PFAS in der Schweiz am 19.3.2026:
Ewigkeitschemikalien in Böden, im Wasserkreislauf,
an beschichtetem Einweggeschirr etc.:
PFAS sind überall – diese Krankheiten drohen
https://www.nau.ch/news/schweiz/pfas-sind-uberall-diese-krankheiten-drohen-67106623
PFAS=Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen
(englisch per- and polyfluoroalkyl substances)
Fototexte:
Unsichtbar, aber allgegenwärtig: Über 99 Prozent der
Schweizer Böden sind mit PFAS-Chemikalien belastet.
Damit wächst auch das Gesundheitsrisiko. Sie sind etwa
in Eiern, Trinkwasser und Fleisch.
Auch beschichtete Utensilien wie Einweggeschirr sind
von der Belastung betroffen. Umweltchemiker Martin
Scheringer rät daher zur Vermeidung.
PFAS bleiben jahrelang im Körper und können Leber,
Niere, Schilddrüse schädigen und Krebs auslösen.
Der Experte fordert zudem strengere Kontrollen:
Belastete Lebensmittel müssten getestet und aus dem
Verkehr gezogen werden.
PFAS-Chemikalien lauern auf Böden und in Lebensmitteln
– und bleiben jahrelang im Körper. - keystone
Der Artikel:
Luna Gerber -- Zürich -- PFAS-Chemikalien belasten
nicht nur die Böden. Sie sind praktisch überall, wie
eine neue Untersuchung zeigt. Was bedeutet das für
unsere Gesundheit?
PFAS-Chemikalien wurden zuletzt in über 99 Prozent de
Schweizer Böden nachgewiesen.
Belastetes Trinkwasser und Lebensmittel bergen
vermehrt gesundheitliche Gefahren.
Die Substanz bleibt Jahre im Körper, schädigt Organe
und kann Krebs auslösen.
Die Schweizer Böden sind zunehmend von
PFAS-Chemikalien verschmutzt.
Eine aktuelle Auswertung der Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der ETH Zürich
ergibt: PFAS sind in über 99 Prozent von 1070
Bodenproben nachweisbar.
Die Frage drängt sich auf, was die zunehmende
Belastung für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung
bedeutet. Umweltchemiker Martin Scheringer von der ETH
Zürich schätzt die Lage für Nau.ch ein.
Gefährlich werde es insbesondere bei der Aufnahme von
Perfluoroktansulfonsäure, kurz PFOS, einer
spezifischen Form von PFAS.
Betroffen sind sowohl das Trinkwasser als auch viele
Lebensmittel.
«Das grösste Problem ist die Belastung von Fleisch,
Fisch, Eiern», so Scheringer.
Dies führte sogar bereits zu einem «Verkaufsverbot für
Fisch aus dem Zuger- und Hallwilersee und für
Rindfleisch aus der Ostschweiz.»
Politiker will PFAS-Fleisch strecken statt
entsorgen
Gegen den Verkaufs-Stopp von Letzterem plant der Bund
aktuell Massnahmen. Viele Tiere nahmen zu viel von den
Chemikalien auf, was ihre Höchstwerte durch die Decke
trieb.
Daher reichte der St. Galler Mitte-Ständerat Benedikt
Würth eine Motion ein.
Seine Idee: Man könne belastetes Fleisch mit
unbelastetem mischen. So werde man den vorgegebenen
Grenzwerten wieder gerecht und könne die Fleischwaren
zurück in die Regale bringen.
Schadstoffe bleiben im Körper
Doch nicht nur Fleischesser sind betroffen. Auch
einige Pflanzenarten nehmen PFAS stark auf.
Bei der Substanz spricht man auch von sogenannten
«Ewigkeitschemikalien». Der Name ist hier Programm,
denn: Sie verbleiben «über Jahre im Körper, weil sie
nur sehr langsam ausgeschieden werden».
scheringer
Prof. Dr. Martin Scheringer ist Privatdozent an der
ETH Zürich. - ETH Zürich
Das heisst: «Sie haben genug Zeit im Körper, um
chronische Krankheiten auszulösen.»
Doch um welche Krankheiten geht es konkret?
Scheringer: «PFAS sind chronisch toxisch. Daher
schädigen sie unter anderem Leber, Niere und
Schilddrüse und den Fettstoffwechsel. Und sie können
auch Krebs auslösen.»
Brisant: Ein Dorn im Auge ist dem Wissenschaftler das
Einwegbesteck, «da dies immer beschichtet ist und die
Beschichtung PFAS enthalten kann».
Für den täglichen Kaffee to go dürfte er daher nicht
zu begeistern sein. Scheringer: «Man sollte auf
Einwegbecher und -teller verzichten.»
Experte fordert strengere Kontrollen
Ansonsten könnten Einzelpersonen im Alltag jedoch
ernüchternd wenig tun, so Scheringer. Da man die PFAS
«nicht sieht oder schmeckt, und auch nicht erkennen
kann, ob Nahrungsmittel damit belastet sind.»
Umso mehr zieht der Umweltchemiker daher die
kantonalen Behörden in die Verantwortung.
Er appelliert, dass man «Nahrungsmittel verstärkt auf
PFAS analysiert, um zu wissen, welche Produkte stark
belastet sind. Diese müssen aus dem Verkehr gezogen
werden.»
Grundwasserverseuchung am Oberrhein
von Basel bis Mainz am 7.5.2026: Pestizide,
Arzneimittelrückstände, PFAS:
Studie deckt starke Grundwasser-Belastung am
Oberrhein auf
https://www.nau.ch/news/europa/studie-deckt-starke-grundwasser-belastung-am-oberrhein-auf-67126264
Keystone-SDA -- Frankreich -- Pestizide,
Arzneimittelreste und sogenannte
Ewigkeitschemikalien belasten das Grundwasser am
Oberrhein. Das zeigt eine neue grenzüberschreitende
Studie.
Das Grundwasser im Einzugsgebiets des Oberrheins sei
erheblich belastet, hat das Oberrhein-Projekt
«ERMES-ii Rhein» ergeben. Für das Projekt wurde das
Grundwasser an rund 1500 Messstellen in Hessen,
Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass bis zur
Schweizer Grenze untersucht.
Praktisch überall wurden im Grundwasser belastende
Stoffe festgestellt und an 59 Prozent der Messstellen
wurde mindestens ein Trinkwassergrenzwert
überschritten, hiess es bei der Vorstellung der Studie
in Strassburg. Die Schadstoffe stammen demnach aus der
Industrie, der Landwirtschaft, aus Privathaushalten
und dem Gesundheitswesen. Betont wurde, dass sich die
Ergebnisse auf Grundwasser und nicht auf Trinkwasser
beziehen. Trinkwasser werde zunächst aufbereitet und
nach strengen Normen kontrolliert.
Ziel der vor drei Jahren gestarteten Untersuchung ist
es, die Gründe für die Verschlechterung der
Grundwasserqualität zu untersuchen und zu analysieren,
wie belastende Stoffe im Wasser landen. Dies soll es
ermöglichen, eine gute Wasserqualität für künftige
Generationen zu gewährleisten.
Der Oberrheingraben ist einer der bedeutendsten
Grundwasserspeicher Westeuropas. Er erstreckt sich
von
Basel bis Mainz über eine Länge von 300
Kilometern und versorgt rund fünf Millionen Menschen
mit Trinkwasser. Zugleich gehört die Region zu einem
durch Industrie, Landwirtschaft und Ballungsgebiete am
intensivsten genutzten Regionen Westeuropas.
Die Studie empfiehlt, schon an der Quelle für weniger
Einträge von Schadstoffen zu sorgen. Dies erfordere
eine Verringerung der landwirtschaftlichen,
industriellen und häuslichen Verwendung
problematischer Stoffe. Ausserdem müssten Kläranlagen
für die Beseitigung bestimmter Schadstoffe ausgerüstet
werden, die bisher noch nicht aus dem Wasser
herausgefiltert werden. Zudem raten die Experten, die
Überwachung von Fliessgewässern und Grundwasser zu
verbessern.
https://noe.orf.at/stories/3361291/
In Mannswörth (Bezirk Bruck/Leitha) sind die
Ewigkeitschemikalien PFAS nun auch im Leitungswasser
eines Bewohners nachgewiesen worden. Der gemessene
Wert liegt zwar unter dem EU-Grenzwert, Umweltchemiker
warnen dennoch vor möglichen Gesundheitsrisiken.
https://noe.orf.at/stories/3361834/
Kriminelles Windrad am
14.9.2026: gibt Feinstaub PFAS ab:
EU-Kommission gibt zu: Windkraftanlagen gehören
ausdrücklich zu den PFAS-Verbreitern
https://tkp.at/2026/09/14/eu-kommission-gibt-zu-windkraftanlagen-gehoeren-ausdruecklich-zu-den-pfas-verbreitern
Was lange von der Windkraft-Lobby als „Panikmache“
abgetan wurde, steht jetzt schwarz auf weiß in einem
offiziellen Dokument der
Was lange von der Windkraft-Lobby als „Panikmache“
abgetan wurde, steht jetzt schwarz auf weiß in einem
offiziellen Dokument der EU-Kommission: Die
Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erarbeitet einen
Beschränkungsvorschlag für alle Ewigkeitschemikalien –
und Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den
betroffenen Anwendungen.
Das ist der politische Offenbarungseid einer
Kommission, die jahrelang den massiven Ausbau der
Windkraft als alternativlose „grüne Wende“
vorangetrieben hat – und nun einräumen muss, dass sie
nicht einmal einschätzen kann, wie mit dem
PFAS-Einsatz in eben jenen Anlagen umzugehen ist.
Wörtlich erklärt die Kommission in ihrer Antwort auf
die parlamentarische Anfrage des freiheitlichen
EU-Abgeordneten Gerald Hauser:
„Solange die endgültige wissenschaftliche Bewertung
der ECHA noch aussteht, kann die Kommission nicht
einschätzen, wie mit der Verwendung von PFAS in
Windkraftanlagen umgegangen wird.“
Brüssel forciert seit Jahren den Bau zehntausender
Windräder – und gibt gleichzeitig zu, keine Ahnung zu
haben, was die darin verbauten Ewigkeitschemikalien in
Böden, Gewässern, Äckern und letztlich im menschlichen
Körper anrichten.
Was sind PFAS – und warum sind sie eine tickende
Zeitbombe?
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) werden nicht
umsonst „Ewigkeitschemikalien“ genannt. Sie bauen sich
in der Umwelt praktisch nicht ab, reichern sich im
Boden, im Grundwasser, in Pflanzen, Tieren und
schließlich im Menschen an – mit dokumentierten Folgen
für Immunsystem, Hormonhaushalt und die Entwicklung
von Säuglingen.
Wie TKP bereits im Dezember 2025 berichtet hat,
beziffert eine Studie der University of Arizona die
jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch
PFAS-kontaminiertes Trinkwasser allein in den USA auf
mindestens 8 Milliarden Dollar – und das betrifft nur
die gesundheitlichen Folgen bei Säuglingen. Der
Großteil der PFAS befindet sich laut den
Studienautoren noch im Boden und wandert langsam nach
unten – in Richtung Grundwasser.
Und genau hier kommt die Windkraft ins Spiel.
Windräder: Die unterschlagene PFAS-Quelle
Dass Windparks ihre Umgebung großflächig mit PFAS
kontaminieren, hat TKP mehrfach dokumentiert – etwa im
Artikel „Windparks kontaminieren ihre Umgebung mit
hoch giftigem PFAS“ vom April 2026 sowie in der
umfassenden Analyse „Windräder vergiften Mensch und
Tier“.
Die Faktenlage ist eindeutig:
Rotorblatt-Beschichtungen enthalten Fluorpolymere, die
bei Wind, Regen und Sand kontinuierlich abgerieben
werden – bei Blattspitzengeschwindigkeiten von bis zu
400 km/h.
Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten in den
Gondeln basieren vielfach auf PFAS-Verbindungen;
Leckagen und Wartungsablässe gelangen direkt ins
lokale Ökosystem.
Der Abrieb setzt neben PFAS auch Mikroplastik, Glas-
und Carbonfasern sowie Bisphenol A frei – jährlich
Tausende Tonnen, verteilt über Böden im Umkreis von
bis zu 1000 Metern.
Nachgewiesen ist die Kontamination bereits bei
Muscheln und Austern an Offshore-Anlagen sowie bei
Wildtieren an Land.
Die Branchenverbände – allen voran WindEurope –
wiegeln ab, sprechen von „geschlossenen industriellen
Anwendungen“ und berufen sich auf die bürokratische
Einstufung bestimmter Fluorpolymere als „Polymer of
Low Concern“. Das ist eine bürokratische, keine
biologische Einstufung. Sie ignoriert schlicht, dass
diese Materialien über die 20- bis 30-jährige
Lebensdauer eines Windparks ununterbrochen abgerieben
werden und mit dem Ökosystem interagieren.
Der Offenbarungseid: Ausbau nicht mehr argumentierbar
Genau deshalb ist die Antwort der EU-Kommission auf
die Anfrage von Gerald Hauser ein Dokument von
politischer Sprengkraft. Die Kommission bestätigt
darin:
Die ECHA bewertet seit 2023 einen
Beschränkungsvorschlag für alle PFAS.
Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den
betroffenen Anwendungen.
Die Kommission kann derzeit nicht einschätzen, wie mit
der PFAS-Verwendung in Windrädern umzugehen ist.
Wer diese drei Punkte zusammendenkt, kann zu keinem
anderen Schluss kommen:
Solange nicht geklärt ist, wie die
Ewigkeitschemikalien aus Windkraftanlagen in die
Umwelt gelangen und welche Schäden sie anrichten, ist
jeder weitere Ausbau ein Experiment an der Gesundheit
der Bevölkerung – ohne Einwilligung, ohne Haftung,
ohne Verantwortlichen.
Die Kommission versucht sich derweil mit der Floskel
herauszureden, man wolle „die Freisetzung von
Schadstoffen begrenzen und mit eindeutigen Anreizen
Innovation betreiben, um Alternativen zu finden“. Das
ist absurd: Man baut die Technologie, die das Problem
verursacht, gleichzeitig massiv aus – und verspricht,
irgendwann vielleicht Alternativen zu finden.
Die Konsequenz: Ausbaustopp jetzt
Gerald Hauser hat die einzig logische Forderung
formuliert:
„Der weitere Ausbau der Windenergie muss gestoppt
werden, solange eine Gefährdung der Gesundheit der
Bevölkerung durch Ewigkeitschemikalien möglich ist.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer heute noch ein
Windrad baut, nimmt wissentlich in Kauf, dass giftige,
praktisch nicht abbaubare Substanzen über Jahrzehnte
in Böden, Grundwasser und Nahrungsketten gelangen –
während die zuständige EU-Behörde selbst einräumt, die
Gefahren nicht einschätzen zu können.
Das ist kein Umweltschutz. Das ist industrielle
Umweltvergiftung mit staatlichem Segen.
Anfrage Hauser: Anfrage
PFAS Hauser
Antwort Kommission: EU-PFAS-E-10-2026-002887-ASW_DEU
Weiterführende TKP
Berichterstattung zu PFAS und Windkraft
Die
Frage ist nicht mehr, ob Windräder PFAS freisetzen
– die EU-Kommission hat es schriftlich bestätigt.
Die Frage ist, warum trotzdem weitergebaut wird.
18.9.2026:
KI-Rechenzentren-Boom treibt «Flutwelle» neuer
PFAS-Produktion an
Die «Ewigkeitschemikalien» PFAS kommen vor allem
in Kühlsystemen von KI-Rechenzentren zum Einsatz.
Laut einem neuen Bericht weiten große Hersteller
die PFAS-Produktion aus, um dieser Nachfrage
gerecht zu werden – obwohl sich die
Haftungsrisiken durch PFAS-Kontaminationen auf
Milliarden belaufen.
https://transition-news.org/ki-rechenzentren-boom-treibt-flutwelle-neuer-pfas-produktion-an