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Velotour / Radwanderweg: "Sauerland-Radring"

Über die ehemalige Eisenbahntrasse führt heute ein Rad-Rundweg durch das Sauerland mit einem 689 Meter langen Tunnel

Berichte,

präsentiert von Michael Palomino

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7.8.2010: Velorundweg "Sauerland-Radring"

aus: n-tv online: Reise: Immer der Fledermaus nach: Der Sauerland-Radring; 7.8.2010; http://www.n-tv.de/reise/Der-Sauerland-Radring-article1215596.html

<Das Sauerland hat nicht nur Ski-, sondern auch Radfahrern einiges zu bieten. Der Sauerland-Radring folgt alten Bahntrassen. Markiert ist die ungewöhnliche Strecke mit einer Fledermaus.
  
Endlich wieder in der Sonne: Der Kückelheimer Tunnel ist ein Höhepunkt des "Sauerland-Radringes", allerdings feucht und dunkel.

Schummriges Licht strahlt von der Decke, feucht schimmern die Bruchsteine der Seitenwände. Hin und wieder platschen Wassertropfen in kleine Pfützen am Rand der Asphaltpiste. Kein Laut dringt durch die dämmrige Röhre: 689 Meter lang ist der Kückelheimer Tunnel, der Höhepunkt des "Sauerland-Radringes". Über 84 Kilometer führt die Fahrradpiste als Rundstrecke durchs Sauerland.

Auf stillgelegten Bahnstrecken

"Der Sauerland-Radring verläuft in Flusstälern und nutzt zu weiten Teilen die Trassen von stillgelegten Eisenbahnstrecken", erläutert Daniel Wegerich, Fahrradexperte beim regionalen Tourismusverband Sauerland-Tourismus. Durch zwei Landkreise - Olpe und Hochsauerlandkreis - und die vier Gemeinden Schmallenberg, Eslohe, Finnentrop und Lennestadt schlängelt sich der Rundkurs.

Einzelne Fahrradstrecken gab es schon lange. Doch erst durch den Sauerland-Radring wurden die Wege sinnvoll miteinander verbunden. Und es entstand der Rundkurs, der heute durchgehend glatt asphaltiert und etwa drei Meter breit ist. Alle Wegezeichen sind mit einem weißen Fahrradfahrer vor der roten Silhouette einer Fledermaus markiert. Die Anregung dazu bot der Kückelheimer Tunnel, in dem Fledermäuse ihr Quartier haben. Vogelkundler sind begeistert von der Bartfledermaus, dem Großem Mausohr, der Wasserfledermaus und dem Braunen Langohr, die dort bereits gesichtet wurden.

Sanft hügelige Rundstrecke
 
Der "Sauerland-Radring" führt über 84 Kilometer als Rundstrecke durch die Region in Nordrhein-Westfalen, die auch den Beinamen "Land der 1000 Berge" trägt.

Die meisten Radtouristen sind zwischen Mai und Ende Oktober auf der sanft hügeligen Rundstrecke unterwegs. Als landschaftlich besonders schöne Abschnitte gelten das 23 Kilometer lange Teilstück zwischen Schmallenberg und Eslohe sowie die 13 Kilometer lange Route zwischen Eslohe und Fretter mit dem Fledermaustunnel.

Entspannt genießen - auch für angenehme Pausen gibt es entlang des "Sauerland-Radrings" ausreichend Möglichkeiten.

In den Orten entlang des Sauerland-Radringes gibt es jede Menge zu entdecken - den historischen Stadtkern von Schmallenberg ebenso wie einige Museen. Direkt am Sauerland-Radring ragt in Fleckenberg die ehemalige Besteckfabrik Hesse über dem Lennefluss empor. Im Innern des Backsteinbaus wirkt alles so, als wären die Arbeiter nur kurz in der Mittagspause. Doch das Besteckwerk schloss 1982 für immer seine Tore, heute ist die Fabrik ein Technisches Museum.

Auch im Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe in den Werkhallen der ehemaligen Firma Koenig steht die Technik im Mittelpunkt: Es entführt mit alten Gerätschaften aus Haus und Hof und Dorfhandwerken wie Sattler und Schuster ins Sauerland vergangener Tage. Den Schwerpunkt der Sammlung bilden historische Dampfmaschinen und Lokomotiven.

Stationen für Leihräder - auch elektrische

Schmallenberg und Eslohe eignen sich als Ausgangsorte für die Tour auf dem Sauerland-Radring. Wer mit der Bahn anreist, startet an den Bahnhöfen Finnentrop oder Lennestadt-Altenhundem. Dort und in vielen anderen Orten gibt es Stationen für Leihräder. E-Bikes können in Bad Fredeburg, Eslohe, Finnentrop, Lennestadt und Schmallenberg ausgeliehen werden.

Im Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe steht Technik im Mittelpunkt - zur Sammlung gehören zum Beispiel historische Dampfmaschinen und Lokomotiven.

Zu den interessanten Stätten entlang der Strecke zählt das Gerichtsmuseum in Bad Fredeburg. Auf dem Dachboden des Amtsgerichtes verbirgt sich die Sammlung von mehr als 2000 Exponaten aus der Justizgeschichte. Der historische Gerichtssaal mit dem "Arme-Sünder-Bänkchen" und eine originale Gefängniszelle machen anschaulich, wie in vergangenen Jahrhunderten Recht gesprochen wurde.

Informationen
Sauerland-Tourismus, Postfach 2200, 57382 Schmallenberg, Telefon: 01802/40 30 40, E-Mail: info@sauerland.com

dpa>

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