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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

54. Nestlé-Praktiken

Bedarf erfinden und zum Teil giftige Produkte verkaufen -- Quellen rauben und Wasser in Plastikflaschen verkaufen -- dazu Trockenheiten organisieren, damit der Wasserpreis noch mehr steigt... - Nestlé und HAARP scheinen zu "kooperieren" -- gentechnikfreie Baby-Nahrung gibt es, nur in den kriminellen "USA" nicht -- kriminelle Nestlé dringt in den Urwald Brasiliens vor --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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Normalerweise heisst es doch: Teile und herrsche. Aber Nestlé hat eine andere Strategie: Herrsche und teile nie, sondern verkaufe alles zum 100-fachen Preis und lass die Armen arm.

Du glaubst es nicht? Hier sind die Beweise der Manipulation der kriminellen, schweizer Firma "Nestlé". Ausser dem Nesquik kann mann leider nichts Gutes darin finden:


Was will denn Nestlé in der Schule?

http://lupocattivoblog.com/2011/02/04/alles-aus-zucker-von-thilo-bode/

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NESTLÉ MACHT EUCH ALLE ARM
http://www.youtube.com/embed/ldq2EUOtBXg

Kriminelle Schweizer unterwegs: Nestlé aus der kriminellen Schweiz kauft systematisch Quellen auf - um gewisse Regierungen reich und den Rest der Welt arm zu machen.


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20 minuten online,
                      Logo

Kolumbien 10.11.2013: Nestlé-Tochter beauftragt Mörderkommando und lässt wieder Nestlé-Gewerkschafter ermorden

aus: 20 minuten online:
Nach Hungerstreik: Nestlé-Arbeiter in Kolumbien ermordet; 10.11.2013;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/28745277

<Der Arbeitskampf der Nestlé-Angestellten fordert ein weiteres Todesopfer. Am Samstag ist in der Stadt Bugalagrande ein Gewerkschafter ermordet worden.

Nächstes trauriges Kapitel im Arbeitskampf von Nestlé-Angestellten in Kolumbien: Am Samstag ist in der Stadt Bugalagrande im Westen des Landes ein Gewerkschafter und Mitarbeiter des Lebensmittelkonzerns ermordet worden.

Seit vergangenem Dienstag befinden sich vier Nestlé-Arbeiter und Mitglieder der kolumbianischen Gewerkschaft Sinaltrainal im Hungerstreik. Sie protestieren für die vollumfängliche Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrags durch die kolumbianische Nestlé-Tochtergesellschaft und gegen Gewalt und Sabotage-Akte.

Eine Gruppe von 20 Schweizer Parlamentariern hatte am Freitag in einem offenen Brief die Konzernleitung zum unverzüglichen Handeln aufgerufen. Sie stellten sich damit hinter den grosskonzernkritischen Verein Multiwatch, der auf Missstände hingewiesen hatte.

Wie Multiwatch am Sonntagabend mitteilte, wurde ein Gewerkschafter und langjährige Nestlé-Mitarbeiter einen Tag nach der Verlautbarung von vier Kugeln tödlich getroffen. Zuvor habe die Gewerkschaft Sinaltrainal Morddrohung erhalten. Diese seien von der paramilitärischen Organisation «Los Urabeños» unterzeichnet gewesen.

Schon 15 Tote Nestlé-Gewerkschafter

Nestlé bestätigte auf Anfrage die Tötung ihres Angestellten in Kolumbien. «Die Umstände werden von den Behörden untersucht», sagte ein Sprecher. Nestlé verurteile den Akt der Gewalt und hoffe, die Ermittlungen würden zur «Festnahme jener führen, die die Nestlé-Kolumbien-Familie in Trauer gestürzt» hätten.

Multiwatch wirft dem Grosskonzern vor, den Arbeitskonflikt anzuheizen und die Gewerkschaft Sinaltrainal zu schwächen. Mit dem jüngsten Fall sei «die Zahl der ermordeten Nestlé-Gewerkschafter auf 15 gestiegen».

(sda)>

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Netzfrauen
                  online, Logo

Vevey 16.11.2013: <Profitgier! Nestlé hat Wassernutzungsrechte erworben und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!> - Algerien, Pakistan etc. - Nestlé betreibt 73 Wassermarken

In Nigeria kostet eine Flasche Wasser inzwischen mehr als 1 Liter Benzin.

aus: Netzfrauen online; 16.11.2013;
http://netzfrauen.org/2013/11/16/profitgier-nestl-hat-wassernutzungsrechte-erworben-und-laesst-fabriken-bewachen-und-einzaeunen/

<Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! Doch Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige.

In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.

Das Geschäft mit dem Wasser

Experten gehen davon aus, dass der Mensch zum Trinken, Kochen und Waschen rund 20 Liter am Tag braucht. Sehr sparsam verwendet würden auch zehn Liter reichen. In Regionen mit Wassermangel müssen Bewohner mit gerade einmal fünf Liter auskommen. Da Trinkwasser schon jetzt ein knappes Gut ist, lockt es eine Reihe von Geschäftemachern an. Einer der größten, umtriebigsten und umstrittensten ist Nestlé.

Sogar in China hat man nun festgestellt, das die ursprüngliche  Auswahl von zehn auf  drei Besitzer geschrumpft ist – Nestlé, Danone und Coca Cola.

Bottled Water Brand
Owner
Category
1. Perrier
Nestlé
Sparkling Mineral Water
2. San Pellegrino
Nestlé
Sparkling Mineral Water
3. Acqua Panna
Nestlé
Mineral Water
4. Vittel
Nestlé
Mineral Water
5. Poland Spring
Nestlé
Spring Water
6. Evian
Danone
Mineral Water
7. Volvic
Danone
Mineral Water
8. Badoit
Danone
Mineral Water
9. Bonaqua/Bonaqa
Coca-Cola
Table / Flavored Water
10. Vitamin Water, Glacieu
Coca-Cola
Flavored Water

Sechs Milliarden Euro verdienen die Schweizer mit ihren weltweit 73 Wassermarken. Die bekannteste heißt “Pure Life” und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft. 34,6 Liter Flaschenwasser werden weltweit pro Kopf und Jahr getrunken. Tendenz stark steigend. Der Verbrauch variiert allerdings von Region zu Region: Mexikaner trinken jährlich 201 Liter, Deutsche 135 Liter und Chinesen 21 Liter. Der Clou für die Wasserhändler: Der Rohstoff ist spottbillig, die Weiterverarbeitung einfach, der Verkaufswert hoch. In Nigeria ist ein Liter Wasser teurer als ein Liter Benzin.’

Führungspersönlichkeiten aus aller Welt versammelten sich in Stockholm 1. bis 6. September 2013 zur 23. Weltwasserwoche, die zu einer verstärkten Zusammenarbeit für Wasser aufrief. Einer der Hauptsponsoren ist  natürlich Nestlé neben PepsiCo und dem WWF.

[Widerstand in Brasilien]

Seit einigen Jahren kaufen Firmen wie Nestlé und Coca-Cola auch in Brasilien Gebiete auf, die reich an Wasserquellen sind. Dieses wichtige Problem wurde hauptsächlich durch eine Bürgerbewegung publik gemacht, die gegründet worden ist, um die Wasserquellen eines sehr bekannten Ortes in Brasilien zu verteidigen – dem Wasserpark von São Lourenço.

[Die Grosskonzerne spielen mit dem Wasser und mit dem Leben auf der Erde generell - Goldgrube für die Konzerne - Armut für die Armen]

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, ist die Privatisierung, der weltweit wichtigsten Ressource Wasser, Tür und Tor geöffnet worden und längst bemächtigen sich Wirtschaftsunternehmen, der immer knapper werdenden Ressource Wasser. Das Geschäft mit dem Wasser ist in vollem Gange. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde. Wasser ist durch nichts in der Welt zu ersetzen. Ohne Wasser ist keinerlei Leben möglich.

Wasser ist eine absolut unabdingbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir sind zwingend auf Wasser angewiesen und in letzter Konsequenz müssen wir jeden Preis bezahlen. Mit anderen Worten: Wir sind erpressbar. Das sollte sich jeder ganz eindringlich vor Augen führen.

„Was für die einen zum Schicksal und Verhängnis wird, ist für die Anderen eine Goldgrube, die immer höhere Gewinne durch Verknappung verspricht.“

Geschäfte mit Wasser die gewissenlose Gier globaler Profiteure

Wasser wurde von wenigen und mächtigen globalen Interessengruppen zum Handelsgut erklärt. Unternehmen machen exorbitante Gewinne mit Wasser, das sie sich fast kostenlos aneignen und dann mit hohen Margen verkaufen. Bevor die meisten Menschen überhaupt nur ansatzweise bemerken, was passiert, gelangt die Ressource Wasser, in den Besitz weniger Großkonzerne.

Gewissenlose Gier globaler Profiteure zu deren Geschäftsgebaren u. a. auch gehört, sich Wasserquellen, Bohrrechte und Wassereinzugsrechte zu sichern. Eine Handvoll Konzerne versuchen „das blaue Gold“ unter sich aufzuteilen. Zukünftige Konflikte werden nicht mehr um Öl geführt werden, sondern um Wasser.

Je schlechter der Zustand der jeweiligen kommunalen Trinkwasserversorgung, je verschmutzter das Wasser, desto höher der Umsatz der Konzerne

Während die Weltbevölkerung zügig ansteigt, wird sauberes Wasser immer mehr zu einer Mangelware und gierige Lebensmittelkonzerne profitieren schamlos von der steigenden Knappheit an sauberem Wasser, insbesondere in den Entwicklungsländern. Ein Bombengeschäft für Lebensmittel-Multis auf Kosten der Armen und Ärmsten. Vor allem in Ländern des Südens fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch so transparent die Handelsware, so undurchsichtig scheinen die Geschäftsgebaren.

Weltweit floriert das Geschäft mit Trinkwasser aus der Flasche. Die Umsätze mit abgefülltem Wasser erzielen exorbitante Milliardenbeträge.

In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat. Eine Schande!!

Flow - Wasser ist Leben

Wasser bedeutet Leben. Doch nach neuesten Studien leiden mehr als 30% der Menschheit unter den Folgen der Wasserknappheit. Jeden Tag sterben 4.000 Kinder weltweit an Krankheiten, die durch Wasserverschmutzung hervorgerufen werden. Durch die Privatisierung der natürlichen Wasserquellen durch internationale Großkonzerne wird diese Situation noch weiter verschärft. Darf Wasser zum Privileg der Reichen werden? Wer den Zugang zum Wasser kontrolliert, hat den Zugang zur Macht, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Genau diese These unterstreicht die preisgekrönte Regisseurin Irena Salina in ihrem eindringlichen Film. Fünf Jahre lang haben sie ihre Reisen rund um den Globus geführt, um die Entwicklung und die Auswirkungen der “Wasserarmut” zu dokumentieren. Das Ergebnis ist ein alarmierender Weckruf, der den Blick auf den Umgang mit der wichtigsten Ressource des Menschen verändern wird.

Nestlé, das Wasser abgräbt

“Der wahre Präsident des Unternehmens ist der Konsument”. Helmut O. Maucher (*1927), dt. Topmanager, 1980-2000 Gen.-Dir. Nestlé

… und heute gilt Nestlé, das Wasser abgräbt !

Es gibt nichts, was der Lebensmittelkonzern Nestlé nicht herstellt. Und weil die Geschmäcker sich verändern, verändert er ständig seine Produktpalette.

Und warum wir Neslé boykottieren?, u.a. deswegen:

Der Chef des Lebensmittel-Konzerns Nestlé hatte in einem kontroversen Statement behauptet, dass Wasser kein Menschenrecht darstelle. Laut Peter Brabeck ist es nur ein Lebensmittelstoff und muss deshalb wie andere auch privatisiert werden. Wasser ist eine Resource, die am besten von Geschäftsleuten gemanagt werde, so Brabeck.

Netzfrau Doro Schreier

Es wird immer verrückter: Monsanto-Nestlé besitzt jetzt Patente auf Muttermilch

“Bittere Schokolade” Nestlé hat nun auch noch Appetit auf Nutella?

Update: Nestlé blockiert Protestmails – 154 Stunden im Hungerstreik und der Kampf geht weiter!>

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20 minuten online,
                        Logo

Basel Universität 19.11.2013: Kleine Flyer-Aktion gegen die kriminelle Nestlé: <Juso Flyer-Aktion: Polizei schreitet ein>

aus: 20 minuten online;
http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/21831619

<von Jan Hoffmann -

Anlässlich eines Vortrags von Nestlé-CEO Paul Bulcke, führte die Polizei etliche Personenkontrollen durch – eine Person musste auf die Polizeiwache. Die Basler Juso sind entrüstet.

Vor dem Kollegiengebäude der Universität Basel kam es am Montagabend zu einem Polizeieinsatz. Anlässlich eines Vortrages von Nestlé-CEO Paul Bulcke wollten die Basler Jungsozialisten (JUSO) und andere Aktivisten Flyer verteilen und Kerzen anzünden, um auf die Situation eines in Kolumbien ermordeten Nestlé-Gewerkschafters aufmerksam zu machen. Weil die Basler Polizei im Vorfeld der Veranstaltung Hinweise bekommen hatte, dass es zu einer Störaktion kommen könnte, rückte sie aus und führte eine Eingangs- und Effektenkontrolle durch. Dabei wurden laut einer Mitteilung rund ein Dutzend Personen aus dem Gebäude verwiesen, zwei Mitglieder der JUSO wurden festgehalten und für eine Personenkontrolle in einen separaten Raum der Universität geführt. Zudem wurde eine Person zu einer weiteren Personenkontrolle vorübergehend auf die Polizeiwache Kannenfeld gebracht.

Interpellation eingereicht

«Uns wurde von Polizisten gesagt, dass es nicht gewünscht sei, dass wir unsere Meinung kund tun», sagt Florian Eschmann, Mitglied der JUSO. «Es kann nicht sein, dass unter dem Vorwand der Sicherheit nicht einmal das Verteilen von Flyern toleriert wird», entrüstet sich Beda Baumgartner, Präsident der JUSO Basel. SP-Grossrätin Sarah Wyss hat darum am Dienstag eine Interpellation zum Einsatz der Polizei und den «fragwürdigen» Personenkontrollen eingereicht.>


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Basler Zeitung online,
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Riverside County ("USA") 16.7.2014: Nestlé macht Profite mit Grundwasser - Wassername "Pure Life" - gleichzeitig herrscht z.T. Wassermangel

aus: Basler Zeitung online: Nestlé füllt Wasser aus dürrem Indianerreservat ab; 16.7.2014;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Nestle-fuellt-Wasser-aus-duerrem-Indianerreservat-ab/story/20657637

Literaturempfehlung:
-- Peter Gleick: "Bottled and Sold"

<Das amerikanische Riverside County ist für seine Trockenheit bekannt. Das hält den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé offenbar nicht davon ab, das spärliche Grundwasser für kommerzielle Zwecke zu nutzen.

Wer das Riverside County im südöstlichen Teil Kaliforniens durchquert, der bekommt vor allem eins zu sehen: Sand, Sand und nochmals Sand. Entsprechend knapp ist das Wasservorkommen in der Wüstengegend. Hier kumuliert sich ein Problem, das in ganz Kalifornien immer akuter wird; die Regierung ruft die Bevölkerung in regelmässigen Abständen dazu auf, sparsam mit dem lebenswichtigen Gut umzugehen.

Dieser Umstand schreckt Nestlé jedoch nicht davon ab, Wasser aus der Gegend abzufüllen und für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Gemäss einem Bericht der US-Zeitung «The Desert Sun» benutzt der Schweizer Nahrungsmittelkonzern für seine Getränkemarke Pure Life Wasser aus einer Quelle im Riverside County.

Dafür nutzt Nestlé ausgerechnet ein Wasservorkommen, in dem der Morongo-Indianerstamm angesiedelt ist. Pikant: Weil die Quelle in einem Reservat liegt, hat die Regierung keine Kontrolle. Sie weiss nicht, wer daraus Wasser bezieht und wie viel.

«Hier ist das Wasser extrem rar»

Die Firma Desert Water Agency ist für die Wasserversorgung in der Gegend zuständig. Gemäss Firmenchef David Luker ist es Nestlé wie auch anderen kommerziellen Anbietern nicht verboten, das Grundwasser anzuzapfen. Dennoch sei es «eine Schande», dass das Wasser nicht der lokalen Bevölkerung zugutekäme, sondern exportiert würde.

Zum gleichen Schluss kommt Peter Gleick, Autor des Buches «Bottled and Sold» (abgefüllt und verkauft): «Das ist ein Wüsten-Ökosystem. Hier ist das Wasser extrem rar und hat einen ungleich höheren Wert für die Natur als an einem anderen Ort.»

Wie viel Wasser Nestlé aus der Gegend bezieht, ist nicht bekannt. Gegenüber «The Desert Sun» gibt der Konzern keine Auskunft, weist jedoch auf seinen umweltfreundlichen und nachhaltigen Umgang mit Wasser und Energie hin.

(mrs)>

Kommentar: <ANDERE PRODUKTE FINDEN!
Es fragt sich, wieso der Wirtschaftsminister in Bern nicht schon lange gegen Nestlé vorgegangen ist, um weltweit das Wasser zu schützen. Nestlé kann auch ohne diesen ewigen Wasserbetrug überleben und bessere Produkte finden, als den Menschen das Wasser abzugraben! Wo ist der gesunde Menschenverstand?!

Michael Palomino, 16.7.2014>


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Nestlé füllt dort Wasser in Flaschen ab, wo es plötzlich Dürren gibt - Nestlé+HAARP sind scheinbar ein Pack...

Netzfrauen online, Logo

27.8.2014: Nestlé füllt genau dort Wasser in Flaschen ab, wo dann eine grosse Dürre kommt - Beispiel Kalifornien - Ist da HAARP im Spiel? Und die Vollidioten-Amerikaner merken die Manipulation nicht!!!

Karte der Abfüllorte von Nestlé in den
                      "USA": Meistens sind es trockene
                      Regionen
Karte der Abfüllorte von Nestlé in den "USA": Meistens sind es trockene Regionen [1]

aus: Netzfrauen online: Raubzug der Wasserkonzerne: Bottled Water Comes From the Most Drought-Ridden Places in the Country; 27.8.2014;
http://netzfrauen.org/2014/08/27/raubzug-der-wasserkonzerne-bottled-water-comes-from-the-most-drought-ridden-places-in-the-country/

<Wenn Sie eine Wasserfirma sind und in Kalifornien nach Wasser bohren und welches finden, gehört es Ihnen.

Erwartet uns dies auch im Rahmen des Freihandelsabkommens mit den USA?

Technische Entwicklungen helfen zwar bei der breiteren Versorgung, aber niemand kann Wasser herbeizaubern. Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass Mitte dieses Jahrhunderts bis zu sieben Milliarden Menschen in 60 Ländern von Wasserknappheit betroffen sein werden. Wasser wird zur Mangelware – und damit voraussichtlich zum Zankapfel. Da wir hier in Deutschland über reichlich Wasserquellen verfügen, stelle man sich vor, Nestlé kommt und nimmt sich diese Quellen und Sie können dann das Wasser teuer kaufen, wie jetzt Kalifornien zeigt.  

Mineralbrunnenland Deutschland

Mineralwasser ist der beliebteste Durstlöscher der Deutschen: Im Durchschnitt trinkt jeder von uns jährlich 140 Liter Mineralwasser. Mehr als 200 Mineralbrunnenbetriebe fördern das Naturprodukt aus der Tiefe zutage und stillen so den Durst der Verbraucher nach Mineralwasser.

Grafik mit dem
                  Mineralwasserkonsum in Deutschland 1970-2013
Grafik mit dem Mineralwasserkonsum in Deutschland 1970-2013 [2]


Welches Mineralwasser aus Ihrer Region kommt, erfahren Sie mit dem Brunnenfinder. Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um die Brunnen in Ihrer Nähe kennenzulernen.

Brunnenfinder: Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen |Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz |Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen

Und auch Nestle ist dabei! Zum Beispiel: Brunnenfinder Ergebnisse für Schleswig-Holstein: Fürst Bismarck-Quelle Nestlé Waters Deutschland GmbH – 21521 Aumühle

Freihandelsabkommen: Eine Privatisierung durch die Hintertür

Das Eigentum am Wasser ist sehr weit gefächert. Bei einem Freihandelsabkommen müssten Ausschreibungen in Bereichen wie Wasserversorgung, Abwasser, Strom oder Gas, für die Staat oder Kommunen zuständig sind, für internationale Unternehmen geöffnet werden. Bestrebungen, diese Aufgaben nicht dem freien Wettbewerb zu unterwerfen, wären hinfällig – auch der aufgrund EU-weite Bürgerproteste errungene Erfolg gegen die Privatisierung bei der Trinkwasserversorgung. Siehe auch Spekulationen mit Wasser stoppen!

Bevor Nestlé sein Pure Life einführte, gab es z.B. in Pakistan kaum Wasser aus der Flasche. Heute boomt die Branche. So auch in Kalifornien und auch hier in Europa. Nestlé dominiert den Markt, den die Firma selbst geschaffen hat. Normales Trinkwasser wurde verdrängt und umgewandelt in eine Ware. Nestlé tauchte auf, begann Pure Life anzubieten. Plötzlich erschien Danone, Coca Cola. Pepsi kam dazu. Dann eine ganze Anzahl privater, lokaler Anbieter. Alle produzieren sauberes Wasser, weil die uralte Infrastruktur der öffentlichen Versorgung versagt.Das marode Wassersystem ist mehr als 30 Jahre alt. Die Rohre brechen, Trink- und Abwasser vermischen sich. Wer sich kein Flaschenwasser leisten kann, wird krank.

Abgefülltes Wasser kommt aus den am meisten von der Dürre heimgesuchten Gegenden des Landes


Karte mit der
                            Wasser-Flaschenabfüllung in
                            Dürre-Kalifornien 2012-2014
Karte mit der Wasser-Flaschenabfüllung in Dürre-Kalifornien 2012-2014 [3]


US-Bürger, die abgefülltes Wasser trinken, haben ein Problem: Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Wasser aus Kalifornien kommt – einem Staat, der gerade den dritttrockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt – ist ziemlich hoch.

Die Einzelheiten darüber, wo und wie die Abfüll-Firmen ihr Wasser beziehen, sind meist ziemlich schwammig, aber allgemein betrachtet fällt das abgefüllte Trinkwasser in zwei Kategorien: Die erste ist „Quellwasser“ oder Grundwasser, das nach Angaben der EPA „dort gewonnen wird, wo Wasser natürlich an die Erdoberfläche gelangt oder durch ein Bohrloch, das zu einer unterirdischen Quelle dringt“.

Etwa 55 Prozent des abgefüllten Wassers in den USA ist Quellwasser, einschließlich der Marken Crystal Geyser und Arrowhead.

Die restlichen 45 Prozent kommen aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung, was bedeutet dass Firmen, unter anderem Aquafina und Dasani, schlicht und einfach Leitungswasser aufbereiten – das selbe Zeug, das zu Hause aus dem Wasserhahn kommt – und es in Flaschen abfüllen. (Schräg, oder?)

Aber egal ob Unternehmen Trinkwasser aus Quellen oder aus der Leitung abfüllen, viele von ihnen schöpfen Wasser aus genau den Gegenden, die es zur Zeit am nötigsten brauchen.

Aquafina- und Dasani-“Quellen“ sind die Anlagen, in denen Leitungswasser aufbereitet und abgefüllt wird, während Crystal Geyser- und Arrowhead-“Quellen“ sich auf die Quellen selbst beziehen.

Im Ganzen betrachtet ist die Menge des Wassers, das zum Abfüllen in Flaschen verwendet wird, in Kalifornien nur ein kleiner Teil der Menge des Wassers, das zur Herstellung von Lebensmitteln und Getränken verbraucht wird – eine beträchtliche Zahl anderer Flaschengetränke nutzt Kaliforniens Wasser, und der Löwenanteil von 80 Prozent wird in der Landwirtschaft verwendet. Dennoch stellt sich die Frage:

Warum trinken Amerikaner im ganzen Land abgefülltes Wasser aus dem dürregeplagten Kalifornien?

Ein simpler Grund ist, dass sich viele der Unternehmen, die Wasser abfüllen, in Kalifornien niedergelassen haben. „Sie müssen bedenken, dass es sich um eine 120 Jahre alte Marke handelt“ sagt Jane Lazgin, eine Repräsentantin von Arrowhead. „Einige dieser Quellen werden seit langer, langer Zeit mit der Marke in Verbindung gebracht“. Lazgin gibt zu, dass unter ökologischen Gesichtspunkten „Leitungswasser immer der Gewinner ist“. Doch sie betont, dass die Firma versuche, ihre Quellen nachhaltig zu nutzen.

Wasser in Flaschen ist nicht das einzige Trinkwasser, das Getränke-Unternehmen verbrauchen: Coca-Cola-Abfüllanlagen, in denen Dasani produziert wird, verbrauchen laut Coca-Cola-Sprecherin Dora Wong 1,63 Liter Wasser pro Liter Getränk, der in Kalifornien produziert wird. „Unsere kalifornischen Einrichtungen sind weiterhin bemüht, Wege zu finden, den Wasserverbrauch zu verringern“ schrieb sie in einer E-Mail.

Ein weiterer Grund, weshalb in den USA Kaliforniens Wasser getrunken wird: Kalifornien ist der einzige Staat im Westen ohne behördliche Grundwasser-Regelung oder eine öffentliche Zuständigkeit für die großangelegte Grundwassernutzung. Anders ausgedrückt:

Wenn Sie eine Wasserfirma sind und in Kalifornien nach Wasser bohren und welches finden, gehört es Ihnen.

Dann gibt es noch die bereits erwähnte Schwammigkeit der Industrie: Die Unternehmen sind nicht verpflichtet, öffentlich darzulegen wo genau ihre Quellen sind oder wieviel Wasser jede Anlage abfüllt. Peter Gleick, der Autor von „Bottled and Sold: The Story Behind Our Obsession With Bottled Water“, sagt: „Ich glaube nicht, dass die Leute irgendeine Ahnung haben – sie wissen es nicht“ wo ihr abgefülltes Wasser herkommt. (Absurde Tatsachen, die er während seiner Recherche aufgedeckt hat, sind etwa: „Everest Water“ kommt aus Texas, „Glacier Mountain“ aus Ohio und nur ein Drittel des „Poland Springs“-Wasser stammt tatsächlich aus der Poland-Quelle in Maine.)

Ungeachtet der Tatsache, dass fast das gesamte Leitungswasser in den USA besser reguliert und überwacht ist als das abgefüllte Wasser, und trotz des massiven umweltbelastenden Fußabdrucks, den die Getränkeindustrie hinterlässt, liegt der Hauptgrund dafür, dass abfüllende Firmen Wasser aus Dürrezonen nutzen einfach darin, dass immer noch die Nachfrage besteht:

2012 hat die Industrie allein in den Vereinigten Staaten rund 10 Milliarden Gallonen (ca. 45 Mrd Liter) abgefülltes Wasser produziert, mit Verkaufseinnahmen von 12 Milliarden Dollar.

Wie Gleick schreibt, hat „diese Industrie eine öffentliche Ressource erfolgreich in ein privates Bedarfsgut umgewandelt“. Und die Verbraucher – naja, die trinken den Kelch aus.

Frei übersetzt aus dem englischen Original: Bottled Water Comes From the Most Drought-Ridden Places in the Country

Netzfrau Katja Seel>

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Netzfrauen online,
                                Logo

23.10.2014: Gentechnikfreie Babynahrung von Nestlé gibt es - nur in den kriminellen "USA" nicht

aus: Netzfrauen online: GMO-freie Babynahrung von Nestlé – in den USA nicht verfügbar! Nestlé Removes GMOs from Baby Food But NOT In The USA?; 23.10.2014;
http://netzfrauen.org/2014/10/23/gmo-freie-babynahrung-von-nestle-den-usa-nicht-verfuegbar-nestle-removes-gmos-baby-food-usa/

<Babynahrung wirklich genfei?  Bei tierischen Lebensmitteln wie Eiern, Fleisch und Milch muss nicht erkennbar gemacht werden, ob Genpflanzen im Futtertrog gelandet sind.

Gentechnisch verändertes Gemüse in Bio-Babynahrung wurde auch bereits in Deutschland gefunden.

Nestle kaufte 2007 die Marke Gerber von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis für 5,5 Milliarden US-Dollar und und wurde mit 82% an dem US-Baby-Lebensmittelmarkt zu einem Alleinherrscher.

Für zwölf Milliarden kaufte Nestlé 2012 die Pfizer-Babynahrung. Allein in 2010 machte Nestlé in USA einen Umsatz nur mit Babynahrung 4,81 Milliarden Dollar.

Und dass Nestlé Patente auf Bestandteile der Muttermilch besitzt, darüber haben wir bereits berichtet. Nestle besitzt Patente auf Bestandteile der Muttermilch

Pfizer hat 2003 die Pharmasparte von Monsanto übernommen und Syngenta entstand im November 2000 aus einer Fusion der Agrarsparten von Novartis und AstraZeneca und arbeitet eng mit Monsanto zusammen. Siehe Die Top 10 der Pharmakonzerne – Das große Fressen – Sie müssen sich nur wieder merken, man kennt sich.

Und dass Nestlé Patente auf Bestandteile der Muttermilch besitzt, darüber haben wir bereits berichtet. Nestle besitzt Patente auf Bestandteile der Muttermilch

Gentechnisch verändertes Gemüse in Bio-Babynahrung

Ausgerechnet bei Hipp und Demeter wurde in Bio-Babynahrung gentechnisch verändertes Gemüse verarbeitet. Dies war das Ergebnis einer Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins “WISO” im Oktober 2013.Dabei haben gerade diese Hersteller sich auf die Fahne geschrieben, dass Gentechnik im Babybrei nichts verloren habe. So versteht sich beispielsweise Demeter als “Garant für Produkte aus kontrolliert biologischen Anbau” und die Firma Hipp wirbt mit dem Slogan “Das Beste aus der Natur”. Wir haben für Sie einen Text übersetzt, der sich mit diesem Thema beschäftigt. 

GMO-freie Babynahrung von Nestlé – in den USA nicht verfügbar!

Nestlé Removes GMOs from Baby Food But NOT In The USA? 

Warum hat Gerber, ein Unternehmen von Nestlé, das Babynahrung herstellt, GMOs (genetisch modifizierte Organismen) aus Babynahrung und Rezepten in Südafrika entfernt, nicht aber in den USA? Vielleicht, weil sich südafrikanische Eltern lautstärker als US-Amerikaner dafür eingesetzt haben? Oder könnte es daran liegen, dass die Konzerne, die in den USA agieren, durch Regierungsorganisationen geschützt werden, denen die öffentliche Gesundheit völlig gleichgültig ist – auch nicht die unserer schwächsten Mitbürger. Es wird Zeit, dass wir uns für die Gesundheit der Kinder stark machen.

Laut GMWatch hat Nestlé offiziell bestätigt,(Nestle Folds to Consumer Pressure over GMOs in South Afric)

“. . . dass man die Verbraucherinteressen berücksichtigt habe und deshalb die Frühstücksflocken für Kinder in Südafrika mit GMO-freien Mais herstelle.”

Zumindest in Südafrika deuten die Rezepte und Flocken von Nestlé darauf hin, dass sich Nestlé in Richtung GMO-frei entwickelt. Noch vergangenes Jahr wies das African Center for Biosafety (ACB) im Cerelac Honey von Nestlé 77.65% GMO-Mais nach. Das gleiche Institut nahm an sieben verschiedenen Baby-Rezepten und Flocken unabhängige und akkreditierte Labortests vor, um festzustellen, dass Produkte der Marke “Purity” (Reinheit) alles andere als “rein” waren, sondern einen hohen Anteil GMOs enthielten.

Auch in Europa sind die Baby-Produkte von Nestle GMO-frei

In der Zwischenzeit erfährt man aus Europa und anderen Ländern, dass Nestlé auch dort kein GMO in der Babynahrung verwendet. In den USA sind in den gleichen Produkten weiterhin große Mengen GMO zu finden – auch wenn die Marke Purity jetzt GMO-frei ist. Nestle/Gerber Won’t Listen: Boycott the Company Who Puts GMO Bt Toxins in Baby Food

Nestlé befindet sich damit in guter Gesellschaft mit Abbott Laboratories (dem Hersteller von Similac) und Mead Johnson Nutrition (dem Hersteller von Enfamil), die US-amerikanische und kanadische Babys ebenfalls den ungesunden und unzureichend ausgetesteten GMOs aussetzen.

Die führenden Marken dieser Unternehmen, die gemeinsam für rund 90% der verkauften Produkte in den USA stehen, enthalten Korn, Zucker oder Soja. Dies alles sind Inhaltsstoffe, die aller Wahrscheinlichkeit nach genetisch bearbeitet wurden. Und bis jetzt ist kein Unternehmen verpflichtet, diese gesundheitsgefährdenden Bestandteile zu deklarieren.

Für die Beibehaltung von GMO in der Nahrung wird mit großen Geldbeträgen gesorgt

Diese Unternehmen haben erhebliche Beträge in die Hand genommen, um sicherzustellen, dass eine GMO-Kennzeichnung in den USA weiterhin unterbleibt: [Abbott, Mead Johnson, and Nestlé: Our babies deserve better than GMOs!]

  • Mead Johnson Nutrition investierte 2013 $80.000 für Kampagnen gegen die Kennzeichnungspflicht in Kalifornien (in WA, I-522 werden die Beträge nicht ausgewiesen). Inzwischen haben sie sich aus der Finanzierung derartiger Aktivitäten zurückgezogen

  • Nestlé, die behaupten, dass ihre ‘Good Start’-Rezeptur ‘besser als Muttermilch’ sei, hat $1.461.600 gezahlt, um zu verhindern, dass Konsumenten das Recht erhalten, über GMO-Inhalte zu erfahren.

  • Abbott Laboratories hat $334.500 ausgegeben, um die Prop 37 in Kalifornien abzulehnen. Diese hätte kalifornischen Bürger berechtigt, über den Inhalt ihrer Nahrung informiert zu werden.

Vielleicht sind genau diese Spenden an Mitglieder im Kongress und Senat dafür verantwortlich, dass die Babys in den USA immer noch GMO-Nahrung zu sich nehmen, während in anderen Ländern diese giftigen Zutaten bereits verboten sind.

Regionale Ernährung fördern!

Wir haben für Sie diesen Beitrag übersetzt, denn auch hier in Europa erwarten wir eine gentechnikfreie Babynahrung. Wir haben Für Sie zahlreiche Studien zusammen getragen, so wie dieser Beitrag. Studien beweisen: Gesundheitsrisiko durch Glyphosat und GVO!

Daher fordern auch wir Netzfrauen: Regionale Ernährung fördern und Hört auf unsere Kinder krank zu machen!

Nestlé Removes GMOs from Baby Food But NOT In The USA?

Why has Nestlé, who owns a baby-formula producing company called Gerber, removed GMOs (genetically modified organisms) from baby foods and formulas in South Africa and not in the United States? Perhaps because South African parents are more vocal than Americans. Or it might also be because corporations conducting business in the U.S. are protected by government agencies who don’t seem to give a hoot about public health – not even of our most fragile citizens. Maybe it’s time we speak out for the sake of children’s health.

Nestlé has gone on record stating:

“. . . it took consumer preferences into consideration and therefore all its infant cereals in South Africa used non-GM maize,” according to GMWatch.

Now, Nestlé’s infant formulas and cereals, at least in South Africa, seem to indicate that Nestle is going GM free.Last year, the African Center for Biosafety (ACB) found that Nestle’s Cerelac Honey contained 77.65% GM Maize. The same group also conducted independent and accredited lab tests on 7 baby formulas and cereals, finding that ‘Purity’ brands contained extremely high levels of GMOs. It seems they are anything but ‘pure.’

Europe Nestle Baby Products Also GMO Free

Meanwhile, Europe and other countries report that Nestlé does not use GMO in their baby products – and the U.S. versions still contain them in high quantities, even though Purity brands has now gone GMO-free.

Nestlé is in the company of Abbott Laboratories (makers of Similac), and Mead Johnson Nutrition (makers of Enfamil), who are also exposing American and Canadian babies to unhealthy and under-studied GMOs.

The top-selling formulas of these companies, which combined account for 90% of formula sales in the U.S., contain corn, sugar, or soy—all ingredients which are highly likely to be genetically engineered. And for now, the companies are not required to disclose that these products contain these health-harming ingredients.

Spending Big Money To Keep GMOs in Food

These companies have also contributed vast amounts of money to defeat GMO labeling in the U.S.:

  • Mead Johnson Nutrition spent $80,000 in anti-labeling campaigns in California in 2013 (in WA, I-522 amounts are undisclosed). They have since withdrawn from financing anti-labeling efforts.
  • Nestlé, who says their ‘Good Start’ Formulas are ‘better than breastmilk’, has spent more than $1,461,600 against the consumer’s right to know about GMO ingredients.
  • Abbott Laboratories has spent $334,500 to turn down Prop 37 in California which would have given CA residents the right to know what is in their food.

Perhaps these contributions to our Congress and Senate members are the real reason why our babies are still being fed GMO formula and cereal in the U.S. while these toxic ingredients are banned or omitted in other countries. Author Natural Society

 Netzfrau Andrea Escher>

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Michigan 14.7.2017: Kriminelle Nestlé raubt Quellwasser für Jahresgebühr von 200$, um das Wasser teuer zu verkaufen - die Stadt Flint ist ohne Trinkwasser (!)
Herablassende Reaktion von Nestlé – während der Konzern Wasser kostenlos abgräbt, werden Anwohner zwangsgeräumt
https://netzfrauen.org/2017/07/14/nestle-flint/

<Eine Wasserabfüllfabrik von Nestlé in Stanwood, Michigan, produziert bis zu 1200 Flaschen in der Minute und saugt aus sieben nahe gelegenen Quellen bis zu 950 Liter Quellwasser pro Minute. Der Konzern Nestlé bezahlt nur eine Jahresgebühr von 200 $ für eigene  oder geleaste Quellen. Aus dem gepumpten Wasser entsteht das Quellwasser der Marke Ice Mountain, das im ganzen nördlichen Bereich des Mittleren Westens verkauft wird, und das gefilterte Wasser der Marke Pure Life, das in den ganzen USA erhältlich ist. Mitarbeiter von Nestlé sagen, Quellwasser, definiert als Wasser aus natürlich fließenden Quellen, verkaufe sich  besser, weil es als authentischer und gesünder angesehen werde.

Kurz nachdem Michigans Regierung verantwortlich war für die Vergiftung des Wassers von Flint und nur, um ein paar Dollar dazuzuverdienen, hat der Bundesstaat Nestlé erlaubt, die Grundwassermenge zu verdoppeln, die der Konzern für 200 $ pro Jahr saugt, und das in nur 200 km Entfernung. Wir hatten darüber bereits berichtet. Die Regierungsbeamte zwingen die Bewohner, für vergiftetes Wasser zu zahlen. Weil das Wasser nicht ausreichend behandelt wurde, löste es Blei aus den Leitungen – die 100 000 Bewohner der Stadt klagten vermehrt über schlechte Gerüche, Kopfschmerzen und Hautausschläge.

In Flint herrscht seit Mitte Januar 2016 der Notstand: Die Bürger wurden über zwei Jahre mit verseuchtem Wasser versorgt. 2014 wurde die Wasserversorgung von Flint umgestellt. Statt das Wasser wie bisher aus Detroit zu beziehen, sollte es kostengünstig aus einem nahe gelegenen Fluss kommen. Dazu wurde es durch alte Rohre in die Stadt geleitet. Weil das Wasser nicht ausreichend behandelt wurde, löste es Blei aus den Leitungen. Nun sollen die Bewohner für Wasser bezahlen, das sie nicht mal fürs Baden, Kochen, geschweige denn Trinken verwenden konnten. Zahlen sie nicht, wird zwangsgeräumt. 

Auf Grund der anhaltenden Probleme mit den alten Rohren sind Tausende der Bewohner in Flint immer noch dem hohen Bleigehalt ausgesetzt. Jetzt könnten die überfälligen Rechnungen für das „gefährliche“ Wasser zu Zwangsvollstreckungen führen.

Laut einem Bericht aus der New York Times hat die Stadt 8002 Briefe verschickt, um 5,8 Millionen Dollar an unbezahlten Rechnungen für Wasser und Kanalisation zu bekommen. Für den Fall, dass die  Hausbesitzer nicht bezahlen, droht ihnen die Zwangsvollstreckung und die Zwangsräumung.

Wir hatten dazu auch eine Petition veröffentlicht: Sign the petition >>>>>>> PETITION  die mittlerweile ca. 380.000 Unterzeichner hat. 

Nestlé ist der größte Eigner privater Wasserquellen in Michigan – und dieser wassergierige Konzern hat enge Verbindungen zum Büro von Gouverneur Rick Snyder. Deb Muchmore. Die Sprecherin für Nestlé in Michigan, ist verheiratet mit Snyders früherem Stabschef. Da wundert es uns nicht, warum Nestlé so viel für so wenig bekommt. Siehe:  Schon wieder Nestlé! Michigan verkauft gerade 800 Millionen Liter Grundwasser für 200 $ p. A. an Nestlé – Michigan is about to sell 210M gallons of groundwater to Nestlé for $200

Die Anwohner sind aufgebracht – so wie jeder, der den Wert des Wassers als Ressource für alle schätzt. Wie kann es sein, dass der Bundesstaat Michigan – der immer noch mit den Auswirkungen seines Grundwasser-Managements zu kämpfen hat – auch nur in Betracht zieht, einer ausländischen Firma, die jährliche Profite in Milliardenhöhe daraus zieht, noch mehr Wasserentnahme zu erlauben?  

Ein aktueller Bericht aus der New York Times, den wir für Sie übersetzt haben, zeigt die Dramatik, die sich in Michigan abspielt, denn nun hat Nestlé eine Erhöhung seiner Pumplizenz für die Quelle von 60 Prozent beantragt.

Wo Nestlé Wasser abgräbt, nehmen Nachbarn in Michigan Anstoß

Steve Friess

Eine Wasserabfüllfabrik von Nestlé in Stanwood, Michigan, produziert bis zu 1200 Flaschen in der Minute und saugt aus sieben nahe gelegenen Quellen bis zu 950 Liter Quellwasser pro Minute.

Evart, Michigan – Der Bach hinter Maryann Bordens Haus war einst „ein unverändert lieblich dahinplätschernder Wasserlauf – seit Jahrzehnten“, sagt sie. Nun ist er nur noch halb so breit, sagt sie, und grasbewachsene Inseln behindern den einst ununterbrochen strömenden Bach.

„Was passiert ist?“, fragt Mrs Borden. „Nestlé ist passiert. Jedenfalls denke ich das“. Viele ihrer Nachbarn sind der gleichen Ansicht.

Nestlé kann mehr als 490 Millionen Liter pro Jahr aus einer Quelle in der Nähe dieser nordwestlichen Stadt in Michigan pumpen, in Flaschen füllen und verkaufen. Es ist ein großes Geschäft: Im vergangenen Jahr wurde erstmals mehr Wasser in Flaschen als kohlensäurehaltige Softdrinks in den USA verkauft.

Nun hat Nestlé eine Erhöhung seiner Pumplizenz für die Quelle von 60 Prozent beantragt. Der Antrag, von dem die Behörde für Umweltschutz Michigans dachte, dass er in wenigen Monaten über die Bühne gehen könnte, hat Widerstand hervorgerufen. Der Grund: das, was Nestlé für das meiste Wasser bezahlt, nämlich – nichts. Das heißt, der Konzern bezahlt nur eine Jahresgebühr von 200 $ für eigene (wie diese) oder geleaste Quellen.

„Das Wasser hier, das eigentlich den Bächen, dem Muskegon River und später dem Lake Michigan zufließen sollte, hat die allerbeste Qualität. So etwas abzuzapfen ist schon eine große Sache“, sagt Jeff Ostahowski, Vizepräsident der Bürgervereinigung Michigans für Wasserschutz, der 40 km von Evart entfernt wohnt. „Dass Nestlé dies tut, ohne dafür zu bezahlen, ist einfach nur verrückt“.

Nun ist es seit langem gang und gäbe, dass Landbesitzer und Unternehmen in weiten Teilen der USA so viel Wasser nutzen dürfen, wie sie wollen, wenn sie selbst bohren und pumpen. Selbst Verbraucher des städtischen Wassers bezahlen technisch gesehen nicht für das Wasser, sondern für die Infrastruktur und die Energie, die es erfordert, um sie damit zu versorgen. Dennoch verärgert es viele Menschen, dass ein ausländisches Unternehmen so viel Profit aus dem Wasser für so wenig Gegenleistung zieht, und das gerade angesichts eines Staates, in dem der Zugang zu sauberem verfügbarem Wasser, besonders in Flint und Detroit, die Nachrichten dominiertt. Selbst in diesem zutiefst konservativen ländlichen Bereich von Amerika lehnen viele Menschen Nestlés Durst nach Mehr ab, weil sie Angst vor Plünderung und Ausbeutung ihrer Ressourcen haben.

Maryann Borden in der Nähe ihres Hauses in Evart, Michigan: „Ich kann nicht verstehen, wie sie so viel nehmen können“, sagt sie zu Nestlés Abpumpen des Wassers. „Wie kann sich die Natur von diesem massiven Abschöpfen erholen?“ Gary Howe for The New York Times

Andere größere Industrien verbrauchen weitaus mehr Wasser für dieselbe Gebühr von 200 $, z. B. brauchte Pfizer 2015 26 Milliarden Liter für seine Arzneimittelfabrik bei Kalamazoo laut Behördendaten – aber der größte Teil dieses Wassers wird nach Gebrauch demselben Wassersystem wieder zugeführt, bemerken Nestlé-Kritiker. Das Ausmaß von Nestlés Aktionen in dieser spärlich bevölkerten Gegend ungefähr 290 km nördlich von Detroit ist riesig. Das Unternehmen verpackt durchschnittlich 4,8 Millionen Wasserflaschen pro Tag – mehr als 3000 in der Minute – wobei alle Fertigungsstraßen in Betrieb sind. Die Fabrik befindet sich ungefähr 65 km südlich von Evart. Dies sagt David Sommer, der Unternehmensmanager.

Die Fabrik zapft Wasser aus neun Quellen, von denen zwei der Stadt Evart gehören. Dieser zahlt Nestle die örtliche Gebühr von 3,50 $ pro 3800 Liter. Zwei der Quellen befinden sich auf dem Fabrikgelände, die anderen fünf sind in zwei Landkreisen verstreut, die überwiegend ländlich geprägt sind, darunter White Pines in der Nähe von Evart. Hier beantragte Nestlé eine Erhöhung der Pumpleistung.

Aus dem gepumpten Wasser entsteht das Quellwasser der Marke Ice Mountain, das im ganzen nördlichen Bereich des Mittleren Westens verkauft wird, und das gefilterte Wasser der Marke Pure Life, das in den ganzen USA erhältlich ist. Mitarbeiter von Nestlé sagen, Quellwasser, definiert als Wasser aus natürlich fließenden Quellen verkaufe sich  besser, weil es als authentischer und gesünder angesehen werde.

„Quellwasser ist etwas sehr Besonderes, Wertvolles“, sagt Nelson Switzer, Zuständiger für Nachhaltigkeit bei Nestlé Waters North America. „Wir bringen dies direkt zu den Menschen. Es ist bequem für sie, sie haben die Möglichkeit, es immer bei sich zu haben, wo immer sie sind. Das ist einzigartig“.

Damit es gegen die Umweltschutzbehörde ankommt, muss Nestlé die Beamten davon überzeugen, dass es ein guter Interessenwahrer der Umwelt ist. Arlene Anderson-Vincent, Nestlés Managerin für Michigans natürliche Ressourcen, behauptet [gar]: „Wir nehmen niemals mehr, als die Natur kompensieren kann“.

Zackary Szakacs, Evarts Oberstadtdirektor, unterstützt Nestlé und versichert, dass Nestlés Wasserkauf von den stadteigenen Quellen die Kosten für die 2000 Anwohner niedrig hält, die ein Durchschnittseinkommen von 19.000 Dollar haben. Die Firma zahlt auch in einen Umweltschutzfond ein, finanziert neue öffentliche Erholungseinrichtungen und, wie kürzlich erst, Wissenschaftler und eine Expertise zur Reinigung einer Stadtquelle, bei der Nestlé festgestellt hatte, dass sie von Perchlorat verunreinigt war, das gesundheitsschädlich für die Schilddrüse ist. „Es gibt so viel Wasser im Landkreis Osceola, es ist unglaublich“, sagt Szakacs, dem noch keine [negativen] Veränderungen der Flüsse und Bäche aufgefallen sind. „Wir haben großes Glück durch die Partnerschaft mit Nestlé Ice Mountain. Es ist eine gute Partnerschaft. Wir versuchen nur, dafür zu sorgen, dass es die Stadt auch in 100 Jahren noch gibt.“

Mrs Borden sagt, der Bach, der an ihrem Grundstück entlang fließt, sei nur noch etwa halb so breit wie vorher, und sie denkt, Nestlés unstillbarer Durst sei die Ursache. Gary Howe for The New York Times

Dennoch gibt es eine starke Opposition. Im April stimmte die Bebauungsbehörde von Osceola Township, dem gemeindefreien Gebiet außerhalb von Evart, wo die White-Pines-Quelle liegt, mit 5 zu 0 gegen Nestlés Antrag auf Bau einer 500 000 $ teuren Anlage, die seine gegenwärtige Wasserpumpkapazität erhöhen würde, falls der Bundesstaat es erlaubt. Nestlé hat Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt mit dem Argument, die zusätzliche Anlage könne am wirtschaftlichsten die erhöhte Wassermenge bewegen. Wenn die Firma diese Anlage nicht bauen könne, müsste sie eine existierende Pipeline erweitern oder das Wasser mit LKWs zur Fabrik transportieren.

Es konnte nicht endgültig wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Nestlé das Ökosystem ausgelaugt oder [auf andere Weise] verändert hat. Selbst örtliche Wasserwirtschaftler, die wegen Nestlés Aktionen beunruhigt sind, sagen, dass die Anschuldigungen hinsichtlich Schäden überwiegend „anekdotischen“ Charakter hätten wie die von Mrs Borden oder von Anglern, die sagen, dass der Forellenbestand des Baches abgenommen habe.

„Wir haben ihre Argumente gehört, aber sie konnten das nicht belegen“, sagt Mr Switzer. „Glauben Sie mir, wir haben sie immer wieder gefragt, eingeladen, zu uns zu kommen und mit uns zu sprechen. Immerhin haben wir über einen Zeitraum von 17 Jahren Daten gesammelt von wissenschaftlich fundierten Überprüfungen an mehr als 100 Stellen, die eindrucksvoll zeigen, dass das, was wir tun, keine maßgebliche Auswirkung hat“. Gegner vor Ort sagen, solche Zusicherungen seien irreführend [bzw. sachlich unzutreffend]. Mr Ostahowski sagt, er und andere Umweltschützer hätten niemals eine Chance angeboten bekommen, Nestlés Rohdaten zu überprüfen. Sie merken an, dass Nestlés Antrag anfangs scheiterte, als er durch den Bundesstaat daraufhin überprüft wurde, ob das Abpumpen das Ökosystem beeinträchtigt.

Nestlé überzeugte die Beamten davon, seine Daten anders zu betrachten, mit dem Argument, dass diese Überprüfungsmethode zu konservativ sei, sodass bei erneuter Betrachtung der Bundesstaat feststellte, dass eine erhöhte Zapfaktivität die Umwelt vor Ort nicht schädige. Melody Kindraka, eine Sprecherin der bundesstaatlichen Umweltbehörde, sagt, die Abteilung sei „immer noch dabei, die Informationen, die wir erhalten haben, zu überprüfen und zu verifizieren“. Für die Entscheidung [der Behörde] wurde keine Frist angegeben.

Hier in der Gegend [jedoch] sagen langjährige Anwohner wie Mrs Borden, dass gesunder Menschenverstand ein besserer Leitfaden sei als Wissenschaft.

„Die Rechnung geht nicht auf“, sagt sie mit Blick auf den Bach, neben dem sie seit Eisenhowers Präsidentschaft [1953-1961] lebt. „Ich kann nicht verstehen, warum sie so viel entnehmen. Wie soll sich die Natur von dieser massiven Abschöpfung erholen? Das abgepumpte Wasser wird unserem Grundwassersystem nicht wieder zugeführt, weil sie es in Flaschen abfüllen und sonst wohin transportieren“.>

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29.10.2017: Kriminelle Nestlé dringt in den Urwald Brasiliens vor
So torpedierten Nahrungskonzerne eine Regulierung
https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Brasilien-zappelt-am-Junkfood-Haken

"Tobias Tscherrig / 16. Okt 2017 - Vor elf Jahren wollte die Regierung Brasiliens gegen Fettleibigkeit vorgehen und Junk-Food regulieren. Doch vergeblich. (Teil 2)

Nestlés Armee von brasilianischen Direktverkäuferinnen ist Teil einer sich ausbreitenden Strategie, westliche, industrielle Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke in die entlegensten Ecken von Lateinamerika, Afrika und Asien zu liefern (siehe Teil 1: «Nestlé mit einem Heer ahnungsloser Verkäuferinnen»).

Kürzlich finanzierte Nestlé beispielsweise einen Lastkahn, der zehntausende Kartons Milchpulver, Joghurt, Schokoladenpudding, Kuchen und Süssigkeiten ins Amazonasbecken brachte. Das Sponsoring dafür konnte Nestlé im Juli einstellen, weil nun private Bootsbesitzer die Nestlé-Waren ausliefern, für die es jetzt eine Nachfrage gibt.

Konflikt zwischen Ernährungssystemen

Wenn multinationale Lebensmittelkonzerne in Entwicklungsländer vordringen, verändern sie die lokale Landwirtschaft. Sie spornen Landwirte an, ihren bisherigen Lebensunterhalt aufzugeben und anstelle von einheimischen Produkten Nahrungsmittel zu produzieren, die sich besser verkaufen. Zuckerrohr, Getreide, Sojabohnen: Alles Produkte, die zur Herstellung von industriellen Lebensmitteln benötigt werden. Die traditionelle Nahrung der Brasilianer wird dadurch zunehmend verdrängt. Nestlé sagt dagegen, man arbeite weltweit mit ungefähr 400'000 Landwirten zusammen, um nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

«Wir haben einen Konflikt zwischen zwei Ernährungssystemen. Richtiges Essen, dass von Landwirten aus der Umgebung angebaut wird, gegen die Produzenten der industriellen Nahrungsmittel, designt zum Überkonsum, mit hohem Suchtpotenzial», sagt Carlos A. Monteiro, Professor für Ernährung und öffentliche Gesundheit an der Universität von Sao Paulo in der «New York Times». «Es ist ein Machtkampf. Eines der Ernährungssysteme hat ungleich mehr Macht als das andere.»

Industrie mischt sich rücksichtslos ein

Der Machtkampf wird mit harten Bandagen geführt. Nestlé stand dabei schon oft in der Kritik, etwa für ihr aggressives, manipulatives Marketing von Säuglingsnahrung in Entwicklungsländern. Daneben gab es Sklaverei-Vorwürfe auf brasilianischen Nestlé-Kaffeeplantagen, auch bei den brasilianischen Wasserquellen von Nestlé gab es Ungereimtheiten.

Der Machtkampf tobt auch auf dem politischen Parkett. In fernen Gebieten wie China, Südamerika und Kolumbien schlägt die massive Präsenz von grossen Nahrungsmittelkonzernen in politischem Einfluss um. So etwa bei einem WHO-Programm, das Brasilien unterstützte. Die neue Leitlinie wollte empfehlen, dass Kinder anstelle von vier Monaten nun bis sechs Monate mit Muttermilch gefüttert werden sollen. Eine Empfehlung, welche die Umsätze der Babynahrungsmittelindustrie geschmälert hätte. Die Brasilianische Lebensmittel-Lobby machte ihren Einfluss geltend und stoppte den Erlass vorläufig für ein Jahr.

Die ökonomische Macht und der politische Zugang der Nahrungsindustrie in Brasilien kann untermauert werden: Sie ist verantwortlich für 10 Prozent des wirtschaftlichen Outputs Brasiliens und beschäftigt insgesamt 1,6 Millionen Angestellte. 2014 spendeten Nahrungsmittelkonzerne 158 Millionen Dollar an Mitglieder des brasilianischen Nationalkongresses. Eine Studie der Organisation «Transparência Brasil» zeigte auf, dass mehr als die Hälfte der brasilianischen Parlamentarier mit Spenden der Nahrungsmittelindustrie gewählt wurden – bevor diese Praktiken im Jahr 2015 verboten wurden.

Arbeit im Hintergrund

Davor hatte die Lobby der Lebensmittelkonzerne genügend Zeit, sich auf der politischen Bühne zu etablieren. Als die Regierung im Jahr 2006 die Nahrungsmittelindustrie regulieren wollte, um Fettleibigkeit und Krankheiten zu bekämpfen, zeigte die Lobby ihre Macht.

Die Kunden sollten unter anderem mit Hinweisen auf den Verpackungen vor dem hohen Zucker-, Salz- und Fettgehalte der Produkte gewarnt werden, ausserdem hätte es Einschränkungen beim Marketing gegeben. So hätten Marken wie Pepsi und KFC keine Sport- und Kultur-Events mehr sponsoren können. Ähnliche Restriktionen, wie sie auch die Tabakindustrie kennt.

Die Lebensmittelkonzerne sammelten sich, auch Nestlé-Vertreter und Vertreter des europäischen Nahrungsmittel-Konglomerats Unilever waren mit von der Partie. Bei den öffentlichen Anhörungen gab sich die Industrie handzahm, im Hintergrund arbeitete die Lobby aber an einer ausgewachsenen Kampagne, um den Prozess zu unterlaufen. Ein Vorgehen, das exemplarisch für das mächtige Lobbying von Konzernen in Ländern der Dritten Welt steht.

Von der Industrie finanzierte Bildungseinrichtungen begannen die geplanten Regulierungen im Fernsehen als ökonomischen Selbstmord darzustellen. Andere «Experten» schrieben in Zeitungen Artikel voller Schlagwörter. Sie stellten beispielsweise die Unabhängigkeit der Eltern in den Vordergrund, warnten vor einer Bevormundung durch die Regierung und waren sich auch nicht zu schade, mit dem Spielzeug zu argumentieren, das bei vielen Fast-Food-Ketten als Zugabe mit dem Menu ausgegeben wird. Halte man die Kinder von diesen Spielzeugen fern, zerstöre man Kinderträume, so der Tenor.

Aber es war vor allem der «Zensur»-Schrei der Industrie, der bei der Bevölkerung ankam. Ein geschickt gewähltes Argument, erinnert sich die Brasilianische Bevölkerung doch noch immer an die Militärdiktatur, die erst 1985 geendet hatte.

Schliesslich war die «Agência Nacional de Vigilância Sanitária» (Anvisa), die Behörde, welche die Regulierungen angestrebt hatte, neutralisiert. Anschliessend wurde Anvisa von verschiedensten Industriegruppen mit Klagen belegt. Zu den Klägern gehörte die nationale Vereinigung der Biskuits-Hersteller, eine Getreide-Lobby und eine Allianz aus Schokolade-, Kakao- und Süssigkeiten-Hersteller. Manche Klagen führten an, die geplanten Regulierungen hätten die freie Meinungsäusserung verletzt, andere machten geltend, dass die Behörde ihre Kompetenzen überschritten habe.

Regulierung wird schubladisiert

Kurz nachdem die geplanten Änderungen veröffentlicht worden waren, wechselte der damalige Generalstaatsanwalt Luís Inácio Adams die Seiten und reihte sich bei der Industrie ein. Einige Wochen später setzte ein Bundesgericht die Regulierungen mit der Begründung aus, Anvisa habe nicht die Kompetenz die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu regulieren.

Sieben Jahre später sind die meisten der eingereichten Klagen gegen Anvisa noch hängig. Deshalb bleibt die neue Regulierung schubladisiert.

Nach ihrer Wahl zur Präsidentin von Brasilien im Jahr 2011 setzte Dilma Rousseff mit Jaime César de Moura Oliveira dann einen ehemaligen Rechtsanwalt einer brasilianischen Tochtergesellschaft des Nahrungsmittelgiganten Unilever auf den Chefposten der Regulierungsbehörde Anvisa. Damit leitete ein ehemaliger Anwalt der Nahrungsmittelindustrie die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung. Ein Jahr nach seiner Einsetzung, veranstaltete Anvisa Anlässe, um vor zu viel Zucker in industriellen Lebensmitteln und Getränken zu warnen. Auch der Fettleibigkeit sollte zu Leibe gerückt werden. Der Sponsor des Events: Coca-Cola."

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Fotoquellen
[1] Karte mit den Abfüllorten von Nestlé in den kriminellen "USA":
http://netzfrauen.org/2014/08/27/raubzug-der-wasserkonzerne-bottled-water-comes-from-the-most-drought-ridden-places-in-the-country/
[2] Grafik mit dem Mineralwasserkonsum in Deutschland 1970-2013:
http://netzfrauen.org/2014/08/27/raubzug-der-wasserkonzerne-bottled-water-comes-from-the-most-drought-ridden-places-in-the-country/
[3]
Karte mit der Wasser-Flaschenabfüllung in Dürre-Kalifornien 2012-2014:
http://netzfrauen.org/2014/08/27/raubzug-der-wasserkonzerne-bottled-water-comes-from-the-most-drought-ridden-places-in-the-country/



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