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Wald Meldungen 03: Totholz und Hochstumpf

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


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1.7.2025: Trick für Wald und Garten: Alte und tote Bäume teilweise stehenlassen - der Hochstumpf für die Spechte, Pilze, Spinnen, Insekten usw.
https://www.baysf.de/presse/forstbetrieb-fichtelberg-macht-hochstuempfe/


Fichtelberg (Bayern): Forstleute stehen vor
                    gekapptem Baumstumpf (Hochstumpf), mittlerweile
                    voller Pilzkonsolen und Spechtlöchern
Fichtelberg (Bayern): Forstleute stehen vor gekapptem Baumstumpf (Hochstumpf), mittlerweile voller Pilzkonsolen und Spechtlöchern [1]
Förster Bernhard Kraus und Forstanwärterin Sophie Parton an einem menschengemachten Hochstumpf, in dem der Schwarzspecht Höhlen angelegt hat.

1. Juli 2025, Fichtelberg – Regelmäßig bleiben bei Holzerntemaßnahmen im Staatswald Baumstümpfe stehen, die in 4 bis 6 Meter Höhe gekappt wurden. Bernhard Kraus, Förster am Forstbetrieb Fichtelberg, erklärt die Hintergründe.

[Es existieren in Bayern mehrere Fichtelbergs - man weiss nicht, welches gemeint ist (Link)].

Auf den ersten Blick wirken sie wie vergessene Baumstümpfe aus einem misslungenen Holzeinschlag: kahl, gebrochen, seltsam entrückt. Doch wer genauer hinsieht – oder besser: wer zuhört, beobachtet und versteht, der erkennt: Hochstümpfe sind lebendige Inseln inmitten des Waldes. Stehendes Totholz, das in Wahrheit voller Leben pulsiert.

Bernhard Kraus, Förster bei den Bayerischen Staatsforsten und zuständig für das Forstrevier Vordorf, steht inmitten eines lichten Fichtenwaldes am Westhang der Platte. Neben ihm ragt ein Hochstumpf in die Höhe – der Rest eines Baumes, der in gut vier Metern Höhe gekappt wurde. „Das sieht erstmal ruppig aus“, sagt Kraus und klopft auf die rissige Rinde, „aber für viele Arten ist genau das ein Zuhause, ein Lebensraum, der heute seltener wird.“

Gezielt geschaffen, um Vielfalt zu bewahren

Was früher meist zufällig durch Sturm oder Pilzbefall entstand, wird heute gezielt gefördert: Hochstümpfe werden aktiv mit dem Harvester erzeugt – als gezielte Maßnahme des Waldnaturschutzes. Der Baum wird nicht gefällt, sondern in drei bis fünf Metern Höhe gekappt. Was bleibt, ist ein mächtiger Stamm voller ökologischer Möglichkeiten.

„Schon nach einem Jahr sieht man, wie sich die ersten Kleinstrukturen entwickeln“, erklärt Sophie Parton, angehende Försterin am Forstbetrieb Fichtelberg, während sie mit dem Fernglas die Rinde eines Hochstumpfs absucht. „Rindenstücke lösen sich, darunter krabbeln Insekten, verstecken sich Fledermäuse oder picken Spechte nach Nahrung.“ Besonders die seltene Mopsfledermaus profitiert von diesen Strukturen – ebenso wie Buntspechte, Hohltauben, Käuze, Gartenschläfer oder Eichhörnchen, die Spalten im Stamm als Nahrungsdepot nutzen.

Ein Mikrokosmos für die Zukunft

Je älter und zersetzter ein Hochstumpf ist, desto mehr Leben beherbergt er. „Wir finden hier Buntkäfer, die sich von Borkenkäfern ernähren und damit sogar einen Beitrag zum Waldschutz leisten“, so Kraus. „Und das Beste: Es spielt kaum eine Rolle, ob der Stumpf von einer Fichte oder einer Buche stammt – entscheidend sind Anzahl, Verteilung und Alter.“

Die Bayerischen Staatsforsten sehen in Hochstümpfen ein wirkungsvolles Mittel, um gezielt Lebensräume zu schaffen – besonders in strukturarmen Waldbereichen. Das vom Freistaat Bayern geförderte Programm „Der Wald blüht auf“ unterstützt solche Maßnahmen aktiv. „Mit jedem Hochstumpf schaffen wir ein kleines Biotop, ein Trittstein für Insekten, Vögel und Fledermäuse – und letztlich für das große Ganze“, sagt Parton.

Ein stilles Versprechen inmitten des Waldes

Hochstümpfe sind keine Reste – sie sind Versprechen. Ein Zeichen dafür, dass auch scheinbar totes Holz Leben schenken kann. So entstehen auch beim Einsatz von großen Maschinen Strukturen, die unserer Tier- und Pflanzenwelt nutzen und ihnen neuen Lebensraum bieten.

„Wenn man einmal gesehen hat, wie ein Specht am morschen Stamm klopft, während darunter eine Mopsfledermaus schläft und darüber ein Eichhörnchen Bucheckern versteckt“, sagt Kraus lächelnd, „dann weiß man: So ein Hochstumpf im Wald ist eigentlich ein Hochhaus voller Leben.“





Saarwellingen (D) am 25.7.2025: Totholz liegenlassen und Hochstümpfe für Spechte schaffen
https://www.facebook.com/photo/?fbid=1212644447331675

FB-Profil der Gemeinde Saarwellingen (25.7.2025)

🌳 HABITATBÄUME: LEBENSRAUM FÜR DIE ZUKUNFT IM GEMEINDEWALD 🐦🍄
Die Gemeinde Saarwellingen geht konsequent voran beim Klima- und Naturschutz! 💚 Bereits zum dritten Mal erhält sie Fördermittel aus dem „Klima- und Transformationsfonds“ des Bundesumweltministeriums – und setzt diese gezielt für eine klimaresiliente Waldbewirtschaftung ein.
🪾🌳Eine Maßnahme: die Schaffung sogenannter Habitatbäume. Beispielsweise in Schwarzenholz, entlang des Lohbachs, wurden alte Buchen nicht gefällt, sondern in Hochstümpfe umgewandelt – perfekte Rückzugsorte für Höhlenbrüter, Insekten und andere Waldbewohner. Auch liegendes Totholz bleibt bewusst im Wald und fördert die Biodiversität. 🌿🪵
👉 Insgesamt 3.705 Habitatbäume wurden im Gemeindewald kartiert und mit Habitat-Tafeln gekennzeichnet – weit mehr als die gesetzlich geforderten 3.145!
🔨Besonderer Moment: Bürgermeister Dr. Horst Brünnet brachte das letzte Schild höchstpersönlich an Baum Nummer 3.705 an – gemeinsam mit Revierleiter Nils Lesch und Cosmin Truta von der Firma Kletter Spezial Wallachei, die auch die Umsetzung vor Ort übernahm.
💬 Mit diesen Maßnahmen schützt Saarwellingen aktiv Artenvielfalt und macht den Wald fit für die Zukunft – als Lebensraum, Klimaschützer, Ort der Erholung und nachhaltige Ressource. 🌲💪




30.11.2025: Totholz im Garten ist ein Zuhause für 500 Tier- und Pflanzenarten
https://www.facebook.com/photo/?fbid=1164033885836607

FB-Profil: WIR SIND GARTEN - Die Seite (30.11.2025)
Odenthal, NRW, Deutschland

30.11.2025:
                    Totholz im Garten ist ein Zuhause für 500 Tier- und
                    Pflanzenarten
30.11.2025: Totholz im Garten ist ein Zuhause für 500 Tier- und Pflanzenarten [2]

🌳✨ Im Totholz ist das meiste Leben!
Klingt paradox? Ist aber Natur pur!
Während wir denken: „Ach, das Stück Holz ist tot“, feiern dort schon 500 Arten WG-Party – von Käfern über Wildbienen bis zu Pilzen 🎉🐞🍄
Totholz ist für die Natur nämlich sowas wie:
Airbnb + Bioladen + Kindergarten + Seniorenresidenz in einem.
Alles inklusive, keine Miete, top Lage!
Ob als Totholzhaufen, alter Stamm oder einfach ein Ast, der liegen bleiben darf – für unzählige Tiere ist das der lebenswerteste Hotspot im Garten.
Während bei uns WLAN das Wichtigste ist, zählt hier: Moosdecken, Rindenhöhlen und kuschelige Mulm-Heizung 🔥🌿
Also: Nicht wegschaffen, liegen lassen!
Euer Garten dankt’s euch – und die Natur zieht ein. 🐝🪲🦎
#TotholzIstLeben






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Quellen


Fotoquellen


Epoch Times online,
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