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Walfisch Meldungen - ab 30.9.2018

Das Leben der Wale

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Orca-Mutter bei Seattle trauert am 4.1.2025: um totes Kalb - Ursachen können sein: Lärm, Schiffsverkehr, Schadstoffe, Tierfeinde, Inzucht:
Traurige Bilder eines Orca-Weibchens mit ihrem toten Kalb: Orca-Weibchen trauert um totes Kalb
https://www.suedtirolnews.it/chronik/orca-weibchen-trauert-um-totes-kalb

Von: APA/dpa

Es sind herzzerreißende Bilder, welche die US-amerikanische Ozean- und Klimabehörde (NOAA) auf sozialen Medien teilt: Darauf ist ein Orca-Weibchen zu sehen, das sein totes Kalb vor sich herträgt. Die Schwertwal-Mutter J35, auch Tahlequah genannt, ist Teil einer sehr kleinen und bedrohten Population in Puget Sound, einer Meerenge in der Nähe von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Es ist nicht das erste Mal, dass sich J35 nicht von einem toten Jungtier trennen kann.

Tiefe emotionale und soziale Strukturen

Am 1. Jänner habe eine Forschungsgruppe der NOAA beobachtet, dass die Orca-Mutter ihr totes Kalb vor sich hertrug, heißt es im Instagram-Video der Behörde – ein Verhalten, das auch von anderen sozialen Tieren wie Primaten und Elefanten bekannt sei. “Der Verlust von J35 erinnert uns an die tiefen emotionalen und sozialen Strukturen dieser unglaublichen Tiere”, heißt es in dem Video weiter.

Der Tod des Kalbs sei angesichts der Tatsache, dass die Schwertwal-Population in Puget Sound nur noch 73 Tiere umfasse, eine niederschmetternde Nachricht. Zudem habe Tahlequah bereits 2018 Schlagzeilen gemacht, als sie ihr damaliges totes Kalb 17 Tage lang mit sich trug.

Entsprechend sei der Verlust von J61 besonders tragisch, “nicht nur, weil es ein Weibchen war, das eines Tages möglicherweise seine eigene Matriline hätte anführen können, sondern auch angesichts der Geschichte ihrer Mutter J35, die nun zwei von vier dokumentierten Kälbern verloren hat – beide waren weiblich”, schrieb das NOAA-Team auf Instagram. Tahlequah habe zwei weitere Nachkommen, darunter ein drei Jahre altes Kalb, J57 (genannt Phoenix), und ein 14 Jahre altes, J47 (bekannt als Notch), die beide männlich sind.

Respekt vor der Trauer der Orca-Mutter

Auf die Frage eines Instagram-Nutzers, woran J61 gestorben sein könnte, antwortete die Behörde allgemein, dass die Population der Orcas (Orcinus orca) im nordöstlichen Pazifik gegen eine Vielzahl von Bedrohungen um ihr Überleben kämpfe: “Die Forschung hat drei Hauptbedrohungen für ihr Überleben ausgemacht: Lärm und Störungen durch den Schiffsverkehr, Gesundheit und Schadstoffe sowie die Verfügbarkeit von Beutetieren. Diese Faktoren verstärken sich gegenseitig.” Noch dazu führe die schrumpfende Population zu mehr Inzucht, was die Lebenserwartung der Tiere nahezu halbieren könne.

Eine Nekropsie – ähnlich einer Autopsie beim Menschen – könnte zwar Aufschluss darüber geben, woran das Jungtier gestorben sei. Diese sei angesichts der Bindung von J35 an ihr totes Kalb sowie dessen Verwesung unwahrscheinlich, so ein weiterer NOAA-Beitrag: “Wir respektieren ihr Bedürfnis, den Tod ihres Kalbs zu betrauern, und werden ihre Situation weiter beobachten, sobald es die Umstände erlauben.”



Iberische Orcas vor Sesimbra (Portugal) am 5.1.2025: beschädigen Segelboot aus Norwegen schwer - seit 2020 ist das normal bei denen:
Norwegisches Segelboot vor Portugal von Orcas beschädigt
https://www.nau.ch/news/europa/norwegisches-segelboot-vor-portugal-von-orcas-beschadigt-66889502

Keystone-SDA - Portugal - Ein norwegisches Segelboot wird von Orcas schwer beschädigt. Ein bisher unbekanntes Phänomen gibt Rätsel auf.
Ein unter norwegischer Flagge fahrendes Segelboot ist von Orcas vor der Küste von Portugal schwer beschädigt worden. Das Boot habe dabei unter anderem das Ruder verloren, berichtete die Zeitung «Correio da Manhã» unter Berufung auf die zuständigen Behörden. Der Hafenkommandant von Setúbal, Serrano Augusto, bestätigte auf Anfrage den Zwischenfall.
Die Attacke der Schwertwale ereignete sich demnach am Samstag im Atlantik rund 20 Kilometer südlich von Sesimbra. Die beiden Besatzungsmitglieder seien unverletzt geblieben. Die Segler hätten nach der Interaktion umgehend die Behörden in Sesimbra alarmiert.
Sie seien zunächst von einem Handelsschiff unterstützt und später vom Seerettungsdienst geborgen worden, hiess es.

Mysteriöses Verhalten
Solche Zwischenfälle waren bis vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt. Die ersten Beschädigungen von Segelbooten bei Begegnungen mit den sogenannten iberischen Orcas wurden erst im Pandemiejahr 2020 gemeldet – und oft auch auf Video festgehalten.
Nach der jüngsten Bilanz der Organisation «GT Orca Atlántica» (GTOA) gab es in der Strasse von Gibraltar und im westlichen Mittelmeer sowie vor der Küste Portugals und weiter nördlich im Atlantik vor der Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs zwischen 2020 und Ende August 2024 insgesamt 824 dokumentierte Interaktionen. Bei circa 20 Prozent dieser Fälle seien die Boote schwer beschädigt worden.

Experten rätseln
Forscher sprechen nicht von Attacken, sondern lieber von Begegnungen und Interaktionen. Sie gehen davon aus, dass die Schwertwale nicht in aggressiver Absicht handeln. Die Vorfälle geben den Experten Rätsel auf, denn obwohl Orcas weltweit leben, zeigen bisher nur Tiere in der iberischen Region dieses mysteriöse Verhalten.
Es gebe mehrere Theorien, aber noch keine sicheren Antworten, räumen die Wissenschaftler ein. Die oft bis zu knapp zehn Meter langen und manchmal über sechs Tonnen schweren Orcas sind die grösste Art aus der Delfinfamilie.
Sie fressen Thunfische, Heringe, Robben, Pinguine und Seevögel und attackieren auch Haie, Delfine sowie andere Wale. Der breiten Öffentlichkeit sind diese Tiere spätestens seit der Filmreihe «Free Willy» bekannt.




Schwarzes Meer mit Ölpest am 8.1.2025: Schweinswale sterben:
Ölpest: Tote Wale auf Krim angeschwemmt

https://orf.at/stories/3381205/

Mehr als drei Wochen nach der Havarie zweier russischer Öltanker sind in Sewastopol auf der von Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim mehrere tote Wale angeschwemmt worden.

Der an der Säuberung von Stränden beteiligte Kommunalpolitiker Pawel Charlamow sagte der russischen Nachrichtenagentur TASS heute, die Kadaver würden nun abtransportiert. Zur Zahl der Kadaver und zur Art der verendeten Wale machte der Politiker keine Angaben.

Am Sonntag hatte eine Tierschutzorganisation aus Sotschi an der russischen Schwarzmeer-Küste erklärt, seit dem Unglück seien mehr als 30 Meeressäuger tot aufgefunden worden. Bei den meisten toten Tieren habe es sich um eine im Schwarzen Meer vorkommende Unterart des Schweinswals gehandelt, der zu den kleinsten Walarten gehört und oft mit Delfinen verwechselt wird.

Zwei Tanker verunglückten

Mitte Dezember waren zwei mit Schweröl beladene Tanker in einem Sturm in der Straße von Kertsch zwischen Russland und der Krim verunglückt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums liefen fast 2.400 Tonnen Schweröl aus.

Vergangene Woche erreichte die Ölpest die 250 Kilometer entfernte Hafenstadt Sewastopol. An der Reinigung der Strände der Halbinsel Krim und der russischen Schwarzmeer-Küste sind Tausende Menschen beteiligt, darunter auch viele Freiwillige.

Gestern teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit, von einem Dutzende Kilometer langen Strandabschnitt seien inzwischen mehr als 118.000 Tonnen kontaminierter Sand und Erde entfernt worden.





https://orf.at/stories/3390434/



Walfleisch aus Island am 13.4.2025: nicht mehr so gefragt, weil Japan selber fängt:
Walfang in Island im heurigen Jahr erneut ausgesetzt - Nachfrage drastisch zurückgegangen [weil Japan wieder selber Wale fängt]
https://www.suedtirolnews.it/chronik/walfang-in-island-im-heurigen-jahr-erneut-ausgesetzt

Von: APA/AFP

Wegen der weltweiten Wirtschaftsturbulenzen wird in Island der Walfang in diesem Jahr Medienberichten zufolge erneut ausfallen. Die Mitarbeiter des einzigen Walfangunternehmens Hvalur seien darüber bereits informiert worden, berichtete am Samstag der Sender RUV auf seiner Website. Hvalur-Chef Kristjan Loftsson wurde mit der Aussage zitiert, sein Unternehmen sehe keine andere Möglichkeit, “als am Kai zu bleiben und auf bessere Zeiten zu warten”.

“Die Situation wird im kommenden Jahr erneut überprüft”, sagte Loftsson den Angaben zufolge weiter. Bereits im vergangenen Jahr war Hvalur nicht auf Waljagd gegangen. Das Unternehmen betreibt Islands einziges aktives Walfangschiff.

Nachfrage nach Walfleisch aus Island drastisch zurückgegangen

In Island haben Fisch- und Walfang über Jahrhunderte eine große Rolle gespielt. In den vergangen zwei Jahrzehnten hat für den Inselstaat aber der Tourismus an Bedeutung gewonnen, wozu auch Touren zur Walbeobachtung beitragen. Da Japan, der größte Markt für Walfleisch, den kommerziellen Walfang 2019 nach 30 Jahren Pause wieder aufnahm, ist die Nachfrage nach Walfleisch-Importen aus Island drastisch zurückgegangen.

Neben Island und Japan erlaubt nur noch Norwegen den Fang von Walen, der von Tierschützern heftig kritisiert wird. Die Absage der diesjährigen Saison in Island werde “unzähligen Walen Leid und Tod ersparen”, erklärte Wendy Higgins von der Tierschutzorganisation Humane World for Animals. Walfang sei “eine brutale und sinnlose Jagd ohne moralische oder wissenschaftliche Rechtfertigung”.




Blauwal am 24.4.2025: Penis 2,8m lang - 1800 Liter Sperma pro Befruchtung
AltesEcho
https://www.facebook.com/photo/?fbid=122225879936075449

Der Penis eines Blauwals ist 2,8 Meter lang. Bei der Ejakulation gibt er 1.800 Liter Sperma ab. Zur Befruchtung des Weibchens reichen 200 Liter.
Wenn Sie am Strand ein paar Schlucke Wasser trinken, denken Sie daran, wo die restlichen 1.600 Liter sind.




Albino-Killerwal bei Japan am 30.4.2025: In Nähe von Japan: Seltener Albino-Wal gesichtet
https://www.blick.ch/ausland/vor-japanischer-insel-extrem-seltener-albino-killerwal-gesichtet-id20820199.html

Albino-Killerwal bei Japan am 30.4.2025: In
                      Nähe von Japan: Seltener Albino-Wal gesichtet
Albino-Killerwal bei Japan am 30.4.2025: In Nähe von Japan: Seltener Albino-Wal gesichtet [1]




Der Orca-Mord ist Kalkül in Südfrankreich: Zwei Orcas wurden in Gefangenschaft geboren und können angeblich (??) nicht ausgewildert werden:

Mord an 2 Orcas geplant in Südfrankreich am 17.5.2025:
Orcas verenden allmählich in verlassenem Aquapark

Fototexte:
Die beiden Orcas Wikie und Keijo wurden nach Schliessung des Marineparks im französischen Antibes zurückgelassen.
Sie kreisen Tag für Tag in den veralgten Becken umher und brauchen dringend Beschäftigung.
Die Meeressäuger sind in Gefangenschaft geboren und können nicht ausgewildert werden. Eine mögliche Auffangsstation in Kanada ist noch nicht fertiggestellt.

Der Artikel:

Janis Meier - Frankreich - Früher unterhielten sie im französischen Antibes das Publikum. Heute sind zwei Orcas in dem verlassenen Auqapark gefangen und verenden allmählich.

Das Wichtigste in Kürze

    Der Marinepark im französischen Antibes musste im Januar geschlossen werden.
    Zwei Orcas wurden in den veralgten Becken zurückgelassen.
    Tierschützer schlagen Alarm: Die Meeressäuglinge brauchend dringend Beschäftigung.

In Frankreich ist ein Gesetz gegen Tierquälerei in Kraft getreten. Deswegen ist der Marinepark in Antibes an der Côte d’Azur seit Januar geschlossen.
Was eigentlich zum Wohle der Tiere angedacht war, verursacht nun viel Leid für zwei ehemalige Show-Orcas des Marineparks.
Denn: Die beiden Meeressäuger befinden sich immer noch in den Becken.
Jeden Tag drehen sie ihre Runden im Wasser, in welchem sich seit der Schliessung des Marineparks Algen ausbreiten. Wikie und Keijo, wie die beiden Orcas heissen, brauchen dringend Beschäftigung.
Tierschützerinnen und Tierschützer warnen: Auf Dauer werden die Tiere in dem Becken krank.

Betonbecken seit Jahren in schlechtem Zustand
«Wale und Delfine können nicht artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden», stellt Tierschützerin Tamara Narganes gegenüber «N-TV» klar.
Im Fall der beiden Orcas in Südfrankreich komme die schlechte Wasserqualität hinzu. «Und dass die Betonbecken seit Jahren in schlechtem Zustand sind», so Narganes.
Wikie und Keijo können momentan lediglich auf die Unterstützung einiger Angestellten zählen, die sie füttern.
Laut dem Sender hat der bisherige Parkbetreiber Marineland versichert, dass die Suche nach Lösungen auf Hochtouren laufe. Aber das stellt sich als schwierig heraus.
Denn: Die beiden Orcas können nicht ausgewildert werden – sie sind in Gefangenschaft geboren. Im offenen Meer würden die beiden Tiere nicht überleben.
In Kanada habe sich eine Auffangstation bereit erklärt, die beiden Orcas aufzunehmen. Diese ist jedoch noch nicht fertiggestellt.
So müssen die beiden Meeressäuger wohl oder übel in ihren Becken in Antibes ausharren. Bis eine definitive und umsetzbare Lösung für sie gefunden wird.



8.8.2025: Warum haben Blauwale aufgehört zu singen? Das Rätsel, das Wissenschaftler beunruhigt
Why have blue whales stopped singing? The mystery worrying scientists

https://www.aljazeera.com/news/2025/8/8/why-have-blue-whales-stopped-singing-the-mystery-worrying-scientists

Übersetzung:

Von Shola Lawal - Die kraftvollen Laute der Blauwale helfen ihnen, mit Partnern zu kommunizieren oder signalisieren die Entdeckung von reichlich vorhandener Nahrung.
Die Gesänge der Wale sind weit entfernt von dem Gesang, an den der Mensch gewöhnt ist. Im Gegensatz zu unseren musikalischen Klängen handelt es sich bei den von Walen erzeugten Klängen um eine komplexe Reihe von Lautäußerungen, die Stöhnen, Klicken und Pfeifen umfassen und die vom Muhen einer Kuh bis zum Zwitschern eines Vogels wie alles Mögliche klingen können. Diese Lautäußerungen können so kraftvoll sein, dass sie bis zu 10 km weit gehört werden können und jeweils eine halbe Stunde dauern können.
Aber auch wenn es sich nicht gerade um Tanzmaterial handelt, sind Walgesänge für die Kommunikation von entscheidender Bedeutung: zwischen Männchen und Weibchen während der Paarung oder zwischen einem Walschwarm auf dem Zug.
Für die Forscher sind diese komplexen Geräusche ein Fenster in das Verhalten der Wale, auch wenn der Mensch noch nicht genau weiß, wie er sie entschlüsseln kann.
Die Häufigkeit von Liedern und ihre Intensität können verschiedene Dinge signalisieren: zum Beispiel ein Überfluss an Nahrung. In jüngsten Studien waren Forscher jedoch alarmiert, als sie feststellten, dass Blauwale, die größten Wale und tatsächlich die größten Säugetiere der Erde, zu bestimmten Zeiten aufgehört haben zu singen.
Ihre unheimliche Stille, so die Wissenschaftler, ist ein Signal dafür, dass sich das Leben im Ozean grundlegend verändert. Die jüngste Studie, die von Wissenschaftlern des Monterey Bay Aquarium Research Institute in Kalifornien in den USA durchgeführt und im Februar veröffentlicht wurde, untersuchte drei Arten von Walen. Forscher fanden heraus, dass vor allem Blauwale anfälliger für diese Veränderung geworden sind.

Was haben Forscher herausgefunden und wo?
Mindestens zwei Studien zwischen 2016 und 2025 haben ein ähnliches Verhalten festgestellt: Blauwale haben ihren Gesang über einen längeren Zeitraum reduziert.
Die erste Studie, die zwischen 2016 und 2018 in den Meeresgewässern zwischen den neuseeländischen Inseln durchgeführt wurde, wurde von Wissenschaftlern des Marine Mammal Institute der Oregon State University in den USA geleitet. Über diesen Zeitraum verfolgten die Forscher bestimmte Lautäußerungen von Blauwalen, die mit der Nahrungsaufnahme (D-Rufe) und der Paarung (sogenannte gemusterte Gesänge) verbunden sind.
Die Forscher verwendeten kontinuierliche Aufzeichnungen von Unterwassergeräten, sogenannten Hydrophonen, die Geräusche über Tausende von Kilometern aufzeichnen können und in der Süd-Taranaki-Bucht platziert wurden – einem bekannten Nahrungsgebiet für Blauwale vor der Westküste Neuseelands.
Sie entdeckten, dass in einigen Perioden, insbesondere in den wärmeren Frühlings- und Sommermonaten, wenn Wale normalerweise mästen, die Häufigkeit und Intensität der Geräusche im Zusammenhang mit der Fressaktivität abnahm – was auf eine Verringerung der Nahrungsquellen hindeutet. Diesem Rückgang folgte ein verringertes Auftreten von gemusterten Gesängen, was auf einen Rückgang der Fortpflanzungsaktivität hindeutet.
"Wenn es weniger Fressmöglichkeiten gibt, geben sie sich weniger Mühe, sich fortzupflanzen", sagte die leitende Forscherin Dawn Barlow gegenüber Reportern. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2023 in der Fachzeitschrift Ecology and Evolution veröffentlicht.
Im Februar dieses Jahres veröffentlichten Forscher in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS One eine Studie, in der sie die Geräusche von Bartenwalen im Kalifornischen Strom-Ökosystem verfolgten, das sich im Nordpazifischen Ozean von British Columbia bis Baja California erstreckt. Blauwale sind eine Art von Bartenwalen, und die Studie konzentrierte sich auf sie sowie auf ihre Verwandten, die Buckelwale und Finnwale.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren, beginnend im Jahr 2015, fanden die Wissenschaftler deutliche Muster. In den ersten zwei Jahren waren "die Zeiten für die Wale hart", bemerkte der leitende Forscher John Ryan vom Monterey Bay Aquarium Research Institute in Kalifornien in einer Pressemitteilung, da festgestellt wurde, dass die Wale, insbesondere die Blauwale, weniger sangen. In den nächsten drei Jahren kehrten jedoch alle drei Walarten zurück und sangen wieder häufiger, stellte die Studie fest.

Warum singen Blauwale weniger? [Weniger Nahrung im Meer - zu wenig Krill wegen Hitzewellen]
Beide Studien fanden einen Hauptgrund für die Verringerung des Walgesangs: die Nahrung oder, in diesem Fall, den Mangel daran.
Es stellt sich heraus, dass die Forschung, die zwischen 2015 und 2020 durchgeführt wurde, Perioden extremer mariner Hitzewellen erfasste, die den Krill ausrotteten, die kleinen garnelenähnlichen Tiere, von denen sich Blauwale ernähren.
Diese Hitzewellen sind Teil einer drohenden Umweltkatastrophe, vor der Wissenschaftler gewarnt haben: die anhaltende globale Erwärmung, die durch den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen gekennzeichnet ist und durch menschliche Aktivitäten mit hohen Emissionen verursacht wird, darunter vor allem die Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Wissenschaftler sagen, dass die Welt bald einen Wendepunkt erreichen könnte, an dem es zu unumkehrbaren Veränderungen auf dem Planeten kommen wird. Bereits 2016, 2023 und 2024 wurden als die wärmsten Jahre aller Zeiten verzeichnet.

Warum verschwinden die Nahrungsquellen für Wale? [Gesang der Wale, wenn sie Krill gefunden haben - kein Krill - kein Gesang]
Krill, von dem sich Blauwale hauptsächlich ernähren, reagiert sehr empfindlich auf Hitze und kann bei Hitzewellen so gut wie verschwinden, so die Studien. Auch ihre Bewegungsmuster ändern sich drastisch: Anstatt wie üblich zusammenzubleiben, zerstreut sich der Krill, wenn es heiß ist, was es für Raubtiere wie Blauwale schwieriger macht, ihn zu finden.
Normalerweise singen Blauwale bei der Nahrungssuche anderen zu, um zu signalisieren, dass sie Krillschwärme gefunden haben. Wenn es kein Essen zum Singen gibt, macht es Sinn, dass es kein Singen gibt.
Hitzewellen können auch schädliche chemische Veränderungen in den Ozeanen auslösen, die das Wachstum giftiger Algen fördern, die bei Säugetieren in den Ozeanen und Seevögeln zu Vergiftungen und Tod führen, wie Forscher zuvor herausgefunden haben, was darauf hindeutet, dass auch Blauwale Gefahr laufen, vergiftet zu werden.
In der neueren Studie in Kalifornien fanden Forscher heraus, dass in den ersten zwei Jahren, in denen Wale seltener sangen, auch andere Fischpopulationen zurückgingen.

Sind Blauwale verwundbarer als andere Wale?
In der zweiten Periode von drei Jahren kam es zu einem Wiederaufleben von Krill und den anderen Fischen, zusammen mit mehr Walgesang. Als der Krill wieder zurückging, sangen die Blauwale wieder seltener, während der Gesang der Buckelwale weiterging, so die Studie.
"Im Vergleich zu Buckelwalen sind Blauwale im östlichen Nordpazifik möglicherweise anfälliger, nicht nur aufgrund einer geringeren Populationsgröße, sondern auch aufgrund einer weniger flexiblen Futtersuche", sagte Ryan, der Hauptautor der kalifornischen Studie, in einer Erklärung.
"Diese Ergebnisse können Wissenschaftlern und Ressourcenmanagern helfen, vorherzusagen, wie marine Ökosysteme und Arten auf den Klimawandel reagieren werden", fügte er hinzu.
Es ist wahrscheinlich, so beide Studien, dass Blauwale mehr Zeit und Energie darauf verwenden müssen, Nahrung zu finden, wenn sie knapp ist, anstatt zu singen.

Verändern sich andere Tiere in ihren Lauten?
Studien haben ergeben, dass der Klimawandel die Geräusche mehrerer anderer Arten ebenfalls verändert. Naturbezogene Geräusche, wie der Gesang bestimmter Vogelarten, könnten an einigen Orten ganz verschwinden, da sich das Verhalten der Tiere durch die steigenden Temperaturen verändert. Zum Beispiel könnten einige Tiere dauerhaft von ihren traditionellen Lebensräumen wegziehen.
In New York stellten Wissenschaftler fest, dass sich über ein Jahrhundert (1900-1999) vier Froscharten in ihren Rufmustern veränderten, die Männchen benutzen, um Weibchen zur Fortpflanzung anzuziehen, und die normalerweise mit der Erwärmung im Frühling und frühen Sommer verbunden sind. Im Laufe der Zeit riefen einige Frösche etwa zwei Wochen früher als gewöhnlich, fanden die Forscher heraus, und fügten hinzu, dass dies bedeutete, dass der Sommer früher kam.
Quelle: Al Jazeera


ENGL orig.:

Aug 8, 2025: Why have blue whales stopped singing? The mystery worrying scientists

https://www.aljazeera.com/news/2025/8/8/why-have-blue-whales-stopped-singing-the-mystery-worrying-scientists

By Shola Lawal - The powerful sounds made by Blue Whales help them communicate with partners or signal the discovery of abundant food.
Whale songs are far removed from the singing that humans are used to. Unlike our musical sounds, those produced by whales are a complex range of vocalisations that include groans, clicks and whistles and that can sound like anything from the mooing of a cow to the twitter of a bird. These vocalisations can be so powerful that they can be heard as far as 10km (6 miles) away, and can last for half an hour at a time.
But while they may not be exactly dancing material, whale songs are critical for communication: between males and females during mating, or among a school of whales migrating.
For researchers, these complex sounds are a window into whale behaviour, even if humans don’t yet know exactly how to decode them.
The frequency of songs and their intensity can signal various things: an abundance of food, for example. In recent studies, however, researchers have been alarmed to find that blue whales, the largest whales and, indeed, the largest mammals on Earth, have stopped singing at specific times.
Their eerie quietness, scientists say, is a signal that ocean life is changing fundamentally. The most recent study, conducted by scientists from the Monterey Bay Aquarium Research Institute in California in the US and published in February, examined three types of whales. Researchers found that blue whales, in particular, have become more vulnerable to this change.

What have researchers found, and where?
At least two studies between 2016 and 2025 have found similar behaviour: blue whales have reduced their singing for stretches of time.
The first study, conducted in the sea waters between the islands of New Zealand between 2016 and 2018, was led by scientists from the Marine Mammal Institute at Oregon State University in the US. Over that period of time, researchers tracked specific blue whale vocalisations linked to feeding (called D-calls) and mating (called patterned songs).
Researchers used continuous recordings from underwater devices called hydrophones, which can log sounds over thousands of kilometres, and which were placed in the South Taranaki Bight – a known foraging spot for blue whales off the west coast of New Zealand.
They discovered that during some periods, particularly in the warmer months of spring and summer when whales usually fatten up, the frequency and intensity of sounds related to feeding activity dropped – suggesting a reduction in food sources. That decline was followed by reduced occurrences of patterned songs, signalling a dip in reproductive activity.
“When there are fewer feeding opportunities, they put less effort into reproduction,” lead researcher Dawn Barlow told reporters. The results of that study were published in the journal Ecology and Evolution in 2023.
Then, in a study published in the scientific journal PLOS One in February this year, researchers tracked baleen whale sounds in the California Current Ecosystem, the area in the North Pacific Ocean stretching from British Columbia to Baja California. Blue whales are a type of baleen whale, and the study focused on them, alongside their cousins, humpback whales and fin whales.
Over six years starting in 2015, the scientists found distinct patterns. Over the first two years, “times were tough for whales”, lead researcher John Ryan, of the Monterey Bay Aquarium Research Institute in California, noted in a press statement, as the whales, particularly blue whales, were found to be singing less. Over the next three years, however, all three whale species were back to singing more frequently, the study noted.

Why are blue whales singing less?
Both studies found one main reason for the reduction of whale song: food or, in this case, the lack of it.
It turns out that the research, conducted between 2015 and 2020, captured periods of extreme marine heatwave events that killed off krill, the small shrimp-like animals that blue whales feed on.
Those heatwaves are part of a looming environmental catastrophe scientists have been warning about: ongoing global warming marked by increases in global average temperatures, and caused by high-emission human activities, chief among them being the burning of fossil fuels.
Scientists say the world could soon reach a tipping point at which there will be irreversible change to the planet. Already, 2016, 2023 and 2024 have been recorded as the warmest years ever.

Why are food sources disappearing for whales?
Krill, which blue whales primarily feed on, are highly sensitive to heat and can all but vanish during heatwaves, the studies found. Their movement patterns also change drastically: instead of staying together, as they usually do, krill disperse when it is hot, making them harder for predators like blue whales to find.
Typically, when foraging, blue whales sing to others to signal that they have found swarms of krill. If there is no food to sing about, it makes sense that there will be no singing.
Heatwaves can also trigger harmful chemical changes in the oceans that encourage the growth of toxic algae, which causes poisoning and death to mammals in the oceans and sea birds, researchers have previously found, suggesting that blue whales are also at risk of being poisoned.
In the more recent study in California, researchers found that in the first two years when whales were singing less frequently, there was also a reduction in other fish populations.

Are blue whales more vulnerable than other whales?
The second period of three years witnessed a resurgence of krill and the other fish, along with more whale singing. When krill again declined, blue whales again sang less frequently, while singing from humpback whales continued, the study noted.
“Compared to humpback whales, blue whales in the eastern North Pacific may be more vulnerable due to not only a smaller population size but also a less flexible foraging strategy,” Ryan, the lead author of the California study said in a statement.
“These findings can help scientists and resource managers predict how marine ecosystems and species will respond to climate change,” he added.
It is likely, both studies say, that blue whales need to spend more time and energy finding food when it is scarce, instead of singing.

Are other animals changing their sounds?
Studies have found that climate change is altering the sounds of several other species as well. Nature-related sounds, such as birdsong from certain species, could disappear altogether in some places as warming temperatures alter animal behaviour. For example, some animals might move permanently away from their traditional habitats.
In New York, scientists found that over a century (1900-1999), four frog species changed their calling patterns, which males use to attract females for mating, and which are usually tied to the warming of spring and early summer. Over time, some frogs were calling about two weeks earlier than usual, researchers found, adding that it signified summer was arriving earlier.
Source: Al Jazeera



Mossad-Antifa-nau online Logo
https://www.nau.ch/news/good-news/delfine-und-wale-spielen-haufig-miteinander-67029265

Fototexte:
Delfine sind schon lange für ihre freundliche und spielerische Art bekannt, die sie auch Menschen gegenüber zeigen. (Symbolbild)
Auch die Buckelwale sind berühmt für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten. (Symbolbild)
Falls die Buckelwale einmal keine Interaktion mit den Delfinen wünschen, machen sie dies durch einen Schlag mit der Schwanzflosse bemerkbar. (Symbolbild)

Der Artikel:

Marie Augustin - Australien - Die Forschergruppe einer australischen Universität hat 199 Begegnungen zwischen Walen und Delfinen analysiert. Dabei fiel auf: Die Tiere spielen miteinander.

    Wale und Delfine verstehen sich häufig besonders gut.
    Forschende haben beobachtet, dass die Tiere oft miteinander spielen.
    Doch auch Auseinandersetzungen der Wale beobachten die Delfine mit grossem Interesse.

Studienergebnisse des Walforschers und Leiters des Whales & Climate Programs Olaf Meynecke und Co-Autorin Olivia Crawley zeigen: Delfine und Wale interagieren spielerisch miteinander. Die Forschenden der australischen Griffith Universität analysierten dazu Aufnahmen von Whale-Watching-Touranbietern, Hobby-Fotografen und weiteren Forschenden.

Für die im Fachmagazin «Discover Animals» veröffentlichten Ergebnisse wurden insgesamt 199 Begegnungen zwischen 19 Bartenwal- und Delfinarten analysiert. Aufgenommen wurden die Fotografien und Videos in 17 verschiedenen Ländern und zeigen: Buckelwale präsentieren Delfinen mitunter spielerisch ihren Bauch und die Delfine reiten auf von Walen erzeugten Wellen.

Etwa ein Viertel der Interaktionen fällt positiv aus: Statt sich gegenseitig zu stören, agieren die unterschiedlichen Tiere spielerisch und freundlich miteinander. Besonders die als äusserst sozial eingestuften Buckelwale nähern sich den Delfinen, rollen und drehen sich.
Wellenreiten: Delfine nutzen Druckwellen der Wale

Meistens sind es allerdings die Delfine, welche die Wale aufsuchen und sich häufig in deren Kopfnähe aufhalten. «Die Vermutung ist, dass die Delfine in Sichtweite der Wale bleiben, um von ihnen gesehen zu werden», erklärt Meynecke. Hören könnten sie sich zwar auch über Geräusche, «aber die visuelle Wahrnehmung scheint ebenfalls von Interesse zu sein».

Mitunter wurden Kameras an Walen befestigt, deren Aufnahmen belegen: Die Delfine folgen ihren grossen Verwandten auch bis auf den Meeresboden und halten Augenkontakt.

Auch reiten sie spielerisch an der Seite von Walen mit: «Es macht ihnen eindeutig Spass, die Druckwelle des Wals zu nutzen, ähnlich wie Menschen beim Wellenreiten», sagt Meynecke.

Schwanzschlag: Bitte Abstand halten

In Zeiten von Nahrungskonkurrenz können die Wale allerdings auch ablehnend reagieren: Dann signalisieren sie mit Schwanzschlägen, dass sie Abstand wünschen. Dieses Verhalten wurde jedoch vergleichsweise selten beobachtet.
Interessierst du dich für die Lebewesen im Ozean?

Ein besonderes Interesse zeigen die Delfine dann, wenn in den Wal-Schulen viel passiert: So etwa, wenn Kälber anwesend sind oder die Wale miteinander kämpfen. Die Delfine beobachten die Szenen, ohne sich einzumischen.

Training der sozialen und kognitiven Fähigkeiten

Dass die Tiere so positiv aufeinander reagieren, «könnte tatsächlich Unterhaltung sein», meint Meynecke. Buckelwale wurden bereits öfter beim Spielen beobachtet. So nutzen sie beispielsweise Seetang und balancieren diesen auf dem Kopf.

Laut Theorie der Forschenden findet ein soziales Spiel statt, das auch die Kreativität fördert. «Wie auch beim Menschen braucht das Gehirn gerade bei intelligenten Wesen Phasen der Kreativität», äussert Meynecke.




Walfisch am 12.10.2025: Orcas vor Portugal wollten mit Segelschiff spielen:
Orcas versenken Segeljacht vor Portugal – Familie gerettet
https://www.nau.ch/news/europa/orcas-versenken-segeljacht-vor-portugal-familie-gerettet-67053837

Keystone-SDA - Portugal - Ein französisches Segelboot wird von Orcas vor der Küste Portugals zum Sinken gebracht. Die Familie an Bord überlebt.

Orcas haben vor der Küste von Portugal ein französisches Segelboot mit einer fünfköpfigen Familie an Bord zum Sinken gebracht. Der Zwischenfall ereignete sich etwa 45 Seemeilen (knapp 84 Kilometer) vor der Küste von Peniche, wie die Zeitung «Correio da Manhã» und weitere portugiesische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten.

Die elf Meter lange Jacht «Ti`fare» sei zwar gesunken, die Insassen – ein französisch-portugiesisches Ehepaar und die drei Töchter im Alter von acht, zehn und zwölf Jahren – seien aber mit dem Schrecken davongekommen und unverletzt geblieben, hiess es.

Die Familie, die laut «Correio da Manhã» ihre Reise am 29. September in der französischen Stadt Lorient begonnen hatte, konnte per Funk einen Notruf an das Seenotrettungszentrum in Lissabon absetzen und sich in ein Rettungsfloss begeben. Ein Fischerboot nahm sie an Bord, anschliessend wurde sie von einem Hubschrauber der Luftwaffe zur Militärbasis Montijo gebracht und später in ein Krankenhaus überstellt.

Drama erst am Wochenende bekannt

Das Drama der französischen Familie geschah bereits am Freitagabend, wurde aber erst am Wochenende bekannt. Die Tiere, auch Schwert- oder Killerwale genannt, verursachten den Berichten zufolge ein Leck im Rumpf des Bootes, das nach der Beschädigung voll Wasser lief und schnell unterging.

In den vergangenen Jahren hatten vor allem Zwischenfälle mit Orcas im Mittelmeer vor der Südküste Spaniens und an der Strasse von Gibraltar für Aufsehen gesorgt. In diesem Jahr häufen sich aber die Berichte aus Portugal. Zuletzt hatten Orcas erst vor einem Monat, am 13. September, vor der Caparica-Küste unweit von Lissabon eine Segeljacht zum Sinken gebracht.

61 Meldungen wegen Orca-Begegnungen

Nach Auskunft der portugiesischen Seeaufsichtsbehörde wurden in diesem Jahr vor den Küsten des Landes bereits 61 Meldungen wegen Orca-Begegnungen ausgestellt. Die meisten Experten gehen nicht von gezielten Aggressionen der hochintelligenten Tiere aus der Familie der Delfine aus.

Sie weisen deshalb den Begriff «Attacken» zurück und sprechen von «Interaktionen» oder Begegnungen. Die Ursachen des auffälligen Verhaltens, das erst seit 2020 verstärkt registriert wird, werden allerdings noch untersucht.




Grönlandwale am 29.10.2025: Bis über 200 Jahre alt - wenn man sie leben lässt:
Warum Grönland-Wale so alt werden

https://science.orf.at/stories/3232666/

Über 200 Jahre alt können Grönlandwale werden. Wegen ihrer Masse und des Alters müssten sie anfällig für Krebs sein, sind sie aber nicht. Ein Forschungsteam hat sich nun einer Erklärung für die effiziente DNA-Reparatur der Grönlandwale angenähert.

Zwei Menschenleben, heißt es unter den Inuit in Alaska, werden Grönlandwale alt. Das älteste je untersuchte Tier der Gattung brachte es sogar auf 211 Jahre, bevor es Ende des 20. Jahrhunderts von Walfängern erlegt wurde. Gleich in mehreren während der 1990er Jahre getöteten Walen fand man ins Fleisch eingewachsene Steinharpunen, die nur bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts verwendet worden waren.

Es gilt seit Langem als Rätsel, wieso Grönlandwale so alt werden können. Eigentlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich normale Zellen in Krebszellen verwandeln, bei Tieren, die groß sind und lange leben, sehr hoch: Viele Zellen haben viel Zeit, um zu mutieren. Ein Forschungsteam rund um Jan Vijg vom Einstein College of Medicine in New York und Vera Gorbunova von der Rochester University, ebenfalls in New York, hat sich nun der Frage angenommen, warum das bei Grönlandwalen dennoch nicht so ist und seine Ergebnisse im Magazin „Nature“ publiziert.

Weltmeister der DNA-Reparatur

Die Forscherinnen und Forscher setzten Walgewebe Bedingungen aus, unter denen die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs entsteht, hoch ist, also etwa einer intensiven UV-Strahlung. Dabei zeigte sich, dass die Walzellen tatsächlich weniger genetische Veränderungen benötigten, um bösartig zu werden, als menschliche Fibroblasten, also Zellen des Bindegewebes. Und trotzdem weisen sie insgesamt deutlich weniger Mutationen auf. Sprich: Das Erbgut der Wale wird effizient repariert.

Eine zentrale Rolle spielt dabei offenbar das Protein CIRBP (Cold-inducible RNA-binding protein), das in den Zellen des Wals in hoher Menge vorkommt. Dieses Protein unterstützt die Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen – also jener Fälle, in denen bei der Helix der DNA beide Stränge an derselben Stelle gebrochen sind. Wie genau CIRBP dabei vorgeht, ist unklar.

Hinweise auf die Reparaturmethode

Laboruntersuchungen zeigen laut der Studie jedoch, dass CIRBP „liquid-liquid phase seperation“ (LLPS) durchlaufen kann – die Trennung einer Flüssigkeit in zwei sogenannte flüssige Phasen. Es bildet dadurch winzige Tröpfchen, biomolekulare Kondensate, in denen Moleküle konzentriert werden. Die Forschenden vermuten, dass das Protein auf diese Weise Reparaturfaktoren zusammenführt und die Enden beschädigter DNA stabilisiert.

Während eine Überproduktion klassischer DNA-Reparaturenzyme schädlich sein kann, könnte eine solche Schutzstruktur aus CIRBP-Molekülen erklären, warum eine erhöhte Menge des Proteins für den Wal von Vorteil ist, heißt es in der Studie.

Hoffnung für Krebsvorsorge

Noch existieren keine zugelassenen Therapien, die gezielt die DNA-Reparatur stärken, um Krebs oder altersbedingte Zellschäden zu verhindern. Es galt bisher als umstritten, ob dieser Prozess im Menschen überhaupt künstlich verbessert werden kann. Der Grönlandwal liefert jedoch Hinweise darauf, dass es möglich sein könnte, heißt es weiter: „Wird die Walvariante des CIRBP-Gens in menschliche Zellen eingebracht, erhöht sie dort messbar die Genomstabilität.“

Das Forschungsteam schließt mit der Hoffnung, dass Therapien, die auf dieser evolutionären Strategie beruhen – also die Aktivität oder Konzentration von Proteinen wie CIRBP zu steigern – eines Tages helfen könnten, die Genominstabilität als behandelbaren Risikofaktor zu adressieren: „Das wäre besonders bedeutsam für Menschen mit einer erblichen Krebsveranlagung oder für ältere Bevölkerungsgruppen, deren Krebsrisiko naturgemäß steigt.“






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