Kontakt / contact     Hauptseite / page
                    principale / pagina principal / home     zurück
                    / retour / indietro / atrás / back
<<        >>

Merkblatt: Fleischgift 02 - ab 31.3.2018

von Michael Palomino (2007); Meldungen

Teilen / share:

Facebook







-- Webseite gegen Lebensmittelvergiftungen: Foodwatch.de
-- Buch von
Tanja Busse: Die Wegwerfkuh. Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet, und was wir dagegen tun können

======

Netzfrauen online, Logo

27.3.2018: Das Soja für die Tiermast in Europa macht die Wälder in der ganzen Welt kaputt - Beispiel Argentinien und Paraguay
Neue Untersuchungen ergaben, dass die deutsche Fleischindustrie für riesige Entwaldungen, Brände sowie Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung verantwortlich ist
https://netzfrauen.org/2018/03/27/fleisch-2/

Eine neue Untersuchung durch Mighty Earth, Rainforest Foundation Norway und Fern deckt Abholzungen, Brände und Menschenrechtsverletzungen im großen Stil im Gran Chaco in Argentinien und Paraguay auf, die in Verbindung mit der weltweiten Fleischindustrie stehen. Die Ergebnisse sind in dem veröffentlichten Bericht „Die vermeidbare Krise“ dokumentiert, der aufdeckt, wie große Fleisch- und Sojaunternehmen unnötigerweise extensive Abholzungen für Soja vorantreiben, das dann für die Viehzucht um die ganze Welt transportiert wird.

[Soja in Deutschland kommt aus Latein-"Amerika"]

Deutschland importiert den größten Teil dieses Sojas aus Lateinamerika. Im Jahre 2016 waren dies rund 2,9 Millionen Tonnen Soja und Sojaprodukte. Dieses Soja gelangt zu Nahrungsmittel- und Fleischverarbeitern und wird für die Aufzucht von Hühnern, Schweinen und Rinder bzw. für die Herstellung von Eiern und Milchprodukten eingesetzt, die in vielen deutschen Supermärkten und Restaurants verkauft werden.

Unternehmen wie Edeka, Aldi und Metro sind dafür verantwortlich, ihren Kunden zu garantieren, dass sie keine Fleisch- oder Milchprodukte verkaufen, die mit diesem Soja hergestellt wurden.

[Sojaproduzenten Cargill und Bunge lassen Urwald in Brasilien und Bolivien abholzen - und verweigern andere Produktionsmethoden]

Die Untersuchungen fanden Verbindungen zu den amerikanischen Agrarkonzernen Cargill und Bunge, zwei der vorrangigen Unternehmen, die viele dieser gefährlichen Praktiken vorantreiben. Diese Unternehmen importieren große Menge Soja nach Europa. Bereits in einer früheren Untersuchung wurde dokumentiert, dass Cargill und Bunge die massive Abholzung für Soja im brasilianischen Cerrado und im bolivianischen Amazonasbecken forciert haben. Diese Unternehmen haben sich Bemühungen widersetzt, die Produktion ohne Abholzungen auszuweiten.

Untersuchung - [Rodungen für Soja im Gran Chaco (Argentinien)]

Für die Untersuchung verwendeten die Forscher Satelliten-Kartierung, um Gebiete fortschreitender schneller Entwaldung zu erkennen; sie fanden große Gebiete im Gran-Chaco-Biom, die für die Sojaproduktion gerodet und abgebrannt wurden. Der Gran Chaco ist ein außergewöhnliches Ökosystem mit hoher Artenvielfalt, das einheimischen Arten wie dem Jaguar, dem Kleinen Borstengürteltier und dem großen Ameisenbär sowie indigenen Gemeinschaften wie Ayoreo, Chamacoco, Enxet, Guarayo und vielen anderen eine Heimat bietet.

Das Feldforscherteam besuchte zwanzig Standorte im Chaco, an denen derzeit eine Abholzung für Soja stattfindet. Mit Luftdrohnen sowie durch Interviews vor Ort mit Farmern und Mitgliedern der örtlichen Gemeinden dokumentierte das Team die Zerstörung. Das Team stieß auf massive Sojaplantagen, Brände zum Einebnen natürlicher Waldflächen und Vegetationen sowie auf niedergebrannte und gerodete Lebensräume. Hier finden Sie Fotos und Videos aus der Untersuchung.

„Der Grad der Zerstörung war unfassbar. Wir haben Planierraupen in Aktion dokumentiert, die große Gebiete intakter Waldflächen und Graslandschaften roden, sowie riesige Brände, die mit ihrem Rauch die Luft schwängern”, erklärte Anahita Yousefi, die Strategie-Direktorin bei Mighty Earth. „Auch wenn der Gran Chaco immer schon weniger Aufmerksamkeit als andere Biome wie der brasilianische Amazonas erhalten hat, so stellt er doch ein Ökosystem von großer Bedeutung dar und es gibt keinen Grund, ihn zu zerstören.“

Mittelsmänner im Verborgenen

Die Untersuchung fand heraus, dass die amerikanischen Agrarkonzerne Cargill und Bunge, die beiden Unternehmen, die, wie wir in einer früheren Untersuchung dokumentiert haben, massive Abholzungen für Soja im brasilianischen Cerrado und im bolivianischen Amazonasbecken vorangetrieben haben, ebenfalls zu den wichtigsten Käufern dieses Sojas gehören.

„Sowohl Cargill als auch Bunge verfügen über öffentliche Nachhaltigkeitsstrategien, aber als wir sie mit den Ergebnissen unseres Berichts konfrontierten, konnten sie uns keine Angaben zum Grad der Rückverfolgbarkeit in ihrer Lieferkette machen.<0} Ohne ausreichende Rückverfolgbarkeit jedoch können diese Unternehmen gar nicht den wahren Ursprung des von ihnen gekauften Sojas kennen. Cargill und Bunge haben es versäumt, sinnvolle Mechanismen zur Sicherstellung einzusetzen, dass sie keine schädlichen Praktiken fördern,“  so der aktuelle Bericht vom 25.März 2018

„Solange die Sojahändler nicht sofort Maßnahmen zur Beendigung der Abholzung einleiten, wird es in der Verantwortung der Unternehmen in der Fleischindustrie, bei den Einzelhändlern und Investoren liegen, von den Sojahändlern Garantien zu verlangen, dass das Soja aus abholzungsfreier Produktion stammt. Investoren wie der norwegische Pension Fund Global sollten energische Maßnahmen gegen das Portfolio-Unternehmen Bunge einleiten, da dieses es mehrmals unterlassen hat, sich gegen die Abholzung zu wenden“, erklärt die Strategieberaterin Ida Breckan Claudi von der norwegischen Rainforest Foundation.

Menschliche Auswirkung

Neben der Umweltzerstörung sah das Team erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und soziale Konflikte durch diese industrielle Sojaproduktion. Zahlreichen in der Nähe dieser Plantagen lebenden Gemeinschaften, einschließlich indigener Völker, die vollständig vom Wald abhängen, wurde ihr Land durch neue Sojaplantagen entzogen und in vielen Fällen wurden sie von dem Land vertrieben, auf dem ihre Familien seit Generationen lebten. Außerdem haben diese Gemeinschaften stark zunehmende Gesundheitsprobleme in der Bevölkerung erfahren wie Krebs, Geburtsfehler, Fehlgeburten und andere Krankheiten, die mit den starken Pestiziden und Herbiziden wie Glyphosat zusammenhängen; Diese Mittel kommen beim Sojaanbau zur Anwendung und werden oftmals mit Flugzeugen direkt über den Köpfen der Bewohner versprüht.

„Die EU ist ein führender Importeur von Waren, die auf dem illegal gerodeten Land angebaut wurden. Dies ist katastrophal für die Waldgebiete, die Menschen und das Klima. Der heftige Einsatz von Pestiziden bei der Herstellung dieser Waren schädigt auch die Gesundheit der Völker ernsthaft. Die EU hat ihre Importe von Holz und Fisch aus illegalen Quellen reguliert. Es ist an der Zeit, dass die EU ebenso Waldrisikorohstoffe reguliert, sodass sie frei von Entwaldung, Landraub und anderen Menschenrechtsverletzungen sind.“, erklärte Nicole Polsterer, die Fern-Aktivistin für nachhaltigen Konsum.

Eine bewährte Alternative

Letztendlich ist die Zerstörung im Gran Chaco in Argentinien und Paraguay völlig vermeidbar. Es gibt über 650 Millionen Hektar bereits gerodetes Land allein in Lateinamerika, auf dem die Landwirtschaft sich ausbreiten könnte, ohne native Ökosysteme zu bedrohen. In Brasilien hat die Sojaindustrie, einschließlich Cargill und Bunge, vor mehr als zehn Jahren das brasilianische Soja-Moratorium vereinbart. Dieses System verlagert neue Produktionen auf bereits gerodetes Land und es war extrem erfolgreich, da fast die gesamte Abholzung für Soja im brasilianischen Amazonasgebiet gestoppt wurde. Leider ist diese Initiative nur auf das brasilianische Amazonasgebiet begrenzt, sodass die großflächige Abholzung in Argentinien, Paraguay, Bolivien und im brasilianischen Cerrado weitergehen kann.

„Auf der Grundlage der Antworten seitens der deutschen Unternehmen mit Soja in ihren Lieferketten geht eindeutig hervor, dass es kein ausreichendes System für Unternehmen gibt, damit sie den Ursprung des von ihnen verwendeten Sojas erkennen oder feststellen können, ob ihre Produkte zur Umweltzerstörung beitragen“, sagte Tina Lutz, Referentin Tropenwald bei Robin Wood. „Die Industrie muss ein starkes System für die Rückverfolgbarkeit umsetzen, damit die Unternehmen sich darauf verlassen können, dass das von ihnen gekaufte Soja nicht zur Zerstörung von Waldflächen oder zu Menschenrechtsverletzungen geführt hat.“

Antworten der Unternehmen

Laut der Studie: Die vermeidbare Krisedie Umweltkatastrophe der deutschen Fleischindustrie Von Anahita Yousefi, Marisa Bellantonio, and Glenn Hurowitz – März 2018:

„Wir haben uns in jedem Stadium der Lieferkette – vom Tierfutterverarbeiter, der das Soja direkt bei den Händlern kauft, über Schweine- und Geflügelzüchter, die Nutztiere aufziehen, bis hin zu Supermärkten, die dieses Fleisch an die Verbraucher verkaufen – mit den deutschen Top-Unternehmen in Verbindung gesetzt. Wir haben Nachforschungen über die Identität ihrer Fleisch- und Tierfutterlieferanten angestellt, und überprüft, ob das Soja, das sie kaufen, verantwortlich produziert wird. Die Ergebnisse werden in der nachfolgenden Grafik zusammengefasst. Obwohl viele Unternehmen angeben, über Strategien zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit bei ihrer Sojabeschaffung zu verfügen, gab fast keines der von uns untersuchten Unternehmen an zu wissen, woher das Soja in ihren Lieferketten stammt.“ PDF HIER

Mighty Earth, RFN, Fern und eine Koalition weiterer Organisationen fordern Sojaunternehmen auf, diese erfolgreiche Beendigung der Entwaldung sofort auf andere Soja-Anbaugebiete in Lateinamerika, einschließlich des Gran Chaco sowie des bolivianischen Amazonasgebiets und des brasilianischen Cerrado, auszuweiten.

„Alle Flüsse, alle Wasservorkommen sind tot. Dort, wo früher Wälder wuchsen, gibt es heute nur noch Soja-Plantagen. Alles ist vergiftet, was überwiegend auf den massiven Einsatz von Agrochemikalien zurückzuführen ist. Zugleich wurden die indigenen Gemeinschaften, die seit jeher in den Atlantischen Regenwäldern gelebt haben, vertrieben. Besonders betroffen sind die Guarani’I m’gba’” 
Elias Diaz Pena, Sobrevivencia, Paraguay.>

========

Fleischgift: Schweinefleisch meiden wegen Arachidonsäure, die viele Entzündungsprozesse fördert

Rund-E-Mail von René Graeber - info@naturheilt.com

<Generell rate ich auch weniger Wurst und Fleisch zu essen, aber Schwein sollte in keinster Form auf dem Tisch landen.

Eine umfassende Begründung dazu hat Dr. Reckeweg bereits in seinem Büchlein "Schweinefleisch und Gesundheit" geliefert, das es noch im Antiquariat zu finden gibt.

Meine "Hauptbegründung" für "Kein Schwein!" begründe ich aber im Wesentlichen in der Arachidonsäure, über die ich hier ausführlich berichtet habe:

https://www.vitalstoffmedizin.com/fettsaeuren/arachidonsaeure.html>

<Die Arachidonsäure: Wenn Patienten wissen wollen, warum ich so viele Nahrungsmittel verbiete, verweise ich oft auf die Arachidonsäure. Denn diese Arachidonsäure verschlimmert sehr viele Entzündungsprozesse.

Der Name der Arachidonsäure leitet sich aus dem lateinischen "arachis" (=Erdnuss) ab, da diese eine Vorstufe (Arachinsäure) enthält. Und damit hätten wir schon den ersten Grund, warum ich allen Patienten Erdnussprodukte verbiete. Aber dazu weiter unten mehr.

Zunächst einmal betrachten wir, was diese Fettsäure eigentlich macht:

Arachidonsäure ist eine 4-fach ungesättigte Fettsäure. Ihre chemische Bezeichnung ist 5,8,11,14-Eicosatetraensäure.

Sie dient als Ausgangssubstanz für die Biosynthese der Eikosanoide, wie die Prostaglandine und Leukotriene. Vielleicht sagen Ihnen diese Namen jetzt erst mal gar nichts, aber diese spielen alle eine Rolle bei Entzündungen und auch der Entstehung von Schmerzsignalen.

Was dabei genau passiert möchte ich im folgenden schildern. Wenn es Ihnen zu "wissenschaftlich" wird können Sie einfach weiter unten weiter lesen.

In einem ersten Schritt wird die Arachidonsäure per Oxidation umgewandelt in Prostaglandin G2. In einem weiteren Schritt entsteht Prostaglandin H2. Hieraus werden dann die weitern Prostaglandine gebildet: Thromboxan A2, Prostaglandin I2, auch Prostacyclin genannt, Prostaglandin D2 und Prostaglandin E2. Letzteres wird durch Reduktion zu Prostaglandin F2α umgebaut.

Die verschiedenen Prostaglandine haben verschieden biologische Wirksamkeit. Thromboxan A2 bewirkt die Thrombozytenaggregation und eine Vasokonstriktion. Es wird hauptsächlich von Thrombozyten (Blutplättchen) gebildet.

Prostacyclin ist der Gegenspieler zu Thromboxan A2. Es wirkt gefäßdilatierend und hemmt die Thrombozytenaggregation. Es wird primär vom Endothel produziert.

Die biologische Wirksamkeit von Prostaglandin D2 liegt im ZNS, wo es als Neuromodulator und trophischer Faktor wirksam ist. Es moduliert den Tonus der glatten Muskulatur und wirkt als Thrombozytenaggregationshemmer. Es wird vermutet, dass es auch in den Schlafablauf eingreift.

Die Synthetisierung von Prostaglandin E2 wird durch den Entzündungsmediator Interleukin1β und dem Tumorsuppressorprotein TP53 angeregt. Damit kommt ihm eine wesentliche Rolle bei Entzündungen und Entzündungsschmerzen zu.

Des Weiteren ist es verantwortlich für die Entstehung von Fieber. Es stimuliert das Temperaturkontrollzentrum des Hypothalamus über die Stimulation von Rezeptoren. Dies bewirkt ein Ansteigen des Sollwerts für die Körpertemperatur. Damit setzt eine vermehrte Wärmeproduktion ein, die sich durch Kältegefühl, Muskelzittern, erhöhte Stoffwechselaktivitäten, erhöhte Herzfrequenzen etc. äußert. Prostaglandin E2 wirkt schleimhautschützend im Magen und hemmt gleichzeitig die Magensäurebildung. Am Uterus bewirkt es Kontraktionen.

Prostaglandin F2α induziert die Luteolyse. Es ist an der Regulation des Augeninnendrucks beteiligt und induziert Uteruskontraktionen.

Leukotrien A4 wird ebenfalls aus der Ursubstanz Arachidonsäure synthetisiert. Durch eine Hydrierung entsteht Leukotrien B4. Rezeptoren für Leukotrien B4 befinden sich im lymphatischen Gewebe. Dies lässt auf eine immunmodulatorische Eigenschaft schließen. Im Allgemeinen wirken Leukotriene stark entzündungsverstärkend. Die Leukotriene C4, D4 und E4 bewirken Konstriktionen in der glatten Muskulatur, z.B. in den Hautgefäßen, der Arteriolenmuskulatur und der Bronchialmuskulatur.

Die Cyclooxygenase wird benötigt, um Arachidonsäure in Prostaglandin G2 umzuwandeln. Cyclooxygenase-Hemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS) verhindern die Aktivität der Cyclooxygenase, was die Produktion von Prostaglandin G2 unterbindet. Dadurch kommt es zu einer entzündungshemmenden, schmerzlindernden und fiebersenkenden Reaktion.

ASS (Acetylsalicylsäure, auch bekannt unter dem Handelsnamen Aspirin) hemmt die Cyclooxygenase COX1 in den Thrombozyten, indem es eine irreversible Bindung (Acetylisierung) eingeht. Das Ausbleiben der Produktion von Thromboxan A2, das ja die Thrombozytenaggregation fördert, bewirkt eine Herabsetzung der Aggregationsneigung. ASS hat gleichzeitig eine deutlich schwächere Wirkung auf COX2, was die Synthese von Prostacyclin steuert. Durch diesen Mechanismus wird das Gleichgewicht von aggregationsfördernd und aggregationshemmend zugunsten von aggregationshemmend verschoben. Deshalb wird ASS als ein Medikament angeboten, dass Gefäßverschlüssen vorbeugen soll, die durch vorzeitige Thrombozytenaggregation zustande kommen können. Des Weiteren wird es in der Rezidivprophylaxe nach Herzinfarkt aus dem gleichen Grund eingesetzt.

Kortikosteroide (eher bekannt als Cortison) greifen ebenfalls in die Arachidonsäure-Kaskade ein, allerdings zu einem weitaus früheren Zeitpunkt. Sie hemmen die Wirkung der Phospholipase A2 durch Lipocortin, welches durch die Kortikoide aktiviert wird. Phospholipase A2 wird benötigt, um aus einem Phospholipid über eine Hydrierung Arachidonsäure zu bilden. Oder mit anderen Worten: Kortikosteroide verhindern die Synthese von Arachidonsäure. Damit bleibt eine Synthese der Prostaglandine und Leukotriene aus. Dieser Mechanismus und noch weitere Wirkungen von Kortikosteroiden an anderen Stellen des Organismus machen den deutlich stärkeren entzündungshemmenden und immunsuppressiven Effekt aus.

Andere Medikamente, die in diese Kaskade eingreifen, dienen der Uteruskontraktion und Zervixerweiterung (Gemeprost Prostaglandin E1), zur Behandlung von schwerer arterieller Verschlusskrankheit und erektiler Dysfunktionen (Alprostadil, Prostavasin Prostaglandin E1), zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie (Iloprost Prostacyclin) etc.


Sie sehen also: eine ganze Menge der bekannten Medikamente (u.a. Aspirin und Cortison greifen genau in diesen Stoffwechsel ein.

Zudem ist die Arachidonsäure als Lipidbestandteil vor allem in der Zellmembran zu finden was in Kombination mit einer "zuckerhaltigen" Ernährung dazu führt, dass diese auch vermehrt in die Zelle eingeschleust werden kann. Es gibt verschiedene Stoffe die diesen Prozess unterbinden, wie zum Beispiel Vitamin E oder Omega-3-Fettsäuren.

Arachidonsäure in Nahrungsmitteln

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, wo sich diese Fettsäure überall aufhält. Eingangs des Beitrags hatte ich es erwähnt: Die Arachidonsäure kommt NICHT in Pflanzen vor, wohl aber in deren Produkten.

Besonders hoch ist ihr Anteil in Fleischprodukten:
(Die Werte sind gemittelte Werte aus verschiedenen Quellen die ich analysiert habe.)

  • Schweineschmalz: 1700mg pro 100g
  • Schweineleber: 600mg pro 100g
  • Eigelb: 250mg pro 100g
  • Thunfisch: 280mg pro 100g
  • Leberwurst: 230mg pro 100g
  • Pute und Hühnchenfleisch: 170mg pro 100g
  • Schweinefleisch: 120mg pro 100g
  • Butter: 110mg pro 100g
  • Rindfleisch: 20mg pro 100g

Jetzt verstehen Sie vermutlich, warum ich allen Schmerzpatienten, Rheumatikern, Autoimmunerkrankten, Allergikern usw. Schweinefleisch und Hühnerfleisch und dessen Produkte "verbiete". Wenn Sie Fleisch essen wollen, dann empfehle ich Rindfleisch. Am besten von "Bio-Rindern" die keine "Kraftfutter" oder ähnliches bekommen.

Entzündliche Prozesse spielen übrigens auch zum Beispiel bei der Arteriosklerose (der sogenannten Gefäßverkalkung) eine Rolle - was allerdings nur die Wenigsten wissen. Die Arteriosklerose steht in enger Verbindung mit Herzinfarkt und Schlaganfall - also Todesursache Nummer 1 und Nummer 2 in Deutschland.

Was Sie noch wissen sollten: Wir verbrauchen nur etwa 0,1mg Arachidonsäure täglich. Den Rest sammeln wir über Jahrzehnte im Körper an. Als Fettsäure wird sie in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut - was ich ja auch schon kurz erwähnt hatte. Und höchstwahrscheinlich finden wir sie auch in den Zellen des Immunsystems.

Wichtig für Ihre Gesundheit

Eine arachidonsäurearme Ernährung. Schweinefleisch und Hühnerfleisch fasse ich noch nicht einmal mit der Kneifzange an. Alleine die "Aufzuchtbedingungen" der Hühner sollte Ihnen den Appetit verschlagen.

Natürliche Gegenspieler sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren) und sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel die Boswelliasäure (z.B. indischer Weihrauch).

Empfehlen kann ich genrell das Leinöl und Schwarzkümmelöl, als auch die Bittermelone (Momordica charantia). Genrell vorsichtig wäre ich bei Fischölkapseln, denn hier bestehen wieder die Risiken einer Schwermetallbelastung. Besser ist da das Krillöl.

 siehe auch: Omega 6-Fettsäuren>

=======

Netzfrauen online, Logo

EU-Deutschland 19.4.2018: Subventionen für Schweinezucht provozieren Überproduktion - bis zu 1/3 der Schweine werden weggeworfen
Schweine für den Müllcontainer!
https://netzfrauen.org/2018/04/19/schweine/

<58 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Bis zu einem Drittel davon landen niemals in einer Bratpfanne, sondern auf dem Müll. Trotzdem boomt die industrielle Schweinezucht. Riesige neue Tierfabriken entstehen. Die sind politisch offensichtlich gewollt.

EU, Bund und Länder fördern eine industrielle Massentierzucht, die zu Überproduktion führt. Für die großen Züchter lohnt sich dieses Geschäft selbst dann noch, wenn der Markt längst übersatt ist. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach den vielen Geldquellen, die die Politik für immer mehr Billigfleisch erschließt. Und er zeigt die Folgen. 20 000 Mastschweine in einem Stall. Das bedeutet: Dahinvegetieren in Schmutz, Enge und Dunkelheit, ständig geplagt von Krankheitserregern. Der Gestank ist entsetzlich, der Mensch hält es nur kurze Zeit in den Ställen aus.

Ein Drittel aller Lebensmittel wird Schätzungen zufolge weggeworfen. Wäre Fleisch nicht so stark subventioniert und damit so billig, würden wir weniger entsorgen. Siehe Tiermast: 20 Millionen Schweine landen pro Jahr im Müll

Fleischmonopoly

Die Europäische Union ist zweitgrößter Fleischerzeuger weltweit! Anstatt weniger Fleisch wird mehr produziert, weltweit in 2017 ca. 324,8 Millionen Tonnen Fleisch. Statt wie bisher 26 000 Schweine will Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zukünftig 30 000 Tiere pro Tag schlachten. Fast 60 Mio. Schweine werden in Deutschland jedes Jahr geschlachtet  Doch auch das Fleisch der Enten und Gänse ist beliebt. Geschlachtet wurden 2016 18,6 Mio. Enten und  590 000 Gänse. Hinzu kommen 601 Mio. Masthühner und 30,9 Mio. ausrangierte Legehennen. Da auch Steaks für viele sehr beliebt sind, wurden 3,6 Mio Rinder geschlachtet.

  • 1990 hieß es noch von der Enquete/Untersuchungs-Kommision des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre und zum Schutz der Erde:  „Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein Viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand größte Einsparpotential (bis zu 100 Mio. t CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (50 Mrd. DM/Jahr) erheblich reduziert.“
  • 2011 stellte der BUND fest: „Der Staat subventioniert die intensive Schweine- und Geflügelhaltung in Deutschland jährlich mit mehr als einer Milliarde Euro. Er forderte deshalb, die Subventionen für die Fleischproduktion sofort einzustellen.“
  • 2013 gab es immer noch eine unsinnige Förderpolitik und diese erhöhte somit das Leid der Tiere. Nicht nur die ohnehin hohen Agrarsubventionen, sondern weitere 4,4 Milliarden Euro für Kühlhäuser, Lagerhaltung, Exporte. Milliarden an Steuermitteln, um eine Überproduktion zu finanzieren. Denn 2013 berichteten wir bereits, dass 20 Millionen Schweine pro Jahr im Müll landen. 
  • 2016 berichteten wir, dass die EU mit Milliarden Euro Massentierhaltungen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten wie Asien, Bulgarien, Ungarn, Russland, Serbien, Türkei und Ukraine finanziert. Auch Polen ist auf dem Weg zum größten Geflügelproduzenten in Europa mit finanzieller Hilfe durch die EU .
  • 2017 dann die schockierende Information aus der EU: Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln 
  • 2018: OECD und FAO prognostizieren für den Zehnjahreszeitraum von 2016 bis 2026 ein Wachstum der globalen
    Fleischerzeugung von gut 11 Prozent. Nach Stagnation in 2016 rechnet die FAO für 2017 mit einem Anstieg der globalen Fleischproduktion um 1,1 Prozent oder 3,5 auf 324,8 Millionen Tonnen Fleisch weltweit!

Europaweit grausam versandt wie ein Frachtstück – Es ist ein Wahnsinn! Die grausame Realität – jährlich rund 170 Millionen Nutztiertransporte allein in Europa!

Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler

Die Fleischindustrie unternimmt alle möglichen Anstrengungen, um zu wachsen, wie man am Beispiel von Tönnies sieht. Obwohl eine Nachricht von der Fleischwirtschaft im Mai 2017 bestätigte, dass die Nachfrage für Schweinefleisch in Deutschland und in der EU schrumpft. Warum also mehr Schweine schlachten? Auch darauf hat die Fleischwirtschaft eine Antwort: Der  Export in Drittländer nahm beim Schweinefleisch um 35 Prozent und bei Schlachtnebenerzeugnissen um über 20 Prozent zu. Triebfeder hierfür ist vor allem eine starke Zunahme der Lieferungen nach China und in etwas geringerem Umfang auch in andere, vor allem asiatische Länder.

2015 exportierte Deutschland insgesamt 2,9 Millionen Tonnen Schweinefleisch und importierte ca. 2,3 Millionen Tonnen Fleisch ohne Geflügelfleisch. Damit das Fleisch für den Export auch billig ist, erhielten die Schlacht- und Molkereiunternehmen in Deutschland fast Millionen Euro an EU-Agrarsubventionen.

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

2016 haben Deutschlands Schlachthöfe mit 8,25 Millionen Tonnen so viel Fleisch produziert wie noch nie. Um diese Millionen Tonnen an Fleisch produzieren zu können, leiden Tiere qualvoll in Massentierhaltungen.

Wie Recherchen in der Vergangenheit gezeigt haben, werden auch trächtige Kühe immer noch geschlachtet und die Kälber ersticken jämmerlich. Jeden Tag werden Schweine, Kühe und andere Tiere kilometerweit unter furchtbaren Bedienungen transportiert und dann geschlachtet.

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

Schweinemast: Die Tiere gebären mehr Ferkel, als die Sauen Zitzen haben. Sie sind weitaus größer, breiter und schwerer als noch vor 20 Jahren. Also werden überzählige oder zu kleine und schwache Ferkel einfach an der Stallwand totgeschlagen. In den ersten Tagen werden fast allen Ferkeln die Ringelschwänze gekürzt und die Eckzähne abgeschliffen. Nach etwa sechs Wochen kommen sie dann in die Mast.

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

Die Gegend zwischen Oldenburg in Niedersachsen und Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands größte Schlachtanlage. Hier werden jedes Jahr 3,5 Millionen Tonnen Schweine-, 900 000 Tonnen Geflügel- und 400 000 Tonnen Rindfleisch produziert. Schlachten, das bedeutet: Hals aufschneiden, aufhängen, Rektum aufbohren, enthäuten, aufschneiden, zerteilen, verpacken. Man kann es sich kaum vorstellen: rund 1400 Schweine werden im Werk Rheda-Wiedenbrück bei Europas größtem Fleischverarbeiter Tönnies geschlachtet und zerlegt. Nicht etwa am Tag, sondern in einer Stunde. Pro Tag sind das mehr als 22 000 Tiere. Jetzt will Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zukünftig 30 000 Tiere pro Tag schlachten. 

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

Acht Millionen Menschen und acht Millionen Schweine. In Niedersachsen werden so viele Schweine gehalten wie in keinem anderen Bundesland, nämlich fast ein Drittel aller Schweine in Deutschland. Niedersachsen ist Schweineland Nummer eins.

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

Millionen Tonnen an Fleisch werden hier produziert und ins Ausland exportiert. Die Massentierhaltung hinterlässt in diesem Land die schrecklichen Folgen, die mit Steuergeldern gefördert werden. Fleisch aus Deutschland – weltweit gefragt – während Billigfleisch aus anderen Ländern importiert wird – verrückter geht es nicht mehr!

„Silicon Valley der Agrarindustrie“

„Und ewig stinken die Felder…“ kommt einem Menschen leicht in den Sinn, der das Sillicon Valley der Agrarindustrie durchfährt. Die Tiermastfabriken verseuchen mit ihren Unmengen an hochkonzentrierter Gülle nicht nur Boden, Grundwasser und Meere. Sie produzieren minderwertiges Fleisch mit gesundheitsschädlichen Beigaben auf schrecklich tierquälerische Art und Weise; sie scheinen auch mit unheilvoller Wirkung daran mitzuarbeiten, dass sich in Europa immer mehr Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln. Breiten sich diese weiter aus, würde das bedeuten, dass den Menschen die einzigen Hilfsmittel gegen viele tödliche Krankheiten genommen werden.

Warum es zu viel Fleisch gibt

Der Film mit dem Titel „Schweine für den Müllcontainer” kritisiert die Haltungsbedingungen in der deutschen industriellen Schweinemast. Dicht gedrängt stehen die Tiere häufig im Stall, oft ohne Beschäftigungsmöglichkeiten oder eingestreutes Stroh auf den Spaltenböden aus Beton, an denen viele Tiere sich die Füße aufreißen – so zeigt es der Film, der verschiedene Kritiker zu Wort kommen lässt.


Unfassbare Zustände in der Putenmast, Antibiotika-Einsatz in der Geflügelzucht allgemein, nicht fachgerechte Tötungen von Rindern – Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger führen und dass Exporte dorthin die Märkte zerstören.

Weltweit steigt die Nachfrage nach Fleisch und vor allem Geflügel steil an. Um sie zu decken, muss die globale Fleischproduktion bis 2050 von heute 300 auf 470 Millionen Tonnen erhöht werden.

Wer die Umwelt schützen möchte, sollte auf seinem Teller anfangen.

„Der Hunger der Menschen in verschiedenen Teilen der Welt rührt daher, dass viele von uns viel zu viel, mehr nehmen, als sie brauchen.” Mahatma Gandhi

Netzfrau Doro Schreier>

========

1.6.2018: Fleischabfälle werden zu "Proteinen", mit denen man dem Fleisch noch Wasser hinzumischen kann, um schwerer zu erscheinen
Die Fleischpanscher: „Wir machen aus Scheiße Gold“ (Video)
https://www.pravda-tv.com/2018/06/die-fleischpanscher-wir-machen-aus-scheisse-gold-video/

Video: Wie aus Wasser Wurst wird: Wurstpanschen leicht gemacht - Frontal 21 | ZDF (12'28'')

Wie aus Wasser Wurst wird: Wurstpanschen leicht gemacht - Frontal 21 | ZDF (12'28'')
https://www.youtube.com/watch?v=DiX5DWgSzUs

Videoprotokoll:
Für eine billige Wurst wird gemischt: Fleisch, Separatorenfleisch, Proteine, und das Ganze wird mit Wasser gestreckt (2'15''). Das Separatorenfleisch wird aus Schlachtabfällen gewonnen, also auch aus den ausgedrückten Knochen. Seit dem Rinderwahnsinn ist Rinder-Separatorenfleisch verboten, und auch das Separatorenfleisch von anderen Tieren ist ein Risiko (2'49''). Die Paste kann je nachdem sehr anfällig sein für Bakterien und Mikroben (3'9''). 2011 wurden in D 130.000 Tonnen Separatorenfleisch produziert, davon 68.000 in D verarbeitet, der Rest wurde exportiert (3'29''). Die Fleischlobby verschweigt, wo das Separatorenfleisch verarbeitet ist (3'36''). Foodwatch fragte nach und stiess nur auf negative Antworten, niemand will das Separatorenfleisch verwendet haben (4'0''). Auf einer Fleischmesse wird "Separatorenfleisch" als "3mm-Fleisch" bezeichnet (4'39''). Das verwenden alle grossen Fleischverarbeiter (4'43''). Das muss man nicht deklarieren (4'50''). Die Firma Tönnies hat das 3mm-Fleisch usw. alles für die billige Wurstproduktion (4'58''). Dann ist da noch die Frage nach der Deklaration:  Die Firma C&P meint, sie raten ihren Kunden nicht, Separatorenfleisch falsch zu deklarieren (5'15''). Der Produzent muss von Fall zu Fall entscheiden, Separatorenfleisch als 3mm-Fleisch auszugeben oder nicht (5'25''). Tönnies meint, Separatorenfleisch müsse gekennzeichnet werden, und das sei gar nicht schlecht, Separatorenfleisch zu verwendetn (5'50''). Wenn der Konsument wüsste, dass Separatorenfleisch in der Wurst ist, dann würde der das sicher nicht kaufen. Und die Familien der Wurstproduzenten auch nicht (6'17''). Am Ende wird die gepanschte Wurst in heissem Wasser gebrüht, und dann wird die Wurst für das DLG-Gütesiegel vorgestellt (6'41''). Fast 50% Separatorenfleisch, fast 33% Wasser (6'46''). Die Kontrolleure werden verarscht, denn das Separatorenfleisch ist analytisch nicht nachweisbar (6'59''). Die Wurst wird zur DLG-Prüfung geschickt, das Resultat kommt in 5 Wochen (7'20''). Dieses Material für 1kg Wurst kostet 59 Cents: Wasser 33%, Separatorenfleisch knapp 50%, etwas Fleisch (7'29''). Im Supermarkt kostet die Wurst dann 7 Euro (7'39''). Firma Trinity: Ein Insider packt aus: Hier wird Separatorenfleisch in gelbe Tüten abgepackt. Gemäss Staatsanwaltschaft sollen mehrere 100 Tonnen Separatorenfleisch dem normalen Fleisch untergemischt worden sein (8'11''). Und die weiterverarbeitenden Betriebe haben z.T. über das Separatorenfleisch in der Fleischmischung Bescheid gewusst (8'50''). Bei einem Prozess in Osnabrück wird das Verfahren gegen 75.000 Euro eingestellt und die Panscher gelten weiterhin als unschuldig (9'2''). Die DLG bewilligt die Panschwurst mit dem Silbernen DLG-Preis (10'1''). Zusammensetzung: 46% Separatorenfleisch, 27% Wasser, 18% Fleisch und Speck (10'20''), und etwas Paprika (10'23''). Metzgermeister Franz Josef Voll hat Silber für eine zu über 60% gepanschte Wurst erhalten (10'31''). DLG in Frankfurt meint, Separatorenfleisch dürfe nicht enthalten sein, verstosse gegen die Prüfbestimmungen, aber die DLG entdeckt das Separatorenfleisch einfach nicht (11'33''). Die Politik hat keine Chance (12'22'').

Der Artikel:

[Fleisch wird mit Protein aus Schlachtabfällen und Wasser "gestreckt", um schwerer zu erscheinen]
<Fleisch- und Wurstwaren, die industriell hergestellt werden, können mit Protein aus Schlachtabfällen und Wasser gestreckt werden, ohne dass dies Lebensmittelkontrolleuren überhaupt auffallen würde. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hatte recherchiert.

Durch den Zusatz bestimmter Proteine kann man Fleisch oder Wurst mehr Wasser als üblich zusetzen. Die so gepanschten Fleisch- und Wurstwaren sind dann wesentlich schwerer und können so teurer verkauft werden.
Die Verbraucherzentrale in Hamburg kritisiert das als bewusste Verbrauchertäuschung. Wasser werde durch Proteine untergemischt, ohne dass die Verbraucher etwas davon merken. In Deutschland vertreibt beispielsweise die Firma Sonac Proteine, die viel Wasser speichern können.

Diese „Lebensmittelzusätze“ sollen aber dem Lebensmittelrecht entsprechen und die Zutaten korrekt deklariert werden (Selbstversorgermilch vs. Industriemilch).

[Proteine aus Blutplasma - Kontrolleure haben keine Chance - Grüne fordern "mehr Forschung"]

Die Proteine werden aus Blutplasma hergestellt und machen es Kontrolleuren allerdings unmöglich nachzuweisen, dass den Fleischerzeugnissen nicht deklariertes Wasser untergemischt wurde. Seit 2014 forscht das staatliche Max-Rubner-Institut daran, nicht deklarierte Wasserbeimischungen in Fleischerzeugnissen nachzuweisen. Bislang wurde keine Methode gefunden, die „Fleischpanscherei“ nachzuweisen.

Die Partei der Grünen forderte die Bundesregierung auf, mehr Geld in die Forschung zu stecken, damit der Betrug in der Fleischindustrie leichter aufgedeckt und somit beendet werden kann. Leitungswasser habe nichts in Fleischprodukten zu tun und habe definitiv nicht den gleichen Preis wie ein Steak, kritisieren die Grünen. Die Panscherei sei nicht nur ein Betrug am Geschmack, sondern vor allem am Geldbeutel der Verbraucher.

[Firma Sonac präsentiert sein "Geschäftsmodell" - die Verwertung von Schlachtabfällen zu Proteinen]

Das Magazin „Frontal 21“ hatte für seine Recherchen in der Fleischindustrie zum Schein eine Fleischfirma gegründet. Die Autoren luden einen Vertreter der Firma Sonac ein, der das Geschäftsmodell der Firma anpries. Sonac hole bei Schlachthöfen alles ab, was nicht verarbeitet werden könne. Die Schlachtabfälle landeten nicht im Müll, sondern würden bei Sonac zu 100% verarbeitet werden. „Wir machen quasi aus Scheiße Gold“, brüstete sich der Vertreter. Mit diesem Geschäft mache man immer Geld.

Zudem warb die Firma Sonac für die Protein-Zusätze in Schlachtabfällen und führte vor, wie das Gewicht von Fleischprodukten durch die Beimischung von Wasser erhöht werden kann. Die Zielgruppe der Firma sind Fleisch- und Wurstproduzenten.

[Niemand will gepanschtes Fleisch verkauft haben (!)]

„Frontal 21“ fragte bei Discountern nach, ob sie Fleischprodukte kaufen, die mit Proteinen aus Schlachtabfällen gestreckt sind. Die Discounter Lidl, Aldi und Kaufland versicherten, dass in ihren Fleischwaren keine Proteine zugesetzt würden. Auch der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie verneinte die Verwendung des Proteins. Fraglich ist dann, wer die Abnehmer dieser Fleischpanscher sind.

Solange nicht nachgewiesen werden kann, in welchen Fleisch- und Wurstprodukten Proteine enthalten sind, wird man als Verbraucher nur auf den Metzger seines Vertrauens zurückgreifen können, will man keine gepanschten Produkte zu sich nehmen.>

========


<<        >>

Teilen / share:

Facebook







Netzfrauen online, Logo 

^