Orca-Mutter bei Seattle trauert am
4.1.2025: um totes Kalb - Ursachen können sein: Lärm,
Schiffsverkehr, Schadstoffe, Tierfeinde, Inzucht: Traurige Bilder eines Orca-Weibchens mit ihrem toten
Kalb: Orca-Weibchen trauert um totes Kalb
Es sind herzzerreißende Bilder, welche die
US-amerikanische Ozean- und Klimabehörde (NOAA) auf
sozialen Medien teilt: Darauf ist ein Orca-Weibchen zu
sehen, das sein totes Kalb vor sich herträgt. Die
Schwertwal-Mutter J35, auch Tahlequah genannt, ist
Teil einer sehr kleinen und bedrohten Population in
Puget Sound, einer Meerenge in der Nähe von Seattle im
US-Bundesstaat Washington. Es ist nicht das erste Mal,
dass sich J35 nicht von einem toten Jungtier trennen
kann.
Tiefe emotionale und soziale Strukturen
Am 1. Jänner habe eine Forschungsgruppe der NOAA
beobachtet, dass die Orca-Mutter ihr totes Kalb vor sich
hertrug, heißt es im Instagram-Video der Behörde – ein
Verhalten, das auch von anderen sozialen Tieren wie
Primaten und Elefanten bekannt sei. “Der Verlust von J35
erinnert uns an die tiefen emotionalen und sozialen
Strukturen dieser unglaublichen Tiere”, heißt es in dem
Video weiter.
Der Tod des Kalbs sei angesichts der Tatsache, dass die
Schwertwal-Population in Puget Sound nur noch 73 Tiere
umfasse, eine niederschmetternde Nachricht. Zudem habe
Tahlequah bereits 2018 Schlagzeilen gemacht, als sie ihr
damaliges totes Kalb 17 Tage lang mit sich trug.
Entsprechend sei der Verlust von J61 besonders tragisch,
“nicht nur, weil es ein Weibchen war, das eines Tages
möglicherweise seine eigene Matriline hätte anführen
können, sondern auch angesichts der Geschichte ihrer
Mutter J35, die nun zwei von vier dokumentierten Kälbern
verloren hat – beide waren weiblich”, schrieb das
NOAA-Team auf Instagram. Tahlequah habe zwei weitere
Nachkommen, darunter ein drei Jahre altes Kalb, J57
(genannt Phoenix), und ein 14 Jahre altes, J47 (bekannt
als Notch), die beide männlich sind.
Respekt vor der Trauer der Orca-Mutter
Auf die Frage eines Instagram-Nutzers, woran J61
gestorben sein könnte, antwortete die Behörde allgemein,
dass die Population der Orcas (Orcinus orca) im
nordöstlichen Pazifik gegen eine Vielzahl von
Bedrohungen um ihr Überleben kämpfe: “Die Forschung hat
drei Hauptbedrohungen für ihr Überleben ausgemacht: Lärm
und Störungen durch den Schiffsverkehr, Gesundheit
und Schadstoffe sowie die Verfügbarkeit von
Beutetieren. Diese Faktoren verstärken sich
gegenseitig.” Noch dazu führe die schrumpfende
Population zu mehr Inzucht, was die
Lebenserwartung der Tiere nahezu halbieren könne.
Eine Nekropsie – ähnlich einer Autopsie beim Menschen –
könnte zwar Aufschluss darüber geben, woran das Jungtier
gestorben sei. Diese sei angesichts der Bindung von J35
an ihr totes Kalb sowie dessen Verwesung
unwahrscheinlich, so ein weiterer NOAA-Beitrag: “Wir
respektieren ihr Bedürfnis, den Tod ihres Kalbs zu
betrauern, und werden ihre Situation weiter beobachten,
sobald es die Umstände erlauben.”
Iberische Orcas vor Sesimbra (Portugal)
am 5.1.2025: beschädigen Segelboot aus Norwegen schwer
- seit 2020 ist das normal bei denen: Norwegisches Segelboot vor Portugal von Orcas
beschädigt
https://www.nau.ch/news/europa/norwegisches-segelboot-vor-portugal-von-orcas-beschadigt-66889502
Keystone-SDA - Portugal - Ein norwegisches Segelboot
wird von Orcas schwer beschädigt. Ein bisher
unbekanntes Phänomen gibt Rätsel auf.
Ein unter norwegischer Flagge fahrendes Segelboot ist
von Orcas vor der Küste von Portugal schwer beschädigt
worden. Das Boot habe dabei unter anderem das Ruder
verloren, berichtete die Zeitung «Correio da Manhã»
unter Berufung auf die zuständigen Behörden. Der
Hafenkommandant von Setúbal, Serrano Augusto, bestätigte
auf Anfrage den Zwischenfall.
Die Attacke der Schwertwale ereignete sich demnach am
Samstag im Atlantik rund 20 Kilometer südlich von
Sesimbra. Die beiden Besatzungsmitglieder seien
unverletzt geblieben. Die Segler hätten nach der
Interaktion umgehend die Behörden in Sesimbra alarmiert.
Sie seien zunächst von einem Handelsschiff unterstützt
und später vom Seerettungsdienst geborgen worden, hiess
es.
Mysteriöses Verhalten
Solche Zwischenfälle waren bis vor wenigen Jahren noch
völlig unbekannt. Die ersten Beschädigungen von
Segelbooten bei Begegnungen mit den sogenannten
iberischen Orcas wurden erst im Pandemiejahr 2020
gemeldet – und oft auch auf Video festgehalten.
Nach der jüngsten Bilanz der Organisation «GT Orca
Atlántica» (GTOA) gab es in der Strasse von Gibraltar
und im westlichen Mittelmeer sowie vor der Küste
Portugals und weiter nördlich im Atlantik vor der
Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs
zwischen 2020 und Ende August 2024 insgesamt 824
dokumentierte Interaktionen. Bei circa 20 Prozent dieser
Fälle seien die Boote schwer beschädigt worden.
Experten rätseln
Forscher sprechen nicht von Attacken, sondern lieber von
Begegnungen und Interaktionen. Sie gehen davon aus, dass
die Schwertwale nicht in aggressiver Absicht handeln.
Die Vorfälle geben den Experten Rätsel auf, denn obwohl
Orcas weltweit leben, zeigen bisher nur Tiere in der
iberischen Region dieses mysteriöse Verhalten.
Es gebe mehrere Theorien, aber noch keine sicheren
Antworten, räumen die Wissenschaftler ein. Die oft bis
zu knapp zehn Meter langen und manchmal über sechs
Tonnen schweren Orcas sind die grösste Art aus der
Delfinfamilie.
Sie fressen Thunfische, Heringe, Robben, Pinguine und
Seevögel und attackieren auch Haie, Delfine sowie andere
Wale. Der breiten Öffentlichkeit sind diese Tiere
spätestens seit der Filmreihe «Free Willy» bekannt.
Mehr als drei Wochen nach der Havarie zweier
russischer Öltanker sind in Sewastopol auf der von
Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim
mehrere tote Wale angeschwemmt worden.
Der an der Säuberung von Stränden beteiligte
Kommunalpolitiker Pawel Charlamow sagte der
russischen Nachrichtenagentur TASS heute, die
Kadaver würden nun abtransportiert. Zur Zahl der
Kadaver und zur Art der verendeten Wale machte der
Politiker keine Angaben.
Am Sonntag hatte eine Tierschutzorganisation aus
Sotschi an der russischen Schwarzmeer-Küste erklärt,
seit dem Unglück seien mehr als 30 Meeressäuger tot
aufgefunden worden. Bei den meisten toten Tieren
habe es sich um eine im Schwarzen Meer vorkommende
Unterart des Schweinswals gehandelt, der zu den
kleinsten Walarten gehört und oft mit Delfinen
verwechselt wird.
Zwei Tanker verunglückten
Mitte Dezember waren zwei mit Schweröl beladene
Tanker in einem Sturm in der Straße von Kertsch
zwischen Russland und der Krim verunglückt. Nach
Angaben des russischen Verteidigungsministeriums
liefen fast 2.400 Tonnen Schweröl aus.
Vergangene Woche erreichte die Ölpest die 250
Kilometer entfernte Hafenstadt Sewastopol. An der
Reinigung der Strände der Halbinsel Krim und der
russischen Schwarzmeer-Küste sind Tausende Menschen
beteiligt, darunter auch viele Freiwillige.
Gestern teilte das russische
Katastrophenschutzministerium mit, von einem
Dutzende Kilometer langen Strandabschnitt seien
inzwischen mehr als 118.000 Tonnen kontaminierter
Sand und Erde entfernt worden.
Walfleisch aus Island am 13.4.2025:
nicht mehr so gefragt, weil Japan selber fängt: Walfang in Island im heurigen Jahr erneut ausgesetzt
- Nachfrage drastisch zurückgegangen [weil Japan
wieder selber Wale fängt]
https://www.suedtirolnews.it/chronik/walfang-in-island-im-heurigen-jahr-erneut-ausgesetzt
Von: APA/AFP
Wegen der weltweiten Wirtschaftsturbulenzen wird in
Island der Walfang in diesem Jahr Medienberichten
zufolge erneut ausfallen. Die Mitarbeiter des einzigen
Walfangunternehmens Hvalur seien darüber bereits
informiert worden, berichtete am Samstag der Sender RUV
auf seiner Website. Hvalur-Chef Kristjan Loftsson wurde
mit der Aussage zitiert, sein Unternehmen sehe keine
andere Möglichkeit, “als am Kai zu bleiben und auf
bessere Zeiten zu warten”.
“Die Situation wird im kommenden Jahr erneut überprüft”,
sagte Loftsson den Angaben zufolge weiter. Bereits im
vergangenen Jahr war Hvalur nicht auf Waljagd gegangen.
Das Unternehmen betreibt Islands einziges aktives
Walfangschiff.
Nachfrage nach Walfleisch aus Island drastisch
zurückgegangen
In Island haben Fisch- und Walfang über Jahrhunderte
eine große Rolle gespielt. In den vergangen zwei
Jahrzehnten hat für den Inselstaat aber der Tourismus an
Bedeutung gewonnen, wozu auch Touren zur Walbeobachtung
beitragen. Da Japan, der größte Markt für Walfleisch,
den kommerziellen Walfang 2019 nach 30 Jahren Pause
wieder aufnahm, ist die Nachfrage nach
Walfleisch-Importen aus Island drastisch zurückgegangen.
Neben Island und Japan erlaubt nur noch Norwegen den
Fang von Walen, der von Tierschützern heftig kritisiert
wird. Die Absage der diesjährigen Saison in Island werde
“unzähligen Walen Leid und Tod ersparen”, erklärte Wendy
Higgins von der Tierschutzorganisation Humane World for
Animals. Walfang sei “eine brutale und sinnlose Jagd
ohne moralische oder wissenschaftliche Rechtfertigung”.
Blauwal am 24.4.2025: Penis 2,8m lang -
1800 Liter Sperma pro Befruchtung
AltesEcho
https://www.facebook.com/photo/?fbid=122225879936075449
Der Penis eines Blauwals ist 2,8 Meter lang. Bei der
Ejakulation gibt er 1.800 Liter Sperma ab. Zur
Befruchtung des Weibchens reichen 200 Liter.
Wenn Sie am Strand ein paar Schlucke Wasser trinken,
denken Sie daran, wo die restlichen 1.600 Liter sind.
Albino-Killerwal bei Japan am 30.4.2025:
In Nähe von Japan: Seltener Albino-Wal gesichtet
https://www.blick.ch/ausland/vor-japanischer-insel-extrem-seltener-albino-killerwal-gesichtet-id20820199.html
Albino-Killerwal bei Japan am 30.4.2025: In Nähe von
Japan: Seltener Albino-Wal gesichtet [1]
Der Orca-Mord ist Kalkül in Südfrankreich: Zwei Orcas
wurden in Gefangenschaft geboren und können angeblich
(??) nicht ausgewildert werden:
Fototexte:
Die beiden Orcas Wikie und Keijo wurden nach Schliessung
des Marineparks im französischen Antibes zurückgelassen.
Sie kreisen Tag für Tag in den veralgten Becken umher
und brauchen dringend Beschäftigung.
Die Meeressäuger sind in Gefangenschaft geboren und
können nicht ausgewildert werden. Eine mögliche
Auffangsstation in Kanada ist noch nicht fertiggestellt.
Der Artikel:
Janis Meier - Frankreich - Früher unterhielten sie im
französischen Antibes das Publikum. Heute sind zwei
Orcas in dem verlassenen Auqapark gefangen und
verenden allmählich.
Das Wichtigste in Kürze
Der Marinepark im französischen
Antibes musste im Januar geschlossen werden.
Zwei Orcas wurden in den veralgten
Becken zurückgelassen.
Tierschützer schlagen Alarm: Die
Meeressäuglinge brauchend dringend Beschäftigung.
In Frankreich ist ein Gesetz gegen Tierquälerei in Kraft
getreten. Deswegen ist der Marinepark in Antibes an der
Côte d’Azur seit Januar geschlossen.
Was eigentlich zum Wohle der Tiere angedacht war,
verursacht nun viel Leid für zwei ehemalige Show-Orcas
des Marineparks.
Denn: Die beiden Meeressäuger befinden sich immer noch
in den Becken.
Jeden Tag drehen sie ihre Runden im Wasser, in welchem
sich seit der Schliessung des Marineparks Algen
ausbreiten. Wikie und Keijo, wie die beiden Orcas
heissen, brauchen dringend Beschäftigung.
Tierschützerinnen und Tierschützer warnen: Auf Dauer
werden die Tiere in dem Becken krank.
Betonbecken seit Jahren in schlechtem Zustand
«Wale und Delfine können nicht artgerecht in
Gefangenschaft gehalten werden», stellt Tierschützerin
Tamara Narganes gegenüber «N-TV» klar.
Im Fall der beiden Orcas in Südfrankreich komme die
schlechte Wasserqualität hinzu. «Und dass die
Betonbecken seit Jahren in schlechtem Zustand sind», so
Narganes.
Wikie und Keijo können momentan lediglich auf die
Unterstützung einiger Angestellten zählen, die sie
füttern.
Laut dem Sender hat der bisherige Parkbetreiber
Marineland versichert, dass die Suche nach Lösungen auf
Hochtouren laufe. Aber das stellt sich als schwierig
heraus.
Denn: Die beiden Orcas können nicht ausgewildert werden
– sie sind in Gefangenschaft geboren. Im offenen Meer
würden die beiden Tiere nicht überleben.
In Kanada habe sich eine Auffangstation bereit erklärt,
die beiden Orcas aufzunehmen. Diese ist jedoch noch
nicht fertiggestellt.
So müssen die beiden Meeressäuger wohl oder übel in
ihren Becken in Antibes ausharren. Bis eine definitive
und umsetzbare Lösung für sie gefunden wird.
Von Shola Lawal - Die kraftvollen Laute der Blauwale
helfen ihnen, mit Partnern zu kommunizieren oder
signalisieren die Entdeckung von reichlich vorhandener
Nahrung.
Die Gesänge der Wale sind weit entfernt von dem Gesang,
an den der Mensch gewöhnt ist. Im Gegensatz zu unseren
musikalischen Klängen handelt es sich bei den von Walen
erzeugten Klängen um eine komplexe Reihe von
Lautäußerungen, die Stöhnen, Klicken und Pfeifen
umfassen und die vom Muhen einer Kuh bis zum Zwitschern
eines Vogels wie alles Mögliche klingen können. Diese
Lautäußerungen können so kraftvoll sein, dass sie bis zu
10 km weit gehört werden können und jeweils eine halbe
Stunde dauern können.
Aber auch wenn es sich nicht gerade um Tanzmaterial
handelt, sind Walgesänge für die Kommunikation von
entscheidender Bedeutung: zwischen Männchen und Weibchen
während der Paarung oder zwischen einem Walschwarm auf
dem Zug.
Für die Forscher sind diese komplexen Geräusche ein
Fenster in das Verhalten der Wale, auch wenn der Mensch
noch nicht genau weiß, wie er sie entschlüsseln kann.
Die Häufigkeit von Liedern und ihre Intensität können
verschiedene Dinge signalisieren: zum Beispiel ein
Überfluss an Nahrung. In jüngsten Studien waren Forscher
jedoch alarmiert, als sie feststellten, dass Blauwale,
die größten Wale und tatsächlich die größten Säugetiere
der Erde, zu bestimmten Zeiten aufgehört haben zu
singen.
Ihre unheimliche Stille, so die Wissenschaftler, ist ein
Signal dafür, dass sich das Leben im Ozean grundlegend
verändert. Die jüngste Studie, die von Wissenschaftlern
des Monterey Bay Aquarium Research Institute in
Kalifornien in den USA durchgeführt und im Februar
veröffentlicht wurde, untersuchte drei Arten von Walen.
Forscher fanden heraus, dass vor allem Blauwale
anfälliger für diese Veränderung geworden sind.
Was haben Forscher herausgefunden und wo?
Mindestens zwei Studien zwischen 2016 und 2025 haben ein
ähnliches Verhalten festgestellt: Blauwale haben ihren
Gesang über einen längeren Zeitraum reduziert.
Die erste Studie, die zwischen 2016 und 2018 in den
Meeresgewässern zwischen den neuseeländischen Inseln
durchgeführt wurde, wurde von Wissenschaftlern des
Marine Mammal Institute der Oregon State University in
den USA geleitet. Über diesen Zeitraum verfolgten die
Forscher bestimmte Lautäußerungen von Blauwalen, die mit
der Nahrungsaufnahme (D-Rufe) und der Paarung
(sogenannte gemusterte Gesänge) verbunden sind.
Die Forscher verwendeten kontinuierliche Aufzeichnungen
von Unterwassergeräten, sogenannten Hydrophonen, die
Geräusche über Tausende von Kilometern aufzeichnen
können und in der Süd-Taranaki-Bucht platziert wurden –
einem bekannten Nahrungsgebiet für Blauwale vor der
Westküste Neuseelands.
Sie entdeckten, dass in einigen Perioden, insbesondere
in den wärmeren Frühlings- und Sommermonaten, wenn Wale
normalerweise mästen, die Häufigkeit und Intensität der
Geräusche im Zusammenhang mit der Fressaktivität abnahm
– was auf eine Verringerung der Nahrungsquellen
hindeutet. Diesem Rückgang folgte ein verringertes
Auftreten von gemusterten Gesängen, was auf einen
Rückgang der Fortpflanzungsaktivität hindeutet.
"Wenn es weniger Fressmöglichkeiten gibt, geben sie sich
weniger Mühe, sich fortzupflanzen", sagte die leitende
Forscherin Dawn Barlow gegenüber Reportern. Die
Ergebnisse dieser Studie wurden 2023 in der
Fachzeitschrift Ecology and Evolution veröffentlicht.
Im Februar dieses Jahres veröffentlichten Forscher in
der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS One eine Studie,
in der sie die Geräusche von Bartenwalen im
Kalifornischen Strom-Ökosystem verfolgten, das sich im
Nordpazifischen Ozean von British Columbia bis Baja
California erstreckt. Blauwale sind eine Art von
Bartenwalen, und die Studie konzentrierte sich auf sie
sowie auf ihre Verwandten, die Buckelwale und Finnwale.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren, beginnend im Jahr
2015, fanden die Wissenschaftler deutliche Muster. In
den ersten zwei Jahren waren "die Zeiten für die Wale
hart", bemerkte der leitende Forscher John Ryan vom
Monterey Bay Aquarium Research Institute in Kalifornien
in einer Pressemitteilung, da festgestellt wurde, dass
die Wale, insbesondere die Blauwale, weniger sangen. In
den nächsten drei Jahren kehrten jedoch alle drei
Walarten zurück und sangen wieder häufiger, stellte die
Studie fest.
Warum singen Blauwale weniger? [Weniger Nahrung im
Meer - zu wenig Krill wegen Hitzewellen]
Beide Studien fanden einen Hauptgrund für die
Verringerung des Walgesangs: die Nahrung oder, in diesem
Fall, den Mangel daran.
Es stellt sich heraus, dass die Forschung, die zwischen
2015 und 2020 durchgeführt wurde, Perioden extremer
mariner Hitzewellen erfasste, die den Krill ausrotteten,
die kleinen garnelenähnlichen Tiere, von denen sich
Blauwale ernähren.
Diese Hitzewellen sind Teil einer drohenden
Umweltkatastrophe, vor der Wissenschaftler gewarnt
haben: die anhaltende globale Erwärmung, die durch den
Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen
gekennzeichnet ist und durch menschliche Aktivitäten mit
hohen Emissionen verursacht wird, darunter vor allem die
Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Wissenschaftler sagen, dass die Welt bald einen
Wendepunkt erreichen könnte, an dem es zu unumkehrbaren
Veränderungen auf dem Planeten kommen wird. Bereits
2016, 2023 und 2024 wurden als die wärmsten Jahre aller
Zeiten verzeichnet.
Warum verschwinden die Nahrungsquellen für Wale?
[Gesang der Wale, wenn sie Krill gefunden haben - kein
Krill - kein Gesang]
Krill, von dem sich Blauwale hauptsächlich ernähren,
reagiert sehr empfindlich auf Hitze und kann bei
Hitzewellen so gut wie verschwinden, so die Studien.
Auch ihre Bewegungsmuster ändern sich drastisch: Anstatt
wie üblich zusammenzubleiben, zerstreut sich der Krill,
wenn es heiß ist, was es für Raubtiere wie Blauwale
schwieriger macht, ihn zu finden.
Normalerweise singen Blauwale bei der Nahrungssuche
anderen zu, um zu signalisieren, dass sie Krillschwärme
gefunden haben. Wenn es kein Essen zum Singen gibt,
macht es Sinn, dass es kein Singen gibt.
Hitzewellen können auch schädliche chemische
Veränderungen in den Ozeanen auslösen, die das Wachstum
giftiger Algen fördern, die bei Säugetieren in den
Ozeanen und Seevögeln zu Vergiftungen und Tod führen,
wie Forscher zuvor herausgefunden haben, was darauf
hindeutet, dass auch Blauwale Gefahr laufen, vergiftet
zu werden.
In der neueren Studie in Kalifornien fanden Forscher
heraus, dass in den ersten zwei Jahren, in denen Wale
seltener sangen, auch andere Fischpopulationen
zurückgingen.
Sind Blauwale verwundbarer als andere Wale? In der zweiten Periode von drei Jahren kam es zu
einem Wiederaufleben von Krill und den anderen Fischen,
zusammen mit mehr Walgesang. Als der Krill wieder
zurückging, sangen die Blauwale wieder seltener, während
der Gesang der Buckelwale weiterging, so die Studie.
"Im Vergleich zu Buckelwalen sind Blauwale im östlichen
Nordpazifik möglicherweise anfälliger, nicht nur
aufgrund einer geringeren Populationsgröße, sondern auch
aufgrund einer weniger flexiblen Futtersuche", sagte
Ryan, der Hauptautor der kalifornischen Studie, in einer
Erklärung.
"Diese Ergebnisse können Wissenschaftlern und
Ressourcenmanagern helfen, vorherzusagen, wie marine
Ökosysteme und Arten auf den Klimawandel reagieren
werden", fügte er hinzu.
Es ist wahrscheinlich, so beide Studien, dass Blauwale
mehr Zeit und Energie darauf verwenden müssen, Nahrung
zu finden, wenn sie knapp ist, anstatt zu singen.
Verändern sich andere Tiere in ihren Lauten?
Studien haben ergeben, dass der Klimawandel die
Geräusche mehrerer anderer Arten ebenfalls verändert.
Naturbezogene Geräusche, wie der Gesang bestimmter
Vogelarten, könnten an einigen Orten ganz verschwinden,
da sich das Verhalten der Tiere durch die steigenden
Temperaturen verändert. Zum Beispiel könnten einige
Tiere dauerhaft von ihren traditionellen Lebensräumen
wegziehen.
In New York stellten Wissenschaftler fest, dass sich
über ein Jahrhundert (1900-1999) vier Froscharten in
ihren Rufmustern veränderten, die Männchen benutzen, um
Weibchen zur Fortpflanzung anzuziehen, und die
normalerweise mit der Erwärmung im Frühling und frühen
Sommer verbunden sind. Im Laufe der Zeit riefen einige
Frösche etwa zwei Wochen früher als gewöhnlich, fanden
die Forscher heraus, und fügten hinzu, dass dies
bedeutete, dass der Sommer früher kam.
Quelle: Al Jazeera
By Shola Lawal - The powerful sounds made by Blue
Whales help them communicate with partners or signal
the discovery of abundant food.
Whale songs are far removed from the singing that humans
are used to. Unlike our musical sounds, those produced
by whales are a complex range of vocalisations that
include groans, clicks and whistles and that can sound
like anything from the mooing of a cow to the twitter of
a bird. These vocalisations can be so powerful that they
can be heard as far as 10km (6 miles) away, and can last
for half an hour at a time.
But while they may not be exactly dancing material,
whale songs are critical for communication: between
males and females during mating, or among a school of
whales migrating.
For researchers, these complex sounds are a window into
whale behaviour, even if humans don’t yet know exactly
how to decode them.
The frequency of songs and their intensity can signal
various things: an abundance of food, for example. In
recent studies, however, researchers have been alarmed
to find that blue whales, the largest whales and,
indeed, the largest mammals on Earth, have stopped
singing at specific times.
Their eerie quietness, scientists say, is a signal that
ocean life is changing fundamentally. The most recent
study, conducted by scientists from the Monterey Bay
Aquarium Research Institute in California in the US and
published in February, examined three types of whales.
Researchers found that blue whales, in particular, have
become more vulnerable to this change.
What have researchers found, and where?
At least two studies between 2016 and 2025 have found
similar behaviour: blue whales have reduced their
singing for stretches of time.
The first study, conducted in the sea waters between the
islands of New Zealand between 2016 and 2018, was led by
scientists from the Marine Mammal Institute at Oregon
State University in the US. Over that period of time,
researchers tracked specific blue whale vocalisations
linked to feeding (called D-calls) and mating (called
patterned songs).
Researchers used continuous recordings from underwater
devices called hydrophones, which can log sounds over
thousands of kilometres, and which were placed in the
South Taranaki Bight – a known foraging spot for blue
whales off the west coast of New Zealand.
They discovered that during some periods, particularly
in the warmer months of spring and summer when whales
usually fatten up, the frequency and intensity of sounds
related to feeding activity dropped – suggesting a
reduction in food sources. That decline was followed by
reduced occurrences of patterned songs, signalling a dip
in reproductive activity.
“When there are fewer feeding opportunities, they put
less effort into reproduction,” lead researcher Dawn
Barlow told reporters. The results of that study were
published in the journal Ecology and Evolution in 2023.
Then, in a study published in the scientific journal
PLOS One in February this year, researchers tracked
baleen whale sounds in the California Current Ecosystem,
the area in the North Pacific Ocean stretching from
British Columbia to Baja California. Blue whales are a
type of baleen whale, and the study focused on them,
alongside their cousins, humpback whales and fin whales.
Over six years starting in 2015, the scientists found
distinct patterns. Over the first two years, “times were
tough for whales”, lead researcher John Ryan, of the
Monterey Bay Aquarium Research Institute in California,
noted in a press statement, as the whales, particularly
blue whales, were found to be singing less. Over the
next three years, however, all three whale species were
back to singing more frequently, the study noted.
Why are blue whales singing less?
Both studies found one main reason for the reduction of
whale song: food or, in this case, the lack of it.
It turns out that the research, conducted between 2015
and 2020, captured periods of extreme marine heatwave
events that killed off krill, the small shrimp-like
animals that blue whales feed on.
Those heatwaves are part of a looming environmental
catastrophe scientists have been warning about: ongoing
global warming marked by increases in global average
temperatures, and caused by high-emission human
activities, chief among them being the burning of fossil
fuels.
Scientists say the world could soon reach a tipping
point at which there will be irreversible change to the
planet. Already, 2016, 2023 and 2024 have been recorded
as the warmest years ever.
Why are food sources disappearing for whales?
Krill, which blue whales primarily feed on, are highly
sensitive to heat and can all but vanish during
heatwaves, the studies found. Their movement patterns
also change drastically: instead of staying together, as
they usually do, krill disperse when it is hot, making
them harder for predators like blue whales to find.
Typically, when foraging, blue whales sing to others to
signal that they have found swarms of krill. If there is
no food to sing about, it makes sense that there will be
no singing.
Heatwaves can also trigger harmful chemical changes in
the oceans that encourage the growth of toxic algae,
which causes poisoning and death to mammals in the
oceans and sea birds, researchers have previously found,
suggesting that blue whales are also at risk of being
poisoned.
In the more recent study in California, researchers
found that in the first two years when whales were
singing less frequently, there was also a reduction in
other fish populations.
Are blue whales more vulnerable than other whales?
The second period of three years witnessed a resurgence
of krill and the other fish, along with more whale
singing. When krill again declined, blue whales again
sang less frequently, while singing from humpback whales
continued, the study noted.
“Compared to humpback whales, blue whales in the eastern
North Pacific may be more vulnerable due to not only a
smaller population size but also a less flexible
foraging strategy,” Ryan, the lead author of the
California study said in a statement.
“These findings can help scientists and resource
managers predict how marine ecosystems and species will
respond to climate change,” he added.
It is likely, both studies say, that blue whales need to
spend more time and energy finding food when it is
scarce, instead of singing.
Are other animals changing their sounds?
Studies have found that climate change is altering the
sounds of several other species as well. Nature-related
sounds, such as birdsong from certain species, could
disappear altogether in some places as warming
temperatures alter animal behaviour. For example, some
animals might move permanently away from their
traditional habitats.
In New York, scientists found that over a century
(1900-1999), four frog species changed their calling
patterns, which males use to attract females for mating,
and which are usually tied to the warming of spring and
early summer. Over time, some frogs were calling about
two weeks earlier than usual, researchers found, adding
that it signified summer was arriving earlier.
Source: Al Jazeera
Fototexte:
Delfine sind schon lange für ihre freundliche und
spielerische Art bekannt, die sie auch Menschen
gegenüber zeigen. (Symbolbild)
Auch die Buckelwale sind berühmt für ihr ausgeprägtes
Sozialverhalten. (Symbolbild)
Falls die Buckelwale einmal keine Interaktion mit den
Delfinen wünschen, machen sie dies durch einen Schlag
mit der Schwanzflosse bemerkbar. (Symbolbild)
Der Artikel:
Marie Augustin - Australien - Die Forschergruppe
einer australischen Universität hat 199 Begegnungen
zwischen Walen und Delfinen analysiert. Dabei fiel
auf: Die Tiere spielen miteinander.
Wale und Delfine verstehen sich
häufig besonders gut.
Forschende haben beobachtet, dass die
Tiere oft miteinander spielen.
Doch auch Auseinandersetzungen der
Wale beobachten die Delfine mit grossem Interesse.
Studienergebnisse des Walforschers und Leiters des
Whales & Climate Programs Olaf Meynecke und
Co-Autorin Olivia Crawley zeigen: Delfine und Wale
interagieren spielerisch miteinander. Die Forschenden
der australischen Griffith Universität analysierten dazu
Aufnahmen von Whale-Watching-Touranbietern,
Hobby-Fotografen und weiteren Forschenden.
Für die im Fachmagazin «Discover Animals»
veröffentlichten Ergebnisse wurden insgesamt 199
Begegnungen zwischen 19 Bartenwal- und Delfinarten
analysiert. Aufgenommen wurden die Fotografien und
Videos in 17 verschiedenen Ländern und zeigen:
Buckelwale präsentieren Delfinen mitunter spielerisch
ihren Bauch und die Delfine reiten auf von Walen
erzeugten Wellen.
Etwa ein Viertel der Interaktionen fällt positiv aus:
Statt sich gegenseitig zu stören, agieren die
unterschiedlichen Tiere spielerisch und freundlich
miteinander. Besonders die als äusserst sozial
eingestuften Buckelwale nähern sich den Delfinen, rollen
und drehen sich.
Wellenreiten: Delfine nutzen Druckwellen der Wale
Meistens sind es allerdings die Delfine, welche die Wale
aufsuchen und sich häufig in deren Kopfnähe aufhalten.
«Die Vermutung ist, dass die Delfine in Sichtweite der
Wale bleiben, um von ihnen gesehen zu werden», erklärt
Meynecke. Hören könnten sie sich zwar auch über
Geräusche, «aber die visuelle Wahrnehmung scheint
ebenfalls von Interesse zu sein».
Mitunter wurden Kameras an Walen befestigt, deren
Aufnahmen belegen: Die Delfine folgen ihren grossen
Verwandten auch bis auf den Meeresboden und halten
Augenkontakt.
Auch reiten sie spielerisch an der Seite von Walen mit:
«Es macht ihnen eindeutig Spass, die Druckwelle des Wals
zu nutzen, ähnlich wie Menschen beim Wellenreiten», sagt
Meynecke.
Schwanzschlag: Bitte Abstand halten
In Zeiten von Nahrungskonkurrenz können die Wale
allerdings auch ablehnend reagieren: Dann signalisieren
sie mit Schwanzschlägen, dass sie Abstand wünschen.
Dieses Verhalten wurde jedoch vergleichsweise selten
beobachtet.
Interessierst du dich für die Lebewesen im Ozean?
Ein besonderes Interesse zeigen die Delfine dann, wenn
in den Wal-Schulen viel passiert: So etwa, wenn Kälber
anwesend sind oder die Wale miteinander kämpfen. Die
Delfine beobachten die Szenen, ohne sich einzumischen.
Training der sozialen und kognitiven Fähigkeiten
Dass die Tiere so positiv aufeinander reagieren, «könnte
tatsächlich Unterhaltung sein», meint Meynecke.
Buckelwale wurden bereits öfter beim Spielen beobachtet.
So nutzen sie beispielsweise Seetang und balancieren
diesen auf dem Kopf.
Laut Theorie der Forschenden findet ein soziales Spiel
statt, das auch die Kreativität fördert. «Wie auch beim
Menschen braucht das Gehirn gerade bei intelligenten
Wesen Phasen der Kreativität», äussert Meynecke.
Walfisch am 12.10.2025: Orcas vor
Portugal wollten mit Segelschiff spielen: Orcas versenken Segeljacht vor Portugal – Familie
gerettet
https://www.nau.ch/news/europa/orcas-versenken-segeljacht-vor-portugal-familie-gerettet-67053837
Keystone-SDA - Portugal - Ein französisches Segelboot
wird von Orcas vor der Küste Portugals zum Sinken
gebracht. Die Familie an Bord überlebt.
Orcas haben vor
der Küste von Portugal ein französisches Segelboot mit
einer fünfköpfigen Familie an Bord zum Sinken
gebracht. Der Zwischenfall ereignete sich etwa 45
Seemeilen (knapp 84 Kilometer) vor der Küste von
Peniche, wie die Zeitung «Correio da Manhã» und
weitere portugiesische Medien unter Berufung auf die
Behörden berichteten.
Die elf Meter lange
Jacht «Ti`fare» sei zwar gesunken, die Insassen –
ein französisch-portugiesisches Ehepaar und die drei
Töchter im Alter von acht, zehn und zwölf Jahren –
seien aber mit dem Schrecken davongekommen und
unverletzt geblieben, hiess es.
Die Familie, die
laut «Correio da Manhã» ihre Reise am 29. September
in der französischen Stadt Lorient begonnen hatte,
konnte per Funk einen Notruf an das
Seenotrettungszentrum in Lissabon absetzen und sich
in ein Rettungsfloss begeben. Ein Fischerboot nahm
sie an Bord, anschliessend wurde
sie von einem Hubschrauber der Luftwaffe
zur Militärbasis Montijo gebracht und später in ein
Krankenhaus überstellt.
Drama erst am
Wochenende bekannt
Das Drama der
französischen Familie geschah bereits am
Freitagabend, wurde aber erst am Wochenende bekannt.
Die Tiere, auch Schwert- oder Killerwale genannt,
verursachten den Berichten zufolge ein Leck im Rumpf
des Bootes, das nach der Beschädigung voll Wasser
lief und schnell unterging.
In den vergangenen
Jahren hatten vor allem Zwischenfälle mit Orcas im
Mittelmeer vor der Südküste Spaniens und an der
Strasse von Gibraltar für Aufsehen gesorgt. In
diesem Jahr häufen sich aber die Berichte aus
Portugal. Zuletzt hatten Orcas erst vor einem Monat,
am 13. September, vor der Caparica-Küste unweit von
Lissabon eine Segeljacht zum Sinken gebracht.
61 Meldungen
wegen Orca-Begegnungen
Nach Auskunft der
portugiesischen Seeaufsichtsbehörde wurden in diesem
Jahr vor den Küsten des Landes bereits 61 Meldungen
wegen Orca-Begegnungen ausgestellt. Die meisten
Experten gehen nicht von gezielten Aggressionen der
hochintelligenten Tiere aus der Familie der Delfine
aus.
Sie weisen deshalb
den Begriff «Attacken» zurück und sprechen von
«Interaktionen» oder Begegnungen. Die Ursachen des
auffälligen Verhaltens, das erst seit 2020 verstärkt
registriert wird, werden allerdings noch untersucht.
Über 200 Jahre alt
können Grönlandwale werden. Wegen ihrer Masse und
des Alters müssten sie anfällig für Krebs sein, sind
sie aber nicht. Ein Forschungsteam hat sich nun
einer Erklärung für die effiziente DNA-Reparatur der
Grönlandwale angenähert.
Zwei Menschenleben, heißt es unter den Inuit in
Alaska, werden Grönlandwale alt. Das älteste je
untersuchte Tier der Gattung brachte es sogar auf 211
Jahre, bevor es Ende des 20. Jahrhunderts von
Walfängern erlegt wurde. Gleich in mehreren während
der 1990er Jahre getöteten Walen fand man ins Fleisch
eingewachsene Steinharpunen, die nur bis in die 60er
Jahre des 19. Jahrhunderts verwendet worden waren.
Es gilt seit Langem als Rätsel, wieso Grönlandwale so
alt werden können. Eigentlich ist die
Wahrscheinlichkeit, dass sich normale Zellen in
Krebszellen verwandeln, bei Tieren, die groß sind und
lange leben, sehr hoch: Viele Zellen haben viel Zeit,
um zu mutieren. Ein Forschungsteam rund um Jan Vijg vom Einstein
College of Medicine in New York und Vera Gorbunova von der
Rochester University, ebenfalls in New York, hat sich
nun der Frage angenommen, warum das bei Grönlandwalen
dennoch nicht so ist und seine Ergebnisse im Magazin
„Nature“ publiziert.
Weltmeister der DNA-Reparatur
Die Forscherinnen und Forscher setzten Walgewebe
Bedingungen aus, unter denen die Wahrscheinlichkeit,
dass Krebs entsteht, hoch ist, also etwa einer
intensiven UV-Strahlung. Dabei zeigte sich, dass die
Walzellen tatsächlich weniger genetische Veränderungen
benötigten, um bösartig zu werden, als menschliche
Fibroblasten, also Zellen des Bindegewebes. Und
trotzdem weisen sie insgesamt deutlich weniger
Mutationen auf. Sprich: Das Erbgut der Wale wird
effizient repariert.
Eine zentrale Rolle spielt dabei offenbar das Protein
CIRBP (Cold-inducible RNA-binding protein), das in den
Zellen des Wals in hoher Menge vorkommt. Dieses
Protein unterstützt die Reparatur von
DNA-Doppelstrangbrüchen – also jener Fälle, in denen
bei der Helix der DNA beide Stränge an derselben
Stelle gebrochen sind. Wie genau CIRBP dabei vorgeht,
ist unklar.
Hinweise auf die Reparaturmethode
Laboruntersuchungen zeigen laut der Studie jedoch,
dass CIRBP „liquid-liquid phase seperation“ (LLPS)
durchlaufen kann – die Trennung einer Flüssigkeit in
zwei sogenannte flüssige Phasen. Es bildet dadurch
winzige Tröpfchen, biomolekulare Kondensate, in denen
Moleküle konzentriert werden. Die Forschenden
vermuten, dass das Protein auf diese Weise
Reparaturfaktoren zusammenführt und die Enden
beschädigter DNA stabilisiert.
Während eine Überproduktion klassischer
DNA-Reparaturenzyme schädlich sein kann, könnte eine
solche Schutzstruktur aus CIRBP-Molekülen erklären,
warum eine erhöhte Menge des Proteins für den Wal von
Vorteil ist, heißt es in der Studie.
Hoffnung für Krebsvorsorge
Noch existieren keine zugelassenen Therapien, die
gezielt die DNA-Reparatur stärken, um Krebs oder
altersbedingte Zellschäden zu verhindern. Es galt
bisher als umstritten, ob dieser Prozess im Menschen
überhaupt künstlich verbessert werden kann. Der
Grönlandwal liefert jedoch Hinweise darauf, dass es
möglich sein könnte, heißt es weiter: „Wird die
Walvariante des CIRBP-Gens in menschliche Zellen
eingebracht, erhöht sie dort messbar die
Genomstabilität.“
Das Forschungsteam schließt mit der Hoffnung, dass
Therapien, die auf dieser evolutionären Strategie
beruhen – also die Aktivität oder Konzentration von
Proteinen wie CIRBP zu steigern – eines Tages helfen
könnten, die Genominstabilität als behandelbaren
Risikofaktor zu adressieren: „Das wäre besonders
bedeutsam für Menschen mit einer erblichen
Krebsveranlagung oder für ältere Bevölkerungsgruppen,
deren Krebsrisiko naturgemäß steigt.“
hadl, ORF Wissen
DK am 22.2.2026: Haufenweise Pottwale
gestrandet und gestorben: Fanø: Alle in Dänemark gestrandeten Pottwale
gestorben
https://www.nau.ch/news/europa/alle-in-danemark-gestrandeten-pottwale-gestorben-67097644
[Die Wale werden durch Frequenzen von Schiffen und
Windrädern im Wasser fehlgeleitet].
Pottwale stranden an der Nordsee und
sterben am 12.4.2026: in Deutschland, Holland,
England, Frankreich: Dem rätselhaften Walsterben auf der Spur
https://www.dw.com/de/dem-r%C3%A4tselhaften-walsterben-auf-der-spur/g-18987666
Deutschland, Holland, England, Frankreich: 29 Pottwale
sind seit Januar an den Küsten der Nordsee gestrandet.
Die Obduktion der Riesen ergab nun Hinweise auf die
Todesursache.
[Audio lädt nicht].
Die Kapitalisten wollen den Buckelwal
schon tot am 12.4.2026: Entsorgungsfirma "SecAnim": Aus sterbendem Buckelwal Timmy soll Diesel gemacht
werden
https://www.nau.ch/news/europa/aus-sterbendem-buckelwal-timmy-soll-diesel-gemacht-werden-67115868
Fototexte:
-- Nach seinem Tod soll der Wal gemäss dem Deutschen
Meeresmuseum in Stralsund wissenschaftlich seziert und
untersucht werden.
-- Anschliessend wird der Kadaver zu der
Entsorgungsfirma SecAnim in Mecklenburg-Vorpommern
gebracht.
-- Dort soll er unter strengen Auflagen zu Biodiesel und
Brennstoff verarbeitet werden.
Der Artikel:
Luna Gerber -- Deutschland -- Das Schicksal von
Buckelwal Timmy scheint bereits in Stein gemeisselt.
Jetzt werden konkrete Pläne publik: Timmy soll zu
Brennstoff verarbeitet werden.
Buckelwal Timmy gibt nach wie vor
nicht auf – wenn auch die Überlebenschancen winzig sind.
Nach seinem Tod planen Forscher eine
Sektion, unter anderem zur Analyse von Krankheit.
Der Kadaver soll zudem zu Biodiesel
und Brennstoff weiterverarbeitet werden.
Die Chancen um den Buckelwal Timmy stehen gegen Null.
Nachdem er im März für Aufsehen und gross angelegte
Rettungsversuche sorgte, scheint sein Schicksal nun
besiegelt.
Während er vor der deutschen Insel Poel aktuell tapfer
bleibt, werden derweil Pläne für die Zeit nach seinem
Tod geschmiedet.
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund spricht von
Forschungs-Intentionen. Der wissenschaftliche
Mitarbeiter Tom Bär sagt: «Im Falle seines Sterbens soll
das Tier im Rahmen einer Sektion wissenschaftlich
untersucht werden.»
Dies soll mögliche Erkrankungen aufschlüsseln. Zudem
wolle man die Rolle des Netzes klären, das sich in
Timmys Maul verfangen hatte. Die Erkenntnisse könnten
für den Schutz anderer Wale Früchte tragen.
Das Skelett des Buckelwals machte bereits diverse
Forschungseinrichtungen hellhörig, unter anderem die
Universität Rostock.
Doch nicht nur das: Nach der Skelettentnahme würde der
Walkörper «weitestgehend zerlegt» sein, erklärt ein
Sprecher von SecAnim, einer Tierentsorgungs-Firma.
Der Transport erfolge dann mit speziellen Fahrzeugen zum
Firmenstandort in der deutschen Kleinstadt Malchin.
Firma verarbeitet Walkadaver unter strengen Auflagen
Dort werde der Walkörper unter «Einhaltung höchster
Hygienestandards gemäss den gesetzlichen Vorgaben»
weiterverarbeitet. Das betonte der Unternehmenssprecher
gegenüber «t-online».
Buckelwal "Timmy" in Norddeutschland am
25.4.2026: Dank gestiegenem Wasserpegel: Timmy kann frei
schwimmen
https://www.blick.ch/ausland/dank-gestiegenem-wasserpegel-timmy-kann-frei-schwimmen-id21884338.html
Der Wasserpegel ist über Nacht gestiegen. Dem vor der
deutschen Küste gestrandeten Buckelwal Timmy hat das
geholfen. Er kann frei schwimmen. Mehrere Boote
versuchen ihn nun ins offene Meer zu lotsen.
Buckelwal "Timmy" in Norddeutschland am
26.4.2026: Laut Umweltminister: Timmy hat sich in die richtige
Richtung gedreht
https://www.nau.ch/news/europa/timmy-hat-sich-laut-umweltminister-in-die-richtige-richtung-gedreht-67122134
Australien am 26.4.2026: Toter Wal liegt
am Strand - und Haie wollen ihn fressen - da ist
Schwimmen unmöglich: Hungrige Haie: Sydney muss wegen totem Wal Strände
sperren
https://www.20min.ch/story/haialarm-in-sydney-tote-pottwal-teile-an-strand-entdeckt-103552744
20 Minuten -- Newsdesk -- Seit Anfang März strandet ein
Wal immer wieder an der Ostseeküste Deutschlands. Die
aktuellsten Entwicklungen findest du im Ticker.
Nach Angaben des Umweltministeriums war der Wal seit dem
3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs.
Nach vielen erfolglosen Befreiungsversuchen schaffte es
der Wal zwischenzeitlich, sich selbst zu befreien.
Die 20-Minuten-Community hat sich in einer Umfrage dazu
entschieden, den Buckelwal «Fridolin» zu nennen.
Whales are increasingly exposed to traffic – and ship
strikes.
12 May 2026
The United States-Israel war on Iran has disrupted
global supplies of energy, fertilisers, medicines and
even helium, devastating economies around the world.
Now it’s also threatening whales off the coast of South
Africa.
Fighting involving the Houthis had already turned
vessels away from the Red Sea and Suez Canal since 2023.
Now the rival restrictions on transit through the Strait
of Hormuz, imposed by Iran and the US, have amplified
that shift.
But the rising volume of shipping traffic near South
Africa’s coast has “substantially increased” the risks
of whales being struck, researchers have warned.
That’s according to a study presented this month at a
meeting of the International Whaling Commission (IWC),
which noted that South Africa’s southwestern coast is
increasingly busy, affecting the area’s significant
populations of whales.
Why have shipping routes shifted?
Traffic in the Red Sea area was initially disrupted back
in November 2023, when Houthi rebels began targeting
vessels sailing the area in solidarity with Palestinians
amid Israel’s genocidal war on Gaza.
More recently, the attacks on vessels in the Strait of
Hormuz, which is currently blocked by Iran, have also
caused shipping companies to reroute vessels from the
Middle East to go around South Africa’s Cape of Good
Hope.
The disruptions have almost doubled the traffic in the
area. At least 89 commercial vessels sailed around
Southern Africa between March 1 and April 24, according
to the International Monetary Fund’s PortWatch Monitor.
In the same period in 2023, there were only 44 vessels.
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What are the whales that might be affected?
South Africa’s waters are home to more than 40 whale
species. The Cape of Good Hope, the country’s
southernmost tip, is known to host populations of
southern right whales, humpback whales, and Bryde’s
whales. There are also Orcas or killer whales, sperm
whales, Minke whales, and dolphins in the area.
Large super-pods of humpback whales feed in the area and
travel from there on an annual migration to Antarctica.
Authorities say they are the largest groups of humpbacks
known on Earth. Some studies put their total numbers at
between 11,000 and 13,000.
Want to come back to this article? Save it for later.
Many species were threatened by commercial whaling in
the 20th century. Although the southern right and
humpback whales have recovered, others, such as the
Antarctic Blue, Fin, and Sei whales, are still listed on
the South African Red List as Endangered or Critically
Endangered.
How are whales affected?
Whales are directly affected by the increased traffic,
as it increases their chances of being struck by a
moving vehicle.
“There have been videos of people on cargo vessels that
were going through high densities of humpback whales,”
researcher Els Vermeulen of the University of Pretoria
told the AFP news agency.
Vermeulen, who led the study presented at the IWC
meeting, said in such cases, whales are not often aware
of the danger, and could be distracted by feeding.
“Obviously, their social media post was all about, ‘Wow,
look how many nice whales we see,'” Vermeulen said. “My
heart stopped – you know that they’re striking a couple
of whales.” Fast traffic, which poses the greatest
risks, has quadrupled, she added.
Whales don’t yet know how to adapt to ships, Chris
Johnson, the global lead of the World Wildlife Fund’s
Protecting Whales and Dolphins Initiative, said.
“You assume that, if you hear a loud noise, you leave.
But that’s not the case with some species,” he said. For
example, when Blue whales in Los Angeles hear a ship
approaching, they just sink below the surface, he added.
Whales are also at risk because of their behavioural
changes, which some experts have attributed to climate
change and other factors. The humpbacks in South Africa,
for example, only started feeding off the west coast,
which is growing increasingly busy, in 2011, said Ken
Findlay, a blue economy consultant who contributed to
the report.
Has the risk of ships striking whales been growing?
It has, researchers say, because of increased human
activity.
Vermeulen and her team had previously conducted a study
on deaths among southern right whales (SRW) in the
Western Cape Coast area back in November 2022, after
observing increasing human activity in the area, such as
fishing. They solely used data collated by government
agencies.
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The results, published in the IWC Journal of Cetacean
Research and Management, found that between 1999 and
2019, there were 11 fatal ship strikes out of a total of
97 deaths. There were another 16 ship strikes that did
not clearly lead to death.
While entanglement in fishing gear was the biggest cause
of death, the researchers concluded that deaths from
ship strikes are likely undercounted – whales hit by
ships in the open seas often sink to the bottom of the
ocean.
Can the whales be protected?
Some suggestions from the report presented by
Vermeulen’s team to the whaling commission proposed that
even small shifts of the traffic lanes away from the
coast of South Africa could reduce the risk of strikes
to some whale species by 20 to 50 percent.
Whale populations in other parts are also at risk and
need protection.
One company, the Swiss-based MSC, has already begun
re-directing its ships to protect critical whale
habitats, notably around Greece (Hellenic Trench) to
protect sperm whales and off Sri Lanka to protect blue
whales.
Experts say measures like speed reduction programmes,
which significantly lower the risk of lethal collisions
and reduce underwater ocean noise, can help.
Researchers are similarly testing if ships could be
alerted to the presence of whale super pods via radio
messaging or specially-designed apps.
South Africa’s Environment Ministry told AFP that “all
available solutions and mitigation measures will be
examined” to protect the whales in the Cape of Good
Hope.
“Once the scientific studies and assessments have been
completed, the maritime authorities will be on the front
line, alongside the (ministry) to chart the way
forward,” it said.
DK am 16.5.2026: Timmy / Fridolin
ist am Strand von DK gestorben: Wal-DramaTracker
gefunden: Toter Buckelwal ist Fridolin
Tracker gefunden – deutscher Umweltminister bestätigt
Tod von Fridolin
Experten der dänischen Umweltbehörde haben zweifelsfrei
festgestellt, dass es sich bei dem vor der Insel Anholt
angespülten toten Buckelwal um das Tier handelt, das
zuvor in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
festgelegen hat. Letzte Sicherheit hat heute der Fund
eines Trackers an dem Wal gegeben. Das
Ortungsgerät befindet sich nun im Besitz der dänischen
Regierung. Zuvor war gesagt worden, dass der tote Wal
keinen Tracker bei sich tragen würde.
Laut «Bild» hat auch Umweltminister Till Backhaus am
Samstag den Tod von Fridolin bestätigt.
[Wieso der Tracker nicht funktionierte, wird nicht
gesagt].
16.05.2026
Sa 16:06
Dänische Umweltschutzbehörde: Toter Buckelwal ist
Fridolin
Bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt handelt
es sich nach Angaben der Behörden um den von der
20-Minuten-Community Fridolin getauften, zuvor in der
Ostsee gestrandeten Buckelwal. An dem Tier wurde ein
zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das
Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die
dänische Umweltbehörde mitteilten. (DPA)
DK am 19.5.2026: Leiche stört am Strand:
Jetzt nervt der tote Timmy die Dänen - Kadaver wird
entfernt
https://www.blick.ch/ausland/kadaver-wird-entfernt-jetzt-nervt-der-tote-timmy-die-daenen-id21962042.html
DK am 21.5.2026: Er gärt: Buckelwal Fridolin bläht sich auf – Behörden
warnen vor Explosion
https://www.20min.ch/video/behoerden-warnen-vor-explodierendem-wal-in-daenemark-103567727
Mira Wecker
1.6.2026: Spanien: Schon wieder: Toter Wal an Strand gespült
https://www.20min.ch/video/spanien-schon-wieder-toter-wal-an-strand-gespuelt-103575356
1.6.2026: La Rochelle: Wal stirbt vor französischer Küste
- Abtransport im Laster
https://www.nau.ch/news/europa/wal-stirbt-vor-franzosischer-kuste-abtransport-im-laster-67134398