Kontakt       Hauptseite       zurück / retour

Baum: Eiche: Korkeiche

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


Teilen:

Facebook






Die Korkeiche am 25.3.2025: in Südeuropa - Kork alle 9-10 Jahre geschält - Eicheln für Tierfutter - Korken recyclen:
Superstoff mit Benefits: Deshalb gehören Flaschenkorken nicht in den Restmüll
https://www.blick.ch/life/essen/weintipp/superstoff-mit-benefits-darum-gehoeren-flaschenkorken-nicht-in-den-restmuell-id20706675.html

Fototexte:
1. Oft landen Flaschenkorken im Restmüll. Doch im Zapfen stecken viele Möglichkeiten zur Wiederverwertung.
2. Kork macht Sinn, weil Korkeichenwälder, wie hier in der portugiesischen Region Alentejo, auch Lebensräume für bedrohte Arten sind.
3. Werbung
4. Neun bis zehn Jahre braucht es, bis die Rinde nachgewachsen ist und die Korkeiche wieder geschält werden kann.
5. Dekorativ: Glasballon mit Korken vor einer Zürcher Weinbar.
6. Sieben Jahre alt, aus Kork und immer noch intakt ist die eReader-Hülle.

Ursula Geiger - Redaktorin Wein - Kork ist nach wie vor der beliebteste Verschluss für Weinflaschen. Der Zapfen aus der Korkeichen-Rinde weist gegenüber alternativen Flaschenverschlüssen bei der Produktion nicht nur die beste Umweltbilanz auf, er lässt sich auch prima recyceln.
Die Fläche der Korkeichenwälder in Portugal und im Mittelmeerraum wird auf 2,2 Millionen Hektar beziffert. Etwa ein Drittel davon steht in Portugal. Darum ist die Korkeiche seit 2011 Portugals Nationalbaum. Die Korkwälder auf dem Globus speichern schätzungsweise 14 Millionen Tonnen CO2 jährlich.
Eine Korkeiche kann 200 Jahre alt werden und liefert während dieser Zeit nachwachsenden Rohstoff: Alle neun bis zehn Jahre wird die Rinde einer Korkeiche geschält und verarbeitet.

CO2-Speicher, Brandschutz und Futter für Schweine
Das Schälen des Baums ist eine anspruchsvolle Arbeit, denn der Stamm darf nicht verletzt werden. Diese Erfahrung wird gut bezahlt und bietet den Bauern ein gutes Einkommen. Nach dem Schälen regeneriert sich der Baum. Die Rinde wächst nach und lagert während dieses Prozesses fünfmal mehr CO2 ein als eine ungeschälte Korkeiche.
Da Kork sehr langsam brennt, können intakte Korkwälder Flächenbrände zumindest bremsen. Die Eicheln der Bäume sind ein gutes Futter für Schweine. Die Tiere laufen bis zu vier Kilometer und futtern dabei ihre tägliche Ration an Steineichen- und Korkeichenfrüchten. Egal, ob das Schwein in Spanien oder Portugal Eicheln frisst: Der Schinken ist köstlich.

150 Millionen Korken in der Schweiz
Dieses Wunder der Natur garantiert die Produktion von 340'000 Tonnen Flaschenkorken pro Jahr. Über die Hälfte davon stammt aus Portugal. In der Schweiz werden jährlich rund 150 Millionen Korken verwendet, was einem Gewicht von 400 Tonnen entspricht.
Doch einmal aus der Weinflasche gezogen ist der Lebenszyklus eines Korkens vorbei. Er kann nicht wiederverwendet werden, es sei denn zum Basteln. Korken verrotten im Kompost nicht und sind als Brennstoff für das Kaminfeuer ungeeignet.

Zu schade für den Restmüll
Darum landen Flaschenkorken entweder im Restmülle oder demonstrieren in dekorativen Bodenvasen den exzellenten Weingeschmack eines Haushalts. Doch Flaschenkorken eigenen sich sehr gut für die Wiederverwertung. Zu Granulat gehäckselt werden sie zu Isolationsmaterial verarbeitet.

Wer Korkrecycling unterstützt
Im Korkenrecycling steckt noch Potenzial. Viele Sammelstellen und Weinhändler nehmen Flaschenkorken bereits an. So kommen zumindest in der Deutschschweiz eine Tonne Korken monatlich zusammen. Gesammelt und geschreddert wird das Material in Schwerzenbach ZH. Dort wird die Kreislaufwirtschaft mit einem sozialen Nutzen verbunden. Das von der Stiftung SAG betreute Projekt Fachhaus verbindet Arbeitsintegration mit Kreislaufwirtschaft.







^