Haarausfall bei Eisbären
-- Zebra-Virus im Zoo tötet Eisbären -- Kanada: Bei
25.000 Eisbären weltweit sind sie zum Abschuss
freigegeben -- 2.3.2020: Eisbären jagen sich
gegenseitig -- 31.7.2025: Eisbär greift an -
erschossen --
<Eisbärmutter mit Jungen,
Alaska: Breitet sich eine neue Krankheit aus?
Forscher haben in
Alaska, Kanada und Russland Eisbären mit
Haarausfall und nässenden Wunden gesichtet. Leiden die
Tiere an der gleichen Krankheit, an der vergangenes
Jahr zahlreiche Robben gestorben sind?
Meistens fallen die Haare rund um Schnauze,
Augen und Ohren aus. Auch am Hals zeigen sich Stellen,
wo das Fell dünn wird, und nässende Wunde. Bei neun
Eisbären haben Forscher in den vergangenen zwei Wochen
diese Symptome beobachtet. Die erkrankten Tiere haben
Biologen ebenso wie 24 weitere Eisbären in Alaska
kurzzeitig eingefangen und untersucht - im Rahmen eines
Routineprogramms, wie Tony DeGange vom U.S. Geological
Survey (USGS) erklärt. Forscher hatten schon früher
Eisbären gesehen, die unter Haarausfall litten, aber
noch nie in so hoher Zahl wie in den letzten Wochen.
Diese neue Entwicklung erscheint umso beunruhigender,
weil seit vergangenem Jahr auch Robben und Walrosse mit
Haarausfall gesichtet wurden. Als erstes erkrankten
Robben in Nordalaska - Forscher entdeckten mehr als 60 verendete Robben
und 75 weitere mit Haarausfall und wunden Stellen, am
häufigsten betroffen waren Ringelrobben. Später
sichteten Biologen erkrankte Walrosse. Alle bisher
betroffenen Tierarten verbringen einen Teil ihres Lebens
auf dem Seeeis der Arktis.
Viele der erkrankten Robben waren
jüngere Tiere. Sie waren lethargisch und litten unter
Atembeschwerden, wie der U.S. Fish and Wildlife
Service und die National Oceanic and Atmospheric
Administration mitteilten. Auch an den Küsten Kanadas
und Russlands sichteten Forscher erkrankte Tiere, oft
mit blutenden Hautgeschwüren.
Der USGS koordiniert jetzt mit
anderen beteiligten Behörden weitere Untersuchungen,
um zu klären, ob die Robben, Walrosse und Eisbären ein
und dieselbe Krankheit ereilt hat, oder ob es
unterschiedliche Auslöser gibt.
Erste Studien haben bereits gezeigt,
dass die Tiere nicht in Folge einer höheren
Strahlenbelastung erkrankt sind. Die Forscher hatten
dies wegen des Unglücks im AKW Fukushima für möglich
gehalten.
Trotz zahlreicher Tests hätte man
noch keine Viren oder Bakterien ausfindig gemacht, die
die Krankheit verursachen berichtet der USGS. Die
Forscher prüfen außerdem, ob Chemikalien,
Autoimmunkrankheiten, hormonelle Faktoren oder andere
Umwelteinflüsse die Tiere krank werden lassen.
wbr/Reuters>
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17.8.2012: Eisbären im Zoo sterben manchmal an
Zebra-Virus
aus: n-tv online: Erreger springen zwischen den
Arten: Eisbär starb an Zebra-Virus; 17.8.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Eisbaer-starb-an-Zebra-Virus-article6992231.html
<Eisbärin Jerka aus dem Wuppertaler Zoo starb an einem
Zebra-Virus.
Immer
wieder sterben überraschend Eisbären in Zoos - so auch
"Jerka" in Wuppertal. Nach einer genauen und
langwierigen Untersuchung können Forscher nun sagen,
woran die Eisbärin 2010 gestorben ist. Der
diagnostizierte Virus, der eigentlich von Zebras stammt,
wirft nun neue Fragen auf.
Ein 2010 im Wuppertaler Zoo
gestorbener Eisbär war mit einem von Zebras stammenden
Herpesvirus infiziert. Darüber berichtet ein
internationales Forscherteam unter Leitung des Berliner
Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung im
Fachblatt "Current Biology". "Solche, auf andere Spezies
übergehenden Viren können, wenn sie nicht erkannt
werden, die Artenschutzmission von Zoos gefährden",
erklärte das Institut in Berlin. Bisher sei kaum in
Betracht gezogen worden, dass die Artenvielfalt in Zoos
unvorhersehbare Folgen in Bezug auf die Übertragung von
Krankheitserregern zwischen verschiedenen Tierarten
haben könnte.
Das Forscherteam hatte herausgefunden,
dass in dem Zoo das Eisbärweibchen namens Jerka mit
einem von Zebras stammenden Virus infiziert war. Das
Tier starb an einer Gehirnentzündung. Sein Artgenosse
Eisbär Lars - Vater des berühmten Bären Knut - war auch
erkrankt, überlebte aber dank umfassender tierärztlicher
Betreuung. "Die Symptome waren ziemlich schockierend,
und zu diesem Zeitpunkt war die Krankheitsursache völlig
unklar", wird der Zootierarzt von Wuppertal, Arne
Lawrenz, zitiert.
Übertragungswege bleiben ungewiss
Das Institut berichtete, durch
aufwendige Untersuchungen von Jerka, Lars und neun
weiteren Eisbären sei ein Herpesvirus als Ursache der
Gehirnentzündungen festgemacht worden, das normalerweise
in Zebras vorkomme. Überraschend sei gewesen, dass ein
anderer Eisbär, der Jahre zuvor in einem anderen Zoo an
Nierenversagen gestorben war und nie Kontakt mit Jerka
oder Lars hatte, ebenfalls dieses Virus in sich trug.
Unbekannt sei, wie die Eisbären sich
infiziert haben könnten, erklärten die Forscher. In
Wuppertal werden Zebras und Eisbären von verschiedenen
Tierpflegern betreut, zwischen den Gehegen liegen etwa
70 Meter. Bären und Zebras seien nicht die einzigen
Wirte, da die Ursprungsviren als Erreger von
Gehirnentzündungen auch bei Zootierarten wie Gazellen
und Meerschweinchen gefunden wurden.
Der traditionsreiche Tierpark in
Wuppertal will die Eisbären nun regelmäßig untersuchen.
"Jetzt, da wir mehr darüber wissen, sind wir besser
vorbereitet und können bereits im Vorfeld aktiv werden",
erläuterte der Zootierarzt. Erst im Januar war ein
Eisbärmädchen namens Anori im Zoo auf die Welt gekommen.
Laut Tierexperten haben die
Trophäenjäger im kanadischen Gebiet des Polarkreises
zugenommen. Obwohl Eisbären vom Aussterben bedroht
sind, wurden die Jagdquoten sogar erhöht! Gerade
in den Sommermonaten sind Eisbären eine leichte Beute
für die Trophäenjäger, denn viele Eisbären sind
ausgemergelt und kämpfen verzweifelt ums Überleben. Jahr
für Jahr nimmt die Fläche des Polareises ab. Das
erschwert den Eisbären die Jagd auf Robben. Während die
Eisbären hungern, werben die Veranstalter dieser
grausamen Jagd nicht nur mit dem letzten großen
kulturellen Jagd-Abenteuer der Welt, sondern auch gleich
mit der Jagd auf Seerobben, zur Versorgung der
Hunde. Das Interesse der Trophäenjäger im kanadischen
Gebiet des Polarkreises ist groß, denn es gibt nur noch
ca.25.000 dieser majestätischen Tiere. Wissenschaftler
haben jetzt festgestellt, dass ihre Zahl auf Grund der
Eisschmelze dramatisch sinken wird. Da fragt man
sich, ob man die letzten noch jagen muss? In
den letzten Jahren wurden etwa 5.000 Eisbären von
Jägern wegen Trophäen, Fell,
Knochen und Gallenblasen getötet.Weiterlesen →
Nahe Ny-Ålesund wurde ein
4-jähriger Eisbär getötet, nachdem er eine Gruppe
bedrohte. Behörden warnen: Begegnungen sind selten,
aber lebensgefährlich – wer sich außerhalb von
Longyearbyen bewegt, soll bewaffnet sein.
Auf Spitzbergen ist ein Eisbär erschossen worden. Der
Polizei wurde nach Angaben der örtlichen Behörden
gemeldet, dass damit ein Angriff des Raubtiers auf
eine Gruppe Bewohner am Kongsfjord im Nordwesten der
norwegischen Inselgruppe verhindert werden sollte. Der
oberste Beamte von Spitzbergen, der sogenannte
Sysselmester Lars Fause, leitete Ermittlungen zum
Hergang des Vorfalls ein.
Der Eisbär wurde den Angaben zufolge am
Mittwochnachmittag auf der Blomstrand-Halbinsel in der
Nähe des kleinen Ortes Ny-Ålesund erschossen. Es
handelte sich um ein vier Jahre altes Männchen, das zu
Untersuchungen in den Hauptort von Spitzbergen,
Longyearbyen, gebracht wurde.
Spitzbergen gehört zu Norwegen, liegt aber Hunderte
Kilometer weiter nördlich am Nordpolarmeer. Forschern
zufolge gibt es heutzutage schätzungsweise 2.300 bis
4.100 Eisbären in der gesamten Barentsseeregion, die
sich bis nach Russland erstreckt. Etwa die Hälfte
davon hält sich demnach große Teile des Jahres auf und
rund um Spitzbergen auf. Begegnungen mit den Tieren
können lebensgefährlich sein, allerdings nähern sie
sich nur selten bewohnten Gebieten. Der Sysselmester
empfiehlt dennoch, eine Schusswaffe bei sich zu
tragen, wenn man sich außerhalb von Longyearbyen
aufhält.
Auf Spitzbergen
kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen mit
Eisbären. Die Behörden empfehlen daher, außerhalb von
Longyearbyen stets eine Schusswaffe mitzuführen.svalbard-infos.de/Screenshot