<Rund 30
vom Aussterben bedrohte Schafe tummeln sich zurzeit
auf öffentlichen Grünflächen in Basel. Sie dienen
als lebendige Rasenmäher.
Seit mehreren Jahren setzt die Basler Stadtgärtnerei
Schafe zur Wald- und Wiesenpflege ein. Zum Einsatz
kommen heuer 25 bis 30 Tiere einer vom Aussterben
bedrohten Schafrasse,
die neben Gras auch
Brennesseln, Brombeeren und Gehölz frisst.
In diesem Jahr sollen die Skudden – die Rasse stammt
aus Ostpreussen und dem Baltikum – unter anderem
Waldflächen des grossen Friedhofs am Hörnli und
Böschungen an der Galgenhügelpromenade instand halten.
Die relativ kleinen Tiere mit weissem Fell und kurzem
Schwanz besuchen die Flächen ein- oder zweimal im
Jahr, jeweils wenige Tage bis maximal zwei Wochen
lang.
Einsatz ohne Zusatzkosten
Drei Jahre lang mähten die Schafe, die einer
spezialisierten Firma aus Bubendorf BL gehören,
bereits testweise. Vergangene Woche kündigten die
Behörden den regelmässigen Einsatz an. Der Wechsel vom
Mähen von Hand zum «Schafbetrieb» sei für den Kanton
kostenneutral, hiess es.
(sda)>
2022ca.: Seife mit Schafwollfett
(Lanolin)
Lanolin Seife mit Schafwollfett
-- die frische Wolle vom Schaf ist sehr fettig und
muss mehrfach gewaschen werden, das Wollfett kann man
sammeln [web04]
-- das
Schafwollfett heisst auch "Lanolin" [web06] - "Lanolin [...] ist
das Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen, das bei
der Wäsche von Schafwolle gewonnen wird." [web06]
-- das Schafwollfett kann man z.B. bei
Naturseifen verwenden, Schafwollfett-Seife heisst dann
"Lanolin-Seife" [web05]
-- Schafe haben nicht nur die Wolle an ihrer Haut,
sondern auch das Wollfett aus ihren Talgdrüsen [web07]
Lanolin in Naturseifen
-- Lanolin ist ein natürlicher Zusatzstoff in
Naturseifen, macht sie cremig und pflegend [web07]
-- Lanolin wirkt pflegend und rückfettend und
verstärkt die Schaumeigenschaften von Naturseifen
[web07]
-- Lanolin ist ein natürliches Element in Naturseifen,
Rasierseifen und Haarseifen, macht Haare glänzend und
gut kämmbar [web07]
-- Lanolin hat einen nicht für alle angenehmen Geruch,
den man mit anderen Duftnoten übertönen kann [web07]
Lanolin in Cremes
-- eine Lanolincreme ist ideal gegen trockene,
schuppige, faltige und barrieregestörte Haut [web07]
-- Lanolin hat
weichmachende Eigenschaften, regeneriert die Haut,
macht die Haut geschmeidig und glatt [web07]
-- Lanolin ist auch ein Emulgator bzw. Co-Emulgator,
weil die Creme viel Wasser aufnehmen kann (das
Eigengewicht an Wasser) [web07]
-- die Fettphase sollte über 50% Anteil haben [web07]
Die Gewinnung des Schafwollfetts
(Lanolin)
-- die fettige Wolle wird gewaschen, das Wollwachs
gelöst, das Wollwachs ist dann im Waschwasser und wird
mit Säuren vom Wasser getrennt - mit Separatoren wird
das reine Wollwachs gewonnen, gereinigt und
aufbereitet [web07]
-- Lanolin ist hervorragend geeignet, um Cremes und
Seifen selber herzustellen [web07]
-- Lanolin hat einen Schmelzpunkt von 40ºC, wird zur
Seifenherstellung oder für Cremes verwendet, das
Wollfett wird gelblich und klebt vor dem Schmelzen wie
Honig [web07]
Produkte mit Lanolin herstellen:
Lanonlinsalbe: Eine Lanolincreme herstellen: eine
fettreiche Heilcreme mit Variationsmöglichkeiten
Beispiel: Lanolin-Creme selber machen - Grundrezept
Video auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=z7XUXDDsRRc
Lanonlinsalbe: Eine Lanolincreme herstellen: eine
fettreiche Heilcreme mit Variationsmöglichkeiten [7]
-- die Zutaten für eine Lanonlincreme sind: 50ml
Pflanzenöl - 25g Lanolin anhydrid (Wollwachs ohne
Wasser) - 5g Bienenwachs - 50ml Wasser oder 50ml
Tinktur (17'')
-- statt Bienewachs sind auch 12g Kakaobutter, 12g
Sheabutter, 3g Cetylalkohol oder Mischungen aus den
Konsistenzgebern (30'')
-- im Video wird dieses Mal das Bienenwachs
ausgewählt, und wer will, kann später Wirkstoffe
hinzufügen (37''), z.B. 10-20 Tropfen ätherische Öle
wie Lavendel und 15 Tropfen Konservierungsmittel
(44'')

Lanolinsalbe, die Zutaten [8] - Lanolinsalbe, die
Zutatenliste [9]
-- Lanulin (Schafwollfett) ist ein natürlicher
Emulgator aus der Wolle von Schafen (49'') -- das
Lanulin ist ein Nebenprodukt der Wollgewinnung (53'')
-- die Cremes mit Lanulin sind sehr fettreiche Cremes,
v.a. für Heilcremes geeignet (1'4'')
-- Pflanzenöl+Lanulin+Bienenwachs werden in ein
feuerfestes Gefäss gegossen, das ist die "Fettphase",
und das Glas mit dem Wasser ist die "Wasserphase"
(1'25'') -- beide Gläser werden in einem Wasserbad
erhitzt, wo die festen Zutaten schmelzen (1'34'')
Die Lanonlinmischung und das Wasser werden getrennt
in einem Wasserbad erhitzt [10]
-- nach dem Schmelzen werden beide Gläser aus dem
Wasserbad rausgenommen, und das Wasser ist dann auch
genau richtig warm (1'47'') -- das warme Wasser wird
in die warme Fettlösung gegeben, dann erkalten lassen,
z.B. in einem kalten Wasserbad (1'58'') -- dann wird
gemixt mit einem Milchaufschäumer oder Mixer, bis eine
Creme entsteht (2'4'')

Die Lanolinmischung wird mit dem warmen Wasser
zusammengemischt [11] -- Die Mischung wird in ein
Kaltbad gestellt und dann mit einem Milchaufschäumer
oder kleinen Stabmixer zusammengemixt [12]
-- es wird so lange gerührt, bis die Creme handwarm
ist (2'8'') -- dann werden die speziellen Wirkstoffe,
die die Creme haben soll, tropfenweise untergerührt
(2'12'')
--
dann wird die Creme in eine Dose abgefüllt, eine
"Salbendose" (2'15'') -- die Creme schützt und
fettet die Haut stark (2'22'') -- das Grundrezept
ohne weitere Wirkstoffe pflegt trockene Haut
(2'28'')

Die speziellen Wirkstoffe für die Creme werden
untergerührt [13] -- Die frische Lanulinsalbe wird
in eine Salbendose gegossen [14]
-- ohne Konservierungsmittel hält die Lanolincreme 1
bis 2 Wochen, mit Konservierungsmittel 3-6 Monate
(2'35') -- die Cremedose wird verschlossen und
beschriftet und immer das Datum der Herstellung
vermerkt (2'42'') -- www.heilkraeuter.de - Eva Marbach
2017
Die Salbendose wird geschlossen und mit dem
Herstellungsdatum beschriftet [16] -- Webseite
www.heilkräuter.de [17]
Lanolincremes Variationen
-- Schafwollfett+Olivenöl+1 paar Tropfen Kamillenöl [
Informant Altstetten
(2022ca.)]
-- Lanolincreme mit Rosenwasser für noch mehr
Hautpflege "Rosencreme" für trockene und rissige
Haut [web08]
15g Lanolin (Wollwachs) - 5g Bienenwachs - 50ml
Weizenkeimöl - 40ml Rosenblütenwasser - 3 Tropfen
ätherisches Rosenöl: Lanolin+Bienenwachs im Wasserbad
schmelzen, dann das Weizenkeimöl zugeben+verrühren -
auf 70ºC erhitzen, ebenfalls das Rosenwasser auf 70ºC
erhitzen - das Rosenwasser dann unterrühren - die
Mischung auf 30ºC abkühlen lassen, so dass die Creme
entsteht - 3 Tropfen ätherisches Rosenöl zugeben,
alles durchrühren+abfüllen - das Bienenwachs färbt die
Creme gelb, es gibt auch gebleichtes, weisses
Bienenwachs für weisse Cremes - die Creme ohne
Konservierungsstoffe hält 3 Wochen im Kühlschrank
gelagert [web08]
-- Lanolincreme mit Bienenwachs, Sesamöl+Mandelöl als
Wetterschutz "Wind- und Wettercreme":
25ml Sesamöl - 20ml Mandelöl - 14g Sheabutter - 8g
Lanolin anhydrid - 6g Bienenwachs: --
Bienenwachs+Lanolin werden im Wasserbad etwas erwärmt,
nach dem Schmelzen die Sheabutter dazurühren und
schmelzen lassen, dann das Sesamöl und das Mandelöl
dazurühren -- so lange rühren, bis die Creme entsteht
-- abfüllen und abkühlen lassen -- verschliessen und
beschriften [web09]
--
Schafwollfett ist gut für Babyhaut, Pflege
von Brustwarzen beim Stillen, wirkt
beruhigend, gegen trockene oder verhornte
Hautstellen, gegen Schrunden, gegen
trockene Füsse, Knie, Ellenbogen [web09]
Wind-
und Wettersalbe: zur Gesichtspflege -- das Mandelöl
ist besonders mild, hat Tradition in
Babypflegeprodukten -- Mandelöl pflegt empfindliche,
trockene, schuppige Haut+hat ein hohes
Fettsäurespektrum -- Sesamöl pflegt trockene,
empfindliche Haut+hat antioxidative Eigenschaften --
Sesamöl macht die Salbe länger haltbar [web09]
Schafe pflegen das Flussufer am
13.12.2024: Beispiel Etsch (Italien):
Uferpflege an
der Etsch mit Schafherde: Gewohnte und auch
zusätzliche “Rasenmäher”
https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/wer-haette-das-gedacht/gewohnte-und-auch-zusaetzliche-rasenmaeher
Von: luk
Bozen – “Wir sind dieses Jahr besonders früh dran mit
unseren Pflegarbeiten an der Etsch”, berichtet der
Direktor im Landesamt für Wildbach- und
Lawinenverbauung Süd Thomas Thaler: Seit einigen Tagen
durchforsten mehrere Mannschaften der
Wildbachverbauung die Ufergehölze, um strukturiertere
Bestände zu schaffen und die Vegetation jung und
elastisch zu erhalten. Zu den Pflegearbeiten gehören
auch das Mähen der Dammböschungen und des
Schilfröhrichts an den Böschungen sowie das Einsammeln
und Entsorgen von Müll.
Die Wildbacharbeiter holzen auch heuer wieder im Zuge
genau definierter Pflegearbeiten wie jedes Jahr zu
hohe Bäume an Engstellen der Etsch und deren
Seitenbäche und im Bereich von Brücken ab, sie dünnen
zu dichten Pflanzenbewuchs aus oder entfernen ihn und
tragen oft meterhohe Sandbänke ab. Vor allem Bäume und
Sträucher, die auf großen Sandablagerungen an den
Innendämmen wachsen und diese mit ihren Wurzeln
durchdringen oder bei einem Hochwasser mitgerissen
werden können, erhöhen die Gefahr von Verklausungen
und Überschwemmungen.
“Bei diesen Arbeiten geht es vor allem um die
Gewährleistung des Hochwasserschutzes”, erläutert der
Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung Fabio
De Polo, “denn durch die Arbeiten wird die
Abflusskapazität aufrechterhalten und somit
Verklausungen vorgebeugt.” Überall dort, wo es möglich
ist, werden auch die ökologischen Erfordernisse
naturnaher Lebensräume berücksichtigt.
Seit einigen Wochen sind auch die Schafe wieder nach
ihrem Sommeraufenthalt auf der Alm auf den
Uferböschungen zurück und werden nach dem
erfolgreichen Projektstart im Vorjahr heuer wieder als
zusätzliche “innovative und nachhaltige Rasenmäher”
eingesetzt, erläutert Amtsdirektor Thomas Thaler: Seit
Mitte Oktober ziehen etwa 150 bis 200 Schafe mit einem
Hirten und einer Hirtin grasend an den Böschungen
entlang. Die Schafe, begleitet von Hirtenhunden und
Herdenschutzhunden, einigen Ziegen und einem Esel,
befinden sich derzeit im Etschabschnitt südlich von
Neumarkt und werden im Laufe des Winters bis nach Lana
wandern, hier finden sie auch in diesen Winterwochen
genügend zu fressen.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3290273/
https://science.orf.at/stories/3228676/
Die Verbindung zwischen Hausschaf und Mensch ist
uralt. Anhand genetischer Analysen von 118
Schafknochen aus den vergangenen rund 12.000 Jahren
bestätigt eine Studie nun, dass die Domestizierung der
Tiere in Südostanatolien begann. Das Forschungsteam
belegt zudem, warum Schafe weiß wurden.
Insbesondere anhand von Ausgrabungen in dem über
10.000 Jahre alten Dorf in Asıklı Höyük in Anatolien
zeigten die Forscherinnen und Forscher, dass die
ersten häuslich gehaltenen
Schafe von Mufflons
abstammen, die
im Westlichen bis
Mittleren Taurus beheimatet waren. Dort
fanden sie unter anderem Genome, die den frühen
Hausschafpopulationen Europas ähnelten. Ihre
Ergebnisse präsentieren sie im Fachjournal „Science“.
Es sei ein „Riesenglück, dass die Fundplätze in
Anatolien extrem gute Bedingungen aufweisen“, sagt
Mitautor Joris Peters von der
Ludwig-Maximilians-Universität München. In mehreren
Schichten seien dort Relikte aus verschiedenen
Jahrhunderten geborgen worden. Das Forschungsteam
betrachtete zunächst die Knochen. Daran sei etwa zu
sehen gewesen, dass die Tiere ab einem bestimmten
Zeitpunkt
Gelenkschäden hatten, die darauf
hindeuteten, dass sie eingepfercht wurden.
Zudem analysierten sie die DNA und datierten die
Knochen mittels Radiokarbonmethode.
Züchtung unterschiedlicher Fellmuster und -farben
Schon sehr früh hatten Schafhalter laut der Studie
Interesse an der Zucht von Tieren mit
unterschiedlichen Fellfarben. „Das ist der früheste
Beleg für menschliche Eingriffe in die Biologie von
Nutztieren“, erläutert der Hauptautor der Studie,
Kevin Daly, vom Trinity College Dublin in Irland.
Warum ausgerechnet weiß? Die Tiere seien
so in der Landschaft leichter sichtbar und
wiederzufinden gewesen, sagt Peters. Die
Züchtung
unterschiedlicher Fellmuster habe zudem
zur
Unterscheidung der Herden gedient. Damit
sei klar gewesen, wem welches Tier gehöre. Es sei wohl
auch Ausdruck des Stolzes auf den eigenen Besitz
gewesen.
Laut Peters geht der gesamte Schafbestand im heutigen
Europa auf vorgeschichtliche Herden aus Anatolien und
der Eurasischen Steppe zurück. „In diesen Regionen
sind die Schafpopulationen entstanden, die dann nach
Europa gebracht worden sind.“ Die Migration habe
gleichermaßen die Genetik von Schafen und Menschen in
Europa beeinflusst. „In zwei Wellen kamen Hirten aus
dem Osten nach Europa – und brachten Schafe und Gene
mit.“
Die Wanderbewegung vor rund 7.000 Jahren sowie 2.000
Jahre später nach Mitteleuropa veränderte den hiesigen
menschlichen und tierischen Genpool tiefgreifend.
Von der Domestizierung über die Nutzung von Milch und
Wolle bis hin zu den kulturellen und wirtschaftlichen
Entwicklungen: Schafe spielten der Studie zufolge eine
zentrale Rolle in der Evolution menschlicher
Gesellschaften. Ohne Nutztiere wie Schafe, aber auch
Ziegen, Schweine und, etwas später domestiziert,
Rinder hätte sich laut Peters die Menschheit nicht so
entwickeln können.
red, science.ORF.at/Agenturen
https://orf.at/stories/3400217/
Weil Unbekannte die Tiere mit altem und
verschimmeltem Brot gefüttert haben, sind auf
einer Weide im schwäbischen Bachhagel in
Bayern mehr als 20 Schafe gestorben.
Eine Untersuchung durch einen Tierarzt habe die
Todesursache durch die nicht artgerechte
Fütterung bestätigt, teilte die Polizei mit. Der
Halter der Tiere hatte sich bei den Beamten
gemeldet, weil seit Anfang Juli 21 von 39 Tieren
gestorben seien.
Unbekannte hätten immer wieder sowohl frisches
als auch altes und verschimmeltes Brot zu den
Schafen auf die Weide geworfen. Die Polizei
ermittelt nun wegen eines Verstoßes gegen das
Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung.