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Kindererziehung bei Kindern von 6 bis 20 Jahren 05 - ab 1.6.2026

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel." - Johann Wolfgang von Goethe - Link


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1.6.2026: Gut gelaunte Lehrperson ->> gute SchülerInnen -- Lehrperson in schlechter Verfassung ->> schlechte SchülerInnen:
Gefühle des Lehrers beeinflussen Lernerfolg

https://science.orf.at/stories/3235783/

Lehrer und Lehrerinnen sind entscheidend für die Lernmotivation ihrer Schüler. Das bestätigt eine aktuelle Analyse: Es macht einen immensen Unterschied, ob die Lehrkräfte im Unterricht Freude oder Ärger empfinden.

Wenn Lehrkräfte Freude an ihrem Tun empfinden, bieten sie qualitativ hochwertigeren Unterricht, der das Selbstvertrauen der Schüler und Schülerinnen in ihre Fähigkeiten, ihr Interesse und ihre schulischen Leistungen stärkt. Verärgerte Lehrende hingegen gehen mit schlechterem Unterricht und schlechteren Lernergebnissen der Schüler einher, wie das Team Marina Elena Pfeifer von der Ludwig-Maximilians-Universität München im „Journal of Educational Psychology“ berichtet. Lehren sei eben nicht nur eine intellektuelle, sondern auch emotionale Tätigkeit.

Die Forschenden hatten Daten von 679 Mathelehrern sowie -lehrerinnen und mehr als 17.500 um die 15 Jahre alten Schülern und Schülerinnen in acht Ländern zusammengetragen. Einbezogen wurden Schulen in Chile, China, Kolumbien, Deutschland, Japan, Mexiko, Spanien und Großbritannien. Alle Klassen bearbeiteten für eine gute Vergleichbarkeit dieselbe Mathematiklektion – die Einführung quadratischer Gleichungen.

Freude vs. Ärger

Die Lehrkräfte wurden mit Hilfe der sogenannten „Teacher Emotions Scale“ befragt, wie viel Freude sie während des Unterrichts hatten oder wie groß ihre Verärgerung war. Die Wahl sei auf Freude und Ärger gefallen, weil dies nach vorhergehenden Analysen die prägnantesten positiven und negativen von Lehrkräften erlebten Emotionen seien. Die Kinder wurden gebeten, die Unterrichtsqualität der Lehrenden zu bewerten sowie über ihr Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten und ihr Interesse am Fach zu berichten. Zudem absolvierten sie einen Leistungstest.

Lehrkräfte, die mehr Freude empfanden, waren im Mittel eher in der Lage, den Unterricht effektiv zu gestalten, unterstützende Beziehungen zu den Schülern aufzubauen und kognitiv anregende Unterrichtsstrategien anzuwenden. Dies wiederum war mit einem höheren Selbstvertrauen der Schüler, größerem Interesse am Lernen und besseren Testergebnissen verbunden. Lehrer, die eher Ärger empfanden, zeigten im Durchschnitt in allen drei Aspekten eine schlechtere Unterrichtsqualität, auch die Lernergebnisse ihrer Schüler waren schlechter.

Selbstverstärkende Prozesse

Vermutlich geraten Lehrer und Lehrerinnen leicht in selbstverstärkende Kreisläufe, wie Pfeifer erklärte. „Ein verärgerter Lehrer könnte Schwierigkeiten haben, die Klasse effektiv zu führen, was zu schlechten Leistungen der Schüler führt, was wiederum dazu führt, dass sich der Lehrer noch frustrierter und erfolgloser fühlt – ein Teufelskreis.“ Fröhliche Lehrende wiederum schaffe eine positive Spirale, bei der effektiver Unterricht zum Erfolg der Schüler und Schülerinnen führt – „was den Lehrer noch glücklicher und stolzer auf seine Arbeit macht“.

Am faszinierendsten sei die Übereinstimmung der Ergebnisse in den verschiedenen Ländern gewesen, sagte Pfeifer. „Trotz erheblicher kultureller, wirtschaftlicher und sprachlicher Unterschiede blieben die Mechanismen, durch die die Emotionen eines Lehrers die Unterrichtsqualität und die Schülerleistungen beeinflussen, weltweit bemerkenswert ähnlich.“

Es sei wichtig, die positive Haltung von Lehrkräften zu fördern, schließen die Forschenden aus ihren Ergebnissen. „Die wichtigste Schlussfolgerung für die Praxis ist, dass die Förderung des emotionalen Wohlbefindens von Lehrkräften nicht nur ein ‚nettes Extra‘ ist – sie ist entscheidend für den Lernerfolg der Schüler“, so Pfeifer. Schulen und politische Entscheidungsträger sollten der Reduzierung von Lehrerstress daher Priorität einräumen.




Oberösterreich am 15.6.2026: Kriminelle Buben werden als letzte Massnahme zeitweise von der Schule ausgeschlossen - und 3x mehr als im letzten Schuljahr:
OÖ: Suspendierungen in Schulen verdreifacht
https://ooe.orf.at/stories/3358563/

Immer mehr Schülerinnen und Schüler fliegen zeitweise aus dem Unterricht. Die Zahl der Suspendierungen hat sich in Oberösterreich in den vergangenen Jahren verdreifacht. Rund 500 Kinder und Jugendliche wurden in diesem Schuljahr als Disziplinarmaßnahme vorübergehend von der Schule ausgeschlossen, wie neue Zahlen der Bildungsdirektion zeigen.

Die meisten Suspendierungen finden an Mittelschulen statt, gefolgt von Volks- und Sonderschulen. Vor allem Burschen im Alter von zehn bis vierzehn Jahren sind betroffen, besonders in städtischen Gebieten.

Wenn Konflikte oder Gewalt nicht mehr anders zu lösen sind, wird oft auf die Disziplinarmaßnahme der Suspendierung zurückgegriffen.

Ursachen und Maßnahmen

Laut Bildungsdirektion gibt es mehrere Gründe für die steigenden Suspendierungen: Dazu gehören eine stärkere Sensibilisierung im Umgang mit Konflikten und Gewalt, mangelnde Regelakzeptanz sowie persönliche Belastungen bei den Kindern und Jugendlichen.

Seit knapp einem Jahr müssen Eltern nach einer Suspendierung eine Beratungsbegleitung wahrnehmen. Ab Herbst sind zudem in ganz Österreich einheitliche Reintegrationsmodelle geplant, um die Rückkehr in den Schulunterricht zu erleichtern.



Erziehungsregeln für eine gesunde Gehirnentwicklung am 15.6.2026: 1. Nein sagen - 2. Raus gehen - 3. Schritt für Schritt - 4. Regeln einhalten - 5. Ämtliplan - 6. Risikokompetenz - 7. Sonntag einhalten:
Seit vielen Generationen gut: 7 «verstaubte» Erziehungstricks, die immer noch funktionieren
https://www.blick.ch/life/familie/seit-vielen-generationen-gut-7-verstaubte-erziehungstricks-die-immer-noch-funktionieren-id22014637.html

Jede Eltern-Generation erzieht ihre Kinder neu. Aber manche Erziehungstricks haben nie ausgedient. Diese sieben Dinge haben schon unsere Urgrosseltern getan – und sie funktionieren in modernen Familien immer noch.

Ein klares «Nein» hilft Kindern, Grenzen zu respektieren – und stärkt ihren Mut, selbst für sich einzustehen.

1. Öfters mal Nein sagen
Habt keine Angst davor, das kleine Wörtchen «Nein» zu euren Kindern zu sagen! Keine Sorge, sie verkraften das schon, wenn sie nicht immer ihren Willen kriegen. Ein «Nein» bringt viel Gutes in den Familienalltag. Erstens lernen die Kinder dadurch, Grenzen zu respektieren. Andererseits ermutigen wir sie, selber den Mut für ein klares «Nein» aufzubringen.

2. Mehr Frischluft schnappen
Es ist nicht nur ein Bauchgefühl: Kinder verbringen tatsächlich von Generation zu Generation weniger Zeit an der frischen Luft. Seit es Bildschirme gibt, hat sich dieses Problem noch einmal drastisch verschärft. An Sonnentagen gehts ja noch, aber wann seid ihr zuletzt mit euren Kindern im Regen rumgerannt und durch Pfützen gehüpft? Zeit, das wieder einmal zu tun. Es ist der Gesundheit, auch der psychischen, in so vielerlei Hinsicht zuträglich. Und tut dem Familiengefühl gut.

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3. Nur nicht überfördern
Unsere Grosseltern sind auch irgendwie erwachsen geworden, obwohl sie weder Frühenglisch noch Musikförderklasse besucht haben. Es ist gut, die Interessen eines Kindes wahrzunehmen und deren Entwicklung zu unterstützen. Aber die grassierende «Überförderung» führt zu Überforderung. Allzu volle Terminkalender führen dazu, dass mittlerweile bereits Kinder in der Grundschule an Burn-outs erkranken. Lassen wir den Kindern doch wieder mehr Zeit, in der sie unbeobachtet, unverplant und ungestört ihre eigene Welt erkunden dürfen.

Schon Kinderarzt Remo Largo pflegte zu sagen: «Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.» Er plädierte zu Lebzeiten dafür, Kindern mehr Freiraum zu lassen, statt sie ins Frühförderungskorsett zu stecken.

4. Konsequent auf Regeln beharren
Kaum ein Elternpaar vermittelt seinen Kindern noch den klassischen Knigge. Wieso eigentlich? Der berühmte Erfinder der Benimm-Tipps hatte schliesslich nicht vor, uns mit seinen Regeln zu plagen, sondern wollte einfach nur ein angenehmeres Zusammenleben für alle erreichen. Selbstverständlich dürfen wir unsere eigenen Regeln für gutes Benehmen aufstellen, aber auf diesen zu beharren, macht absolut Sinn. Man nehme die Situation Familientisch: Wenn Eltern auf ein gutes Benehmen beim Essen bedacht sind und dieses auch von ihren Kindern verlangen, profitieren alle davon. 1. Fällt weniger Wäsche an, weil sauberer gegessen wird. 2. Können die Eltern ihr Essen auch geniessen. 3. Lernen die Kinder, welches Verhalten zu Tisch allgemein als akzeptabel gilt, was sie später vor unangenehmen Situationen bewahrt.

5. Der gute alte Ämtliplan
Die Familie ist ein Trainingszentrum. Hier lernen Kinder in einem geschützten Rahmen, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn alle zusammenarbeiten. Zu einer guten Erziehung gehört, dass Kinder lernen, im Haushalt gewisse Arbeiten zu erledigen. Die sogenannten Ämtli sind in vielen Familien in Vergessenheit geraten. Dabei haben sie nicht nur einen tollen Lerneffekt, sondern auch viele weitere Vorteile! Kinder lernen, den Wert von unbezahlter Arbeit zu erkennen. Sie entwickeln Skills für ihren eigenen Haushalt. Sie entlasten die Eltern.

6. Risikokompetenz statt Risikofreiheit
Kinder, deren Eltern jede Gefahr aus dem Weg räumen und jedes Risiko vermeiden, lernen nicht, zu leben. Sie entwickeln weder Konfliktfähigkeit noch Resilienz. Und schon gar nicht die Fähigkeit, ihre eigenen Fähigkeiten gesund einzuschätzen und Risiken zu beurteilen. Kurz und gut: Überbehüten ist die wohl schädlichste grassierende Erziehungskrankheit in der heutigen Elterngeneration.

7. Der heilige Sonntag
Wisst ihr noch, als man sonntags nicht einkaufen konnte, weil alle Läden geschlossen waren? Und wie gut es damals tat, einen Tag zu haben, an dem man einfach nichts tun muss, weil gar nichts möglich war? Wir sagen nicht, dass es der Sonntag sein muss... aber ein regelmässig wiederkehrender Abstand vom Konsumwahnsinn der westlichen Welt sorgt für die Entwicklung eines nachhaltigen Mind-Sets. Und falls bei den Kindern deswegen Langeweile aufkommt, freut euch. Denn diese ist wahnsinnig gut für die Entwicklung!




Schulzeit der Kinder am 16.9.2026: Eltern müssen für die Kinder Zeit haben - das ist entscheidend:
Bildung: Wie Eltern ihre Kinder prägen
https://www.nau.ch/lifestyle/gesellschaft/bildung-wie-eltern-ihre-kinder-pragen-67173518

Redaktion -- Bern -- Nachhilfe, Kontrolle, Druck: All das bringt oft weniger Bildung als erhofft. Entscheidend für den Schulerfolg der Kinder ist etwas ganz anderes.

    Der Lernerfolg von Kindern wird stärker von den Eltern geprägt, als viele annehmen.
    Entscheidend ist nicht, wie streng zu Hause kontrolliert wird, sondern was genau.
    Gemeinsam vereinbarte Regeln können helfen, den richtigen Weg zu gehen.

Wie viel können Eltern zum Lernerfolg ihrer Kinder tatsächlich beitragen? Die Forschung liefert dazu viele Erkenntnisse, die in manchen Details überraschen. Neben gezielter Lernhilfe spielt auch das tägliche Umfeld zu Hause eine wichtige Rolle. Welche Rolle Eltern in der Bildung ihrer Kinder spielen, lässt sich heute in vielen Bereichen gut beschreiben.

Der Einfluss beginnt vor dem ersten Schultag
Bildung beginnt nicht erst mit der Einschulung, sondern bereits in den ersten Lebensjahren im Elternhaus. Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, verfügen in der Regel über einen grösseren Wortschatz und lernen leichter lesen. Darauf verweist das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien.

Auch Gespräche am Familientisch sind wichtig, denn dabei lernen Kinder, ihre Gedanken zu ordnen und sie verständlich auszudrücken. Dafür ist kein teures Lernmaterial nötig, sondern Zeit und sprachliche Zuwendung im Alltag. Frühe Unterschiede können lange bestehen bleiben, auch wenn die Schule vieles ausgleicht.

Der Zusammenhang zwischen Elternhaus und Schulleistung ist in der Schweiz gut dokumentiert und wird regelmässig untersucht. Wie der Bund in seiner 2026 veröffentlichten Mitteilung zur PISA-Erhebung 2025 schreibt, spielen soziale Herkunft und Sprache eine wichtige Rolle.

Jugendliche aus dem sozial am wenigsten begünstigten Viertel erzielen in den Naturwissenschaften signifikant tiefere Leistungen als jene der übrigen Gruppen.

Gleiche Leistung, ungleiche Wege
Ein besonders aufschlussreicher Blick ist der auf die weitere Schullaufbahn. Wie der Bildungsbericht Schweiz 2023 der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung zeigt, lassen sich soziale Unterschiede nicht vollständig durch Leistungen erklären.

So unterscheidet sich das Risiko eines Abbruchs des Gymnasiums je nach sozialem Hintergrund auch dann, wenn die schulischen Leistungen berücksichtigt werden. Die Gründe dafür sind laut Bericht jedoch nicht ausreichend untersucht.

Bei schulischen Übergängen können Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie sich frühzeitig über die Möglichkeiten informieren. Wer weiss, wie Anmeldefristen, Prüfungen und Probezeiten funktionieren, kann sein Kind gezielter begleiten.
Interesse besser als heimliche Kontrolle

Viele Eltern setzen auf mehr Kontrolle, sobald die Noten über längere Zeit nicht stimmen. Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass unterstützende Begleitung hilfreicher ist als eine als Einmischung empfundene Aufsicht.

Wer regelmässig fragt, was das Kind gerade beschäftigt, signalisiert damit Wertschätzung für dessen Arbeit. Hausaufgaben sollten Kinder möglichst selbst lösen, damit sie Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen.

Hilfreich sind ein ruhiger Arbeitsplatz und eine feste Zeit. Wer Hilfe benötigt, muss eine Nachhilfe bekommen. Auch hier können Eltern effektiv helfen, indem sie diese anbieten. Das Kind muss sie nicht annehmen, aber das Gefühl, die Eltern kümmern sich, hilft oft.

Struktur, Schlaf und Bildschirmzeit
Auch der Alltag zu Hause prägt das Lernen. Ausreichend Schlaf, regelmässige Mahlzeiten und verlässliche Abläufe schaffen günstige Bedingungen für die Konzentration.

Das Smartphone, Tablet oder die Konsole spielen in der Freizeit und am Wochenende oft eine grosse Rolle. An Wochentagen verbringt fast die Hälfte der Jugendlichen in der Schweiz zwischen einer und drei Stunden täglich in sozialen Netzwerken. Ein Drittel kommt sogar auf mehr als drei Stunden täglich, laut PISA 2025.

Gemeinsam vereinbarte Regeln können helfen, genügend Zeit für Schlaf, Bewegung und schulische Aufgaben freizuhalten.

Die Zusammenarbeit mit der Schule
Lehrpersonen und Eltern verfolgen dasselbe Ziel. Ein regelmässiger Austausch hilft, Fragen frühzeitig zu klären. Elterngespräche lohnen sich auch dann, wenn gerade keine Probleme vorliegen und alles ruhig läuft. Wer die Schule als Partnerin versteht, kann gemeinsam mit ihr nach Lösungen suchen.

Hilfreich ist zudem, die Erwartungen realistisch zu halten und den eigenen Bildungsweg nicht zum Massstab zu machen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, und das Schweizer Bildungssystem bietet verschiedene Wege und Anschlussmöglichkeiten.

Bildung: Wo Eltern an Grenzen stossen
Nicht alle Familien verfügen über ausreichend Zeit, Sprachkenntnisse oder einen ruhigen Raum zum konzentrierten Lernen. Genau hier setzen Angebote wie Tagesstrukturen, Hausaufgabenhilfe und Gemeindebibliotheken an. Die Kosten und Zugangsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Gemeinde und Angebot.

Auch Vereine und Musikschulen tragen zum Lernen bei, ohne dabei als Schule aufzutreten. Eltern müssen den Lernstoff nicht selbst beherrschen, um ihr Kind wirksam und glaubwürdig zu unterstützen. Ehrlichkeit ist dabei wichtiger als eine Fassade, denn Kinder merken schnell, wenn Erwachsene etwas nur vortäuschen.




https://orf.at/stories/3442449/

Über 4.600 Ehrenamtliche gehen jede Woche in Schulen, um mit den Kindern und Jugendlichen zu lesen und ihnen Geschichten zu erzählen. Das Bildungsministerium will das Programm nun weiter ausbauen und stockt die Förderungen für Ausbildung und Begleitung der Lesepatinnen und Lesepaten auf.

Bedarf an Leseförderung gibt es genug: Zuletzt verpassten am Ende der Volksschule 40 Prozent der Schüler und Schülerinnen die Bildungsstandards im Lesen, laut PISA-Studie schwächelt auch fast ein Viertel der 15-Jährigen.

Die Lesepatinnen und -paten – im Einsatz sind Freiwillige von der Studentin bis zum Pensionisten – sollen den Kindern in Schulen, aber auch Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen zusätzliche individuelle Lesezeit ermöglichen.

Dadurch sollen die Leseflüssigkeit und das Leseverständnis der Kinder verbessert und gleichzeitig deren Motivation und Selbstvertrauen gesteigert werden.

Mehr Geld für Qualifizierung und Begleitung Ehrenamtlicher

Aus Sicht des Bildungsressorts hat sich das Programm bewährt, die Lesepaten leisteten einen „unverzichtbaren Beitrag zur Förderung der Lesefreude und der Sprachentwicklung“, hieß es heute in einer Aussendung.

Die Aufstockung der Fördermittel um 120.000 Euro für jene Organisationen, die ehrenamtliche Lesepaten ausbilden, begleiten und vernetzen, sieht man als „Grundlage für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Leseförderung in ganz Österreich“.




London am 21.9.2026: Eine Schule lässt sich NICHT absaufen: "Michaela Community School" mit Belohnungssystem für Leistungen:
Zurück zu Wissen und Disziplin? Der Blick nach London

Die Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten nehmen seit etwa 15 bis 20 Jahren rapide ab. Eine Londoner Schule setzt dagegen auf Disziplin, klare Regeln und systematisches Lernen – mit bemerkenswerten Resultaten.

https://transition-news.org/zuruck-zu-wissen-und-disziplin-der-blick-nach-london

PISA ist ein Schlag in die Magengrube - 17. September 2026
Inside Paradeplatz: Wie geht das, motivierte und leistungsbereite junge Menschen? - 2. September 2026

Die Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler nehmen seit ungefähr 15 bis 20 Jahren rapide ab. Das ist mittlerweise Allgemeingut. Ein Gegenbeispiel gefällig?

Ein Beispiel aus London liefert dazu einen bemerkenswerten Kontrast. An der Michaela Community School setzt Schulleiterin Katharine Birbalsingh auf ein Schulmodell, das in vielen Punkten quer zu aktuellen pädagogischen Trends steht. Der Unterricht ist streng geführt, die Regeln sind klar, und von den Schülerinnen und Schülern wird erwartet, dass sie aktiv mitarbeiten.

Wer eine Frage beantworten kann, soll sich melden – und zwar nicht nur gelegentlich. Im Unterricht machen möglichst alle mit. Gleichzeitig herrscht eine hohe Disziplin. Wer spricht, während die Lehrperson unterrichtet, Material vergisst oder den Anweisungen nicht folgt, muss mit Konsequenzen rechnen. Gute Leistungen und besonderes Engagement werden dagegen sichtbar anerkannt.

Die Schülerinnen und Schüler tragen Uniformen mit Abzeichen, die etwa für vollständige Anwesenheit, herausragende Mathematikleistungen oder besonderes Engagement in der Bibliothek stehen. Das System ist bewusst konsequent angelegt: Fehlverhalten zieht zunächst Strafpunkte und Verwarnungen nach sich, bei wiederholten Verstößen sind weitergehende Konsequenzen möglich.

Das Bemerkenswerte ist, wie die Schülerinnen und Schüler selbst darauf reagieren. Bei einem Besuch der Schule beschreibt die Schweizer Unternehmerin Esther Ziegler sie als aufmerksam, kommunikativ und stolz auf ihre Schule. Die strenge Ordnung scheint dort zumindest nicht mit der von Kritikern befürchteten Einschüchterung einherzugehen.

[Wissen verankern - dann forschen]

Auch beim Unterricht verfolgt Michaela einen klaren Ansatz. Statt Schüler möglichst früh selbst herausfinden zu lassen, was sie noch nicht wissen, wird zunächst Wissen vermittelt. Danach wird es gezielt abgefragt und wiederholt. Zum Einsatz kommen unter anderem «Active Recall» und «Spaced Learning» – also aktives Abrufen und Wiederholen in zeitlichen Abständen.

Die Idee dahinter ist einfach: Wer etwas noch nicht weiß, kann es nicht selbstständig anwenden. Zuerst braucht es Wissen und Grundlagen, danach können komplexere Aufgaben und Transferleistungen folgen. Die Schule setzt deshalb auf einen systematischen Aufbau des Wissens.

Gerade dieser Punkt steht im Zentrum der Kritik an manchen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. «Selbstorganisiertes Lernen» und «Kompetenzorientierung» haben in vielen Schulen an Bedeutung gewonnen. Die Frage ist jedoch, ob Schülerinnen und Schüler tatsächlich selbstständig lernen können, wenn ihnen zuvor das notwendige Wissen und die entsprechenden Fertigkeiten nicht ausreichend vermittelt wurden.

Michaela liefert darauf zumindest ein interessantes Gegenmodell. Die Schule setzt auf hohe Erwartungen, klare Grenzen und konsequente Rückmeldungen. Die dahinterstehende Überzeugung lautet: Kinder werden nicht dadurch gefördert, dass man ihnen möglichst wenig abverlangt, sondern dadurch, dass man ihnen etwas zutraut und sie entsprechend fordert.

Ein solcher Ansatz lässt sich nicht einfach auf die Schweiz übertragen. Die Rahmenbedingungen, die gesellschaftliche Zusammensetzung und die Schulsysteme unterscheiden sich. Auch ein einzelnes Schulbeispiel kann keinen Beweis dafür liefern, dass ein bestimmtes Modell überall funktionieren würde.

Es zeigt aber, dass die Debatte über Schule nicht bei der Frage nach immer neuen Reformen stehen bleiben muss. Angesichts der PISA-Befunde stellt sich auch die grundlegende Frage, welche Rolle Wissen, Übung, Disziplin und verbindliche Leistungsanforderungen wieder spielen sollten.

Denn wenn Schülerinnen und Schüler Mühe haben, Texte zu verstehen, mathematische Probleme zu lösen oder naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erfassen, geht es am Ende um elementare Fähigkeiten. Die Frage lautet deshalb nicht nur, welche Kompetenzen die Schule vermitteln soll, sondern auch, wie konsequent sie das dafür notwendige Wissen tatsächlich aufbaut.

Die Michaela School zeigt ein mögliches Prinzip: klare Regeln, konzentrierter Unterricht, hohe Erwartungen und viel Wiederholung. Ob dieses Rezept auch in Schweizer, deutschen oder österreichischen Schulen die gewünschten Ergebnisse bringen würde? Angesichts der aktuellen PISA-Befunde lohnt es sich jedenfalls, genauer hinzusehen, was andere Schulen anders machen.

[UND:
-- es braucht gute Spielplätze
-- es braucht Robinsonspielplätze zum Basteln im Sommer wie im Winter
-- es braucht therapeutische Bauernhöfe, um den Kontakt zur Natur und zum Planeten herzustellen
-- es braucht eine ausgeglichene, gesunde Ernährung
-- 1 Walnuss pro Tag gleicht das Hirn aus und reduziert Nervosität].




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