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Baum: Birke

von Michael Palomino

Birkenblatt
vergrössernBaum: Birke

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Die Birke: Daten aus Clausen & Riedel

aus:
-- Anke-Usche Clausen und Martin Riedel: Plastisches Gestalten in Holz. Methodisches Arbeitsbuch Band III; J. Ch. Mellinger-Verlag GmbH, Stuttgart 1970 ca.
-- Jean-Denis Godet: Bäume und Sträucher. Sehen, staunen, bestimmen; Einheimische und eingeführte  Baum- und Straucharten. Arboris-Verlag, Hinterkappelen-Bern 1986
-- heute. Das Neueste am Abend, www.heute-onhline.ch


Namengebung
Mit Birke sind viele geographische Namen verbunden, in Deutschland 470, in der Schweiz z.B. Birr, Birchwil usw.

Gestalt
Die Birken werden 20 bis 30 m hoch. Die Gestalt ist licht und anmutig, mit einem schlanken und biegsamen Stamm, der bis 40 bis 60 cm dick wird. Die Baumkrone ist anfangs schmal und spitzkegelig, später rundlich gewölbt, unregelmässig. Das Längenwachstum der Birke dauert 50 bis 60 Jahre. Der Baum wird nicht selten über 100 jährig.

Verbreitung
Die Birke liebt dürftige Böden und kältere Klimaten. In den europäischen Kilometern wächst die Birke im Berner Oberland bis 1800 m, im Tessin bis 1950 m, im Bergell und in den Pyrenäen bis 2000 m Meereshöhe.

Zu heisse Klimaten vertragen die Birken nicht. Infolge des Klimawandels und des wärmer werdenden Klimas sterben die Birken z.B. in den warmen Regionen in Mitteleuropa ab, z.B. in Basel, wo die Birken die regelmässigen Hitzesommer nicht vertragen, und absterben (heute. Das Neueste am Abend, 8.8.2007).

Boden
Birken lieben dürftige Böden.

Rinde
Der untere Teil des Stammes ist wulstig, rissig, dunkelbraun bis schwarz, mit wenigen weissen Rindenflecken. Zwischen den weissen Partien sind grobe, knorrige, tiefrissige, schwarze Leisten. Der restliche Stamm und die Äste haben eine glatte, mit Querverbindungen versehene silbrig-weisse bis gelblich schimmernde Rinde, die zweischichtig ist. Die Rinde löst sich in horizontalen Streifen ab.

Aus den äusseren Teilen der schneeweissen Rinde kann Birkenteer gewonnen werden. Birkenteer ist ein Konservierungsmittel für Leder und Holz, auch Wagenschmiere. Durch die trockene Destillation der äusseren Rindenteilen ist die Gewinnung von Birkenöl möglich.

Der innere Teil der Rinde enthält Gerbstoff und wird in den nordischen Ländern [wo viele Birken wachsen] zum Gerben verwendet.

Die Rinde als Ganzes ist kaum wasserdurchlässig und ist Unterlage bei Schwellen, Dachbedeckungen und Balken. IN Skandinavien werden Häuser mit Birkenrinde bedeckt und diese mit Torf beschwert. Birkenrinde wird auch zu Tabakdosen, Körbe, Matten, Stricke, Fackeln und für Schreibmaterial verarbeitet.

Holz
Das Holz ist gelblichweiss, gegen die Mitte zu rötlich, schwach glänzend, ziemlich weich, elastisch, schwer spaltbar, zäh, nicht wetterfest. Die Trocknung muss langsam erfolgen. Es besteht dabei die Gefahr, dass das Holz vergilbt und Flecken bekommt. Das Holz hat keine grosse Tragkraft. Das Holz ist brauchbar zur Möbelherstellung, zur Herstellung von Holzschuhen, Leitern, Deichseln, Wäscheklammern und Sperrholzschindeln. Birkenholz ist aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle ein gutes Brennholz.

Früher wurden aus den Zweigen Kehrbesen produziert.

Blatt
Die Herbstverfärbung ist gelb.

Blüte
Eine Birke blüht das erste Mal mit 20 bis 30 Jahren. Im Vorherbst und Herbst blühen die männlichen, hängenden Kätzchen an der Spitze der Äste. Im nächsten Frühling nach wachsen dann die Kätzchen nach dem Blattaustrieb auf 10 cm an. Die weiblichen Kätzchen stehen aufrecht und sind im Herbst in Knospen angelegt. Sie kommen im nächsten Frühling mit den neuen Blättern. Nach dem Verblühen neigen sie sich nach unten.

Frucht
Die Birkenfrüchte sind Nüsschen mit Flughäuten.

Volksglaube
Mit den Birkenzweigen wird allerhand Zauberglaube verbunden. Frische Birkenzweige werden der Geliebten als Zeichen der wachsenden Liebe vor das Fenster gelegt. Die Germanen pflegten den Brauch eines Frühlingsfest der Germanen, Ställe und Scheunen mit Birkenmaien zu schmücken. In Niederbayern wird das Vieh beim ersten Verlassen des Stalles mit Birkenzweigen getrieben, auf dass die Tiere gesund und ergiebig seien.


Volksmedizin
.
Birkensaft
Birkensaft wird im April durch das Anbohren der Birken gewonnen. Nach dem 2 bis 5 cm tief gebohrten Loch tritt der Saft aus. Die Vergärung lässt Birkenwein entstehen.



Birken am 2.5.2016: Wie man die Teile der Birke verwendet
https://www.smarticular.net/birke-erstaunliche-anwendungen-fuer-die-birke/

WARNhinweise zur Verwendung der Birke  -- 1. Birkenknospen und Birkenblätter im Salat oder Birkensosse -- 2. Birkengewürz als Salzersatz  -- 3. Birkenzucker (Bio-Birkenzucker: Xylit, synthetischer Birkenzucker: Xylitol oder Xucker)  -- 4. Birkensaft zapfen: im Frühling ab März: Schönheit und Potenz -- 5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör  -- 6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen (Birkenblättertee) -- 7. Birke als Badezusatz  -- 8. Haarpflege und Pflege der Haarwurzeln mit Birkenwasser: Shampoo, Spülung und Haarwasser  -- 9. Birkentinktur mit Knospen oder Blättern -- 9. Birkentinktur mit Knospen: gegen Husten, Fieber, Wundreinigung - Birkentinktur mit Blättern: einreiben: fördert Durchblutung -- 10. Birkenöl aus Birkenknospen: einreiben gegen Rheuma und Gicht --  11. Birkensalbe mit Birkenöl: gegen chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis+Schuppenflechte --  12. Birkenbesen / Reisigbesen binden  --  13. Birkenrinde als Anzünder fürs Feuermachen und für die Fackel  -- 14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen  --  15. Stoffe färben mit der Birke: gelb

WARNhinweise zur Verwendung der Birke
-- nie zu viel von einem Baum abrupfen, sonst ist sein Wachstum gefährdet
-- Birken-Allergiker sollten keine Birkenprodukte anwenden
-- Leute mit Störungen von Herz und Niere sollten keine Birkenprodukte anwenden, [weil Birkenblätter harntreibend wirken und eine gesunde Niere voraussetzen]
-- Schwangere sollten Birkenprodukte eher meiden.

1. Birkenknospen und Birkenblätter im Salat oder Birkensosse
-- hoher Vitamin-C-Gelaht + harntreiend + entwässernd

2. Birkengewürz als Salzersatz
Getrocknete Blätter fein reiben oder mörsern - ist wie Salzersatz

3. Birkenzucker (Bio-Birkenzucker: Xylit, synthetischer Birkenzucker: Xylitol oder Xucker)
-- aus dem Birkenholz wird Birkenzucker (Xylit) hergestellt (man kann auch Maiskolbenreste oder den Hefepilz Candida tropicalis dazu verwenden)
-- ein grosser Birkenstamm ergibt 25kg Birkenzucker in kristalliner Form und ist teuer (Holz zerkleinern, wässern, spalten und eindicken)
-- synthetischer Birkenzucker heisst Xylitol und ist nicht so gesund wie der natürliche, teure Birkenzucker Xylit
-- oft ist nicht deklariert, ob es sich um Bio-Birkenzucker Xylit oder synthetischen Birkenzucker Xylitol handelt, [man kann es nur am Preis abschätzen]
-- Bio-Birkenzucker enthält 40% weniger Kalorien als Rübenzucker
-- Bio-Birkenzucker wird von Karies-Bakterien im Mund nicht verstoffwechselt, provoziert kein Karies
-- Bio-Birkenzucker ist Diabetes-verträglich, macht weniger zuckersüchtig

4. Birkensaft zapfen: im Frühling ab März: Schönheit und Potenz
-- das Wasser aus dem Birkenstamm enthält u.a. Invertzucker, Säuren, Salze, Eiweiss
-- bei den Germanen war Birkensaft schon ein Schönheitstrunk und ein Potenzmittel
-- entschlackend, entwässernde Wirkung
-- man zapft den Birkensaft der Birke (Betula pendula) - wie den Ahornsaft - ab März - eine Birke ergibt mit dem aufsteigenden Frühlingssaft bis zu 50 Liter Saft
-- ist für die Birke schadlos, der Saft ist 3 Tage im Kühlschrank haltbar
-- auch für Birkensirup: Der frische Birkensaft wird auf die Hälfte eingekocht, dann im Wasserbad weiter auf schlussendlich 10% reduzieren - haltbar machen mit Zuckerzugabe - abfüllen - verwenden für Pfannkuchen und andere Süssspeisen
-- Birkenlimonade

5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör
aus dem Birkensaft herstellen - Link

6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen (Birkenblättertee)
-- aus Birkenknospen und frischen Birkenblättern im März werden Heiltees hergestellt
-- entschlackende und entwässernde Wirkung, v.a. im Frühling als Muntermacher, entlstet die Haut als Ausscheidungsorgan
-- Hautprobleme reduzieren: Akne, Schuppenflechte, schlecht heilende Wunden
-- Birkenblättertee als Umschlag gegen Rheuma, Gicht, Cellulitis - ebenso: Birkenblätterbad mit Birkenblättern im Badewasser

weitere Angaben: Birkentee als Heilmittel Link

7. Birke als Badezusatz
-- aus Birkenblättern und Birkenrinde, mit Zutaten und Zubereitung kann man variieren und verschiedene Wirkungen erzielen
-- entschlackend, oder hautstraffend, oder schmerzlindernd
-- gegen Gliederschmerzen: 250g Birkenrinde in 1 Liter Wasser 10min. köcheln, absieben, zum Badewasser hinzugeben, 20 Minuten darin baden, länger nicht wegen Kreislaufbelastung
-- je nach gewünschter Wirkung kann man bei der Zubereitung weitere Zutaten hinzufügen - Link

8. Haarpflege und Pflege der Haarwurzeln mit Birkenwasser: Shampoo, Spülung und Haarwasser
-- Haarausfall reduzieren: basische Ernährung + Birken-Shampoo oder Birken-Haarwasser anwenden
-- es erfolgt eine natürliche Reinigung, die Kopfhaut wird gereinigt, gut durchblutet, wird schuppenfrei, überschüssiger Talg wird abgeführt
-- Haarwurzeln werden wieder frei, werden deblockiert, so können die Haarwurzeln wieder zu 100% Mineralien aufnehmen

9. Birkentinktur mit Knospen: gegen Husten, Fieber, Wundreinigung - Birkentinktur mit Blättern: einreiben: fördert Durchblutung
-- Birkentinktur wird aus Knospen oder Blättern hergestellt
-- Birkenknospentinktur: ca. 20g Birkenknospen auf 100ml 40%-Alkohol (Wodka, Doppelkorn) - 1 Monat verschlossen bei Zimmertemperatur aufbewahren - täglich schütteln, so dass sich die Inhaltsstoffe herauslösen - absieben und in einer dunklen Flasche aufbewahren (oder die weisse Flasche in eine Socke stecken)
-- Birkenknospentinktur innerlich [Tropfen einnehmen]: gegen Husten, gegen Fieber -- verdünnt in Wasser 1:10 eingenommen: zur Wundreinigung
-- Birkenknospentinktur äusserlich aufgetragen: verdünnt in Wasser 1:10 zur Wundreinigung

-- Birkenblättertinktur: wird auf gleiche Weise hergestellt
-- äusserlich einreiben: fördert die Durchblutung

Tinkturen selber herstellen Link

10. Birkenöl aus Birkenknospen: einreiben gegen Rheuma und Gicht
-- Wirkstoffe im Ölauszug konservieren
-- Birkenknospen in einem anderen Öl in einem geschlossenen Glas ansetzen - 4 Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen - täglich schütteln - absieben - das Öl in einem dunklen Glas verschlossen aufberwahren
-- gegen Rheuma, Gicht, für die Hautpflege bei trockener und spröder Haut

Heilöle selber herstellen Link

11. Birkensalbe mit Birkenöl: gegen chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis+Schuppenflechte
-- aus den Birkenauszügen aus Birkenrinde oder Birkenknospen kann man Salben mit dem Wirkstoff Betulin herstellen oder Birkensalbe kaufen
-- gegen chronische Hautkrankheiten (Neurodermitis, Schuppenflechte)

Salben selber herstellen Link

12. Birkenbesen / Reisigbesen binden
-- Birkenbesen / Reisigbesen
-- aus Birkenreisig kann man Naturbesen herstellen (Alternative zu Plastikbesen), man kann sie in Bio-Läden oder bei Korbflechtern kaufen
-- Birkenbesen kann man selber herstellen: 1 Bündel Reisigzweige zusammenbinden und an einem Holzstab fixieren

13. Birkenrinde als Anzünder fürs Feuermachen und für die Fackel
-- auf Birkenrinde sitzt ein Schwamm, der sich leicht entzünden lässt, sogar noch im feuchten Zustand
-- Birkenrinde ist also ein sehr gutes Anzündmaterial zum Feuer machen, beim Grillen, im Kachelofen - ohne Zusätze, die sonst in die Nahrung oder in die Asche gehen, so dass die Asche wiederverwertbar bleibt (Düngen, Reinigen, als Zahnpasta - Link)
-- "Für eine kleine Fackel oder Anzündhilfe wird die gesammelte frische Rinde möglichst eng zusammengerollt und mit einem Naturgarn fixiert- fertig ist eine perfekte Alternative zu chemischen Anzündhilfen."

14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen
"Schorf ist eine Erkrankung die Kernobstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose betrifft. Im ersten Jahr nach der Blüte sind nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später werden diese Flecken braun, ein Pilz zeigt sich auf der Blattunterseite und die Blätter fallen frühzeitig zu Boden. Die Auswirkungen des Schorfs sind verminderte Blüte und damit einhergehender Fruchtausfall, allerdings erst im darauffolgenden Jahr. Als natürliches Spritzmittel ist Birkenjauche eine schnelle und vorbeugende Hilfe, die bei feuchtem und warmem Wetter verdünnt mit einem Teil Jauche und fünf Teilen Wasser ausgebracht wird.
Und so entsteht eine Jauche aus Birkenblättern:
-- Ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer ansetzen und an einem schattigen Platz für einige Tage stehen lassen
-- Zwischen Deckel und Eimer einen Stab einklemmen, der einen Luftaustausch ermöglicht
-- Einmal am Tag sollte die angesetzte Jauche umgerührt werden
-- Wenn sich Schaum bildet, ist das natürliche Spritzmittel gegen Schorf einsatzbereit. "

15. Stoffe färben mit der Birke: gelb
-- Birkenblätter färben gelb, aber dazu braucht es eine Beize

"Die frisch gepflückten Blätter der Birke zählen zu den natürlichen Mitteln, die du zum Färben von Naturstoffen nutzen kannst. Um eine gelbe Färbung mit Hilfe von Birkenblättern zu erhalten, muss der Stoff jedoch vorher mit Alaun gebeizt werden. Zur Herstellung der Beize werden zunächst je 50 g Stoff ein TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser aufgelöst und der Soff bei 90 °C darin eingeweicht. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Temperatur eine Stunde lang gehalten. Über Nacht sollte der Stoff in der Flüssigkeit abkühlen und erst kurz vor dem Färben leicht ausgewrungen und sofort ins kalte Färbebad gegeben werden. Für den eigentlichen Färbesud benötigst du je 50 g zu färbenden Stoff 100 g grob geschnittene Birkenblätter, die zirka 12 Stunden in 800 ml Wasser durchziehen. Danach eine Stunden kochen, den Färbesud absieben und abkühlen lassen. Zum Färben wird der vom Beizen noch feuchte Stoff in das kühle Farbwasser gegeben, langsam erwärmt und bleibt bei zirka 70 °C für eine Stunde im Färbesud, der zwischenzeitlich umgerührt werden sollte. Anschließend kannst du den gefärbten Stoff aus der Färbeflüssigkeit herausnehmen, so lange ausspülen, bis keine Farbe mehr entweicht und zum Trocknen aufhängen. Beachte, dass beim Beizen mit Alaun Kontakt mit Augen und Haut vermieden werden sollte. Ziehe außerdem immer Handschuhe an und verwende nur Gegenstände die nicht wieder für Lebensmitttel genutzt werden.
1. Birke als Nahrungsmittel Als Zutat für Speisen eignen sich Birkenknospen und Birkenblätter, die mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, aber auch mit ihren entwässernden Eigenschaften zum Wohlbefinden beitragen. Viele Birken-Rezepte für Gemüse, Salat, Reis, Nudeln und Smoothies aber auch für Nachtisch oder Birkensoße findest du hier. 2. Birkengewürz als Salzersatz Birkenblätter eignen sich, wie viele andere Gewürze auch, um die Verwendung von Salz zu reduzieren. Dafür werden die getrockneten Blätter entweder mit den Händen oder in einem Mörser fein gerieben und wie Salz sparsam zu den Speisen hinzugegeben. 3. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Xucker) Zur Herstellung von Birkenzucker dient das Holz der Birke und Buche, aber auch Maiskolbenreste und der Hefepilz Candida tropicalis werden als Ausgangsmaterial verwendet. Ob es sich um das Naturprodukt aus der Birke, oder um die preiswertere, synthetische Variante handelt, ist den Produkten leider oft nicht anzusehen. Aus dem Holz einer Birke erhält man durch Zerkleinern, Wässern, Spalten und Eindicken nur 25 Kilogramm Birkenzucker in kristalliner Form. Kein Wunder also, dass Birkenzucker ein teures Ersatzprodukt zum Haushaltszucker darstellt, wenn auch ein gesünderes. Meist wird allerdings synthetisch hergestelltes Xylitol im Handel angeboten. Die beste Qualität mit gesundheitlichem Wert bietet der echte Birkenzucker (in manchen Bioläden sowie online erhältlich), weshalb man dem Kleingedruckten zum Ursprung Beachtung schenken sollte. Leider fehlt hier meist jeglicher Hinweis. Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker bietet Birkenzucker einige Vorteile: enthält 40 Prozent weniger Kalorien ist zur Kariesvorsorge verwendbar, weil er im Gegensatz zu Saccharose von kariesverursachenden Bakterien nicht verstoffwechselt werden kann für Diabetiker geeignet und macht weniger zuckersüchtig Weitere Informationen zu Zuckeralternativen findest du hier. 4. Birkensaft Früher galt der Birkensaft bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel. Auch heute ist er noch in Reformhäusern und Apotheken wegen seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung zu bekommen. Das Wasser aus dem Stamm enthält unter anderem Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. Ab März kannst du den reichlich emporsteigenden, bekömmlichen Saft der Hängebirke (Betula pendula) genauso wie Ahornsaft zapfen. Bis zu 50 Liter dieses gesunden Getränks können im Frühjahr aus einem gesunden Baum geerntet werden, ohne ihm dauerhaft zu schaden. Frisch gezapft ist der Saft gleich vor Ort genießbar oder noch etwa drei Tage im Kühlschrank haltbar. Er eignet sich auch zur Herstellung von Birkensirup und Birkenlimonade. Um aus dem Saft einen süßen Birkensirup zu erhalten, kannst du ihn auf die Hälfte einkochen und in einem Wasserbad weiter reduzieren, bis nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Volumens übrig sind. Mit Zugabe von Zucker kann er dann haltbar in Flaschen abgefüllt werden. Verwende ihn zum Beispiel, um Pfannkuchen und andere Süßspeisen zu verfeinern. Hier findest du noch einige Ideen zu selbstgemachtem Frucht- und Beerensirup. 5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör Den gezapften Birkensaft kannst du auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeiten. Eine Anleitung für Birkenwein, aber auch Birkenmet und Birkenlikör erhältst du hier. Hier findest du auch eine Anleitung zum Selbermachen von Honigwein. 6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen So wie viele Heilpflanzen dient auch die Birke mit ihren Knospen und Blättern zur Bereitung heilsamer Tees. Ihre entschlackende und entwässernde Wirkung ist besonders im Frühjahr als Muntermacher willkommen. Birkentee kurbelt die Ausscheidung über die Nieren an und entlastet die Haut als Ausscheidungsorgan, wodurch Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte und schlecht heilende Wunden reduziert werden. Birkenblätter-Auszüge können zusätzlich als Umschlag und Vollbad bei Rheuma, Gicht und Cellulitis zum Einsatz kommen. Die vielseitigen Anleitungen zur Verwendung von Birkentee findest du hier. Hellgrüne, zarte Birkenblätter und Knospen sind schon im März zu finden und ein wahrer Segen für unsere Gesundheit. Finde heraus, wie sie dir helfen können. 7. Birke als Badezusatz Birkenblätter und Birkenrinde eignen sich auch, um heilende Auszüge für Bäder herzustellen. Abhängig von der Zutat und der Zubereitungsart können diese entschlackend, hautstraffend und schmerzlindernd wirken. Bei Gliederschmerzen hilft zum Beispiel ein Birkenrindenbad, für das 250 g Birkenrinde in einem Liter Wasser aufgekocht und 10 Minuten weiter geköchelt werden. Den abgesiebten Sud gibst du zum maximal 38 °C warmen Badewasser hinzu. Ein Birkenrinden-Bad sollte nicht länger als 20 Minuten andauern, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten. Wünscht du noch etwas mehr Pflege, dann ergänze dein Badewassser doch mit weiteren Zutaten ganz individuell. Der perfekte Badezusatz ist individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Erfahre hier alles über verschiedene Zutaten und wie du sie optimal kombinierst. 8. Shampoo, Spülung und Haarwasser Für eine natürliche Haarpflege sind Birkenblätter ebenfalls geeignet, denn sie können in Kombination mit einer eher basischen Ernährung helfen, Haarausfall zu reduzieren. Shampoo, Haarwasser und Spülung aus Birkenblättern sorgen für eine natürliche Reinigung und auch für eine gut durchblutete, schuppenfreie und von überschüssigem Talg befreite Kopfhaut, die den Haarwurzeln bei der Mineralstoffaufnahme zu Gute kommt. 9. Birkentinktur In einer Tinktur mit Knospen oder Blättern werden die heilsamen Inhaltstoffe der Birke gelöst, die in konzentrierter Form lange haltbar sind. Eine Tinktur mit Knospen kann innerlich angewendet Husten lindern und Fieber senken. Mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnt eignet sie sich bestens zur Reinigung von Wunden, aber auch äußerlich aufgetragen zur Wundheilung. Hergestellt wird eine Birkenknospentinktur aus zirka 20 g Birkenknospen und 100 ml 40-prozentigem Alkohol wie z.B. Wodka oder Doppelkorn, die in einem dicht schließenden Schraubglas für einen Monat bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Tägliches Schütteln erleichtert das Herauslösen der Inhaltsstoffe. Abgesiebt und in ein dicht schließendes, dunkles Glas gefüllt (gegebenenfalls mit einer verwaisten Socke abdunkeln) ist die Birkentinktur auch schon einsatzfähig. Eine Tinktur mit Birkenblättern wird auf gleiche Weise hergestellt und fördert durch Einreiben die Durchblutung. Mehr zu Herstellen von Kräuter-Tinkturen findest du hier.Kräuter enthalten viele wertvolle Wirkstoffe. Diese kannst du geballt nutzen und aufbewahren, indem du eine Tinktur herstellst. Wir zeigen dir wie es geht! 10. Birkenöl Genau wie die Tinktur bietet auch ein Ölauszug die Möglichkeit, die positiven Wirkstoffe der Birken zu konservieren. Ein solches Mazerat kann dir bei Schmerzen von Rheuma und Gicht sowie zur Hautpflege bei trockener und spröder Haut hilfreich sein. Birkenöl kannst du sehr einfach selbst herstellen, indem du eine Handvoll frischer Birkenknospen mit 100 ml Mandelöl oder kaltgepresstem Olivenöl in einem Schraubglas ansetzt. Während der Ziehzeit von vier Wochen können die Knospen bei Raumtemperatur und täglichem Schütteln durchziehen. Danach werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl in ein sauberes, dunkles Glas abgefüllt. Eine schnellere, warme Herstellungsmethode für einen Ölauszug ist hier beschrieben. 11. Birkensalbe mit Birkenöl Salben, die mit Auszügen aus Birkenrinde oder -knospen angerührt werden, heilen mit dem enthaltenen Wirkstoff Betulin chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Wenn du die Salbe nicht selbst herstellen möchtest, kannst du auch auf im Handel erhältliche Präparate mit sehr hohem Betulin-Gehalt zurückgreifen, wie die hier. Für das Herstellen deiner Salbe kannst du ähnlich vorgehen, wie beim Rühren einer Kamillensalbe oder dieser Ringelblumensalbe. 12. Birkenbesen binden Eine nachhaltige Alternative zu Besen mit Plastikborsten stellen Reisigbesen dar. Sie kehren nicht schlechter, sondern sind aus unerfindlichen Gründen einfach aus der Mode gekommen. Naturbesen finden sich eher selten im Sortiment der Geschäfte, aber auch bei Korbflechtern wirst du nur noch selten fündig. Zum Glück kannst du leicht aus dünnen, biegsamen Birkenzweigen einen Naturbesen selber machen. Dazu werden Bündel aus Reisigzweigen zusammengebunden und diese dann an einem Holzstab fixiert. 13. Birkenrinde als Anzünder und Fackel Die Rinde der Birke ist als hervorragendes Anzündmaterial zum Feuermachen bekannt. Der auf altem Birkenholz sitzende Schwamm lässt sich sogar im feuchten Zustand noch leicht entflammen, deshalb findet die Birkenrinde bei Lagerfeuern in der Wildnis gern Verwendung. Für eine kleine Fackel oder Anzündhilfe wird die gesammelte frische Rinde möglichst eng zusammengerollt und mit einem Naturgarn fixiert- fertig ist eine perfekte Alternative zu chemischen Anzündhilfen. Die Knospen und Blätter der Birke sprießen früh sie können verblüffend vielseitig und nützlich verwendet werden. Diese Anwendungen sind einfach genial. Aber auch beim Grillen oder dem Entfachen von Feuer im Kachelofen haben sich solche natürlichen Anzünder bewährt. Sie sind frei von irgendwelchen ungesunden Zusätzen, die sich nachher in der Nahrung oder in der Asche wiederfinden. Für schadstoffarme Asche gibt es übrigens auch eine ganze Menge Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Düngen, Reinigen und sogar Zähneputzen. Asche muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. Die richtige Holzasche kannst du sinnvoll im Haushalt weiter verwenden und so manches Problem mit ihr lösen. 14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen Schorf ist eine Erkrankung die Kernobstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose betrifft. Im ersten Jahr nach der Blüte sind nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später werden diese Flecken braun, ein Pilz zeigt sich auf der Blattunterseite und die Blätter fallen frühzeitig zu Boden. Die Auswirkungen des Schorfs sind verminderte Blüte und damit einhergehender Fruchtausfall, allerdings erst im darauffolgenden Jahr. Als natürliches Spritzmittel ist Birkenjauche eine schnelle und vorbeugende Hilfe, die bei feuchtem und warmem Wetter verdünnt mit einem Teil Jauche und fünf Teilen Wasser ausgebracht wird. Und so entsteht eine Jauche aus Birkenblättern: Ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer ansetzen und an einem schattigen Platz für einige Tage stehen lassen Zwischen Deckel und Eimer einen Stab einklemmen, der einen Luftaustausch ermöglicht Einmal am Tag sollte die angesetzte Jauche umgerührt werden Wenn sich Schaum bildet, ist das natürliche Spritzmittel gegen Schorf einsatzbereit. 15. Stoffe färben mit der Birke Die frisch gepflückten Blätter der Birke zählen zu den natürlichen Mitteln, die du zum Färben von Naturstoffen nutzen kannst. Um eine gelbe Färbung mit Hilfe von Birkenblättern zu erhalten, muss der Stoff jedoch vorher mit Alaun gebeizt werden. Zur Herstellung der Beize werden zunächst je 50 g Stoff ein TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser aufgelöst und der Soff bei 90 °C darin eingeweicht. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Temperatur eine Stunde lang gehalten. Über Nacht sollte der Stoff in der Flüssigkeit abkühlen und erst kurz vor dem Färben leicht ausgewrungen und sofort ins kalte Färbebad gegeben werden. Für den eigentlichen Färbesud benötigst du je 50 g zu färbenden Stoff 100 g grob geschnittene Birkenblätter, die zirka 12 Stunden in 800 ml Wasser durchziehen. Danach eine Stunden kochen, den Färbesud absieben und abkühlen lassen. Zum Färben wird der vom Beizen noch feuchte Stoff in das kühle Farbwasser gegeben, langsam erwärmt und bleibt bei zirka 70 °C für eine Stunde im Färbesud, der zwischenzeitlich umgerührt werden sollte. Anschließend kannst du den gefärbten Stoff aus der Färbeflüssigkeit herausnehmen, so lange ausspülen, bis keine Farbe mehr entweicht und zum Trocknen aufhängen. Beachte, dass beim Beizen mit Alaun Kontakt mit Augen und Haut vermieden werden sollte. Ziehe außerdem immer Handschuhe an und verwende nur Gegenstände die nicht wieder für Lebensmitttel genutzt werden. Hinweise zur Verwendung der Birke Sammle niemals zu viele Pflanzenteile von einem Baum, um ihn nicht zu sehr in seinem Wachstum zu behindern. Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert oder unter Herz- oder Nierenfunktionsstörungen leidet, die in Zusammenhang mit Wassereinlagerungen stehen, sollte Birkenblätter meiden. Bei Schwangerschaft ist ebenso von der Birkenblätternutzung abzuraten. Viele weitere Tipps und Ideen rund um das Thema Bäume und ihre und vielfältige Nutzbarkeit findest du in unseren Buchtipp:

Quelle: https://www.smarticular.net/birke-erstaunliche-anwendungen-fuer-die-birke/
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1. Birke als Nahrungsmittel Als Zutat für Speisen eignen sich Birkenknospen und Birkenblätter, die mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, aber auch mit ihren entwässernden Eigenschaften zum Wohlbefinden beitragen. Viele Birken-Rezepte für Gemüse, Salat, Reis, Nudeln und Smoothies aber auch für Nachtisch oder Birkensoße findest du hier. 2. Birkengewürz als Salzersatz Birkenblätter eignen sich, wie viele andere Gewürze auch, um die Verwendung von Salz zu reduzieren. Dafür werden die getrockneten Blätter entweder mit den Händen oder in einem Mörser fein gerieben und wie Salz sparsam zu den Speisen hinzugegeben. 3. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Xucker) Zur Herstellung von Birkenzucker dient das Holz der Birke und Buche, aber auch Maiskolbenreste und der Hefepilz Candida tropicalis werden als Ausgangsmaterial verwendet. Ob es sich um das Naturprodukt aus der Birke, oder um die preiswertere, synthetische Variante handelt, ist den Produkten leider oft nicht anzusehen. Aus dem Holz einer Birke erhält man durch Zerkleinern, Wässern, Spalten und Eindicken nur 25 Kilogramm Birkenzucker in kristalliner Form. Kein Wunder also, dass Birkenzucker ein teures Ersatzprodukt zum Haushaltszucker darstellt, wenn auch ein gesünderes. Meist wird allerdings synthetisch hergestelltes Xylitol im Handel angeboten. Die beste Qualität mit gesundheitlichem Wert bietet der echte Birkenzucker (in manchen Bioläden sowie online erhältlich), weshalb man dem Kleingedruckten zum Ursprung Beachtung schenken sollte. Leider fehlt hier meist jeglicher Hinweis. Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker bietet Birkenzucker einige Vorteile: enthält 40 Prozent weniger Kalorien ist zur Kariesvorsorge verwendbar, weil er im Gegensatz zu Saccharose von kariesverursachenden Bakterien nicht verstoffwechselt werden kann für Diabetiker geeignet und macht weniger zuckersüchtig Weitere Informationen zu Zuckeralternativen findest du hier. 4. Birkensaft Früher galt der Birkensaft bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel. Auch heute ist er noch in Reformhäusern und Apotheken wegen seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung zu bekommen. Das Wasser aus dem Stamm enthält unter anderem Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. Ab März kannst du den reichlich emporsteigenden, bekömmlichen Saft der Hängebirke (Betula pendula) genauso wie Ahornsaft zapfen. Bis zu 50 Liter dieses gesunden Getränks können im Frühjahr aus einem gesunden Baum geerntet werden, ohne ihm dauerhaft zu schaden. Frisch gezapft ist der Saft gleich vor Ort genießbar oder noch etwa drei Tage im Kühlschrank haltbar. Er eignet sich auch zur Herstellung von Birkensirup und Birkenlimonade. Um aus dem Saft einen süßen Birkensirup zu erhalten, kannst du ihn auf die Hälfte einkochen und in einem Wasserbad weiter reduzieren, bis nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Volumens übrig sind. Mit Zugabe von Zucker kann er dann haltbar in Flaschen abgefüllt werden. Verwende ihn zum Beispiel, um Pfannkuchen und andere Süßspeisen zu verfeinern. Hier findest du noch einige Ideen zu selbstgemachtem Frucht- und Beerensirup. 5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör Den gezapften Birkensaft kannst du auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeiten. Eine Anleitung für Birkenwein, aber auch Birkenmet und Birkenlikör erhältst du hier. Hier findest du auch eine Anleitung zum Selbermachen von Honigwein. 6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen So wie viele Heilpflanzen dient auch die Birke mit ihren Knospen und Blättern zur Bereitung heilsamer Tees. Ihre entschlackende und entwässernde Wirkung ist besonders im Frühjahr als Muntermacher willkommen. Birkentee kurbelt die Ausscheidung über die Nieren an und entlastet die Haut als Ausscheidungsorgan, wodurch Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte und schlecht heilende Wunden reduziert werden. Birkenblätter-Auszüge können zusätzlich als Umschlag und Vollbad bei Rheuma, Gicht und Cellulitis zum Einsatz kommen. Die vielseitigen Anleitungen zur Verwendung von Birkentee findest du hier. Hellgrüne, zarte Birkenblätter und Knospen sind schon im März zu finden und ein wahrer Segen für unsere Gesundheit. Finde heraus, wie sie dir helfen können. 7. Birke als Badezusatz Birkenblätter und Birkenrinde eignen sich auch, um heilende Auszüge für Bäder herzustellen. Abhängig von der Zutat und der Zubereitungsart können diese entschlackend, hautstraffend und schmerzlindernd wirken. Bei Gliederschmerzen hilft zum Beispiel ein Birkenrindenbad, für das 250 g Birkenrinde in einem Liter Wasser aufgekocht und 10 Minuten weiter geköchelt werden. Den abgesiebten Sud gibst du zum maximal 38 °C warmen Badewasser hinzu. Ein Birkenrinden-Bad sollte nicht länger als 20 Minuten andauern, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten. Wünscht du noch etwas mehr Pflege, dann ergänze dein Badewassser doch mit weiteren Zutaten ganz individuell. Der perfekte Badezusatz ist individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Erfahre hier alles über verschiedene Zutaten und wie du sie optimal kombinierst. 8. Shampoo, Spülung und Haarwasser Für eine natürliche Haarpflege sind Birkenblätter ebenfalls geeignet, denn sie können in Kombination mit einer eher basischen Ernährung helfen, Haarausfall zu reduzieren. Shampoo, Haarwasser und Spülung aus Birkenblättern sorgen für eine natürliche Reinigung und auch für eine gut durchblutete, schuppenfreie und von überschüssigem Talg befreite Kopfhaut, die den Haarwurzeln bei der Mineralstoffaufnahme zu Gute kommt. 9. Birkentinktur In einer Tinktur mit Knospen oder Blättern werden die heilsamen Inhaltstoffe der Birke gelöst, die in konzentrierter Form lange haltbar sind. Eine Tinktur mit Knospen kann innerlich angewendet Husten lindern und Fieber senken. Mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnt eignet sie sich bestens zur Reinigung von Wunden, aber auch äußerlich aufgetragen zur Wundheilung. Hergestellt wird eine Birkenknospentinktur aus zirka 20 g Birkenknospen und 100 ml 40-prozentigem Alkohol wie z.B. Wodka oder Doppelkorn, die in einem dicht schließenden Schraubglas für einen Monat bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Tägliches Schütteln erleichtert das Herauslösen der Inhaltsstoffe. Abgesiebt und in ein dicht schließendes, dunkles Glas gefüllt (gegebenenfalls mit einer verwaisten Socke abdunkeln) ist die Birkentinktur auch schon einsatzfähig. Eine Tinktur mit Birkenblättern wird auf gleiche Weise hergestellt und fördert durch Einreiben die Durchblutung. Mehr zu Herstellen von Kräuter-Tinkturen findest du hier.Kräuter enthalten viele wertvolle Wirkstoffe. Diese kannst du geballt nutzen und aufbewahren, indem du eine Tinktur herstellst. Wir zeigen dir wie es geht! 10. Birkenöl Genau wie die Tinktur bietet auch ein Ölauszug die Möglichkeit, die positiven Wirkstoffe der Birken zu konservieren. Ein solches Mazerat kann dir bei Schmerzen von Rheuma und Gicht sowie zur Hautpflege bei trockener und spröder Haut hilfreich sein. Birkenöl kannst du sehr einfach selbst herstellen, indem du eine Handvoll frischer Birkenknospen mit 100 ml Mandelöl oder kaltgepresstem Olivenöl in einem Schraubglas ansetzt. Während der Ziehzeit von vier Wochen können die Knospen bei Raumtemperatur und täglichem Schütteln durchziehen. Danach werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl in ein sauberes, dunkles Glas abgefüllt. Eine schnellere, warme Herstellungsmethode für einen Ölauszug ist hier beschrieben. 11. Birkensalbe mit Birkenöl Salben, die mit Auszügen aus Birkenrinde oder -knospen angerührt werden, heilen mit dem enthaltenen Wirkstoff Betulin chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Wenn du die Salbe nicht selbst herstellen möchtest, kannst du auch auf im Handel erhältliche Präparate mit sehr hohem Betulin-Gehalt zurückgreifen, wie die hier. Für das Herstellen deiner Salbe kannst du ähnlich vorgehen, wie beim Rühren einer Kamillensalbe oder dieser Ringelblumensalbe. 12. Birkenbesen binden Eine nachhaltige Alternative zu Besen mit Plastikborsten stellen Reisigbesen dar. Sie kehren nicht schlechter, sondern sind aus unerfindlichen Gründen einfach aus der Mode gekommen. Naturbesen finden sich eher selten im Sortiment der Geschäfte, aber auch bei Korbflechtern wirst du nur noch selten fündig. Zum Glück kannst du leicht aus dünnen, biegsamen Birkenzweigen einen Naturbesen selber machen. Dazu werden Bündel aus Reisigzweigen zusammengebunden und diese dann an einem Holzstab fixiert. 13. Birkenrinde als Anzünder und Fackel Die Rinde der Birke ist als hervorragendes Anzündmaterial zum Feuermachen bekannt. Der auf altem Birkenholz sitzende Schwamm lässt sich sogar im feuchten Zustand noch leicht entflammen, deshalb findet die Birkenrinde bei Lagerfeuern in der Wildnis gern Verwendung. Für eine kleine Fackel oder Anzündhilfe wird die gesammelte frische Rinde möglichst eng zusammengerollt und mit einem Naturgarn fixiert- fertig ist eine perfekte Alternative zu chemischen Anzündhilfen. Die Knospen und Blätter der Birke sprießen früh sie können verblüffend vielseitig und nützlich verwendet werden. Diese Anwendungen sind einfach genial. Aber auch beim Grillen oder dem Entfachen von Feuer im Kachelofen haben sich solche natürlichen Anzünder bewährt. Sie sind frei von irgendwelchen ungesunden Zusätzen, die sich nachher in der Nahrung oder in der Asche wiederfinden. Für schadstoffarme Asche gibt es übrigens auch eine ganze Menge Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Düngen, Reinigen und sogar Zähneputzen. Asche muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. Die richtige Holzasche kannst du sinnvoll im Haushalt weiter verwenden und so manches Problem mit ihr lösen. 14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen Schorf ist eine Erkrankung die Kernobstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose betrifft. Im ersten Jahr nach der Blüte sind nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später werden diese Flecken braun, ein Pilz zeigt sich auf der Blattunterseite und die Blätter fallen frühzeitig zu Boden. Die Auswirkungen des Schorfs sind verminderte Blüte und damit einhergehender Fruchtausfall, allerdings erst im darauffolgenden Jahr. Als natürliches Spritzmittel ist Birkenjauche eine schnelle und vorbeugende Hilfe, die bei feuchtem und warmem Wetter verdünnt mit einem Teil Jauche und fünf Teilen Wasser ausgebracht wird. Und so entsteht eine Jauche aus Birkenblättern: Ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer ansetzen und an einem schattigen Platz für einige Tage stehen lassen Zwischen Deckel und Eimer einen Stab einklemmen, der einen Luftaustausch ermöglicht Einmal am Tag sollte die angesetzte Jauche umgerührt werden Wenn sich Schaum bildet, ist das natürliche Spritzmittel gegen Schorf einsatzbereit. 15. Stoffe färben mit der Birke Die frisch gepflückten Blätter der Birke zählen zu den natürlichen Mitteln, die du zum Färben von Naturstoffen nutzen kannst. Um eine gelbe Färbung mit Hilfe von Birkenblättern zu erhalten, muss der Stoff jedoch vorher mit Alaun gebeizt werden. Zur Herstellung der Beize werden zunächst je 50 g Stoff ein TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser aufgelöst und der Soff bei 90 °C darin eingeweicht. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Temperatur eine Stunde lang gehalten. Über Nacht sollte der Stoff in der Flüssigkeit abkühlen und erst kurz vor dem Färben leicht ausgewrungen und sofort ins kalte Färbebad gegeben werden. Für den eigentlichen Färbesud benötigst du je 50 g zu färbenden Stoff 100 g grob geschnittene Birkenblätter, die zirka 12 Stunden in 800 ml Wasser durchziehen. Danach eine Stunden kochen, den Färbesud absieben und abkühlen lassen. Zum Färben wird der vom Beizen noch feuchte Stoff in das kühle Farbwasser gegeben, langsam erwärmt und bleibt bei zirka 70 °C für eine Stunde im Färbesud, der zwischenzeitlich umgerührt werden sollte. Anschließend kannst du den gefärbten Stoff aus der Färbeflüssigkeit herausnehmen, so lange ausspülen, bis keine Farbe mehr entweicht und zum Trocknen aufhängen. Beachte, dass beim Beizen mit Alaun Kontakt mit Augen und Haut vermieden werden sollte. Ziehe außerdem immer Handschuhe an und verwende nur Gegenstände die nicht wieder für Lebensmitttel genutzt werden. Hinweise zur Verwendung der Birke Sammle niemals zu viele Pflanzenteile von einem Baum, um ihn nicht zu sehr in seinem Wachstum zu behindern. Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert oder unter Herz- oder Nierenfunktionsstörungen leidet, die in Zusammenhang mit Wassereinlagerungen stehen, sollte Birkenblätter meiden. Bei Schwangerschaft ist ebenso von der Birkenblätternutzung abzuraten. Viele weitere Tipps und Ideen rund um das Thema Bäume und ihre und vielfältige Nutzbarkeit findest du in unseren Buchtipp:

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1. Birke als Nahrungsmittel Als Zutat für Speisen eignen sich Birkenknospen und Birkenblätter, die mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, aber auch mit ihren entwässernden Eigenschaften zum Wohlbefinden beitragen. Viele Birken-Rezepte für Gemüse, Salat, Reis, Nudeln und Smoothies aber auch für Nachtisch oder Birkensoße findest du hier. 2. Birkengewürz als Salzersatz Birkenblätter eignen sich, wie viele andere Gewürze auch, um die Verwendung von Salz zu reduzieren. Dafür werden die getrockneten Blätter entweder mit den Händen oder in einem Mörser fein gerieben und wie Salz sparsam zu den Speisen hinzugegeben. 3. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Xucker) Zur Herstellung von Birkenzucker dient das Holz der Birke und Buche, aber auch Maiskolbenreste und der Hefepilz Candida tropicalis werden als Ausgangsmaterial verwendet. Ob es sich um das Naturprodukt aus der Birke, oder um die preiswertere, synthetische Variante handelt, ist den Produkten leider oft nicht anzusehen. Aus dem Holz einer Birke erhält man durch Zerkleinern, Wässern, Spalten und Eindicken nur 25 Kilogramm Birkenzucker in kristalliner Form. Kein Wunder also, dass Birkenzucker ein teures Ersatzprodukt zum Haushaltszucker darstellt, wenn auch ein gesünderes. Meist wird allerdings synthetisch hergestelltes Xylitol im Handel angeboten. Die beste Qualität mit gesundheitlichem Wert bietet der echte Birkenzucker (in manchen Bioläden sowie online erhältlich), weshalb man dem Kleingedruckten zum Ursprung Beachtung schenken sollte. Leider fehlt hier meist jeglicher Hinweis. Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker bietet Birkenzucker einige Vorteile: enthält 40 Prozent weniger Kalorien ist zur Kariesvorsorge verwendbar, weil er im Gegensatz zu Saccharose von kariesverursachenden Bakterien nicht verstoffwechselt werden kann für Diabetiker geeignet und macht weniger zuckersüchtig Weitere Informationen zu Zuckeralternativen findest du hier. 4. Birkensaft Früher galt der Birkensaft bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel. Auch heute ist er noch in Reformhäusern und Apotheken wegen seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung zu bekommen. Das Wasser aus dem Stamm enthält unter anderem Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. Ab März kannst du den reichlich emporsteigenden, bekömmlichen Saft der Hängebirke (Betula pendula) genauso wie Ahornsaft zapfen. Bis zu 50 Liter dieses gesunden Getränks können im Frühjahr aus einem gesunden Baum geerntet werden, ohne ihm dauerhaft zu schaden. Frisch gezapft ist der Saft gleich vor Ort genießbar oder noch etwa drei Tage im Kühlschrank haltbar. Er eignet sich auch zur Herstellung von Birkensirup und Birkenlimonade. Um aus dem Saft einen süßen Birkensirup zu erhalten, kannst du ihn auf die Hälfte einkochen und in einem Wasserbad weiter reduzieren, bis nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Volumens übrig sind. Mit Zugabe von Zucker kann er dann haltbar in Flaschen abgefüllt werden. Verwende ihn zum Beispiel, um Pfannkuchen und andere Süßspeisen zu verfeinern. Hier findest du noch einige Ideen zu selbstgemachtem Frucht- und Beerensirup. 5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör Den gezapften Birkensaft kannst du auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeiten. Eine Anleitung für Birkenwein, aber auch Birkenmet und Birkenlikör erhältst du hier. Hier findest du auch eine Anleitung zum Selbermachen von Honigwein. 6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen So wie viele Heilpflanzen dient auch die Birke mit ihren Knospen und Blättern zur Bereitung heilsamer Tees. Ihre entschlackende und entwässernde Wirkung ist besonders im Frühjahr als Muntermacher willkommen. Birkentee kurbelt die Ausscheidung über die Nieren an und entlastet die Haut als Ausscheidungsorgan, wodurch Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte und schlecht heilende Wunden reduziert werden. Birkenblätter-Auszüge können zusätzlich als Umschlag und Vollbad bei Rheuma, Gicht und Cellulitis zum Einsatz kommen. Die vielseitigen Anleitungen zur Verwendung von Birkentee findest du hier. Hellgrüne, zarte Birkenblätter und Knospen sind schon im März zu finden und ein wahrer Segen für unsere Gesundheit. Finde heraus, wie sie dir helfen können. 7. Birke als Badezusatz Birkenblätter und Birkenrinde eignen sich auch, um heilende Auszüge für Bäder herzustellen. Abhängig von der Zutat und der Zubereitungsart können diese entschlackend, hautstraffend und schmerzlindernd wirken. Bei Gliederschmerzen hilft zum Beispiel ein Birkenrindenbad, für das 250 g Birkenrinde in einem Liter Wasser aufgekocht und 10 Minuten weiter geköchelt werden. Den abgesiebten Sud gibst du zum maximal 38 °C warmen Badewasser hinzu. Ein Birkenrinden-Bad sollte nicht länger als 20 Minuten andauern, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten. Wünscht du noch etwas mehr Pflege, dann ergänze dein Badewassser doch mit weiteren Zutaten ganz individuell. Der perfekte Badezusatz ist individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Erfahre hier alles über verschiedene Zutaten und wie du sie optimal kombinierst. 8. Shampoo, Spülung und Haarwasser Für eine natürliche Haarpflege sind Birkenblätter ebenfalls geeignet, denn sie können in Kombination mit einer eher basischen Ernährung helfen, Haarausfall zu reduzieren. Shampoo, Haarwasser und Spülung aus Birkenblättern sorgen für eine natürliche Reinigung und auch für eine gut durchblutete, schuppenfreie und von überschüssigem Talg befreite Kopfhaut, die den Haarwurzeln bei der Mineralstoffaufnahme zu Gute kommt. 9. Birkentinktur In einer Tinktur mit Knospen oder Blättern werden die heilsamen Inhaltstoffe der Birke gelöst, die in konzentrierter Form lange haltbar sind. Eine Tinktur mit Knospen kann innerlich angewendet Husten lindern und Fieber senken. Mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnt eignet sie sich bestens zur Reinigung von Wunden, aber auch äußerlich aufgetragen zur Wundheilung. Hergestellt wird eine Birkenknospentinktur aus zirka 20 g Birkenknospen und 100 ml 40-prozentigem Alkohol wie z.B. Wodka oder Doppelkorn, die in einem dicht schließenden Schraubglas für einen Monat bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Tägliches Schütteln erleichtert das Herauslösen der Inhaltsstoffe. Abgesiebt und in ein dicht schließendes, dunkles Glas gefüllt (gegebenenfalls mit einer verwaisten Socke abdunkeln) ist die Birkentinktur auch schon einsatzfähig. Eine Tinktur mit Birkenblättern wird auf gleiche Weise hergestellt und fördert durch Einreiben die Durchblutung. Mehr zu Herstellen von Kräuter-Tinkturen findest du hier.Kräuter enthalten viele wertvolle Wirkstoffe. Diese kannst du geballt nutzen und aufbewahren, indem du eine Tinktur herstellst. Wir zeigen dir wie es geht! 10. Birkenöl Genau wie die Tinktur bietet auch ein Ölauszug die Möglichkeit, die positiven Wirkstoffe der Birken zu konservieren. Ein solches Mazerat kann dir bei Schmerzen von Rheuma und Gicht sowie zur Hautpflege bei trockener und spröder Haut hilfreich sein. Birkenöl kannst du sehr einfach selbst herstellen, indem du eine Handvoll frischer Birkenknospen mit 100 ml Mandelöl oder kaltgepresstem Olivenöl in einem Schraubglas ansetzt. Während der Ziehzeit von vier Wochen können die Knospen bei Raumtemperatur und täglichem Schütteln durchziehen. Danach werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl in ein sauberes, dunkles Glas abgefüllt. Eine schnellere, warme Herstellungsmethode für einen Ölauszug ist hier beschrieben. 11. Birkensalbe mit Birkenöl Salben, die mit Auszügen aus Birkenrinde oder -knospen angerührt werden, heilen mit dem enthaltenen Wirkstoff Betulin chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Wenn du die Salbe nicht selbst herstellen möchtest, kannst du auch auf im Handel erhältliche Präparate mit sehr hohem Betulin-Gehalt zurückgreifen, wie die hier. Für das Herstellen deiner Salbe kannst du ähnlich vorgehen, wie beim Rühren einer Kamillensalbe oder dieser Ringelblumensalbe. 12. Birkenbesen binden Eine nachhaltige Alternative zu Besen mit Plastikborsten stellen Reisigbesen dar. Sie kehren nicht schlechter, sondern sind aus unerfindlichen Gründen einfach aus der Mode gekommen. Naturbesen finden sich eher selten im Sortiment der Geschäfte, aber auch bei Korbflechtern wirst du nur noch selten fündig. Zum Glück kannst du leicht aus dünnen, biegsamen Birkenzweigen einen Naturbesen selber machen. Dazu werden Bündel aus Reisigzweigen zusammengebunden und diese dann an einem Holzstab fixiert. 13. Birkenrinde als Anzünder und Fackel Die Rinde der Birke ist als hervorragendes Anzündmaterial zum Feuermachen bekannt. Der auf altem Birkenholz sitzende Schwamm lässt sich sogar im feuchten Zustand noch leicht entflammen, deshalb findet die Birkenrinde bei Lagerfeuern in der Wildnis gern Verwendung. Für eine kleine Fackel oder Anzündhilfe wird die gesammelte frische Rinde möglichst eng zusammengerollt und mit einem Naturgarn fixiert- fertig ist eine perfekte Alternative zu chemischen Anzündhilfen. Die Knospen und Blätter der Birke sprießen früh sie können verblüffend vielseitig und nützlich verwendet werden. Diese Anwendungen sind einfach genial. Aber auch beim Grillen oder dem Entfachen von Feuer im Kachelofen haben sich solche natürlichen Anzünder bewährt. Sie sind frei von irgendwelchen ungesunden Zusätzen, die sich nachher in der Nahrung oder in der Asche wiederfinden. Für schadstoffarme Asche gibt es übrigens auch eine ganze Menge Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Düngen, Reinigen und sogar Zähneputzen. Asche muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. Die richtige Holzasche kannst du sinnvoll im Haushalt weiter verwenden und so manches Problem mit ihr lösen. 14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen Schorf ist eine Erkrankung die Kernobstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose betrifft. Im ersten Jahr nach der Blüte sind nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später werden diese Flecken braun, ein Pilz zeigt sich auf der Blattunterseite und die Blätter fallen frühzeitig zu Boden. Die Auswirkungen des Schorfs sind verminderte Blüte und damit einhergehender Fruchtausfall, allerdings erst im darauffolgenden Jahr. Als natürliches Spritzmittel ist Birkenjauche eine schnelle und vorbeugende Hilfe, die bei feuchtem und warmem Wetter verdünnt mit einem Teil Jauche und fünf Teilen Wasser ausgebracht wird. Und so entsteht eine Jauche aus Birkenblättern: Ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer ansetzen und an einem schattigen Platz für einige Tage stehen lassen Zwischen Deckel und Eimer einen Stab einklemmen, der einen Luftaustausch ermöglicht Einmal am Tag sollte die angesetzte Jauche umgerührt werden Wenn sich Schaum bildet, ist das natürliche Spritzmittel gegen Schorf einsatzbereit. 15. Stoffe färben mit der Birke Die frisch gepflückten Blätter der Birke zählen zu den natürlichen Mitteln, die du zum Färben von Naturstoffen nutzen kannst. Um eine gelbe Färbung mit Hilfe von Birkenblättern zu erhalten, muss der Stoff jedoch vorher mit Alaun gebeizt werden. Zur Herstellung der Beize werden zunächst je 50 g Stoff ein TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser aufgelöst und der Soff bei 90 °C darin eingeweicht. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Temperatur eine Stunde lang gehalten. Über Nacht sollte der Stoff in der Flüssigkeit abkühlen und erst kurz vor dem Färben leicht ausgewrungen und sofort ins kalte Färbebad gegeben werden. Für den eigentlichen Färbesud benötigst du je 50 g zu färbenden Stoff 100 g grob geschnittene Birkenblätter, die zirka 12 Stunden in 800 ml Wasser durchziehen. Danach eine Stunden kochen, den Färbesud absieben und abkühlen lassen. Zum Färben wird der vom Beizen noch feuchte Stoff in das kühle Farbwasser gegeben, langsam erwärmt und bleibt bei zirka 70 °C für eine Stunde im Färbesud, der zwischenzeitlich umgerührt werden sollte. Anschließend kannst du den gefärbten Stoff aus der Färbeflüssigkeit herausnehmen, so lange ausspülen, bis keine Farbe mehr entweicht und zum Trocknen aufhängen. Beachte, dass beim Beizen mit Alaun Kontakt mit Augen und Haut vermieden werden sollte. Ziehe außerdem immer Handschuhe an und verwende nur Gegenstände die nicht wieder für Lebensmitttel genutzt werden. Hinweise zur Verwendung der Birke Sammle niemals zu viele Pflanzenteile von einem Baum, um ihn nicht zu sehr in seinem Wachstum zu behindern. Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert oder unter Herz- oder Nierenfunktionsstörungen leidet, die in Zusammenhang mit Wassereinlagerungen stehen, sollte Birkenblätter meiden. Bei Schwangerschaft ist ebenso von der Birkenblätternutzung abzuraten. Viele weitere Tipps und Ideen rund um das Thema Bäume und ihre und vielfältige Nutzbarkeit findest du in unseren Buchtipp:

Quelle: https://www.smarticular.net/birke-erstaunliche-anwendungen-fuer-die-birke/
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