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Industrielle Landwirtschaft 01
Wie die hohen Kredite für Landwirtschaftsmaschinen die Bauern im Bann der Landschaftszerstörung halten
Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Industrie-Landwirtschaft wird digital am 30.10.2024: Ohne Strom und Elektronik läuft nix mehr:

Anmeldungen gestartet: Digitale Landwirtschaft: Neuer Masterstudiengang an der unibz
https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/digitale-landwirtschaft-neuer-masterstudiengang-an-der-unibz

Von: mk

Bozen – Die Anmeldungen für den neuen einjährigen Master der Grundstufe in Technologien der digitalen Landwirtschaft, ein hochspezialisiertes Ausbildungsprogramm, haben begonnen. „Auch die Landwirtschaft steht vor den Herausforderungen der digitalen Innovation. Mit diesem Studiengang möchten wir lokale Unternehmen und Fachkräfte darin unterstützen, auf dem neuesten Stand zu bleiben und die Vorteile neuer Technologien optimal zu nutzen“, so Studiengangsleiter Prof. Andreas Gronauer. Der Master wird über das NextGenerationEU-Programm finanziert.

Der rasche technologische Wandel betrifft sämtliche Bereiche. Auch in der landwirtschaftlichen Produktion und Technik sind Themen wie digitale Innovation für ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz unumgänglich. Die unibz bekräftigt ihr Engagement zur Ausbildung von Fachkräften, die die Zukunft der Landwirtschaft durch Innovation und nachhaltige Strategien gestalten. Der über das NextGenerationEU-Programm finanzierte Masterstudiengang ist eine Spezialisierung für Studierende mit einem Hochschulabschluss. Es zielt darauf ab, Experten in den Bereichen Landmaschinen, Beratung und digitales Management in der Landwirtschaft auszubilden, um die Lücke zwischen technologischer Innovation und dem Bedarf an neuen Kompetenzen zu schließen. Der dreisprachige, interdisziplinäre Studiengang mit starkem Praxisbezug bietet eine fundierte technische und wissenschaftliche Basis mit Fokus auf Präzisionssysteme und digitale Technologien in der Pflanzenproduktion und Tierhaltung, mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit und die spezifischen Anforderungen der Berggebiete.

„Das Masterstudium ergänzt die Grundausbildung und konzentriert sich dabei auf die Herausforderungen der digitalen Landwirtschaft. Zu den Ausbildungszielen gehören Schlüsselbereiche wie Präzisionslandwirtschaft, intelligentes Management von Pflanzenschutzbehandlungen im Pflanzenbau, digitale Technologien in der Landwirtschaft und nachhaltige Praktiken“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Andreas Gronauer. „Weitere Themen sind Sensortechnologie, Positionierungssysteme und die Bewertung von intelligenten Landwirtschaftsmethoden. Auch landwirtschaftliche Rechtsvorschriften und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken werden behandelt, wobei der Schwerpunkt auf Prävention und Effizienz liegt.“ Der Master der Grundstufe in Technologien der digitalen Landwirtschaft ist in fünf Hauptmodule gegliedert und umfasst Vorlesungen, praxisorientierte Laboreinheiten, Exkursionen und die Ausarbeitung einer Abschlussarbeit. Das Studienprogramm ist so organisiert, dass es berufsbegleitend absolviert werden kann. Die Lehrveranstaltungen finden an zwei Wochenenden im Monat statt, jeweils am Freitagnachmittag und am Samstag.

Mögliche Berufsfelder

Der Master zielt darauf ab, neue Fachkräfte mit interdisziplinären Kompetenzen auszubilden, die in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden können. Dazu gehören auch freiberufliche Tätigkeiten als technisch-wissenschaftliche Berater für Berufsgruppen wie Land- und Forstwirte, Geologen, Landschaftsarchitekte und Ingenieure. Darüber hinaus ermöglicht der Studiengang eine Anstellung in lokalen Institutionen und Behörden wie Gemeinden, Provinzen und Regionen sowie Firmen in der Landwirtschaft und den vor- und nachgelagerten Wirtschaftssektoren. Die Absolventen können dort ihre Expertise einbringen, insbesondere in den technischen Strukturen nationaler Behörden und öffentlicher Einrichtungen, die für agrarwirtschaftliche Entwicklungsmaßnahmen zuständig sind sowie in den Büros der Europäischen Union und internationaler Organisationen, wo sie in der technisch-administrativen Unterstützung sowie in der Beratung und Planung von agrarwirtschaftlichen Entwicklungsstrategien tätig sein können.

Förderungen und Stipendien

Dank der Finanzierung durch das EDIH NOI können die Studiengebühren für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Um diese Unterstützung zu beantragen, muss bei der Bewerbung eine vom Unternehmen unterzeichnete Absichtserklärung (Letter of Intent – LOI) vorgelegt werden.

Online-Informationsveranstaltung

Am Mittwoch, den 6. November um 17.00 Uhr bietet die Studienberatung der unibz eine Online-Informationsveranstaltung an, in der der Studiengang vorgestellt wird und Studieninteressierte Fragen stellen können. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter folgendem Link erforderlich: https://bit.ly/SmartFarmingTechnologies_Infosession_1

Weitere Informationen sind auf der Webseite des Masters verfügbar: https://www.unibz.it/de/faculties/agricultural-environmental-food-sciences/master-smart-farming-technologies/



Schweiz am 3.1.2025: Industriellen Landwirtschaft mit Drohnen und Robotern - vollautomatische Felder - Melkroboter - Pestizid-Drohnen etc. - und alles kann man hacken:
Schweizer Bauern setzen jetzt auf Drohnen und Roboter
https://www.nau.ch/news/schweiz/schweizer-bauern-setzen-jetzt-auf-drohnen-und-roboter-66888162

Fototext: Drohnen+Roboter kann man hacken:
Kuh Cyberangriff melkroboter
: Bei einem Zuger Bauer kam es zu einem Cyber-Angriff auf seinen Melkroboter. - keystone

Alexander König - Münchwilen

Das Wichtigste in Kürze

    Die Technologisierung macht auch in der Schweizer Landwirtschaft nicht Halt.
    Immer mehr Bauern nutzen Melkroboter und Drohnen.
    Manche Schweizer Bauern bangen jedoch um traditionelle Werte.

Drohnen gibt es schon lange. Als Spielzeug, im Krieg, und jetzt sogar in der Landwirtschaft. Aber von Anfang an: Der erste dokumentierte Einsatz einer Drohne – damals ein Ballon – fand 1849 statt. Damals regte der österreichische Militär-Experte und Erfinder Franz Uchatius an, Bomben über Venedig abzuwerfen. Per Definition sind Drohnen nämlich nichts anderes als unbemannte Luftfahrzeuge.

Fakt ist: Die erste als «Spielzeugdrohne» bezeichnete Erfindung stammt aus dem Jahr 1920 und wurde von Etienne Omnichen entwickelt. 1936 wurden Drohnen erstmals militärisch als Zielhilfen eingesetzt. Damit etablierte sich der Begriff auch im militärischen Kontext.

[Drohnen sprayen giftige Pestizide an steilen Lagen]

Drohnen in der Landwirtschaft
Heute finden Drohnen sogar in der Landwirtschaft ihren Nutzen, wie ein Bericht der «NZZ» zeigt. So zum Beispiel bei Adrian Hohl und Martin Germann von der Agrargenossenschaft Landi Weiland. An manche Weinstöcke in steilen Lagen kommen Weinbauern nur mit grosser Mühe heran. Vor sechs Jahren schafften sie Abhilfe, indem sie diese Lagen mit kleinen Drohnen besprühten.

Technologisierung in der Landwirtschaft: ein Segen?
Urs Niggli, Leiter des Instituts für Agrarökologie in Aarau, sagt zur Zeitung: «Die digitalen Technologien haben sich viel schneller durchgesetzt, als ich erwartet hätte.»

[Drohnen überwachen Herden im steilen Gelände]

Automatisierte Steuerung und digitale Landwirtschaft
Nicht nur manuell, sondern auch vollautomatisch können Drohnen inzwischen Felder abfliegen und besprühen. Die Nachrichtenagentur SDA berichtete bereits im Juli 2024, wie die unbemannten Luftfahrzeuge Herden im steilen Gelände überwachen.

[Industrielle Bauernbetriebe: Eine "Future Farm" und "Smart Farming": automatische Fotos, KI erkennt Schädlingsbefall - KI erkennt die besten Tiere zum Verkuppeln]

In Tänikon TG betreibt die landwirtschaftliche Forschungsanstalt des Bundes, Agroscope, eine «Future Farm». Gleich daneben hat die Ostschweizer Fachhochschule (OST) ein Institut für «Smart Farming» und andere intelligente [und ausspionierbare und hackbare] Systeme eröffnet. An der Eröffnung der OST zeigte sich, so die «NZZ», wie weit die Technologie bereits ist. Mittels Satellitenbildern wird die Bodenbeschaffenheit vermessen, und Künstliche Intelligenz (KI) hilft, Schädlingsbefall zu erkennen.

Tinder für Kühe
Algorithmen berechnen sogar, welches Zuchttier genetisch am besten zu einer Kuh passt. Doch Drohnen sind nur ein Puzzlestück. Gigantische Datenmengen werden von neuronalen Netzwerken verarbeitet, um den Bauern zu unterstützen.

[Industrielle Bauernbetriebe: KI überwacht Felder und Plantagen - Roboter und Drohnen bringen auf KI-Befehl Wasser, Dünger oder Pestizide - die Bauern verweigern das teilweise]

Feld wird bewässert
So zeichnete die Universität Zürich in einer Medienmitteilung bereits im Oktober ein Szenario, das an Science-Fiction erinnert: Intelligente Systeme überwachen den Zustand von Kartoffelfeldern oder Apfelplantagen. Zufuhr von Wasser, Dünger und sogar Schädlingsbekämpfungsmitteln – alles vollautomatisch!

Zwischen Effizienz und Kontrollverlust
Weniger Arbeit, gleiche oder sogar bessere Erträge: Jubeln die Bauern? Mitnichten. Laut Niggli empfinden viele Bauern die neuen Technologien als «Kontrollverlust», da sie Verantwortung an Maschinen abgeben müssen.

[Fall Melkroboter - in rund 14% der Zürcher Milchbetriebe vorhanden]

Wenn ein Bauer sich verletzt, kann er seine Wunde verpflegen oder einen Kollegen um Hilfe bitten. Fällt jedoch ein Melkroboter aus, muss ein Experte hinzugezogen werden. Selber reparieren? Kaum möglich. Nicht nur das ist ein Problem: Im August wurde der Melkroboter eines Zuger Milchbauers Opfer eines Cyberangriffs! Die Hacker fordern Lösegeld – eine Kuh stirbt. Dennoch setzt rund jeder siebte Zürcher Milchviehbetrieb bereits auf Melkroboter und andere Automatisierungen.

Was Drohnen betrifft, wollen die wenigsten Bauern selbst Hand anlegen. Eine Lizenz ist erforderlich und nicht einfach zu bekommen. Deshalb greifen viele auf externe Dienstleister zurück.

Schwindende Tradition
Hinzu komme, dass die Technologisierung vieler Bauernhöfe im Konflikt zu traditionellen Vorstellungen steht. Das klischeehafte Bild der Heidi, die in den Alpen Kühe melkt, wirkt nostalgisch. Trägt sie künftig aber eine Virtual-Reality-Brille und einen Roboter-Arm?




Die kriminelle Industrie-Landwirtschaft will einfach keine Permakultur lernen:

Industriell-kapitalistische Landwirtschaft in Österreich am 15.7.2025: Landwirtschaft beschleunigt Bodenerosion

https://science.orf.at/stories/3231082/

Der Verlust fruchtbarer Böden ist ein uraltes Problem in Mitteleuropa, zeigt eine aktuelle Studie. Schon vor knapp 4.000 Jahren erodierte durch Ackerbau und Weidewirtschaft in den Alpen mehr Boden, als sich natürlich neu bilden konnte.

Wo immer Menschen sesshaft wurden, veränderten sie – bewusst oder unbewusst – ihre Umwelt ziemlich massiv. So auch in den europäischen Alpen, wie ein Team um den Sedimentforscher und Geochemiker William Rapuc aktuell im Fachjournal „PNAS“ darlegt.

Um herauszufinden, welche Auswirkungen früheste landwirtschaftliche Aktivitäten wie Ackerbau und Weidewirtschaft im Verlauf der vergangenen 9.500 Jahre auf die Bodenbeschaffenheit im Alpenraum hatten, entnahmen die Wissenschaftler Sediment aus dem Lac du Bourget. Der mit seinen knapp 45 Quadratkilometer größte natürliche See innerhalb Frankreichs wird sowohl von Flüssen aus dem Tiefland gespeist als auch von Gletscherwasser aus dem Massiv des Mont Blanc. Er sei deshalb „ein ideales natürliches Labor“, so Rapuc.

„Ideales natürliches Labor“

„Sowohl die Geschichte der Landnutzung durch den Menschen als auch regionale bioklimatische Schwankungen (…) sind hier gut dokumentiert“, schreiben die Studienautoren. Anhand der Gesteinsablagerungen aus dem Lac du Bourget ließen sich erste bäuerliche Einflüsse auf die Alpenböden ebenso nachvollziehen wie der Einfluss klimatischer Veränderungen.

Vor allem zwei darin natürlich vorkommende Isotope (Li 6 und Li 7) des Leichtmetalls Lithium interessierten die Forscher. Ihr Gehalt kann sowohl über die Verwitterung von Fels als auch über die Bodenbildung Aufschluss geben – also über das Entstehen mehr oder minder fruchtbarer Erde. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen durch Ackerbau und Weidewirtschaft nicht nur die Bodenerosion beschleunigt haben. Sie haben auch die Natur und das Tempo der bodenbildenden Prozesse in den Europäischen Alpen grundlegend verändert“, so der Geowissenschaftler.

Drei Perioden der Erosion

Diese folgenschweren Eingriffe begannen vor etwa 3.800 Jahren. Um Hirten das Wandern mit ihren Tierherden im Gebirge zu erleichtern, begannen Menschen vermutlich schon damals hochliegende Wälder zu roden und almenartige Landschaften anzulegen. Von diesem Zeitpunkt an bis heute konnten die Forscher jedenfalls drei jeweils Hunderte Jahre andauernde Phasen bestimmen, in denen in Gebirgsregionen deutlich mehr Boden abgetragen als neu gebildet wurde.

Die erste kennzeichnet die Periode beginnend vor 3.800 bis vor 3.000 Jahren. Die zweite Phase machen Rapuc und seine Koautoren im Zeitraum vor 2.800 bis 1.600 Jahren fest. Die dritte begann zur Zeit der spätrömischen Antike und dauert bis heute an. Diese Periode ist gekennzeichnet durch immer effizientere landwirtschaftliche Techniken wie etwa Pflüge, die einst von Nutztieren und heutzutage von Traktoren gezogen werden.

In diesen drei Perioden dünnten Menschen landwirtschaftlich genützte Böden so stark aus, dass ihr Zustand wieder jenem ihrer Entstehung vor rund 10.000 Jahren entsprach – also der ersten Periode nach dem sukzessiven Rückzug der einst ausgedehnten Vergletscherung in den Alpen. „Der Beginn der landwirtschaftlichen Aktivitäten störte das Gleichgewicht zwischen Bodenbildung und Erosion, was zu Erosionsraten führte, die drei- bis zehnmal Mal schneller waren als die Bodenproduktion seit dem Ende der Eiszeit“, schreibt Rapuc.

Jahrtausende altes globales Problem

Um mehr über die Pflanzen- und Tiergemeinschaften und somit das ökologische Gefüge während dieser drei Erosionsperioden zu erfahren, analysierten die Forscher auch die in den Sedimenten enthaltene DNA. Schließlich verglichen sie sämtliche gewonnene Daten mit Ergebnissen aus anderen Regionen der Welt und stellten fest, dass durch Menschen beschleunigte Bodenerosion nicht überall zur selben Zeit begann, aber dennoch ein viele Jahrtausende altes globales Phänomen darstellt.

Schon in einer früheren Studie zur von Menschen verursachten Bodenerosion seit der Bronzezeit kamen Rapuc und sein Team zu ähnlichen Befunden. Angesichts der vielfältigen Auswirkungen der weltweit fortschreitenden und immer stärkeren Ausbeutung von Böden durch landwirtschaftliche Produktion, fordern die Autoren deshalb global mehr in Bodenschutzmaßnahmen zu investieren. Denn zunehmende Erosion gefährde die weltweite Nahrungsmittelsicherheit. Zudem schrumpft die Artenvielfalt in und auf ausgelaugten Böden. Und auch der Wasserkreislauf und die Fähigkeit von Böden, Kohlenstoff zu speichern, sind massiv beeinträchtigt, wenn die Bodenneubildung nicht mehr hinterherkommt.




Monokulturen in Ö am 10.8.2025: Engerlinge befallen 1/3 beim Hopfenanbau:
Hoher Schaden durch Engerlinge in der Landwirtschaft

https://ooe.orf.at/stories/3317181/

Alarm bei den Biohopfenbauern: Engerlinge, die bis zu drei Jahre lang im Boden bleiben, zerstören die Pflanzen im biologischen Anbau. Im Bezirk Rohrbach etwa haben die Schädlinge ein Drittel einer Anbaufläche befallen. Für die Landwirtschaft werden die Schädlinge langfristig zur Katastrophe.

Mit rund 160 Hektar Hopfen sind Oberösterreichs Hopfenbäuerinnen und Hopfenbauern Österreichs Hauptlieferanten des sogenannten „grünen Goldes“. Doch Hopfenbauer Nikolaus Starlinger aus Haslach an der Mühl muss derzeit zusehen, wie eine Hopfenpflanze nach der anderen abstirbt. Denn die kleinen, unterirdischen Schädlinge – die Engerlinge von Mai- und Junikäfern – beißen die Wurzeln der Pflanzen ab. „Für mich ist das eine Katastrophe, weil der Hopfen unsere Haupteinnahmequelle ist“, sagt Starlinger.

Setzt der Hopfenbauer nun wieder Jungpflanzen, so bringen sie erst in drei Jahren einen Vollertrag. „Wer weiß, ob dann nicht die Engerlinge zurückkommen“, sagt der Hopfenbauer.

„Katastrophe für die Landwirtschaft“

Ein Ende der Engerlinge scheint jedoch nicht in Sicht, sagt Wolfgang Winkler, Landwirt aus Herzogsdorf. „Wir haben derzeit in Oberösterreich Gebiete, wo nur Maikäfer beheimatet sind – sie haben einen Entwicklungszyklus von drei Jahren. Und dann gibt es Gebiete, in denen der Junikäfer zuhause ist. Diese Käfer haben einen Entwicklungszyklus von zwei Jahren.“

In vielen Gebieten stoßen diese beiden Arten bereits aufeinander, sagt Winkler. Die Folge: „Jedes Jahr schwerste Schäden. Das wird für die Landwirtschaft eine Katastrophe werden.“

Bio vor allem betroffen

Wer nicht auf Bio setzt, ist in diesem Fall klar im Vorteil. Und auch die Bioproduktion ist deshalb nicht in Gefahr. Nikolaus Starlinger bleibt jedoch bei seiner Einstellung: „Viele fragen mich: Warum steigst du nicht um auf konventionell. Aber ich will meinen Kindern einmal den Hof sauber übergeben können.“ Während daher konventionelle Betriebe weiterhin Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen, kommen bei Starlinger die Hühner zum Einsatz.

red, ooe.ORF.at




Toggenburg (Schweiz) am 13.8.2025: Milch in den Bach gelaufen – Bauer muss blechen

https://www.nau.ch/news/schweiz/toggenburg-milch-in-den-bach-gelaufen-bauer-muss-blechen-67029919

Dennis Kittler - Toggenburg - Weil ihm beim Melken etwa 120 Liter Milch in einen Bach liefen, wurde ein Bauer gebüsst. Fische hätten verenden können, so der Vorwurf.

    Ein Toggenburger Bauer hat versehentlich Milch in einen Bach geleitet.
    Das ist verboten, weil Milch dem Wasser Sauerstoff entzieht und Fische sterben können.
    Der Bauer muss nun 500 Franken Busse zahlen und bekam eine bedingte Geldstrafe.

Etwa 120 Liter Milch kommen einen Toggenburger Bauern teuer zu stehen. Sie liefen im April versehentlich in den Mühlrütibach – doch das ist verboten.
Per Strafbefehl wurde der Bauer zu einer Busse von 500 Franken verurteilt, berichtet das «St. Galler Tagblatt». Eine Geldstrafe von 2400 Franken müsste er zahlen, falls er innerhalb von zwei Jahren erneut straffällig wird.
Der Bauer habe gegen seine Sorgfaltspflicht verstossen, hielt ihm der Staatsanwalt vor. Denn er hätte besser sicherstellen müssen, dass keine Milch austritt.

Milch im Bach kann Fische töten
Was genau war passiert? Der Bauer hatte den Absperrhahn des Milchanhängers nicht richtig verschlossen. Deshalb floss Milch heraus und gelangte über einen Schacht in einen nahen Bach.
Milch darf nicht in Oberflächengewässer geleitet werden. Die Gefahr: Fische könnten ersticken, da Milch in hoher Konzentration den Sauerstoff im Wasser aufbraucht.
Laut «Tagblatt» konnte das aber im vorliegenden Fall verhindert werden. Die Zeitung beruft sich dabei auf Antonella Armirotti vom zuständigen Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen.
Die Feuerwehr griff rechtzeitig ein und staute den Bach kurzzeitig, um das verschmutzte Wasser abzusaugen.
Auch wurde frisches Wasser in den Bach eingeleitet, um die Milch zu verdünnen.




Grossverteiler im Kanton Luzern (Schweiz) 3.10.2025: schickt Obstbäuerin in den Bankrott
https://t.me/standpunktgequake/209835

Eine Obstbäuerin muss 650 Apfelbäume entsorgen. Der Grossverteiler hat kein Interesse mehr…😡 Totalverlust 😡
Sie verschenkt diese Bäumchen (4jährig) sobald die Blätter gefallen sind.
Ca. 250 Bäumchen sind schon reserviert.
Wer Interesse hat, kann sich direkt bei Johanna Blum, Obstbau Blum Willihof ( LU) melden. +41 76 325 33 36




Golaten (Kanton Bern, Schweiz) am 4.10.2025: Wegen 3mm Löchern in Kartoffeln kann man sie nicht an die Grossverteiler verkaufen - Drahtwurm:
Bauer Jan (32): «Darf 32 Tonnen essbare Kartoffeln nicht verkaufen»
https://www.20min.ch/story/bauer-jan-32-darf-32-tonnen-essbare-kartoffeln-nicht-verkaufen-103427635

Thomas Sennhauser - Der Berner Bauer Jan Ryser bleibt auf 32 Tonnen Kartoffeln sitzen, obwohl sie essbar wären. Grossabnehmer verweigern die Annahme wegen kleinster Schönheitsfehler. Nun verkauft er sie direkt ab Hof.

    Ein Berner Landwirt kann 32 Tonnen Kartoffeln nicht verkaufen.
    Grossabnehmer lehnen die Ware wegen kleiner Schönheitsfehler ab.
    Ryser verkauft sie nun direkt ab Hof, um Foodwaste zu verhindern.

Dieses Jahr meinte es das Wetter eigentlich gut mit ihm. Die Felder von Jan Ryser (32) in Golaten BE warfen eine reiche Kartoffelernte ab – doch der Landwirt kann sich darüber kaum freuen. «Ich bleibe auf 32 Tonnen sitzen», sagt er. «Obwohl 88 Prozent meiner Charge einwandfrei sind, durfte ich sie nicht an meinen Abnehmer verkaufen.»

Abnehmer verweigern Annahme wegen kleinster Mängel

Laut dem Berner Bauer zeigen sich die Grossabnehmer dieses Jahr besonders unnachgiebig. «Wenn mehr als sieben Prozent der angelieferten Menge Drahtwürmer hat und als mangelhaft gilt, können sie die Annahme verweigern. Dieses Jahr wurde das rigoros umgesetzt.» Dabei gehe es oft um winzige Schönheitsfehler. «Ein Drahtwurmloch von 3 Millimeter Tiefe reicht, um die Kartoffel als mangelhaft zu bewerten – obwohl sie abrüstbar und völlig geniessbar wäre», sagt Ryser. «Es ist skandalös und himmeltraurig, dass eine so grosse Menge an Lebensmitteln wegen solch winzigen Mängeln verschwendet wird.»

In Jahren mit schwächeren Ernten hätten die Abnehmer bisher kulant reagiert: «Doch weil der Markt dieses Jahr gesättigt ist, wird alles, was nicht perfekt aussieht, zurückgewiesen.»

Hohe Kosten, tiefer Erlös
Für die 32 Tonnen Kartoffeln hat Ryser rund 9000 Franken Produktionskosten aufgewendet – Maschinen, Saatgut, Pflege und Ernte, Arbeitsstunden nicht eingerechnet. «Wenn ich sie an eine Biogasanlage abgebe, bekomme ich etwa 4500 Franken. Hätte ich sie an einen Grossabnehmer verkaufen können, wären es rund 15'000 Franken gewesen», sagt er.

Versuch, direkt zu verkaufen

Um die Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen, verkauft Ryser seine Kartoffeln nun seit einer Woche selbst – zehn Kilo für zehn Franken, direkt ab Hof. Er bietet sie über die Facebook-Gruppe «Rettet die Ernte vor dem Müll» an. «Die Reaktionen waren sehr positiv, viele haben mir Mut zugesprochen», erzählt er. Verkauft habe er aber bisher erst 100 Kilo: «Für viele ist es halt bequemer, beim Coop oder der Migros einzukaufen.»

«Bauern haben die grösste Verantwortung – aber die kleinste Macht»

Ryser kritisiert, dass die Bauern immer weniger mitreden können. «Die Qualitätsvorschriften werden strenger, während uns gleichzeitig die Mittel fehlen, Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen» Die Verbände stünden zu wenig hinter den Urproduzenten: «Wenn sich nichts ändert, wird zukünftig bald niemand mehr von uns Jungbauern mehr Lust haben, Kartoffeln oder generell Lebensmittel anzubauen.»

Er fühlt sich als Produzent am schwächsten Glied der Kette: «Wir tragen die Verantwortung von der Knolle bis zum fertigen Produkt im Laden – aber wir haben nichts zu sagen. Es heisst einfach immer: Entweder du lieferst zu diesen Konditionen – oder gar nicht.» Der Jungbauer ist froh, dass er immerhin den Rest seiner insgesamt 150 Tonnen geernteten Kartoffeln an Grossabnehmer verkaufen konnte.



27.10.2025: USA: Landwirte erleben schlimmsten wirtschaftlichen Abschwung seit 50 Jahren

Riesige Monopole pressen die Landwirte aus, die Insolvenzen steigen. Ein «generationsübergreifender Zusammenbruch» wird befürchtet.

https://transition-news.org/usa-landwirte-erleben-schlimmsten-wirtschaftlichen-abschwung-seit-50-jahren




Aldi+Lidl mit Rassismus gegen deutsche Bauern am 4.11.2025:
Es wird behauptet: Aldi und Lidl kaufen keine deutschen Kartoffeln mehr - Bauern werden sie nicht los und müssen sie vergraben

Video 1min.: https://www.youtube.com/shorts/bCCXpCpIPsc




https://orf.at/stories/3412476/

Steigende Lebensmittelpreise sind ein großes Thema in Österreich. Heimische Bäuerinnen und Bauern profitieren davon aber kaum. Denn von 100 Euro, die in Österreich für Essen und Trinken ausgegeben werden, landen nur vier Euro in der heimischen Landwirtschaft, hat das WIFO errechnet.

„Der Anteil der bäuerlichen Produktion am Endpreis ist gering – und nimmt weiter ab“, sagte WIFO-Experte Franz Sinabell gestern gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ („SN“). Und: „Die Preise für die Landwirtschaft werden am Weltmarkt und nicht in Österreich bestimmt.“

Von 100 Euro an Lebensmittelausgaben gehen in Österreich etwa fünf Euro in die Verarbeitung. In den Groß- und Einzelhandel fließen 14 Euro, in die Gastronomie 13 und in die Hotellerie vier Euro. Neun von 100 Euro kommen als Steuern dem Staat zugute.

„SN“: Handel profitiert zweites Mal

Weniger offensichtlich gehen fünf Euro in die Immobilienwirtschaft, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, der Rest umfasst auch Marken oder Patente. Hier würde oft der Handel ein zweites Mal, etwa über Eigenmarken oder Immobiliengeschäfte, profitieren, schreiben die „SN“.

„In der Landwirtschaft kann man gerade so viel verdienen, dass man über die Runden kommt, und an der Landwirtschaft kann man gut verdienen“, sagt WIFO-Experte Sinabell in den „SN“. Als Lösung empfiehlt er vor allem mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktion bis zum Regal.




Kanton Schwyz (Schweiz) mit Moor-Schutzgebiet am 19.12.2025:
Wiese zu früh gemäht - Bauer muss 3900 Franken zahlen

https://www.blick.ch/schweiz/zentralschweiz/zug/absurd-oder-gerechte-strafe-wiese-zu-frueh-gemaeht-bauer-muss-3900-franken-zahlen-id21527623.html

Ein Bauer aus dem Kanton Zug hat in einem geschützten Flachmoor zum falschen Zeitpunkt das Gras geschnitten und Gülle verteilt. Jetzt muss er 3900 Franken zahlen. Ähnliche Fälle zeigen: Mit dem Naturschutz ist in der Schweiz nicht zu spassen.

Georg Nopper - Redaktor News

Das Zigerhüttli ist ein Naturschutzgebiet oberhalb von Oberägeri ZG. Es handelt sich um ein Flachmoor. In solchen Zonen gelten strenge kantonale Vorschriften für die Landwirtschaft. Unter anderem dürfen Wiesen in speziellen Schutzbereichen erst ab dem 1. Oktober geschnitten werden. Zudem gilt dort ein Gülle-Verbot, um das ökologische Gleichgewicht nicht zu stören.

Wie «Zentralplus» berichtet, verstiess ein Bauer gegen beide Vorschriften: Er mähte in dem Naturschutzgebiet eine Fläche von 4400 Quadratmetern zu früh und verteilte Gülle in dem streng regulierten Bereich. Nun hat die Staatsanwaltschaft den Mann per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 70 mal 50 Franken – total 3500 Franken – verurteilt. Zudem muss er die Verfahrenskosten von 400 Franken zahlen. Er habe das Biotop «schwer» beschädigt, so die Argumentation der Staatsanwaltschaft.

Strafbefehle im Sinne des Naturschutzes sind in der Schweiz keine Seltenheit und haben für die Beschuldigten mitunter schmerzhafte finanzielle Folgen. Blick listet die kuriosesten Fälle auf.

Schiefgelaufenes Transportmanöver in Ebnat-Kappel SG

Im vergangenen Mai kassierte ein Bauer aus Ebnat-Kappel SG wegen eines leichtsinnigen Versehens eine saftige Geldstrafe: Der Mann hatte 700 Liter Diesel bestellt. Als der Treibstoff geliefert wurde, kam der Tanklastwagen nicht unter einer Unterführung durch. Der Bauer liess sich deshalb zu einem abenteuerlichen Transportmanöver mit seinem Traktor hinreissen, wobei rund 500 Liter Diesel in die Thur kippten.

Dem Bauern wurde in der Folge per Strafbefehl eine Geldstrafe von 2100 Franken sowie eine Busse und Gebühren von 1350 Franken aufgebrummt. Begründung der St. Galler Staatsanwaltschaft: Er habe mehrfach gegen die Beförderung gefährlicher Güter verstossen.











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