Literatur
-- Buch von Pauline Felder: Von der Heilkraft unserer Bäume
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Namengebung
Gestalt
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Verbreitung
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Boden
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Rinde
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Holz
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Nadel
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Blüte
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Frucht
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Volksglaube
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Volksmedizin
Fichtennadeltee und Rottannennadeltee wirkt antibakteriell,
schleimlösend, beruhigend, heilt Erkältungen, Husten,
Heiserkeit. Salben heilen Durchblutungsstörungen, Nervosität,
Schlaflosigkeit. Fichtenharzsalben heilen Rheuma,
Gliederschmerzen, Hexenschuss [web01].
https://science.orf.at/stories/3233383/
Die durch die Erderwärmung bedrohte Fichte könnte Hilfe von
einem gutartigen Pilz bekommen. Ein Forschungsteam fand
heraus, dass endophytische Pilze die natürliche
Widerstandsfähigkeit der häufigsten Baumart Österreichs
gegen den Fichtennadelblasenrost stärken.
Aufgrund der wärmeren Temperaturen und damit verbundenem
Trockenstress werden die Fichten zu „willkommenen Wirtsbäumen
für Schädlinge und pflanzliche Krankheitserreger“, so die
Universität Innsbruck in einer Presseaussendung. Der
Fichtennadelblasenrost – in der Fachsprache Chrysomyxa
rhododendri – stellt dabei ein häufiges Problem dar. Die
Nadeln verfärben sich rostig und beeinträchtigen die Vitalität
der Bäume bzw. kann die Erkrankung sogar zum Absterben führen.
Ein Team um Projektleiter Mostafa Alilou wollte einer
Beobachtung auf den Grund gehen: "Einige Bäume bleiben völlig
gesund, auch wenn sie direkt neben stark befallenen
Nachbarbäumen wachsen.“ Die Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen fanden bei ihren Untersuchungen in den
rostresistenten Fichten endophytische Pilze. Bei einer
anschließenden Kultivierung auf Reis und Müsli produzierten
diese Pilze antimykotische Verbindungen. „Antimykotische
Mittel sind in der Lage, Pilzinfektionen zu bekämpfen, indem
sie das Wachstum von bestimmten Pilzarten hemmen“, hielt
Alilou fest. So hemmten sie etwa das Wachstum von
Grauschimmel, wie in Experimenten ersichtlich wurde.
Die Antimykotika wurden schließlich isoliert und
charakterisiert. Die bioaktiven Substanzen werden an
Fichtenkeimlingen skaliert, um ihre Fähigkeit zur
Unterdrückung von Rostinfektionen zu bewerten. Auf lange Sicht
will das Forschungsteam „die Entwicklung biologischer und
nachhaltiger Bekämpfungsstrategien“ vorantreiben. „Ausgewählte
natürliche Pilzarten“ könnten künftig in Bäume eingeführt
werden, damit Fichtenwälder für kommende Generationen erhalten
werden, hieß es. Das Projekt „EndRust“ wurde vom
Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert.
red, science.ORF.at/Agenturen