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ENGL

DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

13. Die moderne Sintflut, z.B. Hochwasser Bern-Venedig 2005 u.a.

Die Gründe, die Fehler, die Täter... und die Quittung der Natur


Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig:
              Überschwemmung des Mattequartier mit Boot der Feuerwehr
              2005; flood inondation
Die Architekten wollten Wohnqualität am eingeengten Fluss...
Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Boot der Feuerwehr 2005

Spätestens jetzt sollten alle in der Schweiz gemerkt haben, dass die Schweiz kein "Sonderfall" mehr ist.
Die Leute, die immer noch behaupten, die Schweiz sei ein "Sonderfall", solche Leute sind "Sonderfälle"...

von Michael Palomino (2002 / 2005 / 2007 / 2010 / 2011). Meldungen

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1. Zum Naturschutz braucht es keine Technik und keine reichen Menschen - der Profit der "Zivilisation" - und "Jahrhundertereignis" sind schwere Genua-Tief-Unwetter keine mehr
2. Faktor Abholzung
3. Faktor Flussbegradigung und Fliessgeschwindigkeit
4. Faktor Strassenbau und Motorenbau: Treibhausgase ergeben mehr Niederschlag und höhere Schneefallgrenze
5. Steigendes Grundwasser - die Auenlandschaft kommt zurück
6. Die Hölle und das Umdenken
7. Zusatz 2005:
Forderung nach einem internationalen Umweltgerichtshof - Umweltsünder ins Gefängnis: "USA" und Freimaurer - China - Russland etc. - die neuen "Entwicklungsländer" - die Massnahmen
8. Der Klimawandel bringt eine Verschiebung der Monsun-Zonen - und niemand ist vorbereitet
9. Der Regenwurm als Faktor gegen Hochwasser

Meldungen


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1.
Zum Naturschutz braucht es keine Technik und keine reichen Menschen - der Profit der "Zivilisation" - und "Jahrhundertereignis" sind schwere Genua-Tief-Unwetter keine mehr

Um Natur zu schützen, braucht es keine Perfektion, die millimetergenau oder auf 6 Stellen hinter dem Komma rechnet. Um Natur zu schützen, braucht es nicht viele Medikamente und auch nicht 20  verschiedenfarbige Paar Schuhe, die jeweils zur Farbe der gerade getragenen Hose passen, auch keinen Lippenstift und keinen Nagellack. Wir müssen aber unsere Natur schützen, damit die Natur nicht den Menschen zu bedrohen beginnt. Das heisst: Wir müssen den Menschen als einen Teil der Natur begreifen, der dann keine Natur mehr ist, wenn er der Natur schadet.

Es ist absolut unverständlich, wieso die Schweiz zwei Eidgenössische Hochschulen hat (ETH), unzählige Ingenieurschulen betreibt, und unendlich viele Physikstudenten ausbildet, und trotzdem solche Katastrophen passieren können, die mit etwas mehr logischem Denken in Sachen Natur zu vermeiden wären. Dasselbe gilt für die gesamte "zivilisierte" Welt: Weltraumflüge werden realisiert, aber ein Hochwasserschutz und ein Klimaschutz und eine Reduktion der Treibhausgase und die Reduktion des Autoverkehrs zur Reduktion von Stürmen und Hochwassern wird nicht realisiert. Die hirnamputierte Oberschicht der weltweiten "Zivilisation" zeigt ihren Charakter mit jeder Katastrophe neu: Profit und nicht die Bewahrung von Leben hat Priorität.

Mein Leserbrief an Internet-BLICK wurde am 29.8.2005 publiziert. Ich schrieb, dass die Formulierung "Jahrhundertereignis" falsch sei: "Dieses Hochwasser war kein 'Jahrhundert-Ereignis'. Dieses Ereignis wird alle drei bis fünf Jahre wiederkommen. Und noch viel öfter, wenn das mit dem Treibhauseffekt so weitergeht."
http://www.blick.ch/service/leserbriefe/news9020 (2005)
 

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2.
Faktor Abholzung

Der Mensch schadet der Natur dann, wenn die Macht- und Geldinteressen über den Naturinteressen liegen. Beispielsweise hat der Mensch im Mittelmeergebiet zu Zeiten des Römischen Reichs fast alle Wälder für Haus- und Schiffsbau abgeholzt. Die dünnen Erdschichten wurden in der Folge von Regenfällen weggeschwemmt und wir haben im Mittelmeerraum zu grossen Teilen ausgedehnte Steinwüsten. Dieselbe Massenabholzung passierte in den Alpen im 19.Jh., als die Holzindustrie rücksichtslos Bannwälder rodete, die Lawinenschutz boten. Erst mit einem speziellen Waldgesetz konnte Ende 19.Jh. z.B. in der Schweiz der Waldschutz durchgesetzt werden. Dieser Mechanismus kam im Mittelmeerraum nicht zustande, da dort Schnee keine essentielle Lebensgefahr bedeutete.

Murenabgänge / Rüfen an Hängen ohne Wald
Ennetmoos:
                        Murenabgang am Hang statt Wald
Ennetmoos: Murenabgang am Hang statt Wald (August 2005)



Entlebuchc: Murenabgang am Hang
                        statt Wald

Entlebuch: Murenabgang am Hang statt Wald (August 2005)

Die Hänge sind aber weiterhin zum Teil sehr kahl, und längerer Regen ergibt regelmässig Murenabgänge. Bei einem grossen Tiefdruckgebiet mit viel Niederschlag rutschen eigentlich die gesamten Alpen...



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3.
Faktor Flussbegradigung und Fliessgeschwindigkeit

Dieses 19.Jh. aber setzte bis ins gesamte 20.Jh. noch mehr Änderungen in der europäischen und "amerikanischen" Landschaft in Bewegung. Grosse Flüsse, die langsam in Mäandern flossen, erhielten oft ein neues, schnurgerades Flussbett. Die Mäander wurden ausgetrocknet und so zu Ackerland oder zu neuem Bauland umfunktioniert. Dämme sollten die neuen Trockenflächen vor Hochwasser schützen. Dies vollzog sich z.B. östlich von Berlin entlang der Elbe, in der Schweiz entlang der Thur oder an der Birs bei Basel, am Po in Italien, am Mississippi in den "USA" und noch an vielen anderen kleineren und grösseren Fluss- und Bachläufen. Die Politiker, Architekten und Soziologen des 19. und 20.Jh.  jubelten, weil man glaubte, mit dieser "Flusskorrektur" gleich mehrere Wünsche der "zivilisierten" Welt auf einmal befriedigt zu haben:

-- mit der Austrocknung von Sümpfen und Mäandern wurden Malaria und Mückenplagen fast ausgerottet

-- mit dem neu gewonnenen "Festland" wurde die Voraussetzung für neues Wachstum der Anliegergemeinden geschaffen wie Wohnungsbau an attraktiver Lage oder Industrieansiedlung

-- Überschwemmungen sollten mittels der Dammkonstruktionen nun der Vergangenheit angehören und nie mehr vorkommen

-- diese "Flusskorrekturen", von Menschenhand geschaffen, waren ein grosser Beweis für die Legitimation der Macht des Menschen über die Natur gemäss dem Bibelwort: "Mach dir die Erde Untertan" (1. Mose, 28).

Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig:
                            Überschwemmung des Mattequartier mit
                            Bundeshaus 2005; flood inondation
Die Architekten wollten "Wohnqualität" am eingeengten Fluss... Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Bundeshaus (August 2005)
Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig
                            Gesamtübersicht: Die Aare will ihren Raum
                            zurück; flood inondation
Bern-Venedig Luftaufnahme: Die Aare will ihren Raum zurück... (August 2005)


Die Politiker, Architekten und Soziologen fanden es dabei als vernachlässigenswert, dass diese Kanalisierung der Flüsse den Preis des Rückgangs der Arten- und Tiervielfalt mit sich brachte. Frösche, Molche und Fische wurden ihres Lebensraums beraubt, denn die Schilfecken und die Erdhöhlen an den Ufern gab es nicht mehr. Viele dieser Tiere tauchten plötzlich in den Registern der gefährdeten Tierarten auf. Alle Uferpflanzen wurden wegrationalisiert und waren plötzlich ebenfalls in den Registern der gefährdeten Pflanzen wieder zu finden. Mit diesen Vorkommnissen hätten bei Politikern, Architekten und Soziologen bereits die Alarmglocken läuten müssen, aber sie hörten nicht hin, denn Tiere und Pflanzen hatten keine Stimme in der von Geld bestimmten Politik. Im Gegenteil: Wenn ein Fluss gerade ist, dann baute man gleich noch eine Strasse entlang des Flusses, das ist doch für die Auto-Politik sehr "praktisch"... (Rhein, Birs, Dreisam etc.)
Die schnurgeraden Flüsse haben nun ausserdem eine massiv höhere Fliessgeschwindigkeit, weil sie auf kürzerer Strecke dieselbe Höhendifferenz überwinden müssen. Schon mit dem haben die "Ingenieure" nicht gerechnet. Solche kanalisierten Flüsse führen mehr Geschiebe mit sich (Steine, Baumstämme) und wo die Strömungsgeschwindigkeit noch langsam genug ist oder ein "Hindernis" wie eine Brücke existiert, wird dieses Geschiebe abgelagert. So nimmt das Wasservolumen, das die Dämme fassen können, an bestimmten Stellen ab. Bei kleineren Flussläufen in den Bergen wird bei Hochwasser dann gleich der ganze Flusslauf durch Geschiebe verstopft und der Fluss tritt über die Ufer und "bewässert" ganze Ortschaften...

Treibholz blockiert Bäche und Flüsse und treibt sie aus dem Bachbett und Flussbett
Hochwasser Schweiz 2005
                      Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung; flood
                      inondation
Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung nach dem Rückgang des Hochwassers. (August 2005)


Hochwasser Schweiz 2005 Giswil:
                      Treibholz auf dem Bahnhof; flood inondation

Giswil: Treibholz auf dem Bahnhof. (August 2005)

Treibholz und Holzstau bei Stauwehren und Flussschwellen
Dieses Treibholz blockiert die Bäche und Flüsse, und in den Städten blockiert es zuweilen auch Schwellen, so dass das Wasser bei Hochwasser nicht abfliessen kann, so in der Schweiz in Bern und in Thun. Wieso war da so viel Treibholz, fragten sich die Menschen, und fanden einen Schuldigen: Der Naturschutz hatte nach dem Sturm Lothar empfohlen, das Bruchholz im Wald liegen zu lassen. Nun, ich meine, es sind andere Umstände an den Überschwemmungen schuld, als das Bruchholz, das in den Wäldern liegt, weil die Bäche selbst kaum mit Wäldern in Berührung kommen, ausser, es falle ein ganzer Wald in einen Bach.

Aber eine präzise Untersuchung ergab ein ganz anderes Resultat:

Das Schwemmholz stammte gemäss einer genauen Untersuchung zu 90 % aus frisch gerissenem Holz aus dem Wald und vor allem auch von Sägereien, die überschwemmt worden waren und deren Holzbestände z.T. weggeschwemmt worden waren. Nur 10 % waren dem Fallholz von vorherigen Stürmen zuzuordnen (aus: Schweiz Aktuell; Schweizer Fernsehen SF1 12.9.2005).

Die Unfähigen sind in der Politik zu suchen, z.B. in Bern, wo an der Schwelle seit dem letzten Hochwasser 1999 nichts verändert wurde, "weil die politischen Abläufe so lange dauern"... Ja, Hochwasser wartet nicht, jede Woche kann ein nächstes kommen, meine Damen und Herren!

Das Stauwehr in Bern provoziert lange Überschwemmungen im Mattequartier
Bern: Das Stauwehr der Aare ist prädestiniert
                      für Holzstau bei Hochwasser Bern: Das
                      Stauwehr der Aare im Jahr 1999
Bern: Das Stauwehr der Aare ist prädestiniert für Holzstau bei Hochwasser Bern: Das Stauwehr der Aare bei der Überschwemmung im Jahr 1999: Schon damals floss braune Sauce und überschwemmte das Quartier tagelang, aber die Regierung tat nichts.

Thun: Historische
                Brücke mit Stauwehr
Thun: Dieses Stauwehr blockierte das Schwemmholz, so dass der schnelle Abfluss des Hochwassers blockiert wurde. Erst eine Greifzange eines Helikopters entfernte das verkeilte Schwemmholz.


Die Situation in Brienz: Häuser am "Bach"
Brienz: Wildbach
                      in einer Schale eingezwängt   
Hochwasser
                      Schweiz 2005 Brienz: Überschwemmung: Wildbach
                      braucht Platz, Chalets weg, Todesopfer; flood,
                      inondation
Brienz: Ein Wildbach ist in einer "Schale" eingezwängt. Die Ingenieure und Architekten berücksichtigen nicht, dass Holz und Geröll beim Flutregen diese "Schale" immer wieder auffüllen wird. Die Chalets werden direkt an den Wildbach gebaut.

Brienz: Überschwemmung: Ein Wildbach braucht Platz: Hüsli weg, Chalets weg, und die Ingenieure und Architekten werden für ihre Fahrlässigkeit in der Planung nicht bestraft... (August 2005)

Also: Der gesunde Menschenverstand muss damit rechnen, dass ein "Wildbach" alle 30 Jahre einmal wirklich "wild" ist und eben nicht 3 m Platz braucht, sondern 50 bis 80 m, so breit, wie die ursprünglichen Tobels eben waren. Die Architekten haben dem Bach das Tobel genommen, und nun beklagen sich die Menschen, dass die Hüsli wäg sind.

Zudem erreicht das Wasser der kanalisierten Flüsse viel schneller die Talebenen und überschwemmen die Talebene bzw.  bringen das Hochwasser in die Städte und Seen.

Treibholz und Geröll verstopfen die Flüsse, so dass ganze Ortschaften überschwemmt werden
Hochwasser
                        Schweiz 2005 Klosters: überschwemmt durch
                        Hochwasser; flood inondation Hochwasser
                        Schweiz 2005 Schattdorf: überschwemmt durch
                        Hochwasser; flood inondation
Überschwemmte Ortschaften durch fehlgeleitete Flüsse, deren Bachbetten und Flussbetten durch Treibholz und Geröll verstopft waren: Klosters (links) und Schattdorf (rechts). (August 2005)


Beton hält nicht lange in den Bergen. Beispiel: Engelberg

Hochwasser
                Schweiz 2005 in Engelberg: Der Fluss wollte Platz -
                Strasse weg, Eisenbahn weg; flood, inondation Hochwasser Schweiz 2005 in Engelberg: Strasse und
                Eisenbahnlinie von der Engelberger Aa unterbrochen;
                flood inondation
Schwache Beton-Sparkonstruktion am steilen Berg: Das hält nicht lang... (August 2005)

Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg: Der Fluss wollte Platz - Strasse weg, Eisenbahn weg. Die Architekten und Ingenieure meinten, sie könnten den Berg für ihre Zwecke erweitern, und das erst noch in Leichtbauweise (bzw. Billigbauweise), und erst noch Strasse und Eisenbahn gleichzeitig!!!

Mit einer Steinmauer wäre das wohl nicht passiert:

Steinmauer verfugt
Steinmauer für Stresssituationen im Bauwesen, verfugt
http://www.podico-malbuisson.com/pages/autres.html (2005)

  

Engelberger Aa mit bis zu mannshohen
                      Steinbrocken
Engelberger Aa mit bis zu mannshohen Steinbrocken. Das Desaster in Engelberg war vorhersehbar...
x
Das Risiko aufzuteilen wäre sehr gescheit gewesen, wie es jede Bank mit ihrem Vermögen macht: Ein Teil des Vermögens so anlegen, einen anderen Teil anders anlegen. Also: Die Autos dort durch, die Bahn woanders durch.

Diese Planungsfehler sind eigentlich unverzeihlich. Alle Rechnerei gemäss ETH-Methoden hat nichts genützt. Ingenieure und Architekten werden für den Schaden und Gewinnausfall durch ihre Fahrlässigkeit in der Planung nicht bestraft. Das war doch vorhersehbar, dass diese Strasse und das Bahntrassee bei Engelberg im Zweifelsfall nicht halten würden...  Das war für jeden vorhersehbar, der auch nur einmal zu Fuss dem Fluss Engelberger Aa entlang von Engelberg nach Grafenort spaziert ist. Dort werden nämlich z.T. mannshohe "Mocken" transportiert, die jeden Berg in Erschütterung bringen können:


Eisenbahnviadukte von vor dem Betonzeitalter sind stabiler:

Bergün
                Albulaviadukt
Stabiler Viadukt aus Stein bei Bergün (Albula-Viadukt II) mit Zug mit Dampflokomotive: Solche Bauwerke von vor dem Betonzeitalter halten Jahrhunderte!

Berguen: Albula-Viadukt II im Jahr 2000: hält
                gut!
Bergün: Derselbe Albula-Viadukt II im Jahr 2000: Der Viadukt hält bis heute gut! hebet guet!

Hätte man die lebenswichtige Strasse und das lebenswichtige Trasse der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn nach Engelberg auf ein solches Fundament gestellt, man würde heute nicht jammern in Engelberg. Und die Ingenieure haben "berechnet", aber die Ingenieure haben die Steine in der Engelberger Aa nie angeschaut. Sie haben nie mit der Natur gerechnet. Natur kommt in den Ingenieurbüros oft gar nicht vor, wie bei der Titanic...

Man kann es auch anders herum formulieren: Die Anwohner in Engelberg haben von der Gefahr gewusst, aber die studierten Ingenieure der ETH oder des Technikums (egal wo) glauben den Anwohnern doch nicht. Oder vielleicht war es noch anders: Die Anwohner getrauten sich doch nicht, den "Studierten" dreinzureden...

Aber schon beim Unwetter 1987 wäre die Autobahn A2 durch den Kanton Uri ja fast zusammengestürzt, auch Betonbauweise. Vielleicht merken die Baudepartemente nach der Engelberg-Katastrophe endlich, dass der billige Beton nichts wert ist... Beton ist nicht nur öd und grau und reflektiert jeden Lärm doppelt und vierfach, sondern: Beton hält nicht!

Die schnelleren Flüsse graben sich ein
Ausserdem bringt die hohe Flussgeschwindigkeit einen weiteren Effekt: Die Flüsse graben  sich immer mehr ins Bachbett, und so fressen sich nun die Flüsse immer tiefer in den Boden, und so senkt sich der Grundwasserspiegel, so dass in ganzen Regionen die Bäume austrocknen, weil deren Wurzeln zu kurz werden, z.B. entlang des Rheinseitenkanals in der Rheinebene zwischen Basel und Freiburg/Colmar. Dieses letztere Phänomen kann man bis heute auch bei kleinen bis mittleren, kanalisierten Bächen beobachten. Auch damit haben die "Ingenieure" nicht gerechnet.

Nur selten wird ein Bach bzw. Fluss zurückgebaut und die Mäander wieder zugelassen. Dies wäre eine wichtige Voraussetzung, um die Flüsse zu bändigen, um den Grundwasserspiegel zu stabilisieren und Überschwemmungen durch Dammbrüche zu vermeiden. Man sieht: Das oben zitierte Bibelwort ist falsch, denn der Mensch ist immer der Erde Untertan und nie umgekehrt.


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4.
Faktor Strassenbau und Motorenbau:
Treibhausgase ergeben mehr Niederschlag und höhere Schneefallgrenze

Die "USA" förderten Anfangs des 20.Jh. mit enormen Mitteln die Industrialisierung und die Ausrüstung aller Haushalte mit elektrischen Geräten und Automobilen. Die Ford-Werke erfanden das erste Volksauto, das sich jeder Angestellte leisten konnte (aber nur die Weissen). Europa folgte nach, in Italien mit Fiat, in Deutschland mit VW. Der Strassenbau und Autobahnbau nahmen mit ihren krebserregenden Teerbelägen immer mehr Fläche in Anspruch. Wald und Weidefläche fiel in riesigem Ausmass dem wachsenden "Individualverkehr" zum Opfer. Und weiter wurden Flüsse begradigt: Sie wurden weiterhin in Fluss- und Bachbetten aus Beton oder Granit gezwungen, ohne dass sich mehr Leben darin befand, in Los Angeles genauso wie in den Schweizer Alpen, z.B. in Brienz.

So steuerten mehrere Entwicklungen aufeinander zu:

-- die Atmosphäre heizte sich durch die Treibhausgase der Kohlekraftwerke, Autos, Flugzeuge und Heizungen auf, und im Gegenzug blieb den Flüssen immer weniger Platz und werden z.T. durch ihr eigenes Geschiebe blockiert

-- das Genua-Tief taucht seit mehreren Jahren auch im Sommer auf, die Wolken über dem Mittelmeer können viel mehr Wasser aufnehmen als vorher, und gleichzeitig wird sogar auch im Winter mehr Wasser abgeregnet, weil auch noch die Schneefallgrenze höher ist als vorher

-- gleichzeitig steht nur noch ein kleiner Teil der Waldfläche als Wasserspeicher zur Verfügung

-- und der Bau der vielen Strassen und Autobahnen lässt das Wasser noch schneller abfliessen als vorher.

Politiker und Architekten waren aber noch nicht bereit umzudenken. Sie hatten nicht mit den erhöhten Niederschlägen gerechnet. Bei erhöhter Temperatur nimmt eine Wolke mehr Wasser auf und entlädt dann - wo sie gerade hintreibt - diese riesige Menge Wasser an einem Ort, wo niemand damit gerechnet hat.

Hochwasser
                        Schweiz 2005 Sarnen: Touristin im Hochwasser mit
                        Kind auf dem Rücken; flood inondation
Sarnen: Touristin im Hochwasser mit Kind auf dem Rücken (August 2005)
Sarnen, Treibholz
                        auf Strassen
Sarnen, Treibholz auf Strassen (August 2005)


Es folgt somit eine Sintflut nach der andern, z.B. in Koblenz, in Köln, in Prag, in Dresden, an der Thur, in Thun, auf Mallorca, in Südfrankreich, ausserhalb Europas am Mississippi, in Russland, in China. Überall sind es dieselben Mechanismen. Diese Überschwemmungen kennen bis heute keine Justiz und keine Landesgrenzen. Im Gegenteil, die grössten Verursacher von Treibhausgasen behaupten bis heute, es sei "nicht bewiesen", dass die Treibhausgase Verursacher der Erwärmung der Erdatmosphäre seien...

Luzern im Hochwasser: Bezahlen die Treibhausgas-Produzenten die Schäden? (August 2005)
Hochwasser
                        Schweiz 2005 Luzern: Rollstuhl im Hochwasser;
                        flood inondation
Hochwasser Schweiz 2005 Luzern: Rollstuhl im Hochwasser
Hochwasser
                        Schweiz 2005 in Luzern: Schwäne im Hochwasser am
                        Schweizerhofquai, im Hintergrund die Hofkirche;
                        flood, inondation
Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Schwäne im Hochwasser am Schweizerhofquai, im Hintergrund die Hofkirche
Hochwasser
                        Schweiz 2005 in Luzern: Wassersteg im
                        Hochwasser; flood inondation
Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Wassersteg im Hochwasser
Hochwasser
                        Schweiz 2005 in Luzern: Bänke und
                        Konditoreigeschäft im Hochwasser; flood
                        inondation
Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Bänke und Konditoreigeschäft im Hochwasser
 
Hochwasser in Luzern: Luzern-Venedig...

Der grösste Verursacher von Treibhausgasen, dem die Welt diese Sintflut verdankt, heisst "USA".
Die bis heute weiss dominierte "US"-Regierung unternimmt keine Massnahmen, Windenergie, Sonnenenergie oder Wasserstofftechnik in ihrem Land auch nur auszuprobieren oder den öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad gezielt zu fördern und den Autoverkehr zu vermindern (Stand 2002). Keine Verbindungen, keine Fahrradwege, kaum neue U-Bahn-Systeme, keine Sonnenenergie. Stattdessen wird der Benzinpreis niedrig gehalten, damit die Bevölkerung nicht protestiert, und die Klimaanlagen der Papphäuser laufen weiter mit dem Strom veralteter Kohlekraftwerke.

Die Atomlobby verbreitet sogar den Gedanken, mittels Atomkraftwerken könnte der Treibhauseffekt angehalten werden. Wie immer verdrängt die Atomlobby dabei ihren eigenen atomaren Abfall, die Meeres- und Flussverseuchungen durch atomare Abwässer bei den "Wiederaufbereitungsanlagen" und die Unmöglichkeit der Neutralisierung hochradioaktiver Abfälle. Die "USA", die ein atomares Endlager in Nevada planen, möchten hierzu einen seismisch aktiven und mit Wasseradern durchzogenen Berg nutzen, ein von schwerster Blindheit geschlagenes Vorhaben, das aus der atomaren "Abfallnot" geboren zu sein scheint und keinesfalls zur Berechtigung der Atomindustrie beitragen kann.

"Amerikanische Lebensart" bis heute ohne Rücksicht auf Verluste
Autobahn Freeway
                      405 in Los Angeles 2004; Foto von
                      www.jewishjournal.com "USA":
                      Kohlekraftwerk "Seminole" in Putnam,
                      Baujahr 1984
Autobahn Freeway 405 in Los Angeles (2004)
Man bemerke, dass "Autobahn" in den "USA" "Freie Strasse" heisst...
Kohlekraftwerke, zum Beispiel das Kraftwerk "Seminole" in Putnam, "USA", Baujahr 1984

In China sieht es, was die Industrie angeht, nicht besser aus. Russland brilliert mit Ölverseuchungen durch vernachlässigte Ölpipelines auf 100e von km2.


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5.
Steigendes Grundwasser - die Auenlandschaft kommt zurück

Eine weitere Folge der regelmässigen grossen Regenfälle kommt nach mehreren Hochwassern schleichend aber stetig zum Tragen: Der Grundwasserspiegel steigt an. Zuerst verharrt er noch auf einem erträglichen Niveau unter der Kellergrenze der Häuser, die in die einstigen Auenlandschaften und Sumpflandschaften der Seen und eingeengten Flüsse gebaut wurden. Das hiess früher "Landgewinn". Nun aber droht er bei wiederholten grossen Überschwemmungen von unten auch in die dortigen Häuser einzudringen. Damit haben die profitorientierten Ingenieure und Architekten auch nicht gerechnet. Die ETHs und die TUs, die alle profitorientiert ohne ganzheitliche Orientierung arbeiten, sie haben alle versagt. Sie rechnen einfach damit, dass die Kellergeschosse alle "wasserdicht" sind, und den Treibhauseffekt durfte niemand ernst nehmen, weil dann gleich die Politik der "USA" in Frage gestellt würde. Nun ist es da, das Treibhaus, aber die Welt ist noch nicht angepasst.

Im Klartext heisst das: Die Auenlandschaften werden von selbst zurückkommen: von oben her, oder von unten her. Ganze Häuserreihen werden unbewohnbar werden, und Häuser, die in Auenlandschaften nicht auf Pfählen stehen, werden kippen und einstürzen. So holt sich die Natur ihr Land zurück: Die "Rückeroberung" ist im Gang. Die Ureinwohner von Europa, die "Pfahlbauer", wussten wohl besser, wie man mit der Natur umgeht, als die ETHs und die TUs. Damals gab es noch keine Denkverbote, die die "USA" vorgeschrieben hat: Treibhauseffekt gibt es nicht...


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6.
Die Hölle und das Umdenken

Hier ist eine Hölle: Die Flüsse selbst, sie haben nun eine Stimme. Die Flusswasser überspühlen die Dämme und reissen alles mit sich, Wohnmobile, Campingwagen und ganze Häuser, vor allem in den Gebieten, die in der Zeit der "Begradigung" als neues Bauland ausgewiesen wurden, oder in Hanglagen, die vorher Waldgebiete waren.

Hier ist eine Hölle: Auch das Meer bekommt nun eine Stimme, denn der Pegel steigt infolge Abschmelzens der Polkappen. Die Meerestemperatur steigt und die Tierwelt im Meer muss sich harten Anpassungen unterziehen, stirbt zum Teil in Massen wie die Korallenriffe um Australien. Die Küste des Golf von Mexiko ist nicht mehr weit von New Orleans entfernt. Venedig ist immer mehr in Gefahr, auch wenn ein neuer Schutzdamm die Lagune schützen soll. Ganze Inseln im Pazifik versinken im Meer, werden unfruchtbar, weil das Salzwasser das Süsswasser verdrängt und den Boden so unbebaubar macht.

Der Wahn der Weltbeherrschung im Namen Gottes, wie es in der Bibel geschrieben steht, hat ein Ende. Der Mensch und die "Wissenschaft" müssen zur Natur zurückfinden und erkennen, dass die Bibel nicht unbedingt im Sinn der Natur geschrieben steht. Der Mensch sollte die Regeln der Natur akzeptieren und gemäss der Natur, nicht gegen die Natur leben. Die "Naturvölker" haben es vorgemacht. Vom Kreuz "Gottes" wurden sie kolonialisiert und terrorisiert. Nun müssen die "Gottesgläubigen" die Lebensweise der "Naturvölker" erlernen, von jenen Naturvölkern, die noch übrig sind.

Die Politiker, Architekten und Soziologen der "modernen, zivilisierten Welt", sie alle müssen umdenken, den Flüssen Land zurückgeben. Das reicht aber noch nicht. Wir brauchen Massnahmen zur Aufforstung ganzer Waldstriche und zur Senkung der Temperatur der Atmosphäre. Aber solange die weiss dominierte Regierung der "USA" die Folgen ihrer Auto- und Kohlepolitik nur als Randerscheinungen abtun, solange die Regierung und die Abgeordneten der "USA" nur an Profite denken,  illegal Tropenholz einführen lassen, Waffen exportieren und Kriege führen, wird die Sintflut weiter gehen. Das Treibgas ist der destruktivste Exportartikel der "USA". Er kommt aus amerikanischen Autos, Heizungen und Kohlekraftwerken. Gemäss dem Verursacherprinzip müssten die "US"-Industrien und die amerikanischen Autofahrer und Autofahrerinnen für die Schäden durch von ihnen verursachte Sintfluten mitbezahlen.

Was passiert denn, wenn ganz China erst einmal Auto fährt?

Bis heute nutzen die "USA" die Sonnenenergie kaum, die in den Südstaaten hervorragende Bedingungen finden würde. Dasselbe gilt für Südeuropa, Afrika und Asien. Wann wird sich die Weltgemeinschaft gegen dieses Verschliessen vor sinnvoller Technik  wehren können, das die Sintflut wesentlich mitverursacht? Die Lösungen sind Wind-, Sonnen- und Wasserstoffenergie. Wann kommt die  weiss dominierte "US"-Regierung zu dieser Einsicht? Vielleicht erst, wenn auch in Washington oder in New York eine Hölle losbricht: eine Sintflut. Anderswo ist die Sintflut schon lang im Gang.


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7. Zusatz 2005:
Forderung nach einem internationalen Umweltgerichtshof - Umweltsünder ins Gefängnis: "USA" und Freimaurer - China - Russland etc. - die neuen "Entwicklungsländer" - die Massnahmen

Die "USA" werden erst vernünftig werden, wenn sie verurteilt werden. Hierzu braucht es einen internationalen Umweltgerichtshof, der die Freimaurer-Regierung der "USA" endlich verurteilt und ins Gefängnis wirft und die Freimaurer-Organisationen alle auflöst, weil diese Freimaurer nie mit der Natur, sondern immer gegen die Natur regieren und weiter regieren werden.

Dasselbe Quantum an Umweltverschmutzung wie in den "USA" gilt auch für China (Treibhauseffekt, Vergiftungen), und in anderem Sinn auch für Russland (gebrochene Ölpipelines) und andere Länder, die bis heute die Lebensgrundlagen der Erde zerstören. Hier fehlen internationale Gerichtsurteile, die nur mit einem internationalen Umweltgerichtshof zu fällen und dann auch mit speziellen Kommissionen vollziehbar sind.

Somit ergibt sich auch eine neue Reihenfolge der Klassifizierung von "Entwicklungsländern" und auch eine neue Definition von "Fortschritt". Die "USA" und China sind zwei grosse Entwicklungsländer. Aber nicht nur diese beiden Regierungen gehören ins Gefängnis, was die Umwelt anbetrifft...

Ohne Verurteilung der "USA", China und Russland und ohne Einschränkung der Treibhausgase werden die Alpen in den nächsten 1000en von Jahren sukzessive von der Macht der Natur umgestaltet und unbewohnbar. Es ist meine Einschätzung, dass - wenn die Treibhaus-Effekte nicht sofort ausgeschaltet werden - die Alpen in 400.000 Jahren nicht mehr existieren werden, und dass auch die Alpenvorländer nur noch ein einziger Schuttkegel sind.

In China und in den "USA" passieren die Überschwemmungskatastrophen bereits jedes Jahr, was Europa noch bevorsteht, wenn keine einschneidende Wende der weltweiten Industriepolitik erfolgt:

China: Überschwemmungen alle Jahre wieder

Hochwasser China-Venedig 2004: Der
                        Yangtse-Fluss bei Jiujiang; Foto von
                        http://encarta.com; flood inondation
Der Yangtse-Fluss überschwemmt die Stadt Jiujiang (ohne Jahresangabe, wahrscheinlich 2004)

Eine Meldung aus China vom 22.Juli 2004: Zitat:

"Der Sprecher der Leitstelle für den Kampf gegen Überschwemmung und Dürre, Zhang Zhitong, hat am Mittwoch in Beijing mitgeteilt, dank rechtzeitiger Schutzmassnahmen seien in der diesjährigen Hochwassersaison seit Juni landesweit nur rund 400 Menschen ums Leben gekommen. Noch in den neunziger Jahren habe man durchschnittlich doppelt so viele Opfer beklagen müssen."
  
"USA": Hurricane-Folgen alle Jahre wieder
USA:
                        Hurricane-Folgen: Palme auf dem Auto, 9.9.2004;
                        aus: http://news.bbc.co.uk
Palme auf  Auto in der Karibik bei Florida 9.9.2004

Hochwasser USA 2003: Alexandria-Venedig
                        durch Hurricane Isabel 19.9.2003; Foto aus
                        www.weatherbook.com; flood inondation
Alexandria-Venedig durch Hurricane Isabel 19.9.2003


Sofortmassnahmen für die EU, die "USA" und Asien
-- Wald als Wert anerkennen, der die Naturgewalten abdämpft, aufforsten, wo es möglich ist

-- die alten Flussbetten in der Breite  von vor der Verbauung alle wieder herstellen, jeglicher Hausbau (wohnen oder Fabrikation) in diesen Schwemmgebieten ist nicht möglich wegen der möglichen Ausschwemmung von Öl oder Schadstoffen

-- es bleibt nichts anderes übrig, als in die Höhe zu bauen bis regelmässig 8 Stockwerke, auch in den Alpen

-- es darf keinen Verbau von Flächen mehr geben, sondern die unverbaute Fläche muss zunehmen, die Strassenfläche und die verbaute Fläche muss abnehmen

-- jeder Autobahnbau und zusätzlicher Strassenbau muss weltweit verboten werden - stattdessen Velobahnen bauen wie in Holland, und Seitenstrassen als Naturstrassen oder zumindest mit einem Wiesenstreifen in der Mitte (eventuell in Gitterstein) gestalten, um mehr Versickerung zu gewährleisten

-- die Windenergie, die Erdwärme und die Sonnenenergie so weit fördern wie nur irgendwie möglich, um die Treibhausgase zu reduzieren, ohne Treibhausgase.

zudem Sofortmassnahmen für die "USA" und Asien
-- die Industrie ultimativ modernisieren
-- die Windenergie, Erdwärme und Sonnenenergie etablieren und so weit fördern wie nur irgendwie möglich.

Was passiert ohne Massnahmen? Halb Europa wird ein Venedig... und die Alpen werden abgebaut
Insgesamt ist damit zu rechnen, dass der Alpenraum ohne diese Massnahmen immer mehr unbewohnbar wird, und dass Mitteleuropa und Osteuropa alle 3-5 Jahre von immer schwereren Hochwassern betroffen werden und insgesamt ebenso mehr oder weniger unbewohnbar werden. Die Zustände sind dann immer mehr mit Venedig vergleichbar, nur mit dem Unterschied, dass die Venedigs in Mitteleuropa unfreiwillig entstanden sind.

Die Alpen werden abgebaut, Täler versperrt, dann kommt es zu neuen Seen, zu Flutwellen beim Bruch der natürlichen Dämme, zu neuen Schuttkegeln, und die Häuser und Strassen der "Zivilisation" werden begraben. Es ist ein Unwetter-Rhythmus von 2 Wochen möglich.

China und "USA": Die ganze Welt schläft schon seit Jahrzehnten - ein Umweltgerichtshof
Es ist zudem nicht verständlich, wieso die alljährlichen Hochwasser in China und die alljährlichen Hurricanes in den "USA" die nötige weltweite Umstrukturierung der weltweiten Industrie nicht schon lange in Gang gesetzt haben. Scheinbar ist dies erst mit einem Umweltgerichtshof zu erreichen.

Die Erde wird also immer mehr unbewohnbar. Das heisst: Gleichzeitig wird die Sahara wieder feuchter, wird zur Savanne, und dort entsteht neuer Wohnraum...

Wie lange soll das so weiter gehen? Das heisst: In zwei Wochen kann die nächste Flut eintreten, im Sommer und im Winter...

Wo ist ein Umweltgerichtshof, der die Ursachen feststellt, die Verantwortlichen ins Gefängnis schickt und Massnahmen zum Schutz von Mensch, Tier, Flora und Fauna verfügt?

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8. Der Klimawandel bringt eine Verschiebung der Monsun-Zonen - und niemand ist vorbereitet

Seit der grossen Überschwemmungen in Pakistan und im rückwärtigen Himalaya-Gebiet im Jahre 2010 ist klar, dass der Klimawandel die Verschiebung der Monsun-Zonen bewirkt. Grösste Überschwemmungskatastrophen sind die Folge, weil die Regierungen sich nicht für dieses Szenario vorbereitet haben. Es existieren keine grossen Flussläufe, es existieren keine Auffangbecken etc. Die gesamte Landschaft wird überschwemmt, die Ernten werden vernichtet, die Siedlungen sind nicht auf Hügeln gebaut, es ist einfach nichts als Schutz vor dem Hochwasser vorhanden. Ausserdem tragen die Wolken mehr Feuchtigkeit und mehr Regen, und die Katastrophe kommt dann doppelt:
-- es sind keine Flussbetten da
-- und es kommt immer mehr Regen.

Und so kommt die Sintflut weltweit - und die Regierungen meinen immer noch, sie seien nicht Schuld an diesen Auswirkungen...

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n-tv online,
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9. Der Regenwurm als Faktor gegen Hochwasser

1.10.2010: Bio-Böden mit vielen Regenwürmern saugen viel mehr Wasser auf - Regenwürmer sind ein Mittel gegen Hochwasser

aus: n-tv online: Wissen: Bio-Böden als Hochwasserschutz: Regenwürmer nutzen vielfach; 1.10.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Regenwuermer-nutzen-vielfach-article1621051.html

<Regenwürmer schützen nach Ansicht von Bio-Bauern wirksam vor Hochwasser. Deshalb könne ein Ausbau der ökologischen Landwirtschaft den Hochwasserschutz in Deutschland verbessern. Felder und Äcker von Öko-Höfen könnten 39 Prozent mehr Wasser aufnehmen als konventionell bewirtschaftete Flächen, teilte der Bioland Bundesverband in Mainz mit. Dies hätten Untersuchungen des Julius-Kühn-Instituts ergeben.

Eine wichtige Rolle spiele dabei, dass auf Biobetrieben mehr Regenwürmer leben. Sie sorgten für grössere Poren im Boden. Regenwasser könne so schneller in tiefere Schichten abfliessen und sammle sich nicht in grossen Mengen in Flüssen und Bächen.

"Aktuell führt uns die Hochwasserlage in Ostdeutschland wieder einmal vor Augen, wie dringend ein vorsorgender Hochwasserschutz ist", erklärte Bioland-Präsident Thomas Dosch. "Eine Ausdehnung des Biolandbaus käme den Steuerzahler weitaus günstiger als allein auf teuren technischen Hochwasserschutz zu setzen."

dpa>

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Meldungen zu Überschwemmungen

Die Prognose von Fachleuten: "Es wird noch extremer"

n-tv online,
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24.8.2005: <Es wird noch extremer>

(aus: Nachrichten-Fernsehen Teletext von n-tv, Tafel 129, 24.8.2005)

<Klimaforscher gehen davon aus, dass die Hochwasser in Südbayern und den Alpen nur Vorboten für weit stärkere Überschwemmungen sind, die in Zukunft durch den Klimawandel ausgelöst werden können.

"Klar ist, dass dies erst der Anfang ist', sagte Manfred Stock vom Potsdamer Institut für Klimaforschung.

Wenn die Menschen sich nicht stärker um den Klimaschutz bemühten, müsse häufig mit derartig heftigen Regenfällen gerechnet werde. 'Alles spricht dafür, dass es noch extremer wird".>

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Blick online,
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25.8.2005: <Wird es noch wärmer, dürfte es heiss werden>

aus: Blick online; 25.8.2005; http://www.blick.ch/news/wissenschaftundtechnik/news8940

<BERLIN  Die bislang schon sichtbare Klimaveränderung sei nur ein kleiner Vorbote viel grösserer Veränderungen, die bei einem ungebremsten weiteren Anstieg der Treibhausgaskonzentration eintreten werde, sagt der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Die CO2-Werte in der Atmosphäre seien so hoch wie nie zuvor. Für diesen Anstieg sei der Mensch verantwortlich, in erster Linie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, in zweiter Linie durch Abholzung von Wäldern. Ein Anstieg der Konzentration führe zu einer Erwärmung. Die Folge davon seien stärkere Niederschläge. Im 20. Jahrhundert sei die Temperatur global um 0,6 Grad angestiegen. In diesem Jahrhundert sei eine weitere Erwärmung um 1,5 Grad zu erwarten.
>

Hochwasser in Deutschland August 2002, Januar 2003...
Hochwasser Deutschland Bayern 2002 in
                        Passau: Hochwasser der Donau August 2002; flood
                        inondation
Passau: Hochwasser der Donau 13.August 2002



Hochwasser Deutschland Bayern 2002 in
                        Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13.August
                        2002; flood inondation

  
Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13.August 2002
Hochwasser Deutschland 2003 im Rheinland,
                        hier in Koblenz; flood inondation
Hochwasser Deutschland 2003 im Rheinland,
                        hier in Koblenz mit Kanufahrer; flood
                        inondation
Koblenz: Hochwasser 2003


Wenn die Treibhausgase nicht abnehmen, wird Europa nur noch halb bewohnbar. Wann werden die Hauptverursacher "USA" und China endlich verurteilt?

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Meldungen

n-tv online,
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25.5.2010: Moderne Sintflut: Halb Polen steht unter Wasser

aus: n-tv online: Panorama: Polen sollen ihre Stadt verlassen: Oder-Hochwasser kommt schneller; 25.5.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Oder-Hochwasser-kommt-schneller-article887458.html

[Die Situation in Deutschland an Oder und Neisse]

<Ein Holzkreuz markiert die Mündung der Neiße in die Oder im brandenburgischen Ratzdorf. Das Kreuz steht normalerweise an Land.

Das Hochwasser auf der Oder schwillt schneller an als zunächst berechnet. In Brandenburg werde die höchste Alarmstufe 4 vermutlich schon am Donnerstag ausgerufen - und damit einen Tag eher als zunächst angenommen, teilte das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) am Dienstag mit. Der Katastrophenstab des Landes nahm in Potsdam seine Arbeit auf. An einigen Stellen sollen die Deiche schwach sein.

Am Pegel Ratzdorf (Oder-Spree) werde am Donnerstagvormittag der Richtwert von 5,90 Meter überschritten. Dann besteht die Gefahr, dass Deiche und Dämme überflutet werden, teilte das Zentrum mit. Evakuierungen werden vorbereitet. Ab Mittwoch sollte im Landkreis Oder-Spree zwischen Ratzdorf und der Grenze zu Frankfurt (Oder) Stufe 2 gelten. Für den Abend wurde die Stufe 3 empfohlen: Ab dann müssen Deiche, Wehre und Wasserläufe ständig beobachtet werden. In Frankfurt (Oder) wurden Ausgabestellen für Sandsäcke eingerichtet. Pro Haushalt gebe es 100 Säcke, sagte Bürgermeister Martin Wilke. Ausserdem werde an einem Stegsystem gearbeitet.

Vor allem zwei je fünf Kilometer lange Deichabschnitte in der Neuzeller Niederung sowie zwischen Gartz und Friedrichsthal sind "Wackelkandidaten". "Wir werden uns um diese Schwachstellen kümmern", kündigte Innenminister Rainer Speer (SPD) an. Die beiden Bereiche wurden noch nicht saniert. Sie sind baulich im Zustand von 1950/60. Bei einem Deichbruch dort würde allerdings lediglich eine Siedlung mit Wochenendhäusern überflutet.

[Polen]: Bewohner sollen Slubice verlassen

Zahlreiche Deiche der Weichsel sind bereits gebrochen.
 
Für Polen naht derweil das Ende der schlimmen Tage: In der Nacht zum Mittwoch werde der Hochwasserscheitel auf der Weichsel die Ostsee erreichen, sagte Lukasz Legutko vom Hydrometeorologischen Institut IMGW in Warschau. Am Nachmittag floss die Welle durch Tczew in Pommern etwa 30 Kilometer vor der Danziger Bucht. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 16: In Pulawy fiel ein 13-jähriges Mädchen von einer Brücke in die Weichsel und ertrank.

An der Oder in Polen galt der Ort Dobrzejewice zwischen Glogow und Nowa Sol als Schwachstelle. Der Deich sei nicht vollständig und könne den Fluss nicht in seinem Bett halten, sagte ein Gemeindevertreter. Die Stelle wurde mit 150.000 Sandsäcken verstärkt.

Der Bürgermeister der polnischen Oder-Stadt Slubice appellierte an die Einwohner, die Stadt während des Hochwassers zu verlassen. Dies gelte auch für das Umland, sagte Bürgermeister Ryszard Bodziacki. Schulen und Kindergärten würden geschlossen, ausserdem gebe es einige Strassensperrungen. Das Problem sei, dass die Stadt an der engsten Stelle der Oder liege. Eine offizielle Evakuierung wollte er nicht anordnen, um Panik und Kosten zu umgehen.

23 Ortschaften überflutet

Bei Plock nordwestlich von Warschau ging der Kampf gegen die Wassermassen der Weichsel weiter, die nach einem Deichbruch am Sonntag 23 Ortschaften überflutet hatten. Das Wasser gehe zurück, die Lage bleibe aber sehr ernst, sagte der Chef des zentralpolnischen Verwaltungsbezirkes Mazowsze, Jacek Kozlowski. Die Weichsel hat dort ein Gebiet von 8000 Hektar verwüstet, 2400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Polens Regierung kam zusammen, um Finanzhilfen für die Flutopfer zu beschliessen. Wie Ministerpräsident Donald Tusk vor der Kabinettssitzung mitteilte, sollen dafür zwei Milliarden Zloty (500 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt werden. Derzeit sind im Land noch zehntausende Helfer im Einsatz, tausende Menschen sind von der Flut betroffen.

Im Süden Polens begann sich die Lage aber langsam zu normalisieren. Die Fiat-Fabrik in Tychy habe die Produktion wieder aufgenommen, berichtete PAP. Auch die Glashütte in Sandomierz produzierte wieder. Auch in Warschau ging der Pegel des Flusses stetig zurück, die Deiche waren aber weiter durchweicht. Daher blieben Schulen und Kindergärten in einigen Stadtteilen geschlossen.>

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Die moderne Sintflut:

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Stern online,
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Pakistan 12.8.2010: Monsun-Flut in Pakistan ist "schlimmste Naturkatastrophe aller Zeiten"

Aber das wird noch viel schlimmer werden auf der Welt, wenn der Klimawandel sich weiter entwickelt und keine grossen Flussbetten vorbereitet sind. Aber die Regierungen wollen es ja nicht merken, sondern meinen, man könne weiter Politik gemäss Börse machen. Die Regierungen bleiben am Geld kleben, das sie bald nicht mehr haben. Aber lesen Sie selbst:

aus: Stern online: Monsun-Flut in Pakistan: "Die schlimmste Katastrophe aller Zeiten"; 12.8.2010;
http://www.stern.de/panorama/monsun-flut-in-pakistan-die-schlimmste-katastrophe-aller-zeiten-1592700.html

<Tod, Zerstörung, Verzweiflung: Millionen Flutopfer in Pakistan brauchen sofort Hilfe. Doch Helfer dringen kaum zu ihnen vor. Experten sprechen schon von der schlimmsten Naturkatastrophe aller Zeiten.

Pakistan, Flutkatastrophe, Flut, Monsun, Regen, Flut, Überschwemmung

Verzweifelt recken sich die Menschen nach Hilfsgütern: Millionen Flutopfer sind nicht versorgt

John Holmes ist das Bild eines englischen Gentlemans. Der Absolvent des Balliol College in Oxford vertrat die Königin als Botschafter in Portugal und Frankreich und ist seit Januar 2007 oberster Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen. Wenn "Sir John" die Flutkatastrophe in Pakistan als grössere Katastrophe als das Erdbeben in Haiti oder den Tsunami bezeichnet, hört die diplomatische Welt hin. "Ich will keine Rangliste der Katastrophen erstellen, aber das Unglück ist gewaltig", sagte Holmes im UN-Hauptquartier in New York. Und das Schlimmste ist nach Einschätzung der pakistanischen Meteorologiebehörde noch nicht überstanden.

Der Respekt vor den Opfern und nicht zuletzt auch vor der Arbeit der UN-Helfer verbiete Vergleiche, so Holmes. Das weltweite Leid - ausgelöst durch Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Vulkanausbrüche und Kriege - ist nur zu bewältigen, wenn die Manager der Not nüchtern vorgehen. "So zynisch es klingt", sagt ein Mitarbeiter des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), "aber nach der Katastrophe müssen wir die Toten im wahrsten Sinne ganz schnell begraben, weil die Lebenden alle unsere Kraft brauchen".

Sechs Millionen brauchen sofort Hilfe

In den Trümmern Haitis starben mehr als 220.000 Menschen. Bei dem Tsunami im Indischen Ozean waren es sogar noch mehr. Dennoch bezeichnete OCHA-Chef Holmes die Flut in Pakistan, bei der die Zahl der Todesopfer zwischen 1200 und 1600 schwankt, als grössere Katastrophe. Denn in Haiti hatten die OCHA-Leute drei Millionen Überlebende zu versorgen. Im Tsunami-Gebiet waren 1,1 Millionen Menschen obdachlos geworden. Pakistan stellt das in den Schatten: "Es sind jetzt sechs Millionen Menschen, die dringend unsere Hilfe brauchen", sagt Holmes.

Die Vereinten Nationen werben bei ihren 192 Mitgliedsstaaten um 459 Millionen Dollar (352 Millionen Euro) Soforthilfe. "Lassen Sie uns klarstellen", sagt Pakistans UN-Botschafter Abdullah Hussain Haroon, "die 12 bis 14 Millionen Opfer sind alle, die direkt von der Flut betroffen sind." Denn das Hochwasser sei auch eine wirtschaftliche Katastrophe. Allein in einer Provinz seien 96 Brücken zerstört, Strassen, Fabriken und Märkte weggespült worden. "Etwa 15 bis 20, vielleicht 25 Prozent der Ernte ist vernichtet. Wir rechnen damit, dass die Flut unser Bruttoinlandsprodukt um 1 bis 1,5 Prozentpunkte gedrückt hat."

"Es ist eine riesige Katastrophe"

Sechs Millionen Menschen seien in akuter Not: "Das sind Menschen, die erstmal sauberes Wasser und Essen und dann ein Zelt, medizinische Versorgung und sanitäre Anlagen brauchen. Und sie brauchen es jetzt", erklärt Holmes.

"Es ist schwierig, genaue und gleiche Schätzungen für alle Helfer zu liefern", heisst es beim Welternährungsprogramm in Genf. Die Kollegen hätten in verschiedener Regionen einen unterschiedlich guten Zugang zu den Flutopfern, deshalb die Abweichungen. "Sicher ist, dass mehr als zwei Millionen Menschen in einer sehr brenzligen Lage sind und ihr Leben ganz neu aufbauen müssen", sagte ein Sprecher vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). "Es ist eine riesige Katastrophe, und es regnet weiter. Aber es ist auch schwierig, genaue Vergleiche zu früheren Katastrophen anzustellen."

Zweite Flutwelle rollt

Zumal die pakistanischen Behörden noch mit einer weiteren verheerenden Flut rechnen. Nach den Regenfällen im Norden zu Wochenbeginn rolle eine zweite Welle durch die zentralpakistanische Provinz Punjab und weiter nach Süden, so der Leiter der nationalen Meteorologiebehörde. Die Wassermassen liessen den Fluss Chenab anschwellen und könnten trotz aller Schutzmassnahmen die Stadt Multan mit ihren rund 4,5 Millionen Einwohnern treffen. Das wäre die bislang grösste von der Flut betroffene Stadt. "Die nächsten zehn Tage werden sehr entscheidend sein", so der Behörden-Chef. Ob die mehr als 350 Millionen Euro Soforthilfe, die die Vereinten Nationen von ihren 192 Mitgliedsstaaten forderten, in diesem Fall noch ausreichen werden, ist unklar.

Die Welthungerhilfe die deutsche Bevölkerung dringend um weitere Spenden für die Flutopfer in Pakistan. "Die Menschen vor Ort können nichts dafür, dass sie in einem schwierigen politischen Umfeld leben", teilte die Hilfsorganisation mit. "Sie benötigen unsere Hilfe dringender denn je zuvor." Die Überschwemmung in Pakistan stelle alle Helfer "vor eine Herausforderung von noch nie gekanntem Ausmass".
dho/APN/DPA>

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20 minuten
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Pakistan 14.8.2010: 20 Mio. Obdachlose durch die Monsun-Flut

aus: 20 minuten online: Pakistan: Flut nimmt 20 Millionen ihr Zuhause; 14.8.2010; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/11180295

Es wird immer schlimmer: Die Fluten in Pakistan haben nach Angaben der Regierung unglaubliche 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht.

Ein pakistanischer Soldat hält einen Sack mit Hilfsgütern im Helikopterflug über Jacobabad.

Viel mehr Menschen als befürchtet verlieren durch die heftigsten Regenfälle seit Menschengedenken ihr Heim: 20 Millionen Pakistanerinnen und Pakistaner sollen nun schon betroffen sein. Wegen der Katastrophe wurden die Zeremonien für den Nationalfeiertag abgesagt. Nach ersten Cholera-Meldungen sehen Helfer noch keine Anzeichen für eine Epidemie. Entwarnung geben sie aber auch nicht.

«Sintflutartige Regenfälle und verheerende Fluten haben 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht», sagte Premierminister Yousuf Raza Gilani in einer Fernsehansprache zum Unabhängigkeitstag. Die Vereinten Nationen gingen von 14 Millionen Betroffenen aus, von denen sechs Millionen dringend Hilfe benötigten.

Das Hochwasser habe Ernte und Lebensmittel im Wert von mehreren Milliarden Dollar vernichtet, sagte Gilani. Brücken und Strassen seien fortgespült worden. Die Fluten hätten Infrastruktur zur Kommunikation und zur Energieversorgung zerstört.

Immer mehr Opfer

Bei dem Hochwasser wurden nach Gilanis Angaben 1384 Menschen getötet und 1630 weitere Menschen verletzt. Mehr als 1000 Menschen starben alleine in der nordwestpakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. 730 000 Häuser seien durch das Hochwasser zerstört worden.

Gilani rief das Ausland dazu auf, Pakistan «eine helfende Hand zu reichen, um dieses Unglück zu bekämpfen». Die Spendenbereitschaft könnte allerdings durch einen mutmasslichen Skandal um veruntreute Hilfsgelder leiden.

Skandal belastet Spendenfreudigkeit zusätzlich

Die britische Zeitung «Daily Telegraph» berichtete unter Berufung auf «ranghohe Vertreter», dass nach dem schweren Erdbeben vor fünf Jahren in Pakistan umgerechnet 367 Millionen Euro an Hilfsgeldern veruntreut worden seien. Die Finanzmittel seien bis heute nicht in die Kassen der für den Wiederaufbau betrauten Behörde ERRA geflossen.

In der Bevölkerung macht sich unterdessen immer mehr Wut auf die Regierung breit. Die Gefahr von sozialen Unruhen steigt. Betroffene werfen der Regierung vor, auf die Krise zu langsam reagiert zu haben. Die Opfer sind weitgehend auf Hilfe des Militärs und ausländischer Hilfsorganisationen angewiesen.

Keine Nationalfeier

Am Samstag wurde UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in Pakistan erwartet. Seine Ankunft in Islamabad war für den Abend geplant. Am Sonntag wollte Ban dann mit Regierungsvertretern zusammenkommen und das Katastrophengebiet besuchen.

Wegen der Flutkatastrophe beging Pakistan den 63. Jahrestag der Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft ohne offizielle Feierlichkeiten. Präsident Asif Ali Zardari und das Militär sagten die Zeremonien für den Nationalfeiertag am Samstag ab.

Zardari wollte stattdessen Flutopfer in den Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa besuchen. Die Armee wollte die Mittel, die für die Feierlichkeiten vorgesehen waren, Opfern der Katastrophe spenden.

Seuchenlage unklar

Die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» sieht derzeit noch keine Anzeichen für eine Cholera-Epidemie in den überfluteten Gebieten Pakistans. Für eine Entwarnung sei es aber zu früh. Viele Gebiete seien noch gar nicht zugänglich.

Im nordpakistanischen Swat-Tal war am Freitag nach Angaben der Hilfsorganisation Malteser International der erste Fall von Cholera bestätigt worden.

Die Zeitung «Dawn» berichtete am Samstag, Plünderer hätten am Vortag in der zentralpakistanischen Provinz Punjab Fahrzeuge angegriffen, die Hilfsgüter in den Katastrophenbezirk Muzaffargarh bringen wollten. Meteorologen sagten unterdessen vereinzelte, teilweise aber schwere Regenfälle in den kommenden Tagen voraus.

(sda)>

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Stern online,
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Nigeria 25.9.2010: Regenzeit mit mehr Regen als normal - die Regierung lässt die Dämme öffnen - über eine Million Menschen obdachlos

"Mehr Regen als normal" - das ist eigentlich schon fast "normal", denn mit der Klimaerwärmung nimmt die Feuchtigkeit zu, die Wolken haben mehr Regen, und deswegen regnet es heftiger. Aber die Regierungen bereiten sich nicht auf diesen Wandel vor, und so kommt es immer wieder zu grossen Überschwemmungen in Siedlungsgebieten, wo die Dämme nicht mehr ausreichen. Selber Schuld? Ja, genau, selber Schuld: Als Bewohner muss man heute flexibel sein und sich heute einen trockenen Platz aussuchen, um nicht überschwemmt zu werden. Da das Klima immer wieder ändert, muss man darauf gefasst sein, dass die Trockenzonen alle 20 Jahre ändern. Das geht ja noch, alle 20 Jahre ein grosser Ortswechsel. Hier im Artikel rennen die Menschen vor den Fluten, ein Ortswechsel ohne Perspektive. Die Sintflut kommt inzwischen fast überall hin, und die Regierungen merken nicht, dass sie die Breite aller Flussbetten mindestens verdoppeln müssen. Aber lesen Sie selbst:

aus: Stern online: Dämme in Nigeria notgeöffnet: Mehr als eine Million Menschen obdachlos; 25.9.2010;
http://www.stern.de/panorama/daemme-in-nigeria-notgeoeffnet-mehr-als-eine-million-menschen-obdachlos-1607353.html

<Nach der Notöffnung von zwei Dämmen sind in Nigeria zwei Millionen Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen. Im Bundesstaat Jigawa seien insgesamt 90.000 Hektar Land überflutet. 5000 Dörfer und Städte sind betroffen.

Mindestens 1,2 Millionen Menschen sind nach den schweren Überschwemmungen obdachlos geworden.

Die Behörden im Staat Jigawa im Norden von Nigeria haben am Freitag die Dämme Challawa und Tiga geöffnet und damit ein Hochwasser ausgelöst, von dem rund 5000 Dörfer betroffen waren, wie ein Sprecher des zuständigen Gouverneurs erklärte. Mindestens 1,2 Millionen Menschen sind nach den schweren Überschwemmungen obdachlos geworden. Zahlreiche Häuser wurden fortgespült, Viehbestände vernichtet. Bisher gebe es keine Berichte über Tote, teilte der örtliche Gesundheitsminister Ibrahim Nashabaru mit. Nach ersten Schätzungen wird mit einem Sachschaden von 4,5 Milliarden Naira (etwa 215.000 Euro) gerechnet. Die Behörden erklärten, man habe damit begonnen, die betroffenen Familien in Schulhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden unterzubringen.

Die Regenzeit in Nigeria fiel in diesem Jahr ungewöhnlich heftig aus. Ein Damm brach bereits, andere wurden überspült. Es war zunächst unklar, ob die Bewohner vor der Öffnung der Dämme gewarnt worden war und ob Menschen vermisst oder verletzt wurden. In dem betroffenen Staat Jigawa leben rund vier Millionen Nigerianer, so dass rund die Hälfte der Einwohner dort auf der Flucht ist. Jigawa liegt in der trockenen Sahel-Zone südlich der Sahara.

In den vergangenen Wochen kam es bereits in Niger und Burkina Faso zu schweren Überflutungen. Mehrere hunderttausend Menschen verloren ihre Häuser. Das Rote Kreuz in Nigeria erklärte, die Behörden arbeiteten noch daran, Berichte über Opfer zusammenzustellen. Priorität habe jetzt die Versorgung der Flüchtlinge, sagte ein Sprecher.

kmi/DPA/AP>

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Spiegel
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Australien 3.1.2011: Rekordflut in Nordwest-Australien - Rockhampton und Theodore (Queensland) sind Wassersportgebiet

Überschwemmtes Burktown
                    in NW-Australien 2011 nach dem Tropensturm
                    "Tasha"
Überschwemmtes Burktown in NW-Australien 2011 nach dem Tropensturm "Tasha"

aus: Spiegel online: Rekordflut in Australien: "Lasst uns eine Arche bauen"; 3.1.2011;
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-63185.html

Die gesamte Welt muss sich wegen des Klimawandels auf die Verdoppelung wenn nicht gar auf die Verdreifachung der Regenmengen vorbereiten. Aber die Regierungen tun nichts. Und dann haben wir wieder einmal ein "Resultat" eines Tropensturms namens "Tasha". Im Nordwesten von Australien  in den Städten Rockhampton oder Theodore ist alles überschwemmt. Überall wird vor Krokodilen und flüchtenden Schlangen gewarnt. 20 Städte sind abgeschnitten, die Landwirtschaft erleidet enorme Verluste, die Regierung bezeichnet das Ereignis einen Vorgang "biblischen Ausmasses" etc. pp. Nun, die Regierungen sind aber nicht bereit, die Breite der Flussbetten zumindest zu verdoppeln und konsequent auf Sonnenenergie umzusteigen. Die Menschen helfen sich derweil mit Facebook. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online: Rekordflut in Australien: "Lasst uns eine Arche bauen"; 3.1.2011;
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,737597,00.html

<Von Annett Meiritz

REUTERS

Die Pegel in der von Wassermassen eingeschlossenen australischen Stadt Rockhampton steigen, Zehntausende Menschen sind in ihren Häusern gefangen. Im Internet teilen sie Erfahrungen, Infos und Fotos der Rekordflut - und beweisen Krisenhumor.

Hamburg - "Rindfleischhauptstadt" wird Rockhampton in Reiseführern genannt. Millionen Kühe weiden um den Küstenort im Nordwesten Australiens - die Stadt schmückt sich stolz mit Dutzenden überdimensionaler Tier-Attrappen. Touristen lieben die knallbunt bemalten Riesenrinder, jeder Durchreisende stoppt für ein schnelles Foto. Jetzt sind die hübsch bepflanzten Strassen von Rockhampton überflutet, verschluckt von einer graubraunen Wassermasse.

Die schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren haben die Stadt von der Aussenwelt abgeschnitten, Armeehubschrauber bringen Nahrungsmittel nach Rockhampton. Highways, Brücken und Bahngleise sind gesperrt. Eingeschlossen von den Wassermassen verbünden sich Tausende Bewohner von Rockhampton im Internet, vor allem über das soziale Netzwerk Facebook. Der weitläufige Kontinent gehört zu den wichtigsten Märkten des Netzwerks - nach Angaben des Unternehmens ist jeder zweite Australier bei Facebook registriert.

Die Gruppe "Rockhampton and Queensland Flooding 2010" hat bereits mehr als 5000 Mitglieder. Die Mittdreissigerin Madison Harrisson ist seit Beginn der Flutwarnungen nonstop online. Binnen Sekunden antwortet sie auf eine Nachricht - selbst wenn es in Australien zu diesem Zeitpunkt kurz nach Mitternacht ist.

Telefonieren ginge leider nicht, "die Leitungen sind tot", sagt Madison. Das Internet funktioniere noch, es scheint das wichtigste Kommunikationsmittel in der Krise zu sein. Über Webseiten des australischen Wetterdienstes und der Katastrophenwarnzentren halten sich die Menschen auf dem Laufenden - und geben ihre Informationen sofort in der Gruppe weiter.

Ihr Ehemann arbeite in einer Mine, rund 250 Kilometer weiter im Inland, schreibt Madison. Ungewöhnlich starke Regenfälle machten das Arbeiten im Untergrund unmöglich. "Er ist jetzt die fünfte Woche daheim". In ihren digitalen Fotoalben zeigt die Australierin stolz ihre Hochzeit in Weiss, ihre drei kleinen Kinder.

"Es donnert"

Mit Naturkatastrophen ist Madison - wie die meisten Australier - vertraut. "Wir hatten eine Riesenflut 1991, sie war schlimm, aber diese hier übertrifft alles". Ihr Haus in der Nähe des Flughafens sei "geschützt bis zu einem Pegel von zehn Metern". Noch sei dieser Wasserstand nicht erreicht, doch Meteorologen sagen neue Regenfälle voraus. "Freunde von uns haben alles verloren", schreibt Madison weiter, "wurden aus ihren Häusern evakuiert". "Noch ist unser Haus trocken, aber unsere Stadt ist isoliert".

Um kurz vor drei Ortszeit lautet ihre Statusmeldung: "Mein Mann hat gerade die Polizei angerufen. In zwanzig Minuten machen sie auch die Strasse vor unserer Haustür dicht. Wir sind jetzt komplett abgeschnitten. Gruselig."

Auch Carissa postet gegen drei Uhr nachts, Ortszeit: "Es donnert". Neue Gewitter, neuer Regen. Der Administrator gibt die aktuellen Pegelstände durch. Die Facebook-Gruppe wird zum Massen-Liveticker, zum Minutenprotokoll der Flut.

Zwischendurch gibt's Banales - und australischen Krisenhumor:

Carissa: "Wann wird eigentlich die Weihnachtsdeko in der Gladstone Road abgehängt? Bringt das nicht Unglück, wenn man sie hängen lässt??"

Shaelene: "Vielleicht wird sie runtergespült - und nächstes Jahr kriegen wir endlich neue."

Jungpapa Jorell schlägt vor: "Ladies und Gentlemen, lasst uns eine Arche bauen. Aber nicht das Bier vergessen!!"

Sogar eine Checkliste für den Notfall wird mit Sarkasmus garniert: "Hilf bedürftigen Nachbarn", steht da, aber auch: "Vermeide es, auf die Flüsse zu schauen, guck lieber eine DVD". Australische Laid-back-Attitüde - sie ist selbst im Ausnahmezustand spürbar.

"Ich vermisse meine Liebste!"

Dabei geht es in Rockhampton alles andere als gemütlich zu. Die Kläranlagen quellen über, Abwässer vermischen sich mit den Fluten. "Der Gestank wird langsam unerträglich", schreibt eine Userin. Sherie, kecker Kurzhaarschnitt, sympathisches Lächeln, appelliert: "Wir müssen jetzt zusammenstehen, als Gemeinschaft funktionieren."

Bernadette bangt in der Gruppe: "Verdammt, wenn die Pegel jetzt schon bei 9,1 Metern sind, wie hoch soll das Wasser noch steigen?" Peter hat ganz andere Sorgen: "Ich bin eingeschlossen im Haus eines Kumpels. Grrrr, ich vermisse meine Liebste!!"

Binnen weniger Stunden werden in der Facebook-Gruppe Hunderte Notizen, Statusmeldungen und Fotos veröffentlicht. Am späten Montagabend Ortszeit gibt es Verwirrung über eine angekündigte Lieferung von Lebensmitteln: Wie sollen Trucks die Stadt erreichen? Es entbrennt eine Debatte in der Kommentarschlange. Lastwagen mit Lebensmitteln seien von der Nachbarstadt Mackay aus auf dem Weg, schreibt Anthony. Diskutiert werden verschiedenen Möglichkeiten der Versorgung - Flugzeug, Helikopter, Boote. Endlich schreibt Carissa: "Die ersten Lebensmittel sind schon längst angekommen". Jemand klickt den "like"-Knopf.

Viele User warnen vor riskanten Manövern. "Bleibt wo ihr seid, das Wasser steigt irre schnell", schreibt Sandy. Doch auch wirre Gerüchte machen die Runde, etwa von zwei in den Fluten ertrunkenen Kindern. Offizielle Bestätigungen dafür gibt es nirgends. Nutzerin Tara schreibt: "Das Wasser hat gerade unseren Vorgarten erreicht. Ich habe Angst". Hilfe wird angeboten - Geldspenden, Möbel, Babysachen, Kleidung.

Die Gruppenmitglieder posten, teilen und diskutieren im Minutentakt, unermüdlich werden neue Kommentare und Fotos online gestellt. Jemand hat Schwarz-Weiss-Bilder von Fluten vergangener Jahrzehnte eingescannt, andere teilen Fotos von Spielplätzen, Brückenpfeilern, Hangars, komplett oder teilweise verschlungen von den Wassermassen. Man sieht Fluthelfer im Wassertaxi, in roten Warnwesten. Und ein buntes Plastikrind am Ortseingang von Rockhampton - bis zum Bauch im Hochwasser.

Meteorologen zufolge soll der Wasserpegel bis Mittwoch weiter steigen.>

Und dann folgte am 12.1.2011 die Flut in Brisbane im mittleren Australien:

Brisbane, Wasserautobahn
                    am 12. Januar 2011: "Brisbane gleicht einer
                    Geisterstadt - das ist der reinste Horror"
Brisbane, Wasserautobahn am 12. Januar 2011: "Brisbane gleicht einer Geisterstadt - das ist der reinste Horror"


Die Gemeindeverwaltungen haben

-- es verpasst, die Flussbetten zu verdoppeln oder zu verdreifachen und Mäander wieder zuzulassen
-- die Wiederaufforstung verpasst
-- es verpasst, alle Landwirtschaftlich biologisch zu gestalten und mehr Regenwürmer zuzulassen
-- es verpasst, die Treibhausgase zu reduzieren
-- und Deiche nützen da eigentlich nicht viel
-- und billige Betonkonstruktionen nützen da auch nicht viel
-- und eigentlich müssen nun alle Häuser schwimmende Häuser an Säulen sein, so wie sie in Holland gebaut werden.

Au weia! Die Natur wird sich ihren Raum zurückerobern.

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Die Winde verschieben sich mit der Klimaveränderung, und plötzlich regnet es kübelweise, wo vorher nur Sonne war:


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29.3.2011: Landunter in Süd-Thailand - das Wasser steht bis zu den Hüften

aus: 20 minuten online: Land unter in Thailand: "So etwas habe ich noch nie erlebt"; 29.3.2011;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/22850625

<Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle im Süden Thailands haben bereits elf Menschenleben gefordert. Tausende Touristen sind betroffen. «Wir sitzen hier fest», schreibt ein Leser-Reporter.

Seit Tagen regnet es im Süden Thailands. Und die Situation wird immer prekärer. Die Opferzahl in den südlichen Provinzen ist mittlerweile auf elf gestiegen. Darunter war ein Einheimischer, der einen beim Schwimmen vor dem Chaweng-Strand auf Koh Samui abgetriebenen Touristen rettete. Er selber schaffte es nicht mehr zurück ans Land und ertrank. 

Die Niederschläge sind für die Jahreszeit ungewöhnlich. Der März ist auf Koh Samui normalerweise völlig trocken. «Ich bin fast 50 Jahre alt, so etwas habe ich noch nie erlebt», sagte die Chefin der Tourismusbehörde. Gemäss Bangkokpost.com sind 265 000 Haushalte von den Überschwemmungen betroffen. Die Provinz Narathiwat sei zu 90 Prozent unter Wasser. Tausende Touristen sind im Ferienparadies gestrandet.

«Das Wasser reicht uns bis an die Hüften», meldet Leser-Reporter Pascal S. aus Ko Samui. «Wir kommen nicht mal bis zum Flughafen. Wir sitzen hier fest.» So wie dem Schweizer Pascal S. geht es Tausenden Touristen auf Koh Samui. In Chaweng und Bophut auf Ko Samui stehen die Strassen bis zu einem Meter unter Wasser. Das Ferienparadies ist vom Festland völlig abgeschnitten. Der Flughafen ist geschlossen, Start- und Landebahn sind nach tagelangem Regen überflutet. Der Fährbetrieb musste wegen hohem Wellengang eingestellt werden. Bootstouren-Anbieter und Fischereibetriebe melden im Golf von Thailand Wellen von bis zu fünf Metern.

Mehrere Hundert Touristen stecken zudem im Similan Nationalpark in der Andamanensee fest. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Regengüsse sollen gemäss Wetterprognosen mindestens bis am Mittwoch anhalten.

Meteorologen machten das Wetterphänomen «La Niña» mit hohen Luftdruck- und Wassertemperaturunterschieden im und über dem Pazifik für die ungewöhnlichen Stürme verantwortlich. Dadurch ändern sich die Passatwinde.

Auch in Bangkok war es ungewöhnlich kalt: 22 statt der zu dieser Jahreszeit üblichen 28 Grad. In Nordthailand fielen die Temperaturen auf 16 Grad.

(meg)>

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n-tv
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Hochwasser 9.5.2011: Schon wieder eine moderne Sintflut am Mississippi

aus: n-tv online: US-Amerikaner fliehen vor Hochwasser: Riesenwelle rollt heran; 9.5.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Riesenwelle-rollt-heran-article3287551.html

<Im Süden der USA fürchten die Bürger eine riesige Welle, die den Mississippi herabrollt. Tausende Menschen verlassen ihre Häuser, Hunderte sind bereits in Notunterkünften. Behörden befürchten das schlimmste Hochwasser seit über 70 Jahren.

Hunderttausende Menschen am Mississippi rüsten sich für eine riesige Flut. Von Memphis in Tennessee bis nach Louisiana droht das womöglich schwerste Hochwasser der vergangenen hundert Jahre. Freiwillige Helfer und Armeekräfte waren rund um die Uhr im Einsatz, um zu verhindern, dass es zum Schlimmsten kommt. Die Experten der Nationalen Ozean- und Wetterbehörde (NOAA) sagten einen Pegel von annähernd 19,50 Metern voraus. Nördlich von New Orleans öffneten Soldaten einen Ablauf des Flusses, um für Entlastung zu sorgen.

Der Ablauf leitete Flutwasser in den Lake Pontchartrain um und von dort in den Golf von Mexiko. Das Wasser des Flusses, fürchten Naturschützer, könnte den fischreichen See zum Kippen bringen. Zunächst blickten die Bewohner von Memphis mit großer Sorge auf den reißenden "Old Man River". In der Stadt des Rhythm and Blues gibt seit Tagen der Fluss den Ton an: Auf knapp 15 Meter sollte das Wasser dort steigen.

Armee patroulliert an Dämmen

Viele Menschen in Memphis sind bereits vor dem Wasser geflohen.

Auf ihrem Weg nach Memphis hat die Flutwelle bereits zahlreiche Orte und Felder überspült. Auch die ersten Viertel von Memphis standen unter Wasser. Tausende Menschen verließen ihre Häuser. Rund 400 sind in Notunterkünften untergebracht. 150 Armeekräfte patroullierten entlang der Dämme und kontrollierten alle Pumpen. "Es gibt keinen Grund, diesen Dämmen zu misstrauen", erklärte Oberst Vernie Reichling vom Armeekorps der Ingenieure.

Bislang waren zwei Dämme - in Illinois und Missouri - gesprengt worden, um den Fluss zu entlasten. Präsident Barack Obama erklärte Teile der betroffenen Staaten zu Katastrophengebieten. Er versprach finanzielle Hilfe.

Wie 1927 und 1937?

Die drohende Überschwemmung könnte nach Befürchtungen der Meteorologen schlimmer werden als die verheerenden Fluten von 1937 und 1927. Bei letzterer kamen mehrere hundert Menschen ums Leben, 700.000 Opfer mussten ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Fläche von 70.000 Quadratkilometern wurde damals in den US-Staaten Arkansas, Illinois, Kentucky, Louisiana, Missouri und Tennessee überschwemmt.

Der Mississippi ist mit knapp 3800 Kilometern einer der längsten Flüsse der Welt. Er entspringt im nördlichen Minnesota, fließt durch den mittleren Teil der Vereinigten Staaten und mündet in den Golf von Mexiko.

dpa>


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Und schon wieder eine Sintflut in China:


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19.6.2011: <China: Hochwasser bedroht Millionen von Menschen> und die Gemüsepreise steigen um 40%

aus: 20 minuten online; 19.6.2011;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/21404192

<Die Überschwemmungen in der östlichen Provinz Zhejiang haben hunderte Menschenleben gefordert. Viele werden weiterhin vermisst.
Studenten bahnen sich in Wuhan einen Weg über die überschwemmte Strasse. Mehr als eine Million Menschen mussten bereits evakuiert werden.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua von den Überschwemmungen in der chinesischen Provinz Zhejiang im Osten des Landes betroffen.

Hunderttausende Hektar Land seien überschwemmt, fast 1000 Betriebe hätten vorübergehend schliessen müssen, berichtete Xinhua. Auch Strassen und Bahnstrecken waren blockiert.

Die unmittelbaren Schäden beziffert Xinhua mit fünf Milliarden Yuan (655 Millionen Franken). Bei den Überschwemmungen und Erdrutschen im Süden und Osten Chinas in diesem Monat sind bisher 170 Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst.

In der Provinz Guizhou im Süden kosteten Hochwasser und Blitzeinschläge nach einem Medienbericht vom Samstag mindestens acht Menschen das Leben. Hunderttausende Bewohner der Region brachten sich vor den sintflutartigen Regenfällen in Sicherheit.

In der Gegend lebende Bauern sprachen laut Xinhua von dem verheerendsten Überschwemmungen seit 20 Jahren. Infolge der Unwetter seien die Gemüseerträge um 20 Prozent gesunken, Engpässe gebe es auch bei Früchten und Getreide.

Die Preise für Grüngemüse seien um 40 Prozent gestiegen, hiess es. Auch in den Provinzen Anhui und Jiangxi wurden infolge der Überschwemmungen höhere Lebensmittelpreise gemeldet. Die nationale Wetterbehörde rechnete für Montag mit einem Ende der Regenfälle.

(sda)>


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Die Sommer-Gewitter in Europa werden zu Sommer-Unwettern und werden immer schlimmer, und niemand hat die Flussbetten oder die Bachbetten verbreitert., und  im Sommer werden jeweils ganze Ortschaften zerstört. Im Jahre 1993 war es Brig. Im Jahre 2011 ist es Herisau:


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11.7.2011: <Millionenschaden: In Herisau ist nichts mehr an seinem Platz> - statt Ferien gibt es nun Aufräumarbeiten

aus: 20 minuten online; 11.7.2011;
http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/In-Herisau-ist-nichts-mehr-an-seinem-Platz-29731570

<von A. Hirschberg/A. Mustedanagic
- Überschwemmt, verschlammt und teilweise zerstört: Das gestrige Gewitter hat Herisau voll erwischt. Der Bach wuchs innert Minuten zum Strom.

Herisau ist in Braun getaucht. Das Wasser ist weg, doch der Schlamm ist nach dem heftigen Gewitter vom Sonntag geblieben – auf den Strassen, in den Kellern, Garagen, Restaurants und Lagerhallen (siehe Bildstrecke). Die Aufräumarbeiten laufen noch immer auf Hochtouren, wer eine Schaufel oder eine Pumpe hat, steht im Ausserrhoder Hauptort im Einsatz. Noch ist der Schaden der Überschwemmung nicht genau zu beziffern, die Polizei schätzt die Schadenssumme bisher auf «mehrere Millionen Franken».

Der Millionenschaden ist die Bilanz von 30 Minuten sintflutartigen Regengüssen. Die Wassermassen verwandelten den nicht mal auf Karten verzeichneten Sägebach in einen reissenden Strom. Die Glatt führte so viel Wasser, dass das Bachbett dafür bei weitem nicht ausreichte. In einem Lager an der Unteren Fabrik stand das Wasser fast zwei Meter hoch, berichtet Leser-Reporter Dejo. Unter dem Fabrikareal fliesst die Glatt unterirdisch durch – normalerweise. Am Sonntag drückte sie durch die Dolendeckel und flutete die Räume. «Unser Geschäft hatte noch Glück, die nebenan hat es noch heftiger erwischt», so der Lagerist weiter, «in ihren Räumen konnte das Wasser nicht entweichen und hat sich gestaut.»

«Maschinen, Holz, Wände - es ist alles zerstört»

Nichts, aber auch gar nichts blieb in der Unteren Fabrik trocken, sagt Johannes Gubler. Er hat 20 Minuten Online Bilder von der zerstörten Werkstatt seiner Mutter auf dem gleichen Fabrikareal geschickt. «Das Wasser stand bis zu den Fenstern», so Gubler weiter. Die Maschinen seien verschlammt, das Holz zerstört und die Wände herausgerissen. «Nichts ist mehr an seinem Platz.» Mit den Aufräumarbeiten habe man in der Projektwerkstatt für Arbeitslose noch nicht begonnen. Die Feuerwehr sei noch daran, die restlichen Räume auf dem Fabrikareal auszupumpen.

In Sichtweite der Unteren Fabrik steht die Cilander AG. Die Textilveredelungsfirma ist damit beschäftigt, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, sagt Reto Schmidheiny, Mitglied der Geschäftsleitung. Die Keller seien voll gelaufen. Darin befanden sich Werkstatträume und ein Ersatzteillager. «Wie gross der Schaden ist, können wir noch nicht sagen», so Schmidheiny. Sicher ist bereits jetzt: «Die Aufräum- und Reinigungsarbeiten werden noch eine Weile dauern.» Glücklicherweise wurden Stoffe und Produktionseinheiten aber nicht überschwemmt, weshalb die Produktion wieder aufgenommen werden konnte – zumindest teilweise.

Aufräumen statt Sommerferien

Einige Hundert Meter die Glatt hinunter ist die Besitzerin der Amas Automechanik-Autospenglerei AG den Tränen nahe. Mindestens 30 Autos sind auf dem Ausstellplatz überflutet worden. Bilder zeigen, wie Wasser, Treibholz und Geröll das ganze Gelände überschwemmten. «30 bis 40 Autos sind überschwemmt worden», so die Besitzerin. Ob sie noch zu retten sind, weiss sie nicht. «Einige sind bestimmt ruiniert, sie wurden teilweise vom Wasser mitgerissen und ineinander geschoben.» Teilweise standen sie 20 bis 30 Meter weiter oben. «80 Prozent unserer Autos sind wohl nicht mehr zu retten.»

Dem Sägebach zum Opfer fiel die Bäckerei Näf. «Unsere Keller waren bis zur Decke gefüllt», sagt Inhaberin Uschi Näf. Der sonst verdurstende Dorfbach verwandelte den Vorratsraum der Näfs in ein Schwimmbad. «Mehl, Biber, Schokolade, Konserven, Öl, Essig – alles, was drin war, können wir wegwerfen», so die Inhaberin weiter. In der Backstube, der Küche und dem Verkaufsraum sei glücklicherweise nur der Boden von Wasser und Schlamm bedeckt. «Wir wollten heute eigentlich in die Ferien fahren», sagt Näf. Diese sind nun sprichwörtlich ins Wasser gefallen, wie sie sagt: «Wir bleiben jetzt noch ein, zwei Tage, räumen fertig auf und fahren dann doch noch.»

Niemand wurde verletzt

Für die Einsatzkräfte ist noch längst nicht Urlaub angesagt. «Die Aufräumarbeiten sind voll im Gang», sagt Ueli Frischknecht, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Das Tiefbauamt, Private, der Zivilschutz und die Feuerwehr seien noch am Auspumpen von Kellern und Tiefgaragen und am Räumen der Strassen.

Wegen der gewaltigen Wassermassen kam es vielerorts zu kleineren Murgängen, sagt Frischknecht. Unterbrochen war aus diesem Grund auch die Linie der Appenzellerbahnen zwischen Herisau und Waldstatt. Am Sonntag gingen bei der Kantonspolizei ab 15.30 Uhr mehr als 200 Notrufe ein. «Das letzte Mal», sagt Frischknecht, «erlebten wir so extreme Niederschläge vor sieben Jahren.» Die Polizei ist trotz immenser Schäden froh. Aus einem einfachen Grund, wie Frischknecht sagt: «Es wurde niemand verletzt.»

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n-tv
                  online, Logo

22.7.2011: <Bei Hochwasser Keller nicht zu früh auspumpen> wegen Gegendruck des Hochwassers

aus: n-tv online; 22.7.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Bei-Hochwasser-Keller-nicht-zu-frueh-auspumpen-article3876071.html

<Düsseldorf (dpa/tmn) - Ein Keller sollte erst ausgepumpt werden, wenn der Wasserspiegel von selbst deutlich fällt. Sonst könnten die Wände beschädigt werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Wird das Untergeschoss bei Hochwasser überflutet, ist es in der Regel außen von Wasser umgeben. Das drückt auf das Fundament und die Kellerwände. Dadurch können diese schlimmstenfalls einstürzen, wenn der Raum leergepumpt wird. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in ihrem aktualisierten Ratgeber «Feuchtigkeit im Haus?» hin.

Bei Hochwasser wird häufig Sand und Kies aus dem Untergrund herausgeschwemmt. Dadurch kann das Fundament des Kellers absacken, und die Wände können Risse bekommen. Die Verbraucherschützer raten deshalb, so viel Wasser im Keller zu belassen, wie ringsum ansteht. Der Gegendruck von innen entlaste den Kellerboden und die Wände.

Service:

Der Ratgeber «Feuchtigkeit im Haus?» kostet 9,90 Euro und ist zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand erhältlich bei: Verbraucherzentrale NRW, Versandservice, Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf, Telefon: 0211/380 95 55, E-Mail: publikationen@vz-nrw.de, Internet: www.vz-ratgeber.de

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Spiegel
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7.10.2011: Und wieder moderne Sintflut in Thailand

aus: Spiegel online: Alarmstufe Rot in Thailand; 7.10.2011;
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,790516,00.html

<Von Freddy Sucharai, Bangkok

Hunderte Menschen sind gestorben, alte Tempel drohen zu versinken, die Touristen-Hochburg Phuket muss Schlammlawinen fürchten: Die schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert bringen Thailand an die Grenzen seiner Kräfte - und vielerorts steht das Schlimmste noch bevor.

Rund um die Uhr hatten über hundert freiwillige Helfer gekämpft, hatten behelfsmäßige Spundwände errichtet, Sandsäcke aufgeschichtet. Umsonst - nach zehn Minuten war alles vorbei, das Wasser war stärker. Die Flutwelle des Flusses Chao Phraya überflutete den fast 500 Jahre alten Chai-Watthanaram-Tempel in Ayutthaya. Nun versuchen die Fluthelfer, wenigstens die Stupa, das Denkmal im Zentrum der historischen Anlage, zu retten - und zu verhindern, dass die Grundmauern unterspült werden und der Tempel unrettbar verloren geht.

Seit Wochen heißt es in den nördlichen Provinzen Thailands "Land unter". "Das ist das schlimmste Hochwasser seit 52 Jahren", stöhnt der Chef des Ban-Tak-Bezirks, Thanin Wichitrakoon. Die Fluten haben bisher 28 Provinzen erreicht, 2,6 Millionen Menschen sind nach Regierungsangaben betroffen. In Thanins Ban-Tak-Bezirk können 42 Dörfer nur noch per Boot erreicht werden.

182 Straßen im Katastrophengebiet sind unpassierbar, darunter auch der Asian-Highway, die wichtige Verbindungsstraße von Bangkok Richtung Norden. Züge aus der Hauptstadt nach Chiang Mai fahren seit Tagen nicht mehr. Die Zahl der Todesopfer liegt bei mehr als 240. Drei Menschen galten als vermisst. "Und es wird noch schlimmer," sagt Wiboon Sanguanpong, Direktor des Zentrums zur Krisenprävention und zur Bekämpfung der Flut.>

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20
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12.10.2011: Und wieder moderne Sintflut auch in der Schweiz: Kandertal und Lötschental

aus: 20 minuten online: Nach Überschwemmungen: Das grosse Aufräumen im Kandertal; 12.10.2011;
http://www.20min.ch/news/bern/story/20914366

<In den überschwemmten Gebieten im Berner Oberland und im Wallis zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Luftaufnahmen machen das Ausmass der Schäden sichtbar. Jetzt räumt die Armee auf.

Aufnahmen aus der Luft zeigen, wie gross die Schäden in den von den schweren Überschwemmungen betroffenen Gebieten im Berner Oberland und im Wallis sind. Jetzt, da sich die Pegel der Flüsse, insbesondere der Kander, zurückgezogen haben, zeigt sich ein Bild massivster Zerstörung.

Mit Helikoptern hat die Schweizer Luftwaffe Bewohner und Nutztiere aus dem Gasterntal ausgeflogen. Besonders das Gebiet Selden/Heimritz wurde von den Wassermassen am Montag stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Tal bleibt von der Umwelt abgeschnitten.

Im Kandertal laufen derweil die Aufräumarbeiten. Vielerorts muss zäher Schlamm beseitig werden. Die meisten Evakuationen konnten wieder aufgehoben werden.

Einzig in der Region Kandergrund bleibt eine Person evakuiert, wie die Behörden am Dienstagnachmittag miteilten. In der Gemeinde Kandergrund wurden zwölf bis 15 Häuser beschädigt, drei bis fünf davon stark.

Bahnlinie Frutigen-Kandersteg bleibt noch zehn Tage zu

In Kandersteg selber sind die Schäden relativ gering ausgefallen. Der Tourismusort ist von Brig aus mit dem Zug erreichbar. Die Strassen- und Bahnverbindung nach Frutigen ist nach wie vor und bis mindestens 21. Oktober gesperrt. Die BLS spricht von Schäden in der Höhe von fünf bis sechs Mio. Franken am Bahntrassee.

Im Raum Mitholz wurden Strasse und Bahn stark verwüstet - allen voran der Mitholztunnel, durch den sich am Montag die Kander einen Weg suchte. Die wilden Wasser rissen Teile des Strassenbelags mit. Die Platten türmten sich vor dem Tunnel auf.

Die Behörden hoffen, dass der Tunnel bis am Freitag behelfsmässig wieder einspurig befahrbar ist. Die Bahnstrecke bleibt weiterhin unterbrochen. Unterhalb Mitholz sei das Gleis vollständig unterspült und auch die Stützmauer sei weggeschwemmt worden, schreibt das Bahnunternehmen in einer Mitteilung. Oberhalb Mitholz seien die Geleise mit Geröll bedeckt.

Zahlreiche Brücken im Lötschental zerstört

Mehrere Tage werden nötig sein, um die Strasse zwischen Goppenstein und Blatten ins Lötschental VS wieder zu eröffnen. Der vom Wasser mitgerissene Schutt hat mehrere Kilometer der Strasse bedeckt.

In einer Galerie blockieren von den Fluten mitgebrachte Steine und Erde die Strasse. Zudem wurden mehrere andere Galerien beschädigt. Wie teuer die Schäden an der Infrastruktur zu stehen kommen, könne man zurzeit nicht sagten, erklärte Charly Wuilloud, Sektionschef Naturgefahren im Kanton Wallis. Er hatte einen Erkundungsflug durch das Lötschental per Helikopter gemacht.

Die Wassermassen wuschen die Bachbetten aus. Laut Wuilloud erodierten diese zwischen zwei und fünf Meter. Die heraus gewaschenen Steine und Erde wurden in den Lonzabach gespült. Das hatte zur Folge, dass alle Brücken auf der linken Talseite - die nicht bewohnt ist - von den Wasser- und Gesteinsmassen zerstört wurden. Ausserdem wurde die Strasse teilweise komplett weggespült. Die grössten Schäden entstanden zwischen Wiler und Blatten

Bis die Züge wieder normal die Lötschberg-Bergstrecke befahren können, fahren die RegioExpress Züge des Typs «Lötschberger» bis Frutigen und zwischen Kandersteg und Brig. Der Autoverlad am Lötschberg ist eingestellt, bis Kandersteg wieder auf der Strasse erreichbar ist. Am Dienstagmorgen wurde ein Notbetrieb zur Versorgung der Bevölkerung und des Gewerbes in Kandersteg aufgenommen.

Schäden in Millionenhöhe

Einen vollständigen Überblick über alle Schäden im Kandertal haben die Behörden noch nicht. Deshalb sei es noch zu früh, um genauere Schadensummen zu nennen. Klar sei aber, dass die Schäden in die Millionen gehen, betonten Behördenvertreter am Dienstag in Frutigen.

Ein kleiner Lichtblick in der Misere seien die Wasserbaumassnahmen, die nach dem letzten grossen Hochwasser 2005 entstanden sind, bilanzierte Ueli Schneider vom zuständigen Krisenstab. Als Beispiel führte Schneider den in Reichenbach seinerzeit installierten Geschiebesammler an. Dieser sei randvoll und habe Schlimmeres verhindern können.

Er sei tief betroffen von dem, was er gesehen habe, sagte Feuerwehrkommandant Martin Allenbach am Dienstag vor den Medien in Frutigen. «Das trifft uns hart, auch wenn wir an Naturereignisse gewohnt sind».

Armee verzichtet auf Fliegerschiessen

Die Schweizer Armee leistet nach einem entsprechenden Gesuch des Kantons Bern einen militärischen Katastrophenhilfe-Einsatz im Berner Oberland. Schon vorher hatten etwa 100 Armeeangehörige aus WK-Formationen in verschiedenen Schadengebieten Spontanhilfe geleistet.

Wegen möglicher weiterer Armeeeinsätze hat die Armeeführung in Absprache mit Bundesrat Ueli Maurer entschieden, auf das für Mittwoch und Donnerstag geplante Fliegerschiessen auf der Axalp im Berner Oberland zu verzichten. Das Fluggerät soll bei Bedarf für die Katastrophenhilfeeinsätze zur Verfügung stehen.

Die Armee stellt sechs bis acht Baumaschinen bereit, um die Kander wieder in ihr Bett zurückzubefördern und die Strasse instand zu stellen. Ziel ist, den Tunnel bis Freitag behelfsmässig wieder in Betrieb nehmen zu können. Dass die Kander just oberhalb des Lawinenschutztunnels ihr Bett verlassen habe, sei noch nie vorgekommen und nicht voraussehbar gewesen, sagte Peter Grossen vom Verwaltungsführungsorgan Frutigen-Niedersimmental.

Beträchtliche Schäden

Noch sind etliche Verkehrsverbindungen unterbrochen. Lauterbrunnen und Stechelberg im Berner Oberland sind seit Montagabend wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Berner Oberland-Bahnen (BOB) setzen Busse ein, um die Reisenden zu befördern. Das bedeutet, dass auch die Ferienorte Wengen und Mürren wieder erreichbar sind. Bis die BOB wieder Züge nach Lauterbrunnen schicken kann, wird es nach Auskunft eines BOB-Sprechers aber rund zehn Tage dauern. Die Schäden an der Bahntrasse und den Leitungen seien beträchtlich.

Im Wallis wurden der Polizei in der Nacht zum Dienstag keine weiteren grossen Schäden gemeldet. Angeschwollen ist aber die Rhone. In der Region Siders trat in der Nacht zum Dienstag der Bach Raspille über die Ufer, wie ein Polizeisprecher sagte. Etliche Trinkwasserleitungen wurden durch die Schlamm- und Erdmassen verschmutzt.

(jam/sda/dapd)>

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16.10.2011: Sintflut in Thailand: Krokodile dringen vor

http://www.n-tv.de/panorama/Krokodile-bedrohen-Koenigsstadt-article4539581.html

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13663658/Hundert-Krokodile-bedrohen-thailaendische-Stadt.html

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Spiegel
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20.10.2011: Sintflut in Thailand: Bangkok wird zum Teil geflutet, um das Wasser ins Meer fliessen zu lassen

aus: Spiegel online: Hochwasserkatastrophe in Thailand: Regierungschefin lässt Bangkok fluten; 20.10.2011;
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,792943,00.html

<Von Freddy Surachai, Bangkok

Bangkok ist nicht mehr zu schützen: Nach tagelangem Kampf gegen das Hochwasser hat Thailands Regierungschefin Yingluck angeordnet, die Schleusen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole zu öffnen. Nur so könnten die Fluten schneller in Richtung Meer fließen.

Mitten im Wasser steht eine Frau mit einem Fahrrad. Nur der Lenker und der Sattel ragen noch aus den Fluten heraus. Ihr selbst reicht der Pegel bis zur Brust. Doch in all der Not macht sie weiter Geschäfte: Behelfsmäßig hat sie einen großen Sonnenschirm an dem Vehikel befestigt. An dessen Speichen hängen Dutzende Schwimmwesten, die sie zum Verkauf anbietet. Ein Plastikbeutel dient ihr als Kasse. Sie winkt den Passanten zu - und lacht.

Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer. Irgendwie geht das Leben an diesem Donnerstagmorgen weiter in der Region Pathum Thani vor den Toren der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Hier wie in vielen Teilen des Landes steht das Wasser bereits seit Tagen meterhoch. Und jetzt droht der Worst Case: Auch der Thai-Metropole selbst droht die Überflutung.

Nach tagelangem, verzweifeltem Kampf ist Bangkok nicht mehr zu retten. Die Hauptstadt könne nicht mehr komplett geschützt werden, sagte Thailands Regierungschefin Yingluck Shinawatra am Donnerstag. Sie werde die Behörden anweisen, alle Schleusen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole zu öffnen, damit das immense Hochwasser aus dem Norden des Landes schneller in Richtung Meer fließen könne. "Man kann das Wasser nicht ewig blockieren", sagte Yingluck.

Das Bollwerk ist nicht mehr zu halten

Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten, mehr als 320 Menschen kamen ums Leben. Ganze Landstriche sind überflutet, vor allem im Norden. Da die Hauptstadt Bangkok zunächst unbedingt geschützt werden sollte, war dort durch kilometerlange Wälle aus Sandsäcken das Wasser am Abfließen in Richtung Süden und damit ins Meer gehindert worden.

Doch das Bollwerk kann nicht mehr verteidigt werden, jetzt drohen Teilen Bangkoks ein ähnliches Schicksal wie seiner Provinz Pathum Thani. Rund um die geschäftstüchtige Frau kämpfen sich dort Männer, Frauen, Kinder - die Kleineren bis zum Kopf im Wasser - durch die schmutzig braune Flut. Müll schwimmt zwischen ihnen, Plastikflaschen, verdorbenes Obst, verfaultes Gemüse, Unrat.

Auf dem Kopf tragen die Menschen ihre übrige Habe, armselige, schnell zusammengeschnürte Bündel. Einige Frauen schieben Plastikwannen vor sich her, die sie als eine Art Boot benutzen. Manchmal liegen Haushaltsgegenstände in diesen Bottichen, manchmal aber auch Babys, oft nur wenige Wochen alt. Andere Mütter halten ihre Kinder hoch, um sie vor dem Wasser zu schützen.

Einige Männer haben Hunde oder Katzen auf dem Arm. Aus Türen haben andere wacklige Flöße gebaut, die sie aber kaum tragen. Immer wieder werden sie überspült, nur mühsam kommen sie voran. Wenige Menschen hatten das Glück, ein flaches Boot zu ergattern, das ein wenig mehr Sicherheit bietet.

An Stellen, an denen der Pegel noch nicht so hoch steht, geht das Leben weiter. Marktstände sind aufgebaut, es wird gehandelt und gekauft, was noch zu haben ist. Doch über allem lastet ein bedrückendes Schweigen. Die sonst so quirligen Thais scheinen verstummt.

Die Bevölkerung zweifelt an den Erklärungen der Regierung

Trotz der Flut drängen sich auf der Hauptstraße noch die Autos. Auch dieser wichtige Verbindungsweg in Richtung Zentrum ist an einigen Stellen 60 bis 80 Zentimeter hoch überspült. In den Seitenstraßen steht das Wasser noch höher.

Mittendrin, bis zu den Hüften im Wasser, steht ein Polizist und versucht vergeblich, das Chaos zu regeln. Ziel der Autokarawane ist die Hochstraße, die aus Pathum Thani vorbei am nationalen Krisenzentrum im Don-Muang-Flughafen bis in die Innenstadt von Bangkok führt. Die Route ist als Parkplatz freigegeben. Hunderte Fahrzeuge, deren Besitzer geflohen sind, parken in sicherer Höhe. Stündlich werden es mehr.

Angesichts der drohenden Flutung der Hauptstadt verfangen auch die üblichen Beschwichtigungsfloskeln der Politik nicht mehr. "Bangkok ist sicher", hieß es immer wieder. Kaum jemand glaubt noch daran. Fast 90 Prozent der Befragten erklärten bei einer Blitzumfrage Anfang der Woche, sie trauten den Erklärungen der Regierung nicht. Schon wird die glücklose Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra in thailändischen Zeitungen unverhohlen zum Rücktritt aufgefordert. Selbst die Designer-Gummistiefel im Burberry-Look der mehrfachen Millionärin gelten nun als Symbol für ihre Inkompetenz.

Der Deichgraf von Bangkok trumpft auf

Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra nutzt die Schwäche der Regierungschefin und ihres überforderten Teams gnadenlos aus, um sich als Deichgraf zu profilieren. "Ich bin der Hausvater von ganz Bangkok", verkündet er, obwohl auch Sukhumbhand in den vergangenen Tagen mit Durchhalteparolen und Fehleinschätzungen für Verunsicherung sorgte.

Um wenigstens die Innenstadt zu retten, wird das Hochwasser jetzt um das Zentrum herumgeleitet - in der Hoffnung, diese letzte Schlacht um die Mega-Metropole doch noch zu gewinnen. Die Verantwortlichen haben keine Wahl. Rund ein Drittel Thailands steht zum Teil meterhoch unter Wasser - eine Fläche etwa so groß wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zusammen. Und aus dem Norden drückt die schier unvorstellbare Menge von 1,2 Millionen Kubikmetern Wasser auf Bangkok. Und immer wieder brechen Deiche, werden Sandsack-Barrieren weggespült, treten Kanäle über ihre Ufer.

Zahllose Thailänder sind bereits auf der Flucht. Militärtransporter bringen Notrationen in die Evakuierungszentren, Klopapier, Windeln, Fertignahrung und Trinkwasser. Das Lager auf dem Campus der Thammasat Universität Rangsit am nördlichen Rand Bangkoks, wo fast 4000 Menschen Zuflucht gefunden haben, ist inzwischen selbst bedroht: Die Küche, die die Obdachlosen und die Anwohner versorgt, wurde vorsichtshalber auf eine fünf Meter hohe Plattform verlagert, die Notbetten sind aus dem Erdgeschoss in die erste Etage verlagert worden.

"Das Schlimmste ist die Unsicherheit", sagt ein etwa 30-jähriger Mann, der am Ende seiner Kräfte zu sein scheint. "Keiner weiß, was in den nächsten Stunden passiert - und wir müssen einfach das Schlimmste befürchten." Kritiker fürchten allerdings, dass Thailand das Schlimmste noch bevorsteht, dass das ganze Ausmaß der humanitären Katastrophe erst sichtbar wird, wenn das Wasser zurückgeht.>


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Welt online,
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22.10.2011: Sintflut in Thailand: Bangkok wird zum Teil geflutet

aus: Umweltkatastrophe: Hochwasser vertreibt Einwohner aus Bangkok; 22.10.2011;
http://www.welt.de/videos/panorama/article13675228/Hochwasser-vertreibt-Einwohner-aus-Bangkok.html#autoplay

<In den Straßen der Außenbezirke der Millionenmetropole Bangkok steht das Wasser, mit Sandsäcken versuchen die Einwohner ihre Häuser vor den Fluten zu schützen. Zuvor hatten die Verantwortlichen damit begonnen, die Schleusen zu öffnen, um die Wassermassen aus dem Norden durch die Kanäle der Stadt hindurch kontrolliert in Richtung Meer zu leiten. Es wird erwartet, dass noch mehr Menschen sich in Notunterkünfte flüchten werden.>

Bangkok,
                      ein Mann fährt Badewanne 01
Bangkok, ein Mann fährt Badewanne 01
Bangkok,
                      ein Mann fährt Badewanne 02
Bangkok, ein Mann fährt Badewanne 02

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26.10.2011

An diesem Tag sind gleich zwei Meldungen über Rekordregen - die Tropen kommen somit auch nach Irland und nach Italien, und so lange die Flussbetten nicht mindestens verdoppelt werden, wird es immer mehr Überschwemmungen geben und nicht weniger:

n-tv online,
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26.10.2011: <Tote bei Überschwemmungen: Rekordregen in Irland>

aus: n-tv online; 26.10.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Rekordregen-in-Irland-article4612316.html

<Heftige Regenfälle sorgen auch in Großbritannien und Irland für Chaos und Zerstörung. In Irland kommen sogar zwei Menschen ums Leben. In Dublin müssen Einwohner von Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden.

Bei Überschwemmungen in Irland und Teilen von Großbritannien sind vermutlich zwei Menschen ums Leben gekommen. Seit Montag fielen im Raum Dublin sowie im Westen von England und Wales Rekordmengen an Niederschlag vom Himmel. Bäume fielen um, vielerorts war der Verkehr behindert.

Ein Polizist wurde in den Wicklow-Bergen in der Republik Irland als vermisst gemeldet, nachdem er von einem Fluss mitgerissen worden war. Suchtrupps fanden eine Leiche, bei der es sich um die des 25-Jährigen handeln könnte. Der Polizist war eigentlich außer Dienst gewesen, hatte aber zusammen mit seinem Bruder und einem Freund Leuten an einer einsturzgefährdeten Brücke geholfen.

Tote Frau im Keller

In einem überschwemmten Keller in Dublin wurde die Leiche einer 35 Jahre alten Frau von den Philippinen gefunden. Nachbarn hatten der Polizei in der Nacht berichtet, dass sie dort wohne. Taucher suchten vergeblich nach ihr. Erst als der Keller ausgepumpt war, wurde die Leiche entdeckt. Ob es sich wirklich um die Frau handelt, soll eine Obduktion ergeben.

Im englischen Cornwall wurde eine 13-Jährige, die mit ihrem Hund einen Spaziergang an der Küste gemacht hatte, zunächst vermisst. Ein Team von 80 Rettungskräften fand das am Kopf verletzte Mädchen aber später in einem Feld und brachte zu den Eltern zurück.

In Dublin standen Berichten örtlicher Medien zufolge Straßen, Häuser und ein Einkaufszentrum unter Wasser. Der öffentliche Nahverkehr war stark behindert. Einige Flüge wurden umgeleitet, mehrere Fährverbindungen gestrichen. Die Stadtverwaltung leitete Notfallmaßnahmen ein. Rettungskräfte brachten Einwohner von besonders schwer betroffenen Häusern in Sicherheit. Die Polizei riet Autofahrern wegen der Straßenverhältnisse zu äußerster Vorsicht. Innerhalb von 24 Stunden soll so viel Regen gefallen sein wie sonst in einem Monat.

dpa>


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20 minuten
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26.10.2011: <Dauerregen in Italien: Monterrosso gibt es nicht mehr>

aus: 20 minuten online: 26.10.2011;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/-Monterosso-gibt-es-nicht-mehr--21619406

<In Teilen Italiens gehen sintflutartige Regenschauer nieder. Sechs Personen konnten nur noch tot geborgen werden, weitere werden vermisst. Und noch ist kein Ende des Regens in Sicht

Ein Unwetter hat Teilen Liguriens und der Toskana Tod und Verwüstung gebracht. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Mehrere Menschen würden noch vermisst, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

Die Präfektur von La Spezia in Ligurien teilte in der Nacht mit, dass im kleinen Ort Borghetto Vara drei Menschen beim Einsturz eines Hauses umgekommen seien. Besonders getroffen wurde Monterosso an der ligurischen Küste in der Region Cinque Terre. Es fehle an allem, klagte Bürgermeister Angelo Betta. Alles stehe unter Wasser. «Monterosso gibt es nicht mehr.»

Die Bahnlinie zwischen Genua und der Hafenstadt La Spezia wurde gesperrt. Auch die Bahnlinie zwischen La Spezia und Parma wurde geschlossen. Gesperrt wurde wegen eines einsturzgefährdeten Viadukts auch die Autobahnstrecke zwischen La Spezia und Parma, was erhebliche Verkehrsprobleme verursachte.

Im toskanischen Aulla starben nach Angaben des Zivilschutzes drei Personen. Die Zahl der Opfer und Vermissten könne sich noch erhöhen, heisst es.

Evakuiert

Rund 300 Personen mussten in Aulla aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. 50 von ihnen wurden von Rettungsmannschaften mit Schlauchbooten in Sicherheit gebracht.

Der wolkenbruchartige Dauerregen habe Häuser einstürzen lassen, Strassenverbindungen unterbrochen und Bahnstrecken blockiert. Auch seien mancherorts Telefon und Strom ausgefallen.

Der Zivilschutz rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Das Unwetter habe bereits Millionenschäden angerichtet.

Sieben Ortschaften waren am Mittwoch durch die Unwetter vorübergehend von der Aussenwelt abgeschnitten, Hunderte von Menschen mussten in sichere Unterkünfte gebracht werden. Starke Niederschläge erreichten am Vormittag auch die Hauptstadt Rom. Die Behörden erklärten, die Lage in der Hauptstadt sei trotz einiger Verkehrsbehinderungen unter Kontrolle.

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Die Sintflut in Bangkok geht unterdessen munter weiter, und endlich kommt eine realistische Massnahme: Es sollen neue Kanäle geschaffen werden:

n-tv online,
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28.10.2011: <Radikaler Notfallplan in Bankgkok: Strassen sollen zu Kanälen werden>

aus: n-tv online; 28.10.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Strassen-sollen-zu-Kanaelen-werden-article4635736.html

<Am Samstag droht das Hochwasser in Bangkok über die Dämme zu treten und weite Teile der Stadt zu überfluten. Die thailändische Regierung überlegt deshalb, mehrere große Straße aufzureißen und zu Kanälen umzufunktionieren, um die Fluten aus der Stadt zu leiten. Das Auswärtige Amt warnt mittlerweile vor Reisen in Teile von Thailand.

Um die überwältigenden Wassermassen um Bangkok in den Griff zu bekommen, erwägt die thailändische Regierung jetzt einen radikalen Plan: Sie prüft, ob fünf Straßen im Osten der Hauptstadt aufgerissen und zu Flutkanälen gemacht werden sollen. Das Hochwasser am Fluss Chao Phraya erreichte eine äußerst kritische Marke, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung.

"Das Hochwasser im Fluss hat 2,47 Meter über normal erreicht", sagte Jate Sopitpongstron. Die 7 Kilometer langen Flutwälle auf beiden Seiten des Flusses sind 2,50 Meter hoch. Am Samstag werde das Wasser nach den Prognosen auf 2,60 Meter steigen. "Dann können wir nichts mehr tun", sagte der Sprecher. "Wir müssen die Überschwemmungen hinnehmen." Nach seinen Angaben dürfte das Wasser in den Straßen im Durchschnitt nur auf 30 Zentimeter steigen. Neben der Lage am Chao Phraya im Westen der Stadt ist auch der Norden stark gefährdet. Weitere Distrikte sollen im Laufe des Tages geräumt werden, sagte der Sprecher.

Die Stadtverwaltung hat die Einwohner der 13 Bezirke entlang des Flusses in Alarmbereitschaft versetzt. "Bereitet euch auf das Schlimmste vor", sagte ein Sprecher des Krisenzentrums.

"Einer muss Opfer bringen"

Regierungschefin Yingluck Shinawatra überflog im Helikopter das Gebiet östlich von Bangkok, das für die neuen Flutkanäle vorgesehen ist. Unabhängige Ingenieure und Wasserexperten haben vorgeschlagen, fünf Straßen fünf bis sechs Meter weit aufzureißen. Pumpen sollen die Wassermassen aus den Überschwemmungsgebieten an der Innenstadt vorbei in diese neuen Kanäle leiten, durch die das Wasser Richtung Meer fließen soll. Das Wasser staut sich an den Flutbarrieren im Norden und die Behörden fürchten unkontrollierte Überflutungen, wenn die Dämme brechen.

Die Straßen aufzureißen, dauere nur zwei Stunden, zitierte die "Bangkok Post" Transportminister Sukumpol Suwanatat. "Irgendeiner muss Opfer bringen", sagte der Minister, "sonst können wir das Problem mit den riesigen Wassermassen nicht lösen werden."

Einwohner fliehen

Angesichts des drohenden Scheitelpunkts des Hochwassers verlassen die Einwohner in Scharen die thailändische Hauptstadt. Die ersten Fluten erreichten am Donnerstag das Zentrum der Zwölf-Millionen-Metropole, unter anderem den Königspalast. Regierungschefin Yingluck sprach unter Tränen von einer "Krise" und einem "Kampf gegen die Natur, den wir nicht gewinnen können".

Am Wochenende soll voraussichtlich so viel Hochwasser aus dem Norden in Bangkok eindringen, wie in 500.000 Schwimmbäder passt. Angesichts dieser Aussichten versuchten unzählige Menschen, mit Bus und Bahn in Küstenstädte wie Pattaya, Hua Hin und Phuket zu gelangen. Die Ausfallstraßen waren teilweise komplett verstopft. Auch auf dem noch funktionierenden Hauptflughafen drängelten sich die Menschen. Die Flüge vom Suvarnabhumi-Airport seien "bis auf den letzten Platz besetzt", sagte Sansern Ngaorungsi von der Tourismusbehörde.

Aus Angst vor dem Hochwasser und um der Bevölkerung Zeit für die Vorbereitungen zu geben, verfügte die Regierung fünf freie Tage. Schulen, Amtsstuben und auch viele Geschäfte blieben deshalb geschlossen. Noch offene Supermärkte mussten wegen Hamsterkäufen Grundnahrungsmittel rationieren.

Auswärtiges Amt warnt

Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Mehrere hundert Menschen kamen bereits ums Leben, etwa neun Millionen Menschen verloren ihre Bleibe.

Das Auswärtige Amt riet von nichtdringenden Reisen nach Bangkok und Zentralthailand ab. Der Deutschen Botschaft zufolge seien die Menschen in der Innenstadt Bangkoks aber noch sicher. "Das Ausmaß und die Auswirkungen der Überschwemmungen sind erschreckend", erklärte in Berlin Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Deutschland habe Thailand und anderen betroffenen Staaten der Region Hilfe angeboten, erste Projekte seien bereits angelaufen. Insgesamt hat das Auswärtige Amt den Angaben zufolge bisher 500.000 Euro für die Bewältigung der Flutkatastrophe in Südostasien bereitgestellt.>

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Der Standard
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3.11.2011: Giftschlangen in Bangkok: 15 Grüne Mambas aus der Gefangenschaft entkommen

aus: Der Standard online: Giftschlangen versetzen Flutopfer in Bangkok in Angst; 3.11.2011;
http://derstandard.at/1319181881330/Hochwasser-in-Thailand-Giftschlangen-versetzen-Flutopfer-in-Bangkok-in-Angst

<Bangkok - Mehrere hochgiftige Schlangen sollen in Thailands Fluten aus Gefangenschaft entkommen sein und versetzen nun die Menschen in Angst. Auf Hochtouren suchten Veterinäre am Donnerstag nach 15 Grünen Mambas, die aus einem überschwemmten Gebäude in Bangkoks benachbarter Provinz Nonthaburi entwichen sein sollen. Den Hinweis hatten die Behörden über Twitter erhalten. Offiziell wurden die Angaben nicht bestätigt.>

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20 minuten
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5.11.2011: Die Natur erobert sich Norditalien zurück: Genua wird Lagunenstadt

aus: 20 minuten online: Fluten in Ligurien: Genua wird zur Geisterstadt; 5.11.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Genua-wird-zur-Geisterstadt-21300613

Genua, eine Strasse wird zum
                  Fluss mit schwimmenden Autos
Genua, eine Strasse wird zum Fluss mit schwimmenden Autos

<Auch in der Nacht auf Samstag hats in Norditalien stark geregnet. Das Hochwasser steigt. Nichts geht mehr in Ligurien.

Die schweren Unwetter in Norditalien dauern an. Heftige Gewitter mit Starkregen entluden sich am Samstag in Ligurien und im Piemont, es kam zu Überschwemmungen, Erdrutschen und mehreren vorsorglichen Evakuierungen.

Wegen der befürchteten neuen Erdstürze zehn Tage nach den vergangenen starken Unwettern dort waren in der Gegend von Borghetto Vara bei La Spezia mehrere Strassenverbindungen für den Verkehr gesperrt worden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Die am Vortag besonders massiv betroffene ligurische Hafenmetropole Genua glich nach den Berichten am Samstag nahezu einer Geisterstadt: Die Schulen blieben geschlossen, Autofahrten waren von der Stadt bis zum Ende der Unwetterphase verboten worden.

Tote in Genua

In Genua waren am Freitag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Dort traten mehrere Flüsse über die Ufer, einige Stadtviertel standen nach starken Regenfällen unter Wasser.

Erst Mitte der vergangenen Woche hatten kräftige Unwetter in Ligurien und der Toskana erhebliche Schäden angerichtet, mindestens zehn Menschen kamen dabei um. Rom rief darauf für diese Regionen den Notstand aus. Viele Schulen blieben geschlossen.

Vorsorglich war der knapp 1000 Einwohner zählende Ort Vernazza in der Gegend der Cinque Terre zuvor evakuiert worden. Dort hatte das Unwetter in der vergangenen Woche den besonders bei Touristen beliebten Hafen völlig zerstört.

(sda)>

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20 minuten
              online, Logo

7.11.2011: Bangkok wird bald unter 0 Meter liegen - wegen Grundwasserentnahme und seichtem Boden

aus: 20 minuten online:
http://www.20min.ch/news/ausland/story/31783584

<Die Problematik liegt im thailändischen Golf. Dessen Wasserstand steigt laut Forschern in den nächsten vier Jahrzehnten um 19 bis 29 Zentimeter. Und der Golf liegt nur 30 Kilometer südlich von Bangkok.

Auch das Niveau des Chao-Phraya-Flusses, der bereits jetzt regelmässig über seine Ufer tritt, dürfte weiter ansteigen. Wenn nichts zum Schutz der Stadt geschehe, werde Bangkok in 50 Jahren zum grössten Teil unter dem Meeresniveau liegen, sagte der Klimaexperte Anond Snidvongs von der Chulalongkorn-Universität in Bangkok.

Eine Stadt wird tiefergelegt

Für das allmähliche Absinken der Stadt wird aber auch die jahrelange aggressive Entnahme von Grundwasser für den wachsenden Bedarf der Betriebe und der zwölf Millionen Einwohner verantwortlich gemacht.

In den späten 1970er Jahren sank Bangkok deswegen laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Japanischen Bank für internationale Zusammenarbeit im Jahresdurchschnitt um zehn Zentimeter. Diese Rate konnte der Studie zufolge aufgrund von Massnahmen der Regierung zur Grundwasserkontrolle mittlerweile aber auf weniger als ein Zentimeter pro Jahr gesenkt werden.

Kommt jetzt Bangkok 2.0?

Anond ist dagegen davon überzeugt, dass Bangkok weiterhin «alarmierend» um ein bis drei Zentimeter jährlich sinkt. Seiner Meinung nach muss sogar erwogen werden, ob nicht eine völlig neue Stadt geschaffen werden muss, «damit die Menschen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr im Trockenen sein können».

(sda)>


Kommentar

Bangkok wird Venedig 2. Wer hätte das gedacht. Es braucht die Anpassung der Infrastrukturen, oder den kompletten Neubau an einem andern Ort. Und so wird es noch mancher Küstenstadt ergehen in den nächsten 100 Jahren. Bankgkok ist da nicht allein.

Michael Palomino, 7.11.2011

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Und nun kommt die faustdicke Wahrheit in Sachen Genua:

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Genua 7.11.2011: Die Warnung vor der Sintflut war da, aber die Masssnahmen wurden kaum umgesetzt

aus: 20 minuten online: Der Schlendrian der Politiker steht am Pranger; 7.11.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Der-Schlendrian-der-Politiker-steht-am-Pranger-18406973

<Nach den schweren Unwettern werden in Italien die Vorwürfe gegen die Politiker immer lauter. Trotz Warnungen von Hydrologen wurden notwendige Schutzbauten nicht errichtet. Wut macht sich breit.

In Genua wehen die Fahnen auf Halbmast. Die ersten der sechs durch die schweren Unwetter und die Wassermassen des Wildbaches Fereggiano und des Flusses Bisagno getöteten Menschen wurden am Montagvormittag beigesetzt, wie das italienische Staatsfernsehen RAI meldet.

Italien macht sich nach den schweren Unwettern ans Aufräumen. In Genua helfen Studenten und andere Freiwillige dabei mit - mit Schaufeln versuchen sie den tonnenweise angeschwemmten Schlamm von den Strassen zu kriegen. Eine Sisyphusarbeit. Derweil ermittelt die Justiz: Zu viel und zu schlecht sei gebaut worden, lautet einer der Vorwürfe. Das habe die Katastrophe mitverursacht. Doch es gibt noch andere Gründe.

Genua, Cinque Terre, Elba, Rom, Neapel: Binnen zwei Wochen sind in ganz Italien bei Unwettern 16 Menschen ums Leben gekommen. Im Kreuzfeuer der Kritik stehen die Politiker - und ihre Untätigkeit. «Die Zerstörung von Genua war vorhersehbar - heute fühle ich mich ohnmächtig», sagt der politisch aktive Komiker Beppe Grillo, der aus Genua stammt.

Korruption und Schlamperei

Wie recht er mit dieser Aussage hat, weiss Experte Renzo Rosso. Gegenüber der RAI erklärte der Wissenschafter, hydrologische Untersuchungen hätten ergeben, dass in 70 Prozent der italienischen Gemeinden Vorkehrungen gegen Hochwasser und Verbauungen von Bächen und Flüssen angezeigt wären. Aber nur gerade 40 Prozent dieser Kommunen hätten überhaupt etwas unternommen.

Allerdings fehle es an allen Ecken und Enden an Geld. Italien gebe für den Hochwasserschutz immer noch gleich viel Geld aus wie 1952 - dabei benötige man heute für effiziente Schutzmassnahmen viermal mehr Geld. Schlimmer noch, durch Korruption und Schlendrian versandeten ein Grossteil der zur Verfügung stehenden Mittel in anderen Kanälen.

Kein Wunder fordern Grillo und Oppositionspolitiker, dass die Verantwortlichen nun zur Rechenschaft gezogen werden - und zwar auf allen Stufen, bis hinauf zu Berlusconi: «Das Italien des Betons wird lebendig begraben. Es gibt keine Regierung, es gibt keine Opposition, sondern bloss einen Buisness-Ausschuss, der das Land schamlos unter sich aufteilt», sagt der verärgerte Grillo.

Es wird noch schlimmer

Wie notwendig Schritte gegen mögliche Unwetterschäden sind, zeigt ein Blick in die Zukunft. Das milde Herbstwetter habe dazu geführt, dass das Meer auch jetzt noch im November extrem warm sei. Entsprechend viel Feuchtigkeit sei so in die Atmosphäre gelangt. Unwetter-Alarme der Stufe 2 (die höchste in Italien) wie eben in Genua, werden aber zunehmen, erklären Klimaforscher der Uno gegenüber der Zeitung La Repubblica.

Zwischen dem 14. und 19. November versammeln sich die Katastrophenschutz-Experten in Kampala, Uganda, und diskutieren die künftigen Risiken von Extremevents. In ihrem Bericht warnt die Task Force: «Überschwemmungen und Stürme werden immer heftiger» und die Experten des Weltklimarats prophezeien wegen des anhaltend hohen C02-Ausstosses, «Hitze und tropische Stürme werden in Europa zur Norm», schreibt die Repubblica.

Das wird massiv ins Geld gehen. Einer der grossen Rückversicherer, die Munich Re, zählte 2010 insgesamt 950 Katastrophen. 90 Prozent davon seien auf die meteorologischen Veränderungen zurückzuführen. Kostenpunkt: 130 Milliarden Dollar.>

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Der Klimawandel schlägt wieder zu, und immer noch sind die Flüsse nicht verbreitert worden - so was war doch im Jahre 2002 schon mal da:

n-tv online,
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4.6.2013: <Wetter Hochwasser Deutschland: Höchste Donau-Flut seit 500 Jahren>

aus: n-tv online:
http://www.n-tv.de/ticker/Hoechste-Donau-Flut-seit-500-Jahren-article10760946.html

<Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat den Flutopfern bei einem Besuch in den Hochwassergebieten mindestens 100 Millionen Euro für schnelle Hilfen versprochen. Angesichts der größten Donau-Flut seit mehr als 500 Jahren sagte sie in Passau, die Lage jetzt sei noch dramatischer als 2002. Auch im Osten Deutschlands überschwemmten Flüsse viele Dörfer und Städte. In Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wächst die Furcht vor einer gewaltigen Elbe-Flut. Magdeburg erwartet einen Pegelstand von 6,90 Metern - normal sind knapp zwei Meter.

Quelle: n-tv.de , dpa>

Hochwasser in Österreich 2013,
                Krems mit einer mobilen Flutmauer[40]  Hochwasser in Mitteleuropa 2013, Karte[41]
Hochwasser in Österreich 2013, Krems mit einer mobilen Flutmauer [40] - Hochwasser in Mitteleuropa 2013, Karte [41]
Meissen in Deutschland im Hochwasser 2013[42]  Radebeul
                bei Dresden bei 8,14m Wasserstand der Elbe, ein Schwan
                schnuppert an einem Fenster, 5. Juni 2013 [43]
Meissen in Deutschland im Hochwasser 2013 [42] - Radebeul bei Dresden bei 8,14m Wasserstand der Elbe, ein Schwan schnuppert an einem Fenster, 5. Juni 2013 [43]

Was wirklich los ist

Spenden-Stichwort: Hochwasser-Hilfe 2013
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
IBAN DE29370205000008322501, BIC: BFSWDE33XXX

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden
(10 ¤ zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an
Aktion Deutschland Hilft 9,83 ¤)

Sicher online spenden: zum Spendenformular
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30
(Festnetz kostenfrei, mobil höher)

Mobile Flutmauern

Mobile Flutmauer in Dresden 2013:
http://www.flickr.com/photos/stip/8989500072/


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Quellen

Basisgebend für den Artikel waren
-- die heute in deutschsprachigen Nachrichten und Berichten geschilderten Zusammenhänge zu den Hochwassern 1999 in der Schweiz und 2001 in Deutschland und Osteuropa,

-- Angaben über Schneefallgrenzen:  Zyschtigsclub; Schweizer Fernsehen SF1 vom 23.8.2005;

-- Thema Schwemmholz: Das Schwemmholz stammte gemäss einer genauen Untersuchung zu 90 % aus frisch gerissenem Holz aus dem Wald und vor allem auch von Sägereien, die überschwemmt worden waren und deren Holzbestände z.T. weggeschwemmt worden waren. Nur 10 % waren dem Fallholz von vorherigen Stürmen zuzuordnen (aus: Schweiz Aktuell; Schweizer Fernsehen SF1 12.9.2005)

Bildernachweis

Bern: Mattequartier mit Rettungsboot: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Ennetmoos: Murenabgang am Hang statt Wald: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Entlebuch: Murenabgang am Hang statt Wald: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Bundeshaus 2005: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Bern-Venedig Luftaufnahme: Die Aare will ihren Raum zurück...: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005)
Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung; Giswil: Treibholz auf dem Bahnhof:  http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Bern: Stauwehr: http://www.gieskens.com/bern.htm (2005)
Bern 1999: Stauwehr produziert im Mattequartier Hochwasser: http://travel.lanfear.com/europe99/daily/6-8-1999.html (2005)

Thun: Stauwehr: http://thun.internetgalerie.ch/d/historisches/ (2005)
Brienz: Wildbach "Schale" : http://www.worldisround.com/articles/6168/photo12.html (2005)
Brienz: Überschwemmung: Hüsli weg, Chalets weg: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005)

Überschwemmte Ortschaften: Klosters und Schattdorf: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Beton hält nicht lange: Beispiel Engelberg: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005);
http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Steinmauer für Stresssituationen im Bauwesen, verfugt: http://www.podico-malbuisson.com/pages/autres.html (2005)
Engelberger Aa mit bis zu mannshohen Steinbrocken: http://www.mhediger.ch/nidwalden/engelbergeraa.html (2005)

Stabiler Viadukt aus Stein bei Bergün (Albula-Viadukt II): http://www.schmalspurbahn.ch/hist/RhB/albula_8 (2005)
Bergün: Derselbe Albula-Viadukt II im Jahr 2000:  http://bahngalerie.de/bahn/rhb/w152023.htm (2005)

Sarnen: Touristin im Hochwasser mit Kind auf dem Rücken:
http://www.blick.ch/multimedia-center/diashows/news?sname=tfslide_pics&ooid=95 (2005)

Hochwasser Luzern: Fotos von http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Autobahn Freeway 405 in Los Angeles 2004 "Freie Strasse": www.jewishjournal.com (2005)
Kohlekraftwerke "Seminole" in Putnam, "USA": http://www.seminole.coop/sections/generation/generation-01.htm (2005)

China: Yangtse-Fluss überschwemmt die Stadt Jiujiang: http://encarta.msn.com/media_701612836/Flood_in_Jiujiang_China.html (2005)
Florida: Palme auf  Auto 9.9.2004: http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/3594614.stm

"USA": Alexandria-Venedig durch Hurricane Isabel 19.9.2003: www.weatherbook.com
Passau: Hochwasser der Donau 13. August 2002: http://www.br-online.de/bayern-heute/thema/donau/seite1.xml (2005)
Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13. August 2002: http://www.eleval.de/fotos/jahrhunderthochwasser/Innstrasse.jpg (2005)

Koblenz: Hochwasser 2003:  http://www.rp-online.de/news/wissenschaft/erde/2003-0106/hochwasser_samstag/hochwasser_samstag%5B2%5D.html (2005)

Burktown (NW-Australien) 2011: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-63185-8.html
Brisbane überschwemmt, Januar 2011: http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Brisbane-gleicht-Geisterstadt-article2339391.html

Genua wird Lagunenstadt: Überschwemmte Strasse mit schwimmenden Autos, November 2011:
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Genua-wird-zur-Geisterstadt-21300613

Österreich 2013, Krems: http://derstandard.at/1369362545733/Die-Schutzdaemme-an-der-Donau-sind-bis-zum-Rand-voll
Mitteleuropa, Hochwasser 2013, Karte: http://derstandard.at/1369362501414/Leichte-Entspannung-in-Teilen-Deutschlands
Meissen in Deutschland im Hochwasser 2013: http://www.welt.de/vermischtes/article116796795/Meissen-und-Pirna-stehen-unter-Wasser.html
[43] Radebeul bei Dresden bei 8,14m Wasserstand der Elbe, ein Schwan schnuppert an einem Fenster, 5. Juni 2013, Foto von Johannes Gerhardt, geteilt von Infokrieger Sachsen: https://www.facebook.com/KRIEGER2011


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