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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

40. Atomkraftwerke (AKW) und die Folgen (Teil 18)

Krebs heilt mit Natron oder mit Blutgruppenernährung.


Video: Die Atomkraft ist eine Falle für die Menschheit: http://www.youtube.com/watch?v=j6Nic4s_pPI

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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November 2013: Atomexplosion in Fukushima sieht genau gleich aus wie die Wolkte von einem Atomtest in Israel

Die Explosionswolke von
                      Fukushima sieht gleich aus wie die Explosionswolke
                      bei einem jüdischen Atomtest in Israel
Die Explosionswolke von Fukushima sieht gleich aus wie die Explosionswolke bei einem jüdischen Atomtest in Israel [1]


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18.11.2013: <"Höchste Vorsicht": Brennstäbe in Fukushima werden geborgen>

aus: n-tv online; 18.11.2013;
http://www.n-tv.de/panorama/Brennstaebe-in-Fukushima-werden-geborgen-article11745676.html

<Um diese Arbeit werden sie sicher nicht beneidet: Experten der Betreibergesellschaft Tepco beginnen damit, Plutonium- und Uran-Brennstäbe aus der Atomruine Fukushima umzulagern. Der gefährliche Auftrag soll in etwa einem Jahr beendet sein.

In der Ruine des havarierten Atomkraftwerks Fukushima hat die Bergung von rund 1500 Brennstäben aus einem der beschädigten Reaktoren begonnen. Die in einem Becken in rund 30 Metern Höhe von kleinen Trümmerteilen umgebenen Brennstäbe gelten als eine der größten Gefahrenquellen auf dem Gelände. Die Betreiberfirma Tepco hofft, bis Ende 2014 mit den Arbeiten fertig zu sein.

Die Bergung müsse mit "höchster Vorsicht" erfolgen, sagte der Chef der Atomaufsichtsbehörde, Shunichi Tanaka. Sollten die Brennstäbe bei ihrer Bergung an die Luft kommen oder gar brechen, könnten große Mengen radioaktiver Gase in die Atmosphäre gelangen. Ein Brennstab wiegt rund 300 Kilogramm. Sie müssen schnellstens aus der Atomruine entfernt werden, weil die beschädigte Anlage im Falle eines weiteren Erdbebens leicht einstürzen könnte. Das Gebäude des Reaktors 4 war bei einer Wasserstoffexplosion in Folge des Erdbebens und Tsunamis im März 2011 beschädigt worden.

Die 1331 abgebrannten sowie 202 unbenutzten Uran- und Plutonium-Brennstäbe werden mit einer Spezialvorrichtung in einen castorähnlichen Behälter gehievt. Dieser Vorgang geschieht in dem Becken unter Wasser. Sobald der Container mit 22 der 4,5 Meter langen Brennstäbe gefüllt ist, wird er mit einer Kranvorrichtung auf einen Lkw gehoben. Dieser bringt ihn dann zu einem anderen Gebäude in rund 100 Meter Entfernung, wo die Brennstäbe Tepco zufolge sicherer als bisher gelagert werden können. Die Umlagerung gilt als erster großer Schritt zur Stilllegung des AKW. Der vollständige Rückbau der Anlage dürfte etwa 30 bis 40 Jahre dauern.

Bewältigung kostet Milliarden

Seit dem Atomunglück kämpft Tepco mit den Folgen, darunter etlichen Wasserlecks. Tausende Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers, das zu Kühlzwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt und in Wassertanks gelagert wird, gerieten in den Pazifischen Ozean.

Tepco steht wegen seines Krisenmanagements heftig in der Kritik. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, das Ausmaß des Desasters zu vertuschen und die Öffentlichkeit nur häppchenweise zu informieren. Zugleich kam es bei der Bewältigung der Krise immer wieder zu Pannen

Die japanische Regierung kündigte jüngst an, umgerechnet 30 Milliarden Dollar zusätzlich für die Bewältigung der Atom-Katastrophe bereitstellen. Damit würden die Mittel auf insgesamt 80 Milliarden aufgestockt. Das Geld werde für die Aufräumarbeiten in der Umgebung des Atomkraftwerks sowie für die Entschädigung der umgesiedelten Anwohner verwendet. Nicht in dieser Summe enthalten sind die Mittel, die für die Verschrottung der sechs Reaktoren benötigt werden.

Quelle: n-tv.de , jga/AFP/dpa/rts>

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26.11.2013: Japans Regierung beschliesst ein neues Zensurgesetz: Die Wahrheit zu sagen ist nun "Geheimnisverrat"

aus: n-tv online: Umstrittenes Gesetz fast durchgesetztJapan geht hart gegen "Geheimnisverrat" vor; 26.11.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/Japan-geht-hart-gegen-Geheimnisverrat-vor-article11797566.html

<Trotz massiver öffentlicher Kritik hat die japanische Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe ein Gesetz gegen den Verrat von Staatsgeheimnissen durch das Unterhaus des Parlaments gepeitscht. Die maßgebliche Kammer stimmte am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit der Mehrheit der Regierungskoalition für den Gesetzesentwurf. Nun muss noch das Oberhaus abstimmen.

Künftig soll die Weitergabe "bestimmter Geheimnisse" zum Schutz der nationalen Sicherheit durch Beamte, Abgeordnete oder andere Personen mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Kritiker befürchten einen folgenschweren Eingriff in die Pressefreiheit des Landes.

Quelle: n-tv.de , dpa>


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28.11.2013: Asiens Taifune werden radioaktiv: <Fukushima-Sedimente schwemmen in den PazifikTaifune verbreiten radioaktives Material>

aus: n-tv online; 28.11.2013;
http://www.n-tv.de/panorama/Taifune-verbreiten-radioaktives-Material-article11815816.html

<Das Wetter spielt bei der Ausbreitung radioaktiver Materialien aus Fukushima eine große Rolle. Laut einer Studie waschen Taifune belastete Sedimente aus den Böden der Unglücksregion und verbreiten sie in bislang verschont gebliebenen Gebieten.

Radioaktives Material aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima wird einer Studie zufolge durch Taifune stark weiterverbreitet. Die Taifune würden die Böden in der Region um Fukushima auswaschen, in denen sich radioaktives Material wie Cäsium 134 und Cäsium 137 abgelagert habe, erklärten Forscher des französischen Instituts für Klima- und Umweltwissenschaften, kurz LSCE. Dieses verseuchte Sediment gerate so in Flüsse und werde bis in den Pazifischen Ozean geschwemmt.

Bei der Atomkatastrophe von Fukushima gelangten im März 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami große Mengen radioaktiver Partikel in die Atmosphäre. Radioaktives Cäsium, das sich besonders hartnäckig im Boden festsetzt, lagerte sich unter anderem in den Bergregionen nahe des Atomkraftwerks ab.

"Direkter Ausstoß" ist nicht alles

Die Wissenschaftler des LSCE nahmen in der Region zusammen mit Forschern der japanischen Universität Tsukuba von November 2011 an wiederholt Messungen vor. Dabei konnten sie nachweisen, dass Cäsium 134 und Cäsium 137 infolge von Taifunen in Flüsse geschwemmt wird. Auf dem Weg in den Pazifik durchfließen die Flüsse auch Küstenstriche, die bislang von der atomaren Verseuchung relativ verschont geblieben waren. Dort leben viele Menschen, auch wird Landwirtschaft betrieben.

2012 sank die Konzentration radioaktiver Sedimente in den Flüssen, weil die Taifune in jenem Jahr vergleichsweise schwach ausfielen. Dieses Jahr waren die Taifune indes stärker, und so wurden bei einer Messung im vergangenen Monat wieder mehr radioaktive Partikel nachgewiesen.

"Viele konzentrieren sich auf den direkten Ausstoß (radioaktiven Materials) aus dem Atomkraftwerk Fukushima", sagte LSCE-Forscher Olivier Evrard. "Es gibt aber auch diese Quelle von radioaktiven Ablagerungen." Dies dürfe nicht vernachlässigt werden.

Quelle: n-tv.de , fma/AFP>

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Netzfrauen online, Logo

1.12.2013: <Fukushima: Maulkorberlass – Zehntausende demonstrieren und Whistleblower gibt Informationen preis> - erhöhte Rate an Schilddrüsenerkrankungen bis hin zum Krebs - auch in den "USA" - viele radioaktiv verseuchte Produkte

aus: Netzfrauen online; 1.12.2013;
http://netzfrauen.org/2013/12/01/fukushima-maulkorberlass-zehntausende-demonstrieren-und-whistleblower-gibt-informationen-preis/

<Fukushima-Update Über 10.000 Japaner haben demonstriert, um damit zu zeigen, dass sie sich nicht den  Mund verbieten lassen wollen. Was die Medien uns verschweigen!!

Künftig soll es nicht straffrei möglich sein, Schlechtes über Tepco oder die japanische Regierung zu sagen und/oder zu verbreiten. Investigative Journalisten fürchten, in Zukunft nicht mehr über Skandale, Korruption und ähnliches berichten zu können, weil dies zur Straftat würde, die auch mit Gefängnisstrafen belegt werden kann.

Nach heftigen öffentlichen Diskussionen, als durch eine Indiskretion vorzeitig bekannt wurde, dass die Regierung dem Volk einen Maulkorb umhängen will, kam nun kürzlich das Gesetz in Begutachtung und wurde vom Unterhaus bestätigt.

Premierminister Schinzo Abe führt sozusagen das “Amtsgeheimnis” ein. Damit sind Österreicher ja bestens vertraut. Darauf wird stets hingewiesen, wenn ein Beamter entweder seine Ruhe haben will, eine Frage nicht beantworten kann, weil ihm das Hintergrundwissen nicht zur Verfügung steht oder aber, wenn er Weisung von oben hat, drüber nichts, aber schon gar nichts auszuplaudern.

Ohne etwas zu wissen, schafft sich Demokratie selbst ab. Während einer gut besuchen Demo beim Parlament sagt Y. Fujimoto, der Sprecher  der NGO Friedens-Forum „wenn das durchgeht, ist unsere Verfassung nur mehr ein Fetzen Papier“. Das Freilichttheater mit seinen 3.000 Sitzen im Park ist überfüllt. Manche tragen ein Schild „Nehmt uns unsere Freiheit nicht weg!“

Die Organisatoren sagen, an die 10.000 Menschen wären gekommen um damit zu zeigen, dass sie sich nicht den  Mund verbieten lassen wollen. Es müsse gewährleistet werden, dass man weitersagen kann, was mit Fukushima los ist, wie hoch die Strahlung ist, etc. die Frage mit der  radioaktiven Strahlung ist aber noch nicht geklärt. Und  es sei überhaupt alles so schwammig formuliert, dass man später noch einiges unter diesem Rettungsschirm für die japanische Regierung und den Betreiber des Kraftwerks in Fukushima unterbringen könne.

Abé hingegen erklärt, dieses Gesetz ist auch notwendig, weil man ein nationales Sicherheitsbüro nach US-amerikanischem Vorbild einrichten möchte. Er bestätigt, dass er das neue Gesetz für gut befindet, es sei „für die Sicherheit der Menschen gemacht“.

Ganz anders sieht das ein Demonstrant der sagt „Wir haben das Recht, alles zu wissen, immerhin sind wir die Wähler!“ Ein Beamter sagt dazu: „Wir sind auf dem Weg, ein faschistischer Staat zu werden“.

Zehntausende gehen auf die Strassen. Am wütendsten sind die Bewohner von Fukushima. Sogar Tamotsu Baba, Bürgermeister von Namie, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Fukushima ärgert sich lautstark. Gestern war erst die Anhörung und heute wird es schon beschlossen – das war alles nur eine Farce!

Aus Angst, unsere Quellen könnten durch die Verlinkung in unseren Artikeln öffentlich gemacht werden, verzichten wir – zumindest eine Zeit lang, bis sich heraus stellt, ob dieses Gesetz nicht nur zum Angst schüren gepackt, sondern auch vollzogen wird – auf die gewohnten Quellenangaben von Bloggern.

Bevölkerung an den Küsten mehr gefährdet, als anderswo

Die alljährlich auftretenden Taifune haben dazu beigetragen, das in Fukushima abgelagerte Fallout-Material in die Flüsse des Landes zu vertragen, sagen Forscher.

Eine gemeinsame Studie zwischen LSCE (Laboratoire des Sciences du Climat et de l’Environnment) und der Universität von Tsukuba bestätigt, dass es definitiv eine Auswaschung radioaktiven Materials, vor allem Cäsium 134 und 137 von den Bergen nördlich des Kraftwerks Fukushima in Richtung Grundwasser und somit Ozean gibt.

Damit ist auch die Bevölkerung an den Küsten mehr gefährdet, als anderswo.

Viele Fukushima-Arbeiter gestorben

Man sagt, es seien viele Fukushima-Arbeiter gestorben und dies wäre nirgendwo aufgeschienen. Manche wären an ihren zwei arbeitsfreien Tagen gestorben und wären tot aufgefunden worden, als sie nicht zum Dienst erschienen und man nach ihnen sah. Sie wurden auf Verstrahlung gemessen, die Ergebnisse würden aber nicht veröffentlicht und Tepco gibt nur die Zahlen von Toten an, die während ihrer Dienststunden sterben.

100.000 Schichten wurden bisher gearbeitet, 4% dieser 100.000, also 4.300 wurden als Tote gezählt, die meisten starben an Herzproblemen. Bei plötzlichen Todesfällen zahlte Tepco an die Hinterbliebenen ca. 3 Mio Yen, um sie dazu zu bewegen, Stillschweigen zu bewahren, andernfalls das Geld zurück gefordert würde. Das wirkte. Keiner machte das Schicksal dieser Arbeiter öffentlich.

<福島県川内村村議会議員 西山千嘉子氏からの情報> 7/11/2011 原発作業員の死亡はこれまで3名と発表されているが、あくまでも、作業中に体調不良で亡くなった方の数。契約を終えて家に帰ってから亡くなる方が多いが、 それはまったくカウントされていない。これまでフクイチ原発作業に携わった作業員は、のべ約10万人、そのうち約4%にあた る4300人が亡くなっている という。直接の死因は心筋梗塞が多いよう だ。そのようにして亡くなくなった場合には、億単位の多額の口止料が支払われており、口外すると没収されてしまうため、家族も一切口をつぐんでいるよう だ。

Ausser Tepco-Arbeitern sind nach offiziellen Angaben auch 64 Mitglieder des Sicherheitsdienstes und 300 Polizisten gestorben, und zwar die, welche an den Übergängen zu den Grenzen der Sicherheitszonen ihren Dienst versahen und über keine Schutzanzüge verfügten und so der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt waren.

瀬戸教授は、「災害対策実行本部本部統括監・東北大学瀬戸翼教授」です。 この告発でアカウントを剥奪された模様

Obige Informationen stammen von einem Whistleblower von der Tohoku Universität, der 2011 auch als Experte für Unglücksfälle herangezogen wurde. Nach Veröffentlichung dieser Details wurde sein Blog geschlossen.

以上、西山さんの情報で精度の高そうなものは、瀬戸教授の内部告発による、行方不明者のうち数名が県立医大に検体として持 ち込まれていた。

Er machte auch öffentlich, dass einige der vermissten Toten aus dem Kraftwerk in die Medizinische Fakultät der Universität verbracht wurden, um dort als Vergleichsmuster zu dienen.

Das Personal des Universitätskrankenhauses wurde mit einem Maulkorberlass dazu verpflichtet, über den Tod von 800 Tepco Arbeitern nichts nach aussen gelangen zu lassen, was allerdings nicht von allen befolgt wurde.

福島原発の作業員800人死去の情報を東北大学医学部附属病院が緘口令を敷いて、外部に洩れなくしているのだが、惨状に堪 えられない医師や看護師らから、次第に洩れ始めている

Ansteigen von Schilddrüsenerkrankungen bis hin zum Krebs

Das stete Ansteigen von Schilddrüsenerkrankungen bis hin zum Krebs, deren Ergebnisse am 12.Nov. verlautbart wurden, hat nun das Elternnetzwerk National Parents Network to Protect Children from Radiation dazu veranlasst, eine Petiton aufzulegen, in der an die japanische Regierung appelliert wird, jedem Kind eine Schilddrüsenuntersuchung für TSH, T4, T3 und Antikörper-Test sowie nachfolgende Kontrollen zu ermöglichen.

Auch Ken Buesseler, der Wissenschaftler vom Woods Hole Ozean-Institut, unterstützt den Wunsch der Bevölkerung nach besserer Überwachung ihrer Lebensmittel. Zur Petition geht es hier.

Anstieg von Schilddrüsenerkrankungen bei Kleinkindern in Amerika

Auch in Amerika gibt es seit dem Fukushima-Unglück einen signifikanten Anstieg von Schilddrüsenerkrankungen bei Kleinkindern, wie eine Studie belegt.

Die US-amerikanischen Bürger haben eine Aktion gestartet, in der an den Kongress geschrieben werden soll, damit ese verpflichtende Kontrolle der Lebensmittel in Punkto Strahlung eingeführt wird. Die Details sind hier zu finden.

Kein Wunder – es mehren sich die Meldungen über steigende Werte. Wen sie auch immer noch nicht als gesundheitsschädigend zu bezeichnen sind, haben viele Angst. Der Inhaber eines Fischgeschäfte am Markt von Monterey; Kalifornien, der seine Kunden für gebildete Menschen hält, weiß um deren Bedenken. Ist Seafood nun radioaktiv verseucht, oder kann man es noch essen? Dazu kann man eine interessante Sendung nachhören.

In den letzten Wochen kommt es zu einer signifikanten Steigerung der Strahlenwerte in den USA. In Nevada sind sie doppelt so hoch, wie gewöhnlich, der Anstieg begann am 23. November 2013. Auch Washington meldet ähnliches, die Werte zeigen das zweieinhalbfache des üblichen Wertes seit 21.11. – nachdem diese Orte 600 Meilen von einander entfernt liegen, ist anzunehmen, dass alles dazwischen ähnlich hohe Steigerungsraten aufweist.

Zum Freiwerden von Plutonium im März 2011 in die Umwelt gibt es einen Fragen- und Antwortenkatalog, der versucht, manche Unklarheiten zu erklären.

Modell der Verteilung der Radioaktivität, die bis 2030 die USA zum am stärksten betroffenen Land des Fukushima Unglücks machen wird.

Und weil die japanische Bevölkerung jeglichen  Glauben an die Aussagen von Tepco bzw. der japanischen Regierung verloren hat, bemüht sich der Senior-Wissenschaftler Ken Buesseler vom Woods Hole Ozeanographischen Institut, gewissenhaft die Werte zu messen und gibt gleichzeitig einmal eine erste Entwarnung. Durch die starke Verdünnung auf der Reise von Japan nach Kalifornien durch den Ozean sei vorerst keine gesundheitsschädigende  Wirkung des Fallouts von Fukushima zu erwarten.

Und die Proteste nehmen zu! Human Rights Now fordert mit 63 japanischen NGOs, dass die Berichte der UNSCEAR korrigiert werden, was die Belastbarkeit durch Radioaktivität angeht.

Medizin-Experten kritisieren den UNSCEAR-Bericht ebenfalls dafür, dass er die Konsequenzen des Fukushima-Unfalls so herabspielt.

Es gibt allerdings einen UNSCEAR Report, der schon beängstigend genug ist.

Fukushima-Mutanten: Pilze, Erdbeeren, Auberginen, Rettiche, Salat – die Ernte zweieinhalb Jahre nach dem Fukushima-Unglück sieht furchterregend aus.

Schwere Kritik von NGOs gibt es am WHO-Report: zu späte Schilddrüsenuntersuchungen an Kindern, zu niedrige Quote beim Einsammeln der Fragebögen an die Bevölkerung, Greenpeace meint gar, die WHO wäre der Lobbyist der Nuklear-Industrie. Lesen Sie alle Vorwürfe hier.

Die Mitglieder der japanischen Delegation haben bei ihrem Besuch der UNO gelogen. Was die Strahlenbelastung angeht, der die Menschen ausgesetzt waren, was die Kompensationsgelder angeht, die Betroffene nur erhielten, wenn sie einen 60seitigen Fragebogen ausfüllten, und in vielen weiteren Punkten, die hier nachzulesen sind.

Dr. Dave DeSante, der Gründer des Instituts für Vogelpopulation in Point Rees, Kalifornien, USA hat nach dem Unglück in Tschernoby begonne, die Auswirkungen der Radioaktivität auf Vögel zu studieren. Dabei fand er heraus, dass besonders viele Jungvögel starben, aber auch ältere, immunkranke – die Rate lag vierzigtausend über dem langjährigen Durchschnitt. Mitte 2011, als der Fallout von Fukushima den Pazifik erreichte, begann er, diesen mit dem früheren zu vergleichen und auch die ständig passierenden minimalen Belastungen durch Strahlung in Relation zu setzen, wobei er zum Schluß kam, dass diese minimalen Belastungen bisher immer unterschätzt worden war.

Die Wissenschafter in Kalifornien rätseln auch über Tier-Phänomene, die sich nicht zuordnen lassen. Zuerst gab es Unmengen von Anchovies, derzeit ungewöhnlich viele Wale. Die Whale-Watcher freut das, aber wieso ist dem so?

Im Artikel gibt es auch ein Video, das die vielen Wale und ungewöhnlich viele Walrosse zeigt.

Akute Gefahr eines Supergaus

In Fukushima droht aus den Abklingbecken der Atomruine eine akute Gefahr, die, in Bezug auf die Freisetzung von radioaktivem Caesium, gar das 85-fache des Ausmaßes der Atomkatastrophe von Tschernobyl annehmen kann. Wir haben bereits darauf hingewiesen. Inzwischen ist der Zustand der Gebäude und der Abklingbecken insbesondere von Reaktor 4 so kritisch, dass sie keinen weiteren Unwetterkatastrophen oder gar Erdbeben standhalten werden. Die dort gelagerten abgebrannten Elemente geben Nachwärme ab. Versagt aber die Kühlung, so ist eine Entzündung der aus Zirkoniumlegierung bestehenden Brennstabhülsen mit Freisetzung von Radioaktivität zu erwarten.

Die Gebäude sind beschädigt. Die Fundamente unter den Ruinen wurden durchweicht. Es wird nun in der nächsten Zeit versucht werden, die Brennelemente zu bergen. 1.331 benutzte Brennelemente, eng beieinander verstaut, müssen aus der Ruine Reaktor 4 entfernt werden. Jedes Brennelement wiegt rund 300 Kilogramm und ist viereinhalb Meter lang. Die Stäbe liegen in einem zehn mal zwölf Meter großen Becken mit einer Tiefe von über sieben Metern. Der Grund des Pools ist 18 Meter über der Erde (siehe Zeichnung).

Die Menschen haben Angst! Sie sind ständig auf der Hut, sofort ihre Häuser verlassen zu müssen. Sie müssen über die Berge, dort liegt Schnee. Sie beten, dass die Bergungsarbeiten in der Kernkraftwerksruine ohne neue Explosionen durchgeführt werden können. Hören Sie ihnen zu!

Dem Bericht des Asia-Pacifik_Journals vom letzten Monat zufolge hat Tepco 330.000 t Wasser in 1.000 oberirdischen Tanks und eine nicht näher angegebene Menge in unterirdischen Tanks gelagert. Tagtäglich strömen weitere 400 t Wasser von den Bergen herunter, 300 davon bilden die Quelle des kontaminiertes Wassers, das in den Pazifik fließt. Bisher wurde nicht bekannt, wohin der Rest fließt.

Unsere zuverlässige Quelle hat seit unserem letzten Update einiges berichtet, das ich nur Sichwort-artig wiedergeben werde – es kann ja dort nachgelesen werden.

Unerwartete Schutt-/Staubablagerungen im Becken von Reaktor 4 behinderten die Sicht und somit die Bergungsarbeiten der Brennstäbe.

Tepco macht 5 Bohrungen, um das kontaminierte Grundwasser abzupumpen und in Tanks zu lagern. Die Frage, warum in der Nähe der Tanks der ß-Nuklid Spiegel steigt, bleibt unbeantwortet. Woher kommt es? Und dass der Grundwasserspiegel ständig ansteigt, erwähnt Tepco mit keinem Wort.

Schließlich werden ab 25. Nov.2013 die angekündigten Bergearbeiten der Brennstäbe begonnen – Tepco gibt dazu ein Video frei.

Währenddessen ist in der Ruine vom Reaktor 3 ein Roboter dabei, den Schutt wegzuräumen.

Tepco verrät nicht, welche Firma den Auftrag ausführt, um welchen Typ Roboter es sich handelt. Auf dem Bild ist ein ASTACO-SoRa Robot zu sehen, DIESER Typ kam bei anderen Arbeiten in der Fukushima Anlage bereits zuvor zum Einsatz.

Dieses Mal finden die Aufräumarbeiten im 1. Stock im Reaktorgebäude 3 statt.

Am 26.Nov. wird der erste abgebrannte Brennstab geborgen, auch das macht Tepco mittels eines Videos öffentlich. Die Sequenz dauert im Film ca. 8 Minuten und als der Brennstab aus dem Wasser kommt, sieht man etwas wie eine Dampfblase am Ende.

Marco Kaltofen, einer der Wissenschafter, die von der ersten Stunde an in Fukushima als Berater zur Stelle war, sagt in einem Kommentar dazu, es sei so etwas wie eine Dampfblase, die ausschaut, als würde sie mit dem Herausziehen des Brennstabes größer. Das macht auch Sinn, weil der Wasserdruck fällt, wenn die Wasseroberfläche näher kommt. Das erlaubt dem Dampf, den ihn umgebenden Wasserdruck besser auszuhalten und das Volumen der Blase zu erhöhen.

27.700 t kontaminiertes Wassers am Gelände

Am 26.11.2013 gibt Tepco bekannt, dass es derzeit doch kein weiteres Grundwasser abpumpen könne, weil es keine Tank-Kapazitäten mehr habe, derzeit lagern 27.700 t kontaminiertes Wassers am Gelände.

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass pro l Wasser etwa 6.000 beq Strontium und andere ß-Nuklide im Grundwasser entdeckt wurden in einem Abflusskanal zwischen zwei Reaktoren – weit mehr, als in den Ozean entlassen werden sollten.

Seit März d.J. gab es drei Mal Probleme mit der Elektrik durch Mäuse. Nach dem Fund von Exkrementen in einem Schaltkasten wusste man, dass ein Tier vorhanden war. Am Morgen des 26.11.2013 ging der Alarm los, wieder ein Kurzschluss.

Die ersten 22 Stäbe werden in einem Transportbehälter in ein Nebengebäude gebracht, dann beginnt der Abbau der abgebrannten Brennstäbe. Vom 29.11. stammen die Fotos eines neuerlichen Transports vom Reaktor 4 weg.

Wie kontaminiert ist das, was in den Supermarktregalen in Iwaki, Kyoto, Nara oder Nagano angeboten wird?

Ja, ja – jetzt kommt wieder von einem der nuclearia-Freunde der Einwand mit der Banane, die ja viel ärger kontaminiert ist, was er wohl von Forbes abgekupfert hat. Also kann er sich die zitierte Banane ja ins Ohr stecken!

Also – zurück zum Seetang in Japan. Der Tester kauft verschiedene Seetang-Arten, misst diese schon vor Ort, nimmt sie aber mit und wiederholt die Messungen in anderer Umgebung, wobei er angibt, dass die Umgebungsstrahlung 38,5 CPM betrug (also, der Geigerzähler schlug während 10 Min. 385 mal aus).

Entsprechend den Normwerten entspricht dies ca. 0,081 µSv/h, obwohl Umweltfaktoren dies leicht verändern könnten, was im Laufe des Abends auch geschah – es gab eine Schwankungsbreite von 0,023 bis 0,197 µSv/h. Während die Messungen an Pilzen, Gemüse und Fleisch keine erhöhten Strahlungswerte anzeigten, lagen sie bei allen Seetang-Produkten auch in anderer Umgebung über den erlaubten Werten.

Netzfrau Lisa Natterer>

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online, Logo

7.12.2013: <Fukushima: Höchste Radioaktivität aller Zeiten, Regierung verschärft Zensur> - die Lage wird weiter eskalieren

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 7.12.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/07/fukushima-hoechste-radioaktivitaet-aller-zeiten-regierung-verschaerft-zensur/

<Die Lage in der Atom-Ruine bleibt weiter völlig außer Kontrolle: Nun wurde ein Leck entdeckt, aus dem so viel Radioaktivität austritt, dass ein Mensch in 20 Minuten sterben würde, wenn er sich an diesen Ort begibt. Der Fund könnte die Bergung der Brennelemente gefährden. Die IAEA hat Tepco die Erlaubnis erteilt, noch mehr radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik abzuleiten. Die japanische Regierung verschärft unterdessen die Zensur.

Der Betreiber des Atomkraftwerks von Fukushima, Tepco, teilt mit: An der Atom-Ruine von Fukushima Daiichi wurde eine Stelle entdeckt, an der die höchste jemals an einen Atomkraftwerk gemessene Radioaktivität festgestellt wurde. Würde ein Mensch der gemessenen Strahlung ausgesetzt, würde er innerhalb von 20 Minuten sterben.

Tepco hat eine Strahlung von 25 Sievert pro Stunde an einem Punkt gemessen, an dem eine Ventilations-Leitung die Reaktoren verbindet. Tepco sagte, dass das Unternehmen nicht ausschließen könne, dass sich radioaktive Substanzen noch in der Belüftung befinden, berichtet der Japanische Rundfunk NHK.

Die Höhe der Radioaktivität ist ausgesprochen besorgniserregend: Sollten derart hohe Werte auch an anderen Stellen auftreten, kann die vor einigen Wochen begonnen Bergung der beschädigten Brennelemente nicht fortgesetzt werden.

Beobachter kritisieren seit langem, dass Tepco mit der höchst riskanten Bergung der Brennelemente überfordert ist. Allein die Art der Messung zeigt, dass Tepco mit unzulänglichen Mitteln gegen die Katastrophe vorgeht: Das Mess-Gerät wurde an einem Rohr befestigt, welches von einem Klein-Bus aus an die Stelle geschoben wurde, wo der dramatische Wert gemessen wurde. Offenbar war den Verantwortlichen klar, dass die Werte so hoch sind, dass Menschen sich nicht mehr an die Stelle begeben dürfen.

Die nun gemessene hohe Strahlung deutet darauf hin, dass die Lage in den zerstörten Atomkraftwerken vermutlich weitaus kritischer ist als von Tepco in der Öffentlichkeit zugegeben wurde.

[Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA erlaubt noch mehr radioaktives Wasser im Meer]

Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA hat Tepco unterdessen in einem Bericht erlaubt, noch mehr radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik abzulassen. Offenbar glaubt auch die IAEA nicht an das Gelingen einer kontrollierten „Dekommissionierung“ von Fukushima.

[Zensurgesetz durchgepeitscht - Details über die Fukushima-Ruine sind quasi ein "Staatsgeheimnis" - die Lage wird weiter eskalieren]

Die japanische Regierung hat unterdessen – vermutlich auf Druck der Atomlobby – die Zensur in Japan verschärft. Premier Abe hat ein Gesetz durch das Parlament gepeitscht, demzufolge die Weitergabe von „Staatsgeheimnissen“ unter schwere Strafe gestellt werden soll. Zwar hat die Regierung auf Druck der Opposition die Regeln für Journalisten und Whistleblower etwas entschärft. Doch ein Beamter, der „Staatsgeheimnisse“ weitergibt, muss mit zehn Jahren Gefängnis rechnen.

Unabhängige Informationen über die Lage in Fukushima gibt es so gut wie keine. Man kann davon ausgehen, dass alle Details aus Fukushima als „Staatsgeheimnis“ eingestuft werden. Allerdings reichen auch die „offiziellen“ Informationen von Tepco: Sie zeigen, dass die Lage völlig außer Kontrolle ist – und vermutlich weiter eskalieren wird. Die Folgen sind unabsehbar – für die Japaner und für die Welt.

Erfahren werden davon erst, wenn es zu spät ist. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.>

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Kopp-Verlag online, Logo

8.1.2014: Der Meeresboden im nördliche Pazifik ist voller toter Tiere - zu 98% bedeckt - vor Fukushima nur 1%

aus: Kopp-Verlag online: Studie zeigt: Tote Meereslebewesen bedecken 98 Prozent des Meeresbodens vor der Küste Kaliforniens – vor Fukushima war es nur ein Prozent; 8.1.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/ethan-a-huff/studie-zeigt-tote-meereslebewesen-bedecken-98-prozent-des-meeresbodens-vor-der-kueste-kaliforniens-.html

<Ethan A. Huff

Nach einer neuen Studie, die vor Kurzem in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, ist der Pazifik offenbar dabei, zu sterben. Wie Wissenschaftler des Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI) in Kalifornien jüngst entdeckten, ist die Zahl toter Meereslebewesen, die den Boden des Pazifischen Ozeans bedecken, größer als je zuvor in den 24 Jahren, in denen die Beobachtung vorgenommen wurde. Nach vorliegenden Daten ist das Phänomen als eine direkte Folge des nuklearen Fallouts von Fukushima zu werten.

Obwohl die an der Arbeit beteiligten Wissenschaftler bisher zögern, Fukushima als mögliche Ursache zu benennen – National Geographic, die kürzlich über die Studie berichtete, erwähnte Fukushima nicht einmal –, legt das Timing der Entdeckung die Vermutung nahe, dass Fukushima vielleicht sogar die entscheidende Ursache ist. Laut vorliegenden Daten ist die Masse des sogenannten »sea snot« (»Meeres-Rotz«), wie die auf den Meeresboden sinkenden toten Meereslebewesen bezeichnet werden, nach dem Fukushima-Unglück sprunghaft gestiegen. »In den 24 Jahren dieser Studie haben sich in den letzten zwei Jahren die größten Mengen dieser Überbleibsel gezeigt«, erklärte Christine Huffard, Meeresbiologin am MBARI und Leiterin der Studie, gegenüber National Geographic.

Auf der Meeresforschungsstation Station M, die 220 Kilometer vor der Küste zwischen den kalifornischen Städten Santa Barbara und Monterey liegt, beobachteten Huffard und ihr Kollege Ken Smith einen deutlichen Anstieg der Menge toten Meereslebens, das auf dem Meeresboden trieb. Massen von totem Plankton, Quallen, Fäkalien und anderer organischer Materie, die normalerweise nur ein Prozent des Meeresbodens bedecken, finden sich jetzt auf 98 Prozent – und viele andere Stationen im gesamten Pazifik melden seither ähnliche Zahlen. »Im März 2012 war nicht einmal ein Prozent des Meeresbodens unter der Station M von toten Meeres-Salpiden bedeckt«, schreibt Carrie Arnold in National Geographic. »Am 1. Juli waren über 98 Prozent von sich zersetzenden Organismen bedeckt. … andere Meeresforschungsstationen meldeten ähnliche Zahlen.«

Fehlendes Meeresleben bedeutet keinen Sauerstoff mehr in unserer Atmosphäre

Interessanterweise erwähnt Arnold Fukushima mit keiner Silbe, obwohl es nach gesundem Menschenverstand die vernünftigste Erklärung für diesen plötzlichen Anstieg toter Meereslebewesen ist. Obwohl der signifikanteste Anstieg ungefähr ein Jahr nach dem Unglück berichtet wurde, heißt es in der Studie, die Probleme hätten erstmals 2011 begonnen.

»Suchen Sie nicht nach Global Warming als Schuldigem«, schreibt der National-Geographic-Kommentator »Grammy« unter Hinweis auf den Aberwitz von Arnolds Implikation, das mittlerweile widerlegte Märchen von der Erderwärmung wäre die Ursache für einen 9700-prozentigen Anstieg von toten Meereslebewesen.

Ein weiterer Kommentar in National Geographic erklärte ironisch, »irgendwie hat die Welt innerhalb von vier Monaten via Global Warming einen unglaublichen Schlag verpasst bekommen, und wir als Menschen haben es nicht gemerkt, als es passierte; während sich zufällig in derselben Zeit das Unglück von Fukushima ereignete«.

Es ist fast so, als wollte man uns Fukushima und die katastrophalen Schäden, die es auf unserem Planeten anrichtet, vergessen machen. Aber es wird nicht gelingen, die Wahrheit für immer zu vertuschen, denn menschliches Leben ist abhängig von gesunden Meeren, dessen Leben den Sauerstoff liefert, den wir alle zum Atmen und Überleben brauchen.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

PNAS.org

EneNews.com

NationalGeographic.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com>

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8.1.2014: Kalifornien: Der "Strahlungspegel" hat sich seit Fukushima verfünffacht - Beispiel: Der Geigerzähler am Pacifica State Beach bei San Francisco

aus: Kopp-Verlag onlnie: US-Gesundheitsbehörden sehen trotz fünffachen Anstiegs des radioaktiven Strahlungspegels an kalifornischem Strand keinen »Grund zur Besorgnis«; 8.1.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/mikael-thalen/us-gesundheitsbehoerden-sehen-trotz-fuenffachen-anstiegs-des-radioaktiven-strahlungspegels-an-kalifo.html

<Mikael Thalen

Vertreter der kalifornischen Gesundheitsbehörde spielen Befürchtungen der Öffentlichkeit herunter, nachdem im Internet ein Video verbreitet worden war, das einen erheblichen Anstieg der Radioaktivität am Pacifica State Beach im Landkreis San Mateo im Großraum San Francisco zeigte. Dieses Video, das am 23. Dezember aufgenommen und ins Internet gestellt worden war, wurde bereits fast eine halbe Million Mal angeklickt und zeigt die Messwerte eines Geigerzählers, die das Fünffache der normalen terrestrischen Strahlung betragen. Dies löst in der Bevölkerung Befürchtungen im Zusammenhang mit Folgebelastungen durch die Atomkatastrophe in Fukushima aus.

Aufgrund des öffentlichen Drucks überprüften Vertreter der Gesundheitsbehörden die Messungen und stellten ähnliche Werte fest. Einige Tage später wurden dann auch noch Bodenproben entnommen. Nach Aussagen des Leiters der örtlichen Umweltschutzbehörde Dean Peterson besteht aber kein Grund zur Sorge. »Unserer Ansicht nach haben wir es hier nicht mit einer akuten Gefährdung der Öffentlichkeit zu tun«, sagte er gegenüber der Lokalzeitung Half Moon Bay Review. »Wir können auch nicht bestätigen, dass die gemessenen Werte mit Fukushima im Zusammenhang stehen.«

Nach Angaben von »Dave«, der das Video aufgezeichnet hatte, wurden die Strahlungswerte in Höhe von fünf Zentimetern über dem Strandboden gemessen. Einige Tage vor dem Video seien die Messungen sogar noch höher ausgefallen und hätten das 13-Fache des Normalwertes betragen.

Peterson weist aber eine Verbindung zu Fukushima zurück und erklärt, für die erhöhten Strahlungswerte sei eher »rotgefärbtes Einweggeschirr« verantwortlich. »Ich bin überzeugt, am Ende wird sich zeigen, dass es sich hier lediglich um erhöhte Werte der terrestrischen Strahlung handelt«, meinte er.

Auf der Internetseite Geigercounter.com wurde berichtet, man habe Sandproben untersucht und erhöhte Werte der Radioisotope Radium 226 und Thorium 232 nachweisen können. Diese beiden Isotope kommen in der Natur vor und stehen Berichten zufolge nicht im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima.

Dave berichtete weiter, nach zwei Jahren wiederholter Messungen seien die erhöhten Werte praktisch über Nacht aufgetreten. Nach Einschätzungen einiger Physiker könnten radioaktive Schadstoffe im kontaminierten Meerwasser aus Fukushima in größeren Mengen Anfang 2014 die amerikanische Westküste erreichen; andere Wissenschaftler halten den Zeitpunkt für nicht genau bestimmbar.

Jüngste Äußerungen des früheren Moderators des amerikanischen Fernsehsenders MSNBC, Cenk Uygur, haben die Befürchtungen über die Schwere und die weltweiten Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima weiter genährt. Uygur hatte bereits unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe vor möglichen Auswirkungen gewarnt, wurde dann aber von seinem Sender zurückgepfiffen und angewiesen, die Zuschauer nicht zu verschrecken, da »nach Auffassung der Regierung die Lage sicher ist«.

Des Weiteren fachte im Dezember die Nachricht, 71 amerikanische Seeleute, die während der ersten Phase der Rettungsbemühungen in Fukushima Hilfe leisteten, hätten jetzt den Betreiber des Kraftwerks, die Tokyo Electric Power Co. (TEPCO), verklagt, die Befürchtungen weiter an. Die Seeleute waren an Schilddrüsenkrebs, Leukämie und Gehirntumoren erkrankt, weil sie einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt waren, die die zulässigen Normwerte um das 300-Fache überstieg.

Und in der vergangenen Woche hatte das amerikanische Gesundheitsministerium DHHS 14 Millionen Tabletten Kaliumiodid bestellt. Diese Substanz kann den Körper vor einer radioaktiven Vergiftung nach einem schweren Atomunfall schützen. Die Lieferung soll noch vor Anfang Februar erfolgen. Als der Journalist Anthony Gucciardi versuchte, eine Stellungnahme dazu zu erhalten und auf seine Fragen widersprechende Antworten erhielt, wurde das Gespräch vonseiten des Ministeriums einfach beendet.

Währenddessen tritt aus dem dritten Reaktorblock in Fukushima immer noch kontaminierter Dampf aus. Mit weiteren Folgewirkungen ist also zu rechnen.>

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Kalifornien 9.1.2014: <Vierzehnfach erhöhte Strahlung: Wachsende Unruhe an US-Westküste wegen radioaktiver »Hot Spots« an Stränden>

aus: Kopp-Verlag online; 9.1.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/paul-joseph-watson/vierzehnfach-erhoehte-strahlung-wachsende-unruhe-an-us-westkueste-wegen-radioaktiver-hot-spots-an.html

<Paul Joseph Watson

Nach Meldungen über ungewöhnlich hohe radioaktive Strahlung an einem Strand südlich von Pillar Point Harbor im Landkreis San Mateo im Großraum San Francisco haben Experten an einigen Stellen Strahlungswerte gemessen, die das 14-Fache der der normalen terrestrischen Strahlung betragen. Aber sie betonen, es gebe keine Verbindung zur Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/paul-joseph-watson/vierzehnfach-erhoehte-strahlung-wachsende-unruhe-an-us-westkueste-wegen-radioaktiver-hot-spots-an.html

Wie berichtet war im Internet ein Video verbreitet worden, in dem eine Person zu sehen war, die mit einem Geigerzähler Werte von mehr als 150 Mikro-REM pro Stunde, dem Fünffachen der normalen Strahlung, gemessen hatte. Vertreter der Gesundheitsbehörden des Landkreises bestätigten die Messwerte im Kern, meinten aber, sie hätten gegenwärtig keine Erklärung für das Phänomen.

Jetzt führte der Elektroingenieur Steven Weiss aus El Granada, der seit 40 Jahren an der Entwicklung von Geigerzählern arbeitet, eigene Messungen durch und fand einige Stellen, an denen die Strahlung das 14-Fache der normalen terrestrischen Strahlung betrug. »Das ist ungewöhnlich«, erklärte er gegenüber der Lokalzeitung Half Moon Bay Review. »Es muss dort eine radioaktive Quelle geben, die Urheber dieser Strahlung ist.«

Nach der Analyse einer Erdprobe in einem Spektrumanalysator stellte sich heraus, dass in der Probe die beiden Radioisotope Radium 226 und Thorium 232 nachgewiesen werden konnten. Diese beiden Isotope kommen in der Natur vor. Es wurden keine Spuren von Caesium 137 gefunden. Diese spaltbare Substanz wurde in den Kernreaktoren in Fukushima benutzt. Weiss schlussfolgerte daher, dass die am Strand gemessene Strahlung in keinem Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima stehe.

»Es gibt Meldungen, nach denen sich einmal eine Pipeline an diesem Ort befunden hat. Erdölpipelines können schwere radioaktive Mineralien enthalten«, sagte Dan Sythe, Vorstandschef des Unternehmens International Medicom, das Geigerzähler entwickelt und herstellt. Weiter meinte er: »Säuglinge und Kleinkinder sollten dem Strand erst einmal fernbleiben, um sicherzustellen, dass sie keinen Sand inhalieren oder essen.«

Viele Menschen waren besorgt, die Strahlung hinge mit den Ereignissen in Fukushima zusammen, da nach Expertenmeinung die radioaktiven Schwaden, die sich seit dem Reaktorunfall im März 2011 in der Luft und als radioaktives Material im Wasser befinden, Anfang 2014 die amerikanischen Küstengewässer erreichen könnten.

Für Nichtwissenschaftler ist es schwierig, das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung einzuschätzen. Die Meinungen sind gespalten. Einige befürchten, die ganze Menschheit sei bedroht, andere, vor allem Entscheidungsträger und Regierungsvertreter, spielen das Problem als völlig harmlos herunter.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden extremen Einschätzungen. Aber die anhaltenden Bemühungen seitens der japanischen Regierung und des Kraftwerkbetreibers TEPCO, die Öffentlichkeit irrezuführen und das wahre Ausmaß der radioaktiven Verseuchung zu verheimlichen, nähren nur die Befürchtungen. Ein gerade verabschiedetes Gesetz bedroht darüber hinaus Journalisten mit eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, wenn sie versuchen, geheime Informationen über Fukushima zu erhalten.

Die entsetzliche Rolle der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA, die der amerikanischen Bevölkerung und den Zehntausenden von Helfern am Ground Zero nach den Anschlägen vom 11. September 2001 versichert hatte, die stark mit Asbest belastete Luft könne bedenkenlos eingeatmet werden, hat ein Klima des Misstrauens geschaffen, wenn es um die öffentliche Gesundheit und deren Gefährdung geht.>

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13.1.2014: Fukushima-Radioaktivität: <Massives Sterben von Meereslebewesen vor der amerikanischen Westküste weitet sich aus>

aus: Kopp-Verlag online; 13.1.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/adnan-salazar/massives-sterben-von-meereslebewesen-vor-der-amerikanischen-westkueste-weitet-sich-aus.html;jsessionid=F71F82F0BC3532A125AB6FA296A0AA4E

<Adnan Salazar

Einwohner des US-Bundesstaates Oregon erklärten gegenüber Infowars am Freitag, dass sich entlang der amerikanischen Pazifikküste weitere ungewöhnliche Ereignisse häufen. Dies untermauert die Beobachtung, dass die Medien sowohl das Auftreten hoher radioaktiver Strahlung entlang der Westküste sowie das darauf folgende Sterben von Meereslebewesen herunterspielen oder ganz verschweigen.

So berichteten verschiedene Einwohner des Fischerdorfes Charleston in Oregon über auffällige Besonderheiten wie das Anschwemmen auflösender bioluminiszenter Quallen und japanischer »Tsunami-Trümmer« an den Strand. Ein Anwohner, der schon sein ganzes Leben dort verbringt, berichtete, er habe an die 100 tote Seesterne in der Nähe einer öffentlichen Parkanlage in Bastendorff Beach gesehen.

Meeresbiologen hatten zuvor bereits ein mysteriöses »Schmelzen« von Seesternen an der Küste des Bundesstaates Washington bei Puget Sound beobachtet und die unbekannte Krankheit als »Seesternverfallskrankheit« bezeichnet. »Diese Situation ist weit verbreitet und breitet sich infektionsartig aus. So etwas haben wir in der Vergangenheit noch nie erlebt«, erklärte der Meeresökologe Pete Raimondi gegenüber der amerikanischen Tageszeitung USA Today zum massiven Seesternsterben.

Zunächst schien Oregon von der Krankheit nur in geringem Maße betroffen zu sein. Wie Rob Davis von der Zeitung The Oregonian schrieb, wurde ein einzelnes Vorkommnis bislang nur »in einem Gezeitenbecken im staatlichen Naturschutzgebiet Tokatee Klootchman südlich der Kleinstadt Yachats gemeldet. Zuvor hatte David Knight schon Anfang Januar über das Seesternsterben berichtet.

Aber der schon oben erwähnte Einwohner Charlestons, der aber nicht gefilmt werden wollte, erklärte, er gehe jeden Tag am Strand spazieren. Und dabei habe er die toten Seesterne südlich des Bastendorff Beach County Park gefunden, was darauf hindeutet, dass sich die Krankheit schon weiter ausgebreitet hat als man zuvor vermutete. Ein Mitarbeiter des Meeresbiologischen Instituts von Oregon, der ebenfalls nicht vor der Kamera sprechen wollte, erklärte, er sei über das Seesternsterben informiert.

Die höchste Strahlungsmessung, die wir in Charleston vorfanden, betrug an der Küste eines Jachthafens 74 CPM. Bei zwei Weißen Thunfischen in Charleston wurden 38 CPM bzw. 36 CPM gemessen. Diese Werte liegen unter den Werten, die am Surferstrand festgestellt wurden, aber sie zeigen die relative Höhe der Strahlungswerte an »Hot Spots« entlang der Westküste.

Nach den Meldungen, das unerklärliche Meerestiersterben habe nun auch die Küste Oregons erreicht, folgten Berichte über merkwürdige Ereignisse im Pazifik. In der vergangenen Woche haben Wissenschaftler in der nordmexikanischen Laguna Ojo de Liebre, zuvor unter der Bezeichnung »Scammon‘s Lagoon« bekannt, zum ersten Mal überhaupt einen Fall siamesischer Grauwalzwillinge dokumentiert, wie Mikael Thalen schrieb. »Es wurden zwar schon bei anderen Walarten siamesische Zwillinge gefunden. Aber wie eine Recherche in der Datenbank des Naturhistorischen Museums des Landkreises Los Angeles ergab, finden sich keine Aufzeichnungen über siamesische Zwillinge bei Grauwalen.«

Aus einer vor Kurzem veröffentlichten Untersuchung in den Proceedings of the National Academy of Sciences geht hervor, dass die Zahl toter Meereslebewesen, die den Grund des Pazifik bedecken, so hoch wie niemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor 24 Jahren ist. »In den 24 Jahren, in denen diese Untersuchung durchgeführt wird, haben die beiden letzten Jahre die größte Menge an derartigen Zerfallsprodukten ergeben«, erklärte die Meeresbiologin Christine Huffard vom Forschungsinstitut des Monterey Bay Aquarium im vergangenen November gegenüber der Zeitschrift National Geographic.

Bisher halten sich Wissenschaftler und Regierungen mit der Einschätzung zurück, dass diese Anomalien auf radioaktive Teilchen zurückzuführen sind, die nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 in die Umwelt gelangten. Aber diese Möglichkeit kann nicht völlig ausgeschlossen werden.

Dass das Gesundheitsministerium 14 Millionen Kaliumiodidtabletten – diese Substanz kann den Körper vor einer radioaktiven Vergiftung nach einem schweren Atomunfall schützen – bestellt hat, sowie die Tatsache, dass sich die Behörde weigerte, auf entsprechende Nachfragen zu antworten, hat die Befürchtungen, radioaktives Material sei nun an die Westküste gelangt und habe zum Massensterben beigetragen, eher verstärkt.

Augenzeugenberichte aus dem fernen Alaska besagen, Trümmerteile aus der Hinterlassenschaft des Tsunamis, der in Japan verheerende Zerstörungen anrichtete und die Reaktorkatastrophe auslöste, seien an die dortige Küste angeschwemmt worden. Unseren Messungen zufolge konzentriert sich die erhöhte Radioaktivität allerdings bisher auf die Westküste Kaliforniens. So ergaben Messungen im Bean Hollow State Park und am Salinas River State Beach Werte von 100 CPM oder höher, während die Messungen am Strand von Charleston in Oregon nur Höchstwerte von 54 CPM ergaben.

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.>

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20.1.2014: <Fukushima: Mysteriöse Erscheinungen an amerikanischer West-Küste> - toter Ozeanboden, sterbende Quallen und Plankton - haufenweise Wale und Selöwen an den Küsten

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 20.1.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/20/fukushima-mysterioese-erscheinungen-an-amerikanischer-west-kueste/

<Das Öko-System im Pazifik scheint aus unerklärlichen Gründen aus dem Lot geraten zu sein. Vor der Küste in Kalifornien ist die Zahl der toten organischen Materie auf dem Meeresboden massiv gestiegen. Quallen und Plankton verenden in Massen. Ungewöhnlich große Horden von Walen und Delphinen sind vor der Küste aufgetaucht.

Die Auswirkungen der Atomkatastrophe von Fukushima waren in den USA erstmals bereits im Herbst 2011 spürbar. In mehr als 13 amerikanischen Städten wurde Radioaktivität gemessen und in der Milch aus Vermont wurde Caesium-137 gefunden, wie unter anderem Forbes berichtete. Doch wie sich jetzt zeigt, kam es noch zu einigen weiteren Merkwürdigkeiten, die darauf hindeuten, dass die Folgen Fukushimas schon seit langer Zeit im amerikanischen Teil des Pazifik zu spüren sind.

Große Massen toter organischer Materie

Eine in der National Geographic veröffentlichte Studie zeigt, dass das Gleichgewicht zwischen lebendem und totem Meeresleben vor der kalifornischen Küste massiv gestört ist. Die Meeresforschungsstation Station M liegt etwa 220 Kilometer vor Küste zwischen Santa Barbara und Monterey. Hier machten die zuständigen Wissenschaftler Christine Huffard und Ken Smith vom Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI) eine interessante Beobachtung: Der so genannte Meeres-Rotz (sea snot) am Meeresboden ist immens angestiegen. Die Rede ist von totem Plankton, toten, gallertartigen Lebewesen und anderer organischer Materie, wie auch Kot.

In den 24 Jahren der Messungen an der Station M hat es noch nicht ein so großes Vorkommen gegeben, so Huffard. So war im Frühjahr 2012 weniger als ein Prozent des Meeresbodens mit dieser toten organischen Materie bedeckt. Am 1. Juli 2012 waren es jedoch plötzlich 98 Prozent. Andere Meeresstationen haben der National Geographic von ähnlichen Ausmaßen berichtet. Die Wissenschaftler des Monterey Bay Aquarium Research Institute können noch keine eindeutige Ursache für diese Entwicklung benennen. Auffällig ist jedoch, dass der Anstieg genau ein Jahr nach der Fukushima-Katastrophe bisher seinen Höhepunkt erreicht hat.

Höhepunkt der Strahlung noch nicht erreicht

„Ein Teil Fukushima-Strahlung ist bereits an der Westküste Nordamerikas aufgetreten und sie wird ihren Höhepunkt wahrscheinlich in den meisten Orten zwischen 2014 und 2015 erreichen“, warnt der bekannte Wissenschaftler Ken Buesseler der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). Doch trotzdem „überwacht noch keine US-Behörde die Ausbreitung der Strahlung aus Fukushima an der Westküste und um die Hawaii-Inseln. Aus diesem Grund hat das WHOI auch eine Webseite geschaffen, auf der die Bürger aufgerufen werden, die Wissenschaftler bei der Beobachtung der radioaktiven Ausbreitung zu unterstützen. Immerhin – 14 Millionen Jodtabletten hat die US-Regierung schon einmal vorsorglich besorgt (mehr hier). Ende vergangenen Jahres schlug bereits der chinesische Forscher Yu Zhirong Alarm. Die japanische Regierung und die Betreiber-Firma des zerstörten AKWs gefährden das Ökosystem des Pazifik, so Zhirong (hier).

So viele Wale und Seelöwen wie nie

Abgesehen von der immensen organischen Materie am Grund des Meeresbodens wurden an der amerikanischen Pazifikküste noch weitere Auffälligkeiten beobachtet. Im November gab es um Monterey herum eine massive Anreicherung von Meereslebewesen – so viel wie bisher noch nicht beobachtet. Buckelwale, Pelikane, Seelöwen sind eigentlich jedes Jahr in dem nährstoffreichen Gebiet unterwegs. Doch es kann sich keiner daran erinnern, dass es so viele waren und dass sie lange bis in den November geblieben wären, so die New York Times. Vor allem die enormen, ungewöhnlich großen Sardellen-Schwärme hätten  die wahnsinnig vielen Tiere angezogen.

Auf der anderen Seite kommt es zu einem regelrechten Aussterben des Seessterns zwischen Kalifornien und Alaska. Millionen toter Seesterne wurden Anfang Januar an die Küste gespült. Auch an der Küste Monterey sollen sie zu tausenden gestorben sein. Bisher konnte noch keine eindeutige Erklärung dafür  gefunden werden. Ein Zusammenhang mit Fukushima wird aber auch hier nicht ausgeschlossen (hier).>

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29.1.2014: <Fukushima: USA behindern Messung von radioaktivem Niederschlag> - 80 Petabecquerel

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 29.1.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/29/fukushima-usa-behindern-messung-von-radioaktivem-niederschlag/

<Das renommierte Forschungszentrum MIT ist besorgt: Messungen des gefürchteten radioaktiven Niederschlags von Fukushima haben höhere Werte ergeben, als nach der Atom-Katastrophe von Tschernobyl. Die US-Behörden hatten versucht, die Wissenschaftler an den Messungen zu hindern.

Auf einem Symposium des Massachusetts Institute of Technology (MIT) verkündeten Wissenschaftler die Mess-Ergebnisse des radioaktiven Niederschlags nach der Atom-Katastrophe vom März 2011. Demnach erreichte die Verseuchung der Umwelt mit Cäsium-137 ähnliche Grade wie nach dem Super-GAU von Tschernobyl. Zudem sagten die Wissenschaftler aus, dass US-Behörden sie bei ihrer Arbeit behindert und ihnen sogar Messungen boykottiert hätten.

Bei der Vortragsreihe am MIT sprachen Chemiker, Physiker und Ozeanologen über die direkten Folgen der Atom-Katastrophe von Fukushima. Dabei werteten sie Messwerte des radioaktiven Niederschlags in Form von Cäsium-134 und Cäsium-137 aus. Ersteres hat nur eine realtiv kurze Halbwertszeit von 2 Jahren, während Cäsium-137 eine Halbwertszeit von 30 Jahren aufweist.

„Die aktuellsten Zahlen, die mir vorliegen, zeigen, dass 80 Petabecquerel von Cäsium-137 in die Umwelt abgegeben wurden“, sagte Jay Cullen, Dozent am Institut für Geo- und Meereswissenschaften an der Universität von Victoria.

Beim Super-GAU von Tschernobyl wurde Cäsium-137 im Umfang von etwa 75 Petabecquerel freigesetzt.

„Fukushima hat etwa 50 bis 80 Petabecquerel in 2011 freigesetzt. Ich sehe mir diese beiden an [Tschernobyl und Fukushima] und behaupte, dass sie in ihrem Ausmaß durchaus vergleichbar sind“, sagte der Meeres- und Geo-Chemiker Ken Buesseler.

Der Unterschied sei lediglich, dass der radioaktive Niederschlag von Tschernobyl größtenteils über dem Festland niederging, während er bei Fukushima hauptsächlich aufs Meer hinausgetragen wurde. Das sei das große Glück der Japaner gewesen, aber hätte dafür das Ökosystem des Pazifiks empfindlich getroffen, so Buesseler.

Die Wissenschaftler am MIT kritisierten auch, dass Regierungsbehörden sie bei den Messungen behindert haben. Sowohl das National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), als auch die Environmental Protection Agency (EPA) und das Energie Ministerium (DoE) boykottierten die Arbeit der Wissenschaftler.

„Wir boten unsere Dienste der NOAA an, denn wir wollten mit unserer Expertise helfen. […] Das NOAA hatte die Aufgabe dieses Desaster zu untersuchen und die amerikanische Reaktion darauf abzuschätzen. Ihre Reaktion war weitere Modelle anzufertigen und dadurch die Effekte [des radioaktiven Niederschlags] einzuschätzen, aber keine Außen-Messungen. Sie sagten, sie machen so etwas nicht. Sie messen keine Radionuklid. Stattdessen schoben sie die Verantwortung an das Energie Ministerium weiter. Dieses wiederum sagte, es hätte nichts mit den Meeren zu tun. Das sei Aufgabe des NOAA und nicht ihr Problem“, sagte Buesseler bei seinem Vortrag am MIT.

In den Tagen und Wochen nach der Katastrophe von Fukushima, fürchteten sich die Bewohner der US-Westküste vor dem radioaktiven Niederschlag. Dennoch entschied die Umweltbehörde EPA, keine Messgeräte an den Küsten von Oregon, Washington und Kalifornien aufzustellen. Dies berichtet Central Coast News und bezieht sich dabei auf eine offizielle Email der Umweltbehörde.

Die Auswirkungen der radioaktiven Verseuchung zeigen sich vermehrt auch vor der amerikanischen Westküste. Massenhaft organisches Material bedeckt die Meeresböden und die Meereslebewesen zeigen unnatürliche Verhaltensweisen (mehr hier). Zudem wurde ein millionenfaches Absterben von Seesternen vor der Westküste der USA und Kanadas beobachtet (hier). Der Höhepunkt der radioaktiven Welle wird zwischen 2014 und 2015 erwartet. Die US-Regierung hat sich vorsorglich mit 14 Millionen Jod-Tabletten eingedeckt (hier).>

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5.2.2014: Tepco ohne Mittel: <Fukushima: Tepco findet geschmolzene Brennstäbe in Atom-Ruine nicht>

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 5.2.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/05/fukushima-tepco-findet-geschmolzene-brennstaebe-in-atom-ruine-nicht/

<Die Zeit in Fukushima drängt: Die Skandal-Firma Tepco kann die Ruine nicht stabilisieren. So fließen Millionen radioaktives Wasser in den Pazifik. Nun will Tepco mit Hilfe von kosmischen Strahlen die kaputten Brennstäbe finden.

Die Firma Tepco ist offenbar am Ende ihrer Weisheiten bei der Behebung der Atom-Katastrophe von Fukushima. In ihrer Ratlosigkeit, wie die Firma die kaputten Brennstäbe finden soll, hofft Tepco nun auf ein Wunder. Mit kosmischer Strahlung wollen die “Experten” die Brennstäbe finden.

Ein wenig vertrauenerweckendes Manöver angesichts der Brisanz der Lage in Fukushima.

Tatsächlich zeigt die Idee, dass Tepco mit seinem Latein am Ende ist und zu immer obskureren Mitteln greifen muss, um die Lage in den Griff zu bekommen – und das mit einer Technologie, von der die Atom-Lobby seit Jahr und Tag behauptet, sie sei die sicherste der Welt.

Japanische Wissenschaftler haben nun angeblich eine Methode entwickelt, um den geschmolzenen Brennstoff Corium in den Fukushima-Reaktoren zu lokalisieren. In drei von vier Reaktoren fand am 11. März 2011 eine Kernschmelze statt. Seitdem machen es die extrem-hohen Strahlenwerte den Arbeitern von Tokyo Electric Power Co (Tepco) unmöglich, den genauen Ort und Zustand des Materials zu bestimmen.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern der High Energy Accelerator Research Organization (KEK) unter der Leitung von Fumihiko Takasaki entwickelte die Methode, wie Asahi berichtet. Das Verfahren macht ein Betreten der Reaktoren dabei unnötig. Stattdessen bedienen sich die Wissenschaftler kosmischer Strahlung, um das Corium von außerhalb des Reaktors zu lokalisieren. Das Prinzip ist seit den 60ern bekannt und wurde bisher zur Kartographierung von Vulkanen eingesetzt.

Winzige Elementarteilchen, sogenannten Myonen, besitzen die Fähigkeit, durch Feststoffe und Lebewesen hindurchzufliegen. Kommen sie jedoch mit schweren Elementen wie Uran in Kontakt, werden sie gestreut oder sogar gestoppt. Nach dem Vorbild der Röntgenaufnahmen können so „Fotografien“ angelegt werden, die die genaue Position des Kernmaterials wiedergeben.  Die Forscher führten bereits erfolgreiche Langzeit-Tests mit dieser Methode am Tokai Nr. 2 Atomkraftwerk (AKW) durch. Dazu stellten sie zwischen Februar 2012 und Dezember 2013 Myonen-Sensoren rund um das Reaktorgebäude auf und erstellten dadurch drei-dimensionale Bilder. Darauf erkennt man die Sicherheitsbehälter, das Abklingbecken und den Umfang der gelagerten Brennelemente.

Der Rettungs-Versuch mit der kosmischen Strahlung scheint indessen nur ein Ablenkungsmanöver von Tepco zu sein.

Tepco und die japanische Regierung planen das Kernmaterial aus den drei Reaktoren nämlich erst im Jahr 2020 herauszuholen, um das AKW stilllegen zu können. Doch neueste Strahlenwerte des Grundwassers zeigen, dass es bis dahin zu spät sein könnte. Demnach ist die Belastung in manchen Bereichen auf 1,7 Millionen Becquerel pro Liter angestiegen. Andere Proben waren „Nicht mehr auf der Mess-Skala“, weil ihre Verseuchung durch Strontium-90 zu stark war. Einige der Reaktorbehälter weisen große Risse auf. Tepco meldete erst kürzlich ein großes Leck an Reaktor 3. Durch das Leck strömt vermehrt Grundwasser in den Sicherheitsbehälter ein, gerät in Kontakt mit dem geschmolzenen Kernmaterial und tritt wieder aus (mehr hier).

In Fukushima stehen die Forscher zudem vor einem schwerwiegenden Problem. Ein Teil des geschmolzenen Coriums könnte in Richtung der Untergeschosse gelaufen sein. Um es dort zu lokalisieren, müssten die Myonen-Sensoren, die jeder etwa 800 Kilogramm schwer und 140.000 Euro teuer sind, tief in die Erde außerhalb des Reaktors eingegraben werden. Und die Zeit drängt. Das geschmolzene Kernmaterial erreicht enorm hohe Temperaturen und droht sich durch den Boden des Reaktors zu brennen.

„Das geschmolzene Kernmaterial setzt gewaltige Temperaturen frei und erhitzt so den Boden des Reaktors. Ob die Tragödie geschieht, dass sich der Brennstoff durch den Boden brennt, ist unklar“, sagte Natalia Manzurova in einem Vortrag auf der Global Green USA. Manzurova ist russische Kern-Physikerin und war Teil der Aufräumarbeiten in Tschernobyl. Sie vergleicht die dramatische Situation in Tschernobyl mit der Katastrophe von Fukushima.

„Für 24 Stunden stand die Welt damals am Rande einer riesigen Katastrophe. Denn der Reaktor war zwar von oben versiegelt, aber er drohte sich unten durch den Boden zu brennen. Wenn der Reaktor durch den Boden gebrannt wäre, dann hätte die enorme Radioaktivität sich im Grundwasser verbreitet und wäre um die ganze Welt verbreitet worden“, sagte Manzurova.

„Damit das nicht geschieht, haben russische Bergleute Tunnel unter dem Reaktor gegraben. Sie haben ihr Leben geopfert und die Tunnel mit Zement gefüllt, damit der Reaktor von unten verschlossen ist“, so Manzurova.>

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11.3.2014: Wiederaufbereitung, Atommülllager, Tschernobyl und Fukushima: <WDR: Schäden durch Atomkraft summieren sich auf eine Billion Dollar>

aus: Heise online; 11.4.2014;
http://www.heise.de/newsticker/meldung/WDR-Schaeden-durch-Atomkraft-summieren-sich-auf-eine-Billion-Dollar-2140104.html

<Allein mit AKW sowie Wiederaufbereitungs-Anlagen und Atommülllagern, die nie oder nur kurze Zeit in Betrieb waren, wurden laut WDR mehr als 500 Milliarden US-Dollar in den Sand gesetzt. Hinzu kommen die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima.

In ihrer 60-jährigen Geschichte hat die Atomkraft weltweit Schäden in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar verursacht. Das hat der WDR-Hörfunk nach eigenen Angaben herausgefunden. Die Summe setze sich aus den Folgen von Unfällen, Katastrophen und Fehlinvestitionen zusammen.

Weltweit gebe es mehr als einhundert Atomkraftwerke sowie zahlreiche Wiederaufbereitungs-Anlagen und Atommülllager, die nie oder nur kurze Zeit in Betrieb waren. Allein dadurch seien mehr als 500 Milliarden US-Dollar in den Sand gesetzt. Hinzu kommen die Kosten der Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl sowie die Beseitigung von Altlasten wie etwa des Atommülllagers Asse und des Uranabbaus in Wismut.

In Deutschland beziffere sich der Schaden durch unproduktive Atomprojekte auf über 150 Milliarden US-Dollar. Als Beispiele für solche Fehlinvestitionen in Deutschland nennt der WDR den "Schnellen Brüter" in Kalkar, den Hochtemperatur-Reaktor in Hamm-Uentrop und die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.

In Japan wird heute der Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe vor genau drei Jahren gedacht. Dabei kamen fast 20.000 ums Leben. Mehr als 100.000 Menschen leben noch in Behelfsunterkünften. (anw)>


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Es wird immer schlimmer, und die japanische Regierung verschweigt alles, um Olympia 2020 nicht zu gefährden - dabei könnte man die Olympiade einfach nach Süd-Japan verschieben, aber das geht bei der japanischen Lügenmentalität nicht...

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Fuck You Shima 2.4.2014: Ganz Tokio wird radioaktiv verseucht - hochradioaktives, schwarzes Pulver überall

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Fukushima: Hoch radioaktives schwarzes Pulver in Tokio entdeckt; 2.4.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/02/fukushima-hoch-radioaktives-schwarzes-pulver-in-tokio-entdeckt/

<Sebastian Pflugbeil kehrte soeben von einem Japan-Besuch zurück.>

<Dr. rer. nat. Sebastian Pflugbeil ist Präsident der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Pflugbeil arbeitete bis zur Wende als Medizinphysiker im Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Forschung der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch und befasste sich ehrenamtlich mit Problemen der Atomenergieverwertung, insbesondere den Strahlenfolgen in den Uranbergwerken der Wismut. Er war Mitbegründer der DDR-Bürgerbewegung Neues Forum und vertrat dieses als Sprecher am Berliner und am Zentralen Runden Tisch. 1990 wurde er Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung unter Modrow. In dieser Funktion setzte er sich für die sofortige Stilllegung der Atomreaktoren in der DDR ein. Danach war er bis 1995 Abgeordneter im Berliner Stadtparlament. 2012 erhielt er den Nuclear-Free Future Award für sein Lebenswerk.>

Der Artikel:

<Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hat in Japan alarmierende Beobachtungen nach der Katastrophe von Fukushima gemacht. So habe er in der Hauptstadt Tokio Phänomene beobachtet, die er noch nie gesehen habe: Radioaktiver Staub, der von der Kernschmelze stammen dürfte, sei auf den Straßen der Hauptstadt gefunden worden.

olitik, Medien und Mafia arbeiten Hand in Hand, um die Folgen von Fukushima zu vertuschen. Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil war in Japan und konnte sich so ein Bild von den katastrophalen Auswirkungen der Atomunfalls auf ganz Japan machen. Die Vergabe der Olympischen Spiele 2020 sei ein Riesen-Fehler gewesen. Denn selbst in Tokio gibt es mittlerweile Strahlenwerte, die nur von Rückständen der Kernschmelzen stammen können. Pflugbeil sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, es gebe Messungen, „die machen mehr als unruhig“.

Sebastian Pflugbeil, der Präsident der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. ist, besuchte im März Japan und konnte sich so ein Bild der Auswirkungen der Fukushima-Katastrophe machen. So sei es ein „Riesen-Fehler“ gewesen, die Olympischen Spiele nach Japan zu vergeben. „Die Bedingungen sind völlig irrwitzig.“ In Tokio habe er hochgradig verstrahlte pulvrige Rückstände entdeckt. Ein solches Phänomen habe er noch nie gesehen, so Pflugbeil.

Zu beunruhigenden Phänomenen in der Hauptstadt Tokio:

Es war ein Riesen-Fehler die Olympischen Spiele nach Japan zu vergeben. Geplant ist Sportler im Norden von Tokio unterzubringen in Gebieten, die erheblich kontaminiert sind. Die Bedingungen sind völlig irrwitzig. Es gibt Messungen, die machen mehr als unruhig. Dabei handelt es sich nur um Zufallsfunde, etwa in Parks, auf Spielplätzen oder Hausdächern. Bei meinem letzten Japan-Besuch vor wenigen Tagen habe ich Phänomene gesehen, die ich so noch nie gesehen habe.

Pulvrige schwarze Rückstände, ähnlich einer getrockneten Pfütze, waren auf der Straße sichtbar. Dieses Pulver war so hochgradig radioaktiv, dass es nur von Rückständen der Kernschmelzen stammen kann. Wie das Pulver bis nach Tokio transportiert wurde, ist bislang nicht bekannt. Besonders gefährlich ist das für Kinder, die oft am Boden spielen oder auch mal hinfallen. Immer wieder muss man feststellen, dass dekontaminierte Flächen nach einiger Zeit wieder belastet sind. Niemand weiß, wie man die Radioaktivität aus den bewaldeten Bergen entfernen könnte. Jeder Regen und auch die Schneeschmelze bringt verschmutztes Wasser in die Täler, Bäche und Flüsse.

Sebastian Pflugbeil zur Bekanntgabe von Tepco, demnächst gewaltige Mengen radioaktives Wasser in den Pazifik abzulassen:

Jeden Tag gelangen 400 Kubikmeter kontaminiertes Wasser in den Ozean. Was aber keiner weiß: Die gleiche Menge sickert jeden Tag über das Grundwasser in den Pazifik. Das bedeutet, dass 800 Kubikmeter radioaktive Brühe tagtäglich in die Umwelt gelangen. Das geschieht seit drei Jahren. Die Folgen sind überhaupt nicht absehbar. Leider haben die Fischer der Region sich überreden lassen, der Ableitung von kontaminiertem Wasser in den Pazifik zuzustimmen – wenn denn die Grenzwerte deutlich unterschritten würden (mehr hier). So verständlich es ist, dass die Fischer um ihren Lebensunterhalt kämpfen – auf nur gering belastete Ableitungen in den Pazifik zu vertrauen, erscheint mehr als leichtsinnig.

Zur Ankündigung, dass Tepco das in den Pazifik geleitete Wasser filtern will:

Man kann Cäsium aus der Brühe rausfiltern, doch die Anlagen dafür sind meistens defekt. Das gefährlichere Strontium kann gar nicht gefiltert werden. Premier Abe hat zwar vor dem Zuschlag zu den Olympischen Spielen 2020 gesagt, dass die Situation im KKW Fukushima beherrscht werde (hier). Nach dem Zuschlag hat er sich dann aber an die wissenschaftliche Welt mit der Frage gewandt, wie man das Strontium loswerden könne. Allerdings gibt es darauf weltweit keine Antwort der Wissenschaft. Es gab bis jetzt noch keinen vergleichbaren Fall.

Zu den Bedingungen der Arbeiter in Fukushima:

Es ist kein Geheimnis, dass es zwei Arten von Arbeitern gibt. Die offiziellen, von denen die wenigsten noch arbeiten dürfen, da sie die Höchstgrenze für Strahlenwerte bereits überstiegen haben. Und die inoffiziellen, die von der Yakusa – der japanischen Mafia –  nach Fukushima gebracht werden (hier). Die Obdachlosen oder Hilfsarbeiter unterliegen keiner medizinischen Kontrolle. Sie arbeiten mit den bloßen Händen, müssen mit Schippe und Besen die Flüssigkeiten aus den leckenden Tanks zusammenwischen. Hier kommen sie in Kontakt mit dem gefährlichen Strontium. Viele von ihnen sind nicht mit Dosimeter ausgestattet. Unklar ist, was mit den Arbeitern passiert. Viele von ihnen tauchen nach ihrem Einsatz nicht wieder auf. Es besteht der Verdacht, dass etliche von ihnen bereits schwer erkrankt oder gar verstorben sind. Das Bild, das Tepco und die Politik abliefern, ist sehr lückenhaft und stellt sich im Nachhinein als falsch heraus (hier).

Zur Lage in Fukushima:

Mittlerweile gibt es Gegenden auf der Anlage, wo sich keiner mehr hintraut. In Block 4 ist die Lage etwas besser als in den Blöcken 1 bis 3, wo eine Kernschmelze stattgefunden hat. In Block 4, welcher während der Katastrophe gar nicht in Betrieb war, konnten bereits ungenutzte Brennstäbe geborgen werden. Die gebrauchten, gefährlichen hängen dort immer noch in einer Art Badewanne. Sollte einer davon kaputtgehen, bedeutet das eine Katastrophe. Dann kann man nur noch die Beine in die Hand nehmen. In Block 1 bis 3 ist die Lage viel komplizierter. Seit drei Jahren konnte da überhaupt kein Fortschritt erzielt werden. Die Strahlenbelastung ist dort durch die Kernschmelze extrem hoch. Das wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen. Eine zufriedenstellende Lösung werden wir wohl alle nicht mehr erleben.

Über die Folgen für die japanische Bevölkerung:

In Japan wird das Thema von Politik und Medien verharmlost. Die zuständigen Stellen sind vorwiegend daran interessiert, dass die Bürger sich ruhig verhalten, nicht weiter aus der Region um Fukushima fortziehen oder gar zurückkehren. Die Bewegung von Bürgerinitiativen ist zurückgegangen. Die sozialen Schwierigkeiten werden bisher als noch unangenehmer empfunden als die medizinischen Folgen, deren Ausmaß sich noch niemand wirklich vorstellen kann. Nachbarn, Kollegen oder die eigene Familie machen Druck, dass über die Atomkatastrophe besser geschwiegen wird.

Über staatliche Entschädigungen für Bewohner der Präfektur Fukushima:

Die Politik hat hier äußert willkürlich reagiert. Es gab Messungen an den Häusern. Wenn ein bestimmter Wert überschritten war, wurde die Familie bei der Umsiedlung unterstützt. Die Werte konnten sich allerdings bereits bei Nachbarhäusern unterscheiden. Das heißt, eine Familie wurde entschädigt, die andere nicht. Schlimm ist das vor allem für Frauen mit kleinen Kindern, die aus guten Gründen weggezogen sind. Oft hat sich die Familie deswegen getrennt, da die Männer wegen der Arbeit dort geblieben sind. Zu den gesundheitlichen Sorgen kamen die finanziellen noch dazu. Auch für jene, die Häuser gekauft haben und nun den Kredit weiterzahlen müssen, obwohl sie dort nicht mehr wohnen können und keine Entschädigung erhalten. Was die Menschen in Japan durchmachen, ist für uns nur schwer vorstellbar. Mittlerweile bietet die Politik Rückkehrern nach Fukushima ein neues Haus an. Die Verantwortlichen haben Angst, dass das Gebiet zunehmend verwaisen könnte.

Über die Folgen für den Pazifik:

Nahrungsketten im Wasser sind viel komplexer als jene am Land. An Land gibt es vielleicht vier, fünf Etagen. Ein Beispiel: Radioaktivität aus einem KKW-Schornstein, Wind, Regen, Niederschlag im Gras auf einer Weide, Kühe, die das Gras fressen. In der Milch wird die Konzentration von radioaktivem Jod etwas höher sein als die in der Luft. Im Wasser sind diese Ketten viel länger, da kommen teilweise astronomische Werte der Anreicherung von Radionukliden zusammen. Auch Muscheln, die ständig Wasser durch ihren Körper pumpen, können 10.000-mal so viel radioaktive Substanzen im Körper ansammeln, wie im Wasser in der Umgebung.

Die amerikanischen Medien berichten immer öfter über unerklärliche Phänomene vor der US-Westküste (hier), wie das Sterben von Seesternen, große Verluste in der Fischerei, hunderte toter Meeresschildkröten (hier). In Japan liest man davon nicht viel. Zwar sorgen die Messungen von japanischen Bürgerinitiativen dafür, dass die Lebensmittelketten dort einigermaßen die Grenzwerte einhalten. Was allerdings in Schulküchen oder Restaurants serviert wird, das will ich mir gar nicht vorstellen.

Über die langfristigen Folgen von Fukushima:

Die gesundheitlichen Folgen deuten sich ja bereits an. Mit einem nicht mehr bestreitbaren Anstieg der Krebserkrankungen rechne ich in ein, zwei Jahren (hier). Der Pazifik wird jahrzehntelang kontaminiert sein. Das Argument der Atom-Lobby, dass sich die Radioaktivität im Meer verdünnt, ist völliger Blödsinn. Die Folgen werden wahrscheinlich etwas anders aussehen als die von Tschernobyl – das liegt an den unterschiedlichen Katastrophenverläufen. Nach Tschernobyl war man sich in Westeuropa sicher, dass wir keinerlei Gesundheitsschäden haben würden. Nach etwa 10 Jahren wurde klar, dass es auch in Westeuropa vermehrt Leukämie, Downsyndrom, angeborene Fehlbildungen und Säuglingssterblichkeit gab. In Westeuropa haben es etwa 250.000 Kinder – überwiegend Mädchen – nicht bis zur Geburt geschafft. Es ist ernsthaft zu befürchten, dass all das in Japan schon stattfindet – noch werden diese Probleme aber ignoriert.>


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15.4.2014: "Irrtümlich" wird ein Keller von Fukushima mit radioaktivem Wasser geflutet

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Außer Kontrolle: Tepco flutet Fukushima „irrtümlich“ mit radioaktivem Wasser; 15.4.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/15/ausser-kontrolle-tepco-flutet-fukushima-irrtuemlich-mit-radioaktivem-wasser/

<In Fukushima überfluten 200 Tonnen radioaktives Wasser den Keller des Kraftwerks. Pumpen, die gar nicht in Gebrauch sein sollten, wurden irrtümlich eingeschaltet. Das Wasser ist hochgradig radioaktiv, so die Betreiberfirma Tepco. Denn es wurde zum Kühlen der Brennstäbe verwendet, aber noch nicht gefiltert.

Die Betreiberfirma Tepco musste am Montag eingestehen, dass 200 Tonnen radioaktives Wasser die Keller der Gebäude auf dem Werksgelände überflutet haben. Irrtümlich wurden Pumpen angeworfen, die gar nicht in Gebrauch sein sollten.

Da das Wasser zum Kühlen der Brennstäbe in Block 1 verwendet wurde, ist es hochgradig radioaktiv kontaminiert, so Tepco. Es enthalte mehrere zehn Millionen Becquerel pro Liter, da es noch nicht durch ein System geleitet wurde, dass das radioaktive Material filtert, so die Betreiberfirma laut Asahi Shimbun.

Das verunreinigte Wasser gelang unter eine Gruppe von Gebäuden, in denen sich die zentrale Anlage für Abfallverarbeitung befindet.

Am 12. April entdeckten Arbeiter, dass die vier Pumpen in Betrieb waren. Normalerweise werden diese Pumpen verwendet, um den Wasserfluss umzukehren oder das Wasser weiterzuleiten, wenn andere Pumpen versagen.

Am 13. April wurden die Pumpen um fünf Uhr morgens abgeschaltet. Allerdings floss bis dahin 200 Tonnen kontaminiertes Wasser in die Untergeschosse. Da die Pumpen manuell bedient werden müssen, prüft Tepco ob Arbeiter fälschlicherweise die Geräte in Betrieb nahmen. Das Wasser soll angeblich nicht in den Ozean oder in das Grundwasser gelangen können.

Doch Tepco geht allmählich der Platz aus, um das kontaminierte Wasser zu lagern. Täglich muss das Unternehmen etwa 400 Tonnen Grundwasser aus den Reaktoren abpumpen. Mit Sondergenehmigung darf das Wasser in den Pazifik abgeleitet werden (hier).

Die japanische Regierung hat am Freitag, also einen Tag vor der Überflutung, trotz massiven Widerstands aus der Bevölkerung die Rückkehr zur Atomkraft beschlossen (mehr hier). Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hat in Tokio alarmierende Entdeckungen gemacht. Hochgradig radioaktiver schwarzer Staub, der von der Kernschmelze stammen dürfte, wurde auf den Straßen der Hauptstadt gefunden. Auch mit Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 seien die Bedingungen in Tokio „völlig irrwitzig“ (hier).>

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Nun wollen die kriminellen Atomfirmen in Deutschland nicht einmal den Abriss ihrer Atommeiler bezahlen:

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12.5.2014: <AKW-Betreiber wollen Abriss-Risiken auf Steuerzahler abwälzen>

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 12.5.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/12/akw-betreiber-wollen-abriss-risiken-auf-steuerzahler-abwaelzen/

<E.ON, RWE und EnBW prüfen die Auslagerung ihrer Atomkraftwerke in eine Stiftung. Auf diese Weise könnten sie die Abriss-Risiken loswerden. Dem Steuerzahler hingegen drohen massive finanzielle Belastungen. Denn niemand weiß, was Stilllegung, Rückbau und Endlagerung tatsächlich kosten.

Die von der Energiewende hart getroffenen deutschen Atomkraftwerksbetreiber prüfen nach Angaben aus Konzernkreisen, ihre Meiler loszuwerden. Erwogen werde, die Kraftwerke in eine Stiftung auszulagern. „Darüber gibt es Gespräche mit der Bundesregierung“, sagte ein Branchenvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Stiftung könne den Betrieb der Anlagen und auch den Abriss der Kernkraftwerke organisieren.

„Gespräche über ein solches Modell werden schon seit einiger Zeit geführt“, sagte eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person aus dem Umfeld der Versorger. Auf diesem Wege könnten die Versorger die mit dem AKW-Abriss verbundenen Risiken auf die Steuerzahler abwälzen und dafür einige ihrer Schadenersatzforderungen fallen lassen, fügte der Insider hinzu. Das Bundeswirtschaftsministerium sagte, ihm sei ein solcher Vorschlag nicht bekannt. E.ON, RWE und EnBW lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Energieriesen könnten den Angaben zufolge ihre Rückstellungen für den Abriss und die Endlagerung des Atommülls von rund 30 Milliarden Euro in die Stiftung einbringen.

Für die Konzerne wäre ein Auslagerung der Atomkraftwerke auch deswegen interessant, weil diese wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise keine großen Gewinnbringer mehr sind. E.ON hatte jüngst angekündigt, seinen Meiler Grafenrheinfeld sogar früher als vom Bund verlangt vom Netz zu nehmen, da sich die sonst notwendigen Investitionen nicht mehr lohnten.

Zudem ist ein Ende der Atomkraft in Deutschland ohnehin absehbar. Nach dem Ausstiegsbeschluss von 2011 soll der letzte Meiler bis Ende 2022 stillgelegt werden.

Der Spiegel hatte zuvor unter Berufung auf Konzern- und Regierungskreise berichtet, es solle eine öffentlich-rechtliche Stiftung eingerichtet werden, die dem Bund gehöre. Die Konzerne hätten die Bundesregierung bereits vor Wochen über die Grundzüge ihres Plans informiert und strebten nun Verhandlungen darüber an.

Umweltministerin Barbara Hendricks sagte, die Konzerne seien für den sicheren Auslaufbetrieb, die Stilllegung, den Rückbau und die Zwischenlagerung des Atommülls verantwortlich. „Diese haben uneingeschränkt sämtliche Kosten der Stilllegung, des Rückbaus sowie der Endlagerung zu tragen.“ E.ON hat dafür Rückstellungen in Höhe von gut 14 Milliarden Euro gebildet, RWE rund zehn Milliarden.

Doch was Abriss und Endlagerung tatsächlich kosten werden, weiß niemand. Die Endlagerfrage spaltet seit Jahrzehnten die Nation, einen Standort gibt es nicht. Auch die Erfahrungen mit dem Abriss von Atomkraftwerken sind überschaubar. Der Staat würde daher im Fall einer Übernahme der Anlagen wohl hohe finanzielle Risiken eingehen.

Er sieht sich aber auch mit erheblichen Schadenersatzforderungen der Betreiber konfrontiert, deren Ausgang ungewiss ist. E.ON und RWE fordern Schadenersatz in insgesamt zweistelliger Milliardenhöhe wegen des beschleunigten Atomausstiegs. Sie haben zudem wie auch EnBW gegen die Brennelemente-Steuer geklagt, die nach ihrer Einschätzung gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Auch hierbei geht es um Milliardenbeträge. Wann die höchsten Gerichte darüber entscheiden, ist noch nicht absehbar.

Die Klagen könnten nach Angaben aus Branchenkreise Teil der Gespräche sein. Auch der Spiegel berichtete, dass die Konzerne bei einer Einigung möglicherweise bereit sind, die eine oder andere Klage zurückzuziehen oder auf Schadenersatz zu verzichten.

Die Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber sind immer wieder ein Thema gewesen. Umweltschützer haben gefordert, sie von den Betreiber einzukassieren, damit sie im Fall eine Pleite der Unternehmen nicht verloren sind. Die Gelder liegen in der Regel aber nicht frei auf den Konten, sondern sind in verschiedene Anlagen investiert.>

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Tschernobyl 17.5.2014: Antioxidantien eliminieren freie Radikale, die durch Radioaktivität entstehen

aus: Kopp-Verlag online: Wissenschaftler aus Tschernobyl entdeckt: Antioxidantien helfen dem Körper, sich an radioaktive Strahlung zu adaptieren; 17.5.2014;
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/david-gutierrez/wissenschaftler-aus-tschernobyl-entdeckt-antioxidantien-helfen-dem-koerper-sich-an-radioaktive-str.html;jsessionid=B345BC2A25AB2AA7691BFEFBB1695BE0

<David Gutierrez

Untersuchungen an Vögeln, die in der Nähe des Unglücksreaktors von Tschernobyl leben, liefern einen weiteren Beweis dafür, dass Antioxidantien den Körper vor Schäden durch radioaktive Strahlung schützen können. Eine entsprechende Studie wurde am 24. April in der Zeitschrift Functional Ecology veröffentlicht.

Kernschmelze, Explosion und Feuer im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine am 26. April 1986 waren die schlimmste zivile nukleare Katastrophe, die die Menschheit bis dahin erlebt hatte (heute sind Wissenschaftler uneins, ob Tschernobyl oder Fukushima schlimmer war). Durch die Katastrophe wurde das umliegende Gebiet schwer verstrahlt; die sowjetische Regierung ordnete die dauerhafte Evakuierung des Gebiets im Umkreis von drei Kilometern um das Kernkraftwerk an.

[Auswirkungen der Radioaktivität]

Die negativen Auswirkungen der Radioaktivität in der Region sind gut dokumentiert, einschließlich der Veränderungen in Vorkommen, Verteilung, Lebensgeschichte und Mutationshäufigkeit vieler Gattungen. Vögel in dem Gebiet haben kleinere Gehirne und sind anfälliger für Katarakte, die Strahlung hemmt offenbar auch das normale Wirken von Destruenten wie Insekten und Mikroben.

[Menschenlose Region Tschernobyl: Seltene Pflanzen und Tiere siedeln sich an]

Dass es dort keine Menschen gibt, hat aber auch zu einer größeren Artenvielfalt geführt, viele seltene Pflanzen und Vögel kehren in die Region zurück, Wölfe und Wildschweine durchstreifen die Straßen der verlassenen Städte.

[Untersuchung an Vögeln]: Adaptation und Antioxidantien - [Neutralisierung der freien Radikale, die durch die Strahlung gebildet werden]

Bei der neuen Studie sollte untersucht werden, ob bestimmte Vogelarten in der Lage waren, sich an die erhöhten Strahlenwerte in der Evakuierungszone rund um Tschernobyl zu adaptieren. Laborstudien hatten gezeigt, dass sich viele Organismen mit der Zeit an höhere Strahlendosen anpassen können, sodass sie weniger anfällig werden für spätere, höhere Strahlung.

Ein Großteil der Strahlenschäden ist darauf zurückzuführen, dass die ionisierende Strahlung zur Bildung freier Radikale führt, die dann Zellen und DNS im Körper schädigen (oxidieren). Antioxidantien können freie Radikale jedoch neutralisieren, bevor sie Schaden anrichten können.

Um festzustellen, ob Wildvögel vermehrt Antioxidantien bilden können, um die Strahlenschäden zu mindern, fingen die Forscher an acht Orten in der und im Umfeld der Evakuierungszone von Tschernobyl insgesamt 152 Vögel ein, insgesamt wurden 16 verschiedene Arten erfasst. Sie entnahmen jedem Vogel Blut- und Federproben und ließen ihn anschließend wieder frei, maßen aber auch die Hintergrundstrahlung an jedem der ausgewählten Orte. Die Blutproben wurden auf eine DNS-Schädigung und Werte des wichtigen Antioxidans Glutathion untersucht, die Federproben auf den Gehalt der Melanin-Pigmente Phäomelanin und Eumelanin.

Für die Bildung von Phäomelanin braucht das Blut eine wesentlich höhere Antioxidantienkonzentration als für die Bildung von Eumelanin.

Antioxidantienreiches Blut ist geschützt

Wie die Wissenschaftler feststellten, wiesen Vögel in stärker verstrahlten Gebieten höhere Antioxidantien-Werte (sowie weniger DNS-Schäden und weniger oxidativen Stress) auf als Vögel in weniger strahlenbelasteten Regionen. Das lässt darauf schließen, dass die höheren Strahlenwerte den Körper der Vögel zur Adaptation veranlasst hatten, indem vermehrt Antioxidantien gebildet und dadurch besserer Schutz vor radioaktiver Strahlung gewährt wurde.

Außerdem zeigte sich, dass es zwei Arten von Vögeln, der Kohlmeise (Parus major) und der Rauchschwalbe (Hirundo rustica) in verstrahlten Gebieten schlechter ging. Das waren die Arten mit den höchsten Werten von Phäomelanin in den Federn. Da die Vögel mehr Antioxidantien für die Bildung der Pigmente in ihren Federn benötigten, stand ihnen vermutlich weniger zur Verfügung, um ihren Körper vor der schädlichen Wirkung der Strahlung zu schützen.

Die Forscher mahnten jedoch zur Vorsicht: Die Studie bedeute nicht, dass es gut sei, radioaktiver Strahlung ausgesetzt zu sein. »Die Auswirkung der radioaktiven Strahlung in Tschernobyl auf ganze Gruppen von Organismen, insbesondere auf Vögel, war insgesamt negativ«, betonen sie. Eines zeigt die Studie jedoch: Der Körper versucht, sich selbst vor radioaktiver Strahlung zu schützen – und Antioxidantien sind dabei eines der wichtigsten Mittel.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

NYTimes.com

ScienceDaily.com

NaturalNews.com

Wiley.com>

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Fuck you Shima und kein Ende!!!!

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18.5.2014: Fukushima: Kein Ende der Hiobsbotschaften in Sicht, doch die Medien schweigen

Die Situation verschlechtert sich - viel Cäsium direkt im Pazifik - ein Leck in Reaktor 3 gefunden - das Reinigungssystem ALPS - radioaktives Grundwasser soll systematisch in den Pazifik gepumpt werden - 450.000 Tonnen hochradioaktives Wasser in Tanks gespeichert - systematische Verseuchung des Pazifik - das radioaktive Olympia 2020 in Tokio

aus: Netzfrauen online;
http://netzfrauen.org/2014/05/18/fukushima-kein-ende-der-hiobsbotschaften-sicht-doch-die-medien-schweigen/

<Rekord-Strahlung im Meerwasser. Radioaktives Wasser in der Reinigungsanlage in Fukushima 1 wegen Mängel gestoppt. TEPCO hat ein Leck in Fukushima Daiichi Einheit 3 gefunden. Nächste Woche wird TEPCO damit beginnen, das kontaminierte Grundwasser in den Ozean abzupumpen.

Nach zahlreichen Pannen, einer desolaten Informationspolitik, schlechtem Krisenmanagement und trotz zahlreicher Vorhaben hat sich die Situation vor Ort wenig verbessert, eher verschlechtert. Immer wieder erreichen uns neue Hiobsbotschaften aus der havarierten Atomanlage und die Medien schweigen. Fukushima scheint vergessen, von den Regierungen gewollt?

Warum auch berichten, Olympia kommt 2020 nach Tokio und mit Olympia viele Unternehmen, die davon profitieren, allen voran das IOC, später mehr.

Fukushima: 1,5mal mehr Cäsium-137 ausgetreten 

Wissenschaftler haben jetzt festgestellt, dass in Fukushima eineinhalbmal so viel Cäsium-137 in die Atmosphäre gelangt wie Tepco kalkuliert. Ein hoher Anteil des freigesetzten Cäsiums sei zudem direkt in den Ozean gelangt. Das berichtetet das Nachrichten- und Branchenportal der Regenerativen Energiewirtschaft IWR

Ein Wissenschaftler-Team um Professor Michio Aoyama habe entsprechende Ergebnisse im Rahmen einer Tagung der European Geosciences Union in Wien veröffentlicht, bei der es um die Folgen des Unglückes in Fukushima gegangen sei. Quelle

Tepco findet das Leck in Reaktor 3

Erstmals ist es TEPCO gelungen, die genaue Leckstelle zu ermitteln, an der Wasser aus dem Hauptsicherheitsbehälter von Reaktor 3 in andere Bereiche des Gebäudes dringt. Im Rahmen eines Kamereinsatzes entdeckte das Unternehmen den Wasseraustritt an einem Verbindungsrohr des Sicherheitsbehälters. Quelle

Radioaktives Wasser in der Reinigungsanlage in Fukushima 1 wegen Mängel gestoppt

Das Reinigungssystem ALPS in dem zerstörten japanischen Fukushima1 wurde wieder gestoppt, nachdem Arbeiter Mängel entdeckten. Laut Tepco kam es in den Leitungen zu einer erhöhten Ablagerung  von Kalzium, die zu einer Blockierung des Systems führen können. Ablagerungen werden verhindert, in dem chemische Zusatzstoffe zugeführt werden, die ein Arbeiter allerdings vor ein paar Tagen vergessen hatte. Quelle

Nächste Woche wird TEPCO damit beginnen, dass kontaminierte Grundwasser in den Ozean zu pumpen.

TEPCO  plant die Freigabe des Grundwassers, welches sich in der Nähe des zerstörten Kraftwerkes befindet. Am kommenden Mittwoch soll bereits damit begonnen werden, das kontaminierte Wasser in den Pazifik zu leiten, dieses berichtete The Asahi Shimbun.

Zuerst werden insgesamt 560 Tonnen freigesetzt, sagte die Agentur unter Berufung auf einen Beamten aus dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie. TEPCO  wird sofort damit beginnen, sobald die Ergebnisse des Strahlentests an die Gemeinden und die Fischwirtschaft bekannt gegeben wurde.  

In den ersten Gesprächen  zwischen der Regierung und TEPCO wurde  vereinbart, dass nur Wasser mit 1.500 Becquerel Strahlung oder weniger pro Liter freigesetzt werden darf. Tests, die von TEPCO und zwei externen Agenturen durchgeführt wurden, ergaben, dass Grundwasser die Standards mit einem Durchschnitt von 220 bis 240 Becquerel Tritium pro Liter erfülle.

TEPCO hat im April bereits mit dem abpumpen des Grundwassers aus dem Atomkraftwerk Fukushima begonnen. Es sollen so weitere radioaktive Lecks verhindert werden.

Tepco wird sich mit der Lagerung von kontaminiertem  Wasser auseinandersetzen. Etwa 450.000 Tonnen hochradioaktives Wasser sind derzeit in unterirdischen Anlagen und Tanks gespeichert. Experten sind der Meinung, dass sich weitere 15.000 Tonnen in einem Service-Tunnel befinden. Nach jüngsten Schätzungen sind bis zu 400 Tonnen kontaminiertem Wasser tagtäglich aus der beschädigten Anlage in den Pazifischen Ozean gesickert. Quelle

Olympische Spiele 2020 in Tokio schieben Wirtschaft an

Nun fragen wir uns, warum wird nicht in den Medien berichtet. Dass man in Europa bereits Pläne für neue AKWs macht, wurde in dem Beitrag Atomkurs statt Energiewende? EU-Kommission will 69 neue Atomkraftwerke für Europa erörtert. Aber da gibt es noch Olympia 2020 und es wird in Tokio bereits diesem Fest entgegen gefiebert.

Dazu eine Nachricht aus der Schweiz vom nzz.chDer  05.Mai 2014 war ein Feiertag für das Internationale Olympische Komitee (IOC). Der Präsident Thomas Bach gab den Abschluss eines neuen Fernsehvertrages mit NBC bekannt. Das US-Network zahlt für die exklusiven Übertragungsrechte der Spiele von 2022 bis 2032 in den USA 7,65 Milliarden Dollar. Dazu schiesst es einen Bonus von weiteren 100 Millionen ein, der für die Promotion der olympischen Idee zwischen 2015 und 2020 eingesetzt werden soll. «Diese Übereinkunft», sagte Bach, «ist eine exzellente Neuigkeit für die olympische Bewegung. Sie hilft uns, unsere finanzielle Zukunft langfristig zu sichern.»” 

Die Gesamtkosten der Spiele werden derzeit auf 5,6 Milliarden Euro geschätzt. Davon machen 3,4 Milliarden Euro die Baukosten für neue Stadien und Wettkampfstätten aus. Dieses Geld liegt bereits seit fünf Jahren auf einem Bankkonto der Stadt Tokio. Allein 1,1 Milliarden Euro dürfte das neue Olympiastadion kosten, das an der Stelle der Anlage von Olympia 1964 errichtet wird.

Den wirtschaftlichen Nutzen der Spiele beziffern die Organisatoren mit knapp 3 Billionen Yen (23 Milliarden Euro). Analysten sind jedoch optimistischer. So schätzt das Brokerhaus MUFG Morgan Stanley den Bruttowert des Olympia-Umsatzes auf 6 bis 8 Billionen Yen (46 – 61 Milliarden Euro). Im Schnitt erwarten Ökonomen einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 0,7 bis 0,8 Prozent über sieben Jahre. Eine ähnliche Wirkung wurde zuletzt bei den Spielen 2012 in London gemessen. (…) Nach der Schätzung des IOC wird Olympia 2020 der Bauindustrie Aufträge von 475 Milliarden Yen (3,6 Milliarden Euro) bescheren, während der Immobiliensektor 152 Milliarden Yen erwarten darf. Die Stadtregierung von Tokio will 153,8 Milliarden Yen für neue Bauten und Renovierungen ausgeben. Quelle

Sicherlich fragen Sie sich wie wir auch, warum ist dann kein Geld für die Rettung der Welt übrig, denn Fukushima betrifft uns alle und ist überall.

Netzfrau Doro Schreier>

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Deutschlands Atomfirmen 20.5.2014: <Merkel: Konzerne verantwortlich für Abriss der Atommeiler> - Konzerne müssen die Abrisskosten selber tragen

aus: Westdeutsche Zeitung online; 20.5.2014;
http://www.wz-newsline.de/home/politik/inland/merkel-konzerne-verantwortlich-fuer-abriss-der-atommeiler-1.1641222

<Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Position bekräftigt, dass die Energiekonzerne die alleinige Verantwortung für die Abwicklung der Atomenergie in Deutschland tragen.

«Die Unternehmen haben für die Folgekosten Rückstellungen für ihre Bilanzen gebildet. Nach diesem Grundsatz sieht die Bundesregierung die Verantwortung und die Risiken bei den Unternehmen», sagte Merkel den «Kieler Nachrichten». Es werde noch viele Gespräche über das Wie des atomaren Rückbaus und der Entsorgung geben. «Aber einen Fonds zu dem Zweck, das Risiko einseitig weg vom Unternehmen hin zum Staat, also zum Bürger zu verlagern, wird es nicht geben.»

Hintergrund von Merkels Klarstellung sind angebliche Erwägungen der drei großen Energiekonzerne EnBW, Eon und RWE, ihr gesamtes deutsches Atomgeschäft an den Bund zu übertragen. Dem Plan zufolge sollen die Kernkraftwerke in eine öffentlich-rechtliche Stiftung eingebracht werden, die die Meiler dann bis zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2022 betreibt.>


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9.7.2014: <Fukushima: Noch 9 Tage um gefährliche Überhitzung zu vermeiden – Fukushima has 9 days to prevent ‘unsafe’ overheating>

Karte von Japan mit den
                    Atomkraftwerken an den Küsten - Japan ist ein durch
                    Erdbeben höchst gefährdetes Gebiet und Tsunamis sind
                    nicht selten...
Karte von Japan mit den Atomkraftwerken an den Küsten [2] - Japan ist ein durch Erdbeben höchst gefährdetes Gebiet und Tsunamis sind nicht selten...


aus: Netzfrauen online; 9.7.2014;
http://netzfrauen.com/NF/2014/07/09/fukushima-noch-9-tage-um-gefaehrliche-ueberhitzung-zu-vermeiden-fukushima-has-9-days-to-prevent-unsafe-overheating/

<Über drei Jahre ist es her, das große Unglück von Fukushima, die schlimmste Reaktorkatastrophe seit Tschernobyl. Was sich über all die Jahre gehalten hat, sind Stillschweigen und Lügen von Seiten der Firma TEPCO und der Regierung. Nun droht eine Überhitzung des Reaktors 5, in dem abgebrannte Brennelemente lagern. Und wieder hat man das Gefühl, es wird mehr verheimlicht als veröffentlicht…

Noch 9 Tage um gefährliche Überhitzung zu vermeiden

Nachdem entdeckt wurde, dass aus dem Kühlsystem des stillgelegten Reaktors 5 Wasser austritt, wurde der Fokushima Betreiber TEPCO gezwungen, es abzuschalten. Ist das Kühlsystem in 9 Tagen [Stand 06.07.2014] nicht repariert, werden die Temperaturen gefährliche Werte überschreiten.

Ingenieure haben entdeckt, dass 1.300 Liter Wasser aus dem Kühlsystem verloren gingen. Wasser, das dazu vorgesehen war, die Temperatur im Reaktor 5 zu stabilisieren. Reaktor 5 wurde nach dem Erdbeben und Tsunami im März 2011 mit abgebrannten Brennelementen befüllt und abgestellt. Die Ursache des Lecks sei ein Loch mit einem Durchmesser von 3 mm in der Nähe eines Druckventils, erklärte der japanische Energieriese am Sonntag öffentlich. Es ist aber aus den Angaben des Unternehmens nicht zu entnehmen, wann das Leck entdeckt wurde oder ob dabei die Durchflussmessungen berücksichtigt wurden.

Laut TEPCO wurde zu der Zeit, als das Kühlsystem am Sonntag um ungefähr 12:00 Uhr abgeschaltet wurde, in dem Becken, in dem sich die Brennstäbe befinden, eine Temperatur von 23°C gemessen, die seitdem pro Stunde um 0,193 Grad C ansteigt. Wenn nicht mit einer angemessenen Geschwindigkeit neues Kühlwasser hineingepumpt wird, wird die gefährliche Marke von 65°C Mitte des Monats, also in etwa 9 Tagen, erreicht sein.

Solche Temperaturen, wie sie nach dem Versagen des Kühlsystems als unmittelbare Folge des Ausfalls in der gesamten Anlage nicht mehr gemessen wurden, würden die Möglichkeit einer gefährlichen Reaktion und weiterer Strahlungslecks in der Anlage erhöhen.

TEPCO sagt jedoch, dass es zurzeit keine abnormen Ablesungen in der Anlage gegeben habe.

Da TEPCO Meerwasser für viele seiner Kühlungen im Kraftwerk nutzt, traten häufiger Korrosionsschäden an empfindlichen Geräten auf. Die Kühlsysteme der unterschiedlichen Reaktoren wurden ebenfalls von Katastrophen heimgesucht – von Ratten, die einen Kurzschuss in einem Bedienfeld verursachten bis hin zu einem Mitarbeiter, der dieses ausschaltete, obwohl alle Schäden bereits behoben waren, bevor die Brennstäbe überhitzen konnten.

Gleichzeitig kämpft TEPCO mit der stetig steigenden Menge kontaminierten Wassers, das in Hunderten von Tanks in der Anlage gespeichert wird, die häufig lecken und so das darunter liegende Erdreich verunreinigen. Und der viel propagierte Plan, kontaminiertes Wasser aus Lecks durch den Bau einer „Eis-Mauer” und Einfrierens des Erdreichs und Wassers rund um die Anlage zu stoppen, hat nicht so gut funktioniert, wie sich die japanischen Beamten dies erhofft hatten.

Frei übersetzt aus dem Artikel „Fukushima has 9 days to prevent ‘unsafe’ overheating“.

Verstrahltes Wasser bleibt das Hauptproblem bei den Aufräumarbeiten im AKW Fukushima.Die Strahlung aus den Unmengen von gelagertem Wasser bedroht die Gesundheit der dreitausend Menschen, die jeden Tag auf dem AKW-Gelände arbeiten.Über 440.000 Tonnen hochradioaktives Wasser wird derzeit in unterirdischen Tanks und Zisternen gespeichert. Die Menge von unterirdischem kontaminiertem Wasser steigt um 400 Tonnen pro Tag.

Die Ingenieure und Forscher werden voraussichtlich nach 2020 die vier zerstörten Reaktoren öffnen, das geschmolzene Brennmaterial entfernen und die Anlagen bis auf den letzten Stein abbauen. In der Stadt Naraha würde dafür der Reaktor 1 in Originalgröße nachgebaut, damit die Ingenieure und Wissenschaftler sich auf die Stilllegung vorbereiten können.

Viele bisher noch evakuierte Fukushima-Bewohner könnten laut der Regierung in dieser neuen Stadt Arbeit finden. Bisher haben Rückkehrer keine Aussichten auf Arbeit. Doch die Regierung will 15.000 Jobs durch ein neues Wärmekraftwerk sowie Anlagen für erneuerbare Energien schaffen. Die Frage ist, ob die Leidtragenden der Katastrophe den Rest ihres Lebens mit dem verhassten Atomkraftwerk zu tun haben wollen.

Was ist die Wahrheit über die Folgen der Kernschmelze in den Reaktoren von Fukushima? Journalist Harvey Wasserman ist der Ansicht, dass die Mainstream-Medien nicht über die Schrecken, die sich hinter der schlimmsten Atomkraft Desaster nach Tschernobyl berichten.

Er sagt im VR-Radio, dass “rund 39 Monate nach der mehrfachen Explosionen in Fukushima, die Schilddrüsen-Krebsrate bei Kindern, die in der Nähe leben, um mehr als das Vierzigfache sprunghaft angestiegen ist..!

Wasserman erklärt auch, dass Millionen von Tonnen Meerwasser zum Abkühlen des Reaktorkerns verwendet werden und danach wieder zurück ins Meer gelangt.

Der Anti-Atom-Aktivist fügt hinzu, dass bereits Delphine vor der Westküste von Amerika, Tausende von Meilen entfernt von Japan, eine höhere Strahlung aufzeigen.

FUKUSHIMA IST NICHT VORBEI!

Netzfrau Kerstin Hördemann>

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Region Fukushima 26.8.2014: Selbstmorde - und Schilddrüsenkrebs-Fälle nehmen zu

aus: Netzfrauen online: Fukushima: TEPCO muss Entschädigung für Suizid zahlen – Fälle von Schilddrüsenkrebs gestiegen; 26.8.2014;
http://netzfrauen.org/2014/08/26/fukushima-tepco-muss-entschaedigung-fuer-suizid-zahlen-faelle-von-schilddruesenkrebs-gestiegen/

<Die Zahl der Selbstmorde in der Präfektur Fukushima ist weitaus höher als in anderen Regionen Japans.

Obwohl das Kabinett  eine Suizidprävention-Hotline eingerichtet hatte und Berater für die Bewohner von Notunterkünften in Fukushima entsandten, haben sich solche Maßnahmen als unzureichend erwiesen.

Waren es 2011 noch 10 Personen, die Suizid in Fukushima begangen, ist die Zahl ab Juli 2013 auf 23 gestiegen und auch dieses Jahr wurden 10 Selbstmorde in der Präfektur registriert, dass teilt die Japantimes heute mit.

Nach dem Super-Gau in Fukushima hatte sich auch eine Frau im Alter von 58 Jahren aus Verzweiflung über ihre unsichere Zukunft mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt.

Das Bezirksgericht in Fukushima verurteilte jetzt den Reaktorbetreiber TEPCO zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 49 Millionen Yen (356.000 Euro) an die Hinterbliebenen. Nach dem Erdbeben- und Tsunami-Unglück vom 11. März 2011, das im AKW Fukushima Daiichi zu einem Super-Gau geführt hatte, musste die Frau aus ihrem 40 Kilometer entfernten Haus fliehen. Im Juli desselben Jahres nahm sie sich das Leben.

Noch immer leben etwa 125.000 Bewohner Fukushimas in provisorischen Behelfsunterkünften. Infolge des schweren Bebens und Tsunamis waren etwa 18.500 Menschen in den Tod gerissen worden oder gelten als vermisst.

Zahl der Fälle von Schilddrüsenkrebs in Präfektur Fukushima gestiegen:

In einer laufenden Gesundheitskontrolle von 300.000 Einwohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Katastrophe höchstens 18 Jahre alt waren, wurden neue Fälle von Schilddrüsenkrebs festgestellt. Die aktuellen Ergebnisse wurden am Sonntag veröffentlicht.

Unter Einbeziehung der Verdachtsfälle, deren Zahl um 14 Personen stieg, ergibt sich eine Zahl von 104 Fällen (68 davon weiblich), in denen Schilddrüsenkrebs nachgewiesen oder vermutet wird. Die tatsächliche Zahl von nachgewiesenem Schilddrüsenkrebs liegt somit bei 57. In einem Fall liegt ein gutartiger Tumor vor. Die Tumorgröße liegt zwischen 5 und 41 Millimetern, durchschnittlich beträgt sie 14 Millimeter.

Die für die Untersuchung verantwortliche medizinische Universität Fukushima betont jedoch, dass ein Zusammenhang mit der Strahlungsbelastung unwahrscheinlich ist. Gegen eine solche Vermutung spreche etwa, dass es bei Kindern aus verschiedenen Gebieten, in denen unterschiedliche Strahlungsbelastung herrschte, kaum Abweichungen gebe. Quelle

In einem an seine Kollegen gerichteten Essay erklärte der japanische Arzt Shigeru Mita, warum er kürzlich von Tokio wegzog, um seine Praxis im Westen Japans neu zu eröffnen.

Er denkt, dass Tokio aufgrund der durch die Kernschmelze im Fukushima Daiichi Kraftwerk, am 11.03.2011 verursachten radioaktiven Verseuchung, kein sicherer Wohnort mehr ist.

[Siehe: „Tokio sollte nicht mehr bewohnt werden“ – Japanischer Arzt warnt vor Strahlung aus Fukushima]

Bereits im Oktober 2013 warnte der japanische Atomkraftgegner und Buchautor Takishi Hirose in einem offenen Brief an alle jungen Athleten vor der wachsenden radioaktiven Belastung Japans und der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. [Siehe: Ein Brief an alle jungen Athleten, die davon träumen, 2020 nach Tokio zu kommen]

Fukushima: Export von Reis, Früchten und Grüntee – Radioaktivität in Lebensmitteln?

Am 21 August berichteten wir, dass erstmals seit 2011 wieder Reis aus Fukushima ins Ausland exportiert wird.

In japanischen Reisproben aus dem Bezirk Onami in Fukushima City, der Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur, hat der japanische Landwirtschaftsverband im November 2011 Cäsiumswerte von 630 Becquerel pro Kilo gemessen. Im Oktober 2011 hatte die Regierung den Reis noch für sicher erklärt.

In der Präfektur Fukushima lagern zwei Jahre nach der AKW-Katastrophe rund 17.000 Tonnen kontaminierter Reis aus dem Jahr 2011, wie die Asahi Shimbun  im April 2013 berichtete. Wohin mit den 17.000 Tonnen Reis aus Fukushima? Die öffentlichen Verbrennungsanlagen in Fukushima waren technisch nicht in der Lage, den Reis richtig zu entsorgen. Insgesamt 22 Millionen Tonnen an Trümmern haben sich in den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima durch den Tsunami 2011 angehäuft. Das sind Mengen, die normalerweise in einem Zeitraum von 16 Jahren zusammenkommen. Bis 2014 wollte die Regierung sämtlichen Schutt entsorgt haben. Doch auch hier wissen wir, dass bei dem Pannenreaktor Fukushima immer noch die Trümmern nicht entsorgt wurden. Allein in der Präfektur Fukushima, sollen 2 Millionen Tonnen an Trümmern aus Sicherheitsgründen allesamt in der Präfektur selbst entsorgt werden und das dauert. Was wurde nun aus den 17.000 Tonnen kontaminierten Reis?Seit der AKW-Katastrophe von Fukushima wird sehr genau auf die Herkunft der Lebensmittel geschaut, dazu gehört besonders der Reis. In einer Umfrage in den grossen Ballungszentren Japans sagten mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie bewusst darauf achten würden, woher die Lebensmittel stammen. Die japanische Bevölkerung möchte damit verhindern, selbst radioaktiv belastete Nahrung zu kaufen.

Auch Brasilien, mit über 1,5 Millionen japanischstämmigen Menschen hat zwar bereits 2012 sein anfängliches Importverbot gelockert, doch die dortige Lebensmittelbranche hat sich gemäss der Japan Times jedoch längst angepasst. Sie setzt unterdessen auf Ersatzprodukte aus den USA, Südkorea oder China.

Erstmals seit 2011 wird wieder Reis aus Fukushima ins Ausland exportiert. Genau genommen, darf 300 Kilogramm der Reisernte aus der Stadt Sukagawa, in der Präfektur Fukushima nach Singapur verkauft werden. Darauf hat sich Zen-Noh mit dem südostasiatischen Stadtstaat geeinigt.

Singapur hatte gerade erst im Mai die Importrestriktionen für gewisse Landwirtschaftsgüter wie Reis, Früchten oder Grüntee aus Fukushima und acht weiteren Nachbarpräfekturen aufgehoben, wie AsiaOne damals berichtete. Die Kontrollen vor Ort seien sicher genug, stellte Singapur fest. Auch die EU hat ihre Importrestriktionen dieses Jahr etwas gelockert. Für alle Lebensmittelprodukte aus der Präfektur Fukushima, mit Ausnahme von Sake, ist jedoch weiterhin ein Test-Zertifikat erforderlich.

Die Beschwichtigungsversuche der Regierung wirken nach all dem was wir bereits über Fukushima erfahren haben, wenig glaubwürdig und so sieht es auch die japanische Bevölkerung. War Ihnen bekannt, dass die EU wieder Änderungen bezüglich der Einfuhrbestimmungen aus Japan vorgenommen hat? Und zwar unbemerkt ab Ende März 2014. Kein Scherz, die Einfuhrbedingungen wurden entschärft. Die Aufnahme von Radionukliden (radioaktive Atomsorten), wie Cäsium-137 über Nahrungsmittel, stellt nach einem Atomunfall wie in Fukushima oder in Tschernobyl, langfristig die größte Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar. In Japan waren im letzten Jahr in der Nähe von Fukushima, Grenzwertüberschreitungen beim Reis gemessen worden, dieser soll jedoch vernichtet worden sein.

Dennoch sind ab 28. März 2014 die Einfuhrbedingungen aus Japan gelockert worden.

Auch drei Jahre nach Ausbruch der Katastrophe kommt es im Havarie-Reaktor von Fukushima immer wieder zu schweren Zwischenfällen und am japanischen Pannen-Atomkraftwerk Fukushima wird eine zunehmende Strahlung registriert.

Um Fukushima wird es ruhig, doch wer glaubt, dass sich dadurch die Katastrophe sprichwörtlich in Luft auflöst, der irrt. Würden Sie noch Lebensmittel unbedenklich aus Japan zu sich nehmen?

Wir haben bereits zahlreiche Beiträge zum Freihandelsabkommen mit den USA geschrieben. Hier erwarten uns bekanntlich Chlorhühner, Klonfleisch und genmanipulierte Lebensmittel. Aus Japan erwartet uns spätestens 2016 Radioaktivität in Lebensmitteln. Bis Ende 2015 sollen die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan beendet sein. Das beteuerten Japan und die EU im Mai bei einem Treffen. Barroso listete jene Bereiche auf, die für die EU besonders wichtig und für Japan besonders schwierig seien: Marktzugang für Waren einschließlich landwirtschaftlicher Produkte, nicht tarifäre Handelshindernisse wie Vorschriften und Zulassungsbestimmungen, öffentliche Auftragsvergabe und geschützte Herkunftsbezeichnungen. Japan werde sich künftig auch an Missionen im Rahmen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik beteiligen. Denn der Konflikt um die Ukraine sei auch für die Spannungen in Asien von Bedeutung. Merken Sie was? Es geht nur um Geld, Macht und der Mensch? Kollateralschaden! Lesen Sie dazu: Fast keine Importkontrollen trotz Fukushima – Freihandelsabkommen mit Japan

Südkorea und China verweigern Importe aus Fukushima

Viele für Japan wichtige Exportländer in Asien bleiben jedoch hart. Beispielsweise hält Südkorea das Importverbot für Landwirtschaftsgüter aus 13 japanischen Präfekturen weiterhin aufrecht. Auch China importiert keine Lebensmittelprodukte aus 10 japanischen Präfekturen. Weitere Länder, die ähnlich strenge Verbote erlassen haben, sind Brunei, Neukaledonien oder der Libanon.

Früchte nach Thailand und Malaysia

Auch für ihre Früchte, insbesondere Pfirsiche, Äpfel und Birnen, war die Präfektur Fukushima vor der Katastrophe über die Grenzen hinweg bekannt. Nach der Katastrophe stellten Taiwan und Hongkong ihre Importe jedoch ein. Bereits seit Herbst 2012 werden laut der Asahi Shimbun wieder Pfirsiche und Äpfel aus der Präfektur Fukushima exportiert, wie zum Beispiel nach Thailand oder Malaysia.

Laut Bundesverbraucherministerium importiert Deutschland aus Japan hauptsächlich Würzsoßen, Wein, Tee und Mate sowie Backwaren, Fisch und Fischprodukte. Im Jahr 2012 wurden „Fisch und Fischereierzeugnisse” für 3.561.000 ¤ importiert. Nahrungsmittel und Futtermittel wurden für 21.485.000 ¤ nach Deutschland importiert. Hier können Sie den Export nach und Import aus Japan im Vergleich nach Jahren lesen.

Können Fische aus den japanischen Gewässern noch bedenkenlos gegessen werden?

Während der AKW-Katastrophe von Fukushima wurde wiederholt kontaminiertes Wasser ins Meer gelassen. Die täglich anfallende Menge von 400 Tonnen an kontaminiertem Grundwasser wurden auf verschiedenen Art und Weise versucht zu stoppen. Gerade am Meeresgrund der Küstengebiete ist die Gefahr erhöhter Strahlenwerte besonders gross. Gerade Grundfische seien daher besonders betroffen, erklärt ein Experte der Universität Tohoku 2012. Auch Süsswasserfische aus der Gegend um Fukushima gelten als exponiert. Bei ihnen dauert es besonders lange bis sie Cäsium ausgeschieden haben. Und wie wir nun wissen, wurden im Jahr 2012 „Fisch und Fischereierzeugnisse” für 3.561.000 ¤ aus Japan importiert. 

 „Trotz unserer Bemühungen, zu erklären, das die Sicherheit der landwirtschaftlichen Produkte aus Fukushima wieder hergestellt wurden, sind wir nicht in der Lage, Abnehmer für den Reis zu finden”, sagte ein Sprecher von der National Federation of Agricultural Cooperative Associations (Zen- Noh), einem bedeutenden Großhändler für japanische Agrarprodukte. Mal ehrlich, würden Sie Produkte aus Tschernobyl essen? Genau so sehen wir es mit Fukushima. Die Beschwichtigungsversuche der Japanischen Regierung wirken nach all dem, was wir bereits über Fukushima erfahren haben, wenig glaubwürdig und so sieht es auch die japanische Bevölkerung. Und Singapur täte gut daran, deren Bevölkerung zu schützen oder möchten Sie als Versuchskaninchen fungieren, wie sich verstrahlte Lebensmittel auf den Körper auswirken? Wir erinnern noch einmal an unserem Beitrag: Der gefährlichste Moment in der Geschichte der Menschheit: „Bei der Sicherung der Brennelemente im Lagerbecken der Einheit 4 in Fukushima geht es um unser aller Überleben!”

© Netzfrau Doro Schreier>


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26.10.2014: <Fukushima: Rekordstrahlung! Es wird verschwiegen, vertuscht und beschönigt – Olympia 2020 in Tokio>

aus: Netzfrauen online; 26.10.2014;
http://netzfrauen.org/2014/10/26/fukushima-rekordstrahlung-es-wird-verschwiegen-vertuscht-und-beschoenigt-olympia-2020-tokio/

<Die radioaktive Belastung in Fukushima erreicht dreieinhalb Jahre nach dem schweren Atomunfall neue Höchststände. Und da 2020 in Tokio die Olympischen Sommerspiele stattfinden sollen, bemüht sich die japanische Regierung deshalb seit Monaten darum, die Situation in Fukushima als völlig kontrolliert darzustellen. Die japanische Hauptstadt liegt nur gute 200 Kilometer vom Katastrophengebiet entfernt.

Auch drei Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophen von Fukushima, mit drei explodierten Reaktoren und dem explodierten Abklingbecken in Reaktor 4, die schlimmste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl, herrscht weiter Unklarheit über die genaue Lage vor Ort.

251.000 Becquerel pro Liter Wasser wurden in der Nähe von Kühlwassertanks gemessen. Diese Rekordwerte warden aufgrund der starken Regenfälle nach einem Taifun zurückgeführt, so die Verantwortlichen, Erklärungen über Sicherungsmaßnahmen, Fehlanzeige.

Ein anderes Problem stellt der Zufluss großer Mengen Grundwasser in das Kraftwerk dar. Es vermischt sich teilweise mit dem Kühlwasser der Reaktoren und muss auf dem Gelände gespeichert werden. Experten befürchten, dass stark radioaktiv belastetes Wasser ins Meer abfließen könnte. Denn unklar ist bislang, wie weit solches Wasser bereits in den Boden unter der Anlage eingedrungen ist.

Und was ist mit den Brennstäben? Zahlreiche Kernbrennstäbe strahlen weiterhin enorme Radioaktivität und Hitze ab und sind wahrscheinlich mit Beton und Stahl verschmolzen. Wie und wann die Brennstäbe geborgen und dann in wirklich sicheren Behältern untergebracht werden können, steht in den Sternen – Tepco hatte dafür das Jahr 2018 angepeilt, aktuell ist aber schon von 2020 die Rede. Quelle  [Siehe auch: Der gefährlichste Moment in der Geschichte der Menschheit: „Bei der Sicherung der Brennelemente im Lagerbecken der Einheit 4 in Fukushima geht es um unser aller Überleben!”]

Fukushima bleibt ein Desaster und nachdem andere Schlagzeilen, wie Ebola und die vielen Unruhen in den Vordergrund gerückt sind, gerät eine andere Gefahr in Vergessenheit. Doch sie ist da und mittlerweile erreicht die Radioaktivität andere Kontinente, wie kürzlich von uns Netzfrauen berichtet, Kanada. Fukushima: Radioaktivität in Kanada nachgewiesen – Fukushima radiation nearing West Coast

Und auch die Times of India berichtete, dass 70 Prozent der an Krebs gestorbenen Fälle in den letzten 20 Jahren, durch Strahlungen aus schlecht geführten Kernkraftwerken hervorgehen. Einen Anstieg von 16 Prozent der Todesrate allein in den letzten vier Jahren. Und trotz der Atomunfälle in Tschernobyl, Fukushima und Three Mile Island, wird immer noch geglaubt, dass  die Kernenergie eine der sichersten Quellen der Stromerzeugung sei. Wissen Sie was das bedeutet? Es werden weitere Atomkraftwerke gebaut. Auch in Europa sollen neue Atomkraftwerke entstehen, wie in England. [Siehe: Skandalöse Entscheidung für Atomkraftförderung! EU-Kommission genehmigt Subventionen für AKW Hinkley Point in England]

Und im Land der Sonne, Südafrika, will man nun auch neue Atomkraftwerke errichten, Russland wird z.B. in den kommenden neun Jahren acht Atomreaktoren an Südafrika liefern. Mit ihnen sollen bis 2023 das erste Atomkraftwerk russischer Bauart, auf dem afrikanischen Kontinent entstehen. Nach all den Katastrophen und den vorliegenden sichtbaren Beweisen, wäre es da nicht an der Zeit, unsere folgenden Generationen, nach all dem Raubbau an der Natur, nicht auch noch diesen radioaktiven Mist zu hinterlassen? Wir sind im 21. Jahrhundert, das Zeitalter der erneuerbaren Energien und was produzieren wir – genau Atommüll, von dem keiner weiss, wohin damit. Ein Pulverfass sondersgleichen. 

Nun aber wieder zu Fukushima, denn dort leben Kinder und wir wollten wissen, wie diese das Desaster überstanden oder nicht überstanden haben. Ein Leben mit der Radioaktivität, denn gerade Kinder sind die Leidtragenden einer solchen Katastrophe. Wir haben recherchiert und hier ist nun das Ergebnis:

Die Kinder von Fukushima

Die Welt soll sehen, wie es im kontaminierten Gebiet, nur 30 km von der Sperrzone entfernt, aussieht. Soll wissen, dass Kinder mit Atemschutzmasken draußen spielen, dass auch in Nieten und Schrauben der Spiel- und Turngeräte im Freien die Radioaktivität ist. Daß Kinder ihre Messgeräte mit sich tragen, wie früher ihre Tamagochis. Die Welt soll nachempfinden, wie groß die Angst der Erwachsenen ist, was die Zukunft der Kinder angeht. Die Welt soll sich vorstellen, was es heißt, die Nahrungsmittel einer Schulküche tagtäglich auf Strahlung prüfen zu müssen. Die Welt soll nachempfinden, was dieser stete mentale Stress mit den Menschen dort macht.

Wir beginnen mit einem neunminütigen Video: Film crew gets tested after bizarre incident in high radiation area. Die Aufnahme des amerikanischen Filmteams unter Ian Thomas Ash stammen aus 2012, doch die Situation hat sich bis heute, im Jahr 2014, nicht geändert.

Video: Film crew gets tested after bizarre incident in high radiation area (9min.22sek.)
(Filmcrew wird nach bizarrem Vorfall in der hochradioaktiven Zone getestet)

Video: Film crew gets tested after bizarre incident in high radiation area (9min.22sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=zhYdUY59k_Y


Ein weiteres Video vom April 2014 zur Kirschblütenzeit, zeigt die erhöhte Strahlung auf einem Schulweg. Die Organisation „Save the Children” veröffentlichte es im Juli 2014 auf deren Webseite. [Siehe: VIDEO: 4年めのホットスポット:通学路編 Hotspot aplenty in „decontaminated” school route]  Erschreckend, wenn man sieht, dass auch hier eine erhöhte Radioaktivität nachgewiesen wurde. Würden Sie Ihre Kinder auf einen solchen Schulweg schicken? Seien wir doch ehrlich, wir wären längst auf die Straße gegangen und hätten laut geschrieen: „Schützt unsere Kinder”! Ja, das tun die Japaner auch, doch es berichtet leider niemand drüber. Zu unangenehm für unsere Regierungen, die ja bereits neuen Atomkraftwerken in Europa zustimmen. [Siehe: Fukushima: Wiederinbetriebnahme AKWs – 16.000 Menschen protestierten]

Noch ein weiteres Beispiel: 

In den Schulen von Minamisoma, 30 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk entfernt, wurden Kinder aufgenommen, die aus der strengen 20-Kilometer-Sperrzone evakuiert worden waren. Auch hier sind sie noch einer gefährlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Ihr Leben hat sich völlig verändert. Ihr Alltag wurde auf den Kopf gestellt, ihr Familienleben zerstört. Der Film zeigt, wie die Katastrophe die Sicht der Kinder auf die Welt verändert hat. Zum VIDEO: Die Kinder aus Fukushima Japan: Die Kinder von Fukushima – Planet Schule … (14 Minuten/2012).

Obwohl längst nicht alle Kinder auf Schilddrüsenerkrankungen getestet werden, geben die neuesten Veröffentlichungen Anlass zur Sorge. 28 von 31 Kindern wurden mit Schilddrüsenknoten A2 getestet, d.h. (ab 5.0mm) oder Zysten (ab 20.0mm).

Quelle

Über 100 Schilddrüsenkrebsfälle in der Präfektur Fukushima

[24.08.2014] Bei 57 japanischen Kindern in der Präfektur Fukushima wurden mittlerweile Schilddrüsenkrebs-Operationen durchgeführt. Unter Einbeziehung der Verdachtsfälle ergibt sich eine Zahl von 103 Fällen, in denen Schilddrüsenkrebs nachgewiesen oder vermutet wird. Voraussichtlich liegt die tatsächliche Zahl der Krebsfälle noch höher, da nur ca. 85% der betroffenen Kinder untersucht wurden. Quelle

Warum die Katastrophe von Fukushima verharmlost wird

Der am 25.10.2013 vorgelegte Bericht des Komitees der Vereinten Nationen für die Folgen von Strahlung (UNSCEAR), verharmlost systematisch das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe. Es handelt sich um eine gezielte Missinformation der Öffentlichkeit. Dazu auch: UN-Krebsstudie zu Fukushima: Versuchte Vertuschung auf ganzer Linie


Video: 3sat nano: Warum die Katastrophe von Fukushima verharmlost wird (6min.11sek.)

Video: 3sat nano: Warum die Katastrophe von Fukushima verharmlost wird (6min.11sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=Ao_YWZV3Kiw

Dr. Shigeru Mita, der lange vor dem schweren Erdbeben und dem darauf folgenden Atomunfall in Fukushima, vor den Gefahren von Radioaktivität gewarnt hatte und nicht müde wurde, die Regierung aufzufordern, für solche Fälle vorsorglich Jod-Tabletten auf Lager zu haben, was stets ignoriert wurde, richtet im August 2014 erneut einen flammenden Appell an die japanische Regierung, aber auch an die Weltöffentlichkeit, die Kinder vor der Strahlung zu retten.

In seinen großflächig durchgeführten Untersuchungen von Kindern, musste er sogar in den am wenigsten kontaminierten Bezirken Tokyos ein Ansteigen von Erkrankungen feststellen. Die Patienten erfahren bei der leisesten Andeutung von Strahlenschäden bei ihren Hausärzten nur absolutes Unverständnis, ja Ablehnung, was zu noch mehr Irritationen führt.

Er selbst ist in den Westen Japans übersiedelt und rät allen in Ost-Japan, dasselbe zu tun oder aber ins Ausland abzuwandern, um der anhaltenden Gefährdung durch die Strahlung zu entrinnen.

Quelle: „Tokio sollte nicht mehr bewohnt werden“ – Japanischer Arzt warnt vor Strahlung aus Fukushima

Dr. Toshihide Tsuda, Epidemologe der Okayama Universität, wurde vom Umweltministerium eingeladen, bei einem Expertentreffen zum Thema „Gesundheitsvorkehrungen nach dem Atomunfall in Fukushima“ zu sprechen und warnte davor anzunehmen, dass die Strahlung innerhalb des Bezirks Fukushima bleiben würde. Er regte an, flächendeckende Untersuchungen auch außerhalb durchzuführen, um rechtzeitig auf Schilddrüsen- und andere Erkrankungen eingehen zu können. Einer der Vorsitzenden meinte dazu nur: „Das möchte ich nicht diskutieren.“ Quelle: Brave Japanese Doctors vom 31.Juli 2014 

Frau Junko Honda, eine Unternehmerin in der Präfektur Fukushima, verließ ihr Haus und ihre Frisurstudios, nachdem ihre Tochter unter schweren Hautläsionen zu leiden begann. In ihrem Blog beschreibt sie ihr neues Leben in der Präfektur Hokkaido und, dass ihr Zorn auf Tepco und die japanische Regierung damit nicht erloschen ist. Sie hat sich einer Klage gegen Tepco angeschlossen. [Siehe dazu auch: Fukushima: TEPCO muss Entschädigung für Suizid zahlen – Fälle von Schilddrüsenkrebs gestiegen]

Sogar Spektrum, das sich mehrheitlich den beschwichtigenden Aussagen der offiziellen Gesundheitsbehörden anschließt, gibt in der Ausgabe vom 8. März 2014 zu: „Deutlich erhöht ist allerdings das lebenslange Schilddrüsenkrebsrisiko für Mädchen, die zum Zeitpunkt des Unfalls ein Jahr alt waren: Es liegt um bis zu 70 Prozent über der spontanen Krebsrate.“

Fukushima: Dem Herumstümpern ein Ende bereiten!

Nur mehr 85.000 Menschen in der Region tragen regelmäßig Dosimeter, die die Aufnahme der radioaktiven Strahlung kontinuierlich messen. Warum ist das so? Dr. Reinhard Uhrig, Geschäftsführer von GLOBAL 2000, erläutert: „Weil die permanente Erinnerung an die lauernde Gefahr die Kinder dermaßen stresst, dass die Eltern ihnen erlauben, die Strahlenmessgeräte in der Schublade zu lassen, so nach dem Motto, besser nicht an die unsichtbare Gefahr denken!“ „GLOBAL 2000 fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, der Internationalen Atomenergieagentur IAEA ein Mandat für die Überwachung und Kontrolle auch ziviler Nuklearanlagen zu erteilen und mit internationalem Know-How dem Verschleiern und Herumstümpern der japanischen Behörden ein Ende zu bereiten“, sagt Dr. Reinhard Uhrig, Geschäftsführer von GLOBAL 2000. GLOBAL 2000 zu Fukushima

Kinder in Fukushima werden immer dicker

Und wenn Kinder auch nicht immer direkt von Strahlung bedroht sind, indirekt hat sie noch andere Nebenwirkungen: sie führt zu immer mehr übergewichtigen Kindern in der Präfektur. Weil Bewegung im Freien auf ein Minimum eingeschränkt wird und somit zum Dicksein führt, darüber haben wir bereits mehrfach hingewiesen. Und was sich durchaus nachvollziehen lässt. Würden Sie Ihr Kind permanent draußen spielen lassen, wenn Sie wissen, dass die Erde und die Luft zum Atmen radioaktiv verseucht ist?

Abortus, Down-Syndrom, Missbildungen

Eine Krankenhausangestellte verließ Fukushima, nachdem sie an ihrer Arbeitsstelle beobachtete, dass es zu einem signifikanten Anstieg an Geburtsanomalien kam: Abortus, Down-Syndrom, Missbildungen (wie z.B. ein sechster Finger an einer Hand), Anenzephalie (angeborenes Fehlen des Gehirns). Sie wanderte mit ihrer Familie in eine andere Präfektur aus, weil sie annahm, dass diese Anomalien auf das Strahlungsrisiko zurückzuführen war, dem sie ihre Familie nicht aussetzen wollte. Evacuee: Fukushima hospital worker says 5 out of 7 babies were born with birth defect, Down’s syndrome, or lost by miscarriage — After this, husband agreed to evacuate

Auch an der Westküste Amerikas kamen mehr Babies mit Anenzephalie zur Welt als zuvor. Ein Zusammenhang mit Radioaktivität aus Fukushima konnte nicht erbracht werden.Der 35%ige Anstieg von Kindstod bis zu 1 Jahr, wurde hingegen mit ähnlichen Raten in Europa nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sehr wohl mit Fukushima in Verbindung gebracht. Deaths from birth defects on West Coast spiked in 2011 after radiation release from Fukushima

Geplante Dekontamination von Wohngebiet noch nicht abgeschlossen – Wohin mit den radioaktiven Abfällen

Im April 2014 wurde den ersten Evakuierten aus der Präfektur die Heimkehr in ihre Häuser erlaubt. Die meisten Familien mit Kindern zögern noch; sie haben Angst vor der Strahlung, Angst, ihre Kinder könnten Schäden davontragen.

Der Filmemacher Atsushi Funahashi hat Evakuierte erneut vom Januar 2014 bis Anfang 2014 begleitet und daraus seine zweite Doku „Nuclear Nation2“ gemacht, die im November zu sehen sein wird. [Quelle: Japan says some Fukushima evacuees can now return home]

Die Dekontaminierungsarbeiten in den Präfekturen Iwate, Miyagi, Fukushima, Ibaraki, Tochigi, Gunma, Saitamauand Chiba sind alles andere als abgeschlossen anzusehen, in vielen Gemeinden haben sie noch nicht einmal begonnen. Unter anderem auch weil völlig unklar ist, wo die abgegrabene Erde gelagert werden soll. Und einige Gemeinden antworteten auf die Frage, warum die Arbeit für die Dekontaminierung nicht voranschreitet, dass es keine Möglichkeit gäbe, wo die radioaktiven Abfälle gelagert werden sollen. Hunderttausende Häuser wurden immer noch nicht gereinigt und stehen somit nicht für die Rückkehrer zur Verfügung. Da fragen wir Sie, würden Sie wieder an einen solchen Ort zurückkehren wollen? [Quelle: Planned decontamination of residential area has not finished yet]

Inzwischen hat sich eine Organisation Hahako (haha heißt Mutter, ko heißt Kind) daran gemacht, Familien zusammenzuführen, die Kinder oder auch Mutter und Kind oder ganze Familien vorübergehend bei sich aufnehmen, damit die aus dem kontaminierten Gebiet rauskommen. Die Seite Hahako (Mother and Child) Net ist in Japanisch und Englisch online.

Hinter den harten Fakten stehen zahlreiche menschliche Schicksale, insbesondere Kinder. Denn im März 2011 wurden insbesondere die Kinder der Region um Fukushima viel zu spät oder gar nicht evakuiert, die Großstadt Fukushima City 60 km nordwestlich der Reaktoren, ist teilweise stark verstrahlt. Jodtabletten, die die Aufnahme von radioaktivem Jod verhindern können, wurden viel zu spät oder gar nicht ausgegeben.

Die Folgen sind jetzt schon sichtbar: von 254.000 Kindern und Jugendlichen, die bisher untersucht wurden, wurden jetzt schon 75 mit Verdacht auf Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Wie wir von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl wissen, wo 4.000 Kinder an Schilddrüsenkrebs erkrankten, ist das erst die Spitze des Eisbergs. Der Höhepunkt der Schilddrüsenkrebs-Fälle kommt erst zehn Jahre nach der Aufnahme des fatalen radioaktiven Jods in den kindlichen Körper.

Dem Herumstümpern in Fukushima muss ein Ende gesetzt werden, es kann und darf nicht sein, dass hier Menschen und gerade Kinder, einer Gefahr ausgesetzt sind, nur weil ein Land wie Japan 2020 die Olympiade austrägt.

Lesen Sie bitte diesen offenen Brief an alle jungen Athleten, die davon träumen, 2020 nach Tokio zu kommen.

War Ihnen bekannt, dass die EU wieder Änderungen bezüglich der Einfuhrbestimmungen aus Japan vorgenommen hat? Und zwar unbemerkt ab Ende März 2014. Kein Scherz, die Einfuhrbedingungen wurden entschärft. [Siehe: Fast keine Importkontrollen trotz Fukushima – Freihandelsabkommen mit Japan]

Fukushima: Es gibt keine Rettung! Es wird hunderte von Jahre dauern!

Recherchiert und übersetzt von Netzfrau Lisa Natterer>

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Fotoquellen
[1] Die Explosionswolke von Fukushima sieht gleich aus wie die Explosionswolke bei einem jüdischen Atomtest in Israel: http://www.jimstonefreelance.com
[2] Karte von Japan mit den Atomkraftwerken an den Küsten:
http://netzfrauen.com/NF/2014/07/09/fukushima-noch-9-tage-um-gefaehrliche-ueberhitzung-zu-vermeiden-fukushima-has-9-days-to-prevent-unsafe-overheating/



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