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Kindererziehung bei Kindern von 6 bis 20 Jahren (Teil 1)

"Schulleistungen und Schulnoten von Kindern: Das Gleichgewicht finden - Faktoren -- Kinder schlagen vermindert die Ehrlichkeit im Haushalt -- Schlechte Schulnoten wegen Überforderung von Kindern durch Stress zu Hause -- Bessere Schulnoten durch Yoga -- Neuseeland 22.11.2007: Schlägervater muss in die Elternschule -- Stadt Basel 31.1.2009: Basel-Stadt verpflichtet die Eltern, die Kinder ausgeruht und mit Frühstück zur Schule zu schicken -- 23.4.2010: Tagesschulen fördern Lese- und Sozialkompetenz der Kinder -- 17.3.2010: «Kinder brauchen Porno-Kompetenz» -- 9.6.2010: Anleitung zum selbständigen Lernen und Arbeiten in Hindelang in Bayern -- Deutschland 12.8.2010: 25% der Schüler sind verhaltensauffällig wegen Druck und Überreizung -- Buch "Das lesende Gehirn" 15.8.2010: Lesen ist Gehirnerziehung: Hirnareale werden neu verknüpft - es entstehen neue Dimensionen von gedanklichen Welten - Gehirne von Nicht-Lesern, Leseanfängern oder Viel-Lesern sind verschieden entwickelt -- Lese-Studie 26.1.2010: <Verschiedene Gehirnbereiche aktiviert - Lesen lässt Nerven wachsen> -- Luzern 31.8.2010: <Ein Stadtplan von Kindern für Kinder> -- 14.9.2010: <Wahrnehmung: Kinder erfassen räumliche Tiefe erst mit zwölf> -- 16.12.2010: <Zürich: Kurse für überforderte Eltern> - denn oft brauchen die Eltern die Therapie und nicht das Kind -- Finnland 27.12.2010: Die Qualität, die Freiheiten für die Lehrpersonen und das Verantwortungsgefühl der Lehrpersonen sind entscheidend für ein hohes Schulniveau -- 6.1.2011: <Studie: Wer zu früh eingeschult wird, verdient weniger> -- 6.1.2011: Geburtstag im Dezember oder im Januar - bei zu früher Einschulung der Dezember-Kinder kann das schwere Folgen haben -- 9.2.2011: Kinder im Mittelfeld mobben am meisten -- 6.3.2011: Liebesbeziehung und Porno muss die Jugend unterscheiden lernen - dann ist Porno nicht schädlich -- 21.6.2011: <Jeden Tag Bewegung: Sport verbessert Schulleistungen> -- 16.8.2011: <Weniger ausländische Schulabbrecher in Deutschland - das Bildnungsniveau hebt sich> langsam aber sicher -- 28.8.2011: Viele Kinder können sich immer weniger konzentrieren - Konzentration bei Kindern fördern -- 16.9.2011: Viele britische Eltern befürworten wieder Schläge gegen Kinder -- 4.9.2011: Erziehung zum dreidimensionalen Denken - ohne Erziehung kommt es nicht -- 24.9.2011: Home-Scholing: <Unterricht zu Hause: Eine Schule ohne Pausenglocke> - und erfolgreiche Kinder -- 12.9.2011: Das negative Schwamm-Comix: Comix mit Figuren in Form eines Schwamms schwächt die Lernfähigkeit von Kindern -- 12.9.2011: <Schulsport: Kranke Kinder werden kranke Erwachsene> -- 12.9.2011: Zu viele Computerspiele: Die heutige Jugend ist "nicht einsetzbar", weil Grundkompetenzen fehlen - mit Computerspielen und TV lernt das Kind KEINE Grundkompetenzen -- 7.11.2011: Die gesunde Znünibox ohne Übergewicht und ohne Karies -- 14.11.2011: Bestimmte Computerspiele fördern die Intelligenz bei Kindern - bis zu 11 IQ-Punkte Steigerung in 6 Wochen bei Sonderschülern beobachtet -- Deutschland 18.11.2011: Leistungsdruck, Mobbing oder extremer Stress provoziert immer mehr Selbstmordgedanken bei SchülerInnen -- 28.11.2011: Feministische Grundschule "Virginia Woolf" in Wien 1991-2001 hatte positive Auswirkungen auf den staatlichen Schulplan -- 1.12.2011: Feministische Grundschule "Virginia Woolf" in Wien 1991-2001 war zum teil zu extrem - Details -- 4.12.2011: Stillsitzen in der Schule mit Augenmass - denn für gute Hirnleistung braucht es auch Bewegung -- 6.12.2011: <Fremdsprachen für Grundschüler: "Früh anfangen allein reicht nicht"> -- Frankreich 8.12.2011: Eine kriminelle Lehrperson loswerden: Wenn entschlossene Eltern die Schulleitung als Geisel nehmen, dann geht das -- Deutschland 8.12.2011: Eltern von Dauerschwänzer-Kindern mit 20 unentschuldigten Fehltagen verlieren zum Teil das Sorgerecht -- 13.12.2011: Mädchen als Sprachtalente und Buben als Mathe-Genies ist eher eine kulturelle Programmierung als die Fähigkeit -- Deutschland 15.12.2011: Bei der Benotung spielt auch das Elternhaus eine Rolle - vor allem beim Übertritt ins Gymnasium - wegen des Potentials der Hilfe durch Eltern und Nachhilfe -- 8.2.2012: Lesen lernen vom Bild zum Text mit den richtigen Büchern -- Experiment in Österreich 6.4.2012: Migrantenkinder sollen einen "Lesepaten" haben -- 14.3.2012: Schulstrafen abschaffen in Österreich --

Meldungen

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Schulleistungen und Schulnoten von Kindern: Das Gleichgewicht finden - Faktoren

Was Schulnoten anbelangt, sind die Eltern angehalten, bei den Kindern ein Gleichgewicht zu finden, so dass die Kinder auf jeden Fall immer die Chance auf einen Schulabschluss haben.

Faktoren für Schulnoten sind
-- ein ehrliches Umfeld, dass die Kinder sich überhaupt getrauen, Schwierigkeiten in der Schule zuzugeben
-- ein elterliches Umfeld, das den Kindern erlaubt, einen Teil der Hausaufgaben mit den Eltern zusammen zu machen
-- ein elterliches Umfeld, das den Kindern für die Phantasie genug Entwicklungsräume bietet, damit der kindliche Geist frei kombinieren lernt und das Kind seine "Art" findet, wie es sich selber fühlt und lebt.

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Kinder schlagen vermindert die Ehrlichkeit im Haushalt

(aus: Eltern-Verhaltenstraining, Perrez et. alia 1974)

Wenn Eltern Kinder schlagen, wie es bei überforderten Eltern oft der Fall ist, die keine Hilfe holen, so merkt das Kind, dass die Eltern moralisch schon verloren haben.

Wenn die Eltern aber keine Hilfe holen, wenn sie überfordert sind, lernen die Kinder auch nicht, Hilfe zu holen, wenn sie überfordert sind.

Es wäre also in einem Pflichtelternkurs absolut nötig, allen Eltern diesen Zusammenhang beizubringen, damit keine Kinder mehr geschlagen werden.

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Schlechte Schulnoten wegen Überforderung von  Kindern durch Stress zu Hause

aus: Schlechte Noten wegen strengen Eltern; SF1-Text, 23.5.2006, Tafel 111

<Eine autoritäre Erziehung kann negative Auswirkungen auf die Schulleistungen haben. In einer Nationalfondsstudie warnen Forscher die Eltern davor, mit ihren Kindern zu streng zu sein. Sowohl die schulische Integration der Kinder wie auch deren Selbstachtung steigt, wenn die Eltern sie bei Entscheidungen miteinbeziehen, heisst es in der Studie. Dies gelte unabhängig von der Herkunft, dem Bildungsniveau oder der familiären Situation. Das Forschungsteam der Universität Lausanne hat 500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahre befragt. Auch Lehrer und Eltern kamen zu Wort.>



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Bessere Schulnoten durch Yoga

aus: ARD Text Tafel 545 5.9.2004

<Bei schlechten Noten in Mathematik sollten Eltern vielleicht Yoga-Unterricht für ihre Kinder in Erwägung ziehen.

'Untersuchungen an Schülern zeigen, dass Kinder, die regelmässig Yoga-Stunden besuchen, komplizierte logische Denkaufgaben konzentrierter und leichter lösen als andere', berichtet der Leipziger Psychologe Marcus Stück. Kinder könnten durch Yoga - ergänzend zu Toben und Spielen - besser Stress abbauen. An Yoga-Unterricht könnten schon Vierjährige teilnehmen.>


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Neuseeland 22.11.2007: Schlägervater muss in die Elternschule

aus: n-tv online: Drei Schläge auf den Po - Vater muss zur Elternschule; 22. November 2007; http://www.n-tv.de/882963.html

<In Neuseeland ist ein Vater wegen Körperverletzung verurteilt worden, weil er seinen unartigen Sohn mit drei Schlägen auf den Po bestrafte. Der 33-Jährige müsse neun Monate lang eine Elternschule und Kurse zur Aggressionsbewältigung besuchen, berichtete die Zeitung "Dominion Post" am Donnerstag. Ein Gesetz verbietet in Neuseeland seit Juni die Prügelstrafe für Kinder.
 
Der Mann hatte Ende Oktober bei der Rückkehr von der Arbeit gehört, dass sein achtjähriger Sohn in der Schule unangenehm aufgefallen war. Er packte den Jungen an der Schulter, legte ihn über das Knie und verabreichte ihm drei Schläge, wie aus den Gerichtspapieren hervorgeht. Die Mutter, die ihr viertes Kind erwartet, fotografierte die lädierte Schulter des Jungen und zeigte die Aufnahme einem Verwandten, der die Polizei alarmierte.>




20 minuten
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Stadt Basel 31.1.2009: Basel-Stadt verpflichtet die Eltern, die Kinder ausgeruht und mit Frühstück zur Schule zu schicken

aus: 20 minuten online: Lernunterstützung wird Pflicht: Basel will lernfaule Eltern büssen; 31.1.2009;
http://www.20min.ch/news/basel/story/13186414

<Basel-Stadt will Eltern Beine machen: Säumige Erziehungsberechtigte sollen nach dem Willen des Regierungsrates gebüsst werden, falls sie ihre Kinder beim Lernen nicht unterstützen.

Wer nicht spurt, wird gebüsst: Basel-Stadt führt - wie die «SonntagsZeitung» berichtet - schweizweit einzigartige Pflichten für Eltern ein. In Vereinbarungen mit der Schule sollen nachlässige Mütter und Väter verpflichtet werden, ihre Kinder ausgeruht und mit einem Frühstück im Bauch zur Schule zu schicken – und ihnen einen Arbeitsplatz für Hausaufgaben zur Verfügung zu stellen.

Vorbilder im Ausland

Der Regierungsrat hat vergangene Woche eine Schulgesetzesänderung verabschiedet. Die Basler Elternvereinbarungen sind ein Novum in der Schweiz; in Deutschland und Österreich kennt man sie bereits. Das Gesetz soll aufs Schuljahr 2009/10 in Kraft treten. Basel-Stadt führt damit das umfassendste Paket an Elternrechten und -pflichten ein. Auch andere Kantone ziehen nach. Laut Erziehungsdirektor Bernhard Pulver plant Bern, gesetzlich festzuschreiben, dass Schüler verpflegt und ausgeschlafen zum Unterricht erscheinen müssen. Im Kanton Zürich stehen Verträge mit Eltern ebenfalls zur Diskussion.>


n-tv online,
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Lese-Studie 26.1.2010: <Verschiedene Gehirnbereiche aktiviert - Lesen lässt Nerven wachsen

aus: n-tv online; 26.1.2010; http://www.n-tv.de/wissen/Lesen-laesst-Nerven-wachsen-article697266.html

Ein Junge liest in der Stadtbibliothek in Melle, Niedersachsen.

Amerikanische Forscher konnten mithilfe einer speziellen Magnetresonanztomografie (DT-MRI) nachweisen, dass intensive Leseförderung bei Kindern den Datenaustausch zwischen verschiedenen Gehirnbereichen verbessert, indem die dafür verantwortlichen Nervenfasern zunehmen. Für die Verbindung von verschiedenen Gehirnbereichen sorgt vor allem die weiße Gehirnsubstanz. Lesen verändert demnach das Gehirn nicht nur in der grauen Substanz, wo die Nervenzellen selbst sitzen und Wissen gespeichert wird, sondern auch in der weißen Substanz.

Dr. Timothy A. Keller und Dr. Marcel Just von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh untersuchten das Gehirn von mehreren Dutzend Kindern zwischen acht und zehn Jahren mit mangelhaften Lesefertigkeiten mittelt DT-MRI vor und nach einem intensiven Lesetraining.Dieses umfasste 100 Stunden, wobei die Kinder u.a. immer wieder das Lesen von Wörtern und Sätzen übten.

Das Ergebnis

Durch das Förderprogramm verbesserte sich nicht nur die Lesefähigkeiten der Kinder, sondern es waren auch in der weißen Substanz deutliche Umstrukturierungen zu erkennen – in Korrelation zur Steigerung der Lesekompetenz. Beim Lesen identifizieren bestimmte Gehirnbereiche Buchstaben, andere müssen den bekannten Wortschatz und die Grammatik zur Verfügung stellen und wieder andere Areale sind dafür zuständig, die Bedeutung zu interpretieren. Deshalb ist die weiße Substanz mit ihrer Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, so bedeutsam für die Lesefähigkeit, erklären die Wissenschaftler. Laut Dr. Keller können bereits kleine Veränderungen in der weißen Substanz zu einer deutlichen Verbesserung auch anderer kognitiven Leistungen führen.

Aus vergangenen Studien ist bereits bekannt, dass sich die weiße Substanz mit dem Erlernen neuer Fähigkeiten, wie Jonglieren oder Spielen eines Musikinstruments, verändert. Wenn durch Training und Verhaltenstherapien die neuronale Übertragung verbessert werden kann, könnte das vielleicht nicht nur für Kinder mit einer Leseschwäche, sondern auch für Kinder mit Krankheiten, die auf einem schlechten Datenaustausch zwischen den verschiedenen Gehirnbereichen beruhen, wie z.B. Autismus, neue Therapiemöglichkeiten eröffnen, so die Hoffnung der Wissenschaftler.

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Basler
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17.3.2010: «Kinder brauchen Porno-Kompetenz»

aus: Basler Zeitung online; 17.3.2010;
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Kinder-brauchen-PornoKompetenz/story/18453424

<Erwachsene sollen mit Kindern über Pornos reden, findet die deutsche Erziehungswissenschaftlerin Karla Etschenberg. Sie fordert sogar, Pornos in den Unterricht miteinzubeziehen.

 Kompetenz entwickeln: Pornos sind heutzutage allgegenwärtig – auch für Kinder.
 
Prof. Dr. Karla Etschenberg war jahrelang Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtserziehung. Die Lehrerin und Erziehungswissenschafterin ist pensioniert, hält aber nach wie vor Vorträge und leitet Kurse.

Frau Etschenberg, Sie wollen Kinder mit Pornos konfrontieren. Ist das Ihr Ernst?

Das ist nicht ganz richtig. Ich finde, wir sollten Kinder, die ohnehin schon mit Pornos konfrontiert sind, zu einem gesunden Umgang damit befähigen. In vielen Elternhäusern werden Pornos geschaut, Porno-Clips sind im Internet problemlos zugänglich. Die Kinder von heute kennen die Szenen, die Sprache, die Laute und die Körperbewegungen in Pornos. Wenn wir davon ausgehen, dass es nicht gut ist, wenn Kinder so viel Pornographie im Kopf haben, bevor sie ein eigenes Sexualleben entwickeln konnten, haben wir nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir versuchen, Pornografie von den Köpfen unserer Kinder fernzuhalten. Etwa über Jugendschutzgesetze. Das klappt aber nicht, warum auch immer. Die andere Möglichkeit, wenn wir unsere Kinder schon nicht vor Pornos bewahren können: Wir machen sie fit für den Umgang mit Pornos. Es fehlt jedoch bisher jedweder sexualpädagogische Ansatz, dies zu meistern.

Kinder sollen also Gangbang und Cumshots im Unterricht sehen?

Ich fordere nicht, dass im Unterricht plötzlich Porno-Clips gezeigt werden. Selbstverständlich muss es ein begrenzter und wohlbedachter Einsatz von pornografischen Sequenzen sein. Ausschnitte, in denen deutlich wird, was Pornos sind. Natürlich erfordert dies Vorbereitung und Gespräche mit den Eltern. Werden die Sequenzen sachlich analysiert, könnte das den Kindern sogar die Neugierde nehmen und Pornos in diesem Sinne «entzaubern». Vordergründig sollen Kinder befähigt werden, Pornos zu erkennen, zu durchschauen und in ihre Lebenszusammenhänge und Bedürfnisse einzuordnen. Denn für Jugendliche sind Pornos zum Teil ja Aufklärungsfilme: Hier sehen sie, wie Fesslungsspiele gehen, oder was Analverkehr ist. All jene Fragen, vor denen sich der Sexualkundeunterricht drückt, werden beantwortet.

Was genau sollte ein Kind über Pornos lernen?

Kinder sollten die Charakteristika eines Pornos erkennen und Pornografie klar von der Erotik abgrenzen können. Das wäre im Kunstunterricht gut erklärbar. Auch Pornografie als Geschäft könnte analysiert werden, genauso wie Sprache, Umgangsformen und Verhaltensschemata in Pornos. Und die Gefahren: Kinder müssen erfahren, dass Pornos zum Muster für sie selbst werden können. Dass sie zu Abstumpfung und Lustlosigkeit führen können. Womit sollen sich denn 12-Jährige, die sich heute zu Hardcore-Pornos befriedigen, in zehn, zwanzig Jahren noch stimulieren. Da gibt es doch keine Steigerungsform mehr.

Könnte das für die Kinder nicht auch traumatische Folgen haben?

Es gibt heute natürlich auch Kinder, die keine Pornos kennen. Es kann nicht Aufgabe der Schule sein, diese Bilder den Schülern einzupflanzen. Was meinen Sie, was das bei manchen Mädchen auslösen könnte, wenn sie einen Cumshot zum ersten Mal sehen. Was die für eine Angst haben, in eine Beziehung einzutreten. Auch hätten Sie jede Menge Eltern am Hals, wenn Sie hingehen würden und sagen: «Gucken wir uns jetzt doch mal einen Porno an und reden darüber.» Ein Diskurs über Pornos müsste mit sehr viel Bedacht, Sachkenntnis und Vorbereitung seitens der Lehrperson passieren.

Ab welchem Alter wäre das Ihrer Meinung nach angebracht?

Ein Gespräch über Pornografie kann möglicherweise schon in der Grundschule nötig sein. Allerdings eher in Einzelgesprächen oder kleine Gruppen. Wenn Schüler etwa in der Schule Porno-typische Körperbewegungen und Äusserungen machen. Das ist das Signal: Wir wollen darüber reden. Dann sollte sich der Lehrer in der Pause mit den Schülern zusammensetzen und nachfragen: Woher habt ihr diese Wörter?

Und später?

Systematisch müsste es ab der fünften oder sechsten Klasse laufen. Zum Beispiel mit pornographischen Rap-Texten. Das Bild von Mann und Frau liesse sich so wunderbar analysieren. Und die Kinder würden weniger erschreckt, als wenn man gleich Bilder zeigen würde. Später könnten dann mit einer Freiwilligengruppe und nach Absprache mit den Eltern auch Bilder zum Einsatz kommen. Kinder brauchen Porno-Kompetenz. Denn die Bilder gehen ihnen so schnell nicht mehr aus dem Kopf raus. Sie können Ängste oder Ekel auslösen. Dann sind die Folgen nicht mehr kontrollierbar

Können Kinder diese Porno-Kompetenz nicht selbst entwickeln?

Gar nichts tun und Kinder und Jugendliche im Umgang mit Pornos sich selbst überlassen, ist unfair. Denn weisen Jugendliche nachher ein auffälliges Sexualverhalten auf, sind sexuell verängstigt oder verwahrlost, zeigt man mit dem Finger auf sie – und nicht auf die Erwachsenen, die Pornos von ihnen hätten fernhalten oder zumindest mit ihnen darüber hätten reden sollen.

Wie weit würden Sie mit Porno-Didaktik gehen?

Pornografie, die mit Gewalt oder Körperverletzung zu tun hat, bliebe tabu. Das könnte Kinder sehr erschrecken.

Es ist doch auch möglich, dass Porno im Unterricht kontraproduktiv wirkt und Schüler gar zum Porno-Konsum animiert.

Ich frage mich, was gefährlicher ist: Ein klares Sprechen über Pornografie, sodass beim Porno-Konsum das Wissen eines Erwachsenen mitschwingt. Oder der Porno-Konsum ohne Kommentar oder Begleitung. Alle beklagen sich doch über die Pornos im Internet und auf Handys und die Pornografisierung des Sexualverhaltens bis hin in den Kindergarten. Schon da werden teilweise Gruppenvergewaltigungen nachgespielt. Die Bilder haben die Kinder doch nicht aus dem Bilderbuch. Klar gibt es Eltern, die dieses Problem abfangen können. Aber wie viele sind das?

Und geschulte Lehrpersonen sind dazu fähig?

Ich glaube, wenn ich mit zwei, drei Kindern Szenen aus einem Porno schauen und danach besprechen würde, könnten sie unbeschadet aus der Situation herausgehen. Klar stellt sich die Frage: Welcher Lehrer kann das? Den meisten bleibt bei diesen Bildern doch selbst die Spucke weg. Es darf aber nicht sein, dass Lehrpersonen beim Behandeln des Thema Porno sich auf die eigenen Ängste, Erregungen oder Assoziationen beziehen. Sie müssen die Reaktion der Kinder beobachten. Doch so eine flächendeckende pädagogische Begleitung kann man nicht erwarten. Darum ist ein didaktisches Konzept nötig, um das Thema an die Lehrer und damit an die Kinder zu bringen.

Gesetzt den Fall, es funktioniert…

Im Idealfall sagt ein aufgeklärtes Kind, das auf eine Porno-Seite stösst: Nein, das will ich nicht sehen. Ich möchte die eigene Sexualität im Kopf haben und nicht diese gespielte, bezahlte. Doch wo soll das Kind die Massstäbe dafür herhaben? Viele sagen: Ist doch nicht weiter schlimm. Porno ist nur eine Karikatur unserer eigenen Sexualität. Doch diese Ironie können Kinder und Jugendliche nicht verstehen, weil sie die Basis gar nicht kennen.
(bazonline.ch/Newsnetz)>

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20 minuten
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23.4.2010: Tagesschulen fördern Lese- und Sozialkompetenz der Kinder

aus: 20 minuten online: Studie: Tagesschule macht die Kinder klüger; 23.4.2010;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/23760629

<von Désirée Pomper - Schüler, die eine Tagesschule besuchen, lesen besser und können früher die Schuhe binden, so eine Studie. Doch Schweizer Tagesschulen mangle es oft an Qualität, kritisieren Experten. 3 Kommentare
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Tagesschulen ernten Lob – aber auch Kritik.

Sie können schneller lesen und mit Messer und Gabel besser umgehen: Primarschüler, die eine Tagesschule besuchen, weisen laut einer Nationalfondsstudie bessere Sprachkompetenzen, ein positiveres Sozialverhalten sowie bessere Alltagsfertigkeiten auf als andere Kinder.

Die Studie, die SVP-Mann Ulrich Schlüer als «linke Propagandaschrift gegen die Familie» bezeichnet, freut dagegen die CVP-Bildungspolitikerin Kathy Riklin: «Schön, dass endlich bewiesen wurde, was wir schon lange vermuteten.» Ihr Ziel sei es nun, Tagesschulen flächendeckend in der ganzen Schweiz einzuführen, denn: «Es gibt immer mehr Einzelkinder und arbeitstätige Eltern.» Ausserdem sei die Tagesbetreuung vor allem auch für Kinder aus bildungsfernen Schichten förderlich.

Laut Studienleiterin Marianne Schüpbach der Universität Bern überzeugt aber die pädagogische Qualität der Tagesschulen und Tagesstrukturen nicht immer: «Oft wird mit den Kindern nur wenig unternommen. Es fehlt eine intensive Hausaufgabenunterstützung sowie Förderangebote wie Musik- oder Theaterprojekte.» Qualitativ hochstehende Tagesschulen aber kosten Geld. Schüpbach: «Es wird Zeit, dass Gemeinden, Kantone und der Bund gemeinsam Tagesschulen finanzieren.»>


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Spiegel
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9.6.2010: Anleitung zum selbständigen Lernen und Arbeiten in Hindelang in Bayern

aus: Spiegel online: Deutschlands beste Schule: "Kinder können nicht im Gleichschritt lernen"; 9.6.2010;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,699679,00.html
 
Sophie-Scholl-Schule
Die Sophie-Scholl-Schule in Hindelang hat von Kanzlerin Merkel den Deutschen Schulpreis erhalten. Dort lernen rund 240 wechselnde Kinder - nur für ihre Zeit in einer Reha-Klinik. Im Interview erklärt Schulleiterin Angela Dombrowski, wie sie Schüler fordert, damit sie "einen Kopf größer nach Hause gehen".

SPIEGEL ONLINE: Frau Dombrowski, Sie haben am Mittwoch den Deutschen Schulpreis bekommen, der Jury-Leiter nennt die Sophie-Scholl-Schule ein "Juwel". Hoch droben am Berg im bayerischen Oberjoch bei Hindelang lernen Kinder und Jugendliche. Können sich die Schulen in Dresden oder Berlin-Wedding davon überhaupt etwas abgucken?

Angela Dombrowski: Ja, wie man guten Unterricht gestaltet. Wir gehen auf jeden Schüler ein.

SPIEGEL ONLINE: Das sagen inzwischen viele. Aber was bitte heißt das konkret?

Dombrowski: Die Lehrkraft nimmt sich zurück, ihr Redeanteil sinkt - im Gegenzug steigt die Aktivität der Schüler. Das heißt, wir gestalten persönliche Lernarrangements für jeden Einzelnen. Dazu stellen wir Lernmaterialien für die Schüler bereit, die selbständiges Arbeiten ermöglichen. Wir fokussieren also das Lernen auf jeden einzelnen Schüler. Der Schüler erlebt: "Ich bin mein eigener Chef!"

SPIEGEL ONLINE: Und das verstehen die Schüler, die ja nur vier bis sechs Wochen bei Ihnen in der Rehabilitationsklinik Santa Maria sind?

Dombrowski: Manche beschweren sich auch.

SPIEGEL ONLINE: Wieso das?

Dombrowski: Es gibt Schüler, die sich über uns Lehrer aufregen. Dass wir nur die Schüler arbeiten lassen. Und dass sie an der Sophie-Scholl-Schule alles selber machen müssten.

SPIEGEL ONLINE: Stimmt der Vorwurf?

Dombrowski: Natürlich, wir machen viele Projekte und fordern die Schüler heraus. Am Ende erleben es fast alle als besonders wertvoll, sich auf die neue, bislang ungewohnte Form des Lernens eingelassen zu haben. Immer nehmen sie ein Stück Oberjocher Schule mit nach Hause.

SPIEGEL ONLINE: Überfordert das nicht manche Schüler?

Dombrowski: Es gibt Schüler, die in solchen Projekten voll in ihrem Element sind. Wenn das nicht der Fall ist, sind wir Lehrer dafür da, sie stärker zu begleiten. Nicht wenige Kinder kehren nach dem Reha- und Schulaufenthalt in ihre Klassen zu Hause zurück - und sind dann viel weiter als die Mitschüler daheim. Wir achten sehr bewusst darauf, dass es beim Lernen so viel Freiheit wie möglich gibt und so viel Struktur wie nötig.

SPIEGEL ONLINE: Das müssen Sie erklären!

Dombrowski: Unsere Projekte haben eine klare Struktur, wir stecken viel Ressourcen in die Gestaltung und Organisation. Den Schülern ist ihr Ziel klar, und wir begleiten sie dabei, den Lernprozess fortlaufend zu reflektieren. Die meisten sind ja nur ein paar Wochen bei uns. Wir wollen, dass sie zu guten Arbeitsergebnissen kommen, das heißt gestärkt und vielleicht einen Kopf größer nach Hause gehen.

SPIEGEL ONLINE: Wie soll das gehen? Sie haben Schüler aus ganz Deutschland, mit Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis oder Adipositas.

Dombrowski: Wir Lehrer denken viel über unsere Schüler nach. Am Ende jeder Woche gibt es Feedback und Gespräche, in denen wir mit jedem Schüler die Fortschritte und Probleme besprechen. Dazu die Frage: "Können wir Lehrer dir besser helfen?" Die Kinder und Jugendlichen merken, dass wir sie ernst nehmen. Natürlich kommen manche Schüler auch mit einer dicken Akte zu uns. In der ersten Woche müssen wir uns oft fragen: "Wie komme ich an diesen Schüler heran? Was macht ihn aus, wie findet er wieder einen Weg zum Lernen, dazu, Neues entdecken zu wollen?"

SPIEGEL ONLINE: Aber wie sortieren Sie Ihre Schüler? Was für eine Schule ist das - Grundschule, Hauptschule oder Gymnasium?

Dombrowski: Wir sind alles und richten uns nach den Schülern. Wir können und wollen sie uns nicht aussuchen. Es sind Schüler von der 1. bis zur 13. Klasse, aus allen Schulformen. Sie kommen aus den verschiedensten Schulsystemen und mit den unterschiedlichsten Krankheiten...

SPIEGEL ONLINE: ...und mit ganz verschiedenen Schulbüchern. Wie geht das zusammen?

Dombrowski: Das Schulbuch steht bei uns nicht im Zentrum des Lernens. Wir stellen viele Lernmaterialien selbst her. Und wir nehmen die Heterogenität der Schüler wirklich bewusst an. Das verwirklichen wir durch offene Unterrichtsformen, zum Beispiel Wochenplanarbeit, Werkstätten, Projekte. Wir können uns nicht nach den Schulformen richten, sondern orientieren uns am einzelnen Schüler. An erster Stelle stehen die Selbständigkeit der einzelnen Schüler, ihre Freude am Lernen - und ihre Verantwortung.

SPIEGEL ONLINE: Wie hat sich die Schule dahin entwickelt?

Dombrowski: Sie war nicht immer so. Als ich und meine Konrektorin Andrea Rahm vor gut zehn Jahren hier anfingen, gab es Kolleginnen, die lange klassisch gearbeitet haben. Es war ein langer Weg, neue Formen des Lernens miteinander zu entwickeln und zu etablieren. Denn jede Lerngruppe ist heterogen, ob sie nun drei oder 30 Kinder hat. Die können nicht im Gleichschritt lernen. Man kann nur dann Erfolg haben, wenn man das als Tatsache annimmt, nicht als Bedrohung.

SPIEGEL ONLINE: Wie reagieren die Heimatschulen?

Dombrowski: Ganz unterschiedlich. Mitunter gefällt es Lehrern nicht, wenn die Schüler bei der Rückkehr einen Buchstaben voraus sind. Einmal musste ein Schüler alles aus seinem Heft wieder ausradieren, was er in Oberjoch "zu früh" gelernt hatte. Wir bereiten die Eltern auf mögliche Gespräche zu Hause vor.

SPIEGEL ONLINE: Was kann da Schlimmes passieren?

Dombrowski: Manche Lehrer der Heimatschulen, auch manche Eltern tun sich schwer damit, wenn die Kinder ihr Lernen selbst in die Hand nehmen. Sie fragen: Was passiert, wenn mein Sohn wieder zurück in seine Klasse kommt? Kann er sich einordnen? Da können durchaus Ängste und Irritationen entstehen.

SPIEGEL ONLINE: Ist es ein Vorteil, dass Sie eine private Schule sind?

Dombrowski: Wir sind eine private Schule mit staatlicher Anerkennung und haben ein sehr gemischtes Kollegium aus Lehrkräften aller Schularten. Manche sind verbeamtet, andere privat angestellt. Wir sind ein Team. Die Zeiten, da durchs Lehrerzimmer eine imaginäre Trennlinie zwischen den Pädagogen ging, sind vorbei. Uns ist wichtig, dass jeder Lehrer die Schule mitgestalten kann und gern an diesem Ort ist.

Das Interview führte Christian Füller>



n-tv online,
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Deutschland 12.8.2010: 25% der Schüler sind verhaltensauffällig wegen Druck und Überreizung

aus: n-tv online: Wissen: Verhaltensstörungen nehmen zu: Jedes vierte Kind wird krank; 12.8.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Jedes-vierte-Kind-wird-krank-article1260641.html

<Zwischen Klavierstunde, Chinesischunterricht und Hausaufgaben: Viele Eltern setzen ihren Nachwuchs unter Druck. Doch die Kleinen leiden: Sie bekommen Kopfschmerzen, werden unruhig, ängstlich oder aggressiv. Jedes vierte Kind in Deutschland ist einer Studie zufolge psychisch auffällig - Tendenz steigend.

Viele Kinder sind unglaublich "leistungsbereit und diszipliniert".

Hoher Leistungsdruck führt bei Kindern und Jugendlichen zunehmend zu psychosomatischen und psychischen Problemen. Rund ein Viertel der bis zu 18-Jährigen in Deutschland leiden nach einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) etwa an Kopf- und Bauchschmerzen, Unruhe, Depression oder Ängsten. In den 90er Jahren lag der Anteil noch bei etwa 20 Prozent, wie der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts".

"Kinder sind heute unglaublich diszipliniert und leistungsbereit", betonte Schulte-Markwort. "Im Prinzip ist das ja etwas Gutes - aber nicht, wenn sie nicht mehr merken, dass sie sich überfordern, oder wenn ihre Eltern überhöhte Anforderungen stellen." Die schulische Belastung könne auch bei Jugendlichen schon ein Burnout-Syndrom ("burn out" = ausbrennen) zur Folge haben. Er sei inzwischen "mutiger" geworden und verwende diesen Begriff schon für Betroffene im Kindes- und Jugendalter. "Aber das muss wissenschaftlich noch diskutiert werden."

Kopfschmerzen schon bei Erstklässlern

Erschreckend an der Studie sei vor allem die hohe Zahl von Kindergarten- und Grundschulkindern mit sogenannten somatoformen Problemen wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen, sagte Schulte-Markwort. "Das hat deutlich zugenommen." An Kopfschmerzen litten bereits vier Prozent der Erstklässler, in der vierten Klasse seien es zehn Prozent der Schüler. "Das sind relevante Zahlen." Außerdem hätten die Kinder regelmäßig Kopfweh - es handele sich nicht um Einmal-Phänomene.

Ein großes Problem dabei: Diese Beschwerden sind häufig die "Eingangssymptomatik" für psychische Auffälligkeiten. "Wenn man das nicht behandelt, bilden sich psychische Symptome oder Störungen aus", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik.

Zu viele Reize

Ursachen für die zunehmenden psychosomatischen und psychischen Probleme seien Reizüberflutungen und hohe Anforderungen an Kinder - vor allem in den weiterführenden Schulen. "Das ist Ausdruck der veränderten Umweltbedingungen, unter denen Kinder heute groß werden." Eltern, Ärzte und Erzieher seien bei solchen Symptomen aber auch aufmerksamer geworden, betonte der Wissenschaftler: "Früher wurde das eher bagatellisiert und für unwichtig erklärt."

Die UKE-Forscher um Schulte-Markwort und Prof. Ulrike Ravens- Sieberer haben für die Untersuchung mehrere bereits vorliegende Studien ausgewertet - zwei UKE-Studien, zwei Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO und die umfangreiche Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS. Allein an der KiGGS-Studie haben mehr als 17.600 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

dpa>

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n-tv online,
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Buch "Das lesende Gehirn" 15.8.2010: Lesen ist Gehirnerziehung: Hirnareale werden neu verknüpft - es entstehen neue Dimensionen von gedanklichen Welten - Gehirne von Nicht-Lesern, Leseanfängern oder Viel-Lesern sind verschieden entwickelt

Die Tätigkeit des Lesens in der Kindheit und Jugend ist eine Gehirnschulung und bringt neue Hirnstrukturen.

aus: n-tv online: In Millisekunden die Welt verstehen: Was das Lesen mit unserem Hirn macht; 15.8.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/lesenhoeren/Was-das-Lesen-mit-unserem-Hirn-macht-article1239711.html

<von Solveig Bach

Unser Gehirn ist nicht für's Lesen gemacht. Es muss es mühsam lernen und verändert sich dabei enorm. Dann wächst es über sich hinaus und das, was wir lesen, wird lebendig.

Wenn Sie diesen Text hier lesen, ist es Ihnen gelungen, etwas zu erlernen, was eigentlich nicht in unserem genetischen Code verankert ist. Jeder Mensch muss diese Kulturleistung neu erbringen. Dazu müssen Hirnareale, die dem Hören und Sehen dienen, bei jedem Einzelnen neu verknüpft werden, ein einzigartiger Vorgang.

Wenn er gelingt, öffnet er uns ganz neue gedankliche Welten, in denen wir in Gedanken wandern können, Stimmen hören, Gerüche riechen. Der neurowissenschaftlichen Seite widmet Maryanne Wolf in ihrem Buch "Das lesende Gehirn" ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Faszination des Lesens. Das ist eine große Stärke von Wolf.

Maryanne Wolf hat selbst einen Sohn mit einer Leseschwäche und ist eine begeisterte Leserin.

Sie beginnt bei der Entwicklung der Schrift und dem epochalen Übergang, den die Fixierung unseres kulturellen Gedächtnisses für die Menschheit bedeutete. Schon dieser Teil liest sich höchst erfrischend. Hirnforscher haben gemessen, dass wir in Millisekunden unser Bedeutungsverständnis mit eigenen Assoziationen verknüpfen. Das macht bei Wolf richtig Spaß.

Gehirne von Nicht-Lesern funktionieren dabei anders als die von Leseanfängern oder Viel-Lesern. Manchen ABC-Schützen gelingt das nicht, deshalb bildet die Legasthenie-Forschung einen weiteren Teil von Wolfs Ausführungen. Die Gründe, warum manchen die Welt der Buchstaben und Wörter einfach ein Rätsel bleiben, sind vielfältig und je nach Sprache verschieden.

Schließlich wendet sich die Leseforscherin der Frage zu, was das altmodische Bücher- oder Zeitungslesen vom digitalen Lesen im Netz unterscheidet und wie dieses neue Lesen möglicherweise unser Gehirn verändern wird. Vielleicht gibt es darauf noch keine abschließende Antwort, was Wolf aber über alle Maßen empfiehlt, ist, die Lust am Lesen neu zu entdecken. Selbst wenn "Das lesende Gehirn" ein wissenschaftliches Sachbuch ist, hat sie selbst beim Schreiben alles unternommen, das Lesen zu einem Vergnügen zu machen. Ein leidenschaftliches und unheimlich kluges Buch über eine faszinierende Fähigkeit des Menschen.>


Kommentar: Länder mit LeserInnen - Länder ohne LeserInnen

Vielen Regierungen auf der Welt ist es leider völlig egal, ob die Bevölkerung liest oder nicht, weil sie scheinbar nicht wissen, dass Lesen eine geistige Erziehung ist. So lassen viele Regierungen ihre Bevölkerungen ohne Bücher und ganze Bevölkerungen bleiben geistig auf Steinzeitniveau stecken (IQ 70). Das heisst, es gibt ein riesiges geistiges Potential auf der Welt, das bis heute nicht ausgeschöpft wird, weil in vielen Ländern günstige Bücher fehlen, bzw. weil die Werbung zum Lesen fehlt. Und so bleiben ganze Bevölkerungen auf der Welt quasi ohne Bücher, ohne Buchläden, und ohne geistige Gedankenwelt, und meinen, Tanzen, Fressen und Sexualität seien das leben und das wars. So bleiben diese Menschen geistig auf einem Steinzeitniveau stecken (IQ 70). Die UNO und die UNICEF hätten da eine Aufgabe. Aber die UNO-Delegierten der Länder ohne Bücher haben ja auch nur IQ 70, denn die lesen nicht, weil sie bei der UNO europäische Löhne erhalten und meinen, sie hätten "es geschafft" im Leben. Und die UNICEF hat andere Sorgen. Also muss der Leseimpuls von woanders her kommen. Nur der Grosse Geist weiss von wo. Und dann sollte die erworbene Intelligenz auch noch positiv und konstruktiv ausgerichtet sein, denn destruktiver IQ nützt der Welt nichts.

Michael Palomino, 15.8.2010

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Luzern 31.8.2010: <Ein Stadtplan von Kindern für Kinder>

aus: 20 minuten online; 31.8.2010; http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/30112464

<Ab Mittwoch haben die Luzerner Kinder ihren eigenen Stadtplan. Sechs Monate lang haben über 100 Primarschüler Quartierspionage betrieben und Informationen über ihre Lieblingsplätze zusammengetragen.

Jedes Schulhaus war für seine Umgebung zuständig, damit es keine Überschneidungen gab. Gruppen von jeweils 12 bis 26 Kindern zeigten ihren erwachsenen Begleitern die schönsten Ecken. Das Ergebnis ist sehr bunt: In der Mitte die Stadtviertel, am Rand, wo andere Gemeinden wären, eine Traumwelt. «Die Museggmauer mit dem grossen Sportplatz, das Schwyzerhüsli und der BMX-Platz in Littau gehören zu den beliebtesten Orten», verrät Edina Kurjakovic, Leiterin des Ressorts Freizeit der Stadt.

(ras)>


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Spiegel
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14.9.2010: <Wahrnehmung: Kinder erfassen räumliche Tiefe erst mit zwölf>

aus: Spiegel online; 14.9.2010; http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,717264,00.html

<Mathematikum Giessen / Rolf K. Wegst

3-D-Spielzeug: Räumliches Sehen ist bei Kindern noch nicht vollständig ausgeprägt.

Wie kommt die dreidimensionale Welt in unseren Kopf? Forscher haben herausgefunden, dass Kinder den Raum anders wahrnehmen als Erwachsene. Erst ab zwölf Jahren kombinieren sie die Tiefeneindrücke zu einem realen Gesamtbild. Davor ist das auch nicht nötig.

Washington - Wie schnell nähert sich ein Auto? Erwachsene können meist gut einschätzen, ob sie noch sicher über die Straße kommen oder besser auf dem Fußweg bleiben sollten. Kinder haben damit größere Probleme. Neben der geringeren Erfahrung im Straßenverkehr liegt das womöglich auch an den Unterschieden im räumlichen Sehen. Denn wie Forscher um Marko Nardini vom University College London nun im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten, nehmen Kinder und Erwachsene räumliche Tiefe unterschiedlich wahr.

Tiefenwahrnehmung entsteht auf unterschiedliche Weise. Im zweidimensionalen Raum, also auf Fotos oder im Film, werden zum Beispiel perspektivische Informationen genutzt, die auch mit nur einem Auge erkennbar sind. Ein Beispiel dafür ist das Bild eines langen Korridors, bei dem die schräg zulaufenden Seitenwände den Tiefeneindruck erzeugen. Um unsere dreidimensionale reale Umwelt wahrzunehmen, brauchen wir aber beide Augen, denn beim Sehen liefern die Augen zwei leicht unterschiedliche Bilder von einer Szene. Eben diesen Unterschied nutzt das Gehirn, um räumliche Tiefeninformationen zu gewinnen, ein Mechanismus, der als binokulares Sehen bezeichnet wird.

In ihrer Studie untersuchten Nardini und seine Kollegen, wie Kinder und Erwachsene perspektivische und binokulare Tiefeninformation kombinieren. Die Studienteilnehmer mussten dabei zwei unterschiedlich schräge Flächen vergleichen und beurteilen, welche die flachere war. Sie bekamen dazu entweder perspektivische oder binokulare Information oder beides zusammen. Ergebnis: Erst ab einem Alter von zwölf Jahren werden die zwei Tiefeninformationsquellen verknüpft.

Als Grund dafür vermuten die Forscher eine unterschiedliche Zielsetzung von Erwachsenen und Kindern: Bei Kindern gehe es zunächst einmal darum, die in vielerlei Hinsicht noch unbekannte Welt möglichst schnell zu erfassen. Nach einigen Jahren seien dann die Rahmenbedingungen geschaffen, um auch auf größere Präzision Wert legen zu können.

Ist diese Sinnesverschmelzung aber erst einmal gelernt, können visuelle Informationen nicht mehr unabhängig voneinander wahrgenommen werden. Das bewiesen die Forscher, indem sie Kindern und Erwachsenen 3-D-Bilder mit widersprüchlichen Tiefeninformationen zeigten. Jüngere Kinder hatten keine Probleme schräge Flächen zu vergleichen, wenn sich die perspektivische Tiefeninformation nicht mit der Information aus dem binokularen Sehen deckte. Erwachsene konnten die Aufgabe jedoch nur schlecht lösen, da sie die gegensätzlichen Eindrücke miteinander kombinierten und eine Art Durchschnittswert bildeten.

In weiteren Studien wollen die Wissenschaftler nun die strukturellen Veränderungen im Gehirn, die sich während der Entwicklung der Tiefenwahrnehmung vollziehen, mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie sichtbar machen.

hda/dapd>


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16.12.2010: <Zürich: Kurse für überforderte Eltern> - denn oft brauchen die Eltern die Therapie und nicht das Kind

aus: 20 minuten online; 16.12.2010; http://www.20min.ch/news/zuerich/story/18633217

<von Lorenz Hanselmann - Im Kanton Zürich sollen Eltern von Problemschülern zur Nachhilfe antraben. Andere Kantone sind an der Idee interessiert.

Keine Ahnung von Manieren, Disziplin oder Respekt: Die Lehrer im Kanton Zürich haben die Nase voll von Schülern, denen wesentliche Teile der Erziehung fehlen. Nun will der Regierungsrat die Eltern der Problemschüler in die Pflicht nehmen – und sie in die Erziehungs-Nachhilfe schicken. Begonnen werden soll schon im Kindergarten. «Wir wollen den Eltern eine Chance geben, ihr Kind in den Griff zu bekommen, bevor die Situation eskaliert», sagt der Leiter des Volksschulamts, Martin Wendelspiess.

Die Eltern der Problemschüler sollen je nach der Art ihrer Überforderung in einen der ­vielen bestehenden Elternkurse eingegliedert werden. Diese tragen Titel wie «Games und Handy im Erziehungsalltag», «Grenzen sinnvoll setzen» oder «Deutsch für Eltern und ihre Kinder». Wer sich weigert, wird voraussichtlich mit einer Busse bestraft.

Noch muss der Zürcher Kantonsrat die Massnahme ab­segnen. Andere Kantone zeigen aber bereits Interesse: «Wir begrüssen jede Möglichkeit, die Lehrer zu entlasten», sagt Hansjörg Bauer, Präsident des Lehrerverbandes St. Gallen. Auch Martin Gatti, Präsident des Berner Lehrerverbands, sieht Handlungsbedarf, spricht aber von einer «Notlösung»: «Es darf eigentlich gar nicht so weit ­kommen. Man müsste schon bei den 3- bis 4-Jährigen mit einem Unterstützungsangebot ansetzen.» In der Stadt Bern etwa nehmen die Sozialdienste mit den Eltern bereits Kontakt auf, wenn die Kinder noch im Babyalter sind.

«Die Eltern sind dankbar für jede Hilfe»

Manuel Eisner, Kriminologe an der Universität Cambridge, äussert sich zu den Erziehungskursen.

Herr Eisner, wird mit den Erziehungskursen alles besser?
Manuel Eisner: Man kann damit nicht alle Probleme lösen. Die Idee ist aber nicht schlecht. Die Kurse könnten ein Schritt sein, um den Eltern bei ihren Erziehungsauf­gaben zu helfen. Sie sollten aber immer mit Massnahmen in der Schule und beim Kind selbst verbunden werden.

Was haben die Eltern davon?
Die Erfahrungen aus England, wo Pflichtkurse schon vor Jahren eingeführt worden sind, zeigen, dass viele Eltern sie als sehr hilfreich beurteilen. Viele wissen ja selbst, dass sie in Schwierigkeiten stecken, und sind dankbar für jede Hilfe. Die Frage ist aber, was man mit denen macht, die sich weigern, die Kurse zu besuchen.

Wo sind die Schwierigkeiten?
Es braucht eine sehr sorgfältige Abklärung, für welche Eltern welcher Kurs Sinn macht. Schwierig wird es bei Eltern, die sich weigern oder die nicht nur mit ihren Kindern, sondern auch mit der Sprache, den Finanzen oder in der Partnerschaft Probleme haben. Dort ist ein einziger Kurs vermutlich wenig hilfreich.>


Basler
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Finnland 27.12.2010: Die Qualität, die Freiheiten für die Lehrpersonen und das Verantwortungsgefühl der Lehrpersonen sind entscheidend für ein hohes Schulniveau

aus: Basler Zeitung online: Bildung: Finnlands Erfolgsrezept;
http://bazonline.ch/leben/bildung/Finnlands-Erfolgsrezept/story/15616415

<Jahr für Jahr verblüffen Finnlands Schüler mit ihren Leistungen die Welt. Die finnische Bildungsministerin Henna Virkkunen erklärt in einem Interview, warum.

«Das Beste sind die Lehrer»: Die finnische Bildungsministerin Henna Virkkunen.

Finnland steht immer wieder ganz oben. In den jährlich erhobenen Pisa-Studien schneiden finnische Schüler regelmässig unter den Top 5 ab. Letztmals auf Platz 2 (Naturwissenschaften), Platz 3 (Leseverständnis) und Platz 6 (Mathematik). (Die Schweiz im Vergleich: Platz 15, Platz 14 und Platz 8).

[Hochbegabte Lehrpersonen - und viele Freiheiten, die verantwortungsvoll genutzt werden]

Warum sind ausgerechnet die Finnen Europas beste Schüler? Die finnische Bildungsministerin Henna Virkkunen liefert im Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» Erklärungen.

«Das Beste an unserem Schulsystem sind die guten Lehrer», sagt sie etwa. «Der Beruf ist sehr beliebt, die talentiertesten Schulabgänger wollen Lehrer werden. In anderen Ländern ist das oft nicht so.» Auch werden die finnischen Lehrer gemäss Virkunnen hervorragend ausgebildet und haben viele Freiheiten. «Sie können zum Beispiel Lehrmethoden und -materialien selbst wählen.»

Weitgehende Einigkeit punkto Bildung - [über Bildung gibt es keinen politischen Streit]

Eine weitere Stärke sei, dass alle Schulen gleich gut sind – trotz Regionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. «Ein Viertel unserer Schulen hat weniger als 50 Schüler. Unser System muss in Dorfschulen funktionieren, wo nur zwei Lehrer unterrichten, aber auch in Helsinki, wo es mehr und mehr Einwanderer gibt.»

Ein Vorteil sei aber auch, dass sich die Parteien weitgehend einig seien, wenn es um die Bildung gehe. Lehrer müssten sich darum nicht ständig mit Reformen beschäftigen, sondern könnten ihrer regulären Arbeit nachgehen.

Andere Einstellung zum Lernen - [die anderen europäischen Länder lernen kaum dazu - aber Asien macht vorwärts]

Dennoch war die Bildungsministerin nach eigenen Angaben erstaunt, dass Finnland in der letzten Pisa-Studie erneut so gut abschloss. «Ich habe gedacht, dass die anderen Länder etwas mehr aufholen würden. Ein wenig überrascht war ich also doch, dass wir so weit vorne lagen.»

Vor allem die asiatischen Länder hätten in den vergangenen Jahren sehr viel investiert – das sehe man ja jetzt auch bei den neuesten Resultaten. «In Asien hat man eine andere Einstellung zum Lernen. Koreanische Schüler etwa wenden jeden Tag 50 Prozent mehr Zeit für ihre Ausbildung auf als finnische.»

«Es funktioniert nur hier»

Jedes Land brauche jedoch ein eigenes Schulsystem. Das finnische sei ergo nicht einfach in ein anderes Land «verpflanzbar». «Unser System funktioniert hier», so Virkunnen, «anderswo würde es nicht so gut funktionieren.»

Die Bildungsministerin gibt sich aber auch selbstkritisch. Es sei ein Problem, dass sich die finnischen Kinder in der Schule nicht immer wohl fühlten. Dies werde beim Pisa-Test nicht berücksichtigt. In Dänemark beispielsweise schneiden die Kinder im Pisa-Test zwar vergleichsweise schlechter ab, sind jedoch zufriedener. «Etwas mehr von diesem Glück hätten wir auch gerne.» (reh)

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Welt
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6.1.2011: Geburtstag im Dezember oder im Januar - bei zu früher Einschulung der Dezember-Kinder kann das schwere Folgen haben

"Früh übt sich" lohnt sich nicht immer, wie Studien beweisen. Eine zu frühe Einschulung hat später oft negative Konsequenzen. Bei der Untersuchung von Kinder mit Geburtstag im Dezember und im Januar zeigten sich enorme Unterschiede: 1,5% Lohnunterschied, und 13% Unterschied beim Gymnasiumsbesuch - weil Dezember-Kinder oft ein Jahr zu früh eingeschult werden. Die zu frühe Einschulung lohnt sich also NICHT.

aus: Welt online: Wer zu früh eingeschult wird, verdient weniger; 6.1.2011;
http://www.welt.de/wirtschaft/article12013535/Wer-zu-frueh-eingeschult-wird-verdient-weniger.html

<Autor: Adrian Lobe

Das Geburtsdatum beeinflusst einem französischen Forscher zufolge das Gehalt. Schon ein Monat kann 1,5 Prozent weniger Lohn bedeuten.

Der Tag ihrer Einschulung kann von entscheidender Bedeutung sein

Eigentlich könnte man darüber hinweglächeln, ob man im Dezember oder Januar geboren ist. Allenfalls Horoskop-Leser interessiert das. Jedoch: Der Geburtsmonat ist ein Entscheidungsdatum von enormer finanzieller Bedeutung. Der französische Wirtschaftswissenschaftler Julien Grenet vom CNRS-Institut in Paris hat vor Kurzem in der Tageszeitung „Le Monde“ vorgerechnet, dass im Dezember geborene Arbeitnehmer 1,5 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre Kollegen, die im Januar das Licht des Welt erblickten.

Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 1580 Euro beträgt die Differenz am Ende des Berufslebens – nach etwa 42 Jahren – immerhin 12.000 Euro. Der Ökonom sieht die Ursachen im falschen Ehrgeiz der Eltern begründet. Kinder, die vor dem Stichtag geboren sind, werden zumeist früher eingeschult. Nach dem Motto „Früh übt sich…“ wollen Eltern ihre Sprösslinge rasch in die Schulbank drücken. Aber früher eingeschulte Kinder hinken im Unterricht oft hinterher. Der Sprung vom Kindergarten in die Grundschule ist in Frankreich besonders groß.

Stichtag für die Einschulung ist in Frankreich der 31.Dezember. So kommt es zu Altersunterschieden von fast zwölf Monaten in der gleichen Jahrgangsstufe. Ein Jahr, das bei der Entwicklung der Kinder einer Ewigkeit gleichkommt. Der französische Forscher fand heraus, dass „Dezember-Kinder“ deutlich schlechtere Noten erzielten als ihre im Januar geborenen Kameraden – Leistungsunterschiede bis zu 66 Prozent bei gleichzeitigem Risiko eines vorzeitigen Schulabgangs.

Vielen Kindern, die zu früh eingeschult werden, fällt auch hierzulande der Weg zum Abitur schwerer. Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die 2009 veröffentlicht wurde, sind die Chancen auf einen Gymnasialwechsel reduziert. „Die Wahrscheinlichkeit dieser Kinder, auf ein Gymnasium zu kommen, sinkt um 13 Prozent“, sagt die ZEW-Mitarbeiterin Andrea Mühlenweg. Geringere Bildung, geringeres Einkommen.>

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Spiegel
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9.2.2011: Kinder im Mittelfeld mobben am meisten

Um gegen Mobbing einzuschreiten, sind sensible Lehrpersonen wichtig, denn Kinder im Mittelfeld mobben teilweise systematisch.

aus: Spiegel online: Schülerstudie: Beliebte Kinder mobben mehr; 9.2.2011; http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,744503,00.html

<Aggressive Kinder sind erstaunlich populär unter Mitschülern

Kann man viele Freunde haben und zugleich gemein sein? Unter Schülern ist das durchaus normal, wie Psychologen jetzt beobachtet haben. Nur die wenigen Kinder an der Spitze der Beliebtheitsskala haben Mobbing nicht mehr nötig.

Aggressives Verhalten innerhalb einer Gruppe wird oft Außenseitern zugeschrieben. Wer mit seinen Mitmenschen gut verdrahtet ist, wird diese kaum mobben, glaubt man. Bei Schülern gilt das jedoch nicht: Wie Wissenschaftler der University of California in Davis jetzt berichten, sind besonders beliebte Kinder zugleich häufiger aggressiv.

Robert Faris und seine Kollegen hatten ein Jahr lang 3722 Kinder aus Schulen in North Carolina beobachtet. Überraschenderweise zeigte sich dabei, dass beliebte Schüler zugleich dadurch auffielen, dass sie ihre Mitschüler besonders häufig hänselten, ärgerten oder körperlich attackierten. Das Erreichen eines hohen sozialen Status sei mit einem widersprüchlichen Verhalten verbunden, schreiben die Forscher im Fachblatt "American Sociological Review". Nur die obersten zwei Prozent der beliebten Schüler zeigten weniger Aggressionen - so wie auch die weniger populären Schüler.

Faris erklärt die reduzierte Aggressivität bei den Top-Schülern und den weniger beliebten unterschiedlich: "Die ganz unten haben nicht die soziale Macht, aggressiv zu sein", sagt er. "Die ganz oben haben alle Macht, aber brauchen sie nicht."

Die Beliebtheit eines Schülers hatten die Forscher über dessen Position im Freundenetzwerk bestimmt. Je zentraler ein Kind darin positioniert war, umso höher galt seine Beliebtheit. Als aggressives Verhalten werteten die Psychologen körperliche und verbale Angriffe - aber auch indirekte Attacken, etwa das Streuen von Gerüchten über andere. Die Aggressionsrate wurde aus der Anzahl der Mitschüler berechnet, die eine Person in den vergangenen drei Monaten traktiert hatte.

Zeichen von Schwäche

Das scheinbar paradoxe Phänomen, dass steigende Beliebtheit mit erhöhter Angriffslust einhergeht, können die Forscher gut erklären. "Aggression erfordert gewöhnlich einen gewissen sozialen Rückhalt", sagt Faris. Die Kinder würden sich jeden Tag in der Schule sehen und jeder Mobbing-Akt berge das Risiko, ausgeschlossen zu werden. "Wer sich im Zentrum des Netzwerkes befindet, hat die stärkeren sozialen Bindungen und kann so eine Ächtung durch andere eher verhindern." Anders gesagt: Beliebte Kinder mobben, weil sie es sich leisten können.

Dass die besonders angesehenen Schüler dann weniger aggressiv auftreten, erklären die Wissenschaftler mit deren außergewöhnlichen Situation. Mobbing gegenüber Mitschülern könne als Schwäche oder Unsicherheit interpretiert werden und somit die eigene Position gefährden, sagt Faris.

hda>

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20 minuten
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6.3.2011: Liebesbeziehung und Porno muss die Jugend unterscheiden lernen - dann ist Porno nicht schädlich

aus: 20 minuten online: Doktor Sex: "Siond Pornos eigentlich schädlich?"; 6.3.2011;
http://www.20min.ch/life/dossier/herzsex/story/-Sind-Pornos-eigentlich-schaedlich---19470736

<Die Frage von Max beschäftigt unzählige Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen. Neuste Forschungsergebnisse lassen aufhorchen.

Frage von Max (14) an Doktor Sex: Ich möchte wissen, ob Pornos eigentlich schädlich sind und falls dies der Fall ist, wie sich diese Schäden zeigen?

Antwort von Doktor Sex:

Jugendliche wollen wissen wie Sex geht - Erwachsene machen ein Geheimnis daraus.

Lieber Max

Neuste Forschungen zeigen: Der Pornokonsum ist bei Jugendlichen zwar relativ verbreitet, dessen Ausmass wird aber überschätzt. Entgegen der landläufigen Meinung von Erwachsenen, empfinden die meisten den Kontakt mit legaler Pornographie nicht als problematisch und sie sehen sich auch nicht als Opfer pornografischer Medieninhalte. Viele Jugendliche stillen damit ihre Neugier, beantworten sich Fragen zur sexuellen Praxis oder informieren sich über Themen, die Eltern und Lehrpersonen die Schamröte ins Gesicht treiben. Manche brauchen sie auch einfach, um sich damit aufzugeilen. Bei einigen wirft der Kontakt mit Pornographie Fragen auf, einzelne fühlen sich durch das Gesehene unter Leistungsdruck gesetzt und vor allem die illegalen Darstellungen lösen bei manchen auch Ängste aus. Letztlich wirken Pornos aber nicht einfach von sich aus und deshalb ist der Schluss, sie seien per se schädlich, unzulässig und falsch.

Pornofilme zielen darauf ab, den Betrachter zu erregen. Sie tun dies, indem sie gesellschaftliche Konventionen und Beziehungsaspekte ausblenden und vorgeben, Sex sei jederzeit, überall und mit jeder Person sofort möglich und von allen Beteiligten erwünscht. Frauen und Männer werden als kopflose und triebgesteuerte «Sexmonster» dargestellt und auch ihre körperlichen Voraussetzungen werden total überzeichnet. Wichtig deshalb, dass du die pornografischen Bilder nicht dem sexuellen Alltag in einer Beziehung verwechselst und glaubst, dich beim ersten Mal verhalten zu müssen wie ein Pornostar. Sex in der Realität orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der beteiligten Personen und ist vielfältiger als derjenige, der in Pornos gezeigt wird.>

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21.6.2011: <Jeden Tag Bewegung: Sport verbessert Schulleistungen>

aus: n-tv online; 21.6.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Sport-verbessert-Schulleistungen-article3627711.html

<Kinder sollten sich täglich, am besten an frischer Luft, ausgiebig bewegen. Dabei entwickeln sie nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen Fähigkeiten.

Bewegung und Ausdauertraining machen Kinder auch geistig fitter. Eltern sollten die Sporteinheit am Nachmittag deshalb nicht einschränken, nur weil dann mehr Zeit für Lesen und Rechnen bleibt.

Nach Auswertung von rund zwölf Studien mit 200 Schulkindern fanden Forscher der University of Georgia in den USA heraus, dass eine Stunde mehr Sport am Tag die Kinder besser rechnen und lesen lässt. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Kinder kurze Strecken rannten, Springseil hüpften oder mit Hula Hoop-Reifen übten, wie es in der Zeitschrift "Geistig fit" heißt.

Mehr Handlungsplanung möglich

Die Experten vermuten, dass durch die Bewegung vor allem eine bestimmte kognitive Fähigkeit trainiert wird: die der Handlungsplanung. Diese brauchen Kinder zum Beispiel, um aufmerksam zu bleiben oder zu entscheiden, wann sie etwas im Unterricht aufschreiben oder fragen sollten.

Sportliche Kinder profitieren aber auch bei der Fähigkeit, Zahlen und Wörter lange genug im Gedächtnis zu behalten, um sie geistig bearbeiten zu können. Keine Verbesserung zeigte sich hingegen im Hinblick auf die Sprachkompetenz oder die Fähigkeit, sich Objekte vorzustellen.

dpa>

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n-tv online,
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16.8.2011: <Weniger ausländische Schulabbrecher in Deutschland - das Bildnungsniveau hebt sich> langsam aber sicher

aus: n-tv online; 16.8.2011;
http://www.n-tv.de/politik/Bildungsniveau-hebt-sich-article4059896.html

<Mehr Abiturienten und Akademiker, bessere Betreuung in den Schulen und Kitas - mit dem Bildungssystem in Deutschland geht es laut einer Studie weiter aufwärts. Sachsen ist Spitzenreiter, Berlin Schlusslicht - trotz deutlicher Fortschritte. Im internationalen Vergleich belegen die Deutschen einen "guten vorderen Platz".

Mit der Bildung in Deutschland geht es weiter aufwärts. Alle 16 Bundesländer haben nach dem vorgelegten "Bildungsmonitor 2011" die Chancen für Kinder erneut verbessert. Es gibt aber demnach "beträchtliche" Unterschiede zwischen den Ländern. Die besten Bildungsstandorte bleiben mit Abstand Sachsen (1), Thüringen (2) und Baden-Württemberg (3). Schlusslicht in dem Bildungsvergleich der Bundesländer bleibt trotz deutlicher Verbesserungen Berlin. Die arbeitgeberfinanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellte die Studie im Auftrag des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Deutschland nehme unter den Euro-Ländern mit seinem Bildungssystem einen "guten vorderen Platz" ein, sagte Studienleiter Professor Axel Plünnecke. Die internationalen "Top-Staaten" Kanada, Finnland und Schweiz seien aber noch nicht erreicht. Trotz aller Fortschritte müsse weiter gegen Bildungsarmut und für Chancengleichheit gearbeitet werden, forderte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Wichtig ist nach Angaben der Fachleute die Frühförderung in den Kitas, um Kindern bessere Chancen in der Schule zu geben.

Starke Verbesserungen auch in Berlin

Alle Bundesländer zusammen haben im Vergleich zum ersten Bildungsmonitor 2004 in der Bewertungsskala bis 100 um 21 Punkte auf 70,4 zugelegt. Besonders starke Verbesserungen zum Vorjahr bescheinigt die Studie 2011 den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Mehr Abitur-Abschlüsse, mehr Studenten und Akademiker im erwerbsfähigen Alter - in der "Akademisierung" haben die Bundesländer laut Studie die größten Fortschritte erzielt. Pluspunkte auch in den Schulen: Trotz sinkender Schülerzahlen hätten die Länder keine Lehrerstellen abgebaut. Bezogen auf alle Lehrkräfte habe sich auch die Betreuung an den Hochschulen leicht verbessert.

Ausbau von Fördereinrichtungen

"Beträchtliche Fortschritte" hätten die Länder beim Thema Integration erzielt. Der Anteil der ausländischen Schulabbrecher sank demnach um 1,2 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent, die Zahl der Abiturienten stieg. Große Fortschritte gab es auch beim Ausbau von Fördereinrichtungen. Der Anteil der Grundschüler an Ganztagsschulen stieg laut Studie von 18,9 Prozent auf 21,5 Prozent.

Der "Bildungsmonitor" vergleicht die Bildungssysteme der Bundesländer mittels 111 Kriterien, darunter das Angebot an Ganztagsschulen und Kitas, Quote der Schulabbrecher, Abiturquote und Ingenieurabsolventen. Grundlage sind Daten aus dem Jahr 2009.

dpa>




Welt online,
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28.8.2011: Viele Kinder können sich immer weniger konzentrieren - Konzentration bei Kindern fördern

aus: Welt online: Exekutive Funktionen: Wie sich Konzentration bei Kindern fördern lässt; 28.8.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13566698/Wie-sich-Konzentration-bei-Kindern-foerdern-laesst.html

<Autor: Sabine Kurz

Wer sich als Kind gut konzentrieren kann, profitiert davon ein Leben lang

Immer mehr Kinder können sich im Schulunterricht nicht konzentrieren. Aber was kann man dagegen tun? Experten geben Tipps.

Eltern wünschen sich ein glückliches und erfolgreiches Leben für ihre Kinder. Gerade zum Schulanfang wollen sie die Weichen richtig stellen. Doch wie kann man die Kinder unterstützen? Mit Kinderturnen? Musikalischer Früherziehung? Zweisprachiger Erziehung? Oder sollte man sich doch auf die rein schulische Bildung konzentrieren?

Forscher der University of British Columbia richten ihr Augenmerk nun auf etwas anderes: die so genannten Exekutive Funktionen (EFs). Damit werden die kognitiven Kontrollmechanismen bezeichnet, die man braucht, um sich zu konzentrieren und um nachzudenken. Die wichtigsten Mechanismen sind mentale Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle sowie das Arbeitsgedächtnis. Auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen, vorausschauend zu planen und das logisches Denken gehören dazu. Sind diese Fähigkeiten nicht gut entwickelt, kann es schwer sein, Erfolg im Beruf zu haben.

Konzentrationsmangel wirkt nachhaltig

So haben Studien der letzten Jahre gezeigt, dass Menschen, die als Kinder eine niedrige Selbstkontrolle zeigen, 30 Jahre später schlechtere kognitive Fähigkeiten haben. Sie verdienen weniger, sind öfter krank und begehen mehr Verbrechen als Personen mit einer hohen Selbstkontrolle. EFs haben also einen Einfluss auf die körperliche und mentale Gesundheit – und zwar das ganze Leben lang.

Wer also Gesundheit und Erfolg des Nachwuchses nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte nach Ansicht der Wissenschaftler, dessen exekutiven Funktionen schon früh trainieren. Das hilft auch dabei, durch soziale Herkunft bedingte Leistungsunterschiede auszugleichen.

Was kann man nun aber als Eltern tun, um die Konzentration des Kindes zu fördern? Der Buchautor und Schulberater Detlef Träbert, früher selbst als Lehrer tätig, rät: „Viel trinken, Bewegung und frische Luft sind das A und O.“ Auch sollten Eltern darauf achten, dass ihr Kind morgens nicht ohne Frühstück aus dem Haus geht. „Das Frühstück liefert die Energie für den Tag. Wenn Kinder darauf verzichten, legen sie einen glatten Fehlstart hin.

Ohne Grundlage sind sie in der Schule weniger aufmerksam und können sich schlechter konzentrieren“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Krotz von der Techniker Krankenkasse. „Daher ist es bedenklich, dass ein Drittel der Kinder, die sowieso schon häufig schlapp und müde sind, ohne Frühstück aus dem Haus gehen.“

Alle Techniken, die Forschern als hilfreich erkannt haben, gleichen sich darin, dass sie wiederholt angewendet werden müssen. Dadurch bessern sich die EFs schrittweise. Kinder, die zu Beginn noch relativ schlechte exekutive Funktionen zeigen, machen dann auch die größten Fortschritte.

Konzentrationsstörungen bei Kindern können in Extremfällen ein Symptom von Aufmerksamkeitsdefizitstörungen wie ADS und ADHS sein. Etwa 600.000 Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik sind von diesen Verhaltensstörungen betroffen. Gerade in diesem Fall kann das spielerische Training des Arbeitsgedächtnisses helfen und die Konzentrationsspanne verlängern.

Man müsse aber aufpassen, keine Fehldiagnose zu stellen, und das Kind auf Dauer mit der Diagnose ADHS zu brandmarken, denn auch Stress, Einsamkeit und mangelnde körperliche Fitness können die Funktion der Frontallappen im Gehirn und damit die exekutiven Funktionen beeinträchtigen, sagen Forscher.

Auch erwarten immer mehr Eltern viel zu viel von ihrem Kind, und vermuten schon eine Aufmerksamkeits- oder Lernstörung, obwohl die Fähigkeiten des Kindes im natürlichen Rahmen liegen. Detlef Träbert gibt ein Beispiel: „Bei einem zehnjährigen Kind ist es schon gut, wenn es sich 20 Minuten lang auf eine Aufgabe konzentrieren kann, die ihm nicht gefällt.“

Darum helfen Methoden, die dem Kind Spaß machen, immer mehr, als solche, die nicht speziell auf Kinder ausgerichtet sind. Was vielen Eltern nicht klar ist: Konzentration ist keine reine Willenssache, sondern kann nur durch Training verbessert werden. Zu viel Druck oder zu hohe Erwartungen können mehr schaden als nutzen.

Es gilt also immer: Das Kind sollte an den Aktivitäten – egal ob Blockflötenunterricht, Yoga oder Karate – teilnehmen wollen. Außerdem reicht es nicht, die exekutiven Funktionen nur ein einziges Mal zu trainieren. Stattdessen muss man sie regelmäßig und mit immer steigender Schwierigkeit üben.

Computerprogramme, mit deren Hilfe die Kinder spielerisch lernen können, werden besonders empfohlen. Eines davon ist das Programm „CogMed“ von Pearson Education, das von Adele Diamond und Kathleen Lee im Fachmagazin „Science“ beschrieben wird. Mit ihm kann das Arbeitsgedächtnis sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen trainiert werden kann.

Konzentration spielerisch trainieren

Das Spiel hat den Vorteil, dass Kinder mit Spaß zu Hause ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Gedächtnis verbessern können, ohne dass zu viel Leistungsdruck aufkommt. Zum Ausprobieren findet man auch ein kostenloses Spiel online (www.spaceminespatrol.com). Hier muss der Spieler die Erde zum Beispiel vor Meteoriten schützen, indem er sie in der richtigen Reihenfolge zerstört. Dass Spiel ist so spannend, dass man kaum darauf kommt, dass es ein Konzentrationstraining ist.

Auch Traditionelle Kampfkunsttechniken wie zum Beispiel Taekwondo fördern die Selbstdisziplin und helfen zudem bei der Charakterentwicklung. Studien haben gezeigt, dass sich dadurch auch das Arbeitsgedächtnis verbessert. Die gleichen positiven Effekte haben auch Achtsamkeits-Übungen, bei denen man lernt, auch im Alltag die Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Zudem können Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelentspannung, Traumreisen und Autogenes Training einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit haben. „Entspannungstraining kann sehr hilfreich sein", bestätigt Schulberater Detlef Träbert.

„Viele Kinder leiden unter dem Erwartungsdruck der Eltern und der Schule. Da hilft es, ab und zu richtig zur Ruhe zu kommen.“ Er empfiehlt auch einfache Hausmittel zur Steigerung der exekutiven Funktionen: abendliches Vorlesen, Kuschelrituale oder Spieleabende.

Studien, die sich mit den Lehrplänen an Schulen befassen, zeigen, dass auch im regulären Unterricht die exekutiven Funktionen der Kinder trainiert werden können. Montessori-Schulen und einige amerikanische Schulförderungsprogramme wenden Methoden zur Förderung der exekutiven Funktionen an.

In deutschen staatlichen Schulen steht das Konzentrationstraining noch nicht auf dem Stundenplan. Auch in der Lehrerausbildung sucht man vergeblich danach. „Dabei sollte Konzentrationsförderung in allen Schularten betrieben werden“, fordert Detlef Träbert.

Einen Leistungstransfer zwischen den einzelnen Bestandteilen der EFs gibt es den Forschern zufolge nicht. Studienteilnehmer, die zum Beispiel ihr Arbeitsgedächtnis mit einem Computerprogramm trainiert hatten, zeigten keine Verbesserung beim logischen Denken. Daher wird empfohlen, verschiedene Aktivitäten zu kombinieren, wie etwa Selbstverteidigung zusammen mit Achtsamkeits-Übungen.>

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n-tv online,
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16.9.2011: Viele britische Eltern befürworten wieder Schläge gegen Kinder

aus: n-tv online: Renaissance des Rohrstocks: Eltern finden Schläge richtig; 16.9.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Eltern-finden-Schlaege-richtig-article4321061.html

<Die britische Jugend von heute bringt ihre Eltern zur Verzweiflung. So sehr, dass sie sich Erziehungsmethoden zurückwünschen, die bereits gesetzlich verboten sind. Das ergibt eine Umfrage.

Fast die Hälfte aller Eltern in Großbritannien sind einer Umfrage zufolge der Meinung, dass in Schulen die körperliche Züchtigung wieder eingeführt werden sollte. Sogar jeder fünfte Schüler sei der Auffassung, dass Schläge mit dem Stock oder dem Schuh des Lehrers für mehr Disziplin im Klassenzimmer sorgen könnten.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte für die Umfrage 2014 Eltern von Schülern in weiterführenden Schulen sowie 530 Schüler befragt. Das Bildungsmagazin "Times Educational Supplement" hatte die Umfrage in Auftrag gegeben.

49 Prozent der Eltern waren in der Umfrage der Meinung, Schläge seien in Fällen besonders schwerer Disziplinlosigkeit von Schülern angebracht. 40 Prozent sprachen sich dafür aus, den Rohrstock sowie Ohrfeigen generell als Bestrafung von Schülern wieder einzuführen. 53 Prozent sind strikt dagegen. Die meisten Befragten sprachen sich dafür aus, Schulkinder zur Disziplinierung vor die Türe zu schicken, ihnen Strafarbeiten aufzuerlegen oder sie nachsitzen zu lassen.

Wie in Deutschland ist auch in Großbritannien die körperliche Züchtigung von Schulkindern verboten. Allerdings wurde das Verbot weitaus später als in Deutschland eingeführt. Das Verbot an gesetzlichen Schulen trat erst 1987 in Kraft, an Privatschulen regierte der Rohrstock noch deutlich länger, in Nordirland bis 2003.

Seit den schweren Krawallen und Plünderungen von Jugendlichen in London und anderen englischen Städten vor einem Monat ist in Großbritannien eine Diskussion über Disziplin in der Schule entbrannt. Premierminister David Cameron hatte fehlenden Respekt und mangelnde Autorität im Schulsystem als einen der Gründe für die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen genannt.

dpa>


n-tv online,
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4.9.2011: Erziehung zum dreidimensionalen Denken - ohne Erziehung kommt es nicht

aus: n-tv online: Räumliches Vorstellungsvermögen: Erziehung macht den Unterschied; 4.9.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Erziehung-macht-den-Unterschied-article4212271.html

<Männer können besser einparken als Frauen? Das stimmt höchstens in einer von Männern dominierten Gesellschaft, glauben US-Forscher. Ihre Versuche zeigen, dass Erziehung und kulturelle Gepflogenheiten einen maßgeblichen Einfluss auf das räumliche Vorstellungsvermögen haben.

Ob die Erziehung oder angeborene Eigenschaften für beobachtete Unterschiede beim räumlichen Sehen zwischen den Geschlechtern verantwortlich sind, ist unter Wissenschaftler noch immer umstritten. Tatsache ist, dass auch in vermeintlich gleichberechtigten Gesellschaften Frauen viel seltener in technischen oder Ingenieursberufen anzutreffen sind als Männer. Einige Experten erklären dies damit, dass Männer ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen haben, was wiederum eine Voraussetzung für Erfolg in diesen Berufen sei.

Moshe Hoffman von der University von Kalifornien in La Jolla und seine Mitarbeiter stellen nun eine Untersuchung in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS") vor. Hoffman und seine Mitarbeiter widmeten sich der Frage, ob die Erziehung die Entwicklung des räumlichen Vorstellungsvermögens beeinflussen kann. Sie prüften die Annahme mit Hilfe zweier Volksstämme aus dem Nordosten Indiens, den Khasi und den Karbi. Die beiden bäuerlich lebenden Stämme sind eng miteinander verwandt, es gibt aber zahlreiche kulturelle Unterschiede zwischen ihnen.

Versuche bei zwei indischen Stämmen

So sind die Karbi eine patriarchale Gesellschaft. Land besitzen dort in der Regel nur Männer, und die Besitztümer werden an den ältesten Sohn vererbt. Außerdem erhalten die Jungen eine bessere Ausbildung. Bei den Khasi besitzen die Frauen Land und Häuser und vererben alles an die jüngste Tochter. Männern ist dort der Besitz von Häusern sogar verboten, und alles, was sie verdienen, müssen sie an ihre Frau oder Schwester abgeben.

Die Wissenschaftler luden nun Angehörige der beiden Stämme zu einem vierteiligen Puzzle-Spiel ein. Insgesamt machten fast 1300 Männer und Frauen mit. Die Spieler wurde für ihren Einsatz bezahlt, als zusätzlichen Anreiz bekamen die Teilnehmer eine Extra-Belohnung von 20 Rupien, wenn sie das Puzzle in weniger als 30 Sekunden lösten. Das Ergebnis: In der patriarchalen Gesellschaft lösten die Männer das Puzzle im Schnitt deutlich schneller als die Frauen, in der matriarchalen Gesellschaft hingegen benötigten beide Geschlechter die gleiche Zeit.

Desweiteren fanden die Forscher, dass besser gebildete Spieler das Puzzle schneller lösten: Jedes Jahr Ausbildung verkürzte die benötigte Zeit um 4,3 Prozent. Ihre Untersuchung zeige, dass Bildung und Erziehung die Entwicklung des räumlichen Vorstellungsvermögens mit beeinflussten, schreiben die Wissenschaftler. Eine gezielte Förderung könne auch dazu beitragen, die Zahl der Frauen in entsprechenden Berufsfeldern zu erhöhen. Einen Einfluss der Biologie, also einen genetischen Einfluss, auf die Ausbildung räumlichen Vorstellungsvermögens schließe ihre Untersuchung aber nicht aus, betonen die Forscher.

dpa>


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24.9.2011: Home-Scholing: <Unterricht zu Hause: Eine Schule ohne Pausenglocke> - und erfolgreiche Kinder

aus: Der Standard online; 24.9.2011;
http://derstandard.at/1316733458021/Unterricht-zu-Hause-Eine-Schule-ohne-Pausenglocke

<Mehr als 2000 Kinder werden von ihren Eltern oder in Kleingruppen unterrichtet - erfolgreich, wie die jährlichen externen Prüfungen zeigen.

Für Sophie und Jacqueline Godany ist Lernen nicht an einen Ort gebunden. Lesen übt die Siebenjährige auch mit der Speisekarte im Café.

Sophie sitzt am Kaffeehaustisch und zeichnet mit blauem Buntstift Pflanzen in ihr Malbuch. "Das ist Himmelsgras", erklärt die knapp Siebenjährige und greift zum braunen Stift. "Ich bin Mona Lisa" schreibt sie in Blockbuchstaben dazu. Lesen und Schreiben hat sich Sophie selbst beigebracht. "Irgendwie ist das einfach so gekommen", erzählt das Mädchen mit den langen dunklen Haaren und beginnt in der Speisekarte zu lesen. "Red Bull", entziffert Sophie stolz. "Super", wird sie von ihrer Mutter gelobt. "Trinken darfst du es trotzdem nicht", sagt Jacqueline Godany und lacht.

"Es ist wie beim Radfahren", schildert Godany, irgendwann macht es klick, und die Kinder können lesen. Man müsse ihnen nur Lernblätter, Papier und Stifte zur Verfügung stellen. Darauf sollten Eltern vertrauen, auch wenn das nicht immer leichtfalle.

Kein Vertrauen hat Jacqueline Godany hingegen in das "System Schule", das sich seit 150 Jahren nicht geändert habe, wie sie sagt. Deshalb unterrichtet sie ihre Tochter selbst. Bildung sei sehr wichtig, "aber die findet nicht in der Schule statt", ist die Fotografin überzeugt. Die offizielle Bezeichnung "häuslicher Unterricht" mag die Alleinerzieherin auch nicht besonders. "Mein Kind lernt überall, für mich macht es keinen Sinn, einfach nur die Schule nach Hause zu holen", sagt sie, wie das viele Eltern machen würden, die ihre Kinder zu Hause unterrichten.

Sophie ist eines von 2200 schulpflichtigen Kindern, die in Österreich zum Unterricht daheim angemeldet sind, und die Zahlen scheinen zu steigen. In Wien wurden bisher jährlich zwischen 300 und 320 Anträge beim Stadtschulrat gestellt, für dieses Schuljahr waren es 350. "Man kann allerdings noch nicht sagen, ob das ein statistischer Ausreißer ist", betont Arno Langmeier, der Leiter des Referats für Externistenangelegenheiten im Stadtschulrat.

Das Prozedere ist einfach: Die Eltern müssen jedes Jahr vor Schulbeginn einen Antrag beim Stadtschulrat beziehungsweise beim Bezirksschulinspektor einreichen, danach erhalten sie per Bescheid die Erlaubnis zum Selbstunterrichten. Der Lernfortschritt wird einmal jährlich bei einer Prüfung an einer Schule beurteilt.

Nur in den seltensten Fällen wird ein Antrag nicht genehmigt. "Wenn Eltern etwa das dritte Kind zum häuslichen Unterricht anmelden und sich schon bei den älteren Geschwistern gezeigt hat, dass es nicht funktioniert", erläutert Langmeier.

Der Heimunterricht scheint prinzipiell zu klappen. "Im Volksschulalter kommt es so gut wie nie vor, dass ein Kind die Prüfung nicht schafft, sagt Langmeier. Auch Johann Beiglböck, der die Externistenkommission am Wiedner Gymnasium leitet, erlebt, dass die rund 20 Schüler, die jedes Jahr die Externistenprüfungen für die AHS-Unterstufe ablegen, den Unterrichtsstoff beherrschen. "Kinder, die es nicht schaffen, sind die große Ausnahme", sagt Beiglböck.

Gründe, warum sie ihre Kinder nicht in eine herkömmliche Schule geben wollen, brauchen die Eltern nicht anzugeben. Viele Kinder werden auch nicht daheim unterrichtet, sondern besuchen eine Schule ohne Öffentlichkeitsrecht oder private Lerngruppen.

Jacqueline Godany stößt mit dem Entschluss, ihre Tochter selbst zu unterrichten, immer wieder auf Ablehnung. "Das arme Kind darf nicht in die Schule", bekommt sie oft zu hören. Sie sei sich dessen bewusst, betont sie, dass dieses Lebensmodell nicht für alle geeignet sei, und sie als Freischaffende über den Luxus verfüge, ihre Zeit selbst einteilen zu können.

Auch die immer wiederkehrenden Bedenken, dass Kinder, die von den Eltern unterrichtet werden, Defizite in ihrer sozialen Entwicklung aufwiesen, kann Godany nicht nachvollziehen. "Sophie hat viele Freunde, ist immer unter Kindern und lernt genauso Konflikte auszutragen wie Kinder, die in die Schule gehen. Aber sie muss dafür nicht jeden Tag mit 25 Gleichaltrigen zusammen sein". Sie wünsche sich ein freies, selbstbewusstes Kind, sagt Godany. "Und wenn Sophie eines Tages doch lieber in die Schule gehen möchte, dann kann sie das natürlich tun."(Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD; Printausgabe, 24./25.9.2011)

Wenn Sophie eines Tages lieber in die Schule gehen möchte, kann sie das natürlich tun.

Jacqueline Godany>


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Welt
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12.9.2011: Das negative Schwamm-Comix: Comix mit Figuren in Form eines Schwamms schwächt die Lernfähigkeit von Kindern

"Spongebob", Figur mit
                einem Schwammkopf, senkt den IQ der Kinder
"Spongebob", Figur mit einem Schwammkopf, senkt den IQ der Kinder [1]


aus: Welt online: TV-Konsum: Serie "SpongeBob" schlägt Kindern aufs Gehirn; 12.9.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13599243/Serie-SpongeBob-schlaegt-Kindern-aufs-Gehirn.html

<Die Zeichentrickserie "SpongeBob Schwammkopf" führt bei Kindern bereits nach kurzer Zeit zu Aufmerksamkeits- und Lernproblemen. Das zeigt eine US-Studie.

Die Fernsehserie "SpongeBob Schwammkopf" wurde bereits mit dem begehrten US-Fernsehpreis Emmy für die beste Zeichentricksendung unter einer Stunde ausgezeichnet.

Die Zeichentrickserie "SpongeBob" führt laut einer neuen US-Studie zu kurzzeitigen Aufmerksamkeits- und Lernproblemen bei Kindern. Wenn Vierjährige die Serie nur neun Minuten lang sehen, könnten diese Symptome bereits auftreten, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift "Pediatrics" veröffentlicht wurde.

Für die Studie mussten 60 Kinder entweder "SpongeBob" oder die ruhigere US-Zeichentrickserie "Caillou" ansehen und danach psychologische Funktionstests absolvieren. Die "SpongeBob"-Kinder schnitten deutlich schlechter ab.

Die Daten erschienen schlüssig, erklärten die Studienautoren. Angesichts der kleinen Testgruppe sollten die Ergebnisse aber vorsichtig interpretiert werden, hieß es.

Generell gilt: Kinder vor dem Alter von zwei Jahren sollten möglichst überhaupt nicht fernsehen. Auch die speziell angebotenen Kinder-DVDs beeinträchtigen die geistige Entwicklung der Kleinen, wie ein US-Experte nach der Auswertung von fast 80 Studien betont.

Wie wichtig diese Warnung ist, zeigt die Tatsache, dass allein in den USA neun von zehn Kleinkindern regelmäßig vor dem Fernseher sitzen. Dies liegt auch daran, dass Hersteller von Kinder-DVDs ihre Produkte aggressiv vermarkten. So geben einige Eltern an, ihre Kinder bewusst fernsehen zu lassen, weil dies gut für die Entwicklung des Gehirns sei.

Dem widerspricht Dimitri Christakis vom Kinderforschungszentrum in Seattle: "Keine Studie hat bisher gezeigt, dass das Fernsehen kleiner Kinder irgendeinen Nutzen bietet." Ganz im Gegenteil: Etliche Studien aus verschiedenen Ländern wiesen darauf hin, dass der Blick in die Röhre die sprachlichen Fähigkeiten beeinträchtige, die Gehirnleistung mindere und die Konzentrationsfähigkeit schädige.

Christakis vermutet, dass die Reizüberflutung durch die aufflackenden Bilder, die ständigen Perspektivwechsel und die schnellen Schnitte das sich entwickelnde Gehirn überfordert.

Zudem ersetze Fernsehen das Spielen des Kindes oder die Interaktion mit den Eltern. Diese verfolgen im übrigen durchaus auch eigene Interessen, wenn sie ihren Nachwuchs vor den Fernseher setzen: Manche Paare wollen damit auch einfach das Kind ruhig stellen, um Zeit für sich selbst zu haben.

dapd/ina>


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Der Standard
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12.9.2011: <Schulsport: Kranke Kinder werden kranke Erwachsene>

aus: Der Standard online: Schulsport: Kranke Kinder werden kranke Erwachsene; Ärztekammer: Schulsport unerlässlich für die Kindergesundheit; 12.9.2011;
http://derstandard.at/1315006105867/Schulsport-Kranke-Kinder-werden-kranke-Erwachsene

<"Die Stunden für den Sportunterricht sind momentan lächerlich wenig. Wie sollen die Burschen und Mädchen da Lust auf mehr Bewegung bekommen, wenn sie das weder zu Hause noch in der Schule lernen", betonte Ärztekammerpräsident Walter Dorner  in einer Aussendungzum Schulstart. "Was jetzt in konsequente Vorsorge und Aufklärung investiert wird, ersparen wir uns in 20 oder 30 Jahren an akuten Behandlungskosten oder Kosten für chronische Erkrankungen und Arbeitsausfälle", betonte Dorner.

Der Gesundheitszustand bei Jugendlichen und Kindern sei nach wie vor alarmierend. "Kinder und Jugendliche sind heute viel krankheitsanfälliger als früher." Hinzu kommt, dass 14 Prozent der Kinder in der EU übergewichtig oder fettleibig sind - Tendenz steigend. Die größten Zuwachsraten mussten laut OECD unter anderem in Österreich verzeichnet werden. 30 Prozent der Wiener Kinder können nicht mehr rückwärtsgehen, 60 Prozent sind nicht mehr in der Lage, auf einem Bein zu hüpfen. "Anhand dieser Zahlen müssen bei den Verantwortlichen die Alarmglocken läuten. Es ist Zeit, Initiativen zu setzen", appelliert Dorner an die (schul-)politisch Verantwortlichen.

Für den Ärztekammerchef ist dabei ein wesentliches erstes Ziel die rasche Umsetzung der Ganztagsschule mit verpflichtender Gesundheits- und Ernährungslehre sowie eine Verdoppelung der Turnstunden bei verstärktem Mobilitätstraining: "Den Schülern muss augenscheinlich wieder der Spaß an der Bewegung gelernt werden."

Mangelnde Prävention

Aber nicht nur der Mangel an Bewegung macht aus kranken Kindern kranke Erwachsene, sondern auch die schlechte Ernährung und die mangelnde Prävention. In Österreich rauchen 24 Prozent der Burschen und 30 Prozent der Mädchen (OECD-Durchschnitt: 16 beziehungsweise 17 Prozent). 41 Prozent der männlichen und 36 Prozent der weiblichen Jugendlichen über 15 Jahre trinken regelmäßig Alkohol (OECD-Schnitt: 33 beziehungsweise 29 Prozent).

In fast allen EU-Ländern ist der tägliche Obstkonsum bei Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren gesunken. "Die Schule ist einfach der Ort, wo auch Gesundheit Thema sein sollte, sei es durch ein gesundes Angebot beim Schulbuffet, ausreichende Bewegung im Sportunterricht oder durch Unterricht, der Prävention zum Thema macht", ist der Ärztekammerpräsident überzeugt. (red, derStandard.at)>

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Der Standard
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12.9.2011: Zu viele Computerspiele: Die heutige Jugend ist nach dem Schulabschluss "nicht einsetzbar", weil Grundkompetenzen fehlen - mit Computerspielen und TV lernt das Kind KEINE Grundkompetenzen

aus: Der Standard online: Umfrage: Unternehmen: Schulabgänger zu hohem Anteil "nicht einsatzbar"; 12.9.2011;
http://derstandard.at/1315006144563/Umfrage-Unternehmen-Schulabgaenger-zu-hohem-Anteil-nicht-einsetzbar

<Grundkompetenzen fehlen - Gewerbeverein spricht von "Generation Sozialfall". Vor allem beim Rechnen gibt es viele Defizite, sagen Unternehmer.

Wien - Die Absolventen von Pflichtschulen sind zu einem "hohen Anteil nicht einsetzbar", unabhängig davon, ob es sich um reichere oder ärmere, städtische oder ländliche Gebiete oder Regionen mit hohem oder niedrigen Migrantenanteil handelt. Zu diesem Schluss kommt der Gewerbeverein nach einer Umfrage unter mehr als 2.000 vor allem kleinen und mittleren Unternehmen über das Kompetenzniveau von Pflichtschulabsolventen in Deutsch, Mathematik und Englisch, deren Ergebnisse am Montag in Wien vorgestellt wurden. Der Gewerbeverein spricht deshalb von einer "Generation Sozialfall".

Probleme beim Prozentrechnen

Mehr als 70 Prozent der Unternehmer schätzen zwar die grundlegenden Lesefertigkeiten der Pflichtschulabgänger noch als gut bzw. ausreichend ein. Allerdings finden schon mehr als 40 Prozent, dass die Schüler die grundlegenden Rechenoperationen nur unzureichend bis gar nicht beherrschen. Geht es um das Umrechnen in andere Maßeinheiten, ist mehr als jeder zweite Unternehmer unzufrieden, beim Prozentrechnen sind es schon rund 60 Prozent. Unzureichend bzw. gar nicht verstehen für mehr als 50 Prozent der Befragten die Schulabsolventen englischsprachige Diskussionen in Alltagssituationen. Und zwei von drei Unternehmen bezeichnen den Einblick der Schüler in die politischen Systeme als unzureichend bzw. nicht vorhanden.

"Gefährdung des dualen Systems"

Dieses laut Umfrage geringe Kompetenzniveau "schmälert die Chancen von etwa 50 Prozent der Schüler jedes Jahrgangs, einen Brotberuf erlernen zu können, es gefährdet das duale System, da sich immer weniger Betriebe zur Berufsausbildung durchringen können und es setzt unseren Wohlstand aufs Spiel, da schon mittelfristig zu wenig Unternehmer und Spitzenkräfte zur Verfügung stehen", so Stephan Blahut, Generalsekretär des Gewerbevereins, der die Umfrage in Kooperation mit der Kooperativen Mittelschule Brüßlgasse in Wien-Ottakring durchgeführt hat.

Bildungsstandards am Ende des Kindergartens

Der Gewerbeverein fordert in seinen aus der Umfrage resultierenden Empfehlungen u.a. Bildungsstandards am Ende des Kindergartens, der vierten, achten bzw. neunten sowie zwölften bzw. dreizehnten Schulstufe, deren Erreichung verbindlich per Zeugnis bestätigt werden soll. Am Ende des neunten Schuljahres sollte das Erreichen der Bildungsstandards als "Mittlere Reife" überprüft und damit aufgewertet werden. Die vollständigen Empfehlungen sind auf der Homepage des Gewerbevereins abrufbar. (APA)>


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7.11.2011: Die gesunde Znünibox ohne Übergewicht und ohne Karies

aus: 20 minuten online: Niederwangen BE: Aktion Znünibox gegen Kilos und Karies; 7.11.2011;
http://www.20min.ch/news/bern/story/15605044

<Schluss mit Schoggi, Schleckstängel und Energydrinks. An Berner Schulen sollen künftig gesunde Znünis verzehrt werden.

Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft hat gestern in Niederwangen die Aktion Znünibox an Primarschulen gestartet. Instruktorinnen der Schulzahnpflege zeigen nun nicht nur, wie man seine Zähne richtig putzt, sondern erteilen auch eine Lektion in Sachen gesunde Ernährung.

Damit die Kids die Tipps gleich umsetzen können, werden in den Regionen Bern und Burgdorf rote Znüniboxen verteilt. Dazu gibts einen Flyer mit Ratschlägen an die Eltern.>


Der
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14.11.2011: Bestimmte Computerspiele fördern die Intelligenz bei Kindern - bis zu 11 IQ-Punkte Steigerung in 6 Wochen bei Sonderschülern beobachtet

aus: Der Standard online: Games können Intelligenz von Kindern steigern; 14.11.2011;
http://derstandard.at/1319182776888/Studie-Games-koennen-Intelligenz-von-Kindern-steigern

<Innerhalb von sechs Wochen um elf IQ-Punkte bei Sonderschülern beobachtet.

Mit bestimmten Computerspielen können Kinder schlauer werden, haben Forscher der Universität Würzburg in Bayern herausgefunden. Mit Hilfe logischer Denkspiele konnte die Intelligenz von Sonderschülern innerhalb von sechs Wochen um durchschnittlich elf IQ-Punkte gesteigert werden. "Das ist ein sehr großer Effekt", teilte Psychologe Wolfgang Lenhard am Montag mit.

Virtuelles Ziel hält Motivation aufrecht

Den Erfolg begründet der Wissenschafter unter anderem damit, dass die Testpersonen das Computerspiel gern spielten. "In dem Computerspiel verfolgen die Kinder ein virtuelles Ziel. Das hält ihre Motivation bis zum Ende des Trainings aufrecht." Gemeinsam mit zwei Elfen müssen die Kinder einen blauen Diamanten finden und dafür 120 Logik-Aufgaben lösen. Dabei erhalten die Kinder für jede richtige Antwort sofort eine Belohnung, wie zum Beispiel ein Goldstück oder den Zugang zum nächsten Level.

Erleichtert Lernen

"Das sind die Mechanismen bei Computerspielen, die Kindern das Lernen erleichtern: Sie sollten eine zeitnahe Rückmeldung über ihre Leistungen erhalten und für gute Aktionen belohnt werden", sagte Alexandra Lenhard vom Institut für psychologische Diagnostik über einige Kriterien für gute PC-Spiele. Das Institut hat gemeinsam mit der Uni die Studie erarbeitet. Das Ergebnis des IQ-Tests könne jedoch nicht beliebig gesteigert werden, sagte Alexandra Lenhard. "Durch eine optimale Förderung der Kinder kann die Entwicklung ihrer Intelligenz aber verbessert werden." Die Würzburger Psychologen wollen das PC-Training nun nochmals mit Volksschülern untersuchen. (APA)>


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Welt
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Deutschland 18.11.2011: Leistungsdruck, Mobbing oder extremer Stress provoziert immer mehr Selbstmordgedanken bei SchülerInnen

aus: Welt online: Psychologie: Immer mehr Schüler haben Selbstmordgedanken; 18.11.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13723501/Immer-mehr-Schueler-haben-Selbstmordgedanken.html

<Autor: Barbara Driessen

Hoher Leistungsdruck, Mobbing oder extremer Stress: Schon Kinder erkranken an schweren Depressionen. Wann bei den Eltern die Alarmglocken läuten sollten.

Als sich ihr Sohn Jasper (Name geändert) über längere Zeit hinweg seltsam antriebslos gab, sehr unsicher wirkte, nachts lange grübelnd wach lag und selbst das Interesse an seinen Hobbys verlor, da begann sich seine Mutter Gesine Heinen Sorgen zu machen.

Als sie dann auch noch von Jaspers Klassenlehrerin gefragt wurde, was denn mit ihm los sei, er wirke so verändert, da läuteten bei der Kölnerin alle Alarmglocken. „Ich musste mir plötzlich eingestehen, dass er depressiv und niedergeschlagen wirkte - aber das konnte ich mir bei einem zehnjährigen Kind gar nicht vorstellen.“

Doch Jasper ist alles andere als ein Einzelfall. Eine kürzlich im Auftrag der DAK durchgeführten Studie unter 6000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland ergab, dass fast jeder dritte Schüler unter depressiven Stimmungen leidet.

Zwar ist eine depressive Stimmung keineswegs mit einer Depression gleichzusetzen. Doch wer bereits depressive Stimmungen habe, der könne schneller als andere tatsächlich an einer Depression erkranken, sagt Gerd Lehmkuhl, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Köln.

Er geht davon aus, dass ein großer Teil der Jugendlichen unter Stimmungsschwankungen leidet, „was zu einem gewissen Grad völlig normal ist“. Bei etwa 10 bis 15 Prozent seien jedoch depressive Symptome erkennbar, und etwa drei bis vier Prozent müssten seiner Einschätzung nach dringend behandelt werden.

Doch wie erkennt man etwa als Eltern, ob das eigene Kind lediglich eine schlechte Phase durchlebt oder ob es ernsthaft krank ist? Wenn ein junger Mensch auf ein negatives Ereignis in seinem Leben mit Enttäuschung reagiere, sei das völlig angemessen, sagt Lehmkuhl.

„Problematisch wird es dann, wenn solch eine Stimmung über einen längeren Zeitraum konstant bleibt und sich in mehreren Bereichen bemerkbar macht“, sagt Lehmkuhl, etwa in der Freizeit, beim Sport, in der Schule und im Freundeskreis.

„Ich frage immer, wie gut der Alltag bewältigt wird“, meint Judith Sinzig, Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der LVR-Klinik in Bonn. „Wenn etwa die Schule geschwänzt wird, die sozialen Kontakte eingeschränkt werden und sich das Kind stattdessen in die virtuelle Welt des Internets zurückzieht, dann sollten Eltern hellhörig werden“.

Sie glaubt, dass die Anforderungen an Kinder immer weiter zunehmen: Der steigende Druck in der Schule, die Unterbringung in Ganztagsschulen, schwierige Familienverhältnisse zu Hause, getrennte Eltern oder das Zusammenleben in Patchworkfamilien und auch die zeitraubende Teilnahme an sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ, all das seien Stressfaktoren. „Viele haben das Gefühl, den gestellten Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können.“

Suizidgefahr bei Jugendlichen steigt

Auch Mobbing macht vielen Kindern zu schaffen. Hinzu kommt bei manchen eine familiäre Komponente: Wenn ein Elternteil bereits an einer Depression erkrankt ist, ist das Risiko auch für die Kinder höher.

Die Zahl der Jugendlichen, die sich das Leben nehmen, steigt. „Wir haben etwa 20 Aufnahmen im Monat wegen Suizidgefahr“, sagt Sinzig. Das sei deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Suizid ist bei Jugendlichen nach Verkehrsunfällen die häufigste Todesursache.

Sinzig fordert Eltern dazu auf, bei Problemen lieber einmal zu viel als zu wenig ärztliche Hilfe zu suchen. Eltern und Lehrer sollten auf Frühwarnzeichen achten: „Viele Jugendliche mit Selbstmordgedanken haben die Schule schon längere Zeit nicht mehr besucht. Da hätte man bereits früher eingreifen können.“

Hilfe bei Depressionen bekommen Jugendliche etwa in einer Verhaltenstherapie, die Bewältigungsstrategien bietet und dabei hilft, Dinge anders zu bewerten. Bei ganz massiven Problemen können auch Antidepressiva eingesetzt werden - immer in Verbindung mit einer Psychotherapie.

„Bei leichteren depressiven Episoden kann auch Johanniskraut helfen“, sagt Sinzig. Das habe sehr positive Erfolge gezeigt. Auch Jaspers Mutter hat ihrem Sohn Johanniskraut gegeben. „Ob es das war oder ob es von allein besser geworden wäre, weiß ich nicht. Aber nach ein paar Wochen ging es ihm besser.“

epd/oc>

Kommentar

Die Welt computerisiert sich immer mehr - und die Kinder nehmen sich den "perfekten" Computer dann zum Vorbild. Das kann nur in Depressionen enden. Wenn Mobbing oder Stress hinzukommen, verkompliziert sich alles, weil die "Ordnung" dann "gestört" wird. Wenn die Eltern da keinen Ausgleich schaffen, dann ist der Selbstmord vorprogrammiert.

Michael Palomino, 20.11.2011


Der
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28.11.2011: Feministische Grundschule "Virginia Woolf" in Wien 1991-2001 hatte positive Auswirkungen auf den staatlichen Schulplan

aus: Der Standard online: Feministische Pädagogik: Radikale Schule für kleine Frauen; 28.11.2011;
http://diestandard.at/1319183788144/Feministische-Paedagogik-Radikale-Schule-fuer-kleine-Frauen

<Bericht | Ina Freudenschuß, 28. November 2011 06:15

In der feministischen Grundschule Virginia Woolf in Wien wurde statt Turnen Selbstverteidigung gelehrt - Zwei Schulfrauen blicken zurück

Die Forderungen nach mutigen Bildungsreformen sind derzeit besonders laut zu hören. Doch wie ergeht es Bildungseinrichtungen in Österreich, die pädagogisch tatsächlich neue Wege bestreiten? Die Virginia Woolf-Schule im Wiener WUK war eine davon und beeinflusste mit ihrem radikal-feministischen Ansatz auch über ihre aktive Zeit hinaus das Bildungssystem in Österreich. Zehn Jahre später (die Schule existierte von 1991 bis 2001) schaffen es feministische Bildungsziele kaum mehr in die Öffentlichkeit. Zwei ehemalige Schulfrauen rekapitulieren das bis heute im deutschsprachigen Raum einmalige feministische Schulprojekt. 

Neue Methoden

"Neue Worte und neue Methoden" - so hat sich die britische Schriftstellerin Virginia Woolf die Förderung junger Mädchen vorgestellt. In ihrem Essay "Drei Guineen" forderte die feministische Ahnfrau ein alles neu für die Mädchenbildung auf dieser Welt. Vermutlich hätte sie sich kaum vorstellen können, dass rund 50 Jahre später tatsächlich eine Grundschule in Wien gegründet wurde, die stolz ihren Namen trug und ihre Grundsätze hochhielt.

Selbstverteidigung statt Turnen

Was in der Virginia-Woolf-Schule gelehrt wurde war jedenfalls nicht Sachkunde, Turnen oder Englisch. Es gab keine Fächer sondern Unterrichtsprinzipien: dazu zählte neben Frauengeschichte, Frauensprache und dem Aufspüren des alltäglichen Sexismus auch Selbstverteidigung (Wendo) und Arabisch. "Die Sprache haben sich die Mädchen selbst ausgesucht", so die ehemalige Schulfrau Ruth Devime nicht ohne Stolz.

Die Erwachsenenbilderin gehörte zu den Gründerinnen der Virginia Woolf-Schule. Den Anstoß für eine feministische Mädchenschule gaben allerdings die betroffenen Mütter selbst. Deren Töchter waren in der koedukativen Schule unzufrieden und auf dem besten Wege, schon vorhandene Fähigkeiten durch das Regelschulsystem wieder zu verlernen, erläutert Devime. Außerdem waren sie ständig Störungen von Buben ausgesetzt.

Gesellschaftlicher Rückenwind

Der Kritik an der Koedukation schlossen sich zu Beginn der 1990er Jahre auch feministische Schulforscherinnen an. Sie gaben zu bedenken, dass 15 Jahre nach der gesetzlichen Einführung der Koedukation in Österreich die Erreichung der Chancengleichheit für Mädchen noch in weiter Ferne lag. Der Virginia-Woolf-Schule kam zugute, dass in den 1990ern Mädchenförderung sehr ernst genommen wurde, erläutert Ilse Rollett, die damals für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war.

Der gesellschaftliche Trend sprach also für die neue Grundschule und auch von behördlicher Seite wurden dem Projekt keine Steine in den Weg gelegt. Formal genossen die Schülerinnen Heimunterricht, tatsächlich wurden sie ganztags in den über 200 m2 großen Räumlichkeiten des Frauenzentrums in Wien unterrichtet.

In Bezug auf das pädagogische Konzept ließen sich die Schulfrauen von Alternativschul-Lehrplänen, die es in Deutschland bereits gab, inspirieren. "Die haben wir quasi mit der feministischen Brille überarbeitet," so die heutige Direktorin der AHS Rahlgasse in Wien.

Das Lernen sollte frei und individuell sein, soviel stand fest. "Wenn frau eine Gruppe zwischen sieben und zehn Mädchen betreut, braucht es keinen Zwang. Die Mädchen wollen ja lernen", so die beiden Schulfrauen unisono. Besonders wichtig sei es ihnen gewesen, auf die Bedürfnisse und Lebenswelten der Mädchen einzugehen. Die "kleinen Frauen" sollten nur an sich selbst gemessen werden, und nicht an Buben oder sonstigen patriarchalen Maßstäben. Die Noten sollten sich die Mädchen, nach reifer Diskussion in der Gruppe, selbst geben. Die meisten Betreuenden waren keine ausgebildeten Pädagoginnen, sondern Frauen, die einen Fachbereich besonders gut beherrschten und ihn den Mädchen mit Begeisterung vermitteln konnten.

Gewaltschutz

Einen großen fachlichen und auch ideologischen Stellenwert nahm die Selbstverteidigung ein. Die Mädchen bekamen über vier Jahre hinweg zweimal die Woche Unterricht in der von Frauen entwickelten Kampfsportart Wendo ("Weg der Frauen"), um sich bei Bedarf gegen Gewalt und sexuelle Übergriffe von Männern zur Wehr zu setzen. Auch andere Schulklassen nutzten dieses Angebot im Frauenzentrum. Für Devime ist Männergewalt gegenüber Frauen bis heute eines der größten Probleme in der Koedukation: "In der Schule sind Mädchen den Übergriffen von Burschen schutzlos ausgesetzt. Die Lehrer und Lehrerinnen finden Ausreden wie: er hat es ja nicht so gemeint, oder: sie kann sich schon wehren. Heute gibt es flächendeckend Frauenhäuser in Österreich. Nur die Mädchen lässt man in dieser Situation allein."

Nicht nur deshalb war es ihnen wichtig, den Mädchen die Bedeutung der Beziehungen unter Frauen näherzubringen. Statt einem Betragen hatten die Mädchen in ihrem Zeugnis deshalb eine Note für "mädchenfreundliches Verhalten" stehen: "Ich war und bin überzeugt: wie Frauen miteinander tun, verändert die Welt", so Devime. Ihr feministisches Ziel sei es auch nie gewesen, so etwas wie Gleichstellung zwischen den Geschlechtern zu erreichen. Ihr Herz schlägt für eine matriarchale Gesellschaft, in der Frauen und Kinder zusammenleben und Väter auch auch leben können, aber keine Entscheidungsmacht haben.

Konflikte und Druck

Solche radikal-feministischen Ansichten hätten sie natürlich des Öfteren in Konflikt mit den Eltern, vor allem den Vätern der Mädchen gebracht. Das gibt Devime gerne zu. Für sie ist es nun einmal das bessere Lebenskonzept, wenn Mädchen und Mütter die relevanten Entscheidungen treffen und nicht die Männer, wie im Patriarchat. Erwartungsdruck auf die Mädchen habe es jedenfalls nicht gegeben: "Mir war das wurscht. Gut sollte es ihnen gehen und sie sollten wissen, wer sie sind. Bei manchen ist mir das sicher besser gelungen, als bei anderen."  Rollett gibt zu bedenken, dass es sich bei der Virginia-Woolf-Schule mit den Schulfrauen, den Schülerinnen und den Eltern um eine sehr kleine soziale Gruppe gehandelt habe: "Das Korrektiv hätte größer sein können."

Das Vermächtnis

Zehn Jahre nach dem Ende der Virginia-Woolf-Schule ist die Situation an Österreichs Schulen jedenfalls eine andere als vor ihrem Schulprojekt, da sind sich die Schulfrauen einig. Vieles von dem, was in ihrer Schule praktiziert wurde, sei in das Regelschulwesen eingeflossen, meint Rollett: "Es ist heute viel leichter, in Schulen die Geschlechter einmal kurzfristig oder für bestimmte Fächer zu trennen." Zudem habe die Genderthematik zu einem gewissen Grad auch in der PädagogInnen-Ausbildung Einzug gehalten. Devime verweist darauf, dass der Ruf der "radikalen Virginia-Woolf-Schule" engagierten Lehrerinnen in der Regelschule einen Freiraum verschaffte, mit dem sie arbeiten konnten. "Und es gibt ja auch wirklich sehr viele coole Weiber an den österreichischen Schulen", lobt die Erwachsenenbildnerin ihre nicht ganz so radikalen Kolleginnen. Allein: Die Chancen für die Gründung einer feministischen Grundschule in der Gegenwart schätzt Rollett für gering ein: "Die Mädchen heute denken, dass sie keine spezielle Förderung mehr brauchen." (Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 27.11.2011)

Lesen Sie am Donnerstag, was ehemalige Schülerinnen der Virginia-Woolf-Schule über ihre Zeit in einer feministischen Grundschule sagen, was sie heute beruflich machen und ob die Schule aus ihnen "starke, widerständige, mutige Frauen" gemacht hat.>


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1.12.2011: Feministische Grundschule "Virginia Woolf" in Wien 1991-2001 war zum teil zu extrem - Details

aus: Der Standard online: Feministische Pädagogik: Brave Mädchen unerwünscht; 1.12.2011;
http://diestandard.at/1322531513460/Feministische-Paedagogik-Brave-Maedchen-unerwuenscht

Bericht |
01. Dezember 2011 06:15

<Die Virginia-Woolf-Mädchen in den 1990ern: In der Schule wurden jeweils 7 bis 10 Mädchen in einer altersübergreifenden Gruppe unterrichtet.

Mit der ideologischen Ausrichtung der Virginia Woolf-Schule haben die ehemaligen Schülerinnen heute ihre Probleme - Die Selbstverteidung und das Kreativsein möchten sie aber nicht missen.

Dass Schulbildung das weitere Leben von Kindern maßgeblich beeinflusst, gehört heute zu den Gemeinplätzen in der Bildungsdebatte. Adressiert wird hier meist das Regelschulsystem und seine Probleme. Wir wollten wissen, was aus Mädchen wird, die sich zumindest einen Teil ihrer Schulkarriere außerhalb dieses Systems befanden und stattdessen eine radikal-feministische Grundschulbildung genossen. Wo Frauensprache wichtiger war als Grammatik und Selbstverteidigung bedeutender als Turnen (siehe Artikel "Radikale Schule für kleine Frauen"). Bei den vier Absolventinnen der Virginia-Woolf-Schule, die wir getroffen haben, kam das rückblickend nicht nur gut an.

"Wertschätzung für mich selbst"

"Wenn ich an meine Volksschulzeit zurückdenke, fallen mir viele Erlebnisse ein, allerdings fast keine, die mit Lernen zu tun haben." Ines verbindet ihre Zeit in der Virginia-Woolf-Schule vor allem mit Spielen, Selbstverteidigung und "viel Schokoladepudding-Machen", wie sie schmunzelnd hinzufügt. Später im Gymnasium hatte sie deshalb Probleme: "Ich hatte Defizite gegenüber den anderen SchülerInnen in fast allen Bereichen. Egal ob Mathe, Deutsch oder Sachunterricht."

Trotz der harten Zeit damals schaffte sie aber die Regelschule: Nach erfolgreich abgeschlossenem BWL-Studium arbeitet die 24-Jährige heute in ihrem ersten Job als Assistentin einer Geschäftsführung in Wien.

Ines findet es zwar gut, jungen Mädchen beizubringen, dass sie sich nicht an gesellschaftliche Erwartungen richten müssen, die an Mädchen gestellt werden. Allerdings sei es auch verkehrt, Mädchen zu lernen, dass Männer immer böse und schlecht sind. "Die Männerfeindlichkeit, die in der Virginia-Woolf-Schule sehr stark zum Ausdruck gebracht wurde, kann ich nicht teilen."

Die Grundschule habe ihr "viel Selbstvertrauen und Wertschätzung für mich selbst mitgegeben und mich gelehrt, stolz darauf zu sein, wer ich bin als Mädchen und heute als Frau." Von Männern werde sie sich auf keinen Fall unterdrücken lassen. Und dem Thema Gender blieb sie in gewisser Weise auch beruflich treu: Ihre Spezialisierung im Studium wurde das Gender- und Diversitätsmanagement.

"Zu extreme Umsetzung"

Klara spielt gern mit ihren langen, blonden Haaren, wenn sie spricht. Heute darf sie lange Haare tragen und es macht ihr sichtlich Spaß. In der Virginia-Woolf-Schule gab es diesbezüglich aber öfters Zoff. "Die Lehrerinnen haben uns vermittelt, dass ihnen mädchentypisches Aussehen nicht gefällt." Lackierte Fingernägel waren zum Beispiel ein Problem. Dafür konnten sich die Mädchen mit wilden Haaren ein Lob in der Schule einholen. "Und natürlich wollen siebenjährige Mädchen ihren Lehrerinnen gefallen", gibt sie heute kritisch zu bedenken. Die Lehrerinnen hätten sie manchmal wohl auch bewusst provoziert, um aus ihnen eine wütende Reaktion herauszuholen. "Wir sollten gegen sie ankommen, uns gegen sie auflehnen. Aber so hat das nicht funktioniert."

An der Schule mochte sie, dass sie sehr viele Projekte und Ausflüge machten, auch die Gemeinschaft in der kleinen Gruppe will sie nicht missen. "Dennoch überwiegen bei mir eher negative Erinnerungen. Rückblickend sind das für mich Situationen, wo wir einfach nicht kindgerecht behandelt wurden."

Im Prinzip findet die 21-Jährige die Idee einer eigenen Mädchenschule aber sehr gut. "Es stimmt ja, dass Burschen in der Regelschule oftmals bevorzugt werden." Die Umsetzung in der Virginia-Woolf-Schule sei allerdings in vielerlei Hinsicht "zu extrem" gewesen. Das Hauptproblem sieht sie darin, dass die Lehrenden keine pädagogische Ausbildung hatten. "Es sollte immer alles transparent und offen vor allen besprochen werden. Das hat uns als Kinder oftmals überfordert."

Nach der Matura nahm sich Klara erst einmal ein Jahr Auszeit, jetzt macht sie eine Lehre als Friseurin in Wien, um später einmal als Maskenbildnerin am Theater arbeiten zu können. Sich selbst als Feministin zu bezeichnen, das gefällt ihr nicht. "Eine Anti-Feministin bin ich aber freilich auch nicht. Gleichberechtigung und frauengerechte Sprache finde ich schon wichtig."

"Sie hätten uns mehr fördern können"

Anna versteht sich heute als politisch aktiv. Wer oder was sie in diese Richtung prägte, kann sie rückblickend nicht genau benennen: War es die Schule, war es ihr politisiertes, familiäres Umfeld oder die UniBrennt-Bewegung, an der sie sich beteiligt hatte? Vermutlich war es von allem ein bisschen etwas.

Gut gefiel ihr an der Virginia-Woolf-Schule jedenfalls das Fach Selbstverteidigung. "Das hat eigentlich allen wahnsinnig getaugt". In der Schule hätten die Mädchen kreativ sein können, es wurde viel gebastelt, selbst Geschichten geschrieben, gemalt; auch die Freiräume, die ihnen zur Selbstbeschäftigung gelassen wurden, findet die 21-Jährige rückblickend toll.

Schade findet sie, dass das Lernpotential, das eine so kleine Gruppe bringt, zu wenig genutzt wurde. "Sie hätten uns schon mehr fördern können". Auf dem Gymnasium merkte sie dann, dass sie nicht auf demselben Bildungsstand wie die anderen Gleichaltrigen war.

Was sie heute auch kritisiert, war die männerfeindliche Einstellung bei den meisten Schulfrauen. "Wir haben schon vermittelt bekommen, dass von Männern und auch Vätern nichts Gutes zu erwarten ist." Als kleines Mädchen habe sie deshalb regelrecht Angst vor Männern gehabt.

Da es sich beim FZ um einen reinen Frauenraum handelt, durfte beispielsweise auch ihr damals 9-jähriger Cousin nicht mit hinauf kommen, wenn ihre Tante sie von der Schule abholte. "Es gab ein riesen Geschrei, auch die anderen Mädchen wurden regelrecht hysterisch, dabei war mein Cousin doch noch ein Kind", erzählt Anna. "Das sind Erlebnisse, die ich niemals vergessen werde."

Die Germanistik-Studentin sieht sich heute schon als Feministin. "Aber nicht so, wie uns das damals vermittelt wurde. Einem kleinen Mädchen vorzuschreiben, wie es sich kleiden soll, ist für mich kein Feminismus".  Und: "Ich bin für Gleichstellung, aber das heißt ja nicht, dass ich mein ganzes Leben gegen das System ausrichten muss."

Unterfordert

Aus ihrer Grundschulzeit vermisst Alina eigentlich nichts. "Es geht mir in keinster Weise ab, in der Frauensprache reden zu müssen", vermerkt sie knapp. Sie hätte diese Jahre in der Virginia-Woolf-Schule anderswo wesentlich besser nützen können.

Schulisch gab es das Problem, dass sie sich vom Unterrichtsstoff nicht gefordert fühlte. "Ich war immer sehr gut in der Schule und habe mich schnell gelangweilt. Erst jetzt im Studium habe ich das Gefühl, dass ich geistig richtig gefordert werde", so die Master of Business Administration (MBA)-Studierende.

Von strikten Vorschriften, wie die Mädchen auszusehen und sich zu verhalten hatten, berichtet auch Alina. Sie hätten zu Mittag stets zu zweit von einem Teller essen müssen, weil das als frauenfreundliches Verhalten gewertet wurde. "Bis heute graust mir davor, mit anderen Menschen mein Essen zu teilen", so die 21-Jährige.

Wie ihre Kolleginnen findet sie die Idee einer reinen Mädchenschule aber prinzipiell gut. Allein, bei der Virginia-Woolf-Schule hätten viele Faktoren nicht gestimmt: "Sie hatten diese Verbissenheit aus uns etwas zu machen, das sie gerne gehabt hätten, anstatt uns einfach so sein zu lassen wie wir waren."
Von der aktuellen Schuldebatte erhofft sie sich, dass SchülerInnen künftig individueller gefördert werden, damit sie leichter ihren beruflichen Weg finden. Außerdem hält sie es verfrüht, wenn SchülerInnen schon mit 14 vor die Wahl gestellt werden, was sie einmal werden wollen. "Viele wissen nicht mal mit 20 was sie werden wollen." (Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 1.12.2011)>

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Welt
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4.12.2011: Stillsitzen in der Schule mit Augenmass - denn für gute Hirnleistung braucht es auch Bewegung

aus. Welt online: Gesundheit: Stillsitzen mindert bei Schülern die Hirnleistung; 4.12.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13747335/Stillsitzen-mindert-bei-Schuelern-die-Hirnleistung.html

<Autor: Janine Wergin

Stillsitzen in der Schule ist ungesund – und zwar nicht nur für die körperliche Entwicklung.

Wenn Schüler ruhig sitzen, freuen sich die Lehrer. Doch der Bewegungsmangel wirkt sich negativ auf die geistige Entwicklung aus – viele Schulen ignorieren das.

Wenn Kinder lange still sitzen müssen, fangen sie an, auf dem Stuhl umher zu rutschen oder zu kippeln. Das sei sinnvoll und notwendig, sagt der Sport- und Bewegungswissenschaftler Dieter Breithecker. Er spricht von "gesunder Bewegungsunruhe", die unverzichtbar sei für die geistige und körperliche Entwicklung von Heranwachsenden.

Unter Fachexperten ist unstrittig, dass Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang haben. "Bewegung ist ein Grundbedürfnis - wie Essen, Trinken und Schlafen", sagt Breithecker. Den meisten Menschen sei dies aber nicht bekannt.

Kinder erkunden ihre Umwelt durch körperliche Aktivität. Sie hüpfen, springen oder balancieren und fördern dabei ihr Koordinationsvermögen, motorische und kognitive Fähigkeiten sowie ihre Sozial- und Risikokompetenz.

In mehreren Untersuchungen kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass Bewegung klug macht. "Kinder lernen besser durch körperliche Aktivität", sagt Breithecker, der auch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden leitet. Bewegung sei "Nahrung für das Gehirn". Die Nervenzellen würden unterstützt, sich miteinander zu verbinden.

Wenn ein Kind im Unterricht kippelt, dient dies folglich seiner Entwicklung: "Das ist das Bedürfnis eines wachsenden Gehirns. Es aktiviert den Körper, damit es spezielle Botenstoffe und Sauerstoff bekommt, um wach sein zu können", erklärt der Sportwissenschaftler.

"Kinder haben deshalb im Grundschulalter, bis zum 11., 12. Lebensjahr, ein intrinsisches Bedürfnis, sich zu bewegen. Man muss sie gar nicht großartig motivieren, sondern vernünftige Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen."

Genau das ist aber das Problem. Spaß am Sport und die Lust an Bewegung kämen in der Erziehung oft zu kurz, sagt der Vorsitzende der Sportjugend Rheinland-Pfalz, Thomas Biewald. Dies spürten auch die Vereine durch sinkenden Zulauf.

"Die Sportvereine konkurrieren mittlerweile mit der Playstation um die Freizeit der Kinder." Hinzu kommt, dass die kindliche Bewegungswelt sich gewandelt hat. Mädchen und Jungen wüchsen in der Großstadt zum Teil in engen Wohnverhältnissen auf, die Bewegung einschränkten, bedauert Breithecker.

Sportunterricht allein reicht nicht aus

Durchschnittlich sind Kinder und Jugendliche 50 Minuten am Tag sportlich aktiv, wie der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts 2007 ergab. Nur ein Drittel der Kinder erreichte die empfohlene Untergrenze von 60 Minuten sportlicher Aktivität.

Die Sportstunde reicht nicht aus, um Bewegungsdefizite auszugleichen. Auch während des Unterrichts in anderen Fächern sei Bewegung wichtig, sagt Breithecker. Beispiel Mathe-Unterricht: "Wenn Kinder die Einer-, Zehner- und Hunderterreihe lernen, bei der Einerreihe in die Hände klatschen und bei der Zehnerreihe springen", verdeutlicht er.

Er kritisiert, dass selbst Lehrer und Erzieher häufig zu wenig wüssten über die Bewegungsbedürfnisse von Kindern. "Oft wird von der Sicht des Erwachsenen ausgegangen.

Kinder brauchen aber viel mehr Bewegung als Erwachsene. Fünf- bis Neunjährige können höchstens zehn Minuten still sitzen, Zehn- bis Zwölfjährige etwa 15 Minuten. Das muss der Maßstab sein", betont er.

Auf dem Spielplatz seien "herausfordernde Geräte" wichtig – eine Umgebung, die Kinder ermutige, Grenzerfahrungen zu machen. "Sie werden oft zu sehr behütet. Es ist wichtig, dass Kinder Wagnisse eingehen und bewältigen, um Risikokompetenz, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu entwickeln", erklärt der Experte.

Problematisch sei nicht nur kindungemäße Bewegung, sondern vor allem Bewegungsmangel. "Die Kinder werden dicker, haben Haltungsstörungen oder Rückenschmerzen. Hinzu kommen Lernstörungen, Verhaltensstörungen und Vieles mehr", sagt Breithecker.

dapd/oc>


Kommentar

Vielleicht ist der Begriff "Schulstunde" und die Gestaltung nur mit Stuhl und Bank falsch? Dann müssen also die Schulzimmer alle doppelt so gross sein für eine regelmässige Gymnastik im Klassenzimmer. Wo sind denn das Gesundheitsministerium und das Erziehungsministerium?

Michael Palomino, 4.12.2011

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Spiegel online, Logo

6.12.2011: <Fremdsprachen für Grundschüler: "Früh anfangen allein reicht nicht">

aus: Spiegel online; 6.12.2011;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,788653,00.html

Englisch ab der ersten Klasse? Bringt nicht viel, findet die Landesregierung in Baden-Württemberg und will den frühen Sprachunterricht streichen. Ein Rückschritt, sagt Sprachwissenschaftler Thorsten Piske und erklärt im Interview, dass schlechte Lehrer bessere Ergebnisse verhindert haben.

SPIEGEL ONLINE: Baden-Württemberg war Vorreiter beim Fremdsprachenunterricht in der Grundschule. Seit acht Jahren lernen die Erstklässler dort Englisch oder Französisch. Die neue Landesregierung will das Tempo wieder drosseln und erst ab Klasse 3 starten. Was sagen Sie dazu?

Piske: Das wäre ein Rückschritt. Je früher Kinder Zugang zu einer Fremdsprache haben, desto aufgeschlossener sind sie gewöhnlich anderen Kulturen gegenüber. Den Fremdsprachenunterricht in den Klassen 1 und 2 wieder abzuschaffen, finde ich auch in Bezug auf Chancengleichheit bedenklich. Es wäre dann damit zu rechnen, dass vor allem bessergestellte Familien ihre Kinder auf Privatschulen schicken, an denen es weiterhin Fremdsprachenunterricht ab der ersten Klasse gibt. Das frühe Fremdsprachenlernen würde in Baden-Württemberg dann also wieder zu einem Angebot für einige, aber nicht wie derzeit für alle Kinder.

SPIEGEL ONLINE: An den öffentlichen Grundschulen werden bislang zwei Stunden Englisch oder Französisch pro Woche unterrichtet. Was bringt das?

Piske: In den ersten beiden Jahren tut sich beim Sprachverständnis auch bei nur zwei Wochenstunden sehr viel. Die Kinder können Beschreibungen und Erklärungen folgen und auch schon Geschichten verstehen. Doch weil der Schwerpunkt auf dem Hörverständnis liegt und sich das freie Sprechen deshalb nicht so schnell entwickelt, kann man leicht den Eindruck bekommen, dass der Fremdsprachenunterricht in der Grundschule nicht viel bringt. Da sind die Erwartungen oft zu hoch.

SPIEGEL ONLINE: Ein Expertenrat hat der Landesregierung empfohlen, erst in der dritten Klasse mit einer Fremdsprache zu beginnen. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund seien überfordert und sollten zuerst Deutsch lernen.

Piske: Nach unseren bisherigen Erfahrungen fühlen sich gerade Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, im Fremdsprachenunterricht wohl. Denn sie fangen wie die anderen Kinder auch neu an, und ihre Leistungen sind nicht so sehr wie in anderen Fächern von ihren Deutschkenntnissen abhängig. Das kann sehr ermutigend sein.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben für eine EU-Studie in mehreren deutschen Städten die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern getestet, die in deutsch-englisch bilinguale Kindergärten gingen. Einige dieser Kinder wachsen zu Hause mit einer anderen Sprache als Deutsch oder Englisch auf. Was kam bei der Studie heraus?

Piske: Die Kinder, die die mehrsprachige Situation von zu Hause kannten, machten in Englisch gute Fortschritte. Und sie schnitten auch in den Deutschtests mindestens so gut ab wie Kinder aus rein deutschsprachigen Familien. Das liegt daran, dass in den bilingualen Kindergärten darauf geachtet wird, dass auch das Deutsche nicht zu kurz kommt - und dass Kinder durch den frühen intensiven Kontakt zu mehreren Sprachen offenbar schnell ein hohes Sprachbewusstsein entwickeln...

SPIEGEL ONLINE: ...oder am oft privilegierten Leben in zweisprachigen Akademikerhaushalten. Lassen sich solche Ergebnisse auf eine durchschnittliche Grundschule mit zwei Stunden Englisch in der Woche übertragen?

Piske: Natürlich müssen diese ersten Ergebnisse noch mit Vorsicht interpretiert werden. Sie zeigen aber auf jeden Fall, dass es nicht automatisch zu Defiziten in Deutsch kommt, wenn eine andere Sprache mehr Platz bekommt. Wir haben auch bilinguale Kindergärten in einem schwierigen sozialen Umfeld untersucht, die zeigen, dass solche Einrichtungen keine Elite-Institutionen sein müssen. Und überall erzielten Migrantenkinder in den Deutschtests mindestens so gute Leistungen wie Kinder aus deutschsprachigen Familien.

SPIEGEL ONLINE: Wie kommen die Experten, die die Landesregierung zitiert, dann zu ihrer Einschätzung?

Piske: Sie haben festgestellt: Viele Kinder haben in Deutsch und Mathe Probleme. Dann hat man überlegt, wie man für diese Fächer Zeit gewinnen kann. Weil es das Vorurteil gibt, dass früher Fremdsprachenunterricht wenig bringt, hat man hier wohl am ehesten Möglichkeiten für einen Zeitgewinn gesehen. Aber bei den Fremdsprachen zu kürzen, ist der falsche Ansatz. Es sollte nicht darum gehen, bestimmte Fächer auf Kosten anderer auszubauen. Man sollte lieber in den Fächern, in denen es Schwierigkeiten gibt, der Frage nachgehen, wie der Unterricht gestaltet werden muss, damit er bei allen Schülern zu größeren Erfolgen führt.

SPIEGEL ONLINE: Woher haben Englischstunden für Sechsjährige so einen schlechten Ruf?

Piske: Viele Lehrer sind sprachlich unsicher und können ihren Schülern keinen Unterricht bieten, in dem sie sich schnell weiterentwickeln können. Als es mit dem frühen Fremdsprachenunterricht losging, wurden vor allem fachfremde Lehrkräfte eingesetzt, die die Sprache nicht studiert hatten. Auch heute werden immer noch rund drei Viertel der Englischstunden an den Grundschulen fachfremd unterrichtet.

SPIEGEL ONLINE: Wie sieht guter Englischunterricht aus?

Piske: Die Lehrer müssen die Sprache flüssig und authentisch beherrschen. Und sie müssen für Kinder anschauliche Situationen schaffen, zum Beispiel mit Hilfe von Bildern, Experimenten, Rollenspielen oder Handpuppen. Die Kinder sollten oft die Gelegenheit bekommen, selbst zu sprechen - über Themen, die sie interessieren. Und sie sollten früh an die englische Schrift herangeführt werden, damit sie sich an die Unterschiede zur deutschen Schrift gewöhnen.

SPIEGEL ONLINE: Ist es nicht sehr viel verlangt, Grundschülern zwei unterschiedliche Schriften lernen zu lassen?

Piske: Nein, denn in den weiterführenden Schulen sind die schriftlichen Fähigkeiten auch in der Fremdsprache plötzlich sehr wichtig. Der schlechte Ruf der frühen Englischstunden rührt auch daher, dass die Schüler, die aus der Grundschule kommen, oft nicht die Erwartungen der Lehrer erfüllen. Als man den Fremdsprachenunterricht an der Grundschule eingeführt hat, hat man häufig den Eindruck erweckt: Man fängt früh an, und alles passiert automatisch, denn Kinder saugen Sprachen auf wie ein Schwamm. Früh anzufangen allein, ist aber nicht genug.

Das Interview führte Heike Sonnberger>


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Frankreich 8.12.2011: Eine kriminelle Lehrperson loswerden: Wenn entschlossene Eltern die Schulleitung als Geisel nehmen, dann geht das

aus: Spiegel online: Französische Schule: Eltern erzwingen Lehrer-Entlassung per Geiselnahme; 8.12.2011;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,802263,00.html

<Eltern in Südfrankreich haben erfolgreich einen umstrittenen Lehrer weggemobbt. Sie setzten die Schulleiterin und vier Mitarbeiter fest und erpressten so die Zusage, dass der Pädagoge entlassen wird - der sei einfach "dilettantisch".

Berre-l'Étang/Hamburg - Was tun, wenn Kinder sagen, dass sie unter einem Lehrer leiden? Französische Eltern in Berre-l'Étang nahe Marseille fanden auf diese Frage eine radikale Antwort. An der katholischen Privatschule, die ihre Kinder besuchen, hielten mehrere Eltern eine Schulleiterin, zwei Lehrerinnen und zwei Mitarbeiter der Schule gegen deren Willen eine Nacht lang fest, um die Ablösung eines umstrittenen Lehrers zu erzwingen.

"Wir nehmen Lehrer als Geiseln, weil unsere Kinder seit September als Geiseln gehalten werden", erklärte die Wortführerin der aufgebrachten Eltern gegenüber der Tageszeitung "Le Figaro". Ihnen sei bewusst, dass sie strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten hätten, wenn Lehrer oder Angestellte sie anzeigten.

Die Eltern hielten die drei Pädagogen und zwei Verwaltungsangestellte von Dienstagabend an so lange fest, bis das Rektorat schriftlich zusicherte, dass der umstrittene Lehrer abgezogen werde. Daraufhin ließen die Eltern ihre Geiseln an diesem Mittwochmittag frei. Eine Sprecherin der Schulverwaltung erklärte, der umstrittene Junglehrer, der die Eltern so in Rage gebracht hatte, sei für Mittwochnachmittag einbestellt worden.

"Leute zu misshandeln ist inakzeptabel"

Jean-Marc Vincenti, Diözesandirektor für katholische Bildung, erklärte, man habe sich schon vor der Geiselnahme mit dem Lehrer auseinandergesetzt und sei bereits zuvor "auf dem Weg zu einer Lösung" gewesen. Er sei "entsetzt" über die Geschehnisse. Die Eltern hätten zwar das Recht auf Protest auch auf dem Schulgelände, aber "Leute zu misshandeln, ist inakzeptabel", sagt Vincenti. Angesichts der unangemessenen Aktion behalte er sich das Recht vor, die Eltern anzuzeigen.

Die Eltern waren der Ansicht, ihre Kinder seien in der vierten Klasse "in Gefahr". Ein Vater sagte zum Unterricht des jungen Lehrers: "Die Situation ist unkontrollierbar, es wird gejohlt in der Klasse, die Kinder weinen jeden Tag, ein Schüler will nicht mehr in die Schule gehen, sie sind psychologisch angeschlagen." Der Lehrer verhalte sich "dilettantisch". Die Schule blieb am Mittwoch geschlossen, davor hing ein Spruchband mit der Aufschrift "Schule besetzt".

Erziehungsminister Luc Chatel sicherte zu, dass der Fall des Lehrers geprüft werde. Er hob aber hervor, es gebe andere Mittel und Methoden, als eine Schulleiterin "gefangenzuhalten". Die kurze Geiselhaft der Lehrer und Schulmitarbeiter soll relativ entspannt verlaufen sein: Sie wurden mit Lebensmitteln versorgt und konnten auf Matratzen schlafen.

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Der
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Deutschland 8.12.2011: Eltern von Dauerschwänzer-Kindern mit 20 unentschuldigten Fehltagen verlieren zum Teil das Sorgerecht

aus: Der Standard online: 20 unentschuldigte Fehltage: Hannover: Eltern von Schulschwänzern verlieren Teil von Sorgerecht; 8.12.2011;
http://derstandard.at/1323222542496/20-unentschuldigte-Fehltage-Hannover-Eltern-von-Schulschwaenzern-verlieren-Teil-von-Sorgerecht

<Jugendrichter: "Kindern mit 13, 14, wenn die Pubertät zuschlägt, nicht jegliche Bildungschancen fürs Leben zu nehmen".

Hannover - Um das zunehmende Schulschwänzen einzudämmen, hat das Amtsgericht Hannover ein deutschlandweit einmaliges Projekt gestartet. Wenn Kinder mehr als 20 unentschuldigte Fehltage haben und massive Probleme in der Familie vorliegen, können die Jugendrichter den Eltern jetzt das Sorgerecht in schulischen Angelegenheiten entziehen. Hat der Schulverweigerer schwere psychische Probleme, ist auch ein Entzug des Sorgerechts in Gesundheitsdingen möglich.

"Es geht darum, den Kindern mit 13, 14, wenn die Pubertät zuschlägt, nicht jegliche Bildungschancen fürs Leben zu nehmen", sagte Jugendrichter Jens Buck, von dem die jüngst angelaufene Initiative stammt. Schulschwänzern mit massiven familiären Problemen wird nun ein sogenannter Ergänzungspfleger zur Seite gestellt, der die Verantwortung in allen schulischen Dingen übernimmt.

Rund 200 Bußgeldverfahren pro Monat

Die Jugendrichter in Hannover haben pro Monat mit durchschnittlich etwa 200 Bußgeldverfahren wegen Schulverweigerung zu tun. Wenn Schulen den Kommunen Schulschwänzer melden, verhängen diese zunächst ein Ordnungsgeld. Sollten der Schüler oder seine Eltern das Bußgeld nicht bezahlen, landet das Verfahren bei Über-14-Jährigen vor dem Jugendrichter. Der wandelt die Geldstrafe in Sozialstunden um oder verhängt Jugendarrest. Außerdem können die Jugendlichen zu einem Facharzt oder einer Drogenberatungsstelle geschickt werden.

"Es steht die Hilfe im Vordergrund, nicht die Sanktion", betonte Amtsgerichts-Präsident Gerd Vogel. Die jugendlichen Schulschwänzer haben nach der Erfahrung von Jugendrichter Buck ein höheres Risiko, straffällig oder drogensüchtig zu werden, psychisch zu erkranken und später von Hartz IV abhängig zu sein. In Deutschland verlassen rund acht Prozent der Schüler eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Bund und Länder wollen diese Quote bis 2015 halbieren. (APA)>


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13.12.2011: Mädchen als Sprachtalente und Buben als Mathe-Genies ist eher eine kulturelle Programmierung als die Fähigkeit

aus: Spiegel online: Numerator: Studie widerlegt Mythen über Mädchen und Mathematik; 13.12.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,803387,00.html

<Von Holger Dambeck

Mädchen-T-Shirt im Online-Shop: Zu hübsch für Mathe?

Jungs können gut rechnen, Mädchen sind eher Sprachtalente - stimmen diese Klischees wirklich? Eine neue Analyse zeigt, dass die angeblich typisch weiblichen Probleme mit Mathematik weniger mit dem Geschlecht als mit dem kulturellen Hintergrund zu tun haben.

Die Zahlen sprechen für sich: 52 Wissenschaftler wurden seit 1936 mit der begehrten Fields-Medaille ausgezeichnet, dem inoffiziellen Mathematik-Nobelpreis. Doch unter diesen 52 Mathematikern befindet sich keine einzige Frau. Das weibliche Geschlecht, so scheint es, hat mit der Welt der Zahlen und Dreiecke so seine Probleme.

Das bestätigt auch der Blick in die deutsche Pisa-Statistik. Jungen schneiden dort immer etwas besser ab als Mädchen. Das weibliche Gehirn tickt offenbar anders - und das glaubt auch mancher Lehrer und manche Lehrerin in der Schule. Der Mythos von den mathematisch minderbemittelten Mädchen und Frauen lebt.

Janet Mertz von der University of Wisconsin-Madison hat nun gemeinsam mit ihrem Kollegen Jonathan Kane mehrere der Hypothesen über die angebliche weibliche Unterlegenheit untersucht - mit einem nach Meinung der Forscher eindeutigen Ergebnis: "Die Statistiken bestätigen diese Theorien nicht", erklärt Mertz. Entscheidend seien vielmehr soziale und kulturelle Faktoren.

Eine dieser Theorien zum Leistungsvermögen in Mathematik besagt, dass die Schwankungsbreite bei Jungen und Männern größer ist als bei Frauen und Mädchen. Anders ausgedrückt: Es gibt beim männlichen Geschlecht mehr mathematisch Unbegabte - dafür aber auch mehr Spitzentalente. Und die besten davon bekommen dann irgendwann eine Fields-Medaille.

Mertz und Kane werteten Daten der Pisa-Studie 2009 und der allein auf Mathematik fokussierten Timss-Studie von 2007 aus. Dabei zeigte sich, dass die Leistungsstärke bei Jungen zwar in den meisten Ländern etwas stärker variiert als bei Mädchen. In Ländern wie Marokko, Niederlande oder Armenien bestehen jedoch keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Und in Indonesien ist die Varianz bei Mädchen im Teenageralter sogar größer als bei Jungen, gleiches gilt für Tunesien.

Religionsunterricht sorgt für Defizite bei Jungen

In den USA seien die Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden, berichtet Mertz. In den siebziger Jahren sei bei mathematisch Hochbegabten 13-Jährigen in den USA auf 13 Jungen nur ein Mädchen gekommen - heute liege das Verhältnis bei drei zu eins. Der Anteil der Frauen bei Absolventen im Studienfach Mathematik habe sich binnen 50 Jahren von 5 auf mehr als 30 Prozent erhöht. Wenn Jungen in Sachen Mathematik tatsächlich einen biologischen Vorteil hätten, dann wäre diese Entwicklung kaum möglich, konstatiert die US-Forscherin.

"Seit Jahren schon schauen wir uns die weltweiten Daten an", sagte Mertz. "Neu ist, dass immer mehr nichtwestliche Länder an den Studien teilnehmen, dadurch können wir das Phänomen kulturübergreifend analysieren." Überraschungen erlebten die Forscher beispielsweise in orientalischen Ländern wie Bahrain und Oman. "Die Mädchen dort haben in den Tests nicht besonders gut abgeschnitten", erklärte Kane, doch die Jungs seien noch schlechter. Eine mögliche Erklärung dafür sei der stark religiös fokussierte Unterricht der Jungen, in dem Mathematik kaum vorkomme.

Die Forscher untersuchten auch die Hypothese, dass Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen mit sozialer und kultureller Ungleichheit der Geschlechter zusammenhängen. Als Maß für die Gleichberechtigung diente ein sogenannter International Gender Gap Index, der Einkommen, Bildung, Gesundheit und politische Teilhabe berücksichtigt. Dabei zeigte sich, dass sowohl Mädchen als auch Jungen umso bessere Leistungen in Mathematik erreichen, je gleichberechtigter eine Gesellschaft ist.

"Es ist gut, wenn Frauen gut ausgebildet sind und gut verdienen", sagt Mertz, "die Mathe-Leistungen ihrer Kinder gleich welchen Geschlechts sind dann besser." Viele würden jedoch nach wie vor glauben, Gleichberechtigung sei ein Nullsummenspiel: Wenn Frauen gewinnen, verlieren die Männer. "Unsere Daten zeigen, dass Gleichberechtigung zumindest in der Mathematik eine Win-Win-Situation ist."

Dass es in westlichen Ländern nach wie vor nur relativ wenige Mathe-Professorinnen gibt, führt Mertz auch auf den Mangel an Kita- und Hortplätzen zurück. "Es ist so gut wie unmöglich, Spitzenforschung in Teilzeit zu betreiben." In den USA habe das Fach Mathematik zudem ein schlechtes Image. Im Internet würden Mädchen-Shirts mit dem Aufdruck "Ich bin zu hübsch für Mathe" verkauft. Zudem sei die Ansicht weit verbreitet, dass jemand, der Spaß mit Mathe habe, entweder asiatischer Abstammung sei, wo das Fach traditionell einen hohen Status hat, oder ein Nerd - also ein sonderbarer Außenseiter.>

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Deutschland 15.12.2011: Bei der Benotung spielt auch das Elternhaus eine Rolle - vor allem beim Übertritt ins Gymnasium - wegen des Potentials der Hilfe durch Eltern und Nachhilfe

aus: Spiegel online: Soziale Ungleichheit: Auch Herkunft wird benotet; 15.12.2011;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,803605,00.html

<Von Frauke Lüpke-Narberhaus

Schulanfänger: Ob sie später aufs Gymnasium wechseln, hängt stark vom Elternhaus ab

Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte  - attackieren aber die derzeitige Notengebung.

Schulnoten führen regelmäßig zu Diskussion. Schüler streiten sich mit Mitschülern und Lehrern, Lehrer mit Eltern und Schulleitern - durchaus zu Recht wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie zeigt: Denn die Notenvergabe lässt sich nur zum Teil mit der Leistung eines Schüler erklären. Darüber hinaus beeinflussen Abstammung, Geschlecht und vor allem das Elternhaus die Benotung. Das Fazit der Wissenschaftler: "Herkunft wird mit zensiert."

Die Untersuchung unter dem Titel "Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheit in der Schule" im Auftrag der Vodafone-Stiftung zeige, dass auch Noten und Schulempfehlungen zur sozialen Ungleichheit beitragen, sagte der Stiftungs-Geschäftsführer Mark Speich. Besonders gravierend wirkt sich diese Praxis beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium aus.

Die Bildungsforscher Kai Maaz von der Uni Potsdam, Ulrich Trautwein von der Uni Tübingen und Franz Baeriswyl von der Uni Freiburg in der Schweiz haben die Untersuchung als Meta-Studie durchgeführt: Sie bedienten sich dazu bei den Ergebnissen der Timss-Übergangsstudie, der Berliner Element-Studie sowie die der Tosca-Studie. Deren Ergebnisse setzten sie mit den Schulnoten und beispielsweise mit dem Geschlecht, der Herkunft und dem Bildungsstand der Eltern in Verbindung.

Die zentralen Ergebnisse lauten:

  • Die Wissenschaftler haben den Grad der Korrelation zwischen sich teilweise überlagernden Merkmalen und der Notengebung gemessen: Demnach lassen sich Schulnoten zwar zum größten Teil mit der Leistung erklären (knapp 50 Prozent). Mit einem Einflussgrad von rund 20 Prozent und in etwa gleichstark spielten kognitive Fähigkeiten, der Bildungshintergrund der Eltern, der Bücherbesitz im Elternhaus sowie der sozioökonomischen Status eine Rolle.
  • Auch ob ein Schüler ausländische Wurzeln hat, beeinflusst die Notenvergabe, wenn auch weniger stark, als die vorangegangenen Faktoren. "Die Annahme, dass Schüler mit Migrationshintergrund an der Übergangsschwelle von der Grundschule in die weiterführende Schule wegen ungerechter Notenvergabe benachteiligt werden könnten, wurde durch die Studie nicht bestätigt", heißt es in der Zusammenfassung.
  • Das Geschlecht spielt dagegen nur eine marginale Rolle. Allerdings fällt auf, dass Mädchen etwas besser (2,58) benotet werden als Jungen (2,67), obwohl sie in den standardisierten Leistungstest etwas schlechter abschnitten.
  • Bei der Notenvergabe spielt auch eine Rolle, wie sehr ein Schüler bereit ist, sich anzustrengen (rund 14 Prozent) und wie gewissenhaft er arbeitet (9 Prozent).
  • Heute sind etwa ein Fünftel der Gymnasiasten Arbeiterkinder. Wenn sich die soziale Herkunft nicht mehr aus die Leistung auswirken würde, könnte deren Anteil auf fast ein Drittel steigen.
  • Umgekehrt vergeben Lehrer auch Gymnasialempfehlungen, die sie selbst nicht für angemessen halten. So erhielten Schüler in knapp sechs Prozent aller Fälle eine zu positive Empfehlung. Diese Abweichung ist statistisch signifikant dem sozialen Hintergrund der Schüler geschuldet.

Diese Erkenntnisse sind nicht neu - in ihrer neuen Zusammenstellung zeigen sie aber, dass sich an den längst bekannten Problemen, die spätestens seit der erste Pisa-Studie von 2001 breit diskutiert werden, kaum etwas gebessert hat.

Bekannt ist längst, dass Jungen in der Schule oft eher schlechter bewertet werden als Mädchen. Selbst der falsche Vorname kann Kindern die schulische Zukunft verbauen.

Und auch die jüngste internationalen Iglu-Grundschulstudie zeigte, dass es Kinder aus Unterschichts- und Einwandererfamilien in kaum einem anderen Land so schwer haben wie in Deutschland.

Die Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marianne Demmer, sagte zu den Ergebnissen: "Die Grundschullehrer müssen bei der Schullaufbahnempfehlung jedes Mal einen Spagat bewältigen, der ihnen von einem selektiven Schulsystem aufgezwungen wird." Bei Kindern aus begüterten Familien würden die Lehrer trotz Zweifel eher zur Gymnasialempfehlung neigen - in der Gewissheit, dass die Eltern notfalls mit Nachhilfe ihr Kind schon zum Abitur bringen werden.

Der Geschäftsführer Speich warnt vor einer kollektive Lehrerbeschimpfung. "Die Konsequenz darf aber nicht Lehrerschelte sein", sagt er. "Vielmehr sollten die üblichen Formen der Leistungsdiagnostik und Übertrittsregelungen überdacht werden."

Mit Material von dpa>

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El Chino del Perú online, Logo

9/1/2012: Actividades de niños en vacaciones según su edad


9.1.2012: Ferienaktivitäten von Kindern gemäss Alter

de / aus:
http://www.elchino.com.pe/hoy/indice.asp?strname=chlocales01

<Cursos de vacaciones según edad

Además, gana hasta S/. 750 por día vendiendo útiles escolares

Tener a los chicos en casa es para muchos padres un dolor de cabeza. Algunos los dejan viendo televisión, otros les prenden la computadora para que se distraigan con un juego electrónico, o los llevan a sus trabajos porque no tienen con quién dejarlos. Pero, ¿qué es mejor para los niños y adolescentes? Para esto, el psiquiatra Carlos Bromley, de la Estrategia Nacional de Salud Mental del Ministerio de Salud (Minsa), da las siguientes recomendaciones:

ACTIVIDADES

Los niños entre 5 y 6 años acaban de aprender a escribir, a sumar y restar y ahora puede ser buen momento para reforzar sus habilidades artísticas musicales. Sería positivo para ellos que sean inscritos en talleres para tocar cajón u otro instrumento musical, así como cursos de marinera, ballet o afro.

En el caso de los menores entre 7 y 8 años que tienen cierta independencia pueden ser matriculados en actividades que tengan que ver con la naturaleza, como pequeños arqueólogos, que ofrecen ciertos museos de sitio. Asimismo, pueden realizan excursiones y los menores pueden familiarizarse con plantas y animales.

Los pequeños entre los 9 y 10 años están listos para desarrollar habilidades sociales e interactuar con otros niños. Son recomendables los talleres de teatro, donde podrán dar rienda suelta a su creatividad. Tendrán la oportunidad de jugar con el maquillaje y vestuario.

Entre los 10 y 13 años, los preadolescentes pueden incursionar en la gastronomía. Inscribirlos en cursos de repostería será una buena opción. A partir de esta edad y hasta los 17 años, también es ideal que aprendan deportes. Por lo tanto, es muy buena opción considerar las academias de fútbol, voleibol, tenis o natación.

Finalmente, el Dr. Bromley también pone énfasis en el tiempo libre, pues es el tiempo dedicado a uno mismo. Por lo que sugiere a los padres dar un espacio a los niños y adolescentes para hacer lo que quieran.>


<Ferienkurse je nach Alter der Kinder

Ausserdem kann man pro Tag bis zu 750 Soles verdienen, wenn man Schulsachen verkauft.

Die Kinder bei sich im Hause zu halten, kann Kopfweh provozieren. Einige Eltern lassen die Kinder vor dem Fernseher sitzen, andere lassen sie M Computer, damit sie sich mit Computerspielen vergnügen, oder dann nehmen Eltern sie mit zu sich an die Arbeit, weil sie nicht wissen, wohin sie die Kinder geben sollen. Aber was ist denn das Beste für die Kinder und Jugendlichen? Diese Frage beantwortet der Psychiater Carlos Bromley vom Gesundheitsministerium (Minsa). Er gibt die folgenden Ratschläge:

Aktivitäten

Die Kinder zwischen 5 und 6 Jahren haben gerade schreiben und summieren und sitzen gelernt, und nun ist der Moment gekommen, um ihre künstlerischen und musikalischen Fähigkeiten zu stärken. Es wäre positiv für diese Kinder, wenn sie in Werkstätten eingeschrieben werden könnten, um ein Musikinstrument zu basteln oder zu spielen, oder auch Tanz, Ballet oder Afro-Tanz.

Im Falle der Kinder zwischen 7 und 8 Jahren, die schon etwas persönliche Unabhängigkeit verspüren, können diese bei Aktivitäten eingeschrieben werden, die mit der Natur zu tun haben, wie kleine Archäologen. Gewisse Museen bieten solche Kurse an. Ebenso sind Exkursionen sehr interessant für diese Kinder, und die Kinder können sich auch mit Pflanzen und Tieren vertraut machen.

Die Kleinen zwischen 9 und 10 Jahren sind bereit, soziale Fähigkeiten zu entwickeln und mti andern Kindern umzugehen. Empfehlenswert sind für sie Werkstätten für Theater, wo sie auch ihre Kreativität entfalten können. Sie haben dort auch die möglichkeit, mit Körperbemalung und Verkleidung [bzw. mit Rollenspielen] umzugehen.

Zwischen 10 und 13 Jahren sind die Kinder in der Vorpubertät und können sich bei der Gastronomie Kurse machen, also z.B. beim Backwerk. Ab diesem Alter bis 17 Jahren ist auch Sport sehr gut, also die Fussballschulen, Volleyballschulen, Tennis oder Schwimmen.

Schlussendlich betont Dr. Bromley auch, dass das Kind auch gerne Zeit für sich alleine hat, Freizeit. Den Eltern empfiehlt er also, dem Kind einen gewissen Raum selber zu überlassen, den sie so gestalten können, wie die Kinder und Jugendlichen es möchten.>

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Basler Zeitung online, Logo

8.2.2012: Lesen lernen vom Bild zum Text mit den richtigen Büchern

aus: Basler Zeitung online: Wenn sich Kinder die Bilder selber erarbeiten müssen; 8.2.2012;
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Wenn-sich-Kinder-die-Bilder-selber-erarbeiten-muessen/story/17648852

<Von Christine Lötscher

Lesen ist anstrengend. Mit diesen Büchern können Kinder trotzdem dafür begeistert werden.

Lesen lernen ist schwierig. Das Entziffern und Zusammenhängen von Buchstaben zu Wörtern und Sätzen bedeutet für Erstklässler Schwerstarbeit, das viel beschworene Eintauchen in eine Geschichte eine Leistung, die zunächst mühsam erarbeitet sein will. Einen leichten Weg gibt es nicht, auch wenn die ­Kinder- und Jugendliteratur der vergangenen Jahre voll ist von magischen ­Büchern, die ihre Geschichten ganz von selbst offenbaren.

Doch welche realen Bücher ziehen Kinder, die zum ersten Mal ganz allein lesen wollen oder sollen, in ihre Geschichten rein? Die Disziplin, sich von Wort zu Wort vorzuarbeiten, darf man gerade bei hoch motivierten Erstklässlern nicht unterschätzen, doch der Aufwand muss sich lohnen. Kinder, denen viel vorgelesen wird, erleben die sogenannten Erstlesebücher als ernüchternd: Nachdem sie längst den Räuber Hotzenplotz hinter Schloss und Gitter gebracht haben oder mit dem weissen Kaninchen ins Wunderland gefallen sind, bekommen sie für ihre Mühe Anfangssätze wie: «Paula liebt Ballett über alles» oder «Maria und Jan sind auf dem Heimweg von der Schule».

Den Kopf schon voller Geschichten

Nicht nur Kindern, die das Glück haben, auch ausserhalb von Kita und Kinder­garten viele gute Geschichten zu hören, kommen die platten Sätze und nichtssagenden Bilder der marktbeherrschenden Erstlesereihen langweilig und trist vor. Die Stoffe und Erzählmuster, die schon kleine Kinder in Hörbüchern, ­Filmen oder Computergames kennen lernen, sind ungleich komplexer – und damit interessanter.

«Heute gehen die Kinder mit ganz anderen Voraussetzungen ans Lesen heran», sagt Christine Tresch, Leiterin der Abteilung Literalitätsförderung am Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). «Sie kommen mit dem Kopf voller Geschichten in die Schule, verfügen über Sachkompetenz und wissen, wie man Bilder liest.» Bücher, die medienerfahrene Kinder begeistern sollen, müssten eine Gratwanderung leisten: mit einfachen sprachlichen Mitteln eine spannende Geschichte erzählen, die Kinder emotional berührt und bei ihnen innere Bilder tanzen lässt. Gerade die allerersten Bücher, schreibt die erfahrene und bei allen Altersgruppen erfolgreiche Autorin Kirsten Boie, sollten auf eine Weise erzählt sein, die den kleinen Leserinnen und Lesern das Tor zu einer zweiten Wirklichkeit öffnet, in der sich die eigene Fantasie entfaltet – eben das, was kein anderes Medium als das Buch kann.

Ein gelungenes Beispiel stammt von Kirsten Boie selbst. Sie hat Linnea erfunden, ein kleines Feuerwerk von einem Mädchen, das Pflaster mag und Hunde und immer tausend Ideen im Kopf hat. Linnea ist von der ersten Zeile an lebendig, ganz ohne beschreibende Adjektive, dafür mithilfe der witzigen Zeichnungen von Silke Brix, die den Text unterstützen. Boie lässt Linneas bockige Kommentare von Anfang an in die Erzählungen einfliessen – es gibt eine ganze Reihe von Linnea-Büchern.

Der Raum zwischen den Zeilen

Bald kommt Dynamik ins Spiel, zum Beispiel so: Linnea entdeckt bei einem Spaziergang eine Flasche und schleudert sie in den Fluss – endlich etwas, woran sie ihre Wut auslassen kann. Spazieren findet sie nämlich gar nicht gut. Dass sie sauer ist, steht nicht im Text, sondern zwischen den Zeilen. Wichtig, das sagt auch Christine Tresch, sind die Dialoge, und die beherrscht Kirsten Boie mit einer seltenen Souveränität: «‹Stopp, Linnea!›, schreit Magnus. ‹Das ist Umweltverschmutzung!› – ‹Das ist Flaschenpost›, sagt Linnea zufrieden.»

Erst seit den ernüchternden Resultaten der Pisa-Studie 2000 begann die Leseforschung, sich intensiv mit dem Einstieg ins Lesen zu beschäftigen. Reihen für Erstleser gibt es schon seit den 80er-Jahren, doch mit Ausnahme der Oetinger-Reihe «Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne», für die neben Kirsten Boie auch Zoran Drvenkar und Christine Nöstlinger schreiben, stechen sie vor ­allem durch Schnickschnack hervor (Lese­bändchen mit Plastikfiguren oder Glitzer­tattoos) und durch ihre lieblose, be­liebige Gestaltung.

Vom Bilderbuch zum Roman

Seit einigen Jahren haben weitere anspruchsvolle Kinderbuchverlage das Erstlesebuch für ihr Programm entdeckt. Der Tulipan-Verlag begleitet kleine Leser mit der Reihe Tulipan ABC kontinuierlich vom ganz einfachen Buch mit zwei, drei Sätzen und vielen Bildern bis zum kleinen Roman. Rasend witzig erzählen etwa Eva Muszynski und ­Karsten Teich von den verrückten Abenteuern des Cowboys Klaus.

Bei Klett Kinderbuch gibt es die Thea-Reihe, die augenzwinkernd von Mädchen und ihrer Leidenschaft für Pferde erzählt, mit Bildern im Comicstil und kurzen, prägnanten Sätzen. Dass es von «Cowboy Klaus» und von «Thea» gleich mehrere Bände gibt, ist eine Hilfe, denn vom zweiten Buch an sind die Welt und die Figuren im Kopf schon bereit.

Besonders schöne Bücher macht der Moritz-Verlag seit Herbst 2010. Man sieht ihnen an, dass der Verlag über langjährige Erfahrung mit Bilderbüchern und über einen Stamm von überzeugenden und ausdrucksvollen Illustratoren verfügt, denn vom Cover über die Typografie bis zu den Bildern stimmt hier einfach alles. Verleger Markus Weber orientiert sich, wie er sagt, nicht an didaktischen Vorgaben, sondern nur an der literarischen und ästhetischen Qualität. «Kinder sind doch genau wie wir Alten auch: Sie wollen Suspense, und sie wollen emotional angesprochen werden», sagt Weber.

Eines der schönsten Beispiele dazu ist «Mein glückliches Leben», eine Zusammenarbeit der Autorin Rose Lagercrantz und der Illustratorin Eva Eriksson. Auf der ersten Seite sehen wir ein Mädchen im Bett liegen und an ihren Fingern etwas abzählen. Dunne, so heisst das Mädchen, kann nicht einschlafen. Sie zählt aber keine Schafe, nein, sondern sie zählt, «wie oft sie in ihrem Leben glücklich war». Und schon sind wir mittendrin in der Gefühlswelt des kleinen Mädchens, erleben mit ihr Angst und Freude am ersten Schultag, das Glück, eine beste Freundin zu ­haben, und den Schmerz, als diese weg­ziehen muss. Als Sophie, sieben Jahre alt, mit der Lektüre fertig war, konnte man in ihren Augen zum allerersten Mal diesen spezifischen, leicht entrückten Blick einer Leserin sehen, die aus einer anderen Welt zurückkommt, die doch die ganz und gar eigene ist.

Die Brücke zum Selberlesen

Ende Februar erscheinen in der Moritz-Reihe zwei neue, ganz unterschiedliche Bücher, die beide auf ihre Weise grossartig sind: Antje Damm lässt ihren Grossvater im VW Käfer zu einem turbulenten Besuch anreisen, und Catharina Valckx erzählt von einem Bär, der keine Lust auf Winterschlaf hat, einer Hexe, die sich selbst in einen bösen Tisch verwandelt hat, und einer Muschel mit Hasenseele namens Jenny. Dieses Buch ist so schräg und verrückt erzählt, dass es in jede Nonsense-Bibliothek gehört, auch für Erwachsene.

All diese Bücher sind gelungene literarische Texte mit ganz eignen Klangfarben, und sie eignen sich auch zum Vorlesen. Überhaupt sollte man kinderliterarische Anfängertexte eher als Brücken zwischen Vorlesen und Selberlesen verstehen, meint Christine Tresch und empfiehlt die gemeinsame Lektüre von Erstlesebüchern als Entdeckungsreise zu zweit. (Tages-Anzeiger)>


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14.3.2012: Schulstrafen abschaffen in Österreich

aus: Der Standard online: Winkerlstehen, Nachsitzen: Schüler, Lehrer und Eltern gegen umstrittene Strafen an Schulen; 14.3.2012;
http://derstandard.at/1331207289389/Winkerlstehen-Nachsitzen-Schueler-Lehrer-und-Eltern-gegen-umstrittene-Strafen-an-Schulen

<Schulpartner wollen Maßnahmenkatalog erarbeiten - Ministerium verweist auf vorhandene Verhaltensvereinbarungen.

Wien - Weil Lehrer mit der Übernahme von immer mehr Erziehungsaufgaben laut Lehrergewerkschaft überfordert sind, greifen sie offenbar vermehrt zu umstrittener Selbsthilfe: Strafen wie Winkerlstehen, Nachsitzen und Kollektivstrafen nehmen an Österreichs Schulen zu, sagen Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter. Noch im März sollen deshalb gemeinsam von den Schulpartnern Verhaltensvereinbarungen erarbeitet werden, die Fairness gegenüber den Schülern sowie Rechtssicherheit für Lehrer bringen sollen, wie das Ö1-Morgenjournal am Mittwoch berichtet.

Negative Emotionen

Bundesschulsprecherin Conny Kolmann kritisiert, dass durch solche Maßnahmen bei Schülern nur negative Emotionen erzeugt würden. Sie wünscht sich, dass Lehrer auch unter Belastung als Vorbilder agieren und sich notfalls Unterstützung etwa aus der Sonderpädagogik holen.

Auch der Vorsitzende der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger (FCG), spricht sich gegen "Maßnahmen aus dem letzten Jahrtausend" aus. Er betont aber gleichzeitig, dass Lehrer sich nicht alles gefallen lassen müssen und aufgrund der Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten mit den vorhandenen Disziplinierungsmöglichkeiten nicht mehr auskommen würden.

Ministerium gesprächsbereit

Im Büro von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) kann man eine Zunahme von Fällen, in denen umstrittene Disziplinierungsmaßnahmen zum Einsatz kommen, nicht bestätigen. Es habe im Gegenteil viele Rückmeldungen gegeben, dass durch die seit mehreren Jahren möglichen Verhaltensvereinbarungen, für die es Richtlinien des Ministeriums gibt und die an jeder Schule von Schülern, Eltern und Lehrern adaptiert werden können, die Situation verbessert habe. Wenn die Schulpartner sich jedoch gemeinsam Gedanken über eine Weiterentwicklung der Verhaltensvereinbarungen machen wollten, werde das vom Ministerium begrüßt - unter der Voraussetzung, dass die Vorschläge praktikabel seien und nicht die Menschenwürde verletzten. (APA, 14.3.2012)>

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Experiment in Österreich 6.4.2012: Migrantenkinder sollen einen "Lesepaten" haben

aus: Der Standard online:
Lesepaten für Migrantenkinder; 6.4.2012;
http://derstandard.at/1333528467811/RAU-TV-Lesepaten-fuer-Migrantenkinder

<Hans Rauscher, 05. April 2012 16:10

Projekt in Wien-Meidling: Manager und Unternehmer, aktiv oder bereits pensioniert, unterstützen Volksschulkinder

Was tun für Kinder, die nicht ordentlich lesen können wegen ihrer migrantischen und/oder sozialen Herkunft? An der Volksschule Haebergasse in Wien-Meidling mit rund 80 Prozent Migrantenanteil und 24 verschiedenen Sprachen stellen sich