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Waldbrand. Meldungen (01)

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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August 2010: Riesige Waldbrände in Russland lassen eine Ahnung vom Klimawandel aufkommen


Basler Zeitung online, Logo

6.8.2010: Todesraten um 50% erhöht bei Hitze und Waldbrandrauch - Beispiel Moskau 2010

aus: Basler Zeitung online: Todesrate in Moskau explodiert; 6.8.2010;
http://bazonline.ch/ausland/europa/Todesrate-in-Moskau-explodiert/story/19608457

<Durch die Hitze und die verheerende Waldbrände sterben in der russischen Hauptstadt massiv mehr Menschen als im Jahr zuvor. Und eine Entwarnung ist nicht in Sicht.

Waldbrände in Russland. In den Wäldern tobt die schlimmste Naturkatastrophe seit Jahrzehnten.

Nach Angaben des Einwohnermeldeamts starben im Juli fast 5000 Hauptstädter mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Verglichen zum Juli 2009 sei die Todesrate um rund 50 Prozent angestiegen, sagte die Sprecherin des Einwohnermeldeamts, Jewgenja Smirnowa. "Die Hitzewelle hat dabei sicherlich einen Einfluss." Die Rekordhitze bringt insbesondere ältere Menschen in Lebensgefahr.

Der giftige Rauch der Waldbrände hatte Moskau am Freitag weiter im Griff: In der russischen Hauptstadt wuchs die Angst vor schweren gesundheitlichen Problemen, da sich nach Angaben der Behörden die Konzentration giftiger Stoffe in der Luft wieder erhöhte. Zahlreiche Moskauer trugen Schutzmasken oder hielten sich Taschentücher vor ihr Gesicht.

Flugbetrieb nur beschränkt möglich

"Seit Donnerstag beobachten wir ein ansteigendes Niveau der Luftverschmutzung", sagte ein Vertreter der Abteilung für Umweltschutz in Moskau laut der Nachrichtenagentur Interfax. Laut Mosekomonitoring lag die Konzentration giftiger Partikel in der Luft weit über dem Normalmass. Die Sichtweite betrug weniger als 400 Meter, das Stadtbild wurde vom Smog vernebelt. Auf den Flughäfen Domodedowo und Wnukowo war der Betrieb nur eingeschränkt möglich. In Moskau wurden für den Tag erneut Temperaturen um die 40 Grad erwartet.

Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums hat sich die Lage bei den Waldbränden unterdessen etwas stabilisiert, allerdings wurden noch immer 588 Brände gezählt. Die Zahl der Feuertoten stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 52; 471 Menschen mussten medizinisch betreut werden. Das Katastrophenschutzministerium rief die Bevölkerung am Freitag auf, sich freiwillig für den Kampf gegen die Flammen zu melden.

Evakuierung von Waffendepots

Sorge bereite nach wie vor die Situation in der Region von Moskau sowie in der Nähe der Stadt Sarow mit dem Atomwaffen-Forschungszentrum, sagte der Leiter des Krisenzentrums, Wladimir Stepanow. Dort waren bis Donnerstag vorsorglich alle radioaktiven und explosiven Materialien geräumt worden. Wegen der Gefahr durch die Waldbrände ordnete das russische Militär zudem die Evakuierung von Waffen- und Munitionsdepots in der Region Moskau an.

Die Armee räumte am Freitag ein, dass ein zweiter Stützpunkt von den Flammen zerstört wurde. Bereits Ende Juli sei der Logistik-Standort der Fallschirmjäger in der Gegend von Moskau ausgebrannt. Zuvor war die Zerstörung eines Marine-Nachschubzentrums in Kolomna südöstlich der Hauptstadt bekannt geworden.

Bemühungen verstärkt

Angesichts der Waldbrände befürchten die Behörden auch, dass in Gebieten, die bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor knapp einem Vierteljahrhundert verstrahlt wurden, radioaktive Stoffe freigesetzt werden könnten. Das Katastrophenschutzministerium verstärkte deshalb seine Bemühungen, die Brände in der Region Brjansk unter Kontrolle zu bekommen.

Es befürchtet, dass durch den Rauch radioaktive Partikel aufsteigen und dadurch weitere Gebiete verstrahlt werden könnten. Die Region Brjansk, die im Westen Russlands an die Ukraine und Weissrussland grenzt, wurde im April 1986 durch die radioaktive Wolke aus dem Atommeiler Tschernobyl erheblich verseucht.

(sam/afp)>

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n-tv
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8.8.2010: Waldbrände um Moskau - Waldbrandsmog in Moskau

Vielleicht sind diese grossen Waldbrände in Russland eine Ankündigung, dass sich trockene Klimazonen verschieben. Gleichzeitig hat Russland in den letzten 20 Jahren viel Wald vernichtet, und Auenwälder wurden wahrscheinlich auch zerstört. Dabei ist es so, dass Auenwälder ja vor Waldbrand schützen. Aber das begreifen die Planungsbüros und Ingenieurbüros der Regierungen nicht...

aus: n-tv online: Panorama: Rund 840 Brände in Russland: Erste Diplomaten reisen ab; 8.8.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Erste-Diplomaten-reisen-ab-article1226226.html

<Giftiger Qualm durchzieht die Straßen Moskaus. Polen, Österreich und Kanada ziehen als erste diplomatisches Personal ab. Mehrere Länder, darunter Deutschland, warnen vor nicht notwendigen Reisen in das Gebiet. Erste Moskauer ergreifen die Flucht ins Ausland.
  
In Moskau sank die Sichtweite wegen des giftigen Qualms teilweise auf unter 50 Meter.

Wegen des giftigen Qualms von den Torfbränden rund um Moskau sind die ersten Diplomaten aus der russischen Hauptstadt abgereist. Polen, Österreich und Kanada hätten einige Mitglieder ihres diplomatischen Personals und deren Familien in die Heimat geschickt. Das berichtete der Radiosender "Echo Moskwy".

Mehrere Länder, darunter Deutschland und die USA, raten von nicht notwendigen Reisen in die russischen Wald- und Torfbrandgebiete ab. Der Anteil von giftigem Kohlenstoffmonoxid in der Luft hat den zulässigen Grenzwert in Moskau um mehr als das Sechsfache überschritten. Vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen sowie Kinder sollten die betroffenen Regionen meiden. Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko kritisierte die Reisewarnungen als "unfreundlichen Akt".

Mindestens 50 Menschen sterben
 
Hunderttausende Feuerwehrmänner, Soldaten und Freiwillige kämpfen gegen die Flammen.

Der giftige Qualm in Moskau wird immer dichter, und die Waldbrände in Russland breiten sich trotz internationaler Hilfe weiter aus. Zwar seien in mehreren Regionen die Waldbrände gelöscht worden, teilte das Zivilschutzministerium nach Angaben der Agentur Interfax mit. Aber in den vergangenen 24 Stunden brachen den Angaben zufolge auch mehr als 250 neue Brände aus.

Landesweit weiterhin etwa 840 Wald- und Torfbrände.  Sie breiteten sich auf eine Fläche von fast 200.000 Hektar aus. Zum Vergleich: Das Saarland ist rund 260.000 Hektar groß.

In der Hauptstadt sank die Sichtweite wegen des Rauchs der Torfbrände in der Umgebung stellenweise auf unter 50 Meter. Die Feuer sollten nun rund um die Uhr bekämpft werden, sagte Vize-Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan. Bislang seien die Brände nachts lediglich kontrolliert worden.

Moskauer ergreifen die Flucht

Wegen des Dauersmogs durch die schweren Brände in Russland flüchten immer mehr Moskauer ins Ausland. Pauschalreisen an beliebte Ziele wie Ägypten, Montenegro oder in die Türkei seien ausverkauft, teilte der russische Reiseveranstalterverband mit. Das tun allerdings nur diejenigen, die es sich leisten können, während ein Großteil der Bevölkerung wie schon seit Ende Juli weiter unter Hitze und Smog leidet.
 
Eine Gruppe gläubiger Christen prozessiert durch den Ort Kriusha, rund 270 Kilometer südöstlich von Moskau. Sie bitten Gott um Regen.

In die Hauptstadt zurückkehren musste Bürgermeister Juri Luschkow, dem die Moskauer übelnehmen, dass er lange lieber im Urlaub blieb anstatt sich um die Brandkrise zu kümmern. Luschkow hatte seine bisherige Abwesenheit mit der Behandlung einer "Sportverletzung" an einem unbekannten Ort gerechtfertigt.

Deutschland liefert Atemschutzmasken

Unterdessen schickte Frankreich ein Löschflugzeug nach Russland. Italien bot ebenfalls an, mehrere Maschinen zur Verfügung zu stellen. Aus Polen waren 155 Feuerwehrleute auf dem Weg nach Russland. Deutschland liefert auf Bitten Russlands 100.000 Atemschutzmasken nach Moskau, außerdem Schläuche, Pumpen sowie Motoraggregate. Die Hilfslieferungen sollen am Montag ankommen.

Das Innenministerium dementierte jedoch, dass auch deutsche Helfer in Moskau eingetroffen seien. Das hatte Interfax unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter des Zivilschutzministeriums gemeldet. Nach offiziellen russischen Angaben sind unter anderem Rettungskräfte aus Italien, Polen und Bulgarien im Einsatz gegen die Feuerwalze.

Nach offiziellen Angaben starben bislang mehr als 50 Menschen infolge der Wald- und Torfbrände. Hunderte Verletzte liegen in Krankenhäusern, Tausende sind auf der Flucht vor den Flammen. Russische Hilfsorganisationen schätzen, dass die Zahl der Toten weit höher liegt. Kremlchef Dmitri Medwedew spendete aus eigener Tasche knapp 9000 Euro für die Brandopfer. Hohe Beamte sollten sich daran ein Beispiel nehmen, sagte Medwedews Sprecherin Natalia Timakowa.

Qualm auch in der Metro

Ärzte in Moskau warnten vor erheblichen gesundheitlichen Problemen. Hunderte Menschen ließen sich wegen Beschwerden in Kliniken behandeln. Der Rauch drang auch in die bis zu 85 Meter tiefen Schächte der weltberühmten Metro.

Einfache Atemschutzmasken seien keine Hilfe, warnte der Moskauer Experte Leonid Lasebnik. Die Bevölkerung wurde daher aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben oder gleich die Stadt zu verlassen. Auf den internationalen Flughäfen kam es wegen der schlechten Sicht zu langen Verspätungen, mehrere Flüge wurden in andere Städte umgeleitet. Der Smog werde nicht vor Mittwoch kommender Woche abziehen, sagten Meteorologen.

Jahrhundert-Dürre und Rekord-Hitze

Rund um das atomare Forschungszentrum in Sarow etwa 400 Kilometer östlich von Moskau schlugen Soldaten und Feuerwehrleute eine acht Kilometer lange und 150 Meter breite Brandschneise. Die Lage sei unter Kontrolle, teilte das Zivilschutzministerium mit.

Landesweit kämpften Hunderttausende Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwillige mit teils primitiven Mitteln gegen die verheerende Feuersbrunst. Dicker Rauch behinderte die Löscharbeiten aus der Luft. Russland erlebt derzeit eine Jahrhundert-Dürre und eine Rekord-Hitze mit Temperaturen um 40 Grad.

dpa>

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Spiegel online, Logo

13.8.2010: Waldbrände und Buschbrände generell: Wo eine grosse Regenzeit herrscht, brennt dann auch der Busch während der Trockenzeit

Waldbrandkarte (Satellitenbild) vom August 2010
Waldbrandkarte (Satellitenbild) vom August 2010 (DPA / NASA / GSFC / MODIS Rapid Response), ein Nasa-Bild:
Je dichter das Rot, desto mehr Feuer lodern. Gelb steht für die meisten Brände.
aus: Spiegel online: Satellitenbild der Woche: Welt in Flammen; 13.8.2010; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,711711,00.html

<Die Feuer in Russland sind keine Ausnahme: Weltweit lodern Zigtausende Buschbrände. Die meisten brennen jedoch in der Wildnis, wie ein aktuelles Satellitenbild zeigt. Paradoxerweise legt Regen die Grundlage für die Feuer.

In Russland wüten heftige Brände. Moskau verschwand in den letzten Tagen zeitweise unter dichtem Rauch mit schädlichen Gasen. Riesige Getreidemengen sind bereits verbrannt. Doch auch andernorts stehen weite Landstriche in Flammen, wie ein aktuelles Satellitenbild der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigt. Allerdings: Während die zeitweise mehr als 26.000 Feuer in Russland zahlreiche Städte bedrohen, lodern weltweit die meisten anderen Brände abseits von Siedlungen.

Die globale Feuer-Karte der Nasa basiert auf Daten der Satelliten "Aqua" und "Terra", die kontinuierlich ausgewertet werden. Deren Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (Modis) erfasst in einem breiten Spektrum elektromagnetische Strahlung. Die aktuelle Auswertung stammt aus den Messungen von zehn Tagen Ende Juli. Je dichter die rote Farbe auf der Karte (siehe oben), desto mehr Feuer brennen. Gelb steht für Regionen mit den meisten Bränden.

Das Satellitenbild zeigt, dass Buschfeuer weit verbreitet sind. Besonders stark betroffen sind derzeit die Mitte Südamerikas und die Subtropen im Süden Afrikas. Das ist kein Zufall, denn diese Regionen zeichnen sich nicht nur durch Trockenheit aus. Besonders vorhergehende Feuchtigkeit macht sie leicht entzündbar: Während der Regenzeit düngen gewaltige Mengen Regenwasser die Vegetation, die üppig gedeiht. Während der Trockenheit brennt das dichte Gestrüpp dann wie Zunder.

Viele Landschaften benötigen die Feuer: Samen keimen erst nach einem Brand, so dass Nährstoffe freigesetzt werden. Die Flammen lichten den Wald, was vielen Pflanzen das Wachstum ermöglicht. Doch da sich die Menschen immer weiter ausbreiten, geraten zunehmend Siedlungen in Gefahr.

Um Waldbrände nicht zur Katastrophe werden zu lassen, müssen sie rechtzeitig eingedämmt werden. Die Nasa betreibt ein Frühwarnsystem: Aus Wetterdaten und Kenntnissen über den Zustand der Vegetation wird ein Gefahrenindex erstellt. Mit Satelliten sollen Feuer rasch aufgespürt werden. Ihre Bekämpfung bleibt dennoch problematisch - wie die Russen derzeit zu spüren bekommen.

boj>


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aus: 20 minuten online: 15. August 2010 20:06; Akt: 15.08.2010 20:14; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/22848666

15.8.2010: <5500 Feuer im August: Waldbrände halten Portugal weiter in Atem

Nicht nur in Russland brennt es: In Portugal fressen sich im Norden und Zentrum des Landes derzeit 14 grössere Feuer durch Wald und Ackerland.

Aussichtsloser Kampf: Ein Portugiese versucht die Flammen mit einem Eimer voll Wasser zu löschen.

Der schlimmste Brand wütete im Nationalpark Peneda/Gerés an der Grenze zu Spanien etwa 100 Kilometer nordöstlich von Porto. 217 Feuerwehrmänner, 51 Fahrzeuge, vier Helikopter und drei Flugzeuge waren dort laut amtlichen Angaben im Einsatz.

Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, die Löscharbeiten gestalteten sich wegen des bergigen und schwer zugänglichen Geländes schwierig. Die Winde, die ständig Stärke und Richtung änderten, stellten ein weiteres Problem dar.

Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva und Ministerpräsident José Sócrates hatten am Freitag aufgrund der Waldbrände ihre Ferien unterbrochen. Die Feuersbrünste hatten in den vergangenen Tagen die Bewohner einiger Ortschaften in Panik versetzt und sogar eine Umleitung der Radrundfahrt von Portugal erzwungen.

Brandreichster Monat

Allein am Samstag waren im ganzen Land 448 grössere, mittlere und kleinere Waldbrände gezählt worden. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gaben die Behörden auch am Sonntag für mehrere Gegenden in Nord- und Zentralportugal die höchste Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr.

Die Behörden wiesen unterdessen Vorwürfe aus der Bevölkerung und von Medien zurück, wonach die Verantwortlichen in Portugal keine Lehren aus den Waldbränden der vergangenen Jahre gezogen hätten. Waldbrände sind jedes Jahr ein grosses Problem für Portugal.

Mit insgesamt 5500 Feuern war der vergangene Monat der brandreichste Juli der vergangenen fünf Jahre. In diesem Jahr zerstörten die Flammen bereits knapp 70 000 Hektar.

(sda)>

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20 minuten online, Logo

Bolivien 17.8.2010: La Paz: In Bolivien brennen 1,5 Mio. Hektar Wald [meist durch Brandrodung der Bauern]

17. August 2010 21:44; Akt: 17.08.2010 21:53; http://www.20min.ch/news/ausland/story/15640974

<Waldbrände haben in vier der neun Provinzen Boliviens mindestens 1,5 Millionen Hektar Wald zerstört.

In dem am stärksten betroffenen Departement Pando im Norden des Landes wurde inzwischen der Notstand ausgerufen. Über 25 000 Kleinbrände machte die Behörde den Angaben zufolge aus.

Verantwortlich für die Feuer seien vor allem Brandrodungen durch Kleinbauern, sogenannte «chaqueos», sagte Rojas. Anhaltende Trockenheit und starker Wind führten zur Ausbreitung der Feuer.

Inzwischen erreichten mehrere Brände Siedlungen. In dem Dorf Cachuela im Zentrum Boliviens seien 40 Häuser abgebrannt, berichten Medien. In den Regionen Cochabamba, Beni, Santa Cruz und Pando musste wegen der Rauchentwicklung der Flugverkehr weitgehend eingestellt werden.

Von den Bränden seien auch rund 60 Hektar des Nationalparks «Tonari» betroffen. Die bolivianischen Behörden beraten über Massnahmen, um zu verhindern, dass sich die Feuer wie bei den verheerenden Waldbränden 2004 weiter ausbreiten.

(sda)>

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20 minuten online, Logo

Schweiz-Italien 4.9.2010: Flurbrände entlang von Eisenbahnböschungen legen die Bahnstrecke Brig-Domodossola lahm

aus: 20 minuten online: Flurbrände: Lötschberg wegen Feuer lahmgelegt; 4.9.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/11286469

<Zahlreiche Brände entlang der Lötschbergstrecke haben den Verkehr zwischen Brig Domodossola während geraumer Zeit gestoppt. Mehrere Züge fielen aus.

Flurbrände entlang von Eisenbahnböschungen haben am Samstagnachmittag den Bahnverkehr zwischen Brig und Domodossola lahmgelegt. Mehrere internationale Züge fielen aus und es kam zu Verspätungen. Am frühen Samstagabend war die Strecke wieder offen.

Die Brände traten zwischen Preglia und Domodossola nach dem Simplontunnel auf italienischer Seite auf, wie BLS-Sprecherin Stefanie Pfander auf Anfrage sagte. Der Rauch machte nach Angaben der Bahnverkehrsinformation den Streckenunterbruch nötig.

Vom Unterbruch betroffen waren sowohl internationale als auch regionale Züge zwischen Brig und Domodossola. Zwischen Iselle di Trasquara und Domodossola verkehrten Bahnersatzbusse.

Auch nach Öffnung der Strecke gegen 17 Uhr kam es weiter zu Verspätungen. An der Bahninfrastruktur gab es durch die Brände keine Schäden. Die Zahl blockierter Reisender liess sich nicht ermitteln.

(sda)>

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Altai-Gebiet (Russland) 9.9.2010: Waldbrände in Kasachstan fegen auf Russlands Sibirien über - heftige Winde - die Ortschaft Nikolajewka ist praktisch vollständig zerstört

aus: Russland Aktuell: 1200 Menschen nach Grossbrandin Sibirien obdachlos; 9.9.2010;
http://www.aktuell.ru/russland/panorama/1_200_menschen_nach_grossbrand_in_sibirien_obdachlos_3099.html

<Barnaul. Wochenlang wüteten Waldbrände im europäischen Teil Russlands. Nun ist Sibirien an der Reihe. Im Altai-Gebiet haben die Flammen auf mehrere Ortschaften übergegriffen. Rund 1.200 Menschen haben ihr Haus verloren.

Das Feuer ist schon vor geraumer Zeit in Kasachstan ausgebrochen. Heftige Windböen haben die Flammen nun über die Grenze getrieben. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz. Am Mittwoch vernichtete das Feuer die Ortschaft Nikolajewka praktisch vollständig.

Ortschaft praktisch vollständig zerstört

330 der insgesamt 433 Gebäude in Nikolajewka wurden völlig zerstört, davon 306 Wohnhäuser. Der Katastrophenschutz konnte die Ortschaft zwar rechtzeitig evakuieren, doch rund 1.200 Menschen sind nun ohne Obdach.

300 Personen wurden in einer Schule der Kreisstadt Michailowka untergebracht, über 700 wurden in verschiedenen Erholungsheimen des Kreises einquartiert. Einige kamen bei Verwandten unter.

Feuerwehr kann größere Schäden verhindern

Auch in der Ortschaft Bastan richtete das Feuer Schäden an. Vier Häuser fielen dort den Bränden zum Opfer. Doch inzwischen konnte die Feuerwehr den Vormarsch der Flammen stoppen. Die Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren.

Die zwischenzeitlich ebenfalls bedrohte Kreisstadt Michailowka konnte der Katastrophenschutz „verteidigen“. Die Brände wurden noch vor Erreichen der Ortsgrenze gestoppt. Inzwischen droht Michailowka keine Gefahr mehr, auch weil der sich abschwächende und drehende Wind den Rettungskräften zu Hilfe kam.

Brandgefahr im Süden Sibiriens hoch

Die Entwarnung gilt freilich keinesfalls für das gesamte Altai-Gebiet. In sieben Kreisen des Altais herrscht Alarmstufe Rot. Dort brennen größere Waldgebiete. Zudem bedrohen das heiße Wetter – Temperaturen über 35 Grad – und die nach wie vor wütenden Brände im benachbarten Kasachstan die Region.

Neben dem Altai-Gebiet ist auch die sibirische Republik Chakassien gefährdet. Dort wurden am Mittwoch Steppenbrände gemeldet. Noch klingen die offiziellen Angaben nicht beunruhigend. Demnach brennen etwa zwei Hektar Land.

Ermittlungen wegen Fahrläsigkeit

Doch erstens wird in Südsibirien ein Wetterumschwung mit heftigen Windböen erwartet, die die Brände anfachen können. Zweitens wurden im Sommer von vielen Beamten die Zahlen geschönt, um nicht ins Schussfeld der Kritik zu geraten. [Man weiss also nicht, wo es überall noch brennt].

Die Staatsanwaltschaft in Sibirien hat wegen der Brände in Nikolajewka bereits die Ermittlungen aufgenommen. Es soll untersucht werden, ob einzelne Amtsträger ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

(ab/.rufo/Moskau)>

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20.9.2010: Brasilia ist von Waldbrand bedroht

aus: 20 minuten online: Brand in Nationalpark: Feuer bedroht brasilianische Hauptstadt; 20.9.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/11210614

<In einem Nationalpark bei der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ist ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Die Regierungsgebäude sind nur 12 Kilometer entfernt.

Das Feuer ist bedrohlich nahe bei Brasilia.

Unweit der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ist am Sonntag ein schwerer Waldbrand in einem Nationalpark ausgebrochen, wie die Parkverwaltung mitteilte.

Mehr als 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz um das Feuer im Park Agua Mineral zu löschen. Die Parkverwaltung vermutete Brandstiftung als Ursache. Verletzte seien nicht zu beklagen.

Der 30 000 Hektar grosse Park liegt nordwestlich in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt, die zentralen Regierungsgebäude sind zwölf Kilometer entfernt.

(sda)>

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Russland Aktuell online, Logo

Russland 21.9.2010: <Neue Waldbrände in Russland von der Wolga bis Sachalin>

aus: Russland Aktuell; 21.9.2010; http://www.aktuell.ru/russland/news/neue_waldbraende_in_russland_von_der_wolga_bis_sachalin_27865.html

Moskau. Erneut wird Russland von Waldbränden heimgesucht. Es brennt sowohl an der Wolga, als auch am Baikalsee und auf der Fernostinsel Sachalin. Die Flammen bedrohen mehrere Ortschaften.

Der heiße Sommer in Russland ist vorüber. Doch immer noch lodern Waldbrände auf. In den Gebieten Samara und Uljanowsk an der Wolga sind über ein Dutzend Brände ausgebrochen.

Mehrere verlassene Datschensiedlungen fielen in Samara den Flammen zum Opfer. Im Gebiet Uljanowsk sind mehrere Siedlungen in Gefahr. Hunderte Feuerwehrleute versuchen die Flammen von den Ortschaften fern zu halten.

Ischewsk, die Hauptstadt der Wolga-Republik Udmurtien, ist ebenfalls bedroht. In der Nachbarschaft stehen 15 Hektar Wald in Flammen.

Am Baikalsee hingegen wütet das Feuer in einem Nationalpark. Die Rettungsarbeiten werden durch die schwere Zugänglichkeit des Geländes erschwert. Mindestens drei Stunden Fußmarsch müssten die Löschkräfte quer durch den Wald bewältigen, um zur Brandstelle zu gelangen, erklärte ein Sprecher des Katastrophenschutzes.

Auf der Insel Sachalin haben die Rettungskräfte das Feuer inzwischen lokalisieren können. Ein größerer Waldbrand ist aber immer noch nicht gelöscht.

Auslöser der Brände ist in den meisten Fällen der Mensch selbst, teilte der Katastrophenschutz mit. Weggeworfene Zigaretten und Flaschen, aber teilweise auch Brandstiftung haben zu den Feuern geführt.

(ab/.rufo/Moskau)>

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Cronicaviva del Perú, Logo

Perú 20/09/2010: Incendio forestal 12 Km de Machu Picchu

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Peru 20.9.2010: Waldbrand 12 km von Machu Picchu entfernt
aus: Cronicaviva: Reanudan tareas para apagar incendio forestal en Machu Picchu; 20.9.2010; http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/regional/56-regionales/3839--reanudan-tareas-para-apagar-incendio-forestal-en-machu-picchu

<Miembros de la comisaría de Machu Picchu y la Policía Ecológica, en coordinación con los pobladores, reanudaron las labores para sofocar el incendio forestal que se registra a 12 kilómetros del santuario incaico, dijo  el jefe de la División de Turismo y Ecología.

Formados en cuadrillas y provistos de cuerdas y palas, los policías partieron a las 07:30 horas hacia la parte alta del cerro El Calvario, arriba de la bocatoma de la planta de la Empresa de Generación Eléctrica de Machu Picchu S.A. (EGEMSA).

El fuego se inició ayer a las 15:00 horas, por causas que se desconocen y son materia de investigación, a la altura del kilómetro 122 de la vía férrea Ollantaytambo-Machu Picchu-Hidroeléctrica.

Según los policías y los trabajadores de EGEMSA que informaron del siniestro, la zona es muy agreste y de difícil acceso. Además, los fuertes vientos procedentes del distrito de Santa Teresa provocaron que las llamas se desplazaran.

El jefe del Parque Arqueológico de Machu Picchu, Fernando Astete Victoria, informó que se efectúan coordinaciones con el personal del Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas por el Estado (Sernanp) y el Instituto Nacional de Cultura (INC) para redoblar las labores.>


<Mitglieder der Polizeiwache von Machu Picchu und der ökologischen Polizei, haben zusammen mit der Bevölkerung die löscharbeiten gegen den Waldbrand 12 Kilometer von inkaischen Heiligtum wieder aufgenommen. Dies sagte der Direktor der Abteilung für Tourismus und Ökologie.

In kleinen Gruppen und mit Seilen und Schaufeln ausgerüstet gingen die Polizisten um 7:30 Uhr in Richtung des hohen Berges "El Calvario", oberhalb der Kanalstationsanlage der Elektrischen Betriebe Machu Picchu S.A. (EGEMSA).

Das Feuer begann gestern um 15 Uhr aus unbekanntem Grund. Die Untersuchen laufen noch. Das Feuer befindet sich auf der Höhe von Kilometer 122 der Eisenbahnlinie zwischen Ollantaytambo und dem Wasserkraftwerk von Machu Picchu.

Gemäss der Polizei und den Angestellten der EGEMSA, die über den Schaden informierten, ist das Gebiet sehr unwegsam und der Zugang schwierig. Ausserdem provozieren starke Winde in der Provinz Santa Teresa, dass immer wieder an anderen Stellen Flammen auftauchen.

Der Direktor des archäologischen Denkmals Machu Picchu, Fernando Astete Victoria, informierte, dass man sich mit den Angestellten des Staatlichen Nationalen Dienstes für Naturschutzgebiete (Sernanp) in Verbindung setzen werde, und auch mit dem Nationalen Kulturinstitut (INC), um die Arbeiten zu verdoppeln.>


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Sibirien 27.9.2010: Waldbrand im Naturschutzgebiet des Amur-Tigers

aus: Russland Aktuell: In Sibirien brennt Naturschutzgebiet für Amur-Tiger; 27.9.2010;
http://www.aktuell.ru/russland/news/in_sibirien_brennt_naturschutzgebiet_fuer_amur-tiger_27901.html

<Wladiwostok. Im fernöstlichen Gebiet Wladiwostok (Primorje) brennt ein Waldstück in dem Naturschutzgebiet Sichote-Alinsk, in dem der vom Aussterben bedrohte Amur-Tiger lebt.



Das Feuer hatte sich, als es heute im äussersten Norden des Verwaltungsgebietes Primorje entdeckt wurde, bereits auf eine Fläche von 20 Hektar ausgedehnt, teilt der russische Katastrophenschutz mit.

Später am Montagvormittag wurde mitgeteilt, es sei gelungen, den Brand zu lokalisieren. Die Brandgefahr werde auch durch Regen und zu erwartenden Schneefall gemindert. Ausgelöst worden sein könne der Waldbrand durch Jäger in dem Gebiet.

Nach Behördenmitteilung handelt es sich um den ersten Waldbrand im Verwaltungsgebiet seit einem Vierteljahr. Der Ferne Osten war von den verheerenden Waldbbränden weitgehend verschont worden, als im europäischen Russland und vor kurzem auch im Altai-Gebiet in Sibirien das Feuer auch Dörfer vernichtete.


Das betroffene Naturschutzgebiet im Fernen Osten erstreckt sich auf einer Fläche von 390.000 Hektar. Bis zu 50 der vom Aussterben bedrohten Amurtiger sollen schätzungsweise hier noch leben.

(mig/.rufo/Moskau)
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11.11.2010: Moosbeeren züchten und Moorgebiete anlegen statt Wald - Massnahmen gegen Waldbrände rund um Moskau
Um grössere Waldbrände in der Nähe von Moskau in Zunkunft zu verhindern, sollen bestimmte Wälder in Moosbeerplantagen umgewandelt werden, und weitere Flächen sollen in Moorgebiete zurückverwandelt werden. Wenn das Beispiel Schule macht, dann werden grössere Wälder bei Städten rar, aber man hat damit immerhin verhindert, dass grössere Waldbrände entstehen können. Solche Massnahmen wären auch in Spanien, Portugal, Kalifornien und in Australien denkbar. Aber lesen Sie selbst:

aus: Moskau Aktuell: Moskau: Moosbeerenzucht als Mittel gegen Waldbrand; 11.11.2010;
http://www.aktuell.ru/russland/news/moskau_moosbeerenzucht_als_mittel_gegen_waldbrand_28224.html

<Moskau. In den Gebieten rund um Moskau, die im Sommer besonders stark unter dem Waldbrand gelitten haben, sollen nun Moosbeeren gezüchtet werden. Die Firmen, die dort tätig sind, sollen sich zugleich um den Brandschutz für die Waldgebiete kümmern.


Bei Russland-Aktuell
• Heißer Sommer hat 56.000 Tote in Russland gefordert (26.10.2010)
• 1.200 Menschen nach Großbrand in Sibirien obdachlos (09.09.2010)
• Brjansk: Keine Strahlung aus den Wäldern aufgewirbelt (19.08.2010)
• Lösch-Jet Be-200: Russlands Feuerwehr im Tiefflug (13.08.2010)
• Wälder in Flammen, Qualm und Quallen in Moskau (04.08.2010)
Das Projekt stammt aus der Verwaltung des Moskauer Gebiets. Wie der stellvertretende Chef der Gebietsregierung Wassili Gromow mitteilte, werden einige Waldstücke in Moosbeeren-Plantagen umgewandelt.

Dies betreffe speziell die Landkreise Luchowizk und Jegorjewsk, kündigte er an. Die beiden Kreise waren im Sommer besonders stark von den Waldbränden betroffen.

Moosbeeren (im deutschen Handel meist als cranberry verkauft) wachsen in der kühl-gemäßigten Klimazone bevorzugt auf feuchten Böden. Als eine Maßnahme zur Verhütung von Waldbränden wurde die Flutung der Torffelder östlich von Moskau und die Rückverwandlung der Gebiete in die ursprüngliche Moorlandschaft vorgeschlagen.

(ab/.rufo/Moskau)>

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n-tv online, Logo

Herzl-Israel 3.12.2010: Waldbrand im Carmelgebirge bei Haifa - Israel fehlen die Feuerwehren

aus: n-tv online: "Das Feuer lachte uns aus" - Israel ohnmächtig im Flammenmeer; 3.12.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Israel-ohnmaechtig-im-Flammenmeer-article2068036.html

<Von Ulrich W. Sahm

Es ist eine der größten Katastrophen in der Geschichte des Landes. Nahe der Stadt Haifa steht das Carmelgebirge in Flammen. Zahlreiche Menschen sind bereits ums Leben gekommen, viele verletzt, Tausende evakuiert. Israels Feuerwehr ist nicht in der Lage, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Das Skelett eines völlig ausgebrannten Busses steht nahe des Kibbuz Beit Oren, der abgebrannt sein soll.

"Wir standen vor 50 Meter hohen Flammenmauern, und das Feuer lachte uns aus. Das ist kein Brand, sondern Krieg gegen einen Feind." So beschrieb Feuerwehroffizier Chezi Levi eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels. Das Carmelgebirge bei Haifa brennt lichterloh. Bis in die Morgenstunden wurden 42 Leichen zum pathologischen Institut in Abu Kabir gebracht, die meisten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. In Krankenhäusern kämpfen Schwerverletzte um ihr Leben, darunter auch die mythologische Kommandeurin der Polizei von Haifa, Ahuva Tomer. Sie war ins Feuer gefahren, um die Insassen eines lodernden Busses zu retten. Im Bus saßen Auszubildende eines Kurses für Gefängniswächter. Die 40 jungen Menschen, Frauen wie Männer, Juden und Drusen, wurden von Ramle zum Damun-Gefängnis geschickt, um dort einsitzende 250 jüdische und arabische Kleinverbrecher zu evakuieren. Angeblich konnten sie den brennenden Bus verlassen. Auf einer Lichtung verbrannten sie fest umklammert lebendigen Leibes.

Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar.

Auch am zweiten Tag des Großfeuers ist noch nicht die Zeit gekommen, um Bilanz zu ziehen. Das Feuer greift bei wechselnden Windrichtungen um sich, in Sprüngen von 50 Metern. "Wenn ein einziger Baum Feuer fängt, explodieren die Tannenzapfen und verstreuen das Flammenmeer innerhalb von Sekunden weiter", erzählt ein Augenzeuge. In der Nacht zum Freitag wurden 17.000 Menschen evakuiert, aus Vororten von Haifa, aus drusischen Dörfern im Carmelgebirge, aus mehreren Gefängnissen, einer Anstalt für Geisteskranke, Hotels und Kibbuzim. Den Kibbuz Beth Oren gibt es angeblich nicht mehr. Das weltberühmte Künstlerdorf Ein Hod ist akut gefährdet. Eine der schönsten Landschaften in ganz Israel, die "Kleine Schweiz" ist angeblich schwarz verrußt. Die Naturschutzgebiete werden 50 Jahre benötigen, um sich zu regenerieren. Niemand weiß, wie viele Tiere im Flammenmeer umgekommen sind. "Vögel und Säugetiere können sich vielleicht retten, nicht aber die Kriechtiere. Ein komplettes Ökosystem wurde zerstört", erklärte eine Mitarbeiterin des Chai-Bar, wo verletzte Tiere gesund gepflegt wurden. Die Vögel konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Säugetiere wurden zu einer Waldlichtung geführt, wo sie von Flammen umgeben sind. Das Feuer sprang auch über eine Autobahn, sodass Haifa von Tel Aviv abgeschnitten ist.

Feuerwehr nicht ausgerüstet

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief die Weltgemeinschaft auf, dem hilflosen und ohnmächtigen Israel zu helfen. Im ganzen Land gibt es nur 1700 professionelle Feuerwehrmänner und keine großen Löschflugzeuge. Zypern sendete seinen einzigen Löschhubschrauber. Griechenland, Italien, Bulgarien, Spanien, Kroatien schickten Verstärkung. Sogar die Türkei versprach infolge einer deutschen Aufforderung Hilfe. Aus Bulgarien flogen 92 Feuerwehrmänner ein. Netanjahu telefonierte mit dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin, der ebenfalls drei Flugzeuge schickte, darunter eine Illjuschin 76, das größte und effektivste Löschflugzeug der Welt. Es kann mehrere Tonnen Wasser aus dem nahegelegenen Mittelmeer im Fluge tanken und Minuten später großflächig über die Feuerherde verspritzen. Jordanien schickte zwei Löschzüge und auch Ägypten bot Hilfe an. Ausdrücklich bedankte sich Netanjahu beim türkischen Ministerpräsidenten Tayip Erdogan für die Entsendung von zwei Hubschraubern.

Israel hat nicht genug Feuerwehrmänner, um die Brände alleine in den Griff zu kriegen.

Die Meteorologen schütten weiteres Öl in das Gefühl der Hilflosigkeit. Seit dem Frühjahr hat es nicht mehr geregnet. Das Gestrüpp und die Bäume sind durch den langen Sommer ausgetrocknet. Für das Wochenende ist weiterer Föhn mit wechselnden Windrichtungen und Sturmböen angesagt. Frühestens am Montag könnte es abkühlen und vielleicht sogar regnen. Das Feuer brach am Donnerstag um 11:25 Uhr in einem Tal beim drusischen Dorf Usfijeh aus, konnte nicht gelöscht werden und breitete sich dann unkontrolliert in Windeseile aus. Noch ist unbekannt, was das Feuer auslöste: Brandstiftung oder Unachtsamkeit. Der Bürgermeister von Usfije, Wadschi Kajuf, dementierte, dass von einer "illegalen Müllkippe" am Rande von Usfije das Feuer ausgegangen sei: "Die Müllkippe gibt es noch, völlig unverbrannt." Der eigentlich Verantwortliche, Innenminister Eli Ischai von der frommen Schasspartei, schweigt bisher. Ihm untersteht die Feuerwehr. Trotz Raketenbeschuss und Waldbränden während des Libanonkrieges im Sommer 2006 habe er nicht für den Ankauf von Löschflugzeugen gesorgt und die Feuerwehr mit modernen Geräten ausgestattet. Zuletzt gingen Israel sogar die Reserven feuerhemmender Chemikalien aus. Ein El-Al-Flugzeug brachte Nachschub aus Toulouse in Südfrankreich.>


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Waldbrand in Israel 4.12.2010: Zwei Jugendliche machten ein Lagerfeuer - und liessen die Glut allein

aus: 20 minuten online: Fahrlässigkeit: Zwei Junge wegen Brand in Haft; 4.12.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Zwei-Junge-wegen-Brand-in-Haft-11002423

<Campierende Jugendliche könnten schuld am tödlichen Grossbrand in Israel sein. Zwei Minderjährige sind festgenommen worden. Die internationale Hilfe ist unterdessen voll angelaufen.

Die Polizei verdächtigt zwei 16-Jährige, den Grossbrand in Israel durch Fahrlässigkeit ausgelöst zu haben. Die beiden Brüder wurden festgenommen. Sie sollen am Donnerstag in der Nähe ihres Elternhauses im von Drusen bewohnten Dorf Usufija im Karmel-Gebirge ein Lagerfeuer angezündet haben. Allerdings handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nicht um Brandstiftung, sondern einen Fall von Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit.

Als Folge des grössten Waldbrandes in der Geschichte Israels kamen nach Angaben von Polizeisprecher Mickey Rosenfeld bislang mindestens 41 Menschen ums Leben. Das israelische Radio sprach von 43 Toten. 17 000 Menschen flüchteten laut Rosenfeld vor dem Feuer. Allerdings hätten die Bewohner von vier Dörfern und einem Vorort der Grossstadt Haifa am Samstagabend zurückkehren dürfen.

Noch nicht unter Kontrolle

Das Feuer griff am Samstag weiter um sich. Den mehr als 3000 Feuerwehrleuten und Soldaten gelang es auch am dritten Tag nicht, sechs grosse Brandherde unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 40 Quadratkilometer - das ist nach Angaben von Rosenfeld rund ein Viertel der Fläche des Karmel-Gebirges - mit vier Millionen Bäumen wurden bislang durch die Flammen vernichtet.

Das Feuer bedrohte auch Usufija. Der Internetdienst «ynet.com» berichtete, dass Bürger die Bäume um ihre Häuser herum fällten, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Dagegen verbuchten die Feuerwehrleute und Soldaten auch einen grossen Erfolg. Sie stoppten das Feuer rund einen Kilometer vor Denija, einem Vorort Haifas.

Auch an einigen anderen Stellen schwächte sich das Feuer Stellen ab. Bis der letzte Brandherd vollständig gelöscht sei, könnten jedoch noch Tage vergehen, sagte der Minister für innere Sicherheit, Jizchak Aharonovitch, in Haifa.

Hilfe auch aus der Schweiz

Angesichts der Katastrophe erhalten die israelischen Rettungskräfte internationale Hilfe. Zehn Löschflugzeuge sowie drei Helikopter seien bereits aus Frankreich, Griechenland, Russland, der Türkei und Zypern eingetroffen, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. 15 weitere Flugzeuge würden noch erwartet.

Darüber hinaus will Israel eine umgebaute Boeing 747 leasen, wie sie auch bei der Bekämpfung von Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien eingesetzt wird. Der «Evergreen Supertanker» kann den Angaben zufolge bis zu 80 Tonnen Löschmittel fassen und auch während der Nachtstunden fliegen.

Auch die Schweiz hilft: Der Bundesrat beschloss am Freitag, drei Helikopter, Einsatzkräfte und Material nach Israel zu schicken. Ein Vorausdetachement befand sich am Samstag bereits vor Ort, die Helikopter sollten am Sonntag einsatzbereit sein.

Netanjahu bedankte sich für die grosse internationale Unterstützung. «Die israelische Nation steht zusammen, und viele Länder der Welt stehen an der Seite Israels», sagte er. Der Regierungschef hatte sich das ganze Ausmass der Schäden am Samstag aus einem Helikopter angesehen.

(sda)>

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Israel 5.12.2010: <«Little Switzerland» ist abgebrannt> - bewaldete Gebiete haben bis zu 3 Grad weniger Durchschnittstemperatur

In Israel ist ein Waldstück abgebrannt, das mit schweizer Hilfe entstanden ist. Nun wird es wieder entstehen. Dabei fällt die Bemerkung, dass bewaldete Gebiete bis zu 3 Grad weniger Durchschnittstemperatur haben. Wieso setzen die arabischen Länder nicht auch auf die Aufforstung der Wüste? Weil dort der Pioniergeist fehlt. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Feuerhölle in Israel: "Little Switzerland" ist abgebrant; 5.12.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/23539732

<von Andy Fischer - Das Gebiet des heutigen Israels war Anfang des 20. Jahrhunderts so gut wie kahl. Inzwischen wurden rund 240 Millionen Bäume gepflanzt, was das Heilige Land zur grünen Lunge des Nahen Ostens gemacht hat.

Jariv Sultan*, Sie fördern von der Schweiz aus die Aufforstung Israels. Der Brand im ­Karmel-Gebirge muss für Sie eine Katastrophe sein.
Jariv Sultan: Nicht nur für mich. Für das ganze Land und für viele Spender rund um den Globus. Seit Donnerstag ist der Brand das Thema Nummer 1 für meine Landsleute. Jeder ­Israeli hat schon einen Baum gepflanzt oder zumindest das Geld dafür gespendet.

Wald hat in Israel eine grössere Bedeutung als bei uns.
Auf jeden Fall. Fünf Millionen Bäume verbrannten. Darunter ein Waldstück, das im ganzen Land als «Little Switzerland» bekannt und beliebt war, weil es von Schweizern ­finanziert wurde. Jetzt ist alles Asche.

Was unternehmen Sie, wenn das Feuer gelöscht ist?
Wir werden aus der Asche ­wieder Wald machen. Die Bäume wurden von unseren Eltern und Grosseltern gepflanzt. Wir sind das ihnen und dem Land schuldig.

Welchen Einfluss hat der künstlich angelegte Wald auf das Klima in Israel?
Studien zeigen, dass die Temperaturen in bewaldeten Gebieten bis zu drei Grad tiefer liegen als im übrigen Land. Für ein heisses Land wie Israel ist das enorm wichtig. Zudem hat der Wald auch einen ­positiven Einfluss auf das Ökosystem.


www.kklschweiz.ch


*Jariv Sultan ist Geschäftsführer der Schweizer Sektion des Vereins Keren Kayemeth Leisrael. Die Organi­sation fördert die Baumpflanzung in Israel.>


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6.12.2010: <Klimawandel: Erderwärmung entfacht immer mehr Flächenbrände>

Je mehr Hitze, desto mehr Waldbrände, desto mehr Treibhausgase - und immer mehr Hitze und Waldbrände und Treibhausgase. Die Welt verbrennt. und kommt aus dem Teufelskreis nicht heraus. Eine Ursache wird aber nicht genannt: die Vernichtung der Auenwälder, die Waldbrände gezielt einschränken könnten.  Aber lesen Sie selbst:

aus: Welt online; 6.12.2010
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article11428453/Erderwaermung-entfacht-immer-mehr-Flaechenbraende.html

<Forscher belegen die Zunahme von Bränden durch den Klimawandel, wobei wiederum Unmengen klimaschädliche Gase entstehen – ein klassischer Teufelskreis.

Der Klimawandel droht auf der Nordhalbkugel in einen klassischen Teufelskreis zu münden. Wie Biologen im Magazin "Nature Geoscience" warnen, sorgt die Erderwärmung in den nördlichen Breiten für immer größere und heftigere Flächenbrände. Die Feuer setzen auch den tief im Boden gebundenen Kohlenstoff frei und pumpen damit wesentlich größere Mengen klimaschädlicher Gase in die Atmosphäre als bisher angenommen. Damit kurbeln sie den Treibhauseffekt noch stärker an.

Hitze löste schlimmste Waldbrände seit Jahren aus.

Das Forscherteam um die Biologin Merritt Turetsky von der kanadischen Universität Guelph untersuchte die Wald- und Torffeuer in Alaska seit den 1950er Jahren. Resultat: Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die verbrannte Fläche verdoppelt.

Damit nicht genug: Zudem analysierten die Wissenschaftler fast 180 Fichtenwald- und Moorareale, auf denen kurz vorher Feuer gewütet hatten. Je weiter die Brände um sich griffen, desto tiefer fraßen sie sich auch in die Erde, teilweise fast 30 Zentimeter – mit gravierenden Folgen. Denn in den Böden hat sich im Lauf der Jahrtausende enorm viel Pflanzenmaterial abgelagert. Die Feuer setzen diese ungeheuren Mengen Kohlenstoff schlagartig frei.

„Bei Großfeuern denken die meisten Menschen an brennende Bäume, aber ein Waldbrand nährt sich vor allem von Pflanzenresten, Moos und den im Boden gelagerten organischen Stoffen„, erläutert Turetsky. „Diese Ergebnisse sind deshalb so beunruhigend, weil etwa die Hälfte des weltweit in Böden gebundenen Kohlenstoffs im nördlichen Permafrostboden und in Mooren steckt."

Die Großbrände schädigen nicht nur die Natur, sondern auch ganz direkt die menschliche Gesundheit: Denn der Rauch enthält mit Quecksilber und Feinstaub reichlich Stoffe, die Atembeschwerden verursachen. „Wir hoffen, dass die Menschen den Ernst des Klimawandels für die nördlichen Regionen und die dort lebenden Menschen erkennen", sagt Turetsky, auch mit Blick auf den Weltklimagipfel im mexikanischen Cancun.

Die Studie belege, so die Biologin, dass das Szenario des Klimawandels zu eskalieren drohe: „Die Erwärmung führt zu größeren und heftigeren Feuern, die mehr Treibhausgase freisetzen und noch höhere Temperaturen verursachen."

dapd/oc>

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Waldbrand in Israel 7.12.2010: Teenager (14) rauchte Wasserpfeife und schmiss dann glühende Kohlen in den Wald - so behauptet der Teenager

Eigenartig ist, dass ein Teenager Wasserpfeife geraucht haben soll. Wasserpfeifen gehören eigentlich eher zur muslimischen Kultur. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Teenager verhaftet: Wasserpfeife verursachte Waldbrand; 7.12.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/19185587

<
Nach den schwersten Waldbränden in der Geschichte Israels hat die Polizei einen 14-jährigen Jungen festgenommen. Er bezeichnete die Brände als Unfall.

Der Junge habe nach seiner Festnahme erklärt, er habe am Donnerstag vergangener Woche eine Wasserpfeife geraucht und brennende Kohlen in den Wald im Karmel-Gebirge geworfen, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Montag in Jerusalem. Er sei in Panik geflohen und in die Schule zurückgekehrt, ohne jemandem von dem Feuer zu erzählen.

Rosenfeld machte keine Angaben darüber, wie es zu der Festnahme kam und ob es weitere Verdächtige gibt. Zwei weitere Jugendliche stehen in Zusammenhang mit den Waldbränden, bei denen 42 Menschen ums Leben kamen, unter Hausarrest.

Polizeichefin gestorben

Die Polizeichefin von Haifa unterlag unterdesssen ihren schweren Brandwunden. Das Patrouillenfahrzeug der 52-jährigen Ahuwa Tomer war während der verheerenden Brände in einem Waldstück von den Flammen eingeschlossen worden. Sie begleitete am Donnerstag mit ihrem Wagen einen Transporter mit Vollzugspersonal, das eine Haftanstalt evakuieren sollte, als beide Fahrzeuge von den Flammen eingeschlossen wurden.

Die Feuer im Karmel-Gebirge, die erst am Sonntag unter Kontrolle gebracht werden konnten, haben für scharfe Kritik an einem als korrupt und ineffizient geltenden Regierungsapparat gesorgt. Bereits 2006 beklagte ein offizieller Bericht den schlechten Zustand israelischen Feuerwehren. Stunden nach Ausbruch der Brände gingen die Chemikalien zur Brandbekämpfung zur Neige, zudem standen keine Löschflugzeuge zur Verfügung.

Wald für drei Jahrzehnte zerstört

Das Feuer hat nach Angaben der Forstbehörde mehr als fünf Millionen Bäume auf einer rund 50 Quadratkilometer grossen Fläche vernichtet. Sie ist etwa eineinhalb Mal so gross wie der Kanton Basel-Stadt. Es wird nach Angaben der Universität Haifa mindestens drei Jahrzehnte dauern, bis der Wald wieder so aussieht wie zuvor. Für Israel, dessen Territorium nur zu etwa sieben Prozent von Wald bedeckt ist, kamen die Brände einer Katastrophe gleich.

Die 17.000 Anwohner, die evakuiert worden waren, konnten inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. Etwa 250 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Laut in der israelischen Presse zitierten Regierungsangaben belaufen sich die Kosten der Katastrophe auf rund 500 Millionen Franken.

(pbl/sda/dapd)>

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Basler Zeitung online, Logo

Schweiz 23.4.2011: Helikopter können Waldbrand bei St. Moritz dank der Wasserleitungen für Schneekanonen schneller löschen

aus: Basler Zeitung online: Helikopter und Schneekanonen löschen Waldbrand bei St. Moritz; 23.4.2011;
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Helikopter-und-Schneekanonen-loeschen-Waldbrand-bei-St-Moritz/story/17034897

<In Celerina im Engadin entfachte sich ein rund 2000 Quadratmeter grosser Waldbrand. Mit viel Aufwand konnte das Feuer gelöscht werden.

Der Brand könnte eine Zigarette verursacht haben: Löschhelikopter im Einsatz oberhalb von Celerina.

Oberhalb von Celerina im Engadin hat am Freitag ein Stück Wald gebrannt. Eine Gondelbahn, die über das Gebiet führt, musste aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen. Den Brand könnte eine Zigarette verursacht haben, welche aus einer Gondel geworfen wurde.

Menschen und Gebäude waren nicht in Gefahr, teilten die Kantonspolizei Graubünden und die Bergbahnen Engadin St. Moritz mit. Der Brand brach um die Mittagszeit in einem schwer zugänglichen, steilen Gebiet aus. Erst am Abend gelang es den Einsatzkräften, das Feuer zu löschen.

Mit Beschneiungsanlagen gegen das Feuer

Im Einsatz waren sechzig Feuerwehrleute und drei Helikopter. Dabei wurden auch die Beschneiungsleitungen des Skigebietes Corviglia gebraucht. Diese wurden mit Wasser gefüllt. Anschliessend konnten die Löschhelikopter über die Leitungen betankt werden. Der Brand breitete sich auf rund 2000 Quadratmetern aus.

Über das Gebiet führt die Gondelbahn Celerina-Marguns. Kurz nach Ausbruch des Feuers wurden alle Gondeln in die Tal- und Bergstation gefahren. Das Seil lief ohne Gondeln weiter, um eine Überhitzung zu vermeiden. Auch die Talabfahrt nach Celerina musste geschlossen werden. Am Samstag wird wieder Normalbetrieb herrschen.

Als mögliche Ursache nimmt die Polizei das Wegwerfen von Rauchwaren aus der Gondelbahn an. In der ganzen Schweiz herrscht Trockenheit.

(mrs/sda)>


Vogelwelt am Waldteich
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29.4.2011: Waldbrand von Visp ist eine grosse Katastrophe, weil fast alles Schutzwald war

4 Wochen lang brannte der Wald bei Visp. Und die Konsequenzen sind gefährlich:

aus: Blick online: Waldbradn bei Visp: So schlimm ist die Katastrophe; 29.4.2011;
http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/schlimmer-als-leuk-171467

Fototexte:
<Der ganze Hang ist verkohlt: Hier drohen Felssturz und Aschelawinen. An einzelnen Orten ist die Feuerwehr immer noch im Einsatz. Es kann noch Tage dauern, bis der Brand vollständig gelöscht ist.>

<VISP VS - Die nüchternen Zahlen zum Waldbrand ob Visp beweisen: Den Kanton Wallis hat eine Riesen-Katastrophe getroffen.

Der Walliser Kreisförster Alban Brigger (42) ist schockiert. «Es ist haarsträubend hier oben», sagt Brigger zu Blick.ch. Er versucht sich einen Überblick über die Ausmasse des verheerenden Waldbrandes oberhalb von Visp zu verschaffen. Es sieht nicht gut aus: «Es ist alles vollständig abgebrannt.»

Es ist nicht der erste grosse Waldbrand im Wallis. Beim Brand von Leuk im Jahr 2003 brannte mehr Waldfläche ab als jetzt ob Visp. «Doch bei diesem wurde jetzt sogar noch mehr Schutzwald zerstört,» sagt der Sprecher der Walliser Kantonspolizei, Renato Kalbermatten, zu Blick.ch.

Dies sind die Zahlen zur Brandkatastrophe von Visp:
  • Zerstörte Waldfläche. Das Feuer vernichtete rund 120 Hektaren Wald. Schlimm: Fast alles war Schutzwald. Zum Vergleich: Der Brand von Leuk zerstörte rund 300 Hektaren Wald. Doch davon waren «nur» 70 Hektaren Schutzwald.
  • Grosseinsatz der Feuerwehr. Über den ganzen Tag verteilt standen bis zu 350 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt wurden sie von bis zu 35 Polizisten. Ausserdem standen 150 Armeegehörige in Alarmbereitschaft.
  • Riesen-Löschaktion. Die Lösch-Helis flogen pausenlos Einsätze. Und schütteten rund 2 Millionen Liter Wasser über dem brennenden Berg aus.
  • Millionen-Kosten. Weil praktisch der gesamte Schutzwald ob Visp zerstört wurde, drohen jetzt Steinschlag und Erdrutsche. Und im Winter Lawinen. Mit Verbauungen und Spezialnetzen muss der Hang sofort gesichert werden. Kreisförster Alban Brigger schätzt die Kosten auf 2,5 bis 3 Millionen Franken.
Bis aber der Schutzwald wieder nachgewachsen ist, gehts lange. Da macht Brigger sich keine Illusionen. Er weiss aus Erfahrung: Das geht 20 bis 50 Jahre. (snx) >

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n-tv online, Logo

Russland 25.5.2011: <90.000 Hektar Land in Flammen: Wälder in Russland brennen> wieder

aus: n-tv online; 25.5.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Waelder-in-Russland-brennen-article3420081.html

<Man hat die erschreckenden Bilder des Vorjahres noch im Gedächtnis: Auch dieses Jahr kämpft Russland wieder mit Waldbränden. 90.000 Hektar stehen in Ostrussland in Flammen. Auch aus Sibirien werden Brandherde gemeldet.

Die schweren Waldbrände in Russland breiten sich immer weiter aus. Allein im Osten des Landes standen am Mittwoch fast 90.000 Hektar Land in Flammen, wie die Agentur Itar-Tass meldete. Das entspricht etwa der Größe Berlins.

Auch aus anderen Teilen des größten Flächenlandes der Erde werden immer mehr Brandherde gemeldet, etwa aus Sibirien.

Im vergangenen Sommer verwüsteten die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte weite Flächen. Dutzende Menschen kamen ums Leben.

Besonders bedrohlich sei die Situation rund um die Siedlung Amga in der sibirischen Teilrepublik Jakutien, etwa 5000 Kilometer östlich von Moskau, hieß es.

dpa>

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26.5.2011: <Tausend Hektar Land zerstört: Grossbrand wütet auf Ibiza> - angeblich wegen eines "Smokers" eines Imkers

aus: n-tv online; 26.5.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Grossbrand-wuetet-auf-Ibiza-article3432636.html

<Auf der spanischen Urlaubsinsel Ibiza bricht der größte Brand in der Inselgeschichte aus. Mehr als 1000 Hektar, vor allem Wald- und Buschland, werden zerstört. Ein Imker wird festgenommen. Er soll einen Smoker fahrlässig benutzt haben.

Es war der größte Brand, den Ibiza je erlebt hat.

Beim größten Brand in der Geschichte Ibizas sind auf der spanischen Urlaubsinsel rund tausend Hektar Land zerstört worden. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, wurde ein 50-jähriger spanischer Imker festgenommen, der einen Rauchapparat für Bienen, einen sogenannten Smoker, unvorsichtig benutzt haben soll. Ihm droht nun ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit.

Das Feuer war am Mittwoch nahe der Stadt Sant Joan de Labritja im Norden der Insel ausgebrochen und zerstörte nach Behördenangaben "mindestens tausend Hektar Land". Rund 300 Helfer waren mit acht Helikoptern und drei Löschflugzeugen im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Zerstört wurde vor allem Wald- und Buschland.

Smoker werden von Imkern eingesetzt, um die Bienen zu beruhigen und so besser arbeiten zu können. Der aus einem Apparat austretende Rauch hat eine beruhigende Wirkung auf die Tiere, die dann seltener stechen, wenn der Imker am Bienenvolk arbeitet. Dem nun Festgenommenen wird vorgeworfen, den Smoker fahrlässig benutzt zu haben, dem Zivilschutz zufolge verlor er Funken, die den Brand auslösten.

AFP

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7.6.2011: <Moskau: Riesenbrände in Russland> - 3mal mehr Fläche brennt als vor einem Jahr

aus: 20 minuten online; 7.6.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/24330588

<Bei den schweren Waldbränden in Russland ­stehen bereits dreimal mehr Flächen in Flammen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Über 6000 Quadratkilometer seien von der Feuerwalze betroffen, teilte das Zivilschutzministerium in Moskau gestern mit. Das ist etwa die Fläche des Kantons Bern. Fast 5000 Feuerwehrmänner seien im Einsatz, berichtete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Besonders bedrohlich sei die Lage in der sibirischen Teilrepublik Jakutien, etwa 5000 Kilometer östlich von Moskau.

Im vergangenen Sommer verwüsteten die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte weite Flächen. Dutzende Menschen starben. In Sibirien waren gestern mehr als 20 000 Menschen ohne Strom, weil lodernde Flammen die Leitungen zerstört hatten. Dutzende Gefangene aus Haftanstalten der Region würden bei der Beseitigung der Schäden helfen, sagte ein Behördensprecher.

(20 Minuten)>

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22.6.2011: Die Asche nach Waldbränden enthält Zyanid, das das Wachstum neuer Pflanzen fördert

aus: Spiegel online: Gift in der Asche: Zyanid lässt verbrannte Landschaften blühen; 22.6.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,769775,00.html

<Nach Waldbränden sprießen rasch die ersten Pflanzen aus dem verkohlten Boden. Forscher haben in der Asche von Buschfeuern jetzt eine Substanz entdeckt, die das Wiedererblühen ermöglicht - bei Menschen wirkt sie giftig.

Zigtausende Buschfeuer vernichten jedes Jahr große Flächen Wald und Buschland - und viele Landschaften blühen nach einem Feuer erst richtig auf. Samen keimen nach Bränden, Nährstoffe werden freigesetzt. Die Flammen lichten den Wald, was vielen Pflanzen das Wachstum ermöglicht. Jetzt haben Forscher eine Substanz gefunden, die nach Feuersbrünsten für neues Leben sorgt: Zyanid.

Die Substanz wirkt bei Menschen schon in kleinen Mengen tödlich. Doch nach einem Waldbrand trägt sie dazu bei, neues Pflanzenleben entstehen zu lassen, berichten australische Forscher im Fachblatt "Nature Communications". Demnach enthält die Asche verbrannter Pflanzen eine Substanz, die bei Kontakt mit Wasser Zyanid freisetzt. Das Zyanid wirkt auf die Samen vieler Pflanzenarten als Signal zum Auskeimen. Dieser natürliche Mechanismus sorge dafür, dass sich nach großen Bränden die Vegetation schnell wieder erholt.

"In unserer Arbeit zeigen wir, dass beim Verbrennen von pflanzlichem Material Glyceronitril entsteht", schreiben Gavin Flematti und seine Kollegen von der University of Western Australia in Perth. "Diese Verbindung ist einige Jahre lang stabil, setzt aber unter geeigneten Bedingungen langsam Zyanid frei."

Mandelgeruch am Boden

Dass in der Asche verbrannter Pflanzen Stoffe enthalten sind, die das Keimen von Samen auslösen können, war bekannt. Eine dieser Substanzen, das sogenannte Karrikinolid, konnte bereits identifiziert werden. In Versuchen mit Samen verschiedener Pflanzen aus Australien, Südafrika und Nordamerika entdeckten die Forscher, dass eine weitere Substanz, das Glyceronitril, das Auskeimen stimuliert.

Glyceronitril entfaltet seine Wirkung aber indirekt: Beim Zerfall bilden sich die nach Bittermandeln riechende Blausäure und das daraus entstehende Zyanid, das für die Signalwirkung verantwortlich ist. Glyceronitril und verwandte Verbindungen entstehen aus stickstoffhaltigen Zuckern und wurden bei mehr als 3000 Pflanzenarten gefunden.

In Experimenten mit Samen der Kängurublume (Anigozanthos manglesii) konnten die Wissenschaftler zeigen, dass ein ständiger Kontakt mit geringen Konzentrationen oder ein nur dreistündiger Kontakt mit höheren Konzentrationen von Zyankali die Keimung in Gang setzen kann. Auf welche Weise der auch als Kaliumzyanid bekannte Stoff - der beim Menschen schon in einer Menge von etwa 140 Milligramm tödlich ist - auf die Samen wirkt, ist noch nicht geklärt.

Manche Pflanzensamen reagierten nur auf Zyanid, andere stärker auf Karrikinolid und einige auf beide Wirkstoffe gleichermaßen. Mit ihrer Untersuchung haben die Forscher eine bisher unbekannte Rolle des Zyanids in der Pflanzenökologie aufgedeckt. Das könnte erklären helfen, wie sich Pflanzen im Lauf der Evolution an großflächige Feuersbrünste angepasst haben.

boj/dapd>

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17.7.2011: <Israel: Waldbrand bedrohte Yad Vashem>

aus: 20 minuten online; 17.7.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Waldbrand-bedrohte-Yad-Vashem-11338533

<Yad Vashem wird von einem Waldbrand bedroht.

Ein Grossbrand im Jerusalemer Wald hat sich gefährlich der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem genähert. Die Brandursache ist noch unklar.

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel wird von einem Waldbrand bedroht. Am Abend gelang es den Rettungskräften jedoch, den Brand weitgehend unter Kontrolle zu bringen, wie Polizeisprecher Mickey Rosenfeld mitteilte.

«Es gibt noch drei kleinere Brandherde, aber insgesamt sind die Flammen unter Kontrolle», sagte er. Die Feuersbrunst hatte sich bis auf wenige hundert Meter der Gedenkstätte sowie dem Herzl-Berg genähert. Sechs Menschen hätten leichte Rauchverletzungen erlitten, sagte Rosenfeld.

Es bestehe keine Gefahr für die Gebäude und Gedenkeinrichtungen von Yad Vashem, sagte der Polizeisprecher. Die meisten Mitarbeiter sowie Besucher seien in Sicherheit gebracht worden. Die Einrichtung gilt als wichtigste Gedenkstätte Israels an die Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten. In Yad Vashem werden zahlreiche Erinnerungsstücke von unersetzlichem Wert aufbewahrt.

Hunderte Helfer im Einsatz

Hunderte von Polizisten und Feuerwehrmännern seien weiter im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen, sagte Rosenfeld. Die zentrale Zufahrtsstrasse nach Yad Vashem sei gesperrt worden. Auch Löschflugzeuge sowie ein Polizeihelikopter würden eingesetzt.

Ebenfalls in der Gegend gelegene Gaslager seien durch das Feuer nicht in Gefahr, betonte Rosenfeld. Die Brandursache sei noch unklar. In Israel herrscht Hochsommer mit extrem heissen Temperaturen, dadurch werden Brände begünstigt.

Die Sprecherin von Yad Vashem, Esti Yaari, harrte am Abend noch in der Einrichtung aus. «In Yad Vashem gibt es Gott sei dank keinerlei Brandschäden», sagte Yaari der Nachrichtenagentur dpa. «Es steigt immer noch viel Rauch in der Umgebung auf, aber nicht hier auf dem Gelände selbst.»

Im vergangenen Jahr waren bei der schlimmsten Feuersbrunst in der israelischen Geschichte im Karmel-Gebirge mehr als 40 Menschen getötet worden. Bei den tagelangen Bränden entstanden Millionenschäden und breite Waldgebiete wurden vernichtet.

(sda)>

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n-tv online, Logo

23.7.2011: Massnahme gegen Waldbrände in Russland: Trockengelegte Moore sollen wieder versumpfen

aus: n-tv online: Umwelt: Nach Waldbränden: Russlands Moore sollen wieder versumpfen; 23.7.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Nach-Waldbraenden-Russlands-Moore-sollen-wieder-versumpfen-article3880861.html

<Moskau (dpa) - Nach den dramatischen Waldbränden im vergangenen Sommer will Russland mit deutscher Hilfe das Feuerrisiko in den Gebieten um Moskau senken. Rund 41 500 Hektar einst trockengelegter Moore sollen wieder versumpft werden - angelegt ist das Projekt auf vier Jahre. Die Greifswalder Succow-Stiftung als Initiator übernimmt mit Experten der Universität die inhaltlichen und technischen Planungen. Das Abkommen wurde bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen Anfang der Woche in Hannover unterzeichnet. Bei den Bränden im vergangenen Jahr starben mehr als 50 Menschen.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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20 minuten online, Logo

Süd-Chile 30.12.2011: Waldbrand im Nationalpartk "Torres del Paine" - pro Tag werden 1500 bis 2000 Hektaren Wald zerstört - und die Piñera-Regierung hat bisher kaum etwas getan

aus: 20 minuten online: Torres del Paine: Brand in Chiles Naturpark ausser Kontrolle; 30.12.2011;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/27415937

<Die Feuersbrunst in Chiles Nationalpark Torres del Paine ist nicht zu stoppen. Bereits sind 8500 Hektar Land zerstört. Präsident Sebastián Piñera hat den Notstand erklärt.

Ein Waldbrand im südchilenischen Nationalpark Torres del Paine ist ausser Kontrolle geraten. Fast 8500 Hektar Wald seien bereits zerstört, gab Chiles Staatschef Sebastián Piñera am Freitag bekannt.

Die Regierung rief für die Provinz Nueva Esperanza, in der sich der Park befindet, den Notstand aus. Der Park gilt als einer der bekanntesten Nationalparks in Chile.

Rund 300 Feuerwehrmänner kämpfen gegen das Feuer, das am Dienstag um den See Grey entstand. Weitere 100 Mann sollen nach Angaben der Regierung am Samstag hinzukommen.

Piñera erklärte, es sei bereits Kontakt zu Argentinien, den USA und Australien aufgenommen worden, um Unterstützung bei der Brandbekämpfung anzufordern. Die bergige Landschaft und die Windböen von bis zu 100 Stundenkilometer erschweren die Versuche, das Feuer zu löschen.

«Die Situation ist vollkommen ausser Kontrolle geraten», sagte der Vorsitzende der NGO Acción Ecológica, Luis Mariano Rendón, der Nachrichtenagentur DPA. Regen sei die einzige Hoffnung.

Trotz des Verbots, in den Park einzutreten, wollen Umweltschützer eine zusätzliche Feuerwehrbrigade bilden, erklärte Rendón. Mehrere Umwelt-Organisationen kritisierten die Regierung wegen angeblicher Untätigkeit. Der Brand zerstört täglich zwischen 1500 und 2000 Hektar Wald. Als Ursache wird Fahrlässigkeit von Besuchern vermutet.

In dem 2400 Quadratkilometer grossen Naturpark leben unter anderem Kondore und Guanakos sowie die äusserst scheuen und vom Aussterben bedrohten Anden-Rehe.

Torres del Paine wird jährlich von 120'000 Touristen besucht, die Wanderungen und Bergbesteigungen unternehmen. Nur 90 Kilometer nordöstlich vom chilenischen Park liegt das argentinische El Calafate mit dem Gletscher Perito Moreno.

(sda)>

Kommentar von Gast123: Die "EU-Demokratten"

<Griechenland, Spanien, Portugal. Die Testobjekte der EU-Demokratten. Deutschland ist auch bald dran.>

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Spiegel online, Logo

1.1.2012: <Waldbrand in Chile: Brennendes Klopapier löst Umweltkatastrophe aus>

aus: Spiegel online; 1.1.2012;
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,806608,00.html

<Mehr als 12.000 Hektar Wald sind zerstört: Ein verheerendes Feuer hat im chilenischen Nationalpark Torres del Paine massive Schäden angerichtet. Schuld soll ein Tourist sein, der ein Stück gebrauchtes Klopapier verbrennen wollte - jetzt wurde er verhaftet.

Santiago de Chile - Weil ein Tourist sein gebrauchtes Klopapier verbrennen wollte, greift im chilenischen Nationalpark Torres del Paine ein verheerender Waldbrand um sich. Inzwischen sei eine Fläche von über 12.560 Hektar (125 Quadratkilometer) zerstört worden, schätzte die Katastrophenschutz-Behörde Onemi. Drei der sechs Feuerfronten konnten am Samstag aber unter Kontrolle gebracht werden, sagte Onemi-Leiter Vicente Núñez. Am Freitag hatte die Regierung den Notstand für die betroffene Region ausgerufen.

Ein 23-jähriger israelischer Tourist wurde als mutmaßlicher Täter wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen. Er hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Park gebrauchtes Klopapier verbrennen wollen, berichtete der Fernsehsender 24 Horas. Auf diese Weise werden in vielen Naturschutzgebieten auch kleine Mengen anderer Abfälle entsorgt.

Der malerisch gelegene Park Torres del Paine ("Himmels-Türme") war 1978 von der Unesco zum Biosphären-Reservat erklärt worden. Er wird jährlich von 120.000 Touristen besucht und ist vor allem bei Wanderern, Bergsteigern und Fotografen beliebt. Nur 90 Kilometer nordöstlich liegt die argentinische Ortschaft El Calafate mit dem Gletscher Perito Moreno.

Wind behinderte die Löscharbeiten

Das Feuer brach am Dienstag in der Nähe des Grey-Sees aus. Das bergige Gelände und ein starker Wind hatten die Löscharbeiten bislang behindert. Erst nach einem leichten Regen am Freitag schwächte der Wind ab. Dies ermöglichte am Wochenende den Einsatz eines Löschhubschraubers. Insgesamt mehr als 550 Feuerwehrmänner und Helfer aus Chile und Argentinien kämpfen gegen den Waldbrand.

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera erklärte die Gegend zum Katastrophengebiet. Zugleich bat er im Kampf gegen die Flammen um internationale Hilfe aus den USA, Australien sowie dem benachbarten Argentinien.

Es werde 30 bis 50 Jahre dauern, bis die betroffene Naturlandschaft sich erholt habe, zitierte die Zeitung "La Tercera" Umweltministerin María Ignacia Benítez. In dem 2400 Quadratkilometer großen Naturpark leben unter anderem Kondore und Guanakos sowie die äußerst scheuen und vom Aussterben bedrohten Anden-Rehe. Parkwächter versuchten, eine Gruppe von 20 bis 30 der Tiere abseits der Flammen zu halten, erklärte Benítez. Bei einem Bestand von 1200 dieser Rehe in ganz Chile und Argentinien handele es sich um eine sehr bedeutende Anzahl.

sto/dpa/AP>


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New Mexico ("USA") 25.4.2012: Waldbrand durch Klopapier

aus: n-tv online: Brände: Waldbrand durch angezündetes Klopapier - Millionenstrafe; 25.4.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Waldbrand-durch-angezuendetes-Klopapier-Millionenstrafe-article6115666.html

<San Francisco (dpa) - Ein Amerikaner, der beim Camping sein Klopapier verbrannt und damit einen Waldbrand ausgelöst hat, muss Medienberichten zufolge eine Millionenstrafe zahlen. Ein Gericht im US-Staat New Mexico habe den 30 Jahre alten Texaner zur Zahlung von mehr als 2,6 Millionen Dollar verurteilt, berichtet eine lokale Zeitung. Zudem habe er eine fünfjährige Bewährungsstrafe bekommen und müsse Sozialdienste ableisten. Durch den Waldbrand waren im April 2011 auch mehrere Gebäude beschädigt worden.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Bayreuth-Hof 28.4.2012: Die Dampflok war's: <Brände: Dampflokomotive speit Feuer und entfacht Brände>

aus: n-tv online; 28.4.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Dampflokomotive-speit-Feuer-und-entfacht-Braende-article6141421.html

<Hof (dpa) - Eine historische Dampflokomotive hat am Abend auf einer Sonderfahrt von Bayreuth nach Hof buchstäblich Feuer gespien und mehrere Brände entfacht. Entlang der Bahnstrecke wurden nach und nach Brandherde gemeldet. Der weitere Zugverkehr musste daraufhin für rund drei Stunden eingestellt werden. Feuerwehrleute löschten die Flammen. Ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um nach Glutnestern zu suchen. Vermutlich hatte Funkenflug der Dampflokomotive die Feuer entfacht. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Lokführer wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Colorado ("USA") 15.6.2012: <200 Quadratkilometer Land zerstört: Buschfeuer breiten sich aus> - zu wenig Löschfahrzeuge

aus: n-tv online; 15.6.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/Buschfeuer-breiten-sich-aus-article6513801.html

<Selten gab es im US-Staat Colorado derartige Waldbrände: Die Feuerwehr hat nur einen Bruchteil im Griff. Es gebe zu wenige Löschflugzeuge, beklagt ein Experte. Die Flammen wüten ungehemmt weiter und vernichten bisher eine Fläche von 200 Quadratkilometern.

Hunderte Feuerwehrleute haben weiter versucht, die verheerenden Waldbrände im Südwesten der USA unter Kontrolle zu bringen. Im Bundesstaat Colorado zerstörten die Flammen bereits eine Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern, wie die Forstverwaltung mitteilte. Das entspricht in etwa der Fläche des Stadtgebiets von Stuttgart. Die Waldbrände gelten als die drittgrößten in der Geschichte des Staates. Tausende Menschen mussten vor den Bränden fliehen und ihre Häuser zurücklassen.

"Mir bricht das Herz. Es ist, als ob ich ein Familienmitglied verliere", zitierte die lokale Zeitung "Quad City Times" den Besitzer einer Ausflugs-Hütte im Norden Colorados. Das Blockhaus wurde diese Woche von den Flammen zerstört.

Ausgerüstet mit mehreren Löschflugzeugen sind in der Region, unweit der Stadt Fort Collins, mehr als 1300 Feuerwehrleute im Einsatz. "Wenn wir solche großen Waldbrände haben, gibt es einfach nicht genügend Löschflugzeuge", beklagte der Ex-Präsident des Internationalen Waldbrand-Verbands, Chuck Bushey, in der Zeitung "Houston Chronicle". Am Donnerstag hatte US-Präsident Barack Obama einen Vertrag über 24 Millionen US-Dollar (etwa 19 Millionen Euro) unterzeichnet, um die nationale Flotte künftig um sieben Löschflugzeuge zu erweitern.

Der Brand brach vor einer Woche aus. Die Behörden vermuten, dass ein Blitz die Katastrophe ausgelöst hat. Eine Frau starb, als die Flammen auf ihr Haus übergriffen. Wald- und Buschbrände sind für Colorado nicht ungewöhnlich. Jedoch nehmen sie selten derartige Ausmaße an. In der Region sind für das Wochenende Regenschauer angekündigt - aber auch starke Winde.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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20 minuten online, Logo

Region Valencia 1.7.2012: 450 km2 brennen - <Rauch- und Asche-Wolke: 3000 Spanier flüchten vor den Flammen>

aus: 20 minuten online; 1.7.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/24701968

<Einer der grössten Waldbrände seit Jahrzehnten hat in Ostspanien eine Umweltkatastrophe ausgelöst. Die Flammen vernichteten in der Region Valencia ganze Landstriche.

Nach Medienberichten vom Sonntag brannten etwa 450 Quadratkilometer Wald- und Buschland nieder. Hunderte Feuerwehrleute kämpften gegen die Feuer. 3000 Menschen flohen aus Angst vor den Flammen aus ihren Häusern. Weite Teile der Region lagen am Sonntag unter einer Wolke von Rauch und Asche. Mehrere Landstrassen wurden gesperrt.

Nahe Cortes da Palla im Osten des Landes breitete sich ein am Donnerstag ausgebrochenes Feuer nach Angaben der Regionalregierung bei hohen Temperaturen und starkem Wind rasch aus.

Zweites Feuer nahe Andilla

«Tausende Hektar» Wald seien den Flammen bislang zum Opfer gefallen, sagte ein Sprecher der Regionalbehörden. In spanischen Medien hiess es am Sonntag, dass bereits zwischen 30 000 und 45 000 Hektar verwüstet worden seien.

Ein zweites Feuer wütete nahe Andilla, ebenfalls in der ostspanischen Provinz Valencia. In der Region Barcelona waren 40 Löschzüge und vier Löschflugzeuge im Einsatz gegen einen Waldbrand nahe Prats del Rei.

Insgesamt waren am Sonntag rund 2000 Feuerwehrleute sowie 40 Löschflugzeuge und Helikopter in den Waldbrandgebieten im Einsatz, wie ein Sprecher der regionalen Rettungsdienste mitteilte. Die Brände seien weiter «aktiv» und breiteten sich weiter aus.

Unachtsamkeit als Ursache

Die Feuer waren an zwei verschiedenen Stellen vermutlich durch Unachtsamkeit entfacht worden. In der Gegend von Dos Aguas südwestlich von Valencia war ein Brand bei der Installation von Sonnenkollektoren ausgelöst worden. Zwei Arbeiter wurden festgenommen, später aber wieder auf freien Fuss gesetzt.

Das zweite Feuer in der Nähe von Andilla war ausgebrochen, als ein Landwirt ein Brachfeld niederbrennen wollte. Nach dem trockensten Winter seit 70 Jahren gibt es in Spanien in diesem Sommer besonders viele Wald- und Buschbrände. Am Samstag herrschten im Osten Temperaturen von bis zu 40 Grad.

(sda)>

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29.7.2012: Waldbrände haben auch ihren Sinn - aber die Menschen wissen das nicht mehr

aus: Welt online: Feuer bändigen: Macht des Infernos und Nutzen des Waldbrands; 29.7.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/article108400216/Macht-des-Infernos-und-Nutzen-des-Waldbrands.html

<Die Natur braucht Brände: Käfer legen ihre Eier am liebsten unter verkohlte Baumrinde, Samen keimen nur mit Rauch aus. Der Mensch aber hat den Umgang mit dem Feuer verlernt.

Von Pia Heinemann

Wenn Geoff King in der Abenddämmerung über sein Land zieht, könnte man ihn für einen Verrückten halten. Im Nordwesten Tasmaniens gehört ihm ein Stück Land, direkt an der schäumenden Küste. Sein Pick-up holpert durch die sandigen Spurrillen, über Büschel von trockenen Binsen, hin zur struppigen Hecke. Er will hier mal kurz für Ordnung sorgen, sagt er grinsend. Zückt ein Feuerzeug, kokelt an ein paar Ästen herum – und zündet damit die Hecke an. Die Flammen rasen durch die trockenen Zweige, ein Strauch brennt, dann das ganze Gebüsch.

Geoff King – ein Pyromane? King ist alles andere als das. Seit 1880 ist das Grundstück am Meer in Besitz seiner Familie. Zunächst war es Weidegrund, doch nun hat King es zu einem privaten Naturschutzareal mit Führungen umfunktioniert. Wallabys und Wombats, Schnabeligel und Tasmanische Teufel leben hier im "Kings Run".

King erklärt stolz die Spuren, die sie auf den Sandpisten hinterlassen. Erklärt die ökologischen Zusammenhänge seines Ökoparadieses. Und hier in Australien, erklärt er, gehört es eben auch dazu, ab und zu mal Feuer zu legen. Nur so kann King das Gelände vor der Verbuschung schützen – und hilft Pflanzen, die auf Feuer angewiesen sind, sich zu vermehren.

Rauch fördert Keimen von Samen

In vielen Regionen der Welt, in Australien, Afrika und Nordamerika, sind Waldbrände natürlich, gehören zu den Ökosystemen dazu. Tiere und Pflanzen haben sich auf die Hitze und den Rauch eingestellt. Die Samen der Banksia-Silberbäume in Australien, der Eukalyptus- und Mammutbäume und der Zypressen im Mittelmeerraum brauchen beispielsweise Feuer, damit die harte Schale ihrer Samenkapseln oder Zapfen platzt und sie keimen können. Forscher nennen diese "Feuerliebe" einzelner Arten Pyrophilie.

Nicht nur die Hitze, sondern auch der Rauch spielt dabei einer Rolle: Vor acht Jahren hat der australische Forscher Gavin Flematti von der University of Western Australia in Crawley ein paar Test mit dem "Räuchern" von Samen gemacht. Dabei stellte er fest, dass durch das im Rauch enthaltene Butenolid, das beim Verbrennen von Zellulose entsteht, das Keimen der Samen gefördert wird.

Rindenwanzen und bestimmte Prachtkäfer brauchen ebenfalls das Feuer, um sich zu vermehren. Alle diese Wechselwirkungen zwischen Feuer, Pflanzen und Tieren konnten sich im Laufe von Millionen von Jahren entwickeln. Die Erde war und ist ein Feuerplanet.

Ursache ist nicht nur das Wetter

Aber auch wenn viele Feuer natürlich sind und die Menschen in feuergefährdeten Regionen mit den Flammen längst umzugehen gelernt hatten, werden Brände zunehmend zum Problem. Derzeit etwa brennt es im Mittelmeerraum wieder, in Spanien, Kroatien und Mazedonien müssen Menschen evakuiert werden. Häuser, Felder und Vieh verbrennen.

In Nordamerika, Osteuropa, Russland und der Mittelmeerregion wird die Lage zunehmend kritisch. Allein im Mittelmeerraum brennt es jedes Jahr auf einer Fläche von rund 600.000 Hektar, in den USA auf ein bis zwei Millionen Hektar, in Russland auf bis zu 20 Millionen Hektar. Ursache der Brände ist aber nicht nur das extremer werdende Wetter mit Hitze, Trockenheit und blitzreiche Unwettern.

"Der Mensch hat im Grunde verlernt, mit dem Feuer umzugehen", sagt der Feuerökologe Johann Georg Goldammer vom Max-Planck-Institut für Chemie. "Das Feuer, das uns in der Evolution erst zu dem hat werden lassen, was wir heute sind, scheint langsam wieder unbeherrschbar für uns zu werden."

Brandanfälliger im Sommer

Dazu haben auch die vom Menschen verursachten Veränderungen der Kulturlandschaften geführt. "Ein Beispiel sind die Brände in Russland vor zwei Jahren", erklärt Goldammer, der das Global Fire Monitoring Center in Freiburg leitet. "In Europa und Osteuropa findet ja eine zunehmende Landflucht und Verstädterung statt. Die alten Kulturlandschaften auf dem Land werden dadurch nicht mehr so intensiv und pfleglich bewirtschaftet, sie liegen brach, weil in den Dörfern nur noch wenige, meist ältere Menschen leben. Die Landschaft verwildert."

So wird das Land, das über Generationen bestellt wurde, wieder von der Natur eingenommen – und ist in heißen, trockenen Sommern eben auch brandanfälliger.

Ein wenig ist das so wie bei Geoff King, der das Land seiner Familie vom Weideland, dass Rinder abgegrast haben, in eine von Wildtieren und -pflanzen zurückeroberte Fläche verwandelt hat. Würde er Kings Run nicht regelmäßig kontrolliert abbrennen, wäre es bald überwuchert. Eine Trockenperiode, ein Funke – und schon würde die Biomasse in Flammen stehen. Solche "heißen Feuer" sind zerstörerisch für die Natur – und bedrohen dann auch Häuser und Siedlungen.

Weniger Feuer nach trockenen Jahren

Doch was begünstigt Waldbrände? "Dafür gibt es mehrere Faktoren: das Wetter, die Menge von Brennmaterial und den zündenden Funken", sagt Goldammer, der seit den 70er-Jahren intensiv daran arbeitet, Brände der Vegetation besser zu verstehen – und Schäden durch ein angemessenes Feuermanagement möglichst gering zu halten.

Forschern ist längst klar, dass Trockenheit und Hitze allein nicht ausreichen, um eine Brandgefahr hervorzurufen. Es gehören auch Niederschläge als "Motor" dazu: Denn nur wenn es im Jahr vor einer Trockenperiode geregnet hat und Gräser und Sträucher in offen Landschaften und im Wald viel Biomasse produziert haben, ist überhaupt genügend Brennmaterial da, um größere Waldbrände entstehen zu lassen.

Wo weder trockenes Gras noch Laub herumliegen, kann sich nichts entzünden. "Statistisch ist es sogar so, dass nach einem trockenen Jahr weniger Feuer ausbrechen beziehungsweise die Feuer leichter zu kontrollieren sind." Wichtig ist auch dass Feuer bei regelmäßigem Auftreten in einem Ökosystem nicht zu "heiß" brennen.

Wenige Feuer vom Blitz ausgelöst

In den Prärien und Wäldern Nordamerikas sieht man dies sehr gut: Brennt alle zehn, zwanzig Jahre unter moderaten Wetterbedingungen ein Feuer, dann sinkt die Gefahr eines heißen, destruktiven Feuers in den Folgejahren.

Der Auslöser für Brände wird ebenfalls erforscht: "In Europa werden nur ein bis zwei Prozent aller Fälle von Waldbränden durch Blitzschläge ausgelöst." Natürlich kann man die Ursache eines Waldbrands nicht immer nachvollziehen. Klar sei aber, sagt Goldammer, dass in Europa 90 Prozent der Probleme verursachenden Brände durch Menschen ausgelöst werden – absichtlich oder unabsichtlich.

Meist ist Unachtsamkeit die Ursache. "Den ersten Platz nimmt wohl die Landwirtschaft ein. Durch heiße Maschinen oder Katalysatoren kann leicht einmal eine Wiese abbrennen. Auch bei Arbeiten im Wald können Funken entstehen, die unbemerkt Brände entfachen."

18 Millionen Euro Schaden in der Lüneburger Heide

Vor allem trägt das – eigentlich verbotene – Abbrennen abgeernteter Felder dazu bei, dass Brände außer Kontrolle geraten. "Es ist zwar gut, dass bei uns nach dem Gesetz nicht mehr jeder Landwirt seine Felder eigenmächtig abbrennen darf", sagt er "aber diese Verbannung des Feuers aus dem Alltag lässt es uns fremd werden."

Die rigiden Feuerbestimmungen sind historisch begründet. 1975 brannte die Lüneburger Heide. Bis zu 40 Meter hoch schossen die Flammen damals in die Luft, sogar aus dem Weltall, vom russischen Satelliten Meteor 22, war eine 250 Kilometer lange Rauchfahne zu sehen. Fünf Menschen kamen ums Leben, mehr als 7000 Hektar Wald wurden vernichtet. Zehn Tage lang brannte die Heide, 11.000 Soldaten und 15.000 Feuerwehrleute mussten helfen, und letztlich betrug die Schadenssumme 18 Millionen Euro.

Hinzu kamen die Schäden an der Natur durch das in den 1960er-Jahren weit um sich greifende "Flämmen" von Feldern und Ackerrainen. Das wilde "Flämmen" bedrohte wichtige Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten, die auf dem Rückzug vor der intensiven Landwirtschaft waren. Erst in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre erkannte man, dass die komplette Verbannung des Feuers aus der Kulturlandschaft doch nicht nur Gutes mit sich brachte.

Alltags-Landflucht und Wochenend-Stadtflucht

Durch den Rückgang der intensiven Landbewirtschaftung verwilderten die artenreichen Offenland-Standorte, und viele Pflanzen und Tierarten – vom Heidekraut bis zum Feuersalamander – verloren ihre Heimat.

Zwei gesellschaftliche Phänomene kommen in vielen Ländern Europas zusammen: die Alltags-Landflucht und die Wochend-Stadtflucht. Die ursprünglich bewirtschafteten Flächen auf dem Land liegen brach, verbuschen und sind feueranfällig. Diejenigen, die nur mal zum Wochenende rausfahren, bewirtschaften das Land nicht und sind den Umgang mit offenen Feuern nicht mehr gewöhnt.

Überall in Europa gibt es diesen Trend, vom Mittelmeer bis zum Ural. "In Frankreich muss deshalb um die Häuser in Risikolagen ein etwa 15 Meter breiter Korridor frei von Büschen und kleinen Sträuchern gehalten werden. Sonst werden diese Häuser nicht mehr versichert", sagt Goldammer. "Natürlich ist das ein Problem, da man ja im Sommer Schatten um das Haus herum haben möchte und keine kahle Brandschutzschneise."

Prophylaktische Feuer drosseln Energiepotenziel

Aber auch wenn Häuser aus Stein sind, können sie gut brennen: Funken werden durch die Klimaanlagen nach innen gesaugt, oder der Dachstuhl gerät in Brand.

Um die Gefahren durch die Verbuschung auch in Deutschland möglichst gering zu halten und wertvolle Offenlandschaften zu erhalten, geht das moderne Feuermanagement mittlerweile auch dazu über, auf ausgesuchten Flächen kontrolliert Pflegefeuer zu legen. "Heiden, Offenlandflächen, Rebböschungen in Weinbaugebieten wie etwa der Terrassenlandschaft am Kaiserstuhl werden so mittlerweile wieder regelmäßig mit Feuer gepflegt."

Während dies aus Gründen des Arten- und Landschaftsschutzes geschieht, hat das kontrollierte Brennen im Wald selbst einen anderen Grund: Prophylaktische Feuer verhindern den Aufbau eines zu großen Energiepotenzials. Unbeabsichtigte Feuer werden dann weniger zerstörerisch und können besser kontrolliert werden.

Erhöhte Verwundbarkeit

"Dass es mehr 'Problemfeuer' gibt, ist nicht nur eine Folge des Klimawandels, sondern des globalen Wandels insgesamt", weiß der Feuerökologe und fügt hinzu: "Neben den Veränderungen der traditionellen Kulturlandschaften und der schützenswerten natürlichen Ökosysteme ist es vor allem der Mensch, der sich zunehmend durch Feuer bedroht sieht und es tatsächlich auch ist.

Die Szenen dieser Tage in den USA und Südeuropa, mit Massenevakuierungen, vielen Toten und Schäden in Milliardenhöhe, sind Zeichen der erhöhten Verwundbarkeit aller – der von Mensch und Natur.">

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Politisch motivierte Waldbrände 3.10.2012: Al-Qaida ruft auf Webseiten zum Legen von Waldbränden in Europa auf

aus: Welt online: Russischer Geheimdienst: Führt al-Qaida in Europa einen "Wald-Dschihad”? 3.10.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article109609509/Fuehrt-al-Qaida-in-Europa-einen-Wald-Dschihad.html

<Der russische Geheimdienstchef Bortnikow vermutet hinter den Waldbränden in Europa das Terrornetzwerk al-Qaida. Zahlreiche islamistische Websites riefen zum "Wald-Dschihad” auf und gäben Tipps.

Nach Einschätzung des russischen Geheimdienstchefs Alexander Bortnikow ist das Terrornetzwerk al-Qaida nicht nur für extremistische Gewalt verantwortlich – sondern auch für Waldbrände in Europa.

Mittlerweile riefen zahlreiche islamistische Websites zum "Wald-Dschihad" auf und gäben Tipps, wie und wo es am einfachsten sei, Feuer zu legen und dann zu verschwinden, sagte der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

"Diese Methode erlaubt es, ohne große Vorbereitungen, technische Ausrüstung oder finanzielle Ausgaben einen enormen wirtschaftlichen und moralischen Schaden anzurichten", sagte Bortnikow, der sich auf einer internationalen Konferenz vor Polizei- und Geheimdienstchefs äußerte.

Länder wie Portugal und Spanien waren in diesem Jahr von verheerenden Waldbränden getroffen worden.

Mehrere Menschen wurden getötet, mehrere zehntausend Hektar Wald wurden zerstört.

AFP/sara>

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20 minuten online,
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Chile 25.4.2013: Wahrscheinlich Brandstiftung: <
Waldbrände in Chile: Inferno treibt Familien in die Flucht>

aus: 20 minuten online; 25.4.2013;
http://www.20min.ch/panorama/news/story/29030167

<Mindestens 60 Häuser sind in der chilenischen Grossstadt Valparaiso Opfer von Flammen geworden. Hinter den schweren Waldbränden wird Brandstiftung vermutet. 60 Hektaren Land sind bereits verbrannt. 150 Familien haben aus Angst vor den Flammen fluchtartig ihre Häuser verlassen. Die Waldbrände bei der Hafenstadt Valparaiso in Chile halten die Rettungskräfte auf Trab. Löschflugzeuge und Helikopter konnten den Flammen aber bisher nicht Herr werden. Währenddessen versuchen die Menschen ihr Hab und Gut zu retten. Nicht allen gelang dies: «Ich konnte nichts mehr in Sicherheit bringen. Nun suche ich meinen Sohn», erklärte ein Mann gegenüber lokalen Medien.

Präsident Sebastian Piñera stattete der Region am Dienstag einen Besuch ab und sicherte den Betroffenen seine Unterstützung zu. Bisher ist unklar, wie es zu den Waldbränden gekommen ist. Der Gouverneur von Valparaiso gab bekannt, dass Brandstiftung dahinter stecken könne.

(reuters/N24/pru)>

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n-tv
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Kalifornien 4.5.2013: Heftige Buchbrändenordwestlich von Los Angeles


aus: n-tv online: Selleck und Foxx fürchten um ihr Zuhause
: Über 4000 Häuser von Flammen bedroht; 4.5.2013;
http://www.n-tv.de/panorama/Ueber-4000-Haeuser-von-Flammen-bedroht-article10588296.html

<Der Flächenbrand greift auf Luxusvillen in Malibu über.

Extreme Hitze, Wind und Trockenheit fachen ein großflächiges Buschfeuer in Kalifornien an. Hunderte Bewohner sind evakuiert und in Notunterkünften untergebracht. In Kalifornien kommt es häufig zu Wald- und Buschbränden. In dieser Stärke treten sie jedoch normalerweise erst im Herbst und Winter auf.

Über tausend Feuerwehrleute kämpfen gegen Buschbrände in Kalifornien an. Trotz des Großeinsatzes sind 4000 Häuser von den Flammen bedroht. Am Freitag mussten die Feuerwehrleute bei 30 Grad Hitze gegen heftige Winde ankommen, die immer wieder die Brände anfachten. Nach Angaben der Behörden breiteten sich Flammen auf über 11.000 Hektar aus. Die Helfer machten aber Fortschritte. Am Freitagabend war das Feuer nordwestlich von Los Angeles zu 20 Prozent eingedämmt. Die Feuerwehr hoffte auf kühleres Wetter am Wochenende.

Hunderte Anwohner in dem betroffenen Hinterland des  Küstenortes Malibu sind vor den Flammen geflüchtet. Prominente Leute, darunter Schauspieler Tom Selleck und Jamie Foxx, hätten dort Grundstücke, berichtete die "LA Times". Luxusvillen mit Swimmingpools und große Ranch-Häuser in den Küstenbergen seien gefährdet. Luftaufnahmen der TV-Crews zeigten hohe Flammen, die große Anwesen in den Hügeln bedrohten. Schon am Donnerstag hatte die Polizei Anwohner aufgefordert, ihre Häuser vorsichtshalber zu räumen.

Verletzt wurde bisher niemand. Mehrere Dutzend Gebäude seien aber beschädigt worden, hieß es. Die Brandursache ist unbekannt. Die bisherigen Kosten zur Brandbekämpfung wurden auch über 1,6 Millionen Dollar geschätzt.

Einsatz für Feuerwehrmänner extrem gefährlich

Dichter Rauch und heftige Winde aus wechselnden Richtungen behinderten die Löscharbeiten. "Wir haben es mit sehr dramatischen Bedingungen zu tun, die sehr gefährlich für die Feuerwehrleute sind", sagte ein Sprecher der Bezirksfeuerwehr. Die Helfer hätten Mühe, sich den Flammen zu nähern und gleichzeitig einen sicheren Fluchtweg im Auge zu behalten: "Es ist schwer, etwas zu sehen. Das Atmen ist schwierig". Der berühmte Küstenhighway 1, der von vielen Touristen befahren wird, musste zeitweise gesperrt werden.

Es handelt sich um den ersten größeren Brand in diesem Frühjahr. Nach einem regenarmen Winter und nun ungewöhnlich hohen Temperaturen sind viele Regionen in Kalifornien ausgetrocknet. Gewöhnlich beginnt die Waldbrandsaison erst am Ende des Sommers.

Quelle: n-tv.de , dpa/AFP>

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