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Delphin. Meldungen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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30.9.2011: Der Maui-Delfin ist akut vom Aussterben bedroht - noch rund 100 Tiere

aus: Welt online: Artenvielfalt: Seltenste Delfinart akut vom Aussterben bedroht; 30.9.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13635600/Seltenste-Delfinart-akut-vom-Aussterben-bedroht.html

<Autor: Michael Donhauser

Jährlich verenden schätzungsweise mehr als 40 Hector-Delfine, von denen Maui-Delfine eine Unterart bilden, in Fischernetzen.

Nur noch 100 Maui-Delfine existieren vor Neuseeland. Stetig werden es weniger. Sie enden als Beifang in Netzen. Dabei gehören sie jetzt schon zur weltweit seltensten Delfin-Art.

Nur noch rund 100 Exemplare des Maui-Delfins ziehen vor der Nordinsel Neuseelands ihre Kreise. Damit ist der weltweit seltenste Delfin nach Angaben von Naturschützern akut vom Aussterben bedroht. Die Organisation Nabu International hat jetzt auf einer internationalen Artenschutzkonferenz im schottischen Aberdeen Alarm geschlagen. Die Tiere müssten besser geschützt werden, die Fischerei mit Schlepp- und Kiemennetzen, in denen sich die Delfine als Beifang verheddern, müsse aufhören.

Vor Neuseeland sei die Population der ausschließlich dort lebenden Hector-Delfine von einst 29.000 seit Einführung der Schleppnetzfischerei in den 1970er Jahren auf weniger als 8000 zurückgegangen. Die Maui-Delfine sind eine Unterart des Hector-Delfins.

Jedes Jahr gingen schätzungsweise mehr als 40 dieser Meeressäuger in den Fischernetzen ein. „Das ist 40 Mal mehr, als die Art vertragen kann“, teilte der Nabu International mit. Die Schutzmaßnahmen Neuseelands reichten bei weitem nicht aus.

Diese Delfine vermehren sich nach Angaben der Naturschützer sehr langsam. Sie brauchen sechs bis neun Jahre bis zur Geschlechtsreife, die Weibchen bekommen nur alle zwei bis vier Jahre Junge.

dpa/jn>

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Spiegel
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24.10.2011: <Fischerei und Lärm: Bedrohung für Pottwale und Delfine wächst> - sie haben wegen dem industriellen Lärm im Meer keine Orientierung mehr

aus: Spiegel online; 24.10.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,793535,00.html

<Delfin: Unterwasserlärm kann den Orientierungssinn der Meeressäuger stören

Die Gefährdung von Zahnwalen wie Pottwal und Delfin hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Die größte Gefahr geht von der Fischerei aus, denn viele Tiere verenden als Beifang. Wissenschaftler fordern daher, dass weltweit schonende Fangmethoden eingeführt werden.

Die größte Bedrohung für Delfine und andere Zahnwale sind Fischernetze: Verheddern sich Zahnwale in Stellnetzen, Drähten, Ringwadennetzen oder Grundschleppnetzen, bedeutet das nach einer Studie für 86 Prozent der betroffenen Tiere den Tod. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den das Uno-Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (UNEP/CMS) am Montag in Bonn vorlegt.

Es handelt sich um eine Enzyklopädie der 72 Zahnwalarten, die der Kieler Forscher Boris Culik zusammengestellt hat. Sie enthält die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Verbreitung, das Wanderungsverhalten und die Bedrohungen für die Zahnwale, zu denen unter anderem Pottwal, Schnabelwal, Schweinswal und Delfin gehören.

Auch wenn sie nicht gezielt gejagt werden, leiden Zahnwale unter den Auswirkungen der Fischerei. Die Überfischung ihrer bevorzugten Beutetiere führte dazu, dass 13 Arten in diesem Jahr als bedroht eingestuft wurden. Im vor zehn Jahren veröffentlichten Bericht der CMS waren es noch elf Arten gewesen.

Culik fürchtet, dass weitere Zahnwalarten aussterben werden, wenn nicht bald spürbar gegen diese Bedrohung vorgegangen wird. Der wissenschaftliche Rat von CMS hat eine Resolution zum Fischen mit Stellnetzen vorgelegt, über die im November abgestimmt werden soll. Darin wird die internationale Gemeinschaft aufgefordert, sich umgehend für eine Verbesserung der Fischereimethoden einzusetzen. So ließe sich die Bedrohung der Meeressäuger verringern.

Den Tieren macht zudem der zunehmende Lärm in den Meeren zu schaffen. Wale kommunizieren mit verschiedenen Lauten unter Wasser. Außerdem nutzen sie Töne, um zu navigieren und um Beute zu finden. Vom Menschen verursachter Lärm, wie er etwa bei seismischen Untersuchungen, Bauprojekten unter Wasser, aber auch mit militärischem Sonar entsteht, behindert die Wale.

wbr/dpa>

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El
                          Trome, Logo



2/12/2011: <Descubren un extraño delfín blanco en Brasil>

2.12.2011: <Albino-Delphin im Urwald von Brasilien>


de / aus: Trome online; http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=AME&pagina=http://www.trome.pe

Weisser Albino-Delfin in Brasilien
Weisser Albino-Delfin in Brasilien [1]

Este tipo de animal es el más amenazado de extinción en la costa suroeste del Atlántico.

El delfín tiene cerca de un mes de edad y fue fotografiado en compañía de un delfín adulto en la bahía de Babitonga, en el litoral del estado de Santa Catarina, según informó el Proyecto Toninhas, grupo dedicado a la conservación de este tipo de cetáceo.

Los investigadores dijeron que es el primer caso documentado de un delfín albino de esta especie y consideraron que lo más probable es que se vuelva gris o rosado cuando se haga adulto.

La franciscana es una especie adaptada tanto al agua dulce como la salada y vive entre la desembocadura del río de La Plata y el sureste de Brasil. Este tipo de delfín es el más amenazado de extinción en la costa suroeste del Atlántico, según una nota del Proyecto Toninhas.



Diese Tiere an der Atlantikküste sind von der Ausrottung bedroht.

Der weisse Delfin ist ungefähr einen Monat alt und wurde hier in Begleitung eines erwachsenen Delfins in der Bucht von Babitonga aufgenommen, an der Küste des Bundesstaates Santa Catarina, so die Information des Projekts Toninhas, die für die Erhaltung dieser Meeressäugetiere kämpft.

Die Forscher sagten, es sei der erste dokumentierte Fall eines Albino-Delfins dieser Art und meinten, am wahrscheinlichsten sei am Ende im Erwachsenenalter eine Grau- oder eine Rosafärbung des Tiers.

Die Franziskaner sind eine angepasste Art, die sowohl im Süsswasser wie im Salzwasserleben kann. Sie leben zwischen der Mündung des Geldflusses (Río de la Plata) und dem Südosten Brasiliens. Dieser Typ Delfin ist der am meisten von der Ausrottung bedrohte Delfin an der südöstlichen Atlantikküste, so die Meldung von Projekt Toninhas.>
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der Standard
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26.3.2012: <Delfin-Jagd in Japan: "Ohne Delfinarien wäre Delfinjagd nicht lukrativ">

aus: Der Standard online; 26.3.2012;
http://derstandard.at/1332323784369/Delfin-Jagd-in-Japan-Ohne-Delfinarien-waere-Delfinjagd-nicht-lukrativ

<Autor Hans Peter Roth berichtet in seinem Buch von den grausamen Praktiken der Delfinjäger - Er begleitete die Dreharbeiten zum Oscar-gekrönten Film "Die Bucht".

Der Dokumentarfilm "The Cove" zeigte sehr eindringlich die langen Qualen der Delfine bei der Jagd in Japan. Autor Hans Peter Roth (rechts) begleitete teilweise Tierschützer Richard O'Barry (links) bei den Dreharbeiten in der Gemeinde Taiji dabei und wurde von Delfinjägern tätlich angegriffen. Der Dokumentarfilm zeigt die grausamen Tötungsmethoden. Zunächst werden die Delfine zusammengetrieben und dann mit Eisenstangen erstochen. Selten tötet der erste Stich. Die Tierschützer arbeiteten mit versteckte Kameras, um die Praktiken der Delfinjäger zu dokumentieren. Die Tiere werden oft bei lebendigem Leib ausgeblutet. Der Schauplatz der Delfinschlachtung ist die japanische Gemeinde Taiji. Die schönsten Delfine werden aussortiert und an Delfinarien in der ganzen Welt verkauft. Hans Peter Roth hat gemeinsam mit Richard O'Barry ein Buch zum Film geschrieben.

Der Dokumentarfilm "Die Bucht" ("The Cove") sorgte 2009 für Aufsehen. Darin wurde das Schlachten von Delfinen in der japanischen Bucht von Taiji dokumentiert. 2010 gab es dafür einen Oscar. Der Journalist Hans Peter Roth begleitete Protagonist und Tierschützer Richard O'Barry im Herbst 2008 nach Taiji. Dabei wurde er von Delfinjägern auf öffentlichem Boden tätlich angegriffen. Ein ARD-Team filmte den Vorfall, eine Sequenz davon ist im Film zu sehen. Gemeinsam mit O'Barry hat Roth das Buch "Die Bucht: Flippers grausames Erbe" geschrieben. Im Gespräch mit derStandard.at berichtet er von der aktuellen Situation von Delfinen und Walen in Japan.

derStandard.at: "The Cove" hat vor zwei Jahren einen Oscar gewonnen. Hat dadurch ein Umdenken in Japan stattgefunden?

Hans Peter Roth: Teilweise. Die Nachfrage nach Delfinfleisch ist weiter zurückgegangen. Der Film hat aber auch einen starken nationalistischen Trotzreflex ausgelöst. Nach dem Motto: "Von den Amerikanern lassen wir nicht mit dem Finger auf uns zeigen."

derStandard.at: Wie viele Delfine werden pro Jahr in der Bucht von Taiji getötet?

Roth: Die Fangquote ist innerhalb der letzten Jahre von rund 2.400 auf 2.100 gesunken. Dieses Jahr wurden rund 820 Tiere gefangen, circa 720 davon getötet, etwa 50 in Gefangenschaft genommen und 50 freigelassen.

Dies sind inoffizielle Zahlen, die von Beobachtungen und manchmal unpräzisen Zählungen von Aktivisten stammen, welche versuchen, die Delfinjagd-Aktivitäten vor Ort zu überwachen. Ein Unsicherheitsfaktor ist die Harpunenjagd, wo Delfine im offenen Meer erlegt werden. Dies lässt sich sehr schwer beobachten und kontrollieren.

derStandard.at: Der Rückgang hängt aber auch mit der Schadstoff-Problematik zusammen. Immer wieder gibt es Berichte, dass das Fleisch zum Beispiel mit Quecksilber verseucht ist. Gibt es dazu aktuelle Untersuchungen?

Roth: Japan erlaubt in seinen Küstengewässern den Fang von jährlich etwa 20.000 Zahnwalen, dazu zählen verschiedene Delfine, Schweinswale und Schnabelwale. Als Beutegreifer am Ende der marinen Nahrungskette sind diese Tiere hochgradig mit Quecksilber, polychlorierten Biphenylen (PCBs) und anderen giftigen Substanzen kontaminiert.

Wal- und Delfinfleisch wird auch über das Internet vertrieben. Im Dezember 2011 standen 147 Walprodukte auf Amazon Japan zum Verkauf. Die Environmental Investigation Agency hat acht dieser Walprodukte untersuchen lassen, darunter Walfleischkonserven, Walspeck und getrocknetes Walfleisch. Die Analyse des Fleisches ergab, dass sechs der acht Produkte eine Quecksilberbelastung aufwiesen, die 50-mal höher lag, als es die Grenzwerte in Japan erlauben. (Mittlerweile wurden die Produkte von Amazon aus dem Sortiment genommen, Anm.)

derStandard.at: Kritik gibt es auch an der bestialischen Art und Weise, mit der viele Delfine richtiggehend niedergemetzelt werden. Bilder solcher Treibjagden schockierten auch im Dokumentarfilm. Sie waren vor Ort: Können Sie darüber etwas erzählen?

Roth: Diese Kritik ist und bleibt vollauf gerechtfertigt. Bis vor wenigen Jahren trieben die Jäger die Delfine in der Todesbucht zusammen, einem durch Felsen von der Sicht abgeschirmten kleinen Seitenarm der Hatajiri-Bucht in Taiji. Sie metzelten die Tiere nieder, indem sie wahllos mit Lanzen und Messern auf sie einstachen und einhieben, bis sie verbluteten. Andere schlitzten sie am Strand oder im seichten Wasser buchstäblich auf, um sie bei lebendigem Leib verbluten zu lassen.

Wale und Delfine kennen keinen "Schockzustand" oder eine "Beutestarre", ansonsten würden sie als Luft atmende Säugetiere ja ertrinken. Für sie ist also das Ausbluten noch schmerzvoller.

derStandard.at: Jadgfreundliche Medien in Japan berichten immer wieder von neuen Methoden der Tötung. In "Die Bucht" wurde durch sehr grausame Bilder dokumentiert, dass dadurch der Todeskampf der Tiere nicht verkürzt wird. Was hat sich in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet getan?

Roth: Das japanischen Fischereiministerium wollte die internationale Gemeinschaft und die Tierschützer schon um 2005 mit Lügenpropaganda beschwichtigen, es gebe eine neue Tötungsmethode. Dabei werde den Delfinen mit einem speziellen Messer das Rückgrat durchtrennt, so dass sie binnen weniger Sekunden tot seien. Die Aufnahmen der versteckten Kameras im Film "Die Bucht", aufgenommen zwischen 2006 und 2008, entlarvten diese offizielle Behauptung als Lüge.

Mittlerweile gibt es tatsächlich eine neue Tötungsmethode: Dabei rammen die Jäger den Delfinen eine Art spitzen Metallstab ins Rückgrat und stochern darin herum. Die Tiere sind dabei in den seltensten Fällen sofort tot. Oft sind sie gelähmt und ertrinken dann, weil sie ihr Blasloch nicht mehr an der Oberfläche halten können, oder sie werden noch lebend ins Schlachthaus transportiert, wo sie bei lebendigem Leib ausgeweidet werden.

derStandard.at: Viele Japaner haben eine andere Beziehung zu Delfinen als Menschen in Europa. Wie sehen viele Japaner Delfine und wieso?

Roth: "Kujira" ist der Begriff für Wal, das kann man als Monsterfisch übersetzen. "Iruka" ist der Begriff für Delfin und hat keine direkte sinnhafte Bedeutung. Wale wurden früher massenhaft, bis fast zur Ausrottung, gejagt und verzehrt. Heute isst kaum mehr jemand in Japan Walfleisch, außer einige ewiggestrige Nostalgiker. Deshalb sitzt Japan auch auf Bergen von Walfleisch und setzt bizarrerweise trotzdem die Waljagd zurzeit noch fort.

Zu den Delfinen haben die Japaner ein gespaltenes Verhältnis. Die moderne urbane Bevölkerung mag die Delfine. Da käme es nur wenigen in den Sinn, Delfinfleisch zu essen. Trotzdem setzt sich kaum jemand für ihren Schutz ein. Fischer betrachteten die Delfine oft als lästige Nahrungskonkurrenten.

derStandard.at: Welche Lobby steckt hinter den Delfinjagden?

Roth: Zum einen die Delfinarien-Industrie. Ohne diesen zynischen Lebendhandel - die schönsten Tiere lebend zum Verkauf auslesen und die restlichen abschlachten - wäre die Delfinjagd schon längst nicht mehr lukrativ. Auch die hoch subventionierte Walfang-Industrie und das Fischereiministerium stehen hinter der japanischen Gemeinde Taiji als "Wiege des Walfangs". Außerdem befürchtet Japan, wenn es sich bei der Wal- und Delfinjagd reinreden lässt, dass es dann aufgrund von internationalem Druck plötzlich andere Meerestiere auch nicht mehr fangen könnte.

derStandard.at: Stichwort Delfinarium: Welche Preise erzielen die Tiere und in welchen Ländern landen sie?

Roth: Höchstpreise lagen bei deutlich über 200.000 Dollar. Viele Tiere werden irgendwo zwischen 25.000 und 100.000 Dollar gehandelt, je nach Angebot, Destination und nachdem, wie weit der jeweilige Delfin schon an die Gefangenschaft gewöhnt und dressiert ist.

Delfine aus Taiji landen auch in Europa, beispielsweise in der Ukraine. Weitere Destinationen sind die Türkei, Ägypten, die Arabischen Emirate, China, Korea und die Philippinen. Das sind aber nur ein paar Beispiele.

derStandard.at: Welche Fortschritte gibt es in Europa in Sachen Delfinschutz?

Roth: Mitte März hat das Schweizer Parlament ein Einfuhrverbot für Wale und Delfine in die Schweiz beschlossen. Dies, nachdem im Freizeitpark "Connyland" in den letzten vier Jahren acht Delfine verendet sind. Dies bedeutet das Ende für dieses Delfinarium, wo zurzeit noch drei Delfine gehalten werden.

Möglicherweise wird das Importverbot noch zu einem Haltungsverbot verschärft. Österreich und Luxemburg sind bereits "Delfin-frei". Bald wird es also nur noch in Deutschland als letztem deutschsprachigem Land Delfinarien geben. Zurzeit gibt es noch drei in Nürnberg, Duisburg und Münster. Münster schließt noch dieses Jahr. (Julia Schilly, derStandard.at, 27.3.2012)

Hans Peter Roth, Richard O'Barry: Die Bucht. Flippers grausames Erbe. Verlag Delius Klasing 2010, 240 Seiten, 20,50 Euro.

Hintergrund

Vertreter der internationalen Staatengemeinschaft unterzeichneten 1946 ein Abkommen über die Regelung des internationalen Walfangs (ICRW) und gründeten die Internationale Walfangkommission (IWC). Die IWC kann den Walfang teilweise, für bestimmte Arten und Gebiete oder ganz verbieten. 1982 wurde das Internationale Walfangmoratorium beschlossen, das 1986 in Kraft trat.

Das internationale Walfangverbot gilt nur für die Großwale, die explizit im Walfangabkommen der IWC erwähnt sind. Das sind alle Barten- und Furchenwale sowie der Pottwal. Die Kleinwale, zu denen auch Delfine und Schweinswale zählen, gehören nicht zum Walfangabkommen.>


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Spiegel
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1.4.2012: Tod von Walen und Delfinen im Golf von Mexiko nimmt immer mehr zu - Zusammenhang mit Ölkatastrophe vermutet

aus: Spiegel online: Nach Ölkatastrophe: Im Golf von Mexiko sterben die Delfine; 1.4.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,825044,00.html

<Von Frank Patalong

Seit Anfang 2010 verenden im Golf von Mexiko ungewöhnlich viele Wale und Delfine. Eine Studie zeigt nun, wie schlecht es den Meeressäugern dort wirklich geht. Der Verdacht der Forscher: Viele der Tiere leiden und sterben an Spätfolgen der "Deepwater Horizon"-Katastrophe.

Hamburg - Sie nennen es ein Unusual Mortality Event, kurz UME: Es ist die amtliche Bezeichnung dafür, dass seit Februar 2010 ungewöhnlich viele Meeressäuger an den Stränden im Golf von Mexiko tot angeschwemmt werden. In Louisiana, dem am stärksten betroffenen Gebiet, erhöhte sich die Zahl der tot angeschwemmten Meeressäuger von durchschnittlich 20 in den Jahren 2002 bis 2009 auf 138 im Jahr 2010 und 159 im Jahr 2011.

 Damit starben in den letzten zwei Jahren vor Lousianas Küste fast 16-mal so viele Wale und Delfine wie sonst in einem Jahrzehnt. Insgesamt liegt die Quote tot angeschwemmter Meeressäuger in der Golfregion, dessen Anrainer-Bundesstaaten sehr unterschiedlich stark betroffen sind, rund fünfmal über Normalniveau. Mit schon 37 toten Tieren bis März 2012 scheint klar, dass dieser Trend auch in diesem Jahr ungebrochen ist.

In der nüchternen Sprache der Wissenschaft ist das statistisch signifikant, für die Naturschutz- und Fischereibehörden und für Tierschützer eine Katastrophe. Und für viele ist der Schuldige daran natürlich ausgemacht: Das Sterben der Wale begann fast zeitgleich mit der Katastrophe der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 20. April 2010, die elf Arbeiter das Leben kostete, die Plattform zerstörte und die größte Ölpest aller Zeiten verursachte. Geschätzt 800 Millionen Liter Öl ergossen sich in das Meer, das wenige Tage darauf von einem fast 10.000 Quadratkilometer großen Ölteppich bedeckt war. Es dauerte bis zum 6. August 2010, bis das Leck, aus dem das Öl ausströmte, endlich abgedichtet war.

Dass ein Ereignis dieser Größenordnung die Umwelt in erheblichem Maße belasten würde, war klar: Monatelang kämpften Experten darum, das Öl irgendwie aufzufangen, zu verbrennen oder chemisch zu binden. Am Ende schienen auch natürliche Prozesse ganz kräftig mitgeholfen zu haben, und schneller als erwartet verschwanden die Ölteppiche und Ölfilme im Wasser. Bereits vier Monate nach der Katastrophe glaubten US-Behörden, drei Viertel des ausgelaufenen Öls seien unschädlich gemacht worden. Unabhängige Forscher widersprachen: 80 Prozent des Öls, wollten Wissenschaftler der Universität Georgia herausgefunden haben, wabere nach wie vor durch die Tiefen - hinabgedrückt durch die zur Bindung des Öls eingesetzten Chemikalien.

Tot gestrandete Wale und Delfine im Golf von Mexiko
Zeitraum     
Florida     
Mississippi     
Alabama      Lousiana     
Total
Jahresdurchschnitt 2002 - 2009 20 14 20 20 74
2010 (Feb-Dez) 33 25 64 138 260
2011 33 59 111 159 362
2012 (Jan-März) 15 9 23 37 84
Zahlen: NOAA





 Zwei Jahre nach der Katastrophe deutet sich nun an, dass diese noch weit schwerere Konsequenzen für die Umwelt haben könnte als bisher gedacht. Erste Studien über Korallen und Insekten in der Region hatten in den letzten Monaten gezeigt, dass auch diese Lebewesen erheblich belastet sind. In einer von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und dem Ölkonzern BP, dem die "Deepwater Horizon" gehörte, gemeinschaftlich finanzierten Studie stellten Forscher ein erhebliches Korallensterben fest. Ungewöhnlicherweise erstreckte sich das auch in größere Tiefen. Als Grund wird vermutet, dass durch chemische Bindestoffe schwer gewordenes Rohöl unter die Meeresoberfläche abgesunken sei und sich dort in großen Wolken verbreitet habe. Das Verschwinden der Ölteppiche habe somit keineswegs bedeutet, dass das Öl unschädlich gemacht worden sei.

Krank, weil durch die Ölpest geschwächt?

Das Sterben der Meeressäuger ist da ein weiteres Indiz. Ein Beweis ist es aber noch nicht: Das UME begann zwei Monate vor der Ölkatastrophe. Die höchsten Fallzahlen stellte die NOAA für die Wochen vor der Explosion der "Deepwater Horizon" fest. Die Behörde behandelt auch diese Fälle im Kontext der "Deepwater"-Umweltkatastrophe. Es gibt aber auch noch andere Faktoren.

Nachdem Forscher der NOAA im Oktober 2011 in fünf tot angeschwemmten Delfinen einen Befall mit Brucellen feststellten, einem auch bei Meeressäugern auftretenden Bakterium, das die oft tödlich verlaufende Brucellose verursacht, ließ die Behörde weitere Tiere testen. Am 25. März 2012 lagen die Ergebnisse für 43 getestete, tot angeschwemmte Delfine vor: Elf davon, also rund 25 Prozent, waren an Brucellose verendet.

Das schließt einen Zusammenhang mit der "Deepwater Horizon"-Katastrophe aber keineswegs aus. Schlagzeilen machte die Behörde nun mit einer Studie, die auf der Untersuchung von 32 lebend gefangenen Delfinen beruht. Die endgültigen Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, doch schon die Ende März vorab herausgegeben Statements zeigen die Größe des Problems: Die Behörde beschreibt den Zustand der gefangenen Tiere als außergewöhnlich schlecht. Die Hälfte habe unnormale Hormonwerte gezeigt, viele seien deutlich untergewichtig gewesen. Zu den medizinischen Befunden, die von der Normalität abwichen, zählten zudem verminderte Hämoglobinwerte im Blut, Lungen- und Leberleiden. Die erhöhte Anzahl von Tieren, die an Infektionen erkrankt sind, könnte also durchaus darauf zurückzuführen sein, dass diese deutlich geschwächt scheinen.

Lungen- und Lebererkrankungen waren als Folgen der Umweltkatastrophe erwartet worden. 800 Millionen Liter Rohöl emittieren jede Menge Dämpfe, und der vergebliche Versuch, das Öl zu verbrennen, verursachte zeitweilig erhebliche Luftverschmutzungen in der Region. Die Leberschädigungen aber dürften die Konsequenz erhöhter Giftstoffaufnahme sein. Wie Menschen stehen Wale am obersten Ende der Nahrungskette: Was an Schadstoffen in die Nahrungskette einfließt, zeigt sich am obersten Ende dann in konzentrierter Form.

Angst vor Schadstoffen in der Nahrung

In den USA wurden als Reaktion auf die NOAA-Studie umgehend wieder Befürchtungen laut, Fisch und Meeresfrüchte aus der Region könnten ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die Behörde widerspricht solchen Befürchtungen: Gerade Delfine könnten auf vielfältige Weise mit Öl und Chemikalienrückständen in Kontakt kommen, durch die Menschen nicht gefährdet seien. Dazu gehöre neben dem Einatmen von Öldämpfen auch die Aufnahme über die Haut und die Möglichkeit, dass sich die Säuger selbst vergiften, wenn sie ölverseuchte Schlämme am Meeresboden nach Nahrung durchsuchten. Die Gewässer des Golfs von Mexiko würden seit der Katastrophe intensiv überwacht, alle Fischerzeugnisse ständig getestet. Der Verzehr sei unbedenklich.

Für Entwarnungen ist es aber offensichtlich zu früh. Auch die Küstenregionen stellen nach wie vor fest, dass Belastungen durch das ausgelaufene Öl anhalten, auch das Pflanzenwachstum stellenweise deutlich eingeschränkt ist - die Ölpest tötet noch immer.

Auch für BP ist die Katastrophe nicht ausgestanden. Trotz Kooperationen mit den US-Behörden im Rahmen der "Gulf Spill Restauration"-Anstrengungen, mit denen die Umweltfolgen des Desasters beseitigt werden sollen, beharken sich Behörden und BP nach wie vor gerichtlich, werfen sich gegenseitig vor, nötige Akteneinsichten nicht zu gewähren. Mit einer Gruppe privater Kläger einigte sich BP auf eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 7,8 Milliarden Dollar. Der Konzern hat sich aber darauf vorbereitet, dass die Rechnung am Ende noch erheblich höher ausfallen könnte. Insgesamt soll der Ölmulti 37 Milliarden Dollar an die Seite gelegt haben, um weitere Forderungen erfüllen zu können.>


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Welt
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22.4.2012: Rosarote Delfine in Thailand

aus: Welt online: Delfinspotting: Bei den rosaroten Delfinen im Golf von Thailand; 22.4.2012;
http://www.welt.de/reise/article106201596/Bei-den-rosaroten-Delfinen-im-Golf-von-Thailand.html

<Im Golf von Thailand vor der Küste des Ortes Khanom in der südlichen Provinz Nakhon Si Thammarati, tummeln sich seltene Delfine. Noch außergewöhnlicher sind hier ausländische Touristen. Thailand

Von Martin Cyris

An der Küste der südlichen thailändischen Provinz Nakhon Si Thammarat müssen die wenigen Touristen keine rosarote Brille aufsetzen

 Diese Farbe liefert ihnen vielmehr eine Laune der Natur: Im Golf von Thailand tummeln sich nämlich rosafarbene Delfine.

Sie gehören zu den Indopazifischen Buckeldelfinen, die sich zwischen Südafrika, Nordaustralien und Südchina ausbreiten.

Die Tiere kommen dunkelgrau gefärbt auf die Welt und verändern anschließend ihren Teint – von weiß (Australien) über rosa (Thailand) bis zu helleren Graustufen (Südafrika).

So haben wir also pures Glück, dass sich hier im Süden Thailands, wo wir gerade Urlaub machen, 100 bis 150 Exemplare der rosafarbenen Sorte befinden.

Heimatverbundene Einzelgänger

Und dort bleiben sie auch. Denn diese Delfine sind heimatverbundene Einzelgänger. Sprich: Gejagt wird Tag für Tag in denselben Gewässern. Was die Suche nach ihnen sehr erleichtert.

Einen rosaroten Flipper habe ich sogar schon direkt vor Augen. Welch wundervolles Geschöpf! Ein springender Delfin wie aus dem Bilderbuch: gekrümmter Buckel wie ein Goldmedaillengewinner im Kunstspringen, vorwitzige Schnauze, schneidige Rückenflosse, vergnügtes Grinsen.

Ein lustiger Kerl mit einer Körperfarbe in knalligem Rosa. Leider kann er sich nicht frei bewegen. Denn er baumelt an einer Kette.

Doch keine Sorge: Es handelt sich nicht um ein lebendes Exemplar, sondern um ein Souvenir aus bemaltem Blech.

Souvenirs, Souvenirs

Die Verkäuferin lächelt mich an. "Sehr schön, kostet nicht viel!", sagt sie in gebrochenem Englisch. "Später", antworte ich, "erst möchte ich echte rosafarbene Delfine sehen."

Ihr Geschäft befindet sich an einer kleinen Mole bei der Ortschaft Khanom. Von hier aus legen Boote für Exkursionen zu den seltenen Delfinen ab.

Zum Beispiel mit Luke Kam Lemanczyk Pol-in. Der Mann mit dem seltsamen Namen ist der Sohn eines Thais und einer Engländerin mit polnischen Wurzeln – und sehr entspannt.

Er sagt stets "easy" und "laid-back" und gibt sich auch so. Luke, wie er von allen hier nur genannt wird, ist unser Fremdenführer – und ein cleveres Bürschchen.

Feilschen ist Ehrensache

Er hat mit einem Bootsbesitzer einen guten Preis aushandelt: 800 Baht, das sind umgerechnet knapp 20 Euro, für zwei Stunden.

Da ist auch ein kleiner Rabatt inklusive, weil Luke häufig mit Kundschaft im Schlepptau an der Mole erscheint und so den Bootsbesitzern einen guten Umsatz garantiert.

Nun springt Luke ins Boot und setzt sich. Ganz easy und laid-back. Ich nehme mir ein Beispiel und lehne mich erst einmal zurück, während der Bootskapitän, von dem wir nicht wissen, wie er heißt, den Dieselmotor anwirft.

Jedem Thailandurlauber dröhnt es in den Ohren, dieses ohrenbetäubende Geräusch der oftmals bunt dekorierten Boote.

Und damit sollen wir Delfine beobachten? "Die hauen bei diesem Lärm doch ab", gebe ich zu bedenken. "Der Kapitän wird den Motor ausstellen, sobald wir in der Nähe sind", erklärt Luke.

Vorbei an Ko Samui

Die See ist ruhig. Wir schweben an einsamen, bewaldeten Buchten vorbei, keine Menschenseele zu sehen. "Dort drüben, das ist Ko Samui", sagt Luke. Die berühmte Ferieninsel liegt im flimmernden Dunst, ihre Bergzüge verschwimmen im tropischen Nebel.

Doch wir haben klare Sicht auf die Küste von Nakhon Si Thammarat. Manche Felsen erinnern an die berühmten Monolithen, wie sie in der Andamanensee, auf der gegenüberliegenden Seite Thailands, aus dem Meer ragen.

Manche dünn wie Stecknadeln. Doch diese hier im Golf von Thailand sind flacher, pummeliger. Fast wie versteinerte Steinpilze.

Zeit zum Delfinspotting

Es ist zehn Uhr. Beste Zeit zum Delfinspotting. Die Sonne sticht bereits. Zum Glück haben wir uns für ein Boot mit Überdachung entschieden.

Nach rund 15 Minuten stellt der Bootsmann den Motor ab und stellt sich auf die Zehenspitzen. Geschäftig beobachtet er das Meer. Kombiniere: Delfinzone.

Doch Fehlalarm. Keine rosafarbene Flosse in Sicht. Dafür ein Fischerboot. Ein Pfiff unseres Kapitäns – und schon geben die Fischer Handzeichen und weisen in eine Richtung.

Offenbar haben sie ein paar Flossen erspäht. Wir tuckern ein paar Minuten weiter, in eine herrliche, kulissenträchtige Bucht, wie geschaffen für einen Naturfilm. Oder für unsere ganz besondere Delfinschau.

Und tatsächlich, urplötzlich taucht sie auf: die allererste rosafarbene Delfinflosse in meinem Leben. Ein unwirklicher Moment.

Scheuer Buckeldelfin

nd dann streckt der Kerl für einen kurzen Moment auch noch seine rosafarbene Schnauze aus dem Wasser. Der Motor ist aus, der Atem stockt.

Wir halten inne und hoffen, dass das Tier in unsere Richtung schwimmt, auf der Suche nach den dicksten Fischen. Doch es bleibt in sicherer Entfernung von 30 Metern. Denn im Gegensatz zu seinen verspielten Kollegen, dem Großen Tümmler oder dem Rundkopfdelfin, die wir aus diversen Themenparks kennen, ist der Buckeldelfin sehr scheu.

Wir können ihn nur mit einem Teleobjektiv im Anschlag beobachten: Immer wieder taucht er auf und zeigt dabei die rosafarbene Schnauze und Flosse – bis der Kapitän nach einer Dreiviertelstunde wieder den Motor anwirft. Mein Nacken ist schon ganz steif geworden. Adieu, rosa Delfin!

Noch funktioniert das Zusammenleben von Mensch und Buckeldelfin in Nakhon Si Thammarat. Das könnte sich allerdings ändern.

Tierschützer sind gegen Yachthafen

Es gibt nämlich Pläne für einen Yachthafen nördlich von Khanom. Tierschützer fürchten, dass der Anstieg des Wasserverkehrs die Tiere dann vertreiben wird. Das wäre schlecht für Luke, die Bootsbesitzer, meine Blechdelfin-Verkäuferin – und die Hotels.

Denn die rosa Delfine sind – neben den Nationalparks und den buddhistischen Tempeln – die größte Attraktion in NST, wie die Provinz im Volksmund heißt.

Es gibt hier bislang nur wenige Gästehäuser und Resorts, die westliche Standards erfüllen. Eine Zeit lang wurde die Küste als Riviera von Thailand beworben.

Das Straßennetz an der Küste wurde erneuert, in der Hoffnung auf Belebung. Doch ansonsten ist wenig geschehen.

Traumstrand vor der Haustür

Das wenige, was passiert, geschieht auf Initiative von ausländischen Investoren. Einer von ihnen ist Atte Savisalo. Der 34-jährige Finne hat sich vor zwei Jahren in Khanom ein Filetstück am Strand gesichert und dort sein "Aava Resort" hingestellt.

Mit Pools, Spa und Traumstrand vor der Haustür. Er hofft auf junge, naturverbundene Familien und ältere Touristen, die nicht auf das Geld schauen. "Partytouristen, das passt nicht hierher", sagt Savisalo, "die sollen auf Ko Samui bleiben."

Im Gegensatz zu der populären Nachbarinsel ist Nakhon Si Thammarat bis heute touristisch unterentwickelt. Das kann Savisalo nur bestätigen.

Als er vor vier Jahren als Rucksackreisender nach Khanom kam, breitete er sein Handtuch am Strand aus und stieg zum Baden ins Meer. Als er wieder herauskam, hatte es sich eine Kuh auf dem Frotteelaken gemütlich gemacht.

Die Reise wurde unterstützt vom Fremdenverkehrsamt, „Aava Resort & Spa“ und Thai Airways.>

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Der
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2.5.2012: <+++ Labor +++: Delfine in Brasilien helfen Fischern - aus Eigennutz> - Delfine sind Jagdhelfer und erben dann den Beifang

aus: Der Standard online; 2.5.2012;
http://derstandard.at/1334530888277/-Labor--Delfine-in-Brasilien-helfen-Fischern---aus-Eigennutz

<Die Kooperation von Delfinen und Menschen ist doch kein Mythos: Ein internationales Forscherteam berichtet in den Biology Letters der Royal Society davon, dass Große Tümmler an der Küste Brasiliens Meeräschenschwärme in die Netze der Fischerboote treiben. Lohnenswerte Gebiete signalisieren sie den Menschen beispielsweise per Flossenschlagen. Ihr Vorteil daraus: Beifang und Reste als leicht gewonnene Mahlzeiten. Von 35 beobachteten Delfinen waren 16 als Jagdhelfer aktiv, 19 hingegen hielten sich heraus. Bei 15 der 16 Aktiven stellten die Forscher ein deutlich höheres Maß an sozialer Interaktion untereinander fest. (APA, red)

Hör- und Tastsinn hängen genetisch zusammen

Menschen mit Hörproblemen haben laut einer im Fachblatt PLoS Biology veröffentlichten Studie oft auch einen schlechteren Tastsinn. Gary Lewin (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin) und sein Forscherteam haben eine Genveränderung identifiziert, die beide Sinne beeinflusst. Bei weiteren Untersuchungen an einer Schule für Hörbehinderte zeigte sich, dass bei vielen Jugendlichen der Tastsinn nur schwach ausgeprägt war. Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Tastfähigkeit zum mehr als 50 Prozent genetisch bedingt ist. (APA, red, DER STANDARD, 02.05.2012)>

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Der
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18.5.2012: <Ökologie: Delfinsterben im Schwarzen Meer> - es soll eine Vergiftung sein

aus: Der Standard online; 18.5.2012;
http://derstandard.at/1336697225042/Oekologie-Delfinsterben-im-Schwarzen-Meer

<Meeresbiologen gehen von einer Vergiftung aus.

Kiew - Beim seit über zehn Jahren größten Massensterben von Delfinen im Schwarzen Meer sind nach Angaben ukrainischer Biologen fast 200 Tiere ums Leben gekommen. Mitarbeiter von Naturschutzgebieten auf der Halbinsel Krim hätten die Kadaver innerhalb der vergangenen zwei Wochen an der südöstlichen Küste gefunden, berichteten ukrainische Medien. An der russischen Schwarzmeerküste seien in den vergangenen Wochen ebenfalls tote Tiere angeschwemmt worden, meldeten Medien in Moskau.

Die üblichen, durch Fischernetze verursachten Verletzungen seien nur bei einem Teil der Tiere entdeckt worden. Meeresbiologen gehen daher von einer Vergiftung aus. Die Kleinwale im Schwarzen Meer, wo Große Tümmler, Gemeine Delfine und die mit den Delfinen nah verwandten Schweinswale leben, sind Umweltschützern zufolge vom Aussterben bedroht.

Nun soll in der Ukraine eine Kommission die Ursache des Massensterbens klären. "Eine wissenschaftliche Untersuchung der Kadaver ist aber sehr teuer und daher fraglich", sagte der ukrainische Zoologe Pawel Goldin. "Die Theorie, dass der außerordentlich kalte Winter schuld sein soll, haben wir eigentlich verworfen." Auch wenn sich die Theorie einer Vergiftung bewahrheitet, sollen Schwarzmeerfischer aber ihren Teil zum Massensterben beigetragen haben. Meeresbiologen haben den Berichten zufolge an der Küste besonders viele zerfetzte Netze entdeckt - ein Indiz dafür, dass Fischer Delfine aus ihren illegalen Fangnetzen geschnitten haben. Die Strafe für das Töten von Delfinen liege bei umgerechnet etwa 250 Euro, teilte eine Behördensprecherin in Kiew mit. (APA/red, derStandard.at, 18.5.2012)>

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El Ojo del Perú online, Logo
22-05-2012: El gobierno corrupto del Perú afirma que los delfines han muerto por razones naturales


22.5.2012: Perus korrupte Regierung behauptet, die Delphine seien eines natürlichen Todes gestorben
aus: El Ojo del Perú online: Revelan que delfines murieron por causas naturales; 22.5.2012;
http://ojo.pe/ojo/nota.php?t=revelan-que-delfines-murieron-por-causas-naturales-&txtSecci_id=51&txtNota_id=694852

Revelan que delfines murieron por causas naturales

Gladys Triveño, ministra de producción, manifestó que los delfines que fueron hallados sin vida en el litoral peruano, murieron por causa natural.

Indicó que de acuerdo con un informe realizado por el Instituto del Mar del Perú, los delfines enfrentan selección natural y que sobreviven sólo aquellos que están preparados.

"Pasa periódicamente, no es la primera vez. Ha sucedido en Nueva Zelanda, Australia y otros países. No hay que buscarle una causa que no es", sostuvo en RPP.>


<Es wird entdeckt, dass die Delfine eines natürlichen Todes gestorben sind

Gladys Triveño, die Produktionsministerin, stellt klar, dass die Delfine, die leblos an der peruanischen Küste gefunden wurden, durch natürliche Todesursache gestorben sind.

Sie gab an, dass in Übereinstimmunt mit einer Information vom Meeresinstitut von Peru die Delfine einer natürlichen Auslese unterstehen würden und nur jene überleben, die dafür vorbereitet seien.

"Dies passiert von Zeit zu Zeit und ist nicht das erste Mal. Dies ist auch in Neuselland in Australien geschehen und in anderen Ländern. Man muss nicht eine Ursache suchen, die es nicht gibt", bestärkte sie bei RPP.>


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Natural del Perú, Logo

Perú 23-05-2012: Delfinos mueren por trabajos de exploración de petroleo y de gas en el mar y por desorientación por bulla - pelícanos mueren por hambre por cambio irregular de temperatura


Peru 23.5.2012: Delfine sterben wegen Öl- und Gasfeldsondierungsarbeiten im Meer und Desorientierung durch Lärm - die Pelikane sterben den Hungertod wegen ungewöhnlicher Meerestemperaturen

de / aus:
http://www.abc.es/20120523/natural-biodiversidad/abci-delfines-muertos-peru-201205231034.html

BIODIVERSIDAD

Los delfines y pelícanos hallados en las costas de Perú murieron por «causas naturales»

Los ecologistas contradicen el informe oficial y sostienen que los cetáceos fallecieron como consecuencia de los trabajos de exploración sísmica marina que se realizan en la zona

Día 23/05/2012 - 13.28h

Un informe oficial presentado por el Instituto del Mar del Perú (Imarpe) concluye que se «presume» que los cerca de 877 delfines hallados muertos en los últimos meses en el litoral norte y centro del país perecieron por «causas naturales».

El documento, de 81 páginas, indica que «se descartan como causa directa del fallecimiento masivo de mamíferos marinos y aves las actividades humanas», como la pesquería, el envenenamiento por pesticidas, la contaminación por metales pesados y la exploración sísmica minera.

«Aunque no se ha determinado la causa exacta de la mortandad, pensamos que guarda relación con una intoxicación por biotoxinas o enfermedades emergentes, de las que no se tienen registros previos», indican.

El Imarpe aseguró que desde principios del verano, a finales del año pasado, se han presentado «condiciones atípicas en el ecosistema marino». Y que desde enero han aparecido «persistentes floraciones» de algas entre el puerto limeño del Callao y el de Paita, en el norte del país.

Impacto acústico

El colectivo Orca, especializado en cetáceos, señala directamente al impacto acústico causado por la exploración petrolífera marina como la causa de la muerte de los delfines.

La investigación realizada por el grupo ecologista determina que los delfines vararon en las playas tras haber fenecido en el agua y que presentaban enfisema pulmonar y «burbujas de aire en órganos vitales macizos como el hígado, riñón, bazo, vejiga, y nódulos linfáticos».

El informe oficial, por su parte, insiste en que «no se ha podido comprobar un efecto directo de los trabajos de exploración sísmica sobre los mamíferos marinos». Pero que sí se han registrado «daños morfológicos en algunos grupos de zooplancton en las estaciones localizadas a una milla náutica de distancia de la fuente de emisión».

«Recientemente varios barcos de exploración petrolera utilizaron el sistema de resonancia para descubrir a través del eco de intensas ondas de sonido posibles bolsas de petróleo o gas», subraya el presidente de Orca, Carlos Yaipén.

Yaipén ha pedido que se llenen los «vacíos legales» que existen con respecto a la contaminación acústica y que se continúen los estudios de medición de niveles de ruido generados por evaluación 3D en la región norteña de Tumbes.

Pelícanos poco experimentados




BIODIVERSITÄT

Die an der peruanischen Küste aufgefundenen Delfine und Pelikane starben eines "natürlichen Todes"

Die Ökonogen widersprechen der offiziellen Meldung und betonen, dass die Wassertiere wegen seismischer Forschungsarbeiten der Marine gestorben seien, die in dieser Zone ausgeführt werden.

EFE / LIMA, 23.5.2012 - 13:28 h

Eine offizielle Meldung des Meeresinstituts von Peru (Imarpe) kommt zum Schluss, dass es "vermute", dass die in den letzten Monaten annähernd 877 an der nördlichen und zentralen Küaste  tot aufgefundenen Delfine scheinbar an "natürlichen Ursachen" gestorben seien.

Das Dokument von 81 Seiten gibt an, dass "menschliche Ursachen bei dem massiven Sterben der Meeressäugetiere auszuschliessen sei", wie die Fischerei, vergiftende Pestizide, Verschmutzung durch Schwermetalle und die seismische Erforschung der Minenindustrie.

"Obwohl keine exakte Todesursache festgestellt worden ist, denken wir, dass sie mit einer biotoxischen Vergiftung oder mit starken Krankheiten in Verbindung stehen, die bis heute nirgendwo verzeichnet sind", so die Angaben.

DAs Imarpe versicherte, dass seit Sommerbeginn bis zum Ende letzen Jahren "untypische Verhältinisse im Meeresökosystem beherrscht haben". Und seit Januar hätte es an der nördlichen Küste zwischen dem Hafen von Lima in Callao und dem Hafen von Paita "andauernd Algenblüten" gegeben.

Akustische Lärmbelästigung

Das Orca-Kollektiv, das auf Meeressäuger spezialisiert ist, signalisiert direkt den Zusammenhang mit Lärmbeläsatigungen durch die Meeres-Ölindustrie als Ursache des Todes der Delfine.

Die abgeschlossene Untersuchung der Ökologen meint klar, dass die Delfine strandeten, weil sie im Wasser nicht mehr leben konnten. Sie zeigten aufgeblähte Lungen und "Luftblasen in lebenswichtigen Organen wie Leber, Niere, Milz, Harnblase und Lymphknoten".

Die offizielle Meldung ihrerseits besteht darauf, dass "keine direkte Auswirkung der seismischen Erkundungsarbeiten auf die Meeressäugetiere nachgewiesen werden kann". Aber es seien "an lokal begrenzten Stellen an einigen Gruppen des Zooplanktons morphologische Schäden festgestellt worden, eine Seemeile fon der Emissionsstelle entfernt."

"Kürzlich haben gleich mehrere Öl-Erkundungsschiffe das System der Resonanz angewendet, um durch Echolotungen mit intensiven Schallwellen eventuelle Erdöl- oder Gasfelder zu finden", unterstreicht der Präsident von Orca, Carlos Yaipén.

Yaipén appellierte, dass sich die "legalen Leerstellen" füllen würden, die durch die akustische Lärmverschmutzung entstehen, und dass die Messstudien wegen des Lärms durch die 3D-Erforgung der nördlichen Region bei Tumbes weitergeführt würden.

Pelikane haben wenig Erfahrung

Die peruanische Produktionsministerin, Gladys Triveño, kündigte im Radiosender "Radio Programas del Perú" (RPP) an, dass der Tod von über 1200 Pelikanen an den nördlichen und zentralen Stränden des Landes wegen fehlender Ernährung zustandegekommen sei, weil die Kaltwasserfische durch die unübliche Meereserwährmung woanders hingeschwommen seien.

"Die Mehrheit der tot aufgefundenen Pelikane sind noch sehr jung und haben auch keine grosse Erfahrung, sich ihre eigene Beue zu holen", schloss sie ab.

Die Gesellschaft zur Bewahrung des Meereslebens von Peru (Armap) versorgt ab dem Distrikt Lima an der Mole von Chorrillos Dutzende vom Tod bedrohte Pelikane und Piqueros mit Sardellen.>

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9.10.2012: Delfine als Bomben-Minen-Suchfische im Mittelmeer vor Montenegro

aus: Der Standard online: Delfine der US-Armee suchen in Montenegro nach Bomben; 10.10.2012;
http://derstandard.at/1348285439323/Delfine-der-US-Armee-suchen-in-Montenegro-nach-Bomben

<Bucht von Kotor gehört zum Weltnaturerbe.

Podgorica/Washington - Sechs Delfine einer Spezialeinheit der US-Navy werden in den nächsten drei Wochen in der montenegrinischen Bucht von Kotor nach Bomben, Torpedos und Minen suchen. Das berichtete die Zeitung "Vijesti" am Montag in Podgorica. 

Bomben und Minen aus drei Kriegen

Die nicht explodierten Kriegsdelikte stammen sowohl aus den beiden Weltkriegen als auch aus den Kriegen beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens in den 90er Jahren.

Die montenegrinischen Behörden waren in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten trotz großzügiger US-Finanzhilfen nicht in der Lage, das explosive Erbe unschädlich zu machen. Die Bucht von Kotor im Süden der Adria ist ein rund 30 Kilometer langer und von steilen Bergen begrenzter Fjord, der auf der Weltnaturerbeliste der UNESCO steht. (APA, 9.10.2012)>

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14.2.2013: Maui-Delfine bei Neuseeland vom Aussterben bedroht

aus: n-tv online: Neuseeland: Kleinste Delphine der Welt vom Aussterben bedroht; 14.2.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/Kleinste-Delphine-der-Welt-vom-Aussterben-bedroht-article10118341.html

<Die kleinste Delfinart der Welt, der Maui-Delfin, ist nach Angaben von Wissenschaftlern vom Aussterben bedroht.

Im einzigen Lebensraum der Tiere vor der Westküste der neuseeländischen Nordinsel gebe es Schätzungen zufolge nur noch 55 erwachsene Exemplare, hieß es in einem Brief der Gesellschaft zur Erforschung von Meeressäugern (SMM) an den neuseeländischen Premierminister John Key, der am Donnerstag bekannt wurde. Der Staat müsse sich dringend um den Schutz der Delfine kümmern, mahnten die Experten. Andernfalls könne die Art  bis 2030 aussterben.

Quelle: n-tv.de , AFP>

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23.7.2013: <Individuelle Tonfolge: Tümmler pfeifen ihren Namen>

aus: n-tv online; 23.7.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Tuemmler-pfeifen-ihren-Namen-article11031921.html

<Dass Delfine intelligent sind, ist allgemein bekannt. Nun konnte festgestellt werden, dass die Großen Tümmler sogar einen individuellen Namen entwickeln, der aus einer Abfolge von Pfeiftönen besteht. Diese Tonfolge können sie anderen Tieren mitteilen, wenn sie aufeinandertreffen.

In der Kindheit entwickeln bestimmte Delfine im Nordmeer einen eigenen Namensruf und pfeifen die individuelle Tonfolge vor sich her. So können die Tümmler auf ihren Namen reagieren, der sich aus einer individuellen Folge von Pfeiftönen zusammensetzt. Einzelne Tiere könnten sich auf diese Weise wahrscheinlich gezielt rufen, berichten zwei Meeresforscher der schottischen Universität St. Andrews in den "Proceedings" der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Es scheine neben dem Menschen der einzige bekannte Fall zu sein, in dem einzelne Artgenossen durch jeweils bestimmte gelernte Lautfolgen direkt angesprochen werden.

Große Tümmler (Tursiops truncatus) senden wie bislang schon bekannt eigene Signatur-Signale aus. Treffen sich unbekannte Gruppen von Tümmlern auf hoher See, so tauschen sie diese Signaturen intensiv aus, ganz wie bei einer Gruppe von Menschen, die sich einander vorstellen. Es ist unklar, ob diese Namen auch wirklich von anderen Tieren als Kennzeichnung Einzelner verwendet werden.

Delfine reagieren auf eigenen Namen

Die Forscher Vincent Janik und Stephanie King folgten vor der schottischen Ostküste über Jahre hinweg Gruppen von Tümmlern, nahmen ihre Rufe auf und analysierten sie. Schließlich spielten sie einzelnen Tieren verschiedene Signaturen vor und erzielten dabei erstaunliche Ergebnisse. Die Tiere reagierten zwar nicht auf die Namen fremder oder bekannter Tümmler, hörten sie jedoch eine Kopie ihrer eigenen Signatur, antworteten die Tiere sofort.

Die Tümmler erkennen ihren eigenen Namen auch, wenn er von anderen Tieren gepfiffen wird. Dazu müssen diese die Signatur des gerufenen Delfins nachmachen. Solche Rufe waren jedoch nur selten zu beobachten, viel seltener als die Rufe des eigenen Namens.

Dies bedeute dennoch, dass die Tiere die individuellen Signale ihrer Bekannten als echte Namen nutzen, mit denen sie diese ansprechen und ihre Aufmerksamkeit erhalten könnten, schließen die Forscher. Diese individuelle Ansprache gehe weit über die von Vögeln bekannten Kopien der Laute von Nachbarn hinaus.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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31.10.2013: <Extrem seltener Erfolg: Forscher entdecken neue Delfin-Art> - ein neuer Buckeldelphin vor Australien

aus: n-tv online; 31.10.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entdecken-neue-Delfin-Art-article11643706.html

<Obwohl Buckeldelfine weitverbreitet sind, birgt ihre Art noch viele Geheimnisse. Jetzt haben Forscher eine neue Unterart entdeckt. Sie hoffen, dass das den Artenschutz voranbringt.

Vor der Nordküste Australiens ist eine neue Delfin-Art entdeckt worden. Ein internationales Forscherteam veröffentlichte die Erkenntnisse zu der Unterart der Buckeldelfine in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Molecular Ecology".

Die wissenschaftliche Untersuchung von 180 Schädeln toter Delfine und 235 Gewebeproben ergab demnach, dass die neue Delfin-Art der Familie der Buckeldelfine (wissenschaftlicher Name: Sousa) zuzurechnen ist. Die bestand bisher aus zwei verschiedenen Unterarten, dem Kamerunflussdelfin und dem Chinesischen Weißen Delfin. Die neue Art unterscheidet sich aber deutlich davon.

Die Entdeckung neuer Säugetierarten ist selten. Das Forscherteam will seine Ergebnisse der Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur (ICZN) vorlegen, die der Art einen wissenschaftlichen Namen verleihen soll. "Diese Entdeckung hilft uns beim Verständnis der evolutionären Entwicklung", sagte der stellvertretende Direktor der amerikanischen Wildlife Conservation Society, Martin Mendez.

Zugleich werde die Entdeckung behilflich sein, um den Erhalt der anderen Arten zu gewährleisten, die zum Teil bedroht sind. Die Buckeldelfine tragen ihren Namen wegen ihres charakteristischen Buckels unter der Rückenflosse.

Quelle: n-tv.de , AFP>

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27.11.2013: Keime im Katzenkot töten Delfine, Mönchsrobben und Seebären - Toxoplasma gondii ist in den Ozeanen angekommen

aus: n-tv online: Unerwartete Bedrohung: Wie Katzen Delfine töten;
http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Katzen-Delfine-toeten-article11788006.html

<Eigentlich haben sie keinerlei Berührungspunkte: Wo sich Delfine tummeln, gibt es keine Katzen. Und dennoch ist es unseren Haustieren möglich, die Meeresbewohner in Lebensgefahr zu bringen. Forscher verzeichnen einen alarmierenden Trend.

Eines vorab: Es betrifft nicht nur Delfine. Auch Mönchsrobben vor Hawaii und Seebären auf der Pazifikinsel Guadalupe sind bereits Katzen zum Opfer gefallen. Nicht, dass es da direkte Begegnungen oder gar Kämpfe gegeben hätte. Die Attacke funktioniert anders und ist von den Katzen nicht mal beabsichtigt. Wie "Spektrum der Wissenschaft" in diesem Monat berichtet, sind bestimmte Erreger schuld. Seit einigen Jahren verzeichnen Forscher demnach einen alarmierenden Trend: Meeresbewohner erkranken zunehmend an Keimen des Menschen und seiner Nutz- und Haustiere.

Katzen sind Endwirte eines Parasiten, von dem alle schwangeren Frauen hören, die sich ihre vier Wände mit einem Stubentiger teilen: Der Einzeller heißt Toxoplasma gondii, und er kann Toxoplasmose auslösen. Für Kinder im Mutterleib ist das eine Gefahr. Erwachsene hingegen machen oft eine solche Infektion durch, ohne es überhaupt zu bemerken.

Zäher Erreger, fatale Folgen

Toxoplasma gondii findet sich im Kot der Katzen. Der Erreger ist zäh. Im Boden oder Abwasser überlebt er jahrelang. Und er ist weltweit verbreitet – laut "Spektrum" mittlerweile eben auch in den Ozeanen. Die Folgen sind fatal: Bei Meerestieren führt der Parasit dem Bericht zufolge meist zu einer chronischen, schleichenden Erkrankung. Sie schwächt den Organismus zunächst einmal. Doch kommen nun noch andere Belastungen hinzu, seien es verunreinigte Abwässer oder eine weitere Krankheit, schlägt die Toxoplasmose durch. An die Mittelmeerküste gespülte Delfine trugen den Erreger in sich, ebenso Seeotter in Kalifornien und diverse andere Meeressäuger.

Doch wie eigentlich gelangt Toxoplasma gondii in ihren Lebensraum? Für Forscher kommen da, so "Spektrum", zwei Wege in Frage: Unzureichend gereinigte Abwässer aus Klärwerken sind der eine, Starkregen, der die Keime vom Land ins Meer spült, der andere Weg. Und natürlich ist es nicht nur der im Katzenkot befindliche Erreger, der auf diese Weise in den Ozeanen neue Wirte findet. Die Forscher sind auch auf diverse andere Krankheitskeime gestoßen. In einem erschreckenden Ausmaß, so heißt es in dem Bericht, kommen bei den Meerestieren vom Land stammende Erreger vor, die gegen Antibiotika resistent sind.

Auch der Mensch ist bedroht

Das ist ein großes Problem, denn es könnte auf den Menschen zurückfallen: Experten befürchten, dass die Meeressäuger für die Erreger zu Brutstätten werden, in denen sie neue Mutationen hervorbringen. Dann entstehen womöglich Keimvarianten, gegen die man noch keine wirkungsvollen Medikamente hat und die daher auch dem Menschen gefährlich werden könnten. Über die Nahrungskette könnten die Erreger zu den Menschen gelangen - oder ganz einfach über einen Urlaub am Meer.

Um diese Bedrohung zu verringern, wäre eine weltweit gute Reinigung und Filterung von Abwässern, die in Kanäle, Flüsse und Meere geleitet werden, vonnöten. Auch Grünstreifen und Feuchtgebiete zwischen Flüssen und Weideflächen würden helfen. Und es gibt noch eine weitere Maßnahme: Jeder Mensch sollte mit Antibiotika vorsichtig umgehen, sie nur dann einsetzen, wenn sie wirklich nötig sind, und sie keinesfalls über die Toilette entsorgen.

Dass in den letzten Jahren immer mehr vom Land kommende Keime in den Weltmeeren gefunden wurden, kann auch einen ganz banalen Grund haben: Erst in letzter Zeit werden die Tiere überhaupt auf die Erreger untersucht. So ergeben sich automatisch mehr Befunde. Fest steht aber, dass die Meeresbewohner heute ohnehin schon vielen Stressfaktoren ausgesetzt sind, seien es Lärm, Chemikalien, extensive Fischerei mit ungewolltem Beifang oder die Versauerung der Ozeane. Die vom Land kommenden Erreger sind eine zusätzliche Gefahr - in Kombination mit anderen Belastungen auch tödlich.

Quelle: n-tv.de , asc>

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online,
                    Logo

1.12.2013: Toter Rundkopfdelfin im Pazifik an rätselhafter Erkrankung und Organversagen gestorben - eventuell Faktor Fukushima

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Rätselhafter Tod eines Tiefsee-Delfins: Starb er wegen Fukushima? 1.12.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/01/raetselhafter-tod-eines-tiefsee-delfins-starb-er-wegen-fukushima/
Toter Rundkopfdelfin im
                      Pazifik, Dezember 2012
Toter Rundkopfdelfin im Pazifik, Dezember 2012 [2]

Ein Rundkopf-Delfin ist vor der Küste Mauis gestrandet. Erste Untersuchungen zeigen, dass der Delfin an einer mysteriösen Erkrankung litt, die Herz, Lunge und Magen angreift. Es ist nicht auszuschließen, dass der Tod in Zusammenhang mit dem Atomunglück in Fukushima steht. Das radioaktive Wasser bedroht das gesamte Öko-System des Pazifik.

Ein seltener Rundkopf-Delfin ist am Strand von Paia vor Maui in Hawaii gestrandet. Erste Untersuchungen zeigen, dass das Tier (wissenschaftlicher Name Grampus griseus) nicht durch eine Verletzung gestorben ist, sondern an einer rätselhaften chronischen Krankheit litt, die Herz und Magen angegriffen hatte. Das Tier wies unter anderem ein Krebsgeschwür auf. Im Verdauungstrakt wurde keinerlei Nahrung gefunden. Die Lungen waren ebenfalls stark angegriffen, teilte die National Oceanic and Atmospheric Administration in einem Bulletin mit.

Die Forscher sagen außerdem, dass Rundkopf-Delfine selten in Hawaii gesichtet und in der Regel in großen Tiefen weit von der Küste entfernt gefunden werden, berichtet MauiNow aus Honolulu. Es gibt nur einige tausend dieser Tiere. Wegen ihres Lebens in großer Tiefe weiß sie Wissenschaft wenig über sie. Nur außerordentlich selten stranden diese Delfine.

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sehr die Katastrophe von Fukushima das Meerwasser verändert hat (mehr hier). Es ist nicht auszuschließen, dass der Tod des Delfins, dessen Gattung auch in den Gewässern rund um Japan lebt, mit dem Unglück zusammenhängt.

Im März 2014 wird aus Japan eine erste Welle radioaktiv verseuchtes Wasser die US-Westküste treffen (hier). Die Inselgruppe Hawaii liegt allerdings mehr als 3500 Kilometer vor Kalifornien. Eine Simulation von chinesischen und koreanischen Forschern zeigt, wie sich das radioaktive Wasser von Fukushima aus ausbreitet. Bis zum Jahr 2030 wird sich die radioaktive Welle faktisch über den ganzen Pazifik ausbreiten.

Schon heute geben zahlreiche mysteriöse Erkrankungen an Fischen und Meerestieren im Pazifik den Forschern Rätsel auf.

Die Forscher fanden während der Untersuchung des Delfins auch eine Plastiktüte in dessen Magen. Diese sei aber nicht für den Tod verantwortlich. Sie sei nur ein weiteres Zeichen, wie sehr die Meeresverschmutzung in das Leben der Tiere eingreife, so die Forscher. Denn Fälle, bei denen tote Meeressäuger mit Plastikmüll im Magen gefunden wären, häufen sich (hier).>

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Fotoquellen
[1] Albino-Delfin in Brasilien: http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=AME&pagina=http://www.trome.pe
[2] Toter Rundkopfdelfin im Pazifik: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/01/raetselhafter-tod-eines-tiefsee-delfins-starb-er-wegen-fukushima/

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