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Das Arbeitsverhältnis, Meldungen 05 - ab 1.1.2026

 

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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Umfrage mit fast 55.000 Leuten über Arbeitgeber in der Schweiz am 15.1.2026:
Das sind die beliebtesten Arbeitgeber der Schweiz
https://www.msn.com/de-ch/finanzen/personalwesen/das-sind-die-beliebtesten-arbeitgeber-der-schweiz/ar-AA1UivNV

Fototexte:
1. Am Donnerstag wurde der Swiss Arbeitgeber Award vergeben. In der Bildstrecke siehst du die beliebtesten Arbeitgeber. Zuerst: Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden.
2. Kategorie: 1000+ Mitarbeitende: 1. Platz: Genossenschaft ZFV-Unternehmungen -- Branche: Hotellerie/Gastronomie -- Ort: Zürich
3. Kategorie: 1000+ Mitarbeitende: 2. Platz: Psychiatrische Dienste Graubünden -- Branche: Psychiatrien -- Ort: Chur
Generell:
Gesundheitswesen: Pflege, Rehakliniken, Psychiatrien
Gastronomie
Industrieunternehmen

Der Artikel:

Artikel von Fabian Pöschl -- Rund 55'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben abgestimmt. Die Personalchefin der Gewinnerfirma sagt, womit sie die Angestellten glücklich macht.

Wo arbeiten die Menschen besonders gerne? Das Beratungsunternehmen Icommit ermittelte die beliebtesten Arbeitgeber der Schweiz 2026. Am Donnerstagabend fand die Preisverleihung statt.

Fast 55'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 152 Unternehmen stimmten ab, wie zufrieden sie sind. Damit ist es die nach eigenen Angaben grösste Mitarbeiterbefragung der Schweiz und bereits die 25. Durchführung.

Was dieses Jahr auffällt: Schweizer Traditionsunternehmen dominieren. In den vier Grössenkategorien setzten sich Unternehmen durch, deren Wurzeln teilweise bis ins 19. Jahrhundert reichen.

Diese Unternehmen haben in ihrer jeweiligen Kategorie gewonnen:
Icommit-Geschäftsführer Sven Bühler sagt, dass, wenn die Welt unsicherer werde, die Wertschätzung für Arbeitgeber steige, die Sicherheit, Verlässlichkeit und Sinn stiften. Die Gewinnerfirmen hätten über Jahrzehnte grosse Veränderungen wie Wirtschaftskrisen, Strukturbrüche oder Pandemien überstanden. Ihre gelebte Stabilität, verbunden mit erkennbaren Werten und einer starken Gemeinschaftskultur, hätte die hohe Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden geprägt.

Ebenfalls auffällig findet Bühler im Jahr 2026 ein weiteres Muster: Viele Topplatzierungen kämen aus besonders vom Fachkräftemangel belasteten Branchen, zum Beispiel aus dem Gesundheitswesen – Pflegeinstitutionen, Rehakliniken und Psychiatrien.

Den Unternehmen gelinge es trotz Dauerstress, ihren Mitarbeitenden eine gute Arbeitswelt zu schaffen und dadurch genügend Fachkräfte zu halten. Das gelte auch für die Gastronomie, in der laut Branchenspiegel des Branchenverbands Gastrosuisse Fachkräftemangel, Kostensteigerungen und schwankende Nachfrage anhalten.

Ebenfalls bemerkenswert findet Bühler die zahlreichen Industrieunternehmen, die in der Rangliste Spitzenplätze erreichen. Und das, obwohl die Branche unter geopolitischer Unsicherheit, Exportabhängigkeit und Innovationsdruck leidet. Das sei ein deutliches Signal dafür, dass Unternehmen auch in Krisensituationen die Zufriedenheit und die Verbundenheit ihrer Mitarbeitenden aufrechterhalten könnten.




Katholische Betrügereien mit Überstunden in Spanien?

Überstunden in Marin (Galizien, Spanien) am 18.1.2026: Ein Beamter behauptet 1405 Überstunden:
SPANIEN: Beamter mit 1405 Überstunden – «Menge unmöglich zu glauben»
https://www.20min.ch/story/spanien-1405-ueberstunden-hatte-beamter-wirklich-145-stunden-tage-103488184

Florian Osterwalder -- In Spanien sorgen derzeit Überstunden eines Gemeindemitarbeiters für Gesprächsstoff: 2025 soll er im Durchschnitt 6,5 Stunden pro Arbeitstag zusätzlich zur regulären Arbeitszeit gearbeitet haben.

Mit den Überstunden überschritt er die gesetzliche Grenze von 80 Überstunden pro Jahr deutlich.
Die Opposition spricht von «unmöglich zu glaubenden» Arbeitszeiten.
Die Stadtverwaltung begründet die Überstunden mit Personalmangel.
In der galicischen Gemeinde Marín sorgt aktuell ein Fall von massiven Überstunden für Unmut. Die Kleinstadt in Spanien mit rund 25'000 Einwohnern wird von der Volkspartei (Partido Popular) mit absoluter Mehrheit regiert. In der letzten Gemeinderatssitzung machte der Sprecher der Oppositionspartei PSOE (Partido Socialista Obrero Español) auf Unregelmässigkeiten aufmerksam. Darüber berichtet die Zeitung «La Voz de Galicia».

https://lavozdegalicia.es/ Un funcionario de Marin cobró 1.405 horas extras en el año 2025

Überstunden «praktisch unmöglich zu glauben»
Einem Bericht der kommunalen Rechnungsprüfung zufolge leistete ein Beamter im Jahr 2025 insgesamt 1405 Überstunden – im Durchschnitt 6,5 Stunden pro Arbeitstag zusätzlich zur regulären Arbeitszeit. Die Sozialisten kritisieren, dass der betroffene Mitarbeiter durch Überstunden mehr verdiente als durch seine normale Arbeit. Sie betonen, dass die Menge der Überstunden «praktisch unmöglich zu glauben» sei und auf eine tägliche Arbeitszeit von rund 14 Stunden hinauslaufe.

Nach geltendem Recht sind maximal 80 Überstunden pro Jahr zulässig – ein Limit, das laut Prüfbericht in nahezu allen kommunalen Bereichen deutlich überschritten werde. Bürgermeisterin María Ramallo (PP) bestätigte den Fall eines Mitarbeiters mit vielen Überstunden und erklärte, dass er aufgrund von Krankheits- und Rentenausfällen 2025 allein eine Abteilung leitete, die normalerweise mit drei Personen besetzt ist. Sie betonte, dass sie das Gesetz kenne und versuche, es einzuhalten, Überstunden in Ausnahmefällen jedoch unvermeidbar seien.

Unterschied zwischen Mehrarbeit und Überstunden
In der Schweiz wird laut Arbeitsgesetz (ArG) zwischen Mehrarbeit und Überstunden unterschieden. Mehrarbeit bezeichnet Arbeitsstunden, die über die vertraglich vereinbarte normale wöchentliche Arbeitszeit hinausgehen, aber noch unter der gesetzlich zulässigen Höchstarbeitszeit liegen.

Überstunden sind Arbeitsstunden, die über die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit hinausgehen oder die ausdrücklich als Überstunden angeordnet wurden. Gesetzliche Grundlage: Laut Arbeitsgesetz (ArG, SR 822.11), Art. 321c OR dürfen Überstunden nur angeordnet werden, wenn sie notwendig sind, und sie müssen in der Regel innerhalb von 14 Wochen durch Freizeit oder Zuschlag ausgeglichen werden.

In der Praxis ist der Unterschied relevant, weil Mehrarbeit oft innerhalb der vertraglichen und gesetzlichen Grenzen liegt, während Überstunden die gesetzliche Obergrenze überschreiten.




Fristlose Entlassung in Kerzers (Kanton Fribourg, Schweiz) am 19.1.2026: geht nicht - auch wenn da wegen Social Media "rechtsextrem" behauptet wird:
Zuständiges Amt entscheidet: Gemeinde entlässt rechtsextreme Mitarbeiterin fristlos – nun bekommt sie Entschädigung
https://www.blick.ch/schweiz/freiburg/zustaendiges-amt-entscheidet-gemeinde-entlaesst-rechtsextreme-mitarbeiterin-fristlos-nun-bekommt-sie-entschaedigung-id21613481.html

Keystone-SDA -- Die Schweizer Nachrichtenagentur -- Die Gemeinde Kerzers FR hat eine rechtsextreme Mitarbeiterin im Sommer 2025 zu Unrecht fristlos entlassen. Nun muss die Gemeinde der Frau eine Entschädigung zahlen.

-- Kerzers FR entliess rechtsextreme Mitarbeiterin 2025, fristlose Kündigung war unzulässig
-- Oberamt fordert Entschädigung, ordentliche Kündigung jedoch rechtmässig
-- Mitarbeiterin verbreitete rechtsextremes Gedankengut auf Social Media

Die Gemeinde Kerzers FR hat eine rechtsextreme Mitarbeiterin im vergangenen Sommer zu Unrecht fristlos entlassen. Zu diesem Schluss kommt das Oberamt des Seebezirks des Kantons Freiburg, wie es am Montag mitteilte.

Hingegen war die ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Gemeinde rechtmässig, wie das Oberamt in einer Mitteilung schrieb. Dieses verpflichtete Kerzers, der betroffenen Person eine Entschädigung zu bezahlen. Die Gemeinde kann den Entscheid noch beim Kantonsgericht Freiburg anfechten.

So argumentiert das zuständige Amt
Eine fristlose Kündigung stelle das schärfste arbeitsrechtliche Mittel dar und sei nur zulässig, wenn eine Weiterbeschäftigung selbst bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist objektiv unzumutbar sei, schrieb das Oberamt weiter. Diese hohe Schwelle sei im konkreten Fall nicht erreicht worden.

Die Gemeinde Kerzers hatte die Mitarbeiterin im vergangenen Sommer fristlos entlassen. Sie soll in der Kinderbetreuung der Gemeinde gearbeitet und auf Social Media wiederholt rechtsextremes Gedankengut verbreitet haben, wie «CH Media» im vergangenen März berichtete.




Der kr. Ingenieur in Treviso (Norditalien) am 24.1.2026: Anmache ohne Ende mit SMS und Annäherungen am Arbeitsplatz - Kündigung:
Gericht bestätigt Kündigung eines Ingenieurs: Job wegen Nachrichtenflut an Kollegin verloren
https://www.suedtirolnews.it/italien/job-wegen-nachrichtenflut-an-kollegin-verloren

Von: luk

Treviso – Das Arbeitsgericht von Treviso hat die fristlose Kündigung eines Ingenieurs am Flughafen Treviso bestätigt, der eine Kollegin wiederholt belästigt hatte. Der Mann hatte gegen seine neue Mitarbeiterin, die in einem befristeten Arbeitsverhältnis stand, über Monate hinweg unerwünschte Annäherungen unternommen – unter anderem durch körperliche Nähe, anzügliche Bemerkungen und eine große Zahl von Nachrichten, die auch sexuellen Inhalt aufwiesen.

Die Vorfälle ereigneten sich zwischen Ende 2023 und Frühjahr 2024 am Flughafen Canova in Treviso. Das betroffene Unternehmen Aertre Spa, eine Tochter des Save-Konzerns, leitete im April 2024 ein Disziplinarverfahren ein und sprach anschließend die Kündigung aus. Der Ingenieur bekleidete eine höhere Position und war für die Leistungsbewertung der Kollegin zuständig, was laut Gericht die Schwere des Falls erhöhte.

Laut Gerichtsunterlagen verschickte der Mann allein in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2024 mehr als 1.000 Nachrichten. Bereits zuvor hatte er wiederholt Treffen außerhalb der Arbeitszeit vorgeschlagen, unerwünschte Umarmungen initiiert und der Kollegin nahegelegt, sich sexuell aufreizend zu kleiden.

Die betroffene Mitarbeiterin setzte sich aber zur Wehr. Sie wandte sich kurzerhand an die Personalabteilung und reichte Anfang April 2024 mit Unterstützung der betrieblichen Vertrauensperson eine formelle Meldung ein. Es kam zur Kündigung des Mannes. Das Gericht folgte nun der Argumentation des Arbeitgebers und wies die Klage gegen die Kündigung ab.

In der Urteilsbegründung betonte der Richter, dass für die Beurteilung sexueller Belästigung nicht die Absicht des Täters entscheidend sei, sondern das objektive Verhalten und dessen Wirkung auf die betroffene Person. Sexuelle Belästigung liege auch ohne körperlichen Kontakt vor, wenn das Verhalten die Würde der Betroffenen verletze.

Neben dem arbeitsrechtlichen Verfahren laufen weiterhin strafrechtliche Ermittlungen aufgrund der Anzeige der Frau.



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Tarent (Italien) am 10.2.2026: Unverhältnismässige Kündigung wird zurückgenommen - Wiedereinstellung+ Entschädigung:
Ein kurzes Nickerchen am Arbeitsplatz und der Job ist weg – auch in der Schweiz?
https://www.blick.ch/gesellschaft/kurioser-gerichtsfall-aus-italien-ein-kurzes-nickerchen-am-arbeitsplatz-und-der-job-ist-weg-auch-in-der-schweiz-id21676737.html

Gina Grace Zurbrügg -- Redaktorin News -- Ein kurzes Nickerchen am Arbeitsplatz kostet Francesco R. in Italien fast den Job. Vor Gericht siegte er: die Kündigung wurde aufgehoben, er durfte zurück an den Schreibtisch und erhielt eine Entschädigung. Wie würde ein Schweizer Gericht in so einem Fall entscheiden?

Ein kurzer Moment der Müdigkeit, ein Foto und plötzlich ist Francesco R.* aus dem italienischen Tarent seinen Job los. Der Mitarbeiter eines Recyclingunternehmens soll während der Arbeitszeit eingeschlafen sein. Der Arbeitgeber wertete das als Sicherheitsrisiko und legte ein Foto als Beweis vor, wie der «Telegraph» aus Grossbritannien berichtet.

Vor Gericht wehrte sich Francesco R. heftig. Er erklärte, ihm sei schwindlig geworden, er habe die Augen nur kurz geschlossen. Ausserdem habe er gesundheitliche Probleme.

Ein weiterer Punkt kommt hinzu: Vor der Kündigung war er intern versetzt worden und hatte laut Akten über längere Zeit kaum Aufgaben. Die Richter sehen darin problematische Arbeitsbedingungen. Das italienische Berufungsgericht erklärte die Kündigung für unverhältnismässig. Es ordnete die Wiedereinstellung an und sprach dem Mann ausstehende Löhne und eine Abfindung zu.

Wann ist eine fristlose Entlassung gerechtfertigt?
Wie wäre der Fall in der Schweiz beurteilt worden? Nach Schweizer Arbeitsrecht dürfen Arbeitgeber ordentlich kündigen, ohne einen Grund zu nennen. Für eine fristlose Kündigung gelten jedoch strenge Voraussetzungen. Gemäss Artikel 337 des Obligationenrechts ist sie nur bei einem «wichtigen Grund» zulässig, also bei einem schweren Vertrauensbruch.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hält fest, dass eine fristlose Entlassung nur erlaubt ist, wenn dem Arbeitgeber die Weiterbeschäftigung nach Treu und Glauben nicht mehr zugemutet werden kann. Ein einmaliger Vorfall genügt in der Regel nicht.

Was gilt in der Schweiz?
Bei weniger gravierenden Verstössen braucht es meist eine Abmahnung. Die Rechtsprechung zeigt: In einem Walliser Gerichtsfall wurde eine fristlose Kündigung wegen Schlafens am Arbeitsplatz zwar bestätigt, allerdings erst nach mehreren Vorfällen und klaren Verwarnungen.

Ausschlaggebend war die Vorgeschichte des Hilfsabwarts, nicht ein einzelner Moment, laut dem Gerichtsentscheid, der Blick vorliegt. Im Fall von Francesco R. hätte ein Schweizer Gericht deshalb genau geprüft, ob tatsächlich geschlafen wurde, ob gesundheitliche Gründe vorlagen und ob der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nach Artikel 328 des Obligationenrechts nachgekommen ist. Ein einzelnes Foto hätte kaum als ausreichender Beweis gegolten.

Ein entscheidender Unterschied zu Italien bleibt: Selbst bei einer ungerechtfertigten Kündigung gibt es in der Schweiz keinen Anspruch auf Wiedereinstellung. Stattdessen drohen Lohnnachzahlungen und eine Entschädigung von bis zu sechs Monatslöhnen.

* Name bekannt




Kriminelle Schweizer am Thunersee (Kanton Bern, Schweiz) am 16.2.2026: Altersheim entlässt Praktikantin, die eine sexuelle Belästigung meldete (!):
Bewohner belästigt Catia Martins (25) - Altersheim entlässt sie: "Er fasste mir an die Brust"
https://www.blick.ch/schweiz/bern/bewohner-belaestigt-catia-martins-25-waehrend-der-arbeit-altersheim-wirft-ihr-vor-zu-luegen-mir-liefen-traenen-uebers-gesicht-und-ich-zitterte-id21697360.html

Karin Frautschi -- Reporterin Blick -- Catia Martins (25) aus Merligen BE wurde sexuell belästigt – an ihrem Arbeitsplatz. Passiert ist der Vorfall in einem Altersheim am Thunersee, während ihrer Probezeit. Anstatt Unterstützung erhielt sie von ihren Vorgesetzten üble Vorwürfe.

    Catia Martins (25) erlebt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
    Heimleitung wirft Martins vor, Vorfall erfunden zu haben
    Martins plant Umschulung, prüft mit RAV Büroarbeit als neuen Karrierezweig

«Ich habe meine Arbeit mit Freude gemacht», sagt Catia Martins (25) aus Merligen BE. Doch ein Vorfall am 24. Januar trübt diese Freude.

Martins ist stellvertretende Leiterin der Hauswirtschaft im Wohn- und Pflegezentrum der Oertlimatt Stiftung in Krattigen BE. Sie ist noch in der Probezeit. An jenem Samstag serviert sie den Bewohnerinnen und Bewohnern das Frühstück. «Es gab frische Brötli, Konfitüre und Butter», erzählt sie.

Bewohner fasst sie an
Als sie bei einem älteren Bewohner, der alleine an einem Tisch sitzt, den leeren Teller abräumen will, streicht er ihr langsam über den rechten Arm. Martins sagt nichts, arbeitet weiter.

Als derselbe Bewohner den Frühstücksraum verlassen will, steht Martins in einem schmalen Gang. Damit der Bewohner an ihr vorbeigehen kann, macht sie ihm Platz und stellt sich mit dem Rücken an die Wand.

Der alte Mann kommt auf sie zu und macht ihr ein Kompliment für ihre «schönen Haare». Dann passiert es: «Er fasste mir an die Brust – und lächelte dabei. Mit flacher Hand, mehrere Sekunden lang.»

Die 25-Jährige ist perplex. Erst als der Bewohner weg ist, begreift sie, was der Mann gemacht hat. Sie gerät in Panik, Tränen kullern über ihre Wangen. Sie lässt alles stehen und liegen, verlässt den Raum und ruft ihren Freund an. Dieser macht sich auf den Weg zum Altersheim, um sie abzuholen.

«Sie bezeichnete mich als Mimose»
In der Wartezeit informiert Catia Martins ihre Arbeitskollegen. Sie ruft ihre Stellvertreterin an, schildert den Vorfall – und stösst auf Unverständnis: «Sie spielte es herunter und meinte, ich sollte den Tag einfach durchziehen.» Nächste Anlaufstelle ist der Pflegeleiter vor Ort. «Er hatte Verständnis und sagte, ich solle nach Hause gehen», so Martins.

Als ihr Freund mit dem Auto vor dem Ausgang wartet, wird Martins von einer anderen Mitarbeiterin aufgehalten. Martins erzählt ihr vom Vorfall: «Sie bezeichnete mich als Mimose. Das war hart.»

Per Whatsapp informiert sie auch ihre Vorgesetzte. Der Chatverlauf liegt Blick vor. Die Chefin antwortet, dass sie mit dem Heimleiter gesprochen habe und sie diesen Vorfall ernst nehmen würden. «Aber für uns ist es kein Grund, die Arbeit zu verlassen», schreibt die Chefin und fügt an, Martins hätte Distanz nehmen oder Nein sagen können.

«Ich war in diesem Moment so schockiert, ich konnte nichts sagen oder machen», sagt Martins zu Blick und erwähnt, dass sie bereits in ihrer Vergangenheit sexuelle Belästigung erlebt habe. Dieser neue Vorfall habe sie in diese Zeit zurückgeworfen.

«Es hat mich belastet. Ich hatte schlaflose Nächte, konnte zwei Tage lang niemanden in meine Nähe lassen», so die 25-Jährige. Sie begibt sich in psychologische Betreuung und wird krankgeschrieben.

«Das Gespräch eskalierte»
Martins wünscht ein Gespräch mit ihrer Chefin und dem Heimleiter, das drei Tage nach dem Vorfall stattfindet. «Das Gespräch eskalierte», sagt Martins Freund Wilhelm Klockmann (24), der sie zum Treffen begleitet hat.

Der Heimleiter sei aggressiv und laut geworden. Er habe Catia Martins vorgeworfen, alles nur erfunden zu haben, damit sie am Samstag nicht arbeiten müsse. «Ich konnte nicht glauben, was er sagte. Mir liefen Tränen übers Gesicht, und ich zitterte», sagt sie.

Nach 20 Minuten brechen sie und ihr Freund das Gespräch ab. Später versuchen sie, die Kommunikation schriftlich weiterzuführen. Erfolglos. «Die Chefin hat mich im Whatsapp blockiert und meine Stelle wurde direkt wieder ausgeschrieben», so Martins.

Kündigung in der Probezeit
Die Kündigung erhält sie erst Mitte Februar per eingeschriebenen Post. Im Brief des Geschäftsleiters steht, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 24. Januar stehe. Er schildert Gründe, die unter anderem die Arbeitsqualität oder eine fehlende Vorbildfunktion betreffen.

Das macht Catia Martins wütend. Sie höre zum ersten Mal von solchen Vorwürfen, sagt sie zu Blick. Gegen die Kündigung will sie rechtlich vorgehen.

Auf Blick-Anfrage bestätigt Stephan Sigg, Präsident der Oertlimatt Stiftung, Kenntnis vom Fall zu haben. Konkret dazu äussern, will er sich nicht. Im Allgemeinen betont er: «Vorwürfe sexueller Belästigung nehmen wir als Pflegeinstitution sehr ernst. Der Schutz und die persönliche Integrität unserer Mitarbeitenden haben für uns oberste Priorität.»

Umschulung ins Büro
Catia Martins ist verzweifelt: «Es schockiert mich, dass Betriebe heutzutage noch auf diese Weise mit solchen Situationen umgehen.»

Von ihrem gelernten Beruf, Fachfrau Hauswirtschaft, brauche sie Abstand. Zu gross ist ihre Angst, bei einem anderen Arbeitgeber nochmals in eine solche Situation zu geraten. Mit dem RAV prüft sie Umschulungsmöglichkeiten. «Ich will einen beruflichen Neuanfang. Am liebsten im Büro.»





Schweiz am 20.2.2026: Arbeitgeber muss eigene Toiletten anbieten:
Rechtsschutz: Darf es am Arbeitsplatz keine Toiletten geben?
https://www.nau.ch/lifestyle/gesellschaft/rechtsschutz-darf-es-am-arbeitsplatz-keine-toiletten-geben-67084693

Emilia Rechtsschutz -- Zürich -- Toilettengänge während der Arbeitszeit sind selbstverständlich. Doch was, wenn keine Toiletten vorhanden sind? Anwältin Alina Murano klärt auf.

Schweizer Arbeitgeber müssen im Büro Toiletten bereitstellen.
Sie dürfen ihren Mitarbeitenden daher nicht nur öffentliche WCs zur Verfügung stellen.
Wer diese Vorschriften nicht einhält, muss mit Sanktionen und Bussgeldern rechnen.
Ein Nau.ch-Leser stellte uns die Frage, ob der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, Toiletten am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Er berichtet, dass es in seinem Betrieb keine sanitären Anlagen gibt und er stattdessen auf öffentliche, oftmals unhygienische Toiletten aufsuchen muss.

Doch ist das rechtlich zulässig? Wir haben bei unserer Rechtsexpertin von Emilia Rechtsschutz nachgefragt.

Gemäss dem Schweizer Arbeitsgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, für angemessene und hygienische Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Toiletten für die Mitarbeitenden. Fehlen diese, handelt es sich um eine klare Verletzung der gesetzlichen Pflichten des Arbeitgebers.

Hygiene am Arbeitsplatz ist Pflicht
Die Gesetzgebung schreibt vor, dass für die Arbeitnehmer genügend Sanitärinstallationen bereitgestellt werden müssen, um die Grundbedürfnisse während der Arbeitszeit zu decken. Die Nutzung öffentlicher Toiletten, insbesondere wenn diese in einem schlechten Zustand sind, erfüllt diese Anforderung nicht.

Neben der Bereitstellung von Toiletten spielt auch die allgemeine Hygiene am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. Das Schweizer Arbeitsgesetz und die Verordnung zum Arbeitsgesetz legen klare Standards fest.

Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht gefährdet wird. Dies umfasst nicht nur saubere Toiletten, sondern auch regelmässige Reinigung und Wartung der gesamten sanitären Anlagen.

Verstösse können Sanktionen und Bussgelder nach sich ziehen
Das Gesetz verpflichtet den Arbeitgeber zudem, für genügend Belüftung, Beleuchtung und Platz zu sorgen, um eine gesunde Arbeitsumgebung sicherzustellen. Insbesondere in Branchen wie der Gastronomie oder im Gesundheitswesen, wo Hygiene von entscheidender Bedeutung ist, werden strenge Vorschriften und Kontrollen durch die zuständigen Behörden durchgeführt.

Verstösse gegen diese Vorschriften können für den Arbeitgeber schwerwiegende Folgen haben, darunter Sanktionen und Bussgelder. Arbeitnehmer haben in solchen Fällen das Recht, sich an Arbeitsinspektorate oder das kantonale Gesundheitsamt zu wenden, um Missstände zu melden.

***

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Emilia Rechtsschutz.



Zu viele Jobs oder Verdacht geimpft bei Urs Schwarz (Unispital Zürich) am 26.2.2026: Der Tod kam schon mit 64:
Unispital Zürich: Urs Schwarz arbeitete 5500 Tage ohne Pause durch – dann starb er
https://www.20min.ch/story/unispital-zuerich-urs-schwarz-arbeitete-5500-tage-ohne-pause-durch-dann-starb-er-103513959

Urs Schwarz starb 2021 im Alter von 64 Jahren.

Justin Arber -- 2021 starb mit Urs Schwarz ein renommierter Arzt des Unispitals Zürich. 17 Jahre lang arbeitete er tagtäglich am Unispital Zürich, hielt Vorlesungen und war ständig erreichbar. In Japan gibts dafür einen Begriff: Karoshi-Tod.

[Verdacht: Urs Schwarz ist an der "Coronaimpfung" gestorben].



Kriminelle Arbeitsverhältnisse in der Schweiz am 27.2.2026: 15 Jahre ohne Ferien gearbeitet - oder 17 Jahre ohne Ferien gearbeitet:
Mike (33): «Ich arbeitete 15 Jahre lang fast jeden Tag» - Auf Bau und in Bars
https://www.20min.ch/story/auf-bau-und-in-bars-mike-33-ich-arbeitete-15-jahre-lang-fast-jeden-tag-103514873

Carolin Teufelberger -- Shirin Camenisch -- Ein Zürcher Arzt arbeitete 17 Jahre ohne Pause – bis er starb. Auch viele Leserinnen und Leser haben Erfahrungen mit langen Arbeitszeiten und Dauerstress. Fünf von ihnen erzählen.

  • Ein Zürcher Arzt arbeitete 17 Jahre ohne Unterbruch und starb. Sein Fall schockiert viele Menschen.
  • Leser der 20-Minuten-Community berichten von ähnlichen Erfahrungen. Sie kennen Überstunden und Stress.
  • Sie erzählen von Burnouts, Schlafproblemen und familiären Konflikten.
  • Die Betroffenen lernen aus ihren Erlebnissen. Sie passen ihr Arbeitspensum an.

17 Jahre lang arbeitete der Zürcher Arzt Urs Schwarz durch – ohne Unterbruch, ohne Ferien, stets erreichbar. 2021 starb er mit 64 Jahren. Sein Fall erschüttert und löst Diskussionen über Arbeitsbelastung, Verantwortung und persönliche Grenzen aus. Auch die 20-Minuten-Community erzählt von massenhaft Überstunden, wenig Schlaf und Zusammenbrüchen.

«Habe das Burnout gebraucht, um zu lernen»

Mike (33) arbeitete über 15 Jahre beinahe täglich. Neben seinem 100-Prozent-Job auf dem Bau stand er abends an Events hinter der Bar oder übernahm Einsätze im Sicherheitsdienst. «Ich hatte immer Angst, zu wenig zu leisten oder dass das Geld nicht reicht», sagt er. Die Arbeit habe ihm Spass gemacht, das Team sei gut gewesen, das zusätzliche Einkommen beruhigend.

Dann kam Corona, die Nebenjobs fielen weg. In seiner neuen Position übernahm er mehr Verantwortung, führte eine Grossbaustelle mit bis zu 45 Mitarbeitenden. 14-Stunden-Tage waren keine Seltenheit, dazu am Wochenende freiwilliger Pikettdienst.

Im Frühling 2024 trennte er sich nach 15 Jahren von seiner Partnerin. Danach habe er noch mehr gearbeitet, sagt er – zu Hause habe niemand mehr gewartet. «Ich habe komplett das Gefühl dafür verloren, was gesund ist.» Wenige Monate später kam es zu ersten Panikattacken. Es folgten mehrere stationäre Aufenthalte. Die Diagnosen lauteten unter anderem Burnout, Depression und Angststörung. Heute, eineinhalb Jahre später, arbeitet er in reduziertem Pensum. «Ich stand beruflich gut da, hatte viel erreicht – und dann ging innert 24 Stunden nichts mehr. Das tat weh. Aber ich habe das gebraucht, um daraus zu lernen.»

«Habe Reibereien mit meiner Frau wegen meiner Überstunden»

Auch I. (43), technischer Leiter in einem KMU, leistet Monat für Monat 80 bis 110 Überstunden. «Es fehlt an Personal, also bin ich neben der Büroarbeit trotzdem weiter als Mechaniker unterwegs.» Er betont, dass ihn niemand zu einem solchen Pensum zwinge. «Ich muss immer was zu tun haben, sonst wird mir langweilig.» Obwohl er gerne so viel arbeite, spüre er die Folgen. «Ich schlafe schlechter und bin häufiger krank. Und mit meiner Frau habe ich auch immer mal wieder Reibereien deswegen.» Am Ende aber besänftige der hohe Lohn seine Familie. «Früher sind wir finanziell auf dem Zahnfleisch gelaufen, heute können wir uns mehrmals pro Jahr Ferien leisten.»

«Schlafprobleme, Herzrasen und Erschöpfung»

S. (30) hingegen handelte nicht aus Freiwilligkeit. «Nach einem grösseren Stellenabbau und einer Reorganisation gab es plötzlich Feriensperren und obligatorische Wochenendarbeit.» Die Überstunden hätten sich gehäuft, der Ton sei rauer geworden. «Wir Mitarbeitenden haben ausgebadet, was strukturell schieflief.» Mehrere Kolleginnen und Kollegen seien mit Burnout ausgefallen, auch bei S. seien Schlafprobleme, Herzrasen und Erschöpfung die Folge gewesen. Nach fast zwei Jahren habe sie die Reissleine gezogen. «Zu spät», wie sie heute sagt. Aktuell sei sie noch nicht arbeitsfähig und in Therapie.

«Selbst eine Einladung bedeutete für mich Stress»

Andreas (46) sei nie ein klassischer Workaholic gewesen. «Aber wenn ich einen Job gerne mache, bin ich bereit, viel zu geben.» Als er bei seiner früheren Firma Abteilungsleiter wurde und plötzlich 80 Mitarbeitende führte, sei das anspruchsvoll gewesen. Als später eine zweite, gleich grosse Abteilung dazukam, sei der Druck zu gross geworden. Die Firma habe hohe Erreichbarkeit verlangt, zusätzlich habe er viele operative Aufgaben übernommen, für die ein Abteilungsleiter eigentlich nicht zuständig sei. Trotz mehrfacher Bitten um Unterstützung habe sich nichts geändert.

Die vielen Überstunden und der Dauerstress hätten ihn zunehmend erschöpft, auch sein Umfeld habe seine Gereiztheit bemerkt. «Selbst eine Einladung zum Abendessen bedeutete für mich nur noch Stress.» Nach einem geringfügigen verbalen Fehltritt habe er seine Stelle verloren. Ein Arzt diagnostizierte daraufhin eine Anpassungsstörung, Andreas wurde krankgeschrieben und ist seither in psychologischer Behandlung. «In Zukunft werde ich mehr Rücksicht auf meine Gesundheit nehmen. Überlastung wird oft erst dann ernst genommen, wenn Menschen bereits krank sind.»

«Arbeit gibt dem Leben einen Sinn»

«Arbeit hält jung und gesund» – mit diesem Motto ist Vanessa (31) aufgewachsen. Ihre Eltern sind aus Portugal in die Schweiz gekommen, hatten hier ein Restaurant aufgebaut. «Sie arbeiteten von früh bis spät. Nach der Schule ass ich im Restaurant mit ihnen, danach war ich allein zu Hause.» Den Eltern sei wichtig gewesen, ihren Kindern alles zu ermöglichen. «Ich ging auf Privatschulen und als ich ein Klavier wollte, musste ich nur fragen.»

Heute sieht Vanessa die Kehrseite. «Es wäre schöner gewesen, wenn meine Mutter mehr zu Hause gewesen wäre.» Wenn sie das anspreche, werde ihre Mutter emotional. An der Grundhaltung der Eltern habe sich jedoch nichts geändert. Und auch Vanessa selbst findet: «Arbeit gibt dem Leben einen Sinn. Aber so viel wie meine Eltern würde ich nicht arbeiten.»





Arbeitsverhältnis mit XXL-Mode am 3.3.2026: wird nie ganz ernst genommen - [und der Artikel VERSCHWEIGT: Übergewicht macht die Knie und oft auch die Leber kaputt]:
Plus-Size-Model: «...dann bin ich die Zicke vom Dienst»
https://www.nau.ch/lifestyle/fitness/plus-size-model-dann-bin-ich-die-zicke-vom-dienst-67096314

Stella Kizildag (30) ist Plus-Size-Model und Body-Positivity-Kolumnistin aus der Schweiz. Auf Instagram als @stellakizildag teilt sie ihren Alltag zwischen Fashion, Selbstakzeptanz und klaren Grenzen – immer mit Witz, Haltung und einer guten Portion Mut.

Stella Kizildag -- Zürich -- Unsere Kolumnistin und Plus-Size-Model-Stella schreibt heute über kurvige Frauen in Führungsetagen. Und weshalb sie das Wörtchen «Sympathisch» nicht mehr mag.

Stella Kizildag (30) ist ein Curvy-Model. Sie schreibt Kolumnen über Body Positivity.
Heute schreibt Stella über Nachteile im Job, wenn man Kurven hat.

In Marketing-Meetings versuche ich, Strategien zu erklären. Ich argumentiere dabei mit Zahlen, ziehe klare Linien zwischen Vision und Umsetzung.

Es kommt oftmals kein fachlicher Einwand oder keine kritische Nachfrage zurück. Sondern ein Lächeln. «Du bringst das immer so sympathisch rüber», heisst es.

Sympathie statt Beförderung
«Sympathisch». Ein Wort, das wohlwollend daherkommt – und sich dennoch wie eine Begrenzung anfühlt.

Zwischen den Zeilen schwingt oft mehr mit: Warm statt durchsetzungsfähig, angenehm statt bestimmend, nahbar statt führungsstark.

Meine kurvige Figur wird selten direkt thematisiert. Und doch scheint sie unausgesprochen stets mitzudenken.

Kurven gelten kaum für Macht
Seien wir mal ehrlich. Noch bevor ich mich vorstelle, haben sich die meisten längst ein Bild über mich gemacht. Kurven gelten kaum als Symbol für Macht – vielmehr stehen sie für Weichheit, Emotionalität und Fürsorglichkeit.

Das sind ohne Zweifel wertvolle Eigenschaften. Doch im Berufsalltag werden sie schnell instrumentalisiert – und nicht selten gegen meine fachliche Kompetenz ins Feld geführt. Schlank bedeutet diszipliniert. Diszipliniert bedeutet erfolgreich. Erfolgreich bedeutet führungsstark. Diese gedankliche Abkürzung sitzt tief.

Und ich? Ich störe dieses Vorurteil allein durch meine Silhouette.

Das System ist begrenzt
Daher meine Frage an euch: Wann habt ihr zuletzt bewusst eine kurvige Frau in einer Führungsposition gesehen? Nicht als «Body-Positivity-Symbol», sondern ganz selbstverständlich als CEO, Geschäftsführerin oder Parteivorsitzende?

Statt mich kleiner zu machen, habe ich begonnen, diese Situation auszuhalten, wieder einmal meine lang ersehnte Beförderung nicht zu bekommen. Denn sie zeigt meiner Meinung nach nicht die eigene Unsicherheit, sondern die Begrenztheit des Systems.

Die Zicke vom Dienst
Selbstverständlich habe ich versucht, an meiner Wirkung zu arbeiten. Und auch jahrelang an meinen Führungskompetenzen und der Personalführung.

Wir vergessen dabei oft, dass viele Konzepte von Männern kommen. Wenn ich diese umsetze, dabei klar und autoritär werde, ja dann werde ich sofort als die «Zicke vom Dienst» abgestempelt.

Es geht dabei nicht nur um meine Körpersprache. Es geht um die Projektionen der anderen. Warum muss ich doppelt souverän sein, um halb so selbstverständlich akzeptiert zu werden?

Zwischen Sympathie und Strategie
Mit der Zeit habe ich aufgehört, mich als Ausnahme zu betrachten. Ich bin kein «trotzdem erfolgreich». Ich bin erfolgreich. Punkt. Und ich habe Kurven. Auch Punkt.

Vielleicht liegt die eigentliche Provokation nicht darin, dass ich Raum einnehme. Sondern darin, dass ich es selbstverständlich tue.

Erfolg hat viele Silhouetten
Wenn wir wirklich an «Body Positivity» glauben, dann endet sie nicht bei Selfies und Strandbildern. Sie beginnt dort, wo wir Macht, Führung und Kompetenz neu definieren. Und wenn wir aufhören, Körper mit Leistungsfähigkeit zu verwechseln!

Erfolg hat keine einheitliche Silhouette. Autorität hat keine Kleidergrösse. Und Kompetenz braucht keine Taille, die ins Ideal passt.

Wenn jemand meine Stärke noch immer unterschätzt, dann liegt das nicht an meiner Figur. Sondern an der begrenzten Vorstellungskraft anderer.




Korruption:
Murcia (Spanien) am 15.3.2026: Ikea-Mitarbeiterin verschenkt Ikea-Produkte an ihre Schwester zum Einkaufspreis - entlassen:
Sie unterstützen die Entlassung einer Mitarbeiterin von Ikea, die ihrer Schwester den Kauf von Produkten im Wert von 880 Euro für 151 Euro ermöglicht hat
Avalan el despido de una empleada de Ikea que permitió a su hermana comprar por 151 euros productos valorados en 880
https://talent24h.okdiario.com/avalan-el-despido-de-una-empleada-de-ikea-que-permitio-a-su-hermana-comprar-por-151-euros-productos-valorados-en-880/

Übersetzung mit Translator.eu:

Das Unternehmen kündigte den Vertrag eines Arbeitnehmers mit fast 20 Jahren Betriebszugehörigkeit, nachdem mehrere Käufe mit Rabatt im Namen eines direkten Verwandten entdeckt wurden. Das Sozialgericht von Murcia und später das Oberste Gericht von Murcia bestätigten die Gültigkeit der Entlassung.

Eine Ikea-Mitarbeiterin in Murcia wurde entlassen, nachdem das Unternehmen herausgefunden hatte, dass ihre Schwester Produkte im Wert von 880 Euro gekauft und dank des Mitarbeiterrabatts nur 151 Euro bezahlt hatte. Die Arbeiterin verteidigte vor Gericht, dass sie die Einkäufe mit ihrer Bankkarte getätigt und auf ihr Vermögen belastet habe, aber der Richter stimmte dem Unternehmen schließlich zu. Es gibt mehr Fälle von Entlassungen, wie etwa die Mitarbeiterin, die darum bat, ihre Arbeitszeit bei Ikea zu reduzieren.

Rabattierte Einkäufe auf den Namen der Schwester lösten den Arbeitskonflikt bei Ikea aus
Der Fall geht auf mehrere von der Firma zwischen März 2023 und Juni 2024 entdeckte Operationen zurück. Insgesamt fand Ikea sieben Rechnungen, die mit Steuerdaten eines direkten Verwandten des Arbeitnehmers ausgestellt wurden.

Das Unternehmen verstand, dass diese Nutzung des Abschlags gegen seine internen Vorschriften verstieß. Wie im Gerichtsurteil festgehalten, legen die Unternehmensregeln fest, dass "Käufe durch Mitarbeiter auf Wunsch von Familie oder Freunden ebenso nicht gestattet sind, ebenso wie jegliche vergünstigte Käufe, die darauf abzielen, durch den anschließenden Verkauf an Dritte Gewinn zu erzielen".

Im Frühjahr 2024 ereignete sich die Episode, die die Angelegenheit vor Gericht brachte. Das Unternehmen entließ die Mitarbeiterin mit der Begründung, dass sie sich unerlaubt verhalten habe und dies ein völliger Vertrauensbruch darstelle.

Die innere Sicherheitsuntersuchung brachte sieben Rechnungen und eine verbotene Nutzung der Sozialleistung zutage.
Alles begann, als der Kundenservice-Koordinator bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Nach Benachrichtigung der Sicherheitsabteilung führte der Leiter dieser Abteilung eine Untersuchung der vom Antragsteller getätigten Käufe für ein Jahr durch.

Diese Analyse endete mit einem im Juli 2024 erstellten Bericht. Nur zwei Tage später erhielt die Arbeitnehmerin das Entlassungsschreiben, in dem das Unternehmen sie daran erinnerte, dass der Sonderrabatt von bis zu 15 % des Verkaufspreises nur auf eigene Einkäufe und ihr Privathaus angewendet werden darf und dass es verboten ist, ihn an Dritte, einschließlich Familie oder Freunde, zu übertragen.

Außerdem informierte ihn Ikea, dass "ein Handelsbetrieb außerhalb dieses Unternehmens zu seinem besonderen Vorteil, auf Kosten wirtschaftlicher Schädigung" des Unternehmens, das es als "sehr schweres Arbeitsdelikt" bezeichnete, akkreditiert worden sei.

Das Arbeitsgericht und das Oberste Gericht von Murcia bestätigen die Rechtmäßigkeit der verhaltensbedingten Kündigung
Die Arbeitnehmerin legte gegen ihre Kündigung Widerspruch ein, doch ein Arbeitsgericht in Murcia sprach im Sommer 2025 ein Urteil und stützte die Entscheidung des Unternehmens. Später legte sie Berufung ein, und 2026 äußerte sich das Oberste Gericht von Murcia erneut in derselben Richtung.

Damit stimmen alle Gerichtsorgane, die den Fall geprüft haben, darin überein, dass die Kündigung rechtmäßig ist. Das Kündigungsschreiben beschrieb die Vorfälle als „schwere und schuldhafte Ungehorsamkeit“ sowie als „Missbrauch des Vertrauens, betrügerisches Vorgehen“ und „Verstoß gegen die Treu und Glauben im Vertragsverhältnis“.

In diesem Sinne stärkt die Entscheidung die Gültigkeit der internen Unternehmensvorschriften, wenn sie Vorteile für die Belegschaft regeln, und macht deutlich, dass deren Gebrauch zugunsten Dritter schwerwiegende disziplinarische Konsequenzen haben kann, selbst wenn es sich um direkte Familienangehörige handelt.




ESP orig.:

Corrupción:
Murcia (España) el 15-03-2026: Empleada de Ikea regala productos de Ikea a su hermana al precio de compra - despedida:
Avalan el despido de una empleada de Ikea que permitió a su hermana comprar por 151 euros productos valorados en 880
https://talent24h.okdiario.com/avalan-el-despido-de-una-empleada-de-ikea-que-permitio-a-su-hermana-comprar-por-151-euros-productos-valorados-en-880/

La empresa extinguió el contrato de una trabajadora con casi 20 años de antigüedad tras detectar varias compras realizadas con descuento a nombre de un familiar directo. El Juzgado de lo Social de Murcia y, más tarde, el Tribunal Superior de Justicia de Murcia avalaron la procedencia del despido.

Una empleada de Ikea en Murcia fue despedida después de que la compañía comprobara que su hermana había adquirido productos por valor de 880 euros y solo había pagado 151 euros gracias al descuento de personal. La trabajadora defendió en los tribunales que las compras las hizo ella con su tarjeta bancaria y con cargo a su patrimonio, pero la Justicia terminó dando la razón a la empresa. Existen más casos de despidos como el de la trabajadora que pidió reducir su jornada laboral en Ikea.

Las compras con descuento a nombre de su hermana originaron el conflicto laboral en Ikea
El caso se remonta a varias operaciones detectadas por la empresa entre marzo de 2023 y junio de 2024. En total, Ikea localizó siete facturas emitidas con los datos fiscales de un familiar directo de la trabajadora.

La firma entendió que ese uso del descuento vulneraba su normativa interna. Según se recoge en la resolución judicial, las reglas de la empresa establecen que “las compras del personal a petición de familiares o amigos no están permitidas, así como cualquier compra con descuento destinada a obtener un beneficio con su posterior venta a terceras personas”.

Fue en primavera de 2024 cuando se produjo el episodio que acabó llevando el asunto a los tribunales. La compañía decidió despedir a la empleada al considerar que había incurrido en una conducta no permitida y que eso suponía una ruptura total de la confianza.

La investigación interna de seguridad destapó siete facturas y un uso prohibido del beneficio social
Todo comenzó cuando la coordinadora de atención al cliente detectó que algo no cuadraba. Tras comunicarlo al departamento de seguridad, el responsable de esta área realizó una investigación sobre las compras efectuadas por la demandante durante un año.

Ese análisis concluyó con un informe elaborado en julio de 2024. Solo dos días después, la trabajadora recibió la carta de despido, en la que la empresa le recordaba que el descuento especial de hasta el 15% del precio de venta al público solo puede aplicarse a compras propias y para el domicilio personal, quedando prohibida su cesión a terceras personas, incluidos familiares o amigos.

Además, Ikea le comunicó que había quedado acreditada “una operación de comercio al margen de esta empresa en su particular beneficio, a costa de perjudicar económicamente” a la compañía, lo que calificó como una “falta laboral muy grave”.

El Juzgado de lo Social y el TSJ de Murcia avalan la procedencia del despido disciplinario
La trabajadora impugnó su despido, pero un Juzgado de lo Social de Murcia dictó sentencia en verano de 2025 y respaldó la decisión empresarial. Después recurrió, y en 2026 el Tribunal Superior de Justicia de Murcia volvió a pronunciarse en el mismo sentido.

De este modo, todos los órganos judiciales que han analizado el asunto coinciden en que el despido es procedente. La carta de despido describía los hechos como una “desobediencia grave y culpable”, además de “abuso de confianza, maquinación fraudulenta” y “trasgresión de la buena fe contractual”.

En este sentido, la resolución refuerza la validez de las normas internas de empresa cuando regulan beneficios para la plantilla y deja claro que su uso en favor de terceros puede tener consecuencias disciplinarias graves, incluso cuando se trate de familiares directos.



Arbeitsverhältnis am 27.3.2026: Wenn zu wenig Arbeit vorhanden ist, muss man Arbeit vortäuschen:
Mehr Schein als Sein: Bürotricks: Das tun Angestellte, um beschäftigt zu wirken
https://www.20min.ch/story/buerotricks-das-tun-angestellte-um-beschaeftigt-zu-wirken-103535196

-- Künstlich auf anwesend gehaltener Online-Status im Homeoffice: 27,7%
-- Längeres Verbleiben im Büro, weil die Führungskraft noch anwesend ist: 25,4%
-- Bewusst u ungewöhnlichen Zeiten versendete E-Mails: 23,2%
-- Wortmeldungen in Konferenzen ohne inhaltlichen Mehrwert: 22,3%
-- Jacke oder Tasche im Büro gelassen: 17,3%

Fabian Pöschl -- Weil in der Firma die Sichtbarkeit wichtiger ist als die Qualität: Zwei von drei Angestellten ergreifen Massnahmen, um im Büro produktiver zu erscheinen.

    Arbeitgeber bewerten Anwesenheit oft höher als die tatsächliche Leistung.
    Dies führt dazu, dass Mitarbeitende ihre Produktivität inszenieren.
    Mit diesen Massnahmen tricksen sie im Büro.

Nach Corona haben die meisten Firmen ihre Angestellten vom Homeoffice zurück ins Büro beordert. Chefinnen und Chefs ist Präsenz sogar wichtiger als die Leistung, wie eine Umfrage der Job-Plattform Indeed unter 1000 Angestellten in Deutschland ergab. 55,9 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ihr Arbeitgeber die Anwesenheit höher bewertet als messbare Ergebnisse.

Das führt dazu, dass die Beschäftigten gezielt vortäuschen, produktiv zu sein. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmenden gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Massnahmen ergriffen zu haben, um produktiver zu wirken, als sie tatsächlich waren.

So sagen 56,6 Prozent, sie kämen vor allem deshalb ins Büro, um Gesicht zu zeigen. Viele blieben nur deshalb länger im Büro, weil der Chef oder die Chefin noch anwesend war. Oder sie meldeten sich während einer Sitzung zu Wort mit einer Aussage, die keinen inhaltlichen Mehrwert brachte, nur um Präsenz zu zeigen. Etwa jeder sechste Angestellte liess auch schon die Jacke oder Tasche im Büro, um Anwesenheit vorzutäuschen.

Die Debatte um Büropräsenz sei ein problematisches Signal in vielen Unternehmen, sagt der Geschäftsführer der Jobplattform Indeed, Frank Hesgens. «Nicht die Qualität der Arbeit entscheidet, sondern ihre Sichtbarkeit», zitiert ihn die Zeitung «Welt». Das Problem: Wenn Beschäftigte anfangen, ihre Anwesenheit zu inszenieren, statt sich auf Ergebnisse zu konzentrieren, sei das weder effizient für Unternehmen noch nachhaltig für die Beschäftigten.
«Wer Anwesenheit einfordert, darf sich nicht wundern, wenn diese optimiert wird»

Hesgens kritisiert die Präsenzpflicht der Unternehmen. 32,5 Prozent der Befragten bemängelten eine von Präsenzkontrollen geprägte Unternehmenskultur. «Wer vor allem Anwesenheit einfordert, darf sich nicht wundern, wenn genau diese optimiert wird», so Hesgens.

Dabei würden 66,2 Prozent sogar auf fünf Prozent oder mehr ihres Gehalts verzichten, wenn ihre Leistung ausschliesslich an Ergebnissen gemessen würde. 70 Prozent wären bereit, für einen tieferen Lohn zu arbeiten, wenn sie dauerhaft im Homeoffice tätig sein könnten.




Arbeitgeber CSS-Versicherung in der Schweiz am 30.3.2026: Mikropausen wirken positiv:
Wie die CSS Gesundheit nachhaltig im Alltag verankert: Mikropausen und Sensibilisierung statt Pflästerli-Politik
https://www.blick.ch/life/job/wie-die-css-gesundheit-nachhaltig-im-alltag-verankert-mikropausen-und-sensibilisierung-statt-pflaesterli-politik-id21621193.html

 --Die CSS fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden mit nachhaltigen Massnahmen und individueller Betreuung
-- Basis für das betriebliche Gesundheitsmanagement ist eine jährliche Gesundheitsumfrage
-- 2025 wurde die CSS zum vierten Mal mit dem Label «Friendly Work Space» von Gesundheitsförderung Schweiz ausgezeichnet

Gesundheit ist das Kerngeschäft der CSS – das gilt auch für die Mitarbeitenden. Darum setzt der als «Friendly Work Space» ausgezeichnete Versicherer aktuell auf die Themen Schlaf, Resilienz und Bewegung, wie Priska Duss und Andrea Hunkeler erklären.

«Wichtig ist, dass man nicht einfach Pflästerli-Politik betreibt, sondern die Gesundheitsmassnahmen nachhaltig plant.» Priska Duss formuliert diesen Satz gleich zu Beginn des Gesprächs in der lebhaften Kantine des Versicherers CSS in Luzern. Ihre Kollegin Andrea Hunkeler ergänzt: «Wir überlegen bei jeder Aktion, wie wir diese sinnvoll und effektiv in den Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden integrieren können.»

Priska Duss ist verantwortlich für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), Andrea Hunkeler unterstützt sie als Gesundheitscoach und BGM-Fachspezialistin, zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen. Basis für das jeweilige Angebot des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist eine jährliche Gesundheitsumfrage.

Die CSS – eine der führenden Krankenversicherungen der Schweiz – setzt bei ihren Mitarbeitenden um, was sie ihren 1,7 Millionen Kundinnen und Kunden empfiehlt: einen bewussten Umgang mit Gesundheit. 2025 wurde die CSS zum vierten Mal mit dem Label «Friendly Work Space» von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz zertifiziert. Das Re-Assessment bestätigt: Die Massnahmen sind systematisch verankert und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Gesundheitsumfrage: «Fiebermesser» des Unternehmens
Seit 2022 führt die CSS jeweils im September eine Gesundheitsumfrage bei allen Mitarbeitenden durch, die sich auch an der Job-Stress-Analysis von Gesundheitsförderung Schweiz orientiert. Das ist ein Mitarbeitenden-Befragungstool mit einem Benchmark von über 1000 Organisationen und 100'000 Mitarbeitenden. «Dadurch haben wir eine Vergleichbarkeit nach aussen», sagt die BGM-Verantwortliche.

Andrea Hunkeler ist überzeugt: «Die Gesundheitsumfrage ist unser Fiebermesser: Sie zeigt uns, wo die Temperatur steigt, wo Fieber herrscht und wie es um die Gesundheit der Mitarbeitenden steht.» Die letzte Umfrage 2025 hat verdeutlicht, dass Handlungsbedarf bei drei Gesundheitsthemen besteht: Resilienz, Bewegung und Ergonomie sowie Schlaf.

Von der Resilienz-Toolbox bis zur Zehn-Minuten-Pause
Gegen das «Fieber» hat das Tandem Duss/Hunkeler beziehungsweise haben die Fachbereiche BGM und Gesundheitscoaches mit drei Schwerpunktmassnahmen reagiert:

Resilienz-Toolbox: Im Jahr 2025 wurde ein Angebot entwickelt, das Führungspersonen direkt für ihre Teams buchen können. Nach einem einstündigen Inputreferat eines Gesundheitscoaches erhalten die Teams ein Booklet mit acht Themen – von Achtsamkeit über Selbstverantwortung bis zu Zukunftsorientierung. Die Mitarbeitenden können individuell reflektieren oder im Team diskutieren und voneinander lernen.
Bewegungs- und Mikropausen: Um Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen vorzubeugen und entgegenzuwirken, bietet das BGM einen Workshop zu Bewegung und Ergonomie. Dieser stösst auf reges Interesse. Zusätzlich können Mitarbeitende im März jeden Dienstag und Donnerstag an zehnminütigen Onlinebewegungspausen teilnehmen, angeleitet von Gesundheitscoaches. «Mit einfachen, bürotauglichen Übungen kann man neue Energie tanken, die Körperhaltung verbessern und die Konzentration steigern», erklärt Hunkeler.
Schlaf-Webinar: «Ein erholsamer Schlaf bildet die Basis für unsere körperliche und mentale Gesundheit», betont Priska Duss. In einem Webinar erklären Schlafexpertinnen, wie Schlaf mit Bewegung, Ernährung und mentaler Gesundheit zusammenhängt. Konkrete Rituale – wie eine Tasse Tee und 30 Minuten lesen vor dem Zubettgehen – werden als praktische Tipps vermittelt.

Führungspersonen als Schlüssel zum Erfolg
Den Führungspersonen komme eine zentrale Rolle zu, betont Andrea Hunkeler: «Sie sind nah bei den Mitarbeitenden und bemerken Veränderungen. Mit Empathie sollen sie Probleme frühzeitig ansprechen und Unterstützung anbieten.» Basis ist dabei ihre eigene Gesundheit, dass sie ausgeglichen sind und eine gute Resilienz haben. Denn nur wer selbst ein gesundes Stresslevel hat, kann auf das Team achten.

Vorgesetzte werden in einem spezifischen Seminar darin geschult, wie sie heikle Themen ansprechen können. Sehr häufig handelt es sich um Absenzen oder Veränderungen im Verhalten oder bei der Leistung. Die Ursachen sind vielfältig: Konflikte am Arbeitsplatz, Schlafentzug wegen eines Neugeborenen oder Überlastung durch Personalausfälle. «All diese Faktoren beeinflussen die Leistung. Es ist wichtig, dass Führungspersonen diese Veränderung erkennen und entsprechend reagieren, um gemeinsam Lösungen zu finden», erklärt Hunkeler.

Fokus auf die nächste Generation
Die jährliche Gesundheitsstudie der CSS, durchgeführt von der Forschungsstelle Sotomo, zeigte 2025: Besonders die junge Generation steht unter Druck und fühlt sich gestresst. Das spiegelt sich auch in der Arbeitswelt wider. Junge Menschen fragen sich oft, ob sie Probleme überhaupt ansprechen dürfen – und mit welchen Konsequenzen sie rechnen müssen. Um einen offenen Dialog zu fördern, nutzen die Ausbildungsverantwortlichen bei der CSS die digitale Plattform «Moodtalk».

Die 138 Lernenden werden regelmässig anonym befragt, wie es ihnen geht. Dieses Stimmungsbild schafft Transparenz. Gleichzeitig bietet die Plattform konkrete Ratschläge, etwa zum Umgang mit Kritik oder zu wertschätzendem Feedback. Ein aktuelles Beispiel: der Umgang mit Geschäftsmails auf dem Handy. «Uns ist wichtig, dass wir die Lernenden für eine Balance von Arbeit und Freizeit sensibilisieren und sie auf eine bewusste Abgrenzung hinweisen», betont Andrea Hunkeler.

Messbare Wirkung statt Symbolpolitik
Die Gesundheit am Arbeitsplatz ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels zwischen den Bedingungen am Arbeitsplatz und der individuellen Lebenssituation der Mitarbeitenden. Berufliche Anforderungen wirken sich auf das Privatleben aus – und umgekehrt. «Es handelt sich um ein gegenseitiges Wechselspiel. Uns als Arbeitgeberin ist es ein grosses Anliegen, alles Mögliche zu unternehmen, damit unsere Mitarbeitenden gesund bleiben. Davon profitiert nicht nur das Arbeitsumfeld, sondern auch das Privatleben», betont Priska Duss.

Das Konzept der CSS zahlt sich aus. Die Absenzquote konnte im letzten Jahr gesenkt werden. «Wir machen keine Pflästerli-Politik», fasst Duss zusammen. «Wir hören zu, analysieren und handeln – systematisch und nachhaltig. Das ist der Unterschied.»




Überforderung am Arbeitsplatz am 1.4.2026: Da machte angeblich jemand Selbstmord in La Chaux-de-Fonds:
Schweiz: Gefängnisleiter nimmt sich das Leben – schwere Vorwürfe der Witwe
https://www.20min.ch/story/krise-im-strafvollzug-gefaengnisleiter-nimmt-sich-das-leben-schwere-vorwuerfe-der-witwe-103537631

Karin Leuthold -- Nach dem Suizid eines Gefängnisleiters in La Chaux-de-Fonds kritisiert seine Witwe die Behörden scharf. Er sei ohne Vorbereitung in eine Krise geworfen worden.

    Der Leiter des Gefängnisses in La Chaux-de-Fonds, Thomas, hat sich das Leben genommen.
    Er fühlte sich von seiner neuen Aufgabe überfordert.
    Seine Witwe macht die Justizbehörden für seinen Tod verantwortlich.

Ihr Mann Thomas sei verzweifelt gewesen und habe sich von seiner neuen Aufgabe als Leiter des Gefängnisses von La Chaux-de-Fonds überfordert gefühlt. In der Nacht des 29. Januar schrieb der 38-Jährige in einer Abschiedsnachricht, er habe alles versucht, halte die Situation jedoch nicht mehr aus und wolle sich deshalb das Leben nehmen.
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Seine Witwe macht nun die Justizbehörden für seinen Tod verantwortlich: Die schwere Krise im Neuenburger Strafvollzugsdienst, insbesondere im Gefängnis Promenade, habe massgeblich dazu beigetragen, sagt sie.
Rücktritte, Krankschreibungen

Thomas habe rund zwölf Jahre als Justizvollzugsbeamter gearbeitet, bevor er im vergangenen November zum Leiter befördert wurde, berichtet die Mutter von drei Kindern gegenüber RTS.

Anfang 2025 wurde nach längerer Krankheit der Rücktritt des damaligen Direktors angekündigt, im Sommer trat ein neuer Direktor ohne Erfahrung im Gefängniswesen sein Amt an. Rasch kam es zu Spannungen mit anderen Führungskräften, drei von ihnen meldeten sich im Oktober krank.

Thomas’ Beförderung sei mitten in der internen Krise erfolgt. Dadurch habe ihr Mann seine neue Funktion einen Monat früher als geplant antreten müssen. «Er musste zusätzlich die Aufgaben der abwesenden stellvertretenden Direktoren übernehmen», erklärt sie.
Die Familie macht die Justizbehörden für seinen Tod mitverantwortlich und kritisiert insbesondere mangelnde Führungserfahrung und Ausbildung.
Die Familie macht die Justizbehörden für seinen Tod mitverantwortlich und kritisiert insbesondere mangelnde Führungserfahrung und Ausbildung.Screenshot RTS
Neue Stelle ohne Ausbildung

Unter diesen Umständen übernahm Thomas kurzfristig zentrale Aufgaben. Zunächst arbeitete er allein an der Seite des Direktors, später wurden zwei Kollegen als Stellvertreter eingesetzt. Dennoch fühlte sich der 38-Jährige zunehmend überfordert und zog sogar eine Kündigung in Betracht. Stattdessen traf er schliesslich die tragische Entscheidung.
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Die Angehörigen fordern nun Antworten von den Behörden. Thomas habe keinerlei Führungserfahrung gehabt, «das war bei seiner Ernennung bekannt», betont seine Witwe. Eine entsprechende Ausbildung hätte er erst im Februar beginnen können.
Gewerkschaft fordert Behörden zum Handeln auf

Staatsrätin Céline Vara erklärte, die genauen Ursachen für Thomas’ Tod seien nicht bekannt: «Unser Hauptanliegen war, zu klären, ob er angemessen unterstützt wurde und alle notwendige Hilfe erhalten hat. Nach unseren Erkenntnissen war dies der Fall», sagte sie gegenüber RTS.

Die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (SSP) widerspricht dieser Einschätzung. Thomas sei «ohne jegliche Schulung in seine Position geworfen worden», kritisiert Regionalsekretärin Claude Grimm.

Angesichts gravierender Missstände im Strafvollzug wandte sich eine Gruppe von rund 30 Angestellten und Führungskräften an die Gewerkschaft. «Bereits im vergangenen Oktober haben wir alles unternommen, um die kantonalen Behörden zu alarmieren und zu entschlossenem Handeln zu bewegen», so Grimm.

Staatsrätin Vara bezeichnete die Probleme als «Altlasten». Der Staatsrat habe diesem Bereich im vergangenen Herbst besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Ziel sei es gewesen, offene Stellen rasch zu besetzen, um die übrigen Mitarbeitenden zu entlasten.







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