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Waldbrand. Meldungen (02)

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Leuk (Schweiz) 13.8.2013: Nach dem Waldbrand wachsen Pappeln, Weiden, Birken, und über 1500m Lärchen und Fichten

aus: Tagesanzeiger online: Der Leuker Wald zehn Jahre nach dem Brand; 13.8.2013,
Beim verheerenden Feuer oberhalb des Dorfes Leuk am 13. August 2003 war eine Fläche von 310 Hektaren Wald zerstört worden.

Fototexte:

<Langsam hat sich die Natur die abgebrannte Fläche in Leuk zurückerobert.

Mitten im abgebrannten Wald überlebte eine kleine Insel von Bäumen.

Inmitten der im Jahr 2003 verbrannten Nadelbäume sind Tausende junger Pappeln, Weiden und Birken gewachsen.

In Höhenlagen über 1500 m haben sich zahlreiche Lärchen und Fichten angesammelt. Bis sie vor Naturgefahren schützen, werden weitere 50 Jahre vergehen.

Nicht überall auf der Waldbrandfläche in Leuk verjüngt sich der Wald, an zahlreichen Stellen fehlen junge Bäume.
Recycling: Ein Teil der toten Bäume wurde zum Lawinenschutz gefällt. >

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n-tv
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Australien 23.10.2013: Übung auf Schiessplatz provoziert Buschbrand

aus: n-tv online:
Brände AustralienFeuerwehr: Australische Streitkräfte mitschuldig an Buschbränden;
http://www.n-tv.de/ticker/Feuerwehr-Australische-Streitkraefte-mitschuldig-an-Buschbraenden-article11592396.html

<Sydney (dpa) - Australische Soldaten haben nach Feuerwehrangaben eines der riesigen Feuer westlich von Sydney ausgelöst. Ursache sei eine Übung auf einem Schießplatz gewesen, hieß es. Die Untersuchung habe ergeben, dass der Einsatz explosiver Stoffe das Feuer auf dem Gelände vor einer Woche ausgelöst hat, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Bei dem Brand in den Blue Mountains wurden drei Häuser zerstört sowie 50 000 Hektar Wald verwüstet.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Wieso gibt es Munitionslager im Wald?

Russland aktuell, Logo

Russland 30.4.2014: <Waldbrand entzündet Munitionslager: 10 Tote in Sibirien>

aus: Russland aktuell; 30.4.2014;
http://www.aktuell.ru/russland/panorama/waldbrand_entzuendet_munitionslager_10_tote_in_sibirien_3787.html

<Tschita. Zu einer veritablen Katastrophe hat sich ein Waldbrand in Ostsibirien entwickelt: Das Feuer griff auf ein Munitionsdepot des Militärs über. Bei den heftigen Detonationen kamen zehn Menschen ums Leben.

Heftiger trockener Wind hatte den Waldbrand östlich von Tschita zu einer offenen Flammenwalze entfacht – und auf deren Weg lag ein Objekt, auf dem schon die Glut einer Zigarette enormes Unheil anrichten kann: ein Depot der russischen Armee für Sprengstoff und Minen.

Mindestens 20 heftige Explosionen erschütterten in der Nacht auf Mittwoch die Ortschaften rund um Bolschaja Tura an der transsibirischen Eisenbahn östlich von Tschita. Etwa 2000 Menschen mussten aus drei Dörfern evakuiert werden. Auch der Zugverkehr auf der Transsib-Strecke wurde vorübergehend gestoppt.



Zehn Personen, die auf dem Depotgelände arbeiteten, kamen um. Bei den Toten handelt es sich um zwei Militärangehörige und acht Zivilangestellte, die auf dem Areal als Arbeiter und Wachleute tätig waren. Nach Angaben eines Militärsprechers hatte der Kommandeur des Depots zusammen mit dem Soldaten versucht, seine von den Flammen eingeschlossenen Mitarbeiter mit einem Lastwagen aus dem sich rasend schnell entwickelnden Inferno herauszuholen.

Waghalsige Rettungsaktion - knapp gescheitert


„Ihm fehlten vielleicht 15 bis 20 Sekunden“, so der Sprecher. Das Fahrzeug sei noch 120 Meter vom sicheren Bereich entfernt gewesen, als es von einer Explosion erfasst wurde und ausbrannte.

Darüber hinaus erlitten 23 Personen Verletzungen. In den umliegenden Ortschaften wurden durch die Druckwellen der Explosionen Fenster eingedrückt und Dächer abgedeckt. Militär und Feuerwehr gelang es nach einigen Stunden, das Feuer auf dem Militärgelände unter Kontrolle zu bekommen.

Neben den bereits eingesetzten Hubschraubern und Flugzeugen wurden heute auch ferngesteuerte Roboter des Katastrophenschutzes zur Entschärfung von nicht detonierter Munition an den Brandort gebracht.

Verheerende Brände in Munitionslager kommen in Russland immer wieder vor. Viele der riesigen Depots - in denen zum Teil noch Altmunition aus Sowjetzeiten liegt - sind schlecht gesichert.

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Standard online, Logo

30.5.2014: <Italiens Ecomafia: Das blühende Geschäft mit dem Waldbrand> - Waldbrand als Beschäftigungspolitik

aus: Der Standard online; 30.5.2014;

http://derstandard.at/2000001670007/Italiens-Ecomafia-Das-bluehende-Geschaeft-mit-dem-Feuer

Die Mehrzahl der Brände auf der Apenninenhalbinsel ist auf lukrative Brandstiftung zurückzuführen.

Im gesamten Mittelmeerraum und in Italien im Besonderen sind die Waldbrände in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen. Zwar liegt Italien mit durchschnittlich knapp 4900 gezählten Bränden pro Jahr unter den Vergleichswerten beispielsweise von Spanien oder Portugal, doch 60 Prozent aller Brände sind auf der Apenninenhalbinsel auf Brandstiftungen, 35 Prozent auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Dies bedeutet, dass die Brandstifter in Italien mehr zum Unheil beitragen als sonst wo.

Die sogenannte Ecomafia ist nicht nur in den süditalienischen Regionen Sizilien und Kalabrien, die auch wetterbedingt am stärksten von Bränden betroffen sind, weitverbreitet. Auch an der ligurischen Küste und im Nordosten des Landes wurde in letzter Zeit wiederholt Alarm geschlagen, dass Bauspekulation hinter den Waldbränden steckt. Bauspekulationen sollen auch für den 2013 erfolgten Brand im Nationalpark Pollino in Kalabrien verantwortlich gewesen sein.

Der italienische Zivilschutz spricht von einem "blühenden Geschäft mit dem Feuer", das nicht nur Bauspekulanten, sondern auch der Aufforstung und der damit verbundenen Beschäftigungspolitik zugutekäme. Denn für die Aufforstung werden Arbeitslose aus der Region eingesetzt. In vielen Gegenden in Süditalien liegt die Arbeitslosigkeit bei über 40 Prozent. Jeder zweite Jugendliche ist ohne Job.

Großer ökologischer Schaden

Der ökologische Schaden durch die Waldbrände ist infolge der erhöhten Lawinen- und Erdrutschgefahr beachtlich. Rund 30 Prozent der Oberfläche Italiens wird von Wäldern bedeckt. Innerhalb der vergangenen dreißig Jahre wurden zwölf Prozent dieser Fläche durch Waldbrände zerstört. Der Umweltverband Lega Ambiente hat durch seine Aufklärungskampagnen "Spielt nicht mit dem Feuer" wesentlich zur Sensibilisierung der Bevölkerung beigetragen.

Nach Angaben des Präsidenten des Konsortiums Cineas, Alberto Bertani, liegt das Problem Italiens auch in der mangelnden Versicherungskultur und der fehlenden Gesetzgebung. Gegenüber anderen Ländern, in denen es beispielsweise obligatorische Versicherungen gegen Naturkatastrophen oder Brände gibt, werden in Italien nur "ad hoc" Gesetze gemacht.

Kaum Versicherungen

So war das etwa beim Erdbeben in L'Aquila oder in der Emilia-Romagna, wo erst nach der Katastrophe auf die Region zugeschnittene gesetzliche Maßnahmen erlassen wurden. Cineas, ein von Versicherern, lokalen Institutionen und Unternehmern gebildetes Konsortium, versucht durch eigene Kurse die Versicherungskultur zu fördern, um Risiken weitestmöglich auszuschalten. So bietet das Konsortium auch einen Masterkurs für "Environmental risk assessment and management an.

Was Waldbrände betrifft, so ist nur ein kleiner Teil der Wälder gegen Brand versichert. 70 Prozent aller Brände brachen zuletzt in privaten Wäldern aus. In 22 Prozent der Fälle waren Wälder betroffen, die von lokalen Körperschaften kontrolliert werden, acht Prozent waren Wälder im Staatsbesitz.

Selbst die privaten Waldbesitzer gehen kaum Versicherungen ein. Nur eine einzige Versicherungsgruppe im Land, Fata, ist auf Waldbrände spezialisiert. Der zuständige Manager bestätigt, dass es nur ein Dutzend Polizzen gibt. (Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, DER STANDARD, 31.5.2014)


Link

www.cineas.it>

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Pravda TV online, Logo

27.7.2015: Bäume können kommunizieren, sorgen und pflegen - Förster Peter Wohlleben: "Das geheime Leben der Bäume"
Das geheime Leben der Bäume (Videos)
http://www.pravda-tv.com/2015/07/das-geheime-leben-der-baeume-videos/

Buch: Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt von Peter Wohlleben

<Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt.

Ein neuer Blick auf alte Freunde!

Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr! – Der Förster Peter Wohlleben erzählt faszinierende Geschichten über die ungeahnten und höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Dazu zieht er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit dem Wald und schafft so eine aufregend neue Begegnung für die Leser: Wir schließen Bekanntschaft mit einem Lebewesen, das uns vertraut schien, uns aber hier erstmals in seiner ganzen Lebendigkeit vor Augen tritt. Und wir betreten eine völlig neue Welt …

Bäume! Nein, sie sind nicht „nur“ schöne, grüne Pflanzen, die uns an heißen Tagen Schatten spenden und unter denen wir uns bei einem Gewitter nicht aufhalten dürfen.

Was wissen wir überhaupt über sie?

[Buchen säugen, füttern und pflegen kranke Buchen - Wurzelspitzen haben gehirnähnliche Strukturen - 1 Hand voll Erde]

Wussten Sie, dass die Eiche ein Weichei ist und Buchen ihren Nachwuchs säugen und kranken Exemplaren helfen, indem sie sie „füttern“? Dass Wurzelspitzen gehirnähnliche Strukturen haben und sich somit die Frage stellt, ob Pflanzen denken können? Dass in einer Handvoll Walderde mehr Lebewesen stecken als es Menschen auf der Erde gibt? Dass Stadtbäume ein extrem hartes Leben haben? Als Hundebesitzer sollte einem letzteres bewusst sein, denn die Markierungen des Hundes verätzen die Rinde des Baumes und können zu seinem Absterben führen.

Wer liest, dass Bäume Gefühle haben und dass Baumeltern mit ihren Kindern zusammenleben, der geht mit einem anderen Bewusstsein in den Wald. Viel zu viele Menschen haben verlernt, die Kostbarkeit der Natur und der tierischen und pflanzlichen Lebewesen in ihr zu schätzen.

[Holzheizungen sind Mörderheizungen]

Alle die, die eine Pelletheizung oder einen Holzofen besitzen, könnten allerdings bei der Lektüre dieses Buches in Gewissenskonflikte geraten. Denn möchten Sie einem säugenden Buchenbaby die Jahrhunderte alte Mutter wegnehmen und fällen lassen, nur, damit Sie es Zuhause kuschelig warm haben?

[Bäume nehmen aufeinander Rücksicht bei der Astbildung]

Bäume können durchaus aufeinander Rücksicht nehmen. Wenn etwa zwei Bäume eng nebeneinander stehen, sieht man oft, dass nur dünne Äste in Richtung des anderen Baumes zeigen. Während nach allen anderen Seiten dicke Äste raumgreifend wachsen, um möglichst viele Blätter zum Einfangen des Sonnenlichts zu haben, tasten sich nur zarte Ästchen vorsichtig in Richtung des benachbarten Baumes vor. Keiner der Bäume will mit dem anderen in Konkurrenz treten, sondern beide achten rücksichtsvoll darauf, dass jeder genug Licht erhält, um gesund zu bleiben.

[Die Baumgemeinschaft bei Sturm]

– bei Unwetter und Sturm bilden Bäume oft eine Art Solidargemeinschaft. Wo ein einzelner Baum umfallen würde, stützen sich die Mitglieder eines intakten Buchenwaldes gegenseitig. Und zwar, indem sie durch ihre unterschiedlichen Kronen und Stämme auch unterschiedlich hin und her pendeln, gegeneinander schwanken, ihre Bewegungen damit abbremsen und somit ein Aufschaukeln und Umfallen verhindern.

[Duftbotschaften als Warnung gegen Schädlinge]

– Bäume können sich gegenseitig vor Schädlingen warnen und tun dies oft auch. Wenn z.B. eine Buche von Insekten befallen wird, warnt sie ihre Kollegen über Duftbotschaften. Diese können dann in Abwehrstellung gehen und Abwehrstoffe in der Rinde einlagern. In der afrikanischen Savanne gibt es eine Akazienart, die das Gas Ethylen ausstößt, wenn eine Gazelle ihre Blätter abfrißt. Damit warnt die Akazie ihre Nachbarn, die einen Stoff in ihre Blätter einlagern, der diese ungenießbar macht.

[Strassenbäume leiden unter Strassenlampen in der Nacht]

– Bäume leiden oft unter einer für sie ungünstigen Umgebung – genau wie wir Menschen. So ergeht es etwa Straßenbäumen, die neben einer Laterne stehen. So wie wir Menschen brauchen auch Bäume ihren Schlaf, um sich zu regenerieren. Das können sie aber nicht, wenn sie nachts unter Dauerbelichtung stehen. Sie leiden unter dem Schlafentzug – genau wie wir Menschen dies tun würden.

Fazit: Peter Wohlleben ist ein Autor, der es vermag, den Leser nicht nur zu unterhalten und zu faszinieren, sondern auch aufzurütteln. Er schärft ein Bewusstsein für die Natur und unsere Umwelt – und macht uns letztendlich so zu einem besseren Menschen. Das ist eine besondere Gabe und ein Geschenk, für das ich dem Autor danken möchte.

Das Buch verändert die Sichtweise auf Bäume und Pflanzen generell und wird sicher auch viele andere Leser zum Nachdenken anregen. Während bei Tieren inzwischen ein Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass diese oft leiden und unsere menschliche Rücksichtnahme benötigen, werden Bäume oft noch als reine Rohstofflieferanten angesehen – schließlich können sie ja nicht so fühlen wie Tiere. Aber was gibt uns das Recht, Bäume deshalb als Lebewesen unterer Art einzustufen? Oder wollen wir mit dieser scharfen Trennung zwischen Tier und Pflanze nur unser Gewissen manipulieren? Bäume können schließlich auch kommunizieren, genauso leiden wie Mensch oder Tier. Also verdienen sie auch genauso unsere Beachtung und Rücksichtnahme. Hierfür ein Bewusstsein zu erzeugen, ist das wichtige Verdienst des Buches.

Hier geht es zur Leseprobe.

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens. Hermann Hesse

Literatur:

Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt von Peter Wohlleben

Der Geist der Bäume: Eine ganzheitliche Sicht ihres unerkannten Wesens von Fred Hageneder

Bäume verstehen: Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäß pflegen von Peter Wohlleben

Quellen: PublicDomain/randomhouse.de vom 27.07.2015

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Epoch Times online, Logo

13.2.2016: Waldluft mit viel Sauerstoff provoziert "Hochgefühl":
Die Kraft der Bäume und das „Waldbaden“
http://www.epochtimes.de/gesundheit/ratgeber/die-kraft-der-baeume-und-das-waldbaden-a1306462.html


Die Wissenschaftler nennen es das „Waldbaden“, da man tatsächlich mit Körper und Seele zwischen den Bäumen und inmitten ihrer Kraft und Energie eintaucht.

Haben Sie sich mal Gedanken darüber gemacht, warum ein Spaziergang durch einen Wald so viel Kraft und Energie gibt? Ist es wirklich nur der Moment, den man sich schenkt, um den Alltag und dem Stress zu entfliehen? Oder ist es wirklich die Kraft der Bäume, die einem diese wohltuende „Kopfruhe“ schenkt? Es ist bei weitem sehr viel mehr. Es dreht sich alles um das Einatmen von organischen Substanzen und Ölen, die uns im Wald umgeben.

Diesem Phänomen sind viele Wissenschaftler in den letzten 20 Jahren nachgegangen und kamen zu folgendem Ergebnis:

Sie nennen es das „Waldbaden“, da man tatsächlich mit Körper und Seele zwischen den Bäumen und inmitten ihrer Kraft und Energie eintaucht. Dafür ist die vielseitige Biodiversität verantwortlich, die für uns einen großen Schatz an positiven und gesunden Mikrobakterien bereit hält, die nicht nur in uns  selber vorhanden sind, sondern auch aus den Bäumen und Blättern in die Luft gelangen, die wir dann einatmen. Sich der grünen Welt in den Wäldern auszusetzen, fördert unser physisches und psychisches Wohlergehen. Doch was sind hier genau die Mechanismen?

Waldluft

Besonders Waldluft ist reich an Sauerstoff, und es ist bekannt, dass reiner Sauerstoff ein Glücksgefühl in uns auslöst. Ein Spaziergang im Wald lässt die Stresshormone sinken, stärkt zudem das Immunsystem und kann auch helfen, Virenbakterien und sogar Tumorbildung abzuwehren.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es drei Stoffe gibt, die unseren Atmungsprozess positiv beeinflussen und uns dadurch glücklicher machen. Der erste sind die gesunden Bakterien, die unser System positiv beeinflussen. Das zweite ist die reiche Welt der Pflanzen, die ganz spezielle Öle absondern, die äußerst gesund für unser Blut sind. Nur ein sauerstoffreiches Blut ist ein gesundes Blut. Drittens die negativ geladenen Ionen, die aus den grünen Blättern in die Luft gelangen. All diese Prozesse helfen uns, sich besser zu fühlen, Energie zu tanken und gestärkt in den Alltag einzutauchen.

Denn von Geburt an umgeben uns nicht nur schlechte, sondern auch gute Bakterien. Sie sind überall zu finden und vor allen Dingen in der Luft, die wir ein Lebenlang ein und ausatmen. Unser gesamter Körper muss mit denen rund um die Uhr umgehen. Und je mehr wir uns in Gefilden bewegen, die all diese Komponenten aufweisen, umso glücklicher und gesünder fühlen wir uns nicht nur, sondern sind es auch.

Diese guten Bakterien sitzen auch im Darm, wo wir unser Essen zerkleinern, die guten Stoffe herausziehen und mithilfe dieser Bakterien den Rest ausscheiden. Auch die Welt der Pflanzen lebt von diesen guten Bakterien und ist damit in der Lage, zerstörende Mikroorganismen abzutöten.

Besonders Bäume sind in der Lage eine Bakterie abzugeben, die sich „Phytonzide“ nennt. Und genau um diese Bakterie handelt es sich, die uns Menschen gut tut, wenn wir einen Waldspaziergang unternehmen.

Der Baum- und Waldflüsterer Peter Wohlleben über „Das geheime Leben der Bäume“

Phytonzide

Das Wort bedeutet: „durch die Pflanze selbst ausgerottet“. Das heißt konkret,  dass diese Bakterie verhindert, dass der Baum von Insekten und Tieren angefressen wird und dann verrottet. Es gibt mehr als 5000 flüchtige Substanzen, die die Pflanzen vor schlechten Bakterien, Pilzen und Insekten schützen. Phytonzide arbeiten allerdings in einem ständigen Prozess, in dem sie das Wachstum der eingreifenden Organismen verhindern.

Mittlerweile werden diese Phytonzide auch in der ganzheitlichen Medizin und vor allen in der Aromatherapie für uns Menschen genutzt. Denn diese Bakterie wird hauptsächlich über die Atemwege eingenommen. Forscher fanden heraus, dass nach einem zweistündigen Waldspaziergang der Körper noch mindestens 7 Tage von dieser flüchtigen Substanz profitiert, die nur über die Atemwege eingenommen wird. Es sind diese speziellen Öle, die über die Bäume abgesondert werden, die wir dann über die Atemwege zu uns nehmen. Blutuntersuchungen haben ergeben, dass das Blut sauerstoffreicher und gesättigter war als bei denen, die sich den ganzen Tag nur in der Stadt aufhalten. Spazierengehen im Wald fördere dadurch sowohl die Entstehung von drei verschiedenen Anti-Krebs-Proteinen, als auch die Bildung ungewöhnlich hoher Mengen natürlicher Killerzellen, die ebenfalls dafür bekannt sind, Krebszellen aufzuspüren und diese zu attackieren.

Auch in der Psychologie hat man längst das positive Verhältnis zwischen Natur und psychischem Befinden erkannt. Es ist nicht nur die Ruhe die von dem Wald ausgeht, es sind auch tatsächlich diese speziellen mikrobiologischen Stoffe in der Luft, die unser Gehirn und damit auch unsere Psyche positiv beeinflussen. Besonders Kindern sollte man öfters einen Waldspaziergang schenken, denn gerade das Hirn des Kindes braucht in der Wachstumsphase diese speziellen Stoffe, die ausschließlich im Wald zu finden sind.

Ein Spaziergang im Wald bietet aber noch viel mehr. Das Spiel zwischen Licht und Schatten, die verschiedensten Geräusche, der Moment und die Möglichkeit in sich selbst hinein zu horchen, all das fördert die Gesundheit und der Wald sollte viel mehr als eine Insel gesehen werden, auf die man sich öfter begeben sollte. Diese kostbare Natur zu respektieren und zu wahren, das sollte uns allen wichtig sein.

Diese Erkenntnis hatte Goethe bereits vor über 200 Jahren.

Ich ging im Walde so vor mich hin

Ich ging im Walde 
So vor mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich 
Ein Blümlein stehn, 
Wie Sterne blinkend, 
Wie Äuglein schön. 

Ich wollt es brechen, 
Da sagt‘ es fein: 
Soll ich zum Welken 
Gebrochen sein? 

Mit allen Wurzeln 
Hob ich es aus, 
Und trugs zum Garten 
Am hübschen Haus.

Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort; 
Nun zweigt und blüht es 
Mir immer fort.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Weitere Infos auf Englisch>

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Querdenkende online, Logo

21.3.2016: Massentierhaltungs-Landwirtschaft mit Stickstoff bedroht Wälder
Internationaler Tag des Waldes: Landwirtschaft bedroht die Wälder
Nach dem Ende des Waldsterbens zwei Drittel der Bäume erkrankt
https://querdenkende.com/2016/03/21/internationaler-tag-des-waldes-landwirtschaft-bedroht-die-waelder/

<Am heutigen 45. Internationalen Tag des Waldes stellen aufmerksame Beobachter fest, daß die Landwirtschaft die Wälder bedroht und zwar in einer Dimension, die keineswegs einfach ignoriert werden kann. Stickstoffemissionen aus Massentierproduktion sind ursächlich dafür verantwortlich, daher unbedingt zu reduzieren, wie ROBIN WOOD fordert.

Reizwort Waldsterben zunächst verbannt

Über zwei Jahrzehnte beschäftigten sich manche in der Bevölkerung mit dem beachtlichen Thema des Waldsterbens. Kein Wunder, sorgte doch in erster Linie ein höheres Straßenverkehrsaufkommen für eine zunehmende Luftverunreinigung, die nicht spurlos an den Bäumen vorrüberging. Saurer Regen belastete ihren Wuchs, sie erkrankten und etliche starben.

Nach einem langwierigen Prozeß, einem Ringen mit verantwortlichen Industriezweigen nebst der Autolobby, gelang es schließlich, das Problem mittels Rauchgasentschwefelungsanlagen, Filtersystemen und Katalysatoren vorläufig in den Griff zu bekommen. Zunächst erklärte 2003 die damalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast das „Waldsterben“ für beendet. Ende gut alles gut? Mitnichten. Eine viel zu lange Debatte hatte wohl etliche Zeitgenossen schlicht und ergreifend genervt, trotz all dieser Maßnahmen kann von einer Entwarnung der Waldzerstörung keineswegs die Rede sein.

Massentierhaltung erhöht Stickstoffemissionen

Was wiederum die Wälder erheblich belastet. Obwohl dies unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nur zu genau weiß, der Bevölkerung verschweigt, wird darüber hinaus nichts dagegen unternommen, wie Rudolf Fenner, Waldreferent bei ROBIN WOOD anmahnte.

Die kürzliche Demo „Wir haben es satt“, die sich gegen das TTIP, Genfood und Massentierhaltung richtete, mehr als berechtigt, erst recht mit der jetzigen Feststellung, wie es um die Wälder bestellt ist?

Natürlich können bestimmte Ignoranten einfach herumposaunen, alles sei hysterische Panikmache, man sehe doch gerade hierzulande viele schöne Wälder. Damit ist den erkrankten Bäumen aber nicht geholfen. Der Kreislauf von immer mehr ungezügelten Fleischverzehr, betroffenen Tieren und Wäldern läßt sich in erster Linie stoppen, in dem der Verbraucher sein Verhalten überdenkt und ändert. Den dabei gut verdienenden Lobbyisten mag das egal sein, sie vermögen gar die Politik in deren Schranken zu verweisen, da jene offensichtlich viel zu halbherzig reagiert.

„Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.“ (Alexander Freiherr von Humboldt)

Lotar Martin Kamm>

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23.6.2017: Waldbrand in Portugal mit 64 Toten - Eukalyptusbäume brennen gut
Eukalyptus: Brotbaum, Problembaum
https://www.heise.de/tp/features/Eukalyptus-Brotbaum-Problembaum-3753017.html

"Der Baum, der am schnellsten wächst, ist der Eukalyptus - der hässliche und lächerliche Eukalyptus." Eça de Queiroz, in: "A Cidade e as Serras" (1901).

<Wird die Tragödie von Pedrógão Grande zu einem Überdenken des besonderen Verhältnisses der Portugiesen zu ihrem wirtschaftlich wichtigsten Baum führen?

Dieser Tage beschäftigt die Portugiesen vor allem eine Frage: Wie konnte es zum Unglück des 17. Junis 2017 kommen? Viele vermutete Ursachen werden diskutiert. Es herrscht ein Konsens, dass zumindest einige dieser Ursachen im Zusammenwirken das Ausmaß der Brandkatastrophe erst möglich machten, der bisher 64 Menschen zum Opfer fielen.

[23.6.2017: Waldbrand in Portugal mit 64 Toten - Eukalyptusbäume brennen gut: Eukalyptus: Brotbaum, Problembaum -- Viel zu viel Eukalyptus in PortugalViel zu viel Eukalyptus in Portugal]

Bei einem Punkt der Diskussion jedoch scheiden sich regelmäßig die Geister: beim Eukalyptus. Dabei ist die ihm oft zugeschriebene Gefährlichkeit weniger eine Folge des Baums selber als vielmehr der Art und Weise seiner intensiven Nutzung. Die Melange aus wirtschaftlichen Interessen großer Unternehmen und der Hoffnung kleinerer Waldbesitzer auf schnelle Amortisierung ihres Plantagenbetriebs hat mit der ungezügelten Verbreitung des Baums Probleme geschaffen, die über Fragen des Brandschutzes hinausgehen.

Zwischen 1797 bis 1801 bereisen die deutschen Botaniker Johann Centurius Graf von Hoffmannsegg und Heinrich Friedrich Link Portugal. Am Ende wird mit der "Flore Portugaise" eine umfassende Beschreibung der Vegetation des Landes stehen - sowie eine Schilderung der abenteuerlichen Reise. Hoffmannsegg verschlägt es dabei auch in jene Gegend, in der am vergangenen Wochenende die verheerendste Feuersbrunst der jüngeren portugiesischen Geschichte wütete, in das Gebiet um die Serra da Lousã, den Südwestzipfel der Cordilheira Central.

Am Fuße der Serra gibt es zwar vor allem See-Kiefern, Kastanien und hin und wieder Eichen zu sehen, doch die bergige Schieferlandschaft weiter oben erscheint dem Grafen in botanischer Hinsicht nicht sehr ergiebig - von der Sonne ausgedörrte, mit Heidekraut überzogene Berghänge. Vom Eichenwald, der einst die Serra bedeckte, ist nichts mehr zu erahnen.

[1870ca.: Kaum noch Wald in Portugal - Erosion und Verarmung der Böden - Wiederbewaldung ab 1880 mit Kiefern, kaum Laubwald]

Die Kargheit der Landschaft fällt nachfolgenden Besuchern auch 70 Jahre später noch auf. Zu diesem Zeitpunkt hat die Bewaldung des Landes aufgrund der vorangegangenen Nutzungsformen des Terrains einen historischen Tiefstand erreicht. Eine Folge: die in weiten Teilen des Landes zu beobachtende Verarmung und erosive Degradierung der Böden.

In der Gegend um Pedrógão Grande ist ein erster Streitfall zu Nutzungskonflikten bereits aus dem 15. Jahrhundert belegt. Auslöser ist der Mangel an Weideland; Anzeichen einer Übernutzung begrenzter Ressourcen bis hin zur Entwaldung sind bereits um diese Zeit zu spüren. Seit dem Baumgesetz von 1565 wird über Wiederbewaldungsmaßnahmen nachgedacht, die jedoch erst um 1880 einsetzen. Die Bemühungen nehmen mit dem Estado Novo unter Salazar an Fahrt auf und verwandeln die ehemalige Laubwaldregion in den größten zusammenhängenden Kiefernforst Europas.

[1792: Der Blaue Eukalyptus kommt aus Tasmanien]

Unmittelbar vor Hoffmannseggs Wanderung durch die Serra findet eine andere Reise statt, die für die Vegetation der Gegend wichtig werden soll: eine französische Expedition unter Bruni d'Entrecasteaux bricht 1791 trotz der Wirren der Revolution in die Neue Welt auf, um den im Pazifik vermissten Entdecker La Pérouse zu finden. Unter anderem an Bord: der Botaniker Jacques Labillardière, der später nicht nur wegen seiner Beschreibung der Reise bekannt wird. 1792 klassifiziert er auf Tasmanien unter anderem den Blauen Eukalyptus oder Tasmanischen Blaugummibaum, dessen Samen später nach Europa gelangen - auch nach Portugal.


Teil 2:

2010: Der Eukalyptus dominiert Portugals Wald mit über 25% des Waldes - für die Papierindustrie
Eukalyptus: Brotbaum, Problembaum: 39% des portugiesischen Territoriums sind bewaldet - Nummer eins: der Eukalyptus
https://www.heise.de/tp/features/Eukalyptus-Brotbaum-Problembaum-3753017.html?seite=2

Neuere Erhebungen zum nationalen Waldinventar kommen zum Schluss, dass der Blaue Eukalyptus seit 2010 die bestimmende Baumart in Portugal ist. Rund ein Viertel des Waldes bzw. 9% des Festland-Territoriums sind nun im Griff der exotischen Art. Sie hat die See-Kiefer abgelöst, deren Bestand seit den 1990er Jahren rückläufig ist. Seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hat das Land 400000 Hektar Kiefernwälder verloren. In einer Reminiszenz wird die Region um Pedrógão Grande heute zwar bisweilen immer noch "Pinhal Interior Norte" genannt, doch der besteht heute bereits zur guten Hälfte aus Eukalyptus.

[Blauer Eukalyptus in Portugal seit 1850 fest im Wald verankert - 1866: Eukalyptus als Bodenschutz an Flussufern - ab 1870 zur Wiederaufforstung - keine Schädlinge]

Der Blaue Eukalyptus ist seit circa 1850 in Portugal bekannt. Die anfängliche Beschränkung seines Daseins als exotischer Blickfang in Parkanlagen wird schnell überwunden. Ab 1866 werden 35000 Eukalypten zu Bodenschutzzwecken an den Ufern des Rio Mondego bei Coimbra angepflanzt. Um 1870 experimentieren portugiesische Forstfachleute mit neuen Baumarten, die bei der geplanten Neubewaldung breiter Landstriche von Nutzen sein könnten. Hier verspricht der schnellwüchsige Eukalyptus einige Vorteile. Ein wichtiges Merkmal ist seine Nichtanfälligkeit gegenüber Krankheiten, denn seine natürlichen Schädlinge sind in der Neuen Welt geblieben - noch.

[Die Nutzung von Eukalyptus: Rinde in der Gerberei - hoher Wasserverbrauch provoziert Eukalyptuspflanzungen in Sumpfgebieten gegen Malaria (!)]

Seine Rinde wird in der Gerberei genutzt, und man beginnt über die Verwendung des Eukalyptus in der Papierherstellung nachzudenken. Seine hohe Wasseraufnahmefähigkeit schließlich führt zu seinem Einsatz bei der Trockenlegung sumpfiger Regionen. Die Einengung des Lebensraums der Brut der Anopheles-Mücke drängt die Malaria zurück, eine Wohltat, die dem Eukalyptus auch die Bezeichnung "Fieberbaum" einträgt.

[Ab 1880: Eukalyptus in portugiesischen Staatswäldern - erste Eukalyptuswälder-Monokulturen]

Später werden einige 100 Eukalyptusarten auf ihre Eignung für eine Verwendung in Portugal geprüft, doch keine kann es mit dem Blauen Eukalyptus aufnehmen, der Art, die seit den 1880er Jahren in Staatswäldern kultiviert wird. Um diese Zeit ensteht bei Abrantes, 70 Kilometer südlich von Pedrógão Grande gelegen, ein 600-Hektar-Eukalyptusforst, "Nova Austrália", zu diesem Zeitpunkt die größte Eukalytusmassierung in Europa. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist der Eukalyptus schon überall im Land verstreut anzutreffen, die Portugiesen beginnen, sich an seine Gegenwart zu gewöhnen.

[Eukalyptusholz als Bahnschwellen oder im Bootsbau und in der Papierindustrie - Portugal wird "eukalyptisiert"]

Eukalyptus-Holz findet frühzeitig Verwendung als Bauholz, zum Beispiel als Schienenschwellen bei der Eisenbahn oder als Kielholz im Bootsbau. Die Papierindustrie verhilft dem Baum letztendlich zu seinem Siegeszug.

1926 nimmt mit der Caima Pulp Company die erste auf Eukalyptus basierende Papierfabrik Portugals - und wahrscheinlich der Welt - ihren Betrieb auf. In Vorbereitung hat man Eukalyptus in der Gegend angepflanzt, der nun nach und nach die Kiefer aus dem Produktionsprozess der Fabrik verdrängt. Sie bleibt für die nächsten 25 Jahre die einzige Fabrik in Portugal, die das Eukalyptus-Holz mittels Sulfitverfahren in Zellstoff verwandelt - mit 5000 Tonnen im Jahr in noch bescheidenem Rahmen.

Noch in den 1940er Jahren ist die Zellstoffindustrie von der eigentlichen Papierindustrie in Portugal entkoppelt. Erstere exportiert fast die gesamte Produktion, während die Papierhersteller alle Rohstoffe einführen. Erst die durch den Zweiten Weltkrieg ausgelösten Engpässe führen zu einem Schulterschluss beider Segmente.

Die Papierfabrik Cacia am Rio Vouga in der Nähe von Aveiro ist seit 1954 in Betrieb. Hier wird zunächst Kiefernholz mit dem Sulfatverfahren bzw. Kraft-Aufschluss zu widerstandsfähigen Zellstoffen verarbeitet. Die Companhia Portuguesa de Celulose stellt nach kurzer Zeit auf Eukalyptus um. Der Bedarf an See-Kiefern kann nicht mehr im dafür nötigen Rhythmus gedeckt werden. In Portugal entstehen bald weitere Fabriken - zum Beispiel in Albergaria-a-Velha, Figueira da Foz, Constância, Setúbal und Leirosa. Allein die Portucel Soporcel -Fabrik in Figueira da Foz produziert jährlich 570.000 Tonnen Zellstoff und 800.000 Tonnen Büropapier.

[Eukalyptus-Papierkonzerne - und es ist immer noch zu wenig]

Der Papierkonzern Portucel Soporcel - oder neuer The Navigator Company - ist nach Volkswagen Autoeuropa der zweitgrößte Exporteur des Landes und trägt mit 1% zum portugiesischen Bruttoinlandsprodukt bei. Die größten Papierkonzerne bewirtschaften eigene Wälder, Portucel Soporcel allein 120000 Hektar. Die von der Industrie selbst angebaute Eukalyptusfläche entspricht etwa einem Fünftel der Eukalyptusfläche Portugals, die sich auf 812.000 Hektar beläuft. Der Anteil kleinerer Waldbesitzer an der Gesamtmenge ist beträchtlich größer - die Industrie hat das Risiko des Betriebs einer Eukalyptusplantage ausgelagert.

Die vorangetriebene "Eukalyptisierung" des Landes erfolgt heute korrekt, durch einen Eukalyptus, der unabhängig zertifiziert ist und aus nachhaltigem Anbau stammen soll - ein schlagendes Argument beim Marketing für qualitativ hochwertiges Büropapier. Die stetige Zunahme des Eukalyptusbestands reicht jedoch längst nicht aus, um den Bedarf der Zellstoffindustrie zu decken - 20% des Rohmaterials müssen importiert werden. 2011 entsprach das einem Wert von 97 Millionen Euro.

[Eukalyptus-Baumschulen für Portugals Papierbedarf in Mosambik geplant - mit Zellstofffabrik in Mosambik ab 2023]

Der Papiersektor galt bisher als größtenteils immun gegenüber der Tendenz zur Auslagerung von Industrien, doch auch The Navigator Company hat Aktivitäten im Ausland angeschoben. In Mosambik sollen in den Provinzen Manica und Zambézia Eukalyptus-Plantagen von 360.000 Hektar entstehen, außerdem soll 2023 eine Zellstoffabrik vor Ort in Betrieb gehen, 2.3 Milliarden US-Dollar sollen mit Hilfe der Weltbank investiert werden.

2015 fand die Eröffnung der größten Eukalyptus-Baumschule in Afrika statt. Die wird künftig die benötigten Setzlinge liefern. Der Präsident des Unternehmens, Pedro Queiroz Pereira, der anlässlich der Feierlichkeiten in Mosambik weilte, betonte, dass diese Investition auch in Portugal hätte erfolgen können - wenn es dort nicht diese Abneigung gegen Eukalyptus-Plantagen gäbe. 2012 hatte das Unternehmen den Wunsch geäußert, eine weitere Fabrik in Portugal zu eröffnen - wofür weitere 40000 Hektar Eukalyptus notwendig geworden wären.

[ab 1950er Jahren: Portugal pflanzt Eukalyptus in Afrika]

Noch als Kolonialmacht hatte Portugal bereits zu Beginn der 1950er Jahre mit Eukalyptusanpflanzungen in Afrika begonnen.

Teil 3

Pflegeleichter Eukalyptus raubt Wasser weg, ist in der europäischen Natur isoliert, brennt gut, Rindenteile verbreiten Waldbrand sehr gut (!)
Der Baum: "Einzeln attraktiv, in Gruppen tolerierbar, in Massen abstoßend"
https://www.heise.de/tp/features/Eukalyptus-Brotbaum-Problembaum-3753017.html?seite=3

[Der Eukalyptus ist ein Räuberbaum: raubt anderen Bäumen das Licht, Nährstoffe und das Wasser]

Der Eukalyptus gewinnt im Waldensemble das Rennen in die Höhe. Er wird beim Kampf ums Licht mit seinen Blätterkronen schnell zur dominierenden Art, während seine stark ausgebildeten Feinwurzeln den Pflanzen des Dickichts Wasser und Nährstoffe streitig machen.

[Schnellwüchsiger, pflegeleichter Eukalyptus bringt Profit]

Der Baum ist schnellwüchsig und gilt als pflegeleicht - im Plantagenbetrieb sind während der Wachstumsphase kaum Eingriffe nötig. Die Ernte kann je nach Standort alle acht bis zwölf Jahre erfolgen. Der größte Holzzuwachs wird in den ersten fünf Jahren verzeichnet. In günstigen Gegenden kann ein Hektar Eukalyptus nach 10 Jahren 4000 Euro erbringen. Besitzer eines Kiefernwaldes müssen in der Regel 35 Jahre bis zur Ernte warten, wenn sie es auf Qualitätsholz für die Möbelindustrie abgesehen haben.

Nach der Ernte treiben die verbliebenen Baumstümpfe neu. Mit dem Austreiben junger Triebe wird in Abständen eine Erneuerung des Bestands erreicht. Nach mehreren Zyklen verlieren die Stümpfe die Fähigkeit zu treiben. So verringert sich die Anzahl produktiver Bäume nach und nach. Irgendwann steht der Eigentümer vor der Wahl, die Stümpfe zu entfernen und eine neue Plantage anzulegen oder eine andere Form der Nutzung einzuleiten, oder den Betrieb weiterlaufen zu lassen, mit verminderter Produktivität.

[Eukalyptusklima mit mildem Klima bei 700mm Jahresniederschlag: in Portugal an der nördlichen Küste und in Nordspanien (Galicien)]

Der Blaue Eukalyptus hat besonders im wintermilden mediterranen Klima eine hohe Produktivität, solange der mittlere Jahresniederschlag bei mindestens 700 mm liegt. Auf der iberischen Halbinsel ist das in den Küstenstreifen Portugals nördlich des Tejos und Galizien [Galicien] in Spanien gegeben. Schätzungen für küstennahe Gebiete im Zentrum Portugals kommen auf eine oberirdische Nettoprimärproduktion von 16-24 Tonnen Biomasse pro Jahr und Hektar für eine Erstanpflanzung von Eukalyptus mit mehr als vier Jahren, ohne Düngung. Die See-Kiefer kommt im gleichen Gebiet auf 14 Tonnen pro Jahr und Hektar. Zum Vergleich: ein Laubwald der gemäßigten Klimazonen schafft 5 - 7 Tonnen pro Jahr und Hektar.

[Eukalyptus säuft das Wasser weg: Ackerflächen trocknen aus, Brunnen trocknen aus]

Obwohl die Transpiration von Eukalyptus in ihrer Größenordnung vergleichbar mit der von anderer Waldvegetation ist, ist sein Wasserbedarf schon seit den 1930er Jahren ein Politikum in Portugal. Immer wieder beklagten Bauern zurückgehende Erträge von Äckern in unmittelbarer Nähe von Eukalyptusplantagen. Brunnen zur Wasserversorgung der Bevölkerung fielen stellenweise vollständig trocken, wie etwa nach einer großflächigen Eukalyptus-Anpflanzung in der Serra d’Ossa im Alto Alentejo. Deshalb wurde ein Gesetz erlassen, dass Mindestentfernungen für den Anbau von Eukalyptusplantagen regelt.

[Kriminelle EU begünstigt weitere Eukalyptusplantagen in Portugal - gegen die Landbevölkerung - und Olivenbäume wurden vernichtet]

Auch Veränderungen in der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft führten zu einer Ausdehnung der Eukalyptusplantagen und zur Entstehung von Konflikten. Es kam zu heftigen Protesten unter der betroffenen Landbevölkerung. Stellvertretend für die Unruhen mag der "Aufstand von Valpaços" 1989 stehen. Die EU-Agrarpolitik hatte aufgrund des europäischen Überschusses an Pflanzenölen die freiwillige Flächenstillegung von Olivenkulturen in der Nordost-Region von Tras-os-Montes promotet. Nun kassierten die Grundbesitzer Prämien, um dann die Landstücke nach dem Entfernen der Olivenbäume an eine dem Papierkonzern Soporcel nahestehende Firma zu verkaufen - und damit die Zukunft vieler Anwohner, die ihre Arbeit in den Olivenhainen verloren.

Seit Beginn des Programms 1987 waren bereits 1000 Hektar Oliven beseitigt wurden. Das führte zu Unruhen in der Gegend, die sich im März 1989 in Valpaços entluden, als 2000 Anwohner tausende Eukalyptus-Setzlinge aus dem Boden rissen und dafür von Polizeikräften niedergeknüppelt wurden. Nach den Unruhen erließ die portugiesische Regierung ein Gesetz, das die Anpflanzung von Eukalyptus regeln sollte.

[Eukalyptuswälder dienen der Natur und den Vögeln NICHT, sondern NUR der Papierindustrie]

Eukalyptuswälder sind für ihre geringe Biodiversität bekannt und berüchtigt. Die fast vollständig fehlende trophische Vernetzung mit anderen, heimischen Lebewesen wird den Eukalyptus noch auf hunderte Jahre fremd sein lassen. Das trifft insbesondere auf Plantagen zu, nur selten verirrt sich ein Vogel hierher.

Die Plantage bietet keinen Raum für ökologische Nischen. Nur eventuell vorhandenes Unterholz wirkt anziehend für andere Lebensformen, doch fehlt dieses zumeist, und die kurzen Rotationszeiten des Plantagenbetriebs laden nicht zur Ansiedlung anderer pflanzlicher oder tierischer Bewohner ein. Eukalyptus-Verfechter sehen das gelassen und verweisen auf die Biodiversität einer Stadt, die sei schließlich ähnlich mager.

[Der Eukalyptusbaum wird nicht als "fremd" taxiert]

Die PR-Abteilungen des Sektors sind sich des Imageproblems jedoch durchaus bewusst und steuern gegen. In Portugal verschwand der Begriff "exotisch" aus vielen technischen Dokumentationen zum Thema Eukalyptus. Im Gegensatz zu anderen Ländern mit Eukalyptus-Anpflanzungen ist der Baum nicht als invasive Art klassifiziert, auch nicht im Gesetz No.565/99, das das Ausbringen nichtheimischer Arten in Portugal regelt. Stattdessen wird suggeriert, dass alle Arten "gleich" seien.

Hin und wieder gibt es Versuche, massive Eukalyptus-Anpflanzungen aufgrund der CO2-Speicherfähigkeit des Baums schönzureden, doch die Bilanz ist unter den Bedingungen des Plantagenbetriebs ernüchternd. Zwar können die Plantagen CO2 schnell aufnehmen, schneller als jede andere Baumart, doch das Gas wird nur über kurze Zeit in Form des Holzes aus dem Kreislauf entfernt und zwischengeparkt. Im Boden selber wird über die schnelle Mineralisierung von gebildeter organischer Materie viel CO2 an die Atmosphäre zurückgegeben.

[Eukalyptus mit ätherischen Ölen - brennt gut!!! - Rindenteile fliegen bis 3km weit - der Waldbrand ist gut "organisiert"]

Der Blaue Eukalyptus produziert ätherische Öle, die den Baum - ähnlich der Kiefer - regelmäßig bei sommerlichen Temperaturen brandgefährlich werden lassen. Besonders problematisch beim Eukalyptus: in einer Feuersbrunst können sich brennende Rindenteile lösen, die mit dem Luftstrom bis zu drei Kilometer unter Funkenflug reisen und so zur schnellen Ausbreitung eines Waldbrands beitragen können.

[Das Eukalyptuslaub: Das ätherische Öl reichert sich im Boden an - der Boden wird praktisch steril]

Das mengenmäßig wichtigste etherische Öl des Eukalyptus ist 1,8-Cineol, das sich nach dem Laubabwurf am Boden anreichert und ihm wasserabweisende Eigenschaften überträgt und so eine Auffrischung wasserführender Schichten erschwert. Cineol hat gleichzeitig bakterizide Eigenschaften, deshalb werden abgeworfene Blätter vor allem durch Pilze zersetzt. Die Blätter selber sind alkalisch und nährstoffreich, mit besonders hohen Anteilen an Calcium, das der Eukalyptus vorher sehr effektiv dem Boden entzogen hat. Das Laub wird schnell mineralisiert und trägt kaum zur Akkumulation von organischer Materie und zur Humusbildung in den oberen Bodenschichten bei, wobei die verminderte Aktivität der Bodenfauna eine wesentliche Rolle zu spielen scheint.

[Eukalyptusblätter provozieren grosse Regentropfen und Erosion - bis zu 50 Tonnen Erde pro Hektar schwemmen weg]

Der Boden ist aufgrund seiner Struktur anfällig gegenüber Verwitterung, die von Regenfällen ausgelöst wird. Zusätzlich vergrößern die Form der Blätter und ihre Anordnung die Regentropfen, die auf den Boden treffen. Die Anpflanzung an Hängen gilt als besonders kritisch, da sie gerade im ersten Jahr den Boden extrem anfällig für Erosion macht. Bis zu 50 Tonnen Bodenmaterial pro Hektar können dabei abgetragen werden.

[Mischwälder würden die Eukalyptuswirkungen lindern - auch gegen grosse Waldbrände - Monokultur-Eukalyptuswälder bewirken Giga-Waldbrände]

Dabei ließen sich viele negativen Auswirkungen des Baums durch das Anlegen von Mosaikwäldern und ökologischen Korridoren lindern, in denen sich von Eukalyptus bestandene Flächen mit heimischen Arten abwechseln - damit ließe sich auch die Brandgefahr mindern. Doch die Realität ist eine andere. In manchen Gegenden Portugals sind ganze Landkreise fast vollsändig mit Eukalyptus zugewachsen, wie etwa Mortágua und andere Distrikte des küstennahen Zentrums.

Zu verlockend, zu zwingend ist die Hoffnung vom schnellen Geld. Der Bürgermeister von Castanheira de Pêra, der ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Nachbargemeinde von Pedrógão Grande, fand dafür eigene Worte: den Eukalyptus träfe keine Schuld an den verheerenden Bränden, deshalb solle man seine Anpflanzung auch nicht aufgeben. Die müsse nur in geordneteren Bahnen vor sich gehen.

[Die kriminellen EU-Regierungen entmachten die Forstdienste (!!!) - gelegte Waldbrände, um Eukalyptus anzupflanzen, seit 2013 möglich (!!!)]

Seit den 1980er Jahren gab es mehrere Reformen, die dem staatlichen Forstdienst nach und nach die Macht nahm, die Wälder zu managen - für Forstfachleute eine desaströse Entwicklung, die unter ihnen als eine wesentliche Ursache für die seit jener Zeit immer wiederkehrenden massiven Waldbrände gilt. Die hatten immer wieder neue Gesetze zur Folge.

So war es seit 1987 verboten, abgebrannte Waldflächen mit anderen Baumarten als jenen zu bepflanzen, die dort vor dem Waldbrand wuchsen: ein Schutzmechanismus, der verhindern soll, dass die Bepflanzung von Flächen mit Eukalyptus über gelegte Waldbrände erzwungen wird. Diese Regelung wurde mittlerweile aufgehoben. Ein 2013 im Rahmen von "Liberalisierungen" der Forstwirtschaft verabschiedetes Gesetz erlaubt nun die ungehinderte Anpflanzung von Eukalyptus, auch auf Flächen von weniger als zwei Hektar.

Traditionell kommen Vorstöße zu Änderung von Forstgesetzen immer im Gefolge von Sommern mit großen Waldbränden. Als schwierig für die Umsetzung gelten unter anderem die Besitzverhältnisse: 85% des portugiesischen Waldes sind in Privathand, wovon der überwiegende Teil Flächen kleiner als fünf Hektar ausmacht.

[2016: 160.000 Hektaren Wald abgebrannt - Eukalyptusflächen sollen "eingefrohren" werden - Papierindustrie will nur noch Eukalyptus pflanzen]

Unter dem Eindruck der 160.000 Hektar verbrannten Waldes des Jahres 2016 hatte die Regierung Costa noch im gleichen Jahr ein erstes Reformpaket zur Diskussion gestellt, das seit Februar 2017 in einer aktualisierten Fassung vorliegt. Ein Schwerpunkt betrifft den Eukalyptus: Künftig sollen neue Plantagen demnach nur noch dann entstehen, wenn sie bereits bestehende ersetzen. Die Pflanzungen sollen auf Gegenden begrenzt bleiben, die dem Eukalyptus optimale Bedingungen für sein Wachstum bieten. Damit soll die Eukalyptusfläche des Landes bis 2030 auf ihren jetzigen Stand eingefroren werden. Die Reaktion der Industrie kam prompt. Sie sieht die Zukunft einer Industrie bedroht, deren Geschäftsvolumen im Jahre 2015 mit 2.65 Milliarden Euro zu Buche schlug.

Die geplante Forstreform sollte eigentlich erst Ende 2018 das Parlament passieren, doch das könnte nun überraschend schnell geschehen. Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat gefordert, dass noch vor der Sommerpause ein Gesetzespaket im Parlament verabschiedet wird, das die während der Brandkatastrophe von Pedrógão Grande erkannten ursächlichen Probleme addressiert - Probleme, die zum Teil seit nunmehr Jahrzehnten auf ihre Lösung warten.>

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Kalifornien wird abgebrannt 11.10.2017: Waldbrände nach HAARP-Dürren und mit Chemtrail-Explosivstoffen lassen sich nicht löschen
Kalifornien
: "Als wäre eine Atombombe abgeworfen worden"
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/kalifornien-waldbrand-weinregion-tote-vermisste

"Häuser wie Staub, verlassene Städte: Bei den Bränden im Weingebiet nördlich von San Francisco sind mindestens 17 Menschen gestorben, mindestens 150 werden noch vermisst.

Am zweiten Tag der Wald- und Buschbrände in Nordkalifornien ist die Zahl der Toten auf 17 weiter gestiegen. Dies teilte der Sheriff des Bezirks Sonoma am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit. In Sonoma waren bisher insgesamt elf Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Tote wurden in Mendocino gemeldet. Im Bezirk Napa sind demnach zwei Menschen ums Leben gekommen und in Yuba einer. Die Gegenden nördlich der Bucht von San Francisco sind vor allem als Weinanbaugebiete bekannt.

Bei den beiden Toten in Napa handelte es sich lokalen Medien zufolge um ein Ehepaar im Alter von 100 und 98 Jahren. Sie konnten sich demnach nicht rechtzeitig vor den Flammen retten.

Zudem werden mindestens 185 Menschen wegen Rauchvergiftungen, Atemproblemen oder Verletzungen behandelt, wie das Santa Rosa Memorial Krankenhaus mitteilte. Demnach erlitten 14 Patienten Verbrennungen, drei von ihnen mussten auf der Intensivstation behandelt werden. 

Die Polizei von Sonoma teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, allein in ihrem Landkreis seien zudem 150 Menschen als vermisst gemeldet worden. Doch die Behörden zeigten sich "zuversichtlich, dass die meisten dieser Menschen wohlauf wiedergefunden und mit ihren Liebsten vereint werden".

"Es ist die reine Zerstörung", sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott. Mehr als 400 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Dazu kommen nach Angaben von CNN etwa 4.000 Ersthelfer, Freiwillige und Militärs.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand für acht Bezirke aus. In der Stadt Santa Rosa, in der mehrere Wohngebiete abbrannten, wurde eine Ausgangssperre verhängt, um Plünderungen zu verhindern. Mehr als 25.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

2.000 Gebäude zerstört, 25.000 Bewohner geflohen

Ein Sprecher des Sheriffs von Mendocino sagte dem Sender CBS, es werde mit weiteren Opfern gerechnet. Davon ging auch Gouverneur Brown aus. In einem Brief an US-Präsident Donald Trump schrieb er, die Brände hätten in weniger als 24 Stunden mehr als 2.000 Häuser zerstört. Tausende weitere Gebäude seien bedroht. Nach Behördenangaben wurden seit Sonntagabend mehr als 46.500 Hektar Land zerstört. Brown forderte Trump auf, den Katastrophenfall zu erklären, um Bundesmittel freizugeben – was er auch tat.

Trump sagte, seine Regierung sei an der Seite der Kalifornier. Die Brände hätten eine furchtbare Tragödie verursacht. "Die Menschen haben mein größtes Mitgefühl. Sie machen eine Menge durch", sagte Trump am Rande einer Ehrung im Weißen Haus.

Trockene Windböen fachen die Brände an

Nach Angaben der Behörden seien weiterhin mindestens 17 Brände aktiv. Die Feuerwehr erklärte zwischendurch, sie habe dank abnehmendem Wind und kühlerem Wetter "über Nacht gute Fortschritte gemacht". Angefacht wurden die Brände unter anderem durch sogenannte Santa-Ana-Winde, die mitunter eine Geschwindigkeit von mehr als 90 Stundenkilometern erreichten. Es handelt sich hierbei um ein meteorologisches Phänomen, das trockene Winde aus dem Bergland östlich der kalifornischen Küste bringt. Für Mittwoch werden jedoch weitere Winde vorhergesagt, die die Brände anfachen können.

In der am schlimmstem betroffenen Stadt Santa Rosa wurden das Krankenhaus sowie das Hilton Hotel evakuiert. Es sei davon auszugehen, dass das Feuer das Hotel schwer beschädigt habe, teilte das Hilton Sonoma Wine Country auf Facebook mit. "Die Häuser sind weg, sie sind wie Staub", sagte der Personal Trainer Jack Dixon, der in der 175.000-Einwohner-Stadt lebt. "Es sieht aus, als wäre eine Atombombe abgeworfen worden."

Mehrere Autobahnen und Straßen wurden gesperrt. Nach Angaben des Versorgers Pacific Gas & Electric fiel zunächst bei 196.000 Kunden wegen der Brände der Strom aus. Selbst im 60 Kilometer entfernten San Francisco sind riesige Rauchwolken zu sehen, auch der Brandgeruch dringt bis in die Millionenmetropole."





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