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5. Pflichtelternkurs: Schwangerschaft, Geburt und Baby. Die Geburt

Mit was Frauen und Männer rechnen müssen, wenn die Frau schwanger wird -
der lange Weg zum Familienglück




Geburt eines Kindes
Geburt eines Kindes

Umfrage vom 24.6. bis zum 4.7.2011: Ist das
                      Porno? Nein, das ist eine Geburt mit einer
                      Mehrheit von 86%
Umfrage vom 24.6. bis zum 4.7.2011: Ist das Porno? Nein, das ist eine Geburt mit einer Mehrheit von 86%

Eine Geburt ist eine grosse Arbeit für das Kind und für die Mutter, und manchmal wird eine Geburt auch zur schwierigen Operation, die mit hohen Kosten verbunden ist. Eine Geburt kann nie und nimmer "Porno" sein, so wie das einige nicht informierte dumme Männer meinen. Michael Palomino, 5.7.2011.

Nach der Geburt bleiben Schwangerschaftsstreifen und eine Bauchwampe, die sich 9 Monate zurückbilden muss. Dafür werden teure Cremes angewandt, und in "armen" Ländern fehlen diese Cremes. Eventuell kann die Frau ihren Urinfluss nicht mehr beherrschen und muss lange Zeit Übungen machen. Alles das ist auch "Geburt", du dummer, nicht informierter Dekektiv des schweizerischen Geheimdienstes. Das fehlt eben alles im Schulbüchlein.

von Michael Palomino (2006 / 2011)


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aus: Vicki Iovine: Beim ersten Kind gibt's tausend Fragen; Knaur 1997


Links mit Filmen über Geburten:
-- Geburt in einem Wasserbecken in der Wohnstube (englisch): http://video.google.com/videoplay?docid=6399206237134777303#docid=6046454103212515693
-- Geburt in einem Spital auf einem Bett (spanisch): http://video.google.com/videoplay?docid=6399206237134777303#docid=-3911953968852943905
-- Geburt auf einem Gynäkologiestuhl mit Ausstossung des Mutterkuchens (englisch):
http://video.google.com/videoplay?docid=6399206237134777303#docid=-1424411438153554282
-- Geburt in einem Bett zu Hause in der Stube (englisch): http://video.google.com/videoplay?docid=6399206237134777303#docid=-8521576832956885937



Der Weg ins Spital / die Fahrt ins Spital [oder ins Geburtshaus]

Das Telefon zum Frauenarzt / zur Frauenärztin wegen der kommenden Geburt
Wenn die Fahrt vorbereitet wird, muss der Frauenarzt / die Frauenärztin informiert werden.
Wenn das in der Nacht passiert, so ist ein Anruf in der Nacht normal (S.139).

Das Telefon zum Spital / Geburtshaus, dass man unterwegs ist
Das Spital / Geburtshaus muss wissen, dass man unterwegs ist (S.367).

Die Schwangere und der Mann sollten unbedingt noch etwas Leichtes essen, Suppe oder Milchshake, denn im Spital gibt es wahrscheinlich nichts mehr, bis das Baby da ist (S.359).

Und eine letzte kleine Dusche vor der Fahrt ist auch noch angebracht, denn so bald gibt es keine mehr. Man soll aber nicht duschen, wenn man alleine ist, denn eventuell braucht man Hilfe, wieder herauszukommen, [wenn eine starke Wehe einem zum Absitzen zwingt] (S.363).

Bei Vermutung auf eine geplatzte Fruchtblase darf man kein Bad nehmen wegen der Gefahr von Bakterien, die in die Gebärmutter gelangen könnten (S.363-364).
Nimmt die Hochschwangere vor dem Gang ins Spital / ins Geburtshaus noch ein Bad, kann sie ohne Hilfe aus der Badewanne nicht mehr aufstehen (S.364).

Die Nervosität steigt nun auf ein Maximum, und deswegen muss alles vorbereitet sein (S.363).

Das vorbereitete Auto - das Gepäck
Das Auto muss immer vorbereitet sein, und bei einer Fahrt in der Nacht kann man sich eher verfahren als am Tag (S.278).

[Wenn kein Auto zur Verfügung steht, muss die Telefonnummer von Taxi, Bekanntem, Nachbar oder Krankenwagen immer ablesbar sein].

Die vorbereitete Begleitung
(S.296);
(S.296); [Die Begleitperson muss genau so bereit sein wie das Auto, und auch die Telefonnummer der Begleitperson muss vorbereitet und gut lesbar sein...]

Eine Hebamme aus Lima empfielt, etwas Wein zu trinken, denn in einem etwas betrunkenen Zustand spüre die Gebärende die Schmerzen nicht so sehr.

Die vorbereitete Tasche / den vorbereiteten Koffer mitnehmen

Wenn keine Tasche mit Toilettenartikeln und Spitalkleidung bereit steht, dann soll man eben ohne gehen, aber bitte nicht im letzten Moment noch Sachen suchen wollen. Das alles kann nach der Geburt noch gebracht werden (S.279-280).

und nun noch einpacken:
-- Kissen zum Entspannen mitnehmen: Die Kissen riechen nach zu Hause. Die Kissen sollten aber keine teuren Bezüge haben, da im Wochenbett leicht Blutflecken entstehen (S.284)
-- flache Hausschuhe mitnehmen für das Herumgehen in den Gängen nach der Geburt (S.285)
-- viele dicke Socken mitnehmen, die man nachher fortwerfen kann (S.285)
-- 3 bis 4 Schwangerschaftsunterhosen mitnehmen (S.286), weich, bequem und billig (S.287)
-- Still-BH mitnehmen, auch wenn man nicht stillen will, um den Brüsten Halt zu geben (S.291).

Ernährung:
-- selber einige Nahrungsmittel für einen Imbiss im Wochenbett mitnehmen, also einige Flaschen Wasser, Saft oder haltbare Snacks (Riegel, Trockenobst, Cracker) mitnehmen, weil im Spital die Ernährung einem strengen Zeitplan unterliegt (S.289)
-- dabei müssen die Snacks nahrhafte Sachen sein, aber keine Schokolade, keine Kekse (S.289)
-- eine Flasche zimmerwarmes Wasser auf die Fahrt mitnehmen (S.366).

Die Fahrt
-- die Hochschwangere darf nicht fahren, weil Wehen sehr schnell stärker werden können, und Frauen in den Wehen wirken wie Frauen unter Alkoholeinfluss
-- der Mann, die Freundin, der Nachbar, das Taxi oder der Krankenwagen sollen fahren
-- die Fahrt kann sehr stressig werden (S.364), denn während der Wehen aufrecht zu sitzen mit Sicherheitsgurt ist nicht angenehm
-- am besten begibt sich die Hochschwangere in Liegeposition oder auf den Rücksitz, wo man sich ausbreiten kann
-- immer anschnallen, denn die fahrende Person wird sehr nervös und abrupte Bremsmanöver sind wahrscheinlich
-- Kopfkissen unter dem Kopf und zwischen den Beinen dämpfen Schlaglöcher ab (S.365)
-- vertraute Musik oder Geplauder im Auto beruhigt (S.365)

-- die Wünsche der Schwangeren müssen im Zentrum stehen, eventuell selber singen
-- man kann Lamaze-Atmung machen, um es den Ärzten später zu berichten, dass sie nicht wirke, um sofort eine Periduralanästhesie zu bekommen
-- eine Flasche Wasser mitnehmen, bei Zimmertemperatur, um Magenkrämpfe zu verhindern, ab und zu trinken, aber nicht zu viel, damit man sich nicht übergeben muss (S.366).


Die Geburt

Jede Geburt ist wieder anders. Mütter, die schon zwei Kinder haben, dürfen nicht denken, dass man alle Vorgänge schon kenne (S.363).

Die Ankunft im Spital / Geburtshaus: Entbindungsstation - Wehenschreiber
-- es werden allgemeine Angaben verlangt
-- auf der Entbindungsstation muss man sich von der Stationsschwester anleiten lassen (S.367)
-- wenn man eine Periduralanästhesie will, dann soll man das oft erwähnen, damit das nicht vergessen wird (S.376)
-- ein Nachthemd anziehen (S.368).

Spital: Der Wehenschreiber
Man wird untersucht und an einen "Wehenschreiber" angeschlossen (S.367). Der "Wehenschreiber" ist ein Gurt auf dem Bauch, der Wehen und Baby-Herztöne aufzeichnet. Positionsveränderungen des Bauchs oder des Babys können die Aufzeichnungen stören. Der Gurt muss nach Bewegungen neu angelegt werden (S.369).

[Was dieser Wehenschreiber soll, scheint sehr unklar, denn das Baby kommt auch ohne Wehenschreiber...]

Manche Krankenhäuser geben jetzt schon eine Kanüle mit Salzlösungsinfusion in den Handrücken oder in den Unterarm, um einer möglichen Dehydrierung [Entzug von Wasser] vorzubeugen. Die Kanüle wirkt sadistisch, ist es aber nicht (S.369).

Spital: Die Verlegung ins Entbindungszimmer
-- beim Feststellen "positiver Kontraktionen" wird der Arzt gerufen und die Schwangere wird in ein Entbindungszimmer verlegt
-- wenn keine "positiven Kontraktionen" eintreten, muss man wieder nach Hause gehen. Das ist nie "peinlich", das passiert auch noch nach mehreren Geburten
-- wenn die Wehen und die Angstschreie der Nachbarsfrauen zu hören sind, muss man diese ignorieren, denn es wird alles gut gehen (S.367).

Die Geburt kann nur die Schwangere vollbringen
Jede Geburt ist ein Martyrium (S.250). Männer fühlen sich schuldig, wenn sie sehen, welche Tortur eine Geburt ist (S.256). Männer meinen gar, die Frau werde daran sterben (S.257), oder Männer wollen das Baby nicht akzeptieren, wenn die Geburt der Frau Schaden zufügt (S.257).

Das Schlimme an einer Geburt ist, dass niemand helfen kann:
-- die Atemmethode nach Lamaze reicht nicht
-- eine Entspannungsmusik bewirkt nichts
-- der Mann ist ungeschickt
-- das einzige Ziel ist eine gesunde Mutter und ein gesundes Baby
-- am Ende der Geburt gibt es keine Siegerprämie / Siegesprämie oder Haltungsnoten, wie eine Geburt verlaufen ist
-- eine Geburt ohne Schmerzmittel, ohne Schreie und ohne Sauerei ist eine absolute Seltenheit (S.126).

Die Geburt allgemein
-- die erste Geburt sollte im Spital stattfinden
-- ab der zweiten Geburt ist eine Haus- oder Unterwassergeburt gut möglich
-- jede Geburt ist eine Überraschung
-- Schmerzmittel sollen immer greifbar sein, und Ärzte sollten für einen Notall immer anwesend sein (S.130).

Vorteile der vaginalen Geburt
-- während der Pressphase wird Fruchtwasser aus den Lungen des Babys gepresst
-- man benötigt weniger Betäubungsmittel (S.360).

Die vaginale Entbindung
-- ist eine "athletische Höchstleistung" (S.370)
-- die Vagina dehnt sich bei der ersten Geburt am meisten (S.361).


Schmerzmittel bei der Geburt

Geburt ohne Schmerzmittel
-- kommt vor, wenn der Mann der Frau dafür teuren Schmuck verspricht. Die Gebärende hätte aber gerne Schmerzmittel...
-- kommt vor, wenn das Baby einen Herzfehler hat und eine Schmerzspritze zu gefährlich wäre. Die Gebärende hätte aber gerne Schmerzmittel...
-- kommt vor, wenn die Wehen so schnell kommen, dass keine Zeit mehr für eine Schmerzspritze bleibt oder alles nur verlangsamt würde (S.131). [Dann ist alles sehr schnell vorbei...]

Umstände für die Geburt
-- die Lippen trocknen aus
-- viele Krankenhäuser geben während der Geburt weder zu essen noch zu trinken (S.287)

-- die Geburt ist kein privates Erlebnis, sondern völlig fremde Personen untersuchen nun die Vagina, bis die bekannte Hebamme kommt (S.296)
-- die Krankenschwestern im Spital haben Schichtbetrieb (S.297)

-- wenn die Hebamme kommt, soll man intensiven Kontakt zur Hebamme aufnehmen, denn die Hebamme ist nun die wichtigste Person wird, vor dem Arzt, vor dem Mann und vor jeder Geburtstheorie (S.368)
-- wenn die Hebamme nicht passt, soll die Gebärende den Mann bitten, dass eine Kollegin kommt (S.368) mit der Begründung, dass man selber etwas "schwierig" sei (S.368-369)
-- auf die Hebamme muss Verlass sein (S.369).

Hausgeburt: Matratzenschutz
Geburten sind eine ziemlich blutige Angelegenheit und bei Hausgeburten die Matratze entsprechend zu schützen (S.131).

Eventuell: Muttermundsdehnung
Eine Methode der Schul-"Medizin" zur Beschleunigung einer Geburt ist die Stimulation durch eine  "Muttermundsdehnung" (S.276-277). Dies ist allerdings mit Schmerzen verbunden, ähnlich wie starke Menstruationskrämpfe, und mit starken Blutungen wie am Anfang der Menstruation (S.277). Wenn die Krämpfe einige Stunden andauern, ist die Wahrscheinlichkeit des Auslösens von Wehen besser (S.277).

Eventuell: Fruchtblase sprengen
Wenn sich am Geburtstermin noch nichts bewegt, wird eventuell auch in Betracht gezogen, die Fruchtblase künstlich zu sprengen (S.276). Es käme ein 30 cm langer Stahlhaken zum Einsatz (S.277).


[Solange die Herztöne des Babys aber normal klopfen, ist doch kein Stahlhaken angebracht...]

Oxytozin - Periduralanästhesie
Eventuell wird eine Oxytozin-Infusion gegeben (S.275). Die Infusion erfolgt nach gemeinsamem Beschluss zwischen Gebärender und dem Arzt / der Ärztin. Oxytozin löst normalerweise starke und regelmässige Wehen aus, so dass die Frauen, die keine Periduralanästhesie haben, nun danach schreien, um die Geburt schneller hinter sich zu bringen (S.378).

Künstlich eingeleitete Wehen haben den Vorteil, dass alle vorbereitet sind und der Arzt dabei ist (S.278).

-- dabei können Wehen und Geburt sehr viel länger dauern als geplant (S.294),
-- für Fotos helfen auch Ärzte, wenn der Mann ohnmächtig wird (S.294).

[Statistiken belegen, dass Geburten mit künstlich ausgelösten Wehen oft wegen ungewöhnlichen Vorf´llen mit einem Kaiserschnitt enden (z.B. wegen Verschlingungen mit der Nabelschnur). Es ist besser abzuwarten, bis das Kind kommen will, und nicht dem Kind den Befehl zu geben, dass es jetzt kommen müsse].

Männer mit Schwangerschaftsphobie werden beim Einsetzen der Wehen bewusstlos
So hat die Frau nicht viel Hilfe von ihrem Mann zu erwarten, wenn die Schwangerschaftsphobie inzwischen nicht therapiert worden ist (S.246).

Die Umstände bei den Wehen

Anfangswehen
-- Wehen sind absolut unregelmässig und verwirrend (S.355)
-- beim ersten Kind ziehen sich die Wehen meist über mehrere Stunden hin
-- ab und zu schaut jemand vorbei und überprüft den Muttermund
-- die Wartezeit zum Ausruhen soll man nutzen, denn die Geburt braucht sehr viel Energie, und die Wartezeit ist auch die letzte Zeit für Telefonate (S.370)

-- der Schmerz bei den Anfangswehen entspricht den stärksten Menstruationskrämpfen, aber der ganze Körper ist involviert, und es ist keine andere Konzentration mehr möglich (S.371)
-- die Wehen können langwierig und ermüdend sein oder schnell und effizient (S.358)
-- wie Wehen sind in den ersten Stunden erträglich, dann aber meist nicht mehr (S.343).

Wehen: Übelkeit als Übergang zu den grossen Wehen
Zudem wird der Gebärenden in den Wehen oft noch übel und muss sich übergeben, v.a., wenn die "Eröffnungswehen" zu Ende gehen, in der Übergangsphase zu den grossen Wehen:
"Auf diese Weise reinigt sich der Körper zur Vorbereitung auf die Geburt." (S.372)

Wenn man die Übelkeit ankündigt, wird sofort eine Schüssel gebracht. Das Erbrechen ist eine Art Ruhepause, danach wird man sich leichter und wohler fühlen (S.372).

Die Periduralanästhesie (PDA; Schmerzspritze zwischen Wirbelsäule und Knochenmark)
-- die Periduralanästhesie muss vor der Geburt abgesprochen werden, damit der Anästhesist dann da ist, wenn man ihn braucht (S.375)

-- die Periduralanästhesie ist der einzige Vorgang während der Wehen, wo man sich hinlegen muss (S.361)

-- die Periduralanästhesie ist eine Kombination von Medikamenten als Injektion ins Rückenmark im unteren Wirbelsäulenbereich und wird von einem speziell ausgebildeten Anästhesisten durchgeführt, Laien dürfen das nicht machen (S.375).

Es kann die grundlose Angst bestehen, dass die Periduralanästhesie schmerzhafter ist als die Wehen, oder die Angst, dass der Anästhesist sein Ziel verfehlt und die Mutter für immer gelähmt ist  (S.125).

Kein Arzt oder Baby wird besser oder schlechter über die Geburt denken, wenn man eine Schmerzspritze oder einen Kaiserschnitt gewählt hat. Das Leiden ohne Schmerzspritze zu wählen, ist nicht besser für das Kind (S.127).

Für das Verhältnis zum Mann spielt es keine Rolle, ob man Schmerz in Kauf genommen hat oder nicht. Nur die Woche danach ist unterschiedlich (S.127).

Die Spritze
-- die Schwangere muss sich vorbeugen, in Sitzstellung oder auf der Seite liegend, so dass sich die Wirbelzwischenräume dehnen
-- die Hebamme stützt während der Spritze
-- zuerst wird ein Schmerzmittel gespritzt, um die Einspritzstelle zu betäuben
-- dann wird eine dünne Kanüle am Rücken angelegt: Es ist wie eine Infusion während der ganzen Zeit der Wehen
-- die Zufuhr des Betäubungsmittels ist variierbar, die Gebärende liegt problemlos auf dem Rücken auf der Kanüle und spürt davon nichts mehr
-- die erste Wirkung ist wie ein elektrischer Schlag, dann tritt die Entspannung sofort ein (S.376)
-- ab dem Bauch abwärts tritt eine totale Gefühlslosigkeit ein, so dass man unter Umständen zu wenig presst nachher, oder man schafft es mit reiner Willenskraft (S.377)
-- die Gebärende wird wieder ruhig, kann wieder normale Gespräche führen, schläft oft sogar ein wenig ein
-- die Wehen verlangsamen sich und der Muttermund öffnet sich eine Zeit lang gar nicht (S.377).

Oxytozin
-- tritt eine zu starke Beruhigung ein, wird durch die Kanüle an der Hand Oxytozin eingeleitet (S.377)
-- normalerweise werden durch Oxytozin starke und regelmässige Wehen ausgelöst (S.377).


Hauptwehen
--  bei Hauptwehen hat man das Gefühl, es werde einem ein Messer in den Bauch gejagt (S.357), die Gebärende schimpft herum, alle sollten dann still sein, wenn sie sich aufs Atmen konzentriert (S.371)

"Bei jeder Wehe wirst du dich vorbeugen, deine Knie umklammern und dich zusammenkrümmen, um dem Baby auf diese Weise möglichst wenig Platz in deinem Schoss zu lassen, wie auf der Toilette." (S.373)

Die Gebärende ist während der Wehen so gestresst, dass er sie nicht berühren sollte. Tut der Mann dies trotzdem, riskiert er, von der Frau in die Hand gebissen zu werden, oder er verliert sie ganz (S.249).

-- eventuell  kommt es zu Rückenschmerzen, wenn das Baby auf das Rückgrat der Mutter drückt (S.372)
-- die Wehen können auch so schnell aufeinander folgen, dass keine Zeit mehr bleibt, sich jeweils auf die nächste vorzubereiten
-- das Schlimmste ist, dass man nicht weiss, wie lange die Wehen dauern werden (S.372)

-- bei schnellen Wehen wird die Zeit für eine Periduralanästhesie knapp (S.358-359)

-- durchschnittlich muss der Muttermund 10 cm offen sein, damit ein Baby durchpasst (S.370), erst dann kann das Pressen beginnen (S.373)
-- viele Frauen haben stundenlang starke Wehen bei 4 cm geöffnetem Muttermund, so dass ihnen schwarz vor Augen wird, aber alle werden helfen (S.370-371)
-- man soll sich auf das zu erwartende Baby konzentrieren (S.371).

Wehen: Kalte Füsse - Socken an
Eventuell behält man die Socken während der ganzen Geburt an (S.285-286).

Wehen: Die Frau kann nichts mehr sagen
"Wenn eine Frau bei einer Wehe keinen vollständigen Satz mehr sagen kann, ist dies ein zuverlässiges Zeichen dafür, dass sie schon produktive Wehen hat." (S.136)

Lange Wehen
-- die Wehen ziehen sich hin und schaffen auch den aufopferungsvollsten Ehemann, der sich im Wartezimmer nach 5 Stunden mit anderen Wartenden anfreundet (S.297)

-- eine Freundin kann den Mann als Geburtsbegleiter ablösen, so dass der Mann nach 5 Stunden Wehenwarten etwas essen gehen kann, der Mann schaut dann Fernsehen (S.297)

-- kurz vor der Pressphase [wenn der Gebärmutterhals sich immer mehr öffnet] schimpft die Gebärende herum, was geht, und deswegen muss das Verhältnis zur Hebamme halten (S.369).


Pressen und Schmerzen
-- wenn der Gebärmutterhals 10 cm geöffnet ist, ist es Zeit zum Pressen (S.373)
-- Lamaze-Atmung endet gewöhnlich in Hyperventilation und völliger Frustration (S.378)

-- das Pressen ist nötig, damit das Baby rauskommt, dies kann sich wiederum über Stunden hinziehen, jetzt beginnt die sportliche Höchstleistung (S.373)

-- ab dem Pressen wird kein Betäubungsmittel zur Periduralanästhesie mehr zugeführt, weil die Gebärende sonst zu wenig pressen würde, wenn sie gar nichts mehr spürt (S.377)

-- mit jedem Muskel bzw. auch mit Brust und Knie muss man pressen, wie auf der Toilette [bei Verstopfung] (S.373)

-- das Gesicht wird verzogen, und manchmal haben die Gebärenden das Gefühl, das Baby käme aus dem falschen Loch (S.373)

-- das Pressen kann zu schwach sein
-- beim Pressen kann Stuhl austreten (S.125).

Atemtechnik nutzlos
Die Atemmethode nach Lamaze ist bei der Geburt ziemlich nutzlos (S.154). Einige Frauen wenden die Lamaze-Atmung an, nur um dann nach dem Anästhesisten zu rufen mit der Begründung, dass Lamaze nichts hilft (S.287).

Pressen ohne Schmerzmittel
Bei Verweigerung von Schmerzmitteln oder bei zu schneller Geburt ist das Pressen besonders schmerzhaft (S.374).

Pressen: Der Mann geht Kaffee trinken
Es ist wahnsinnig nervig, wenn die Frau in den Wehen liegt und der Mann sich in der Cafeteria etwas zu essen holt und fern sieht... (S.107)

Intravenöse Spritze und Bewusstlosigkeit
Bei einer intravenösen Spitze kann es zur Bewusstlosigkeit kommen, oder zu Weinkrämpfen wegen Versagerängsten (S.125).

Bewusstlosigkeit kann ohne Grund eintreten
(S.125)


Kaiserschnitt als Notlösung
-- manche vaginale Entbindung endet in einem Kaiserschnitt (S.360-361)
-- der Kaiserschnitt braucht mehr Schmerzmittel als eine vaginale Geburt (S.360).

Medizinische Indikationen für einen Kaiserschnitt sind
-- Plazenta Praevia [wenn die Plazenta in ungünstiger Nähe zum Geburtskanal liegt, dies betrifft 0,5% aller Schwangerschaften]
-- Steisslage des Ungeborenen [wenn das Baby mit dem Hintern zum Muttermund liegt]
-- Mehrlingsgeburt (S.360)
-- oder wenn sich der Muttermund trotz Oxytozin und Wehen nicht öffnet (S.378)
[-- oder wenn sich das Kind in der Nabelschnur verfängt bzw. wenn die Nabelschnur dem Kind den Hals zuschnürt].


Der Vorschlag eines Kaiserschnitts löst bei der Gebärenden oft Weinkrämpfe aus, denn der Traum einer natürlichen Entbindung ist dahin [und am Bauch wird eine lange Narbe bleiben]. Die Frau hat das Gefühl, versagt zu haben, und noch jahrelang plagen einen Gewissensbisse (S.378). Für Frauen, die natürlich gebären wollten, ist ein Kaiserschnitt eine seelische und körperlicher Niederlage (S.143-144). Dabei ist jede Geburt mit gesundem Kind und gesunder Mutter eine erfolgreiche Geburt (S.379).

Der Kaiserschnitt
-- die Dosis des Betäubungsmittels wird erhöht oder sogar eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie [zur Betäubung des Körpers ab dem Bauchraum] gegeben
-- es werden schichtweise Schnitte gemacht, nicht nur ein einziger tiefer Schnitt [wie dies in den Filmen falsch dargestellt ist], und die vielen Schnitte können dauern (S.379)
[-- wenn das Ungeborene in Gefahr ist, z.B. wenn die Nabelschnur den Hals abschnürt, dann bleibt nicht genügend Zeit, das Betäubungsmittel wirken zu lassen, und dann kann es sein, dass der Bauchschnitt mit einem starken Schmerz spürbar ist].


Vaginalgeburt: Dammschnitt
Steht das Baby kurz vor dem Durchbruch und steht der Kopf kurz vor dem Austritt aus dem Muttermund, wird bei der Erstgeburt meist ein Dammschnitt vorgenommen, ein Schnitt in das gedehnte Gewebe, denn ein glatter Schnitt ist leichter zu nähen als ein unregelmässiger Riss (S.381).

Das Baby zwängt sich durch das Becken
-- das Baby muss durch den Geburtskanal gepresst werden, ein brennender Schmerz durch den ganzen Unterleib, begleitet von einem Dehnen, als ob die Hüften auseinander brechen (S.374)
-- das einzig Mögliche ist nun, so stark wie möglich zu pressen, damit das Baby möglichst schnell auf die Welt kommt
-- eventuell tritt beim Austreten des Kopfes eine natürliche Schmerzdämpfung ein, Wimmern nützt nichts (S.374).

Stützestellung
-- der Mann kann die Gebärende nun von hinten stützen und damit das Pressen erleichtern
-- der Mann und die Hebamme können helfen, die Beine anzuwinkeln ("Froschhaltung")
-- eventuell soll der Mann aber auch filmen oder Fotos machen (S.374).

Das Baby tritt aus: Durchschnittlich 3,2 kg schwer
(S.307)

-- die Ankündigung, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sollte von einer medizinisch geschulten Person kommen, weil die Ehemänner oft die Nabelschnur für einen Penis halten (S.380)

-- die TV-Filmszenen von Geburten, wonach das Neugeborene gleich in die Arme der Mutter kommt, ist eine falsche Seifenoper. Die Realität sieht anders aus (S.381)

-- nach der vaginalen Entbindung wird das Baby auf den Bauch der Mutter gelegt, damit es warm bleibt und es wird an der Nabelschnur hantiert (S.381).

Pressen: Hämorrhoidenkranz durch Pressen
Beim Pressen bei der Geburt kann ein Stück Enddarm mit ausgepresst werden (S.90-91) und bleibt als Hämorrhoidenkranz um den After übrig (S.91).


Nabelschnur durchtrennen

Der Arzt bindet die Nabelschnur ab, und jemand durchtrennt sie (S.381).

[Der Organismus des Baby ernährt sich ab der Geburt von alleine. Die Nabelschnur würde mit der Zeit von alleine abfallen, wenn sie nicht durchschnitten würde. Aber ein Baby würde nicht den Mutterkuchen herumtragen wollen.
Quelle (2006): www.wer-weiss-was.de/theme49/article2575316.html

Der einsetzende Lungenblutkreislauf beim Baby entzieht das Restblut aus dem Nabel. Die Blutgefässe rollen sich nach innen ein und ein Blutpfropf verschliesst sofort das Gefäss. Der Nabelschnurrest trocknet innerhalb weniger Tage und fällt dann ab.
Quelle (2006): www.bichons.de/Bichon_friese_-_Geburt_in_Bilde/body_bichon_frise_-_geburt_in_bilde.html]

Uninformierte Männer haben einen Horror davor, eine Nabelschnur zu durchtrennen (S.255-256). Für Männer mit einer nicht therapierten Schwangerschaftsphobie ist es ein Horror, eine Nabelschnur zu durchtrennen (S.247).

Die Nachgeburt: Die Plazenta rauspressen

Das Pressen geht nun von vorne los für das Ausstossen der Plazenta mit viel anderem blutigen Material (S.381).

[Die Nachgeburt / Plazenta ist fast so gross wie das Baby selbst;
Quelle (2006): www.wer-weiss-was.de/theme49/article2575316.html]

Nach dem Auspressen der Plazenta werden oft Eispackungen auf den Unterleib aufgelegt, um die geschwollene Vagina zu kühlen (S.286).


Der geplante Kaiserschnitt
-- ist eine ruhige Geburt durch einen schmalen Schnitt oberhalb der Schamhaare (S.359-360)
-- es werden schichtweise Schnitte gemacht, nicht nur ein einziger tiefer Schnitt [wie dies in den Filmen falsch dargestellt ist], und die vielen Schnitte können dauern (S.379).
-- die Vagina bleibt unberührt und elastisch und wird nicht überdehnt
-- es gibt keine Wehenwarterei (S.360)
-- die Ärzte holen die Babys und die Plazenta raus (S.381)

-- der Kaiserschnitt schont den Beckenboden, so dass die Vagina straff bleibt und keine Blasenschwäche auftritt (S.407-408)

-- die Erholungsphase ist überraschend kurz (S.360).


[Ergänzung: Narbenschmerzen - Narbenbehandlung mit Narbenakupunktur
-- es bleibt eine grosse Narbe am Unterleib
- wenn einmal mit Kaiserschnitt geboren wurde, so werden weitere Geburten auch Kaiserschnitte sein
-- die Narbenschmerzen sind punktuelle, stichartige Schmerzen wie Nadelstiche, die ein Leben lang anhalten, wenn keine Behandlung mit Narbenakupunktur erfolgt, denn dadurcch werden die körperlichen  Energieströme wieder ins Gleichgewicht gebracht
-- die Mutter mit Kaiserschnittnarbe leidet nach der Kaiserschnittgeburt unter starken Rückenschmerzen am Rückgrat, verursacht durch die Wechselwirkung der Nerven: in den ersten sechs Monaten sind es dauernde Rückenschmerzen, danach täglich schwache, unregelmässige Rückenbeschwerden. Mit einer Narbenakupunktur gehen  auch die Rückenschmerzen zurück, indem die körperlichen Energieströme wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Die Narbenschmerzen nach Kaiserschnitten werden in den Fernseh-Reportagen normalerweise verschwiegen. Narbenakupunktur gibt es bis heute nicht in allen Ländern. Viele Ärzte wissen nichts über die Narbenschmerzen, und dadurch leiden weltweit viele Frauen und wissen nichts].

Die Restuntersuchung - die Frau wird zusammengenäht
-- es erfolgt eine Untersuchung, ob Reste der Plazenta noch in der Gebärmutter sind, die eventuell eine Infektion provozieren können. Diese Untersuchung ist alles andere als angenehm, einfach tief durchatmen oder die Periduralanästhesie nachspritzen lassen (S.381)

-- dann wird zugenäht (S.381): Das Nähen tut normalerweise nicht weh, kann aber eine Weile dauern, während der Vater und die Hebamme sich mit dem Baby vergnügen (S.382)

-- die Dehnung der Vagina kann mit einem sorgfältigen Vernähen des Dammschnitts etwas stabilisiert werden (S.361): Mit einem schönen, straffen Nähen des Dammschnitts kann die erschlaffte Vagina etwas ausgeglichen werden (p.407)

-- die Tatsache, dass die Vagina nicht mehr so straff ist wie zuvor, bringt nicht nur Nachteile: Wenn die Vagina weniger straff ist als vorher, braucht der Mann länger zum Orgasmus und so wird der Sex später länger und meist besser als vor der Schwangerschaft, da nun eher gemeinsame Orgasmen möglich werden (S.407)

-- es wird ein lang wirkendes Schmerzmittel eingenommen (S.379-380)
-- dann herrscht Freude, bis die Wirkung des Schmerzmittels nachlässt (S.380)

-- Hämorrhoiden sind normal
-- der Dammschnitt ist mit unzähligen Stichen zusammengenäht
-- so sind Schamlippen und Vagina absolut empfindlich und der Damm muss Blutungen und Schwellungen verkraften (S.395).

Das Baby
-- das Baby kommt auf die Säuglingsstation und bekommt dort Konakion-Tropfen [zur Förderung der Blutgerinnung, weil Neugeborene dünneres Blut haben]

-- das Baby wird gewogen und gemessen und die Bürokratie erledigt, Reflexe getestet für den "Apgartest" (S.383)

[Der "Apgartest" wurde von Virginia Apgar erfunden und bewertet beim Neugeborenen mit Punktangaben von 1 bis 10 die Atmung, Puls, Gesamtmuskelspannung, Aussehen und Reflexe in den Abständen 1 Minute, 5 Minuten und 10 Minuten nach der Geburt.
Quelle (2006): www.kinderarzt-gl.de/elternfuehrerschein.htm].

[Vertauschte Babys - Kontrolle durch Gentests
Das Risiko von vertauschten Babys ist nicht zu unterschätzen. Babys oder die Namen von Babys können in grossen Geburtsabteilungen leicht vertauscht werden. Das Personal scheint somit des öfteren überfordert, die einfachsten Verwaltungsvorgänge einzuhalten. Gentests von Mutter und Kind scheinen nach dem Spitalaufenthalt angebracht].


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Fotoquellen
-- Geburt: http://www.geile-geburt.com/


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