenmasse – anders als zugesetzten Zucker – in der Zutatenliste nicht aufführen. 

Ob dieser Shitstorm jetzt dafür sorgt, dass Nutella weniger verzehrt wird?

Anfang Januar 2017 war der italienische Süßwarenhersteller Ferrero wegen der Verwendung von Palmöl heftig in die Kritik geraten. Ferrero nutzt Palmöl in erster Linie für seinen beliebten Brotaufstrich Nutella, da das Produkt damit cremig und gut streichbar werde.

Wie Heute.ch berichtete, soll Italiens größte Supermarkt-Kette „Coop“ den Brotaufstrich auf Grund der schweren Vorwürfe komplett aus seinem Sortiment genommen haben.  Aktivisten in Italien haben Nahrungsmittelhersteller unter Druck gesetzt und den Boykott von Palmöl gefordert. Sie riefen eine Petition im Jahr 2014 ins Leben, um „die Invasion von Palmöl zu stoppen“. Diese wurde mit mehr als 177 000 Unterschriften unterzeichnet.

Ferrero startete im vergangenen Jahr eine große Werbekampagne im italienischen Fernsehen und in Zeitungen, um Nutella zu verteidigen, nachdem der Absatz in Italien im ersten Halbjahr 2016 eingebrochen war.

„Wenn wir Nutella ohne Palmöl herstellen würden, würden wir einen schlechteren Ersatz für das echte Produkt produzieren“, erklärt Ferrero-Einkaufsleiter Vincenzo Tapella zur lautgewordenen Kritik.

Doch wie sieht es mit Nutella in Deutschland aus?

Social Media Kanäle sind heute ein zentrales Instrument zur Platzierung von Marken und zur Umsetzung der Markenstrategie. Aber wie gut oder schlecht performen die Social Media Accounts der Top 100 FMCG Marken im Vergleich miteinander und wie viel sind sie wert? Dieser Fragestellung wurde in einer Studie nachgegangen. (Zur Studie HIER klicken)

Das Hamburger Unternehmen Education Gateway hat gemeinsam mit dem Social Monitoring Unternehmen almagenic eine umfassende Untersuchung zur Performance und dem kommerziellen Wert der deutschen Social Media Accounts von 100 ausgewählten FMCG Marken erstellt. Nutella geht bei dieser Untersuchung als „Sieger“ hervor. Die Social Media Accounts dieser Ferrero-Marke sind insgesamt über 13 Mio. Euro wert.  Quelle: .adzine.de vom 26.Oktober 2017 

Nutella in USA

Auch in den USA hat Ferrero versucht, den Ruf von Nutella zu stärken. Letztes Jahr hat das Unternehmen die FDA aufgefordert, Nutella als eine Konfitüre zu klassifizieren, die die Portionsgröße (und die entsprechende Kalorienzahl) auf dem Nährwert des Brotaufstrichs reduziert hätte.

Nutellas Krebsrisiken könnten von der Presse übertrieben sein, berichtete The Verge, aber es gibt immer noch viele gute Gründe, kein Palmöl zu essen. Palmölplantagen werden mit Entwaldung, Luftverschmutzung und illegalen Arbeitspraktiken in Verbindung gebracht. Obwohl Ferrero sagt, dass es Palmöl aus nachhaltigen Plantagen bezieht, wird es immer noch von Umweltschützern kritisiert. Frankreichs Umweltministerin forderte die Öffentlichkeit 2015 auf, „Nutella nicht mehr zu essen“ und fügte hinzu, dass es mit „anderen Zutaten“ zubereitet werden sollte, so The Verge.

INFO: 2015 sorgte die damalige französische Umweltministerin Ségolène Royal für Wirbel: „Man muss aufhören, Nutella zu essen!“ Ihre Kritik galt der Zutat Palmöl im Brotaufstrich. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace half  Ferrero zur Seite und erklärte, man befürworte den Boykott-Aufruf Frankreichs nicht. Ferrero unterstütze die Palm Oil Innovation Group, die sich für die umweltfreundliche Produktion des Öls mit Mindeststandards einsetzt. Daraufhin musste sich die französische Umweltministerin öffentlich entschuldigen. Der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti erklärte via Twitter: Ségolène Royal soll Italiens Produkte in Ruhe lassen und er werde sich Nutella-Brote zum Abendessen gönnen. Siehe: Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace – Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

In Italien bleiben die Aktivisten von La Pira, die die  Petition gegen Palmöl ins Leben gerufen haben, dabei, wenn Barilla es schafft und Palmöl entfernt, warum nicht auch Ferrero?

Wie wir bereits berichtete: Viva l’Italia – Nach COOP jetzt auch Nahrungsmittelkonzern Barilla palmölfrei – Grund: EFSA warnt vor Palmöl wegen Krebsgefahr! – After EFSA opinion on palm oil, Barilla Eliminates Palm Oil From Over 50 Mulino Bianco Products

Nutella – mehr Milchpulver und Zucker, dafür weniger Kakao und Fett

Ferrero verkauft  jährlich 250 000 Tonnen Nutella in weltweit 75 Ländern und gibt im Jahr über 350 Millionen Euro für Werbung aus. Als Werbeträger halten zumeist auch bekannte Sportler ihr Gesicht in die Kamera. Seit 50 Jahren kaufen Menschen in Deutschland Nutella und essen mit einem Kilo pro Jahr und Kopf soviel wie niemand sonst auf der Welt.

„Als Kind liebte ich Nutella – das war, bevor ich Ernährungswissenschaften studierte und seine schädlichen Inhaltsstoffe entdeckte“, so ein Beitrag, den wir Netzfrauen erhalten haben und bereits schon einmal unter Die Wahrheit über Nutella – The Truth About Nutella veröffentlichten. Aber auf Grund der Aktualität haben wir uns dazu entschieden, noch einmal die Fakten von Nutella aufzuzeigen.

Der folgende Beitrag über Nutella kommt aus den USA von  NATASHA LONGO

Die Wahrheit über Nutella

Als Kind liebte ich Nutella – das war, bevor ich Ernährungswissenschaften studierte und ihre schädlichen Inhaltsstoffe entdeckte. Die schrecklichste Tatsache, von der niemand etwas weiß, ist die, dass Nutella Mononatriumglutamate (MNG), auch bekannt als E621, enthält. Es ist clever hinter einem künstlichen Geschmack namens Vanillin versteckt, die auf jedem Nutellaglas angegeben ist. Es enthält auch den giftigen GMO-Emulgator Sojalecithin und Palmöl, dessen Extrakte verheerende Auswirkungen auf Wälder und Tierwelt in der ganzen Welt haben.

Nutella wurde 1964 von dem Italienischen Unternehmen Ferrero eingeführt, welches das Produkt immer noch herstellt, doch haben sie heute regionale Hersteller in vielen Ländern.

Als Kinder waren wir in den 70er und 80er-Jahren verrückt nach Nutella, doch damals waren die Eltern nicht so vorsichtig, wie sie es heute sind, besonders wenn es um Zutatenangaben geht.

Laut offizieller US-Nutella-Webseite sind die folgenden Zutaten enthalten:

„Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Kakao, Magermilch, Molke mit geringen Mineralienanteilen, Sojalecithin als Emulgator, Vanillin und künstlicher Geschmacksstoff“.

Nutella behauptet, ihr Produkt enthalte „keine künstlichen Farben und keine künstlichen Konservierungsstoffe“.

Die Definition von künstlich ist „gemacht oder hergestellt von Menschen anstelle eines natürlichen Ursprungs“. Jede einzelne Zutat wird stark verarbeitet, was darauf schließen lässt, dass der natürliche Zustand dieser Zutaten, die zur Farbe und Konservierung beitragen, völlig in dieser Formel fehlt. Ihr Sojalecithin alleine ist so künstlich, wie ein Emulgator/Konservierungsmittel nur sein kann.

Nutella enthält 67% gesättigtes Fett und verarbeiteten Zucker nach Gewicht. Eine Portion von 2 Esslöffeln (37 Gramm) Nutella enthält 200 Kalorien, 11 g Fett, 3,5 davon sind gesättigt und 21 g Zucker. Um dies ins richtige Licht zu setzen: Ein durchschnittlicher Schoko-Nussriegel hat 250 bis 300 Kalorien und 12 bis 16 g Fett.

1. Vanillin: Ein künstlicher Geschmack (MNG)

Wenn die meisten Menschen Vanillin sehen, denken sie … oh, das ist Vanille. Allerdings ist dies wohl eine der schädlichsten Zutaten in Nutella. Geruch und Geschmack von Vanillin sind reine Chemie. Wenn wir über tatsächlichen richtigen nicht-imitierten Vanillegeschmack sprechen, sprechen wir über einige Moleküle, die aus einer Vanilleschote extrahiert werden.

Die größte Chemie von allen ist Vanillin. Natürlich hat Vanille viele andere Geruchsmoleküle, doch Vanillin ist zu 95% Geruch. Und dank Technologien kann man es in einem Labor günstig aus Petroleum herstellen. Die größten Vanillinhersteller in der Welt sind in China und mehr als 90 % der hergestellten Nahrungsmittel beinhalten Vanillin aus China, einschließlich Nutella.

Der schlimmste Teil von Vanillin ist der, das es nicht-angegebenes MNG enthält. Es ist kein Nährstoff, Vitamin oder Mineral und hat keine gesundheitlichen Vorzüge. Der Teil von MNG, der sich negativ auf den menschlichen Körper auswirkt, ist „Glutamat“, nicht das Natrium. Die Bestandteile von MNG besteht gewöhnlich aus 78% Glutamat, 12 % Natrium und ungefähr 10% Wasser. Jegliches Glutamat, das einem verarbeiteten Nahrungsmittel zugeführt wird, ist nicht und kann nicht natürlich vorkommen. Natürliches Glutamat in Pflanzen und Tieren ist bekannt als L-Glutaminsäure. MNG lauert als ein langsames Gift in gewöhnlichen Nahrungsmitteln, ohne dass du es weißt, und Vanillin ist eins davon.

Von MNG weiß man, dass es als ein Excitotoxin wirkt, welches das Belohnungssystem des Gehirns stimuliert, deshalb denken wir, es schmeckt besser (als es eigentlich tut) und folglich konsumieren wir mehr.

Es gibt eine wachsende Anzahl von Kliniken und Wissenschaftlern, die überzeugt sind, dass Excitotoxine eine kritische Rolle in der Entwicklung von mehreren neurologischen Störungen spielen, einschließlich Migräne, Anfälle, Infektionen, abnormale neurale Entwicklungen, gewisse Endokrinstörungen, besondere Arten von Übergewicht und insbesondere neurodegenerative Erkrankungen. Eine Gruppe von Erkrankungen, einschließlich: ALS, Parkinson, Alzheimer, Huntington und olivopontozerebellare Atrophie.

(Anmerkung Netzfrauen: Deutschland: Laut Welt steckt anstatt echter Vanille das synthetische Vanillin in Nutella. Vanillin ist ein Täuschungsmolekül! Dazu auch unser Beitrag : Gentechnisch veränderte Hilfsstoffe > Bei der Herstellung von Aromen kommen außerdem chemische Lösungs- und Extraktionsmittel zum Einsatz, die in geringen Mengen häufig noch im Endprodukt nachweisbar sind. Zudem sind heute viele der Hefen, Pilze oder Bakterien, die die Herstellung zahlreicher Aromen oder deren Hilfs- und Zusatzstoffe erst möglich machen, gentechnisch verändert. Evolva, ein Schweizer Unternehmen der synthetischen Biologie, hat Bierhefe genetisch umgebaut, sodass es statt Bier zu brauen Vanillin produziert – die wichtigste aromatische Substanz der Vanille. Siehe: Je länger die Haltbarkeit, desto kürzer ist unser Leben… Zusatzstoffe, die Pest der Neuzeit )

2. Palmöl

Palmöl wird von der Frucht des Ölpalmbaums gewonnen.

Der Gebrauch von Palmöl in verarbeiteten Nahrungsmitteln, die sehr verbreitete Verwendung in den USA, wuchs stark an, nachdem Regierungsbehörden aggressive Schritte unternommen hatten, um den Anteil von Transfetten in verarbeiteten Nahrungsmitteln zu reduzieren. Das „Center for Science in the Public Interest“ berichtet, dass Palmöl weltweit nach Sojabohnenöl das zweitverbreitete ist.

Um seine Warnungen über die Gefahren von Palmöl zu unterstreichen, hat das Center zwei Metaanalysen zitiert, die aufzeigen, dass Palmöl Blutcholesterinwerte erhöht. Eine britische Analyse von 1997 wertete 147 menschliche Versuche aus und kam zu der Schlussfolgerung, dass Palmitinsäure, ein aktiver Bestandteil des Palmöls, Gesamt-Blutcholesterinwerte erhöhte. Eine niederländische Analyse aus dem Jahr 2003 untersuchte Daten aus 35 klinischen Studien und fand heraus, dass Palmitinöl besonders den Anteil der Gesamtcholesterinwerte, den sogenannten „guten Cholesterinen“ erhöhte, ein weitgehend anerkannter Risikofaktor für Herzerkrankung.

In einer Studie, die 1999 in einer Ausgabe von „Plant Foods for Human Nutrition“ veröffenticht wurde, loben 3 nigerianische Biochemieforscher einige der Zutaten in frischem Palmöl, doch weisen sie darauf hin, dass das Öl in einem oxidierten Zustand physiologische und biochemische Funktionen des Körpers gefährden kann. Sie erkennen an, dass Hersteller von verarbeiteten Nahrungsmitteln Palmöl in ihren Produkten aus verschiedenen kulinarischen Gründen oxidieren, was bedeutet, dass viel von dem Palmöl, welches der Verbraucher isst, oxidiert ist. Die Gefahren von oxidiertem Palmöl beinhalten sowohl Organtoxizität für Herz, Niere, Leber und Lunge als auch reproduktive Toxizität, behaupten die Forscher. Zusätzlich, merken sie an, kann oxidiertes Palmöl einen Anstieg an freien Fettsäuren, Phospholipide und Cerebrosiden verursachen.

Indonesien hat sein Ziel erreicht, der zweitgrößte Palmölhersteller und -exporteur der Welt zu werden, doch zu welchem Preis?

Mindestens die Hälfte der wilden Orang-Utans weltweit sind in den letzten 20 Jahren verschwunden. Biologische lebensfähige Bevölkerungen von Orang-Utans wurden in Größe und Anzahl drastisch reduziert; und 80 Prozent des Orang-Utan-Habitats wurde entweder entvölkert oder völlig zerstört. Der Trend scheint nicht nachzulassen: Regierungslandkarten von zukünftig geplanter Landnutzung zeigen mehr davon, in einem ansteigenden Ausmaß.

In Malaysia werden Torfschlammwälder ausradiert und die verschwindenden Wälder gefährden den Lebensraum des „Pygmäenelefanten – des kleinsten Elefanten der Welt – des Nebelparders, des langnasigen Tapirs und vieler seltener Vögel“.

Da sich die Nachricht über die Zerstörung verbreitet, die die Palmölkultivierung verursachen kann, wird man darauf aufmerksam, und Unternehmen haben angefangen, Dinge zu verändern. Nachhaltiges Palmöl steckt noch in den Kinderschuhen und nach dem Worldteach Institute bleiben Nachhaltigkeitskriterien des Palmöls umstritten. Auf saynotopalmoil.com kann man sich einen Überblick darüber verschaffen, was weltweit wegen Palmöl passiert.

Palmöl ist einfach ein weiterer Inhaltsstoff, der von unseren Nahrungsmitteln gestrichen werden muss. Wir brauchen es nicht, wenn es nicht nachhaltig für die Gesundheit unseres Ökosystems oder Fauna und Flora ist.

(Anmerkung: Zu Palmöl haben wir Netzfrauen bereits viele Beiträge geschrieben: Erst letzte Woche veröffentlichten wir den Beitrag: Das schmierige Geschäft mit Palmöl mit Hilfe des WWF – Agrofinanz insolvent, Palmölproduzent IOI steht am Pranger – Wilmar in Kritik)

3. Sojalecithin

Sojabohnenlecithin kommt aus dem Schlamm, nachdem das rohe Sojaöl durch einen „Degummierungsprozess“ geht. Es ist ein Abfallprodukt, das Lösungsmittel und Pestizide enthält und eine Konsistenz hat, die zwischen flüssigem Gummi und festem Plastik liegt. Bevor es auf ein angenehmes hellgelb gebleicht wird, ist die Farbe des Lecithins von einem schmutzigen bis zu einem rötlichen Braun. Der hexane Extraktionsprozess, der üblicherweise heute in der Sojabohnenölherstellung verwendet wird, ergibt weniger Lecithin als der ältere Ethanol-Benzolprozess, doch stellt es ein besser vermarktbares Lecithin mit einer besseren Farbe, geringerem Geruch und weniger bitterem Geschmack her.

Heute ist Sojalecithin allgegenwärtig in verarbeiteten Lebensmitteln. Meist wird es als Emulgator verwendet, um Wasser und Fette davon abzuhalten, sich zu trennen, wie z. B in Margarine, Erdnussbutter, Schokobonbons, Eiskrem, Kaffeemilch und Säuglingsnahrung. Es hilft auch gegen den Verderb von Waren als Konservierungsmittel und verlängert ihre Lebensdauer im Supermarkt.

Die Mehrzahl der Sojaquellen in der Welt sind heute genetisch modifiziert (GM). Forscher haben klar GM-Nahrungsmittel als eine Bedrohung für die Umwelt identifiziert, Verschmutzung von Böden und eine langzeitige Bedrohung für die menschliche Gesundheit mit Verbindungen zur ganzen Welt mit unnatürlichem genetischem Material, das unbekannte langfristige Folgen haben kann, mit Verbindungen zu weniger Fruchtbarkeit, immunologischen Veränderungen des Darms und der Ausbreitung und Bildung von Allergien.

Genetisch verändertes Soja enthält hohe Konzentrationen von Pflanzentoxinen. Das Vorkommen von hohen Mengen an Schadstoffen im GM-Soja steht für Tausende von pflanzlichen Biochemika, von denen viele bekanntlich giftige Auswirkungen haben.

(Anmerkung der Netzfrauen: In der EU: Lecithin kommt in allen Tier- und Pflanzenzellen vor, industriell gewonnen wird es aber zum größten Teil aus Sojaöl. Dieses stammt überwiegend aus gentechnisch veränderten Sojabohnen. Da der Zusatzstoff vor der Weiterverwendung von den Soja-Erbgutresten getrennt wird, muss die gentechnische Behandlung der Rohstoffe auf dem Etikett nicht deklariert sein – Siehe auch Liste: Zusatzstoffe in Lebensmitteln)

4. Molke mit reduzierten Mineralien

Die Molkeproduktion beginnt mit Milchkühen und war ursprünglich ein Abfallnebenprodukt der Käseherstellung. In der Regel wurde es weggeworfen. Milchhersteller erkennen jetzt aber den Wert der Molke und haben Fabriken gebaut, um sie zu konzentrieren und zu reinigen. Sie ist minderwertiger durch mit GMO-Futter, Antibiotika und Hormonen gefütterte Kühe (was geschah, um die Produktion zu steigern). Reduzierte Mineralien lassen letztendlich ein dunkelcremefarbiges Produkt entstehen, das Unternehmen roh von der gleichen Handvoll von Herstellern beziehen.

Molkepulver ist ein Zusatz, der üblicherweise in Aufstrichen verwendet wird, um die Ausflockung des Produkts zu vermeiden, da es Fettemulsionen stabilisiert. Der Grad der Demineralisation von dieser Art Molke kann 90% überschreiten und macht diese Zutat völlig überflüssig in puncto Ernährung.

5. Zucker

Die Hauptzutat in Nutella ist Zucker. Dies wird auch deutlich, wenn man auf das Etikett schaut: Die Hauptzutat muss in der Zutatenliste immer an erster Stelle stehen.

Zu viel Zucker macht Menschen übergewichtig, zersetzt ihre Zähne und kann den gefährlichen Typ-2-Diabetes auslösen. Die Spätfolgen der Stoffwechselkrankheit reichen bis zu Sehstörungen und dem Verlust von Gliedmaßen. Doch damit sind längst nicht alle möglichen Zuckerschäden aufgezählt. Studien fördern immer mehr Gefahren zutage. Zu viel Zucker schädigt demnach auch das Herz und lässt das Gehirn schrumpfen. Siehe auch: Neue Studie: Viel Fett und Zucker lassen das Hirn schrumpfen

Kinderärzte und Ernährungsexperten fordern seit Jahren, auf Zuckerzusätze in Babynahrung zu verzichten, da stark gesüßte Speisen die Gefahr einer frühen Prägung auf die Geschmackspräferenz „süß“ bergen. Kinder könnten somit auch künftig Süßes bevorzugen, was die Entstehung von Übergewicht und Karies fördert. Zu viel Süße ist auch deshalb ungünstig, weil Kinder dann kaum Chancen haben, den unverfälschten, natürlichen Geschmack von Getreide und Milch kennenzulernen.

In einem 450 Gramm Glas = 84 Würfelzucker = 252 Gramm Zucker
In 100 Gramm Glas = 19 Würfelzucker = 57 Gramm Zucker

In einer Portion (ca. 15 Gramm) Nutella = 3 Würfelzucker = 9 Gramm Zucker>

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Fotoquellen
[1] Kriminelles Nutella: Die Zusammensetzung von Nutella: https://netzfrauen.org/2018/01/01/nutella-palmoel/

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