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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

46. Kriminelle Polizei (Teil 2)

Damit Polizisten sich schulen können, was sie NICHT tun sollten -

von Michael Palomino (2010); Meldungen
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Und hier eine Meldung aus den "USA":

n-tv online, Logo

Kriminelle Polizei in Kalifornien 22.9.2011: <Obdachloser stirbt nach Festnahme - Polizisten werden angeklagt> wegen Taser-Einsatz

aus: n-tv online;
http://www.n-tv.de/panorama/Polizisten-werden-angeklagt-article4362076.html

<Kelly Thomas war psychisch krank. Manuel Ramos (re.) und Jay Cicinelli ließen jedes Mitgefühl mit dem Opfer vermissen.

Auf der Suche nach Autoknackern werden die Polizisten Manuel Ramos und Jay Cicinellis auf den Obdachlosen Kelly Thomas aufmerksam. Doch der Versuch, den Rucksack des Mannes zu durchsuchen, gerät komplett außer Kontrolle. Die Beamten setzen trotz verzweifelter Schreie des Mannes massiv Taser ein, Thomas stirbt.

Nach der brutalen Festnahme eines Obdachlosen, der Tage später an den Folgen seiner schweren Verletzungen starb, müssen sich zwei Beamte in Kalifornien vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage wegen Totschlags, fahrlässiger Tötung und Anwendung exzessiver Gewalt erhoben, berichtete die "Los Angeles Times".

Passanten hatten die Festnahme des 37-jährigen Obdachlosen Kelly Thomas am 5. Juli auf Video festgehalten. Zudem zeichnete eine Überwachungskamera an einer Bushaltestelle den Vorfall in der Stadt Fullerton auf. Der schwer verletzte Mann fiel ins Koma und starb fünf Tage später im Krankenhaus. Schläge hätten zu Knochenbrüchen, inneren Blutungen und schweren Kopfverletzungen geführt, hieß es.

Brutale Attacke

Staatsanwalt Tony Rackauckas listete schwere Vorwürfe gegen die Polizisten auf. Sie hätten die Hilferufe und lauten Schreie ihres hilflosen Opfers ignoriert und die brutale Attacke fortgesetzt.

Die Beamten waren in der Nähe eines Busbahnhofs unterwegs, um Hinweisen auf Autoeinbrüche nachzugehen. Der an Schizophrenie leidende Obdachlose wurde als möglicher Täter verdächtigt. Auf den Videoaufnahmen sind die Schreie des Mannes zu hören, der verzweifelt nach seinem Vater ruft. Eine Frau spricht davon, dass die Beamten fünfmal mit einer Elektroschockpistole auf den Mann losgegangen seien.

Die Aufnahmen wecken Erinnerungen an das Video eines Amateurfilmers von der brutalen Festnahme des Afroamerikaners Rodney King im März 1991, der von Autobahnpolizisten nahe Los Angeles mit Schlagstöcken schwer misshandelt worden war.

dpa>

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Drogendealerpolizisten gibt es auch in Frankreich:

Der Standard online, Logo

2.10.2011: Der Polizist war ein Drogendealer - ein Fall in Lyon

aus: Der Standard online: Frankreich: Drogenskandal um Polizisten in Lyon; 2.10.2011;
http://derstandard.at/1317019045471/Frankreich-Drogenskandal-um-Polizisten-in-Lyon

<Der Fall hat offenbar einen Zusammenhang mit einem Ableger der kolumbianische Drogenmafia

Der Skandal um die Kriminalpolizei in Lyon weitet sich immer mehr aus. Nachdem am Donnerstag der Vizechef verhaftet worden ist, wurden nunmehr fünf weitere Beamte in Untersuchungshaft genommen. Sie werden der Korruption, des internationalen Drogenhandels und der Geldwäscherei verdächtigt. Der Fall hat offenbar einen Zusammenhang mit einem Ableger der kolumbianische Drogenmafia, der vor einigen Monaten im Raum Paris aufflog. (sda, red, DER STANDARD; Printausgabe, 3.10.2011)>


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Policía criminal en el Perú y despedidos / kriminelle Polizei in Peru und Entlassungen:


El ojo del Perú, Logo




10/10/2011: 30 generales policiales en el Perú despedidos:

10.10.2011: 30 Polizeigeneräle werden in Perú entlassen

de / aus: El Ojo del Perú: Retiran a 30 generales PNP; 10/10/2011;
http://ojo.pe/ojo/nota.php?txtSecci_id=25&txtNota_id=641201&txtRedac_id=&pag=2

<"Por renovación", indica resolución que firma presidente Humala

Purga policial anunciada. En medio de rumores de una reorganización policial, el presidente Ollanta Humala oficializó mediante una resolución suprema el pase al retiro de 30 generales de la Policía Nacional "por renovación", entre ellos al director de la institución, Raúl Becerra.

"Es un acto de la administración que no tiene carácter ni efecto sancionador, no implica afectación de derechos patrimoniales ni constituye un agravio legal o moral a los oficiales generales a los que se aplique", explica el dispositivo.

Asimismo, en otra resolución se nombra al actual jefe de la Sétima Región Lima Sur, Raúl Salazar, como nuevo director de la Policía Nacional, en reemplazo de Becerra. Cabe precisar que el flamante titular de la PNP fue también el director de seguridad del palacio presidencial en el gobierno de Alan García y jefe de la Dirección de Seguridad del Estado.

Entre los otros 29 nombres que fueron cesados en el alto mando policial, destacan el jefe de la Dirincri, Eusebio Félix Murga; el general Gaudencio Debenedetti, acusado por algunos cobros irregulares; y Francisco Pasco La Madrid, jefe de la Dirandro y que incluso fue voceado para reemplazar a Becerra.

Si bien la resolución indica que el retiro de los generales no tiene efecto "sancionador", cabe precisar que Humala pidió hace 53 días al ministro del Interior, Oscar Valdés, la reorganización policial, pues tenía denuncias sobre corrupción.>


Übersetzung:
<"Als Neuordnung", so gibt die Unterschrift von Präsident Humala den Entschluss bekannt.

In Peru findet eine regelrechte Säuberung bei der Polizei statt. Gerüchte über eine Reorganisierung der Polizei kursierten schon einige Zeit. nun hat Präsident Ollanta Humala mit einem Höchsten Beschluss die Entlassung von 30 Generälen der Nationalpolizei angeordnet, "als Neuordnung". Unter den Entlassenen ist auch der Direktor der Polizei, Raúl Becerra.

"Das ist ein verwaltungsmässiger Akt, der keinen strafenden Charakter oder Effekt hat, und auch das Heimatrecht nicht berührt, und ist auch kein Justizakt oder moralischer Akt, den die Generaloffiziere hier erleiden", erklärt der Entwurf.

Und nun wird der Chef der siebten Region Lima-Süd, Raúl Salazar, zum neuen Direktor der Nationalpolizei ernannt und ersetzt Becerra. Bleibt nur noch zu präzisieren, dass der neue Chef der PNP auch der Direktor der Sicherheitsgarde des Präsidentenpalastes der Regierung von Alan Garcia war, und auch der Chef der Direktion der "Seguridad" des Landes.

Unter den 29 Namen, die aus der alten Polizeiführung verabschiedet wurden, stechen folgende Personen speziell hervor: Der Chef der Kriminalpolizei (Dirincri), Eusebio Felix Murga; General Gaudencio Debenedetti, der wegen einiger unregelmässiger Geldeinzüge angeklagt ist; und Francisco Pasco La Madrid, der Chef der Antidrogen-Direktion der Polizei (Dirandro), und der eigentlich Becerra ersetzen sollte.

Also beinhaltet der Beschluss, dass die Ruhestellung der Generäle keinen "strafenden" Effekt habe. Aber es bleibt zu präzisieren, dass Humala schon vor 53 Tagen beim Innenminister Oscar Valdés darum gebeten hat, die Polizei zu reorganisieren, denn es waren Anzeigen wegen Korruption vorhanden.>


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Y es aún peor con la policía criminal en el Perú / und es kommt noch schlimmer für die kriminelle Polizei in Peru:


La República del Perú
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13/10/2011: Perú: despiden 3.500 oficiales de la policía corrupta del Perú


13.10.2011: Peru: 3500 korrupte Polizeioffiziere entlassen

de / aus: La Republica online; Reingeniería de PNP incluye pase al retiro de 3 mil 500 oficiales; 13.10.2011;
http://www.larepublica.pe/13-10-2011/reingenieria-de-pnp-incluye-pase-al-retiro-de-3-mil-500-oficiales

<Inspectoría General de la Policía cuenta con 2,500 expedientes que involucran a oficiales policiales en graves delitos, desde robo hasta violación sexual.

Doris Aguirre.

El proyecto del Ministerio del Interior estima que serán más de 3 mil 500 oficiales, entre coroneles, comandantes, mayores, capitanes y tenientes, los que pasarán al retiro como parte del proceso de reforma de la Policía Nacional.

La baja de los efectivos policiales se producirá en un plazo de dos años, aproximadamente, por razones presupuestales.

Fuentes del despacho ministerial señalaron a La República que el personal que será dado de baja será por los siguientes motivos:  por antigüedad en el grado, por límite de edad y por haber postulado más de cinco veces y no haber ascendido.

También por incapacidad académica o intelectual, por enfrentar procesos judiciales o estar involucrados en investigaciones por inconducta, por haber reingresado a la institución por mandato judicial, y por exceso de sanciones por medidas disciplinarias.



Übersetung:
<Das Hauptpolizei-Inspektorat zählt 2500 Absender, wo es sich um Polizeioffiziere handelt, die in schwere Delikte verstrickt sind, von Raub bis zur sexuellen Vergewaltigung.

Doris Aguirre.

Das Vorhaben des Innenminiteriums schätzt, dass es sich um über 3500 Offiziere handelt, darunter Oberste, Kommandanten, Mayore, Admirälen und Leutnants. Sie alle werden im Zuge der Reform der Nationalen Polizei entlassen.

Es kommt dadurch zu einem Tiefststand bei der Belegschaft, was aber in ungefähr 2 Jahren wieder wettgemacht werden sollte, so die Planung.

Quellen der Ministerialkanzlei gaben der Zeitung "La Republica" an, dass für die Entlassung des Personal die folgenden Gründe vorliegen: schon lange Zeit im selben Dienstgrad, Alterslimite, und bei fünfmaligem vergeblichen Versuch der Beförderung.

Weitere Gründe sind akademisches oder intellektuelles Unvermögen, juristische Klagen gegen die Polizeibeamten oder die Verwicklung in Untersuchungen wegen Fehlverhaltens, Rückkehr in den Dienst durch Justizbefehl, und wegen Überaktivität beim Strafenverteilen.

De toda condición

En la actualidad, el cuadro de oficiales de la Policía Nacional consiste en 937 coroneles, 1.633 comandantes, 3.033 mayores, 2.446 capitanes y 916 tenientes.

El despacho del ministro Óscar Valdés Dancuart, como parte de su plan de reingeniería de la institución policial, se propone una drástica reducción de la oficialidad hasta en un 30 por ciento.

De esta manera, serán pasados al retiro 637 coroneles (67.9 por ciento), 733 comandantes (44 por ciento), 1,833 mayores (60 por ciento), 200 capitantes (24 por ciento) y 100 tenientes (10 por ciento).

Los recortes no solo se aplicará a los oficiales de armas sino también a los de servicios (médicos, abogados, economistas, contadores, periodistas, etc.).

El ministro Valdés ha constituido una comisión especial, conformada por personal policial y civil de su despacho, que se dedica a revisar cada uno de los legajos de los oficiales de la Policía Nacional para evaluar si tienen proyección para continuar en la institución.

Dicha comisión trabaja estrechamente con la Inspectoría General de la Policía Nacional. Fuentes del instituto policial reportaron a La República que han entregado al despacho ministerial por lo menos 2 mil 500 expedientes de investigaciones a oficiales involucrados en actos de corrupción, extorsión, peculado, tráfico de combustible, violencia familiar, robo, secuestro, malversación de fondos, narcotráfico, violación sexual y otros graves delitos.



Die Aktion wird auf alle Fälle durchgeführt

Heute besteht das Kader der Nationalpolizei aus 937 Generälen, 1633 Kommandanten, 3033 Mayoren, 2446 Admirälen und 916 Leutnants.

Die Kanzlei unter Oscar Valdés Dancuart will die Belegschaft wesentlich reduzieren, nämlich um 30%.

Auf diese Weise gehen 637 Generäle in Rente (67,9%), 733 Kommandanten (44%), 1833 Mayore (60%), 200 Admiräle (24%) und 100 Leutnants (10%).

Die Kürzungen betreffen nicht nur die bewaffneten Offiziere sondern auch die anderen Dienste (Ärzte, Anwälte, Wirtschaftsfachleute, Buchhalter, Journalisten etc.).

Minister Valdés hat eine Spezialkommission zusammengestellt, mit Polizei- und zivilem Personal seiner Kanzlei, wo jeder Fall genau abgewickelt wird und zur Abklärung, ob in Zukunft eine Person weiter angestellt bleibt oder nicht.

Diese Kommission arbeitet eng mit dem Generalinspektorat der Nationalen Polizei zusammen. Quellen des Polizeiinstituts meldeten der "Republica", dass dem Ministerialinspektorat mindestens 2500 Fälle vorgelegt wurden, die es zu untersuchen gilt, wo es sich um Offiziere handelt, die in kriminelle Akte verstrickt sind wie Korruption, Erpressung, Unterschlagung, Treibstoffschmuggel, familiäre Gewalt, Raub, Entführung,Veruntreuung von Geldern, Drogenhandel, sexuelle Vergewaltigung und weitere schlimme Delikte.
Los oficiales bajo investigación de la Inspectoría serán los primeros que serán pasados al retiro, una vez que se determine la responsabilidad que se les atribuye.

Los informes de la Inspectoría General precisan que 235 oficiales de la Policía que fueron dados de baja por medida disciplinaria, a raíz de su implicancia en actos de corrupción y otros delitos, mediante medidas cautelares dictadas por el Poder Judicial han conseguido reingresar a la Policía Nacional.

Lo peor de todo es que en varios casos los oficiales reincorporados consiguen que se les reconozcan los sueldos que dejaron de percibir, el tiempo de servicios y el ascenso de grado correspondiente. Increíble.

Jubilados protestan

La Asociación de Oficiales Generales de la Policía Nacional expresó su protesta por la masiva baja de 30 generales de la institución policial.

“Con ingrata sorpresa vemos que una vez más la Policía Nacional ha sido mancillada, señala la Adogen-PNP en un comunicado.

Como arbitrario, injusto y excesivo, y como un “agravio legal y moral” calificaron los generales jubilados de la PNP la decisión del Poder Ejecutivo de purgar el instituto policial como parte de un profundo proceso de reestructuración en todos los grados, desde general hasta teniente.


Die Offiziere, bei denen eine Untersuchung durch das Inspektorat im Gange ist, sind die ersten, die in den Ruhestand versetzt werden, und dann werden sie keine verantwortungsvolle Arbeit mehr leisten können.

Die Informationen des Generalinspektorats präzisieren, dass 235 Polizeioffiziere, die wegen Disziplinarverfahren zum Abschuss freigegeben sind, durch Justizbefehle wieder in die Polizei aufgenommen wurden, obwohl diese Leute Korruption und weitere Delikte begangen haben.

Das Schlimmste aber ist, dass in einigen Fällen die Offiziere, die wiederaufgenommen wurden, die Gehälter, die blockiert worden waren, doch noch erhalten haben, und auch die Dienstzeit wurde manipuliert und der entsprechende Grad ebenfalls. Unglaublich.

Die Ruheständler protestieren

Die Gesellschaft der Generaloffiziere der Nationalpolizei von Peru drückte ihren Protest gegen die massive Reduktion von 30 Generälen in der Polizeiorganisation aus.

"Diese unangenehme Überraschung kommt überraschend und wir sehen, dass einmal mehr die Nationalpolizei uns Schande gebracht hat, signalisiert das Adogen-PNP in einer Mitteilung.



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Süddeutsche Zeitung online, Logo

21.10.2011: Schlägerpolizei in Rosenheim

aus: Süddeutsche online: Folgenreiche Einsätze in Rosenheim: Rambos in Polizeiuniform; 21.10.2011;
http://www.sueddeutsche.de/bayern/folgenreiche-einsaetze-in-rosenheim-rambos-in-polizeiuniform-1.1170558

<Von Heiner Effern

Die Gewaltvorwürfe gegen Polizisten in Rosenheim haben Anwälte auf den Plan gerufen: Sie haben die Akten der vergangenen Jahre durchforstet - mit einem eindeutigen Ergebnis: Sie halten einzelne Beamte für besonders gewalttätig und machen der Staatsanwaltschaft Vorwürfe.

Provokation, Fuß in die Tür, sich mächtig aufblasen, harsche Sprüche - und am Ende der Festnahme ist einer verletzt. Meistens keiner der Polizisten. Ein Verhalten, das dem Rosenheimer Strafverteidiger Andreas Michel immer wieder begegnet. Nach den jüngsten Vorwürfen gegen die Rosenheimer Polizei haben er und einige Kollegen die Akten der vergangenen drei bis vier Jahre systematisch durchgesehen. Mit einem eindeutigen Ergebnis: "Wir haben vier Namen, bei denen sich Verletzungen bei Festnahmen auffällig häufen."

Knapp ein Dutzend alarmierender Fälle haben die Strafverteidiger zusammengetragen. Dabei geht es nicht um kleinere Blessuren wie Blutergüsse, wunde Handgelenke oder leichte Prellungen. "Einer Mandantin von mir wurde zum Beispiel der Ellbogen gebrochen. Sie musste operiert werden", sagt Michel. "Ich will keinen Vorsatz unterstellen, aber wenn es um Körperverletzungen geht, sind diese Beamten oft dabei." Sein Kollege Marc Herzog stellt bei einigen wenigen in der Rosenheimer Polizei "Rambo-Manieren" fest.

Drei der vier Beamten auf der Liste der Anwälte sollen auch bei einem Vorfall in Pfaffenhofen bei Rosenheim beteiligt gewesen sein, bei dem eine Familie in ihrem Haus von Polizisten überwältigt wurde. Die Eltern samt Tochter und Ehemann beschwerten sich über das rabiate Vorgehen und Gewalt durch die Beamten. Auf der Anklagebank werden sie selbst sitzen - ihnen wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Die Ermittlungen gegen die Polizisten wurden vorläufig eingestellt.

Auch das entspricht einem Muster, das Anwalt Michel einem System zuschreibt, in dem Polizisten, Staatsanwälte und Richter zu große Nähe aufwiesen: "Es ist der überwiegende Eindruck der Verteidiger, dass solche Verfahren nicht objektiv laufen." Der einzige Zeuge, der einen anderen Ausgang ermöglichen könnte, ist oft der Partner des betroffenen Polizisten. "Der Weggucker deckt das schwarze Schaf, und ich verstehe den sogar. Wenn einer das Maul aufmacht, dann gibt es in jeder Gruppe Mobbing, auch bei der Polizei. Das ist dann der Petzer."

Die Initiative ergriffen haben die Anwälte, weil sie sich nach den jüngsten Vorfällen in Rosenheim über den ständigen Verweis auf Einzelfälle ärgern. "Das öffentliche Wegdrücken eines solchen Problems hilft der Polizei nichts", sagt Michel. "Ich kann mich nicht hinstellen und solche Vorfälle unter den Teppich kehren." Die Strafverteidiger betonen, dass der Großteil der Polizisten "hervorragende Arbeit leistet".

Das sei ja gerade das Traurige, dass deren Ruf ruiniert werde durch "ein paar schwarze Schafe, die möglicherweise Rückendeckung von der alten Leitung hatten", sagt Anwalt Herzog. Der frühere Chef der Polizeiinspektion Rosenheim wurde im September 2011 suspendiert, weil er einen Jugendlichen auf der Wiesnwache am Rosenheimer Herbstfest blutig geschlagen haben soll.

Die Anwälte sehen die zuständige Staatsanwaltschaft in Traunstein am Zug. "Ich weiß nicht, warum man das dort nicht nachprüft, wenn immer die gleichen auftauchen", sagt Anwalt Herzog. Doch der Leitende Staatsanwalt Helmut Vordermayer sieht das ganz anders. "Die Anwälte würde uns am meisten helfen, wenn sie uns Ross und Reiter nennen würden. Dann würden wir das überprüfen."

Öffentliche Vorwürfe ohne konkrete Aussagen trügen nur dazu bei, "dass die Polizei in ein schlechtes Licht gerückt" wird. Bisher lägen ihm keine Hinweise vor, dass die Rosenheimer Polizei sich im Vergleich zu anderen Dienststellen negativ abhebe. Sollte man etwas erfahren, gehe man dem ohne Ansehen der Person nach. "Schützt man die Polizei zu Unrecht, tut man ihr keinen Gefallen." Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim äußerte sich nicht, "da nur spekulative Äußerungen im Raum stehen".>

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20 minuten online, Logo

Slowakei 7.11.2011: <Schulden-Falle: Polizist überfällt viermal dieselbe Bank>

aus: 20 minuten online; 7.11.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/22999440

<In der Slowakei hat ein hoch verschuldeter Polizist keinen anderen Ausweg gesehen, als sich Geld illegal zu beschaffen. Seiner Familie hat er damit einen Bärendienst erwiesen.

Ein slowakischer Polizist hat in seiner Freizeit viermal die selbe Bankfiliale überfallen. Der vierfache Vater habe sich als Bankräuber betätigt, weil er keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe, seine über Jahre angehäuften Schulden zu begleichen, erklärte seine Frau am Montag dem Nachrichtenportal Cas.sk.

Bereits am Wochenende hatte die Polizei die Verhaftung des 32- jährigen Mannes bekanntgegeben. Der Streifenpolizist sei direkt in seiner Dienststelle in Trentschin festgenommen worden.

8000 Euro Beute

Angesichts eindeutiger Beweise habe er gestanden, von April 2010 bis Juni 2011 viermal eine Sparkassenfiliale im nahen Bezirk Priewitz überfallen zu haben, teilte die Polizei mit. Er sei dabei bewaffnet gewesen, habe aber niemanden verletzt. Insgesamt soll er bei den vier Überfällen knapp über 8000 Euro erbeutet haben.

Die finanzielle Lage seiner Familie dürfte sich nun noch mehr verschlimmern. Weil der Mann nach seiner Verhaftung aus dem Polizeidienst entlassen wurde, muss seine Familie nun auch die Dienstwohnung verlassen, die sie bisher bewohnte.

(sda)>

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20 minuten online, Logo

Oakland ("USA") 9.11.2011: Gummigeschoss gegen Kameramann, der eine Polizei-Absperrung filmt

aus: 20 minuten online: Rüdes Vorgehen: Polizei schiesst auf Occupy-Demonstrant; 9.11.2011;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/Polizei-schiesst-auf-Occupy-Demonstrant-23827297

<Ein 30-Jähriger filmt eine Kette von Polizisten. Ohne jegliche Vorwarnung feuert einer der Gefilmten plötzlich ein Gummigeschoss auf den Kameramann.

«Ist das in Ordnung?», fragt Scott Campbell vorsichtshalber gleich mehrmals, während er seine Kamera in Richtung Polizei-Absperrung hält. Er filmt das Aufgebot Uniformierter in einem Abstand von gut sieben Metern. Da die Polizisten keine Antwort geben, bewegt sich Campbell mit seiner Kamera langsam von einer Strassenseite zur andern und erfasst damit die ganze Breite der Wand aus Ordnungshütern. Als er schon fast auf der gegenüberliegenden Seite angelangt ist, feuert einer der Polizisten ohne Vorwarnung mit Gummischrot auf den Demonstranten. Dieser geht mit einem Schmerzensschrei zu Boden, die Kamera fliegt durch die Luft.

Nicht der erste Zwischenfall

Bereits vor zwei Wochen lieferten die Behörden von Oakland mit einem Angriff auf einen Irak-Veteranen negative Schlagzeilen. Kayvan Sabeghi befand sich auf dem Heimweg zu seinem Apartment in der Nähe der Occupy-Proteste. Als er vor einer Absperrung den Polizisten zu erklären versuchte, dass er lediglich zu seiner Wohnung wolle, prügelten sie mit Schlagstöcken auf ihn ein und nahmen ihn anschliessend fest.

Scott Campbell überlegt sich derzeit rechtliche Schritte zu unternehmen. Mit seinen Aufnahmen wollte er das unverhältnismässige und gewalttätige Vorgehen der Polizei festhalten. Das ist ihm wohl gelungen.

(pru)>

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Spiegel online, Logo

23.11.2011: Die Handy-Fahndungsmethode: Das Ortungs-SMS der Polizei

aus: Spiegel online: Beobachtung Verdächtiger: Polizei in NRW verschickte 250.000 Ortyungs-SMS; 23.11.2011;
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,799404,00.html

<Das Handy immer dabei: Behörden wissen zu schätzen, dass solche Geräte ortbar sind

Die Ortung von Handys gehört zum Polizeialltag - die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen nannte nun  erstmals Zahlen. Demnach wurden im vergangenen Jahr Tausende Verdächtige geortet. Die Betroffenen merken davon in der Regel gar nichts.

Freiwillig hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen diese Angaben nicht veröffentlicht. Umso interessanter sind die Zahlen, die jetzt publikgemacht wurden: Im bevölkerungsreichsten Bundesland hat die Polizei 2010 insgesamt 2644 Anschlussinhaber per Handy-Ortung überwacht. Die Daten sind Teil der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag (PDF), in der Innenminister Ralf Jäger (SPD) jetzt Einzelheiten zu den elektronischen Überwachungsmaßnahmen durch die Polizei per Mobilfunk nennt.

2010 verschickte die Polizei demnach mehr als 250.000 sogenannte Ortungsimpulse an Handys, um den Aufenthaltsort von Zielpersonen zu überprüfen. Im Vorjahr waren es sogar deren 320.000. Die juristische Grundlage dieser Aktionen waren laut Jäger 778 Ermittlungsverfahren, in deren Rahmen die entsprechenden Überwachungsmaßnahmen auf richterliche Anordnung hin erfolgten. Insgesamt wurden 2010 in NRW 494.955 Tatverdächtige ermittelt.

Dabei wird in der Antwort Wert gelegt auf die Unterscheidung zwischen der herkömmlichen Funkzellenauswertung (wie sie etwa bei der Sammlung und Auswertung von Millionen Handy-Daten in Dresden angewandt wurde) und dem in NRW benutzten Verfahren. Hier wurden via "stiller SMS" gezielt Ortungsimpulse verschickt. Das heißt, die Polizei sammelte keine Daten über sämtliche, zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Funkzelle eingewählten Geräte. Vielmehr werden nur Einzelgeräte angesimst. Damit werde ein Kommunikationsvorgang lediglich simuliert.

Was rein technisch klingt, hat weitreichende juristische Folgen. Weil es sich bei den stillen SMS um keine Kommunikation handelt, fällt sie auch nicht unter den Bereich des Grundgesetzartikels 10, der das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis regelt. Trotzdem ist in der Regel eine richterliche Anordnung nötig. Eine Ausnahme bestünde, wenn "Gefahr im Verzug" geltend wird. Dann würde nur eine staatsanwaltschaftliche Eilanordnung benötigt, erklärt "Telepolis".

Durch mehrere, kurz nacheinander ausgesandte Ortungsimpulse können Bewegungen und Fluchtwege von Verdächtigen quasi in Echtzeit bestimmt werden. Etwaige Bedenken sollen durch zwei Beispiele entkräftet werden, die der Minister gibt. So seien unter anderem ein Vergewaltiger und ein Drogendealer durch SMS-Ortung dingfest gemacht worden.

Auf die Frage, ob stille SMS auch im Bereich politischer Versammlungen angewandt werden, ist die Antwort vage. Verstöße gegen das Versammlungsgesetz würden keine derartigen Maßnahmen rechtfertigen, so der Minister. Ansonsten seien jedoch auch hier die zur Verfolgung von Kapitalverbrechen nötigen Maßnahmen zulässig. Ein klares Nein hört sich anders an.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, "stille SMS" würden ein Handy auch erreichen, wenn es ausgeschaltet ist. Das ist falsch. Tatsächlich weist die Landesregierung in ihrer Antwort darauf hin, dass nicht beziffert werden könne, wie viele Ortungsimpulse die Endgeräte tatsächlich erreicht haben, "da eine Zustellung an ein Endgerät, das nicht betriebsbereit war (z. B. ausgeschaltet) oder im Ausland betrieben wurde, nicht erfolgt". Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

meu>


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Crónica viva del Perú,
                                    Logo



27/11/2011: Filmaron policías criminales en el Perú como aceptan coimas

27/11/2011: Kriminelle Polizisten in Peru wurden beim Entgegennehmen von Bestechungsgeld gefilmt

de / aus: Crónica viva del Perú: Filman a policías cobrando a chóferes infractores; 27.11.2011;
Film en: http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/crimen/52-crimen/32035--filman-a-policias-cobrando-a-choferes-infractores-video

Film 1 Youtube: Filmaron policías /
                                        Polizisten gefilmt 01

Film 2 Youtube: Filmaron policías /
                                        Polizisten gefilmt 02

Coimas para la policía
                                    en el Perú - Schmiergeld für die
                                    Polizei in Peru
Coimas para la policía en el Perú - Schmiergeld für die Polizei in Peru [1]

<Efectivos policiales de Escuadrón Fénix, del Escuadrón de Emergencias y de la comisaría de Santa Isabel (Comas), incluso de provincias, fueron filmados cobrando coimas a choferes infractores para no imponerles las respectivas papeletas.

Las imágenes, grabadas entre el 2010 y este año, fueron difundidas en el programa televisivo Domingo al día. Se observa a los policías recibiendo, desde billetes hasta monedas, por hacerse de la vista gorda con las infracciones de tránsito.

En el mencionado informe, la legisladora enfatizó que “quien delinque debe salir de la Policía”. Las autoridades de la PNP no se han pronunciado hasta el momento. (ECHA)>
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<Sie wurden gefilmt, die ausführenden Polizisten der Abteilung Phoenix der Notfall-Einsatzgruppe und des Polizeiquartiers von Hl. Isabel (Comas) miteingeschlossen aus den ländlichen Gebieten. Sie wurden gefilmt, wie sie Schmiergelder von Chauffeuren und Autofahrern entgegengenommen haben, die Verkehrsregeln verletzt hatten. Und so bekamen die Chauffeure keine offiziellen Bussen.

Die Bilder, die zwischen 2010 und diesem Jahr [2011] gemacht wurden, wurden in einem Sonntags-Fernsehprogramm im Verlaufe des Tages gezeigt. Dabei können Polizisten beobachtet werden, wie sie Geldscheine oder Münzen entgegennehmen, und wie sie gegenüber den Verkehrsverletzungen alle Augen zudrücken.

Im erwähnten Bericht betonte eine Abgeordnete, dass Personen, "die gegen Gesetze verstossen, die Polizei verlassen müssten". Die leitenden Stellen der PNP haben sich dazu noch nicht geäussert. (ECHA)>


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El Trome del Perú
                                    online, Logo




Rimac (Lima) 5/12/2011: Capitán de Policía Nacional del Perú provoca incendio a casa civil por deuda personal de una mujer


Rimac (Lima) 5.12.2011: Polizeikapitän der Nationalpolizei von Peru verursacht grossen Hausbrand wegen Schuldnerin

de / aus: El Trome del Perú online: Policía armó escándalo en el Rímac (Polizist richtet in Rimac einen Skandal an); 5.12.2011;
http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=AME&pagina=http://www.trome.pe

<Atacó a los supuestos deudores y prendió fuego a su vivienda como amenaza de muerte.

Rosario Galván está conmocionada por el enorme susto que se llevó. Una deuda ajena la hizo pasar el peor momento de su vida. Un supuesto capitán de la Policía Nacional del Perú, en una actitud delincuencial, lanzó una botella llena de querosene en su vivienda y le prendió fuego.

“Estaba el último piso y las llamas llegaron a la ventana de arriba”, fue el testimonio de un vecino.

Todo se inició cuando la hermana de Rosario Elizabeth Galván contrajo una deuda con este sujeto que se presentó como el capitán PNP Walter Cuadros Oriundos. Ella se comprometió a pagarle la suma que le debía y acordaron que la cantidad sea de 200 soles mensuales.

Elizabeth tuvo que viajar a Argentina. Desde ahí Walter Cuadros llegaba a casa de Rosario, su hermana, para amenazarla de muerte.

Intentó darse a la fuga, pero fue intervenido por los testigos de la urbanización Los Ángeles en el Rímac.>



<Er griff die vermeintlichen Geldgeber an und legte bei ihrer Wohnung Feuer - wie eine Todesdrohung.

Rosario Galván ist vom enormen Schrecken noch sehr aufgeregt, der sich ereignet hat. Eine Schuld bei einer auswärtigen Peron liess sie ihren schlimmsten Moment des Lebens erleben. Ein vermutlicher Polizeikapitän der Nationalen Polizei von Peru verübte einen Anschlag, indem er eine Flasche mit Benzin in ihre Wohnung warf, die daraufhin Feuer fing.

"Ich war im obersten Stockwerk und die Flammen reichten ans obere Fenster", so ein weiterer Zeuge.

Alles begann, als die Schwester von Rosario Elizabeth Galván einen Schuldvertrag mit diesem Objekt abschloss, der sich als Polizeikapitän der PNP präsentierte: Walter Cuadros Oriundos. Sie [Frau Galván] hatte sich verpflichtet, ihm monatlich 200 Soles zurückzuzahlen, bis die Summe abbezahlt sei.

Elizabeth musste nach Argentinien reisen. Von da ab kam Walter Cuadros an das Haus von Rosario, die Schwester, um sie mit dem Tode zu bedrohen.

Er versuchte zu fliehen, konnte aber durch das Eingreifen von Zeugen in der Wohngegend "Zu den Engeln" ("Los Angeles") in Rimac gestoppt werden.>
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A sí, de verdad, esa cultura en el Perú se llama "católica".


Ach so, ja, diese Kultur in Peru nennt sich "katholisch".


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Y ahora siguen policías peruanos ebrios pegando a un hotelero:

Und nun folgen besoffene, peruanische Polizisten, die einen Hotelier schlagen:


El Trome del Perú
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Cajamarca 6/12/2011: Policías peruanos ebrios en un hostal pegando a un hotelero cuando quería tranquilidad


Cajamarca 6.12.2011: Besoffene, peruanische Polizisten in einem Hotel schlagen einen Hotelbesitzer, als dieser um Nachtruhe bat

de / von: El Trome del Perú online: Policías agredieron a dueño de un hostal (Polizisten schlugen einen Hotelbesitzer); 6.12.2011;
http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=AME&pagina=http://www.trome.pe

<Los efectivos son destacados en Cajamarca por el estado de emergencia decretado por el Gobierno.

El propietario del hostal “El Dorado”, Edwin Díaz, denunció en el noticiero Primera Noticia que cinco policías, en completo estado de ebriedad, lo golpearon por pedirles que apaguen sus luces y no hagan bulla, porque sus pequeños hijos y otros familiares dormían en el cuarto piso del local.

Díaz afirmó que los efectivos ocupaban una habitación del segundo nivel del hostal, ubicado en el cruce de las calles Urrelo y Amazonas, desde hace dos días y que habían llegado por el estado de emergencia decretado por el Gobierno tras el paro contra el proyecto Minas Conga.

En horas de la mañana, los policías implicados fueron sacados del hostal para que se realicen la prueba de dosaje etílico.>



<Die Beamten habenin Cajamarca auf sich aufmerksam gemacht, wo zur Zeit ein von der Regierung verfügter Ausnahmezustand herrscht.

Der Besitzer des Hotels "Zum Goldparadies" ("El Dorado"), Edwin Diaz, hat der Zeitung "Primera Noticia" die Geschichte geschildert, die ihm 5 Polizisten bereitet haben. Die Polizisten waren komplett besoffen. Als der Hotelbesitzer die Polizisten um Lichterlöschen und um Ruhe bat, weil seine kleinen Söhne und andere Familienmitglieder im vierten Stock des Hauses schliefen, schlugen die Polizisten gegen den Hotelbesitzer.

Diaz versicherte, dass die Beamten ein Zimmer im zweiten Stock des Hotels gebucht hatten, das sich an der Kreuzung der Urrelo-Strasse und Amazonas-Strasse befindet. In diesem Zimmer waren die Polizisaten seit 2 Tagen einquartiert. Sie waren durch den von der Regierung verfügten Ausnahmezustand, der sich wegen des Streiks im Zuge des Minenprojekts "Conga" ergab, dorthin verlegt worden.

Am frühen Morgen dann wurden die in den Fall verwickelten Polizisten aus dem Hotel herausgeholt, um eine Alkoholprobe abzugeben.>
A sí, de verdad, esa cultura en el Perú criminal se llama "católica". La iglesia no sirve para nada.

Ach so, ja, diese Kultur im kriminellen Peru nennt sich "katholisch". Man sieht, die Kirche nützt gar nichts.

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Siguen más policías pegones peruanos chanchos en el Perú:

Und hier ist wieder peruanische Schweine-Schlägerpolizei in Peru:


La República del Perú
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6/12/2011: Policía criminal peruana y "Seguridad" criminal peruana pegando y jalando a travestis en el centro del Lima - con gas pimienta - proyectos de una "zona rosa" y "zona de tolerancia"


6.12.2011: Kriminelle, peruanische Polizei und kriminelle, peruanische "Sicherheitsgarde" schlagen und reissen  Travestitenfrauen im Zentrum von Lima herum - mit Pfefferspray - Projekte "Rosa Zone" und "Toleranzzone"

de / aus:
http://www.larepublica.pe/06-12-2011/transexuales-denuncian-la-policia-y-serenazgo-de-lima-por-agresion

<Piden la creación de la “Zona de Tolerancia”. Transexuales denuncian a la Policía y Serenazgo de Lima por agresión.

Con frases como “la prostitución callejera no es delito” y “nos tratan como los afro descendientes del siglo XXI”, los travestis, transgéneros y transexuales exigen trato digno e igualitario.

La Asociación Civil Ángel Azul (Lima) denunció que continúa la persecución y el maltrato hacia trans (travestis, transgéneros y transexuales) por parte de efectivos de la Policía Nacional del Perú (PNP) y el Serenazgo de Lima.

“Hace unos días, recibimos con alegría la noticia de la creación de la Unidad para los Derechos Humanos de las Lesbianas, los Gays y las Personas Trans, Bisexuales e Intersexo, en la Comisión Interamericana de Derechos Humanos, órgano de la OEA. Sin embargo, ayer recibimos la denuncia de diversas compañeras trans que trabajan en las calles para sobrevivir”, señaló Gabriela Mariño, presidenta de la Asociación Civil Ángel Azul.

Violencia y represión

La activista comentó el caso de Brigitte, una mujer trans que ejerce el trabajo sexual en las calles del Centro, quien manifestó que las suben a la fuerza al camión de la Municipalidad de Lima o a las camionetas de la policía.

“Cuando ponemos resistencia, nos jalan el cabello y nos dan varazos en las piernas. El otro día me golpearon cuando estaba aquí en la puerta de mi casa (ubicada en el Jirón Peñaloza, cerca de la Plaza Dos de Mayo)”, relata.

“Es la gente del Escuadrón Verde la que nos sigue persiguiendo como si fuéramos delincuentes. Y lo peor de todo es que se presentan como civiles, te detienen y te echan gas pimienta a la cara si te resistes a ser detenida. Si corremos es porque necesitamos trabajar y porque al trabajar en las calles no estamos cometiendo ningún delito”, comenta Kiara, otra joven trans que ejerce el trabajo sexual en el Centro de Lima.

Piden ayuda a Susana Villarán

Al no existir ninguna norma que los ampare, los denominados Trans esperan que la alcaldesa de Lima reactive las mesas de trabajo con la finalidad de crear una Zona Rosa para las trabajadoras sexuales y una Zona de Tolerancia para ellas.

Las Zonas de Tolerancia son calles exclusivas de Lima donde los Trans se ubicarán para esperar a sus clientes y luego llevarlos a un hospedaje cercano. Ellas aseguran que todas tienen sus documentos en regla y son mayores de edad. Además, mensualmente se realizan chequeos de salud para descartar enfermedades de transmisión sexual ó VIH-SIDA. “Nosotras exigimos el uso de preservativos, por eso los llevamos siempre en la cartera”, agregó.

El dato

El Informe Anual del 2010 y de los años 2009 y 2008 coinciden al indicar que la población Trans es la que más sufre de agresiones contra la seguridad personal como amenazas, lesiones graves, robos, secuestros y detenciones arbitrarias.>
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<Sie bitten um eine "Toleranzzone". Transsexuelle zeigen die Polizei und die Sicherheitsgarde von Lima wegen Aggressionen an.

Mit Sätzen wie "Die Strassenprostitution ist kein Delikt" und "Sie behandeln uns wie Abkömmlinge aus Afrika im 21. Jh." fordern die Tavestiten, Geschlechtsumgewandelte und Transsexuelle eine würdige und gleichwertige Behandlung.

Die Zivilgesellschaft "Blauer Engel" (Lima) machte Anzeige, dass die Verfolgung und die Misshandlung gegen Transis (Travestiten, Geschlechtsumgewandelte und Transsexuelle) durch die Beamten der Nationalpolizei von Peru (PNP) und die Sicherheitsgarde von Lima weiterin anhält.

"Seit einigen Tagen sehen wir erfreut die Nachricht, dass sich eine "Einheit für die Menschenrechte der Lesbierinnen, Schwulen und Trans-Personen, Bisexuellen und Intersexuellen" gebildet hat, und zwar in der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte, ein Organ der Organisation der Amerikanischen Staaten (Organización de los Estados Americanos, OEA). Jedoch haben wir gestern auch die Anzeige verschiedener Trans-Kameradinnen erhalten, die in den Strassen arbeiten, um zu überleben", so Gabriela Mariño, Präsidentin der Gesellschaft "Blauer Engel".

Gewalt und Repression

Die Aktivistin kommentierte einen Fall, der Fall von Brigitte, eine transsexuelle Frau, die ihrer Sexarbeit in den Strassen im Zentrum nachgeht. Sie gab an, dass sie auf einen Lastwagen der Gemeinde Lima gezwungen wurde, oder auch auf die Lastwagen der Polizei.

"Wenn wir uns wehren, dann reissen sie uns an den Haaren und Schläge an die Beine. An einem anderen Tag schlugen sie mich, als ich hier an der Tür meines Hauses stand (an der Peñaloza-Strasse nahe dem Platz des 2. Mai)", schildert sie.

"Es sind die Leute vom "Grünen Schwadron", das uns weiterhin verfolgt, wie wenn wir Straftäter wären. Und das schlimmste von allem ist, dass sie sich in Zivil präsentieren, dann festnehmen und dir auch noch Pfefferspray ins Gesicht sprühen, wenn du dich gegen die Festnahme wehrst. Wenn wir da auf der Strasse sind, dann, weil wir arbeiten müssen, und weil wir mit der Anwesenheit auf der Strasse kein einziges Delikt begehen", kommentierte Kiara, eine andere junge Transsexuelle, die Sexarbeit im Zentrum macht.

Der Hilferuf an Susana Villarán



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Welt online, Logo

Nord-Kenia 14.12.2011: Kriminelle, kenianische Polizei vertreibt Samburu-Volk: "Dörfer niedergebrannt, Tiere getötete, Männer, Frauen und Kinder angegriffen"

aus: Welt online: Kenia: Der Tourismus bringt das Samburu-Volk in Gefahr; 14.12.2011;
http://www.welt.de/reise/Fern/article13765131/Der-Tourismus-bringt-das-Samburu-Volk-in-Gefahr.html

<Jahrundertelang lebte das Samburu-Volk im nordkenianischen Laikipia Distrikt. Doch der Verkauf ihres Landes an zwei Naturschutzorganisationen treibt sie nun ins Elend.

Menschenrechtler haben die Vereinten Nationen dringend dazu aufgerufen, dem Volksstamm der Samburu im Norden Kenias zu Hilfe zu kommen. Die Samburu seien nach dem Verkauf ihres Landes an zwei US-Naturschutzorganisationen aus ihren Dörfern vertrieben worden und lebten seither unter katastrophalen Bedingungen am Rande des betroffenen Laikipia-Gebietes, teilte die Organisation "Survival International“ mit.

Zuvor hätten kenianische Polizisten die Dörfer des indigenen Volkes niedergebrannt, Tiere getötet und gestohlen sowie Männer, Frauen und Kinder angegriffen. Rund 2000 Samburu-Familien lebten nun in provisorischen Hütten, die Ressourcen seien knapp, hieß es.

Viele Frauen und Kinder würden aus Angst vor der Polizei und trotz starker Regenfälle im Freien übernachten. 1000 weitere Familien wurden den Angaben zufolge gezwungen, das Gebiet ganz zu verlassen.

Der Laikipia Distrikt sei seit Jahrhunderten Teil des traditionellen Gebietes der Samburu gewesen, bis die Organisationen "The Nature Conservancy“ (TNC) und "African Wildlife Foundation“ (AWF) das Gebiet für zwei Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) gekauft hätten. Das Land, auf dem zahlreiche Tierarten leben, gehörte zuletzt offiziell Kenias ehemaligem Präsidenten Daniel arap Moi.

Nach den Übergriffen durch die Polizei klagten die Samburu gegen AWF und Ex-Präsident Moi, um ihre Landrechte zu schützen. Eine Verfügung des Gerichts, die Gewalt gegen die Samburu zu stoppen, sei jedoch ignoriert worden.

Obwohl das Gerichtsverfahren noch nicht beendet ist, habe AWF das Land kürzlich an die kenianische Regierung verschenkt. Ziel sei es, den Tourismus in dem Gebiet anzukurbeln.

"Dass die Samburu im Namen des Naturschutzes aus ihrer Heimat vertrieben werden, sollte von all jenen entschieden abgelehnt werden, die an Fairness und Gerechtigkeit glauben“, sagte der Direktor von "Survival International“. "Sie wollen einfach weiter auf dem Land leben und es schützen.“

dpa/nics>


Kommentar

Korrupte, kriminelle Polizei ist das Instrument vom Präsident, in Kenia, in Weissrussland, in Putin-Land, im Bush-Land, im Obama-Land, auch in Merkelheim etc. Das ist ein Weltprinzip...

Michael Palomino, 14.12.2011


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La
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Bellavista (Callao) 14/12/2011: Perversos policías criminales de Callao queman a un detenido - quemaduras de tercer grado en todo el cuerpo


Bellavista (Callao) 14.12.2011: Pervers-kriminelle Polizisten von Callao legen bei einem Häftling Feuer - Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper

de / aus: Prenden fuego a albañil en calabozo de la comisaría de Bellavista (Sie nehmen einen Schreiner gefangen und legen dann Feuer - Kommissariat "Zur Schönen Aussicht"); 14.12.2011;
http://www.larepublica.pe/14-12-2011/prenden-fuego-albanil-en-calabozo-de-la-comisaria-de-bellavista

<Lo detuvieron en una calle del Callao por andar indocumentado y horas después le prendieron fuego.

Seis oficiales y subalternos de la comisaría de Bellavista son investigados por las quemaduras graves que sufrió el albañil Jimmy Gutiérrez Corrales (34), quien ardió en llamas en los calabozos de ese destacamento policial.

Trascendió que entre los indagados figura el comandante José Condemarín Vargas, así como un teniente de apellido Carbajal.

Gutiérrez Corrales fue arrestado a las tres de la tarde del domingo porque no portaba documentos y estaba ebrio.

No presentaba ninguna lesión cuando lo encerraron. Dos horas después el albañil fue llevado en un patrullero al hospital Daniel Alcides Carrión con quemaduras de tercer grado en casi todo el cuerpo. Ayer fue trasladado al hospital Rebagliati, donde se debate entre la vida y la muerte.>


<Sie nahmen ihn auf einer Strasse von Callo fest, weil er kein Dokument auf sich trug, und Stunden später legten sie beim Festgenommenen auch noch Feuer.

Gegen sechs Offiziere und untergeordnete Beamte des Polizeikommissariats zur "Schönen Aussicht" ("Bellavista") iwrd ermittelt, weil sie dem Schreiner Jimmy Gutiérrez Corrales (34) schwere Verbrennungen zugefügt haben, der in der Zelle dieser Polizeiabteilung eingeschlossen war und dort in den Flammen ausharren musste.

Es sickerte durch, dass unter den Angeschuldigten sich der Kommandant José Condemarín Vargas befindet, und ebenso ein Leutnant mit Nachnamen Carbajal.

Gutiérrez Corrales war am Sonntag um 3 Uhr nachmittags festgenommen worden, weil er kein Dokument auf sich trug und betrunken war.

Als sie ihn einsperrten, hatte er keine einzige Verletzung. Zwei Stunden danach wurde der Schreiner mit einem Patrouillenauto ins Spital "Daniel Alcides Carrión" gebracht. Er hatte Verbrennungen dritten Grades praktisch am gesamten Körper. Gestern wurde er ins Spital Rebagliati gebracht, wo er um sein Leben kämpft.>
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A sí, de verdad, esa cultura en el Perú se llama "católica".

Ach so, ja, diese Kultur in Peru nennt sich "katholisch".


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n-tv online, Logo

Süd-Mexiko 15.12.2011: Studentendemonstrationen fordern 2 Tote - 10 Polizisten im Verdacht

aus: n-tv online: Zwei tote Studenten in Mexiko: Zehn Polizisten festgenommen; 15.12.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Zehn-Polizisten-festgenommen-article5006026.html
<Ohne von der Regierung aufgefordert zu sein, gehen Polizisten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero gewaltsam gegen studentische Demonstranten vor. Dabei sterben zwei Menschen. Nun drohen den Beamten Strafen.

Nach dem Tod zweier Studenten bei einer Demonstration im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero haben die Behörden zehn Polizisten festgenommen. "Wer immer belangt werden muss, wird auch belangt werden", sagte Gouverneur Ángel Aguirre. Die Regierung habe der Polizei keinen Befehl erteilt, gegen den Studentenprotest vorzugehen. Aguirre hatte bereits am Dienstag den Generalstaatsanwalt und zwei für die Sicherheit des Bundesstaats zuständige Funktionäre entlassen.

Die Polizei war am Montag gewaltsam gegen rund 600 Demonstranten auf einer Autobahn bei Chilpancingo, der Hauptstadt von Guerrero, vorgegangen. Dabei kamen zwei Studenten ums Leben, ein dritter schwebt in Lebensgefahr. Die Behörden erklärten zunächst, die Polizisten seien unbewaffnet losgeschickt worden, um die Blockade auf der nach Acapulco an der Pazifikküste führenden Autobahn aufzuheben. Zeugen berichteten jedoch, die Polizei habe Schüsse abgefeuert. Die Demonstranten sollen ihrerseits Brandsätze geworfen haben.

Die Teilnehmer der Kundgebung hatten gefordert, die Zahl der Studienplätze an der Pädagogischen Hochschule in Ayotzinapa zu erhöhen. In Guerrero hatte es im laufenden Jahr bereits zahlreiche Bildungsproteste gegeben. Dazu gehörte auch ein im Oktober beendeter zweimonatiger Streik von Lehrern in Acapulco. Sie forderten angesichts der anhaltenden Bedrohung durch Drogenbanden bessere Sicherheitsvorkehrungen.

AFP>

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Der Standar online, Logo

Izmir (Türkei) 16.12.2011: Zwei Polizeibeamte schlagen Frau in der Polizeiwache - erst der Videobeweis bring Konsequenzen

aus: Der Standard online: Nach Videoveröffentlichung: Prügelnde Polizisten empören die Türkei; 16.12.2011;
http://derstandard.at/1323916552281/Nach-Videoveroeffentlichung-Pruegelnde-Polizisten-empoeren-die-Tuerkei

<Markus Bernath aus Istanbul

Drei Minuten Gewalt: Zwei Zivilbeamte ohrfeigen eine 37-jährige Frau, die bei einer Kontrolle keinen Ausweis dabeihatte.

Zwei Zivilbeamte in Izmir haben auf der Wache eine Frau geschlagen – Erst als Bilder an die Öffentlichkeit kamen, zog die Justiz Konsequenzen – Gewalttätige Ehemänner kennt die Öffentlichkeit, prügelnde Polizisten sind neu.

Der Gouverneur hat sich entschuldigt, die Familienministerin nannte den Vorfall "inakzeptabel", und die Justiz hat eine Kehrtwende gemacht und den Staatsanwalt ausgetauscht. Zwei türkischen Polizisten in Izmir wird nun der Prozess gemacht, weil sie mit hemmungsloser Gewalt auf der Polizeiwache eine Frau prügelten. Vorher war es genau andersherum: Die 37-jährige Fevziye Cengiz sollte für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis, weil sie angeblich die zwei Polizisten beleidigt und gekratzt hatte.

Knapp drei Minuten dauert der Videoausschnitt einer Sicherheitskamera, der die türkische Öffentlichkeit empört. Gewalttaten von Ehemännern und Vätern gegen Frauen gehören zum Alltag im Land. Polizisten, die eine Frau schlagen, hat man so noch nicht gesehen.

Zwei Beamte in Zivil stoßen die Frau in das Büro hinein, versetzen ihr Ohrfeigen, reißen ihren Kopf an den Haaren nach hinten, zwingen sie auf den Boden. Einer der Polizisten kniet auf der Festgenommenen und prügelt weiter auf sie ein. Fevziye Cengiz ist wehrlos. Die beiden Beamten - Hakan Yörük und Beyit Sezgin - haben ihr zuvor die Hände mit Handschellen auf den Rücken gebunden. Ein Beamter in Uniform schaut zu und hebt ein Funkgerät auf, das bei der Prügelei auf den Boden gefallen war. Das "Vergehen" der Frau: Bei einer Personenkontrolle keinen Ausweis zur Hand gehabt.

Späte Suspendierung

Der Vorfall liegt bereits fünf Monate zurück. Vergangenen Freitag veröffentlichte eine türkische Tageszeitung die Prügelbilder von der Polizeiwache Karabaglar im Süden der Vier-Millionen-Stadt Izmir. Erst dann wurden die zwei Beamten vom Dienst suspendiert. Diese Woche wurden der Videoausschnitt veröffentlicht - und ein Bild, das Fevziye Cengiz von ihrem Gesicht machte. Auch gegen den Polizeiarzt, der die Striemen auf dem Gesicht ignorierte, wird nun ermittelt. Cengiz war an einem Juli-Abend bei einer Personenkontrolle in einem Vergnügungslokal festgenommen worden. Sie soll dort mit ihrem Mann Murat und ihrem Kind gewesen sein. Als ihr Ehemann nach draußen ging, um den Personalausweis zu holen, nahmen die Beamten die Frau einfach mit zur Wache. Sie sei eine Prostituierte, hieß es im Nachhinein bei der Polizei in Izmir, was nach Auffassung der Beamten offenbar die Schläge rechtfertigte.

Familienministerin Fatma Sahin hat den Vorfall in Izmir benutzt, um auf entschiedenere Unterstützung des Staats für die Frauen zu drängen. Sahin kündigte diese Woche die Einführung eines Notrufsystems an. Frauen, die bereits durch gewalttätige Männer in ihrem Verwandtenkreis gefährdet sind, sollen einen Sender erhalten, mit dem sie im Notfall eine Polizeistelle alarmieren können.

Kein wirkliches Problem

Die Ministerin hatte früher bereits die Einführung von elektronischen Fußfesseln zur Überwachung von Gewalttätern angekündigt. Das Gesetz lässt allerdings weiter auf sich warten. Und ein Problem ist dabei nach Ansicht von Anwälten und Bürgerrechtlern mit Izmir nur deutlicher geworden: Türkischen Polizeibeamten könnten die Frauen nicht trauen. Sie sähen oft genug kein wirkliches Problem darin, dass Ehemänner ihre Frauen schlagen.

Tödliche Gewalt gegen Frauen ist an der Tagesordnung. Alle 36 Stunden wird im Land eine Frau umgebracht: Am Dienstag dieser Woche stieß in Trabzon ein Ehemann seine Frau im Streit nieder, am Mittwoch erschoss eine Mann seine Ex-Freundin vor dem Gerichtsgebäude in Zonguldak. (Markus Bernath aus Istanbul, DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2011)>


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Basler Zeitung online, Logo

Anti-WEF-Demo in Bern 22.1.2012: Kriminelle Polizei in Bern liess Demonstranten festnehmen und verbot ihnen das WC: <«Personen waren gezwungen, in die eigenen Kleider zu urinieren»>

Artikel als E-Mail versenden

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aus: Basler Zeitung online; 22.1.2012;
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Personen-waren-gezwungen-in-die-eigenen-Kleider-zu-urinieren/story/26820905

<Nach der Anti-WEF-Demonstration von Bern fordern linke Parteien eine Untersuchung des Polizei-Einsatzes. Dieser sei massiv übertrieben gewesen. SVP, FDP und CVP sind zufrieden.

Er sei «positiv überrascht, dass die Polizei dieses Mal Recht und Ordnung in Bern herstellen durfte», sagte SVP-Stadtrat Roland Jakob. Nun hoffe er, dass man unbewilligte Demonstrationen auch in Zukunft nicht tolerieren werde.

Ordnung und Sicherheit der Bürger seien schliesslich höher zu gewichten, sagte Jakob. Das Demonstrationsrecht wolle er nicht in Frage stellen, «doch die Spielregeln müssen eingehalten werden – wer demonstrieren will, soll dafür ein Gesuch stellen».

Die SVP und auch die FDP hatten im Vorfeld der Kundgebung Druck auf die Behörden gemacht, keine Gewalt-Exzesse zuzulassen. Beide Parteien hatten aus einem anonymen Mail linker Kreise zitiert, in dem zu Gewalt an der Demo aufgerufen worden sei.

«Absolut korrekt gehandelt»

FDP-Stadtrat Bernhard Eicher äusserte am Sonntag ebenfalls Genugtuung. Er gratulierte dem kantonalen Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) und der Kantonspolizei zum Einsatz. Endlich hätten Stadt und Kanton ein klares Signal gesendet, dass man gewaltbereite Demonstranten nicht toleriere.

Auch die CVP – die Partei des städtischen Sicherheitsdirektors Reto Nause – zeigte sich in einem Communiqué erfreut, dass es keine Ausschreitungen gegeben habe. Die Polizei habe eine gute Lageeinschätzung vorgenommen und «absolut korrekt» gehandelt.

AntiRep sieht Missstände

Scharfe Kritik kam dagegen von der Gruppe AntiRep Bern, die den Demonstrierenden im Internet Verhaltenstipps mit auf den Weg gegeben hatte. Sie bezeichnete das Vorgehen der Polizei als unverhältnismässig.

Die Behörden hätten ihr Vorgehen mit einem Gewaltaufruf im Vorfeld gerechtfertigt, doch das angebliche Schreiben könne weder den Organisatoren noch möglichen Teilnehmern zugeordnet werden, hält AntiRep in einem Communiqué fest.

Die Organisatoren hätten zudem noch am Freitag in einer öffentlichen Stellungnahme betont, sie wünschten eine reibungslose Kundgebung ohne Zwischenfälle. Die im Bollwerk eingekesselten Personen hätten der Polizei über Lautsprecher ebenfalls mitgeteilt, dass es sich um eine friedliche Demonstration handle.

Kritisiert wurden auch die teils langen Wartezeiten im Festhalteraum Neufeld. Die Demonstranten hätten zuerst lange in Polizei-Kastenwägen vor dem Park Ride warten müssen. Der Gang zur Toilette sei ihnen während dieser Zeit untersagt gewesen.

«Mehrere Personen waren gezwungen, gefesselt in die eigenen Kleider zu urinieren», schreibt AntiRep. Die letzten Festgehaltenen seien erst nach Mitternacht aus dem Gewahrsam entlassen worden.

«Nause führt Wahlkampf»

Die Junge Alternative (JA!) forderte den Gemeinderat auf, die Verhältnismässigkeit des Einsatzes zu untersuchen und die Kosten offenzulegen. Es dürfe nicht sein, dass vollkommen friedliche Kundgebungen im Keim erstickt und Unbeteiligte festgenommen würden.

Dem zuständigen Sicherheitsdirektor Reto Nause von der CVP warf die Partei vor, er führe Wahlkampf mit Steuergeldern. Mit einer massiven Machtdemonstration der Sicherheitskräfte habe Nause offenbar rechte Kreise besänftigen und seine Wiederwahl sichern wollen.

In eine ähnliche Richtung geht die Kritik des Grünen Bündnisses. Selbst wenn eine Kundgebung ohne Bewilligung stattfinde, müsse der Polizei-Einsatz verhältnismässig bleiben. Das sei am Samstag nicht der Fall gewesen. (jam/sda/)>

Kommentar

DER KRIMINELLE HEISST NAUSE
Erstens gab es gar keine Demonstration, und zweitens ist das Verbot von WCs gegen jedes Menschenrecht. Der Kriminelle in diesem Fall heisst Reto Nause und gehört für 3 Jahre ins Gefängnis wegen absoluter Nötigung in 150 Fällen.

Michael Palomino, 22.1.2012

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n-tv online, Logo

27.1.2012: <Auf Streife
: Polizist fährt ohne Führerschein>

aus: n-tv online;
http://www.n-tv.de/panorama/Polizist-faehrt-ohne-Fuehrerschein-article5344581.html

<Ein Polizist ohne Führerschein? Kommt vor.

Ein Polizist aus dem Harz ist 22 Jahre lang ohne gültigen Auto-Führerschein Streife gefahren. Die Sache flog erst auf, als der Mann seine Berechtigung zum Fahren eines Streifenwagens erneuern wollte. Dabei wurde festgestellt, dass der Polizist zwar eine Fahrerlaubnis besitzt - allerdings nur für Traktoren und Motorräder.

Nach der Wende war offenbar nicht aufgefallen, dass der Beamte keinen Auto-Führerschein hatte. Gegen ihn wurden den Angaben zufolge ein Disziplinar- und ein Strafverfahren eingeleitet. "Die Polizeidienststellen in Sachsen-Anhalt sind durch das Innenministerium angewiesen, dafür Sorge zu tragen, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholt", erklärte eine Polizei-Sprecherin mit Blick auf die Konsequenzen.

dpa>


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Welt online, Logo

Sachsen-Anhalt 27.1.2012: 22 Jahre ohne Führerschein Streife gefahren - unfallfrei

aus: Welt online: Sachsen-Anhalt: Polizist fährt 22 Jahre ohne Führerschein Streife; 27.1.2012;
http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article13836535/Polizist-faehrt-22-Jahre-ohne-Fuehrerschein-Streife.html

<Zwei Jahrzehnte war ein Polizist in Sachsen-Anhalt ohne Führerschein unterwegs

Er hatte zwar eine Fahrerlaubnis – allerdings nur für Traktoren und Motorräder. Trotzdem fuhr ein Polizist zwei Jahrzehnte im Pkw Streife. Der Grund ist skurril.

Ein Polizist aus dem Harz in Sachsen-Anhalt ist 22 Jahre lang ohne gültigen Auto-Führerschein Streife gefahren. Die Sache sei erst aufgeflogen, als der Mann seine Berechtigung zum Fahren eines Streifenwagens erneuern wollte, berichtete die „Magdeburger Volksstimme“.

Dabei sei festgestellt worden, dass der Polizist zwar eine Fahrerlaubnis besitzt – allerdings nur für Traktoren und Motorräder. Ein Sprecher der Polizei in Magdeburg bestätigte den Vorfall. Nach der Wende sei offenbar nicht aufgefallen, dass der Beamte keinen Auto-Führerschein hatte.

"Wilde Zeiten, wo das durchgerutscht sein muss"

"Die Polizeiberechtigung wurde Anfang der 1990er-Jahre ausgestellt. Das waren damals ziemlich wilde Zeiten, wo das durchgerutscht sein muss", zitiert die "Magdeburger Volksstimme" den Sprecher. In der DDR sei eine Fahrerlaubnis anders als heute auch keine Grundvoraussetzung für die Einstellung bei der Polizei gewesen: "60 Prozent der Streifentätigkeit wurden damals zu Fuß absolviert. So viele Dienstwagen gab es gar nicht."

Sei die Berechtigung einmal ausgestellt, werde sie nicht regelmäßig neu geprüft, erklärte der Polizeisprecher. Das geschehe nur, wenn der Beamte beispielsweise eine zusätzliche Fahrzeugklasse fahren solle oder wenn die Berechtigung zwischenzeitlich verloren gegangen sei. Was der Grund im vorliegenden Fall ist, konnte der Sprecher nicht sagen. Gegen den Beamten wurden ein Disziplinar- und ein Strafverfahren eingeleitet.

dpa/mak>

Kommentar

Ohne Führerschein 22 Jahre lang unfallfrei - dafür sollte der Beamte eigentlich einen Preis erhalten - im Gegensatz zu denjenigen, die mit Führerschein tödliche Unfälle verursachen!

Michael Palomino, 27.1.2012

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n-tv online, Logo

15.2.2012: Die Kriminalität nimmt zu - Vertuschung, bis es nicht mehr geht - der Beamten-Typ, der Gerechtigkeits-Typ, der Abenteurer-Polizist - Bürokratie, Einsatz und Fehler sind Belastungen

aus: n-tv online: Ex-Polizist über seinen Job"3 Mark 50 für die erste Leiche"; 15.2.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/3-Mark-50-fuer-die-erste-Leiche-article5500761.html

<Buchempfehlung über die Wahrheit bei der deutschen Polizei: "Inside Polizei" von Stefan Schubert

Stefan Schubert war Polizist bei der Bundespolizei und der Landespolizei NRW. Zunehmende Gewalt? Ja, sagt Schubert. "Einsam": Der Kampf gegen echte Straftäter.

Korpsgeist, Geschlechterkampf, Adrenalin-Junkies: Die Welt der Polizei ist eine Welt für sich. Das weiß besonders Stefan Schubert. In seinem neuen Buch "Inside Polizei" berichtet der ehemalige Polizist aus dem Nähkästchen. n-tv.de spricht mit ihm über Vertuschung, Prügelei und Traumatisierung.

n-tv.de: Herr Schubert, Ihr Buch führt stellenweise weit weg vom Bild des Freund und Helfers, der stets fair und neutral seinen Dienst tut. Warum ist es Ihnen eigentlich wichtig, Interna aus dem Leben eines Polizisten preiszugeben?

Stefan Schubert: Mich reizt, die Polizei so darzustellen, wie sie wirklich ist. Den echten Alltag, eins zu eins. Nicht das, was Behörden- oder Polizeisprecher darüber sagen.

Sind Ihre Ex-Kollegen nicht sauer auf Sie, wenn Sie ständig aus dem Nähkästchen plaudern?

Nein, die haben mir die Geschichten ja bereitwillig erzählt. Auch, weil sie froh sind, wenn mal die echten Umstände von Einsätzen an die Öffentlichkeit kommen.

Die Polizeigewerkschaften zeichnen gerne das Bild des Polizisten, der technisch unterirdisch ausgerüstet ist, miserabel entlohnt und dazu noch vom Bürger dauernd beschimpft und attackiert wird. Wie sehen Sie das?

Es gibt den klassischen Begriff "der Polizist" ja gar nicht. Die Polizei ist eine große Organisation, die sich aus vielen, unterschiedlichen Menschen zusammensetzt – und das in einem föderalen Gewebe. In Bayern steht die Polizei sicher anders da als in Bremen.

Hat denn der Respekt gegenüber dem Polizisten nachgelassen?

Ja, auf jeden Fall. In bestimmten Stadtteilen kann nur noch mit zwei, drei Streifenwagen oder sogar nur noch mit einem Mannschaftswagen angerückt werden. Das war vor 10 bis 15 Jahren in der Form sicher noch nicht nötig.

Kämpfen Polizisten da schon für sich alleine, quasi nicht mehr "Wir für den Bürger", sondern eher "Wir gegen den Bürger"?

Der normale Bürger hat wenig mit der Polizei zu tun. Der hat mal einen Unfall oder einen Wohnungseinbruch, das war es schon. Der Kampf gegen die echten Straftäter, das ist eher ein einsamer Kampf.

Lässt der Staat seine Polizisten dabei im Stich?

Teilweise ja. Sie sollen funktionieren, keinen Ärger verursachen – und ansonsten noch die Klappe halten. Auf Dauer ist das sehr frustrierend.

Das bringt uns zum Stichwort des Korpsgeistes, der, wie Sie auch schreiben in Ihrem Buch, sogar in Vertuschung münden kann. Wie ausgeprägt ist dieses "Wir-Gefühl" bei der Polizei?

Der Korpsgeist ist immer noch stark ausgeprägt. Doch das ist nicht nur negativ. Der Korpsgeist schützt ja auch und hält zusammen. Polizisten nehmen ihn positiv wahr.

Aber der Korpsgeist schafft Intransparenz, das zeigen Sie ja selbst auf. Kann ich eigentlich als Presseorgan, also als Sprachrohr in die Öffentlichkeit, sicher sein, dass die Mitteilungen der Polizei immer der Wahrheit entsprechen?

Durch den Korpsgeist bleibt die Wahrheit bestimmt öfter auf der Strecke. Die Polizeibehörde möchte sich natürlich als gut funktionierende Einrichtung darstellen. Fehler einzugestehen war an der Stelle schon immer eine Schwierigkeit der Polizei. Da wird lieber alles geheim gehalten, bis es wirklich nicht mehr geht.

Und bei kleineren Geschehnissen aus dem Alltag, die für Betroffene erheblich sein können, aber eben kein Reporter und keine Kamera dabei ist, fallen dann da die kleineren bis mittleren Fehler der Polizei unter den Tisch?

Ja, so ist es natürlich.

Sie erörtern unter anderem auch das Thema Mann und Frau als Streifenwagenbesatzung. Hintergrund ist, dass eine weibliche Beamtin mit einer Gewaltsituation nicht klar kommt – und ihr Kollege dadurch in tödliche Gefahr gerät. Wie ausgeprägt ist das Geschlechter-Problem im Einsatz?

Das ist ein großes Problem. Anfangs gab es Einstellungsquoten von 30 Prozent von Frauen, inzwischen sind es 50 Prozent. Und das gibt halt Probleme. Man kann das auch gar nicht anders erwarten, denn es sind meistens junge Mädels aus gutem Hause, die in einer heilen Welt groß geworden sind. Dann machen sie eine polizeiliche Ausbildung und landen in einer Großstadt, wo es schwere Gewaltprobleme gibt. Für junge Polizisten ist das schon schwer – aber als Frau ist es nochmal deutlich härter.

Diese jungen Polizistinnen treffen aber immer noch auf eine Männerwelt, in der ihre Hinterteile zur ausgiebigen Bewertung freigegeben sind …

Wie in jedem Büro auch …

Aber im Büro klebt nicht so viel Testosteron in der Luft wie in einer Polizeiwache, oder?

Also, es gibt verschiedene Typen Polizisten. Menschen mit Wunsch nach Beamtentum sind dabei, manche wollen der Gerechtigkeit dienen. Aber sicher gibt es auch eine Menge Abenteurer, die sich für brenzlige Einsätze freiwillig melden und bei Demonstrationen in der ersten Reihe stehen wollen.

In den letzten Jahren hat es einige spektakuläre Suizid-Fälle von Polizistinnen gegeben. Wie erklären Sie sich das?

Selbstmord ist ein altes Problem bei der Polizei, es gibt schon ewig hohe Selbstmordraten. Wobei an offizielle Zahlen so gut wie nicht heranzukommen ist. Das ist die Besonderheit dieses Berufes, dass man in Situationen kommt, die man kaum oder gar nicht lösen und verarbeiten kann. Wenn sich jemand vor die U-Bahn wirft oder jemand sein Kind totschlägt, dann kommt man abends nach Hause und kann nicht einfach den Hebel umlegen. Wenn es dann noch private Probleme oder etwa eine Scheidung gibt, man aber als cool gelten will und sich lange nicht helfen lässt, dann bildet sich wohl diese Melange, aus der die hohe Suizid-Rate resultiert.

Sie schildern in Ihrer Geschichte zur Loveparade-Katastrophe, wie schnell Beamte im Einsatz schwer traumatisiert werden können. Gibt es bei der Polizei ein ausreichendes Hilfenetz nach solchen Situationen?

Das ist wohl deutlich besser geworden. Nachdem ich meine erste Leiche gesehen hatte, musste ich ein Formular ausfüllen und bekam damals 3,50 Mark Erschwerniszuschlag, das war's. Bei der Loveparade wurde aber viel Hilfe angeboten. Aus Vier-Augen-Gesprächen mit Vorgesetzten resultierte für viele therapeutische Hilfe. Und von den Alteingesessenen gab es deswegen auch keine dummen Sprüche.

Was sind die drei größten Probleme im Alltag der Polizisten?

Bürokratie. Die hohe Einsatzbelastung. Und dass man schnell alleine gelassen wird, wenn man mal einen Fehler gemacht hat.

Mit Stefan Schubert sprach Jochen Müter>


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Welt online, Logo

21.2.2012: Polizei-Diktatur in Spanien gegen Jugendliche: <Spanien: Polizisten gehen mit Knüppeln auf Schüler los> - wegen Demonstration für Heizung, mehr Lehrpersonen und Bücher

aus: Welt online; 21.2.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article13879504/Polizisten-gehen-mit-Knueppeln-auf-Schueler-los.html

<Autor: Ute Müller

Sicherheitskräfte überwältigen einen Teilnehmer an einer Schülerdemonstration und nehmen ihn fest. Die Brutalität der Polizei in der Mittelmeerstadt schockiert das ganze Land.

Eine Schülerdemonstration für geheizte Klassenzimmer und mehr Bücher beendet die Polizei in Valencia mit Schlagstöcken und Gummigeschosse. Die Spanier sind entsetzt.

„Ich habe eine sieben Zentimeter große Platzwunde, nur weil ich es gewagt habe, gegen die Sparpolitik an den Schulen auf die Strasse zu gehen“. Das Entsetzen steht Andrea Pérez, einer Lehramtsstudentin im dritten Semester noch immer ins Gesicht geschrieben.

Die 23-jährige wollte letzten Freitag die Gymnasiasten des Lluis Vives-Instituts in Valencia unterstützen. Zusammen mit ihrem Freund lief sie bei einer Demo mit, bei der die Jugendlichen gegen den Sparkurs der konservativen Regierung in Valencia protestieren.

Schüler verlangten mehr Lehrer und geheizte Schulräume

Während des Marschs durch die Stadt stolperte sie plötzlich und fiel zu Boden. Als sie wieder aufstehen wollte, schlug ein Polizist mit einem Schlagstock auf sie ein. Auch ihr Freund, der sie verteidigen wollte, wurde niedergeknüppelt und danach sogar festgenommen. „Wir sind keine Verbrecher, sondern friedliche Demonstranten, die sich Sorgen um die Zukunft unseres Landes machen“ beklagt Andrea das Vorgehen der Polizei.

Die Lage in Valencia, der am höchsten verschuldeten Region des Landes, ist in den letzten Tagen eskaliert. Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen: Letzte Woche gingen erstmals Schüler in der sonst recht beschaulichen Mittelmeerstadt auf die Straße, um die Einstellung von neuen Lehrern, geheizte Schulräume – seit Wochen machen Bilder von frierenden, mit Decken behängten Schülern in Kataloniens Schulen die Runde – und besseres Unterrichtsmaterial zu fordern.

Valencia gleicht einer belagerten Stadt

Eigentlich alles ganz legitim. Doch die Jugendlichen hatten die Rechnung ohne die Polizei gemacht. Bereits am ersten Tag kam es zu Verhaftungen, die Polizei ging mit Schlagstöcken und Reizstoffen gegen die Demonstranten vor, das alles erinnerte eher an einen Einsatz gegen randalierende Fussball-Rowdys. Am Montag eskalierte die Lage dann ganz.

Drei Stunden lang kam es zu Auseinandersetzungen und Schlägereien auf dem Rathausplatz in Valencia, die Polizei nahm 26 zum Teil minderjährige Schüler fest. „Das sind doch noch halbe Kinder, was tun sie denn da?“ empörte sich eine ältere Frau, als ein Polizist einen Jugendlichen in Gewahrsam nahm. Auch ein halbes Dutzend Journalisten, darunter die Reporterin Pura Gómez von Radio Nacional, wurden von der Polizei angegriffen.

Inzwischen gleicht Valencia einer belagerten Stadt, Dutzende von Polizeiautos fahren die großen Boulevards ab, Kommandos sind einsatzbereit, Hubschrauber überfliegen die Stadt, als drohe ein Terrorangriff. „Wir haben hier seit sechs Tagen Ausnahmezustand, unsere Schüler kommen mit Gipsverband und blauen Flecken in die Schule, da ist es unmöglich, normalen Unterricht zu machen“, so die Griechisch-Lehrerin Lola Savorit.

[Die neue, rechte Regierung zeigt, was sie "kann" - maskierte Polizisten schützen die Schlägerpolizei vor Anzeigen]

Schüler verbringt 30 Stunden im Gefängnis, darf nicht zur Toilette

Spaniens Regierung wehrt sich indessen gegen Schuldzuweisungen jeglicher Art. „Die Polizei verteidigte den Rechtsstaat, einige der Demonstranten waren gewalttätig“, behauptete Spaniens Justizminister Alberto Ruiz Gallardón, früherer Bürgermeister von Madrid in einem Interview im spanischen Rundfunk. Man dürfe keine Sympathie für diejenigen empfinden, die Beamten angriffen, so Gallardón.

Die Jugendlichen weisen indessen jegliche Gewaltbereitschaft von sich. „Wir sind keine Terroristen, sondern die Kinder von ganz normalen Arbeitern, von Beamten und Angestellten, die jeden Morgen um acht Uhr aufstehen“, so Alberto Ordoñez, Schülersprecher in Valencia.

Der junge Mann hat 30 Stunden im Gefängnis verbracht, in dieser Zeit durfte er nicht einmal die Toilette benutzen. „Als sie mich verhafteten, boxten sie mir auf den Mund“. Eine Anzeige kann er nicht erstatten, denn die beiden Polizisten, die ihn abführten, waren maskiert.

"Man fühlt sich in Francos Zeiten zurückversetzt"

Zeugnisse wie das von Ordoñez haben inzwischen für Aufruhr gesorgt. "Die Bilder sprechen für sich“, so Eduardo Madina, Sozialist im spanischen Parlament. "Die Polizisten haben brutale Übergriffe begangen“. Jetzt will Innenminister Jorge Fernández Diaz im Abgeordnetenhaus erscheinen. Auf Seiten der Polizei sei es möglicherweise „zum einen oder anderen Exzess“ gekommen, nachdem die Demonstranten den verbalen Aufforderungen der Beamten keine Folge geleistet hätten, so der Minister.

[Polizeichef bezeichnet Jugendliche als "Feinde"]

Besonders aussagekräftig sind freilich die Äußerungen von Antonio Moreno, dem Chef des Polizeikorps von Valencia. Auf einer Pressekonferenz rutschte ihm heraus, was die Jugendlichen in seinen Augen sind: „Feinde“ die sich durch „ein hohes Maß an Aggressivität“ auszeichneten, das Vorgehen der Polizei sei gerechtfertigt. „Man fühlt sich wirklich in Francos Zeiten zurückversetzt“, so Beatriz Roig, eine Lehrerin in Madrid.

[Der "Frühling von Valencia" wird weitergehen]

Die Proteste am Mittelmeer werden indes nicht abebben, im Gegenteil. Inzwischen haben sie genügend Solidarität gefunden. Elternverbände und Richter forderten ein Ende der Gewalt. Jetzt kündigten auch die Studenten an der Universität von Valencia einen Solidarmarsch mit den Schülern an. Und auch immer mehr junge Blogger schwören sich auf eine Linie ein: „Wir lassen nicht zu, dass der Frühling von Valencia stirbt“.>


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Bayern 19.3.2012: Kriminelle Polizei-Verhörmethoden bringen falsche Geständnisse - Beispiel Fall Rudi Rupp

aus: Spiegel online: Justizskandal im Fall Rudi Rupp: Polizeivideos belegen Manipulation der Aussagen; 19.3.2012;
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822276,00.html

<Von Julia Jüttner

2001 kommt der Bauer Rudi Rupp ums Leben. Zwei Töchter, Ehefrau und Schwiegersohn gestehen, ihn getötet und zerstückelt zu haben. Fünf Jahre später wird sein Leichnam aus der Donau geborgen. SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv, wie es zu den falschen Geständnissen kommen konnte.

Für Rudi Rupp ist der 13. Oktober 2001 ein Freitagabend wie jeder andere Abend auch. Der Bauer aus Neuburg an der Donau fährt mit seinem Mercedes zur Gaststätte des örtlichen Sportvereins, setzt sich an den Stammtisch, allerdings ein wenig abseits wie immer. Gesellschaft leistet ihm keiner. Zu oft ist er direkt vom Stall ins Wirtshaus gestolpert, hat sich in Latzhose und Gummistiefeln hingehockt und vor sich hingedünstet.

[Das Verschwinden des besoffenen Rudi Rupp in seinem Mercedes]

Rudi Rupp trinkt selbst für bayerische Verhältnisse viel. Mit steigendem Alkoholpegel wird er streitlustig, auch deshalb gesellt sich selten jemand zu ihm. Acht große Weißbier und eine Schachtel Zigaretten lässt er an jenem Abend anschreiben. Gegen ein Uhr in der Früh wankt er aus der Kneipe, klemmt sich mit schätzungsweise 2,5 Promille hinters Lenkrad und rammt beim Ausparken einen Blumenkübel. Es ist das letzte Mal, dass der 52-Jährige lebend gesehen wird. Ab diesem Zeitpunkt bleiben Rudi Rupp und auch sein Mercedes verschwunden.

[Viele Gerüchte]

Seine Ehefrau Hermine meldet den Bauern als vermisst. Zwei Jahre lang passiert nichts, außer dass die Menschen im Dorf tratschen. Die Familie habe den Rudi im Misthaufen verbuddelt oder den Hunden zum Fraß vorgeworfen, tuscheln die Nachbarn.

Im Januar 2004 steht die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür, der Hof ist verwahrlost. Es gibt keine Spuren, dass Rudi Rupp auf dem Gelände zu Tode kam.

[Die Behauptungen, Rudi Rupp getötet und an Kampfhunde verfüttert zu haben]

Doch bei Vernehmungen auf der Polizeiwache gestehen Hermine Rupp, ihre beiden Töchter und der Verlobte der Älteren, den Bauern getötet zu haben. Alle vier sind minderbegabt, haben einen Intelligenzquotienten zwischen 50 und 70. En détail schildern sie, wie sie den 52-Jährigen in jener Nacht, als er berauscht auf den Hof zurückkam, angeblich töteten.

Demnach lauerte Matthias E. dem ahnungslosen 52-Jährigen im Treppenhaus auf und schlug ihm hinterrücks mit einem Vierkantholz ins Genick. Rupps Ehefrau und seine beiden Töchter sollen den jungen Mann dabei angefeuert und den Wehrlosen mit obszönen Schimpfwörtern bepöbelt haben. Auch Hermine Rupp soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ihrem Ehemann mit der Latte auf den Kopf geschlagen, die Töchter auf ihren am Boden liegenden Vater eingetreten haben.

Im Keller sollen Matthias E. und seine Verlobte dem noch lebenden Rupp mit einem Hammer die Schläfe eingeschlagen haben. Am nächsten Morgen zerlegten Hermine Rupp und E. laut Anklage den toten Bauern mit einem Messer, einer Säge und einer Axt. Umfassend schilderte Matthias E., wie er Arme und Beine des Bauern abtrennte, den Leib aufschnitt, die Organe entnahm und das Blut mit einem Margarinebecher in einen Eimer abschöpfte; wie er die Leichenteile an die auf dem Hof lebenden Dobermänner, den Bullterrier und den Schäferhund verfütterte.

[Die Polizei ermittelt nicht neutral, sondern streut neue Gerüchte]

"Hast gedacht, wenn man es kocht geht's leichter?"

SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv Aufzeichnungen der Tatortbegehung der Ermittler mit den vermeintlichen Tätern. Sie belegen, dass bei den Vernehmungen der Verdächtigen nachgeholfen wurde. "Wie hat die Mama auf den Papa eingeschlagen?", fragt ein Beamter. Die Tochter beschreibt, was sie angeblich gesehen hat, sie weint, eine Beamtin nimmt sie tröstend in den Arm.

Ihr Verlobter skizziert, wie er den 90 Kilo schweren Rudi in den Keller gehievt und dort zerstückelt hat. In den Schlachtkessel habe er dann den abgetrennten Kopf gelegt. "Warum?", will der Beamte mit der Videokamera wissen. "Hast gedacht, wenn man es kocht geht's leichter?" Ja, so sei es gewesen, nickt der 20-Jährige.

[Widersprüche und das Fehlen von Angaben werden einfach nicht ernst genommen]

Jeder sagt was anderes: Einmal schubste die Mutter den Vater die Treppe hinunter, schlug dann mit einem Holzscheit auf ihn ein, einmal zerteilte ihn der Verlobte der Tochter. Für die ermittelnden Beamten scheint es egal, dass sich die Tatversionen widersprechen. Und auch, dass es keinen einzigen Hinweis dafür gibt, dass Rudi Rupp in jener Freitagnacht überhaupt auf den Hof zurückkehrte.

[8 1/2 Jahre Gefängnis für gar nichts]

Die Schwurgerichtskammer in Ingolstadt unter Vorsitz von Richter Georg Sitka verurteilte im Mai 2005 Rupps Ehefrau Hermine und den Verlobten der ältesten Rupp-Tochter nach einem aufsehenerregenden Indizienprozess zu je achteinhalb Jahren Haft - wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Obwohl die Leiche des Landwirtes nicht gefunden wurde.

[Polizei drängt Schrotthändler mit Waffe am Kopf zu einem falschen Geständnis - bei 5 Monaten Untersuchungshaft für gar nichts]

Auch ein Schrotthändler aus der Region landet für fünf Monate in Untersuchungshaft. Er soll den Mercedes verhökert haben. Der Mann behauptet im Interview mit SPIEGEL TV, man habe ihn bei den Vernehmungen in die Mangel genommen, drei Beamte hätten auf ihn eingeredet, ihn dazu gedrängt, ein Protokoll zu unterschreiben mit Aussagen, die er nicht gemacht habe. Er habe sich so lange gewehrt, bis man ihm eine Waffe an den Kopf gehalten habe. Inzwischen läuft ein Verfahren gegen ihn wegen Falschaussage.

[2009: Mercedes mit der Leiche von Rudi Rupp wird aus der Donau gezogen]

Probleme? Sehen die Ermittler nicht

Im März 2009 wird der Mercedes E 230 bei Bergheim aus der Donau gezogen. Bei der Bergung bricht die Windschutzscheibe, vom Fahrersitz rutscht die erstaunlich gut konservierte Leiche von Rudi Rupp. Der Bauer wurde weder mit einer Holzlatte, noch mit einem Hammer erschlagen und erst recht nicht zersägt oder von Hoftieren aufgefressen.

Von SPIEGEL TV befragt bleibt der Oberstaatsanwalt Christian Veh entspannt. "Ja, da wussten wir: Die Entsorgung mit den Hunden stimmt nicht." Ob er ansonsten ein Problem gesehen habe, nachdem die Verdächtigen behauptet hatten, sie hätten den Toten zersägt? "Nö", antwortet Veh.

[Ermittler, Staatsanwalt und Gericht haben gleichzeitig versagt - und die Richter finden nichts dabei]

Wie kam es zu den falschen Geständnissen? SPIEGEL TV hat den Fall rekonstruiert und belegt anhand der Polizeivideos, wie Ermittler und Staatsanwaltschaft, aber auch das Gericht versagt haben. Die Verteidiger der Familie halten es für ausgeschlossen, dass die Falschgeständnisse entstanden sind, ohne dass Druck ausgeübt wurde.

Der Kieler Professor Günter Köhnken, Leiter des Instituts für Rechtspsychologie, bewertet für SPIEGEL TV die Polizeivideos und zeigt sich entsetzt darüber, dass die Aufnahmen zwischenzeitlich unterbrochen wurden. In jener Pause muss ein Gespräch zwischen den Befragten und den Ermittlern stattgefunden haben. Eine Tochter Rupps, die zunächst behauptet hatte, die Mutter habe nicht auf den Vater eingedroschen, hat ihre Meinung schlagartig geändert. Doch, auch die Mutter habe auf den Vater eingeschlagen.

Richter Georg Sitka, der die Ehefrau des Bauern und den Verlobten der Tochter im Mai 2005 wegen Totschlags verurteilte, sagt im SPIEGEL-TV-Film: "Für mich beruflich ist das kein Supergau." Für die Familie sei es das durchaus.

"SPIEGEL TV: Im Zweifel gegen die Angeklagten", Montag, 23 Uhr, Sat.1>

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Deutschland 27.3.2012: <Diskriminierende Kontrollen? Gericht erlaubt Racial Profiling> - die deutsche Polizei darf rassistisch verdächtigen

aus: n-tv online; 27.3.2012;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Gericht-erlaubt-Racial-Profiling-article5877246.html

<Menschen mit dunkler Haut werden in Deutschland öfter kontrolliert, das zeigen jedenfalls die Berichte der Flüchtlingsräte.

Wenn die Polizei einen Passanten kontrolliert, weil er nicht deutsch aussieht, oder weil er bestimmte Kleidung trägt, nennt sich das "Profiling". Ein Vorgehen, das Menschenrechtler heftig kritisieren. Ein Vorgehen, dass das Verwaltungsgericht Koblenz jetzt trotzdem zulässt.

Für den Bundespolizisten sah jener Mann im Zug verdächtig aus – schließlich hatte er dunkle Haut. Der Beamte kontrollierte also den Fahrgast. So wie er es sonst oft tat, wenn jemand in seinen Augen wie ein Ausländer aussah. Doch jener Mann mit der dunklen Haut setzte sich zur Wehr. Der deutsche Staatsbürger zeigte den Beamten an, weil er sich diskriminiert fühlte.

Menschenrechtler kritisieren die als "Racial Profiling" bezeichnete Praxis, Menschen Aufgrund ihrer Hautfarbe zu verdächtigen, immer wieder. Das Verwaltungsgericht Koblenz entschied nun aber: Der Beamte war im Recht.

Der dunkelhäutige Mann musste dem Beamten und einem seiner Kollegen seinen Ausweis zeigen. Als er sich weigerte, kam es zum Streit, die Beamten durchsuchten seinen Rucksack. Nachdem sie nichts fanden, brachten sie den Mann in eine Dienststelle. Erst dort bemerkten sie anhand seines Führerscheins, dass er ein Deutscher ist.

Laut dem Verwaltungsgericht darf die Bundespolizei Zugreisende auf bestimmten Strecken ohne konkreten Verdacht kontrollieren und nach ihrem Aussehen auswählen. Zu diesen bestimmten Strecken gehören Routen, die erfahrungsgemäß etwa zur illegalen Einreise nach Deutschland genutzt werden. Denn nach Überzeugung der Richter müssen Beamte derartigen Kontrollen "grenzpolizeiliche Erfahrungen" zugrunde legen. Ein willkürliches Vorgehen sei daher ausgeschlossen.

In dem konkreten Fall sei der Kläger auf einer Strecke kontrolliert worden, die für unerlaubte Einreisen und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz genutzt wird.

Quelle: n-tv.de, ieh/dpa>

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2.4.2012: Putin lässt KGB-Methoden des Kommunismus wieder auffahren: <Vergewaltigungen und Elektroschocks: Brutale Polizei empört Russen>

aus: n-tv online; 2.4.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Brutale-Polizei-empoert-Russen-article5934341.html

<In Russland rumort es. Fast täglich werden neue Fälle von Polizeigewalt bekannt. Die Vorwürfe betroffener Bürger sind schockierend. Vergewaltigungen mit Gegenständen, Elektroschocks, Drohungen, Galgenschlingen - die angekündigte Reform der Polizei durch Präsident Medwedew spürt die Bevölkerung nicht.

Lange Zeit hat die russische Polizei bei Folter und Gewalt in Gefängniszellen von "Einzelfällen" gesprochen. Doch was Opfer von Misshandlungen in Polizeigewahrsam schildern, deutet auf viel mehr hin: Fast täglich werden derzeit in Russland neue Fälle von Polizeigewalt bekannt. Eigentlich hatte Präsident Dmitri Medwedew für seine im Mai endende Amtszeit eine umfassende Polizeireform zu einem Schwerpunkt gemacht - allerdings ohne spürbare Ergebnisse. Das Vertrauen in die Sicherheitskräfte ist bei seinen Landsleuten auf dem Tiefpunkt angelangt.

[Mann in Kasan wurde mit Champagnerflasche vergewaltigt - wegen Darmdurchbruch]

Der schlimmste Fall von Folter war in jüngster Zeit wohl der von Sergej Nasarow. Der 52-Jährige aus Kasan in der Teilrepublik Tatarstan starb Anfang März, nachdem ihn Polizisten mit einer Champagnerflasche vergewaltigt hatten. Er war wegen des Verdachts auf Diebstahl festgenommen worden - und starb kurz darauf nach einem Darmdurchbruch.

400 Menschen beschweren sich

Nach dem Bekanntwerden des Falls meldeten sich binnen weniger Tage rund 30 weitere mutmaßliche Missbrauchsopfer aus der Stadt. Inzwischen beschwerten sich mehr als 400 Menschen über die Arbeitsweise der Beamten des Reviers, 65 von ihnen beklagten sich über Gewalt, wie der stellvertretende Generalstaatsanwalt Sergej Saizew mitteilte. Gegen Beamte des Reviers laufen derzeit Ermittlungen in insgesamt sieben Fällen.

[Und weitere Männer wurden in Kasan mit Flaschen vergewaltigt]

"Ich habe Glück gehabt", sagt der 22-jährige Oskar Krylow, der auch in Kasan misshandelt wurde. Er sei im Oktober wegen Diebstahlverdachts in Gewahrsam genommen worden. Als er sich geweigert habe zu gestehen, hätten ihn drei Beamte zunächst mit einem Stift und dann ebenfalls mit einer Flasche misshandelt, berichtet der Informatiker. Er habe um Hilfe geschrien und angeboten, "alles" zu unterschreiben. "Nachdem was Nasarow passiert ist, sage ich mir jetzt: Ich bin am Leben und bei guter Gesundheit", sagt Krylow.

Trotz der massiven Vorwürfe gegen die Beamten seiner Stadt sieht der Polizeichef von Kasan, Rustem Kadyrow, in der Anwendung von Folter und Gewalt keine gängige Praxis. Aus den "beschämenden" Vorfällen dürften keine "allgemeinen Schlussfolgerungen" gezogen werden, sagt er. "Die Menschen müssen Vertrauen in die Polizei haben."

["Arbeitsweise" verbessert sich nicht]

Doch das ist nicht der Fall. Seit Medwedews Ankündigung, die Polizei grundlegend zu reformieren, hat sich deren Arbeitsweise keineswegs verbessert - dies sehen zumindest 75 Prozent der Russen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Lewada so. 14 Prozent der Russen bemerken sogar eine Verschlechterung.
Fingernägel abgezogen

[Chimki: Ein verhörter Mann ohne Fingernägel und mit Vergewaltigungsdrohung und mit Schlinge um den Hals]

Die Liste brutaler Fälle von Polizeigewalt ist lang. Die Menschenrechtsgruppe Memorial machte jüngst auf die Misshandlung eines unter Extremismusverdacht stehenden Mannes aufmerksam, der zu einer Aussage gegen einen mutmaßlichen Komplizen gezwungen werden sollte: Beamte aus dem Moskauer Vorort Chimki hätten ihm im Gewahrsam die Fingernägel abgezogen und gedroht, ihn zu vergewaltigen, teilte die Organisation mit. Sie sollen ihm eine Schlinge um den Hals gelegt und diese an der Wand befestigt haben, so dass der Mann bei jeder kleinen Bewegung zu ersticken drohte.

[Erpressung mit Plastikbeutel um den Kopf und Drohungen von Vergewaltigung und Elektroschock]

Auch ein unter Korruptionsverdacht stehender Bürgermeister erhob Foltervorwürfe. Nach seiner Festnahme Anfang Februar hätten Beamte einen Plastikbeutel über seinen Kopf gestülpt und diesen verschlossen, teilte der Bürgermeister von Stawropol, Igor Bestuschi, vergangene Woche über seine Anwältin mit. Ihm sei mit Vergewaltigung und einem tödlichen Elektroschock gedroht worden. Aus Verzweiflung habe er schließlich gestanden, Bestechungsgelder angenommen zu haben, nachdem die Sicherheitskräfte gedroht hätten, sich auch seine Familie vorzunehmen.

[Der Zwang zu einer "bestimmten Aufklärungsquote" und eine verlockende "Belohnung" drängt die Polizei zur Folter]

Innenminister Raschid Nurgaljew verspricht zwar eine Aufklärung aller Fälle. Doch daran glaubt in Russland kaum jemand. Während gegen einige Beamte Ermittlungen laufen oder bereits Anklage erhoben wurde, fordert der Chef des Menschenrechtszentrums in Kasan, Igor Scholochow, neue Anweisungen innerhalb der Polizei. Das größte Problem liegt seiner Ansicht nach darin, dass die Beamten bestimmte Aufklärungsquoten erreichen müssen - und dafür auch belohnt werden. "Um gute Berichte vorweisen zu können, wird gefoltert", resümiert er.

Quelle: n-tv.de, Antoine Lambroschini, AFP>

Kommentar

Belohnung für "gute Leistung" ohne Kontrolle hat schon bei Mao zu einer Katastrophe geführt. In Russland wird es nicht anders sein.

Michael Palomino

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