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Geburt mit Kaiserschnitt

Kaiserschnitt-Meldungen

Zusammenfassung und Meldungen von Angaben aus Kommunikationsforen

von Michael Palomino (2008)

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Abkürzungen

CTG = Kardiotokographie
EGT = errechneter Geburtstermin
FA = Frauenarzt
GH = General Hospital Vienna (Allgemeines Krankenhaus Wien)
GM = Gebärmutter
KS-Geburt = Kaiserschnittgeburt
KS-Narbe = Kaiserschnittnarbe
LKH = Landeskrankenhaus
SL = Steisslage
SS = Schwangerschaft
TCM = Traditionelle, chinesische Medizin
US = Ultraschall
VBAC = vaginal birth after cesarean (Vaginalgeburt nach Kaiserschnitt)

Die Geburt: Die Normalgeburt (Vaginalgeburt)

Die Vorbereitung auf eine Geburt beginnt mit dem Aussuchen des Spitals oder mit dem Entscheid für eine Heimgeburt mit Hebamme und Taxi vor der Tür, das im Notfall bei Komplikationen ins Spital fährt. Ausserdem kann man sich heute oft aussuchen, in welcher Position geboren werden soll, Wassergeburt mit Auftrieb im Wasser, welche Betäubungsmittel.

Die Normalgeburt verläuft in der ersten Phase mit ersten schwachen Wehen ab. Es kann sein, dass einzelne Wehen auftreten, die aber noch keine Geburt ankündigen. Wenn die schwachen Wehen nach einer Stunde nicht mehr aufhören, so kann man sich sicher sein, dass das Ungeborene die Geburt ankündigt und dass das Platzen der Fruchtblase nicht mehr lange dauert. Die Schwangere muss sofort ins Spital gebracht werden (Taxi, Ehemann, sonstiger Familienangehöriger, bester Nachbar, beste Nachbarin etc.), oder muss sofort die Heimgeburt vorbereiten, der Hebamme anrufen und alles Material zur Verfügung stellen etc.

Man kann eine Geburt mit Kräutern und Tees erleichtern, wenn man einige Wochen zuvor z.B. Erdbeerblättertee einnimmt, so dass der Muttermund weicher wird und sich leichter öffnet. Schwangerschaftstraining und Atemtraining können ebenfalls helfen, eine Geburt zu erleichtern, helfen aber als alleinige Massnahme nicht immer. Es ist anzunehmen, dass noch viel mehr Naturheilmittel für die gebärenden Frauen zur Verfügung stehen. Aber die "christliche" Kirche hat diese Medizin verteufelt und heute sind die Mittelchen kaum noch bekannt.

Man beachte, dass jede Geburt - wie auch jede Schwangerschaft - wieder anders ist. Generell verläuft die erste Geburt am längsten, weil das Becken noch nicht ausgeweitet ist. Die folgenden Geburten beim zweiten und dritten Kind etc. verlaufen schneller, weil das Becken schon ausgeweitet ist. Das müssen die Betroffenen wissen.

Dammrissen kann man gemäss Erfahrungsmedizin mit in Kaffee getauchten Tüchern vorbeugen, die das Dammgewebe elastischer machen. Dammrisse müssen gut vernäht werden, dann sind sie kaum sichtbar. Dammschnitte verheilen gemäss Angaben aus den Foren weniger gut als Dammrisse.

Künstlich ausgelöste Geburten mit künstlich ausgelösten Wehen sind öfters problematisch

Ein Kind kann "zu früh" (vor dem "errechneten Geburtstermin", EGT) oder "zu spät" (nach dem EGT) auf die Welt kommen. Wenn ein Kind "fällig" ist (in der 43. Schwangerschaftswoche) bzw. noch mit der Geburt auf sich warten lässt, so ist es nicht ratsam, gleich nach 3 Tagen nach dem EGT gleich die Geburt künstlich einzuleiten, denn statistisch gesehen enden künstlich eingeleitete Geburten mit künstlichen Wehen öfters mit einem Kaiserschnitt als völlig natürliche Geburten. Die künstlichen Wehen sind auch sehr gefährlich, weil die vorbereitenden schwachen Wehen dann fehlen und sich der Körper und die Gebärmutter nicht mehr lange auf die Geburt einstellen können. Künstlich ausgelöste Geburten enden auch öfters in einem Notkaiserschnitt als natürliche Geburten. Es scheint also so, dass künstlich ausgelöste Geburten das Ungeborene sehr verwirren, so dass es öfters zu Falschpositionen oder Verwicklungen der Nabelschnur kommt, so dass Notkaiserschnitte öfters als normal notwendig werden.

Komplikationen sind gefährlich: Schon während der Komplikationen kann die Gebärende dann nicht mehr mitentscheiden, welche medizinischen Mittel angewandt werden. Die Ärzte und Krankenschwestern haben die volle Macht über die Gebärende, mit Betäubungsmitteln wie Morphium, mit falschen Vorwürfen, dass es "nicht vorwärtsgehe" etc. Oft wird viel zu wenig kontrolliert und erst zuletzt wird erkannt, dass das Ungeborene sich in der Nabelschnur verfangen hat oder sich in einer falschen Stellung befindet etc. Aus diesen Gründen sollte man auf vorzeitige, künstlich ausgelöste Geburten verzichten, weil die Komplikationshäufigkeit dann bedeutend häufiger ist.

Der Wunschkaiserschnitt

Die schwangere Frau kann sich einen Kaiserschnitt wünschen, wenn sie keine vaginale Geburt will. Begründet wird dies jeweils damit, dass die Frau keine Verletzung der Vagina und des Dammbereichs riskieren will. Die Frau will eine enge Vagina behalten, will "Jungfrau" bleiben, oder der Partner wünscht sich dies. Die Komplikationen bei einem Kaiserschnitt sind einerseits weniger, aber nach der Geburt mindestens ebenso schmerzhaft wie bei einer vaginalen Geburt mit 40 Tagen Karenzzeit für die Narbe etc.

Ein Wunschkaiserschnitt bringt normalerweise keine dramatischen psychischen Folgen für Mutter und für das Kind. Es ist jedoch eine psychische Beeinträchtigung durch die nicht erlebte Geburt vorhanden, und das Kind hat nicht selbst entschieden, wann es auf die Welt kommt. Gleichzeitig bleiben Mutter und Kind aber Komplikationen mit eventuellen Nabelschnurverwicklungen, Fehlpositionen und folglich ein Notkaiserschnitt erspart.

Die Wunschkaiserschnitte sind immer gut vorbereitet. Man kann wählen, ob man Lokalbetäubung oder Vollnarkose haben will. Sehr sensible Personen, die wissen, dass die normalen Betäubungsspritzen bei ihnen nicht viel wirken, wählen die Vollnarkose. Sensible Schwangere in einem dauernd nervösen Familienumfeld, die dies nicht wissen, werden spätestens beim Schnitt merken, dass die Betäubungsmittel nicht vollständig ansprechen. Ob man dann noch in eine Vollnarkose wechseln kann, erscheint fraglich. Zeit genug sollte aber vorhandensein. Die Kaiserschnittnarbe wird bei einem Wunschkaiserschnitt mit genügend Zeit und Nerven so schön wie möglich vernäht, so dass in sechs Monaten keine Narbe mehr zu sehen ist bzw. nur noch ein weisser Strich zu sehen ist.

Der Notkaiserschnitt nach versuchter Normalgeburt (Vaginalgeburt)

Wenn es im Rahmen einer Vaginalgeburt zu Komplikationen kommt (z.B. wenn die Nabelschnur so verwickelt ist, dass das Ungeborene nicht herunterrutschen kann, oder wenn die Nabelschnur um den Hals gewickelt ist und das Ungeborene beinahe erstickt, oder wenn das Ungeborene in einer Falschposition wie Steisslage ist etc.), und wenn die Gebärende so erschöpft ist, dass kaum noch ein Pressen möglich ist, so bleibt als letzte Option oft nur ein Notkaiserschnitt. Die schwangeren Frauen müssen sich bewusst sein, dass bei jeder geplanten Normalgeburt mit einem Notkaiserschnitt gerechnet werden muss.

Zu Notkaiserschnitten kommt es gemäss Informationen von Müttern auf Webseiten insbesondere dann, wenn die Geburt künstlich ausgelöst wurde. Scheinbar ist es so, dass das Ungeborene durch künstlich ausgelöste Wehen verwirrt wird und sich dadurch oft Nabelschnurverwicklungen oder falsche Positionen des Ungeborenen ergeben.

Die Notkaiserschnitte verlaufen in Panik ab, weil nach langen, erfolglosen Versuchen einer Vaginalgeburt die Mutter geschwächt ist, das Ungeborene geschwächt ist, und weil somit das Leben der Patientin und des Ungeborenen auf dem Spiel steht. Die Narbe wird dann oft in Panik und ohne Nerven vernäht und verheilt oft hässlich.

Notkaiserschnitte können grosse psychische Probleme bei der Mutter verursachen (Kaiserschnitt-Depression mit Heulanfällen und Weinkrämpfen), wenn sich die Mutter als Versagerin fühlt, nicht richtig geboren zu haben, oder wenn die Narbe hässlich ist, wenn dadurch das Selbstwertgefühl sinkt, oder wenn der Mann falsch reagiert und die Frau wegen der Narbe ablehnt. Diese Probleme sind aber absolut unbegründet, denn bei einer nächsten Geburt kann man einen Wunschkaiserschnitt machen, wo die Narbe dann perfekt vernäht wird und kaum noch zu sehen sein wird.

Das neugeborene Kind, das Verwicklungen der Nabelschnur oder Falschpositionen durchgemacht hat, ist ebenfalls psychisch traumatisiert. Kinder, die die Nabelschnur um den Hals hatten und bei der Geburt fast nicht mehr atmen konnten, können nach dem Kaiserschnitt kaum atmen oder schlucken und benötigen absolute Aufmerksamkeit, damit eventuelle Atemstillstände sofort erkannt und Gegenmassnahmen eingeleitet werden.

Einmal Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt - oder Vaginalgeburt nach Kaiserschnittgeburt

Es galt lange die strikte Regel, dass nach einem Kaiserschnitt alle folgenden Geburten wieder Kaiserschnitte sein sollten, weil die Narbe der Gebärmutter bei einer normalen Geburt platzen könnte. Bei einem Platzen der Narbe der Gebärmutter (Gebärmutterriss) erleidet das Ungeborene einen Sauerstoffmangel. Das Kind kann schwerstbehindert werden oder stirbt an Sauerstoffmangel, und die Mutter kann dabei verbluten.

In Deutschland und in den "USA" ist - gemäss Internetforen - eine grosse Diskussion im Gang, ob man nach einem Kaiserschnitt doch wieder normal vaginal gebären soll, wenn die Narbe dick genug ist. Dies gilt nur für horizontale und kurze Narben. Bei langen Narben und vertikalen Narben ist die Gefahr des Platzens der Narbe zu gross. Die horizontale Narbe wird in der 37. Schwangerschaftswoche gemessen. Gemäss einer Studie an einer "US"-Klinik der Zeitschrift Lancet (Rosenberg, P. / Goffinet, F. / Philippe, H. / Nisand, I.: Ultrasonic Measurement of Lower Ulterine Segment to Assess Risk of Defects of Scarred Uterus; In:The Lancet, vol. 347, Feb. 3, 1996, pp. 281-284) gab es bei Kaiserschnittnarben über 4,5 mm Dicke keine Gebärmutterrisse, bei 3,6-4,5 mm 2% Gebärmutterrisse, bei 2,6-3,5 mm 10%, und bei 1,6-2,5 mm 16% Gebärmutterrisse. 2 Babys von 642 (ca. 0,3%) starben, Mütter starben keine. Zu einer Dehnung der Narbe (Dehiszenz) kam es bei 2 Narben von 3,6-4,5 mm Dicke, bei 5 Narben von 2,6-3,5 mm, und bei 5 Narben von 1,6-2,5 mm Dicke.

Tabelle: Kaiserschnitt-Narbendicke und Gebärmutterrisse bei nachfolgender Vaginalgeburt
Narbendicke
Geburten (davon 20% mit Not-Kaiserschnitt, 20% mit Wunschkaiserschnitt)
Dehnung der Narbe (Dehiszenz)
in Prozent
Gebärmutterriss (Ruptur)
in Prozent
> 4,5 mmxx
278xxxxsssssssssxx
-
-
-
-
3,6-4,5 mmxx 177xxxxsssssssssxx 2
1,1%
1
0,6%
2,6-3,5 mmxx 136xxxxsssssssssxx 5
3,7%
9
6,6%
1,6-2,5 mmxx 51xxxxsssssssssxx 5
9,8%
3
5,9%
Total
642xxxxsssssssssxx 12
1,8%
13
2,0%
aus: Rosenberg, P. / Goffinet, F. / Philippe, H. / Nisand, I.: Ultrasonic Measurement of Lower Ulterine Segment to Assess Risk of Defects of Scarred Uterus; In:The Lancet, vol. 347, Feb. 3, 1996, pp. 281-284

Innerhalb der Studie kam es beiden Vaginalgeburten mit Kaiserschnittnarbe zu 2 toten Babies: 0,3%. Behinderte Babies durch Sauerstoffmangel durch Gebärmutterriss sind nicht erwähnt.

Es kann sein, dass es sich bei der Studie um eine "Musterklinik" handelte, und dass bei anderen Kliniken weit mehr Fehler auftreten, so dass in solchen Fällen von Vaginalgeburten mit Kaiserschnittnarbe Gebärmutterrisse und Todesfälle häufiger sind.

Bei einer Geburt spannt sich allgemein der untere Bereich und wird dünner, der obere Bereich wird dicker, weil er entspannt. Die Messung der Dicke der Gebärmutter muss also im unteren Bereich erfolgen.

Ahnungslose Ärzte und Ärztinnen und Krankenschwestern sind zum Teil absolut dumm und rechnen nicht mit einem Gebärmutterriss und geben bei einer lang verlaufenden Geburt der Mutter die Schuld, dass es nicht "vorwärtsgeht" mit der Geburt, verabreichen Morphiumspritzen Dolantin gegen Schmerzen, und schwächere Herztöne werden als Schlafphase interpretiert. In gewissen Ländern wird prinzipiell immer noch so verfahren, dass ein Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt gilt und dass die Schwangeren keine Einsicht in die Akten haben dürfen, sondern nur die Versicherungen.

Wehenauslösende Mittel sind bei einer vorhandenen Kaiserschnittnarbe zu vermeiden, weil die dann einsetzenden Wehen viel zu plötzlich und viel zu heftig auf die Gebärmutter einwirken. Die Narbe zieht bei den Wehen ausserdem Schmerzen an, so dass man die Wehen vor allem in der Narbe spürt. Die Narbe soll in der Gebärmutter auch keine Delle bilden. Bei einer Delle ist das Risiko eines Gebärmutterrisses grösser. Viele Ärzte verweigern die Narbenkontrolle, weil sie keine Ahnung haben, und weil die Narbenuntersuchung eine Extra-Untersuchung mit einem Ultraschallgerät erfordert. Die Schwangere mit einer Kaiserschnittnarbe soll sich auf alle Fälle durchsetzen und eine Untersuchung der Narbe und eine Messung der Narbendicke verlangen.

Bei der Geburt mit Kaiserschnittnarbe ist die Geburtsüberwachung entscheidend, um die Veränderung von Zuständen der Schwangeren sofort zu registrieren, wenn die Narbe reisst. Betäubungsmittel wie die PDA-Spritze sind problematisch, weil man dann einen Gebärmutterriss nicht mehr spürt. Gleichzeitig ist eine Geburt ohne PDA-Spritze aber sehr schmerzhaft, so dass man die Schmerzen kaum unterscheiden kann, ob sie von der Geburt oder von einem Gebärmutterriss kommen.

Wenn das Kind überfällig und schon in der 43. Schwangerschaftswoche ist, raten die Ärzte oft zu einer künstlich ausgelösten Geburt. Dies ist bei einer existierenden Kaiserschnittnarbe sehr gefährlich, weil künstlich ausgelöste Wehen viel stärker sind als normale und starke Spannungen in der Gebärmutter verursachen. Man sollte also warten, bis das Kind geboren werden will und nicht dem Kind die Geburt vorherbestimmen.

Wenn die Geburt schon im Gange ist, wenn der Kopf des Kindes schon draussen ist und als letztes noch ein paar Wehenmittel verabreicht werden, so ist dies gängige Praxis trotz Kaiserschnittnarbe. Wehenmittel werden verwendet,
-- wenn die natürlichen Wehen zu schwach sind
-- bei Krampfadern im Genitalbereich der Schwangeren, um schneller "fertigzuwerden"
-- wenn die Spitäler eine niedrige Kaiserschnittstatistik vorzeigen wollen und viele Vaginalgeburten durchführen.

Wenn es ganz "schief" läuft und sich das Baby in der Nabelschnur verwickelt und nicht runterrutschen kann, dann wirken die Wehen direkt auf die Gebärmutter und auf die Kaiserschnittnarbe, so dass auch eine Kaiserschnittnarbe mit einer Dicke von 5 mm reisst. Dies ist die absolute Ausnahme, aber kommt vor. Bei Nabelschnurverwicklungen ist die Narbe also in absoluter Gefahr.

Deswegen ist das Verständnis des Ärzteteams für die Problematik von Kaiserschnittnarben und die genaue und lückenlose Überwachung der Geburt mit Kaiserschnittnarbe von entscheidender Bedeutung. Wenn die Schwangere merkt, dass das Ärzteteam die Problematik der Kaiserschnittnarbe nicht begriffen haben, bleibt einem nichts anderes übrig, als das Ärzteteam oder die Klinik zu wechseln, oder doch einen Kaiserschnitt zu verlangen, der dann aber mit aller nötigen Zeit und Nerven und mit einer gut vernähten Narbe durchgeführt werden wird.

Zusammenfassung: Es ist durchaus möglich, auch nach einer vorangegangenen Sectio vaginal zu gebären. Allerdings müssen einige Punkte beachtet werden.

aus:
http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=298828&highlight=voraussetzungen+f%2525FCr+eine+vaginale+gebu%252520rt

In der aktuellen Ausgabe der Deutschen Hebammenzeitschrift (12/06) wurden diese zusammengetragen:
•    Eine Geburt nach Uterusoperation darf weder mit "natürlichen" chemischen Substanden, beispielsweise Rhizinus, noch mit pharmakologisch gebräuchlichen Mitteln (Oxytocin, Prostaglandin) eingeleitet oder beschleunigt werden
•    Die Frau muss alle Möglichkeiten der Wehenentlastung (Position, Bewegung, Wasser) nutzen können
•    Die Voraussetzungen der interventionsarmen Geburtshilfe müssen eingehalten werden
•    Die Betreuung durch eine einzige Hebamme muss gewährleistet sein (noch besser: die Vorsorgehebamme ist gleichzeitig die entbindende Hebamme)
•    Zusätzliche physikalische Kräfte wie Kristeller oder Credé müssen vermieden werden
•    Eine Anästhesie - und auch eine chemisch initiierte Analgesie (künstlich hergestellte Gefühllosigkeit) - ist zu vermeiden
•    Psychischer Stress (Angstappelle, Erfolgszwang, Einsamkeit) und physischer Stress (Hunger, Durst, Kälte) sind zusätzlich zu vermeiden
•    Eventuelle Alarmzeichen der Geburt sollten richtig eingeordnet werden können
•    Eine operative Notfallintervention muss innerhalb von 20 Minuten erfolgen können
Zu vermeidende Risikofaktoren:
•    Es wird häufig eingeleitet. Das bedeutet, daß die Narbe einer unsteuerbaren, künstlich erzeugten Belastung ausgesetzt wird.
•    Die Geburt wird durch Wehenmittel beschleunigt, wenn es geboten erscheint. Dies bedeutet einen zusätzlichen Stress für die Operationsnarbe, ähnlich wie bei der Einleitung.
•    Es wird bei Bedarf eine PDA gesetzt oder es werden andere Betäubungsarten verwandt. Die Schmerzempfindung kann so nicht mehr adäquat wahrgenommen werden.
•    Es wird bei Bedarf kristellert. Dies geht einher mit einer mitunter hohen und nicht kontrollierbaren Belastung des Narbengewebes.
•    Die Betreuung der Geburt durch eine Hebamme, die sich nur um diese "Risiko-Frau" kümmert, ist in den wenigsten Kreißsälen gegeben.
•    Das CTG als technologische Überwachungsmaßnahme kann eine drohende Ruptur nicht anzeigen. Trotzdem ersetzt das Gerät häufig die personelle Überwachung.


Kaiserschnittnarben tun noch lange weh - Akupunkt-Massage zur Entstörung der Kaiserschnittnarbe

Der Kaiserschnitt ist mit der Operation noch lange nicht vorbei. Die Narben können noch monatelang Schmerzen verursachen. Die Kaiserschnittnarben lösen auch andere Schmerzen aus, vor allem Rückenschmerzen.
(Erfahrung Gianinna, Lima, 2009)

Die Rückenschmerzen bei Frauen mit Kaiserschnitt kommen von der Narbe her. Die Narbenstörung lässt sich mit Akupunkt-Massage beheben. "Dem Akupunkt-Massage-Therapeuten stehen verschiedene Möglichkeiten, wie spezielle Akupunkturpunkte, elektrische Therapieströme oder eine Narbencrême zur Verfügung, um von Narben ausgehende Störimpulse zu neutralisieren."
(http://www.physiohansjansen.ch/physiotherapie_s1.html#INFRAMELINK# (2009)


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n-tv Logo

<Nachteil der Kaiserschnittgeburt: Asthma-Risiko erhöht

aus: n-tv, 10.1.2009; http://www.n-tv.de/1082913.html

Kinder erkranken deutlich häufiger an Asthma, wenn sie per Kaiserschnitt geboren wurden. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) in Werne (Nordrhein-Westfalen) unter Berufung auf eine Studie aus den Niederlanden mit. Demnach erhöht eine Kaiserschnittgeburt das Asthma- Risiko von Kindern um 80 Prozent. In der Studie wurden 3000 Kinder untersucht, von denen 247 per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen waren.
 
Der Grund für die höhere Anfälligkeit der Kaiserschnittgeborenen ist nach Angaben der DPG, dass sie nicht mit den mütterlichen Bakterien im Vaginalkanal in Berührung kommen. Diesen wird ein positiver Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems des Neugeborenen zugeschrieben. Ohne den Kontakt könnten sich die Entwicklung des Immunsystems verzögern und allergische Krankheiten wie Asthma eher bilden.
 
Die DPG empfiehlt deshalb, ein Kind nur dann per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, wenn dies medizinisch notwendig ist. Besonders wenn Allergien in der Familie bestehen, sei von einem Kaiserschnitt abzuraten. Durch die Allergie bestehe für das Kind ohnehin ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. >


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Basler Zeitung online,
                                    Logo

29.6.2009: <Studie: Kaiserschnitt verändert Erbgut des Babys

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aus: Basler Zeitung online; 29.6.2009;
http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Studie-Kaiserschnitt-veraendert-Erbgut-des-Babys/story/21343381

Gemäss schwedischen Forschern unterscheidet sich das Erbgut der weissen Blutkörperchen bei Kaiserschnitt-Babys von jener von normal auf die Welt gekommenen Kindern.

Die schwedischen Forscher sehen darin einen mögliche Erklärung, weshalb bei Kaiserschnitt-Kindern ein höheres Risiko für Krankheiten wie Asthma oder Diabetes besteht.

Als Grund für die DNA-Veränderung vermuten die Forscher um Mikael Norman vom Karolinska Institut in Stockholm den unnatürlichen, plötzlichen Geburtsstress für das Baby. Die Studie wurde im Fachmagazin «Acta Paediatrica» publiziert.

Die Wissenschafter stellten fest, dass sich das Erbgut der für die Körperabwehr zuständigen weissen Blutkörperchen bei Kaiserschnittgeborenen von jener von normal auf die Welt gekommenen Menschen unterscheidet, wie die schwedische Tageszeitung «Svenska Dagbladet» am Montag berichtete.

Ungesunder Stress

Vermutlich dürften durch den heftigen, «negativen» Stress bestimmte Gene aktiviert und andere deaktiviert werden, sagte Norman gegenüber der Zeitung. Bei einer vaginalen Geburt werde der Stress hingegen langsam aufgebaut. Dieser sei daher «gut und zweckgebunden».

Anlass für die Studie war eine Diskussion über den seit den 70er Jahren in Schweden von fünf Prozent auf zuletzt über 17 Prozent gestiegene Anteil von Kaiserschnitten an der Gesamtzahl der Geburten.

Bisher sei praktisch nur das Kurzzeitrisiko eines Kaiserschnitts für Mutter und Kind erforscht worden, sagte Norman. Die jetzige Studie sei ein erstes Puzzlestein für die Frage, ob und wie Kaiserschnitte das Risiko für verschiedene Erkrankungen im Leben von Kindern erhöhen könnten. (mbr/sda)>


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Stern
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22.6.2010: Die Bakterienflora der Vagina macht Kinder widerstandsfähiger - mit Kaiserschnitten sind problematische Keime verbunden

aus: Stern online: Geburt: Warum Kaiserschnitt-Kinder öfter krank werden; 22.6.2010;
http://www.stern.de/gesundheit/geburt-warum-kaiserschnitt-kinder-oefter-krank-werden-1576408.html

<Kaiserschnitt-Gegner erhalten durch eine neue Studie Rückenwind: Demnach könnte eine unterschiedliche bakterielle Besiedlung kurz nach der Geburt dafür verantwortlich sein, dass Kaiserschnitt-Kinder anfälliger für Infektionen sind.

Von Lea Wolz

Bei Kindern, die mit einem Kaiserschnitt zur Welt kommen, besiedeln andere Bakterien kurz nach der Geburt die Haut und den Darm.

Obwohl sie umstritten sind, steigt die Zahl der Kaiserschnitte. Griffen Ärzte früher nur im Notfall zum Skalpell, kommt in Deutschland mittlerweile fast jedes dritte Kind so zur Welt. Dabei gelten Kaiserschnitt-Kinder als anfälliger für Infektionen, Allergien und Asthma. Ein internationales Forscherteam hat nun eine mögliche Erklärung dafür, woran das liegen könnte. Wie Wissenschaftler um María Domínguez-Bello von der University of Puerto Rico in San Juan im Fachmagazin "PNAS" schreiben, weisen Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, eine andere bakterielle Besiedlung auf als diejenigen, die auf natürlichem Weg geboren werden.

Bakterien sind nicht nur schädlich, sondern auch nützlich. Allein auf der Haut tummelt sich eine unglaubliche Anzahl: Durchschnittlich drei Millionen finden sich auf jedem Quadratzentimeter unserer Körperoberfläche, je nach Region mal mehr, mal weniger. Diese Mikroorganismen sind gleichsam Wachposten, sie schützen den Menschen vor Infektionen mit gefährlichen Keimen oder verhindern, dass sich diese vermehren. Auch für die Verdauung sind die Bakterien wichtig. Im Mutterleib wachsen Babys in einer keimlosen Umgebung heran, doch kurz nach der Geburt beginnen Bakterien mit der Besiedlung. Die Art der Mikroorganismen ist dabei abhängig davon, auf welchem Weg die Kinder auf die Welt kommen, schreiben die Wissenschaftler.

Staphylokokken [bei Kaiserschnittgeburt] statt Milchsäurebakterien [bei Vaginalgeburt]

Für Ihre Untersuchung nahmen sie von neun Frauen vor der Geburt Abstriche an den Unterarmen, der Mundschleimhaut und der Vagina. Bei den zehn geborenen Babys - vier auf natürlichem Weg, sechs per Kaiserschnitt - untersuchten sie sofort nach der Geburt ebenfalls die Bakterien auf der Haut, den Schleimhäuten und im ersten Stuhl mit einer DNA-Analyse.

Dabei stellten Domínguez-Bello und ihre Kollegen fest, dass bei allen auf natürlichem Weg geborenen Kindern dort ähnliche Bakterien vorhanden sind, wie sie auch in der Vagina der Mutter vorkommen, darunter Milchsäurebakterien. Nach einem Kaiserschnitt besiedeln vor allem Hautbakterien diese Regionen. Unter ihnen auch die als Krankenhauskeime gefürchteten Staphylokokken. Eine Infektion mit dem Krankheitserreger ist äußerst schwierig zu behandeln, da viele Stämme resistent gegen die gängigen Antibiotika sind. Dies würde auch erklären, warum Kaiserschnitt-Kinder häufiger als andere Babys an einer durch diese Keime verursachten Hauterkrankung leiden. Die Bakterien, die bei ihnen gefunden wurden, stammen wahrscheinlich von Personen, die als Erstes Kontakt mit dem Neugeborenen hatten. Ob sie allerdings von Ärzten, Krankenschwestern oder auch dem Vater übertragen wurden, können die Wissenschaftler nicht sagen.

Schutz vor gefährlichen Keimen [durch die Vaginalflora]

Die direkte Übertragung der mütterlichen Vaginalflora auf das Kind diene vermutlich als Schutz vor der Besiedlung durch Krankheitsauslöser, schreiben die Forscher. Der Geburtskanal ist ein stark von Bakterien besiedeltes Ökosystem, das relativ wenige Arten beherbergt, die jedoch darauf spezialisiert sind, schädliche Krankheitserreger zu vertreiben. Zudem sorgen die Bakterien der Mutter offenbar dafür, dass sich die Darmflora des Neugeborenen entwickelt: Die wichtige Besiedelung des Verdauungstrakts durch gutartige Bakterien findet bei vaginal geborenen Babys deutlich früher statt.

Eines war allerdings bei beiden Säuglingsgruppen gleich: Im Gegensatz zu ihren Müttern waren die bei ihnen gefundenen Bakterien auf der Haut, den Schleimhäuten und im Darm verteilt. Erst später differenziert sich dies, dann kommen bestimmte Arten vor allem in bestimmten Körperregionen vor - Streptokokken zum Beispiel in der Mundhöhle, Staphylokokken auf der Haut und Milchsäurebakterien im Darm. Wie genau sich die Zusammensetzung der Bakterienkulturen auf der Haut und im Darm im Laufe des Lebens verändert und wie sich dies auf das Risiko für verschiedene Krankheiten auswirkt, ist allerdings noch unbekannt. Dies müssten zusätzliche Untersuchungen klären, schreiben die Forscher.

Mit DDP>

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20 minuten
              online, Logo

Wenn die Geburt nicht gut organisiert ist, dann kann Folgendes im Spital passieren:

29.8.2010: Ärzte prügeln sich im Streit um Kaiserschnitt - Baby erleidet doppelten Herzstillstand, und die Mutter verliert die Gebärmutter

Die Entscheidung, ob bei einer Geburt ein Not-Kaiserschnitt erfolgen soll oder nicht, ist nicht einfach. Dass sich darob aber Ärzte in die Haare geraten und das Spital die Gebärende alleine lässt, ist eher selten. Scheinbar muss man mit einem Anwalt ins Spital gehen, damit sich die Ärzte gut benehmen, weil in der heutigen Kokain-Drogen-Raser-Computerspiel-Gesellschaft auch manche Ärzte den Anstand verloren haben. Das heisst, je mehr Kokain, Drogen, Raserautos und Computerspiele auf der Welt existieren, desto mehr verlieren auch die Ärzte ihre Kompetenzen. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Folgenschwerer Streit: Ärzte prügeln sich im Streit um Kaiserschnitt; 29.8.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/-rzte-pruegeln-sich-im-Streit-um-Kaiserschnitt-11053558

<Im Streit um einen Kaiserschnitt haben sich zwei italienische Ärzte im Kreisssaal geprügelt. Die hochschwangere Patientin musste anderthalb Stunden auf die Entbindung warten - mit schlimmen Folgen.

Fäuste flogen und eine Scheibe ging zu Bruch, wie die römische Tageszeitung «La Repubblica» am Sonntag berichtete. Die Patientin musste wegen des Ärztestreits 90 Minuten lang warten - obwohl sie eine lebensgefährliche Blutung hatte.

Der neugeborene Junge, ihr erstes Kind, liegt nach einem doppelten Herzstillstand am Sonntag noch auf der Intensivstation des Spitals in Messina. Der Junge werde vermutlich bleibende Schäden davontragen, hiess es. Der 30-Jährigen musste wegen der Blutung nach der Geburt die Gebärmutter entfernt werden.

Die Staatsanwaltschaft der Hafenstadt leitete Ermittlungen ein, um festzustellen, ob die Prügelei der Frauenärzte letztlich die Probleme bei der Geburt verschärft haben könnte. Das Spital bedauerte den Vorfall, stritt aber jede Verantwortung für die Komplikationen ab.

Die streitsüchtigen Ärzte wurden vom Dienst suspendiert.

(sda)>

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Tel Aviv 1.12.2010: Elektrische OP-Nadel löst elektrischen Funken aus und setzt das Desinfektionsmittel auf dem Bauch in Brand

aus: Stern online: Ärztepfusch in Israel: Chirurg steckt Schwange in Brand; 1.12.2010;
http://www.stern.de/panorama/aerztepfusch-in-israel-chirurg-steckt-schwangere-in-brand-1629931.html

<In einem israelischen Krankenhaus hat ein Arzt einer Schwangeren versehentlich schwere Verbrennungen zugefügt. Während der Entbindung per Kaiserschnitt entzündete sich das Desinfektionsmittel durch einen Elektrofunken.

Schere, Skalpell, Faden - das Handwerkszeug des Chirurgen. In Israel erlitt eine Frau beim Einsatz einer elektrischen OP-Nadel schwere Verbrennungen.

Mit seiner elektrischen OP-Nadel hat ein israelischer Chirurg aus Versehen eine schwangere Frau während einer Kaiserschnitt-Operation in Brand gesteckt. Das berichtet die israelische Tagezeitung "Haaretz". Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich der Unfall bereits 2008 im Scheba-Krankenhaus von Tel Haschomer nahe Tel Aviv.

In einer Untersuchung des israelischen Gesundheitsministeriums heißt es, die Schwangere sei vor dem Kaiserschnittgeburt mit Alkohol desinfiziert worden. Als sie in den OP-Saal gebracht worden sei, habe der Chirurg eine nochmalige Desinfizierung angeordnet. Beim Einsatz einer elektrisch betriebenen Nadel entzündete sich der Alkohol an einem Funken. Die Frau erlitt schwere Verbrennungen, brachte aber dennoch einen gesunden Sohn zur Welt.

Das Ministerium wirft Arzt und OP-Schwester vor, sie hätten geltende Sicherheitsvorschriften missachtet und das Trocknen der Alkohollösung nicht abgewartet. Die Patientin erhielt Hauttransplantationen am Gesäß und an den Oberschenkeln und unterzog sich mehreren Schönheitsoperationen.>


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