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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

11c. Chemievergiftung: PFAS 01

PFAS=Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (englisch per- and polyfluoroalkyl substances)


von Michael Palomino (2002 / 2018)
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PFAS in der Schweiz am 19.3.2026: Ewigkeitschemikalien in Böden, im Wasserkreislauf, an beschichtetem Einweggeschirr etc.:

PFAS sind überall – diese Krankheiten drohen
https://www.nau.ch/news/schweiz/pfas-sind-uberall-diese-krankheiten-drohen-67106623

PFAS=Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (englisch per- and polyfluoroalkyl substances)

Fototexte:

Unsichtbar, aber allgegenwärtig: Über 99 Prozent der Schweizer Böden sind mit PFAS-Chemikalien belastet.
Damit wächst auch das Gesundheitsrisiko. Sie sind etwa in Eiern, Trinkwasser und Fleisch.
Auch beschichtete Utensilien wie Einweggeschirr sind von der Belastung betroffen. Umweltchemiker Martin Scheringer rät daher zur Vermeidung.
PFAS bleiben jahrelang im Körper und können Leber, Niere, Schilddrüse schädigen und Krebs auslösen.
Der Experte fordert zudem strengere Kontrollen: Belastete Lebensmittel müssten getestet und aus dem Verkehr gezogen werden.
PFAS-Chemikalien lauern auf Böden und in Lebensmitteln – und bleiben jahrelang im Körper. - keystone

Der Artikel:

Luna Gerber -- Zürich -- PFAS-Chemikalien belasten nicht nur die Böden. Sie sind praktisch überall, wie eine neue Untersuchung zeigt. Was bedeutet das für unsere Gesundheit?

PFAS-Chemikalien wurden zuletzt in über 99  Prozent de Schweizer Böden nachgewiesen.
Belastetes Trinkwasser und Lebensmittel bergen vermehrt gesundheitliche Gefahren.
Die Substanz bleibt Jahre im Körper, schädigt Organe und kann Krebs auslösen.

Die Schweizer Böden sind zunehmend von PFAS-Chemikalien verschmutzt.

Eine aktuelle Auswertung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der ETH Zürich ergibt: PFAS sind in über 99 Prozent von 1070 Bodenproben nachweisbar.

Die Frage drängt sich auf, was die zunehmende Belastung für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung bedeutet. Umweltchemiker Martin Scheringer von der ETH Zürich schätzt die Lage für Nau.ch ein.

Gefährlich werde es insbesondere bei der Aufnahme von Perfluoroktansulfonsäure, kurz PFOS, einer spezifischen Form von PFAS.

Betroffen sind sowohl das Trinkwasser als auch viele Lebensmittel.

«Das grösste Problem ist die Belastung von Fleisch, Fisch, Eiern», so Scheringer.

Dies führte sogar bereits zu einem «Verkaufsverbot für Fisch aus dem Zuger- und Hallwilersee und für Rindfleisch aus der Ostschweiz.»

Politiker will PFAS-Fleisch strecken statt entsorgen
Gegen den Verkaufs-Stopp von Letzterem plant der Bund aktuell Massnahmen. Viele Tiere nahmen zu viel von den Chemikalien auf, was ihre Höchstwerte durch die Decke trieb.

Daher reichte der St. Galler Mitte-Ständerat Benedikt Würth eine Motion ein.

Seine Idee: Man könne belastetes Fleisch mit unbelastetem mischen. So werde man den vorgegebenen Grenzwerten wieder gerecht und könne die Fleischwaren zurück in die Regale bringen.

Schadstoffe bleiben im Körper
Doch nicht nur Fleischesser sind betroffen. Auch einige Pflanzenarten nehmen PFAS stark auf.

Bei der Substanz spricht man auch von sogenannten «Ewigkeitschemikalien». Der Name ist hier Programm, denn: Sie verbleiben «über Jahre im Körper, weil sie nur sehr langsam ausgeschieden werden».

scheringer
Prof. Dr. Martin Scheringer ist Privatdozent an der ETH Zürich. - ETH Zürich
Das heisst: «Sie haben genug Zeit im Körper, um chronische Krankheiten auszulösen.»

Doch um welche Krankheiten geht es konkret?

Scheringer: «PFAS sind chronisch toxisch. Daher schädigen sie unter anderem Leber, Niere und Schilddrüse und den Fettstoffwechsel. Und sie können auch Krebs auslösen.»

Brisant: Ein Dorn im Auge ist dem Wissenschaftler das Einwegbesteck, «da dies immer beschichtet ist und die Beschichtung PFAS enthalten kann».

Für den täglichen Kaffee to go dürfte er daher nicht zu begeistern sein. Scheringer: «Man sollte auf Einwegbecher und -teller verzichten.»

Experte fordert strengere Kontrollen
Ansonsten könnten Einzelpersonen im Alltag jedoch ernüchternd wenig tun, so Scheringer. Da man die PFAS «nicht sieht oder schmeckt, und auch nicht erkennen kann, ob Nahrungsmittel damit belastet sind.»

Umso mehr zieht der Umweltchemiker daher die kantonalen Behörden in die Verantwortung.

Er appelliert, dass man «Nahrungsmittel verstärkt auf PFAS analysiert, um zu wissen, welche Produkte stark belastet sind. Diese müssen aus dem Verkehr gezogen werden.»



Grundwasserverseuchung am Oberrhein von Basel bis Mainz am 7.5.2026: Pestizide, Arzneimittelrückstände, PFAS:
Studie deckt starke Grundwasser-Belastung am Oberrhein auf
https://www.nau.ch/news/europa/studie-deckt-starke-grundwasser-belastung-am-oberrhein-auf-67126264

Keystone-SDA -- Frankreich -- Pestizide, Arzneimittelreste und sogenannte Ewigkeitschemikalien belasten das Grundwasser am Oberrhein. Das zeigt eine neue grenzüberschreitende Studie.

Das Grundwasser im Einzugsgebiets des Oberrheins sei erheblich belastet, hat das Oberrhein-Projekt «ERMES-ii Rhein» ergeben. Für das Projekt wurde das Grundwasser an rund 1500 Messstellen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass bis zur Schweizer Grenze untersucht.

Praktisch überall wurden im Grundwasser belastende Stoffe festgestellt und an 59 Prozent der Messstellen wurde mindestens ein Trinkwassergrenzwert überschritten, hiess es bei der Vorstellung der Studie in Strassburg. Die Schadstoffe stammen demnach aus der Industrie, der Landwirtschaft, aus Privathaushalten und dem Gesundheitswesen. Betont wurde, dass sich die Ergebnisse auf Grundwasser und nicht auf Trinkwasser beziehen. Trinkwasser werde zunächst aufbereitet und nach strengen Normen kontrolliert.

Ziel der vor drei Jahren gestarteten Untersuchung ist es, die Gründe für die Verschlechterung der Grundwasserqualität zu untersuchen und zu analysieren, wie belastende Stoffe im Wasser landen. Dies soll es ermöglichen, eine gute Wasserqualität für künftige Generationen zu gewährleisten.

Der Oberrheingraben ist einer der bedeutendsten Grundwasserspeicher Westeuropas. Er erstreckt sich von Basel bis Mainz über eine Länge von 300 Kilometern und versorgt rund fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser. Zugleich gehört die Region zu einem durch Industrie, Landwirtschaft und Ballungsgebiete am intensivsten genutzten Regionen Westeuropas.

Die Studie empfiehlt, schon an der Quelle für weniger Einträge von Schadstoffen zu sorgen. Dies erfordere eine Verringerung der landwirtschaftlichen, industriellen und häuslichen Verwendung problematischer Stoffe. Ausserdem müssten Kläranlagen für die Beseitigung bestimmter Schadstoffe ausgerüstet werden, die bisher noch nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden. Zudem raten die Experten, die Überwachung von Fliessgewässern und Grundwasser zu verbessern.



Mannswörth (Österreich) am 5.7.2026:
Mannswörth: PFAS auch im Leitungswasser

https://noe.orf.at/stories/3361291/

In Mannswörth (Bezirk Bruck/Leitha) sind die Ewigkeitschemikalien PFAS nun auch im Leitungswasser eines Bewohners nachgewiesen worden. Der gemessene Wert liegt zwar unter dem EU-Grenzwert, Umweltchemiker warnen dennoch vor möglichen Gesundheitsrisiken.



11.7.2026: PFAS im Wasser: Fachleute fordern mehr Tests

https://noe.orf.at/stories/3361834/




Kriminelles Windrad am 14.9.2026: gibt Feinstaub PFAS ab:
EU-Kommission gibt zu: Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den PFAS-Verbreitern
https://tkp.at/2026/09/14/eu-kommission-gibt-zu-windkraftanlagen-gehoeren-ausdruecklich-zu-den-pfas-verbreitern

Was lange von der Windkraft-Lobby als „Panikmache“ abgetan wurde, steht jetzt schwarz auf weiß in einem offiziellen Dokument der


Was lange von der Windkraft-Lobby als „Panikmache“ abgetan wurde, steht jetzt schwarz auf weiß in einem offiziellen Dokument der EU-Kommission: Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erarbeitet einen Beschränkungsvorschlag für alle Ewigkeitschemikalien – und Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den betroffenen Anwendungen.
Das ist der politische Offenbarungseid einer Kommission, die jahrelang den massiven Ausbau der Windkraft als alternativlose „grüne Wende“ vorangetrieben hat – und nun einräumen muss, dass sie nicht einmal einschätzen kann, wie mit dem PFAS-Einsatz in eben jenen Anlagen umzugehen ist.

Wörtlich erklärt die Kommission in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage des freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser:

„Solange die endgültige wissenschaftliche Bewertung der ECHA noch aussteht, kann die Kommission nicht einschätzen, wie mit der Verwendung von PFAS in Windkraftanlagen umgegangen wird.“

Brüssel forciert seit Jahren den Bau zehntausender Windräder – und gibt gleichzeitig zu, keine Ahnung zu haben, was die darin verbauten Ewigkeitschemikalien in Böden, Gewässern, Äckern und letztlich im menschlichen Körper anrichten.

Was sind PFAS – und warum sind sie eine tickende Zeitbombe?
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) werden nicht umsonst „Ewigkeitschemikalien“ genannt. Sie bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab, reichern sich im Boden, im Grundwasser, in Pflanzen, Tieren und schließlich im Menschen an – mit dokumentierten Folgen für Immunsystem, Hormonhaushalt und die Entwicklung von Säuglingen.

Wie TKP bereits im Dezember 2025 berichtet hat, beziffert eine Studie der University of Arizona die jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch PFAS-kontaminiertes Trinkwasser allein in den USA auf mindestens 8 Milliarden Dollar – und das betrifft nur die gesundheitlichen Folgen bei Säuglingen. Der Großteil der PFAS befindet sich laut den Studienautoren noch im Boden und wandert langsam nach unten – in Richtung Grundwasser.

Und genau hier kommt die Windkraft ins Spiel.

Windräder: Die unterschlagene PFAS-Quelle
Dass Windparks ihre Umgebung großflächig mit PFAS kontaminieren, hat TKP mehrfach dokumentiert – etwa im Artikel „Windparks kontaminieren ihre Umgebung mit hoch giftigem PFAS“ vom April 2026 sowie in der umfassenden Analyse „Windräder vergiften Mensch und Tier“.

Die Faktenlage ist eindeutig:

Rotorblatt-Beschichtungen enthalten Fluorpolymere, die bei Wind, Regen und Sand kontinuierlich abgerieben werden – bei Blattspitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h.
Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten in den Gondeln basieren vielfach auf PFAS-Verbindungen; Leckagen und Wartungsablässe gelangen direkt ins lokale Ökosystem.
Der Abrieb setzt neben PFAS auch Mikroplastik, Glas- und Carbonfasern sowie Bisphenol A frei – jährlich Tausende Tonnen, verteilt über Böden im Umkreis von bis zu 1000 Metern.
Nachgewiesen ist die Kontamination bereits bei Muscheln und Austern an Offshore-Anlagen sowie bei Wildtieren an Land.
Die Branchenverbände – allen voran WindEurope – wiegeln ab, sprechen von „geschlossenen industriellen Anwendungen“ und berufen sich auf die bürokratische Einstufung bestimmter Fluorpolymere als „Polymer of Low Concern“. Das ist eine bürokratische, keine biologische Einstufung. Sie ignoriert schlicht, dass diese Materialien über die 20- bis 30-jährige Lebensdauer eines Windparks ununterbrochen abgerieben werden und mit dem Ökosystem interagieren.

Der Offenbarungseid: Ausbau nicht mehr argumentierbar
Genau deshalb ist die Antwort der EU-Kommission auf die Anfrage von Gerald Hauser ein Dokument von politischer Sprengkraft. Die Kommission bestätigt darin:

Die ECHA bewertet seit 2023 einen Beschränkungsvorschlag für alle PFAS.
Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den betroffenen Anwendungen.
Die Kommission kann derzeit nicht einschätzen, wie mit der PFAS-Verwendung in Windrädern umzugehen ist.
Wer diese drei Punkte zusammendenkt, kann zu keinem anderen Schluss kommen:

Solange nicht geklärt ist, wie die Ewigkeitschemikalien aus Windkraftanlagen in die Umwelt gelangen und welche Schäden sie anrichten, ist jeder weitere Ausbau ein Experiment an der Gesundheit der Bevölkerung – ohne Einwilligung, ohne Haftung, ohne Verantwortlichen.

Die Kommission versucht sich derweil mit der Floskel herauszureden, man wolle „die Freisetzung von Schadstoffen begrenzen und mit eindeutigen Anreizen Innovation betreiben, um Alternativen zu finden“. Das ist absurd: Man baut die Technologie, die das Problem verursacht, gleichzeitig massiv aus – und verspricht, irgendwann vielleicht Alternativen zu finden.

Die Konsequenz: Ausbaustopp jetzt
Gerald Hauser hat die einzig logische Forderung formuliert:

„Der weitere Ausbau der Windenergie muss gestoppt werden, solange eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung durch Ewigkeitschemikalien möglich ist.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer heute noch ein Windrad baut, nimmt wissentlich in Kauf, dass giftige, praktisch nicht abbaubare Substanzen über Jahrzehnte in Böden, Grundwasser und Nahrungsketten gelangen – während die zuständige EU-Behörde selbst einräumt, die Gefahren nicht einschätzen zu können.

Das ist kein Umweltschutz. Das ist industrielle Umweltvergiftung mit staatlichem Segen.


Anfrage Hauser: Anfrage PFAS Hauser

Antwort Kommission: EU-PFAS-E-10-2026-002887-ASW_DEU

Weiterführende TKP Berichterstattung zu PFAS und Windkraft

Die Frage ist nicht mehr, ob Windräder PFAS freisetzen – die EU-Kommission hat es schriftlich bestätigt. Die Frage ist, warum trotzdem weitergebaut wird.





18.9.2026: KI-Rechenzentren-Boom treibt «Flutwelle» neuer PFAS-Produktion an

Die «Ewigkeitschemikalien» PFAS kommen vor allem in Kühlsystemen von KI-Rechenzentren zum Einsatz. Laut einem neuen Bericht weiten große Hersteller die PFAS-Produktion aus, um dieser Nachfrage gerecht zu werden – obwohl sich die Haftungsrisiken durch PFAS-Kontaminationen auf Milliarden belaufen.

https://transition-news.org/ki-rechenzentren-boom-treibt-flutwelle-neuer-pfas-produktion-an






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