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Invasionen Meldungen 01

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Invasionen in Südtirol (Italien) am 24.10.2024:
Invasive Arten und ihre Auswirkungen auf Südtiroler Biodiversität: "Unterschätzte Gefahr", laut der Freien fraktion
https://www.suedtirolnews.it/politik/invasive-arten-und-ihre-auswirkungen-auf-suedtiroler-biodiversitaet

Von: Ivd

Neobiota sind Tier- oder Pflanzenarten, die von Natur aus nicht bei uns in Südtirol vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind. Sie werden als gebietsfremde oder nichtheimische Arten bezeichnet. Bei Pflanzen spricht man von Neophyten, bei Tieren von Neozoen und bei Pilzen von Neomyceten. Ein Teil dieser Arten kann nicht nur große Schäden in der Landwirtschaft oder Kulturlandschaft verursachen, manche von ihnen haben das Potenzial Südtirols Biodiversität empfindlich zu stören.

Bekannte Beispiele für Neozoen, welche in Südtirol als Schädlinge gelten, sind die in den letzten beiden Jahrzehnten neu eingeschleppten Insektenarten wie die Walnuss-Fruchtschalen-Fruchtfliege (Rhagoletis completa), die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii), die Esskastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus) oder die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys). Laut der Freien Fraktion gibt es heute kaum noch Walnussbäume, die nicht von der Fruchtfliege befallen wären. Im Weinbau verursache die Kirschessigfliege jährlich große finanzielle Schäden. Gegen die Edelkastanien-Gallwespe würde zwar seit 2010 seitens des Pflanzenschutzdienstes des Landes die Schlupfwespe Torymus sinensis als natürlicher Gegenspieler eingesetzt, doch auch diese Schlupfwespenart würde aus China importiert werden, so die Fraktion.

In der Pflanzenwelt sind es neben der invasiven Robinie oder dem Götterbaum, die laut der Freien Fraktion beide heimische Arten verdrängen, vor allem Giftpflanzen wie das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens), das für Weidetiere und Bienen gefährlich sei oder das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisifolia), das beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen könne. Aktuell werden in Südtirol bereits über 400 Pflanzenarten als Neophyten gelistet.

Anhörung im Landtag

„Um die Bedeutung und die Auswirkungen von Neobiota auf die heimischen Arten besser bewerten zu können und daraus eventuell notwendige gesetzgeberische Maßnahmen ableiten zu können, ersuche ich höflich den II. Gesetzgebungsausschuss im Südtiroler Landtag eine Anhörung zum Thema ‚Neobiota – Invasive Arten und ihre Auswirkungen auf Südtirols Biodiversität und Landwirtschaft‘ zu organisieren“, so Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber. „Bei dieser Anhörung sollen möglichst unter Einbeziehung der in Südtirol diesbezüglich bereits aktiven Institutionen – wie der Landesabteilung ‚Land und Forstwirtschaft‘, dem ‚Pflanzenschutzdienst‘ des Landes, dem Versuchszentrum Laimburg, dem Beratungsring für Obst- und Weinbau und dem Forschungszentrum EURAC-Research – die beiden Bereiche der gebietsfremden Pflanzen und Tiere behandelt werden, Ausblick auf künftige bzw.in den nächsten Jahren zu erwartende Arten gegeben und mögliche Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen aufgezeigt werden“, so Leiter Reber abschließend.




Kleintiere wandern mit Blumentöpfen über das Meer nach Ö am 6.1.2026: Schnecke "Gewächshausschnegel", Landplanarie, Heuschrecke "Gottesanbeterin", Kolumbianischer Tausendfüssler, Nosferatu-Spinne:
Neue Tierarten erobern Vorarlbergs Gärten
https://vorarlberg.orf.at/stories/3332648/

In Vorarlberg wurden mehrere neue Tierarten entdeckt, darunter der Gewächshausschnegel und die Gelbstreifen-Landplanarie. Diese Arten können sich in Gärten und im Freiland negativ auswirken. Die Nosferatu-Spinne, die sich seit 2014 ausbreitet, ist weiterhin auf Erfolgskurs. Ein Überblick über neue und invasive Arten im Jahr 2025.

Der Gewächshausschnegel (Ambigolimax valentianus) wurde im Sommer 2025 erstmals in einem Hausgarten entdeckt. Diese Art, die aus Südwesteuropa stammt, kann als Schadschnecke auftreten, da sie neben abgestorbenem Pflanzenmaterial auch lebende Blätter verzehrt, sagt die Leiterin der inatura-Fachberatung Elisabeth Ritter.
Gewächshausschnegel
Elisabeth Ritter
Gewächshausschnegel

Zweiter Fund in Österreich

Die Gelbstreifen-Landplanarie (Caenoplana variegata), ursprünglich aus Australien, wurde auf einem Vorplatz in Dornbirn entdeckt. Durch den internationalen Handel mit Topfpflanzen gelangte diese Art nach Europa. Erstmals in Österreich wurde sie im Haus des Meeres in Wien Anfang des Jahres 2025 entdeckt, nun gelang der zweite Fund der Art in Vorarlberg.

Gelbstreifen-Landplanarie (Caenoplana
                          variegata)
Nina Rehmann
Gelbstreifen-Landplanarie

Asiatische Gottesanbeterin in Garten aufgetaucht

Eine Asiatische Gottesanbeterin (Hierodula tenuidentata) ist in einem Garten aufgetaucht. In Vorarlberg sind Fangschrecken nicht heimisch. Ob es sich dabei um ein Terrarientier oder um ein verschlepptes Tier handelte, sei nicht nachvollziehbar, sagt Ritter. Grundsätzlich besteht das Potenzial, dass sich Hierodula tenuidentata in Zukunft hier ein sekundäres Verbreitungsgebiet erschließen könnte. Die Art ist sehr anpassungsfähig und steht auf tierische Kost. Außerdem wird in vielen Fällen das Männchen nach der Paarung vom Weibchen verspeist. Das Exemplar kann derzeit in der inatura besichtigt werden.

Asiatische Gottesanbeterin
inatura
Asiatische Gottesanbeterin

Tausendfüßler kroch aus einer Palme in Bregenz

Ein Kolumbianischer Tausendfüßler kroch aus einem Topf einer Palme in Bregenz. Als blinder Passagier reist die tropisch verbreitete Art mit Palmenpflanzen rund um den Globus. Im Freiland wird sich die Art aber nicht halten können, sagt Ritter.

Kolumbianischer Tausenfüßler
Elisabeth Ritter
Kolumbianischer Tausendfüßler

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) ist die am häufigsten angefragte Spinnenart bei der inatura im Jahr 2025. Seit ihrer ersten Dokumentation 2014 in Vorarlberg hat sie sich schnell verbreitet. Invasive Arten wie der Gewächshaus-Tausendfüßler, ursprünglich von den Ostindischen Inseln, und die Grüne Reiswanze aus Ostafrika haben ebenfalls zu vielen Anfragen geführt, sagt Ritter.

Nosferatu-Spinne
Hubert Salzgeber
Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)







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