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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

11a8. Die Chemievergiftung durch Pestizide - und die Chemiegiganten bezahlen nie (Teil 8)


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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Literaturempfehlung

-- F. William Engdahl: Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation; Kopp-Verlag
-- Film: Der Gen-Food-Wahnsinn. Für den Verbraucher meist nicht zu unterscheiden. Produkte mit und ohne Gen-Technik. Dieer Film bringt den Beweis: Gen-Food macht krank




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13.4.2018: Hawaii ist das Versuchslabor für Monsanto, Syngenta, Dow AgroSciences, DuPont Pioneer, BASF etc. - Widerstand
Hawaii vs. Monsanto – Hawaii, das Versuchslabor
https://netzfrauen.org/2018/04/13/hawaii/

<Weil Hawaii geografisch so abgelegen liegt und nicht im Fokus der Berichterstattung, ist es hervorragend geeignet, um dort chemische Experimente durchzuführen. Das Klima der Inselkette und die natürlichen Reichtümer in Hülle und Fülle lockten fünf der weltgrößten Biotech-Konzerne an: Monsanto, Syngenta, Dow AgroSciences, DuPont Pioneer und BASF. In den letzten 20 Jahren führten diese zusammen mehr als 5000 Freilandversuche für pestizidresistente Saaten auf einer Fläche von 40 000 bis 60 000 Morgen (à 4047 m²) hawaiianischem Land durch. Ohne vorher darüber informiert zu werden, wurden die Hawaiianer somit zu Versuchskaninchen für GMO.  Pestizide im Paradies und Höchststand bei Geburtsfehlern, alarmieren die Ärzte. 

Die Verwendung der Chemikalien durch Saatgutkonzerne gefährdet die Gesundheit der Menschen auf Hawaii

Die wissenschaftlichen und medizinischen Beweise für die Gefahren für die menschliche Gesundheit durch Pestizide sind erschütternd. Wenn gesprüht wird und der Wind bergab von den Feldern in die Stadt weht, beklagen sich die Einwohner über brennende Augen, Kopfschmerzen und Erbrechen.

„Deine Augen und dein Kopf tun weh, du fühlst dich benommen und eklig. Es ist furchtbar,“ erzählt Howard Hurst, Sonderpädagoge an der Middle School, der zwei Evakuierungen mitmachen musste.

„Bei uns benötigen 10 % der Schüler Sonderbehandlung, wohingegen der nationale Durchschnitt bei 6.3 % liegt,“ sagt er. „Es fällt schwer, die Pestizide damit nicht in Verbindung zu bringen.“

Mindestens 27 Schulen in Hawaii befinden sich innerhalb von einer Meile von agrochemischen Forschungsgebieten.

MonsantoDowDupont/PioneerSyngenta und  BASF, sie alle besitzen oder pachten Ackerland auf Hawaii. Hier finden sie beste klimatische Bedingungen vor, um mehrmals im Jahr zu ernten. Das Land nutzen sie u. a. für Tests von Chemikalien und genmodifizierten Lebensmitteln.

Hawaii gegen Monsanto: Der Kampf um GVO in Hawaii

Eine kleine Bewegung hatte im Maui County eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht und gewonnen und vorerst  Monsanto und Co. stoppen können. Doch die Freude währte nicht lange, denn wie groß die Macht der Konzerne ist, haben wir bereits mehrfach bitter erfahren müssen. So auch auf Maui, denn bereits kurze Zeit später kippte die Bundesrichterin das GVO-Moratorium auf Maui. Es ist schon frustrierend, wie weiter mit der Gesundheit der Menschen gespielt werden kann, wie das auf Hawaii der Fall ist.

Auf Maui wird kommerzielle Landwirtschaft betrieben und das größte Stück dieser Industrie gehört Monsanto. Monsanto ist das größte agrochemische und biotechnologische Unternehmen der Welt und wurde von Bayer, einem anderen Riesen, übernommen. Der umstrittene Ruf des Unternehmens geht auf die 1980er Jahre zurück, als Monsanto den Weg für den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der kommerziellen Landwirtschaft bahnte.

Hawaii ist Monsantos landwirtschaftliches Zentrum und gleichzeitig ein riesiges Versuchsfeld für seine neuen Produkte. Maui hat den fruchtbarsten Boden  in Amerika. Kulturen von Mais über Papayas bis hin zu Kaffee gedeihen im feuchten Klima und auf fruchtbaren Böden. Dies ist der perfekte Standort für einen landwirtschaftlichen Giganten wie Monsanto. Mit 1381 Feldern im Bundesstaat testet Monsanto Chemikalien, gentechnisch veränderte Pflanzen und verkauft Saatgut an andere landwirtschaftliche Unternehmen.

Nachdem in Hawaii vermehrt die Menschen protestierten, zumal die Krankheiten nachweislich zunahmen, investierte Monsanto Millionen Dollar in Kampagnen gegen die Proteste.

Gerade dann, wenn wieder mit Pestiziden gesprüht wird, sind die Warteräume des örtlichen Krankenhauses überfüllt. Und nicht nur, dass die Konzerne alles verseuchen, ein Hospital wurde sogar von Dow AgroSciences’ Cheflobbyisten geführt. Das Krankenhaus, das von der ehemaligen Zuckerrohrplantage gebaut wurde, liegt neben der Middle School und beide sind gerade einmal 500 Meter von Syngentas Feldern entfernt. Niemals wurden in diesem Krankenhaus Untersuchungen durchgeführt, die Auswirkungen von Pestiziden auf die Patienten betreffend.

Die Chemiekonzerne, die den Mais auf den ehemaligen Zuckerrohrplantagen anbauen, weigern sich, präzise Aussagen zu den verwendeten Chemikalien zu machen, noch äußern sie sich dazu, wo und in welchen Mengen gespritzt wird. Sie beharren hingegen nur darauf, dass die Pestizide unbedenklich sind, und die meisten der staatlichen und örtlichen Politiker stimmen dem zu.

Die Samenkette – Hawaii, das Versuchslabor

Wenn Konzerne wie Monsanto eine neue Art von Saatgut entwickeln wollen, findet der eigentliche Prozess der Gentechnik in einem Labor auf dem Festland statt. Wenn eine Pflanze auf Herbizidresistenz hin entwickelt wird, werden Tests an diesen ersten Versuchssämlingen in einem Labortreibhaus durchgeführt. Doch was kommt danach?

Sobald die Firma einen Samen hat, den sie zur nächsten Stufe bringen möchte, wird dieser Samen nach Hawaii verschifft. Hier wird er über viele Generationen hinweg mit anderen Pflanzen gekreuzt, um das gentechnisch veränderte Merkmal (z. B. Herbizidtoleranz) mit komplementären Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit oder hohem Ertrag zu kombinieren, die bereits in etablierten Sorten des Saatguts existieren.

Maui (Insel der Sonne) ist die sonnenreichste Insel von Hawaii. Wunderschöne Strände, Palmen, Regenwald mit unzähligen Wasserfällen und dem Hula – dem Tanz mit den faszinierenden Bewegungen und den bunten Blumenketten, den Lai.

Da Maui keine Verbindung zum Festland besitzt und Tausende von Kilometern vom Festland entfernt liegt, hat sich hier eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Tiere und Pflanzen, die es nur auf Hawaii und Maui gibt, die sich optimal an die Bedingungen vor Ort angepasst haben.

Ein Paradies! Doch dieses Paradies ist gefährdet! Nicht nur durch die von Einwanderern mitgebrachten Tiere wie Ratten, Schweine und Ziegen, die teilweise wild herumlaufen und die Gelege von seltenen Vögeln, Insekten und Pflanzen zerstören, sondern auch durch Monsanto und Co.

Netzfrau Doro Schreier>


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Deutschland 16.4.2018: Ldw-Ministerin behauptet, Totalverbot von Glyphosat sei europarechtswidrig - Umweltministerin Schulze will totales Glyphosatverbot in 3 Jahren umsetzen
Klöckner: Totalverbot von Glyphosat ist europarechtswidrig
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kloeckner-totalverbot-von-glyphosat-ist-europarechtswidrig-a2401874.html

<Die Bundeslandwirtschaftsministerin hält ein Totalverbot von Glyphosat für europarechtswidrig. Man könne die Glyphosatanwendung laut dem Koalitionsvertrag nur reduzieren, so Klöckner.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) strebt kein Totalverbot von Glyphosat an, weil sie es für nicht durchsetzbar hält.

„Österreich hat ein komplettes Verbot ausgesprochen und das ist europarechtswidrig. Deshalb halte ich mich an unseren Koalitionsvertrag, wie wir das verabredet haben, sofort mit einer Reduktionsstrategie bei der Glyphosatanwendung zu beginnen“.

Sie werde in den nächsten Tagen ein Papier vorlegen, in dem die Anwendung einschränkt wird. „Zum Teil bei Personengruppen […], die nicht beruflich tätig sind, aber auch […] wenn es um Oberflächen-Anwendungen etc. geht. Also ich bin da vertragskonform“, sagte Klöckner am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin.

Umweltministerin pocht auf schnellen Glyphosat-Ausstieg

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will dagegen ein Glyphosat-Verbot spätestens Ende 2021 durchsetzen. Damit geht Schulze über den Koalitionsvertrag hinaus, in dem nur von einem schnellstmöglichen Ausstieg aus der weit verbreiteten Glyphosat-Nutzung die Rede ist, ohne ein Datum zu nennen.

„Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, werden wir die vorhandenen Möglichkeiten nutzen, um die Anwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden“, sagte Schulze der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). In manchen Bereichen werde der Ausstieg nun sehr schnell gehen, bei der Privatanwendung zum Beispiel, sagte die Ministerin, die damit auf Äußerungen von Klöckner reagierte.

Auch bei der Vorerntespritzung, der sogenannten Sikkation, könne man rasch vorangehen. In anderen Bereichen werde man etwas mehr Zeit brauchen. „Aber der vereinbarte systematische und schrittweise Ausstieg muss in dieser Legislaturperiode vollendet sein.“

Bis dieser vollzogen sei, werde man bei den Zulassungen dafür sorgen, dass die biologische Vielfalt nicht zu Schaden komme. „Der Schutz der Insekten hat für mich absolute Priorität“, sagte Schulze.

[Umweltministerin Schulze: Der Wirkstoff kann nur von der EU verboten werden - das Pestizid Glyphosat kann man aber national verbieten]

Sie wies darauf hin, dass ein Verbot des Wirkstoffs Glyphosat nur auf EU-Ebene möglich sei. „Auf nationaler Ebene geht es aber nicht um den Wirkstoff, sondern um die darauf basierenden Pflanzenschutzmittel“, sagte die SPD-Politikerin. (reuters/dts)>

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EU 27.4.2018: 16 von 28 Mitgliedsstaaten stimmen für das Verbot von Killer-Pestiziden mit Neonikotinoiden
Sieg für die Bienen: Freilandverbot von bienenschädlichen Giften in der EU
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/sieg-fuer-die-bienen-freilandverbot-von-bienenschaedlichen-giften-in-der-eu-a2411844.html

<Nach jahrelangem Streit wird der Einsatz unter freiem Himmel von drei bienenschädlichen Insektengiften, sogenannten Neonikotinoiden, nun europaweit verboten.

Nach jahrelangem Streit wird der Einsatz unter freiem Himmel von drei bienenschädlichen Insektengiften, sogenannten Neonikotinoiden, nun europaweit verboten. Mit knapper Mehrheit stimmten die EU-Mitgliedstaaten für einen entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

EU-Quellen zufolge stimmten 16 von 28 Mitgliedstaaten für das Verbot – 15 Ja-Stimmen hätten nicht gereicht.

Der Einsatz im Freien der Pestizide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxa werde nun europaweit nicht mehr genehmigt, teilte die Kommission mit. Die Regelung solle noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte die Schädlichkeit der Stoffe für Wild- und Honigbienen im Februar erneut bestätigt. In Gewächshäusern dürfen die drei betroffenen Stoffe weiterhin verwendet werden.

Deutschland stimmte für das Verbot

Deutschland stimmte wie 15 weitere Mitgliedstaaten für das weitgehende Verbot, das die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Vier Länder stimmten dagegen, acht enthielten sich, wie die Nachrichtenagentur AFP aus EU-Kreisen erfuhr. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte: „Heute ist ein guter Tag für den Schutz der Bienen in Deutschland und in Europa.“

Umweltverbänden und anderen Parteien – von der Linken bis zur SPD – wollen noch mehr. Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling erklärte, das Anwendungsverbot sei „überfällig“ gewesen.

„Es hätte früher kommen müssen, denn die Aussaat der Zuckerrüben wird es in diesem Jahr nicht mehr betreffen“, fügte er hinzu. Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck forderte, dass auch die anderen Neonikotinoide vom Markt genommen werden müssten.

[Das Bienensterben ohne Blumenwiesen wird weitergehen]

Martin Hofstetter von der Umweltorganisation Greenpeace schränkte ein, die heutige Entscheidung allein werde das rasante Insektensterben nicht stoppen. Dieser Meinung ist auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), sie werde deshalb bald „Eckpunkte für ein Aktionsprogramm zum Insektenschutz vorlegen.“

Es gehe nicht nur um Bestäuber als Grundlage guter Erträge, betonte auch die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Kirsten Tackmann, „sondern um den Erhalt eines wichtiges Teils des Ökosystems“.

Bauernverband sucht Alternativen an Pflanzenschutzmitteln

Der Deutsche Bauernverband hatte sich seit der erneuten Bestätigung der Gefährlichkeit von Neonikotinoiden durch die Efsa ebenfalls für ein Freiluftverbot ausgesprochen. Maßgeblich müsse immer eine fundierte wissenschaftliche Bewertung sein, erklärte Verbandspräsident Joachim Rukwied. Nun müssten schnell Alternativen für Neonikotinoide gefunden werden, denn „um Qualität und Erträge abzusichern, brauchen wir Pflanzenschutzmittel“, fügte er hinzu.

Viele Landwirte bauen bereits erfolgreich Pflanzen ohne Neonikotinoide an“, erklärte hingegen Sandra Bell von der Umweltorganisation Friends of the Earth. Die Landwirte bräuchten mehr Unterstützung von der Europäischen Kommission und den nationalen Regierungen, um mit statt gegen die Natur zu wirtschaften.

[Kriminelle Pestizid-Pharma mit Bayer und Syngenta will kriminelle Pestizide immer noch verkaufen - und klagt gegen Verbote aus der Vergangeneheit!!!]

Der europäische Verband der Pflanzenschutzindustrie (ECPA) kritisierte die Entscheidung als „voreilig“. Die EU-Institutionen hätten eine noch ausstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) abwarten sollen, erklärte ECPA-Sprecher Graeme Taylor. Die Hersteller Bayer und Syngenta haben gegen frühere Beschränkungen der Nutzung von Neonikotinoiden vor dem EuGH Klage erhoben. Das Verfahren läuft noch. Im Mai soll das Urteil fallen.

Die Efsa hatte bereits 2013 einen ersten Bericht zu Neonikotinoiden veröffentlicht, woraufhin ihre Nutzung auf EU-Ebene deutlich eingeschränkt wurde. In Ausnahmefällen blieb der Freilufteinsatz jedoch erlaubt. Diese Ausnahmen fallen nun weg.

(afp)>

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Quellen


Fotoquellen
[1] Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor:
http://www.epochtimes.de/gesundheit/willkommen-in-tumor-town-ratten-bekommen-schreckliche-tumore-von-gmo-futter-und-glyphosat-a1323948.html
[2] Rapsfeld mit Pestiziden tot, Rapsblühstreifen ohne Pestizide lebt mit vielen Insekten:
http://www.frag-wilma.de/78-themen/schmetterlinge-und-insekten/501-biologisch-angebauter-raps-reichhaltige-nektar-und-pollenpflanze.html
[3] Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta: https://www.amazon.de/Schwarzbuch-Syngenta-Basler-Agromulti-Spur/dp/3859902830/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1464576646&sr=8-1&keywords=schwarzbuch+syngenta
[4] Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta, Werbeplakat von 2016: http://www.gartencoop.org/tunsel/node/3941


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