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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

40. Atomkraftwerke (AKW) und die Folgen (Teil 20)


 
Video: Die Atomkraft ist eine Falle für die Menschheit: http://www.youtube.com/watch?v=j6Nic4s_pPI
Karte des Pazifik: Radioaktive Fischfanggebiete 2018
Karte des Pazifik: Radioaktive Fischfanggebiete 2018

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online,
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22.9.2014: <Tote, über die keiner spricht: Fukushima kostete bereits 1.700 Menschenleben> - katastrophale Zustände, lecke Tanks, 130.000 in Notunterkünften, Selbstmorde

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 22.9.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/22/tote-ueber-die-keiner-spricht-fukushima-kostete-bereits-1-700-menschenleben/

<Mehr als drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima gibt es kaum Fortschritte bei den Aufräumarbeiten: Die Wasseraufbereitungsanlagen kämpfen mit technischen Ausfällen. Zudem häufen sich die Lecks in den Tanks, die das radioaktive Wasser auffangen. Zudem dürfen mehr als 130.000 ehemaligen Bewohner nicht zurückkehren und leben in Notunterkünften. Die Selbstmordrate steigt.


er jährliche „World Nuclear Industry Status Report“ ist erschienen. Die Folgen der Katastrophe von Fukushima sind noch längst nicht eingedämmt. Noch immer leiden Bewohner und Dekontaminierungsarbeiter unter den Bedingungen vor Ort. Publiziert wurde er von Nuklear-Experte Mycle Schneider. Er ist Energie- und Atomexperte und berät Politiker, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen.

Zu Fukushima schreibt der Report:

Diese Einschätzung beinhaltet Analysen der Vor-Ort-Herausforderungen, die bei der Katastrophe vom 11. März 2011 entstanden und noch drei Jahre nach dem Beginn der Katastrophe signifikant sind:

Die Herausforderungen vor Ort: In einer sehr positiven Entwicklung wurden seit November 2013 bis Mitte Juli 2014 mehr als drei Viertel des verbrauchten Brennstoffs aus dem Becken in der schwer beschädigten Anlage 4 in ein gemeinsames Becken gebracht. Bis Ende 2014 soll diese Operation beendet werden. Das radioaktive Material soll durch die Bergung möglichst keiner weiteren Gefährdung ausgesetzt werden, wie etwa Erdbeben oder Gefahren durch Unwetter.

Die wichtigsten Parameter bleiben jedoch weitgehend unverändert wie im Vorjahr. Die Strahlungswerte innerhalb der Reaktorgebäude der Einheiten 1 bis 3 machen weiterhin direktes menschliches Eingreifen fast unmöglich. Große Mengen an Wasser, etwa 360 Tonnen pro Tag, werden noch in die zerstörten Reaktoren gepumpt, um die geschmolzenen Brennstäbe zu kühlen. Dieses Wasser, sowie eine ähnliche hohe Menge an Grundwasser, sickern in die Keller der Reaktorgebäude, ein Teil davon wird zu einem gewissen Grad dekontaminiert und dann erneut in den Kreislauf gebracht. Die Menge des radioaktiven Wassers, welches nicht wiederverwendet werden kann, nimmt stetig zu. Zum Stichtag des 15. Juli 2014 wurden mehr als 500.000 Tonnen in prekären Speicher gelagert, dazu kommen etwa 90.000 Tonnen in den Kellern des Kraftwerks.

Die Kapazität der Tanks wird bis Ende März 2015 auf 800.000 Tonnen erhöht. Über zahlreiche Lecks wurde Bericht erstattet, einschließlich der Entdeckung im August 2013 über ein 300-Tonnen-Leck aus einem Tank mit hochradioaktivem Wasser, dies entspricht Stufe 3 der „International Nuclear Event Scale“ (INES) und ein 100-Tonnen-Leck aus einem anderen Tank mit noch höherer Aktivität. Es stellte sich heraus, dass Hunderte von 1.000-Kubikmeter-Tanks noch nicht einmal mit Messgeräten ausgestattet sind. Mehrere hundert Tanks, die nur zusammengeschraubt wurden, werden nach und nach durch verschweißte ersetzt.

Die hochentwickelten Wasserdekontaminationssysteme kämpfen mit technischen Ausfällen, sollen aber noch für eine längere Zeit in Betrieb bleiben. Eine viel beworbene 500 Millionen US-Dollar teure unterirdische Eis-Wand, die entworfen wurde, um den Wassereinlauf in die Keller zu verhindern und bis März 2015 fertiggestellt sein soll, hat eine ungewisse Zukunft. Bei einem Testversuch konnte der Abschnitt nicht so eingefroren werden, wie es geplant war.

In der Zwischenzeit hat Tepco eine Vereinbarung mit lokalen Fischerverbänden erreicht, so dass „Grundwasser-Bypass“ im April 2014 aktiviert werden konnte, um die Entladung ins Meer zu ermöglichen. Es wird erwartet, dass diese Maßnahme das Eindringen von Wasser in die Keller auf rund ein Viertel beziehungsweise rund 100 Kubikmeter pro Tag reduzieren kann.

Rund 32.000 Arbeiter, 28.000 von ihnen sind Leiharbeiter, arbeiteten seit dem Unfall vom 11. März 2011 an und in Fukushima – dabei sind Feuerwehr, Polizei und Militär nicht mit eingerechnet. Mit Mai 2014 lag der Tagesdurchschnitt der Arbeiter vor Ort bei 4.200 Personen und somit um 40 Prozent höher als im Jahr davor. Die Rekrutierung von neuen Arbeitern wird allerdings immer schwieriger.

Im Dezember 2013 beschloss Tepco die Schließung der Blöcke 5 und 6 von Fukushima Daiichi (I). Die vier Reaktoren in Fukushima Daini (II), 15 Kilometer von Daiichi entfernt und innerhalb der Sperrzone, bleiben offiziell „betriebsfähig“, aber die tatsächliche Inbetriebnahme ist völlig unrealistisch.

Die Herausforderungen außerhalb von Fukushima: Mit Stand März 2014 sind offiziell immer noch mehr als 130.000 Menschen aus der Präfektur Fukushima evakuiert. Rund 100.000 Menschen sind aus gekennzeichneten Evakuierungszonen. Viel mehr Einwohner haben den Bereich freiwillig verlassen. Weitere 137.000 Personen sind noch immer in Notunterkünften, die auf sieben Präfekturen verteilt sind.

Mehr als 1.700 Tote in Verbindung mit der Katastrophe wurden offiziell anerkannt, entweder aufgrund psychischer Ursachen oder mangelnder medizinischer Versorgung während der Evakuierung. Die Selbstmordraten steigen.

Im April 2014 erhielten ein paar Hundert Einwohner zum ersten Mal die Erlaubnis, zu einem zuvor evakuierten Bereich zurückzukehren. Schätzungen zufolge gehen allerdings nur ein Viertel der Anwohner zurück. Die anderen pendeln von den angrenzenden Regionen.

Eine von der japanischen Regierung in Auftrag gegebene Studie zur Atomkatastrophe in Fukushima wurde über sechs Monate geheim gehalten. Die Strahlungs-Einwirkung wird in den gesäuberten Gebieten den Vor-KatastrophenGrenzwert für die normale Bevölkerung überschreiten. Dieser liegt bei einer maximalen Jahresdosis in Höhe von einem Millisievert (mSv).

Insgesamt wurden 101 Gemeinden in acht Präfekturen sind als „geplante Kontaminations-Begutachtunszone“ festgelegt. Dort wird eine jährliche Dosis zwischen 1 mSv und 20 mSv prognostiziert. Lokalen Behörden sind für die Dekontaminierungsarbeiten verantwortlich.

Darüber hinaus ist die Zentralregierung zuständig für die Dekontaminationspläne in elf Gemeinden in der Präfektur Fukushima, einer Fläche von 235 Quadratmetern, wo die jährliche Strahlungsdosis 20 mSv überschreiten. Die Arbeiten sind weit hinter dem Zeitplan, vor allem wegen technischen Schwierigkeiten, Mangel an Abfalllagern und Arbeitskräftemangel.

Streitigkeiten über die Kostendeckung zwischen dem Umweltministerium, das offiziell verantwortlich ist, und Tepco, dem Betreiber von Fukushima, führen zu weiteren Verzögerungen. Das Drei-Jahres-Budget für die Dekontamination im Zeitraum 2011 bis 2013 umfasste 1,3 Billionen Yen (rund 13 Milliarden US-Dollar), aber nur ein Drittel davon wurde ausgegeben und von diesem wiederum erstattet Tepco weniger als 20 Prozent. Eine Mehrheit von Unternehmen und Subunternehmern arbeitet unter obskuren Umständen.

733 Unternehmen und 56 Subunternehmen haben einen Vertrag mit dem Umweltministerium, berichtet Reuters. Einige von ihnen rekrutieren Obdachlose für Arbeiten in den kontaminierten Bereichen. Die Yakuza, die japanische Mafia, ist den Berichten zufolge auch im System involviert.

Bis zum 11. Juli 2014 wurden mehr als 2,2 Millionen Ersatzansprüche von Einzelpersonen, Unternehmen, Gewerkschaften und lokalen Regierungen eingereicht. Tepco hat rund 40 Billionen Yen (rund 40 Milliarden US-Dollar) für rund zwei Millionen der Forderungen gezahlt. Zahlreiche Klagen gegen Tepco sind im Gange, darunter eine von einer Gruppe US-Matrosen, die direkt nach dem 11. März 2011 bei einer US-Marine-Operation der Strahlung ausgesetzt waren.

Im März 2014 haben mehr als 4.000 Bürgerinnen und Bürger aus 39 Ländern eine Sammelklage gegen Atom-Produzenten eingereicht, darunter Hitachi, Toshiba und General Electric, um die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima zu entschädigen.

Mycle Schneider  wurde 1959 in Köln geboren. Er ist Energie- und Atomexperte und berät Politiker, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen. Von 1998 bis 2003 war er Berater für das französische Umwelt- und das belgische Energieministerium. Nach 2000 arbeitete er zehn Jahre auch für das deutsche Umweltministerium. Schneider gibt jährlich den unabhängigen World Nuclear Industry Status Report heraus. 1997 erhielt er zusammen mit Jinzaburo Takagi den Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis).

Mycle Schneider im DWN-Interview über die katastrophalen Zustände in Fukushima.>

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Stimme Russlands online, Logo

20.10.2014: <Fukushima: AKW-Betreiber meldet rekordhohen Cäsiumwert>

aus: Stimme Russlands online; 20.10.2014;
http://german.ruvr.ru/news/2014_10_20/Fukushima-AKW-Betreiber-meldet-rekordhohen-Casiumwert-2128/

<STIMME RUSSLANDS Tepco, der Betreiber des japanischen Unglücks-AKW Fukushima 1, hat die bisher stärkste Belastung des Grundwassers durch radioaktives Cäsium registriert.

Wie die Agentur Kyodo unter Berufung auf Tepco meldet, wurde am Freitag aus einem technischen Brunnen im Raum der Energieblöcke 1 und 2 eine Grundwasser-Probe entnommen, die einen Cäsiumwert von 267.000 Becquerel pro Liter ergab. Als normal gelten 15 Becquerel und 25 Becquerel pro Liter für Cäsium 134 bzw. Cäsium 137.

Tepco führt das hohe Radioaktivitätsniveau auf die heftigen Regenfälle zurück, die sich in den vergangenen zwei Wochen über das AKW-Gebiet ergossen hatten.

Seit März 2011, als erstmals radioaktives Wasser aus einem unterirdischen Tunnel am AKW Fukushima entwichen war, wird das Grundwasser in den technischen Brunnen des Kraftwerkes regelmäßig kontrolliert.

Der Nuklearunfall im Atomkraftwerk Fukushima 1 (Fukushima Daiichi) ereignete sich am 11. März 2011, nach einem Erdbeben der Stärke neun, das eine mächtige Tsunamiwelle vor der Nordostküste Japans auslöste. Die 14 Meter hohe Meereswoge hatte vier der insgesamt sechs Reaktoren überschwemmt und einen Ausfall des AKW-Kühlsystems verursacht. Dies führte zu einer Serie von Wasserstoff-Explosionen und einer Kernschmelze. Als Folge sind radioaktive Stoffe in die Atmosphäre und ins Meer gelangt. Die Beseitigung der Unglücksfolgen soll rund 40 Jahre in Anspruch nehmen.>

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Netzfrauen online, Logo

6.11.2014:
<Das unterschätzte Problem: Ausrangierte Schutzanzüge häufen sich in Fukushima – Discarded protective suits piling up at Fukushima nuclear plant>

aus: Netzfrauen online; 6.11.2014;
http://netzfrauen.org/2014/11/06/das-unterschaetzte-problem-ausrangierte-schutzanzuege-haeufen-sich-in-fukushima-discarded-protective-suits-piling-up-at-fukushima-nuclear-plant/

<Wohin mit dem radioaktiven Müll?

Berge von benutzten Anzügen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Strahlung häufen sich am Fukushima Daiichi Kernkraftwerk als schwach radioaktiver Abfall.

Bis Ende September 2014 sammelten sich 33.300 Kubikmeter getragener Schutzanzüge – damit könnten siebzig 25-m-Schwimmbecken gefüllt werden.

Der Anlagebetreiber Tepco plant, diese Anzüge im nächsten Herbst in einer eigenen Verbrennungsanlage zu entsorgen. Das bedeutet gegenüber dem ursprünglichen Termin eine Verspätung von sechs Monaten, wobei zu befürchten ist, dass die Anlage nicht genügend Kapazitäten aufweisen wird. Bis dahin gibt es keine Sofortlösung für dieses Abfallproblem, da durch die Arbeit mit dem Anstieg von kontaminierten Wasser immer mehr Schutzanzüge gebraucht werden.

Bis August haben rund 5.800 Arbeiter Bauarbeiten durchgeführt, Schutt beseitigt und Aufräumarbeiten gemacht. Sie alle tragen Anzüge, um vor der Strahlung geschützt zu sein. Die Masken und Schuhe können gereinigt und wieder verwendet werden, aber die Tyvek Overalls, dreilagige Handschuhe, zweilagige Socken und andere Ausrüstungsgegenstände müssen entsorgt werden. Sie alle kamen mit kontaminiertem Wasser, Schutt oder Erde in Berührung, sodass sie als radioaktiver Abfall einzustufen sind.

Schutzkleidung wird an acht Standorten am Areal in Container gefüllt. Dies erfuhr in den vergangenen sechs Monaten einen enormen Anstieg, nämlich um etwa 1.000 Kubikmeter pro Monat.

Im Dezember 2012 richtete Tepco ein Ansuchen an die japanische Regierung, eine Verbrennungsanlage errichten zu können. Diese soll im Norden des Areals, bei Reaktor 6, gebaut werden, damit die Abfallmenge reduziert werden kann. Ursprünglich sollte diese Anlage Ende 2014 in Betrieb genommen werden. Im Juli gab Tepco aber bekannt, dass sie ihr Hauptaugenmerk auf das kontaminierte Wasser richten wolle. Die Inbetriebnahme der Verbrennungsanlage wird nach derzeitigem Stand im Oktober 2015 erfolgen.

Dennoch bleibt unklar, wie die Verbrennungsanlage die Mengen an radioaktivem Abfall wird bewältigen können, die täglich anfallen.

Nach Berechnungen, die Tepco der Atombehörde präsentierte, könnte die Verbrennungsanlage etwa 960 Kubikmeter pro Monat verbrennen, was ungefähr der Menge entspräche, die während eines Monats neu anfällt. Es wird erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten im Werk weiter zunehmen wird und somit werden die Berge an kontaminiertem Abfall weiter anwachsen.

Discarded protective suits piling up at Fukushima nuclear plant

Mountains of discarded suits designed to protect workers from radiation at the Fukushima No. 1 Nuclear Power Plant are piling up as low-level radioactive waste.As of the end of September, 33,300 cubic meters of discarded suits were stored on the plant’s premises — enough to fill about 70 25-meter swimming pools.Plant operator Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) plans to start burning the discarded suits at an incineration facility next autumn, about half a year later than originally planned, but it’s possible the facility won’t be able to keep up with the amount being discarded. In the meantime, it seems the company has no immediate solution to the problem of waste being produced as an offshoot of work to deal with mounting volumes of radioactive water.

As of August, roughly 5,800 workers on average were engaged in construction work and the handling of debris at the disaster-hit nuclear power plant each day. All such workers wear suits to protect them from radiation. Masks and protective footwear can be washed and used again, but the workers’ Tyvek coveralls, triple-layered gloves, double-layered socks and other such items are discarded. Sometimes the items are tainted with contaminated water or soil, so they are treated as radioactive waste.Protective clothing is stuffed into containers in eight locations on the plant, and over the past six months it has been piled up at the rate of roughly 1,000 cubic meters per month.

In December 2012, TEPCO applied to the government to build a new incineration facility on the north side of the plant’s No. 6 reactor, enabling it to reduce the amount of waste several dozen-fold Initially the company planned to have the facility running at the end of this fiscal year, but it postponed the plans in July this year, deciding to give priority to the handling of contaminated water. Operation of the new facility was subsequently delayed until October 2015.Still, it remains unclear whether the incineration facility could handle the amount of discarded items being generated each day.

Under calculations that TEPCO presented to the Nuclear Regulation Authority, the incineration facility could process about 960 cubic meters a month, roughly the same as the amount being produced during that period. It is expected that the number of workers at the plant will continue to increase, and as the situation stands, waste will only continue to build up at the plant. November 04, 2014 (Mainichi Japan)

Netzfrau Lisa Natterer>

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Welt im Würgegriff online, Logo

2.12.2014: <AKW-Explosion in Lüttich – knatternde Geigerzähler in Köln>

aus: Welt im Würgegriff online; 2.12.2014;
http://wiw.adpo.org/akw-explosion-in-luettich-knatternde-geigerzaehler-in-koeln/

<Gerhard Schneider

” Tolle Bescherung ” bereits zum 1. Advent ! Das belgische Atomkraftwerk Lüttich nahe Aachen ist heute in die Luft geflogen !!! Die Behörden spielen wieder mal alles runter und täuschen uns Bürger, daß diese Explosion im AKW Lüttich nicht im Kernkraftreaktor gewesen wäre. Aber wo dann; sagen die Behörden auch nicht. Wo kann schon in einem AKW eine Explosion mit einem Atompilz-Feuerball stattfinden ??? Im AKW-Briefkasten ? In der AKW-Steckdose ? Oder wo ?

Ist also völliger Blödsinn, was da die Behörden dumm rum sabbern von wegen keine Gefahr nach dieser AKW-Explosion in Lüttich. Bereits in Köln knattern die Geigerzähler ! Und mit dem nächsten Westwind: dann gute Nacht Deutschland !

Und wenn der größte Teil der radioaktiven Brandasche über Belgien in Richtung Atlantik weht, dann hätte zwar Mitteleuropa diesen atomaren Supergau einigermaßen unbeschadet überstanden. Aber für viele Belgier bedeutet dieser Atompilz über Lüttich den Tod. Und der Rest von Belgien wird zur Groß-Onkologie mit Millionen Krebsopfern.

Hatte die EU noch nicht genug von Tschernobyl ? Noch nicht genug von Fukushima ? Noch nicht genug von radioaktiv für tausende Jahre verseuchten Stränden an der englischen Westküste ? Wieviel solcher Kernbrüter sollen noch explodieren und abfackeln, bis diese Politbratzen endlich kapieren, daß die Kernenergie ein Teufelszeug und nicht beherrschbar ist ?!?!?

Ach wie tönten noch vor einem Jahr die EU-Politiker, daß all die “supermodernen” AKW´s bombensicher wären ?!??! So bombensicher wie der heutige Atompilz über Lüttich ????

Wir fordern: schaltet sofort in ganz Europa all dieses AKW-Teufelszeug ab ! Oder wollt ihr die gesamte europäische Bevölkerung ausrotten ? Vegiftete Flüsse, verseuchte Böden, radioaktive Luft – was wollt ihr Dummbratzen da in der EU-Politik noch alles den Menschen antum mit eurer Blödheit und eurem kranken Wachstumswahn ? Geht in die Psychiatrie, wo ihr hingehört und sabbert da die Psychiater mit eurem Wachstumswahn weiter voll !

Jetzt ist die (End-)Zeit gekommen, das kranke Politiker-Geplärr vom manischen Wirtschaftswachstumswahn zu beenden ! Wir fordern den Stop dieser Teufelsspirale ! Eure Politiker-Lügen vom “gefahrlosen Wachstum”, für das diese schnellen AKW-Brüter gebraucht werden, haben ausgespielt !

Wir brauchen dieses tödliche Wirtschaftswachstum nicht ! Was wir brauchen, ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen, was diesen ganzen Zerstörungswahn von Umwelt, Menschn und Natur beendet !!! Handelt jetzt !!!
Mitteleuropa steht mit der heutigen Atomkatastrophe von Lüttich vor der atomaren Endzeit!

Reaktor in Tihange nach Explosion abgeschaltet

Lüttich 30. November 2014 – Marc Heckert – Aachener Zeitung

Das belgische Kernkraftwerk Tihange ist am Sonntag nach einem Brand teilweise abgeschaltet worden. Archivbild: dpa

Nach einem gravierenden Unfall ist am Sonntag ein Reaktorblock des belgischen Kernkraftwerkes Tihange bei Lüttich abgeschaltet worden. In einem Umspannwerk in der Anlage rund 70 Kilometer westlich von Aachen war nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen. Damit ist mehr als die Hälfte der Reaktoren des Landes ausgefallen – in den Medien wird Angst vor Stromausfällen geäußert.

Das Feuer sei gegen 10.30 Uhr ausgebrochen, berichtet das Nachrichtenportal Sudpresse.be. Eine halbe Stunde zuvor habe es einen Defekt bei einem der drei Transformatoren des Kraftwerks gegeben. Nach dem Zwischenfall sei der Reaktor automatisch heruntergefahren gefahren worden, gab der Bürgermeister der Stadt Huy Alexis Housiaux bekannt. Der Brand sei außerhalb der Nuklearanlagen des Kraftwerks ausgebrochen, die Situation sei unter Kontrolle.

Belgische Medien veröffentlichten Bilder und Videos, auf denen das Feuer in den elektrischen Anlagen auf dem Kraftwerksgelände erkennbar ist. Einsatzkräfte der Feuerwehr von Huy löschten brennende Kabel. Am frühen Nachmittag waren keine Flammen mehr zu sehen.

Für die Belgier könnte der Unfall ernsthafte Folgen nach sich ziehen. Wie lange der Reaktor, dessen Leistung mit 1048 Megawatt angegeben wird, abgeschaltet bleiben wird, stand zunächst nicht fest. Die Zeitung Het Laatste Nieuws zitierte eine Sprecherin des belgischen Betreibers Electrabel, dass der Block nicht vor Dienstagmorgen wieder betriebsbereit sein werde. Dies sei aber nur die allererste Schätzung. Im Laufe des Sonntages wollten sich die Mitarbeiter des Stromkonzerns Klarheit über die Ursache des Zwischenfalls und das Ausmaß der Schäden verschaffen.

Die Sprecherin betonte, alle Sicherheitsprozeduren seien ordnungsgemäß abgelaufen. Zu keiner Zeit habe eine Gefahr für die Mitarbeiter oder die Bewohner der umliegenden Ortschaften bestanden. Erste Untersuchungen deuteten auf eine technische Ursache des Brandes hin.

Tihange liegt bei Huy westlich von Lüttich und ist das Aachen nächstgelegene Kernkraftwerk. Die in die Jahre gekommene Anlage sorgt immer wieder für Schlagzeilen und war zuletzt wegen Tausender von Haarrissen im Reaktorkern zeitweise vom Netz.

Mit der Abschaltung von Block 3 ist mittlerweile der vierte Reaktor der einzigen beiden belgischen Kernkraftwerke Tihange und Doel außer Betrieb, schreibt die Zeitung L’ Avenir. Die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 sind aufgrund der Haarrisse immer noch abgeschaltet, während Doel 4 nach einem Sabotageakt im August heruntergefahren werden musste.

Jeder der ausgefallenen Reaktoren hat eine Leistung von über 1000 Megawatt. In Betrieb sind nun nur noch die drei kleinsten und ältesten Reaktoren Tihange 1 sowie Doel 1 und 2, deren Leistung teilweise nicht einmal halb so hoch wie die der ausgefallenen Blöcke ist.

Bereits vor dem Zwischenfall gab es in Belgien Sorgen, ob die Stromversorgung des Landes im Winter garantiert sei. Anstehende Wartungsarbeiten an den Kraftwerken waren bereits verschoben worden. Durch den Ausfall von Tihange 3 hat sich die Situation deutlich verschlechtert. Ob und wie das Land seinen Engergiebedarf in den kommenden Wochen und Monaten decken kann, ist noch offen.

Die Lage scheint buchstäblich angespannt zu sein: Der Stromnetzbetreiber Elia gab unmittelbar nach dem Vorfall auf seinem Twitterkanal bekannt, für den Rest des Sonntages seien keine Engpässe zu befürchten. Am Wochenende ist die Netzauslastung allerdings stets deutlich geringer als an Werktagen. Der Bedarf für die kommenden Tage werde mit Hochdruck ermittelt.>

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News top aktuell online, Logo

16.2.2016: <Gesamter Pazifik radioaktiv verseucht> - der Pazifik ist tot, ist eine Müllhalde, Fische sind radioaktiv verseucht, bluten aus Augen und Kiemen etc. - verseuchte Fischfanggebiete
https://newstopaktuell.wordpress.com/2016/02/16/gesamter-pazifik-radioaktiv-verseucht/

Die nuklearen Katastrophen im japanischen Fukushima geraten bereits wieder in Vergessenheit. Das sollten sie aber keinesfalls, denn die Sache ist nämlich die:

Im Pazifik befindet sich eine riesengroße Blase mit radioaktiv verseuchten Wasser aus Fukushima, welche für erhebliche Schäden sorgt.

300 Tonnen hochradioaktives Wasser fließen täglich bis zur Stunde in ´s Meer.

Das Wasser aus den leckenden Tanks auf dem Kraftwerksgelände hat nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco Strahlenbelastungen von 100 Millisievert pro Stunde.

Das ist der Strahlungswert, den ein Mitarbeiter in einem japanischen Atomkraftwerk innerhalb von 5 Jahren abbekommen darf.

Das ausgetretene Wasser enthält unter vielem, vielem anderen Strontium, welches Wissenschaftler gerne als „Knochenkiller“ bezeichnen.

Strontium schädigt das Knochenmark und kann Leukämie auslösen.

Hält sich ein Mensch nur eine Stunde direkt neben diesem Wasser auf, treten nach zehn Stunden erste Anzeichen der Strahlenkrankheit auf: Übelkeit und ein Rückgang der weißen Blutkörperchen.

Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, hat dieses stark belastete Wasser eine riesige Blase gebildet.

Nach Untersuchungen der Strömungsverhältnisse im Pazifischen Ozean hat das gravierende Folgen für den gesamten Pazifikraum und die angrenzenden Küstengebiete.

Fische bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln

Entlang der Pazifikküste Kanadas und Alaskas ist die Population des Rotlachses auf ein historisches Tief gesunken.

Entlang der kanadischen Westküste erkranken Fische: Sie bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln.

Experten schätzen, dass sich die Radioaktivität der Küstengewässer vor der US-Westküste in den nächsten Jahren verdoppeln wird.

In Kalifornien stellten Wissenschaftler bei einer Untersuchung von 15 Blauflossen-Thunfischen fest, dass alle durch radioaktive Stoffe aus Fukushima kontaminiert waren.

Experten haben im Plankton zwischen Hawaii und der Westküste der USA sehr große Mengen von Cäsium 137 gefunden. Plankton ist der Beginn der maritimen Nahrungskette.

Nach einer Simulation des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel werden bis zum Jahre 2020 auch die entlegensten Winkel des Pazifischen Ozeans mit größeren Mengen radioaktiver Stoffe verseucht sein.

100-mal so viel wie Tschernobyl

Was in den achtziger Jahren in Tschernobyl passierte (Super-GAU), war bereits eine Katastrophe unfassbaren Ausmaßes. Fukushima hat das bei weitem übertroffen!

Forscher am Meteorologischen Forschungsinstitut der japanischen Behörde für Meteorologie schätzen, dass täglich radioaktive Elemente mit einer Aktivität von jeweils 30 Milliarden Becquerel in den Pazifik gelangen.

Zur Information: 30 Milliarden Becquerel bedeutet 30 Milliarden radioaktive Zerfälle pro Sekunde.

Tepco gibt an, dass seit Beginn der Fukushima-Katastrophe radioaktives Tritium mit einer Aktivität zwischen 20 und 40 Billionen Becquerel ins Meer gelangt ist.

Es wird geschätzt, dass durch Fukushima bis zu 100 Mal so viel radioaktive Strahlung in den Ozean freigesetzt wurde und noch immer freigesetzt wird, wie während der gesamten Katastrophe von Tschernobyl.

Es ist eine Wette auf die Zukunft. Tepco hat bereits mehr als 1000 Tanks auf dem Gelände der Atomruine und in den Bergen um Fukushima errichtet, in denen das verseuchte Kühlwasser gespeichert wird – und der Zustand dieser Tanks ist eine einzige Katastrophe.

„Ich muss klar sagen, dass wir schludrig gearbeitet haben.“

Was kein Wunder ist, denn es musste ja schnell gehen, nach der Atomkatastrophe vom 11. März 2011.

Ein Zeuge dieser Flickschusterei ist der Automechaniker Yoshitatsu Uechi, der im Auftrag von Tepco sechs Monate am havarierten AKW Fukushima gearbeitet hat.

Seine Aufgabe: Tanks zusammenbauen! Im Eiltempo!

„Ich muss klar sagen, dass wir schludrig gearbeitet haben. Wahrscheinlich lecken die Tanks deshalb“, sagte der 48-Jährige und ergänzt: „Jedes Mal, wenn hier die Erde ein bisschen bebt, bricht mir der Schweiß aus.“

Wenn er dann erzählt, dass etwa der Rostschutz auf Nieten und Schweißnähten nicht wie vorgeschrieben unter trockenen Bedingungen aufgebracht wurden, sondern bei Regen und Schneefall, versteht man die Sorge des Automechanikers.

Er berichtet, dass schon radioaktives Wasser in die Tanks gefüllt worden ist, bevor diese überhaupt fertig waren.

„Die Qualität ist an der absoluten Untergrenze“

Ebenso unfassbar: Die Dichtheitsprüfungen der Tanks wurden bei Regen durchgeführt.

„Wir waren in einer Notsituation und mussten viele Tanks so schnell wie möglich bauen“, rechtfertigt Teruaki Kobayashi von Tepco die unorthodoxe Dichtheitsprüfung der Tanks und gibt zu: „ihre Qualität ist an der absoluten Untergrenze.“

Auf dem Gelände des Kraftwerks werden derzeit rund 370 000 Tonnen radioaktiv kontaminierten Wassers gelagert.

Etwa ein Drittel davon befindet sich in Stahltanks mit gummierten Nähten, die mit Bolzen geschlossen werden. Ein absolutes Provisorium.

Bis März 2016 will die Verbrecherfirma Tepco diese Provisorien komplett gegen robustere Tanks ausgetauscht haben.

Auch will man die Speicherkapazität für das kontaminierte Wasser auf 800 000 Tonnen erhöhen. Was davon in die Tat umgesetzt wird, kann bestenfalls geraten werden.

Unterdessen wird die radioaktive Wasserblase nicht nur größer und größer, sondern auch tödlicher, da nach wie vor jeden Tag hunderte Tonnen hochradioaktives Wasser in den Pazifik nachfließen.

The Ocean is Broken

Über 98% des Meeresbodens sind ca. 240 km von Kalifornien entfernt mit abgestorbenen Organismen bedeckt.

„Nachdem wir Japan verlassen hatten, fühlte es sich an, als ob das Meer selbst tot wäre.

Was fehlte, waren die Schreie der Seevögel, die auf allen früheren ähnlichen Fahrten das Boot umgeben hatten. Die Vögel waren nicht da, weil die Fische fehlten.

Vor exakt 10 Jahren, als der Newcastle-Segler Ivan Macfadyen genau den gleichen Kurs von Melbourne nach Osaka segelte, war alles, was er tun musste, um einen Fisch aus dem Meer zwischen Brisbane und Japan zu fangen, eine Köder Leine auswerfen.

„Es gab nicht einen der 28 Tage auf der Reise, wo wir keinen großen Fisch fingen, den kochten und mit Reis aßen“, erinnerte sich Ivan Macfadyen.

Dieses Mal fingen wir auf der gesamten langen Reise nur zwei Exemplare. Keine Fische. Keine Vögel. Kaum ein Zeichen von Leben überhaupt.

Wir sahen einen Wal, der irgendwie hilflos an der Oberfläche herum rollte mit etwas, das aussah, wie ein großes Tumorgeschwür auf seinem Kopf. Es war ziemlich widerlich.

In meinem Leben habe ich viele Kilometer auf dem Meer zurückgelegt und dabei Schildkröten, Delphine, Haie und große Schwärme fischender Vögel gesehen.

Dieses Mal habe ich auf einer 3.000 nautischen Meilen langen Fahrt so gut wie nichts Lebendiges zu sehen bekommen.

Anstelle des fehlenden Lebens aber Müll in erstaunlichen Mengen“, schilderte Macfadyen seine Fahrt auf dem Meer.

„Ein Teil dieses Mülls sind die Folgen des Tsunamis, der Japan 2011 getroffen hat. Es gibt Müll in allen Größen – von Plastik-Trinkflaschen, bis zu Autos und Lastwagen.

Plastik war allgegenwärtig. Flaschen, Taschen und jede Art von Wegwerf-Gütern des Haushalts, die man sich nur vorstellen kann – von zerbrochenen Stühlen, bis zu Schaufeln, Spielsachen und Geschirr.

Wir sahen einen Fabrikschornstein aus dem Wasser ragen, mit einer Art von Kessel-Anhang unter dem Wasserspiegel baumelnd.

Wir haben alle diese Trümmer umrundet. Es war, als würden wir durch eine riesige Müllhalde segeln“.

Zurück in Newcastle setzt sich Macfadyen noch immer mit dem Schock und Horror der Reise auseinander. „Das Meer ist kaputt”, sagte er und schüttelte den Kopf – fassungslos und erschüttert.

Verseuchte Fanggebiete

Auf dieser Karte sehen Sie die weltweiten Fischfanggebiete, welche wie folgt heißen:
[definiert von der Food and Agriculture Organization (of the UN)]:

18 Arktisches Meer
21 Nordwestatlantik
27 Nordostatlantik
31 Westlicher Zentralatlantik
34 Östlicher Zentralatlantik
37 Mittelmeer und Schwarzes Meer
41 Südwestlicher Atlantik
47 Südöstlicher Atlantik
48 Antarktischer Atlantik
51 Westlicher Indischer Ozean
57 Östlicher Indischer Ozean
58 Antarktischer Indischer Ozean
61 Nordwest-Pazifik
67 Nordost-Pazifik
71 Westlicher Zentralpazifik
77 Östlicher Zentralpazifik
81 Südwest-Pazifik
87 Südost-Pazifik
88 Antarktischer Pazifik

Folgende Fanggebiete sind durch die nuklearen Katastrophen Fukushimas bisher radioaktiv kontaminiert:

61 Nordwest-Pazifik
67 Nordost-Pazifik
71 Westlicher Zentralpazifik
77 Östlicher Zentralpazifik
81 Südwest-Pazifik
87 Südost-Pazifik
88 Antarktischer Pazifik

Karte des Pazifik: Radioaktive Fischfanggebiete 2016
Karte des Pazifik: Radioaktive Fischfanggebiete 2016

Was bedeutet das für die deutschen Konsumenten?

Das bedeutet, dass man Produkte nicht mehr kaufen und schon gar nicht essen sollte, die aus den kontaminierten Fanggebieten stammen.

So ´was hier…

Radioaktive Fischstäbchen aus dem Pazifik aus dem Fischganggebiet 67
Radioaktive Fischstäbchen aus dem Pazifik aus dem Fischganggebiet 67

lässt man besser im Laden.

Wie reagieren Frosta, Iglo und Co?

Frosta führt laut eigenen Angaben selbst Radioaktivitätsmessungen durch, um die Verbraucher vor kontaminiertem Fisch zu schützen.

Na davon sind wir doch alle überzeugt, da die Nahrungsmittelmafia ja „stets das Wohl der Konsumenten im Kopf hat“, und nicht etwa Profitmaximierung bis dorthinaus.

Auf ehemalige Nachfrage bei Iglo antwortete das Unternehmen, dass „seine Fischfanggebiete tausende von Kilometern von der Unglücksstelle entfernt seien und daher keine Probleme die Sicherheit betreffend erwartet werden”.

Iglo plante einst eine repräsentative Stichprobe auf Radioaktivität. Wie bitte? EINE Stichprobe? Da hat sich ja wohl hoffentlich nur jemand falsch ausgedrückt.

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche werden von den Weltmeeren bedeckt. Dummerweise hängen die alle irgendwie zusammen.

Mit anderen Worten: Das in Fukushima in den Pazifik fließende „Restrisiko“, in Form von hochradioaktiven Wasser, wird im Laufe der Zeit sämtliche Weltmeere kontaminieren.

Immer wieder sich die Frage doch stellt: Warum laufen die Verantwortlichen derart unermesslicher Schäden eigentlich noch frei ´rum?

Auch diese Frage muss immer wieder gestellt werden: Warum laufen diese Todesmaschinen (Kernkraftwerke) noch immer?!

Und nicht vergessen! „Atomkraftwerke sind sicher.“

TODSICHER!

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Biblis (Deutschland) 1.6.2017: Rückbau eines AKW soll 15 Jahre dauern (!!!)
Abbau des AKW Biblis hat begonnen
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Abbau-des-AKW-Biblis-hat-begonnen-3732081.html

Andreas Wilkens

Innerhalb von 15 Jahren sollen die Anlagenteile des Kraftwerks so weit zurückgebaut werden, dass die Gebäude und das Gelände aus dem Atomgesetz entlassen werden können.

Der Abbau des stillgelegten Atomkraftwerks im hessischen Biblis hat am Donnerstag mit Vorbereitungen zum Einrichten der Baustelle begonnen. Geplant sei eine Rückbauzeit von 15 Jahren, teilte RWE Power mit. Innerhalb dieser Zeit sollen die Anlagenteile so weit zurückgebaut werden, dass die Gebäude und das Gelände aus dem Atomgesetz entlassen werden können. Das AKW war 2011 nach der Katastrophe von Fukushima erst für drei Monate und dann ganz abgeschaltet worden.

Das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde hatte für den Abbau Ende März die Genehmigung erteilt. Dagegen hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof geklagt. Er bemängelt unter anderem, der höchstmögliche Schutz der Bevölkerung vor zusätzlicher radioaktiver Belastung sei nicht gewährleistet. Nötig seien niedrigere Strahlenschutz-Grenzwerte. Beim Abriss entstünden große Mengen radioaktiven Abfallmaterials. Das werde als nicht radioaktiv umdeklariert und lande auf Deponien, in Müllverbrennungsanlagen oder als Recyclingmaterial in Gegenständen.>

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15.6.2017: Genügend Sonnenenergie und Windenergie - Atomenergie braucht es nicht mehr
Atomkraft: AKW werden nicht mehr benötigt
https://www.heise.de/tp/news/Atomkraft-AKW-werden-nicht-mehr-benoetigt-3743896.html

<Solar- und Windenergie haben schon wieder einen neuen Rekord aufgestellt

Am 7. Juni dürfte es einen neuen Rekord bei der Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom gegeben haben. Nach Angaben des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) wurden an diesem Tag um die Mittagszeit 54,02 Gigawatt (GW) von Solar- und Windkraftanlagen ins Netz eingespeist. Das waren beachtliche 68,9 Prozent der Nettostromproduktion zu dieser Zeit, während Wasser- und Biogaskraftwerke weitere knapp sechs Prozent beitrugen.

Insgesamt hat der Beitrag der Erneuerbaren zur Nettostromerzeugung der deutschen Kraftwerke im öffentlichen Netz in der vergangenen Woche 49,7 Prozent beigetragen, wie die vom Fraunhofer ISE zusammengetragenen Daten zeigen. Nettoerzeugung heißt in diesem Fall Stromproduktion der Kraftwerke abzüglich des Eigenverbrauchs, der in AKW bei 5,5, in Braunkohlekraftwerken bei 7,1, in Steinkohlekraftwerken gar bei 8,3 und in Gaskraftwerken 3,4 Prozent liegt.

Der Anteil der Erneuerbaren in der vergangenen Woche stellte für dieses Jahr den drittbesten Wert da. Im Durchschnitt lag der Grünstromanteil an der Nettoproduktion 2017 bisher bei 37,3 Prozent. Zieht man die 22,4 Milliarden Kilowattstunden ab, die von Januar bis Mitte Juni netto exportiert wurden, dann ergibt sich sogar ein Anteil der Erneuerbaren von knapp 42 Prozent an der für den Inlandsbedarf gedachten Nettostromproduktion.

Rein rechnerisch haben übrigens in diesem Jahr die AKW meistens für den Export gearbeitet. Sie speisten bis Mitte Juni 28,39 Milliarden Kilowattstunden ins Netz ein. Das waren nur rund sechs Milliarden Kilowattstunden mehr, als unterm Strich ins Ausland flossen. Derweil waren im besagten Zeitraum die Gaskraftwerke nur zu durchschnittlich 16 Prozent ausgelastet und zu keinem Zeitpunkt mehr als zu 42 Prozent ausgelastet.

Letzteres war am 24. Januar, an einem Tag mit besonders wenig Wind. Zwischen 13 und 14 Uhr lieferten Windkraftanlagen nur 1,29 und Solaranlagen auch lediglich 1,47 GW Leistung. Tatsächlich gab es um diese Zeit für wenige Stunden einen Nettoimport von Strom. Der dürfte allerdings weniger technische, denn monetäre Gründe gehabt haben. Denn selbst zu dieser Zeit blieben rund 17 GW an Gaskraftwerkleistung ungenutzt. Diese hätte sowohl das Importsaldo von 0,44 GW ausgleichen als auch die mit 7,64 GW einspeisenden AKW ersetzen können.

Mit anderen Worten: Die AKW werden nicht mehr gebraucht und könnten sofort abgeschaltet werden. Das würde nicht nur das von ihnen ausgehende Risiko vermindern, sondern künftigen Generationen auch die Sorge um etliche Tonnen hochradioaktiven Müll ersparen.>

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n-tv              online, Logo

Fuck You Shima 11.10.2017: Fukushima-Anwohner erhalten gemäss Bezirksgericht eine Entschädigung von je knapp 2800 Euro zugesprochen
Staat und Betreiber verurteilt: Fukushima-Anwohner werden entschädigt
http://www.n-tv.de/politik/Fukushima-Anwohner-werden-entschaedigt-article20075393.html

"Unter den Folgen des Reaktor-Unglücks von Fukushima leiden noch Tausende. Ein Gericht urteilt jetzt: die Regierung hätte die Katastrophe vorhersehen können - und verhindern. Regierung und Akw-Betreiber Tepco sollen deshalb Entschädigungen zahlen.

Die japanische Regierung hätte nach Ansicht eines Gerichts die Atomkatastrophe von Fukushima vorhersehen und verhindern können. Das Bezirksgericht von Fukushima verurteilte die Regierung und den Akw-Betreiber Tepco zu Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt umgerechnet 3,8 Millionen Euro für Anwohner. Pro Kopf sollen diese demnach bis zu knapp 2800 Euro erhalten.

Rund 3800 Bürger hatten vor dem Gericht die größte von rund 30 laufenden Sammelklagen gegen den Staat und Tepco angestrengt. Sie forderten eine monatliche Entschädigung von 50.000 Yen (380 Euro), bis die Strahlung auf den Stand vor dem Gau in Folge eines Erdbebens und Tsunamis im März 2011 gesunken ist. Monatliche Entschädigungszahlungen lehnten die Richter jedoch ab.

Es ist das dritte Urteil gegen Tepco. Bereits im März hatte ein anderes Gericht in Maebashi sowohl die Regierung als auch Tepco für das Unglück verantwortlich gemacht. Im September wies das Bezirksgericht von Chiba bei Tokio dagegen allein dem Akw-Betreiber die Verantwortung zu.

Im Atomkraftwerk von Fukushima war infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis im März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Drei der sechs Reaktoren wurden bei der Katastrophe zerstört, das Gebiet im weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht und ist seither unbewohnbar. Es war die größte Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986. Seither verklagten rund 12.000 Anwohner Tepco und die japanische Regierung auf Entschädigung. Seit Juni läuft zudem ein Strafverfahren gegen drei frühere Tepco-Manager.

Quelle: n-tv.de , ftü/AFP/dpa"

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Shortnews online, Logo

20.12.2017: "Tschernobyl: Sarkophag kann nicht fertiggestellt werden, Strahlung zu hoch"
http://www.shortnews.de/id/1234111/tschernobyl-sarkophag-kann-nicht-fertiggestellt-werden-strahlung-zu-hoch

"Bis zum Ende des Jahres sollte ein neuer Sarkophag um den verstrahlten Atomreaktor von Tschernobyl gelegt werden, doch die Fertigstellung verzögert sich nun.

Grund dafür ist, dass die Strahlung an der alten Bausubstanz immer noch zu hoch ist. Arbeiter könnten deshalb nur "zeitlich nur eingeschränkt" dort eingesetzt werden.

Zum Reaktorunglück in Tschernobyl war es 1986 gekommen, damals wurde schnell eine Schutzhülle über die Atomruine gelegt, die jedoch nur maximal 30 Jahre hielt. Nun muss dringend ein Ersatz her."

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20.2.2018: Japan verwendet radioaktiven Seetang aus Fukushima für die Sojaherstellung
Seetang aus Fukushima zum Verzehr? Japan ist auf dem besten Weg, die Erde mit der von Menschen gemachten Strahlung zu töten! Japan Ships First Seaweed, Farmed 6 Miles from Fukushima Meltdowns- Japan is well on its way to killing earth with man made radiation!
https://netzfrauen.org/2018/02/20/56050/

<Algen zur Soja-Herstellung aus einer Farm in unmittelbarer Nachbarschaft des „Unglücks“-Reaktors von Fukushima?

Glaubt wirklich jemand, dass man dieses unbedenklich essen kann? Es fließen dort doch noch immer täglich tausende Liter radioaktiv verseuchtes Grundwasser ins Meer. Nur sieben Jahre nach einer katastrophalen dreifachen nuklearen Kernschmelze, wird in der japanischen Präfektur Fukushima erneut grüner Seetang als Lebensmittel geerntet und verschifft.

Japan hat kein Recht, Seetang oder irgendetwas anderes vom radioaktivsten Ort der Erde zu ernten. Der Fukushima-Seetang wird hauptsächlich in Konserven verwendet und ist in Soja-Soße aus demselben Gebiet eingekocht. Warum müssen sie etwas so Krankes tun, warum sollte jemand freiwillig in die Nähe gehen wollen, geschweige denn von dort etwas essen? Japan ist auf dem besten Weg, die Erde mit der von Menschen gemachten Strahlung zu töten!

Ein Artikel in der Japan Times zitierte „Beamte“ mit der Aussage, die Seegraswiesen hätten Strahlungspegel weit unterhalb der Sicherheitsgrenze. Lokale Genossenschaftsmitglieder glauben, dass der Seetang bereit ist, verarbeitet und gegessen zu werden, aber viele Verbraucher sind sich da nicht sicher.

Die Testfarm, von lokalen Fischern,  ist nur etwa 10 Kilometer vom zerstörten Atomkraftwerk entfernt.

„Matsukawara green laver (essbarer grüner Seetang) hat einen guten Duft“, sagte Yuichi Okamura, ein 62-jähriges Mitglied einer lokalen Fischereikooperative gegenüber der Japan Times . „Es ist so schön, wie vor der Katastrophe.“

Wussten Sie, dass die EU bereits reagierte und im Rahmen des Freihandelsabkommen die Importbeschränkungen aus Fukushima lockerte? Seit Beginn der Fukushima-Katastropheströmt hochradioaktives Wasser in den Pazifik und weiteres kommt hinzu, denn wie wir schon mehrfach berichteten, stellen weiterhin die gewaltigen Wassermassen und deren Entsorgung ein großes Problem dar. Das Gelände ist mit Tanks übersät, in denen Millionen Liter verstrahlten Grund- und Kühlwassers lagern. Nach mehr als sechs Jahre, nach der Katastrophe haben 25 Länder das Verbot vollständig aufgehoben und auch die Europäische Union nach längeren Diskussionen die Vorschriften weiter gelockert und ihre Sicherheitsanforderungen für Reis aus Fukushima abgeschafft, obwohl im September 2017 das EU-Parlament sich gegen eine Lockerung für Lebensmittelimporte aus Fukushima ausgesprochen hatte. Siehe EU und Japan schließen weltweit größtes „strahlendes“ Freihandelsabkommen ab – EU and Japan finalise world’s biggest bilateral trade deal

Ungefähr 754 Kilogramm (1659 Pfund) Seetang aus der Aquafarm wurden, nachdem sie getrocknet, Kieselsteine ​​und andere Schmutzteilchen entfernt wurden,  zu örtlichen Verarbeitern transportiert. Es wird hauptsächlich für Sojasauce verwendet und ist anfangs nur lokal erhältlich.

Da die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) versucht, das Kernkraftwerk stillzulegen, hat sie zugegeben, dass verunreinigtes Wasser, das in den Boden sickert, Probleme verursacht hat. The Independent berichtete am 2. Februar 2018: „Das Energieunternehmen fand eine Strahlenbelastung von acht Sievert pro Stunde, während 42 Einheiten auch außerhalb seiner Fundamente gemessen wurden.“

„Obwohl die Strahlungswerte hoch sind, ist eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit sehr unwahrscheinlich, denn außer den Arbeitern auf der Baustelle geht niemand dorthin“, sagte Richard Black, Direktor von Energy and Climate Intelligence Unit The Independent .

Nicht alle stimmen jedoch mit Blacks Einschätzung der Situation überein. Der  deutscher Energie- und Atompolitikberater und Herausgeber des „World Nuclear Industrie Status Report“ Mycle Schneider sagte gegenüber The Independent, er sehe die Möglichkeit eines „globalen“ Desasters.

„Dies kann zu jeder Zeit problematisch werden, wenn es den Ozean verunreinigt. Es gibt keine lokale Kontamination, der Ozean ist global, und alles, was in den Ozean fließt, geht an alle“, sagte Schneider. „Es muss klar sein, dass dieses Problem nicht weg ist, das ist nicht nur ein lokales Problem. Es ist eine sehr wichtige Angelegenheit. „

Im Ort Iitate, Landkreis Sōma in der Präfektur Fukushima, ist die Strahlung deutlich gesunken. Doch schon nach ein paar Schritten in den Wald, steigt sie um das Achtfache, Twitterte ein User:


Iitate gehörte lange zur Roten Zone um Fukushima. Noch immer wird kontaminierte Erde abgetragen und in Säcke verpackt. Die Stadt sei wieder sicher, so „Beamte“. Doch noch immer gibt es Flecken mit zu hoher Strahlung.

Siehe: Während Fallout von Cäsium-137 aus Fukushima auf hawaiischen Böden: EU lockert Vorschriften für Lebensmittelimporte aus Fukushima-Tokyo 2020- IOC-Mitglieder bekommen Essen aus Fukushima & Co – New Study: Over a Trillion becquerels of Fukushima radiocesium fell on Hawaii

Trotz gegenteiliger Medienberichte ist keine Exposition gegenüber ionisierender Strahlung sicher. Laut einem 2005 veröffentlichten Bericht des National Research Council könnte jede Exposition zu Zellschäden und Krebs führen. EnviroNews hat wiederholt die Gefahr einer Strahlenexposition dokumentiert und andere Medienquellen aufgerufen, die immer wieder falsche Behauptungen aufgestellt haben, dass ionisierende Strahlung auf niedrigem Niveau sicher sei.

Für gewöhnlich kommt ionisierende Strahlung in so niedrigen Dosen vor, dass sie keine nachteiligen Folgen für die Gesundheit hat. Einige Folgen, insbesondere Krebserkrankungen, können jedoch später eintreten. Zur Minimierung der Gefahr legt diese im Dezember 2013 erlassene Richtlinie der Europäischen Union neue Sicherheitsnormen fest.

Woran denken Sie bei Fukushima? Genau, an eine der größten Katastrophen der Menschheit und jetzt soll alles weitergehen, wie bisher?>

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11.3.2018: Frankreich hat sich Atommüll organisiert - und werden ihn nie mehr los - statt Freie Energie zu installieren...
Frankreich: Ein Land versinkt im nuklearen Abfall
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Frankreich-Ein-Land-versinkt-im-nuklearen-Abfall

<Tobias Tscherrig / 11. Mrz 2018 - Frankreichs Atompolitik ist eine Sackgasse. Sie führt zu einer Vielfalt von nuklearen Abfalltypen. Die bestehenden Lager sind voll.

[Stresstest ab 2011 nicht bestanden]

58 Reaktoren beliefern die Französische Republik mit Strom. Nach der Katastrophe von Fukushima wurden sie im Rahmen von europaweiten Kontrollen überprüft. Das Ergebnis: Alle Reaktoren fielen negativ auf, jeder wies grössere Mängel auf. Selbst das beste französische Kernkraftwerk lag mit fünf Rügen weit unter dem europäischen Schnitt. Umweltverbände kritisierten den «Stresstest» der Anlagen, dieser habe grösstenteils nur auf dem Papier stattgefunden.

Auf Frankreichs Druck wurden in der gesamten EU nur 38 von 134 Kernkraftwerken inspiziert. Acht weitere Anlagen kamen dazu – nachdem es heftige Kritik gegeben hatte. Zusammen mit Grossbritannien ist Frankreich auch dafür verantwortlich, dass terroristische Anschläge und Cyberattacken aus dem Prüfkatalog gestrichen wurden. Erneut hagelte es Kritik.

2015 schienen sich die französischen Behörden zu besinnen. Sie erliessen ein Energiewendegesetz, mit dem der Anteil an Strom, der aus Kernkraftwerken gewonnen wird, bis 2025 von 75 auf 50 Prozent gesenkt werden sollte. Ein Ziel, das deutlich verfehlt wird. So gab Umweltminister Nicolas Hulot im November 2017 bekannt, der Teilausstieg aus der Atomenergie müsse um bis zu zehn Jahre nach hinten verschoben werden. Dies, weil es bislang keine klare Strategie gebe, wie die Reduktion des Atomstroms erreicht werden könne.

Frankreich hat den Atomausstieg verschlafen, dabei ist es im weltweiten Vergleich das Land mit dem höchsten prozentualen Anteil an erzeugtem Atomstrom.

Behörden vermehren Typen der radioaktiven Abfälle - [Versprechungen sind Politik, um das Atommüllproblem zu verschleiern]

Die Abhängigkeit Frankreichs von Atomstrom führt zu weiteren – teils kuriosen – Problemen. So verpasste sich Frankreich im Jahr 2006 per Gesetz eine Wiederaufbereitungspolitik. Im Gesetzestext sind radioaktive Stoffe als Stoffe deklariert, «bei denen ein späterer Gebrauch nach einer Behandlung vorgesehen ist». Damit hatten sich die französischen Behörden auf den Standpunkt gestellt, dass die Wiederaufbereitung von gebrauchten nuklearen Brennstoffen der einzige Weg ist und das eines Tages alle gebrauchten Brennstäbe wiederverwertet werden.

«Bis jetzt reichte es beinahe aus, zu versprechen, man werde die Brennstoffe wiederverwerten», sagt Yves Marignac, Direktor der von den Stromkonzernen unabhägigen WISE-Paris gegenüber «reporterre». «Dann werden die Brennstoffe als wertvoller Stoff angesehen.» Yannick Rousselet, Kampagnenbeauftragter «nuklear» bei Greenpeace ergänzt: «Das macht weder ökonomisch noch ökologisch Sinn.» Denn dafür bräuchte es eine Lösung, mit welcher das Material lange und in grösstmöglicher Sicherheit gelagert werden kann. Ein Problem, an dem sich die Behörden die Zähne ausbeissen.

Bei der Wiederaufbereitung und Umwandlung von atomaren Brennstoffen entstehen neue, hochgiftige Stoffe, die nicht mehr verwertet werden können. Mit der Installation der Wiederaufbereitungsindustrie vermehrten die französischen Behörden die unterschiedlichen Typen der radioaktiven Abfälle. Auch deshalb ist die Frage der radioaktiven Abfälle in Frankreich unüberschaubar geworden. Dazu kommt, dass die französischen Behörden und die involvierten Firmen lieber im Geheimen verhandeln, eine öffentliche Debatte findet – mangelnds Information – kaum statt.

Beispiel La Hague: Frankreichs Zwischenlager sind voll

Nach dem Gebrauch der nuklearen Brennstoffe lagern sie während einigen Jahren neben den Reaktoren in Wasserbecken. Erst dann sind sie transportfähig und werden in die Wiederaufbereitungs-Fabriken von La Hague gebracht. Die giftigen Abfallstoffe, die bei der Wiederaufbereitung entstehen, werden in Paketen versiegelt. Sie warten darauf, in den Tiefen von Cigéo, einem geplanten Zentrum für die Lagerung von radioaktiven Abfällen, auf ewig versenkt zu werden. Allerdings existiert noch keine Bewilligung für den Bau und den Betrieb von Cigéo, diese soll erst Mitte 2019 angefragt werden.

Deshalb bleiben die nuklearen Abfälle in den Wasserbecken von La Hague. Die Anlage besteht aus vier Becken, die zwischen den Jahren 1976 und 1985 erbaut wurden. Sie wird vom Industrie-Konzern Areva betrieben – und sie ist überlastet.

Die operationelle Lagerobergrenze liegt bei rund 12'350 Tonnen, Ende 2016 lagerten in La Hague bereits 9778 Tonnen radioaktive Abfälle. Damals schätzten Areva und die französische Elektrizitätsgesellschaft Élétricité de France SA (EDF), dass noch 7.4 Prozent der Lagerfläche übrig sind. Keine beruhigenden Zahlen – immerhin erreichen das Lager pro Jahr rund 150 Tonnen radioaktive Abfälle.

Atommülllager im AOC-Weinabbaugebiet

Das Problem der vollen Zwischenlager quält die französischen Behörden seit über 20 Jahren. Statt aber den Atomausstieg vorzubereiten, wurden die Becken in La Hague besser abgedichtet, worauf ihre zulässige Höchstbelastung beinahe verdoppelt wurde. Eine Lösung auf Zeit.

Im Jahr 2000 wurde auch die EDF mit der Tatsache konfrontiert, dass die Kapazitäten der Lagerungsbecken neben den 58 Reaktoren an ihre Grenzen stossen. Um die Kapazitäten zu erhöhen, wollte EDF die Becken ebenfalls besser abdichten. ASN, die französische Behörde für nukleare Sicherheit, erteilte keine Bewilligung. Also mussten andere Wege gefunden werden, vor allem, da die Sicherheitsbehörde die französische Elektrizitätsgesellschaft im Jahr 2011 beauftragte, ihren Umgang mit nuklearen Brennstoffen zu ändern. Zwischen Areva, EDF und ASN fanden Verhandlungen statt. Als Resultat sollte Areva in La Hague ein neues Becken bauen. Allerdings erklärte das Unternehmen, es hätte keine finanziellen Möglichkeiten – die Verantwortung fiel an die Elektrizitätsgesellschaft zurück.

Insgesamt dauerte die Diskussion um das neue Becken in La Hague drei Jahre. Nun muss die Elektrizitätsgesellschaft Nägel mit Köpfen machen. Sie plant zurzeit ein neues Beckenlager, in dem die giftigen Abfälle «zentralisiert und gelagert» werden sollen. Gemäss den Recherchen von «reporterre» soll das Lager auf dem Gelände der nuklearen Zentrale zur Produktion von Energie (CNPE) in Belleville-sur-Loire gebaut werden.

Die Pläne von EDF und ASN sind dank den Recherchen von «reporterre» aufgedeckt worden. Weder die Einwohner von Belle-sur-Loire, noch die lokalen Behörden waren darüber informiert. Dabei scheinen sich EDF und ASN bereits festgelegt zu haben. Das Gelände der CNPE punktet mit einer zentralen Lage und einem Anschluss an das Eisenbahnnetz. Ausserdem verfügt das Areal über Platzreserven, es umfasst 170 Hektaren. Perfekte Voraussetzungen. Damit würde das neue Atommülllager aber auch mitten zwischen die Abbaugebiete der AOC-Weine «Sancerre» und «Pouilly fumé» gebaut.

Unterwasserlagerung birgt grosse Risiken

Die Unterwasserlagerung von nuklearen Abfällen ist risikoreich: Die giftigen Stoffe müssen mehrere Meter unter Wasser permanent gekühlt werden, im Falle eines Temperaturanstiegs könnten sie enorm viel radioaktives Material in die Atmosphäre abgeben. Als nach der Katastrophe von Fukushima das Lagerungsbecken von Reaktor 4 Gefahr lief, sein Wasser zu verlieren, stockte der ganzen Welt der Atem. Wäre es zur Katastrophe gekommen, hätte die gesamte Bevölkerung im Umkreis von 250 Kilometern evakuiert werden müssen.

Ausserdem fehlen in Frankreich bei vielen Becken elementare Schutzmassnahmen. So bemängelte etwa Greenpeace in einem Report zuhanden der Regierung etwa die fehlenden Abschirmungen der Becken und die Verletzbarkeit durch externe Angriffe und Flugzeugabstürze.

In der geplanten Anlage von Belleville-sur-Loire ist die Sicherheitsfrage noch wichtiger, da hier Gemische aus Uran und Plutonium eingelagert würden. Auch wenn sie bereits gebraucht und nun unter Wasser eingelagert wurden, bleiben sie wegen ihrer Radioaktivität und ihrer «lebendigen» Hitze während mehreren Tausend Jahren gefährlich. Zwar könnten Teile davon mit viel Aufwand wiederverwertet werden, die Kernkraftbetreiber haben aber kaum die Mittel, diesen finanziellen Kraftakt zu stemmen.

«Das ist eine Omertà»

In den Korridoren des Instituts für Strahlenschutz und nuklearer Sicherheit (IRSN) ist das Projekt eines zentralen Lagerbeckens für radioaktive Abfälle längst Thema. Trotzdem ziehen es die Branchenexperten vor, den geplanten Standort geheim zu halten. Wie IRSN gegenüber «reporterre» mitteilt, werde man über das Dossier nicht informieren. EDF teilt «reporterre» in einem Schreiben mit, «dass zurzeit verschiedene Standorte zur Umsetzung des Projekts geprüft werden, zurzeit aber noch keine Entscheidung gefallen ist.» In einem weiteren Schreiben vermerkt EDF, man habe die Installation des Beckens in Belleville-sur-Loire «weder bestätigt noch abgestritten.»

Guillaume Blavette vom Kollektiv «Stop-EPR» sagt gegenüber «reporterre», vom Projekt sei die Allgemeinheit betroffen. Statt Transparenz gebe es aber eine Omertà. «Die Nuklearbranche sagt, sie habe sich geändert und geöffnet. Allerdings hat sich die Situation in diesem Dossier seit 1973 nicht geändert.» Darüber zeigt sich Marignac im «reporterre»-Artikel nicht erstaunt. «Auch wenn es sich offiziell nicht um eine Abfalldeponie handelt, wird es kompliziert werden, den betroffenen lokalen Behörden und den Bewohnern des betroffenen Gebiets zu verkünden, dass man ihnen den Abfall von allen anderen Zentralen bringen wird, um ihn in einem Becken zu lagern, das ein Sicherheitsrisiko darstellt.»

Die Behöden flüchten sich in Geheimhaltung – obwohl das Projekt seit Jahren diskret vorbereitet wird. In einem Schreiben von Juni 2013 fragt die Sicherheitsbehörde beim EDF an, sie solle ihre Strategie der Lagerung von gebrauchten Brennstoffen ändern und neue Gegebenheiten schaffen, die es ermöglichen sollen, die Bedürfnisse zu decken. Einige Jahre später wurde im nationalen Plan zu radioaktiven Stoffen (PNGMDR) festgehalten, das EDF solle eine neue Strategie für die Lagerung von gebrauchten Brennstoffen präsentieren. Im Bericht wird auch ein Zeitplan für die Schaffung von neuen Lager-Kapazitäten vorgegeben. Die Frist lief am 31. März 2017 ab.

Seit der Veröffentlichung der «reporterre»-Recherchen regt sich in der Region «Centre-Val de Loire» Widerstand. Die gewählten Politiker deponierten bei der Regierung den Wunsch, das Becken zur Lagerung des Atommülls in einer anderen Region zu bauen. Centre-Val de Loire sei mit insgesamt vier nuklearen Kraftwerken bereits heute die am meisten belastete Region von Frankreich. Es sei inakzeptabel, die Gegend nun noch zusätzlich mit einem nationalen Lager von Atommüll zu belasten. Überhaupt: Die weitreichenden Auswirkungen auf die Region und die Bewohner seien erst gar nicht untersucht worden. «Wir werden das nicht akzeptieren.»

Es sind diese kritischen Stimmen, die Behörden und Atombranche mit ihrer Intransparenz verhindern wollten.


Die Dokumentation «Le Grand Mensonge» behandelt vor allem die Gefahr von Terroranschlägen auf Kernkraftwerke, zeigt aber auch die Intransparenz von Frankreichs Behörden beim Thema Kernenergie.


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Kriminelle EU 26.3.2018: Radioaktive Lebensmittel aus der Region Fukushima werden in der EU "normal"!!! - EU-Regierungen lassen den Import radioaktiver Fukushima-Lebensmittel zu!!! - Thailand boykottiert Fukushima-Lebensmittel - WTO-Diktat gegen Südkorea und falsche Etiketten etc. ...
Vorsicht! Fukushima Nahrungsmittel nach Europa exportiert – Fukushima food to be exported to Europe
https://netzfrauen.org/2018/03/26/57032/

Fukushima, Symbol "radioaktiv" auf dem Teller
Fukushima, Symbol "radioaktiv" auf dem Teller

<Im Dezember hob die Europäische Union die Einfuhrkontrollen einiger Erzeugnisse und Meeresfrüchte aus den von der AKW-Katastrophe in Fukushima betroffenen Regionen auf. Fukushima wirbt in Frankreich und Großbritannien für Obst, Reis und Rindfleisch aus der verstrahlten Region. Auf einer Werbeveranstaltung in Paris wurden Reis und Obstprodukte in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Paris zur Verkostung verteilt, sogar an Kinder. Schaut man sich das Video an, glaubt man es kaum, dass die Menschen sich förmlich um die Produkte aus Fukushima reißen. Während es in Thailand, nachdem bekannt wurde, dass Fisch aus Fukushima angeboten werden sollte, zu einem Boykottaufruf kam, sollen in der EU Produkte wie Reis, Rindfleisch und verarbeitetes Obst aus Fukushima gefördert werden. Sollte verarbeitetes Obst in die Regale kommen, muss die Herkunft nicht gekennzeichnet werden. Nur sieben Jahre nach einer katastrophalen dreifachen nuklearen Kernschmelze sollen Lebensmittel aus der japanischen Präfektur Fukushima in Europa angeboten werden.

Fukushima wirbt in Frankreich und Großbritannien für Obst, Reis und Rindfleisch aus der verstrahlten Region

Der Fukushima-Gouverneur Masao Uchibori startete am Donnerstag, dem 22. März 2018, seinen viertägigen Besuch in Frankreich und Großbritannien, um lokale Produkte wie Reis, Rindfleisch und verarbeitetes Obst zu fördern. Bevor er nach Paris reiste, war der Gouverneur Masao Uchibori laut NHK-World  auf einer Veranstaltung in London, wo britische Regierungsbeamte und Geschäftsleute Gerichte aus Zutaten serviert bekamen, die in Fukushima hergestellt wurden, darunter eine neue Sorte von Großkornreis und Premium-Rindfleisch. Einige der Gäste sagten, dass sie noch nie solch köstliches Sushi probiert hätten und dass sie auf jeden Fall Lebensmittel aus Fukushima kaufen würden.

Der Gouverneur der japanischen Präfektur Fukushima ist in Paris, um landwirtschaftliche Produkte zu fördern, die nach dem Atomunfall von 2011 in Verruf geraten sind. Laut NHK WORLD  soll eine Besucherin der Werbeveranstaltung sich sogar positiv über die getrockneten Pfirsiche geäußert haben und Sorgen mache sie sich auch nicht wegen der Radioaktivität aus Fukushima.


Masao Uchibori besucht Europa nach dem 7. Jahrestag des schweren Erdbebens und Tsunamis, der den Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ausgelöst hat. Uchibori organisierte am Samstag die „Fukushima Pride“ Verkostung in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Paris. Reis und Obstprodukte wurden an die Käufer verteilt. In Frankreich ist die japanische Küche immer beliebter geworden, was den Import von Luxus-Lebensmitteln und Sake-Reiswein vorantreibt, so  NHK WORLD.

[Reis aus Fukushima nach Frankreich und England exportieren]

Der Reis aus Fukushima wird zum ersten Mal nach Frankreich exportiert,  auch die Reislieferungen nach Großbritannien sollen erhöht werden. Der Gouverneur ist bemüht, dass sich andere Länder in der EU ebenfalls den Ländern Frankreich und Großbritannien anschließen, denn nach Großbritannien ist Frankreich  der zweite Staat der Europäischen Union (EU), der den Import von Lebensmitteln aus Fukushima durch entsprechende Abkommen regelt.

Glaubt wirklich jemand, dass Lebensmittel aus Fukushima unbedenklich sind?

Dort fließen noch immer täglich Tausende Liter radioaktiv verseuchtes Grundwasser ins Meer. Nur sieben Jahre nach einer katastrophalen dreifachen nuklearen Kernschmelze soll Reis in japanischen Präfektur Fukushima geerntet und dann in die Welt exportiert werden und nicht nur Reis, sondern auch getrocknetes Obst und sogar Rindfleisch.

Wussten Sie, dass die EU bereits reagierte und im Rahmen des Freihandelsabkommen die Importbeschränkungen aus Fukushima lockerte? Seit Beginn der Fukushima-Katastrophe strömt hochradioaktives Wasser in den Pazifik und Weiteres kommt hinzu, denn wie wir schon mehrfach berichteten, stellen weiterhin die gewaltigen Wassermassen und deren Entsorgung ein großes Problem dar. Das Gelände ist mit Tanks übersät, in denen Millionen Liter verstrahlten Grund- und Kühlwassers lagern. Nach sieben Jahren nach der Katastrophe haben 25 Länder das Verbot vollständig aufgehoben und auch die Europäische Union nach längeren Diskussionen die Vorschriften weiter gelockert und ihre Sicherheitsanforderungen für Reis aus Fukushima abgeschafft, obwohl im September 2017 das EU-Parlament sich gegen eine Lockerung für Lebensmittelimporte aus Fukushima ausgesprochen hatte.

Siehe
 EU und Japan schließen weltweit größtes „strahlendes“ Freihandelsabkommen ab – EU and Japan finalise world’s biggest bilateral trade deal

Boykott von Fukushima-Fisch in Bangkok - [Verbraucherschutz in Thailand wehrt sich gegen Fukushima-Fisch]

Erst Ende vergangenen Monats jubelten Fischer der Präfektur Fukushima und auch die Medien berichteten, als die erste Fischlieferung seit der AKW-Katastrophe ins Ausland exportiert wurde. Die 143 Kilogramm Fisch gingen nach Thailand.

In Bangkok fand anlässlich der wiedergewonnenen Handelsbeziehung am 2. März in einer Kooperation von 11 Restaurants eine große Verkostungsaktion statt und beide Seiten sahen sich in einem vorteilhaften Verhältnis zueinander.

Doch wie die thailändische Regierung  mitteilte, wird der Fisch aus Fukushima nun von 11 japanischen Restaurants in der thailändischen Hauptstadt boykottiert. Hintergrund sind Proteste von Verbraucherschützern in Thailand. Sie wehren sich gegen den Import von Fisch aus den Gewässern der Präfektur Fukushima und warfen dem thailändischen Gesundheitsministerium vor, die Bevölkerung zu gefährden.

Laut  spreadnews.de  bedauere Masao Uchibori, Gouverneur der Präfektur Fukushima, den Schritt der Restaurantbetreiber in Thailand sowie die Absage der Fischmesse mit Fischen aus Fukushima. Als vertrauensbildende Maßnahme wird von Seiten der Fischereiverbände nun eine Einladung von Aktivisten und Verbrauchern aus Thailand angeregt, damit sich die Gäste vor Ort einen Eindruck von den Sicherheitsmaßnahmen verschaffen können.

Taiwan und Südkorea wollen keine Lebensmittel aus Fukushima und klagten - [WTO-Diktat und falsche Etiketten]

Japan will mit aller Macht beweisen, dass Lebensmittel aus Fukushima unbedenklich sind, und klagte gegen Südkoreas Handelsbeschränkungen für Fisch aus acht Präfekturen bei Fukushima. Ein juristischer Ausschuss zur Herbeiführung eines Vergleichs der Welthandelsorganisation WTO im schweizerischen Genf hat jetzt zugunsten Japans entschieden. Die WTO ist neben dem IWF und der Weltbank eine der zentralen internationalen Organisationen und geriet schon mehrfach in die Kritik. Zum Beispiel wird reichen Ländern Protektionismus in Form von Exportsubventionen ermöglicht. Auf diese Art werden einheimisch produzierte Waren in den ärmeren Ländern unterboten. Auch die Entscheidung zugunsten Japans dürfte für Kritik sorgen.

Bereits im Mai 2015 kam heraus, dass viele Nahrungsmittel aus jenen Präfekturen umetikettiert worden waren, um ihre Herkunft zu verschleiern und um sie illegal nach Taiwan zu importieren.

Siehe: Radioaktivität in Lebensmitteln? WTO entschied wegen Einfuhrverbote japanischer Meeresfrüchte zugunsten Japan! – Japanese seafood – World Trade Organization has ruled in Japan’s favor

Auch Deutschland importiert Fische und Fischerzeugnisse aus Japan, während in Taiwan Tausende gegen die Aufhebung des Importverbots von Nahrungsmitteln aus Fukushima protestieren. Und auch in Thailand erzwang man mit Protesten den Boykott von Meeresfrüchten aus Fukushima, sowie jetzt durch Boykottaufrufe in Thailand.

Siehe: Höchste Strahlung seit der Havarie – Essen Sie unbewusst Produkte aus Fukushima? Größter Convenience Store in Japan jetzt mit Gemüse und Schweinefleisch aus Fukushima – Taiwan protestiert gegen Aufhebung von Importverbot

Glauben Sie, dass die Meeresfrüchte, der Reis und das Rindfleisch aus Fukushima unbedenklich sind, zumal die radioaktiven Strahlen an manchen Stellen im maroden Atomkraftwerk so hoch sind wie seit der Atomkatastrophe nicht mehr?>

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4.4.2018: Erdogan ohne Hirn: Türkei baut Atomkraftwerk in Erdbebenregion
Und der Wahnsinn geht weiter – Neue AKWs in Erdebenregionen der Türkei – mit EU-Mitteln?
https://netzfrauen.org/2018/04/04/57292/

<Als ob man nicht aus der Geschichte rund um Atomkraftwerke lernen will, werden neue gebaut wie jetzt in der Türkei. Die Türkei hat keine Kernkraftwerke, aber das wird sich bald ändern, trotz Erdbebenrisiko. Die Türkei erhält nicht nur Entwicklungshilfe aus Deutschland, sondern auch Milliarden Euro von der EU. Die Türkei und Russland haben am 3. April 2018 mit einer Zeremonie in der Hauptstadt Ankara den Bau des ersten türkischen Kernkraftwerks in der südlichen Provinz Mersin gestartet. Die türkische TAEK-Atomenergiebehörde hatte am 2. April der russischen Rosatom eine Baugenehmigung erteilt. Für den Bau eines Atomkraftwerks in der Türkei schießt Russland 22 Milliarden Dollar vor, hieß es bereits 2012, mit der Bedingung, dass russische Konzerne das AKW bauen werden. Und als hätte Japan nicht schon genug Probleme mit dem Desaster in Fukushima, unterzeichneten am 30. Oktober 2013  Recep Tayyip Erdoğan und Shinzō Abe ein Kooperationsabkommen für das Kernkraftwerk Sinop. Die an der Schwarzmeerküste geplante Anlage soll das zweite Kernkraftwerk in der Türkei werden. Im Oktober 2015 wurde bekanntgegeben, dass İğneada als dritter Standort ausgewählt wurde. Die Technologie kommt von der US-Firma Westinghouse Electric Company.

Statistik der geplanten AKWs in der Welt:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

Die Statistik zeigt die Anzahl der geplanten Atomreaktoren in ausgewählten Ländern weltweit im September 2016. So plant China 42 neue Atomreaktoren, die innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre in Betrieb gehen sollen.

Indien baut neue Atomkraftwerke in Zusammenarbeit mit Frankreich – in einem erdbenrisikoreichem Gebiet!

Das Atomabkommen wird sehr kritisch gesehen, denn der Standort des größten Atomkraftwerkes, Jaitpur, das in Westindien 9.900 Megawatt Strom erzeugen soll, befindet sich in einer seismischen Zone. Mehrere Dorfbewohner weigerten sich, ihr Land für das Projekt des französischen Kernenergieunternehmens Areva an die indische Regierung zu übergeben.

Und gerade Areva: Erst im Dezember 2017 stürmte die französische Polizei Büros des mit Staatshilfen geretteten Atomkonzerns Areva wegen Korruptionsvorwürfen! Hinzu kommen noch die Produktionspannen. Die betroffenen Brennstäbe wurden in mehreren Kraftwerken, auch in Deutschland, der Schweiz und Frankreich verwendet. Siehe: Tickende Zeitbomben durch Produktionspanne – dann stürmt Französische Polizei Büros des mit Staatshilfen geretteten Atomkonzerns Areva wegen Korruptionsvorwürfen! – French police raid nuclear developer’s office in Paris

Im März 2018 : Die Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Indiens bekräftigten ihre Absicht, bis Ende dieses Jahres mit der Arbeit am größten Atomkraftwerk der Welt zu beginnen und Gespräche fortzuführen.

  • Ziel ist es, bis Ende des Jahres mit der Arbeit am Jaitapur-Projekt zu beginnen
  • Emmanuel Macron und Narendra Modi trafen sich in New Delhi zu Gesprächen
  • Im Jahr 2016 unterzeichnete Indien einen Vertrag über $ 8,78 Milliarden mit Frankreich, um 36 Rafale-Kampfflugzeuge im „ready-to-fly“-Zustand zu kaufen, was bedeutet, dass sie in Frankreich hergestellt werden.
  • Im März 2017 erhielt Siemens einen lukrativen Auftrag für Gasturbinen-Technologie bei einem angekündigten indischen Kraftwerk.
  • Ende Mai 2017 fanden in Berlin die Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen zum vierten Mal statt. Das Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten weiter zu vertiefen. Deutschland und Indien unterzeichneten mehrere Abkommen zur Kooperation in unterschiedlichen Bereichen, dafür wurde ein Entwicklungsetat in Milliardenhöhe vereinbart. Deutschland will Indien künftig jährlich mit 1 Mrd. Euro unterstützen. Außerdem sicherte Bundeskanzlerin Merkel Unterstützung bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu.
  • Was das bedeutet, sehen wir an den neuen 10 Atomkraftwerken und das in einer erdebenrisokoreichen Region.
  • 1 Mrd. Euro Entwicklungshilfe für Indien für zehn neue Atommeiler? Indien baut Uran im Gebiet Indigener Völker und im Tiger-Reservat ab!

Anlässlich eines Staatsbesuchs in Ankara gaben am 3. April 2018 der russische Staatspräsident Putin und der türkische Präsident Erdoğan den „Startschuss“ für den Bau des ersten Atomkraftwerks der Türkei, der unter Federführung der russischen Rosatom erfolgt

Ausgewählte Großprojekte im türkischen Infrastrukturbau, auch mit Unterstützung der Weltbank und Europas

2016 wurde bekannt, dass die Entwicklungshilfe für die Türkei von 36 auf 50 Millionen Euro erhöht wurde.

Finanzielle Hilfe: Milliarden Euro für EU-Beitrittskandidaten Türkei

Die Türkei erhielt schon über 400 Millionen Euro im Jahr 2011 und 2012 für – man staune – den Bereich Justiz und innere Angelegenheit.

Die Türkei ist eines der Bewerberländer für die EU. Die Türkei ist Gründungsmitglied der NATO, Mitglied des Europarates, der OSZE und der OECD.

  • EU-Mittel für IPA 2014-2020 : 4,453.9 Mio. ¤ (ohne die Mittelzuweisung für grenzübergreifende Zusammenarbeit)
  • Europäische Investitionsbank: „Wir unterstützen die Entwicklung der Türkei seit Mitte der 1960er-Jahre. Seit dem Jahr 2000 haben wir Darlehen von mehr als 28,6 Milliarden Euro an das Land vergeben, davon 506,8 Millionen Euro allein im Jahr 2017. Das Geld fließt hauptsächlich in Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie in Verkehrs-, Umwelt- und Landwirtschaftsprojekte.“
  • The European Bank for Reconstruction and Development (EBRD)10.028 Mio. ¤ 
  • Worldbank: Genehmigung 20.Dezember 2016  – US $ 158,99 Millionen
Ausgewählte Großprojekte im türkischen Infrastrukturbau

ProjektbezeichnungInvestitionssumme (Mio. Euro)ProjektstandAnmerkung
Kernkraftwerk Akkuyu, EÜAS, Akkuyu NGS A. S.20.000Projektdurchführung durch die russische Rosatom, Fertigstellung bis 2022Bau eines Kernkraftwerkes mit 4.800 MW an der Mittelmeerküste
Kernkraftwerk Sinop, EÜAS20.000Auftragsvergabe an japanisch-französisches Konsortium Mitsubishi, Areva und GDF Suez 2013Bau eines Kernkraftwerkes mit 5.600 MW an der Schwarzmeerküste
Trans-Anatolian Natural Gas Pipeline Project (TANAP)8.700Baubeginn: März 2015, Fertigstellung: bis 2018 geplantPipeline für die Durchfuhr von Erdgas aus Aserbaidschan über die Türkei nach Europa mit einer Jahreskapazität von 16 Mrd. cbm durch die Ölgesellschaften TPAO (Türkei) und SOCAR (Aserbaidschan)
Erdgaslager Silivri (Kapazitätsausbau der Pumpstation)920in PlanungAusbau der Pumpkapazität des Erdgaslagers in Silivri von zurzeit 20 Mio. cbm/Tag auf 40 Mio. cbm bis 2017 und 75 Mio. cbm bis 2019 durch die staatliche Ölgesellschaft TPAO
Erdgaslagerprojekt unter dem Salzsee (Tuz Gölü)430Fertigstellung bis 2018; Weltbankkredit über 400 Mio. $ zugesagtSteigerung der Erdgaslagerkapazität um 1 Mrd. auf 2,1 Mrd. cbm, Bau durch Pipelineunternehmen Botas und Chian Tianchen (China)

Quelle: Germany Trade & Invest

Die neue Anlage befindet sich in Akkuyu in der mediterranen Provinz Mersin. Es wird letztlich eine installierte Leistung von 4.800 Megawatt haben und rund 20 Milliarden US-Dollar kosten. Die Anlage mit vier Reaktoren soll 2023 in Betrieb gehen, während die anderen Anlagen in den Folgejahren einzeln in Betrieb genommen werden sollen.

Und der Wahnsinn nimmt kein Ende …. bis zum nächsten Gau!

Netzfrauen>

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Fotoquellen
[1] Die Explosionswolke von Fukushima sieht gleich aus wie die Explosionswolke bei einem jüdischen Atomtest in Israel: http://www.jimstonefreelance.com
[2] Karte von Japan mit den Atomkraftwerken an den Küsten:
http://netzfrauen.com/NF/2014/07/09/fukushima-noch-9-tage-um-gefaehrliche-ueberhitzung-zu-vermeiden-fukushima-has-9-days-to-prevent-unsafe-overheating/



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