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Fischwelt. Meldungen

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präsentiert von Michael Palomino

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20 minuten
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Bolivien 7.12.2011: Der Fall eines Roten Piraña, der sich von einem Betrunkenen gestört fühlte

aus: 20 minuten online: Nach betrunkenem Bad: Junger Mann von Piranhas zerfleischt; 7.12.2011
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Junger-Mann-von-Piranhas-zerfleischt-29397332

<Schreckliches Drama im Nordosten Boliviens: Rote Piranhas haben einen 18-jährigen Fischer angegriffen. Er verblutete auf dem Weg ins Spital.

Im Nordosten Boliviens haben rote Piranhas einen jungen Mann zerfleischt. Der 18-Jährige sei offenbar betrunken gewesen, als er nahe der Ortschaft Rosario del Yata von seinem Kanu in einen Fluss gesprungen sei, sagte der Polizist Daniel Cayaya aus der Kleinstadt Guayaramerin gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Dabei hätten ihn die Fische angegriffen und schwer verletzt. Die Tiere haben das Opfer vor allem ins Gesicht und am Hals gebissen. Der Mann verblutete auf dem Weg ins Spital. Der Radiosender Erbol berichtete am Dienstag erstmals über den Vorfall, der sich bereits am vergangenen Donnerstag ereignet hatte.

Gefählicher Roter Piranha

Der Rote Piranha gilt als sehr «gefährlicher» Fisch. Seinen schlechten Ruf hat der Piranha seinem aggressiven Jagdverhalten und der angeblichen «Gier nach Blut» zu verdanken. Piranhas werden in der Gegenwart von Blut aggressiv, weil dies zumeist leicht erlegbare Beute bedeutet, erklärt «Tierdoku.com». In Aquarien seien Piranhas allerdings so friedlich, dass man sie im Wasser berühren kann.

Auch kann man in Gewässern mit Piranhas schwimmen, sofern man einige «Regeln» einhält: Niemals mit blutenden, frischen Wunden ins Wasser gehen oder fassen und sich ruhig verhalten, da strampelnde Bewegungen auf eine leichte Beute hinweisen. Missachtet man diese Regeln, kann es zu schweren Verletzungen durch Bisse kommen, welche dann durch starke Blutungen wiederum andere Piranhas anlocken und aggressiv machen, so dass dann unzählige dieser Raubfische an einem hängen und das Ufer nicht mehr erreichbar ist.

(kle/dapd)>

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Der Standard online, Logo

29.6.2012: Der Elefantenrüsselfisch hat ein Auge, das auch im Trüben klar sehen kann

aus: Der Standard online: Elefantenrüsselfisch behält auch im trüben Wasser den Durchblick; 29.6.2012;
http://derstandard.at/1339639385404/Spezial-Augen-Elefantenruesselfisch-behaelt-auch-im-trueben-Wasser-den-Durchblick

<Mit besonderen Sehorganen schützt sich der ungewöhnliche Fisch in Gewässern des Regenwaldes vor Fressfeinden.

Das verlängerte Kinn verfügt über ein elektrisches Organ und dient dem Elefantenrüsselfisch im trüben Wasser zur Nahrungssuche, mit seinen hochspezialisierten Augen hält er nach Feinden Ausschau.

Während man sich als Mensch mit einem Gesichtssinn begnügen muss, kann der Elefantenrüsselfisch auf zwei Sinne zurückgreifen, um sich ein Bild von seiner Umgebung zu machen. Zum einen nutzt der in Westafrika lebende Fisch elektrische Felder, um sich zu orientieren. Zum anderen verfügen auch seine Augen über erstaunliche Fähigkeiten, wie nun ein internationales Team aus Neurobiologen, Zoologen und Physikern festgestellt hat: In der Netzhaut des Fisches ist eine Art "Filter" eingebaut, der selbst mit den wirbelnden Schwebteilchen im Wasser klarkommt.

Für die Netzhaut der Elefantenrüsselfische (Gnathonemus petersii) ist es charakteristisch, dass sie rund 10.000 Bündel von Fotorezeptoren aufweist. Ein Teil jedes dieser Bündel befindet sich in einer becherartigen Vertiefung. Deren innere Seitenwände sind mit Guaninkristallen ausgestattet und wirken deshalb wie Parabolspiegel: Sie reflektieren die von außen einfallenden Lichtstrahlen auf den Becherboden, wo ein kleiner Teil der Fotorezeptoren optimal beleuchtet wird. Bei diesen Rezeptoren handelt es sich um Zapfen, die wie bei allen Wirbeltieren nicht sehr lichtempfindlich sind. Der überwiegende Teil der Fotorezeptoren - die Stäbchen - befinden sich kurioserweise hinter den Bechern der Netzhaut; also in einem Bereich, der besonders abgedunkelt ist. Stäbchen sind hochempfindliche Fotorezeptoren, die bei Wirbeltieren für das Sehen in der Dämmerung oder in der Dunkelheit benötigt werden. Umso erstaunlicher ist es, dass sie 'extra' abgedunkelt werden.

Eine derart ungewöhnliche Anordnung und Verteilung der Fotorezeptoren hat Zoologen und Biologen seit langem irritiert. Denn sie fördert das Sehvermögen des Elefantenrüsselfisches weder in Bezug auf die Lichtempfindlichkeit noch in Bezug auf die räumliche Auflösung. Welche Funktion aber hat sie dann überhaupt?

Durchblick im Trüben

Verhaltenstests, die maßgeblich von Stefan Schuster von der Universität Bayreuth entwickelt wurden, haben entscheidend zur Lösung des Rätsels beigetragen. Im Mittelpunkt dieser Tests stand die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Fische imstande sind, rasch herannahende Feinde möglichst schnell zu erkennen und rechtzeitig zu fliehen. Wie sich dabei herausstellte, versetzt die Anordnung von Zapfen und Stäbchen den Fisch in die Lage, Feinde auch dann zuverlässig zu erkennen, wenn sie durch einen Schleier von feinsten Partikeln im Wasser überdeckt werden. Diese Fähigkeit ist für Elefantenrüsselfische äußerst wertvoll, weil sie häufig in trüben Gewässern beheimatet sind.

Bei ihren Testreihen haben Schuster und seine Mitarbeiter verschiedenste Szenarien unter Wasser simuliert. Dabei haben sie beispielsweise beobachten können, wie die Fische auf dunkle Gegenstände reagieren, die von dichten Wolken heller Partikel verdeckt werden. Oder sie haben die Fische mit feingemusterten Gegenständen konfrontiert, in deren Nachbarschaft sich viele ähnlich aussehende Partikel schnell bewegen und ähnliche Muster bilden. "Die Ergebnisse dieser Tests weisen alle in die gleiche Richtung", berichtet der Bayreuther Tierphysiologe. "Die Elefantenrüsselfische lassen sich von den optischen Störungen im Trüben - wir Biologen sprechen von einem 'Rauschen' - nicht beeindrucken. Sie besitzen ein außerordentlich rauschtolerantes Sehvermögen. Schnell und sicher können sie Objekte in ihrer weiteren Umgebung ausmachen; selbst dann, wenn es sich um Fraßfeinde handelt, die sich mit hoher Geschwindigkeit nähern."

Koordinierte Empfindlichkeit der Fotorezeptoren

Als besonders aufschlussreich erwies sich ein Experiment, mit dem Schuster an Forschungsergebnisse anknüpfen konnte, die Kollegen an den Universitäten Bonn und Bielefeld erzielt hatten. Dort war in hirnphysiologischen Messungen am Elefantenrüsselfisch der Nachweis gelungen, dass die Lichtempfindlichkeit der Zapfen und Stäbchen durch ihre ungewöhnliche Anordnung einander angeglichen wird. In einem dämmrigen Licht, wie es in tropischen Binnengewässern häufig vorkommt, werden beide Arten von Fotorezeptoren gleichermaßen aktiviert. Mit einer neuartigen Versuchsanordnung konnte gezeigt werden, dass die hohe Rauschtoleranz nicht möglich wäre ohne das Zusammenspiel der einander angeglichenen Fotorezeptoren.

Die besonderen Netzhautstrukturen sorgen auch dafür, dass der afrikanische Gewässerbewohner sehr schnelle Bewegungen wahrnehmen kann. Mit Elektroden in den visuellen Zentren des Gehirns wiesen die Forscher nach, dass er bis zu 50 Bilder pro Sekunde erkennt. Goldfische schaffen hingegen nur etwa 30 Bilder.

Die Forschungsergebnisse waren für alle beteiligten Wissenschafter eine zoologische Überraschung. Denn sie haben zutage gefördert, dass die Augen des Elefantenrüsselfisches die Funktionen seines schmalen, nach vorne verlängerten Kinns perfekt ergänzen. Dieses Kinn, das äußerlich an den Rüssel eines Elefanten erinnert, war der Namensgeber für den Fisch. Es befähigt ihn dazu, seine Beute mithilfe von elektrischen Feldern zu detektieren. Dies ist allerdings nur auf sehr kurze Distanzen, in einem Umfeld von etwa zehn Zentimetern, möglich. Die ungewöhnlich strukturierte Netzhaut erschließt dem Fisch die weitere Umgebung und schützt ihn selbst vor Fraßfeinden.

Anwendungsmöglichkeiten

Die Wissenschafter, die ihre Erkenntnisse jetzt gemeinsam in "Science" vorstellen, haben bereits konkrete technologische Anwendungsmöglichkeiten im Blick - beispielsweise Unterwasserkameras oder auch winzige Detektoren, die in den menschlichen Blutbahnen winzige gefährliche Ablagerungen erkennen können. (red, derstandard.at, 29.6.2012)


Abstract
Science: Photonic Crystal Light Collectors in Fish Retina Improve Vision in Turbid Water>

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n-tv online, Logo

Fischfarmen 1.7.2012: Giftige Algen haben schwerste Wirkung: <Algen-Gift macht ziellos und aggressiv: Lachse schwimmen falsch herum> - und die Algengifte sind dann in der Nahrungskette

aus: n-tv online; 1.7.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Lachse-schwimmen-falsch-herum-article6623446.html

<Algen-Gifte haben dramatische Auswirkungen auf Lachse, wie Forscher in einem Experiment herausfanden. Den Toxinen ausgesetzt, verlieren die Fische die Orientierung, schwimmen verkehrt herum im Wasser und werden aggressiv. Über die Nahrungskette erreichen die Gifte auch den Menschen.

Lachse, die bestimmten Algen-Giften ausgesetzt sind, werden häufig aggressiver und zeigen ein abnormes Schwimmverhalten. Die Tiere verlieren ihren Gleichgewichtssinn oder ziehen ziellos umher, wie eine norwegische Wissenschaftlerin herausgefunden hat. Algen-Gifte können auch Menschen schaden - zum Beispiel, wenn diese damit belastete Muscheln essen. Große Bedeutung haben sie zudem für Fischfarmen.

Marit Bakke vom Norwegischen Institut für Veterinärwissenschaften hatte den Einfluss dreier biologischer Neurotoxine untersucht: Saxitoxine, Brevetoxine und Domoinsäuren. Diese wurden in unterschiedlichen Konzentrationen dem Wasser des jeweiligen Aquariums zugegeben oder den Fischen direkt injiziert. Beim Einsatz von Saxitoxinen oder Domoinsäuren reagierten die Fische häufiger aggressiv als zuvor, wenn ein Artgenosse ins Aquarium gesetzt wurde. Zur Absicherung seien aber weitere Studien nötig, schreibt Bakke in ihrer Analyse.

Gifte gelangen bis zum Menschen

Alle drei Gifte hatten abnormes Schwimmverhalten zur Folge. Saxitoxin wirkte sich auf den Gleichgewichtssinn aus, die Fische lagen mit erhöhter Atemfrequenz am Boden des Aquariums. Domoinsäure erhöhte die Aktivität, die Fische schwammen verkehrt herum, zogen von Zeit zu Zeit Kurven und sperrten ihr Maul weit auf. Brevetoxin hatte nur moderate Effekte auf das Schwimmverhalten, zum Beispiel wurde die Aktivität reduziert.

Saxitoxine werden von Algen produziert, die im Plankton vorkommen. Da sich Muscheln davon ernähren, kann sich das Gift darin anreichern und so auch den Menschen erreichen. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Wahrnehmungsstörungen und Atemlähmungen. Global werden Bakke zufolge jährlich 2000 Fälle registriert, 15 Prozent der Betroffenen sterben.

Auch Brevetoxine werden von Algen gebildet. Vermehren sich die Algen extrem und bilden rötliche Teppiche, können Fischmassensterben die Folge sein. Über die Nahrungskette - Muscheln, Fische, Krebse - gelangen auch diese Gifte zum Menschen. Brevetoxine reizen Schleimhäute und Atemwege. Typische Symptome einer Domoinsäure-Vergiftung sind Erbrechen und Durchfall, aber auch Verwirrtheit, Gedächtnisverlust oder Krämpfe. Quelle sind kontaminierte Schalentiere. Produziert wird das Biotoxin von bestimmten Meeresrotalgen und Kieselalgen.

Etwa ein Fünftel der bislang bekannten Algenarten seien in der Lage, schädliche Algenblüten zu formen, schreibt Marit Bakke. Nur ein bis zwei Prozent produzierten Toxine. Sie gefährden demnach besonders Fische in Farmen, da die Tiere dort nicht wegschwimmen können. Schon mehrfach hat es in solchen Anlagen Massensterben gegeben, die von toxinbildenden Algen verursacht wurden.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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20 minuten online,
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China 10.7.2012: Verbreitung von Pirañas durch wilde Aussetzung durch "exotisch bestückte Aquarien" - Angriff auf Chinesen, der seinen Hund im Fluss waschen wollte

aus: 20 minuten online: Brutale Räuberfische: iranha attackiert Mann in Südchina; 10.7.2012;
http://www.20min.ch/panorama/news/story/23065624

<Als ein Chinese in der Provinz Guangxi seinen Hund im Fluss waschen will, greift ihn ein Piranha an. Der Raubfisch verbeisst sich in die Hand des Mannes und fügt ihm schwere Wunden zu.

Im Süden Chinas ist ein Mann von einem Piranha angegriffen worden, als er seinen Hund in einem Fluss baden wollte. Der aggressive Fisch habe dem Opfer tiefe Bisswunden in der Hand zugefügt, berichtete der Fernsehsender Hong Kong Cable News am Dienstag. Nur unter grössten Schwierigkeiten konnte er das Tier wieder loswerden. Ein Stück Fleisch wurde dabei aus seiner Hand herausgerissen, schreibt das chinesische Nachrichtenportal China.org.cn.

Der Vorfall ereignet sich am Samstag am Fluss Liujiang in der südlichen Region Guangxi Zhuang. Als der 31-jährige Mann den Piranha endlich abschütteln konnte, nahm er ihn mit nach Hause, wo er ihn lebend aufbewahrte, wie es in dem Bericht hiess.

Der Vorfall nährt Sorgen über den illegalen Import von Piranhas für exotisch bestückte Aquarien in China. Die Behörden fürchten, dass sich die aus Südamerika stammenden räuberischen Süsswasserfische ohne natürliche Feinde rasend schnell in örtlichen Gewässern verbreiten und die Bestände heimischer Fischarten verringern könnten.

(sda)>

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Basler Zeitung
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23.7.2012: Lachse im Rhein kommen bis nach Basel - dank der Anpassungen bei Wasserkraftwerken

aus: Basler Zeitung: Der Lachs kehrt zurück; 23.7.2012;
http://bazonline.ch/basel/land/Der-Lachs-kehrt-zurueck/story/13862306

<Von Franziska Laur.

Ein Jahrhundert lang war dem Lachs die Rückkehr in die Region Basel versperrt. Nun ebnen die Rhein-Kraftwerksbetreiber dem Wanderfisch den Weg.

«Sende dir vom diesjährigen Lachsfang die besten Grüsse. Wir haben schon über 30 Stück gefangen», schreibt Albert Müller aus Efringen-Kirchen (D) im Jahr 1919 an einen Freund. Doch kurz danach war fertig lustig mit dem Segen aus dem Rhein, der damals als grösster Lachsfluss Europas galt. Kraftwerke wurden gebaut und diese versperrten den Wanderfischen den Weg. Hugo Schauli aus Kaiseraugst, der aus einer alteingesessenen Fischerfamilie stammt, kann sich an die lachsreichen Zeiten gut erinnern. «Der Salm und der Lachs ist derselbe Fisch», weiss der 85-Jährige. Wenn er Richtung Meer ziehe, heisse er Salm, schwimme er vom Atlantik rheinaufwärts, nenne man ihn Lachs. Doch in Massen hat auch Schauli den Lachs nicht mehr erlebt. «Das Problem sind die Turbinen der Kraftwerke. Die sind der Lachse Tod.» Er habe Fische gesehen, die seien von den wirbelnden Maschinen in Stücke von zehn bis zwölf Zentimeter Grösse zerrissen worden, und jedes einzelne Stück habe noch gezuckt.

Dieses Problem wollen die Kraftwerksbetreiber seit Jahren angehen. Einen entscheidenden Schritt machten die Energiedienste vor einigen Monaten, indem sie beim Kraftwerk Rheinfelden das neue Laich- und Umgehungsgewässer in Betrieb nahmen. Und schon vor den Sommerferien folgten die ersten Sensationsmeldungen. Gleich zweimal innert zwei Wochen wurde im Zählbecken ein stattlicher Lachs entdeckt.

«Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass der Lachs im Rhein eine Überlebenschance hat», sagt Hans-Peter Jermann, Fischereiaufseher des Kantons Basel-Stadt. Er ist beteiligt am Lachsprogramm 2020, das zum Ziel hat, den Lachs im Rhein zu fördern und wieder anzusiedeln. Dieses Programm läuft unter der Federführung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) und wird von den Kantonen Aargau, Basel-Stadt und Baselland umgesetzt.

Gefährlicher Abstieg

Der Lachs und andere Wanderfische haben Schützenhilfe auch bitter nötig. Seit im vergangenen Jahrhundert vom Oberrhein bis zum Atlantik ein Kraftwerk nach dem anderen gebaut wurde, ist für sie die gesamte Rheingegend nahezu unpassierbar. Sie bräuchten Umgehungsgewässer und nicht lediglich veraltete Fischtreppen. Doch vor allem im Elsass lässt man sich Zeit. Dort sind erst Iffezheim, Gambsheim und Brisach für die Lachse gut durchgängig. «Doch die Verbesserung dieser Auf- und Abstiegshilfen für die Wanderfische ist in Planung», sagt Jermann.

Nicht der Aufstieg vom Atlantik bis zum Hochrhein ist das eigentliche Problem, sondern der Abstieg. Die vielen tausend Fische, die jedes Jahr in den Seitenbächen des Rheins der drei Kantone ausgesetzt werden, streben nämlich im Alter von ein bis zwei Jahren Richtung Meer und treffen auf ihrer Reise auf unüberwindbare Hindernisse. Die wenigen, die es schaffen, fressen sich dort satt und kehren schliesslich zum Laichen wieder an den Ort zurück, wo sie ausgesetzt worden sind.

Doch eben: Die in den Genen gespeicherte Wanderlust ist durch die Industrialisierung im Rhein behindert. Daher: «Die zwei Funde in Rheinfelden sind zwar sehr erfreulich. Doch es sind immer noch Einzelfälle. In der Masse ist der Lachs noch nicht da», sagt Jermann. Doch er stuft die Umgehungsgerinne in Rheinfelden als Musterbeispiel ein.

Fische werden markiert

Zehntausende junge Lachse wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen des Lachsprogramms 2020 in ausgesuchten Bächen des Fricktals und im Rhein ausgesetzt. Die Vorsömmerlinge werden ohne Markierung in den Rhein entlassen, die etwas grösseren Jährlinge werden markiert und können künftig identifiziert werden. «Die in Rheinfelden gefundenen Lachse waren ohne Markierung», sagt David Bittner, stellvertretender kantonaler Fischereiaufseher Aargau. Er nimmt trotzdem an, dass es sich um Rückkehrer aus dem Besatzungsprogramm handelt. «Voraussichtlich sind sie in den Schleusen durch die Kraftwerke gekommen», sagt Bittner. Kleine Glückspilze also, die die weite Reise geschafft haben. Er kann sich durchaus vorstellen, dass der Bestand an Lachsen in den kommenden Jahren zunimmt: «Die Wahrscheinlichkeit ist gross», sagt er.

Wer weiss, vielleicht können künftig tatsächlich wieder Rhein-Fischer vom ganz grossen Lachsfang sprechen. Wie anno dazumal Albert Müller aus Efringen-Kirchen. (Basler Zeitung)>

Aqua
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Welt online,
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23.7.2012: Fische leiden unter Wetterextremen

aus: Welt online: Wetterextreme: Bei 23 Grad treten Forellen in den Hungerstreik; 23.7.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article108357487/Bei-23-Grad-treten-Forellen-in-den-Hungerstreik.html

<Zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken: Wetterextreme setzen nicht nur Menschen zu. Auch Tiere und Pflanzen leiden bei Klimaschwankungen. Kirschen platzen bei Dauerregen, Forellen mögen es nur kühl.

Von Katja Heise

Verregnete Sommer und Hitzewellen: Experten rechnen in Zukunft mit mehr Wetterextremen. Doch nicht nur Menschen reagieren auf Witterungsextreme empfindlich – heimischen Tieren und Pflanzen kann zu viel Hitze oder zu viel Regen genauso zu schaffen machen.

Regenbogenforellen zum Beispiel mögen tropische Temperaturen gar nicht. "Schon bei Wassertemperaturen von 20 oder 21 Grad Celsius fressen sie weniger", sagt Andreas Müller-Belecke vom Institut für Binnenfischerei in Potsdam. Bei 23 Grad treten Regenbogenforellen völlig in den Hungerstreik. Und ab 24 Grad wird es für sie lebensgefährlich.

Die Karpfen sind toleranter. "Bei höheren Temperaturen wachsen sie schneller", erklärt Müller-Belecke.

Sauerstoff am Morgen knapp

Ihnen ging es im Tropenjuli des Jahres 2010 recht gut. Bis zu 27 Grad Celsius vertragen Karpfen, so der Experte. In Teichen aber schwimmen Algen und Bakterien, die tagsüber Sauerstoff liefern, ihn nachts aber auch wieder verbrauchen. "Am Morgen kann der Sauerstoff da leicht knapp werden", sagt er. Dann drohen die Fische zu ersticken.

Diese Probleme gibt es 2012 nicht. Nach Angaben von Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst waren Juni und Juli mit durchschnittlich 16,4 Grad zu kühl und auch zu nass. Doch auch ein Regensommer kann Fischen Probleme machen. Barsche und Zander kommen mit schwankendem Luftdruck nicht gut klar, etwa vor Gewittern. "Sie scheinen dann irritiert, fressen nicht mehr so gut und halten sich nicht an der Oberfläche auf", sagt Müller-Belecke.

Lieber auf zu viel Regen verzichten würde wohl auch der Weißstorch. Weil er hochgelegene Standorte mag, bedeuten Gewitter und Blitze für ihn Lebensgefahr – beim Ausbrüten der Eier, aber auch für die Jungstörche selbst.

Jungtiere können auskühlen

Besonders schlimm sind heftige Regen- und Hagelgüsse für das noch nicht ausgewachsene Gefieder der Jungtiere. Sie können auskühlen und sterben. Auch kann es durch die von den Altstörchen oft in das Nest getragenen Plastiktüten zu stehender Nässe kommen, worin die Jungen sterben können, erklärt der Ornithologe Bernd Ludwig.

Vom Blitz gefährdet sind ebenfalls Weidetiere, die sich auf großen offenen Flächen, etwa Bergkuppen, aufhalten. Sie "reagieren sensibel bei Wetteränderung", sagt Peter Voss-Fels vom Bauernverband. Gewitter macht Rinder zum Beispiel schnell nervös und unruhig.

Auch wetterempfindlich sind Obstbäume. Sie "wollen alles, aber alles zu seiner Zeit", sagt Ute Ellwein vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg. Also trocken und warm im Frühjahr, dann nachts Regen und tags Sonnenschein. Und zur Reife viel Sonne.

Kirschen platzen

Empfindlich sind Kirschen. Zwar wachsen sie mit Regen besser – aber das ist nicht nur positiv. Die Kirschen nehmen das Regenwasser auf, die Fruchthaut dehnt sich und kann platzten. Außerdem werden die Kirschen anfälliger für Fäulnis, wenn Monilia-Pilze die Dehnungsrisse der Frucht infizieren können.

Auch kein gutes Jahr war 2012 bisher für die roten Früchte: Fröste Anfang und Mitte April haben die Blüten geschädigt, außerdem gab es eine schlechte Befruchtung, da es "den sensiblen Bienen zu kalt" war, sagt Ellwein.

Genau wie übrigens auch schon im Mai 2010. Trotz anschließendem Dürresommer war das Frühjahr 2010 verregnet und kühl. Da hatten nicht nur die Blüten schlechte Chancen, sondern auch die Bienen blieben lieber im Stock. Obstblütenhonig gibt es aus dem Jahr 2010 daher praktisch keinen.

Äpfel und Birnen kommen gut klar

Als dann Anfang Juni die Temperaturen stiegen, hatten die Blüten es plötzlich eilig. Jetzt kamen die Bienen mit dem Bestäuben kaum nach. Für eine gute Ernte beim Akazien- und Lindenhonig reichte es noch.

Im Gegensatz dazu können Äpfel und Birnen mit Extremen ganz gut umgehen. Den heißen Sommer 2010 überstanden sie, und auch dieses Jahr könnte es eine gute Ernte geben. Äpfel und Birnen lieben den Regen. Die Früchte sind im Durchmesser bereits fünf Millimeter größer als 2010 zur selben Zeit. Scheint zur Reife im Spätsommer und Herbst die Sonne, wird die Qualität hervorragend.

Richtig bedrohlich sind nur Hagel und starke Hitze. Hagel kann schnell die ganze Ernte zerstören, und bei über 40 Grad Celsius vertrocknen selbst die Blätter der Bäume.

Insgesamt kann man Witterungsextreme in der Landwirtschaft weder in der einen noch in der anderen Richtung gebrauchen, wie Peter Voss-Fels vom Hessischen Bauernverband betont. Bereits im Sommer 2010 klagten die Getreidebauern über Ernteverluste von 20 Prozent aufgrund des ungünstigen Wetters.

Wintergerste enthält zu viel Feuchte

Doch auch dieses Jahr gibt es Probleme: Vielfach konnte das Heu wegen der andauernden Niederschläge noch nicht eingebracht werden. "Deshalb warten unsere Bauern sehnlichst auf drei, vier Tage trockenes und sonniges Wetter", sagt Voss-Fels. Wenn die Böden von Regen durchweicht sind, kann auf den Feldern nur schlecht gefahren werden.

Wird trotzdem bei Nässe geerntet, muss der Boden anschließend aufgelockert werden – und das ist teuer. Auch gelagertes Getreide darf höchstens eine Feuchte von 15 Prozent haben. Beim aktuellen Regenwetter enthält etwa Wintergerste aber 25 Prozent Wasser. Nur mit hohen Energiekosten könnte sie "heruntergetrocknet" werden.

Aber es gibt auch Regengewinner in der Landwirtschaft: Zuckerrüben und Mais haben jetzt optimale Wachstumsbedingungen, sagt Andrea Adams vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Und die gute Nachricht für Sammler: Auch die Pilze sprießen bei diesem Wetter bereits.

Schwere Böden werden schlammig

Junge Baumkulturen ziehen den Regensommer der Dürre vor. Durch das Wasser werden die jungen Pflanzen stets mit Feuchtigkeit versorgt, Wuchsdepressionen durch Trockenheit fallen aus. Wird es nicht kälter, wachsen sie gut. "Generell bevorzugen die meisten Gehölze den Regen gegenüber lang anhaltenden Trocken- und Hitzeperioden", sagt Helmuth Schwarz vom Bund deutscher Baumschulen.

Aber auch hier kann es zu viel des Guten werden: Problematisch sind Starkregen und Unwetter. Bäume können umfallen oder knicken. In Regionen mit schweren Böden führt starker Regen zu einer Verschlämmung, welche den Sauerstoffaustausch reduziert und damit die Wuchsleistung. Zudem gelangt das Wasser nur teilweise zu den Pflanzen. Der überwiegende Teil des Starkregens wird abgeleitet und nimmt dabei für die Pflanzen wertvollen Oberboden mit.

Ein weiteres mögliches Problem: Zu viel Regen lässt Gräser, Brombeeren und Brennnesseln wachsen. Diese können zur Konkurrenz der gepflanzten Bäume im Kampf um Licht, Wasser- und Nährstoffe werden.

Blattmasse weicht bei Trockenheit

Im Gegensatz dazu ist der wilde Wald deutlich robuster. Viel Regen mag er sogar. Wasser hilft bei der Ausstattung mit genügend Abwehrstoffen gegenüber Schadinsekten, wie etwa bei der Fichte gegenüber dem Borkenkäfer. Außerdem sinkt die Waldbrandgefahr.

Doch auch Trockenheit stecken die meisten Bäume ganz gut weg, da sie ein starkes und tiefer gehendes Wurzelwerk haben und Wasser auch aus tieferen Bodenschichten ziehen können. Nur bei großer Dürre wachsen die Bäume etwas weniger – teilweise wird dann Blattmasse zurückgebildet, um zu überleben.

Während Tiere und Pflanzen den Folgen des Klimawandels machtlos ausgesetzt sind, forschen Landwirtschaftsexperten an wetterrobusten Anbauarten. Wenn Dürren in Zukunft häufiger auftreten, bekommen vor allem Sandböden im Norden und Osten Mitteleuropas Probleme, weil sie wenig Wasser speichern können. Herkömmliche Feldfrüchte würden vertrocknen.

Bäume in Sechserreihen

Deshalb entwickeln Agrarwissenschaftler von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus Methoden wie den "Agroforst", die eine Dürre-Landwirtschaft ermöglichen, aber auch mit Feuchtigkeit klarkommen. Auf einem sechs Meter breiten Streifen stehen in diesem Anbausystem die Bäume in Sechserreihen.

18 Meter bleiben dem Bauern dann bis zur nächsten Baumreihe, um Weizen, Mais oder andere Ackerfrüchte anzubauen. Im Schatten der Bäume bleibt der Boden länger feucht, und die Pflanzen überstehen Dürren umso besser, je näher sie bei den Bäumen stehen. In feuchten Jahren dagegen sind die Erträge nicht schlechter als auf Feldern ohne Bäume.

Um das System zu optimieren, testen die Forscher auch geringere Abstände zwischen den Baumreihen von zum Beispiel zwölf Metern. So liegt der schmalere Ackerstreifen noch besser im Schatten und hält noch mehr Bodenfeuchte. Auch experimentieren die Wissenschaftler mit der Ausrichtung der Baumreihen:

Wann kommt der Sommer?

Gibt es bessere Ernten, wenn die Bäume von Nord nach Süd gepflanzt werden und so die austrocknenden Winde aus West und Ost besonders gut bremsen? Oder sollten die Bäume besser von Ost nach West gepflanzt werden, um besseren Schatten in der heißen Mittagssonne zu bieten?

Das Düngen könnte sich der Bauer ebenfalls sparen, wenn er Robinien als Bäume pflanzt. Die gehören wie Erbsen und Bohnen zu den Leguminosen, die in ihren Wurzeln den Stickstoff aus der Luft in Stickstoffverbindungen umwandeln, die sie zum Wachsen brauchen. Diese Verbindungen trägt das fallende Laub auf die Felder und ersetzt so den Stickstoffdünger.

Erntet der Bauer im Sechsjahresrhythmus jeweils einzelne Baumreihen, kann er mit dem Holz obendrein seinen Energiebedarf decken, während die noch stehenden Bäume weiter Schatten spenden.

Bleibt am Ende nur die Frage: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Die nächsten Tage sehen vielversprechend aus: deutschlandweit sonnig und trocken nämlich, und vor allem warm. Die Tagestemperaturen steigen im Lauf der Woche auf fast 30 Grad. Na also, es geht doch. Gute Aussichten für Flora, Fauna und, nicht zuletzt, den Menschen.>


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10.8.2012: <Großes Artensterben in Nordamerika: Süßwasserfische enorm bedroht> - wegen der Vernichtung von Süsswasser-Lebensraum - 3,2% ausgestorbene Fischarten in 20 Jahren

aus: n-tv online; 10.8.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Suesswasserfische-enorm-bedroht-article6935926.html
<Eine zunehmende Belastung und Knappheit von Süßwassergebieten gefährdet die Existenz ihrer Bewohner. Besonders bedrohlich ist die Situation für Süßwasserfische in Nordamerika. Weltweit sterben hier die meisten Arten aus.

Nirgendwo sonst sterben Süßwasserfische schneller aus als in Nordamerika. Dort verschwanden zwischen 1898 und 2006 insgesamt 39 Arten und 18 Unterarten. Das berichtet Noel Burkhead vom US Geological Survey in Journal "BioScience".

Ende 2010 waren in Nordamerika 1213 Arten bekannt, damit sind 3,2 Prozent der Süßwasserfische des untersuchten Gebietes verschwunden. Nach 1950 verlief das Artensterben besonders schnell. Hauptursache ist der Verlust von Lebensräumen. Burkhead hat zudem berechnet, das bis zum Jahr 2050 zwischen 53 und 86 Fischarten ausgestorben sein könnten.

[Zerstörung von Süsswasser-Lebensräumen]

Zuerst verschwand der begehrte Atlantische Lachs (Salmo salar) aus dem Ontario-See, schreibt Burkhead. Zuletzt traf es die Art Chirostoma bartoni, die nur in einem sehr kleinen Gebiet vorkam. Als ein wassergefüllter Vulkankrater austrocknete, war es um die Art geschehen, berichtet der Wissenschaftler. Er hatte zahlreiche Berichte ausgewertet und mindestens eine Art berücksichtigt, die inzwischen wiederentdeckt wurde. Weitere Informationen stammten von der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion.

Ernst zu nehmendes Forschungsergebnis - [Nord-"Amerika" ist der tierfeindlichste Kontinent der Welt]

3,2 Prozent Verlust bei den kontinentalen Fischarten seien keinesfalls "trivial", warnt Burkhead. Diese Zahl künde davon, dass der Umgang des Menschen mit den Lebensräumen schädlich sei. In allen 20-Jahres-Zeiträumen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts (1901-1920, 1921-1940 etc.) sei die Zahl der ausgestorbenen Arten in Nordamerika größer gewesen als auf den anderen Kontinenten zusammen.

[Ausgetrocknete Flüsse wegen Übernutzung]

Der WWF berichtete im März darüber, dass die weltweite Wasserknappheit dramatischer ist als bislang gedacht. In zahlreichen Regionen werde so viel Wasser für die Landwirtschaft, die Industrie und die Trinkwasserversorgung konsumiert, dass nicht mehr genug nachfließen könne. Ausgetrocknete Flussbetten fänden sich auch bei großen Strömen wie dem Rio Grande in Südamerika, dem Indus in Südasien und dem riesigen Murray Darling in Australien. Dadurch seien auch Süßwasserfische, Delfine und andere Arten gefährdet.

Gefährdete Arten auch in Deutschland

Bedrohter Ostsee-Stör (Acipenser oxyrinchus): In Europa ist mehr als jede dritte bekannte Art von Süßwasserfischen vom Aussterben bedroht.

In Deutschland sind ebenfalls viele Arten gefährdet, etwa der Maifisch (Alosa alosa). Laut der Roten Liste gehen alle befragten Experten davon aus, dass es aktuell keine sich selbst tragende Population des Maifisches in Deutschland gibt. Aktuell laufen Versuche für eine Wiederansiedlung im Rhein. Die einst häufigen Störe sind verschwunden, der Aal (Anguilla anguilla) ist bedroht. Die Karausche (Carassius carassius) geht vielerorts zurück, weil pflanzenreiche Kleingewässer verschwinden. Die nur im Bodensee vorkommenden Sandfelchen (Coregonus arenicolus) haben sich etwas erholt. Sie litten unter der Überdüngung des Wassers.

Quelle: n-tv.de, dpa>



Welt online,
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Bornholm (Deutschland) 29.9.2012: <Verhaltensforschung: Warum vergessliche Fische einfach sterben> - Dorschbestand erholt sich nicht, weil sie das Wissen der Wanderung zu Fischgründen nicht haben

aus: Welt online; 29.9.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/article109529337/Warum-vergessliche-Fische-einfach-sterben.html

<Auch in der Tierwelt wird erlerntes Wissen weitergegeben und führt zu Anpassungen der Überlebensstrategien. Geht es verloren können ganze Tiergruppen zu Grunde gehen - wie möglicherweise die Dorsche in der Ostsee.

Was ist los in dem 92 Meter tiefen Bornholmbecken in der mittleren Ostsee? "Entgegen der sonstigen Gewohnheiten des Raubfisches, der ein Wanderfisch ist, ist die Gruppe der verhungernden Dorsche des Bornholmbeckens erstaunlich ortstreu und verbleibt trotz des akuten Nahrungsmangels im Becken", sagt Zimmermann. Noch merkwürdiger erscheint die Ortsstabilität der Fische vor dem Hintergrund, als dass es einige hundert Kilometer weiter nördlich Heringe und Sprotten in Hülle und Fülle gibt, die normalerweise ganz oben auf dem Speiseplan der Dorsche stehen - und die während der Achziger Jahre intensiv von Dorschen genutzt wurden.

Fische bleiben vor Ort obwohl es kein Futter gibt

Doch aus irgendwelchen Gründen bleiben die Fische jetzt vor Ort. Weder ändern sie ihre Wanderwege, noch suchen sie sich neue Jagdreviere, oder nutzen die eigentlich altbekannten. "So etwas haben wir bei Dorschen bisher noch nie beobachtet und – aus der menschlicher Perspektive betrachtet – scheint es fast so, als hätten sich die Fische in ihr Schicksal ergeben," sagt Zimmermann.

Über die Gründe des Verhaltens der Dorsche können die Rostocker Forscher bisher nur spekulieren: "Nach dem Ausschluss aller anderen Faktoren, wie etwa der Verschlechterung des Sauerstoff- und Salzgehaltgehalts, dem Auftreten atypischer Wassertemperaturen etc., geht unsere Vermutung jetzt dahin, dass in der Gruppe offenbar das Wissen darum verloren gegangen ist, wo in Zeiten des Nahrungsmangels neue Nahrung zu suchen ist – schon eine merkwürdige Situation", so Zimmermann.

Aber, wie lernen Tiere und wie wird das Wissen weitergegeben? "Der Hauptmechanismus des Lernens – etwa bei Affen – ist die angeborene Neugier der Jungtiere, die den Elterntieren alles nachmachen und auf den Mund schauen, um zu lernen, was essbar ist oder nicht", erläutert Julia Fischer vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen. "Gleiches gilt etwa für den Weg zu einem Baum mit besonders gut schmeckenden Früchten, die nur einmal im Jahr zur Verfügung stehen. Die Jungtiere laufen mit den Eltern mit und lernen so, wie, wo und wann die Leckereien zu finden sind."

Auch Zugvögel geben Wissen weiter

Ähnlich verhält es sich mit Zugvögeln, die auf ihren jährlichen Zügen ganze Erdteile überqueren. Dabei ist es für die Vögel essentiell, dass sie wissen, wann sie ein Revier zu verlassen haben und wohin sie hinfliegen sollen. Die Ornithologen vom Max Planck-Institut für Ornithologie (MPI) in Radolfzell benennen bei Zugvögeln zwei Aspekte der Wissensweitergabe: "Da ist zum Einen das Erlernen, etwa der Flugroute, von den Eltern", sagt Wolfgang Fiedler vom MPI, "und zum Anderen die genetische Verankerung des Wissens."

Beim vererbten Wissen gehen Forscher davon aus, dass die Vögel sowohl die Richtung, als auch die Länge der Etappen erben. "Zu dem so genannten genetischen Bewegungsvektor kommt gerade bei Schwarmvögeln auch der Effekt, dass sich einzelne Individuen einem Schwarm anschließen und ihm hinterherfliegen", erläutert Fiedler.

Fischereibiologen kennen diesen als "entrainment" bezeichneten Effekt des "Mitschwimmens in der Masse", etwa von laichbereiten Schwarmfischen wie Heringen und Makrelen. "Laichbereite Fische schließen sich anderen Fischen an," sagt Zimmermann. "Sie schwimmen mit dem Schwarm und laichen zusammen mit den anderen Fischen in deren Laichrevier."

Bestand erholt sich trotz Schonung nicht

Dass das ganz ungeahnte Folgen haben kann, beobachten die Biologen etwa bei der Nordseemakrele, deren Bestand seit dem Zusammenbruch vor 30 Jahren nicht mehr befischt wird. Totz der Schonung des Bestandes erholt er sich nicht – wohingegen der Bestand, der vor Irland und Schottland laicht, in einem gutem Zustand ist.

Er hat in der Zwischenzeit die ehemaligen Nahrungsgebiete der Nordseemakrele in eingenommen und in der Nordsee geschlüpfte Makrelen schwimmen mit den schottischen Makrelen nach Westen. "So schließen sich ablaichbereite Nordseemakrelen den britischen Artgenossen an und enden dann vor Schottland ", sagt Zimmermann. Und das hat Folgen für die Nordsee: "Eine Erholung des Nordseebestandes ist damit sehr unwahrscheinlich", sagt der Rostocker.

"Ein wichtiger und alltäglicher Prozess - sowohl bei Menschen als auch bei Tieren - ist, dass sie täglich Entscheidungen treffen müssen, die gerade bei Tieren häufig existenziell sind", erläutert die Zoologin Jutta Schneider, die sich an der Universität Hamburg mit dem Verhalten von Spinnen beschäftigt. "Bleibt etwa bei Spinnen die erhoffte Beute im Netz aus, stehen sie vor der Entscheidung zu bleiben oder sich einen neuen Standort zu suchen. Eine Entscheidung, die über das Weiterleben oder das Verhungern entscheidet."

Körperliche Fitness ist entscheidend

Die Hamburger Forscher beobachteten, dass bei Spinnen die körperliche Fitness ein wichtiger Parameter bei der Entscheidungfindung ist. So tendieren jüngere und körperlich fitte Individuen eher dazu den Standort zu wechseln, als weniger fitte und schlecht genährte, die am alten Standort verbleiben – mit allen Konsequenzen.

"Inwieweit der Fitnessaspekt sich aber auch auf die Dorsche des Bornholmbeckens übertragen lässt, fällt in den Bereich einer gewagten Hypothese" sagt Schneider. Und auch Zimmermann ist gegenüber der Fitnesstheorie eher skeptisch: "Im Gegensatz zu Spinnen, die sich in Bewegung versetzen müssen, schwimmt der Dorsch ohnehin im Wasser und müsste einfach nur gradeaus weiterschwimmen, statt im Bornholmbecken zu verbleiben. Er muss die Entscheidung Energie zu sparen und dazubleiben oder Energie aufzuwenden und weiterschwimmen gar nicht erst treffen." Die Rostocker vermuten eher einen Effekt des entrainment.

Kommt also eine ganze Gruppe in Schwierigkeiten, wenn der Wissenträger stirbt – oder gibt es zwischen Gruppen einen Austausch von Wissen? Ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer zwischen Tiergruppen sind Menschenaffen. Stehen sich einzelne Affengruppen, etwa bei Revierfragen, äußerst feindlich gegenüber, so beobachteten Leipziger Verhaltensforscher in Westafrika einen Austausch zwischen einzelnen Gruppen über die Zuwanderung gerade geschlechtsreif gewordener Weibchen.

Immenser Stress für alle beteiligten Tiere

"Der Wechsel von einer Familiengruppe in eine andere geht mit einem immensen Stress für alle beteiligten Tiere einher", sagt die Verhaltensforscherin Lydia Luncz vom Primatenzentrum des Max Planck-Instituts für Anthropologie in Leipzig. "Dieser Vorgang, der der Vermeidung von Inzucht in den Gruppen dient, wird von den etablierten Weibchen der Gruppe als Affront wahrgenommen, gegen den sie sich zur Wehr setzen und den Neuankömmling piesacken wo es nur geht."

Frischt der Neuankömmling auch den Genpool der neuen Gruppe auf, so scheint das mit der Wissensweitergabe nur bedingt zu funktionieren: "Bemerkenswert ist, dass während des Integrationsprozesses in die neue Gruppe ehemals erlerntes und praktiziertes Verhalten abgelegt und das der neuen Gruppe übernommen wird", sagt Luncz. War das neue Weibchen es vorher etwa gewohnt, Nüsse mit Hilfe zweier Steine zu öffnen, und die neue Gruppe nutzt dafür Äste, werden die Steine liegengelassen und nur noch Äste benutzt. "Das neue Weibchen passt sich an das Verhalten der Gruppe an", sagt Luncz.

Bei anderen Arten, wie etwa den ZugvögeIn springen Pflegeeltern und manchmal auch der Mensch ein, wenn die Eltern tot sind. So schließen sich junge Zuvögel Pflegeeltern an und erlernen so die Route zum Winterquartier. Bekannt – und medial hochwirksam - sind aber auch die Fälle, in denen der Mensch einspringt und den Zugvögeln vorweg fliegt – wie jüngst Wladimir Putin, der mit einem Motorgleitschirm einen Gänseschwarm den Weg zeigte.

Was bei Vögeln funktioniert, könnte ja vielleicht auch bei Fischen funtionieren – mag man denken. Kann der Mensch also auch die hungernden Dorsche im Bornholmbecken retten? "Leider nicht" sagt Zimmermann. "Es ist technisch und logistisch nahezu unmöglich, die Fische lebend aus dem Bornholmbecken zu holen und in einem Bereich mit einem besserem Nahrungsangebot wieder auszusetzen." So bleibt den Rostockern derzeit nichts weiter übrig, als abzuwarten, wie – und ob – sich die Situation verändert.

Dass das Verhalten einer Gruppe sich aber auch spontan ändern kann, zeigt sich am Beispiel des frühjahrslaichenden norwegischen Herings, der 20 Jahre nach seinem nahezu vollständigen Zusammenbruch seine Wanderrouten änderte und sich wieder erholte – ganz von allein!>

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8.4.2013: <Lebendes Fossil mit Kaviar: Störe wieder in Oder und Ostsee>

aus: n-tv online; 8.4.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Stoere-wieder-in-Oder-und-Ostsee-article10428916.html

<Störe sind lebende Fossilien. Der Mensch hat es geschafft, die Urzeit-Fische fast auszurotten. Nun soll der Stör wieder in Oder und Ostsee heimisch werden - wie eine späte Wiedergutmachung.

Der Stör hat nicht nur wegen seines edlen Kaviars eine besondere Bedeutung für den Menschen. Der bis zu vier Meter lange Fisch ist auch ein "lebendes Fossil", das bereits vor 200 Millionen Jahren die Gewässer bevölkert hat. Doch von den weltweit 27 bekannten Arten des Störs sind vor allem wegen Umweltverschmutzung und Überfischung alle gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Das soll sich ändern - zum Beispiel mit einem aufwendigen Wiederansiedlungs-Programm an der Oder.

Seit 1994 kümmert sich die Rostocker Gesellschaft zur Rettung des Störs um die Wiederansiedlung des Wanderfisches. Bereits 2012 wurden in der Oder und ihren Zuflüssen bis zu 230.000 Jungstöre ausgesetzt. Es sind Baltische Störe, bei denen es nicht um Kaviar geht - und auch noch nicht um einen Nutzen für die Fischerei. Es geht darum, den Fisch in Oder und Ostsee langsam wieder heimisch zu machen. Denn Störe sind Meeresfische, die zum Laichen in Süßgewässer aufsteigen - gern in Flüsse.

Nun geht es weiter im Programm. An diesem Montag werden bei Hohensaaten (Brandenburg) erneut 200 rund 60 Zentimeter lange und ein Jahr alte Störe in die Oder ausgesetzt. "Die Fische wiegen bis zu einem Kilo und sind im Sommer doppelt so schwer", prognostiziert Carsten Kühn von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Born auf dem Darß.

Störe sind markiert

Kühn und seine Kollegen hoffen, dass sie ein paar der Störe nochmals zu Gesicht bekommen. Denn die Fische tragen an der Rückenflosse eine gelbe Plastikmarke mit einer Nummer. Wenn ein Fischer einen Stör fängt, soll er ihn vermessen, fotografieren und zurück ins Wasser werfen. "Als Anreiz gibt es eine Fangprämie zwischen 10 und 25 Euro", sagt Kühn. Für andere Tiere, die einen Sender tragen, kann es sogar bis zu 100 Euro geben. Dass sich das Projekt zur Erhaltung des Störs zumindest gut entwickelt, zeigen die häufigen Fangmeldungen bis hin zur Ostsee. Einzelne Fische seien schon mehrmals in einem Netz gelandet, berichtet Kühn.

Auf dem Darß tummeln sich in zwei ehemaligen Hafenbecken 30 Laichstöre. Sie sind etwa 2,50 Meter groß und wiegen bis zu 100 Kilo. In den vergangenen Jahren wurden bereits Millionen Dottersacklarven in Gewässern ausgesetzt, kleine, nicht schwimmfähige Larven mit einem Dotter-Nährstoffdepot. Sie können in diesem Alter an ein Gewässer gewöhnt werden (Prägung) und kommen im besten Fall später zum Laichen dorthin zurück. "Wir hoffen, dass es ein paar Prozent wirklich schaffen", sagt Kühn.

20 Jahre bis zur Fortspflanzungsfähigkeit

Denn die Wissenschaft ist sich uneins, ob es für die Prägung reicht, heranwachsende Fische auszusetzen. Sie schwämmen in die Ostsee und streunten dort herum, bis sie alt genug seien, zu ihren Laichgründen zurückzukehren, sagt Kühn. Die Frage ist nur, ob sie dann wirklich wieder in die Oder schwimmen. Es wird dauern, das zu klären. Denn die Tiere haben - aus Sicht des Menschen - einen gravierenden Nachteil: Sie brauchen rund 20 Jahre, bis sie sich fortpflanzen können.

Kühn rechnet deshalb damit, dass es noch 20 bis 30 Jahre dauert, bis in der Oder ein Stör-Bestand entsteht, der sich selbst reproduzieren kann. Es ist ein Langzeit-Versuch. Christopher Zimmermann vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei hält die Bemühungen zur Wiederansiedlung aber für aussichtsreich. Anders als Aale ließen sich Störe in Gefangenschaft vermehren. Sie unternähmen auch nicht notwendigerweise so weite Wanderungen in Süßgewässern, bei denen die Routen nicht selten auch noch vom Menschen verbaut sind.

Fleisch interessanter als Kaviar

"Vielleicht ist der Stör irgendwann sogar wieder als fischereiliche Ressource interessant - das dürfte aber noch dauern, auch wenn weiterhin viele Störe ausgesetzt werden", sagt Zimmermann. Baltischen Störe sind aber nicht wegen ihres Kaviars interessant. Wenn es überhaupt um eine künftige wirtschaftliche Bedeutung gehen sollte, dann wegen ihres Fleisches. Denn im Unterschied zum Europäischen Stör sind bei Baltischen Stör die Eier kleiner und uneinheitlich schwarz-grau gefärbt.

Der Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Axel Pipping, freut sich, dass der Stör möglicherweise bald wieder heimisch wird. "Er gehört als Raubfisch ins Ökosystem", betont er. Er bereichere die Artenvielfalt und zeige auch, dass die Bemühungen zur Verbesserung der Umwelt Erfolge zeigen.

Er rechnet damit, dass Störe die durch die Verringerung der Artenvielfalt in Massen auftretenden Brachsen oder Plötzen zurückdrängen. Er geht davon aus, dass es noch sehr lange dauern wird, bis das Fangverbot für Störe aufgehoben wird. "Bis dahin kann man nur hoffen, dass sich alle dran halten."

Quelle: n-tv.de , Joachim Mangler, dpa>

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Netzfrauen
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19.8.2013: <Das weltweite unerklärliche Fischsterben>

aus: Netzfrauen online; 19.8.2013;
http://netzfrauen.org/2013/08/19/das-weltweite-unerklaerliche-fischsterben/

<Seit März dieses Jahres mehren sich die Meldungen über unerklärliche Vorkommnisse des Fischsterbens.

Millionen um Millionen toter Fische beunruhigen die Menschen über die Welt verteilt. Alle sagen übereinstimmend, so etwas hätten sie noch nie gesehen.

Die Vermutungen reichen von Verunreinigungen durch Gülle über Sauerstoffmangel bis zu Fischkrankheiten.

Aber verbreiten sich solche Krankheiten innerhalb weniger Monate über die Welt? Es sind Süßwasser- und Salzwasserfische gleichermaßen betroffen.

-März 20, 2013: 50.000 Tonnen Heringe verendeten  an der Küste des Kolgrafafjordes, Island

-Mai 4, 2013:   Tausende Karpfen verenden in Talsperre in Thüringen, Deutschland

-Mai 25, 2013: virale hämorrhagische Septikämie, kurz VHS im Ultner und Weißbrunner See

in Südtirol?

-Juni 27, 2013: Gartower See, Niedersachsen, Deutschland

-July 18, 2013: Shandong, China

-July 18, 2013: Rochen in Veracruz, Mexico

-July 18, 2013: 5.000 kg in einem See in Nanjing, China

-July 18, 2013: Tausende am Regenmangel verendet im Sugar Lake, Missouri

-July 18, 2013: ebenfalls im Lake Michigan

-July 19, 2013: 2,000 tote Fische in einem Seen  in Vollsmose, Denmark

-July 19, 2013: Hunderte im Holter Lake, Montana

-July 19, 2013: Tausende Tonnen im Lake Tondano, Indonesien

-July 20, 2013: 3,000 Fish im Madison County, Ohio

-July 21, 2013: Hunderte toter Fische in Laille, Frankreich

-July 22, 2013: Hunderte im Lake George, Massachusetts

-July 22, 2013: ebenso im GrandLake in St. Marys, Ohio

-July 23, 2013: auch in Youngstown, Ohio

-July 24, 2013: Massives Fischsterben in der Lagune von Venedig, Italien

-July 24, 2013: Tausende tote Fische schockieren die Bewohner des Lake Bulwell ,

Nottingham, England

-July 24, 2013: 30,000 Fische sterben täglich in Fischfarmen in Ratchaburi , Thailand

-July 24, 2013: Fischsterben im Fluß Lea in England

-July 24, 2013: ebenso im Provo Fluß, Utah

-July 25, 2013: auch in einem Teich Birmingham, England

-July 26, 2013: Hunderte Tonnen sterben in der “red tide” in Süd Korea

-July 26, 2013: Tausende im Fluß Dender, Ath, Belgien

-July 26, 2013: Massenfischsterben auch  in Moscow, Russia

-July 26, 2013: 25,000  in PittvilleLake in Gloucestershire, England

-July 26, 2013: 20,000 Fische an einer 7 km langen Strecke am Fluß Jiangshan, China

-Juli 26, 2013: Forellensterben in Mühlbach, Bayern, Deutschland

-July 27, 2013: 10,000  in Lake Ariel, Pennsylvania

-July 27, 2013: Massenfischsterben in einem Fluß in Skane, Schweden

-July 27, 2013: auch im Bahlui Fluß, Rumänien

-July 28, 2013: 1100 King Salmon in einem Fluß in Petersburg, Alaska

-July 29, 2013: Hunderte Fische ans Ufer gespült an einem Strand in Veracruz, Mexico

-July 29, 2013: 7 Tonnen toter Fische im Keelung Fluß in Taiwan

-July 29, 2013: Tausende Fische sterben in Handsworth Park, Birmingham, England

-July 31, 2013: 3 Tonnen in einem Fluß in Pilsen, Tschech. Republik

-August1, 2013: Fischsterben in der Spree

-August 2, 2013: Tausende werden überall in Alaska entdeckt

-August 5, 2013: 1 Tonne täglich in einer Fischzucht in der Nähe von Shanghai, China

-August 6, 2013: 5000 kg werden angeschwemmt in Ylane, Finnland

-August 6, 2013: 840 tote Lachse in einem creek in Port Coquitlam, Canada

-August 6, 2013: Hunderte am Ufer eines Teichs in Toronto, Canada

-August 6, 2013: 100,000 Fische sterben im Arkansas Fluß

-August 7, 2013: Tausende treiben tot in einem Fluß in Hangzhou, China

-August 8, 2013: Tonnen werden an einem Ufer in Karachi, Pakistan angeschwemmt

-August 8, 2013: Zehntausende Tonnen toter Fische in Flüssen und Seen in England

-August 9, 2013: Fischsterben im Schwetzinger Leimbach, Deutschland

-August 10, 2013: auch im Bordesholmer See, Eckernfoerde, Deutschland

-August 11, 2013: Bielefeld,  Holzbachteich, Deutschland

-August 12,2013: Tausende von Fischen verenden in verschmutztem Fluss bei Avenches

Rätselhaftes Heringsterben in Island



Rätselhaftes Heringsterben in Island
http://www.youtube.com/watch?v=xDy3B3oLV8Y

<Veröffentlicht am 12.02.2013

Beschreibung: Es ist wie nach einer Naturkatastrophe, als hätte eine gigantische Vergiftung alles Leben im Kolgarafjord ausgelöscht. Millionen toter Heringe sind in den vergangenen Tagen an die Ufer gespült worden. Es liegt ein bestialischer Gestank in der Luft. Insgesamt sind es wohl an die 50.000 Tonnen Fisch, schätzt die Umweltbehörde, die die Anwohner nun einsammeln müssen.

Ein Fischsterben in diesem Umfang gab es noch nie. Die Ursache ist noch unklar. Ungewöhnlich große Heringsströme sind im vergangenen Herbst in die Fjorde hier im Westen Islands gekommen. Viel zu spät, so vermuten Experten, haben die Fische bemerkt, dass irgendwann nicht mehr genug Sauerstoff im Wasser gewesen sei. Deshalb seien sie verendet.Vielleicht liegt es aber auch an der neuen Brücke, die erst vor neun Jahren eingeweiht wurde. Sie könnte den Fischen ihren Weg zurück ins offene Meer erschwert haben.
Katastrophe für Menschen und Tiere

Für die Menschen hier -- und für die Tierwelt -- ist das massenhafte Sterben der Heringe in jedem Fall eine Katastrophe, so die Naturschutzbehörde. Denn der verrottende Fisch bildet eine faulende Schicht am Boden. Das Fett schwimmt schließlich oben und wird an Land gespült. Das ganze Ufer wird davon überzogen. Das ist gefährlich für den gesamten biologischen Kreislauf, besonders für die Vögel, die dort brüten.
Behörden reagieren nicht

Im fernen Rekjavik, der Hauptstadt, haben die Behörden beschlossen, die Fische am Ufer vergammeln zu lassen. Natürliche Zersetzung, wie es heißt. Die Anwohner aber sind den fürchterlichen Gestank leid, sie werden selbst aktiv. Die Kinder helfen mit, die toten Fische einzusammeln.
Desaster für Fischer

Der Heringsfang in diesem Jahr könnte nun für die Fischer zu einem wirtschaftlichen Desaster werden. Und was aus den toten Heringen werden soll, weiß auch noch niemand. Fischmehl vielleicht -- oder auch einfach nur Sondermüll.>


Das grosse Rätseln

Experten und solche, die sich dafür halten, geben ihre Meinung ab. Christian Wolter vom Leibniz-Institut bestätigte, dass die derzeitige Situation kein deutschlandweites Problem, sondern ein „Großstadtphänomen“ in Kommunen mit veralteter Kanalisation sei. Dort seien viele Flächen versiegelt. Regenwasser könne kaum versickern, sondern ströme komplett in die überlastete Kanalisation.

“Klimawandel und menschliche Aktivitäten tragen gemeinsam zu der Hitzewelle bei”, zitiert die Süddeutsche den Wissenschaftler Zheng Yan vom Pekinger Institut für Stadt- und Umweltstudien. Nun stelle sich heraus, dass die Anpassung an den Klimawandel viel schwieriger sei, als die meisten Chinesen geglaubt hätten. Andrew Dressler von der Texas Agricultural and Mechanical University ergänzte: ”Das ist die Zukunft. Gewöhnt euch dran.”

Das Bayrische Landesamt für Umwelt stellt fest: „Es gibt eine große Vielfalt an Ursachen, die ein Fischsterben auslösen können. Sowohl die Anzahl der Fischsterben als auch deren Ursachen variieren von Jahr zu Jahr. Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, wie gehäuft eine bestimmte Ursache als Grund für das Verenden von Fischen im Vergleich zu anderen Ursachen verantwortlich war, hat man die häufigsten Ursachen für Fischsterben in acht Übersichtsgruppen aufgeteilt. Anteilig werden dann die aufgezählten Fälle pro Ursachengruppe prozentual erfasst und grafisch dargestellt.“

Algen gehören zu den ältesten Formen des Lebens auf der Erde. Vor etwa 3,5 Milliarden Jahren entstanden, haben sie bis heute überlebt. Im Laufe ihrer Entwicklung waren Algen maßgeblich daran beteiligt, eine sauerstoffreiche Atmosphäre zu bilden. Heute sind sie Nahrungsgrundlage für Tausende von Meerestieren.

Eine der bekanntesten toxischen Algenblüten ist die “Red Tide” an der Küste Floridas.

Ist die „Killer-Alge“ der Grund für das Fischsterben im Meer?

Der nahende Polsprung, Haarp-Experimente, alles wird genannt in den Versuchen, das globale Fischsterben zu erklären.

National Geographic erklärt anlässlich des Vorfalles im Golf von Mexiko, dass in Folge von Sauerstoffmangel so genannte ‚Todeszonen’ entstehen, die das Fischsterben verursachen.

Der Mangel an Sauerstoff wird von manchen damit erklärt, daß es heuer zu Hitzewellen kam, die ungewöhnlich lange anhielten – d.h. durch den Klimawandel bewirkt wird.

Aber vielleicht finden ja die Wissenschaftler der Welt demnächst heraus, was die tatsächliche Ursache des weltweiten Fischsterbens ist. Und in der Folge werden endlich Maßnahmen getroffen, die diesen Klimawandel wenigstens anhalten; umkehren kann man ihn ja kaum noch.

Netzfrau Lisa Natterer>


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31.12.2014: <Millionen toter Seesterne vor der US-Westküste angeschwemmt> aus: Kopp-Verlag; 31.12.2014;
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/phaenomene/jonathan-benson/millionen-toter-seesterne-vor-der-us-westkueste-angeschwemmt.html;jsessionid=47637D5C805B8331FC2901ED642F77B5

<Jonathan Benson

An der gesamten Westküste der Vereinigten Staaten werden Millionen toter Seesterne angeschwemmt. Sie sterben an einer rätselhaften Krankheit, die Experten als »Starfish Wasting Disease« bezeichnen. Der Körper der Tiere schrumpft, er verwandelt sich in eine schleimige Masse. Berichten zufolge ist dieses Massensterben, das von Nordalaska bis Südkalifornien beobachtet wird, das größte bisher je erlebte.

Das Rätsel, das dieses unerklärliche Sterben umgibt, war Thema einer kürzlichen Sendung des Programms NBC Nightly News aus Monterey Bay in Kalifornien, dem Sitz des weltberühmten Monterey-Bay-Aquariums. Zwei Seesternarten, die bisher in der Bucht nahe der Stadt lebten, sind völlig verschwunden. Wissenschaftler und Experten in Meeresbiologie untersuchen die Lage jetzt &amp;lt;!-- google_ad_client = &amp;quot;ca-pub-6627909719565440&amp;quot;; /* info.kopp-verlag.de Artikel */ google_ad_slot = &amp;quot;0633177888&amp;quot;; google_ad_width = 300; google_ad_height = 250; // --&amp;gt; genauer.    

»Es kam so schnell, dass einige Arten einfach weg sind«, sagt der Meeresbiologe Pete Raimondi von der Abteilung für Ökologe und Evolutionsbiologie der University of California, Santa Cruz (UCSC). Raimondi und seine Mitarbeiter sind derzeit damit beschäftigt, Proben von Seesternen aus der gesamten Region einzusammeln und zu untersuchen, um Muster zu erkennen, die das Rätsel lösten könnten. »Unsere Gruppe versucht, Zeitpunkt und Ort des Beginns der Erkrankung an der gesamten Küste zu ermitteln, damit wir den Ursachen näher kommen.«  

Forscher zieren sich, die Katastrophe von Fukushima als wahrscheinliche Ursache des Seesternsterbens zu benennen  

Berichten zufolge hat es in der Region schon in den 1980er und 1990er Jahren Fälle von Seesternsterben gegeben, doch das heutige, das sich über Tausende von Kilometern entlang der Pazifikküste erstreckt, ist mit Abstand das schlimmste. Denn es ist nur nicht eine Seesternart betroffen, wie bei früheren Fällen, sondern dieses Mal sterben alle Arten.   »Was immer es ist, das da im Wasser sein muss, es betrifft auch unsere Tiere«, sagte Dr. Michael Murray vom Monterey-Bay-Aquarium vor Reportern, denen er erklärte, dass auch einige der Seesterne im Aquarium der Krankheit zum Opfer fallen.   Zurzeit untersuchen Experten Faktoren wie wärmeres Wasser, niedrigeren Sauerstoffgehalt und eine Säuerung des Ozeans als mögliche Ursachen der seltsamen Krankheit; alle kämen als Auslöser infrage. Doch der dickste Elefant im Zimmer, die Atomkatastrophe von Fukushima Daiichi, wird von den Wissenschaftlern, die die Lage untersuchen, kaum erwähnt.   »Ich habe bisher vielleicht 100 E-Mails erhalten, in denen es heißt: ›Was ist mit Fukushima, wegen der Strahlung?‹ … Wir haben es bisher nicht ausgeschlossen, aber wir schließen es auch nicht ein«, meinte Raimondi in politisch korrekter Mehrdeutigkeit.  

Experten zufolge könnte der Verlust des Seesterns das empfindliche Ökosystem des Meeres zerstören   Was auch immer die wahre Ursache ist, es lässt sich nicht leugnen, dass die Seesternkrankheit das empfindliche Ökosystem der Weltmeere zerstören könnte. Laut der Zeitung The Sydney Morning Herald sind inzwischen auch im Pazifik und im Atlantik Seesterne von der seltsamen Krankheit befallen, ein Hinweis auf einen massiven weltweiten Ausbruch.   »Solche Ereignisse sind Hinweise auf Veränderung«, erklärte Drew Harvell, Professorin für Ökologie und Evolutionsbiologie an der Cornell University. »Wenn so etwas passiert, dann wird es wohl jeder als extremes Ereignis betrachten, es ist sehr wichtig, herauszufinden, was hier vor sich geht.«   Aktuelle Informationen über die Lage der Seesterne finden Sie (in englischer Sprache) auf der Seite der UCSC unter »Pacific Rocky Intertidal Monitoring: Trends and Synthesis«.      

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:   NBCNews.com SMH.com.au UCSC.edu NaturalNews.com>


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Der Standard
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15.4.2014: <Saures Meerwasser bringt Geruchssinn der Fische durcheinander>

aus: Der Standard online; 15.4.20144;
http://derstandard.at/1397520634616/Saures-Meerwasser-bringt-Geruchssinn-der-Fische-durcheinander

<Rifffische leiden unter den erhöhten pH-Werten der Meere. Untersuchungen vor der Küste Papua-Neuguineas zeigen, dass die saure Umgebung den Geruchssinn der Fische beeinträchtigt.

Australische Studie: Niedriger pH-Wert der Gewässer vor der Küste von Papua-Neuguinea verhindert, dass Korallenfische ihre Feinde wahrnehmen

Sydney - Der Klimawandel führt unter anderem dazu, dass die Meere durch vermehrte Aufnahme von Kohlendioxid saurer werden. Auswirkungen des Phänomens zeigen sich in der Tierwelt etwa bei den winzigen Kieselalgen sowie bei Muscheln und Schnecken, deren Kalkgehäuse vom höheren Säuregehalt des Wassers angegriffen werden. Nun zeigt eine australische Studie, dass auch Fische unter der sauren Umgebung leiden: Bei einigen Korallenfischen verschlechtert sich der Geruchssinn signifikant, wodurch sie sich riskanter verhalten und in vielen Fällen ihre Feinden erst sehr spät wahrnehmen, wie die Forscher um Philipp Munday von der australischen James-Cook-Universität berichten.

"Fische meiden normalerweise den Geruch ihrer Jäger, das ist völlig sinnvoll", sagte Munday. Doch in den Gewässern der Korallenriffe vor der Küste von Papua-Neuguinea, die von Natur aus saurer als anderswo sind, würden die Fische auf den Geruch von Raubfischen sehr viel langsamer reagieren. "Sie verlassen häifiger auch den schützenden Bereichen des Riffs, werden insgesamt aktiver und schwimmen mehr herum. Dies ist ein riskanteres Verhalten für sie - es wird wahrscheinlicher, dass sie von Jägern angegriffen werden."

Perfektes "Naturlaboratorium" dank vulkanischer Aktivität

Munday sagte, offenbar hätten sich die Fische während ihrer Lebenszeit nicht den veränderten Lebensbedingungen in dem sauren Wasser angepasst. Wie die Forscher im Fachjournal "Nature Climate Change" berichten, beeinträchtigt der verminderte pH-Wert des Wasser die Sinne dermaßen, dass das Risiko der Fische, gefressen zu werden, fünfmal höher ist als bei Fischen in weniger saurer Umgebung.

Grund für den höheren Kohlendioxidgehalt in der Region ist vulkanische Aktivität am Meeresboden, die laut Munday dazu führt, dass das Gebiet ein perfektes "Naturlaboratorium" ist. Der durchschnittliche  pH-Wert an der Meeresoberfläche beträgt normalerweise etwa 8,14. Im Untersuchungsgebiet beträgt dieser dagegen 7,8, was jenem Wert entspricht, den Klimaforscher schlimmstenfalls bis zum Ende des Jahrhunderts für alle Ozeane prognostizieren. (red, derStandard.at, 15.04.2014)


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Südostasien 15.4.2014: Fische mit Hühnerkot und Schweinemist gefüttert - und noch weiteres aus der asiatischen Praxis

Wir haben den Beitrag: Rumor: Imported Chinese tilapia are often raised on feces für Sie übersetzt.

aus: Netzfrauen online: Igitt – In Asien gezüchtete Fische werden mittels Hühner- und Schweinekot aufgezogen; 15.4.2014;
http://netzfrauen.org/2014/04/15/igitt-asien-gezuechtete-fische-werden-mittels-huehner-und-schweinekot-aufgezogen/#more-11056

<Würden Sie einen Fisch essen, wenn Sie wüssten, dass dieser aus einer Zucht kommt, wo Fischkadaver und Unmengen an Futterresten an der Wasseroberfläche eines Teiches schwimmen? Dazu noch mit unbehandeltem Hühnermist gefüttert werden?

Bereits im Januar haben wir über die üblen Zustände in Fischfarmen berichtet, in dem Fall handelte es sich um den Pangasius, der die Flusssysteme des Mekong und Chao Phraya in Thailand, Vietnam, Laos und Kambodscha besiedelt. Der Pangasius wird zunehmend in Aquakultur gezüchtet. Die Hauptproduktionsländer sind Vietnam und Thailand. Die Tiere werden in eigens ausgehobenen Teichen oder in Käfigen innerhalb bestehender Gewässer in Mono- oder Mischkultur gehalten und vorwiegend mit Neben- und Abfallprodukten der Land- und Fischwirtschaft wie Reis- und Fischmehl gefüttert. Teilweise wird in den Teichen auch durch Zugabe von Stickstoffdünger oder Fäkalien ein starker Algenwuchs angeregt. Im Rahmen der intensiven Zucht kommt aber auch vermehrt industriell gefertigtes Hochleistungsfutter zum Einsatz. (Siehe Unilever – Verbrauchertäuschung : Fisch mit wasserbindenden Zusatzstoffe u.v.m.)

Die folgende Nachricht aus den USA bestätigt: Es herrschen auf den Fischfarmen entsetzliche Zustände. Im folgenden Beitrag handelt es sich um den Tilapia, er gehört in den USA zu den beliebtesten Fischsorten. Bei uns hat er zum Glück Startschwierigkeiten. Hoffentlich bleibt es so, denn bei dem anstehenden Freihandelsabkommen mit der USA kann man sich in gar nichts mehr sicher sein. (Siehe dazu: Freihandelsabkommen – Alle unter einer Decke mit Monsanto und Co.)

Gerücht: Importierte chinesische Tilapia weisen erhöhte Kot-Werte auf.

WAHR: In Asien gezüchteter Fisch, der in die USA importiert wird, ist in vielen Fällen mittels Hühner- und Schweinekot aufgezogen worden.

Tilapia ist ein flacher, weißer Fisch, von dem es fast hundert verschiedene Unterarten gibt. Tilapia ist billig in der Züchtung, leicht zuzubereiten und erreichte vor kurzem den 4. Platz als meist konsumierter Fisch in den Vereinigten Staaten – hinter Garnelen, Thunfisch und Lachs.

Über 82 Prozent der verzehrten Tilapia der USA stammt nach USDA-Dokumenten aus China. Doch eine einfache Online-Suche zu dem Thema zeigt zahlreiche alarmierende negative Beschuldigungen gegen asiatischen Fisch (besonders Tilapia). So auch, dass diese mit Exkrementen aufgezogen werden, welche dann zu Lebensmittelvergiftungen führen können. MSN News sprach mit einem der führenden Wissenschaftler für Lebensmittelsicherheit, der bestätigte, dass der chinesische Tilapia tatsächlich den Ruf verdiene, diesen lieber nicht zu verzehren.

„Während es in Asien einige wirklich gute Aquakulturteiche gibt, ist es in vielen dieser Teiche – oder wirklich in den meisten dieser Teiche – typisch, dass zur primären Fütterung unbehandelter Hühnermist verwendet wird“, sagt Michael Doyle, Direktor des Zentrums für Lebensmittelsicherheit der Universität von Georgia. „An einigen Orten, wie zum Beispiel Thailand, bringen sie die Hühner direkt zum Teich und diese scheißen dann direkt in den Teich.“

Nach seiner Einschätzung gefragt, wie viel Prozent der chinesischen Tilapia mit tierischen Fäkalien als Lebensmittel aufgezogen werden, sagte Doyle „Ich würde sagen, etwa 50 Prozent.“

„Es ist unglaublich! Die mit tierischen Fäkalien gefütterten Fische sind sehr anfällig für bakterielle Infektionen, wie Salmonellen und E. coli-Stämme“, sagte Doyle. Außerdem sagte er, dass die große Menge von Antibiotika, die den Fischen dann zur Infektionsabwehr gegeben werden, es extrem schwierig macht, die Salmonellen- und E. coli-Stämme zu beseitigen.

„Es ist unfassbar, wie viel von diesen Antibiotika angewendet werden,und sie hinterlassen große Rückstände von Antibiotika in den Teichen”, sagte Doyle. „Wir haben mehrfach Antibiotika-resistente Stämme von Salmonella, die in diesem Fisch vorkommen.“

Mehr Zuchtfische als Zuchtrinder

Im vergangenen Monat wurde bekannt, dass bezugnehmend auf die weltweite Produktion, die Fischzucht erstmals die Rinderzucht in der Geschichte überholt hat. Dieser Wendepunkt in der Ernährungsweise der Menschen wurde durch ein riesiges Netz von Fischzucht-Betrieben ermöglicht, welche eine enorme Menge an Fisch und Meeresfrüchten auf kleinstem Areal mit minimalem Aufwand produzieren können.

Die intensive Nachfrage nach Zuchtfisch und der Verdrängungswettbewerb unter den Landwirten in China und anderen asiatischen Ländern wie Vietnam und Thailand führt Berichten nach dazu, dass viele dieser Bauern Abstriche machen. Eine Fütterung der Fische mit Schweine- und Hühnerexkrementen ist viel billiger als eine mit Standard-Fischfutter.

Eine explosive Bloomberg-News-Geschichte, die im Oktober des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, hatte die Schlagzeile: „Asiatische Meeresfrüchte, gezüchtet mit Schweinekot für den US-Verbraucher zugelassen”. Sie verdeutlicht mit grafischen Details der Fischzucht und Verpackungsanlagen aus China und Vietnam, die Schmutz und Krankheiten zeigten, dass US-Inspektoren scheinbar ihren Job schlecht machen, wenn verdorbener Fisch in die Nahrungsmittelkette gelangen kann.

Anteilig prüfte die FDA (Food and Drug Administration) nur 2,7% der Meeresfrüchte, die importiert werden, obwohl 27% des Fischverbrauchs der USA aus China kommt. Von diesen untersuchten Fischen hat die FDA angeblich 820 Lieferungen von chinesischen Meeresfrüchten seit 2007 abgelehnt, inklusive 187, welche Tilapia enthalten haben.

FDA verteidigt Untersuchungen

Als Antwort auf Fragen von MSN-Nachrichten über importierte asiatische Meeresfrüchte, verteidigt die FDA ihre Praktiken in einer Erklärung per E-Mail, die wie folgt lautet:

„Priorität der FDA ist es, sicherzustellen, dass sowohl inländische als auch importierte Meeresfrüchte in den USA, die verkauft werden, sicher sind. Die Agentur nutzt ein facettenreiches und über Risiken informierendes Meeresfrüchte-Sicherheitsprogramm, das auf verschiedene Maßnahmen zur Einhaltung setzt. Für importierte Meeresfrüchte umfassen diese Maßnahmen die Kontrolle ausländischer Verarbeitungsanlagen, Proben von importierten Meeresfrüchten, die in den Vereinigten Staaten angeboten werden, innerstaatliche Überwachung mit Probenahmen von importierten Produkten, Inspektionen bei den Importeuren von Meeresfrüchten, Auswertungen der Dokumentationen von Meeresfrüchten, Begutachtungen von Auslandsprogrammen sowie (Auswertung) der uns mitgeteilten Informationen von unseren internationalen Partnern und FDA-Büros in Übersee.“

„Für Meeresfrucht-Betriebe und Aquakultur-Bauern ist es erforderlich, über Kontrollen zu verfügen, um Gefährdungen durch Meeresfrüchte abzuwenden. Die FDA führt gezielte risikobasierte Tests durch – ergreift Maßnahmen, wenn sie Verstöße findet.”

Trotz Zusicherungen der FDA sagte Doyle, er empfiehlt dem Verbraucher auf das Herkunftsland ihrer Meeresfrüchte zu achten, zu dessen Anzeige die Lebensmittelgeschäfte gesetzlich verpflichtet sind.

„Ich persönlich bleibe immer bei Meeresfrüchten, die im Golf von Mexiko gefangen werden”, sagte Doyle.

UPDATE: Auf Druck nach weiteren Einzelheiten, ob aus Asien importierter Fisch einer genaueren Prüfung unterzogen wird oder eine näheres Hinsehen verdient hätte, als Meeresfrüchte aus anderen Regionen, bestritt die FDA-Sprecherin Theresa Eisenman rundweg, dass die weit verbreitete Praxis einer Fütterung von Zuchtfischen mit Exkrementen bestehen würde.

„Uns sind keine Beweise für die Behauptung bekannt, dass diese Praxis in China auftritt“, schrieb Eisenman an MSN-Nachrichten. „Sowohl inländische als auch importierte Meeresfrüchteprodukte müssen die gleichen Lebensmittelsicherheitsstandards erfüllen. Wenn die FDA Informationen hätte, dass ein Aquakultur-Produkt in einer Weise gezüchtet würde, das die Lebensmittelsicherheit der FDA verletzt, so würde dem Produkt nicht der Zugang in die Vereinigten Staaten erlaubt werden.“

Soweit es ihre Agentur (FDA) betrifft, schrieb Eisenman, bestehe das einzige lebensmittelbezogene Sicherheitsproblem bezugnehmend auf chinesische Meeresfrüchte die Arten und Dosierungen von Antibiotika, welche bei den Fischen eingesetzt werden. Ein offizieller FDA “Import Alarm”, der China namentlich mit seinen häufig auf Fischfarmen verwendeten potentiell krebserregenden Antibiotika erwähnt, wurde am 27. Juni 2013 veröffentlicht. Diese Warnung gelobt, dass die Agentur alle Warenlieferungen von Fischen, die Antibiotika wie Malachitgrün, Nitrofuranen, Fluorchinolone und Gentianaviolett enthalten, zu stoppen.

Nachdem wir den Artikel für Sie übersetzten, fragen wir uns, ob nicht nur die Tilapia mit tierischen Fäkalien aufgezogen werden, sondern auch der Pangasius. Ob tiefgefroren im Supermarkt oder gebraten in der Kantine – der Pangasius erfreut sich großer Beliebtheit. 40.000 Tonnen des Zuchtfisches landeten im vergangenen Jahr allein auf deutschen Tellern und wird ebenfalls auf solchen Fischfarmen gezüchtet.

Der Fischkonsum unterliegt trotz allem leider immer noch einem anhaltenden Aufwärtstrend. Nach Angaben des Fisch-Informationszentrum (FIZ) ist der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fischen in den letzten Jahren auf mehr als 15 Kilogramm gestiegen. Lesen Sie dazu auch „Das Geschäft mit dem Billigfisch“.

Netzfrau Andrea Carls>

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13.5.2014: <
64 unbeschriebene Süßwasserfischarten im Mittelmeergebiet entdeckt>

aus: Extremnews online; 13.5.2014;
http://www.extremnews.com/nachrichten/natur-und-umwelt/cd8d14dc8153c11

<Manuel Schmidt

Eine der beiden in Italien endemischen Rotaugenarten, Rutilus rubilio, ein Männchen.

Wissenschaftler der Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn berichten aktuell in einer großen Studie mit über 30 europäischen Koautoren über die komplette Süßwasser-Fischfauna des Biodiversitätshotspots des Mittelmeergebietes. Mittels molekulargenetischen Methoden (DNA Barcoding) wurden über 3000 Fische von knapp 500 verschiedenen Fischarten untersucht. Den Forschern gelang es erstmals eine nahezu komplette Abdeckung aller Arten zu erreichen (98%). Dabei stellten die Wissenschaftler unter anderem fest, dass bis zu 64 Arten in dieser Region bisher unentdeckt (40), bzw. unbeschrieben geblieben sind (24).

Von Bonn nach Ancona und im Regen mit der ‚Piraeus‘ und dem ZFMK - Bulli nach Igoumenitsa in Grieche Quelle: Foto: ZFMK, Bonn. (idw)

Die Studie wurde im Rahmen des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Projektes "FREDIE" erstellt.

Die Ergebnisse erschienen in dem international anerkannten Journal "Molecular Ecology Resources". „Die hinterlegten Daten werden in Form einer DNA Barcode Bibliothek in Zukunft als wichtige Referenz für alle nachfolgenden Studien sowie systematischen Erfassungen, Beobachtungen oder Überwachungen der Arten und Populationen, also dem Monitoring, dienen“ erläutert Dr. Matthias Geiger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZFMK die besondere Bedeutung der groß angelegten Studie. „Wir sehen, dass Langzeiterfassungen der Entwicklungen der Fischarten in Europa auch weiterhin extrem wichtig sind, um überhaupt Schutzmaßnahmen von Lebensräumen formulieren zu können“ ergänzt Dr. Fabian Herder, Leiter der Sektion Ichthyologie am ZFMK.

Neue seltene und bedrohte Fischart in Griechenland gefunden

Wissenschaftler der Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn haben 2011 im Rahmen des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Projektes "FREDIE" eine spektakuläre neue Fischart in Griechenland gefunden und kürzlich wissenschaftlich beschrieben.

Es handelt sich um einen Vertreter der einzigen in Europa endemischen Fischfamilie Valenciidae, mit nur zwei bekannten Arten bisher. Alle drei Valencia Arten sind stark gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht und strengstens geschützt. So hat Valencia letourneuxi erst 2012 traurigen Ruhm als eine der Top 100 meistgefährdetsten Arten weltweit erlangt. „Die neue Art trägt den Namen Valencia robertae, zu Ehren der griechischen Ichthyologin Roberta Barbieri, welche sich seit Jahren für den Schutz bedrohter Fischarten einsetzt“ erklärt Dr. Matthias Geiger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZFMK, die Namensgebung für die neue Art. „Selbst in Europa können solch spektakuläre Neufunde von Arten zeigen, wie wichtig es ist, die zeitlichen und räumlichen Veränderungen der Verbreitung von Arten zu erfassen“ ergänzt der Ichthyologe Dr. Jörg Freyhof, seit kurzem geschäftsführender Direktor bei GEO BON (Group on Earth Observations - Biodiversity Observation Network) in Leipzig, und zuständig für den Aufbau eines globalen Beobachtungssystems für biologische Vielfalt.

Quelle: Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (idw)>

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17.5.2014: <Angler als Hüter der heimischen Flussfische> - Invasoren werden weggefischt - Beispiele Regenbogenforelle, Zuchtlachse - ausgesetzte Fische beissen schneller an

aus: Der Standard online; 17.5.2014;
http://derstandard.at/1399462383845/Angler-als-Hueter-der-heimischen-Flussfische
<Forscher untersuchen, inwieweit Hobby-Fischfang dabei hilft, invasive Spezies in Schach zu halten.

Berlin - Fischfang und Naturschutz tauchen in den Schlagzeilen oft als Gegensatzpaar auf - doch es geht auch anders. Angler könnten nämlich dazu beitragen, Bioinvasoren in Schach zu halten und damit heimische Arten zu schützen, wie der Forschungsverbund Berlin berichtet.

Ein internationales Forscherteam hat für das Projekt "SalmoInvade" die Besiedelung von europäischen Gewässern mit gebietsfremden Lachsfischen bzw. Salmoniden (zu denen auch die Forellen zählen) zu untersuchen. Ein bekanntes Beispiel ist die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss), die schon Ende des 19. Jahrhunderts in vielen europäischen Flüssen augesetzt wurde und zur Konkurrentin der heimischen Bachforelle (Salmo trutta) geworden ist. Aus Norwegen wiederum sind Fälle von aus Aquakulturen entkommenen Zuchtlachsen bekannt, die gefährliche Lachsläuse übertrugen, an die die Wildpopulationen nicht angepasst waren.

Weggefischte Invasoren

"SalmoInvade" arbeitet gemeinsam mit Anglern und anderen Interessengruppen, etwa der Fischfarmindustrie und der Wasserwirtschaft, daran, den Effekt invasiver Salmoniden auf lokale Fischpopulationen in verschiedenen europäischen Ländern zu untersuchen."Einer unserer Forschungsschwerpunkte ist es, zu untersuchen, wie Hobbyangler als Schützer für lokale Populationen von Forelle und Lachs agieren können", sagt Projektkoordinator Jörgen Johnsson von der Göteborger Universität.

Zuchtfische verhalten sich nämlich oft weniger vorsichtig als ihre wilden Artgenossen und landen so öfter am Haken. Deshalb könnte Angeln die Ausbreitung besetzter Fische eindämmen. In der Tat ist bereits nachgewiesen worden, dass ausgesetzte große Regenbogenforellen meist sehr rasch wieder aus den Gewässern verschwinden, weil sie sich leichter angeln lassen als Bachforellen.

Die Forschungsergebnisse sollen am Ende des dreijährigen Projekts in Handlungsempfehlungen zum Umgang mit nichtheimischen und gebietsfremden Salmoniden einfließen. Das soll dabei helfen zu verhindern, dass sich ausgesetzte gebietsfremde Fische zu schädlichen Bioinvasoren entwickeln. (red, derStandard.at, 17. 5. 2014)

Link
Projekt SalmoInvade>

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30.5.2014: Weltweites
Massenfischsterben in den letzten Monaten - wie 2013 schon

aus: Netzfrauen online: Massenfischsterben: Überall auf der Welt wurden in den letzten Monaten Millionen Fische tot aufgefunden! Mass Fish Deaths: Millions Have Been Found Dead All Over The World In The Past Month; 30.5.2014;
http://netzfrauen.org/2014/05/30/massenfischsterben-millionen-tote-fische-wurden-den-letzten-monaten-ueberall-der-welt-entdeckt-mass-fish-deaths-millions-found-dead-world-past-month/

<
Weltweit kommt es zurzeit immer wieder zu einem Massensterben von Fischen. Uns stimmt diese Anhäufung von Massensterben unter Meerestieren mehr als nachdenklich. Kann man da noch von Zufall sprechen? Es betrifft unseren ganzen Planeten.

Bereits August 2013 haben wir, die Netzfrauen darauf aufmerksam gemacht, dass seit März 2013 sich die Meldungen über unerklärliche Vorkommnisse des Fischsterbens häuften. Millionen um Millionen toter Fische beunruhigen die Menschen über die Welt verteilt. Alle sagen übereinstimmend, so etwas hätten sie noch nie gesehen.

Die Vermutungen reichen von Verunreinigungen durch Gülle, über Sauerstoffmangel bis zu Fischkrankheiten. Aber verbreiten sich solche Krankheiten innerhalb weniger Monate über die Welt? Es sind Süßwasser- und Salzwasserfische gleichermaßen betroffen. Lesen Sie dazu: Das weltweite unerklärliche Fischsterben (August 2013)

Fische, Austern, Vögel, Bienen, Schafe, Delfine, Wale, Haie, Schildkröten, Seekühe, Quallen, Seesterne, Rinder, Geflügel, Wildschweine, in unserem Beitrag  Massensterben: Millionen von toten Tieren weltweit vom November haben wir aufgelistet, wo und wann die Tiere verendeten. In 2014 geht es weiter, zu diesem Thema haben wir Ihnen den unten stehenden Artikel übersetzt. Das Original finden Sie hier 

Auf unserem ganzen Planeten sterben plötzlich Millionen Fische. Tatsächlich wurden alleine im letzten Monat Dutzende Fälle von Massenfischsterben gemeldet. Wie kann das passieren? Warum sterben Fische in nicht vorstellbarem Ausmaß auf der ganzen Welt? Mehr als 6 Tonnen Fische starben alleine über das Wochenende in Marina Del Rey. Dieses Ereignis machte in den gesamten Vereinigten Staaten Schlagzeilen. Aber die Wahrheit ist, dass das, was gerade vor der südlichen Küste von Kalifornien passiert, nur die Spitze des Eisberges ist. Im Jahr 2014 ist das Massentiersterben bei Fischen weltweit zu einem täglichen Ereignis geworden. Einzeln gesehen könnte jedes dieser Ereignisse vielleicht als eine Anomalie gesehen werden, aber schaut man sich das Ausmaß aller Vorkommnisse an, packt sie in eine Liste, dann ist das ziemlich überwältigend. Gibt es einen Grund dafür, warum so viele Fische sterben? Gibt es etwas, das dieses Massentiersterben bei den Fischen verbindet? Hat sich etwas in unserer Umwelt verändert? Das Folgende sind nur einige Beispiele mit Berichten über das Massenfischsterben, die Tag für Tag auf der ganzen Welt vorkommen…

* Im April wurden 500.000 Karpfen mit „schwebendem Bauch nach oben in Kentucky Cumberland River” gefunden.

* Über das Wochenende starben Tausende und Abertausende von Fischen direkt an der südlichen kalifornischen Küste.

Kaliforniens Fish and Wildlife-Arbeiter schöpfen am Montag immer noch tote Meerestiere von der Oberfläche im Hafen, nachdem Tausenden toter Sardellen, Stachelrochen und sogar eine Krake über das Wochenende gestorben und angeschwemmt worden sind.

Bisher haben die Beamten 6 Tonnen toter Fische entsorgt und sie haben noch eine Menge Arbeit vor sich.

* Für den Tod von rund 35.000 Fischen in Minnesota wird „Sauerstoffmangel” verantwortlich gemacht.

* Für das letzte Massenfischsterben im Shark River, in der Nähe von Belmar in New Jersey, wird ebenfalls „Sauerstoffmangel” verantwortlich gemacht.

* Die Behörden in Menifee, Kalifornien, versuchen immer noch herauszufinden, was den Tod von Tausenden Fischen im Minefee Lake vor einigen Wochen verursacht hat…

Die Behörden testen auch am Freitag weiterhin das Wasser im Menifee Lake, nachdem tausende toter Fische dort seit letzter Woche angeschwemmt worden sind.

Die Vertreter der Stadt Menifee hörten am Samstag das erste Mal von den angeschwemmten toten Fischen in dem See, der auf einem privaten Grundstück, etwa eine halbe Meile östlich der Autobahn 215 liegt,..

* Im Golf von Mexiko sterben Delfine und Meeresschildkröten in einer „Rekordanzahl“.

* Die Behörden in Maryland sind immer noch durch den Tod von 7.000 atlantischen Menhaden im letzten Monat verwirrt…

Staatliche Umweltwissenschaftler untersuchen die Ursache eines Fischsterbens, bei dem etwa 7.000 atlantische Menhaden in den Gewässern von Inner Habor und Fells Point gestorben sind.

Jay Apperson, Sprecher des Umweltamtes in Maryland, sagte, dass sich Biologen am Dienstag mit einem Boot auf den Weg zum Ort des Fischsterbens gemacht haben. Er sagt, dieser Bereich erstreckt sich von der Mündung des Patapsco River über den Hafen von Baltimor bis zum Fells Point und Fort McHenry.

* Massenfischsterben in Lake Champlain in Vermont werden von Regierungsbeamten als „die neue Normalität” bezeichnet.

* Entlang der Küste von Nord-Kalifornien sterben Robben und junge Seelöwen „in Rekordzahlen.”

* Vor drei Monaten verloren Farmer in Singapur durch ein Massenfischsterben 160 Tonnen Fisch.

* Bereits im September wurden etwa 40 Kilometer des Fuhe-Flusses in China „mit toten Fischen bedeckt“.

* Ebenfalls im September letzten Jahres wurden nahezu zehn Tonnen toter Fische schwimmend auf einem See in der Nähe der Stadt Komotini in Griechenland gefunden.

Die folgenden sind noch einige weitere Beispiele von Ereignissen des Massenfischsterbens nur aus den letzten Wochen, die aus einer Liste auf einer anderen Website zusammengestellt wurden…

17. Mai 2014 – Massen von toten Fischen tauchen tot in einem Jachthafen in Pultneyville, New York, Amerika, auf. Link

16. Mai 2014 – Massenfischsterben in Aragatsotn, Armenia. Link

15. Mai 2014 – Hunderte von Fischen sterben „aufgrund der Verschmutzung” in den Feuchtgebieten von Rewalsar, India. Link

14. Mai 2014 – Tausende von toten Fischen an Land gespült in Cootes Paradise, Hamilton, Canada. Link

13. Mai 2014 – Zehntausende tote Fische angespült entlang der Küste von Tasmanien, Australien. Link

12. Mai 2014 – Massenfischsterben im Fluss Eden „ist ein Mysterium” Cumbria, England. Link

11. Mai 2014 – Tausende von toten Kugelfischen und toten Schildkröten angespült an verschiedenen Stränden in Kolumbien und Costa Rica. Link und hier

11. Mai 2014 – Hunderte von toten Fischen in einem Teich gefunden, „ein Mysterium” in Southborough, England. Link

10. Mai 2014 – Tausende von toten Fischen durch die Umweltverschmutzung im Frühjahr in Sikkim, Indien. Link

9. Mai 2014 – Fischsterben verursacht Panik „in der Luda Yana Fluss in Bulgarien. Link

8. Mai 2014 – Der Tod von Tausenden Fischen in einem See „schockt” die Bewohner in Mangalore, Indien. Link

8. Mai 2014 – 12 Tonnen toter Fische aus Seen in Chisago County, Minnesota, Amerika entfernt. Link

7. Mai 2014 – Massives Fischsterben in in einem Stausee in Quanzhou, China. Link

7. Mai 2014 – Tausende von Fischen tot am Ufer des Roatan, Honduras. Link

5. Mai 2014 – Hunderte von toten Fischen an den Strand gespült, „ein Mysterium” in San Antonio Oeste, Argentinien. Link

5. Mai 2014 – Massenfischsterben in Seen in Almindingen, Dänemark entdeckt. Link

4. Mai 2014 – Massenfischsterben in einem Fluss in Fujian, China. Link

3. Mai 2014 – mehr als 1.000 tote Fische an Land gespült entlang einem See in Ontario, Canada. Link

2. Mai 2014 – 40.000 Fische sterben plötzlich in einem Damm in Piaui, Brasilien. Link

30. April 2014 – Das schlimmste Massenfischsterben, dass ich in den 26 Jahren, die ich hier arbeite, je gesehen habe, in Iowa, Amerika. Link

29. April 2014 – Dutzende von Meeresschildkröten sind tot angespült worden in Süd-Mississippi, Amerika. Link

29. April 2014 – Tausende von toten Fischen angespült an die Ufer der Seen in Wisconsin, Amerika. Link

28. April 2014 – Schildkröten und andere Meeresbewohner werden auch weiterhin tot angespült in Bari, Italien. Link

28. April 2014 – großes Fischsterben im Mogi-Fluss in Brasilien entdeckt. Link

25. April 2014 – großes Fischsterben in einem Reservoir in Nanchong, China entdeckt. Link

24. April 2014 – große Menge toter Fisch angespült in einem Fluss in La Chorrera, Panama. Link

23. April 2014 – 2 Millionen tote Fische in einem Damm in Teheran, Iran. Link

23. April 2014 – Massenfischsterben im Island Lake in Ontario, Kanada. Link

23. April 2014 – Tausende von toten Fischen in einem See in Mudanjiang, China. Link

22. April 2014 – 1000 tote Fische im Oona River, County Tyrone, Nordirland. Link

21. April 2014 – Große Mengen von totem Fisch entlang des Panchganga Fluss in Indien angespült. Link

19. April 2014 – Millionen tote Fische gefunden in Thondamanaru Lagoon, Sri Lanka. Link

Und denken Sie daran, diese Liste zeigt lediglich die Ereignisse, die nur in den letzten Monaten geschehen sind.

Also, was ist die Ursache für all diese Massenfischsterben?

Netzfrau Kerstin Hördemann>

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