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Kuriositäten und neue technische Medizin

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


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Kabel 1,
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4.11.2001: Viagra macht Frauen Lust - Viagra am besten im Doppelpack

In: Kabel 1 Text 4.11.2001   Tafel 541

<Sildenafil (Viagra), der Wirkstoff, der Männern mit Erektionsschwäche hilft, scheint auch Frauen mit sexuellen Problemen die Lust zurückzubringen. Dies haben US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Ihr Fazit: Die tägliche Einnahme von 100 Milligramm Viagra verbesserte die vaginale Durchblutung, Feuchtigkeit, Muskelspannung und Empfindungsfähigkeit deutlich. Die Frauen empfanden laut "Medical Tribune Online" zudem wieder mehr Spass am Sex.>

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ARD
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22.10.2001: Delphis Dämpfe machten "high"

in: ARD-Text 22.10.2001   Tafel 553


<Aus einer Erdspalte unter dem Tempel von Delphi trat nach Erkenntnissen von US-Forschern ein berauschendes Gas aus. Die Weissagerinnen der Antike haben sich demnach von ihren meist mehrdeutigen Prophezeiungen in Dämpfe gehüllt, die Ethylen enthielten. Das berichtet das Hamburger Magazin "Geo" in seiner Novemberausgabe. Ethylen sei noch vor rund 100 Jahren auch als Narkosemittel verwendet worden. In geringer Menge eingeatmet rufe es Euphorie hervor. In höheren Mengen wirkt es narkotisch und kann zum Tod führen.>


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Sat 1,
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17.11.2001: Leberkrebs: Impfungen schützen

in: SAT 1 Text 17.11.2001   Tafel 502

<Mit einer Hepatitisimpfung liessen sich viele Fälle von Leberkrebs vermeiden, meinen Experten des Robert-Koch-Institutes. Die Leberentzündung Hepatitis B ist demnach eine der häufigsten Ursachen für Geschwüre in dem Organ. Die Impfung biete eine wirksame Vorsorge. Eine Hepatitis-Erkrankung werde oft erst nach Jahren erkannt. Nicht alle Patienten hätten die typischen Symptome wie eine gelb gefärbte Haut, so die Forscher. Eine Diagnose erfolge häufig erst, wenn es zu spät ist.>


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ARD Logo

21.1.2002: Frauen bevorzugen Geruch des Vaters

In: ARD Text 21.1.2002  Tafel 551

<Frauen mögen Männer, deren Geruch sie an ihren eigenen Vater erinnert. Diesen Schluss ziehen US-Forscher aus einer Untersuchung, bei der sich Frauen beim Schnüffeln an Männerhemden für den Geruch entschied, der ihnen am sympathischsten war. Das Ergebnis zeigt, dass Töchter ihre Vorliebe für bestimmte Gerüche von einer genetischen Frequenz bekommen, die sie vom Vater erben.  Die Autorin der Studie identifiziert die ererbte Eigenart als Sequenz im Human Leukocyte Antigen (HLA). Danach spielt HLA auch eine wichtige Rolle bei der Immunreaktion des Körpers.>

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9.5.2002: Künstliche Netzhaut für Blinde

In: ARD-Text 9.5.2002 Tafel 554


<"US"-Wissenschaftler haben eine künstliche Netzhaut entwickelt, die blinden Menschen hilft, zumindest wieder Licht [Hell] und Dunkel zu unterscheiden. Nach US-Medienberichten wurde die künstliche Retina an 6 erblindeten oder fast blinden Patienten erfolgreich erprobt. Einige von ihnen konnten wieder Licht erkennen, andere sogar Formen und Gesichter identifizieren. Die künstliche Netzhaut enthält einen Microchip von der Grösse eines Nadelkopfes. Er enthält 3500 Solarzellen, die wie die Netzhaut Licht aufnehmen und in ein Signal für das Gehirn umwandeln.>

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Pro 7,
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23.5.2002: Anti-Zecken-Mittel

In: SAM Pro7, 23.5.2002 12:59-13:58

Gute Anti-Zecken-Mittel sind Zanzarin, Nexa Lotte, Antan und Tovasis. Test von Anti-Zecken-Mitteln: Das Mittel auf eine Kupferplatte aufsprühen, eine Zecke auf die Kupferplatte legen, abwarten, ob die Zecke auf die Haut geht (wirkungsloses Mittel) oder sich fallen lässt (gutes Mittel).

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17.7.2002: Schokolade gab es schon vor 2600  Jahren

In: ARD-Text 17.7.2002 Tafel 553

<Schon vor mindestens 2600 Jahren haben die Menschen ihre Liebe zur Schokolade entdeckt. Das haben US-Wissenschaftler bei chemischen Untersuchungen alter Keramikgefässe aus Mittelamerika nachgewiesen, wie das britische Wissenschaftsmagazin "Nature" berichtet. An Grabbeigaben in der Maya-Ausgrabungsstätte Colna auf der Halbinsel Yucatan wurden Spuren von Theobromin entdeckt, einer anregend wirkenden Substanz der Kakaobohne. Der Mensch hat den Kakao demnach schon rund 1000 Jahre früher genutzt als bisher angenommen.>


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ARD Logo 

16.9.2002: Wechseljahre beim Mann

in: ARD-Text 16.9.2002 Tafel 546


<Immer mehr Männer leiden nach Angaben des Mediziners unter Wechseljahrsbeschwerden. Bundesweit litten 5-10 Mio. Männer an Symptomen wie Hitzewallungen, Nervosität und sexuellen Störungen, sagt der Endokrinologe Rolf-Dieter Hesch von der Universität Konstanz dem Magazin "Geo Wissen". Dabei reagierten nicht nur Männer über 55, sondern immer häufiger auch Jüngere auf körperlichen und psychischen Stress mit einem sinkenden Testosteron-Spiegel. Die Verabreichung von Hormonen zum Ausgleich sei aber umstritten.>



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Sat 1,
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16.9.2002: Vitamine gegen Augenschäden

In: Sat1-Text Tafel 502 16.9.2002


<Um die Sehkraft auch im Alter zu erhalten, sollten Senioren unter Umständen Vitaminpräparate zu sich nehmen. Besonders wichtig seien Vit. A sowie Vit. C und E, so die deutsche Seniorenliga in Bonn. Aber auch Mikronährstoffe wie Beta-Karotin sowie Selen und Zink sollten in ausreichendem Masse vorhanden sein, um der altersbedingten Augenkrankheit "Makuladegeneration" vorzubeugen, von der in Deutschland 2 Millionen Menschen betroffen seien.>

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Pro 7,
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16.9.2002: Beim Wegschauen weniger Schmerzen

In: Pro7-Text 16.9.2002 Tafel 542


<Patienten sollten besser wegschauen, wenn sie eine Spritze bekommen. Der "Piks" schmerze dann weniger, berichtet die "Ärzte Zeitung". Bei einer Studie wurden Freiwillige in den Arm gepikst. Dabei wurde die Aktivität in dem für das Fühlen zuständigen Bereich des Zentralen Nervensystems gemessen. Diese war deutlich grösser, wenn die Probanden auf die Spritze schauten. Am heftigsten war der Schmerz, wenn die Patienten durch eine Lupe zuschauten.>


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11.3.2011: Je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung schwankt die Aufnahmefähigkeit bei Medikamenten

aus: http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/ciencia-y-tecnologia/ciencia/14899-la-luz-solar-influye-en-la-capacidad-de-absorcion-de-los-medicamentos

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La luz solar influye en la capacidad de absorción de los medicamentos






Das Sonnenlicht beeinflusst die Aufnahmefähigkeit bei Medikamenten

de / aus: http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/ciencia-y-tecnologia/ciencia/14899-la-luz-solar-influye-en-la-capacidad-de-absorcion-de-los-medicamentos

Viernes, 11 de Marzo de 2011 06:32 (Lima)


Freitag, 11. März 2011, 6:32 Uhr (Lima-Zeit)

ESTOCOLMO.- La luz solar influye en la capacidad de absorción que tienen los medicamentos en el cuerpo humano, por lo que puede variar con cada estación del año, según se desprende de un estudio realizado por el Instituto Karolinska (Suecia), que revela por qué los fármacos tienen diferentes efectos en cada persona.

El trabajo, que será publicado próximamente en la revista Drug se basa en el análisis de cerca de 70 mil pacientes que fueron objeto de un seguimiento regular de los niveles de drogas en su sangre.

Los medicamentos analizados servían para reforzar el sistema inmune tras un trasplante de órganos. Posteriormente, se compararon las muestras tomadas durante los meses de invierno con las de finales del verano.

Un análisis más detallado mostró que las concentraciones de fármacos como el tacrolimus y sirolimus, que se usan para prevenir el rechazo del órgano trasplantado, varían a lo largo del año en función de los distintos niveles de vitamina D que existen en el cuerpo.

Según aclaran los investigadores, la capacidad del cuerpo para formar la vitamina D depende de la luz solar, por ello la conexión entre la luz del sol, la vitamina D y las variaciones en la concentración de fármaco depende de la activación de la vitamina D, que aumenta la cantidad de una enzima conocida como CYP3A4.

"Si aumenta la capacidad de absorción, se requerirán dosis más altas de un medicamento para lograr el mismo efecto", afirma uno de los autores de la investigación, Jonatan Lindh, que apunta que será más investigación para confirmar los resultados que, "en el futuro", predice, "tendrá consecuencias para muchos fármacos".

"Estos resultados ofrecen un modelo completamente nuevo para explicar las diferencias individuales en los efectos de los medicamentos, y para averiguar cómo el entorno puede influir en la capacidad del cuerpo para hacer frente a las toxinas", concluye. Andina.



ESTOCOLMO. - Das Sonnenlicht beeinflusst die Aufnahmefähigkeit der Medikamente im menschlichen Körper, die somit je nach Jahreszeit variieren kann. Dies besagt eine Studie des Karolinska-Instituts (Schweden), die herausfinde, wieso die Pillen bei verschiedenen Personen verschieden wirken.

Die Arbeit, die in der Zeitung "Drug" demnächst publiziert wird, basiert auf der Analyse von fast 70.000 Patienten, bei denen der Medikamentengehalt im Blut regelmässig untersucht wurde.

Die analysierten Medikamente dienten zur Stärkung des Immunsystems wegen Organtransplantationen. Dann wurden die Blutproben der Wintermonate mit denjenigen der Sommermonate verglichen.

Eine genauere Analyse zeigte, dass die Medikamentenkonzentrationen wie Tacrolimus und Sirolimus, die eingenommen werden, um das Abstossen eines Organs zu verhindern, je nach dem Gehalt von Vitamin D im Körper variierten.

Gemäss den Wissenschaftlern hängt die Bildung von Vitamin D selbst vom Sonnenlicht ab. Somit hängt die Konzentration des Medikaments im Blut von der Sonne ab.Vitamin D erhöht die Menge des Enzyms CYP3A4.

"Wenn die Aufnahmefähigkeit sich erhöht, braucht es höhere Dosen an Medikamenten, um denselben Effekt zu erzielen", versicherte einer der Autoren, Jonatan LIndh, der darauf hinweist, dass weitere Untersuchungen nötig seien, um die Resultate zu bestätigen. "In Zukunft wird dies aber Konsequenzen für viele Medikamente haben."

"Diese Resultate bieten ein völlig neues Modell, um die verschiedenen, individuellen Wirkungen von Medikamenten zu erklären, und um herauszufinden, wie die Umwelt die Aufnahmekapazität im Körper beeinflussen kann, um Vergiftungen zu verhindern", schlussfolgerte er. Nachrichtenagentur Andina.

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Der
                  Standard online, Logo

12.8.2011: Forschung: Medikamente müssen je nach Mann oder Frau unterschiedlich sein, weil die Stoffwechsel sehr verschieden sind: <Entwicklung geschlechtsspezifischer therapien und Medikamente müsse vorangetrieben werden>

aus: Der Standard online: Studie mit 3.000 Menschen: Grosse Stoffwechsel-Unterschiede bei Frauen und Männern; 12.8.2011;
http://derstandard.at/1313024079482/Studie-mit-3000-Menschen-Grosse-Stoffwechsel-Unterschiede-bei-Frauen-und-Maennern

<Geschlechtsspezifische Behandungsmöglichkeiten sollen vorangetrieben werden.

München - Forscher des Helmholtz Zentrums München haben erhebliche Unterschiede bei Stoffwechselprodukten im Blut von Frauen und Männern entdeckt. Deshalb müsse die Entwicklung von geschlechtsspezifischen Therapien und Medikamenten vorangetrieben werden, schreiben die Wissenschaftler im Journal "PLoS Genetics".

An der repräsentativen Untersuchung beteiligten sich mehr als 3.000 Menschen. Sie ist Teil der größeren Kora-Studie, die seit 20 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg untersucht, um Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu erforschen.

Epidemiologen, Bioinformatiker und Biochemiker wirkten an der Untersuchung mit. Es sei die weltweit erste Studie, die fachübergreifend genetische Einflüsse auf den geschlechtsspezifischen Stoffwechsel untersuche, sagte der Biochemiker Prof. Jerzy Adamski.

Unterschiede bei Lipiden und Aminosäuren

Unterschiede zwischen Frauen und Männern fanden sich bei 101 von 131 untersuchten Stoffwechselprodukten, vor allem bei Lipiden und Aminosäuren. Die Forscher verknüpften nun genetische Daten und Stoffwechsel-Profile aufgrund von Berechnungen des Bioinformatikers Karsten Suhre. Dies ermögliche neue Erkenntnisse die Ursachen und den Verlauf bestimmter Krankheiten betreffend, hieß es. Zugleich könne dies Ansätze für neue Therapien und Medikamente bieten, so die Experten. Außerdem könnten auf dieser Grundlage Marker für die Früherkennung von Krankheiten entwickelt werden.

"In ihrem molekularen Profil müssen Männer und Frauen in zwei komplett unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden", schreiben die Epidemiologen Professor Thomas Illig und Kirstin Mittelstrass. "Das heißt, dass wir auch geschlechtsspezifische Ansätze für die Behandlung von Krankheiten brauchen."

Als nächstes wollen die Wissenschafter eine größere Anzahl von Stoffwechselprodukten untersuchen und die Ergebnisse anhand weiterer Studien mit anderen Teilnehmern bestätigen. (APA)


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Welt
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22.10.2011: Für alte Menschen sind viele Medikamente krankmachend - die "Priscus-Liste"

aus: Welt online: "Priscus-Liste": Arzneimittel können alte Menschen krank machen; 22.10.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13674053/Arzneimittel-koennen-alte-Menschen-krank-machen.html

<Krank durch Arzneimittel: Was absurd klingt, betrifft vor allem viele ältere Menschen. Die sogenannte "Priscus-Liste" zeigt Ärzten, welche Medikation unpassend ist.

Experten warnen vor vielen Arzneimitteln im Alter: „In Deutschland sind rund zehn Prozent der Krankenhauseinweisungen bei Menschen über 65 Jahren das Ergebnis von falschen oder zu hoch dosierten Medikamenten“, sagte Prof. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen in Köln. Dort trafen sich Experten zum Deutschen Kongress für Versorgungsforschung.

„80 Prozent aller Arzneimittel werden von Menschen eingenommen, die über 65 Jahre alt sind“, sagte Glaeske. Grundsätzlich gebe es zwei Hauptprobleme bei älteren Patienten.

„Erstens leiden Menschen im höheren Alter gleichzeitig an mehreren Krankheiten. Durch die Behandlung treten dann nicht selten Wechselwirkungen auf, die mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind.“

Zweitens ließen im Alter die Körperfunktionen nach. „Arzneimittel werden beispielsweise langsamer durch die Niere ausgeschieden, so dass der Wirkstoff dann auch länger im Körper bleibt.“ Dann sei der Schaden durch Medikamente oft größer als der Nutzen.

Um dies zu verhindern, haben Forscher von der Universität Witten/Herdecke Ende 2010 die sogenannte „Priscus-Liste“ veröffentlicht. Dort sind 83 Arzneimittelwirkstoffe aufgeführt, die die Gesundheit älterer Patienten gefährden können. Mit Hilfe der Liste sollen Ärzte hinterfragen, ob ein Medikament tatsächlich verordnet werden muss oder ob es Alternativen gibt.

Allerdings sei es für den behandelnden Mediziner oft schwer, den Überblick zu behalten, da viele ältere Leute bei mehreren Ärzten gleichzeitig in Behandlung seien, sagte Glaeske.

Mehr Informationen zum Thema: „Priscus-Liste“ im Internet

dpa/oc>

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Die "Priscus-Liste" mit den schädlichen Medikamenten für alte Menschen: <Potenziell inadäquate Medikation für ältere Patienten>

aus: http://priscus.net/download/PRISCUS-Liste_PRISCUS-TP3_2011.pdf

Analgetika / Antiphlogistika

Indometacin -> Alternative: Paracetamol
Acemetacin -> Alternative: Paracetamol
Ketoprofen -> Alternative: Paracetamol
Phenylbutazon -> Alternative: Paracetamol
Piroxicam -> Alternative: Paracetamol
Meloxicam -> Alternative: Paracetamol

Antiarrhythmika
Chinidin -> Alternative: Beta-Blocker, Verapamil, Diltiazem, Defibrillator-Implantation
Flecainid -> Alternative: Beta-Blocker, Amiodaron
Sotalol -> Alternative: Beta-Blocker (kardiioselektive), Amiodaron, Propafenon
Digexin und Derivate (Digoxin, Acetyldigoxin, Metildigoxin) -> Alternative: Beta-Blocker (bei Tachykardie / Vorhofflimmern), Diuretika, ACE-Hemmer etc.

Antibiotika
Nitrofurantoin -> andere Antibiotika (gemäss Antibiogramm): Cephalosporine, Cotrimoxazol, Trimethoprim, nicht medikamentöse Massnahmen nutzen

Anticholinergika

Antihistaminika
Hydroxyzin
Clemastin
Dimetinden
-> Alternativen: andere Sedativa, Hypnotika, nicht sedierende Antihistaminika, solche ohne anticholinerge Eigenschaften: Cetirizin, Desloratadin, Loratadin, Mizolastin, Azelastin, Ebastin

Chlorphenamin -> Alternative: Paracetamol, andere nicht hirngängige Antihistaminika, Antihistaminika ohne anticholinerge Eigenschaften

Triprolidin -> Alternative: Paracetamol, Nasensprays mit Alpha-Sympathomimetika, andere nicht hirngängige Antihistaminika, Antihistaminika ohne anticholinerge Eigenschaften

Urologische Spasmolytika

Oxybutynin (nicht retardiert) -> Alternative: Trospium, nichtmedikamentöse Therapien, Beckenbodengymnastik, Physio- und Verhaltenstherapie

Oxybutynin (retardiert)

Tolterodin (nicht retardiert) -> Alternative: Trospium, nichtmedikamentöse Therapien, Beckenbodengymnastik, Physio- und Verhaltenstherapie

Solifenacin -> Alternative: Trospium, nichtmedikamentöse Therapien, Beckenbodengymnastik, Physio- und Verhaltenstherapie

Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer

Ticlopidin -> Alternative: ASS, Clopidogrel

Prasugrel -> Alternative: ASS, Clopdogrel

Antidepressiva: Klassische Antidepressiva

Amitriptylin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin

Doxepin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin

Imipramin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin; nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

Clomipramin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin; nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

Maprotilin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin; nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

Trimipramin -> Alternative: SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin), Mirtazapin; nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

SSRI

Fluoxetin -> Alternative: andere SSRI (Sertralin, Citalopram), Trazodon, Mirtazapin, nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

MAO-Hemmer

Tranylcypromin -> Alternative SSRI (ausser Fluoxetin), nichtmedikamentöse Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Verfahren)

Antiemetika

Dimenhydrinat -> Alternative: Domperidon, Metoclopramid

Antihypertensiva, kardiovaskuläre Arzneimittel

Alpha-Blocker

Docazosin -> Alternative: andere Antihypertensiva, ACE-Hemmer, AT1-blocker, (Thiazid-)Diuretika, Beta-Blocker, Calcium-Antagonisten (langwirksame, peripher wirkende)

Prazosin -> Alternative: andere Antihypertensiva: ACE-Hemmer, AT1-blocker, (Thiazid-)Diuretika, Beta-Blocker, Calcium-Antagonisten (langwirksame, peripher wirkende)

Terazosin (als Antihypertensivum) -> Alternative: ACE-Hemmer, AT1-blocker, (Thiazid-)Diuretika, Beta-Blocker, Calcium-Antagonisten (langwirksame, peripher wirkende)

Andere kardiovaskuläre Arzneimittel

Clonidin -> Alternative: ACE-Hemmer, AT1-blocker, (Thiazid-)Diuretika, Beta-Blocker, Calcium-Antagonisten (langwirksame, peripher wirkende)

Reserpin -> Alternative: andere Antihypertensiva, ACE-Hemmer, Diuretika (z.B. Hydrochlorothiazid), Beta-Blocker, Calcium-Kanal-Blocker (mit Ausnahme von unretardiertem Nifedipin)

Methyldopa -> Alternative: andere Antihypertensiva, ACE-Hemmer, Diuretika, Beta-Blocker

Calcium-Kanal-Blocker

Nifedipin (nicht retardiert) -> Alternative: andere Antihypertensiva, ACE-Hemmer, Diuretika, Beta-Blocker, Calcium-Kanal-Blocker (mit Ausnahme von unretardiertem Nifedipin)

Neuroleptika

Thioridazin -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon), Melperon, Pipamperon, andere Sedativa

Fluphenazin -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon)

Levomepromazin

Perphenazin -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon), Melperon, Pipamperon

Haloperidol -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon), Melperon, Pipamperon

Olanzapin -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon), Melperon, Pipamperon

Clozapin -> Alternative: Atypische Neuroleptika (Risperidon), Perazin, Melperon, Pipamperon


Ergotamin und Ergotamin-Derivate

Ergotamin, Ergotaminderivate -> Alternative: Indikation Migräne: Triptane (Sumatriptan)

Dihydroergocryptin -> Alternative: andere Parkinson-Medikamente

Dihydroergotoxin -> [keine Angaben]

Laxantien

Dickflüssiges Paraffin -> Alternative: Osmotisch wirksame Laxantien: Macrogol, Lactulose

Muskelrelaxantien

Baclofen -> Alternative: Tolperison, Tizanidin, Physiotherapie

Tetrazepam -> Alternative: Tolperison; Kurz- / Mittellang wirksame Benzodiazepine (z.B. Oxazepam (bis 60 mg/d), Lorazepam (bis 2 mg/d), Lormetazepam (bis 0,5 mg/d), Brotizolam (bis 0,125 mg/d), Zolpidem (bis 5 mg/d), Zopiclon (bis 3,75 mg/d), Zaleplon (bis 5 mg/d)

Sedativa, Hypnotika

Benzodiazepine

Langwirksame Benzodiazepine

Chlordiazepoxid, Flurazepam, Dikaliumclorazepa, Bromazepam, Prazepam, Clobazam, Nitrazepam, Flunitrazepam, Medazepam

Alternative: Kurz / kürzer wirksame Benzodiazepine (z.B. Lorazepam (bis 2 mg/d), Lormetazepam (bis 0,5 mg/d), Brotizolam (bis 0,125 mg/d); Zolpidem (bis 5 mg/d), Zopiclon (bis 3,75 mg/d), Zaleplon (bis5 mg/d); Opipramol; sedierende Antidepressiva (z.B. Mirtazapin); niederpotente Neuroleptika (z.B. Melperon, Pipamperon)

Kurz- und mittellang wirksame Benzodiazepine, Z-Substanzen

Alprazolam, Temazepam, Triazolam, Lorazepam, Oxazepam, Lormetazepam, Brotizolam

-> Alternative: Baldrian; sedierende Antidepressiva (Trazodon, Mianserin, Mirtazapin; Zolpidem (bis 5 mg/d); Opipramol; niederpotente Neuroleptika (Melperon, Pipamperon); nicht-medikamentöse Therapie der Schlafstórungen (Schlafhygiene)

Z-Substanzen

Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon:

-> Alternative: Kurz / kürzer wirksame Benzodiazepine (z.B. Lorazepam (bis 2 mg/d), Lormetazepam (bis 0,5 mg/d), Brotizolam (bis 0,125 mg/d); Zolpidem (bis 5 mg/d), Zopiclon (bis 3,75 mg/d), Zaleplon (bis5 mg/d); Opipramol; sedierende Antidepressiva (z.B. Mirtazapin); niederpotente Neuroleptika (z.B. Melperon, Pipamperon)


Andere Sedativa

Doxylamin, Diphenhydramin, Chloralhydrat:

Alternative: Kurz / kürzer wirksame Benzodiazepine (z.B. Lorazepam (bis 2 mg/d), Lormetazepam (bis 0,5 mg/d), Brotizolam (bis 0,125 mg/d); Zolpidem (bis 5 mg/d), Zopiclon (bis 3,75 mg/d), Zaleplon (bis5 mg/d); Opipramol; sedierende Antidepressiva (z.B. Mirtazapin); niederpotente Neuroleptika (z.B. Melperon, Pipamperon)

Antidementiva, Vasodilatatoren, durchblutungsfördernde Mittel

Pentoxifyllin, Naftidrofuryl, Nicergolin, Piracetam:

-> Alternative: zur medikamntösen Behandlung einer Demenz vom Alzheimer-Typ: Acetylcholinesterase-Hemmer Memantin

Antiepileptika

Phenobarbital

-> Alternative: andere Antiepileptika: Lamotrigin, Valproinsäure, Levetiracetam, Gabapentin, bei Langzeittherapie prophylaktische Gabe von Vitamin D.


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Welt
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28.10.2011: Wenn Patienten die Medikamente nicht so nehmen, wie der Arzt sagt - das kostet jährlich Milliarden

aus: Welt online: Medikamenteneinnahme: Jeder zweite Patient setzt sein Leben aufs Spiel; 28.10.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13685965/Jeder-zweite-Patient-setzt-sein-Leben-aufs-Spiel.html

<Die Hälfte aller Patienten hört nicht auf den guten Rat vom Arzt. Schwere Erkrankungen sind die Folge.

Wer die Anweisungen seines Arztes nicht befolgt, zahlt am Ende womöglich mit seinem Leben – die Kassen kostet die fehlende Therapietreue jährlich Milliarden.

Die Hälfte der Patienten in Industriestaaten hört Studien zufolge nicht auf Anweisungen des Arztes und steigert so erheblich das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Schlaganfälle. Darauf hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe am Freitag in Gütersloh anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober hingewiesen.

Bis zu zehn Milliarden Euro Mehrkosten entstünden dem deutschen Gesundheitssystem jährlich allein durch fehlende Therapietreue, sagte die Stiftungschefin Brigitte Mohn laut Mitteilung. „Zu viele Patienten wissen oft nicht um die Gesamtzusammenhänge zwischen ihrer Erkrankung und ihres beeinflussbaren Verhaltens auf ihre Gesundheit.“

„Immer noch landen viele Medikamente im Mülleimer und verordnete Hilfsmittel verstauben in der Ecke“, berichtete die Stiftung. Gerade bei Schlaganfall-Patienten seien aber die kontinuierliche Einnahme von Medikamenten und der regelmäßige Einsatz von Hilfsmitteln entscheidend.

Die Experten beriefen sich auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation von 2003, wonach in Industriestaaten nur 50 Prozent der Patienten eine gute Compliance erreichen. Das ist der medizinische Fachbegriff für strenges Durchhalten einer Therapie.

Auch schwer verständliche Beipackzettel von Medikamenten trügen nur dazu bei, dass der Patient die vom Arzt empfohlene Therapie nicht durchführe, meint die Stiftung: "Verklausulierte Formulierungen auf Beipackzetteln tragen häufig eher zur Verunsicherung der Patienten bei, als dass sie zur Einnahme motivieren.“ Die Organisation hat eine „Übersetzungshilfe“ dafür erstellt. Sie ist unter www.schlaganfall-hilfe.de zu finden.

Insgesamt leiden den Angaben zufolge fast eine Million Bundesbürger an den Folgen eines Schlaganfalls. Nach Schätzungen komme es jährlich zu rund 250.000 neuen Schlaganfällen. Rund 20 Prozent der Schlaganfall-Patienten sterben laut Stiftung innerhalb von vier Wochen, mehr als 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Rund die Hälfte der Überlebenden Schlaganfall-Patienten bleibe ein Jahr nach dem Ereignis dauerhaft behindert.

Ein Schlaganfall entsteht durch eine verminderte Blutversorgung im Gehirn, oftmals hervorgerufen durch eine Gefäßverstopfung durch ein Blutgerinsel.

epd/dpa/AK>


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Welt
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29.6.2012: <Wechselwirkung: Wie Krankheiten vor anderen Krankheiten schützen> - spezielle körperliche Funktionen bei Krankheiten können Wirkungen haben, die vor anderen Krankheiten schützen

-- wer eine Krebskrankheit überstanden hat, bekommt zu 33% weniger Alzheimer
-- Allergiker haben ein hyperaktives Immunsystem, das viele Krebsarten automatisch nicht entwickeln lässt
-- Cholesterin schützt vor bakterieller Lungenentzündung
-- Cholesterin stärkt auch die Hirnzellen
-- Fettzellen wandeln bei Frauen das Testosteron in Östrogen um und gleichen so die Wechseljahre aus und führen zu mehr Lust am Sex
-- Speckpolster bewirken die Stimulation des Belohnungszentrums bei jedem Essen, so dass die Leute weniger anfällig für negative Süchte werden
-- Depressive haben ein hochaktives Immunsystem, das Infektionskrankheiten besser abwehrt
-- starke Infektionskrankheiten bewirken Depression, um "abzuschalten"

aus: Welt online; 29.6.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article107301464/Wie-Krankheiten-vor-anderen-Krankheiten-schuetzen.html

<Krebspatienten erkranken nur selten an Alzheimer und Parkinson. Auch für viele andere Leiden konnte gezeigt werden, dass sie vor anderen Erkrankungen schützen. Doch was steckt dahinter?

Von Jörg Zittlau

[Es gibt viele Krankheiten, aber nur eine "Gesundheit" - die "Gruppierung" der chronischen Krankheiten]

Der Schweizer Schriftsteller Walter Ludin beklagte einmal: "Warum gibt es Krankheiten in der Mehrzahl, Gesundheit aber nur in der Einzahl?" Und tatsächlich kommen viele Leiden oft als teuflische Duos oder sogar Trios.

Etwa 25 Prozent der Bundesbürger ab 55 Jahren haben mindestens zwei chronische Erkrankungen, und ab 80 Jahren liegt die Quote sogar bei 67 Prozent. So geht Diabetes oft Hand in Hand mit Bluthochdruck, während viele Rheumapatienten gleichzeitig ein schwaches Herz haben und eine Grippe oft eine Lungenentzündung im Gepäck hat.

[Wer einmal Krebs hatte, bekommt zu 33% weniger Alzheimer als der Durchschnitt]

Aber es geht auch anders herum. Ein französisch-amerikanisches Forscherteam konnte jetzt nachweisen, dass Krebs offenbar vor Alzheimer schützt. Die Wissenschaftler beobachteten zehn Jahre lang 1278 Männer und Frauen, die bei der Basisuntersuchung kognitiv völlig gesund waren, von denen aber 176 eine Tumorerkrankung überstanden hatten.

Krebskranke sterben vor dem typischen Alzheimer-Alter

Am Ende des Beobachtungszeitraums hatten 221 der Probanden eine Alzheimer-Demenz entwickelt, doch Krebspatienten waren nur wenige darunter. "Wenn der Einfluss von Alter, Geschlecht und Raucherstatus herausgerechnet wurde", so Studienleiterin Jane Driver vom Boston Medical Center, "hatten die Krebspatienten ein um 33 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko".

Das war auch dann der Fall, wenn die früh verstorbenen Patienten nicht in der Analyse berücksichtigt wurden. Das verringerte Risiko hat also nichts damit zu tun, dass Krebskranke meistens früher sterben und dadurch gar nicht erst das typische Alzheimer-Alter erreichen, sondern damit, dass sie über einen speziellen Schutzfaktor verfügen – wobei dieser bei tabakbedingten Tumorarten besonders groß ausfällt. Ein Lungenkrebspatient etwa hat ein um 74 Prozent geringeres Risiko für eine Alzheimer-Demenz.

Doch wie lässt sich dieser Effekt erklären? Die Wissenschaftler vermuten als Ursache eine genetisch bedingte Neigung zum programmierten Zelltod, der Apoptose. Sie sorgt dafür, dass stark veränderte Zellen sich nicht weiter vermehren, sondern Selbstmord begehen. Sie können sich dadurch nicht zu bösartigen Geschwüren auswachsen, was sicherlich wünschenswert ist.

Wenn jedoch die Neigung zur Apoptose besonders stark ist, kann dies dazu führen, dass empfindliche Zellen wie die Hirnneuronen ihr Selbstzerstörungsprogramm aktivieren, obwohl ihr Fortbestehen noch gar kein Problem darstellt, eigentlich sogar erwünscht ist.

So wird aus dem Schutz- ein Hirnzerstörungsprogramm. Daher bekommen gesunde Menschen eher Alzheimer als Krebspatienten, deren Apoptose-Schwäche die Hirnzellen vor dem Untergang schützt. Bei Parkinson war dieser Mechanismus bereits bekannt, nun ist er auch für Alzheimer belegt.

Heuschnupfen verringert Krebs-Risiko - [weil das hyperaktive Immunsystem die Krebszellen und krebsauslósende Substanzen vernichtet]

[Allergiker bekommen bestimmte Krebsformen seltener: Mundkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchsp.dr.krebs, Geb.m.krebs, Hautkrebs, Darmkrebs, Gehirntumor]

Vermutlich würden Menschen lieber in der Demenz versinken, als unerträgliche Krebsschmerzen ertragen zu müssen. Ihre Chancen darauf sind umso größer, wenn sie Heuschnupfenprobleme haben. "Eine Reihe von Untersuchungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass manche Krebstypen bei Menschen mit Allergien seltener vorkommen als bei Nichtallergikern", berichtet Reiner Hartenstein vom Bund deutscher Internisten. Dies gelte vor allem für Tumoren in Mundhöhle, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter, Haut, Darm und Gehirn.

Der Grund: Das hyperaktive Immunsystem des Allergikers schießt auch auf Krebszellen und auf potenziell krebsauslösende Substanzen. Beim gesunden Menschen können Pollen, an die Problemstoffe wie Pestizide oder Schwermetalle angedockt haben, tief in den Körper eindringen, doch beim Heuschnupfenpatienten werden sie schon früh energisch bekämpft und schließlich abtransportiert.

Wer also im nächsten Frühjahr wieder eine Niesattacke nach der anderen erlebt, kann sich damit trösten, dass dabei diverse Krebsauslöser ausgeprustet werden.

[Asthma begünstigt Lungenkrebsrisiko]

Wer aber schon beim allergischen Asthma angelangt ist, besitzt ein höheres Lungenkrebsrisiko, weil der Schleim den Abtransport von Schadstoffen blockiert.

Cholesterin schützt vor bakterieller Lungenentzündung

Dafür können sich infarktgefährdete Menschen wiederum über diverse Schutzeffekte gegenüber Krankheiten freuen. Ein Forscherteam konnte nämlich zeigen, dass Cholesterin vor den lebensbedrohlichen Folgen einer bakteriellen Lungenentzündung schützt, indem es die infektionsbedingten Schädigungen im Gewebe verringert.

Für Studienleiter und Intensivmediziner Michael Bauer vom Uniklinikum Jena steht fest, dass das berüchtigte Gallenfett bei einer Lungenentzündung "auf der guten Seite" kämpft: "Unser Ergebnis ist ein Argument gegen exzessive Cholesterinsenkung als Präventionsmaßnahme – sie mindert das Abwehrpotenzial im Fall einer Infektion."

[Cholesterin stärkt auch die Hirnzellen]: Speiseplan aus Innereien, Speck, Sahne, Eiern und Aal

Aber Cholesterin wird nicht nur für die Lungen, sondern auch für die Membranen der Hirnzellen benötigt. Göttinger Forscher entdeckten im Laborversuch, dass eine cholesterinreiche Diät den Verlauf des Pelizaeus-Merzbacher-Syndroms lindert. Bei dieser Erkrankung fehlt den Hirnzellen das Myelin für ihre elektrische Isolierung, sodass es zu erheblichen Funktionsstörungen kommt und Kinder in ihrer motorischen und geistigen Entwicklung zurückbleiben. Eine Therapie gibt es bislang nicht – und da wäre es schon eine Sensation, wenn man diese Erkrankung ausgerechnet durch einen Speiseplan aus Innereien, Speck, Sahne, Eiern und Aal bekämpfen könnte, die sonst als Todfeinde des gesunden Herzens gehandelt werden.

[Fettzellen verwandeln Testosteron in Östrogen - 5 kg Übergewicht bei Frauen lindert Wechseljahre und bewahrt die Freude am Sex]

Zu diesen Todfeinden zählt normalerweise auch das Übergewicht, doch diese Betrachtungsweise ist ebenfalls zu einseitig. Denn Fettzellen verwandeln Testosteron zu Östrogen, was gerade Frauen in den Wechseljahren helfen kann. Die Mailänder Gynäkologin Alessandra Graziottin fand heraus, dass ein mäßiges Übergewicht von fünf Kilogramm den über 50-jährigen Frauen die Freude am Sex bewahrt. Ihre Fettdepots sorgen nicht nur für weibliche Rundungen, sondern erhalten aufgrund ihrer Östrogenproduktion auch die Libido.

Speckpolster bewahren vor Sucht [und bringen ein Glücksgefühl im Belohnungszentrum durch Essen]

Dass Speckpolster zum Glück beitragen können, belegt auch eine Studie an über 9000 US-Amerikanern, die vom Group Health Institute in Seattle durchgeführt wurde. Demnach gleiten adipöse Menschen mit einem BMI (Body Mass Index) über 30 seltener in die Sucht. "Sie greifen zu 22 Prozent seltener zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen", so Studienleiter Gregory Simon. Mögliche Erklärung: Das Belohnungszentrum der Dicken wird schon durch die opulenten Mahlzeiten und das Fettgewebe genug aktiviert, sodass keine stärkeren Reize mehr gebraucht werden.

Depressive haben hochaktives Immunsystem - [leichtere Abwehr von Infektionen]

So wie das Übergewicht zum Glück, so kann dessen Gegenteil, die Depression, zur Abwehr von schweren Krankheiten beitragen. Gleich mehrere Studien konnten nachweisen, dass depressive Menschen über ein hochaktives Immunsystem verfügen und dadurch Infekte oft erfolgreicher abwehren als ein geistig gesunder Mensch.

Ein Forscherteam der University of California hat die derzeit bekannten Gen-Varianten untersucht, die hinter einer Depression stecken, und dabei festgestellt, dass jede einzelne von ihnen mit dem Immunsystem verknüpft ist. Was Studienleiter Andrew Miller als deutlichen Hinweis darauf interpretiert, "dass die Evolution depressive Symptome und die Immunabwehr genetisch zusammengeschmiedet hat, um tödlichen Infektionen die Stirn zu bieten". Nach dem Muster: Nichts hilft besser gegen gefährliche Keime als ein starkes Immunsystem und der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Miteinander.

Die Liaison von Depression und hochaktivem Immunsystem funktioniert indes nicht nur in eine Richtung. Schwere Infekte können das Immunsystem zum Ausschütten von Botenstoffen anregen, die bis zum Hirn wandern und dort für miese Stimmung sorgen. Von der Grippe zur Depression ist es also nur ein kurzer Weg – und dann wird aus beiden Krankheiten doch wieder ein teuflisches Duo.>

[Nein: Die betroffene Person wird angehalten, ruhig zu sein um auszuspannen].


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Welt
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9.12.2012: Gewisse Lebensmittel verstärken oder schwächen die Wirkung von Medikamenten

aus: Welt online: Wirkmechanismen: Welche Nahrung Medikamente unwirksam macht; 9.12.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article111875921/Welche-Nahrung-Medikamente-unwirksam-macht.html

-- übermässiger Konsum von Grapefruitsaft hemmt einige Stoffwechsel- und Verwertungsprozesse, kann bewirken, dass Medikamente in höheren Konzentrationen im Blut sind, kann z.B. die Wirkung von Blutdrucksenkern erhöhen, kann den Abbau von Medikamenten behindern, so dass mehr Nebenwirkungen auftreten, kann Muskelmasse abbauen, kann Niere und Rückenmark schädigen

-- Johanniskraut kann eine Enzymwirkung beschleunigen und den Abbau von Medikamenten beschleunigen, die dann wirkungslos bleiben, kann auch Anti-Baby-Pille hemmen, kann Medis gegen Transplantabstossung hemmen und einen Organverlust bewirken

-- Milchprodukte binden Kalzium, wenn in Medikamenten Kalzium ist, so dass das Medikament dann fast komplett ausgeschieden wird
-- stark kalziumhaltige Mineralwasser binden Kalzium, wenn in Medikamenten Kalzium ist, so dass das Medikament dann fast komplett ausgeschieden wird

Der Artikel:

<Grapefruitsaft kann die Wirkung von Blutdrucksenkern stark erhöhen. Milch und Antibiotika vertragen sich nicht. Und sogar Mineralwasser kann die Wirksamkeit mancher Arzneien im Körper verändern.

Für viele gehört die Grapefruit zu einem gesunden Frühstück einfach mit dazu. Gerade im Winter, wenn das Angebot an Beeren und Kernobst nachlässt, ist sie eine willkommene Vitaminbombe. Doch die bittere Zitrusfrucht trägt ein ebenso bitteres Geheimnis: Sie hemmt eine ganze Reihe von wichtigen Stoffwechsel- und Verwertungsprozessen.

Bemerkbar macht sich das vor allem bei der Einnahme bestimmter Medikamente. Wenn ihr Abbau gehemmt ist, können sie zu schweren Nebenwirkungen führen.

Herzmedikamente im Fokus

Zurzeit gibt es 43 Wirkstoffe, bei denen der übermäßige Genuss von Grapefruit-Produkten gefährlich werden kann. Bald könnten es aber noch deutlich mehr werden, zumindest wenn sich der Trend der letzten Jahre fortsetzt. Die Einführung neuer Rezepturen und Wirksubstanzen hätte dazu geführt, dass jedes Jahr sechs neue Medikamente mit einer bekannten Wechselwirkung zur Grapefruit hinzugekommen seien, schreibt der Kanadier David Bailey von der University of Western Ontario im Fachmagazin "Canadan Medical Association Journal".

In seiner aktuellen Übersichtsarbeit warnt der Pharmakologe vor dem unachtsamen Genuss der Zitrusfrucht.

Irritierende Testergebnisse

Bailey weiß, wovon er spricht. Er selbst war es, der den Effekt der Grapefruit vor über 20 Jahren entdeckt hat. Damals wollte der Pharmakologe eigentlich eine ganz andere Wechselwirkung testen. Er wollte prüfen, wie gut sich Alkohol mit einem bestimmten Bluthochdruckmittel verträgt. Um festzustellen, welche Nebenwirkungen allein auf den Alkoholkonsum zurückzuführen waren, brauchte Bailey zwei Studiengruppen: Eine, die tatsächlich Alkohol und Medikamente bekommt und eine andere, die das Blutdruckmittel ohne Zusätze einnimmt.

Wer aber zu welcher Gruppe gehört, das durften weder Wissenschaftler noch Probanden wissen. Sonst hätte das Ergebnis schließlich verfälscht werden können. Dabei gab es jedoch ein Problem: Alkohol hat einen strengen, brennenden Geschmack.

Hätte er den Studienteilnehmern Pille und Schnaps allein gegeben, hätte sofort jeder gewusst, zu welcher Probandengruppe er gehört.

Bittere Grapefruit gegen bitteren Alkohol

Der Pharmakologe musste also ein Mischung finden, in der der Geschmack des Alkohols vollkommen überlagert wird. Nach einigen gescheiterten Geschmacksproben fand er schließlich ein geeignetes Getränk: zweifach konzentrierten Grapefruit-Saft. Tatsächlich konnte kein Studienteilnehmer schmecken, ob dieser nun mit Alkohol gemischt war oder eben nicht. Die Studie schien zu funktionieren.

Doch schon früh stellte Bailey etwas völlig Unerwartetes fest: Die Blutkonzentration des Medikaments war bei den Teilnehmern auf das Dreifache erhöht, und zwar sowohl in der Test- als auch in der Kontrollgruppe. Schnell wurde klar, dass nur der Grapefruitsaft daran schuld sein konnte.

Enzyme machen Pharmakologen das Leben schwer

Mittlerweile weiß man, wieso die Zitrusfrucht den Medikamentenspiegel so massiv beeinflussen kann. Die Inhaltsstoffe der Grapefruit hemmen das sogenannte Cytochrom-3A4-Enzym, kurz CYP3A4 genannt. Das Schlüsselenzym sitzt im Gewebe von Leber und Darm und hemmt dort den Effekt vieler Medikamente. CYP3A4 initiiert nämlich einen entscheidenden Schritt des Medikamentenabbaus.

Wird dieses Enzym also durch Grapefruitsaft gehemmt, dann erreicht der Wirkstoff höhere Blutkonzentrationen.

Dies kann besonders dann drastische Folgen haben, wenn ein Medikament üblicherweise nur schlecht ins Blut aufgenommen wird. Über diese Eigenschaft gibt die Bioverfügbarkeit eines Arzneimittels Auskunft. Sie zeigt an, wie viel von dem geschluckten Wirkstoff tatsächlich im Blut landet. Hat das Medikament eine hohe Bioverfügbarkeit, dann wird fast die gesamte Dosis in den Blutkreislauf aufgenommen.

Ist die Bioverfügbarkeit jedoch gering, dann kommt auch nur ein geringer Prozentsatz des Medikaments überhaupt im Blut an. Der Rest wird einfach ausgeschieden und hat damit keine Wirkung auf den Körper.

Körper nimmt manche Wirkstoffe nur schwer auf

Ein gutes Beispiel dafür ist das Felodipin, ein Bluthochdruckmedikament. Wer fünf Milligramm von diesem Arzneimittel schluckt, nimmt nur 0,75 Milligramm auf – denn die Bioverfügbarkeit von Felodipin liegt bei gerade einmal 15 Prozent. Kommt allerdings eine ausreichende Menge an Grapefruit mit ins Spiel, dann kann die aufgenommene Wirkstoffmenge auf das Dreifache ansteigen.

Dieser drastische Anstieg kann dem Patienten schnell bitter bewusst werden. Die Überdosierung macht sich nicht selten durch Nebenwirkungen bemerkbar.

Kopfschmerzen, ein schneller Pulsschlag und ein plötzlicher Blutdruckabfall sind klassische Nebenwirkungen bei einer Überdosierung von Bluthochdruckmedikamenten. Noch schlimmer kann es bei der Einnahme anderer Tabletten kommen. So müssen beispielsweise Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen, sogenannte Antiarrhythmika, besonders sorgsam dosiert werden.

Steigt ihr Spiegel unerwartet an, dann kann genau das passieren, was durch sie eigentlich verhindert werden sollte. Wird die optimale Wirkungsdosis überschritten, können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen entstehen.

Auch Cholesterinsenker sind betroffen

Doch Grapefruitsaft kann nicht nur Nebenwirkungen von Kreislaufmedikamenten provozieren. Denn auch bestimmte Cholesterinsenker, sogenannte Statine, verschiedene Krebsmedikamente und Immunsuppressiva werden über das CYP3A4-Enzym abgebaut. Ebenso wie bei Bluthochdruckmitteln und Antiarrhythmika kann die Hemmung dieses Abbauprozesses zu kritischen Medikamentenspiegeln führen.

Je mehr sich von dem Wirkstoff im Kreislauf ansammelt, umso eher treten Nebenwirkungen auf. So kann eine Überdosis Statine klassischerweise zu einem rapiden Verlust an Muskelmasse führen. Ein Zuviel an Krebsmedikamenten und Immunsuppressiva schädigt Niere und Knochenmark.

Im Zweifel den Hausarzt fragen

Muss die Grapefruit also aus dem Speiseplan vieler Patienten vollkommen verbannt werden? Nicht unbedingt, meint Klaus Mörike, stellvertretender Abteilungsleiter des Instituts für Klinische Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Tübingen.

Er rät zu einer genauen Rücksprache mit dem Hausarzt. "Grapefruitsaft-Getränke können, je nach Zubereitungsart, ganz unterschiedliche Konzentrationen an Wirksubstanzen aufweisen. Nebenwirkungen treten oft erst dann auf, wenn der Saft in großen Mengen getrunken wird", sagt Mörike.

Johanniskraut ist kritisch

Vielfach werden diese Mengen gar nicht erst erreicht. Nebenwirkungen, die auf die Grapefruit allein zurückgeführt werden können, sind im Alltag deshalb eher selten. Viel häufiger sind dagegen Wechselwirkungen einer ganz anderen Substanz, die oft gedankenlos mit anderen Medikamenten zusammen genommen wird. Beim Johanniskraut genügen bereits kleine Mengen, um große Schäden zu verursachen.

Die Heilpflanze gilt als Geheimtipp bei leichten depressiven Verstimmungen, denn sie kann rezeptfrei in der Apotheke gekauft werden.

Mörike warnt jedoch davor, "verschreibungsfrei" mit "vollkommen unbedenklich" gleichzusetzen. "Rezeptfreie Arzneimittel werden oft nicht als Medikamente wahrgenommen. Patienten unterschätzen leider häufig die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen", sagt er. Tatsächlich wirkt Johanniskraut nicht nur auf die Botenstoffe des Nervensystems, sondern eben auch auf das CYP3A4-Enzym – allerdings ganz anders als die Grapefruit. Beide Substanzen haben quasi gegensätzliche Effekte.

Während die Grapefruit das Enzym hemmt, führt der Konsum von Johanniskraut zu einer Induktion von CYP35A. "Eine Induktion bewirkt, dass ein bestimmter Stoffwechselschritt schneller und häufiger abläuft", erklärt Mörike. Dem zugrunde liegt meist eine gesteigerte Enzymproduktion, die durch das Johanniskraut angeheizt wird.

Rezeptfrei heißt nicht nebenwirkungsfrei

Das folgende Problem ist offensichtlich: Je mehr Enzym-Moleküle zur Verfügung stehen, umso schneller wird auch der Wirkstoff abgebaut. In so einem Fall nehmen nicht die unerwünschten Wirkungen zu, sondern die erwünschten Wirkungen nehmen ab. Wenn Johanniskraut beispielsweise mit der Antibabypille kombiniert wird, kann die Frau unerwartet schwanger werden.

Wird die Arzneipflanze zusammen mit Tabletten gegen eine Transplantatabstoßung eingenommen, droht manchmal sogar der Organverlust. Der rezeptfreie Erwerb von Johanniskraut ist daher nur scheinbar eine Erleichterung. Meist ist der Besuch beim Hausarzt unumgänglich, um eventuelle Wechselwirkungen vorab auszuschließen.

[Medikamente nicht mit Milchprodukten einnehmen: Kalzium bindet Medikamente und dann wird das Medi ausgeschieden statt verwertet]

Bei dieser Gelegenheit kann der Patient dann auch gleich all die anderen möglichen Wechselwirkungen besprechen, die im Beipackzettel eines jeden Medikaments aufgelistet sind. Oft stehen dort nämlich Warnungen, an die der Behandelte nie gedacht hätte – geschweige denn, dass er sich diese erklären könnte. So findet sich in manch einer Packungsbeilage den Hinweis, die Tabletten nicht zusammen mit Milchprodukten einzunehmen. Grund dafür ist diesmal keine veränderte Aktivität des CYP3A4-Enzyms, sondern vielmehr eine chemische Eigenschaft.

Manche Antibiotika und manche Anti-Osteoporosemittel binden Komplexe mit Kalzium. Diese sind zwar nicht direkt schädlich, aber eben auch nicht nützlich. Die Kalzium-Wirkstoff-Komplexe können nicht in den Blutkreislauf übertreten und werden einfach ausgeschieden. Wer derartige Tabletten mit einem Glas Vollmilch herunter spült, nimmt also nur einen Bruchteil des notwendigen Wirkstoffs in den Körper auf.

[Stark kalziumhaltige Mineralwasser]

Ähnliche Effekte wurden sogar für stark kalziumhaltige Mineralwasser beschrieben. Wer wirklich sicher gehen will, nimmt seine Tabletten am besten mit einem Schluck Leitungswasser ein.

Prinzipiell gibt es nur wenige Nahrungs- und Genussmittel, die erwünschte und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten beeinflussen. Diese wenigen sollten aber auch bekannt sein. Ansonsten läuft der Patient Gefahr, nie die optimale Dosis an Wirkstoff zu bekommen. Dagegen kann dann auch kein gesundes Frühstück helfen.>


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Rheinische Post online, Logo

11.9.2013: "39% der Medikamente in Deutschland sind überflüssig oder sogar gefährlich"

aus: Rheinische Post online: Nutzlos, gefährlich oder voller Nebenwirkungen: Diese Medikamente kann man sich sparen; 11.9.2013;
http://www.rp-online.de/gesundheit/medizin-und-vorsorge/diese-medikamente-kann-man-sich-sparen-1.3666093

<VON TANJA WALTER

Bremen (RPO). 39 Prozent der deutschen Arzneimittel sollen nach Einschätzung von Pharma-Kritikern überflüssig oder sogar gefährlich sein. Allein der Blick auf die Liste der Erkältungsmittel decke Produkte auf, die eigentlich niemand braucht. Wir haben mit Arzneimittel-Experten gesprochen.

Menschen, die starke Schmerzen leiden, sind vielleicht schon mit dem Wirkstoff Metamizol behandelt worden. Bekannt ist es vielen durch den Marktschlager Novalgin, das seit 1952 auf dem Markt ist. "Es ist ein hocheffektives fiebersenkendes Schmerzmittel, mit wenigen häufig vorkommenden Nebenwirkungen", erklärt Prof. Bernd Mühlbauer, Direktor des Instituts für Pharmakologie am Klinikum Bremen Mitte. Der Haken: "Einige seiner Nebenwirkungen sind zwar selten aber tödlich."

Deutschland als Arzneimittelfeldversuch

So führt es sehr selten zu einer Schockreaktion oder lässt die Zellbildung im Knochenmark versiegen. Dadurch werden auch keine weißen Blutkörperchen mehr gebildet. Die Immunabwehr bricht zusammen. "Setzt diese Reaktion ein, endet sie häufig tödlich. Das ist das Schlimme. Man kann meist nichts mehr tun", sagt Mühlbauer. Agranulozytose nennt man diese Reaktion. Was den Bremer Pharmakologen und Vorstandsmitglied der Arzneimittelkommission beunruhigt ist, dass es seit der Zunahme von Verschreibungen von Metamizol-Präparaten auch eine der gefährlichen Agranulozytose gibt, bei der eine Untergruppe der weißen Blutkörpcherchen angegriffen wird "Ich bekomme Schnappatmung angesichts dieser Entwicklung, denn Deutschland macht da derzeit einen sehr unrühmlichen Feldversuch", sagt er.

Schwere Entscheidungen um die Zulassung

Wie schwer es ist zu entscheiden, ob ein Medikament seine Zulassung verdient oder nicht, weist der Blick auf die Wirkstoffgruppe der Gliptine. Deren Einnahme senkt den Blutzucker von Diabetikern und dadurch soll das Risiko für langfristige Gesundheitsschäden minimieren. In Deutschland sind drei zwar zugelassen, aber ihr Zusatznutzen gegenüber den bisher vorhandenen Arzneimitteln wird bezweifelt. Weil es keine Studie, die eine vergleichende Nutzenbewertung liefert, wissen wir nichts über den therapeutischen Stellenwert dieser Wirkstoffe, weshalb sie nur eingeschränkt erstattet werden. "Tragisch ist: Es kann sogar sein, dass Gliptine gute Medikamente sind, aber die Studien, die das zeigen, sind nicht gemacht worden", so Mühlbauer.

Problemfrei sind ebenso wenig die rezeptfreien Medikamente: Wenn Anne Migräne hat, dann nimmt sie Thomapyrin Intensiv ein. Helfen würde wahrscheinlich auch Thomapyrin Classic. Beide unterscheidet nämlich lediglich eine Wirkstoffmenge von 0,05 Gramm Paracetamol. Dem Pharma-Kritiker Prof. Bernd Mühlbauer treibt das einen Lacher über die Lippen, bevor er ernst einräumt: "Der Placeboeffekt ist bei jeder Schmerztherapie ein wichtiger Faktor."

39 Prozent der Medikamente sind überflüssig

Exemplarisch zeigt sich daran ein anders gelagertes Manko: 39 Prozent der auf dem deutschen Markt befindlichen Pillen, Säfte und Co. halten die Kritiker für unsinnig und überflüssig. Unter unverzichtbare und lebensrettende Medikamente mischen sich solche, die überflüssig sind, weil sie dem Patienten keinen therapeutischen Nutzen bringen. Ebenso auch solche, deren Sinnhaftigkeit Pharmakologen wie Prof. Peter Schönhöfer, ehemaliger Leiter der Abteilung Arzneimittelsicherheit im Bundesgesundheitsamt, anzweifeln. Weil sie Wirkstoffe zusammen bringen, die in ihrer Kombination als therapeutisch unsinnig gelten.

Unbedenklich sind zum Beispiel einfache Erkältungspräparate wie Cetebe antiGrippal Erkältungstrunk Forte nicht. Sie könnten Sie getrost aus dem Arzneischrank verbannen. Den Grund liefert Schönhöfer: "Neben dem Schmerzstiller und Fiebersenker Paracetamol enthält es einen Wirkstoff, der das Nervensystem stimuliert, den Blutdruck erhöhen kann und zudem Herzrhythmusstörungen oder ein Herzinfarkt auslösen kann." Er hält die systemische Aufnahme für zu riskant.

Halluzinationen nach Erkältungstrunk 

Die Sorgenfalten treibt ihm zudem der dritte darin enthaltene Wirkstoff auf die Stirn. "Dextromethorphan ist ein codeinähnliches Hustenmittel, das Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen und Panikattacken auslösen kann und für Sucht sowie kriminellen Missbrauch – wie in ­K.o.-Tropfen – bekannt geworden ist". Solche Wirkungen sind von einem Erkältungsmittel sicher nicht erwünscht und dem in der Apotheke Hilfesuchenden weder bewusst noch bekannt.

Ähnlich verhält es sich mit Präparaten wie Grippostad C, Wick Daymed oder WickMedi Nait, die alle seiner Meinung nach das Etikett "Nicht sinnvoll" verdienen. Stattdessen könnte man sie durch eine Packung Paracetamol – falls erforderlich – zur Fiebersenkung ersetzen

 "40 Milliarden Euro zahlen wir für Arzneimittel im Jahr. Mehr als acht Milliarden könnte man einsparen, ohne an therapeutischer Qualität zu verlieren", moniert Prof. Bernd Mühlbauer. "Häufig wird argumentiert, dass den Menschen hierzulande durch die mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz 2011 vorgeschriebene frühe Nutzenbewertung der Fortschritt vorenthalten bleibe. Ich sehe das anders. Wir sind so besser geschützt vor überflüssigen Medikamenten."

Wie gefährlich Arzneimittel vom Aknemittel bis zum Erkältungsbalsam sein können, lesen Sie hier.  

Quelle: wat>

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Schweizer Fernsehen online, Logo

10.7.2014: <Wenn sich Wirkstoffe in die Quere kommen> - Chemie-Pillen im Misch-Masch provozieren gefährliche Effekte

aus: Schweizer Fernsehen online; 10.7.2014;
http://www.srf.ch/gesundheit/koerper/wenn-sich-wirkstoffe-in-die-quere-kommen

<Medikamente beeinflussen sich gegenseitig. Bei manchen Kombinationen wirken sie nicht mehr wie erhofft, in anderen Fällen können die Mischungen sogar Schäden anrichten.

Je mehr Medikamente eingenommen werden, desto grösser die Chance, dass es im Körper zu einer gefährlichen Mischung kommt. Und wie eine aktuelle Studie aus Israel zeigt, sind Wechselwirkungen gerade zur Ferienzeit ein Thema. Besonders betroffen: chronisch Kranke, speziell solche, die Cholesterinsenker, Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gerinnungshemmer einnehmen. Hier spielt es durchaus eine Rolle, welche Mittel gegen Durchfall oder Schmerzen eingepackt werden.
  • Die Einnahme von Herzmitteln und bestimmten Abführmitteln kann zu Herzrhythmusstörungen führen.
  • Erhöhte Blutungsgefahr besteht bei der Einnahme von Schmerzmitteln auf Acetylsalicylsäure-Basis in Kombination mit Gerinnungshemmern.
  • Johanniskraut beeinträchtigt die Wirkung von Antibabypille und Immunsuppressiva.
  • Medikamente gegen die Höhenkrankheit vertragen sich schlecht mit gewissen Diabetes-Medikamenten.

Reiseapotheke checken lassen

Eine einfache Checkliste für Laien gibt es nicht. Im Zweifelsfall lassen Sie Ihre Reiseapotheke vor der Abreise vom Arzt oder Apotheker überprüfen. Wichtig ist, dass die Fachperson dabei einen möglichst umfassenden Überblick über alle regelmässig eingenommenen und vorsorglich eingepackten Medikamente hat – rezeptpflichtige wie rezeptfreie.

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Sputnik-Ticker
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Australien 13.7.2017: Nach Unfall: Grosse Zehe wird zum zweiten Daumen
Gute Alternative zu Prothese: Australier bekommt Zeh als Daumen-Ersatz
https://de.sputniknews.com/panorama/20170713316587309-australier-zeh-daumen-ersatz/

<Bei einem chirurgischen Eingriff hat ein Australier seinen rechten Großzeh anstelle seines fehlenden Daumens transplantiert bekommen. Wie der britische Sender BBC News auf seiner Webseite schreibt, hatte der 20-jährige Zac Mitchell während der Arbeit in einer entlegenen Farm in Westaustralien seinen Daumen verloren.

Original-Tweet: Sydney surgeons cut off bull ride’s big toe to replace thumb torn off in accident in remarkable medical feat.

„Ein Bulle hat meine Hand gegen den Zaun geschlagen“, sagt Mitchell. Andere Arbeiter in der Farm versuchten, den abgetrennten Daumen zu retten, und legten ihn in den Kühlschrank.

Ärzte versuchten zweimal, den abgetrennten Daumen an die Hand anzunähen, doch ohne Erfolg.  Schließlich entschloss sich der junge Mann für eine Operation zur Verpflanzung des Großzehs vom rechten Fuß anstelle des abgetrennten Daumens.

„Das ist eine etwas verrückte Idee. Sie (die Patienten – Anm. d. Red.) wollen keine Traumen in einem anderen Körperteil“, sagt Sean Nicklin, plastischer Chirurg in einer Klinik in Sydney.

Ohne Daumen würde die Hand viele ihrer Funktionsfähigkeiten verlieren, während der Verlust eines Großzehs den Gang nur geringfügig beeinflussen könne, so der Chirurg.

Die vollständige Rehabilitation von Mitchell soll zwölf Monate in Anspruch nehmen.>

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Extremnews online, Logo

24.8.2017: Gel einer Muschel wird zum medizinischen Klebstoff: Dosima fascicularis
Klebstoff aus dem Meer leistet Erste Hilfe
https://www.extremnews.com/nachrichten/gesundheit/43081667b0f84b9

"Freigeschaltet am 24.08.2017 um 12:22 durch Manuel Schmidt

Kleben ersetzt in der Medizin oft das klassische Nähen und Klammern. Ein vielversprechender biobasierter Klebstoff ist das Gel einer Muschel. Sie produziert es zum Anheften und nutzt es als Schwimmkörper. Wegen welcher Eigenschaften gerade dieses Gel in der Medizin nützlich sein könnte, steht in den „Nachrichten aus der Chemie“.

Klebstoff zu verwenden, hat in der Medizin einige Vorteile gegenüber Operationstechniken wie Nähen und Klammern. Kleber müssen nicht wieder entfernt werden und wirken als Adhäsiv sowie Dichtmaterial. Weiche Gewebe wie Lunge, Leber und Herz lassen sich außerdem besser kleben als nähen; so werden sie weniger geschädigt. Biobasierte Klebstoffe aus der Natur sind gewünscht, da sie biokompatibel, abbaubar und wasserverträglich sind.

Unter Wasser kleben Lebewesen effektiv, schnell und fest mit Proteinen. Die gestielte Meereichel Dosima fascicularis, eine Muschelart, sondert ein schaumartiges Proteingel ab, das verglichen mit denen anderer Meerestiere besonders weich und viskoelastisch ist. Das Gel dient der Meereichel, um sich etwa an Treibholz anzuheften, und ist so stabil und fest, dass es sich mit herkömmlichen Chemikalien nicht lösen lässt. Für den potenziell erfolgreichen Einsatz in der Medizin sprechen der hohe Wasseranteil des Gels, der es bioverträglich macht, und Proteine, die der Mensch durch körpereigene Enzyme abbauen kann. Der Meereichel-Klebstoff regt die Körperzellen zum Vermehren an und verbessert so die Wundheilung, wie eine Studie zur Biokompatibilität zeigt.

Wie die Meereichel ihren Klebstoff herstellt und welche Eigenschaften er hat, beschreiben die Bioklebstoffforscher Ingo Grunwald, Janek von Byern, Vanessa Zheden und Waltraud Klepal in den „Nachrichten in der Chemie“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 60.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte und das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (idw)"

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Sputnik-Ticker
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Wien 7.9.2017: Wer am Wochenende ins Spital eingeliefert wird, stirbt oft im Spital
An diesen Tagen sterben Patienten häufiger: Forscher belegen „Wochenend-Effekt“
https://de.sputniknews.com/panorama/20170907317345381-krankenhaus-patienten-sterberisiko-wochenende/

"Eine Studie, die anhand von Statistiken österreichischer Krankenhäuser durchgeführt worden ist, soll den sogenannten „Wochenend-Effekt“ belegen - eine Theorie, laut der Patienten, die am Wochenende in einem Krankenhaus aufgenommen werden, tendenziell häufiger sterben. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Critical Care“ veröffentlicht worden.

Seit einigen Jahren diskutieren Forscher über den sogenannten „Wochenend-Effekt“ – den spürbaren Anstieg von Sterblichkeit unter Patienten, die an Samstagen und Sonntagen aufgenommen werden. Paul Zajic von der Medizinischen Universität Graz und seine Kollegen wollen nun bewiesen haben, dass dieser Effekt tatsächlich existiert.

Zajic zufolge zeigt die Studie, dass Menschen, die am Wochenende in ein Krankenhaus gebracht werden, ein höheres Sterberisiko haben als andere Patienten, es würde um 11 bis 15 Prozent höher liegen. Anders verhalte es sich, wenn sie an einem Arbeitstag eingeliefert würden.

Diesen Effekt sollten Ärzte sowie Politiker beachten, so Zajic, da es unfassbar sei, dass sich im 21. Jahrhundert der Zeitpunkt der Aufnahme in einem Krankenhaus auf die Überlebenschance eines Patienten auswirke.

Doch wie ist dieses sonderbare Phänomen zu erklären? Laut Zajic hängt das damit zusammen, dass Ärzte am Wochenende komplizierte Therapiemaßnahmen und Eingriffe seltener durchführen und diese eher auf die Arbeitswoche verschieben.

Bislang ist aber nicht eindeutig geklärt, ob es diesen „Wochenend-Effekt“  tatsächlich gibt. Vor einigen Jahren war auch eine Untersuchung im „British Medical Journal“ zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Die Patienten, die gegen Ende der Woche oder am Wochenende operiert werden, hätten ein höheres Risiko, an den Folgen des Eingriffs zu sterben, hieß es."

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Kronenzeitung online, Logo

19.9.2017: Nun rasieren sich auch die Frauen - das "Dermaplaning" wirkt wie ein Peeling
Dermaplaning: Gesichtsrasur soll Frauen den "Glow" geben
http://www.krone.at/videos/lifestyle/gesichtsrasur-soll-frauen-den-glow-geben-dermaplaning-video-587985

<Einer neuer Trend erobert die Badezimmer: Wie Männer rasieren sich jetzt auch Frauen weltweit das Gesicht. Angeblich wirkt die Prozedur wie ein Peeling und trägt so zur Verjüngung der Haut bei. Genannt wird die Damenrasur übrigens Dermaplaning.>

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Zureich (Zürich) 28.9.2017: <Bei Flughafen-Kontrolle entdeckt: Ärzte vergessen Metall-Platte in Patientin>
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23968150

<Bei einer Operation haben Ärzte eine 28 Zentimeter lange Metall-Platte im Bauch von K. J.* vergessen. Ihre Schmerzen wurden als psychosomatisch abgestempelt.

Das Metallstück in Form einer Schuhsohle ging vor fast drei Jahren bei einer Operation in einem Zürcher Spital vergessen und war seither im Bauch der 49-jährigen K. J.* eingeschlossen. Obwohl die Frau über Schmerzen klagte und sich deswegen mehreren Untersuchungen unterzog, wurde das Stück erst bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen entdeckt, berichtet Tele Züri.

Beim vergessenen Objekt handele es sich um einen Spartel, der die Organe beim Zunähen der Bauchdecke schützt, schreibt der «Blick». Der Chirurg Hani Oweira habe das 28 Zentimeter lange Stück gestern erfolgreich entfernt. Die Platte habe vom Becken bis zur Leber gereicht und der Frau Schmerzen verursacht.

Entschädigung gefordert

Beat Meier, der Beistand von J., sagt zu Tele Züri, dass J. in den vergangenen Jahren wegen Schmerzen bei mehr als einem Dutzend Ärzten war, die nichts herausfanden. Einer habe sogar behauptet, dass das Leiden psychosomatischer Natur sei. Meier pocht jetzt auf eine Entschädigung.

* Name der Redaktion bekannt

(tam)>

Kommentar
Ärzte in der Schweinz (Schweiz) sind meistens herzlos, finden nichts und kassieren nur. Das ist mit diesem Fall wieder mal bewiesen. Wenn die gesamte Bevölkerung durch einen Scanner laufen müsste, würde man in der Schweinz noch viele solche Metallteile in Körpern finden...
Michael Palomino, 28.9.2017

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Forschung 28.9.2017: Schrauben aus Eigenknochen für Knochenoperationen - die "Knochenschraube"
Schon im Einsatz: Forscher entwickeln Schrauben aus Spenderknochen
http://www.krone.at/591018

<Für die Behandlung von komplizierten Knochenbrüchen sind seit Jahrzehnten Schrauben aus Titan oder Stahl im Einsatz. Nach der Heilung sind sie als Fixierungselemente jedoch überflüssig. Grazer Forscher haben für ein Linzer Start-up nun eine Alternative entwickelt: chirurgische Schrauben aus menschlichen Spenderknochen.

Der Linzer Klaus Pastl, Facharzt für Orthopädie, hat bereits 2013 eine Knochenschraube für die Behandlung von Brüchen entwickelt, die anders als herkömmliche Metallschrauben nicht mehr entfernt werden muss. Damit soll den Patienten eine weitere Operation erspart werden und das Infektionsrisiko sinken, teilte die TU Graz am Donnerstag mit.

Der menschliche Körper erkenne und akzeptiere die bekannte Knochenmatrix und baue sie so um, dass die Stellschraube ein Jahr nach der Operation im Röntgen nicht mehr sichtbar ist, heißt es vonseiten des Linzer Start-ups "surgebright", das sich auf die Entwicklung von Transplantaten aus humanen Spenderknochen, die körperfremde Materialien wie Metall oder Kunststoff ersetzen, spezialisiert hat.

Schraube wird aus Oberschenkelknochen hergestellt
Die chirurgische Schraube, die aus dem sehr kompakten und harten Mittelteil des menschlichen Oberschenkelknochens hergestellt wird, wird gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) in Berlin produziert und kommt laut dem Linzer Unternehmen bereits in 14 österreichischen Krankenhäusern zum Einsatz. Die Kooperation mit dem Institut für Biomechanik der TU Graz bleibt aufrecht: Gemeinsam entwickeln die beiden Partner in einem von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG geförderten Projekt "Bonescrew" neue Prototypen der Stellschraube für die Fuß- und Kieferchirurgie.

Je nach Anwendung müsse die Schraube völlig neu gedacht werden, erklärte der Grazer Biomechaniker Gerhard Sommer. Kiefer-Operationen benötigen beispielsweise maximal 20 Millimeter lange Schrauben, die aber großen Belastungen standhalten werden - immerhin handelt es sich bei dem Kiefermuskel um den stärksten Muskel des menschlichen Körpers. Entscheidend sei auch das Ausgangsmaterial.>

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28.9.2017: Impfungen soll es bald in Pflasterform geben - ohne Spritzen
Tschüss, Spritze! Bald gibts die Impfung auch per Pflaster
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/19260974

Fototexte:
1. Mark Prausnitz, Professor für Mikrobiologie am Georgia Institute of Technology, hält das von ihm mitentwickelte Mikronadel-Pflaster in der Hand.
2.
Mit diesem kleinen Pflaster soll man sich künftig ganz einfach und schmerzfrei impfen können. Laut Prausnitz ist dies viel günstiger, weil es jeder selbst machen könnte. Das Pflaster könnte man den Leuten – im Falle einer Pandemie etwa – sogar per Post nach Hause schicken.
3. Der Impfstoff befindet sich in den Mikronädelchen in der Mitte des Pflasters. Wenn die kleinen Nädelchen in die Haut eindringen, lösen sie sich auf und geben den Impfstoff frei.
4. Probanden, die sich via Pflaster impften, gaben zu 96 Prozent an, dass sie dabei keinen Schmerz verspürten. Die Probanden waren zudem beeindruckt, wie klein das Pflaster ist und wie einfach die Impfung damit geht.

5. Die Reaktion auf den Impfstoff war ähnlich wie bei der Spritzenimpfung: Bei einigen war der Impfort danach etwas schmerzempfindlich. Dort, wo das Pflaster den Impfstoff abgab, wurde es bei einigen Testpersonen auch etwas rot und juckte. Das hielt maximal zwei bis drei Tage an.

6. Die Forscher wollen die Grippeimpfung nun noch weiter austesten und bis zur Marktreife entwickeln. Gleichzeitig sollen auch Pflasterimpfungen für Masern, Röteln und Kinderlähmung entwickelt werden.

Der Artikel:

<Forscher in den USA haben ein Pflaster entwickelt, mit dem man Impfstoff verabreichen kann. In ein paar Jahren soll es auf den Markt kommen. Beim Bund ist man begeistert.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt, sich gegen die Grippe zu impfen. Denn die Folgen der alljährlichen Krankheitswelle sind hoch: Mehrere tausend Spitalaufenthalte und Hunderte Tote.

Trotzdem impfen sich in der Schweiz nicht einmal die Risikogruppen ausreichend gegen Influenza. Mit dem Problem sind Bund und Kantone nicht allein: Überall in der westlichen Welt ist die Zahl jener, die sich gegen die Grippe impfen, tief.

Test mit Pflaster war positiv

Ein Forscherteam vom Georgia Institute of Technology geht das Problem nun auf ganz neue Art an: Statt mittels Spritze und schmerzvollem Nadelstich soll man sich bald durch Aufkleben eines Pflasters gegen die Grippe schützen können. Viele kleine Mikronadeln, die auf dem Pflaster angebracht sind, setzen den Impfstoff in der Haut frei und lösen sich danach auf.

Ein erster Test des Pflasters mit 100 Probanden hat alle Erwartungen erfüllt: Die Pflasterimpfung schützt ähnlich gut wie jene mit der Spritze, schmerzt nicht und ist gut verträglich. Es braucht nun weitere Testreihen und Studien. Aber die ersten Resultate sind so positiv, dass das Impf-Pflaster in ein paar Jahren auf dem Markt sein könnte. Gleichzeitig sind die Forscher daran, Impf-Pflaster gegen Masern, Röteln und Kinderlähmung zu entwickeln.

BAG: «Einfacher Zugang zu Impfungen ist wichtig»

Begeistert vom Pflaster ist man beim BAG. «Wir begrüssen solche Entwicklungen, die das Impfen vereinfachen», sagt Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten. Dem BAG sei wichtig, dass die Bevölkerung einen möglichst einfachen Zugang zu Impfungen habe, was dieses Pflaster verspreche.

Zur Frage, ob die Pflaster dereinst bei Migros oder Coop im Regal liegen könnten, will man sich beim BAG noch nicht äussern. Koch: «Das Impfverfahren ist noch in den Anfängen. Darum kann man noch nicht sagen, wie damit in der Schweiz umgegangen wird.»

So muss das Pflaster nach der Marktreife in den USA in der Schweiz erst einmal zugelassen werden. Laut Swissmedic dauert ein Zulassungsverfahren einer neuen Applikationsart samt neuem Impfstoff rund zwei Jahre.

(ann)>

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7.1.2017: "Teure" Placebos können Nebenwirkungen haben - der Nocebo-Effekt
Nocebo-Effekt: Auch Scheinpräparate können Nebenwirkungen haben

"Scheinmedikamente ohne Wirkstoffe können nicht nur einen heilsamen Placebo-, sondern auch einen nachteiligen Nocebo-Effekt haben. Das haben jetzt Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) herausgefunden. Ihren Angaben zufolge verstärkt sich diese Wirkung, wenn die Patienten glauben, es handle sich bei dem Medikament um ein teures Mittel.

Für die Studie der deutschen Wissenschaftler erhielten 49 Teilnehmer ein Scheinmedikament. Ihnen wurde gesagt, zu den Nebenwirkungen des Präparats zähle ein erhöhtes Schmerzempfinden. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt zudem die Information, das Mittel sei günstig, der anderen wurde mitgeteilt, es sei teuer. Resultat: Jene Probanden, die von einem teuren Mittel ausgingen, verspürten mehr Schmerz als die übrigen Teilnehmer der Studie. 

Um die neuronalen Grundlagen zu klären, untersuchten die Forscher die Teilnehmer mit einer Form der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT), die die aktivierten Hirnareale darstellte. Bei Erwartungseffekten sei das sogenannte modulierende Schmerzsystem von großer Bedeutung, erläutert Autorin Alexandra Tinnermann vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am UKE in einer Mitteilung der Hochschule. Erwartungen, die im Frontalhirn entstehen, würden so die Verarbeitung von schmerzhaften Reizen in tieferen Regionen des Nervensystems beeinflussen. 

"Die Ergebnisse zeigen, dass der Wert eines Medikaments zusätzlich zu den negativen Erwartungen das Schmerzempfinden beeinflussen kann", so Tinnermann. "Auch die Verarbeitung von Schmerzreizen im Rückenmark wird durch diese Faktoren verändert.""

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11.10.2017: Chirurginnen operieren BESSER als Chirurgen - wegen mehr Regelbefolgung und wegen besserer Kommunikationsfähigkeiten - Sterblichkeit um 12% geringer!
Warum weibliche Chirurgen besser als ihre männlichen Kollegen sind – Forschung
https://de.sputniknews.com/panorama/20171011317814976-chirurgen-frauen-besser-als-maenner/

"Die von den weiblichen Chirurgen operierten Kranken haben mehr Chancen zu überleben als diejenigen, die sich von ihren männlichen Kollegen behandeln lassen. Das berichtet die Fachzeitschrift „British Medicine Journal“.

Demnach hatten die kanadischen Wissenschaftler eine Forschung im Zeitraum vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2015 durchgeführt, indem sie 100.630 von 3.314 Ärzten operierte Kranke beobachtet hatten. Die Ärzte waren nach solchen Kriterien wie Geschlecht, Erfahrung, Zahl der Operationen und dem Krankenhaus, in dem sie arbeiteten, gewählt worden.

Es stellte sich heraus, dass das Sterberisiko um 12 Prozent niedriger war, wenn der Patient von einer Chirurgin operiert worden war.

Wie der Wissenschaftler Dr. Raj Satkunasiwam meinte, üben Männer und Frauen die Medizin unterschiedlich aus, obwohl nur wenig erforscht wurde, wie die Chirurgen sich Fähigkeiten aneignen, welcher Ausbildungsweise sie folgen und wie das ihre Operationsergebnisse beeinflussen kann. Die Gründe, warum Frauen bessere Chirurgen sind, seien ebenso nicht ermittelt worden. Raj Satkunasiwam betonte, dass es damit verbunden sein dürfte, dass die Frauen den vorgeschriebenen Regeln öfter folgen und stärker entwickelte Kommunikationsfähigkeiten besitzen."

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Santa Fé (Nevada, "USA") 25.10.2017: Nervenlähmungen durch Schimmelallergie bis zur Unbeweglichkeit - das Leben in der Wüste heilt die Patientin
Fast gelähmt und dann zum Selbstversuch
https://bazonline.ch/wetter/allgemeinelage/fast-gelaehmt-und-dann-zum-selbstversuch/story/22889756

Fototext: Nach jahrelanger Leidenszeit kann sie an den meisten Tagen wieder arbeiten, wandern und sogar laufen: Julie Rehmeyer mit ihrem Hund Frances.

Der Artikel:

"Bei Julie Rehmeyers Krankheit waren die Ärzte ratlos. Ihr Leben veränderte sich schliesslich in der Wüste.

[Projekt: 2 Wochen in einer schimmelfreien Wüste leben]

Als Julie Rehmeyer im Februar 2012 ins Death Valley in Nevada fährt, weiss sie nicht, ob sie lebend zurückkehren wird. Es ist in jeder Hinsicht eine verrückte Idee: Eine Frau, die regelmässig von so heftigen Nervenlähmungen heimgesucht wird, dass sie bewegungsunfähig wird, fährt allein, nur mit ihrem Hund Frances und einem Zelt, in die Wüste. «Ich war mir nicht sicher, ob ich an diese Mission glaubte», meint Rehmeyer. «Aber wie bisher konnte es nicht weitergehen. Es musste etwas passieren.»

In der Wüste wollte die 44-jährige Patientin ihre Theorie bestätigen. Sie glaubte, dass Schimmelpilze sie krank machten. Winzige Pilze, die überall herumfliegen. Deshalb die Wüste. Sie wollte mindestens zwei Wochen in einer «absolut schimmelfreien Zone» verbringen, wie sie sagt. Und deshalb das Zelt, neue Kleidung, die sie nie zuvor getragen hat, und ein Tagebuch, um aufzuschreiben, was passieren würde.

[12 Jahre medizinische Behandlungen ohne Resultat: Zeitweise Lähmungen und starke Schmerzen]

Dem Camping-Trip gingen mehr als zwölf Jahre medizinisches Mysterium voraus. An manchen Tagen war die hochgewachsene Frau mit den fast hüftlangen blonden Haaren so gelähmt, dass sie sich nicht mal im Bett umdrehen konnte. «Es fühlte sich an, als hätte jemand meine Beine durch Elefantenbeine ersetzt und mein Gehirn durch einen überreifen Pfirsich», erinnert sich Julie Rehmeyer. Der Schmerz war überwältigend.

Sie sei chronisch müde, behauptete der Arzt. Er wollte sie nur loswerden.

[Stress durch Hausbau und bipolaren Ehemann]

Na ja, hatte ihr Arzt zu Hause in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico anfangs gesagt, sie habe ja auch eine Menge Stress. Rehmeyer steckte mitten im Hausbau und ihr Mann mitten in einer bipolaren Phase. Aber kann Stress allein zu Lähmungen führen? Rehmeyer bezweifelte das.

[Wissenschaftsjournalistin erleidet 2006 die Totallähmung - die Diagnosen - die Ärzte wollen sie nicht haben]

Über die Jahre wurde ihre Krankheit immer schlimmer. Früher war sie Marathon gelaufen, nun kam sie den Hügel hinter ihrem Haus nicht mehr hoch. Immer öfter musste die Wissenschaftsjournalistin ihre Auftraggeber um Aufschub für fällige Artikel bitten. Und dann kam im November 2006 die Totallähmung. Hatte sie Multiple Sklerose? Parkinson? Einen Gehirntumor? Ein Neurologe in Washington konnte alles ausräumen: «Neurologisch ist mit Ihnen alles in Ordnung», beschied er ihr. «Sie haben das chronische Müdigkeitssyndrom.»

«Müdigkeit?» dachte Rehmeyer. Ist ihm entgangen, dass ich verdammt noch mal gelähmt bin? «Ich habe schliesslich verstanden, dass chronisches Müdigkeitssyndrom für den Arzt bedeutete: Ich kann nichts für Sie tun, bitte verlassen Sie meine Praxis.»

Angst war ihr ständiger Begleiter - [Mathe studiert, aber ihre eigene Krankheit bleibt ein Rätsel]

Rehmeyer spricht bestimmt. Sie ist in der Welt der Wissenschaft zu Hause, hat Mathematik am exklusiven Massachusetts Institute of Technology studiert, schreibt für renommierte Magazine wie «Discover», die «New York Times» und die «Washington Post». Es ist ihr anzumerken, dass sie betont sachlich und seriös bleiben möchte, um auf keinen Fall als durchgeknallt zu gelten. Sie liebt es, knifflige Mathe-Gleichungen aufzudröseln. Nur das Rätsel ihrer eigenen Krankheit konnte sie nicht lüften.

[1000e Franken für Medis und Vitamine ausgegeben - am Ende nach der Scheidung droht Pflegeheim - Lähmungsanfälle - Tests zeigen keine Krankheit an]

Menschen mit unerklärlichen Beschwerden gibt es viele. Und wie Rehmeyer durchlaufen die meisten eine unendliche Odyssee. Auch Rehmeyer gab, wie viele andere Patienten, zunächst ihre Ersparnisse für die Medikamente und Vitamine aus, die ihre Ärzte empfahlen. Doch damit ging es ihr kaum besser, im Gegenteil. So entwickelte die Journalistin bald eine ganz eigene Art, mit der Krankheit umzugehen, die sie so niederdrückte: Sie machte sich selbst zum Gegenstand ihrer Recherchen.

Angst war ihr ständiger Begleiter. Sie fürchtete, mit 39 in einem Pflegeheim zu landen, nachdem auch ihre Ehe in die Brüche gegangen war. An manchen Tagen kam sie alleine gar nicht aus dem Bett, an anderen schaffte sie es zum Lebensmittelhändler nebenan. Sie musste Freunde zu Hilfe rufen, wenn sie plötzlich von einer Lähmung übermannt wurde und sich nicht alleine zurückschleppen konnte. Weil viele Standardtests normal ausfielen, sagten ihr mehrere Ärzte, sie bilde sich die Krankheit nur ein. Zu der Verzweiflung gesellten sich Selbstzweifel. Hatten die Ärzte womöglich recht?

Das chronische Müdigkeitssyndrom - [aber die Physio hilft auch nicht - CFS-Patienten müssen eigene Wege gehen]

Die grösste wissenschaftliche Studie zum chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS), publiziert im renommierten «Lancet,» schien Rehmeyers schlimmste Befürchtungen zu bestätigen. Die so genannte PACE-Studie kam 2011 zu dem Schluss, den meisten CFS-Patienten gehe es mit Verhaltenstherapie und Physiotherapie besser, und jede dritte betroffene Person genese sogar vollständig. Es hiess, die Patienten seien durch eine Krankheit ausser Form geraten und trauten sich nun nicht mehr, Sport zu treiben.

«Ich las das zu einer Zeit, als es mir besonders miserabel ging. Die Studie empfahl genau das, was ich auch anfangs geglaubt hatte: Ich sei einfach ein wenig aus dem Training und müsste nur regelmässig Sport machen», erzählt die 44-Jährige. «Und in psychotherapeutischer Behandlung war ich längst. Ich war ja bereit, an mir zu arbeiten und der Sache auf den Grund zu gehen.» Doch all das half nicht. Fakt war vielmehr: Wenn Rehmeyer versuchte, sich anzustrengen, lag sie am nächsten Tag komplett flach. Und allen anderen CFS-Patienten, die sie kannte, ging es genauso.

Die Studie schien genau die Vorurteile zu bestätigen, mit denen Rehmeyer und andere CFS-Patienten kämpfen: «Geh einfach raus und treibe Sport!», fasste eine Schlagzeile im «Independent» die Ergebnisse zusammen. «Ich kam mir vor wie ein Vollidiot», sagt Rehmeyer. Sie weiss inzwischen, dass sie mit ihrer Erfahrung nicht allein ist: Die Amerikanische Vereinigung für Autoimmunerkrankungen schätzt, dass 40 Prozent aller Frauen mit schweren Autoimmunleiden von ihren Ärzten erst einmal gesagt wird, das Problem sitze in ihrem Kopf.

Fragwürdige, schädliche Studie - [CFS-Studie von 2011 ist gefälscht! - die effektive Heilungsrate ist unter 7%]

Es dauerte fünf Jahre und brauchte das hartnäckige Nachhaken von kenntnisreichen Betroffenen wie Rehmeyer, bis eine Gruppe Wissenschaftler die PACE-Studie überprüfte und zu einem ganz anderen Schluss kam: Erstens waren die Versuchspersonen schlampig ausgewählt. Denn es war gar nicht klar, ob alle wirklich CFS hatten. Und die Kriterien für eine Verbesserung ihrer Symptome waren so lax gestaltet, dass Patienten als geheilt galten, wenn sich ihre Krankheit verschlimmerte.

Tatsächlich hatten die PACE-Forscher die Kriterien nachträglich geändert, um ihrer Methode Wirksamkeit bescheinigen zu können. Hätten sie ihre ursprünglichen Kriterien beibehalten, hätte die Heilungsrate weniger als sieben Prozent betragen, also nicht höher als in der Vergleichsgruppe ohne Therapie. Die neue Schlussfolgerung war eine Kehrtwende: Die Empfehlungen der PACE-Studie seien sogar schädlich für CFS-Patienten, hiess es. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden revidierten vor Kurzem ihre Therapie-Empfehlungen.

Es geht um Muskelschmerzen mit einer Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks.

Rehmeyer spricht nun lieber von Myalgischer Enzephalomyelitis: Muskelschmerzen mit einer Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks. Oder abgekürzt: ME/CFS. Das, findet sie, trifft es schon eher, denn Nervenentzündungen sind definitiv Teil ihrer Beschwerden. Wie bei vielen CFS-Patienten finden sich auch bei ihr Unregelmässigkeiten im Immunsystem. Sie begann, genau auf ihre Symptome zu achten und aufzuschreiben, was diese schlimmer oder besser werden liess.

[Die "Wissenschaft" hat gegen die Myalgische Enzephalomyelitis nichts zu bieten]

Die Selbsthilfe-Foren der CFS-Patienten machten ihr dagegen Angst, «weil ich sie unwissenschaftlich fand. Aber je kränker ich wurde, desto besser verstand ich sie, weil ich sah, wie wenig die Wissenschaft zu bieten hatte.» Sie vergleicht die Patienten mit Guerilla-Kämpfern: «Sie haben nicht die Ressourcen wie die grossen Organisationen, aber sie kennen das Terrain besser und können sich schnell dazu entschliessen, neuen Ideen nachzugehen.»

[These: Schimmel ist Schuld - der Test: Ein paar Wochen in der Wüste leben]

Auf ihrer Suche nach Heilung stiess sie in den Selbsthilfe-Foren auf die «Moldies». Diese Patienten machen Schimmel («mold») für ihre Beschwerden verantwortlich. Sie kannte zwar Studien, wonach Schimmelpilze Asthma, Herzrhythmusstörungen oder Allergien verursachen können. Trotzdem konnte sie sich kaum vorstellen, dass die Pilze und ihre Sporen junge, gesunde Menschen wie sie in den Rollstuhl zwingen könnten. Und wo sollte der Schimmel sein? In ihrem Wohnwagen war nichts zu sehen. Dort lebte sie, seit sie so krank war und nicht mehr voll arbeiten konnte. Um Geld zu sparen, hatte sie ihr Haus vermietet.

Die «Moldies» sagten ihr, sie müsse für ein paar Wochen in die Wüste ziehen.

Doch die Geschichten wundersamer Heilung, von denen Patienten in den Foren berichteten, machten sie neugierig. Es gebe nur eine Möglichkeit herauszufinden, ob Schimmel die Ursache für ihre Symptome sei, erklärten ihr die «Moldies»: Sie müsse für ein paar Wochen in die Wüste ziehen. All ihre Kleidung und persönlichen Gegenstände müsse sie zurücklassen, denn die könnten kontaminiert sein. Und ihren Hund müsse sie mit Essig abwaschen.

«Das erschien mir einerseits total verrückt, andererseits war es ein klar strukturiertes Experiment. Ausserdem war ich es wirklich leid, im Bett zu liegen», erzählt Rehmeyer. Also Death Valley. Meilenweit entfernt von anderen Menschen. Würde sie das schaffen? Was, wenn eine Totallähmung einsetzen und niemand sie rechtzeitig finden würde?

[Der Wüstentest bei Santa Fé: Totale Entspannung ohne Ehrgeiz und ohne Stress]

Death Valley: Das war ein symbolisch guter Name. «Ich war bereit für einen Neuanfang. Und ich fand einen unglaublichen Frieden da draussen», erzählt sie. «Mein ganzes Leben lang war ich von Ehrgeiz getrieben. Im Death Valley erschien mir das absurd. Ich war plötzlich dankbar dafür, überhaupt am Leben zu sein.»

Zurück zum Wohnwagen: Der Härtetest

Es ging ihr gut genug, ihr Essen aufzuwärmen, den Sand aus dem Zelt zu kehren und sogar leichte Wanderungen zu unternehmen. Die Zeit in der Wüste, vor der sie sich so gefürchtet hatte, war relativ unspektakulär. Aber der wirkliche Test würde die Rückkehr nach Santa Fe sein. Das hatten ihr die «Moldies» in den Internet-Foren gesagt. Wohnwagen seien notorische Schimmel-Schleudern, warnten diese Leute. «Wenn ich wieder in meinen Trailer zurückkehrte, würde ich extreme Symptome spüren.»

[Rückkehr: Der Mikro-Schimmel im Wohnwagen schlägt zu - Schimmelallergie]

Julie Rehmeyer zeltete nach ihrer Rückkehr die erste Nacht im Garten. Sie wollte sich den Test für den Morgen aufsparen. Aber sie brauchte dringend eine Zange. Kurz stürzte sie in den Trailer, mit angehaltenem Atem, um sich das Werkzeug zu greifen. Binnen Stunden war sie gelähmt. Ihr ganzer Körper fühlte sich an wie vergiftet. «Ich konnte es nicht glauben, vielleicht hatten die ‹Moldies› tatsächlich recht?»

Ihr Körper entwickelte sich zu einer Art Detektor für Schimmel.

Als Wissenschaftlerin war ihr klar, dass eine schlechte Erfahrung noch kein Beweis ist. In ihrem eben in den USA erschienenen Buch «Through the Shadowlands» erzählt sie, wie ihr Körper in den folgenden Jahren zu einer Art Detektor für Schimmel wurde. Wann immer sie sich in Gebäuden oder Autos aufhielt, in denen Schimmel war, wurde sie gelähmt. Es brauchte keinen sichtbaren Totalbefall, kleinste Mengen reichten aus: «Ich fühlte mich, als würde mir der Strom abgedreht.»

Auch auf wissenschaftliche Erklärungen stiess sie: James Pestka hatte mit seinem Team an der Michigan State University herausgefunden, dass Schimmelpilzgifte von der Nase in das Gehirn gelangen und dort Entzündungen hervorrufen können. Andere Studien zeigen, dass die Gifte bei Mäusen zu Gehirnentzündungen führen. Möglicherweise reagierte auch Rehmeyers Immunsystem extrem: Ärzte vermuten nun, dass sie schon auf kleinste Mengen bestimmter Schimmelpilze allergisch reagiert. Geklärt ist noch wenig. «Der Mangel an Fördergeldern ist unser grösstes Problem», sagt Rehmeyer. «Die Krankheit betrifft Zigtausende, aber solange der Mechanismus nicht richtig erforscht ist, können die Leute immer sagen, das Problem existiere nur im Kopf.»

Schimmel ist schwer zu vermeiden. Und er kann schnell zurückkommen.

Julie Rehmeyer gab alles auf: ihren Wohnwagen, ihre Kleidung, alle ihre Bücher. Schimmel ist schwer zu vermeiden. Und er kann schnell zurückkommen. Vor Kurzem wurde das Haus ihrer Nachbarn überschwemmt. Schimmel wuchs, der Wind wehte ihn in ihr Haus: «Und mein Körper spielte verrückt». Sie fand sich mal wieder im Rollstuhl zurück. Sie musste mal wieder ausziehen. Derzeit lebt sie noch in einem extra schimmelfreien Wohnwagen, bis die Krise zu Hause beseitigt ist.

Doch an den meisten Tagen kann sie wieder arbeiten, wandern und sogar laufen. «Ich bin fast zu 100 Prozent gesund. Ich lebe ein glückliches Leben. Mir fehlen die Worte dafür, wie dankbar ich bin.» (Tages-Anzeiger)"

Kommentar: Natron heilt Schimmelallergie
Allergie ist ein Impfschaden. Mit 1 TL Natron in 1 Glas Wasser mit 3 bis 4 EL Apfelessig nüchtern 20 Tage lang eingenommen sollte diese Schimmelanfälligkeit behoben werden können.

Michael Palomino, 26.10.2017

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Genf 26.10.2017: Klinik verwechselt Essigsäure 3% mit Essigsäure 98% - Hals von Patient verbrannt - Berufsunfähigkeit und Millionenklage
Spital verwechselt Säure: Entstellter Patient fordert 6 Millionen Franken

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/13653574

"Weil eine Genfer Klinik eine Lösung verwechselte, verbrannten die Ärzte einem Patienten den Hals. Nun will das Opfer Genugtuung in Millionenhöhe.

Bei einer Operation in der Genfer Klinik Générale-Beaulieu im Jahr 2011 kam es zu einer fatalen Verwechslung: Statt einer Essigsäure in einer dreiprozentigen Konzentration nahmen die Ärzte eine Lösung mit einer Konzentration von 98 Prozent. Der heute 60-jährige Patient verbrannte sich dadurch den Hals und ist seither arbeitsunfähig.

Für den Unfall fordert er nun in einem Prozess, der am Mittwoch in Genf begann, sechs Millionen Franken von der Klinik. Der Betrag soll in monatlichen Raten von 26'700 Franken ausbezahlt werden. Der Patient begründet seine Ansprüche mit jahrelangem Verdienstausfall, seinen Anwaltskosten und seinen moralischen Verletzungen, berichtet die «Tribune de Genève» (Bezahlartikel). Vor seinem Unfall habe er 400'000 Franken im Jahr verdient.

Bereits 1,5 Millionen Franken erhalten

Werde der Mann nicht entschädigt, müsse er ein Zivilverfahren anstrengen, das wieder etwa zehn Jahre daure, sagte sein Anwalt vor Gericht. Dann werde er zum Sozialfall und müsse im Alter auf Kosten des Staates leben.

Der Patient hatte bereits früher eine Vereinbarung mit der Klinik getroffen, die ihm 1,5 Millionen Franken zusicherte, sofern er keine Beschwerde einlegte. Da sich der Mann nun aber belogen fühlt und das Gefühl hat, die Beteiligten wollten den Fall herunterspielen, ist er vor Gericht gelangt.

Klinik sieht sich nicht in der Verantwortung

Weshalb es zu der Verwechslung kam, wurde bisher nicht restlos geklärt. Der Anwalt des beim Spital verantwortlichen Apothekers sagte vor Gericht, sein Mandant habe die besagte Flasche nie gesehen. Der Anwalt des Chirurgen wiederum sagte, es sei nicht Aufgabe der Ärzte im Operationssaal, jede Flasche auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Dass die 98-Prozent-Lösung im Saal gestanden sei, sei aussergewöhnlich. Der Chirurg sei nicht dafür zuständig, das Unvorhersehbare zu planen.

Auch der Klinikchef sieht sich nicht in der Pflicht. Nach dem Gesetz könne sein Unternehmen nicht verfolgt werden, wenn der Täter nicht identifiziert werden kann. Dass sein Unternehmen dem Mann bereits 1,5 Millionen Franken geboten habe, sei allein eine ethische Handlung und nicht aus rechtlichen Gründen erfolgt, so der Rechtsvertreter der Klinik vor Gericht. Das Urteil folgt später.

(ehs)"

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27.10.2017: Gynäkologe zeugt über 20 Kinder durch künstliche Befruchtungen mit seinem eigenen Sperma
Mindestens 20 Kinder: Gynäkologe nutzte eigenen Samen für Befruchtungen
http://www.krone.at/595593

"Mehr als 30 Jahre lang erfüllte US-Gynäkologe Donald Cline seinen Patientinnen ihren Herzenswunsch und verhalf ihnen per künstlicher Befruchtung zu Schwangerschaft und Kind. Jetzt kommt raus: In mindestens 20 Fällen ist der inzwischen 78 Jahre alte und längst pensionierte Mediziner selbst der Vater.

Der Doktor aus Indianapolis, US-Bundesstaat Indiana, hatte die Vorwürfe bisher kategorisch abgestritten. Stattdessen meinte er stets stolz, dass die Samenspender junge, gesunde Medizinstudenten seien, die höchstens dreimal ihren Samen bei ihm abliefern durften.

Diese Aussage hat er mittlerweile revidiert, nachdem einige von Clines biologischen Kindern dem Doktor mithilfe von DNA-Tests auf die Schliche kamen. Damit kommt eine Lawine ins Rollen, denn jetzt stellt sich die Frage, wie viele Kinder der heute 78-Jährige noch auf diese Weise gezeugt hat."

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Russland 31.10.2017: Transplantationsknochen mit neuem Material ähnlich Knochengewebe
Russische Forscher erfinden Legierung mit Elastizität menschlicher Knochen
https://de.sputniknews.com/wissen/20171031318108271-russische-forscher-erfinden-legierung-mit-elastizitaet/

"Russische Wissenschaftler von der Universität MISiS haben zusammen mit kanadischen Kollegen eine Legierung entwickelt, die dem Knochengewebe bei der Elastizität ähnlich ist. Der nur aus bioverträglichen Metallen (Titan, Zirkon und Niobium) geschaffene Stoff kann die Einsatzdauer von medizinischen Implantaten deutlich verlängern.

Ein Artikel über diese Entwicklung wurde in der Zeitschrift „Materials Science and Engineering: A“ veröffentlicht.

Das menschliche Knochengewebe war eine lange Zeit einmalig in seinen Eigenschaften – es ist gleichzeitig fest und elastisch, was jahrzehntelange Arbeit im menschlichen Körper bei ständigen zyklischen Belastungen ermöglicht. Doch manchmal werden Knochen so stark verletzt, dass sie ersetzt werden müssen.

In den letzten Jahren war der verbreitetste Ersatzstoff für Implantate das Titan, das mit dem Gewebe des menschlichen Körpers verträglich ist. Doch diese Implantate haben einen Nachteil – sie sind nicht so flexibel wie Knochen. Das führt oft zur Verletzung des mechanisch-biologischen Gleichgewichts im Körper.

Das Knochengewebe wird keiner größeren Belastung mehr ausgesetzt – sie wird von dem härteren Stoff des Implantats übernommen. Im Ergebnis sterben die Zellen des Gewebes ab, weil der Körper sie nicht mehr für notwendig hält. Deswegen verschwindet die Verbindung zwischen dem Implantat und dem Knochen, das Implantat kommt ins Pendeln und muss selbst ersetzt werden.

Wie auch die Titan-Legierung ist die Legierung Titan-Zirkon-Niobium resistent gegen aggressive Wirkungen wie der menschliche Organismus. Wegen einer gleichen Elastizität mit dem Knochen werden die aus dieser Legierung gefertigten Implantate viel langlebiger.

„Unsere internationale Wissenschaftsgruppe entwickelt jetzt zusammen mit der Firma KONMET eine industrielle Technologie zum Anfertigen der Modelle – Stäbchen mit rundem Querschnitt für künftige Implantate“, sagte Wadim Scheremetjew von der MISiS-Universität.

Um eine innere Struktur in den Produkten der Legierungen zu bilden, die die beste Kombination der Funktionseigenschaften ermöglichen wird, ist eine strikte Reihenfolge der Verfahren erforderlich, darunter verschiedene Typen der Bearbeitung der Modelle mit Druck unter hohen Temperaturen. Aus den erhaltenen Stäbchen sollen Säulen für Systeme zur transpedikulären Fixation der Wirbelsäule hergestellt werden.

Solche Systeme werden an der Wirbelsäule befestigt, sie werden zur Behandlung von schwerer Skoliose verwendet.

Die Säulen aus einer Titan-Zirkon-Niobium-Legierung werden unter den Bedingungen großer Deformationen während der Nutzung beständig sein, dank der unbedeutenden Härte wird das Risiko verringert, den Patienten zu traumatisieren, seine Lebensqualität werde sich verbessern, ergänzt Scheremetjew.

Die neue ultrafeste Legierung kann auch in der personenbezogenen Medizin genutzt werden. Die Wissenschaftler haben es gelernt, sie in Form eines Pulvers von bestimmter Zusammensetzung zu bilden. Das machte diesen Stoff passend für additive Technologien. Dadurch kann man mithilfe von 3D-Druck daraus personenbezogene Metall-Implantate mit einer bestimmten Porosität anfertigen.  

„Der Stoff hat einen niedrigen Youngscher Modul (30-50 Gigapascal), weshalb er besonders elastisch ist und die für das Knochengewebe notwendige Belastung nicht verhindert. Die Legierung hat eine hohe Korrosionsfestigkeit. Sie kann als Alternative für  ausländische Entwicklungen (Dynesis, PEEK) genutzt werden, die in der Medizin aktiv angewendet werden“, so der Traumatologie-Experte, Alexander Kuleschow.

Die Technologien auf Grundlage des neuen Stoffs können als stabilisierende Funktionsmethode bei der Behandlung verschiedener degenerativer Erkrankungen und Deformationen des Rückgrats genutzt werden.

Die neue Legierung habe große Aussichten in der Traumatologie, Orthopädie und Vertebrologie, sagte Kuleschow."

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Pakistan 9.11.2017: Bub kann Kopf um 180 Grad nach hinten drehen
Junge hat "Augen" auch hinten: Sein Kopf dreht sich 180 Grad - VIDEO
https://de.sputniknews.com/videos/20171109318216270-pakistan-junge-kopf-180-grad/

"Dieser Junge aus Pakistan kann seinen Kopf so weit drehen, dass er sogar sieht, was hinter seinem Rücken passiert. Über die bizarren Verrenkungskünste des jungen Pakistani berichtet die Zeitung "Daily Pakistan".


Laut dem 14-jährigen Muhammad Sameer ist diese Biegsamkeit nicht angeboren, sondern das Ergebnis von langjährigen Übungen.

Mit zehn Jahren soll er einen Schauspieler in einem Hollywood-Horrorfilm gesehen haben, der seinen Kopf genauso verdrehte. So begann der Junge mit dem Training und erreichte wenige Monate später sein Ziel.

Die Mutter von Sameer versuchte, ihm diese Tricks zu verbieten.

"Später verstand sie, dass es eine Gottesgabe ist", zitiert die Zeitung den Jungen.

Der 14-Jährige schmiss schließlich die Schule, um mit der Tanzgruppe "Dangerous Boys" Geld zu verdienen und damit die Familie nach der Erkrankung seines Vaters unterstützen zu können."

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