4R mit Lidl und Kaufland am 4.8.2026: E-Autos sind kaum kalkulierbar - weg damit:
Abkehr: Lidl und Kaufland stoppen E-Autos im Fuhrpark
https://www.nau.ch/lifestyle/auto/abkehr-lidl-und-kaufland-stoppen-e-autos-im-fuhrpark-67154254
Maia Schmied -- Bern -- Fototext: Restwert-Risiko: Der spätere Wiederverkaufswert gebrauchter Elektro-Nutzfahrzeuge gilt bei Flottenmanagern aktuell als kaum kalkulierbar. - Lidl (Screenshot)
Rückschlag für E-Autos: Lidl und Kaufland streichen reine Stromer aus ihrer Dienstwagen-Flotte. Hier erfährst Du den Grund.
Die oft gelobte Energiewende auf vier Rädern erleidet bei den bekannten Discounterriesen ausgerechnet jetzt einen spürbaren Rückschlag. Während viele Privatpersonen ihren Stromer weiterhin entspannt nutzen, ziehen die beiden Unternehmen im eigenen Fuhrpark die Notbremse.
Lidl und der Schwesterkonzern Kaufland streichen reine Elektroautos überraschend komplett aus ihrer Flottenplanung für Führungskräfte. Der mächtige Mutterkonzern stoppt ab sofort alle neuen Bestellungen für beliebte Modelle wie den vollelektrischen BMW iX1.
Dieser radikale Schritt betrifft eine gigantische Unternehmensflotte von insgesamt rund 10'000 Fahrzeugen in Deutschland. Wirtschaftlicher Druck und veränderte Marktregeln bremsen grüne Ambitionen im harten Firmenalltag somit rigoros aus.
Eigenkauf statt Leasing bringt das Modell ins Wanken
Die Schwarz-Gruppe setzt bei ihren Dienstwagen im Gegensatz zur üblichen Marktkonkurrenz grundsätzlich nicht auf Leasing. Das Handelsunternehmen kauft den gesamten Fuhrpark über eine eigene Tochtergesellschaft direkt vom Autohersteller ein.
Nach einer kurzen Haltedauer von oft nur sechs bis achtzehn Monaten verkauft der Konzern die Fahrzeuge als junge Gebrauchte weiter. Dieses spezielle Geschäftsmodell spülte mit herkömmlichen Verbrennern wie dem VW Tiguan über viele Jahre hinweg verlässliche Gewinne in die Kasse.
Beim Einkauf verhandelt der Grosskonzern nämlich extrem hohe Rabatte mit den jeweiligen Herstellern aus. Elektrofahrzeuge durchkreuzen diese eingespielte Strategie wegen der aktuellen Marktlage allerdings gewaltig.
Wertverlust und Techniksprünge belasten die Bilanz
Elektroautos wie der BMW iX1 oder der Audi Q4 e-tron verlieren auf dem heutigen Gebrauchtwagenmarkt rapide an Wert. Schnelle Entwicklungsschritte bei Batterien und Ladegeschwindigkeiten lassen E-Autos innerhalb kürzester Zeit veralten.
Daten der Deutschen Automobil Treuhand belegen diesen deutlichen Preisverfall im direkten Vergleich zu klassischen Antrieben recht eindrücklich. Während dreijährige Benziner noch fast zwei Drittel ihres Neupreises erzielen, stürzen Stromer im Restwert massiv ab.
Der Konzern trägt als alleiniger Eigentümer das volle finanzielle Risiko dieses rasanten Wertverfalls beim Wiederverkauf. Etablierte Markt-Benchmarks wie das Tesla Model Y bieten zwar hohe Effizienz, sichern den Restwert aber ebenfalls kaum ab.
Nachteile für Angestellte und Kritik an der Strategie
Für die betroffenen Mitarbeitenden bedeutet der erzwungene Umstieg auf Benziner oder Diesel einen deutlichen finanziellen Dämpfer. In Deutschland vervierfacht sich der zu versteuernde geldwerte Vorteil durch den Wegfall der E-Auto-Förderung schlagartig von 0.25 auf 1,0 Prozent.
Kritiker bemängeln diesen Schritt als kurzsichtiges Signal gegen die dringend nötige Verkehrswende in Europa. Der Konzern verweist zwar auf den stetigen Ausbau seines eigenen öffentlichen Ladenetzes mit Tausenden Ladepunkten.
Dennoch wiegen reine Renditeüberlegungen in der Führungsetage aktuell deutlich schwerer als ökologische Nachhaltigkeitsversprechen. Das Management schickt seine Führungskräfte damit vorerst zurück an die klassische Zapfsäule.
Schnellladen von E-Autos am 7.8.2026: funktioniert nicht mehr gut ab 45 Grad:
Hitzefalle im Sommer: E-Auto-Debakel beim Laden
https://automobile.nau.ch/tech/hitzefalle-im-sommer-e-auto-debakel-beim-laden-67156513
Maia Schmied -- Extreme Sommerhitze bremst Elektroautos beim Schnellladen aus. Warum die Ladeleistung sinkt und wie Sie Wartezeiten im Urlaub effektiv vermeiden.
Hochsommerliche Temparaturen sorgen für deutliche Verzögerungen beim Schnellladen von elektrifizierten Autos. Statt der zugesagten Spitzenleistung fliesst der Gleichstrom bei hohen Temperaturen nur noch gedrosselt.
Das Fenster für die optimale Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Akkus liegt nämlich exakt zwischen 20 und 40 Grad Celsius. Sobald die Zelltemperatur über 45 Grad steigt, greift das Steuergerät ein.
Das System reduziert die Ladeleistung automatisch, um die empfindliche Batterie vor Überhitzung zu schützen.
Technik-Vergleich: Luftkühlung versus aktives Thermomanagement
Ältere Fahrzeugmodelle mit passiver Luftkühlung geraten an heissen Sommertagen rasch an ihre Leistungsgrenzen. Nach mehreren Schnellladevorgängen bricht die Ladeleistung bei diesen Systemen um bis zu 50 Prozent ein.
Tesla an Ladestation
Beschleunigte Alterung: Die Kombination aus hohen Aussentemperaturen und hoher Ladespannung belastet die Zellchemie besonders stark. (Symbolbild) - Pexels
Moderne Elektrofahrzeuge nutzen dagegen ein ausgeklügeltes flüssigkeitsbasiertes Thermomanagement. Diese aktiven Systeme pumpen Kühlmittel durch spezielle Platten im Batteriepack und halten die Zellen im idealen Temperaturbereich.
Dadurch erreichen moderne Stromer selbst bei 35 Grad Aussentemperatur noch hohe Ladegeschwindigkeiten. Zwar benötigt die aktive Kühlung zusätzliche Energie, jedoch bezieht das Fahrzeug diesen Strom direkt aus der Ladesäule.
Messbare Einbussen: Wie stark sinkt die Ladeleistung in der Praxis?
Bei extremer Hitze ab 35 Grad drosselt die Steuerung den Ladestrom oft um 20 bis 40 Prozent. Ein Akku mit maximal 150 Kilowatt Ladeleistung lädt unter solchen Bedingungen stellenweise nur mit 90 Kilowatt.
Messungen des ADAC bestätigen diesen temporären Abfall als wichtige Schutzmassnahme gegen vorzeitige Batteriealterung. Überschreitet die Temperatur im Inneren der Batterie die Grenze von 50 Grad, drohen irreversible Schäden an den Zellen.
Was macht Hitze mit dem E-Auto-Akku?
Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent verlängert sich im Extremfall um 15 bis 25 Minuten. Sie spüren diese Verzögerung auf langen Sommerreisen in den Süden besonders deutlich.
Die richtige Ladestrategie für heisse Sommertage
Sie können diesem hitzebedingten Effekt mit ein paar einfachen Massnahmen wirkungsvoll vorbeugen. Parkieren Sie Ihr Fahrzeug vor dem Schnellladen idealerweise an schattigen Orten oder in einer kühlen Tiefgarage.
Verlegen Sie längere Ladestopps nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Vermeiden Sie zudem das vollständige Aufladen auf 100 Prozent bei starker Sonneneinstrahlung.
Ein Ladefenster zwischen 20 und 80 Prozent schont die Zellchemie und verkürzt die Standzeit deutlich. Mit dieser Strategie reisen Sie auch während einer Hitzewelle entspannt und batterieschonend ans Ziel.
Bodensee am 9.8.2026:
Schwere Elektroboote liegen schon auf
Grund:
Bodensee: Wasserpegel für Elektroboote zu
niedrig
https://vorarlberg.orf.at/stories/3366275/Eine Fahrt mit einem kleinen Boot auf dem Bodensee in Bregenz gehört für viele einfach zum Sommer dazu. „Freizeit-Kapitäne“ brauchen nun aber Muskelkraft: Wegen des niedrigen Wasserstands werden aktuell nur Tretboote verliehen. Für Elektroboote reicht der Pegel nicht aus.
In der Bregenzer Bucht kann man beim Bootsverleih derzeit zu Fuß von einem Boot zum nächsten gehen. Der See sei hier nur rund 20 Zentimeter tief, so Bootsverleiherin Cindy Morscher-Feurstein. Seit dieser Woche kann sie ihre Elektro-Motorboote deshalb nicht mehr vermieten. Teilweise sitzen die Boote bereits am Grund auf, Schrauben und Antriebe könnten beschädigt werden. Zusätzlich setzen sich Seegras und Sand in den Antrieben fest.
Motorboote Bodensee Bregenz
Erstmals im August der Fall
Bei der üblichen Saisoneröffnung Ende März, Anfang April könne man meist wegen des Wasserstands nur mit Tretbooten starten, so Morscher-Feurstein. Dass es aber auch im August so ist, sei noch nie zuvor der Fall gewesen.
Finanziell bedeutet das Wetter für die Bootsvermieterin große Einbußen, schließlich handelt es sich hier um ein Saisongeschäft. Hoffnung würde längerer Dauerregen bringen, dieser sei aber nicht in Sicht, so Morscher-Feurstein. Wenn der Pegel des Bodensees weiter sinkt, könnte es sogar sein, dass der Bootsverleih in Bregenz vorübergehend ganz schließen muss.
Im Harder Binnenbecken geht es noch
Die Bootsvermietung Feurstein hat ihre Elektroboote zum Standort Hard gebracht. Dort kann man damit noch auf den Bodensee hinausfahren, da sich der Verleih im Binnenbecken befindet. Doch auch hier sinkt der Pegel und damit ist ungewiss, wie lange der Betrieb noch aufrechterhalten werden kann. Die Bootsvermietung Feurstein ist die einzige Anbieterin am Vorarlberger Bodenseeufer.
Auch in Hard ist der Pegel des Bodensees niedrig
Der niedrige Bodensee-Pegel bringt auch die „große“ Schifffahrt auf dem See in Bedrängnis. Fällt der Pegel weiter, könnte es auch im Hafen in Bregenz eng werden für die Kursschiffe – Schifffahrt am Bodensee in Bedrängnis (vorarlberg.ORF.at).
red, vorarlberg.ORF.at
17.8.2026: Gewisse Reedereien wollen keine E-Autos mehr transportieren: Beispiel Norwegen:
Brandgefahr: Reedereien bremsen E-Autos
https://automobile.nau.ch/neues/brandgefahr-reedereien-bremsen-e-autos-67161420
Fototext: Vorreiter Havila Kystruten: Die norwegische Küstenreederei verhängte das Verbot, da Besatzungen auf hoher See kaum gegen brennende Lithium-Ionen-Akkus vorgehen können.
Maia Schmied -- Tickende Brandfallen auf hoher See? Aus Angst vor Feuern sperren erste Reedereien jetzt E-Autos aus – droht der Mobilitätswende der nächste Dämpfer?
Die Vorstellung vom völlig unbeschwerten Reisen mit dem Stromer stösst an europäischen Hafenpiers zunehmend auf strenge Sicherheitsauflagen. Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterien gelten wegen der Gefahr eines kaum löschbaren Batteriebrandes bei einigen Fährgesellschaften als heikle Fracht.
Viele Schweizer Automobilisten buchen ihre Passage nach Skandinavien oder ins Mittelmeer, ohne die verschärften Transportbestimmungen im Detail zu kennen. Der enorme Löschwasserbedarf brennender Akkuzellen bewegt Hafenbehörden und Reedereien zu teils rigorosen Restriktionen.
Ein gezielter Blick auf die Vorschriften schützt Reisende vor verpassten Abfahrten und kostspieligen Überraschungen am Kai.
Havila verbietet E-Antriebe an Norwegens Küste
Die norwegische Reederei Havila Kystruten sperrt elektrifizierte Antriebe auf der Route zwischen Bergen und Kirkenes konsequent aus. Weder reine Elektrofahrzeuge noch Plug-in-Hybride oder Wasserstoffautos dürfen die Schiffe des Anbieters befahren.
«Ein Brand in Elektro- oder Hybridautos erfordert externe Rettungsmassnahmen und gefährdet Passagiere wie Schiffe», begründet Havila-CEO Bent Martini das strikte Verbot. Der direkte Konkurrent Hurtigruten bewertet die Lage anders: «Wir befördern seit Jahrzehnten Fahrzeuge aller Antriebsarten und halten uneingeschränkt daran fest», betont Sprecher Martin Henriksen.
Ein flächendeckender E-Auto-Bann existiert in Nordeuropa folglich nicht. Grosse Schifffahrtsgesellschaften wie Color Line oder DFDS wickeln den Transport moderner Stromer auf Nord- und Ostsee weiterhin routiniert ab.
Griechenlands Ladegrenze und Stromverbote auf See
In Griechenland regelt das Ministerium für Schifffahrt und Inselpolitik den Fährverkehr seit Frühjahr 2024 mit einer strikten 40-Prozent-Grenze für den Batterieladestand. Wer mit mehr als 40 Prozent Akkuladung an den Terminals in Piräus, Patras oder italienischen Adria-Häfen vorfährt, wird von der Schiffsbesatzung am Pier zurückgewiesen.
Diese Vorschrift gilt verbindlich für innergriechische Inselverbindungen sowie für internationale Adria-Routen ab Ancona oder Venedig. Zudem untersagen Reedereien wie Scandlines oder Moby Lines das Aufladen an Bord aus brandschutztechnischen Gründen ausnahmslos.
Lediglich Vorreiter wie TT-Line und Stena Line bieten auf ausgewählten Neubauten vorab reservierbare Ladesäulen auf dem Fahrzeugdeck an. Planen Sie Ihre Ladestopps vor der Hafeneinfahrt daher vorausschauend ein, um die vorgeschriebenen Ladekorridore exakt einzuhalten.
Nulltoleranz für beschädigte Batterien und Unfallwagen
Ein striktes Beförderungsverbot gilt auf allen Meeresrouten für verunfallte oder nachweisbar beschädigte Elektrofahrzeuge. Nach einer Kollision mit Bodenkontakt oder einer Deformierung des Batteriegehäuses verweigern Gesellschaften wie Balearia und Finnlines die Einschiffung.
Beschädigte Lithium-Ionen-Zellen bergen ein unkalkulierbares Risiko der Selbstentzündung in den geschlossenen Laderäumen. Völlig intakte Serienfahrzeuge passieren die Fahrzeugkontrollen bei Anbietern wie Corsica Ferries hingegen reibungslos.
Prüfen Sie vor Antritt der Reise stets die aktuellen Transportbestimmungen der jeweiligen Schifffahrtsgesellschaft. Mit der richtigen Ladeplanung und Kenntnis der Reedereivorgaben gelingt die maritime Anreise ohne böse Überraschungen.
ZAHLEN am 23.8.2026: Viel zu viele E-Autos gebaut - mit gravierenden Umweltschäden:
Milliarden-Flop: Autos am Markt vorbei gebaut
https://automobile.nau.ch/stories/milliarden-flop-autos-am-markt-vorbei-gebaut-67164309
Maia Schmied -- Die weltweite Automobilindustrie baut seit Jahren systematisch an der Nachfrage der Autofahrer vorbei. Der Neuwagenmarkt steuert somit in eine Sackgasse.
Im vergangenen Jahr rollten weltweit mehr als 92 Millionen Neufahrzeuge aus den Werkshallen. Gleichzeitig stehen auf riesigen Zwischenlagern und Hafenbecken unzählige unverkäufliche Neuwagen nutzlos herum.
Dieser beispiellose Produktionswahnsinn verschlingt gewaltige Mengen an Primärenergie, Aluminium und seltenen Rohstoffen. Am Ende begleichen auch Schweizer Konsumenten die astronomischen Kosten dieser verfehlten industriellen Mengenpolitik.
Plattform-Strategien und künstlich verteuerte Technik
Unter dem äusseren Blechkleid moderner Autos steckt heute fast ausnahmslos dieselbe Baukastentechnik. Grosse Automobilkonzerne nutzen identische Plattformen für Dutzende Modelle unterschiedlichster Marken.
Trotz sinkender variabler Entwicklungskosten klettern die durchschnittlichen Neuwagenpreise in der Schweiz unaufhörlich weiter. Für einen gewöhnlichen kompakten Neuwagen zahlen Kundinnen und Kunden heute rasch über 45'000 Franken.
Im direkten Marktvergleich bieten teurere Ausstattungsvarianten kaum noch messbaren fahrphysikalischen Mehrwert. Käufer bezahlen horrende Aufpreise für austauschbare Softwaremenüs und rein optische Retuschen.
Überkapazitäten treffen auf schrumpfende Hersteller-Margen
Trotz saftiger Preisschilder im Showroom geraten die Bilanzen der Hersteller massiv ins Wanken. Wichtige europäische Zuliefererbetriebe erwirtschafteten zuletzt nur noch operative Gewinnmargen von mageren 3.6 Prozent.
Allein europäische Fahrzeugwerke verzeichnen strukturelle Überkapazitäten von mehr als 5 Millionen Einheiten pro Jahr. Um diese gigantischen Bandstrassen auszulasten, werfen die Konzerne verzweifelt Rabatte auf den Markt.
Gleichzeitig drängen neue chinesische Elektroauto-Produzenten mit aggressivem Preiskampf nach Europa. Dieser ruinöse Wettbewerb pulverisiert die letzten finanziellen Reserven der etablierten Traditionskonzerne.
Der gewaltige ökologische Rucksack der Fertigung
Der Bau eines einzelnen Mittelklassewagens verschlingt im Schnitt zwei Tonnen wertvoller Primärrohstoffe. Schon vor der ersten realen Fahrt verursacht die energieintensive Batterieproduktion für E-Autos bis zu zehn Tonnen CO2.
Ressourcen Verbrauch
Ressourcen-Rucksack: Für die Herstellung eines 1.5 Tonnen schweren Pkws werden über die gesamte Lieferkette hinweg rund 70 Tonnen Rohstoffe bewegt und verarbeitet. - Statista
Die weltweite Überproduktion heizt diesen globalen Ressourcenverschleiss völlig sinnlos weiter an. Tausende unverkaufte Haldenfahrzeuge binden riesige Mengen an Kobalt, Lithium und Kupfer ohne gesellschaftlichen Nutzen.
Die Autoindustrie erzeugt damit gravierende Umweltschäden, lange bevor ein Motor überhaupt startet. Diese unökologische Vergeudung von Ressourcen lässt sich durch keinen noch so sparsamen Verbrauch rechtfertigen.
25.8.2026: Wie man moderne Autos kaputtmacht:
5 Fahrfehler, die moderne Autos ruinieren
https://automobile.nau.ch/tech/5-fahrfehler-die-moderne-autos-ruinieren-67164944
Maia Schmied -- Moderne Autos verzeihen scheinbar jeden Fahrfehler. Doch fünf teilweise alltägliche Angewohnheiten können teure Bordelektronik und Mechanik zerstören.
Moderne Autos sind rollende Supercomputer mit hunderten Sensoren und komplexer Regeltechnik. Viele Lenker ruinieren ihr Hightech-Fahrzeug jedoch mit Gewohnheiten aus dem letzten Jahrhundert.
Aufgepasst! Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden. Aus Liebe zum Auto und für die eigene Sicherheit …
Heisse Turbomotoren abrupt abschalten
Nach zügiger Autobahnfahrt dreht der Abgasturbolader mit bis zu 200'000 Umdrehungen pro Minute. Schalten Sie das Triebwerk sofort aus, reisst der lebenswichtige Schmierfilm der Welle augenblicklich ab.
Das stehende Öl verkokt durch die enorme Hitze und blockiert die feinen Lagerkanäle. Lassen Sie den Motor daher stets sechzig Sekunden im Leerlauf nachlaufen.
Moderne Start-Stopp-Systeme deaktivieren das Aggregat oft zu früh nach harten Steigungen. Ein manuelles Übersteuern der Automatik rettet hier potenziell tausende Franken Reparaturkosten.
Fahrstufe «P» beim Ausrollen einlegen
Elektronische Wählhebel verleiten beim Parkieren zur hektischen und vorzeitigen Bedienung. Wer die Parksperre aber vor dem vollständigen Stillstand rastet, belastet den mechanischen Sperrstift extrem.
Das Bauteil bricht im schlimmsten Fall ab und wandert direkt ins Getriebegehäuse. Doppelkupplungsgetriebe reagieren auf solche Fehlbedienungen mit extremem Verschleiss der Schaltgabeln.
Betätigen Sie immer zuerst die Fussbremse bis zum absoluten Halt des Fahrzeugs. Erst danach aktivieren Sie die Parkbremse und wählen die Parkstufe.
Starthilfekabel direkt an Batteriepolen klemmen
Bei entladener Starterbatterie greifen viele Automobilisten reflexartig zu klassischen Überbrückungskabeln. Ein direkter Anschluss am Minuspol umgeht jedoch den hochsensiblen Batteriesensor am Massepunkt.
Das Batteriemanagement verliert dadurch den exakten Ladezustand und steuert Generatoren falsch an. Zudem drohen gefährliche Spannungsspitzen, welche empfindliche Mikroprozessoren im Bordnetz zerstören.
Nutzen Sie ausschliesslich die im Motorraum markierten, separaten Fremdstartpunkte der Karosserie. Die Betriebsanleitung zeigt den exakten Massepunkt für sicheres Überbrücken ohne Funkenflug.
Den Tank oder Akku komplett leeren
Die Restreichweitenanzeige verführt dazu, den letzten Tropfen Treibstoff oder das letzte Prozent Akkustand auszureizen. Hochdruck-Kraftstoffpumpen moderner Direkteinspritzer nutzen den Treibstoff jedoch gleichzeitig als Kühlung und Schmiermittel.
Saugt das System Luft an, entstehen fatale Riefen und Metallabrieb im Einspritzsystem. Bei Elektroautos droht bei Tiefentladung die sofortige irreversible Beschädigung einzelner Lithium-Ionen-Zellmodule.
Das Hochvoltsystem trennt sich zur Eigensicherung und blockiert das gesamte Bordnetz. Tanken oder laden Sie daher stets ab einer Restkapazität von zehn Prozent.
Assistenzsystemen die volle Kontrolle überlassen
Adaptive Tempomaten und Spurhalteassistenten suggerieren trügerische Sicherheit im dichten Pendlerverkehr. Die aktuellen Systeme erreichen jedoch lediglich Level zwei und erfordern somit permanente Wachsamkeit.
Schmutzige Radarsensoren oder tiefstehende Sonne setzen Kamerasysteme oft für einige Millisekunden ausser Kraft. Nach Schweizer Strassenverkehrsgesetz haftet der Lenker stets uneingeschränkt für jedes Manöver.
Behalten Sie also beide Hände am Lenkrad und die Füsse stets bremsbereit. Technik unterstützt Sie wirkungsvoll, ersetzt aber niemals die menschliche Aufmerksamkeit.
Gossau (Kanton St. Gallen, Schweiz) am 1.9.2026:
Gossau SG: Elektroauto brennt in Tiefgarage – 50 Personen evakuiert
https://www.nau.ch/ort/gossau-sg/gossau-sg-elektroauto-brennt-in-tiefgarage-50-personen-evakuiert-67169288
Es wird behauptet am 7.9.2026: Die Forschung entwickelt eine "Quantenbatterie" - Aufladen in Sekunden:
CSIRO-Forschung: Neue Art von Akku lässt sich in weniger als einer Sekunde laden
https://www.20min.ch/story/quantenakku-australische-forschende-laden-batterie-in-femtosekunden-auf-103629182
Die Studie ist im Fachjournal «Light: Science & Applications» veröffentlicht.
Link: https://www.nature.com/articles/s41377-026-02240-6
Fee Anabelle Riebeling -- Schnell, schneller, Quantenbatterie: Australische Forschende haben einen Akku entwickelt, der selbst die schnellsten Schnelllader in den Schatten stellt. Doch es gibt noch ein Aber.
Forschende in Australien arbeiten an einem Quantenakku, der sich extrem schnell aufladen lässt.
Der Prototyp lädt in Femtosekunden, also im Bruchteil einer Sekunde, kann Energie aber auch nur wenige Nanosekunden speichern.
Hybride Akkus könnten die schnelle Quantentechnik künftig mit herkömmlichen Lithium-Zellen kombinieren.
Ob beim Handy, den Kopfhörern oder dem E-Auto: Leere Akkus sind ein Albtraum. Entsprechend arbeiten Forschende weltweit an Lösungen. Die einen suchen Wege, die Lebensdauer von Akkus zu erhöhen. Andere tüfteln an einer neuen Art Akkus. Etwa das Team um James Quach von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) in Australien. Ihre Idee: ein Quantenakku, der in weniger als einer Sekunde geladen werden kann.
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Wie soll das funktionieren?
«Ähnlich wie herkömmliche Batterien laden, speichern und entladen Quantenbatterien Energie», erklärt Quachs Mitstreiter James Hutchison von der University of Melbourne, im März. Damals vermeldete das Team die erfolgreiche Entwicklung eines ersten Prototyps. Bis jetzt fasziniert das Prinzip Quantenakkus die Menschen weltweit. Anders als herkömmliche Batterien, die auf chemischen Reaktionen beruhen, nutzen diese die Eigenschaften der Quantenmechanik. Der neue Prototyp wurde drahtlos per Laser aufgeladen.
Was heisst das?
Bei konventionellen Batterien verlängert sich die Ladezeit mit zunehmender Kapazität. «Deshalb dauert das Aufladen eines Mobiltelefons etwa 30 Minuten, während ein Elektroauto über Nacht geladen werden muss», erklärte Quach dem «Guardian». Bei Quantenbatterien sei es genau umgekehrt: «Quantenbatterien besitzen die besondere Eigenschaft, dass sie umso schneller geladen werden, je grösser sie sind», so der Forscher. Dies ist auf einen Effekt zurückzuführen, der als «kollektive Effekte» bekannt ist: Quantenzellen laden sich schneller auf, wenn mehr Zellen beteiligt sind.
Was bringt das?
Der neue Prototyp benötigt nur Femtosekunden zum Aufladen. Eine solche passt genau 1’000’000’000’000’000-mal (eine Billiarde Mal) in eine Sekunde. Würde sich das Prinzip Quantenbatterie durchsetzen und unseren Alltag erreichen, wäre leerer Akku kurz bevor man das Haus verlässt oder sein Billett vorzeigen muss, kein Problem mehr.
Wie realistisch ist ein solches Szenario?
Es ist auf jeden Fall noch ein weiter Weg. Denn fast so schnell, wie sich der Prototyp aufladen lässt, entlädt er sich. Die Speicherdauer liegt aktuell bei nur ein paar Nanosekunden (Milliardstelsekunden). Damit dauert die Entladung zwar immer noch einige Millionen Mal länger als die Aufladung, aber immer noch viel zu wenig lang, als dass die Akkus im Alltag einsetzbar wären.
Als eigenständige Speicherlösung für moderne Geräte sind sie damit nicht geeignet, auch wenn sie gut skalieren und die Forscher die Speicherdauer steigern wollen, schreibt etwa «Der Standard». Eine der grössten Herausforderungen besteht laut den Forschenden darin, die Speicherdauer deutlich zu verlängern, um den Einsatz – etwa in elektronischen Geräten – zu ermöglichen. Derzeit kann der Prototyp auch nur eine sehr geringe Menge Energie aufnehmen.
Doch es gibt noch einen anderen Weg, wie die neuartige Quantenbatterie ihren Weg in die reale Welt finden könnte: sogenannte hybride Akkulösungen. Diese könnten über eine «Quantenschicht» aus solchen Akkus schnell Energie aufnehmen, die dann ganz «konventionell» in Lithium-Zellen länger gespeichert wird, schreibt «Yahoo Tech». Ob – und wenn ja, wann – der neue Ansatz Anwendung findet, ist offen. Manche Fachleute zweifeln an, dass es jemals passieren wird. Andere sind überzeugt davon, dass das klappt.
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Die Studie ist im Fachjournal «Light: Science & Applications» veröffentlicht.
Link: https://www.nature.com/articles/s41377-026-02240-6





