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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

61. Machtposition und Vergewaltigungen - Meldungen 05 - ab 27.8.2018

Regisseure, Musikproduzenten, Politiker, Sportler, Trainer, Börsengurus, Abgeordnete, Ärzte etc.

Hollywood=Höllywood (Simon Jäkle, 1.11.2017)

Die Folgen bei den weiblichen Opfern: Chronische Angstzustände - Posttraumatische Belastungsstörung - falsche Assoziationen - Selbstmordgedanken - ich schreie in mir drinnen - sie meidet die Öffentlichkeit, um nicht mehr belästigt zu werden - traumatisierende Erlebnisse - missbrauchtes Mädchen will nicht erwachsen werden, damit der Täter sie nicht als reife Frau hat -- dauernde Angstzustände - 10 Jahre Bulimie als Reaktion auf den sexuellen Missbrauch in der Jugend - Suizidgedanken -- als sie die sexuelle Anmache vom Chef ablehnte, wurde sie entlassen -- der Kuhhandel im Showbusiness: Rolle gegen Sex -- Sexuelle Raubtiere -- Macho-Klima -- Depression, Drogen, Selbstmord -- ich war wie versteinert -- am Boden zerstört -- fassungslos --

von Michael Palomino (2017)
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20 minuten
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Innsbruck 27.8.2018: Sexuelle Belästigungen gegen Frauen an Tiroler Festspielen
Opernsängerin klagt: «Klapse auf Po so normal wie ein Handschlag»
https://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/-Er-hat-mich-seelisch-gebrochen--12719554

<Die St. Galler Opernsängerin Mona Somm wehrte sich in einem offenen Brief gegen Belästigung und Mobbing durch den Leiter der Tiroler Festspiele. Dieser bestreitet die Vorwürfe.

Sexuelle Übergriffe, Mobbing, Demütigungen, Klapse auf den Po – hinter den Kulissen der Tiroler Festspielen soll es übel zu und her gegangen sein. An vorderster Front der künstlerische Leiter und Dirigent der Festspiele, Gustav Kuhn.

In einem offenen Brief erhoben diesen Sommer fünf Künstlerinnen schwere Vorwürfe gegen Kuhn. Dieser weist die Anschuldigungen von sich.

Griff zwischen Beine, unerwünschte Küsse

«Wir sind direkt Betroffene, Zeuginnen oder Mitwissende davon, dass es zu unserer Zeit anhaltenden Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe von Seiten des künstlerischen Leiters gegeben hat», schreiben die Frauen. Sie waren zwischen 1998 und 2017 in Erl im Tirol tätig. Sie erhoben massive Vorwürfe gegen den 72-jährigen Festspielgründer. Die Frauen schrieben von «anhaltendem Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen», berichteten von «unerwünschten Küssen», dem «Griff zwischen die Beine», «ungehemmter Aggression» sowie «Mobbing, öffentlicher Blossstellung, Demütigung und Schikane».

Manipulation bis zur Wahrnehmungsstörung

Eine der Künstlerinnen ist die St. Galler Sopranistin Mona Somm. Sie erzählte am Montag im «Tagblatt», wie Kuhn 2011 in einer Probenwoche sie so manipulierte, dass sie an ihrer Wahrnehmung zweifelte. «Er hat mich seelisch gebrochen», sagt Mona Somm.

Sie habe lange überlegt, ob sie wirklich aussagen solle. Die täglichen Demütigungen und Beschimpfungen in den Proben, die Klapse auf den Po, seien so normal wie ein Handschlag zur Begrüssung gewesen. Ebenso der ungewollte Kuss auf den Mund. Die Küsse auf die Brüste, direkt vor einem Auftritt. Trotzdem habe sie all die Jahre nicht den Mut gehabt zu sagen, dass dieses Verhalten zu weit gehe.

«Menschenjagd des Rechtsstaates»

Kuhn wies die Vorwürfe zurück. Sein Mandant werde sich gegen diese «Menschenjagd» mit den Mitteln des Rechtsstaates zu wehren wissen, teilte sein Anwalt, Ex-Justizminister Michael Krüger, in einer Stellungnahme an die österreichische Nachrichtenagentur Apa mit.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck prüft einen Anfangsverdacht, wie ein Sprecher mitteilte. Die Prüfung erfolge von Amts wegen. Man habe den Brief der Musikerinnen sowie die Berichte darüber «zur Kenntnis genommen».

Agent rät vor Öffentlichkeit ab

Ihr Agent hatte Somm laut «Tagblatt» dringend abgeraten, ein TV-Interview im ORF zu geben. Sie tat es trotzdem. Seitdem habe sie nie wieder etwas von ihm gehört. An den Tiroler Festspiele Erl werde sie nicht mehr teilnehmen. Somm hofft nun, dass sie Engagements an anderen Theater bekommen wird.

(20 Minuten/sda)>

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Watson online,
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3.9.2018: Pastor begrapscht Ariana Grande auf Trauerfeier
#RespectAriana – So fasst man keine Frau an!
https://www.youtube.com/watch?v=uXWMaWZ_INQ

Am Gottesdienst für Aretha Franklin schlang der Pfarrer Charles H. Ellis III den Arm um Sängerin Ariana Grande. Er begrapschte die Seite ihrer Brust. Die Empörung auf Twitter ist gross.

Video: Pastor begrapscht Ariana Grande auf Trauerfeier (27sek.)

Video: Pastor begrapscht Ariana Grande auf Trauerfeier (27sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=uXWMaWZ_INQ

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Thailand 20.9.2018: Yoga ist ein gefährlicher Sport, denn Yoga-Gurus nutzen Schülerinnen aus - 3 Stunden Sex am Tag bei Guru Swami Vivekananda Saraswati in Thailand
Sexuelle Übergriffe: Riesiger Missbrauchsfall in Yoga-Szene aufgedeckt
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Riesiger-Missbrauchsfall-in-Yoga-Szene-aufgedeckt-23755183

<Über 40 Frauen aus aller Welt erheben schwere Vorwürfe gegen einen populären Yoga-Guru, er soll sie belästigt und missbraucht haben. Solche Übergriffe sind im Yoga keine Seltenheit.

«Ich wandte mich mit einem ernsten Problem an Swami, doch er hörte mir gar nicht zu. Er wiederholte nur ständig, dass drei Stunden Sex täglich die Lösung seien. Natürlich bot er sich mir als Partner an und berührte mich», schreibt eine anonyme Benutzerin auf der Plattform Tripadvisor über den Yoga-Guru Swami Vivekananda Saraswati. Sie ruft dazu auf, vorsichtig zu sein, sollte man Swamis Yoga-Schule auf der thailändischen Insel Koh Phangan besuchen wollen: «Sie werden versuchen, dich zu manipulieren, zu berühren und zum Sex zu bewegen.»

Der Beitrag der Userin stammt aus dem Jahr 2014. Vor wenigen Tagen nun wurde bekannt, dass der renommierte Guru über einen Zeitraum von 15 Jahren Frauen belästigt und missbraucht haben soll. Die Übergriffe hätten sich alle an seiner Agama-Yoga-Schule abgespielt. Swami ist nicht der einzige Lehrer, der sich an Schülerinnen vergriffen haben soll. Die Schule hat die Vorfälle kürzlich bestätigt, alle beschuldigten Lehrer hätten den Ort bereits verlassen. Swami selber ist untergetaucht.

«Sex mit ihm sollte helfen und heilen»

Laut einem Bericht der «Zeit» haben sich mittlerweile über 40 Frauen an die Öffentlichkeit gewandt und von Missbrauch oder Vergewaltigung berichtet, die sie auf der Aussteigerinsel erleben mussten. «Ich bin jahrelang zu Swami gegangen, um geheilt zu werden. Er überzeugte mich, dass Sex mit ihm helfen würde», wird eines der Opfer zitiert. Als sie eines Tages neben dem Guru auf dem Bett gelegen sei, habe er sie abrupt auf den Rücken gedreht und anal vergewaltigt.

Der Agama-Leher war bereits früher aus einem Yoga-Zentrum in Indien ausgewiesen worden, da er des sexuellen Missbrauchs an Schülern überführt worden war. Zur Agama gehört auch Tantra-Yoga, wobei sexuelle Erfahrungen eine Rolle spielen. Auf Koh Phangan selber seien einige Vorfälle seit Jahren bekannt gewesen – nur: Gewehrt habe sich nie jemand, die Aufklärung sei von der Schule verschleppt worden, wie eine Insiderin der «Zeit» berichtet.

Zahlreiche weitere Fälle von Missbrauch

Der Fall von Swami Vivekananda Saraswati ist längst kein Einzelfall. Auch in anderen Yoga-Arten sind ähnliche Vorfälle publik geworden, bei denen die spirituellen Lehrer sich an Schülerinnen vergangen haben sollen. So wurde etwa nach dem Tod des Ashtanga-Yoga-Erschaffers K. Pattabhi Jois bekannt, dass dieser eine seiner ehemaligen Schülerinnen jahrelang körperlich missbraucht haben soll. Weitere Frauen berichteten, wie der Lehrer sie an und in der Vagina berührt habe – angeblich, um Yoga-Positionen zu korrigieren. Ein Youtube-Video zeigt, wie er dabei vorgegangen ist (Minute 17).

2013 wurde der ebenfalls populäre Guru Bikram Choudhury, der Pionier des Bikram-Yoga, wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt. Seine Schulen existieren bis heute, der Guru selber ist geflohen. Diese und zahlreiche weitere Fälle haben den weltweit grössten Yoga-Verband Yoga Alliance nun dazu veranlasst, die Verhaltens-Charta für Yoga-Lehrer zu überarbeiten.

Schule bleibt vorerst geschlossen

Auf Koh Phangan hat sich laut der «Zeit» seit der Aufdeckung der Missbräuche einiges verändert: So würden wöchentliche Frauenkreise veranstaltet, um betroffenen Schülerinnen zu helfen, und verschiedene Kurse würden damit werben, ein «sicherer Ort» zu sein. Viele Häuser seien plötzlich leer, die unzähligen Yoga-Touristen blieben aus und die bekannte Agama-Schule sei bis im Dezember geschlossen.

Doch auch global scheint sich etwas zu bewegen. Per Instagram hat die amerikanische Autorin Rachel Brathen Frauen dazu aufgerufen, ihr von persönlichen Erfahrungen mit Übergriffen oder Missbrauch durch Yoga-Lehrer zu erzählen. Sie habe bereits über 300 Meldungen erhalten, sagt Brathen der «Zeit». Seit Jahren seien ihr Missbrauch, Belästigung und Frauenfeindlichkeit in der Yoga-Szene bekannt.

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Thailand 20.9.2018: Yoga-Guru Swami missbrauchte Frauen systematisch
Sexuelle Übergriffe: Riesiger Missbrauchsfall in Yoga-Szene aufgedeckt
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Riesiger-Missbrauchsfall-in-Yoga-Szene-aufgedeckt-23755183

<Über 40 Frauen aus aller Welt erheben schwere Vorwürfe gegen einen populären Yoga-Guru, er soll sie belästigt und missbraucht haben. Solche Übergriffe sind im Yoga keine Seltenheit.

«Ich wandte mich mit einem ernsten Problem an Swami, doch er hörte mir gar nicht zu. Er wiederholte nur ständig, dass drei Stunden Sex täglich die Lösung seien. Natürlich bot er sich mir als Partner an und berührte mich», schreibt eine anonyme Benutzerin auf der Plattform Tripadvisor über den Yoga-Guru Swami Vivekananda Saraswati. Sie ruft dazu auf, vorsichtig zu sein, sollte man Swamis Yoga-Schule auf der thailändischen Insel Koh Phangan besuchen wollen: «Sie werden versuchen, dich zu manipulieren, zu berühren und zum Sex zu bewegen.»

Der Beitrag der Userin stammt aus dem Jahr 2014. Vor wenigen Tagen nun wurde bekannt, dass der renommierte Guru über einen Zeitraum von 15 Jahren Frauen belästigt und missbraucht haben soll. Die Übergriffe hätten sich alle an seiner Agama-Yoga-Schule abgespielt. Swami ist nicht der einzige Lehrer, der sich an Schülerinnen vergriffen haben soll. Die Schule hat die Vorfälle kürzlich bestätigt, alle beschuldigten Lehrer hätten den Ort bereits verlassen. Swami selber ist untergetaucht.

«Sex mit ihm sollte helfen und heilen»

Laut einem Bericht der «Zeit» haben sich mittlerweile über 40 Frauen an die Öffentlichkeit gewandt und von Missbrauch oder Vergewaltigung berichtet, die sie auf der Aussteigerinsel erleben mussten. «Ich bin jahrelang zu Swami gegangen, um geheilt zu werden. Er überzeugte mich, dass Sex mit ihm helfen würde», wird eines der Opfer zitiert. Als sie eines Tages neben dem Guru auf dem Bett gelegen sei, habe er sie abrupt auf den Rücken gedreht und anal vergewaltigt.

Der Agama-Leher war bereits früher aus einem Yoga-Zentrum in Indien ausgewiesen worden, da er des sexuellen Missbrauchs an Schülern überführt worden war. Zur Agama gehört auch Tantra-Yoga, wobei sexuelle Erfahrungen eine Rolle spielen. Auf Koh Phangan selber seien einige Vorfälle seit Jahren bekannt gewesen – nur: Gewehrt habe sich nie jemand, die Aufklärung sei von der Schule verschleppt worden, wie eine Insiderin der «Zeit» berichtet.

Zahlreiche weitere Fälle von Missbrauch

Der Fall von Swami Vivekananda Saraswati ist längst kein Einzelfall. Auch in anderen Yoga-Arten sind ähnliche Vorfälle publik geworden, bei denen die spirituellen Lehrer sich an Schülerinnen vergangen haben sollen. So wurde etwa nach dem Tod des Ashtanga-Yoga-Erschaffers K. Pattabhi Jois bekannt, dass dieser eine seiner ehemaligen Schülerinnen jahrelang körperlich missbraucht haben soll. Weitere Frauen berichteten, wie der Lehrer sie an und in der Vagina berührt habe – angeblich, um Yoga-Positionen zu korrigieren. Ein Youtube-Video zeigt, wie er dabei vorgegangen ist (Minute 17).

2013 wurde der ebenfalls populäre Guru Bikram Choudhury, der Pionier des Bikram-Yoga, wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt. Seine Schulen existieren bis heute, der Guru selber ist geflohen. Diese und zahlreiche weitere Fälle haben den weltweit grössten Yoga-Verband Yoga Alliance nun dazu veranlasst, die Verhaltens-Charta für Yoga-Lehrer zu überarbeiten.

Schule bleibt vorerst geschlossen

Auf Koh Phangan hat sich laut der «Zeit» seit der Aufdeckung der Missbräuche einiges verändert: So würden wöchentliche Frauenkreise veranstaltet, um betroffenen Schülerinnen zu helfen, und verschiedene Kurse würden damit werben, ein «sicherer Ort» zu sein. Viele Häuser seien plötzlich leer, die unzähligen Yoga-Touristen blieben aus und die bekannte Agama-Schule sei bis im Dezember geschlossen.

Doch auch global scheint sich etwas zu bewegen. Per Instagram hat die amerikanische Autorin Rachel Brathen Frauen dazu aufgerufen, ihr von persönlichen Erfahrungen mit Übergriffen oder Missbrauch durch Yoga-Lehrer zu erzählen. Sie habe bereits über 300 Meldungen erhalten, sagt Brathen der «Zeit». Seit Jahren seien ihr Missbrauch, Belästigung und Frauenfeindlichkeit in der Yoga-Szene bekannt.

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21.9.2018: Yoga-Lehrer betaschten Yoga-Schülerinnen an Geschlechtsorganen, um "Haltungen" zu "korrigieren" - Yoga ohne Aufsichtsbehörde
#MeToo: Auch in der Schweiz grapschen Yoga-Lehrer
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Sie-nutzen-Groupies-als-Selbstbedienungsladen--12136688

Yoga ist ein gefährlicher Sport - mit
                      sexuellem Missbrauch, z.B. durch Guru Jois
Yoga ist ein gefährlicher Sport - mit sexuellem Missbrauch, z.B. durch Guru Jois

<von Gaudenz Looser

Auch in der Schweiz seien Übergriffe von Yoga-Lehrern keine Seltenheit, sagt eine Yoga-Lehrerin. Es fehle an verbindlichen Verhaltensregeln.

Frau Sutter*, ist #MeToo auch in der Schweizer Yoga-Szene ein Thema?
Als Bewegung ist #MeToo noch nicht angekommen. Sexuelle Übergriffe im Bereich der Lehrer-Schülerinnen-Beziehungen sind noch kein Thema, das man offen anspricht oder in den Medien publik machen würde. Aber es gibt auch hier gewisse Lehrer, die sich nicht so verhalten, wie man das erwarten würde.

Was heisst das konkret?
Es gibt Lehrer, die haben regelmässig ein «Gschleik» mit Schülerinnen, andere sind bekannt dafür, dass ihnen gern mal die Hand ausrutscht – das ist leider keine Seltenheit.

Also offenes Betatschen wie in den Videos des Gründers des Ashtanga Yoga?
So extrem wie Pattabhi Jois das gemacht hat, habe ich das noch nie erlebt. Aber schon in diese Richtung: Unter dem Vorwand, eine Position zu korrigieren, Stellen anzufassen, die dafür nicht angefasst werden müssen.

Kommt das auch an grossen Yoga-Schulen vor?
Ja.

Warum werden solche Leute nicht gemeldet und entlassen?
Das kann ich nicht beurteilen. Aber wenn diese Männer Yoga-Stunden mit 40 Schülern füllen, bringt das Geld. Da hat das Studio kein Interesse, eine solche Geldquelle zum Versiegen zu bringen.

Warum wehren sich diese Frauen nicht?
Man will eben nicht Nestbeschmutzerin sein. Man macht sich ja nie beliebt damit, Vorbilder anzuzweifeln. Und vielleicht fehlt vielen im Moment das Bewusstsein, dass diese Berührung nicht okay ist, obwohl es Yoga ist und der Lehrer sagt, das müsse so sein.

Nun gibt es Yoga-Strömungen, bei denen der Übergang zum Tantra fliessend ist. Wie präsent ist das Thema Sexualität und Intimität generell im Yoga?
In den normalen, grossen Yoga-Studios in der Schweiz überhaupt nicht. Hier ist der Zugang meist eher sportlich. Die Tantra-Praktiken und die ganzen stark spirituellen Strömungen haben hier eher wenige Anhänger.

Das heisst, ein Betatschen in einem normalen Yoga-Studio ist immer ein eindeutiger Übergriff?
Ja, obwohl das natürlich nicht so einfach zu beurteilen ist: Was für eine Frau schon sehr unangenehm ist, kann für eine andere kein Problem sein.

Gibt es denn keine Regeln, die solche Situationen verhindern könnten?
Das ist eines der Probleme des Yoga. Es gibt keine offizielle Aufsichtsbehörde. Yoga-Lehrer ist kein geschützter Beruf – jeder kann sich Yoga-Lehrer nennen. Entsprechend kontrolliert auch niemand, wie sich diese verhalten. Es gibt zwar einen Code of Conduct, zum Beispiel von der Yoga Alliance, aber die interessieren sich primär für die Lizenzgebühr und überprüfen die Einhaltung der Regeln nicht. In einigen Yoga-Studios in den USA werden aber solche Regeln gut sichtbar aufgehängt, damit die Schüler sofort selber beurteilen können, was erlaubt ist und was nicht und welchen ethischen Standards das Studio verpflichtet ist. Da steht dann zum Beispiel auch, dass Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern untersagt sind. So etwas habe ich in der Schweiz noch nie gesehen.

Braucht es hier eine Weiterentwicklung?
Es wäre zweifellos hilfreich, wenn man sich dieser Diskussion in der Schweiz stellen und gemeinsam verbindliche Standards entwerfen würde. Absolut verhindern kann man Übergriffe damit nicht. Aber sobald eine Schülerin weiss, woran sie ist, kann sie auch leichter beurteilen, was geht und was nicht.

Sind Affären zwischen Schülerinnen und Lehrern denn in jedem Fall ein Problem?
Leute, die einen Yoga-Kurs besuchen, begeben sich wortwörtlich in die Hände des Lehrers. Sie vertrauen darauf, dass er weiss, was er tut und er auch auf einer ethisch-moralischen Ebene Klarheit und Kontrolle über seine Handlungen hat. Und wenn der Lehrer dann das Machtgefälle oder sogar ein Abhängigkeitsverhältnis ausnutzt, dann ist das sehr problematisch. Genau wie wenn ein Lehrmeister die Lehrtochter belästigt. Das ist nicht okay.

Das heisst: Das Machtgefälle ist so gross, dass eine gleichberechtigte Beziehung Yoga-Lehrer-Schülerin unmöglich wird?
Das Abhängigkeitsverhältnis ist da. Ich würde nicht sagen, es sei unmöglich, aber die Verantwortung des Lehrers ist sehr gross und das erlaubt nicht, dass er seine Position ausnützt und seine «Groupies» in der Klasse wie einen Selbstbedienungsladen benutzt.

Sind diese Frauen denn besonders verletzlich?
In der Schweiz wahrscheinlich weniger. Die meisten gehen zweimal die Woche ins Yoga und verbringen nicht monate- oder jahrelang täglich 24 Stunden mit ihrem Lehrer in einem Ashram. Aber auch bei uns kommen die Schüler mit grossen Hoffnungen und der Bereitschaft, sich zu öffnen, ins Yoga. Dass da der Lehrer auch zur Projektionsfläche wird und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich verliebt, ähnlich hoch ist wie bei Ärzten oder Psychiatern, liegt auf der Hand. Ein verantwortungsbewusster Lehrer weiss das, erkennt problematische Situationen und weiss, wann er Gefahr läuft, dieser Versuchung nachzugeben.

Was empfehlen Sie einer Yoga-Schülerin, die das Gefühl hat, es geschehen Dinge mit ihr, die sie nicht will?
Zuerst einmal: Auf das ungute Gefühl vertrauen. In einem grossen Studio sollte sie das Management informieren, schriftlich oder mündlich. Das Risiko besteht natürlich – wie bei allen solchen Fällen – , dass dann die Mitschülerinnen oder auch das Management den Fall herunterspielen oder das eigene Empfinden als übertrieben dargestellt wird. Das ist zwar sehr unangenehm, aber vom blossen Hintenrumreden ändert sich nichts.>

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22.9.2018: Sex+Yoga - die Frauen sollen wissen, um was es geht
Aussteigerin erzählt: «Yogis sagen, ihr Sperma sei ein Segen»
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Yogis-sagen--ihr-Sperma-sei-ein-Segen--10767132

<Eine Aussteigerin beschreibt, wie weit sie die mentale Stärke ihres Gurus getrieben hat. Und warnt. «Es gibt durchaus auch seriöse Yoga-Schulen», sagt ein Experte.

In Thailand hat ein Yoga-Guru über 40 Frauen sexuell belästigt oder vergewaltigt. Auch der mittlerweile verstorbene Yogi K. Pattabhi Jois soll seine Schülerinnen immer wieder sexuell belästigt haben. Das zeigt ein Bild, das vom Online-Portal Healthista veröffentlicht wurde. Laut Healthista habe sogar seine Familie den renommierten Guru angefleht, endlich mit den Übergriffen auf seine Schülerinnen aufzuhören.

Auch eine ehemalige Schweizer Yoga-Lehrerin mit dem Pseudonym Elsa Gantenbein hat in ihrem Umfeld von Übergriffsfällen gehört. Aus Erfahrung weiss sie: Gerade im Tantra-Yoga mit viel körperlicher Intimität seien Sprüche des Lehrers wie «Mein Sperma ist ein Segen für dich» schnell gesagt. Und leider würden immer wieder Frauen darauf reinfallen. Die Aussteigerin Gantenbein hat ein Buch über ihre Erlebnisse im Yoga und ihren Aufenthalt in einem indischen Meditationszentrum, dem sogenannten Ashram, geschrieben.

«Überall, wo es ausgeprägte Hierarchien gibt, ist die Gefahr des Missbrauchs gegeben. Zusammen mit einem spirituellen Überbau ist das Missbrauchspotenzial gross», sagt der Sektenexperte Hugo Stamm. Übergriffe im Yoga seien ein bekanntes Problem. Aufgrund seiner Autorität sei es einem Yoga-Lehrer möglich, den Widerstand der Schülerinnen mit spirituellen Versprechen zu brechen. «Er kann den Frauen zu verstehen geben, dass bestimmte Berührungen Teil ihrer spirituellen Entwicklung sind und so auf ihre Kosten seine sexuellen Bedürfnisse befriedigen», sagt Stamm.

«Habe ihm die Füsse geküsst»

Gantenbein spricht von einer überragenden mentalen Stärke, die die Gurus besitzen. «Beim Meditieren in der Schweiz habe ich manchmal die Hand meines Gurus auf meinem Rücken gespürt. Obwohl ich wusste, dass das physiologisch unmöglich ist, war ich mir sicher, dass die Hand real ist.» Auch seine Stimme habe sie im Schlaf öfter gehört.

Neben der mentalen Stärke hätten die grossen Yoga-Lehrer eine Aura, von der man sich wie automatisch angezogen fühle. Man wolle diesen Leute unbedingt nahe sein, sagt die Aussteigern. «In meiner Zeit im Ashram wurde ich in meiner übertriebenen Hingabefähigkeit so weit getrieben, dass ich meinem Guru die Füsse geküsst habe. Heute kann ich mir nicht mehr erklären, wie ich so etwas je tun konnte.» Sie sei sich nie sicher gewesen, ob sie dies aus eigenem Wille getan habe oder ob die psychische Kraft des Gurus durch sie agierte und sie dazu brachte, so etwas zu tun.

Yoga-Schule sorgfältig auswählen

Der Sektenexperte Hugo Stamm betont, dass es durchaus seriöse Yoga-Schulen gebe, die sich beim Yoga auf die Körperübungen konzentrieren würden. «Sobald es aber zu einem Missbrauch kommt, liegen immer sektenhafte Aspekte vor. In diesen Fällen hat der Lehrer so viel Macht über seine Schülerinnen, dass sie sich ihm gegen ihren Willen hingeben. Die Gurus behaupten, die sexuelle Vereinigung würde die spirituelle Entwicklung fördern.» Man solle seinen Yoga-Lehrer deshalb sehr sorgfältig auswählen und eher auf private Lehrpersonen setzen statt auf Institute mit mehreren Lehrpersonen.

«Im Ashram wurde mir jegliche Individualität genommen»

Gantenbein sieht die Situation prekärer: Hinter diversen Yoga-Schulen, auch in der Schweiz, stehe ein Guru, ist sie überzeugt. «Es ist nicht unüblich, dass Yoga-Institutionen rund zehn Prozent ihres Umsatzes dem Guru schicken, der sie ausgebildet hat, beispielsweise nach Indien». Vielen Yoga-Schülern sei das nicht bewusst.

Vor allem die Zeit im Ashram in Indien sei schlimm für sie gewesen, erzählt Gantenbein. Dort sei ihr jegliche Individualität genommen worden. Sie durfte die Institution nicht verlassen, musste ihre Haare scheren und konnte nicht selber entscheiden, was sie ass. «Für dich als Mensch interessiert sich dort niemand, du lebst nur fürs Yoga und dienst dem Guru.» Gefährlich sei zudem, dass in diesen Kreisen niemand über die psychologischen Grundkenntnisse verfüge. Dabei würden auch psychisch angeschlagene Menschen Hilfe im Yoga und in den Ashrams suchen. Diese seien besonders gefährdet bei Machtmissbrauch.

Spiritualität wird gesucht

«Viele Yoga-Schüler, vor allem weibliche, suchen die Kombination von Yoga und Spiritualität. Dabei treffen zwei sensible Bereiche aufeinander, bei denen es um Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste geht», sagt der Sektenexperte Stamm. Das fördere das Abhängigkeitspotenzial. Schliesslich müsse man differenzieren zwischen den Lehrern, die die Verehrung durch die Schülerinnen gezielt suchen und ausnutzen, und jenen, die sich zu einem sexuellen Abenteuer hinreissen lassen. «Yoga bedeutet viel Körperlichkeit, es kann leicht erotisch aufgeladen werden.»

So komme es auch nicht selten vor, dass sich eine Schülerin in ihren Lehrer verliebe. «In dieser Situation muss sich ein seriöser Lehrer wie ein Therapeut verhalten und klare Regeln einhalten», sagt Stamm.

(jk)>

Kommentar: Klar sagen, um was es geht: Sex+Yoga - oder Bodyguard mitbringen
Also Yoga ist oft Sex+Yoga. Man muss einfach klar sagen, um was es geht, dann gehen auch nur diejenigen hin, die das wollen. Ehrlicher Umgang ist gefragt. Und die anderen sollen einen Bodyguard mitbringen.
Michael Palomino, 22.9.2018

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Pennsylvania 25.9.2018: Bill Cosby von ca. 60 Frauen wegen sexueller Straftaten beschuldigt - Verurteilung 2004 - und nun 2018 - 3 bis 10 Jahre Gefängnis
„Sexualstraftäter“: Missbrauch: 3 bis 10 Jahre Haft für Bill Cosby
https://www.krone.at/1777998

Fototexte:
1. In Handschellen wurde Bill Cosby nach der Urteilsverkündung aus dem Gerichtssaal gebracht.
2. Richter Steven O‘Neill verurteilte Bill Cosby. Die Auswirkungen auf das Leben des 81-Jährigen seien ihm bewusst „und es tut mir leid“, sagte der Richter.
3. Bill Cosbys Strafverteidiger Philip C. Green

<Jetzt steht es fest: Nach jahrelangen Missbrauchsprozessen muss Bill Cosby hinter Gitter. Der 81-Jährige kommt nicht mit Hausarrest davon, wie es seine Verteidiger gefordert hatten, sondern muss für drei bis zehn Jahre in ein Staatsgefängnis. Der ehemalige TV-Star („The Cosby Show“), dem zahlreiche Frauen seit Jahren sexuellen Missbrauch vorwerfen, war bereits im April wegen eines Verbrechens aus dem Jahr 2004 schuldig gesprochen worden. Cosby wurde nun zudem als „gewalttätiger Sexualstraftäter“ eingestuft.

Richter Steven O‘Neill verkündete am Dienstag in Pennsylvania das Strafmaß für den 81-Jährigen. Dagegen wollen Cosbys Anwälte Berufung einlegen. Es ist die erste Verurteilung eines Prominenten, seit die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe vor fast genau einem Jahr ins Rollen kam.

Cosbys Anwalt beantrage auch, seinen Mandaten bis zum Berufungsurteil gegen Kaution auf freiem Fuß zu lassen. Richter O‘Neill ordnete aber an, Cosby sogleich in Haft zu nehmen. Frühestens nach drei Jahren Haft kann Cosby jetzt auf eine Entlassung hoffen.

Cosby (im Video oben auf dem Weg zur Urteilsverkündung zu sehen) zeigte nach der Urteilsverkündung keine Regung. Die Gelegenheit, sich abschließend zu äußern, nahm er nicht wahr. Familienmitglieder Cosbys waren wie schon am Vortag nicht mit im Saal. Cosby muss zudem eine Geldstrafe von 25.000 Dollar zahlen.

Richter: „Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall“
„Niemand steht über dem Gesetz und niemand sollte wegen seines Wohnorts, wegen seiner Identität oder wegen Wohlstand, Ruhm, Berühmtheit oder sogar Wohltätigkeit anders behandelt werden“, sagte O‘Neill in seinem Urteilsspruch. „Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall.“ Die Auswirkungen auf Cosbys Leben seien ihm bewusst „und es tut mir leid“, sagte der Richter.

Cosby war im April wegen schwerer sexueller Nötigung in drei Fällen schuldig gesprochen worden. Dafür drohten ihm eigentlich bis zu 30 Jahre Haft. Verteidigung und Staatsanwaltschaft einigten sich aber, diese Fälle zusammenzuführen. Damit liegt die mögliche Höchststrafe bei zehn Jahren Haft im Gefängnis des Bundesstaats Pennsylvania. Die Inhaftierten sitzen dort meist längere Strafen für schwerere Verbrechen ab als Insassen der Bezirksgefängnisse.

Cosby wird in Register für Sexualstraftäter aufgenommen
Im öffentlichen Register für Sexualstraftäter, das alle 50 Staaten der USA führen, wird Cosby als „gewaltbereiter Sexualverbrecher“ eingetragen. Auch nach seiner Haftstrafe oder einer Entlassung auf Bewährung muss er sich damit regelmäßig bei der Polizei melden und an Therapie-Sitzungen teilnehmen. Kindergärten, Schulen und Bewohner in Cosbys Nachbarschaft werden zudem mit Foto und Hinweisen über seine Straftaten vor ihm gewarnt. Diese Hinweise sind öffentlich im Internet einsehbar.

„Wer jemanden unter Drogen setzt und sexuell missbraucht, muss einen hohen Preis zahlen, und dieser Preis ist die eigene Freiheit“, sagte Staatsanwalt Kevin Steele. Verteidiger Joseph Green hatte dagegen von „übermäßiger Härte“ gesprochen und auf Cosbys Alter sowie seine Blindheit hingewiesen. „Was macht ein 81 Jahre alter Mann im Gefängnis?“, fragte Green.

Cosby wird von etwa 60 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, allerdings sind die meisten Fälle verjährt. In dem nun verhandelten Fall ging es um die Vorwürfe von Andrea Constand. Nach ihrer Aussage hatte Cosby sie im Jänner 2004 in seinem Haus in Philadelphia unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht.>

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Yoga ist ein gefährlicher Sport - wenn ein Mann der Guru ist - Frauen wird empfohlen, Bodyguards mitzubringen:

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Kanton Aarau 25.9.2018: Yogalehrer mit systematischen Missbrauch an Frauen und Mädchen - und die Frauen und Mädchen wehren sich kaum - bis eine zur Polizei geht - 9 Jahre Haft
Übergriffe im Yoga: «Solche Typen sind sexuelle Vampire»
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Solche-Typen-sind-sexuelle-Vampire--20009508

<von Julia Käser
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A. K. wurde von ihrem Yoga- und Meditationslehrer sexuell schwer missbraucht. Sie warnt: «So etwas kann jeder Frau passieren.»

Wie vor einigen Tagen publik wurde, soll ein populärer Yoga-Guru in Thailand seine Schülerinnen über 15 Jahre lang sexuell belästigt und vergewaltigt haben. Ihm wird vorgeworfen, bereits an seiner früheren Yogaschule in Indien zahlreiche sexuelle Übergriffe begangen zu haben. Dass solche Taten nicht nur im Ausland, in vermeintlichen Yoga-Paradiesen, geschehen, zeigt die Geschichte einer Frau, die im Kanton Solothurn zu einem Missbrauchsopfer eines Gurus wurde.

«Zwei Jahre nachdem ich bei ihm einen Meditations- und Yogakurs begonnen hatte, fingen die Übergriffe an. Zuerst nur subtil, schliesslich gipfelten sie in gewaltvoller Sexualität», erzählt A. K.* Das sei nun fast 15 Jahre her, noch immer falle es ihr schwer, über die Details zu sprechen. Die Übergriffe hätten nach dem Gruppenunterricht stattgefunden oder in der Pause, wenn die anderen Kursteilnehmer nicht im Raum gewesen seien.

2009 erstmals verurteilt

Zuerst seien es Berührungen an intimen Körperstellen gewesen, später sei der Guru immer brutaler vorgegangen: «Er hat mit den Händen immer heftiger zugepackt und an Haaren und Geschlechtsorganen gerissen, teilweise so heftig, bis diese blutig waren.» A. K. berichtet weiter von Erpressung und davon, wie sich ihr ehemaliger Yoga- und Meditationslehrer auch an Minderjährigen vergangen habe. Andere Schülerinnen habe er in seine Wohnung geschleppt und zu brutalem Oralsex gezwungen. Das sei aber erst später ans Licht gekommen. Bis zum erstmaligen Eingreifen durch die Polizei habe niemand über die Übergriffe gesprochen, keine habe sich getraut.

Nach einem halben Jahr habe das Ganze in ihrem Fall ein Ende genommen, erzählt A. K. Eine andere Betroffene habe sich bei der Polizei gemeldet und den Yogalehrer angezeigt. «Danach bin ich aus der Gruppe ausgetreten. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hat es mir gleichgetan. Die anderen sind geblieben, trotz Beweisen glaubten sie an die Unschuld des Gurus», so A. K.

Der Yogalehrer wurde 2009 unter anderem wegen sexueller Nötigung und Ausnützung einer Notlage zu gut zwei Jahren Haft verurteilt. Einen Teil dieser Zeit durfte er mit Fussfesseln in der Freiheit verbringen. Schon während dieser Zeit wurde er erneut zum Sexualtäter, empfing Frauen in seiner Wohnung und verging sich an ihnen. 2015 wurde er schliesslich erneut verurteilt. Er focht den Rechtsspruch an, wurde aber in diesem Juni vom Obergericht Aargau endgültig zu 9 Jahren Haft verurteilt.

Opfer bewusst ausgesucht

«Ich bin mir sicher, dass er die Übergriffe wollte und sich nicht einfach hinreissen liess. Jemand, der sich so intensiv mit Yoga beschäftigt, schärft sein Bewusstsein, übt Achtsamkeit und sollte sich deshalb kontrollieren können», sagt A. K. Wahrscheinlich sei er nicht damit klargekommen, von 300 Personen einer Gruppe angehimmelt zu werden, und habe damit begonnen, seine Macht auszunutzen.

Der Yogalehrer habe seine Opfer bewusst ausgesucht, es seien keinesfalls psychisch angeschlagene oder stark verunsicherte Frauen und Mädchen gewesen. Durch seine missbräuchlichen Handlungen habe er seinen Schülerinnen jegliche Energie genommen. «Solche Typen sind sexuelle Vampire», so A. K. Alles beginne mit viel Aufmerksamkeit, die einem geschenkt werde. Man fühle sich geschmeichelt. Doch nach dem ersten Übergriff habe sich das abrupt geändert: «Ich war leer, als wären meine Seele und mein Körper zersplittert.»

«So etwas kann überall und jederzeit passieren»

«In Umbruchzeiten stellen wir uns viele Fragen und suchen schnelle Antworten. Wir sehnen uns vielleicht auch nach einer Führung, die uns zu diesen Antworten bringt», erklärt A. K. Viele hoffen, in der Spiritualität so etwas zu finden. Dabei liefere etwa die Philosophie auch Antworten auf existenzielle Fragen.

Das Wort Anhängigkeit aber finde sie falsch. Das deute auf eine vermeintliche psychische Labilität der Missbrauchsopfer hin: «Ich würde es so sagen: Man gibt Vertrauen ab an diese Person. Und erwartet Wissen von ihr, das führt zu einem gewissen Ungleichgewicht.»

Schamgefühle und wegschauen

Wichtig sei zudem ein anderer Punkt, der Yoga für solche Übergriffe besonders anfällig mache: «In dieser spirituellen Tradition, wie etwa im Buddhismus, ist es so, dass die Gurus verehrt werden sollen. Das wird eingefordert und soll dem eigenen spirituellen Weg dienen.» So entstehe ein Gefälle, wo Missbrauch und Manipulation möglich sei. «Es ist ein komplexes und toxisches Gemisch», so A. K.

Die Frauen im Kurs hätten nicht miteinander geredet. Die Opfer wohl hauptsächlich wegen der Schamgefühle, andere wollten nicht wahrhaben, was da geschehen sei. «Wir Frauen müssen uns solidarischer zeigen. Allgemein sollte ein Bewusstsein dafür entwickelt werden, dass sexuelle Übergriffe jederzeit und überall passieren können. Wir dürfen nicht wegschauen», sagt A. K. Sie habe sich nach den Übergriffen an Freunde gewandt, die nichts mit der Yogagruppe am Hut gehabt hätten. «In der Gruppe hätte ich als Verräterin gegolten.»

*Name der Redaktion bekannt>

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27.9.2018: Bill Cosby halb blind im Gefängnis: Mithäftlinge schmeissen ihm Essen ins Gesicht, erfällt eine Treppe hinunter etc.
Hotdog ins Gesicht: Mitinsassen machen Bill Cosby das Leben zur Hölle
https://www.krone.at/1779014

<Das das Leben hinter Gittern kein Zuckerschlecken ist, das musste Bill Cosby bereits an seinem ersten Tag im Gefängnis erfahren. Der Schauspieler, der Anfang der Woche wegen schwerer sexueller Nötigung in drei Fällen zu drei bis zehn Jahren Haft verurteilt wurde, wurde kurz nach seiner Inhaftierung von Mitinsassen mit Essen beworfen und stürzte eine Stiege herunter, weil er sich, fast erblindet, alleine nur schwer fortbewegen kann. 

Dass prominente Häftlinge es hinter schwedischen Gardinen meistens nicht einfach haben, musste Bill Cosby gleich zu Beginn seiner Haftstrafe am eigenen Leib erkennen. Der einstige TV-Vorzeigepapa, der nach seiner Verurteilung Anfang der Woche nun in einem US-Gefängnis auf das geplante Berufungsverfahren wartet, wurde von seinen Mitinsassen im Gefängnis nämlich alles andere als freudig begrüßt.

Mit vergammelten Hotdog-Weckerl beworfen
Wie „RadarOnline“ berichtet, sei Cosby von einem Zellennachbarn mit einem „verdorbenen Hotdog-Weckerl“ beworfen worden. Das habe der 81-Jährige, der mit der „Bill Cosby Show“ in den 80er- und 90er-Jahren große Erfolge feiern konnte, seiner Ehefrau Camille am Telefon berichtet. Außerdem sei der Schauspieler, der mittlerweile nahezu erblindet ist, einige Stufen hinuntergestürzt, da er weder seinen Gehstock behalten durfte, noch Hilfe angeboten bekommen habe.

Der Comedy-Star, dem von 60 Frauen sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen werden, habe seine Ehefrau zudem angefleht, „jeden anzuheuern“, der ihn „so schnell wie möglich“ aus dem Gefängnis holt. Zuvor scheiterte Cosbys Verteidiger Joseph Green ja bereits beim Versuch, seinen Mandaten gegen Kaution auf freien Fuß zu bekommen, bis über das geplante Berufungsverfahren entschieden ist.

Cosbys Stern am „Walk of Fame“ bleibt
Seinen Stern auf Hollywoods „Walk of Fame“ darf Bill Cosby indes dennoch behalten. „Die Sterne erinnern nur an die beruflichen Leistungen des Empfängers“, erklärte die Handelskammer von Hollywood ihre Entscheidung. Es sei bedauerlich, wenn das Privatleben der Stars nicht den öffentlichen Erwartungen entspreche. „Die Handelskammer von Hollywood entfernt aber keine Sterne aus dem ,Walk of Fame‘“, hieß es. Es handle sich dabei um eine Art „Kulturdenkmal“, das die großen Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft, frühere und heutige, abbilde.

Der Stern für den ehemaligen Star aus der „Bill Cosby Show“ war im November 1977 enthüllt worden. Anfang des Monats war die Plakette beschmiert worden. Ein Unbekannter hatte den 81-jährigen Schauspieler und Comedian als „Serien-Vergewaltiger“ bezeichnet.>

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10.10.2018: Ronaldo bezahlte 375.000 Dollar Schweigegeld - ist das alles nur Erfindung?
Zahl der „Opfer“ von Ronaldo steigt weiter – Medien
https://de.sputniknews.com/panorama/20181010322580646-ronaldo-opfer-vorwuerfe/

<Zwei weitere Frauen haben nach Angaben der Zeitung „The Sun“ neue Vorwürfe gegen den Juventus-Stürmer Christiano Ronaldo erhoben.

Eine Frau soll laut dem Blatt eine Schweigeerklärung unterzeichnet haben, wie die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga. Eine weitere Frau teilte mit, sie sei von Ronaldo „verletzt“ worden.

Der Anwalt Leslie Stovall, der die Interessen von Mayorga vertritt, sagte, dass er nun diese Informationen prüfe.

Anfang der Woche hatte die Zeitung „Daily Mail“ berichtet, dass der Anwalt von Kathryn Mayorga, Leslie Stovall, einen Anruf von einer Frau erhalten habe, „die von ähnlichen Erfahrungen berichtet“.

Somit ist Medienberichten zufolge die Zahl der „Opfer“ des portugiesischen Sportlers auf vier gestiegen.

Die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte zuvor Ronaldo der Vergewaltigung beschuldigt. Die 34-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Nevada behauptet, Ronaldo habe sich 2009 in einem Luxushotel in Las Vegas an ihr vergangen. Der Sportler hatte alle Anschuldigungen zurückgewiesen und als „Fake News” bezeichnet.

Nach Angaben des „Spiegels“, der zuvor die Vorwürfe der Frau erstmals veröffentlicht hatte, hatte der Anwalt von Kathryn Mayorga eine Zivilklage gegen Ronaldo eingereicht. Damit sollte eine Verschwiegenheitsklausel für nichtig erklärt werden. 2009 habe der Sportler im Zuge einer außergerichtlichen Einigung 375.000 US-Dollar Schweigegeld an die Frau entrichtet.>

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18.10.2018:
Lehrer in Schladming: Skitrainer missbrauchte 15-Jährigen: 8 Monate Haft
https://www.krone.at/1791743

<Das Strafmaß für jenen Skitrainer einer Schladminger Schule, der im April am Landesgericht Leoben wegen Missbrauchs eines damals 15-jährigen Schülers verurteilt worden war, ist vom Oberlandesgericht Graz deutlich vermindert worden! Ergebnis: acht statt zwölf Monate Haft!

Er habe im November 2017 an einem 15-jährigen Schüler „geschlechtliche Handlungen vorgenommen“ respektive „vorzunehmen versucht“. So lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen einen Trainer der Schladminger Schule.

Der Mann war zu zwölf Monaten Haft, davon vier unbedingt, verurteilt worden. Sein Anwalt legte Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde ein. Der Berufung gegen das Strafausmaß wurde stattgegeben, das OLG verringerte die Strafe auf acht Monate Haft, bedingt auf drei Jahre. Dazu kommen 3.600 Euro Geldstrafe, in 240 Tagsätzen zu 15 Euro.

Das Urteil ist nun rechtskräftig, wie der Vizepräsident des OLG Graz, Andreas Haidacher, sagte.>

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26.10.2018: Google hat 48 Leute wegen Sexangriffen entlassen - davon 13 Manager

13 davon Manager: Google feuert 48 Mitarbeiter wegen Sex-Attacken

https://www.krone.at/1796881

<Der Internetkonzern Google hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 48 Mitarbeiter wegen Vorwürfen der sexuellen Drangsalierung entlassen. Unter ihnen seien 13 leitende Angestellte gewesen, teilte Google-Geschäftsführer Sundar Pichai in einer Botschaft an die Google-Belegschaft mit.

Keine Angaben machte er zum Schöpfer der Android-Software, Andy Rubin, der im Jahr 2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden war und sich später an einem eigenen Smartphone versuchte.

Die „New York Times“ hatte kurz zuvor berichtet, Rubin habe den Konzern wegen des Verdachts des sexuellen Fehlverhaltens verlassen müssen. Dennoch sei für ihn ein Abfindungspaket in der Höhe von 90 Millionen Dollar (79,02 Millionen Euro) geschnürt worden. Die letzte Rate der Abfertigung stehe im November bevor.

Management sagt nichts zur Causa Rubin
Zu den angeblich gegen Rubin erhobenen Übergriffsvorwürfen hatte die Konzernleitung bei dessen Ausscheiden nichts gesagt. In den vergangenen Jahren habe Google die Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens noch gegen zwei weitere leitende Angestellte unter den Teppich gekehrt, berichtete die „New York Times“.

Pichai versicherte, sein Unternehmen verfolge gegen sexuelle Übergriffe „eine immer härtere Linie“. Die Namen der wegen solcher Vorwürfe entlassenen Mitarbeiter nannte er nicht. Pichai bestritt aber, dass sie Abfertigungen erhalten hätten.>

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20
                          minuten online, Logo

30.10.2018: Ronaldo sagt klar, die Frau lügt - es war alles einvernehmlich:
«Das Geständnis»: Ronaldo äussert sich zu Vergewaltigungsvorwürfen
https://www.20min.ch/sport/fussball/story/Ronaldo-spricht-21411435

<
Cristiano Ronaldo wird beschuldigt, 2009 eine US-Amerikanerin vergewaltigt zu haben. Wie der Portugiese erzählt, belasten die Vorwürfe sein Familienleben.

«Ich habe ein reines Gewissen.» Das sagt Cristiano Ronaldo zu den Vergewaltigungsvorwürfen, die seit einigen Wochen gegen ihn erhoben werden. Zur Erinnerung: Die Amerikanerin Kathryn Mayorga beschuldigt den Superstar, sie 2009 in Las Vegas zum Sex gezwungen zu haben. Der Portugiese bestätigte, mit der Klägerin intim geworden zu sein, jedoch sei alles einvernehmlich geschehen.

m Interview mit der französischen Zeitschrift «France Football» – der Titel der Ausgabe lautet «das Geständnis» – erzählt Ronaldo, dass sich die schweren Vorwürfe auf sein Familienleben auswirken. «Natürlich beeinflusst diese Geschichte mein Leben. Ich habe eine Lebensgefährtin, vier Kinder, eine alternde Mutter, Schwestern, einen Bruder, eine Familie, der ich sehr nahe bin. Ganz zu schweigen von meinem Ruf, der vorbildlich ist. Für meine Teamkollegen, meine Familie und die Fans, die mich unterstützen, ist diese Geschichte nicht belanglos.»

Er habe seiner Lebensgefährtin alles erklärt, sagt der 33-Jährige. Sein Sohn Cristiano Junior sei noch zu klein, um die Situation zu verstehen. Schwierig sei es hingegen für seine Mutter und seine Schwestern. «Sie sind verblüfft und gleichzeitig sehr wütend. Es ist das erste Mal, dass ich sie in diesem Zustand sehe.»

Dass diese Geschichte seinem Ruf schadet, davon ist der Juve-Star überzeugt. «Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, jemand zu sein, über den gesagt wird, dass er ein Vergewaltiger sei! Ich weiss, wer ich bin und was ich getan habe. Die Wahrheit wird eines Tages ans Licht kommen.»>

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Wochenblitz Thailand online, Logo

Chiang Mai (Thailand) 4.11.2018: Lehrer filmt Mädchen unter den Rock - mit einem Computer-Tablet am Boden:
Mädchen aus Chiang Mai wehren sich gegen Lehrer wegen schlüpfrigen Fotos
https://www.wochenblitz.com/index.php/home/wochenblitz/2013-09-11-07-01-26/item/1786-maedchen-aus-chiang-mai-wehren-sich-gegen-lehrer-wegen-schluepfrigen-fotos

<Chiang Mai – Die Thailändische Daily News berichtete, dass weibliche Studienanfänger von Beginn des Semesters an das unverschämte Verhalten ihres thailändischen Professors vermuteten.

Die Studentin „Pan“ sagte, dass sie ab August ein Computer-Tablet auf dem Boden sah. Je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr glaubte sie, dass der Professor nichts Gutes im Schilde führte.

Vor allem, da jedes Mal, wenn jemand versuchte, es zu bewegen, der Professor ärgerlich wurde.

Sie fragte ihre Freunde, was sie dachten und auch die aus anderen Klassen stimmten zu - es musste etwas unternommen werden, um den thailändischen Professor, der die Mädchen filmte filmte, zu entlarven.

Es wurde ein schlauer Plan ausgeheckt und ein Video aufgenommen, in dem 18- und 19-jährige Frauen sich einem Tisch näherten und von unten gefilmt wurden.

In einem unbeobachteten Moment gelang es einem der Studenten, das Tablet zu dem Universitätsleiter zu bringen.

Als das Material angesehen wurde, haben sie festgestellt, dass es in dem 12-minütigen Clip viele Opfer gab.

Die Polizei fand auch andere ähnliche Beweise auf dem Tablet.

Drei der Opfer haben den Fall der Polizei von Phuping gemeldet, wo Oberstleutnant Anek Chaiyawong Ermittlungen durchführt.

Als die Nachrichten über den Inhalt des Tablets bekannt wurden, gab es in der Universität und im Internet weit verbreitete Reaktionen, berichtete Daily News.

Universitätsleiter standen dem betreffenden Professor gegenüber.

Später sagten sie, er sei ein Lehrer mit einem einjährigen Vertrag gewesen, und er sei in Schande zurückgetreten.

Wie in solchen Geschichten üblich, wurde die Universität nicht genannt.

Quelle: Daily News>

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