Anmeldungen gestartet: Digitale
Landwirtschaft: Neuer Masterstudiengang an der
unibz
https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/digitale-landwirtschaft-neuer-masterstudiengang-an-der-unibz
Von: mk
Bozen – Die Anmeldungen für den neuen
einjährigen Master der Grundstufe in
Technologien der digitalen Landwirtschaft, ein
hochspezialisiertes Ausbildungsprogramm, haben
begonnen. „Auch die Landwirtschaft steht vor den
Herausforderungen der digitalen Innovation. Mit
diesem Studiengang möchten wir lokale
Unternehmen und Fachkräfte darin unterstützen,
auf dem neuesten Stand zu bleiben und die
Vorteile neuer Technologien optimal zu nutzen“,
so Studiengangsleiter Prof. Andreas Gronauer.
Der Master wird über das
NextGenerationEU-Programm finanziert.
Der rasche technologische Wandel betrifft
sämtliche Bereiche. Auch in der
landwirtschaftlichen Produktion und Technik sind
Themen wie digitale Innovation für ökologische
und ökonomische Nachhaltigkeit und der Einsatz
von Künstlicher Intelligenz unumgänglich. Die
unibz bekräftigt ihr Engagement zur Ausbildung
von Fachkräften, die die Zukunft der
Landwirtschaft durch Innovation und nachhaltige
Strategien gestalten. Der über das
NextGenerationEU-Programm finanzierte
Masterstudiengang ist eine Spezialisierung für
Studierende mit einem Hochschulabschluss. Es
zielt darauf ab, Experten in den Bereichen
Landmaschinen, Beratung und digitales Management
in der Landwirtschaft auszubilden, um die Lücke
zwischen technologischer Innovation und dem
Bedarf an neuen Kompetenzen zu schließen. Der
dreisprachige, interdisziplinäre Studiengang mit
starkem Praxisbezug bietet eine fundierte
technische und wissenschaftliche Basis mit Fokus
auf Präzisionssysteme und digitale Technologien
in der Pflanzenproduktion und Tierhaltung, mit
besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit und die
spezifischen Anforderungen der Berggebiete.
„Das Masterstudium ergänzt die Grundausbildung
und konzentriert sich dabei auf die
Herausforderungen der digitalen Landwirtschaft.
Zu den Ausbildungszielen gehören
Schlüsselbereiche wie Präzisionslandwirtschaft,
intelligentes Management von
Pflanzenschutzbehandlungen im Pflanzenbau,
digitale Technologien in der Landwirtschaft und
nachhaltige Praktiken“, erklärt
Studiengangsleiter Prof. Andreas Gronauer.
„Weitere Themen sind Sensortechnologie,
Positionierungssysteme und die Bewertung von
intelligenten Landwirtschaftsmethoden. Auch
landwirtschaftliche Rechtsvorschriften und
nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken werden
behandelt, wobei der Schwerpunkt auf Prävention
und Effizienz liegt.“ Der Master der Grundstufe
in Technologien der digitalen Landwirtschaft ist
in fünf Hauptmodule gegliedert und umfasst
Vorlesungen, praxisorientierte Laboreinheiten,
Exkursionen und die Ausarbeitung einer
Abschlussarbeit. Das Studienprogramm ist so
organisiert, dass es berufsbegleitend absolviert
werden kann. Die Lehrveranstaltungen finden an
zwei Wochenenden im Monat statt, jeweils am
Freitagnachmittag und am Samstag.
Mögliche Berufsfelder
Der Master zielt darauf ab, neue Fachkräfte mit
interdisziplinären Kompetenzen auszubilden, die
in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden
können. Dazu gehören auch freiberufliche
Tätigkeiten als technisch-wissenschaftliche
Berater für Berufsgruppen wie Land- und
Forstwirte, Geologen, Landschaftsarchitekte und
Ingenieure. Darüber hinaus ermöglicht der
Studiengang eine Anstellung in lokalen
Institutionen und Behörden wie Gemeinden,
Provinzen und Regionen sowie Firmen in der
Landwirtschaft und den vor- und nachgelagerten
Wirtschaftssektoren. Die Absolventen können dort
ihre Expertise einbringen, insbesondere in den
technischen Strukturen nationaler Behörden und
öffentlicher Einrichtungen, die für
agrarwirtschaftliche Entwicklungsmaßnahmen
zuständig sind sowie in den Büros der
Europäischen Union und internationaler
Organisationen, wo sie in der
technisch-administrativen Unterstützung sowie in
der Beratung und Planung von
agrarwirtschaftlichen Entwicklungsstrategien
tätig sein können.
Förderungen und Stipendien
Dank der Finanzierung durch das EDIH NOI können
die Studiengebühren für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Unternehmen, die bestimmte
Voraussetzungen erfüllen, um bis zu 70 Prozent
reduziert werden. Um diese Unterstützung zu
beantragen, muss bei der Bewerbung eine vom
Unternehmen unterzeichnete Absichtserklärung
(Letter of Intent – LOI) vorgelegt werden.
Online-Informationsveranstaltung
Am Mittwoch, den 6. November um 17.00 Uhr bietet
die Studienberatung der unibz eine
Online-Informationsveranstaltung an, in der der
Studiengang vorgestellt wird und
Studieninteressierte Fragen stellen können. Für
die Teilnahme ist eine Anmeldung unter folgendem
Link erforderlich:
https://bit.ly/SmartFarmingTechnologies_Infosession_1
Weitere Informationen sind auf der Webseite des
Masters verfügbar:
https://www.unibz.it/de/faculties/agricultural-environmental-food-sciences/master-smart-farming-technologies/
Schweiz am 3.1.2025:
Industriellen Landwirtschaft mit Drohnen und
Robotern - vollautomatische Felder -
Melkroboter - Pestizid-Drohnen etc. - und
alles kann man hacken:
Schweizer Bauern setzen jetzt auf Drohnen und
Roboter
https://www.nau.ch/news/schweiz/schweizer-bauern-setzen-jetzt-auf-drohnen-und-roboter-66888162
Fototext: Drohnen+Roboter kann man hacken:
Kuh Cyberangriff melkroboter: Bei einem
Zuger Bauer kam es zu einem Cyber-Angriff auf
seinen Melkroboter. - keystone
Alexander König - Münchwilen
Das Wichtigste in Kürze
Die Technologisierung macht
auch in der Schweizer Landwirtschaft nicht Halt.
Immer mehr Bauern nutzen
Melkroboter und Drohnen.
Manche Schweizer Bauern
bangen jedoch um traditionelle Werte.
Drohnen gibt es schon lange. Als Spielzeug, im
Krieg, und jetzt sogar in der Landwirtschaft.
Aber von Anfang an: Der erste dokumentierte
Einsatz einer Drohne – damals ein Ballon – fand
1849 statt. Damals regte der österreichische
Militär-Experte und Erfinder Franz Uchatius an,
Bomben über Venedig abzuwerfen. Per Definition
sind Drohnen nämlich nichts anderes als
unbemannte Luftfahrzeuge.
Fakt ist: Die erste als «Spielzeugdrohne»
bezeichnete Erfindung stammt aus dem Jahr 1920
und wurde von Etienne Omnichen entwickelt. 1936
wurden Drohnen erstmals militärisch als
Zielhilfen eingesetzt. Damit etablierte sich der
Begriff auch im militärischen Kontext.
[Drohnen sprayen giftige
Pestizide an steilen Lagen]
Drohnen in der Landwirtschaft
Heute finden Drohnen sogar in der Landwirtschaft
ihren Nutzen, wie ein Bericht der «NZZ» zeigt.
So zum Beispiel bei Adrian Hohl und Martin
Germann von der Agrargenossenschaft Landi
Weiland. An manche Weinstöcke in steilen Lagen
kommen Weinbauern nur mit grosser Mühe heran.
Vor sechs Jahren schafften sie Abhilfe, indem
sie diese Lagen mit kleinen Drohnen besprühten.
Technologisierung in der Landwirtschaft: ein
Segen?
Urs Niggli, Leiter des Instituts für
Agrarökologie in Aarau, sagt zur Zeitung: «Die
digitalen Technologien haben sich viel schneller
durchgesetzt, als ich erwartet hätte.»
[Drohnen überwachen Herden im
steilen Gelände]
Automatisierte Steuerung und digitale
Landwirtschaft
Nicht nur manuell, sondern auch vollautomatisch
können Drohnen inzwischen Felder abfliegen und
besprühen. Die Nachrichtenagentur SDA berichtete
bereits im Juli 2024, wie die unbemannten
Luftfahrzeuge Herden im steilen Gelände
überwachen.
[Industrielle Bauernbetriebe:
Eine "Future Farm" und "Smart Farming":
automatische Fotos, KI erkennt
Schädlingsbefall - KI erkennt die besten Tiere
zum Verkuppeln]
In Tänikon TG betreibt die landwirtschaftliche
Forschungsanstalt des Bundes, Agroscope, eine «Future
Farm». Gleich daneben hat die
Ostschweizer Fachhochschule (OST) ein Institut
für «Smart Farming» und andere
intelligente [und ausspionierbare und hackbare]
Systeme eröffnet. An der Eröffnung der OST
zeigte sich, so die «NZZ», wie weit die
Technologie bereits ist. Mittels
Satellitenbildern wird die Bodenbeschaffenheit
vermessen, und Künstliche Intelligenz (KI)
hilft, Schädlingsbefall zu erkennen.
Tinder für Kühe
Algorithmen berechnen sogar, welches Zuchttier
genetisch am besten zu einer Kuh passt. Doch
Drohnen sind nur ein Puzzlestück. Gigantische
Datenmengen werden von neuronalen Netzwerken
verarbeitet, um den Bauern zu unterstützen.
[Industrielle Bauernbetriebe:
KI überwacht Felder und Plantagen - Roboter
und Drohnen bringen auf KI-Befehl Wasser,
Dünger oder Pestizide - die Bauern verweigern
das teilweise]
Feld wird bewässert
So zeichnete die Universität Zürich in einer
Medienmitteilung bereits im Oktober ein
Szenario, das an Science-Fiction erinnert:
Intelligente Systeme überwachen den Zustand von
Kartoffelfeldern oder Apfelplantagen. Zufuhr von
Wasser, Dünger und sogar
Schädlingsbekämpfungsmitteln – alles
vollautomatisch!
Zwischen Effizienz und Kontrollverlust
Weniger Arbeit, gleiche oder sogar bessere
Erträge: Jubeln die Bauern? Mitnichten. Laut
Niggli empfinden viele Bauern die neuen
Technologien als «Kontrollverlust», da sie
Verantwortung an Maschinen abgeben müssen.
[Fall Melkroboter - in rund 14% der Zürcher
Milchbetriebe vorhanden]
Wenn ein Bauer sich verletzt, kann er seine
Wunde verpflegen oder einen Kollegen um Hilfe
bitten. Fällt jedoch ein Melkroboter aus, muss
ein Experte hinzugezogen werden. Selber
reparieren? Kaum möglich. Nicht nur das ist ein
Problem: Im August wurde der Melkroboter eines
Zuger Milchbauers Opfer eines Cyberangriffs! Die
Hacker fordern Lösegeld – eine Kuh stirbt.
Dennoch setzt rund jeder siebte Zürcher
Milchviehbetrieb bereits auf Melkroboter und
andere Automatisierungen.
Was Drohnen betrifft, wollen die wenigsten
Bauern selbst Hand anlegen. Eine Lizenz ist
erforderlich und nicht einfach zu bekommen.
Deshalb greifen viele auf externe Dienstleister
zurück.
Schwindende Tradition
Hinzu komme, dass die Technologisierung vieler
Bauernhöfe im Konflikt zu traditionellen
Vorstellungen steht. Das klischeehafte Bild der
Heidi, die in den Alpen Kühe melkt, wirkt
nostalgisch. Trägt sie künftig aber eine
Virtual-Reality-Brille und einen Roboter-Arm?
Die kriminelle Industrie-Landwirtschaft will
einfach keine Permakultur lernen:
https://science.orf.at/stories/3231082/
Der
Verlust fruchtbarer Böden ist ein
uraltes Problem in Mitteleuropa, zeigt eine
aktuelle Studie. Schon vor knapp 4.000 Jahren
erodierte durch Ackerbau und Weidewirtschaft
in den Alpen mehr Boden, als sich natürlich
neu bilden konnte.
Online seit heute,
13.50 Uhr
Wo immer Menschen sesshaft wurden,
veränderten sie – bewusst oder unbewusst –
ihre Umwelt ziemlich massiv. So auch in den
europäischen Alpen, wie ein Team um den
Sedimentforscher und Geochemiker William Rapuc
aktuell im Fachjournal
„PNAS“ darlegt.
Um herauszufinden, welche Auswirkungen
früheste landwirtschaftliche Aktivitäten wie
Ackerbau und Weidewirtschaft im Verlauf der
vergangenen 9.500 Jahre auf die
Bodenbeschaffenheit im Alpenraum hatten,
entnahmen die Wissenschaftler Sediment aus dem
Lac du Bourget.
Der mit seinen knapp 45 Quadratkilometer
größte natürliche See innerhalb Frankreichs
wird sowohl von Flüssen aus dem Tiefland
gespeist als auch von Gletscherwasser aus dem
Massiv des Mont Blanc. Er sei deshalb „ein
ideales natürliches Labor“, so Rapuc.
„Ideales natürliches Labor“
„Sowohl die Geschichte der Landnutzung durch
den Menschen als auch regionale bioklimatische
Schwankungen (…) sind hier gut dokumentiert“,
schreiben die Studienautoren. Anhand der
Gesteinsablagerungen aus dem Lac du Bourget
ließen sich erste bäuerliche Einflüsse auf die
Alpenböden ebenso nachvollziehen wie der
Einfluss klimatischer Veränderungen.
Vor allem zwei darin natürlich vorkommende
Isotope (Li 6 und Li 7) des Leichtmetalls
Lithium interessierten die Forscher. Ihr
Gehalt kann sowohl über die Verwitterung von
Fels als auch über die Bodenbildung Aufschluss
geben – also über das Entstehen mehr oder
minder fruchtbarer Erde. „Unsere Ergebnisse
zeigen, dass Menschen durch Ackerbau und
Weidewirtschaft nicht nur die Bodenerosion
beschleunigt haben. Sie haben auch die Natur
und das Tempo der bodenbildenden Prozesse in
den Europäischen Alpen grundlegend verändert“,
so der Geowissenschaftler.
Drei Perioden der Erosion
Diese folgenschweren Eingriffe begannen vor
etwa 3.800 Jahren. Um Hirten das Wandern mit
ihren Tierherden im Gebirge zu erleichtern,
begannen Menschen vermutlich schon damals
hochliegende Wälder zu roden und almenartige
Landschaften anzulegen. Von diesem Zeitpunkt
an bis heute konnten die Forscher jedenfalls
drei jeweils Hunderte Jahre andauernde Phasen
bestimmen, in denen in Gebirgsregionen
deutlich mehr Boden abgetragen als neu
gebildet wurde.
Die erste kennzeichnet die Periode beginnend
vor 3.800 bis vor 3.000 Jahren. Die zweite
Phase machen Rapuc und seine Koautoren im
Zeitraum vor 2.800 bis 1.600 Jahren fest. Die
dritte begann zur Zeit der spätrömischen
Antike und dauert bis heute an. Diese Periode
ist gekennzeichnet durch immer effizientere
landwirtschaftliche Techniken wie etwa Pflüge,
die einst von Nutztieren und heutzutage von
Traktoren gezogen werden.
In diesen drei Perioden dünnten Menschen
landwirtschaftlich genützte Böden so stark
aus, dass ihr Zustand wieder jenem ihrer
Entstehung vor rund 10.000 Jahren entsprach –
also der ersten Periode nach dem sukzessiven
Rückzug der einst ausgedehnten Vergletscherung
in den Alpen. „Der Beginn der
landwirtschaftlichen Aktivitäten störte das
Gleichgewicht zwischen Bodenbildung und
Erosion, was zu Erosionsraten führte, die
drei- bis zehnmal Mal schneller waren als die
Bodenproduktion seit dem Ende der Eiszeit“,
schreibt Rapuc.
Jahrtausende altes globales Problem
Um mehr über die Pflanzen- und
Tiergemeinschaften und somit das ökologische
Gefüge während dieser drei Erosionsperioden zu
erfahren, analysierten die Forscher auch die
in den Sedimenten enthaltene DNA. Schließlich
verglichen sie sämtliche gewonnene Daten mit
Ergebnissen aus anderen Regionen der Welt und
stellten fest, dass durch Menschen
beschleunigte Bodenerosion nicht überall zur
selben Zeit begann, aber dennoch ein viele
Jahrtausende altes globales Phänomen
darstellt.
Schon in einer früheren Studie
zur von Menschen verursachten Bodenerosion
seit der Bronzezeit kamen Rapuc und sein Team
zu ähnlichen Befunden. Angesichts der
vielfältigen Auswirkungen der weltweit
fortschreitenden und immer stärkeren
Ausbeutung von Böden durch landwirtschaftliche
Produktion, fordern die Autoren deshalb global
mehr in Bodenschutzmaßnahmen zu investieren.
Denn zunehmende Erosion gefährde die weltweite
Nahrungsmittelsicherheit. Zudem schrumpft die
Artenvielfalt in und auf ausgelaugten Böden.
Und auch der Wasserkreislauf und die Fähigkeit
von Böden, Kohlenstoff zu speichern, sind
massiv beeinträchtigt, wenn die
Bodenneubildung nicht mehr hinterherkommt.
https://ooe.orf.at/stories/3317181/
Alarm bei den Biohopfenbauern: Engerlinge, die bis
zu drei Jahre lang im Boden bleiben, zerstören die
Pflanzen im biologischen Anbau. Im Bezirk Rohrbach
etwa haben die Schädlinge ein Drittel einer
Anbaufläche befallen. Für die Landwirtschaft
werden die Schädlinge langfristig zur Katastrophe.
Mit rund 160 Hektar Hopfen sind Oberösterreichs
Hopfenbäuerinnen und Hopfenbauern Österreichs
Hauptlieferanten des sogenannten „grünen Goldes“.
Doch Hopfenbauer Nikolaus Starlinger aus Haslach
an der Mühl muss derzeit zusehen, wie eine
Hopfenpflanze nach der anderen abstirbt. Denn die
kleinen, unterirdischen Schädlinge – die
Engerlinge von Mai- und Junikäfern – beißen die
Wurzeln der Pflanzen ab. „Für mich ist das eine
Katastrophe, weil der Hopfen unsere
Haupteinnahmequelle ist“, sagt Starlinger.
Setzt der Hopfenbauer nun wieder Jungpflanzen, so
bringen sie erst in drei Jahren einen Vollertrag.
„Wer weiß, ob dann nicht die Engerlinge
zurückkommen“, sagt der Hopfenbauer.
„Katastrophe für die Landwirtschaft“
Ein Ende der Engerlinge scheint jedoch nicht in
Sicht, sagt Wolfgang Winkler, Landwirt aus
Herzogsdorf. „Wir haben derzeit in Oberösterreich
Gebiete, wo nur Maikäfer beheimatet sind – sie
haben einen Entwicklungszyklus von drei Jahren.
Und dann gibt es Gebiete, in denen der Junikäfer
zuhause ist. Diese Käfer haben einen
Entwicklungszyklus von zwei Jahren.“
In vielen Gebieten stoßen diese beiden Arten
bereits aufeinander, sagt Winkler. Die Folge:
„Jedes Jahr schwerste Schäden. Das wird für die
Landwirtschaft eine Katastrophe werden.“
Bio vor allem betroffen
Wer nicht auf Bio setzt, ist in diesem Fall klar
im Vorteil. Und auch die Bioproduktion ist deshalb
nicht in Gefahr. Nikolaus Starlinger bleibt jedoch
bei seiner Einstellung: „Viele fragen mich: Warum
steigst du nicht um auf konventionell. Aber ich
will meinen Kindern einmal den Hof sauber
übergeben können.“ Während daher konventionelle
Betriebe weiterhin Schädlingsbekämpfungsmittel
einsetzen, kommen bei Starlinger die Hühner zum
Einsatz.
red, ooe.ORF.at
https://www.nau.ch/news/schweiz/toggenburg-milch-in-den-bach-gelaufen-bauer-muss-blechen-67029919
Dennis Kittler - Toggenburg - Weil ihm beim
Melken etwa 120 Liter Milch in einen Bach
liefen, wurde ein Bauer gebüsst. Fische hätten
verenden können, so der Vorwurf.
Ein Toggenburger Bauer hat
versehentlich Milch in einen Bach geleitet.
Das ist verboten, weil Milch
dem Wasser Sauerstoff entzieht und Fische sterben
können.
Der Bauer muss nun 500 Franken
Busse zahlen und bekam eine bedingte Geldstrafe.
Etwa 120 Liter Milch kommen einen Toggenburger
Bauern teuer zu stehen. Sie liefen im April
versehentlich in den Mühlrütibach – doch das ist
verboten.
Per Strafbefehl wurde der Bauer zu einer Busse von
500 Franken verurteilt, berichtet das «St. Galler
Tagblatt». Eine Geldstrafe von 2400 Franken müsste
er zahlen, falls er innerhalb von zwei Jahren
erneut straffällig wird.
Der Bauer habe gegen seine Sorgfaltspflicht
verstossen, hielt ihm der Staatsanwalt vor. Denn
er hätte besser sicherstellen müssen, dass keine
Milch austritt.
Milch im Bach kann Fische töten
Was genau war passiert? Der Bauer hatte den
Absperrhahn des Milchanhängers nicht richtig
verschlossen. Deshalb floss Milch heraus und
gelangte über einen Schacht in einen nahen Bach.
Milch darf nicht in Oberflächengewässer geleitet
werden. Die Gefahr: Fische könnten ersticken, da
Milch in hoher Konzentration den Sauerstoff im
Wasser aufbraucht.
Laut «Tagblatt» konnte das aber im vorliegenden
Fall verhindert werden. Die Zeitung beruft sich
dabei auf Antonella Armirotti vom zuständigen Bau-
und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen.
Die Feuerwehr griff rechtzeitig ein und staute den
Bach kurzzeitig, um das verschmutzte Wasser
abzusaugen.
Auch wurde frisches Wasser in den Bach
eingeleitet, um die Milch zu verdünnen.
Grossverteiler im Kanton Luzern
(Schweiz) 3.10.2025: schickt Obstbäuerin in den
Bankrott
https://t.me/standpunktgequake/209835
Eine Obstbäuerin muss 650 Apfelbäume entsorgen.
Der Grossverteiler hat kein Interesse mehr…😡
Totalverlust 😡
Sie verschenkt diese Bäumchen (4jährig) sobald die
Blätter gefallen sind.
Ca. 250 Bäumchen sind schon reserviert.
Wer Interesse hat, kann sich direkt bei Johanna
Blum, Obstbau Blum Willihof ( LU) melden. +41 76
325 33 36
Golaten (Kanton Bern, Schweiz) am
4.10.2025: Wegen 3mm Löchern in Kartoffeln kann
man sie nicht an die Grossverteiler verkaufen -
Drahtwurm:
Bauer Jan (32): «Darf 32 Tonnen essbare
Kartoffeln nicht verkaufen»
https://www.20min.ch/story/bauer-jan-32-darf-32-tonnen-essbare-kartoffeln-nicht-verkaufen-103427635
Thomas Sennhauser - Der Berner Bauer Jan Ryser
bleibt auf 32 Tonnen Kartoffeln sitzen, obwohl
sie essbar wären. Grossabnehmer verweigern die
Annahme wegen kleinster Schönheitsfehler. Nun
verkauft er sie direkt ab Hof.
Ein Berner Landwirt kann 32
Tonnen Kartoffeln nicht verkaufen.
Grossabnehmer lehnen die Ware
wegen kleiner Schönheitsfehler ab.
Ryser verkauft sie nun direkt
ab Hof, um Foodwaste zu verhindern.
Dieses Jahr meinte es das Wetter eigentlich gut
mit ihm. Die Felder von Jan Ryser (32) in Golaten
BE warfen eine reiche Kartoffelernte ab – doch der
Landwirt kann sich darüber kaum freuen. «Ich
bleibe auf 32 Tonnen sitzen», sagt er. «Obwohl 88
Prozent meiner Charge einwandfrei sind, durfte ich
sie nicht an meinen Abnehmer verkaufen.»
Abnehmer verweigern Annahme wegen kleinster
Mängel
Laut dem Berner Bauer zeigen sich die
Grossabnehmer dieses Jahr besonders unnachgiebig.
«Wenn mehr als sieben Prozent der angelieferten
Menge Drahtwürmer hat und als mangelhaft gilt,
können sie die Annahme verweigern. Dieses Jahr
wurde das rigoros umgesetzt.» Dabei gehe es oft um
winzige Schönheitsfehler. «Ein Drahtwurmloch von 3
Millimeter Tiefe reicht, um die Kartoffel als
mangelhaft zu bewerten – obwohl sie abrüstbar und
völlig geniessbar wäre», sagt Ryser. «Es ist
skandalös und himmeltraurig, dass eine so grosse
Menge an Lebensmitteln wegen solch winzigen
Mängeln verschwendet wird.»
In Jahren mit schwächeren Ernten hätten die
Abnehmer bisher kulant reagiert: «Doch weil der
Markt dieses Jahr gesättigt ist, wird alles, was
nicht perfekt aussieht, zurückgewiesen.»
Hohe Kosten, tiefer Erlös
Für die 32 Tonnen Kartoffeln hat Ryser rund 9000
Franken Produktionskosten aufgewendet – Maschinen,
Saatgut, Pflege und Ernte, Arbeitsstunden nicht
eingerechnet. «Wenn ich sie an eine Biogasanlage
abgebe, bekomme ich etwa 4500 Franken. Hätte ich
sie an einen Grossabnehmer verkaufen können, wären
es rund 15'000 Franken gewesen», sagt er.
Versuch, direkt zu verkaufen
Um die Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen,
verkauft Ryser seine Kartoffeln nun seit einer
Woche selbst – zehn Kilo für zehn Franken, direkt
ab Hof. Er bietet sie über die Facebook-Gruppe
«Rettet die Ernte vor dem Müll» an. «Die
Reaktionen waren sehr positiv, viele haben mir Mut
zugesprochen», erzählt er. Verkauft habe er aber
bisher erst 100 Kilo: «Für viele ist es halt
bequemer, beim Coop oder der Migros einzukaufen.»
«Bauern haben die grösste Verantwortung – aber die
kleinste Macht»
Ryser kritisiert, dass die Bauern immer weniger
mitreden können. «Die Qualitätsvorschriften werden
strenger, während uns gleichzeitig die Mittel
fehlen, Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen»
Die Verbände stünden zu wenig hinter den
Urproduzenten: «Wenn sich nichts ändert, wird
zukünftig bald niemand mehr von uns Jungbauern
mehr Lust haben, Kartoffeln oder generell
Lebensmittel anzubauen.»
Er fühlt sich als Produzent am schwächsten Glied
der Kette: «Wir tragen die Verantwortung von der
Knolle bis zum fertigen Produkt im Laden – aber
wir haben nichts zu sagen. Es heisst einfach
immer: Entweder du lieferst zu diesen Konditionen
– oder gar nicht.» Der Jungbauer ist froh, dass er
immerhin den Rest seiner insgesamt 150 Tonnen
geernteten Kartoffeln an Grossabnehmer verkaufen
konnte.
27.10.2025:
USA: Landwirte erleben schlimmsten
wirtschaftlichen Abschwung seit 50
Jahren
Riesige Monopole pressen die Landwirte
aus, die Insolvenzen steigen. Ein
«generationsübergreifender
Zusammenbruch» wird befürchtet.
https://transition-news.org/usa-landwirte-erleben-schlimmsten-wirtschaftlichen-abschwung-seit-50-jahren
Aldi+Lidl mit Rassismus gegen deutsche Bauern am 4.11.2025:
Es wird behauptet: Aldi und Lidl kaufen keine deutschen Kartoffeln mehr - Bauern werden sie nicht los und müssen sie vergraben
Video 1min.: https://www.youtube.com/shorts/bCCXpCpIPsc
https://orf.at/stories/3412476/
Steigende Lebensmittelpreise sind ein
großes Thema in Österreich. Heimische
Bäuerinnen und Bauern profitieren davon
aber kaum. Denn von 100 Euro, die in
Österreich für Essen und Trinken
ausgegeben werden, landen nur vier Euro in
der heimischen Landwirtschaft, hat das
WIFO errechnet.
„Der Anteil der bäuerlichen Produktion am
Endpreis ist gering – und nimmt weiter ab“,
sagte WIFO-Experte Franz Sinabell gestern
gegenüber den „Salzburger Nachrichten“
(„SN“). Und: „Die Preise für die
Landwirtschaft werden am Weltmarkt und nicht
in Österreich bestimmt.“
Von 100 Euro an Lebensmittelausgaben gehen
in Österreich etwa fünf Euro in die
Verarbeitung. In den Groß- und Einzelhandel
fließen 14 Euro, in die Gastronomie 13 und
in die Hotellerie vier Euro. Neun von 100
Euro kommen als Steuern dem Staat zugute.
„SN“: Handel profitiert zweites Mal
Weniger offensichtlich gehen fünf Euro in
die Immobilienwirtschaft, Finanz- und
Versicherungsdienstleistungen, der Rest
umfasst auch Marken oder Patente. Hier würde
oft der Handel ein zweites Mal, etwa über
Eigenmarken oder Immobiliengeschäfte,
profitieren, schreiben die „SN“.
„In der Landwirtschaft kann man gerade so
viel verdienen, dass man über die Runden
kommt, und an der Landwirtschaft kann man
gut verdienen“, sagt WIFO-Experte Sinabell
in den „SN“. Als Lösung empfiehlt er vor
allem mehr Transparenz entlang der gesamten
Wertschöpfungskette – von der Produktion bis
zum Regal.
Kanton Schwyz (Schweiz) mit
Moor-Schutzgebiet am 19.12.2025:
Wiese zu früh gemäht - Bauer muss 3900 Franken
zahlen
https://www.blick.ch/schweiz/zentralschweiz/zug/absurd-oder-gerechte-strafe-wiese-zu-frueh-gemaeht-bauer-muss-3900-franken-zahlen-id21527623.html
Ein Bauer aus dem Kanton Zug hat in einem
geschützten Flachmoor zum falschen Zeitpunkt das
Gras geschnitten und Gülle verteilt. Jetzt muss er
3900 Franken zahlen. Ähnliche Fälle zeigen: Mit
dem Naturschutz ist in der Schweiz nicht zu
spassen.
Georg Nopper - Redaktor News
Das Zigerhüttli ist ein Naturschutzgebiet
oberhalb von Oberägeri ZG. Es handelt sich um
ein Flachmoor. In solchen Zonen gelten strenge
kantonale Vorschriften für die Landwirtschaft.
Unter anderem dürfen Wiesen in speziellen
Schutzbereichen erst ab dem 1. Oktober
geschnitten werden. Zudem gilt dort ein
Gülle-Verbot, um das ökologische Gleichgewicht
nicht zu stören.
Wie «Zentralplus»
berichtet, verstiess ein Bauer gegen beide
Vorschriften: Er mähte in dem Naturschutzgebiet
eine Fläche von 4400 Quadratmetern zu früh und
verteilte Gülle in dem streng regulierten
Bereich. Nun hat die Staatsanwaltschaft den Mann
per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 70 mal
50 Franken – total 3500 Franken – verurteilt.
Zudem muss er die Verfahrenskosten von 400
Franken zahlen. Er habe das Biotop «schwer»
beschädigt, so die Argumentation der
Staatsanwaltschaft.
Strafbefehle im Sinne des Naturschutzes sind in
der Schweiz keine Seltenheit und haben für die
Beschuldigten mitunter schmerzhafte finanzielle
Folgen. Blick listet die kuriosesten Fälle auf.
Schiefgelaufenes Transportmanöver in
Ebnat-Kappel SG
Im vergangenen Mai kassierte
ein Bauer aus Ebnat-Kappel SG wegen eines
leichtsinnigen Versehens eine saftige
Geldstrafe: Der Mann hatte 700 Liter
Diesel bestellt. Als der Treibstoff geliefert
wurde, kam der Tanklastwagen nicht unter einer
Unterführung durch. Der Bauer liess sich deshalb
zu einem abenteuerlichen Transportmanöver mit
seinem Traktor hinreissen, wobei rund 500 Liter
Diesel in die Thur kippten.
Dem Bauern wurde in der Folge per Strafbefehl eine
Geldstrafe von 2100 Franken sowie eine Busse und
Gebühren von 1350 Franken aufgebrummt. Begründung
der St. Galler Staatsanwaltschaft: Er habe
mehrfach gegen die Beförderung gefährlicher Güter
verstossen.