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Erziehungsleitsätze für Eltern und Kinder Teil 8:

Lernprozesse für Terror-Eltern


Wie Terror-Eltern und Terror-Erziehungspersonen zu gutem Erziehungsverhalten "umgestellt" werden können

von Michael Palomino (2006)

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aus: Arbeitsbücher zur psychologischen Schulung: M. Perrez / B. Minsel / H.  Wimmer: Eltern-Verhaltenstraining. Für Eltern, Erzieher und Erwachsenenbildner; Theoretische Einführung; Otto Müller Verlag, Salzburg, 1974



[Gestresste Terror-Eltern - Pflichtelternkurs als Voraussetzung zur Einschränkung des Eltern-Terrors

Voraussetzung für die "Umstellung" von Terror-Eltern ist der Anstoss von aussen, da die Terror-Eltern sich selber so unter Stress setzen, dass sie kaum fähig sind, sich selber zu beobachten und sich weiterzubilden. Insofern wäre ein Pflichtelternkurs wichtig, um Eltern zu informieren, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Die Regierungen der Welt lehnen aber bis heute Pflichtelternkurse ab und setzen allenfalls auf freiwillige Kurse. In die freiwilligen Kurse gehen aber nur Eltern, die sowieso schon sehen, dass sie ein Bildungsdefizit in Sachen Erziehung haben. Schlägereltern werden aber nie freiwillig in die Weiterbildung gehen].

Kaltherziges Verhalten der Terror-Eltern korrigieren

Lernschritte für Terror-Eltern: Die Analyse der eigenen Person

Die Umgewöhnung zu einem warmherzigen Verhalten ist schwierig, weil die Eltern selber keine warmherzige Erziehung erlebt haben. Sie wissen nicht, wie das geht, ein Kind warmherzig zu leiten und haben Angst davor (S.36).

Deswegen müssen Terror-Eltern zuerst einmal selber herausfinden, nach was für Vorbildern sie bei Konflikten handeln und wer bei ihnen die massgebende Erziehungsperson war (S.58).

Wenn Eltern nur wenig Wertschätzung in ihrer Kindheit erfahren haben, so müssen sie sich aktiv erkundigen, wie das geht, den eigenen Kindern Wertschätzung zu vermitteln (S.38).


Lernschritte für Terror-Eltern: Mass halten lernen und gute Handlungen beim Kind verstärken

-- nach guten Leistungen Lob geben (S.42)

-- lernen, an die Kinder nicht überzogene Ansprüche zu stellen (S.41)

-- Prinzip: Ein Konflikt ist nur dann ein Konflikt, wenn das Kind eine berechtigte Grenze überschreitet, so dass andere verletzt werden oder das Kind sich selbst gefährdet (S.59)

 
-- nach Misserfolgen neutrale Reaktionen zeigen (S.42)

-- bei Schwächen beim Kind Unterstützung und Förderung geben, genau analysieren, wo die Schwäche liegt und in kleinen Schritten vorgehen, eventuell mit Lehrer oder Psychologe zusammenarbeiten (S.42)

Das Kind soll das Gefühl bekommen, dass die erwachsene Erziehungsperson ein Partner ist (S.42).

Die Eltern und Erziehungspersonen sollen immer eine Höflichkeitsprüfung machen: Sie sollen das Umkehrverhalten prüfen, indem sie sich frage, wie sie vom Kind behandelt werden wollen. So sollen sie auch das Kind behandeln (S.42).

Eventuell müssen Lebensumstände geändert werden, ein Ausgleich, dass Eltern und Erziehungspersonen auch Pausen haben, z.B.
-- indem Spielgerät im Garten aufgestellt wird
-- Spaziergänge
-- Umgang mit Freunden
-- Ferien
-- Wochenendfahrten (S.44).

Lernschritte für Terror-Eltern: Konflikte abmildern lernen

Statistik führen

-- schwierige Familiensituationen erkennen lernen (S.50)

-- häufige Konfliktsituationen feststellen, die sich chronisch wiederholen (S.57)

-- unbegründete Befehle, Drohungen und Strafen erkennen lernen und notieren (S.50)

-- die Terror-Eltern müssen ihr Sprachverhalten beobachten und kontrollieren lernen (S.52)


Eigene Gefühle kontrollieren lernen

-- wertschätzendes, ruhiges, sicheres und angemessenes Verhalten ist Vorbild für das Kind (S.59)

-- bei kleinen Konflikten Humor walten lassen (S.59)

-- Sachargumente neutral vorbringen, damit das Kind sie neutral aufnehmen kann (S.59)

-- absolut ruhige Gestik waltenlassen, eventuell die Hand auf die Schulter legen (S.59)


Die Einstellung der Eltern zu sich selbst korrigieren


Die Terror-Eltern sollen auch ihre eigenen Bedürfnisse zeigen: Sie müssen also nicht immer den "Helden" spielen, sondern sie sollen in aller Ruhe dem Kind sagen, wenn sie müde oder verletzt sind (S.54).


Die Grundeinstellung zum Kind korrigieren

-- die Terror-Eltern sollen einmal ihr Verhalten durchdenken, welches Verhalten welche Gefühle beim Kind auslöst (S.57)

-- eventuell kann man den Ehepartner / Lebenspartner [oder andere Personen im Haushalt] bitten, das Verhalten zu beobachten, wie das Verhalten empfunden wird (S.57)

[-- Supernanny engagieren]

-- eine optimistische Erwartungshaltung ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Verhalten des Kindes (S.59)

-- nicht immer betonen, dass man die Autorität besitzt (S.59), aber die Kinder sollen auch lernen, auf die Gefühle der Eltern Rücksicht zu nehmen (S.54)

-- unbegründete Befehle können oft durch begründete Aufforderungen mit sachlicher Information ersetzt werden, so dass ein partnerschaftliches Verhältnis entsteht. Oft kann die Formulierung schon Terror verhindern, und Jugendliche akzeptieren begründete Aufforderungen [wenn das Umfeld stimmt] (S.53)

-- ruhiges, ernstes Ansehen ohne Worte reicht bei störendem Verhalten oft schon aus und hat grosse Wirkung, weil das Kind dankbar ist, dass kein Schimpfen erfolgt (S.60)

-- negative Verbote durch positive Aufforderungen ersetzen (S.60)


Die schrittweise Anwendung von Massnahmen erlernen

Übertriebene Strafen gilt es zu vermeiden. Negatives Verhalten soll schrittweise eingeschränkt werden:

-- bei negativem Verhalten soll dem Kind eine Übergangszeit zur Verhaltensänderung eingeräumt werden, so dass das Kind die Verhaltensänderung selber vollziehen kann ohne das Gefühl zu haben, nur zu gehorchen (S.60)

-- bei wiederholter Regelverletzung (S.60) trotz Ermahnung

1. Schritt: ruhig den Sachverhalt schildern
2. Schritt: ruhig die Strafe schildern, die zu erwarten ist (S.60)
3. Schritt: Durchführung der Strafe (S.61).

-- bei Grenzverletzung trotz Ermahnung muss im Sinne der Gesundheit des Kindes eine schnellere Massnahme erfolgen:
1. Schritt: ruhig die Massnahme ankündigen
2. Schritt: die Massnahme umsetzen ohne grossen Kommentar (S.53).


Lernschritte für Terror-Eltern: Autoritäre Lenkung vermindern lernen


 -- bei Widerspruch des Kindes cool bleiben lernen (S.50)

-- Mitbestimmung des Kindes im Familienleben zulassen: Dies bewirkt mehr Interesse an gemeinsamen Aktivitäten, und es hat den Lerneffekt, dass die Kinder auch die Bedürfnisse und Standpunkte anderer verstehen lernen (S.50).

Lernschritte für Terror-Eltern: Den Kindern eine gewisse Verantwortung überlassen

Im Familienbereich sollen die Verantwortungsbereiche klar definiert sein und das Kind dabei nicht überfordern sein: Das Kind darf nicht zu viel Verantwortung erhalten, es darf sich keinen Schaden zufügen können und darf die Bedürfnisse anderer nicht einschränken können (S.50)

Verantwortung, die das Kind selber übernehmen kann:

-- Kinder sollen selber entscheiden, wie viel sie essen, und gemäss R. und A. Tausch gibt es dabei keine nachteilige Auswirkungen

-- Kinder sollen selber entscheiden, was sie für Kleider tragen, ausser bei gesundheitlicher Gefährdung (S.50)

-- wichtig sind Spielbereiche in der Wohnung oder ausserhalb des Hauses, wo die Kinder ihre Sachen selber liegen lassen oder aufräumen können und wo die Kinder sich so verhalten können, wie sie es möchten. Bedingungen sind: Keine Schlägereien, keine Sachbeschädigung (S.50)

-- Taschengeld darf keinen Kaufverboten unterstehen [ausser gesundheitsschädliche Waren] (S.51)

-- beim Kleider einkaufen soll ein finanzieller Rahmen gesetzt werden, aber der Geschmack des Kindes hat Vorrang, die Eltern nur beratende Funktion (S.51)

-- Jugendliche haben freie Gestaltung der Freizeit, die Eltern entscheiden nicht über Freunde, Bücher, Kino, Ausflüge etc., Eltern haben nur eine Meinung. Dabei ist der Jugendschutz [und das Gesetz] einzuhalten (S.51)

-- Jugendliche müssen die Verantwortung für Schulleistungen selber übernehmen lernen (S.51)

-- bei Lernschwierigkeiten soll dem Kind geholfen werden (S.51)

-- bei Ausflügen und Ferien sollen die Bedürfnisse der Kinder und Eltern aufeinander abgestimmt werden, eventuell können Wünsche abwechselnd erfüllt werden (S.51).


Die kritische Übergangsphase von autoritär zur demokratischen Erziehung

Die Verhältnisse ergeben für die terrorisierten Kinder zuerst neue Freiheiten, die dann zuerst negativ ausgenützt werden. Damit verschlimmern sich zuerst die Verhältnisse, bevor sie sich auf demokratischen Niveau einpendeln (S.64).

Im Stress soll sich die Erziehungsperson manchmal auch selbst belohnen (S.64).

 
Schliesslich werden die Erziehungserfolge aber durch die Kinder selber sichtbar (S.64).


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