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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

25. Unmögliche Gefängnisbedingungen (Teil 2)

von Michael Palomino (2006);

Meldungen

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4.6.2012: Im Gefängnis illegalen Wein selber herstellen - Pruno stinkt, aber der Alkoholgehalt ist bei Verwendung heissen Wassers bis ca. 8%

aus: Welt online: Pruno: So stellen Sträflinge in Amerika illegalen Wein her; 4.6.2012;
http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article106405476/So-stellen-Straeflinge-in-Amerika-illegalen-Wein-her.html

Das Rezept:

1. Zehn geschälte Orangen, eine Dose mit Cocktailfrüchten und Wasser landen in einem Plastikbeutel. Der Inhalt wird zu Brei gerührt. Der festgeknotete Beutel wird unter fliessend heissem Wasser 15 Minuten lang erhitzt und für 48 Stunden in ein Handtuch gewickelt.

2. Der Beutel wird geöffnet, 60 Stücke Würfelzucker und sechs Teelöffel Ketchup hinzugefügt. Dann wird der Beutel mit dem Brei für 30 Minuten mit heissem Wasser übergossen. Täglich 15 Minuten erhitzen und dann jeweils 24 Stunden stehenlassen.

3. Nach dreit Tagen kann man das Getränk absieben: Der Pruno fertig und kann getrunken werden.

Der Artikel:

<In US-Haftanstalten wird mit legalen Zutaten der verbotene Gefängniswein Pruno hergestellt. Er stinkt, schmeckt ekelig, enthält aber Alkohol. Vor 20 Jahren hat ein Insasse das Rezept aufgeschrieben.

Von Pinar Abut

Orangen mit Ketchup ist nicht unbedingt die erste Kombination, die für einen Cocktail gewählt wird. Für amerikanische Gefängnisinsassen aber sind die Zitrusfrucht und die zuckerhaltige Tomatensoße wichtige Zutaten für ein selbst gebrautes alkoholisches Getränk.

Wer es schafft, zehn Orangen, Cocktailfrüchte aus der Dose, 60 Stücke Würfelzucker und Ketchup in seiner Zelle zu horten, ist von seinem Pruno, dem Gefängniswein, nur ein paar Arbeitsschritte entfernt.

Die geschälten Apfelsinen landen mit den Dosenfrüchten und 450 Milliliter Wasser in einem Plastikbeutel. Dieser wird fest verknotet und der Inhalt zu Brei geknetet. Insassen, die Zimmer mit heißem Wasseranschluss haben, sind klar im Vorteil, denn der Beutel muss jetzt für 15 Minuten unter fließendem, heißem Wasser im Waschbecken erhitzt werden. Für 48 Stunden wird die Mixtur in ein Handtuch gewickelt und in einer ungestörten Ecke liegen gelassen.

Alkoholgehalt des Prunos variiert

Nach dieser ersten Etappe wird der Beutel geöffnet, um den Zucker und sechs Teelöffel Ketchup hinzuzufügen. Anschließend wird der Brei für 30 Minuten mit heißem Wasser übergossen. Täglich wird es für weitere 15 Minuten erhitzt. Nach drei Tagen ist der Pruno fertig und kann, wenn das Fruchtfleisch mit einem Löffel entfernt wurde, getrunken werden. Je nach Zuckergehalt und erzielter Wärme kann das Getränk einen Alkoholgehalt eines leichten Bieres bis hin zu einem starken Wein [ca. 8%] erreichen.

Wer dieses Getränk erfunden hat, ist nicht eindeutig, aber die detaillierte Anleitung ist Jarvis Jay Masters zu verdanken. Der zum Tode verurteilte US-Amerikaner sitzt seit 1981 im Gefängnis San Quentin in Marin County in Kalifornien. 1992, vor genau 20 Jahren hat er ein Gedicht geschrieben, das sowohl sein Schicksal im Gefängnis beschreibt als auch das Pruno-Rezept erklärt. Wofür er auch mit einem Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Es stinkt nach Fäulnis

Tätowierte Männer zeigen auf Youtube, wie sie Pruno herstellen und anschließend trinken. Laut ihren Beschreibungen stinkt es unerträglich nach Fäulnis. Es ist kein Getränk, das je ein Mensch freiwillig trinken würde. Zum Runterschlucken halten sich einige die Nase zu, damit sie nicht brechen müssen. Ex-Häftlinge berichten, dass der Gestank ausreicht, um sich vor sexuellen Übergriffen von anderen Insassen zu schützen, denn keiner würde diesen Gestank lange aushalten.

Dennoch wird der Alkohol in amerikanischen Gefängnissen illegal hergestellt, was zu gewalttätigen Handlungen führt. In den schwerwiegenden Fällen, seien die Insassen betrunken gewesen, sagte Ron Nipper, Sprecher des Gefängnisses im kalifornischen Lancaster der "Los Angeles Times".

2003 wurde in dieser Haftanstalt frisches Obst vom Speiseplan gestrichen, was jedoch nicht das Alkohol-Problem beseitigen konnte. Die Kreativität der Insassen kennt keine Grenzen, auch wenn sie selbst für Jahre oder bis zum Tod eingesperrt sind. Denn Pruno lässt sich auch mit Sauerkraut, verschimmeltem Brot, Süßigkeiten oder Rosinen herstellen.

Der Verfasser des Gedichts ist Buddhist

Jarvis Jay Masters, der Verfasser des Pruno-Rezepts, hat dem Alkohol abgeschworen. Er hat während seiner Zeit im Gefängnis den Buddhismus für sich entdeckt. Als 19-Jähriger wurde er wegen bewaffnetem Raubüberfall zu 22 Jahren Haft verurteilt. Weil er aber 1990 während seiner Haft an einem Mord an einem Gefängniswärter beteiligt war, wurde ihm die Todesstrafe verhängt.

Der frühere Mörder lebt jetzt nach den buddhistischen Regeln. Der 50-Jährige ist zum Philosophen geworden, hat die Bücher "Frieden finden: Schriften aus der Todeszelle" und "Der Vogel hat meine Flügel. Die Autobiografie eines unschuldigen Mannes im Todestrakt" geschrieben. Noch lebt Jarvis. Sein ausgezeichnetes Gedicht beendet er mit der Zeile: "Möge Gott sich deiner Seele erbarmen.">

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23-06-2012: <En Brasil reclusos rebajarán penas si leen [hasta] 12 obras al año>


23.6.2012: In Brasilien können Gefangene die Strafe reduzieren, wenn sie bis zu 12 Bücher pro Jahr lesen
de / aus:
http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/mundo/america/43888-en-brasil-reclusos-rebajaran-penas-si-leen-12-obras-al-ano

<Los presos en Brasil podrán rebajar su condena, 48 días por año, si prueban haber leído al menos 12 obras literarias, científicas o filosóficas al año, de acuerdo a una norma que entró en vigor este viernes. La norma fue establecida como un estímulo a la lectura.

Para acceder al beneficio, los reclusos deberán presentar una reseña por libro leído que será evaluada por autoridades penitenciarias, señala la ley publicada en el diario oficial de ese país.

Informaron además que la norma fue aprobada como estímulo a la lectura en la comunidad carcelaria del país brasileño, que asciende a 513 mil internos.

Con esta ley cada recluso tendrá un plazo de hasta 30 días para leer una obra literaria y podrá probar hasta un máximo de 12 títulos por año, con lo que al final logrará reducir 48 días por cada año de condena.

Con una población de 191 millones de habitantes, Brasil cuenta con 513.000 presos. Hasta 2005, se calculaba que un 70% de los presos no habían completado el ciclo de escolarización básica.>


<Die Gefangenen in Brasilien können ihre Strafe um 48 Tage pro Jahr reduzieren, wenn sie beweisen, mindestens 12 literarische, wissenschaftliche oder philosophische Bücher pro Jahr gelesen zu haben. Dieses neue Gesetz ist seit diesem Freitag in Kraft und soll zum Lesen ermuntern.

Die Gefangenen müssen dabei eine Rezension des gelesenen Buchs abliefern, die dann der Gefängnisleitung beurteilt wird, so das neue Gesetz im offiziellen Blatt des Landes.

Das Gesetz soll zum Lesen anregen. In Brasilien sind 513.000 Menschen zur Zeit in Gefängnissen untergebracht.

Mit diesem Gesetz soll jeder Gefangene soll jeder Gefangene bis zu 30 Tage Zeit erhalten, ein literarisches Buch zu lesen, und kann dies bis auf 12 Titel pro Jahr ausweiten. Am ende reduziert sich die strafe dann um 48 Tage für jedes Strafjahr.

Brasilien hat 191 Millionen Einwohner, und 513.000 Gefangene. Bis 2005 wurde geschätzt, dass 70% der Gefangenen die Grundschule nicht abgeschlossen haben.>

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n-tv
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15.8.2012: <Gewalt in deutschen Gefängnissen: Viele Häftlinge werden Opfer> - rund 25% werden Opfer physischer Gewalt

aus: n-tv online; 15.8.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Viele-Haeftlinge-werden-Opfer-article6980181.html

<Deutsche Gefängnisse sind alles andere als Besserungsanstalten. Das belegt eine neue Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Das Ausmaß der Gewalt ist erschreckend: Jeder vierte der für die Studie befragten Gefangenen spricht von sexueller Gewalt, Schlägen und anderen Attacken.

In deutschen Gefängnissen wird einer Studie zufolge ein großer Anteil der Häftlinge zum Opfer von Gewalt. Jeder vierte Häftling werde hinter Gittern im Laufe eines Monats Opfer von körperlichen Übergriffen, berichtete die "Zeit" vorab unter Berufung auf eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

25,7 Prozent aller männlichen Befragten und 25,6 Prozent aller weiblichen Befragten gaben demnach an, in den vier Wochen zuvor im Gefängnis Opfer physischer Gewalt geworden zu sein. Bei den Jugendlichen waren es sogar 49 Prozent. Die Wissenschaftler befragten dem Bericht zufolge anonym knapp 6400 Häftlinge in 33 Gefängnissen in Bremen, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen.

Die Gefangenen berichteten von körperlichen und sexuellen Übergriffen, Schlägen im Sportraum und Vergewaltigungen in der Gemeinschaftsdusche. Als besonders gefährliche Orte wurden die Gemeinschaftszellen sowie unübersichtliche Flure, Duschen und Freistundenhöfe mit dunklen Ecken benannt. Fast die Hälfte der Opfer gab an, keine Anzeige erstattet zu haben.

Jeder zweite Gefangene habe zudem von weiteren Formen der Gewalt berichtet. Demnach wurden die Häftlinge schikaniert, erpresst, von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen, mit Müll oder Exkrementen beworfen oder durch Lügen und Gerüchte verächtlich gemacht. Die Forscher informierten die Anstaltsleiter laut "Zeit" über jene Fälle von körperlichen Auseinandersetzungen und sexuellen Übergriffen, zu denen sie genauere Informationen hatten. Die Untersuchung sei die erste aussagekräftige Studie, die das Ausmaß des Gewaltproblems im deutschen Strafvollzug erkennen lasse, hieß es.

Quelle:n-tv.de, AFP>

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n-tv
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22.9.2012: Folter in Gefängnissen in Georgien - das Video des Wärters kommt kurz vor den Wahlen - und der Wärter bittet in Brüssel um Asyl

aus: n-tv online: Videobeweis: In Georgien wird gefoltert: Gefängniswärter wollte aufklären; 22.9.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Gefaengniswaerter-wollte-aufklaeren-article7288066.html

<Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Georgien droht wegen Videos mit brutalen Folterszenen von Häftlingen eine politische Schlammschlacht. Der Urheber der Videos flieht nach Brüssel und bittet dort um politisches Asyl. Spannend ist die Frage, welche Rolle die georgische Opposition dabei spielt. Dessen Chef ist eine schillernde Persönlichkeit.

Ein früherer georgischer Gefängniswärter, der Videoaufnahmen mutmaßlicher Misshandlungen von Häftlingen veröffentlichte, wollte damit nach eigenen Angaben ein Ende der Folter in der Ex-Sowjetrepublik erreichen. "Ich wollte dem Ganzen für immer und ewig ein Ende bereiten", sagte Wladimir Bedukadse in Brüssel, wo er politisches Asyl beantragte. Der 35-Jährige war nach eigenen Angaben seit 2008 im Gldani-Gefängnis bei Tiflis beschäftigt. Die erschütternden Aufnahmen machte er demnach zwischen 2010 und 2012.

"Ich wollte zeigen, was vor sich ging, damit die Leute das wissen", sagte Bedukadse. Auf den Aufnahmen werden Häftlinge brutal getreten und offenbar vergewaltigt. Nach Bedukadse wird in Georgien gefahndet. Er floh nach eigenen Angaben im Mai mit den Videos und erreichte im Juli Brüssel. Seine Familie ist demnach jedoch weiterhin in Georgien. Bedukadse wies Vorwürfe zurück, er habe im Namen der Opposition gehandelt. "Ich wurde nicht bezahlt. Es war ein persönlicher Protest". Sein Anwalt erklärte, wenn es keine Folter gegeben hätte, gäbe es auch keine Videos.

Häftlinge bekräftigten die schweren Vorwürfe gegen ihre Aufpasser. Täglich hätten Justizbeamte zwei Gefangene ausgesucht und heftig verprügelt, berichteten Insassen Journalisten im Gefängnis Nr. 8 in Tiflis. Sie hätten ihre Wärter nie ansehen dürfen. Zudem seien ihnen für die Zeit nach der Parlamentswahl noch heftigere Prügel angedroht worden. Vor den Gefängnissen versammelten sich besorgte Angehörige.

Veröffentlichung im Schatten der Parlamentswahl

Der Folterskandal führte zum Rücktritt des Innenministers und des für den Strafvollzug zuständigen Ministers. Staatschef Michail Saakaschwili erklärte, der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Videos ziele auf eine Beeinflussung der Parlamentswahlen am 1. Oktober ab, die als wichtiger Stimmungstest für seine Partei gilt. Es müsse die Frage gestellt werden, warum die Aufnahmen erst jetzt gezeigt würden, sagte er in einer Fernsehansprache.

Ex-Präsident Eduard Schewardnadse verurteilte die Vorfälle scharf. "Ich wünschte, ich hätte das nicht mehr erlebt", sagte der 84-jährige Vorgänger Saakaschwilis. "Oppositionsführer Bidsina Iwanischwili sollte an die Macht kommen. Er ist unabhängig", sagte Schewardnadse. Unter dem reichsten Mann Georgiens werde das Land seinen Weg in die EU und in die Nato fortsetzen, meinte der Politiker, der als einer der Väter der deutschen Einheit gilt.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton äußerte sich "empört" über die Foltervideos. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Regierung zu einer "gründlichen und unabhängigen Untersuchung" auf. Auch die UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, zeigte sich entsetzt.

Oppositionsführer als Menschenfreund

Der 56-jährige Iwanischwili machte sein Vermögen als Banker und Investor in Russland und war lange in Georgien nur als öffentlichkeitsscheuer Philanthrop bekannt, der durch großzügige Spenden die Künste, das kulturelle Erbe und soziale Projekte unterstützte. Sein Vermögen wird auf bis zu fünf Milliarden Euro geschätzt. Er residiert in einer riesigen Stahl-und-Glas-Villa auf einem Hügel über der Hauptstadt Tiflis.

Als Iwanischwili vergangenes Jahr in die Politik eintrat, wurde ihm wegen angeblicher Gesetzesverstöße sein Pass entzogen. Zudem wurde er zur Zahlung einer Strafe in Millionenhöhe verurteilt.

Die Regierungspartei wirft Iwanischwili vor, den Interessen Russlands zu dienen, mit dem Georgien seit dem Krieg um Südossetien im Sommer 2008 keine Beziehungen mehr unterhält. Der Milliardär tritt dagegen für eine Normalisierung der Beziehungen ein. Seiner Ansicht nach kann sich die frühere Sowjetrepublik die Feindschaft mit dem großen Nachbarn im Norden nicht leisten. Daher lehnt er es auch ab, Russlands Präsident Wladimir Putin zu kritisieren.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa>

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"USA" 16.10.2012: Der schwarze Präsident tut nichts für die Schwarzen, sondern es geht ihnen schlechter als zuvor - Beispiel: Das "US"-Gefängniswesen

aus: 20 minuten online: Übervolle Gefängnisse: Obama bringt Schwarzen keinen «Change»; 16.10.2012;
http://www.20min.ch/ausland/dossier/uswahlen/story/24253334

<Die Wahl Barack Obamas sollte ein Meilenstein in der Geschichte der Afro-Amerikaner werden. Doch die Situation der Minderheit verschlechtert sich auch unter seiner Ägide dramatisch weiter.

[0,7% der Bevölkerung im Gefängnis, davon 50% Schwarze - die Behörden "vergessen" oft die Erfassung der Gefangenen]

Dass zahlreiche Statistiken das Gegenteil behaupten, hat laut Soziologie-Professorin Becky Pettit einen einfachen Grund. In ihrem neuen Buch «Unsichtbare Menschen» schreibt sie, dass die Behörden in ihren Studien oft vergessen, Häftlinge zu berücksichtigen. Das birgt zweierlei Probleme: Mit rund 2.3 Millionen oder 0.7 Prozent ihrer Bevölkerung hinter Gittern weisen die USA die höchste Inhaftierungsrate der Welt auf. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt sie mit 0.08 Prozent zehnmal tiefer. Hinzu kommt, dass die Hälfte aller Häftlinge schwarz sind.

Viele Verhaftungen wegen Drogenvergehen

Vor diesem Hintergrund muss so manche Kennzahl korrigiert werden: Ein Abgleich der Inhaftierungsrate mit der Wahlstatistik zeigt zum Beispiel, dass die Wahlbeteiligung von Schwarzen 2008 um 13 Prozent zu hoch eingeschätzt worden war. Auch der angebliche Enthusiasmus der Afro-Amerikaner über die Kandidatur Obamas fällt im historischen Vergleich tiefer aus: Der Anteil junger schwarzer Schulabbrecher, die an der Präsidentschaftswahl 2008 teilnahmen, lag tiefer als 1980. Damals gewann die republikanische Lichtgestalt Ronald Reagan gegen den demokratischen Amtsinhaber Jimmy Carter.

Auch die Beschäftigungsrate junger Schwarzer ohne High-School-Abschluss liegt traditionell bei tiefen 42 Prozent – doch wenn Häftlinge miteingerechnet werden, fällt sie auf katastrophale 26 Prozent. Experten erklären die siebenmal höhere Inhaftierungsrate von Schwarzen im Vergleich zu Weissen mit der unterschiedlichen Verfolgung von Drogenvergehen: «Es gibt keine Hinweise, dass Drogen etwas mit Rasse oder Volkszugehörigkeit zu tun haben – ausser bei den Verhaftungen», schreibt Ernest Drucker in seinem Buch «Gefängnisplage». «Racial Profiling» sei unter den Ordnungshütern gängige Praxis und sorge für überproportional viele Verhaftungen von Schwarzen.

Bald jeder Dritte mit Gefängnis-Erfahrung

«Wir haben ein verzerrtes Bild über die Situation schwarzer Amerikaner entwickelt», schreibt Professorin Pettit. Der Grund dafür sei die systematische Ausklammerung der vielen Häftlinge. Das US-Justizministerium schätzt, dass bald jeder dritte Schwarze in den USA mindestens einmal in seinem Leben hinter Gittern sitzen wird. Die Vorstellung, dass es für Schwarze seit der Bürgerrechtsbewegung der 1960er – wenn auch langsam, mühsam und mit Rückschlägen – aufwärtsgeht, ist laut Pettit nicht haltbar.

(kri)>

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Ein "Handbuch" zur Behandlung von Gefängnisinsassen seit 2001:

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"USA", Irak und Kuba 26.10.2012: Wikileaks deckt geheime "Anweisungen" zum Umgang mit Häftlingen in US-Militärgefängnissen auf - ein "Handbuch" über den rechtsfreien Raum seit dem 11.Sep.2001

aus: 20 minuten online: Guantánamo und Co.: Wikileaks zeigt geheime Knast-Papiere;
http://www.20min.ch/ausland/dossier/wikileaks/story/10326070


<Wieder ärgert Julian Assange die USA. Seine Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht neue US-Militärdokumente. Dabei geht es um die umstrittenen Militärgefängnisse.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat mit der Veröffentlichung von mehr als hundert neuen US-Militärdokumenten begonnen. Darunter befänden sich auch Anweisungen zum Umgang mit Häftlingen in den umstrittenen Militärgefängnissen im Irak und im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba.

Insbesondere verfüge Wikileaks über ein Handbuch, das im Jahr 2002 kurz nach der Gründung des Lagers Guantánamo unter US-Präsident George W. Bush herausgebracht worden war, teilte Wikileaks-Gründer Julian Assange am Donnerstag weiter mit.

«Dieses Dokument ist von grosser, historischer Bedeutung, Guantánamo Bay ist zu Recht zu einem Symbol für die systematische Verletzung der Menschenrechte im Westen geworden», erklärte Assange.

Es werde dokumentiert, wie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein rechtsfreier Raum geschaffen worden sei, in dem das US- Verteidigungsministerium Verdächtige habe inhaftieren können, ohne darüber Rechenschaft ablegen zu müssen.

USA in «permanentem Ausnahmezustand»

«Es zeigt die Exzesse der frühen Tage des Kriegs gegen einen unbekannten 'Feind' und wie diese Massnahmen reiften und sich entwickelten, um in den permanenten Ausnahmezustand zu münden, in dem sich die USA heute ein Jahrzehnt später befinden», erklärte Assange.

Seine Organisation hatte mit der Veröffentlichung geheimer Dokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie zehntausender Diplomatendepeschen den Zorn der USA auf sich gezogen.

Assange unter Druck

Seit einiger Zeit macht aber vor allem Assange selbst von sich reden. Mitte Juni war der Australier in Ecuadors Botschaft in London geflohen, nachdem er alle Rechtsmittel gegen seine Auslieferung an Schweden ausgeschöpft hatte, wo er wegen mutmasslicher Sexualdelikte befragt werden soll.

Der 41-Jährige befürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm der Prozess wegen Geheimnisverrats gemacht werden könnte.

(sda)>


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Welt
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25.11.2012: Kommt der Bruder zu Besuch - und dann geht der Sträfling frei - am Wachpersonal vorbei

aus: Welt online: Belgien: Häftling überlistet Wachleute mit Rollentausch; 1.12.2012;
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article111490954/Haeftling-ueberlistet-Wachleute-mit-Rollentausch.html

<Zehn weitere Jahre sollte ein belgischer Drogenhändler seine Strafe absitzen, doch dann kam sein Bruder zu Besuch. Sie tauschten einfach ihre Rollen.

Zwei Brüder haben in Brüssel mit einem Rollentausch die Wachleute eines Gefängnisses überlistet. Während sein Bruder für ihn nach dem Haftbesuch in die Zelle zurückgekehrt sei, sei ein 23-jähriger Häftling am Samstag unerkannt durch das Haupttor des Gefängnisses getürmt, meldete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Erst am Sonntagmorgen konnte der einem Zeitungsbericht zufolge wegen Drogenhandels und Hehlerei bis 2022 verurteilte Flüchtige aufgegriffen werden. Sein Bruder muss nun auch mit einer Strafe rechnen. Es war bereits der zweite Ausbruch aus dem Gefängnis Saint-Gilles binnen einer Woche.

AFP/nib>

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n-tv
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14.4.2013: Gummigeschosse gegen Gefangene in Guantanamo, die sich gegen Einzelzellen wehren

aus: n-tv online: <Terrorismus Menschenrechte USA: Eskalation in Guantánamo mit Gummigeschossen gegen Gefangene>
http://www.n-tv.de/ticker/Eskalation-in-Guantanamo-mit-Gummigeschossen-gegen-Gefangene-article10469026.html

<Washington (dpa) - Nach wochenlangen wachsenden Spannungen im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay ist es zu einer Eskalation gekommen. US-Wärter setzten nach Medienberichten Gummigeschosse gegen Häftlinge ein, die sich gegen eine Verlegung aus einem Gruppenunterkunft in Einzelzellen wehrten. Auf beiden Seiten habe es aber nur leichte Verletzungen gegeben, zitierte CNN einen Militärsprecher. In Guantánamo werden zurzeit noch 166 Terrorverdächtige festgehalten, viele von ihnen schon seit 2002.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Gulli online, Logo

4.6.2014: Kriminelle "USA" missbraucht Radarsysteme gegen Gefängnisinsassen: <Amerika überwacht Gefängnisinsassen per Radar>

aus: gulli online; 4.6.2014;
http://www.gulli.com/news/23958-amerika-ueberwacht-gefaengnisinsassen-per-radar-2014-06-04

<US-Gefängnisse arbeiten daran, die Vitalfunktionen ihrer Insassen künftig genau zu überwachen. Ein vom amerikanischen Justizministerium finanziertes Gerät ist in der Lage, Werte wie Herzschlag und Atemfrequenz genau zu analysieren. Durch ein an den Sensoren angeschlossenes Alarmsystem, soll die Selbstmordrate innerhalb der Anstalten künftig enorm reduziert werden.

Suizid ist unter Insassen amerikanischer Gefängnisse ein großes Problem. 35 Prozent aller Todesfälle innerhalb der Anstalten gehen auf einen Selbstmord zurück. Risikogefährdete Personen werden vom Personal mehrmals pro Stunde überprüft, womit allerdings ein hoher personeller und finanzieller Aufwand verbunden ist.

Wie die Zeitschrift NewScientist berichtet, hat das amerikanische Justizministerium aus diesem Grund eine Sensortechnik anfertigen lassen, die die Häftlinge computergesteuert überwacht. Das vom Unternehmen General Electric entwickelte System, analysiert mittels eines Doppler-Radars mehrere Vitalfunktionen eines Insassen. Durch die Bewegungen des Brustkorbes wird die Atem- und der Herzschlagfrequenz errechnet. Das sensible Gerät ist dabei sogar in der Lage, nichtmetallische Objekte zu durchleuchten, falls sich der Gefangene bei einem Selbstmordversuch zu verstecken versuchen sollte. In ersten Testreihen konnte die Technik eine Genauigkeit von 86 Prozent erreichen.

Kevin Lockyer, Kriminaljustizberater in Großbritannien ist trotz dieser Quote nicht durchweg überzeugt von dem Projekt. "Behandelt man so die Symptome oder die Ursache?", fragt er kritisch. Entsprechend müsse das System seiner Meinung nach mit Präventivmaßnahmen wie Therapien kombiniert werden.

General Electric arbeitet derweil schon an Möglichkeiten, das System auch außerhalb von Haftanstalten vertreiben zu können. Laut einem Unternehmenssprecher sei beispielsweise auch die Überwachung von Neugeborenen und älteren Personen denkbar.

Julian Wolf () am Mittwoch, 04.06.2014 11:15 Uhr>


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