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Merkblatt: Der hochgiftige Zigarettenstummel 01

Zigarettenstummel sind SONDERMÜLL -- 7000 Chemikalien -- Verseuchung des Grundwassers: 1 Stummel=50 Liter Grundwasser -- Extra-Mülleimer für Zigarettenstummel --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Basler Zeitung online, Logo

Zigarettenstummel am 20.6.2011: "Südfrankreich hat seinen ersten Nichtraucher-Strand" - in La Ciotat

aus: Basler Zeitung online; 20.6.2011;
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Suedfrankreich-hat-seinen-ersten-NichtraucherStrand-/story/27613007

Die Hafenstadt La Ciotat führt als erste Gemeinde Frankreichs eine Nichtraucher-Zone an einem Strand ein. Laut der Stadtverwaltung könnten weitere rauchfreie Abschnitte folgen.

Erstmals sind Glimmstängel an einem Strand in Frankreich tabu: Als erste Gemeinde des Landes hat die südfranzösische Hafenstadt La Ciotat einen ihrer Strände zur Nichtraucher-Zone erklärt. Ein Hinweisschild am Eingang informiert die Besucher über das neue Rauchverbot.

Bevor sie den Sand-Abschnitt im Zentrum von La Ciotat betreten, können sie ihre Kippen in Mülleimern in Zigarettenform entsorgen. Zusätzlich klären Ordnungshüter über die neue Massnahme auf.

Kinder schützen

Mit ihrer Initiative wolle die rund 30 Kilometer östlich von Marseille gelegene Stadt in erster Linie die Kinder schützen, die beim Spielen im Sand immer wieder auf Zigarettenstummel stossen, sagte Vize-Bürgermeister Noël Collura. Andere Massnahmen, wie etwa die Ausgabe von Aschenbechern, hätten nur wenig geholfen.

Nach seinen Angaben gilt das Rauchverbot vorerst nur für vier Prozent der Strände von La Ciotat. Doch werde angesichts des Erfolgs über weitere Nichtraucher-Zonen nachgedacht, unter anderem auch in angrenzenden Parks, in denen viele Kinder spielten und in denen die Gefahr von Bränden gross sei. (kpn/sda)




Neue Studien: Der giftige Zigarettenstummel:

Zigarettenstummel Studie in Göteburg 9.5.2023: sind Sondermüll mit Giftfilter: Neue Filter 4000 Chemikalien - gebrauchte Stummel 7000 Chemikalien: Gifte gegen Wassertiere, Menschen (Hormone, Immunsystem und bei Schwangeren den Embryo) und ca. 15.000 Plastikfasern - Reinigung kostet Millionen:
Tödliche Zigarettenkippen
https://transition-news.org/todliche-zigarettenkippen

Sie entlassen Tausende von tödlichen Giftstoffen in die Umwelt. Eine neue Studie zeigt, dass nicht nur die Chemikalien, sondern auch die Mikrofasern eine Gefahr darstellen.

[Chemikalien gegen Wassertiere]

Sie stinken und verschmutzen nicht nur: Studien haben gezeigt, dass Zigarettenstummel, die im Wasser schweben, Chemikalien auslaugen und Wasserlebewesen schädigen können. So können beispielsweise Fische sterben, wenn sie über einen Zeitraum von vier Tagen mit einer Giftmenge in Kontakt kommen, die nur zwei Zigarettenkippen in einem Liter Wasser entspricht.

[Chemikalien gegen Menschen]

2019 ermittelten Forscher dann, dass diese Chemikalien auch dem Menschen schaden können. Sie stellten eine starke Auswirkung auf verschiedene biologische Prozesse fest. Dies deutet darauf hin, dass Zigarettenkippen, die sowohl im Süss- als auch im Salzwasser verbleiben, die Hormonregulation des Körpers, die Tumorunterdrückung und die Embryonalentwicklung beeinträchtigen können.

[Plastikfasern gegen die Schöpfung]

Nun berichten Forscher der Universität Göteborg, dass diese Kippen nicht nur Tausende von Giftstoffen, sondern auch Plastikfasern in die Umgebung abgeben. Im Idealfall, so die Studienautoren, ist es jetzt an der Zeit, diese Filter ganz zu verbieten. Auf die Studie aufmerksam machte Study Finds.

«Sondermüll»

Die Forscher stellten fest, dass sowohl die Mikrofasern als auch die Chemikalien, die aus den Filtern der Zigarettenkippen austreten, giftig für die Larven im Wasser sind. Bethanie Carney Almroth, Mitautorin der Studie und Professorin für Ökotoxikologie an der Universität Göteborg, erklärte in einer Medienmitteilung.

«Der Filter ist voll von Tausenden von giftigen Chemikalien und Mikroplastikfasern. Es handelt sich also nicht um irgendein Stück Plastik, das in die Umwelt entsorgt wird. Es handelt sich um Sondermüll.»

[Todesrate bei Mückenlarven +20%]

Die Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen von Giftstoffen,
die nach dem Rauchen in Zigarettenfiltern gefunden wurden, sowie von zusätzlichen Substanzen, die von Anfang an in den Filtern enthalten waren, auf aquatische Mückenlarven. Sie fanden heraus, dass die Toxine eine um 20 Prozent höhere Sterblichkeitsrate bei Mückenlarven bewirkten. Almroth teilte mit:

«Zigarettenfilter sind auch eine wichtige Quelle für Mikroplastik, das in unsere Umwelt gelangt – etwas, von dem wir wissen, dass es grosse negative Auswirkungen auf das biologische Leben hat. Die EU hat Zigarettenfilter bereits als Sondermüll eingestuft.»

[4,5 Billionen Zigarettenstummel - 65% davon vergiften die Umwelt]

Wie die Forscher erklären,
fallen jährlich weltweit erstaunliche 4,5 Billionen Zigarettenkippen an, wobei 65 Prozent dieser Kippen nie in einem Mülleimer oder Aschenbecher landen. Ein gerauchter Zigarettenstummel kann bis zu 7000 verschiedene Chemikalien enthalten. Selbst unbenutzte Filter enthalten etwa 4000 Chemikalien, von denen viele giftig sind.

Den Autoren zufolge enthält jeder Filter ausserdem etwa 15’000 Mikroplastikfasern. Wissenschaftler schätzen, dass jährlich insgesamt 300’000 Tonnen Plastikfasern durch Zigarettenkippen in die Umwelt gelangen. Diese Kippen sind nicht nur eine schlechte Nachricht für die Umwelt, denn Studien zeigen, dass die Filter selbst ein Gesundheitsrisiko für Raucher darstellen können – weil sich die Kunststofffasern aus den Filtern lösen und direkt in die Lunge gelangen.

Millionenkosten für Säuberung

Interessanterweise stellten die Studienautoren in der Stadt Göteborg fest, dass viele einheimische Raucher ihre Zigarettenkippen auf den Boden werfen, selbst wenn Aschenbecher in der Nähe vorhanden sind. Die Säuberung verursache Millionen von Kronen Kosten für die Gemeinden, dennoch würden viele Zigarettenstummel in der Umwelt verbleiben.

Alles in allem gibt es ihrer Meinung nach keinen stichhaltigen Grund dafür, dass Filter ein Bestandteil von Zigaretten bleiben. In Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern hat Almroth kürzlich einen Meinungsbeitrag in der Zeitschrift Science of the Total Environment verfasst, in dem sie argumentiert, dass Zigarettenstummel nicht nur der häufigste Abfall in der Welt sind, sondern auch nichts anderes als ein Marketingtrick, der in Wirklichkeit wenig zum Schutz der Raucher beiträgt. Sie schliesst:

«Deshalb müssen sie ganz aus dem Verkehr gezogen werden. Es ist nicht der richtige Ansatz, sich darauf zu konzentrieren, die Tabakhersteller für die Reinigung der Filter zahlen zu lassen. Das Problem sollte von vornherein verhindert werden, anstatt es später zu beseitigen.»




Raucher verseuchen nicht nur die Luft am 30.5.2024: sondern mit dem Zigarettenstummel auch das Grundwasser:
Meran sagt den Zigarettenstummeln den Kampf an: Ein Zigarettenstummel auf dem Boden verseucht 50 Liter Grundwasser
https://www.suedtirolnews.it/chronik/meran-sagt-den-zigarettenstummeln-den-kampf-an

Meran – Die Meraner Stadtverwaltung, die Kurverwaltung und die Stadtwerke haben sich zusammengetan, um – auch mit Hilfe von Plakaten – auf das Problem der auf den Boden geworfenen Zigarettenkippen aufmerksam zu machen. Für Mittwoch, den 5. Juni, ist eine öffentliche Veranstaltung zu diesem Thema auf dem Thermenplatz geplant. Auch die Schulen der Stadt werden sich daran beteiligen.

“Der Rauch löst sich auf, die Tschigg net! Wo lande ich?” – so lautet die Botschaft der Sensibilisierungskampagne zum Thema Verschmutzung durch weggeworfene Zigarettenstummel, die von der Stadtgemeinde Meran, den Stadtwerken und der Kurverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für nachhaltige Schulen und den Vereinen Plastic Free und AmUm durchgeführt wird.

Ein Zigarettenstummel, der auf dem Boden, auf der Straße oder im Gulli landet, verseucht 50 Liter Grundwasser – diese entsprechen in etwa 250 Gläsern Wasser oder einer dreiminütigen Dusche oder einem Waschmaschinengang oder fünf Toilettenspülungen.

„Eine kleine Geste, wie das Wegwerfen einer Zigarettenkippe, hat erhebliche Folgen für die Umwelt. Wir wollten die Aufmerksamkeit der Bürger*innen und Gäste auf dieses Thema lenken, um ihr Bewusstsein zu erhöhen. Wir haben die städtischen Schulen in ein Umwelterziehungsprojekt einbezogen, das anlässlich eines Umwelttages am Mittwoch, 5. Juni ab 10 Uhr auf dem Thermenplatz abgeschlossen wird. Dabei werden auch die Arbeiten der Schüler*innen zum Thema präsentiert”, erklärte Vizebürgermeisterin und Umweltstadträtin Katharina Zeller heute auf der wöchentlichen Pressekonferenz der Stadtregierung.

„Ausgestellt wird auf dem Thermenplatz auch der ‚Tschiggn-Kubus‘, ein großer Plexiglasbehälter, in den alle Kippen geworfen werden, die im Rahmen des Projekts auf den Gehwegen und Plätzen der Stadt gesammelt wurden. Die Vereine Plastic Free und AmUm sowie das Netzwerk für nachhaltige Schulen werden ihre Aktivitäten vorstellen. Außerdem werden die Gewinnerschulen des Ideenwettbewerbs für Plakate zum Thema umweltfreundliche Entsorgung von Zigarettenkippen prämiert.Auch die Meraner Stadtwerke und Maria Lobis, die mit ihrem Ehemann den ersten Zero-Waste-, also verpackungsfreien, Supermarkt Südtirols gegründet hat, werden mit einem Informationsstand vertreten sein“, so Zeller.





Rom 28.3.2025: Rauchverbote in Parks+Gärten bereits real - nun auch auf Plätzen, Haltestellen und Fussgängerzonen geplant:
Ferien in Italien: Rom will gegen Raucher durchgreifen
https://www.watson.ch/international/gesundheit/518773839-rom-plant-rauchverbot-bei-sehenswuerdigkeiten-im-zentrum

In Mailand und Turin gibt es bereits strenge Rauchverbote. Rom zieht jetzt nach und will Zigaretten aus dem Stadtbild verbannen.

Das Kolosseum, der Trevi-Brunnen, das Pantheon oder der Vatikan: Die italienische Hauptstadt Rom hat historisch einiges zu bieten. Stundenlang kann man durch die Strassen streifen, auf dem Weg von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, und entdeckt auch nach Tagen immer noch Neues.

Die Raucher unter den Touristen werden sich bei der langen Tour durch die historische Stadt die ein oder andere Zigarette genehmigen. Für sie gibt es jedoch schlechte Nachrichten: Beim nächsten Rom-Trip müssen sie ganz genau schauen, wo sie noch ihre Zigarettenpause einlegen können.

Die Stadt will die Glimmstängel nämlich, nachdem sie sie bereits aus Parks und Gärten verbannt hat, weiter aus dem Stadtbild radieren.

Es soll die Überlegung geben, das Verbot auf alle öffentlichen Plätze Roms auszuweiten, berichtet etwa die italienische Zeitung «La Repubblica». Plätze, Bushaltestellen und Fussgängerzonen im historischen Zentrum sollen demnach für rauchfrei erklärt werden. Damit soll die Luftqualität und die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner verbessert werden, denn die spüren die Auswirkungen des Tourismus tagtäglich

Das sei «kein Kampf gegen Raucher, sondern eine zivilisierte Entscheidung», betont Stadtrat Lorenzo Minio Paluello in einem Interview mit der Zeitung. Die Raucherinnen und Raucher können weiterhin in Rom eine Zigarette geniessen, allerdings nur noch in den gekennzeichneten Bereichen. Hier stehen dann auch gleich Mülleimer für die Zigarettenstummel bereit in der Hoffnung, dass der Müll an den Denkmälern reduziert wird.

Rom nimmt sich damit andere Städte zum Vorbild, die bereits hart gegen das Rauchen vorgehen. «Das Beispiel von Städten wie Mailand und Amsterdam zeigt, dass eine Regulierung des Rauchens im Freien möglich ist und dass die Bürger zu Änderungen bereit sind, die allen zugutekommen», sagt Paluello.

Mailand etwa hat erst Anfang des Jahres ein fast vollständiges Verbot im Freien verhängt. In Amsterdam darf im Stadtzentrum nicht mehr gekifft werden – auch hier geht es darum, die Situation in der bei Touristen beliebten Stadt für die Anwohnerinnen und Anwohner wieder zu verbessern.

In Rom konzentriert man sich in dem ein Jahr andauernden Modellprojekt erst einmal auf das historische Zentrum, den ersten Stadtbezirk Municipio I. In dem Zeitraum will man die Wirksamkeit der neuen Massnahme überwachen.





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weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/gesundheit/psychologie/62a1yzm-rauchen-tiefe-nikotin-spuren-gehirn#.A1000146

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/schweiz/top/549nl5q-einbussen-rauchverbot#.A1000146

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Quellen



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