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Merkblatt: Schmerzempfindlichkeit und Schmerzen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Der Standard
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28.9.2011: Schmerzempfindlichkeit wird beeinflusst von Einkommen, Vorbildern und sozialen Vorurteilen

aus: Der Standard online: Soziale Faktoren: Einkommen und Vorurteile beeinflussen Schmerz; 28.9.2011;
http://derstandard.at/1317018677878/Soziale-Faktoren-Einkommen-und-Vorurteile-beeinflussen-Schmerz

<Die Ausprägung, Stärke, aber auch der Umgang mit Schmerz hängen sehr stark vom sozialen Kontext ab.

Hamburg - Schmerz hängen sehr stark vom sozialen Kontext ab. "Zu den Faktoren, die Ausprägung, Stärke, aber auch den individuellen Umgang mit Schmerz prägen, zählen auch das Einkommen, die Erwartungen inklusive Vorurteile der Umwelt, sowie die Reaktionen wichtiger Bezugspersonen", betonte Psychologin Christiane Hermann aus Gießen im Rahmen des kürzlich stattgefundenen Europäischen Schmerz-Kongress EFIC 2011 in Hamburg.

Niedriges Einkommen erhöht Risiko für Schmerzen

Die Ergebnisse einer groß angelegten schwedischen Studie zeigen, dass niedriges Einkommen in der Tat ein Risikofaktor für die Entwicklung lang anhaltender, beschwerlicher Nackenschmerzen ist. Die Forscher wählten rund 10.500 Patienten aus, die unter gelegentlichen Nackenschmerzen gelitten hatten, sowie rund 8.300 Personen ohne Nackenschmerzen. Fünf Jahre später wurden beide Gruppen daraufhin untersucht, ob seither mindestens drei Monate lang anhaltender beschwerlicher Nackenschmerz aufgetreten war. „In beiden Gruppen und bei beiden Geschlechtern fanden wir eine klare Beziehung zwischen niedrigerem Einkommen und einem höheren Risiko für lang anhaltenden, quälenden Nackenschmerz", so Dr. Lina Palmlöf (Stockholm) beim Kongress in Hamburg.

Elternverhalten prägt Kinderschmerz

Ob und wie stark Schmerz empfunden wird, sei aber auch Sache der individuellen Interpretation. Schmerz hat eine rein organische, aber auch eine emotionale  Komponente, die starken sozialen Einflüssen unterliegt. "Man kann etwa beobachten, dass Kleinkinder, wenn sie stürzen, oft zuerst ihre Eltern anschauen und aus ihrem Gesichtsausdruck abzulesen versuchen, wie schlimm das nun sei. Erst, wenn diese Besorgnis oder gar Entsetzen zeigen, beginnen die Kinder zu weinen", so Hermann. Andererseits wirkt soziale Unterstützung - zum Beispiel die Anwesenheit einer nahestehenden, mitfühlenden Person - schmerzlindernd. "Daraus ergibt sich, dass Eltern in ihrer Reaktion auf schmerzhafte Erlebnisse ihrer Kinder eine wachsame Balance halten sollten: Den Schmerz wahr- und ernstnehmen, aber nicht dramatisieren", so die Medizinerin.

Soziale Vorurteile beeinflussen Schmerztherapie

Aber nicht nur die Schmerzentstehung, auch seine Behandlung unterliegt sozialen Faktoren. Schmerz wird nicht von jedem und in jeder Situation gleich ausgedrückt. Am Arbeitsplatz lässt man sich weniger "gehen" als gegenüber Lebenspartnern; Männer drücken Schmerz anders aus als Frauen. Neuen sozialmedizinischen Untersuchungen zufolge kann diese Binsenweisheit weitreichende Folgen für die Qualität der Schmerztherapie entfalten. "Studien zeigen, dass Schmerzäußerungen von Frauen und Männern von Ärztinnen und Ärzten unterschiedlich bewertet werden, bei Männern werden Schmerzen in ihrer Intensität besonders häufig unterschätzt", so Hermann.

"Weniger ernst werden Schmerzensäußerungen auch genommen, wenn sich keine gesicherte medizinische Ursache dafür findet - was jedoch für eine der häufigsten Formen von Schmerzen, den unspezifischen Rückenschmerz, typisch ist. Auch Kinder werden häufig schmerztherapeutisch unterbehandelt, weil ihre Schmerzen unterschätzt werden. Mit hinein spielen auch Sympathie oder Antipathie Patienten gegenüber sowie die eigenen Schmerzverarbeitungsmuster des Behandelnden: Wer Schmerz selbst als sehr bedrohlich empfindet, reagiert auch auf Schmerzäußerungen anderer stärker." (red)>


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14.9.2011: Lachen lindert Schmerzen

aus: n-tv online: Gesundheit: Lachen scheint vor Schmerzen zu schützen; 14.9.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Gesundheit/Lachen-scheint-vor-Schmerzen-zu-schuetzen-article4296111.html

<London (dpa) - Lachen kann möglicherweise vor Schmerzen schützen. Das zeigt eine britischen Studie. Demnach könnte Lachen, vor allem in Gruppen, Endorphine freisetzen und die Reizschwelle erhöhen.

Lachen scheint vor Schmerzen zu schützen. Davon gehen Forscher der Universität Oxford nach mehreren Experimenten mit Menschen aus, deren Schmerzempfindlichkeit sie testeten.

Die Teilnehmer mussten sich entweder ein lustiges Video oder eine faktenreiche Dokumentation anschauen, schreiben die Forscher im Fachblatt «Proceedings of the Royal Society B». In Tests habe ausgiebiges Lachen die Reizschwelle gegenüber physischem Schmerz erhöht, zum Beispiel wenn eine Manschette zur Blutdruckmessung am Oberarm immer stärker aufgepumpt wurde. Diesen Effekt konnten die Experten bei Zuschauern ernster Vorführungen nicht feststellen. Dies sei am besten mit der Aktivität von Endorphinen zu erklären.

«Wir vermuten, dass die körperliche Aktion beim Lachen die Aktivierung des Endorphin-Systems in Gang setzt», schreiben die Wissenschaftler. Endorphine, mitunter auch als Glückshormone bezeichnet, sollen eine wichtige Rolle bei der Schmerzverarbeitung spielen und dem Organismus bei der Bewältigung von physischem und psychischem Stress helfen. Bisher wurde dieses Phänomen vor allem mit großer physischer Anstrengung, wie Laufen, in Verbindung gebracht.

Die Forscher gehen davon aus, dass das für das menschliche Lachen typische anhaltende Ausatmen ohne Luft zu holen einen ermüdenden Effekt hat, der schließlich zur Ausschüttung der Endorphine führt. Dieser Effekt wurde nach Angaben der Experten noch verstärkt, wenn sich die Versuchspersonen die lustigen Videos nicht allein, sondern in Gruppen ansahen. Die Ergebnisse zeigen, dass dann die Reizschwelle gegenüber Schmerz sogar noch höher lag.

Quelle: n-tv.de / dpa>


Der Standard berichtet über das Lachen noch etwas genauer:

Der Standard
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14.9.2011: Lachen tut gut: Die bei euphorischen Zuständen freigesetzten Neuropeptide (Endorphine) reduzieren Schmerzen - Untersuchung von Robin Dunbar

aus: Der Standard online: Neues aus der Gelotologie: Warum uns Lachen so guttut; 14.9.2011;
http://derstandard.at/1315006287398/Neues-aus-der-Gelotologie-Warum-uns-Lachen-so-guttu

<Klaus Taschwer

Am besten mehrmals täglich: Gemeinsames Lachen (nur Grinsen gilt nicht!), das etwa 30-mal häufiger vorkommt als einsames Lachen, strengt ziemlich an und setzt dabei jede Menge Endorphine frei. Britische Biologen bestätigen nach Experimenten bei einem Theaterfestival, dass gemeinsames Lachen Endorphine freisetzt und Schmerzen reduziert

Nein, man muss nicht 20 Kilometer laufen, um in den Genuss von Endorphinen zu kommen, die das Wohlbefinden steigern. Es geht auch einfacher, schneller und vor allem lustiger: Wenn wir nämlich so richtig herzhaft lachen, bis die Augen tränen, dann setzen wir laut neuesten Erkenntnissen ebenfalls eine ziemliche Menge solcher komplexer Neuropeptide im Gehirn frei, die gute Laune und uns Schmerzen vergessen machen. Clowndoktoren wie die CliniClowns operieren damit freilich schon seit langem.

Wie die Wissenschaft, die das Lachen bisher eher links liegen ließ, immerhin seit einiger Zeit schon weiß, ist Gelächter kein exklusiv menschliches Privileg. Auch die Menschenaffen sind zu diesem Vergnügen fähig - allerdings nur in eingeschränktem Maße: Denn so richtig herzhafte Lachanfälle ohne Einatmen dazwischen, das schaffen nur wir. Um genau dieses Lachen, bei dem kein Auge trocken bleibt, geht es auch in der neuen Untersuchung des britischen Forschers Robin Dunbar.

Der Anthropologe wurde unter anderem mit der Entdeckung der Dunbar-Zahl international bekannt. Die zeigt an, wie die Komplexität des Gehirns mit sozialen Kontakten zu tun hat. Beim Mensch beträgt sie 150 und bezeichnet die höchstmögliche Anzahl echter Freunde - eine Zahl, die sich auch durch Untersuchungen im Netz 2.0 zu bestätigen scheint. Dunbar beschäftigt sich mit seiner Forschergruppe an der Universität Oxford seit vielen Jahren damit, wie es durch bestimmte Gruppenaktivitäten zu euphorischen Zuständen und in der Folge zur Ausschüttung von Endorphinen kommt - egal, ob beim gemeinsamen Musizieren, Tanzen oder Rudern.

Anstrengender als Rudern

Apropos Rudern und Lachen: Dass Letzteres recht anstrengend sein kann, haben andere gelotologische Untersuchungen bereits herausgefunden: Die Muskelbelastung von 20 Sekunden herzhaftem Lachen mit entsprechender Bauchfellaktivität und ohne Luftholen entspricht in etwa der von drei Minuten Rudern. Das erklärt auch die Endorphinausschüttung und gibt dem Ausspruch "Fun ist ein Stahlbad" des Philosophen Theodor W. Adorno eine neue Bedeutung.

[Das Theaterfestival Fringe in Edingburgh - die Schmerzschwelle erhöht sich nach 15 Minuten Komödienspass um 10%, beim Drama nicht]

Dunbar und seine Mitarbeiter haben sich für ihre in den Proceedings der Royal Society B veröffentlichten Studie unter anderem nach Edinburgh zum weltgrößten Theaterfestival Fringe begeben, wo auch etliche Stand-up-Comedians, Clowns und andere Komiker auftreten. Die Forscher konnten da zunächst beobachten, dass die Zuschauer rund ein Drittel der Zeit mit Lachen verbrachten.

Danach fanden sie durch Tests wie das Anlegen von Eis- oder Druck-Manschetten heraus, dass sich bei 15 Minuten Komödienspaß die Schmerzschwelle der Zuschauer um zehn Prozent erhöhte. Die Schmerzschwelle der Besuchern von Dramen im Rahmen des Festivals blieb hingegen gleich.

Dunbars einfache Schlussfolgerung: "Dass gemeinsames Lachen für unser Sozialleben so wichtig ist, liegt auch an der Endorphinausschüttung." (DER STANDARD, Printausgabe, 14.09.2011)


Abstract
Proceedings der Royal Society B: "Social laughter is correlated with an elevated pain threshold">


Schlussfolgerung

Eine gut geleitete Familie ist lebenswichtig, wo auch einmal pro Woche so richtig gelacht wird. Denn das Leben selbst ist das Theater, nicht das Theater im Theater. Das Lachen darf allerdings nicht zu asozialem Verhalten führen.

Michael Palomino, 3.10.2011

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Der Standard
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22.9.2011: Frauen brauchen andere Schmerzbehandlung als Männer

aus: Der Standard online: Schmerz & Gender: Das Ende der Unisex-Medizin; 22.9.2011;
http://derstandard.at/1316390239296/Schmerz--Gender-Das-Ende-der-Unisex-Medizin

<Frauen sind schmerzempfindlicher und jammern mehr - Bei der Schmerzdauer sind Männer überlegen - Experten fordern genderspezifische Therapien

Hamburg - „Frauen neigen dazu, über ihre Schmerzen zu jammern. Sie spüren Schmerz zwar kürzer, aber dafür stärker als Männer", sagte Oras A. Alabas (Leeds, UK) beim 7. EFIC Kongress „Pain in Europe VII". Mehr als 4.000 Experten aus aller Welt diskutieren derzeit in Hamburg die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Schmerzforschung und -therapie.

Männer klagen nicht

Oras und ihr Team untersuchten die Beziehung zwischen geschlechtsbezogenen stereotypen Zuschreibungen von Schmerz und dem ischämischen und mechanischen Schmerz, den 51 gesunden Studienteilnehmer im Zuge eines Experiments erlebten. Bei der Messung der „geschlechtsspezifischen Rolle von Schmerzerwartung" wurde entdeckt, dass Frauen bei Schmerzempfindlichkeit und bei der Bereitschaft, den Schmerz zu thematisieren, einen höheren Wert als Männer aufwiesen. Sie hatten aber einen niedrigeren Wert bei der Schmerzdauer. Das lässt den Schluss zu, dass Frauen in vielen Teilen der Welt mehr über Schmerzen klagen und schmerzempfindlicher sind als Männer. „Einer der Hauptgründe für diese Unterschiede ist die Auswirkung der Geschlechterrolle auf die Schmerzreaktion, die universellen Charakter hat", unterstreicht Alabas.

Frauen quält die Angst

Auch von einer spanischen Forschungsgruppe gab es neue Erkenntnisse zum Thema Schmerz und Gender, konkret zur Frage, ob sich Frauen und Männer unterschiedlich mit chronischem Schmerz abfinden. Die Forscher untersuchten 190 männliche und 210 weibliche Personen, die an chronischen Wirbelsäulenschmerzen litten. Der spanische Wissenschaftler Carmen Ramírez Maestre erklärte beim EFIC Kongress: „Wir fanden signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinsichtlich Schmerzintensität, Angstvermeidung, passiven und aktiven Bewältigungsstrategien, momentaner Leistungsfähigkeit und Funktionsbeeinträchtigung." Auch bei den Faktoren, die vorhersagen lassen, wie mit Schmerz umgangen wird, spürte das Team Geschlechtsunterschiede auf. „Angst vor Schmerz spielte eine bedeutende Rolle, um die Stimmung bei Frauen vorherzusagen. Bei Männern war die Laune besser und die Schmerzintensität geringer, wenn sie aktive Bewältigungsstrategien anwandten. Bei Männern hing eine momentane bessere Leistungsfähigkeit mit der Schmerzakzeptanz zusammen, bei Frauen dagegen mit ihrer Belastbarkeit", berichtete Ramírez Maestre. „Warum das Augenscheinliche ignorieren und in einer Unisex-Medizin verharren? Wir brauchen Therapien, die an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männer angepasst sind", so Ramírez Maestre.

Eine bessere Hausfrau werden

Bald wieder gesund werden - das ist natürlich die übliche Hoffnung zu Behandlungsbeginn. Die Therapieerwartungen sind ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat, weil sie dazu beitragen können, auch die Therapieerfolge bei chronischem Schmerz vorherzusagen. Anne Boonstra, Expertin aus Beetsterzwaag in den Niederlanden, wollte herausfinden, ob sich Männer und Frauen Unterschiedliches erhoffen. Ihre Forschungsgruppe befragte dazu mehr als 600 Patienten, die an chronischen muskoloskeletalen Schmerzen leiden, mithilfe eines Fragenkatalogs, in dem 25 möglichen Erwartungen gelistet waren. Das Ergebnis zeigte: Männer und Frauen teilen viele (21 von 25) Erwartungen. Kleine Unterschiede wurden bei drei Erwartungen gefunden - manche von ihnen sind stark mit stereotypen Rollenbildern verknüpft, etwa: „Männer erwarten eher, dass sie durch die Behandlung ihre Rolle als Ehegatte besser ausfüllen können und dass die Ursache ihrer Beschwerden gefunden werden. Frauen erhofften sich von der Behandlung tendenziell, sich künftig leichter mit der Tatsache abzufinden, krankheitsbedingt nicht mehr alles machen zu können", berichtete Boonstra beim EFIC Kongress. Die Therapieerwartung, bei der es eine signifikante Abweichung zwischen den Geschlechtern gab, spricht für sich: Frauen erhoffen von der Therapie eher als Männer, dass sie in Zukunft weniger Probleme haben, die Hausarbeit zu meisten.

Schwangerschaftskomplikationen vermeiden

Helga Maria Schuckall, Leiterin der Interdisziplinären Schmerzambulanz, der Universitätsklinik für Anästhesiologie in Salzburg, hinterfragte das weit verbreitete Vorurteil, dass Schmerzen während einer Schwangerschaft normal seien. Sie wollte herausfinden, wie viele Schwangere tatsächlich unter behandlungswürdigen Schmerzen leiden. Wie die prospektive Studie ihres Forschungsteams zeigte, waren nur 18,6 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft schmerzfrei. Weitere 38 Prozent hatten mittlere oder moderate Schmerzen. Fast sechs Prozent der Schwangeren litten manchmal unter schweren Schmerzen. „Wenn Schmerzepisoden länger anhalten, kann das zu Schwangerschaftskomplikationen und längeren Wehen führen", berichtete Schuckall in Hamburg. „Schwangere stehen vor dem Dilemma, entweder Schmerzen zu ertragen oder schmerzstillenden Mittel zu nehmen und damit möglicherweise die Sicherheit ihrer Babys aufs Spiel zu setzen. Eine regelmäßige Schmerz-Evaluierung während der Schwangerschaft ist von größter Bedeutung, um medizinisch indizierte schmerzreduzierende Interventionen festlegen zu können. Damit ließen sich sowohl Schwangerschaftskomplikationen als auch chronifizierter Schmerz nach der Geburt verhindern", schließt Schuckall. (red)>

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Der
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7.12.2011: Der österreichische "Schmerzbericht" besagt: Die Behandlung dauert im Schnitt 4 Jahre bis zur Linderung

aus: Der Standard online: Schmerzbericht: Chronische Schmerzen: Im Schnitt vier Jahre bis zur Linderung; 7.12.2011;
http://derstandard.at/1323222467028/Schmerzbericht-Chronische-Schmerzen-Im-Schnitt-vier-Jahre-bis-zur-Linderung

<Schmerz zählt zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände, Berufsunfähigkeit und Frühpensionen. Schmerztherapeutische Betreuung bedeutet ein auf den Patienten zugeschnittenes Schmerzmanagement.

Text auf einem Foto:
<Schmerzpatienten in Österreich
440.000 Menschen brauchen ärztliche Versorgung wegen Dauerschmerzen.
53.000 davon benötigen kombinierte, interdisziplinäre Schmerztherapie.
1,4-1,8 Milliarden Euro jährliche Behandlungskosten wegen chronischer Schmerzen.

Am Beispiel Rückenschmerzen:
12-30% leiden an unspezifischen Kreuzschmerzen, 60-85% sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen.
4,4 Mio. Fehltage durch Krankenstände.
Grund für 4.400 Neupensionierungen pro Jahr.
Direkte jährliche Kosten für das Gesundheitssystem: bis 880 Mio. Euro.
Indirekte Kosten durch Krankenstände wegen Rückenschmerzen: 400 Mio. Euro.>

<Wien - Jeder fünfte erwachsene Österreicher leidet - Schätzungen zufolge - an chronischen Schmerzen. Bei der Versorgung der 1,7 Millionen Betroffenen besteht durchaus Optimierungsbedarf, belegt eine aktuelle Studie des Joanneum Research, deren Ergebnisse bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt wurden. So dauere es im Schnitt vier Jahre bis zur richtigen Behandlung. Mehr als 440.000 Menschen brauchen eine dauernde ärztliche Versorgung aufgrund von "schweren Dauerschmerzen".

Ziel des aktuellen Berichts zur "Versorgungssituation bei Schmerz in Österreich" des Joanneum Research war es in erster Linie, einen Überblick über die momentane bundesweite Lage - inklusive einer Analyse von Strukturen und Prozessen - und Empfehlungen für eine Verbesserung der Lage vieler Patienten zu schaffen, erklärte die gebürtige Engländerin Schmidt. Nicht zuletzt deshalb, weil Schmerz zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände, Berufsunfähigkeit und Frühpension zähle, Tendenz steigend. Mit rechtzeitiger und adäquater Behandlung könnte außerdem verhindert werden, dass der Schmerz chronisch wird.

Langer Weg bis zur Therapie

Laut Autorin Louise Jane Schmidt zählen die langen Zeiträume zwischen Symptomen, Diagnose und Behandlung zu den Hauptproblemen, was unter anderem an der mangelnden interdisziplinären Zusammenarbeit liege. So vergehen laut der Studie im Schnitt zwischen 1,7 und drei Jahre bis zur Diagnose und weitere elf Monate bis zur Behandlung. Oft werden mehrere Ärzte aufgesucht, bis am Ende des Leidensweges eine adäquate Behandlung gefunden wird.

"Besonderen Versorgungsbedarf gibt es bei den 'Schmerzrandgruppen' wie Kopfschmerz, Rückenschmerz, Neuropathischer Schmerz aber auch bei schmerzbedingten Depressionen", sagt Christian Lampl, Präsident (elect) der Österreichischen Schmerzgesellschaft. Die Versorgungsstruktur beim onkologischen Schmerz hingegen sei als gut bzw. ausreichend zu bewerten.

Individuelles Schmerzmanagement

Schmerztherapeutische Betreuung bedeutet nicht nur die Gabe von Schmerzmedikamenten, sondern sie muss in ein auf den Patienten zugeschnittenes Schmerzmanagement und eine reflektierende Schmerzkommunikation münden. "Ist dies nicht der Fall und wird Schmerz nicht adäquat behandelt, kann dieser Ursache für Depressionen sein. Bei so gut wie allen Patienten finden sich erklärbare und meist auch nachfühlbare reaktive und schmerzbedingte Depressionen", so Lampl. Die psychosozialen Auswirkungen bei diesen Patienten sind offensichtlich und nachfühlbar: Familiäre Probleme, sozialer Rückzug, Probleme am Arbeitsplatz, drohende oder eingetretene Arbeitslosigkeit bzw. vorzeitige oder verweigerte Berentung mit finanziellen Einbußen und sozialem Abstieg, gefährdetes oder verloren gegangenes Selbstwertgefühl, zumindest zeitweilige Suizidalität.

Hohe Kosten

Konkrete Zahlen, Daten und Fakten über die Kosten bleiben rar, vor allem weil "Schmerz" keine Diagnose im Wortsinn ist. Schätzungen zufolge belaufen sich die direkten Kosten für chronische Schmerzen zwischen 1,4 und 1,8 Milliarden Euro, wobei Rücken und Kopf an erster Stelle liegen. Nicht spezifische Rückenschmerzen beispielsweise dürften aufgrund von Fehltagen und Krankenständen mit etwa 400 Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen; dazu kommen die direkte Ausgaben für die Behandlung von etwa 170 Millionen Euro.

Neben einer Optimierung der vorhandenen Strukturen - etwa durch eine Entlastung der Ambulanzen und Verstärkung interdisziplinärer Zusammenarbeit - müsste die Prävention im Fokus stehen, erklärte Mediziner Bernhard Schwarz vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien. Er verwies darauf, dass dem Schmerz eine wichtige Aufgabe zukomme, nämlich als körperliches Warnsignal. Winfried Koller, Vorstandsmitglied der Steirische Akademie für Allgemeinmedizin, appellierte an die Eigenverantwortung der Patienten und forderte ein Ende von Mehrfachstrukturen. Mit 85 Schmerzambulanzen bundesweit kommt im Schnitt eine auf 100.000 Einwohner. Alternativ stehen 2,4 niedergelassene Ärzte mit Zusatzdiplom für Schmerzbehandlung zur Verfügung. Viele Patienten benötigen Zugang zu einer multimodalen (kombinierten, Anm.), interdisziplinären Schmerztherapie. (APA/red)

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Welt
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25.1.2012: Der Schaukelstuhl hat seinen Sinn: <Schaukeln kann Schmerzmittel unnötig machen>

aus: Welt online; 25.1.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article13833325/Schaukeln-kann-Schmerzmittel-unnoetig-machen.html

<Schaukeln drückt die Realität weg: Das Wiegen bereitet ein Gefühl des Entrücktseins. Es lindert Schmerzen und Ängste.

Der Schaukelstuhl, Inbegriff des friedlichen, erfüllten Alters, kommt zu neuen Ehren. In vielen Alters- und Pflegeheimen gehört er wieder zur Standardausstattung. Das Schaukeln und Wiegen sind wichtige Elemente auch einer neuartigen Methode namens „Basale Stimulation“. Sie findet mittlerweile buchstäblich „von der Wiege bis zur Bahre“ Anwendung.

Grundlage des an der Universität Landau in der Pfalz entwickelten Pflegeverfahrens ist die Aktivierung der Sinneswahrnehmungen. Sonderpädagoge Professor Andreas D. Fröhlich hat das Konzept 1975 zunächst für die Förderung stark körperlich und geistig behinderter Kinder entwickelt und später in Zusammenarbeit mit Kinderkrankenschwestern für die Betreuung von Frühgeborenen erweitert.

Professor Christel Birnstein, Pflegewissenschaftlerin an den Universitäten Witten/Herdecke und Bremen, übertrug die Methodik schließlich auch in den Bereich der Pflege von Menschen, die in der Wahrnehmung ihres Umfeldes nach Verletzungen oder durch Demenz schwer beeinträchtigt sind.

Eine entscheidende Rolle spielt das Gleichgewichtsorgan („Vestibularsystem“), sagt Fröhlich: „Es informiert uns über unsere Lage im Raum, über Beschleunigung, Drehen, das Auf und Ab, es sichert unser Gleichgewicht und koordiniert vor allem auch unser Sehen.

Menschen mit sehr schweren Behinderungen sind oft massiv benachteiligt, denn sie können sich nicht aktiv aufrichten, nicht durch Kriechen, Krabbeln und Gehen den Raum erobern. Wir gehen davon aus, dass solche Erfahrungen mit Schwerkraft und Lage im Raum zu den Grundbedürfnissen der Entwicklung eines Menschen gehören.“

Offensichtlich sind leichte Anregungen, wie sanftes Schaukeln, nützlich, um die Haltung eines Menschen zu stabilisieren und seine Muskelspannung zu normalisieren. „Oft konnten wir feststellen, dass sich dabei ein allgemeines Wohlbefinden einstellte.“

Beruhigung und Schmerzlinderung

Die sanften Wiegebewegungen eines Schaukelstuhls haben nicht nur eine beruhigende Wirkung, sondern machen sogar Schmerzmedikamente überflüssig. Das ergab bereits vor einiger Zeit eine amerikanische Studie bei Bewohnern eines Altenpflegeheims. Schwesternschülerinnen der Universität in Rochester im US-Bundesstaat New York haben sechs Wochen lang die Patienten eines angeschlossenen Pflegeheims beobachtet. 25 Frauen und Männer verbrachten täglich eine halbe bis zweieinhalb Stunden im Schaukelstuhl.

Wie Studienleiterin Professor Nancy Watson berichtet, schienen ihre schaukelnden Patienten deutlich ausgeglichener zu sein als die Mitbewohner. Sie verlangten seltener nach Schmerzmedikamenten und waren sicherer auf den Beinen.

Die günstigen Auswirkungen des Schaukelns auf das Gleichgewichtsorgan sind im Grunde schon seit Langem bekannt. Das Vestibularsystem sitzt im Innenohr und enthält Rezeptoren, die Bewegung, Beschleunigung und Verlangsamung, Drehung und Vibrationen empfinden. Ob wir laufen, sitzen oder liegen, wach sind oder schlafen – das Gleichgewichtsorgan informiert das Gehirn über die Lage des Körpers im Raum, ohne dass die Tätigkeit dieses Organs in unser Bewusstsein dringen würde.

Reizung des Gleichgewichts

Dass es dennoch vorhanden ist, registrieren wir erst, wenn es irritiert wird und deshalb unangenehme Empfindungen vermittelt, etwa bei der Beschleunigung eines Lifts oder beim Übelwerden auf einem schwankenden Schiff. Forschungen weisen darauf hin, dass das Vestibularsystem auch bei der Koordination anderer Sinnesreize eine große Rolle spielt. Und das schon weit vor der Geburt, offenbar braucht das System die Reize von diesem Augenblick an.

Das ist wohl allen Menschen bewusst, ohne dass sie je darüber nachgedacht hätten. Alle Eltern nehmen ein weinendes Baby auf den Arm, um es sanft hin und her zu wiegen – und reizen damit sein Gleichgewichtsorgan. Alle Menschen wissen, dass man ein Kind durch sanfte Bewegungen beruhigen und durch Schütteln aufwecken kann.

Allen Kindern macht es Spaß, sich im Kreis zu drehen, bis ihnen schwindlig wird und sie umfallen, oder wenn sie Schreckensfahrten in einer Achterbahn jauchzend genießen. Das hat alles seinen Sinn: Das Drehen und Kippen, das steile Auf und Ab, das jähe Beschleunigen und Bremsen bringt das Gleichgewichtssystem in Aufruhr und trainiert es für seine lebenswichtigen Aufgaben.

Monotones Schaukeln

Die Lust spendende Wirkung des Vestibularorgans hört nicht am Ende des Kindesalters auf – nur die Strategien wandeln sich. Jugendliche hüpfen und wackeln mit fliegenden Haaren in der Disco oder vergnügen sich auf waghalsigen Achterbahnen. Erwachsene betreiben Sport zur Entspannung und Aufregung gleichermaßen: Skifahren, Reiten, Surfen, Segeln und Tennis sind Sportarten, bei denen das Gleichgewichtsorgan intensiv beansprucht wird.

Das andere Extrem ist der Schaukelmangel: Einsame, verlassene Kinder, Heiminsassen, denen es an Zuwendung mangelt, und geistig behinderte Kinder in Anstalten schaukeln oder wackeln stundenlang monoton hin und her und zeigen damit, dass ihnen keine andere Möglichkeit verblieben ist, sich wohlzufühlen.

Solche Erkenntnisse werden mittlerweile auch gezielt bei der Behandlung von Kindern genutzt, die in ihrer motorischen oder geistigen Entwicklung zurückgeblieben sind oder unter einer gestörten Wahrnehmung von Sinnesreizen leiden. Sogenannte vestibulär-propriozeptive Sinnesinformationen mithilfe von Schaukeln, Springseilen oder Bällen sind Bestandteil der von der amerikanischen Verhaltensforscherin Jean Ayres entwickelten „sensorischen Integrationstherapie“, die auch hierzulande von vielen Ergotherapeuten angeboten wird.>

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n-tv
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17.5.2012: <Wissenschaft
: Bei Schmerz hilft Ablenkung nun nachweislich>

aus: n-tv online; 17.5.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Bei-Schmerz-hilft-Ablenkung-nun-nachweislich-article6289431.html

<Hamburg (dpa) - Hamburger Neurowissenschaftler haben Hinweise dafür gefunden, wie das Nervensystem auf Ablenkung bei Schmerzen reagiert. Die Schmerzreize werden auf dem Weg ins Gehirn bereits im Rückenmark abgeschwächt.

Das berichtet ein Team vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachjournal «Current Biology». Für die Studie mussten 20 gesunde Teilnehmer zwei Schwierigkeitsstufen einer Gedächtnisaufgabe bewältigen. Gleichzeitig wurden ihnen schmerzhafte Hitzereize am Arm zugefügt. Die Testpersonen mussten sich unterschiedliche Buchstabenfolgen merken und deren Häufigkeit zählen.

«Die einfache Stufe der Gedächtnisaufgabe führte zu keiner nennenswerten Ablenkung vom Schmerzempfinden, während die schwierige Stufe bewirkte, dass die Teilnehmer deutlich von den Schmerzen abgelenkt waren. Sie erlebten den Schmerz in der Folge schwächer», sagte Studienleiter Christian Sprenger der Nachrichtenagentur dpa.

Beide Male wurde mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie gemessen, wie stark das Rückenmark durch die Schmerzreize aktiviert wurde. Während der schwierigeren Aufgabe zeigte sich eine deutlich geringere Aktivierung durch die Schmerzreize im Vergleich zur leichteren Aufgabe. Wahrscheinliche Erklärung für dieses Ergebnis: Während einer anspruchsvollen kognitiven Aufgabe aktiviert das Gehirn ein System im Hirnstamm, das die Schmerzsignale auf Rückenmarksebene hemmt.

Das Rückenmark gehört wie das Gehirn zum zentralen Nervensystem. Es liegt im Wirbelsäulenkanal und leitet Reize von der Körperperipherie über den Hirnstamm in das Gehirn und dessen gewünschte Reaktionen wieder zurück in den restlichen Körper. Bereits 2009 hatte eine im Fachjournal «Science» veröffentlichte Studie des Instituts gezeigt, dass eine positive Therapieerwartung die Schmerzverarbeitung auf Rückenmarksebene beeinflussen kann. Als Botenstoffe im Körper sind dabei endogene Opioide im Einsatz, also körpereigene schmerzstillende Substanzen.

«Die Ergebnisse legen nahe, dass therapeutische Ansätze wie beispielsweise die kognitive Verhaltenstherapie auch das Potenzial haben könnten, bis auf die Rückenmarksebene zu wirken», sagte Sprenger. Dort könnten die Therapien dann möglicherweise «schmerzverbundene» Krankheitsprozesse beeinflussen. Dies müsse aber noch in Studien untersucht werden.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Der
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28.12.2012: Wenig Schlaf bewirkt höhere Schmerzempfindlichkeit

aus: Der Standard online: Länger schlafen lindert den Schmerz; 28.12.2012;
http://derstandard.at/1356426412581/Laenger-schlafen-lindert-den-Schmerz

<Detroit - Immer mehr Menschen sind chronisch übermüdet. Dass Schlafdefizit die Schmerzempfindlichkeit beträchtlich erhöht, war bekannt. Nun untersuchten US-Wissenschafter, wie sich im Rückschluss langes Ausschlafen auswirkt. Ergebnis der Studie: Langer Schlaf vermindert die Schmerzempfindlichkeit um ein Viertel und wirkt damit stärker als ein kodeinhältiges Schmerzmittel, schreiben die Forscher von der Wayne State University in Detroit im Fachjournal "SLEEP". Ausgeschlafene Probanden nahmen bei Tests Hitze viel später als Schmerz wahr als übermüdete. Die Ergebnisse sind für Patienten mit chronischen Schmerzen oder vor schmerzhaften Operationen wichtig. (red, DER STANDARD, 29.12.2012)

Abstract
SLEPP: Pain Sensitivity and Recovery From Mild Chronic Sleep Loss>

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29.11.2014: Natürliche Schmerzmittel: Weihrauch, Kurkuma, Algennährstoff Astaxanthin

aus: Kopp-Verlag online: Drei natürliche Schmerzmittel, die genauso gut wirken wie Medikamente, aber ohne Nebenwirkungen; 29.11.2014;
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/derek-henry/drei-natuerliche-schmerzmittel-die-genauso-gut-wirken-wie-medikamente-aber-ohne-nebenwirkungen.html

<Derek Henry

Akute oder chronische Schmerzen macht jeder irgendwann im Leben einmal durch. Auch wenn es uns drastisch in Erinnerung ruft, dass sich der Körper entweder von irgendetwas erholt oder dass etwas Schlimmes in ihm vorgeht, müssen wir oft eingreifen, um die Schmerzen zu lindern, wenn wir unser tägliches Leben weiterführen und unserer Arbeit nachkommen wollen wie gewohnt.

Als erstes greifen wir dann häufig zu verschreibungspflichtigen oder auch rezeptfreien Medikamenten, doch die haben Nebenwirkungen. Vielen Menschen wird allmählich bewusst, dass es auch natürliche Mittel gibt, die genauso wirksam oder sogar noch wirksamer sein können als Medikamente. Beispielsweise die drei folgenden:

Boswellia (Weihrauch)

Die Heimat der Boswellia sind die trockenen Regionen Indiens, Afrikas und der Mittelmeerländer. Die entzündungshemmenden Eigenschaften dieser erstaunlichen Pflanze sprechen sich allmählich herum. Entzündliche Prozesse sind die Wurzel chronischer Schmerzen.

Die besonderen Säuren der Boswellia (Boswelliasäuren) blockieren die übermäßige zytokinetische Aktivität in geschädigtem Gewebe und erhöhen gleichzeitig die Durchblutung der Gelenke. Diese Kombination bewirkt eine bessere Beweglichkeit und Lockerung steifer Gelenke.

Boswellia wurde bereits mit Erfolg zur Linderung entzündlicher Erkrankungen wie Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis, Colitis ulcerosa und anderer schmerzhafter Krankheiten eingesetzt. Bei vielen Studien hat sie sich als genauso wirksam erwiesen wie NSAID [nicht steroidale Entzündungshemmer], die gern bei Krankheiten verschrieben werden, die mit Entzündung und chronischen Schmerzen einhergehen.

Kurkuma

Ein weiteres wirksames entzündungshemmendes Nahrungsmittel mit ungewöhnlich schmerzlindernder Wirkung ist die Kurkuma, ein uraltes Gewürz aus der indischen und allgemein asiatischen Küche. Bei Arthritis, Gelenkschmerzen und -steifigkeit, Muskelspasmen und anderen chronischen Schmerzen wirkt sie genauso schmerzlindernd wie viele andere Medikamente.

Als natürliches Schmerzmittel und COX-2-Hemmer ist die Kurkuma nachweislich sicher und wirksam, weil sie nicht nur die Entzündung lindert, sondern auch Nervenschmerzen. Das macht sie besonders geeignet für Patienten mit Fibromyalgie.

Astaxanthin

Astaxanthin ist ein tiefroter Phytonährstoff, der von Mikroalgen der Gattung Hämatococcus gebildet wird und auch als »König der Carotinoide« bekannt ist. Er wird mit ausgeklügelter Technik in Süßwasser produziert, mit der die Alge angeregt wird, ihre eigene Medizin zu bilden, die sie vor Oxidation, UV-Strahlung und anderen Umweltstressoren schützt.

Astaxanthin ist vielleicht nicht ganz so wirksam wie die führenden entzündungshemmenden Medikamente, gehört aber zu den stärksten natürlichen Mitteln. Mehrere placebokontrollierte Doppelblindstudien an Tieren und klinische Studien zeigen, dass Astaxanthin viele der bekannten Entzündungsmediatoren hemmt, sodass Entzündung und Schmerzen ohne Nebenwirkungen gelindert werden.

Astaxanthin wird erfolgreich gegen Gelenkschmerzen, zur Muskelerholung und gegen andere schmerzhafte Beschwerden eingesetzt. Da es (anders als die meisten Antioxidantien) fettlöslich ist, wird es von Fettmolekülen direkt in Muskeln, Gewebe und Organe transportiert, wo es am meisten gebraucht wird, beispielsweise Gehirn, Brustgewebe, Prostatagewebe, Skelettmuskeln und die Netzhaut.

Quellen:

HealingTheBody.ca

OrganicLifestyleMagazine.com

OrganicLifestyleMagazine.com

OrganicLifestyleMagazine.com

TruthWiki.org

NaturalNews.com
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25.9.2017: Ingwer=natürliches Schmerzmittel bei Muskelschmerzen und inneren Entzündungen

Video: Iss Ingwer jeden Tag einen Monat lang und das wird mit deinem Körper passieren! (5min.32sek.)

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1. Ingwer lindert Muskelschmerzen (1min.25sek.), ohne den Darm zu schädigen (2min.5sek.).
2. Ingwer senkt den Cholesterinspiegel (2min.16sek.). 2g Ingwerpulver täglich senkt den Cholesterinspiegel nachweislich (2min.30sek.).
3. Ingwer lindert Verdauungsbeschwerden (2min.41sek.). 1g Ingwer vor der Mahlzeit eingenommen lindert Verdauungsprobleme um 50% (3min.3sek.).
4. Ingwer lindert innere Entzündungen wie z.B. bei Arthrose (3min.11sek.). 1/2 Gramm Ingwer täglich reduziert Arthrose-Schmerzen in 4 bis 6 Wochen deutlich (3min.28sek.) - wirkt wie Aspirin, wirkt auch gegen Kopfschmerzen oder Migräne (3min.44sek.).
5. Ingwer verbessert die Hirnfunktion (3min.49sek.).
6. Ingwer wirkt bei Übelkeit (4min.14sek.): Ingwertee gegen Übelkeit bei Reisen im Flugzeug, Seekrankheit, bei Übelkeit bei Schwangerschaft (4min.27sek.). Ingwer blockiert die Nerven, die Erbrechen auslösen (4min.35sek.).
7. Ingwer stärkt das Immunsystem (4min.44sek.), kürzt Grippe ab (4min.54sek.).



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