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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

40. Atomkraftwerke (AKWs) und die Folgen (Teil 16)

Krebs heilt mit Natron oder mit Blutgruppenernährung.

Tokio ist bereits verstrahlt -- EU mit Öttinger schönt scheinbar Subventionen für Atomstrom -- Fukushima nach dem Taifun: Einfach mal so 1400 Becquerel -- die "Helfer" sollen Fukushima "retten" und werden schlecht behandelt und schlecht bezahlt -- England investiert in den Selbstmord mit Atomkraft -- die Lage in Fukushima ist katastrophal -- Fukushima hat es geschafft: Der halbe Pazifik bis Kalifornien ist bereits radioaktiv -- England will 2 neue Atomkraftwerke bauen - total gestört und blind -- Fukushima-Thunfisch mit 0,4 Becquerel pro kg Thunfisch -- Fukushima hat es geschafft: Der halbe Pazifik ist bereits radioaktiv -- sicheres Endlager für Atommüll für 1 Million Jahre gibt es nicht -- Zensur bei Atomkatastrophen ist genau das FALSCHE - Fukushima kann 85 mal schlimmer sein als Tschernobyl -- Fukushima: Reaktor Daiichi ausser Kontrolle - alles geht schief -- Die Radioaktivität kommt an: Hawaii wird ein bisschen wie Fukushima -- die Westküste der "USA" wird radioaktiv durch Fukushima: 300 Tonnen radioaktives Wasser pro Tag in den Pazifik - Tiere erleiden bereits Fellverluste, Wunden, hohe Sterberaten bei Jungtieren, blutende Augen, Kiemen etc. -- japanische Regierung verlangt von Tepco "Reinigungskosten" für Fukushima -- radioaktive Wasserblase kommt auf Kalifornien zu - zerstörte Tierwelt im Pazifik - undichte "Wassertanks" --


Video: Die Atomkraft ist eine Falle für die Menschheit: http://www.youtube.com/watch?v=j6Nic4s_pPI

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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12.10.2013: <China wird nervös: Fukushima zerstört Pazifik, gefährdet Menschheit>

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 12.10.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/12/china-wird-nervoes-fukushima-zerstoert-pazifik-gefaehrdet-menschheit/

<China will dem „unverantwortlichen Treiben“ der japanischen Regierung nicht länger nur zusehen: Die Weltgemeinschaft müsse verhindern, dass Japan durch das Ablassen hoch radioaktiver Stoffe den Pazifik zerstöre. Dies könne Folgen für die menschliche Fortpflanzung haben.

In einem Artikel für China Daily schlägt ein Forscher aus Shanghai Alarm wegen der Lage in Fukushima: Die japanische Regierung und die Betreiber-Firma des zerstörten KKW gefährden das Ökosystem des Pazifik. Dies sei nicht hinnehmbar. Yu Zhirong schreibt:

„Der pazifische Ozean gehört nicht Japan. Er gehört der internationalen Gemeinschaft gemeinsam. Der Schutz der Umwelt im Pazifik ist fundamental notwendig für die Sicherheit und die Fortpflanzung der Menschheit…Im July 2012 sind an Seelöwen in Alaska unerklärliche Zeichen von Immun-Schwäche aufgetaucht…Forscher glauben, dass die rätselhaften Erkrankungen etwas mit der radioaktiven Verseuchung durch Fukushima zu tun haben…Noch gibt es für diese Vermutung keine Beweise…Die japanische Regierung hat versprochen, die radioaktiven Schäden der Nuklear-Katastrophe von Fukushima bis Ende 2014 zu beheben…Bis jetzt tut die Regierung nichts anders, als verseuchtes Wasser in den Pazifik zu pumpen.“

China fordert, dass Japan endlich wirkungsvolle Maßnahmen ergreift, um das weitere Ablassen von radioaktiver Flüssigkeit in den Pazifik zu stoppen. Dazu sei es nötig, dass die japanische Regierung endlich die Wahrheit über die Folgen der Reaktor-Katastrophe sagt: Dazu gehören vor allem Informationen, wie viel verseuchte Flüssigkeit bereits in den Pazifik abgelassen wurde. Außerdem fordert China, dass internationale Experten endlich zur Behebung des Desasters herangezogen werden.

China meint es ernst und weist die Japaner darauf hin, dass die Verseuchung des Ozeans eine illegale Handlung sei, die die Chinesen nicht länger hinnehmen wollen. Ohne direkt darauf einzugehen, dass China Schadenersatz von Tepco verlangen könnte, deutet der Autor an, dass sich China rechtliche Schritte vorbehalte, wenn sich nicht unverzüglich etwas am japanischen Krisen-Management ändern sollte.

Die finanziellen Folgen für Japan könnten verheerend sein. Die Tatsache, dass China sich mit solch deutliche Worten gegen Japan richtet, zeigt: Das Desaster wird nun zum Problem für ganz Asien. Die Chinesen wissen, dass auch sie nichts mehr machen können, wenn die Katastrophe einen gewissen Punkt überschritten hat. Die Chinesen haben sichtlich Angst vor einem völligen Entgleiten der Folgen: Das Ablassen von Radioaktivität in den Pazifik sei schlimmer als ein regionaler Krieg, weil die Folgen gänzlich unkontrollierbar seien, schreibt Zhirong.

Die Chinesen sind nervös. Das ist kein gutes Zeichen.>

Kommentar: Harakiri auf Japanisch - die Führungsrolle in Asien ist weg

Fukushima steht schief, weil die vielen Wasserfässer den Boden an der seichten Küste eindrücken - Fukushima bekommt immer mehr Risse - bekommt immer mehr Leks - und da sind die über 1000 Brennstäbe, die geborgen werden müssen - und da ist ein Taifun, und es wird sicher nicht der letzte sein.

Die Untersuchungsdaten an japanischen Kindern werden verschwiegen. Die Messdaten in Tokio werden auch verschwiegen.

Japan macht den klassischen Harakiri: Nichts sagen, aber am Ende einen Selbstmord machen und die halbe Welt verseuchen. Der Stolz, die führende Nation Asiens zu sein, ist zu gross, als dass die Wahrheit gesagt werden könnte. Es gibt nur noch den Harakiri.

Michael Palomino, 14.10.2013


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13.10.2013: Tokio ist bereits verstrahlt - aber Olympiade soll trotzdem sein

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Fukushima: Olympia-Veranstalter ignorieren Warnungen, halten an Tokio fest; 13.10.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/13/fukushima-olympia-veranstalter-ignorieren-warnungen-halten-an-tokio-fest/

<Bürgerrechtler haben an den Austragungsorten für die Olympischen Spiele in Tokio deutlich erhöhte Werte von Radioaktivität gemessen. Sie schickten die Berichte an das IOC und alle nationalen olympischen Komitees. Sie erhielten kein Antwort. Auch heute sieht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) keinen Grund, sich Sorgen zu machen: „Die Spiele wurden vergeben, that's it.“

Die internationale olympische Unterhaltungs-Industrie besteht auf der Durchführung der Olympischen Spiele in Japan. Daran soll auch die immer unübersichtlich werdende Lage im außer Kontrolle geratenen, zerstörten Kernkraftwerk von Fukushima nichts ändern. Das Internationale Olympische Komitee und die nationalen Komitees gehen davon aus, dass alles gut wird und keinerlei Gefährdung der Sicherheit für die Athleten und die Fans vorliegt.

Es ist denkbar, dass die erstaunliche Gleichgültigkeit gegenüber einer der größten und unzweifelhaft unberechenbarsten Umwelt-Katastrophen der Neuzeit darin begründet ist, dass die Olympia-Industrie gewarnt wurde. Doch sie hat die Warnungen, die Spiele nach Tokio zu vergeben, in den Wind geschlagen.

In Japan gibt es zwei Formen der Messung: Die offizielle durch die japanische Regierung und jene, die von Bürgern durchgeführt wird – weil sie den Zahlen der Regierung nicht trauen. Diese Bürgerrechts-Gruppe um den 70jährigen Takehiko Tsukushi ist seit der Katastrophe von Fukushima rund um die Uhr unterwegs, um der Wahrheit über die tatsächlichen Gefahren von Fukushima auf die Spur zu kommen.

Die Bürgerrechtsgruppe stellte nach zweiwöchigen Untersuchungen im April und Mai dieses Jahres deutlich erhöhte Radioaktivität an zahlreichen olympischen Sportstätten in Tokio fest. An einigen Stellen wurden sogar die ohnehin eher hohen Grenzwerte überschritten, die von der Verwaltung des Großraumes Tokios selbst festgelegt wurden. Die Spiele wurden am 7. September 2013 an Tokio vergeben.

Die stärkste Belastung wurde demnach vor dem Yumenoshima-Stadion gemessen. Im Stadion inklusive der zwölf angrenzenden Baseball-Felder sollen nach Umbauten die Reitwettbewerbe ausgetragen werden. Der gemessene Wert betrug dort 0,484 Mikrosievert pro Stunde in einem Abstand von fünf Zentimetern über dem Boden, berichtet Asahi Shimbun.

Vergleichsweise hohe Werte wurden auch auf dem Gelände der Sporthalle Tokio (Tischtennis) und der Sporthalle Yoyogi (Handball) gemessen. Allerdings konnten nicht alle 37 Sportstätten aufgesucht werden – zum Teil wegen Bauarbeiten, zum Teil, weil diese Stätten zu weit weg von Tokio liegen.

Nachdem die Verwaltung in Tokio keinerlei Reaktion auf den Bericht an den Tag legte, schickte die Bürgerrechtsinitiative ihre Erkenntnisse im Juni an das Internationale Olympische Komitee (IOC), den Präsidenten dieser erlauchten Gruppe, Jacques Rogge, sowie an 200 nationale olympische Verbände.

Das Echo war niederschmetternd. Asahi Shimbun berichtet: „Die Gruppe hat von keiner einzigen Organisation jemals eine Antwort bekommen.

Takehiko Tsukushi sagte der Zeitung: „Weder die japanische Regierung noch die Stadtverwaltung von Tokio hat die Athleten oder die Zuseher rund um die Welt darüber informiert, dass es besorgniserregende Daten über eine mögliche Verstrahlung an den Sportstätten gibt. Wenn das wirklich so ist, fühlte ich, dass es unsere moralische Verantwortung als Bürger ist, die Messungen durchzuführen und die Leute zu informieren – gleichgültig, ob sie für oder gegen die Spiele in Tokio sind.“

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begründete sein Verhalten auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten so: „Die Spiele wurden vergeben, that’s it.“ Man erhalte immer im Vorfeld von Olympischen Spielen Informationen von Bürgerrechts-Gruppen, die gegen die Austragung in ihrer Heimat sind. Dem könne man nicht nachgehen – weil es eben immer Proteste gibt. Im übrigen sei der DOSB nicht zuständig: „Sollte sich am Austragungsort etwas ereignen, das Einfluss auf die Spiele haben könnte, ist das Internationale Olympische Komitee zuständig und nicht die Nationalen Olympischen Komitees.“

Die verschlossenen Augen des DOSB in Sachen Atomkraft sind erstaunlich: Generalsekretär des Verbandes ist Michael Vesper, Grünen-Politiker der ersten Stunde. Als Bauminister von Nordrhein-Westfalen sagte Vesper 2009 im Deutschlandfunk: „Denn wenn der Pfad erst mal als Sackgasse sichtbar wird, dann kommt es gar nicht so sehr darauf an, wie lang diese Sackgasse noch ist. Dann wird jeder versuchen, frühzeitig rauszukommen und mit anderen Energieerzeugungsmethoden Geld zu machen.“

Das war 1999.

Anfang September wurde Thomas Bach, der Präsident des DOSB, zum Nachfolger von Jacques Rolle als Präsident des IOC gewählt. Er sei sich der Verantwortung des Amtes bewusst, es mache ihn demütig, sagte Bach nach seiner Wahl.

Bach hat nun die Möglichkeit, beim IOC etwas zu ändern – zum Beispiel die traditionelle Widerstands-Fähigkeit gegen kritische Einwände, die in der Vergangenheit meist als Majestäts-Beleidigungen abgetan wurden.

Das IOC pflegt sich erfahrungsgemäß nicht sehr intensiv mit Kritikern an den Austragungsorten von Spielen auseinanderzusetzen. Kritik wird als Querulantentum abgetan oder als Verrat am globalen Vaterland diskreditiert, dessen Außengrenzen und Spielregeln die Herren der Spiele definieren.

Die Kritiker sind meist lokale Umweltschützer. Eher selten melden sich im Vorfeld Wirtschafts-Fachleute, was den Organisatoren in die Hände spielt. Denn meist bleibt von den Spielen für die Staaten, die sie ausgerichtet haben, nichts Zählbares. Die Olympischen Spiele in Athen waren für Griechenland wirtschaftlich ein Desaster. Der globale Wander-Zirkus hinterließ dem Krisen-Land nichts als Schulden (hier).

Für die internationalen Veranstalter von Olympischen Spielen zählt jedoch vor allem der wirtschaftliche Erfolg für die Mitglieder im großen Club: Es soll ein Festival für die Sponsoren werden, eine prächtige Schau zur Ehre der Funktionäre, ein Welt-Spektakel, bei dem die Profite möglichst im geschlossenen Kreis der olympischen Profiteure bleiben: Ausrüster, die Funktionäre, Sponsoren, lokale Sport-Oligarchen. Nachhaltige Spiele sind unbekannt.

Daher können sich die Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees mit der Frage, ob man in Japan nach Fukushima überhaupt Spiele abhalten kann, nicht ernsthaft beschäftigen: Sie würden das Big Business beschädigen, von dem sie alle leben.

Das IOC sagt auf Nachfrage den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, ob man denn nicht Bedenken habe, die Spiele angesichts der äußert unsicheren Entwicklung in Fukushima und der erhöhten Werte in Tokio in Japan abzuhalten: „Das IOC hat von den japanischen Behörden die Zusicherung erhalten, dass Tokio und die Umgebung sicher sind. Wir haben keinen Grund zu glauben, dass sich das in den nächsten sieben Jahren ändern wird.“

Eine Dekontamination, also die Abtragung einer Erdschicht, ist erforderlich ab einem Wert von 0,23 Mikrosievert, so habe es die Verwaltung von Tokio selbst festgelegt. Nach eigenen Angaben habe man im Juni 2011 Messungen durchgeführt und die Luftbelastung an 100 Stellen getestet, aber keine auffälligen Gebiete ausgemacht.

Somit gebe es für die Verwaltung auch keinen Grund zu handeln.

„Wir haben keinen Grund zu glauben, dass sich das in den nächsten sieben Jahren ändern wird.“

Andere Verwaltungen, wie die Präfektur von Saitama im Großraum Tokio, erklärten wiederum ausdrücklich, man werde eigene Messungen durchführen, um dem Bericht über erhöhte Strahlungswerte nachzugehen.

Obwohl das IOC und alle nationalen Verbände die beunruhigenden Berichte der Messungen durch die Bürgerrechtler ignoriert hatten, konnten sie wegen der internationalen Medien-Berichte über Fukushima das Thema vor der Vergabe der Olympischen Sommerspiele an Japan nicht ganz unter den Tisch kehren.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versprach schließlich in seiner 45-minütigen Rede, dass „die Lage in Fukushima unter Kontrolle“ sei. Und „es hat und wird niemals eine Gefahr für Tokio bestehen“.

Im Anschluss an die Präsentation fragte Gerhard Heilberg, IOC-Mitglied aus Norwegen, nach weiterführenden technischen Argumenten. Daraufhin verbürgte sich Abe nochmals persönlich für die Sicherheit in Tokio, es gebe „kein Problem und es wird in Zukunft auch keines geben“.

Der Blogger Jens Weinreich dazu im Spiegel: „In der Geschichte der Wahrheitsverdrehungen und Versprechen bei Olympiabewerbungen werden die Aussagen von Shinzo Abe am Samstag vor der 125. IOC-Vollversammlung wohl einen Spitzenplatz einnehmen.“

Der Kinderarzt Alex Rosen sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten zu dieser Garantie: „Das würde ja bedeuten, dass der japanische Premier der Welt persönlich garantieren kann, dass es in Japan in den kommenden Jahren kein Erdbeben, keine Stürme und keine Flutwellen mehr geben wird.“

Wie sich die Lage in Fukushima wirklich entwickelt, ist leicht anhand der Berichte aus der Region und den Urteilen von unabhängigen Fachleuten zu eruieren (mehr dazu hier).

Der japanische Premier Abe, der noch wenige Wochen zuvor die Sicherheit der Spiele garantiert hatte, hat die Weltgemeinschaft zu Hilfe gerufen – weil Japan allein mit den Folgen von Fukushima nicht fertig wird (hier).

Der Schaden, den die Katastrophe jetzt schon angerichtet hat, wird mit etwa 500 Milliarden Dollar beziffert – vorausgesetzt, dass ab jetzt nichts mehr passiert. Eine ansatzweise verlässliche Eindämmung der Katastrophe würde hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden kosten, sagte der Physiker Sebastian Pflugbei den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Kandidatur Tokios für die Olympischen Spiele stützt sich auf einen fest angelegten „Reserve-Fonds“ von 4,5 Milliarden Dollar, berichtete die FAZ. Wer setzt in der zur Globalisierung verdammten Menschheit eigentlich die Prioritäten?

The games must go on.>


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Kriminelle EU 14.10.2013: <Energie-Subventionen: Oettinger schönte offenbar Subventionen für Atomstrom>

aus: Heute online; 14.10.2013;
http://www.heute.de/Oettinger-sch%C3%B6nte-offenbar-Subventionen-f%C3%BCr-Atomstrom-30188420.html

<Erneuerbare Energien kommen die Bürger durch hohe Subventionen teuer zu stehen. Daher möchte EU-Kommissar Günther Oettinger die Vergabepraxis für die Förderungen ändern. Laut einem Zeitungsbericht verschweigt er aber, dass Kohle- und Gaskraftwerke sowie Atommeiler viel stärker gefördert werden. 

EU-Kommissar Günther Oettinger hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Zahlen zur europaweiten Förderung von Atom- und Kohleenergie aus einem Subventionsbericht zur Energiepolitik streichen lassen. Wie die Zeitung unter Berufung auf einen Entwurf des Subventionsberichtes schreibt, wurden erneuerbare Energien im Jahr 2011 in den 27 EU-Ländern mit 30 Milliarden Euro gefördert. Nukleare Anlagen wurden im selben Jahr demnach mit 35 Milliarden Euro subventioniert, fossile Kraftwerke mit 26 Milliarden Euro.

Nicht einmal ein Viertel für Erneuerbare

Indirekt sei die Energieerzeugung aus Kohle und Gas mit weiteren 40 Milliarden Euro gefördert worden. Aus einer Fußnote des Entwurfs gehe hervor, dass mit dieser Summe soziale und gesundheitliche Folgen abgedeckt würden. Insgesamt werde die Energiebranche mit mehr als 130 Milliarden Euro im Jahr bezuschusst, die Haftpflichtversicherungen für Atommeiler seien dabei noch nicht eingerechnet, heißt es in dem Bericht. Davon geht nicht einmal ein Viertel in den Bereich erneuerbare Energie.Oettinger halte diese Zahlen über die Milliardensubventionen für herkömmliche Energien offenbar für zu brisant, hieß es. Denn in einem der Zeitung ebenfalls vorliegenden geänderten Entwurf des Subventionsberichts, über den jetzt in der Kommission abgestimmt werden solle, seien die Zahlen ersatzlos gestrichen. Oettingers Sprecherin habe auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" erklärt, es habe "nie gesicherte Zahlen" gegeben. 14.10.2013, Quelle: afp >

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18.10.2013: Fukushima nach dem Taifun "Wipha": Einfach mal so 1400 Becquerel

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Fukushima: Taifun hat neue Schäden an Atom-Ruine verursacht; 18.10.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/18/fukushima-taifun-hat-neue-schaeden-an-atom-ruine-verursacht/

<Die Betreiber haben in der Atom-Ruine von Fukushima deutlich erhöhte Radioaktivität gemessen. Offenbar hat der Taifun Wipha wie befürchtet beträchtliche Schäden verursacht.

Tepco, die Betreiberfirma des havarierten KKW Fukushima, hat in Daiichi deutlich erhöhte Radioaktivität gemessen. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtet, die Radioaktivität sei in einem Graben gemessen worden, der von der Ruine ins Meer führt. Der Taifun Wipha hatte starke Regenfälle über Fukushima gebracht.

Offizielle von Tepco sagten, sie hätten 1,400 Becquerel von radioaktivem Material pro Liter an einem Punkt gemessen, der 150 Meter vom Meer entfernt ist.

Dies ist der höchste gemessene Wert, seit Tepco mit den Messungen im August begonnen hat. Der Wert ist 70mal höher als der Wert vom Dienstag, also vor dem Eintreffen des Sturms. Die offiziellen sagen, dass die erhöhten Werte vermutlich von abgerutschtem Erdreich resultieren, welches als Folge der Regenfälle in den Graben gespült wurde. Tepco teilte mit, dass man mit den Aufräumarbeiten beginnen werde. Messungen im Meer wurden nicht durchgeführt. Tepco sagte, man sei nicht in der Lage, Messungen im Meer vorzunehmen – wegen des schlechten Wetters, meldet die Japan Times.

Die Japanische Atomaufsicht sagte, dass Tepco offenkundig nicht in der Lage sei, das Abfließen von radioaktivem Wasser in das Meer zu verhindern: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Maßnahmen wenig Wirkung gezeigt haben.

Das Industrie-Ministerium hat einen Plan vorgelegt, wie die Ruine entsorgt und gesichert werden soll. Der ganze Prozess wird 40 Jahre dauern. In dieser Zeit soll das gesamte verstrahlte Erdreich so tief vergraben werden, dass es dort zehntausende Jahre lagern kann. Erst dann ist das Material für Menschen nicht mehr schädlich.

Doch diese Zeitangaben haben keine besondere Halbwertszeit: Tepco hat angegeben, dass die Entsorgung der Brennstäbe aus allen Reaktoren insgesamt acht Jahre dauern würde. Doch nach Angaben von Tepco selbst sind zahlreiche Wassertanks bereits nach fünf Jahren kaputt (Bericht von Tepco, japanisch).

Unterdessen sind neue Taifuns angekündigt. Das Erdreich macht den Betreibern Sorge, weil es zeigt, dass die Gebäude in Fukushima Daiichi massiv unterspült sind. Im Unit 4 lagern 1.300 hochradioaktive Brennelemente. Diese sollen am November einzeln geborgen werden.

Wenn die beschädigten Brennelemente einander berühren, kann es zu einer Zündung kommen. Dann muss das Gelände sofort evakuiert werden.

Ein britischer Atom-Manager vertritt die Auffassung, dass die evakuierten Familien bereits jetzt wieder nach Fukushima zurückkehren können (mehr hier).>

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WIESO WOLLEN DIE JAPANISCHEN ONKEL DIE RUINE FUKUSHIMA RETTEN? - SOFORT ABREISSEN WÄRE VIEL GESCHEITER GEWESEN!

-- das Atomkraftwerk Fukushima steht schief, weil die vielen Wasserfässer den Boden einseitig zerdrücken
-- wegen der schiefen Lage bekommen die Bauten immer mehr Risse und Löcher
-- wegen der schiefen Lage wird das Atomkraftwerk insgesamt instabil
-- und beim nächsten Erdbeben kracht dann alles zusammen und die Brennstäbe ich weiss auch nicht was...
Wer will da noch was "retten"? - Ist schlimmer als der EURO...

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19.10.2013: Die "Helfer" sollen Fukushima "retten" und werden schlecht behandelt und schlecht bezahlt

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Fukushima: Massive Ausbeutung der Rettungs-Arbeiter; 19.10.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/19/fukushima-massive-ausbeutung-der-rettungs-arbeiter/

<Die Arbeiter, die versuchen müssen, die zerstörte Atom-Anlage von Fukushima zu retten, werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt: Unterirdische Bezahlung, elende Unterkünfte, keine medizinische Betreuung. Die Katastrophe entwickelt sich zur humanitären Schande.

Der Taifun Wipha hat die Hilflosigkeit von Betreiber Tepco und japanischen Behörden gezeigt: Radioaktives Wasser musste in den Pazifik abgelassen werden. Wegen weiterer Sturmwarnungen scheint es unmöglich, die Brennelemente aus der Atomruine zu bergen.

Doch die Stürme sind nur ein Problem.

Das größte Problem liegt in der menschenunwürdigen Behandlung der mit der Rettung betrauten Arbeiter.

Immer weniger Arbeiter wollen die enormen gesundheitlichen Risiken auf sich nehmen. Andere haben die Strahlungsgrenzen bereits überschritten und dürfen nicht mehr in Fukushima aufräumen, berichtet der Guardian.

Dokumente, die Tepco offengelegt hat, zeigen, dass zwischen März 2011 und Juli dieses Jahres 138 Mitarbeiter den Schwellenwert von 100 Millisievert (mSv) erreicht haben, bei weiteren 331 Arbeitern wurden zwischen 75 mSv und 100 mSv gemessen. Das bedeutet, dass sie nicht weiter im Werk arbeiten dürfen. Diejenigen, die kurz vor dem Schwellwert standen, wurden auf Kurzurlaub geschickt, um die Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen zu können. Der Plan ging nicht auf: Viele Zwangsurlauber sind nicht an den Ort des Grauens zurückgekehrt und haben sich Arbeit in der Nähe ihrer Familie gesucht.

Schon vorher gab Tepco zu, dass bei 1.973 Arbeitern, einschließlich der von Auftragnehmer und Subunternehmer beschäftigten, die Schilddrüse Strahlendosen von mehr als 100 mSv ausgesetzt war. Ab dieser Ebene sprechen die Ärzte von einem erhöhten Krebsrisiko.

Auch den Menschen, die zuvor in der Sperrzone um Fukushima gewohnt haben, geht es schlecht. „Sie sind durch den Tsunami und die Reaktor-Explosionen traumatisiert und haben keine Ahnung, wie viel Strahlung sie abbekommen haben“, so Jun Shigemura, Dozent für Psychiatrie am National Defence Medical College. 70 Prozent der Arbeitnehmer von Tepco mussten ihre Häuser verlassen und arbeiten hier jetzt alleine, weil die Familie weggezogen ist, oder sie leben zusammen in provisorischen Unterkünften in der Nähe der Anlage. Die Ärzte konnten einen Anstieg von Depressionen und Alkoholabhängigkeit unter den Betroffenen feststellen. Immer wieder kommt es in den Notunterkünften zu Auseinandersetzungen zwischen Alkoholisierten, berichtet der Guardian. Bis vor kurzem waren diese Unterkünfte menschenunwürdig: Es gab nur eine Toilette für alle – zur Benutzung mussten die Arbeiter nachts über einen Hof gehen.

Während der Arbeit, so berichten japanische Medien, müssten die Arbeiter vergleichsweise primitive Atemschutz-Masken tragen. Unter den Masken schwitzen die Arbeiter, laufend kollabieren Menschen und werden auf der Baustelle ohnmächtig.

Die Stilllegung des Kraftwerks wird voraussichtlich noch 40 Jahre dauern, aber die qualifizierten Arbeiter werden jetzt schon immer weniger. Dazu kommen noch Zwischenfälle, wie vor kurzem, als sechs Arbeiter mit kontaminierten Wasser in Berührung kamen. Ein Rohrsystem wurde fälschlicherweise umgesteckt (mehr hier).

Die Aufräumarbeiten kommen jetzt in das gefährlichste Stadium seit dem Tsunami 2011. Da überrascht die schonungslose Ansage des Leiters der japanischen Atomaufsichtsbehörde, Shunichi Tanaka: „Menschen machen in der Regel keine dummen Flüchtigkeitsfehler, solange sie motiviert sind und in einer angenehmen Umgebung arbeiten. Die hier vorliegenden mangelhaften Bedingungen können wohl in Bezug mit den jüngsten Problemen gesehen werden.“

Der sinkenden Moral versuchte jetzt der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe mit einem eindringenden Appell entgegenwirken, als er in Fukushima im Schutzanzug zu den Arbeitern sprach: „Die Zukunft Japans liegt auf Ihren Schultern. Ich zähle auf sie.“ Die Worte galten allen 6.000 verbliebenden Arbeitern, die an vorderster Front kämpfen: Technikern, Ingenieuren, Lkw-Fahrern.

Tausende Menschen nahmen die gefährliche Arbeit an, weil sie mit einem guten Gehalt gerechnet haben. Doch nach Abzug der Unterkunft gehen die Arbeiter nur mit ein paar tausend Yen jeden Tag nach Hause (1000 Yen entsprechen rund 7,50 Euro). Die schlechte Bezahlung ist auch ein Grund dafür, warum viele Arbeiter sich lieber nach einer ähnlich bezahlten Tätigkeit ohne Strahlenbelastung umsehen.

Dadurch wird eine Spirale in Gang gesetzt: Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil berichtet, dass die Arbeiter mittlerweile aus Obdachlosen und hoffnungslos verschuldeten Japanern rekrutiert werden (hier).

Das Versprechen von Abe, die Olympischen Spiele im Jahr 2020 werden nicht von den Folgen der Katastrophe beeinflusst werden, ist jedoch nicht nur wegen des drohenden Arbeitskräfte-Mangels in Gefahr: Unabhängige Messungen haben hohe Radioaktivität in Tokio gemessen. Noch hält die olympische Industrie still (hier).

Der japanische Steuerzahler muss für die Rettung mindestens 38 Milliarden Euro aufbringen, hat der Japanische Rechnungshof ausgerechnet (hier). Die Finanzierung bringt den Banken fette Zinsen und der internationalen Atommüll-Industrie einen langfristigen, lukrativen Auftrag. Der Arbeiter, auf denen tatsächlich die ganze Last und das ganze Risiko liegen, werden behandelt wie minderwertige Wesen. Die humanitäre Katastrophe ist auch eine humanitäre Schande. Und die ganze Welt schaut weg.>

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20.10.2013: Fukushima hat es geschafft: Der halbe Pazifik bis Kalifornien ist  bereits radioaktiv

aus: Update Fukushima: Kalifornien – erhöhte Strahlenwerte – Das Meer ist kaputt!- The ocean is broken!
http://netzfrauen.org/2013/10/20/update-fukushima-kalifornien-erhoehte-strahlenwerte-meer-ist-kaputt-the-ocean-is-broken/

<Anstelle des fehlenden Lebens –  Müll in erstaunlichen Mengen. This nuclear crisis is not over. Fukushima Raging Radiation 6,500X More!

The birds were missing because the fish were missing.

[Eine Überfahrt ohne Tiere - aber mit viel Müll]

The ocean is broken: “In meinem Leben habe ich viele Kilometer auf dem Meer zurück gelegt und dabei Schildkröten, Delphine, Haie und große Schwärme fischender Vögel gesehen. Aber dieses Mal habe ich auf einer 3000 nautische Meilen langen Fahrt nichts Lebendiges zu sehen bekommen“. Anstelle des fehlenden Lebens aber Müll in erstaunlichen Mengen.

Kalifornien meldet wieder erhöhte Strahlenwerte - [Riemenfische an der Wasseroberfläche warnen vor Erdbeben an der Küste]

Möglicherweise getragen durch den Jet-Sog lagert sie sich in der durch die besondere geographische Lage des San Joaquin Valley ab. Stufe 4 in Sacramento, San Jose, San Francisco und Fresno-mit einer Höhe von 523 CPM ß-Strahlung. Viele Menschen klagen über Atembeschwerden. Das Tal hat ein massives Problem mit schlechter Luft und liegt stets in “Konkurrenz” mit Los Angelees, das berühmt ist für seine Luftverschmutzung.

Vor Kaliforniens Küste sind Fische an der Oberfläche gesichtet worden, die normalerweise Tiefsee-Bewohner sind. Diese Riemenfische – so sagt eine japanische Legende – würden zur Oberfläche kommen, um die Menschen vor Erdbeben zu warnen. Und das haben sie tatsächlich vor dem schweren Erdbeben, dem der Tsunami folgte, auch getan.

[Fukushima Reaktor 4 steht vor dem Kollaps - dauernd Absturzgefahr wegen unterstpühltem Untergrund]

Am 17. Oktober [2013] trifft Paul Gunter von Beyond Nucelar auf Thom Hartmann und erzählt im Studio über den Zustand vom Reaktor 4, der vor dem Kollaps steht. Zum Zeitpunkt des Erdbebens und Tsunamis im März 2011 war man eben dabei, die Brennstäbe zu tauschen. Das heißt, es lagern die abgebrannten und die neuen Brennstäbe im Reaktor. Insgesamt 1300. Dieses Gewicht zusammen mit dem Gewicht des Wassers (Brennstäbe müssen ja ständig gekühlt werden) lässt den vom Tsunami ausgespülten Untergrund weiter in Richtung Meer absinken, so dass Gefahr besteht, dass er ins Meer abrutscht.

["USA" importiert weiterhin Lebensmittel aus Japan, auch aus der Region Fukushima]

Die Amerikaner selbst haben nicht nur eine überhöhte Strahlung sondern auch Behörden, die nicht schnell genug reagieren. Es wurde nun zwar ein Importverbot für Fische und Meeresfrüchte aus Japan verhängt, aber es werden weiterhin Lebensmittel aus Japan, auch aus der Präfektur Fukushima nach Amerika exportiert.

Und dann ist auch noch der Regen, der meist aus der Richtung Japans nach Amerika kommt.

Wie von Harvey Wassermann angeregt, nimmt die japanische Regierung jetzt doch Hilfe von ausländischen Experten an.

[Ein neuer Kran für die Brennstäbe]

Die Japan Times berichtet am 19. Oktober 2013, dass Mitte November die Bergung der Brennstäbe beginnen soll. Dafür hat Tepco einen mobilen 273 t Kran über dem Gebäude errichten lassen der ferngesteuert bedient wird. Unter normalen Umständen würde dies etwa drei Monate dauern. Tepco will aber bis zum Jahresende damit fertig sein.

[Grundwasser wird abgepumpt, um es als Kühlwasser zu gebrauchen - auslaufendes, radioaktives Wasser]

TEPCOs erbärmliches Versagen beim Wasser: TEPCO pumpt Grundwasser herauf und hat ein Wasser stoppendes Medium in den Boden in der Nähe der Anlage injiziert, um den Fluss des radioaktiven Grundwassers ins Meer einzudämmen. Trotz dieser Bemühungen ist Cäsium-137 in Meerwasser-Proben zwischen der Wasser-Aufnahme für die Reaktoren 1 und 2 innerhalb des Hafens auf rund 100 Becquerel pro Liter gestiegen. Die Werte lagen bisher stets bei rund 10 Becquerel zwischen Ende Juni und Anfang Juli. Radioaktives Wasser aus den beschädigten Reaktoren dürfte direkt aus den Reaktoren ins Meer laufen und sich nicht mit dem sauberen Grundwasser mischen auf dem Weg ins Meer, mutmaßte Toyoshi Fuketa, ein Sprecher der NRA.

[Die Suche nach einem "Endlager" für den Fukushima-Schrott]

Das Industrie-Ministerium arbeitet mit Nachdruck an der Schaffung der Möglichkeit eines Endlagers für die radioaktiven Überreste. Man sucht einen Ort, an dem ein solches Lager gebaut werden kann. Bis jetzt hat aber noch keine japanische Gemeinde eine solche Zusage erteilt.

[Die "USA" werden mit dem radioaktiven Wasser beglückt - und wird sich dort konzentrieren]

Vladimir Kovbasyuk, ein russischer Hydrometeorologe, meint: „Wir haben vor einigen Jahren, nach dem Erdbeben und Tsunami, welche das Kernkraftwerk Fukushima trafen, die Probleme analysiert. Zuerst wird radioaktives Wasser an die Westküste Nordamerikas driften und erst dann nach Vermischung mit anderen Ozeanströmen können sie an der russischen Küste ankommen. Wir führen laufend Messungen der Strahlungswerte durch, konnten bisher aber keine übermäßigen Werte feststellen.“

Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration’s (NOAA) Pacific Marine Environmental Laboratory und vom GEOMAR Research Center for Marine Geosciences befürchten, daß die Strahlung, die durch das Meerwasser transportiert wird, an der Westküste der USA 10 mal höher sein könnte, als in Japan.

Nach einer Studie könnte nach Ablauf einer 10 Jahresfrist das Wasser über den gesamten Pazifik fast homogen werden, mit höheren Werten im Osten entlang der gesamten amerikanischen Küste mit einem Höchstwert (~1 × 10−4) vor Baja California. Zu einem ähnlichen Ergebnisse kommen Spitzen-Forscher aus China.

[Noch ein starkes Erdbeben und alles bricht zusammen]

Kei Takahashi, ein ehemaligen Fukushima Daiichi-Arbeiter fürchtet: “Wenn es aufgrund von einem starken Erdbeben zusammenbricht, werden wir Menschen nicht in der Lage sein, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Diese Möglichkeit macht mir Angst. Die Arbeitsumgebung ist das Schlimmste, was die du dir vorstellen kannst. Es ist hochgradig kontaminiert und die Gebäude sind in einem sehr schlechten Zustand. Die Radioaktivität ist hoch.”

[Millionen Becquerel nach dem Taifun von Oktober 2013]

Vom Fukushima Diary erfahren wir folgende Neuigkeiten:

Alle β- und Tritium-Werte im Grundwasser wuchsen sprunghaft an nach dem Taifun [um den 22.Oktober 2013] in der Nähe des Tanks, aus dem erneut 300m³ ausflossen. Alle β-Werte waren am 15. noch 90.000 Bq/m³, am 17. jedoch 400.000.000 Bq/m³. Auch die Tritium-Dichte erhöhte sich von 260.000.000 am 15.10. auf 790,000,000 Bq/m³ am 17.10.2013. Beide Messwerte sind die höchsten jemals bekannt gegeben.

Die β (auch Strontium-90)-Dichte des Abflusses erhöht sich auch bei der Mündung ins Meer. Dieser Abfluß befindet sich außerhalb des Kraftwerk-Hafens, so dass die Verseuchung direkt in den Pazifik mündet. Laut Tepcos Daten war die nachweisbare Kontamination niedriger vor dem Taifun.

Am 15.10: 19.000 Bq/m3 und nach dem Taifun am 17.10: 1.800.000 Bq/m3. Dieser Wert kommt von der Messstelle, die dem Abfluß am nächsten liegt aber Tepco behauptet trotzdem dass die ß-Dichte niedriger war, als die im Meer gemessene.

[Neues Produkt aus Japan: Strahlungssichere Wäsche für die Arbeiter in Fukushima, 4kg schwere Bleianzüge]

Die Firma Yamamoto stellt neuerdings strahlungssichere Unterwäsche und Ganzkörper-Wasseranzüge her. Nicht ganz bequem mit fast 4 kg Gewicht, dafür halten Sie aber angeblich alle ß-Strahlen von den Fortpflanzungsorganen ab. Diese Bleianzüge sollen helfen, die Reaktor-Lecks zu schließen, aus denen unkontrolliert radioaktives Wasser ins Meer strömt.

Ob die betreffenden Arbeiter tatsächlich damit ausgestattet werden, bleibt zu hoffen.

Iori Mochizuki, der Verfasser des Fukushima Diary, von dem wir immer unsere Neuigkeiten beziehen, hofft, so viele Spenden über seine Seite aufbringen zu können, dass er einen solchen Anzug kaufen kann.

This nuclear crisis is not over.

Orginal: http://www.theherald.com.au/story/1848433/the-ocean-is-broken/?cs=12

[Die stille Reise mit Müll im Pazifik - ohne Seevögel und ohne Fische - angeblich leergefischt!!!]

Es war die Stille, die diese Reise anders machte im Vergleich zu allen anderen zuvor. Nicht die Abwesenheit von Tönen, um genau zu sein. Der Wind peitschte noch die Segel und pfiff in der Takelage. Die Wellen schwappten noch gegen den Fiberglas-Rumpf. Und es gab viele andere Geräusche: dumpfe Schläge und Stöße und Kratzer als das Boot gegen Trümmer stieß. Was fehlte, waren die Schreie der Seevögel, die auf allen früheren ähnlichen Fahrten das Boot umgeben hatten.

Die Vögel waren nicht da, weil die Fische fehlten.

Vor exakt 10 Jahren, als der Newcastle-Segler Ivan Macfadyen genau den gleichen Kurs von Melbourne nach Osaka segelte, war alles, was er hatte tun müssen, um einen Fisch aus dem Meer zwischen Brisbane und Japan zu fangen, eine Köder Leine auswerfen.

“Es gab nicht einen der 28 Tage auf diesem Teil der Reise, wo wir keinen großen Fisch fingen den kochten und mit Reis aßen“, erinnerte sich Macfadyen. Aber dieses Mal fingen wir auf der gesamten langen Reise nur zwei Stück. Keine Fische. Keine Vögel. Wohl kaum ein Zeichen von Leben überhaupt.

“In vergangenen Zeiten hatte ich mich an die vielen Vögel und ihr Geschrei gewöhnt“, sagte er. ”Sie folgten dem Boot, rasteten manchmal am Mast, ehe sie wieder abhoben. In großen Scharen konnten wir sie dabei beobachten, wie sie knapp über der Meeresoberfläche flogen und sich Sardinen herausholten. Aber im März und April dieses Jahres umgaben nur Stille und Trostlosigkeit unser Boot Funnel Web, als es über Wellenkämme zog. Nördlich des Äquators sahen wir auf Höhe von Neu-Guinea ein großes Fischerboot arbeiten an einem Riff in der Ferne“. ”Den ganzen Tag blieb es dort. Fuhr hin und her. Es war ein großes Schiff, wie ein Mutterschiff“, erzählte er.

Und auch während der ganzen Nacht arbeitete es bei hellem Flutlicht. Und am Morgen wurde Macfadyen von einem Crew-Mitglied geweckt, der mitteilte, von dem großen Schiff hätte ein Schnellboot abgedreht.

“Natürlich war ich besorgt. Wir waren unbewaffnet und Piraten sind eine echte Sorge in diesen Gewässern. Ich dachte, wenn diese Jungs Waffen hätten, dann wären wir in großen Schwierigkeiten”. Aber sie waren keine Piraten, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Das Schnellboot kam an und die melanesische Besatzung offerierte Gastgeschenke: frisches und eingelegtes Obst und Marmelade in Gläsern. Und fünf große Zucker-Säcke voll mit Fisch. “Es waren gute, große Fische, die meisten ganz frisch aber einige hatten wohl schon einige Zeit in der Sonne gelegen.

“Wir haben ihnen gesagt, dass diese Menge an Fischen zu viel für uns wäre, wir sie nicht aufbrauchen könnten und auch keinen Kühlschrank hätten“. Sie zuckten mit den Schulter und meinten, wir könnten sie ja leicht über Bord hängen und so frisch halten oder einfach zurück ins Wasser werfen – das würden sie mit ihrem Zuviel auch tun.

“Sie sagten uns, dass das nur ein Bruchteil eines Tages Beifangs war. Sie wollten nur Thunfisch fangen und alles andere wäre unerwünscht. Gefangen, getötet und zurück ins Meer geworfen. Sie fuhren in dieser Bucht Tag und Nacht, jede Woche und fischten dabei alles aus dem Wasser. Alles!

Das tat Macfadyen nun bis in sein Herz weh. Das war nur ein einziges Fischerboot unter unzähligen weiteren, die jenseits des Horizontes das Gleiche taten. Kein Wunder, dass das Meer tot war. Kein Wunder, dass seine Köderleinen nichts fingen. Es gab nichts zu fangen.

[Von Osaka nach San Francisco - das Meer fühlt sich tot an - Walfisch mit Tumor - der Pazifik ist voller Müll]

Wenn das deprimierend klingt, es kam noch schlimmer.

Die nächste Etappe der langen Reise war von Osaka nach San Francisco und wurde für eine weite Strecke geprägt von der Trostlosigkeit, wie schon erfahren, manchmal gefärbt mit Ekel erregendem Horror und einem gehörigen Maß an Angst.

“Nachdem wir Japan verlassen hatten, fühlte es sich an, als ob das Meer selbst tot wäre”, sagte Macfadyen.

“Wir sahen kaum Lebewesen. Wir sahen einen Wal, der irgendwie hilflos an der Oberfläche herum rollte mit etwas, das aussah wie ein großes Tumorgeschwür auf seinem Kopf. Es war ziemlich widerlich.

[Müll im Pazifik: Telegrafenmasten mit Drähten]

“In meinem Leben habe ich viele Kilometer auf dem Meer zurück gelegt und dabei Schildkröten, Delphine, Haie und große Schwärme fischender Vögel gesehen. Aber dieses Mal habe ich auf einer 3000 nautische Meilen langen Fahrt nichts Lebendiges zu sehen bekommen“. Anstelle des fehlenden Lebens aber Müll in erstaunlichen Mengen.

“Ein Teil dieses Mülls sind die Folgen des Tsunamis, der Japan 2011 getroffen hat. Die Welle kam über das Land herein, nahm eine unglaubliche Ladung Sachen auf und trug sie ins Meer. Und dort sind sie noch die Sachen. Überall – wohin du auch schaust“. Ivans Bruder, Glenn, der in Hawaii an Bord gekommen war, um nach Amerika mit zu segeln, wunderte sich über „Tausende über Tausende“ von gelben Plastikbojen. Dazu riesige Gewirre aus Kabeln, Kunstfaserseilen, Angelleinen und Netzen. Millionen von Styropor Stücken. Und Schlieren von Öl und Benzin. Unzählige hölzerne Strommasten sind draußen, mitgerissen durch die Killer-Welle und treiben dort mitsamt ihren Drähten mitten im Meer.

“In früheren Jahren, wenn du hier vom fehlenden Wind aufgehalten wurdest, hast du deinen Motor gestartet und bist weiter gefahren“, sagt Ivan . Diesmal nicht.

“An vielen Orten konnte wir unseren Motor nicht anlassen aus Angst, die Schraube könnte sich in der Masse von Seilen und Kabeln verfangen. Das ist eine unerhörte Situation da draußen im Ozean. “Wenn wir starteten, ging das nie bei Nacht, nur tagsüber, wenn wir vom Vorschiff aus dem Müll ausweichen konnten“.

[Müll vor Hawaii: Autos, Lastwagen, Schornsteine - das Segeln durch eine Müllhalde - Möbel, Spielzeug, Geschirr - der Müll zerbeult das Schiff]

“Auf dem Vorschiff, in den Gewässern vor Hawaii, konnten wir weit in die Tiefe sehen. Ich konnte sehen, dass die Trümmer nicht nur an der Oberfläche sind, sondern auch unterhalb. Und es gibt Müll in allen Größen, von einer Plastik-Trinkflasche bis zu Autos und Lastwagen. Wir sahen einen Fabriks-Schornstein aus dem Wasser ragen, mit irgendeiner Art von Kessel-Anhang unter dem Wasserspiegel baumelnd. Es gab einen riesigen Container, der auf den Wellen schaukelte“.

“Wir haben alle diese Trümmer umrundet. Es war, als würden wir durch eine riesige Müllhalde segeln. Unter Deck hörten wir ununterbrochen Dinge auf dem Rumpf anschlagen und wir hatten Angst, eines davon könnte uns ein Leck verursachen. Am Ende war der Rumpf total verbeult und zerkratzt von all dem, was wir nicht sehen konnten“.

„Plastik war allgegenwärtig. Flaschen, Taschen und jede Art von Wegwerf-Gütern des Haushalts die man sich nur vorstellen kann, von zerbrochenen Stühlen bis zu Mistschaufeln, Spielsachen und Geschirr. Und noch etwas: Die lebhafte gelbe Lackierung des Bootes, nie verblasst von Sonne und Meer über viele Jahre, hat mit irgend etwas aus dem Wasser vor Japan reagiert, verlor ihren Glanz auf eine seltsame und noch nie da gewesene Weise“.

[Der Pazifik ist kaputt]

Zurück in Newcastle setzt sich Ivan Macfadyen noch immer mit dem Schock und Horror der Reise auseinander. ”Das Meer ist kaputt” [The Ocean is broken], sagte er und schüttelte den Kopf – fassungslos und ungläubig.

Das Problem der Erkenntnis ist riesig, und dass keine Organisationen oder Regierung ein besonderes Interesse zu haben scheint etwas dagegen zu tun, bringt Macfayden dazu, nach Ideen zu suchen. Er plant, bei Ministern der Regierung zu lobbyieren, in der Hoffnung, dass sie helfen könnten.

Erst einmal möchte er die Organisatoren der wichtigsten australischen Regatten ansprechen dass sie sich in ein internationales System einschreiben, welches Freiwillige verpflichtet den Abfall und die Meereslebewesen zu überwachen.

Er selbst hat sich in dieses Schema schon eingetragen, während er in den Vereinigten Staaten von Amerika war, als er davon hörte, dass amerikanische Akademiker Segler aufforderten, täglich Untersuchungsbögen für Strahlungs-Werte auszufüllen- eine erhebliche Sorge im Gefolge des Reaktorunglücks von Fukushima.

[Flotte, die aufräumen könnte, lohnt wegen des Treibstoffs nicht?!]

“Ich fragte sie, warum verlangen wir nicht eine Flotte und beginnen, aufzuräumen? Aber sie sagten, sie hätten berechnet, dass die Umweltschäden durch Verbrennen des Treibstoffs um diesen Job zu tun schlimmer wäre, als die Trümmer zu lassen, wo sie sind”.

The ocean is broken wurde von  Netzfrau Lisa Natterer übersetzt und ebenso auch die Neuigkeiten um Fukushima zusammengetragen

Netzfrau Lisa Natterer

Weitere Informationen zu Fukushima hier:>

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n-tv
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21.10.2013: England investiert in den Selbstmord mit Atomkraft

aus: n-tv online: Mit Unterstützung aus Frankreich und China
Großbritannien treibt Atomkraft voran; 21.10.2013;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Grossbritannien-treibt-Atomkraft-voran-article11579356.html

<Bis 2023 sollen im englischen Kernkraftwerk Hinkley Point zwei neue Meiler ans Netz gehen. Mit der Unterstützung des französischen Energiekonzerns EDF schiebt Großbritannien die Erneuerung seines Kraftwerk-Parks an und investiert enorme Summen.

Der französische Energiekonzern EDF baut zwei Atomkraftreaktoren der neuen Generation EPR in Großbritannien. Die britische Regierung und das Unternehmen gaben das Abkommen offiziell bekannt. Die Investition beläuft sich den Angaben zufolge auf 16 Milliarden Pfund (18,9 Milliarden Euro). Vereinbart wurde ein garantierter Abnahmepreis für den Atomstrom von umgerechnet 10,6 Cent pro Kilowattstunde. Er liegt weit über dem derzeit gezahlten Preis in Großbritannien.

Das Kraftwerk Hinkley Point C mit zwei Druckwasserreaktoren soll in Somerset in Südwest-England entstehen. Es ist der erste Neubau eines Atomkraftwerks in Großbritannien seit rund 20 Jahren. Zuletzt war in Großbritannien 1995 mit Sizewell B an der englischen Ostküste ein Atomkraftwerk in Betrieb gegangen. Dort plant EDF eine weitere Anlage.

"Dies ist ein Symbol für die nächste Generation der Atomkraft in Großbritannien, die für unseren zukünftigen Energiebedarf und die langfristige Sicherheit bei der Versorgung eine wichtige Rolle spielt", sagte Premierminister David Cameron. In Großbritannien wird derzeit heftig über steigende Energiepreise diskutiert. Oppositionsführer Ed Miliband von der Labour-Partei hatte für den Fall eines Wahlsieges 2015 angekündigt, für eineinhalb Jahre die Energiepreise einfrieren zu wollen.

"Historische Investition"

Die Förderung der Atomenergie ist ein zentrales Element der Regierungsstrategie, fossile Energieträger durch Alternativen mit niedrigem CO2-Ausstoß zu ersetzen. Die Anlage Hinkley Point C soll in rund zehn Jahren in Betrieb gehen. Die endgültige Entscheidung über den Bau, durch den 25.000 Stellen entstehen sollen, ist für kommenden Sommer geplant. Frankreichs Staatspräsident François Hollande begrüßte den Neubau der Atommeiler in Großbritannien durch EDF als "historische Investition", die Arbeitsplätze in beiden Ländern schaffen werde. EDF ist zu 84,4 Prozent in Staatshand.

Beteiligt an dem Bau der beiden Europäischen Druckwasserreaktoren sind der französische Anlagenbauer Areva mit zehn Prozent und die beiden chinesischen Atomkonzerne CGN und CNNC mit 30 bis 40 Prozent. Für die Chinesen ist die Zusammenarbeit eine Gelegenheit, einen Fuß in den britischen Markt zu bekommen. EDF sei in Verhandlungen mit weiteren Investoren, die sich mit bis zu 15 Prozent an dem Projekt beteiligten könnten, teilte das Unternehmen mit.

EDF und die britische Regierung hatten schon seit Monaten über den Vertrag verhandelt. Dabei ging es vor allem um den zugesagten Preis für den Atomstrom. Die beiden Atomreaktoren sind die ersten seit 1995, die in Großbritannien gebaut werden. Das Land hat derzeit 16 Reaktoren.

Lichtblick für Atomindustrie

Das Abkommen stellt für die weltweite Atomindustrie einen Lichtblick dar. Seit der Katastrophe im japanischen AKW Fukushima kämpft sie mit gestiegenen Akzeptanzproblemen. Deutschland hat sich für den Ausstieg aus der Atomkraft entschieden, Italien ein geplantes Atomprogramm gestrichen und Frankreich strebt eine Verringerung seiner Abhängigkeit vom Atomstrom an.

In Frankreich wird derzeit im nordfranzösischen Flamanville ein Europäischer Druckwasserreaktor gebaut. Das Projekt ist unter anderem wegen der explodierenden Kosten umstritten: Waren die Kosten für den Reaktor 2005 noch mit 3,3 Milliarden Euro angegeben worden, musste EDF Ende 2012 einräumen, dass die Kosten vermutlich auf 8,5 Milliarden Euro ansteigen würden. Der Konzern begründete dies unter anderem mit neuen Sicherheitsanforderungen und Lehren aus der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima.

Quelle: n-tv.de , dpa, rts, AFP>

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20 minuten
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21.10.2013: Die Lage in Fukushima ist katastrophal

aus: 20 minuten online: Tepco überfordert: «Die Lage in Fukushima ist katastrophal»
http://www.20min.ch/ausland/news/story/10443578

<Der Nuklearfachmann Mycle Schneider sieht in der Fukushima-Atomruine eine Riesengefahr für Japans Bevölkerung. Nötig sei jetzt eine internationale Taskforce, sagt er.

Nach starken Regenfällen über das Wochenende hat sich die Lage in dem havarierten Nuklearkomplex von Fukushima zugespitzt. Mehr als zehn Auffangbecken für radioaktiv strahlendes Wasser seien überlaufen, teilte der Betreiberkonzern Tepco am Montag mit. In vielen Fällen läge die Strahlungsintensität über den zugelassenen Grenzwerten.

Zu wenig Kontrolle und Aufsicht

Das grösste Problem ortet der Fachmann, der einen jährlichen Bericht über den weltweiten Stand der Nuklearenergie herausgibt, in der mangelnden Kontrolle des Betreiberkonzerns Tepco durch die japanische Regierung und die Aufsichtbehörde. Tepco könne «allein herumwursteln», sagt Schneider. Dabei sei der Konzern «ein Unternehmen, das Strom produziert und verkauft, kein Spezialist für Aufräumarbeiten in einer hochkontaminierten Desasterzone.»

Der Experte ruft in Erinnerung, dass in Fukushima etwa das Dreifache der in Tschernobyl freigesetzten Menge von Radioaktivität ausgewaschen worden sei. In Kellergebäuden, in unbehandelten Schlämmen und Filtern befänden sich über 400’000 Kubikmeter kontaminiertes Wassers. Dies zu entsorgen, sei eine «nie dagewesene Herausforderung», sagt Schneider. «Ich verspreche Ihnen, dass das Thema zukünftig für Kopfzerbrechen sorgen wird.»

Einfrieren funktioniert nicht

Die Menge des strahlenden Wassers nimmt ständig zu. «Zur Zeit braucht Tepco alle zweieinhalb Tage einen neuen 1000 Kubikmeter fassenden Tank.» Den Vorschlag, den Boden rund um das Kraftwerk mit Kühlelementen einzufrieren, damit das Wasser nicht versickert oder wegfliesst, hält Schneider für unpraktikabel. «Langfristig muss man zweifellos Wasser entweder verdunsten oder ins Meer ablassen müssen. Das darf aber nur unter strengsten Auflagen und Kontrollen passieren», sagt er. Die Kontaminationswerte müssten unterhalb der Grenzen liegen, die für Reaktoren im Normalbetrieb gälten.

Hoch gefährlich sei insbesondere der vierte Meiler von Fukushima, erklärt Schneider. Dieser Reaktor sei zum Zeitpunkt des Tsunami nicht in Betrieb gewesen, weshalb sich der gesamte Kern in einem Abklingbecken oberhalb des Reaktors befunden habe. «Deshalb ist dort das radioaktive Inventar so gross wie in den anderen drei Abklingbecken zusammen. Auch ist das Gebäude in katastrophalem Zustand und die Entladung dort besonders dringend – und gefährlich. Das Becken ist überschüttet mit Gebäudeteilen, Staub und anderen Explosionsüberresten.»

Angst der Europäer «grotesk»

Gefahren für die Menschen sieht Schneider in erster Linie in Japan. Er sagt: «Ich finde es grotesk, dass sich die Sorgen vieler Menschen in Nordamerika und Europa in dieser Situation vor allem um den eigenen Bauchnabel drehen.» Dabei bestehe schon heute ein erhöhtes kollektives Strahlenrisiko in Japan. «Die Nahrungsmittelsicherheit ist nicht garantiert; allgemeines Misstrauen regiert das Land.»

Nach Meinung des Fachmanns ist jetzt eine kollektive Grossanstrengung nötig. «Es bedarf einer Internationalen Task Force Fukushima (ITFF), die die besten Fachleute in den Schlüsselbereichen zusammenzieht und Zugang zu einem breiten internationalen Netzwerk hat.» Nach seiner Vorstellung soll die ITFF von einer japanisch-internationalen Doppelspitze gemanagt werden und Empfehlungen für kurz-, mittel- sowie langfristige Strategien entwickeln. Doch dürften sich die örtlichen Politiker nicht dahinter verstecken, warnt Schneider. «Die Verantwortung würde selbstverständlich bei den japanischen Institutionen bleiben.»

(sut)>


Kommentar: Fukushima abreissen!!!

Michael Palomino, 22.10.2013

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21.10.2013: <Nachrichtensperre Fukushima: Die fangen Fische die keiner kennt!> - die Schöpfung verändert sich nun radikal und wird zerstört

aus: Schaman inkiat Blog; 21.10.2013;
http://schamaninkiat.over-blog.de/article-nachrichtensperre-fukushima-die-fangen-fische-die-keiner-kennt-120704012.html

<Gestern telefonierte ich lange mit einem alten Seemann - einem alten Fahrensmann. Wir sprachen auch über die Auswirkungen des SuperGAUs in Fukushima. Da erzählte er von den Fischern: "Die fangen Fische, die keiner kennt!" Ja, die Fischer bekommen als Erste mit, wenn etwas mit den Lebewesen im Wasser nicht mehr stimmt!

Und ich erinnerte mich an einen Zeitungsartikel, da stand: Unterdessen kämpfen in Japan, den USA und in Russland wachsamere Zeitgenossen einen mühsamen Kampf: Sie versuchen, rätselhafte Phänomene im Öko-System des Pazifik zu deuten – kranke Fische, verunstaltete Meerespflanzen, Seelöwen mit Immun-Schwäche an der Küste Alaskas. Japanische Bürgerrechts-Gruppen kämpfen gegen die falschen Messungen der Regierung – allein gelassen von der Weltöffentlichkeit. Die Japaner messen sogar an den Spielstätten von Olympia 2020 und sind schockiert.

Quelle: DWN Das große Versagen: Die Grünen verschlafen die Katastrophe von Fukushima

Der Fahrensmann brachte es mit seinem Satz auf den Punkt: In den Netzen finden sich Fische, die bisher noch nie jemand gesehen hat! Und nicht nur in den Fischernetzen! Wer Pilze sammelt, wird auch bei uns auf Pilze stoßen, die es bisher nicht gegeben hat! Völlig deformierte Steinpilze beispielsweise! Oder Parasole, auf denen ein weitere Parasol wächst - allerdings mit dem Stiel nach oben!

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten veröffentlichten ein Interview mit Mycle Schneider, einem Träger des Alternativen Nobelpreises. Er sagt zur Gefährlichkeit von Plutonium:

Plutonium ist eine extrem toxische und gleichzeitig eine militärisch-strategische Substanz. Es gibt eine wissenschaftliche Debatte über die Frage, ob ein einziges oder mehrere Dutzend Millionstel Gramm inhaliert ausreichen, um tödlichen Lungenkrebs hervorzurufen. Wenige Kilogramm Plutonium, abhängig von der physikalisch-chemischen Form—die jeweiligen genauen Mengen sind streng gehütetes militärisches Geheimnis—sind ausreichend für einen atomaren Sprengsatz. Die 6 kg Plutonium der Nagasaki-Bombe würden in eine Cola-Dose passen. In Frankreich rollt im Schnitt jede Woche mehr als ein Transport von der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague in der Normandie über 1.000 km öffentliche Straßen nach Marcoule im Süden. Ein Alptraum für jeden Sicherheitsbeamten.

Quelle: DWN Nuklear-Experte: „Die Lage in Fukushima ist katastrophal“

Lest das gesamte Interview, da erfahrt ihr etwas über die Wahrheit, die offensichtlich vertuscht werden soll! Wir erleben derzeit eine von oben verordnete Vogel-Strauß-Politik, wir sollen gezwungen werden, die Augen zu verschließen vor den Auswirkungen eines mehrfachen SuperGAUs, der vor zweieinhalb Jahren stattfand. Und dessen Auswirkungen immer noch nicht bekämpft werden! Aus welchen Gründen auch immer!

Da schimpft der Westen über Russland. Aber es sind russische Medien, die schockierende Arikel über Fukushima veröffentlichen, beispielsweise RIA Novosti: 

In Grundwasserproben im AKW Fukushima 1 sind 100 000 Besquerel radioaktiver Beta-Strahlung pro Liter gemessen worden. Das ist die größte Kennziffer seit dem Austritt von 300 Tonnen radioaktivem Wasser im August dieses Jahres, wie der AKW-Betreiber TEPCO mitteilte.

In den am Vortag aus demselben Brunnen genommenen Proben machte der Grad der Beta-Strahlung 61 Besquerel pro Liter aus. Somit stieg der Strahlungsgrad an einem Tag um das 6557-fache. Die Proben wurden aus einem technischen Brunnen zehn Meter von dem Behälter entfernt genommen, aus dem im August das radioaktive Wasser ausgetreten war.

Quelle: RIA Novosti KW Fukushima: Strahlung im Grundwasser um das 6500-Fache gestiegen

Können wir uns das vorstellen? Nein, das ist unvorstellbar! Und ist das wirklich der erste Vorfall? Oder gab es solche Vorfälle schon öfter? Wohin fließt das verstrahlte Wasser? Zum größten Teil in den Pazifik! Ist der Pazifik wirklich groß genug, um mit dieser Strahlenbelastung fertig zu werden?

Dazu passt folgende Meldung:

Quelle: RP Online Fukushima-Auffangbecken erneut übergelaufen: Unlängst hatte Tepco in einem der elf am Sonntag übergelaufenen Becken extrem hohe Strahlung gemessen.

Wegen eines Taifuns hatte Tepco erst vergangene Woche gering belastetes Wasser aus solchen Auffangbecken ableiten müssen. Einen Tag zuvor hatte die Atomaufsichtsbehörde dem Betreiber dies unter der Bedingung erlaubt, dass die Strahlendosis für Cäsium-134 unter 15 Becquerel pro Liter, für Cäsium-137 unter 25 Becquerel und für Strontium-90 unter 10 Becquerel liegt.

Und noch eine weitere Schreckensmeldung:

Quelle: Spreadnenews.de Japan aktuell: Überschwemmung an mehreren Lagertankgruppen des AKW Fukushima: Wie TEPCO am Sonntag mitteilte ist radioaktiv belastetes Regenwasser an insgesamt 12 Tankgruppen über die Betonbarrieren gelangt.

Bei dieser Meldung frage ich mich: Wieso ist das Regenwasser radioaktiv? Regenwasser wird ja von Wolken herabgeregnet. Also müssen dann bereits die Wolken in der Atmosphäre radioaktiv belastet sein. Oder handelt es sich hier um kein "Regenwasser"?

Zum Schluss ein Video - es geht um die Verseuchung des Pazifiks. Da berichtet ein Seemann: "Als wir Japan verließen, hatten wir das Gefühl, dass der Ozean tot ist. Wir sahen kaum Lebewesen. Wir sahen einen Wal mit einem riesigen Tumor auf dem Kopf ..."

Da frage ich mich: Was wollen unsere Politiker unternehmen? Wollen sie alles den Japanern überlassen? Wollen sie uns alle verrecken lassen? Was wir jetzt sofort brauchen, ist eine innternationale Kraftanstrengung aller Länder, um die Ausrottung alllen Lebens auf diesem Planeten vielleicht doch noch zu verhindern!>


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Basler
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23.10.2013: England will 2 neue Atomkraftwerke bauen - total gestört und blind - mit doppeltem Strompreis...

aus: Basler Zeitung online: Londons teurer Atomstrom löst Verwunderung aus; 23.10.2013;
http://bazonline.ch/ausland/europa/Londons-teurer-Atomstrom-loest-Verwunderung-aus/story/20106040

<AKW sind andernorts out, doch in Grossbritannien sollen zwei neue Reaktoren entstehen. Die teuren Anlagen werden noch teureren Strom produzieren. Beobachter sind erstaunt, besonders in Deutschland.

Während sich der Rest Europas seit der Katastrophe von Fukushima vom Atomstrom abwendet, verhilft Grossbritannien der umstrittenen Technologie zu einer Renaissance. Ein französisch-chinesisches Konsortium kann im Südwesten des Landes zwei neue Atomreaktoren bauen. Die beiden Meiler sollten bis 2023 im Kernkraftwerk Hinkley Point ans Netz gehen und sieben Prozent des britischen Stroms liefern.

Es sei das erste Mal, dass ein Kernkraftwerk «ohne Geld vom britischen Steuerzahler gebaut» werde, preist die britische Regierung das Projekt. Die getroffene Vereinbarung sieht vor, dass der staatliche französische Energiekonzern EDF (45 bis 50 Prozent), der Reaktorbauer Areva (10 Prozent) und die beiden chinesischen Atomkonzerne CGN und CNNC (30 bis 40 Prozent) den Bau der beiden Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR) finanzieren. Die Anlage soll 16 Milliarden Pfund kosten (23 Milliarden Franken).

Sehr teure Preisgarantie

Lange hatte die britische Regierung mit Anbietern von Nukleartechnologie verhandelt. Den Durchbruch brachte einerseits ein Abkommen zwischen London und Peking über eine Kooperation im zivilen Nuklearbereich, das auch eine Beteiligung chinesischer Unternehmen an britischen AKW ermöglicht. Andererseits konnte Konsortialführerin EDF umfangreiche Garantien für seine Investition aushandeln. So bürgt die britische Regierung für 65 Prozent der Baukosten. Das Kernstück ist jedoch eine langfristige Abnahmegarantie über 35 Jahre zu einem Preis von 92.5 Pfund pro Megawattstunde plus Inflationsausgleich (umgerechnet etwa 13.5 Rappen pro Kilowattstunde).

Über diesen Preis hat sich so mancher die Augen gerieben, liegt er doch fast doppelt so hoch wie der aktuelle Marktpreis von 49 Pfund pro Megawattstunde. Das sieht nach einer massiven indirekten staatlichen Subvention aus. Das verbietet die EU eigentlich. London hatte zuvor mit einem Verweis auf seine Strategie zur CO2-Reduktion versucht, auf europäischer Ebene Atomenergie den erneuerbaren Energien gleichzustellen. Damit hätte sie subventioniert werden dürfen. Die Briten sind mit ihrem Antrag jedoch gescheitert. Die EU-Kommission muss nun entscheiden, ob die jetzt ausgehandelte Abnahmegarantie eine unerlaubte Staatshilfe darstellt.

Besonders gross ist das Erstaunen über den Deal in Deutschland. Das «Managermagazin» schreibt, bisher habe die deutsche Förderung von Sonnenenergie als Beispiel für «krasse Übersubventionierung» gegolten. Doch nun setze London noch einen drauf. Der britische Atomstrom sei teurer als der deutsche Solarstrom.

Atomstrom sei eine «politische Energie»

Für den Energieexperten Dieter Helm veranschaulicht der Deal, dass Atomstrom eine politische Energie sei, wie er gegenüber dem «Economist» sagt (Podcast). Mit dem Geschäft werden auch Pflöcke in die internationalen Beziehungen eingeschlagen. So kommen erstmals chinesische Atomanbieter in Europa zum Zug – und präsentieren sich als neue Partner der französischen Atomindustrie. Zuvor hatte Areva eine Kooperation mit Siemens unterhalten. Die Deutschen suchten sich jedoch einen neuen Partner. Auch die deutsche RWE hatte sich um das Geschäft in Grossbritannien bemüht. 2012 verkaufte der Energieversorger jedoch seine britische Nukleartochter und wollte sich fortan auf den Bau von Solarkraftwerken konzentrieren.

Die Atomenergie sei zu einer «strukturierenden Achse» zwischen Paris und London geworden, kommentiert die französische Zeitung «La Croix». In beiden Ländern hat diese Energieform noch breite Unterstützung in der Bevölkerung. Nach Angaben des «Spiegels» unterstützen in Grossbritannien zwei Drittel der Befragten den Bau neuer AKW. Premierminister David Cameron hob hervor, dass durch das Projekt 25'000 Jobs entstehen könnten. Auch Frankreichs Staatspräsident François Hollande begrüsste den Neubau der Atommeiler als «historische Investition», die Arbeitsplätze in beiden Ländern schaffen werde.

Grossbritannien hat derzeit 16 Reaktoren in Betrieb, von denen der älteste in spätestens zwei Jahren vom Netz gehen soll. Alle älteren Meiler sollen bis 2023 vom Netz. Die Regierung will bis 2030 acht neue AKW. Atomenergie macht in Grossbritannien nach Angaben des Weltatomverbandes knapp ein Fünftel der Stromerzeugung aus. 27,5 Prozent der Energie liefert demnach die Verbrennung von Erdgas. Kohle macht 40 Prozent der Energieversorgung aus. (rub)>


Kommentar

Windenergie in England - Wind ist genug da - Freie Energien - man muss nur googlen. Scheinbar ist die englische Regierung auf beiden Augen blind!

Michael Palomino, 23.10.2013

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20 minuten
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Schweiz 23.10.2013: Fukushima-Thunfisch mit 0,4 Becquerel pro kg Thunfisch

aus: 20 minuten online: In Schweizer Läden gibts Fukushima-Fisch; 23.10.2013;
www.20min.ch/schweiz/news/story/28556154

<Ein Test zeigt: Zwei in Schweizer Geschäften gekaufte Gelbflossen-Thunfische sind radioaktiv belastet. Eine Gefährdung der Gesundheit bestehe aber nicht, sagt ein Experte.

Fukushima ist weit weg, doch die Folgen der Nuklearkatastrophe von 2011 haben die Schweiz erreicht. Das zeigt ein Test, den Radio 105 durchführen liess.

Die Radioleute kauften im Coop und im Globus je ein Gelbflossen-Thunfisch-Produkt und liessen es vom Kantonalen Laboratorium in Basel untersuchen. Das Resultat: Bei beiden Proben wurde mittels Gammaspektrometrie gesundheitsgefährdendes Caesium 134 und Caesium 137 gemessen. Diese Isotope kommen in der Natur nicht vor, sie entstehen im Zusammenhang mit der Kernspaltung.

Gute Schwimmer

Die Fische stammen aus den Philippinen. Da sie weite Strecken zurücklegen, könnten sie auch in der Nähe des havarierten Kernkraftwerks Fukushima durchgeschwommen sein. Dort gelangt seit Monaten radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Laut Markus Zehringer, Leiter Radioaktivität und Raumluft im Kantonalen Laboratorium Basel, ist denn auch anzunehmen, dass die Verstrahlung in Zusammenhang mit der AKW-Katastrophe in Fukushima steht.

Eine Gefahr für die Gesundheit bestehe aber nicht. «Mit 0,4 Becquerel Caesium 137 pro Kilogramm liegen die Werte weit unter dem Grenzwert von 1250 Becquerel pro Kilogramm», sagte er gegenüber Radio 105. Er werde aber veranlassen, dass im Kantonslabor Basel ab sofort periodisch Stichproben gemacht werden.

(kmo)>

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Basler
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28.10.2013: Sicheres Endlager für Atommüll für 1 Million Jahre gibt es nicht

aus: Basler Zeitung online: Die Mär vom sicheren Endlager; 28.10.2013;
http://bazonline.ch/kultur/kino/Die-Maer-vom-sicheren-Endlager/story/18921908

<In seinem Dokfilm begibt sich der Basler Edgar Hagen auf die Suche nach dem Ort, an dem hochradioaktive Abfälle die erforderlichen eine Million Jahre gelagert werden können. Das Ergebnis ist erschreckend.

Erst 30'000 Jahre ist es her, dass der Neandertaler ausstarb, sogar erst 14'000, als der Rheinfall entstand. Wer will also wissen, was in einer Million Jahren alles passiert? Bis dann wird unter anderem mit 10 bis 15 Eiszeiten gerechnet.

Der unvorstellbar grosse Zeitraum mag mitgeholfen haben, das Problem der Endlagerung lange zu verdrängen. Zu gern hörte man die Zusicherung «machbar!» - in der Schweiz von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra).

Für jeden, der «Die Reise zum sichersten Ort der Erde» sieht, dürfte die Lage künftig nicht mehr so gemütlich sein. Weltweit wird nach stabilen geologischen Umgebungen für Endlager gesucht. Doch selbst wo man sie gemeint gefunden zu haben, bleiben Unwägbarkeiten. Ist ein praktisch unbevölkerter Standort in der Wüste Gobi in ein paar tausend Jahren noch leer? Wie lange halten die Kupferummantelungen, mit denen die Skandinavier ihre Abfälle vor dem Wasser im Granit schützen wollen?

Hochqualifizierter Reiseleiter

Für seinen Trip nach China, in die USA, Australien, Skandinavien, Grossbritannien, Deutschland und Österreich hat der Regisseur Charles McCombie als Reiseleiter gewinnen können. Dieser hat 1978-1999 für die Nagra am Endlagerprogramm «Projekt Gewähr» gearbeitet und gilt heute weltweit als einer der besten Experten auf diesem Gebiet.

McCombie ist ein Befürworter der zivilen Nutzung von Atomenergie, während der Regisseur Atomkraftwerkgegner ist. Für das Anliegen des Films spielt das aber kaum eine Rolle: Selbst beim sofortigen globalen Ausstieg aus der Atomenergie bleiben die bis heute angefallenen 350'000 Tonnen provisorisch gelagerten hochradioaktiven Abfälle, von denen keiner weiss, wohin damit.

Das heisst, einige Leute, die das zu wissen glauben, hat Hagen schon aufgespürt: Etwa den Bürgermeister von Carlsbad, New Mexiko, der die Bevölkerung mit der Aussicht auf Wohlstand dafür gewinnen konnte, die Gemeinde als Standort anzubieten. Oder den Bürgermeister der schwedischen Stadt Östhammar, dem dasselbe gelungen ist.

Undemokratische Schweiz?

Freilich dürften ein sicherer Standort und eine willige Gemeinde selten zusammen auftreten. In nicht-demokratischen Staaten sei die Standortfindung deshalb vermutlich leichter, sagt Ju Wang, Direktor des chinesischen Endlagerprogramms, im Film.

Seltsamerweise ist die Schweiz in diesem Zusammenhang ein beinahe nicht-demokratischer Staat: Im Moment haben Standortkantone und -regionen kein Vetorecht. «Absurd» findet McCombie. Dies insbesondere, weil oberirdische Verpackungsanlagen vorgesehen sind, in denen radioaktive Abfälle auf ihre Tiefenlagerung vorbereitet werden - keine behagliche Vorstellung für die betroffene Bevölkerung.

Versündigung an künftigen Generationen

Regisseur Hagen enthält sich aber des Kommentars, sein Ehrgeiz gilt dem Zeigen. Nicht nur von aktuellen Projekten in aller Welt, sondern auch von vergangenen Sünden. Zu sehen sind beispielsweise Archivaufnahmen von einem Schiff, das hochaktiven Atommüll in Fässern ins Meer wirft und dabei ein Greenpeace-Boot versenkt. Und Unterwasseraufnahmen dieser Fässer, geborsten und leer.

Einen Rückblick gibt es auch auf das Projekt Yucca Mountain, ab 1987 von 2000 Wissenschaftlern evaluiert, 2002 von George W. Bush gestartet und 2009 von Barack Obama gestoppt - unter anderem, weil der Berg in einem Erdbebengebiet liegt.

«Unfassbar, dass man einen so offensichtlichen Fehler machen kann», sagt ein Fachmann im Film grinsend. Doch wenn schon so offensichtliche Mängel übersehen werden, wie viele verborgene lauern noch auf dem Gebiet? (sda)>


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Terra germania online, Logo

28.10.2013: Zensur bei Atomkatastrophen ist genau das FALSCHE - Fukushima kann 85 mal schlimmer sein als Tschernobyl

aus: Terra germania online; 28.10.2013;
http://terragermania.com/

Buchempfehlung: Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft

<Eine enorme Gefahr zeichnet sich ab, die gar das 85-fache des Ausmaßes der Atomkatastrophe von Tschernobyl annehmen kann

„Das Schlimmste an der Tschernobyl – Katastrophe war, dass niemand der Bevölkerung reinen Wein einschenkte. Fakten wurden verschleiert, Informationen zurückgehalten. Ich beobachte jetzt in Japan genau dasselbe. Dabei hilft bei so einer Katastrophe nur eins: Transparenz.“

so ein russischer Wissenschaftler.

Gleich in den ersten Tagen nach dem Unglück in Tschernobyl verschwanden dort  alle Bücher über radioaktive Strahlung, über Hiroshima und Nagasaki, sogar über Röntgenologie aus den Bibliotheken. Auf Anweisung von oben, hieß es. Damit keine Panik entsteht. Es kursierte sogar ein Witz: Wäre Tschernobyl bei den Papuas passiert, wäre die ganze Welt aufgeschreckt – mit Ausnahme der Papuas. (Aus dem Buch von Swetlana Alexijewitsch Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft)

In den Medien wird das Bild vermittelt, das Schlimmste sei überstanden. In Wirklichkeit zeichnet sich eine enorme Gefahr ab, die gar das 85-fache des Ausmaßes der Atomkatastrophe von Tschernobyl annehmen kann. …..>

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n-tv
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Fukushima am 3.11.2013: Reaktor Daiichi ausser Kontrolle - alles geht schief

aus: Tickende Zeitbombe FukushimaDer Reaktor Daiichi ist außer Kontrolle; 3.11.2013;
http://www.n-tv.de/politik/Lage-in-Fukushima-ernst-Tepco-fehlt-Kompetenz-article11593566.html

<Von Diana Sierpinski

Verstrahltes Regenwasser, ausgetretener Dampf, gefährliche Strahlungsdosen - beinahe täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften aus der Atom-Ruine Fukushima. Jede neue Panne nährt die Zweifel, dass die Tepco-Chaostruppe die Lage in den Griff bekommt. Experten warnen vor dem "gefährlichsten Moment der Menschheit".

Die Lage ist ernst im AKW Fukushima. Seit zweieinhalb Jahren kämpft die Tokyo Electric Power Company (Tepco) damit, die Überreste der Atomanlage Daiichi zu kühlen. Doch das gelingt eher schlecht als recht. Allein in den vergangenen Wochen musste Tepco zahlreiche Pannen einräumen. Zuletzt lief kontaminiertes Regenwasser aus einem Dutzend Auffangbecken, stieg die atomare Strahlung wieder drastisch an und im Meerwasser vor einem der Reaktoren wurden die höchsten Werte seit zwei Jahren gemessen. Durch Bauarbeiten wurde verseuchte Erde ins Wasser gespült. Am 9. Oktober kamen sechs Arbeiter mit radioaktivem Wasser in Berührung, weil ein Mitarbeiter versehentlich ein Rohr abgetrennt hatte und sieben Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausliefen.

Die jüngsten Hiobsbotschaften aus der havarierten AKW-Ruine reihen sich ein in eine lange Liste des Versagens, die mit der Tragödie an Japans Ostküste einhergeht. Diese beginnt am Nachmittag des 11. März 2011. Weit draußen unter dem pazifischen Ozean sackt ein Stück der Pazifischen Platte ab. Das tektonische Ereignis löst in Japan ein Erdbeben der Stärke 9 aus. Doch das Schlimmste folgt erst noch. Die Erschütterungen setzen eine mächtige Wasserwand in Bewegung. Mehrere Tsunamiwellen, bis zu 15 Meter hoch, rollen auf die Küste zu und begraben über Hunderte von Kilometern das Land unter sich. 19.000 Menschen sterben bei dem Unglück.

Die Zerstörung am Atomkraftwerk ist so gravierend, dass es in Block 1 bis 3 zu Kernschmelzen kommt. Doch weder die Betreiberfirma Tepco, noch die japanische Atomaufsichtsbehörde oder die Regierung in Tokio gestehen das Ausmaß der Katastrophe ein. Noch Monate später bestreitet die Atomaufsicht Nisa, dass es zu Kernschmelzen gekommen ist. Ein Vorgang, der sogar die unzureichende Informationspolitik der UdSSR beim Reaktorunglück in Tschernobyl in den Schatten stellt.

Wachsende Berge atomaren Abfalls

Undichte Tanks

Auf dem AKW-Gelände stehen über 1000 Tanks, in denen das Kühlwasser lagert - insgesamt über 300.000 Tonnen. Ein Teil der Behälter ist nicht geschweißt, sondern geschraubt und mit Gummidichtungen versehen. Die Einfach-Tanks können unter dem Druck undicht werden. Viele Tanks beginnen zudem zu rosten und lecken bereits. Es scheint sicher, dass seit der Katastrophe im März 2011 ständig radioaktiv belastetes Wasser ins Grund- und dann ins Meerwasser gelangt ist.

Die Probleme, mit denen die rund 3000 Arbeiter in Daiichi täglich zu kämpfen haben, sind gewaltig. Die gigantischen Mengen verseuchten Wassers, die durch die zerstörte Atomanlage schwappen, sind das größte Sorgenkind. 340.000 Liter pumpen die Ingenieure jeden Tag in die beschädigten Reaktoren 1 bis 3, um die geschmolzen en Brennstäbe zu kühlen. Das Wasser kommt sauber rein und verstrahlt wieder raus.

Zudem dringen weitere rund 400 Tonnen Grundwasser pro Tag in die Gebäude ein und vermischen sich dort mit dem verseuchten Kühlwasser. Daher pumpt Tepco ständig Wasser ab und lagert mittlerweile mehr als 300.000 Tonnen kontaminiertes Wasser in rund 1000 teils hastig zusammengenieteten Metalltanks. Diese reichen jedoch bald nicht mehr aus. Die ersten Behälter beginnen bereits zu rosten und werden undicht. Fast täglich gesteht Tepco neue Lecks ein, misst hohe Strahlenwerte, ohne zunächst zu wissen, was genau die Ursache ist. Stellenweise steigt die Strahlung so stark, dass sie einen Menschen innerhalb weniger Stunden töten würde.

Flickschustereien, Vertuschungen und Schlampereien

Ein weiteres ungelöstes Problem ist, dass auf dem Gelände der Platz ausgeht. Laut Tepco waren die 412.000 Tonnen fassenden Tanks am 6. August bereits zu über 80 Prozent gefüllt. Deshalb will Tepco den Bau neuer Tanks beschleunigen und bis Ende März 2015 Platz für zusätzlich 800.000 Tonnen Wasser schaffen. Eine neu errichtete Filtrationsanlage soll das Wasser von radioaktiven Substanzen reinigen. Dabei geht Tepco davon aus, dass ein Filtersystem zur Beseitigung radioaktiver Isotopen normal funktioniert. Doch das ist nicht der Fall. Cäsium und Strontium kann sie herausfiltern, Tritium aber nicht. Behutsam wird die Öffentlichkeit darauf vorbereitet, dass man dieses verseuchte Wasser womöglich doch ins offene Meer ablassen muss. Aber auch zu dieser Verzweiflungstat scheint Tepco unfähig. Bereits kurz nach Inbetriebnahme fiel die Filteranlage immer wieder aus.

Unterirdische Flut

Unter der AKW-Ruine gibt es eine starke Grundwasserströmung, eine Art unterirdischen Fluss. Pro Tag fließen hier 1000 Tonnen Wasser Richtung Meer, von denen rund 400 Tonnen in die Reaktorkeller laufen. Das inzwischen verseuchte Grundwasser dringt mit vier Metern pro Monat voran in Richtung Pazifik-Küste.

Um den andauernden Zufluss von Grundwasser zu bremsen, begann der Konzern bereits heimlich, eine unterirdische Wand um die Reaktoren zu errichten. Zu diesem Zweck wurden sich verhärtende Chemikalien in den Boden gespritzt. Tepcos Plan ging nicht auf. Wieder einmal.

Mit jeder neuen Panne wachsen die Zweifel, dass die Tepco-Chaostruppe die Krise jemals in den Griff bekommt. Viele Experten haben sowieso nie daran geglaubt. Denn Tepco macht bei weitem nicht zum ersten Mal mit Flickschustereien, Vertuschungen und Schlampereien Schlagzeilen. Bereits lange vor dem Fukushima-Gau soll das Unternehmen Wartungsdokumente und Reaktordaten geschönt haben. Pannen und Störfälle häuften sich. Ein Untersuchungsausschuss kam sogar zu dem Ergebnis, die ganze Katastrophe wäre vermeidbar gewesen.

Regierung übernimmt das Zepter

Über zweieinhalb Jahre ließ Japans Regierung Tepco ins offene Messer laufen, nahm einen Störfall nach der anderen stillschweigend hin. Erst als diverse Pannen nicht mehr zu entschuldigen waren, räumte Premierminister Shinzo Abe ein, dass Tepco hilflos überfordert sei und erklärte die Verschmutzung des Wassers medienwirksam zum "dringenden Thema". Der Vorsitzende der Atomregulierungsbehörde setzte noch einen drauf: Im Hause Tepco bestehe "wenig Bewusstsein" für das Ausmaß der Katastrophe, polterte Shinji Kinjo.

Erhöhte Strahlungswerte

In der Nähe der Tanks wurden Strahlungswerte von bis zu 1800 Millisievert pro Stunde gemessen. Die Arbeiter, die die Lecks von Hand abdichten mussten, waren dadurch einer hohen Belastung ausgesetzt. 1800 Millisievert pro Stunde gelten als tödlich, wenn jemand ihnen vier Stunden ohne Schutz ausgesetzt ist. Die Arbeiter trugen allerdings Schutzanzug und Gasmaske.

Der Zeitpunkt der öffentlichen Demontage war geschickt gewählt. Wenige Tage vor der Vergabe der olympischen Spiele verkündete die Regierung in Tokio, man werde das Krisenmanagement jetzt selbst in die Hand nehmen und 360 Millionen Euro Steuergelder zur Eindämmung des radioaktiv verstrahlten Wassers bereitstellen. Mit dem Geld soll ein gigantischer Schutzwall im Erdreich erreichtet werden, wie er auch im Tunnelbau zum Einsatz kommt. Zu diesem Zwecke sollen Rohre mit chemischen Kühlmitteln um die Gebäude der Reaktoren 1 bis 4 verlegt werden. Alles unter Kontrolle, versicherte Abe dem Internationalen Olympischen Komitee und bekam den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020.

Kritiker sehen jedoch auch dieses Unterfangen lediglich als weiteres störanfälliges Provisorium. Das Vorhaben signalisiere einmal mehr die totale Verzweiflung der Regierung in Tokio. Sie ist der Katastrophe nicht gewachsen, bescheinigen ihr nahezu alle Experten. "Sie weiß ja nicht einmal, wo das Wasser genau herkommt", gibt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace zu Bedenken. "Die Anlage wird für Jahrzehnte, wenn nicht für Jahrhunderte strahlen. So lange müsste man den Schutzwall permanent kühlen. Das ist keine Dauerlösung."

"Gefährlichster Moment der Menschheit"

Die nächste große Herausforderung steht kurz vor der Tür. Im November will Tepco mit der Entnahme von 1300 verbrauchten Brennstäben aus dem Abklingbecken in Reaktor vier beginnen. Das Gebäude dieses Blocks ist seit dem Super-GAU und den nachfolgenden Explosionen massiv geschädigt. Ob die Statik ausreicht, ist unklar. Kritiker bezweifeln, dass Tepco in der Lage sei, ein solch gefährliches Unterfangen allein zu bewerkstelligen. Das gelte auch für die japanische Regierung.

Kernkraftkritische Experten warnen davor, dass ein Unfall dabei zu einem nuklearen Desaster unbekannten Ausmaßes führen könne. So stellte US-Umweltaktivist Harvey Wasserman eine Internet-Petition in Netz, in der die Vereinten Nationen aufgefordert werden, das Bergungsprojekt zu übernehmen. Über 100.000 Unterzeichner gibt es bislang. In seinem Artikel bezeichnet Wasserman die Bergung gar als den "gefährlichsten Moment für die Menschheit". Die Brennelemente könnten im Extremfall 15.000 Mal so viel Radioaktivität freisetzen wie die Hiroshima-Bombe vor 68 Jahren.

Andere Experten halten solche Apokalypse-Szenarien dagegen für weit übertrieben. Die Lage an Block 4 sei zwar sehr kritisch, solche Warnungen aber Unsinn, meint etwa der Chef des Öko-Instituts Michael Sailer. Falle die Kühlung der Brennstäbe aus, könne es durch Überhitzung der Elemente nach etwa einer Woche zur Freisetzung von radioaktiven Stoffen wie Xenon, Krypton und Cäsium kommen. Im Extremfall, so Sailer, wäre eine Ausbreitung der Radioaktivität wie nach dem Super-Gau im März 2011 möglich. Das wäre zwar keine weltweite, aber immerhin eine erneute regionale Katastrophe.

Quelle: n-tv.de , mit dpa>

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4.11.2013: Die Radioaktivität kommt an: Hawaii wird ein bisschen wie Fukushima


Anstieg der
                          Radioaktivität auf Hawaii im Oktober 2013,
                          Diagramm
Anstieg der Radioaktivität auf Hawaii im Oktober 2013, Diagramm [1]



aus: joomla online: Radioaktive Strahlung auf Hawaii drastisch erhöht; 4.11.2013;
http://server88-208-229-32.live-servers.net/joomla/index.php/60-radioaktive-strahlung-auf-hawaii-ploetzlich-drastisch-erhoeht

<Eigener Bericht

Am Mittwoch letzter Woche auf Hawaii ein sprunghafter Anstieg der Radioaktivität gemessen. Es ist sehr gut möglich, daß diese ungewöhnlich starke, plötzliche Erhöhung mit den Vorgängen auf Fukushima zu tun hat. Könnte es sich hier um das "Anlanden" von radioaktiven Wolken aus Fukushima an der japanischen Westküste handeln? Oder haben die Wassermassen seit der KAtastrophe in dem Kernkaraftwerk sich doch nicht unauffällig im Pazifik verteilt und erreichen nun die Ostküste des amerikanischen Kontinents?

Jedenfalls sieht die Messung von "BlackCatSystems"  vom Mittwoch, dem 23. Oktober so aus:

Eine schreckliche Entwicklung. Die Berichte über Krankheiten bei Meerestieren und dem Sterben im Pazifischen Ozean lassen Schlimmes ahnen. Doch die Mainstreampresse schweigt. Und auch die Betreiberfirma des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima, Tepco, verschweigt wichtige Informationen. Zum Beispiel, daß es während der vergangenen Unwetter Stromausfälle gegeben hat. Doch einige Tepco-Mitarbeiter geben Insider-Informationen in Japan heraus. Anscheinend sieht die Lage in der Kraftwerksruine weit schlimmer aus, als wir das erfahren sollen.>


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facebook Logo

6.11.2013: Vortrag über Fukushima in Potsdam: Japan bereits verstrahlt - ganze Welt ist bedroht

aus: Facebook: Christoph Hörstl;
https://www.facebook.com/Infoseite.zu.Christoph.Hoerstel?fref=ts

<FUKUSHIMA - sehr beeindruckend!
Der japanische Unternehmensberater Kazuhiko Kobayashi kam am 5. November 2013 zu uns nach Potsdam, um über seine erschütternden Erfahrungen mit der Atomkatastrophe Fukushima aus erster Hand zu berichten.
Wir saßen wie vom Donner gerührt.
Da stand ein kluger, studierter Mensch, Abschluss an deutscher Uni - und sprach und weinte und rang sich durch und sprach weiter. Und berichtete über die unglaublichen Betrugs- und Lügenmanöver der Verantwortlichen - und die dauerhafte Flächenvergiftung seines Landes und die gewaltige Bedrohung der ganzen Welt.
Die Sicht eines Japaners aus Tokyo, der eigene Strahlenmessungen anfertigte. Das Gesamtvideo enthält:
1. Vortrag: 1h 28' - http://youtu.be/pluFd78ZoTY
2. Diskussion: 45' - http://youtu.be/dotlBOZYJ0Y
3. Gespräch mit Christoph Hörstel: 10' - http://youtu.be/8LbRePMmPd0
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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online, Logo

11.11.2013: Die Westküste der "USA" wird radioaktiv durch Fukushima - 300 Tonnen radioaktives Wasser in den Pazifik abgelassen - schwerste Schädigungen bei der Tierwelt im Pazifik

Tiere erleiden bereits Fellverluste, Wunden, hohe Sterberaten bei Jungtieren, blutende Augen, Kiemen etc.

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Fukushima: Radioaktive Welle rollt auf US-Westküste zu; 11.11.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/10/fukushima-radioaktive-welle-rollt-auf-us-westkueste-zu/

<Untersuchungen bestätigen: im März wird die erste große Welle mit radioaktiv verseuchten Wasser die US-Westküste erreichen. Ein Nuklearexperte fordert dringend Messungen von Meeresfrüchten und Fischen.

In den USA machen sich immer mehr Menschen Sorgen, welche Auswirkungen die Katastrophe von Fukushima auf die US-Westküste haben wird.

In Japan sind die Folgen bereits sichtbar: Schmetterlinge sind deformiert. Die Fischindustrie in der Region wurde heruntergefahren. Dutzende Arten sind aufgrund hoher radioaktiver Werte nicht mehr zum Verzehr geeignet. 16.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben und werden dort auch nicht mehr zurückkehren.

Kerningenieur Arjun Makhijani, Präsident des Instituts für Energie- und Umweltforschung, bestätigte, dass Meeresströmungen radioaktives Wasser an die Westküste schwemmt, berichtet ABC. 300 Tonnen verseuchtes Wasser werden in Fukushima jeden Tag in den Pazifischen Ozean abgelassen. Irgendwann wird es die USA erreichen.

Nach einer Studie in der Zeitschrift Deep Sea Research 1 wird es im März soweit sein. Dann wird die Welle auf die US-Westküste treffen. „Wir müssen Lebensmittel besser überwachen. Ich glaube nicht, dass der US-Umweltschutz und die Lebensmittelbehörde einen guten Job machen“, so Makhijani.

Das wichtigste sei jetzt die Überwachung der Lebensmittel auf Radioaktivität, so Madhijani.

Währenddessen sorgt man sich weiter um die Aufräumarbeiten in Fukushima (mehr hier).

Obwohl die erste Welle im März erwartet wird, gibt es bereits Anzeichen von Folgen der Atomkatastrophe. Anhand von Messstationen in den USA kann man bereits die Erhöhung von radioaktiver Strahlung beobachten, berichtet Globalresearch. Außerdem gebe es 28 Anzeichen, dass Nordamerika von der Fukushima-Katastrophe bereits betroffen wurde.

So wurden etwa vor Alaska bei Eisbären, Robben und Walrossen Fellverlust und offenen Wunden vermerkt.

Eine Epidemie unter Seelöwen alarmiert die Wissenschaftler. So sind vor Südkalifornien rund 45 Prozent aller Jungtiere gestorben.

Entlang der kanadischen Westküste erkranken Fische aus unbekannter Ursache. Sie bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln.

Es wird prognostiziert, dass sich die Radioaktivität der Küstengewässer vor der US-Westküste in den nächsten fünf bis sechs Jahren verdoppeln wird.

In Kalifornien fanden Wissenschaftler bei einem Test heraus, dass 15 von 15 Blauflossen-Thunfischen mit Strahlung aus Fukushima kontaminiert waren.

BBC News berichtete kürzlich, dass Strahlung rund um Fukushima sind „18 Mal höher“ ist als bisher angenommen.
Es wird geschätzt, dass bis zu 100 Mal so viel radioaktive Strahlung durch Fukushima im Ozean freigesetzt wurde wie während der gesamten Katastrophe von Tschernobyl.>

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Die Presse.com online, Logo

Fukushima am 11.11.2013: Japanische Regierung verlangt "Reinigungskosten" von Tepco

aus: Die Presse online: Fukushima führt zur Selbstanklage Japans; 11.11.2013;
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1475100/Fukushima-fuehrt-zur-Selbstanklage-Japans?from=rss

<Japans Regierung hat dem Kraftwerksbetreiber Tepco Reinigungskosten in Rechnung gestellt, die das Unternehmen nicht zahlen will. Der Staat erwägt nun rechtliche Schritte. Letztendlich würden die gegen ihn selbst gehen.

 (Die Presse)

Tokio. Die Kläger von Fukushima sahen bisher so aus wie Norio Kanno. Der Bürgermeister des Dorfs Iitate, dessen 6000 Einwohner nach Tsunami, Erdbeben und Reaktorkatastrophe im März 2011 evakuiert werden mussten, kämpft für Gerechtigkeit. Er fordert Entschädigungen für seine Bürger, eine Beschleunigung der Dekontaminierungsarbeiten und Strafen für das Tepco-Management. Kanno und 800 weitere der insgesamt 300.000 evakuierten oder anderweitig betroffenen Menschen fordern monatliche Zahlungen von 50.000 Yen (rund 370 Euro), bis die verstrahlten Gebiete keine zu hohe Belastung mehr aufweisen. „Aber es wird sehr schwer, diesen Fall zu gewinnen“, gesteht Kanno, der Tepco für übermächtig hält.

Rechnung wurde nicht bezahlt

Nun könnten die Kläger Aufwind erhalten. Denn womöglich gesellt sich bald ein prominenter und mächtiger Akteur in ihre Reihe – der Staat. Kürzlich ließen Offizielle der japanischen Regierung verlautbaren, dass sie mit Tepco im Zusammenhang mit den Dekontaminierungsarbeiten mehr als unzufrieden sind. Das Verhalten des Unternehmens sei „völlig inakzeptabel“, sagte Satoshi Watanabe von der Reinigungsabteilung des Umweltministeriums. Rechtliche Schritte könnten folgen.

Der Streitwert beläuft sich auf gut 33 Milliarden Yen (rund 240 Millionen Euro). Für Dekontaminierungsarbeiten in der Gegend des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima hat die Regierung 40,4 Milliarden Yen ausgelegt, die sie von Tepco nun einfordert. Bisher hat das Unternehmen allerdings nur 6,7 Milliarden der geforderten Summe bezahlt. Der Rest, findet das Tepco-Management, dürfe nicht auf der Rechnung stehen, da es sich um Posten wie Öffentlichkeitsarbeit oder Forschung und Entwicklung handle. Die direkten Kosten für die Reinigung von Straßen und Erde sind hingegen beglichen worden.

„Tepco sagte, es werde darüber nachdenken, ob es die Rechnung der Regierung begleichen will. Wir verstehen dies so, dass Tepco noch nicht endgültig beschlossen hat, uns die Zahlung zu verweigern“, sagte Watanabe. Allerdings betonte er, dass die rund 470 Milliarden Yen, die bisher insgesamt ausgegeben wurden, längst nicht genug seien, um die radioaktiv belasteten Gebiete rund um das Kraftwerk zu reinigen. Angesetzt sind 1,3 Billionen Yen, rund dreimal so viel. Nun geht es um die Frage, wie es weitergehen soll, wenn sich Tepco schon jetzt nicht mehr beteiligt.

Eine Klage gegen den größten Energieversorger Japans wäre öffentlichkeitswirksam, hätte aber eine ironische Seite. Denn im Sommer letzten Jahres hat die Regierung 50,1 Prozent der Anteile an Tepco gekauft, um das Unternehmen vor der Pleite zu bewahren. Japan würde sich somit quasi selbst verklagen. Bei allen möglichen Rettungsversuchen, die der öffentliche Sektor bisher unternommen hat, musste er auch unabhängig davon tief in die Tasche greifen. Zuletzt stellte Premierminister Shinzo Abe 47 Milliarden Yen bereit, um die täglich neuen Lecks in den Auffangtanks zu stopfen, aus denen radioaktives Wasser in den Ozean fließt. Tepco steuerte bloß drei Milliarden Yen bei.

Dass die Betreiberfirma verhältnismäßig wenig zahlt, liegt auch daran, dass ihr das Geld ausgeht. Nach Beginn der Reaktorkatastrophe wurden alle Atomkraftwerke im Land abgeschaltet. Tepco muss seither verstärkt Rohstoffe aus dem Ausland importieren, was das Unternehmen stark belastet. Hinzu kommen die Kosten der Katastrophe in Fukushima. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Unternehmen die Rechnung des Umweltministeriums verweigert, nicht, weil es nicht zahlen will, sondern weil es nicht zahlen kann.

Aufspaltung von Tepco

Das Wirtschaftsministerium erwägt daher schon weitere Schritte. Als eine Möglichkeit gilt die Aufspaltung von Tepco, um das Katastrophenmanagement von Profitinteressen unabhängig zu machen. Auch über eine völlige Kostenentlastung von Tepco wird nachgedacht. Eine weitere Alternative sieht vor, dass die aktuelle Rechnung der Regierung bestehen bleibt, für alles Künftige aber der Staat aufkommen wird.

Was die Klage angeht, könnte die Ironie weitergehen. Sollte es dem Staat gelingen, sich Geld von Tepco zu erstreiten, könnte ein Stein ins Rollen gebracht werden und Kläger wie Norio Kanno auch für ihren Fall bessere Chancen erhalten. Tepco müsste dann noch mehr zahlen. Das würde auch dessen Mehrheitseigentümer – den Staat – zusätzlich belasten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2013)>

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15.11.2013: Bergung der 1300 Brennelemente eingestellt wegen "technischer Probleme" - radioaktive Wasserblase kommt auf Kalifornien zu - zerstörte Tierwelt im Pazifik - undichte "Wassertanks"

Undichte Wassertanks in
                Fukushima. Beim nächsten Tsunami sind die alle weg.
Undichte Wassertanks in Fukushima. Beim nächsten Tsunami sind die alle weg [2]

aus: Ingenieur online: Bergung der Brennelemente gestoppt: Radioaktive Wasserblase aus Fukushima treibt zur amerikanische Westküste; 15.11.2013;
http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Kernenergie/Radioaktive-Wasserblase-Fukushima-treibt-amerikanische-Westkueste

[Was heisst "technische Probleme" auf Japanisch? Dass man diese 1300 Brennelemente gar nicht bergen kann!!!]

<
Ingenieure vor dem Abklingbecken für Brennstäbe im Reaktor 4 des Atomkraftwerkes Fukushima: Die Bergung der 1300 Brennelemente wurde wegen technischer Probleme verschoben.

Die Situation im Atomkraftwerk Fukushima gerät zunehmend außer Kontrolle. Die Betreiberfirma Tepco hat wegen Problemen die Bergung der 1300 Brennelemente aus Reaktorblock 4 verschoben. Gleichzeitig hat sich im Pazifik eine Blase mit radioaktiv verseuchtem Wasser gebildet, die auf die kalifornische Küste zutreibt.

[Die radioaktive Wasserblase]

Die riesige radioaktive Wasserblase, die sich im Pazifik gebildet hat, treibt auf Kaliforniens Küste zu und hat offenbar im Meer schon für erhebliche Schäden gesorgt. 300 Tonnen verseuchtes Wasser fließen täglich ins Meer. Das Wasser aus den leckenden Tanks auf dem Kraftwerksgelände hat nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco Strahlenbelastungen von 100 Millisievert pro Stunde. Das ist der Strahlungswert, den ein Mitarbeiter in einem japanischen Atomkraftwerk innerhalb von 5 Jahren abbekommen darf. In Fukushima ist man dieser Strahlenbelastung in nur einer Stunde ausgesetzt.

Das ausgetretene Wasser enthält unter anderem Strontium, das Wissenschaftler gerne als „Knochenkiller“ bezeichnen. Strontium schädigt das Knochenmark und kann Leukämie auslösen. Hält sich ein Mensch nur eine Stunde direkt neben diesem Wasser auf, treten nach zehn Stunden erste Anzeichen der Strahlenkrankheit auf: Übelkeit und ein Rückgang der weißen Blutkörperchen.

Blase mit radioaktivem Wasser erreicht im März Kalifornien

Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, hat dieses stark belastete Wasser eine riesige Blase gebildet, die im Pazifik auf die USA zutreibt. Nach Untersuchungen der Strömungsverhältnisse im Pazifischen Ozean hat das gravierende Folgen für die US-amerikanische Westküste. Nuklearingenieur Arjun Makhijani, Präsident des Instituts für Energie- und Umweltforschung IEER mit Sitz in Takoma Park in Maryland, erwartet, dass die Blase im März 2014 die US-Küste erreicht. Der Höchststand dieser vor allem mit Cäsium 137 verseuchten Wasserblase wird für das Jahr 2016 erwartet.

Fische bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln

„Wir müssen Lebensmittel besser überwachen. Ich glaube nicht, dass der US-Umweltschutz und die Lebensmittelbehörde einen guten Job machen“, so Makhijani. Offenbar gibt es schon jetzt Schäden durch die Radioaktivität in den US-Gewässern. So sind vor Südkalifornien rund 45 Prozent aller Seelöwen-Jungtiere gestorben. Normalerweise sterben weniger als ein Drittel der Jungen. Entlang der Pazifikküste Kanadas und Alaskas ist die Population des Rotlachses auf ein historisches Tief gesunken. Entlang der kanadischen Westküste erkranken Fische aus unbekannter Ursache. Sie bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln.

Experten schätzen, dass sich die Radioaktivität der Küstengewässer vor der US-Westküste in den nächsten fünf bis sechs Jahren verdoppeln wird. In Kalifornien stellten Wissenschaftler bei einer Untersuchung von 15 Blauflossen-Thunfischen fest, dass alle durch radioaktiven Fallout aus Fukushima kontaminiert waren.

Experten haben im Plankton zwischen Hawaii und der Westküste der USA sehr große Mengen von Cäsium 137 gefunden. Plankton ist der Beginn der maritimen Nahrungskette. Nach einer Simulation des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel werden bis zum Jahre 2020 auch die entlegendsten Winkel des Pazifischen Ozeans mit größeren Mengen von Cäsium 137 verseucht sein.

100-mal so viel Strahlung freigesetzt wie Tschernobyl

Die Angaben der Experten und des Betreibers Tepco zur Menge der ins Meer geratenen radioaktiven Strahlung weichen zwar voneinander ab, liegen aber allesamt auf einem sehr hohen Niveau. Forscher am Meteorologischen Forschungsinstitut der japanischen Behörde für Meteorologie schätzen, dass täglich radioaktives Cäsium und Strontium mit einer Aktivität von jeweils 30 Milliarden Becquerel in den Pazifik gelangen

Tepco gibt an, dass seit Beginn der Fukushima-Katastrophe radioaktives Tritium mit einer Aktivität zwischen 20 und 40 Billionen Becquerel ins Meer gelangt ist. Es wird geschätzt, dass durch Fukushima bis zu 100 Mal so viel radioaktive Strahlung in den Ozean freigesetzt wurde, wie während der gesamten Katastrophe von Tschernobyl.

Bergung der Brennelemente gestoppt

Nicht weniger beunruhigend ist die Nachricht, dass der Versuch, die 1300 beschädigten Brennelemente aus Reaktorblock 4 zu bergen, vorerst gescheitert ist. Ein Riesenproblem bei der Bergung ist das Chaos der Brennelemente: Sie haben durch die Kräfte der Naturgewalten Mikado gespielt und sind entsprechend durcheinander gebracht worden. Tepco wollte die Brennelemente ursprünglich manuell bergen. Laut dem Nuklearexperten Arnie Gundersen ist aber die einzige Möglichkeit eine computergesteuerte Bergung.

Bei Kernschmelze müsste Tokio mit 35 Mio. Menschen evakuiert werden - [keine Bergung der Brennelemente - es wird weiterhin der Pazifik und Asien verseucht]

Es besteht offenbar eine sehr große Gefahr bei diesem Bergungsprojekt. Richard Broinowsky von der Universität Sydney sagte im australischen Radiosender ABC, dass die Gefahr bestehe, dass die Brennelemente im Fall einer Kernschmelze ungeheure Mengen von Radioaktivität in die Atmosphäre abgeben würden. Im Falle ungünstiger Winde müsste Tokio evakuiert werden, so Broinowsky.

Das geht aber kaum. In der Metropolregion um Tokio leben über 35 Millionen Menschen. Und deshalb haben die japanischen Behörden jetzt den Bergungsplan erst einmal verschoben, in der kühnen Hoffnung, dass sie weiter die Brennelemente mit Wasser kühlen und so das schlimmste verhindern können. Es ist eine Wette auf die Zukunft. Denn Tepco hat bereits 1000 Tanks auf dem Gelände der Atomruine und in den Bergen um Fukushima errichtet, in denen das verseuchte Kühlwasser gespeichert wird. Und der Zustand dieser Tanks ist eine einzige Katastrophe.

„Ich muss klar sagen, dass wir schludrig gearbeitet haben.“

Was kein Wunder ist, denn es musste ja schnell gehen nach der Atomkatastrophe am 11. März 2011. Ein Zeuge dieser Flickschusterei ist der Automechaniker Yoshitatsu Uechi, der im Auftrag von Tepco im vergangenen Jahr sechs Monate am havarierten AKW Fukushima gearbeitet hat. Seine Aufgabe: Tanks zusammenbauen, im Eiltempo. „Ich muss klar sagen, dass wir schludrig gearbeitet haben. Wahrscheinlich lecken die Tanks deshalb schon jetzt“, sagte der 48-Jährige freimütig gegenüber der Nachrichtenagentur AP und ergänzt. „Jedes Mal, wenn hier die Erde ein bisschen bebt, bricht mir der Schweiß aus.“

Wenn er dann erzählt, dass etwa der Rostschutz auf Nieten und Schweißnähten nicht wie vorgeschrieben unter trockenen Bedingungen aufgebracht wurden, sondern bei Regen und Schneefall, versteht man die Sorge des Automechanikers. Sein Bericht geht so weit, dass Tanks mit radioaktiv verstrahltem Wasser in die Tanks gefüllt worden ist, bevor diese fertig waren.

„Ihre Qualität ist an der absoluten Untergrenze.“

Ebenso unglaublich: Die Dichtheitsprüfungen der Tanks wurde bei Regen durchgeführt. „Wir waren in einer Notsituation und mussten viele Tanks so schnell wie möglich bauen“, rechtfertigt Teruaki Kobayashi von Tepco die unorthodoxe Dichtheitsprüfung der Tanks und gibt zu: „Ihre Qualität ist an der absoluten Untergrenze.“

Auf dem Gelände des Kraftwerks werden derzeit rund 370 000 Tonnen radioaktiv kontaminierten Wassers gelagert. Etwa ein Drittel davon befindet sich in Stahltanks mit gummierten Nähten, die mit Bolzen geschlossen werden. Ein absolutes Provisorium. Bis März 2016 will Tepco diese Provisorien komplett gegen robustere Tanks austauschen. Dazu will das Unternehmen die Speicherkapazität für das kontaminierte Wasser auf 800 000 Tonnen erhöhen.>

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Fotoquellen
[1] Diagramm des Anstiegs der Radioaktivität auf Hawaii, Oktober 2013:
http://server88-208-229-32.live-servers.net/joomla/index.php/60-radioaktive-strahlung-auf-hawaii-ploetzlich-drastisch-erhoeht
[2] Undichte Wassertanks in Fukushima: http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Kernenergie/Radioaktive-Wasserblase-Fukushima-treibt-amerikanische-Westkueste

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