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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

11a5. Die Chemievergiftung durch Pestizide - und die Chemiegiganten bezahlen nie (Teil 5)

Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor  Multiwatch:
              Schwarzbuch Syngenta
 Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor [1] - Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta. Dem Basler Agromulti auf der Spur [3]

Glyphosat-Aktivist meint, Glyphosat ist trinkbar
Glyphosat-Aktivist meint, Glyphosat ist trinkbar

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1.2.2016: Korrupt-kriminelle "US"-Umwelstschutzbehörde stellt erst jetzt einen Zusammenhang zwischen Pestizid und Bienensterben fest

aus: Neopresse online: US-Umweltschutzbehörde: Zusammenhang zwischen Pestizid und Bienensterben; 1.2.2016;
http://www.neopresse.com/umwelt/us-umweltschutzbehoerde-zusammenhang-zwischen-pestizid-und-bienensterben/

Lange haben Umweltschützer und Imker versucht ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen: Seit vielen Jahren wird das Phänomen des Colony Collapse Disorder (CCD) in zunehmender Zahl beobachtet. Dabei sterben vor allem die Arbeiterinnen in Stocknähe, während der Nachwuchs und der Honig noch vorhanden ist. Als Folge sind über den Winter 2006/07 z.B. in den USA in einigen Regionen bis zu 80% der Bienenvölker ausgestorben.

Experten des EU-Wissenschaftsnetzwerks EASAC warnen schon seit 2015 vor einem Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und der Verwendung von Pestiziden, insbesondere den Neonictinoid-Insektizide. Dieses Insektizid wird hauptsächlich von den deutschen Chemieriesen Bayer und den Schweizern Syngenta hergestellt und in über 120 Länder exportiert. Den Ergebnissen folgte eine Beschränkung der Produkte auf EU-Ebene, sowie entsprechende Klagen der Unternehmen.


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25.2.2016: Pestizid im deutschen Bier

aus: Sputnik online: 500 Jahre Reinheitsgebot: Pestizid in deutschem Bier nachgewiesen; 25.2.2016;
http://de.sputniknews.com/panorama/20160225/308073761/bier-deutschland-reinheitsgebot-pestizid.html

<Über ein Dutzend der beliebtesten und meistverkauften Biermarken des Jahres 2015 enthalten laut einer Studie des Umweltinstituts München das Herbizid Glyphosat, wie deutsche Medien berichten.

Zum 500. Jubiläumsjahr des deutschen Reinheitsgebots hat das Umweltinstitut München die 14 populärsten Biersorten durch ein Labor untersuchen lassen und nach eigenen Angaben in allen Proben das Pestizid gefunden, das in der Landwirtschaft zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird. In einem extremen Fall habe die Belastung sogar 300 Mal über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser gelegen.

„Ein Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder in Bier noch in unserem Körper etwas verloren", zitiert die Augsburger Allgemeine die Biologin Sophia Guttenberger vom Umweltinstitut München.

Obwohl es bislang umstritten ist, wie gefährlich Glyphosat wirklich ist, hat es die Weltgesundheitsorganisation schon als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Das Herbizid stehe auch im Verdacht, das Hormonsystem zu schädigen.

Besonders besorgniserregend sind die Testergebnisse vor dem Hintergrund der deutschen Bierkultur: Die Deutschen trinken jährlich im Durchschnitt mehr als 100 Liter Bier – und dabei wohl auch das Herbizid Glyphosat.

Der höchste Rückstand sei bei den Marken Hasseröder, Jever und Warsteiner nachgewiesen worden.>


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29.2.2016: Bienen und Bestäuberinsekten werden durch Glyphosat ausgerottet - umweltverträgliche Kreisläufe schaffen

aus: Katie Valentine: Bienen und andere Bestäuber stehen vor der Auslöschung; 29.2.2016;
http://einarschlereth.blogspot.pe/2016/02/bienen-und-andere-bestauber-stehen-vor.html

<Dieser Report, der am Freitag von der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) veröffentlicht wurde, ist eine 2-Jahres-Untersuchung der Bedrohungen für Bestäuber, die von der Ausrottung betroffen sind, wobei Schmetterlinge am meisten gefährdet sind. Unter den Wirbeltieren sind 16.5 % der Arten von Auslöschung betroffen. Bestäuber sind eine große Gruppe: es gibt 20 000 Arten Wildbienen auf dem Globus, die für 577 Mrd. Dollar Werte jährlich schaffen, sagte Simon Potts, Vize-Vorsitzender von IPBES.

IPBES stützte sich auch auf bestehende Forschungen bei der Zusammenstellung des Berichts, und zitierte Pestizide und Krankheiten als die beiden größten Gefahren für die Bestäuber, insbesondere Honigbienen. Die Varoa-Milben z. B. Sind zu einer Plage in den Bienenstöcken geworden. Sie setzen sich auf den Bienen fest und saugen ihnen die Flüssigkeit aus, so dass die Bienen immer schwächer werden u nd die Krankheit weiterverbreiten.

Pestizide, besonders die viel benutzten Neonicotinoiden haben die Bienestöcke beschädigt. Der Bericht fand auch heraus, dass Klimawechsel zur Umverteilung von Hummeln und Schmetterlingen und bestäuber-abhängigen Pflanzen geführt.

Der Report listet mehrere Herangehensweisen auf, um den Bestäubern zu helfen, geeignete Landschaften zu schaffen, mit einer Vielfalt von blühenden Pflanzen und Reduzierung der Pestizide und Ersetzung durch Bestäuber- freundliche Ungeziefer-Kontrolle. Es gibt bereits Bemühungen: im vergangenen Oktober hat die US-Behörde für Landwirtschaft 4 Mill. Dollar bereitgestellt, um Bauern und Waldbesitzern zu helfen, Wildblumen, einheimische Gräser, Klee, Buchweizen und andere Bestäuber-freundliche Pflanzen auf ihrem Land auszusäen. Wissenschaftler und Bienenzüchter suchen nach neuen Wegen, um Bienen vor den Varoa-Milben und anderem Ungeziefer zu schützen. Hopfen und Pilzsäfte können z. B. Bienen vor Krankheiten schützen.

Quelle - källa - source


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Frankreich 22.3.2016: Verbot von Insektiziden zum Bienenschutz - Schweinz: Kriminelle Syngenta versucht, immer noch zu beweisen, dass Pestizide "harmlos" sind

aus: Netzfrauen online: Insektizid-Verbot gegen Bienensterben in Frankreich – France Begins the Fight to Save the Bees by Banning Toxic Pesticides! 22.3.2016;
https://netzfrauen.org/2016/03/22/insektizid-verbot-gegen-bienensterben-in-frankreich-france-begins-the-fight-to-save-the-bees-by-banning-toxic-pesticides/

Endlich, nachdem Frankreich die Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat ablehnt, spricht es sich auch für ein endgültiges Verbot von Insektiziden aus, die für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden. Betroffen sind Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Neonicotin. Die Nationalversammlung billigte das Verbot mit knapper Mehrheit (2 Stimmen). Dieses Verbot tritt ab September 2018 in Kraft.

Bereits 2015 hatte Frankreich eine Initiative zum Schutz von Bienen gestartet, da die Sterblichkeitsrate der Bienen in Frankreich regelmäßig bei 30 Prozent liegt. Nachdem die französischen Imker immer wieder darauf hingewiesen hatten, beschloss die Nationalversammlung unabhängig von der EU ein Verbot ab dem 1. Januar 2016, doch nun soll ein vollständiges Verbot von Neonicotinoiden erfolgen.

Erst Anfang des Monats verbot das  US-Umweltamt das Insektizid von Bayer – das auch in der EU zugelassen ist! Der Wirkstoff Flubendiamid stellt ein Risiko für wirbellose Tiere am Grund von Flüssen und Teichen dar, so die EPA. Diese Tiere sind ein wichtiges Nahrungsmittel für Fische. Der EPA sind die Risiken zu hoch. Betroffen sind ebenfalls die Pflanzenschutzmittel „Vetica“ und „Tourismo“ des Herstellers Nichino America, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Nihon Nohyaku Co. Ltd. mit Sitz in Japan.

Insektizid-Verbot gegen Bienensterben in Frankreich

  • In der EU wurde ab dem 1. Dezember 2013 der Einsatz von drei bestimmten Neonicotinoiden
    • Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam

    für die Dauer von zwei Jahren eingeschränkt. Über eine Verlängerung ist noch nicht entschieden.

  • Das seit Jahren in Europa und den USA beobachtete Bienensterben führen Experten unter anderem auf Pflanzenschutzgifte zurück.
  • In Deutschland etwa starben im Frühjahr 2008 mehr als 300 Millionen Bienen nach der Aussaat von Mais, der mit dem Pestizid Clothianidin behandelt war. In Frankreich kollabierten 2008 60 Prozent der Bienenstöcke, in den USA fast 40 Prozent. Daraufhin gab die EU bekannt, dass laut der EU-Richtlinie neue Pflanzenschutzmittel künftig nur noch zugelassen werden, wenn negative Effekte auf Bienen und ihre Larven ausgeschlossen sind. Fast 10 Jahre sind vergangen und noch immer kämpfen wir zum Schutze der Bienen und das Bienensterben geht weiter.
  • Im Juni 2014 veröffentlichte eine internationale Gruppe unabhängiger Wissenschaftler die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreicht, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z. B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

  • Pestizide, allen voran Neonicotinoide und das Insektizid Fipronil, bedrohen nicht nur Bienen, sondern auch andere Tiere wie Schmetterlinge, Vögel, Fische und Regenwürmer, und gefährden die Grundlage der weltweiten Lebensmittelproduktion. Dies belegt eine Studie, für die 29 Forscher aller Kontinente und verschiedener Fachrichtungen rund 800 Einzelstudien der letzten zwei Jahrzehnte auswerteten.

  • 2016 Immer mehr Beweise – Der flächendeckende, vorbeugende Einsatz von Neonicotinoiden schadet Honigbienen und wildlebenden Insekten. So lautet das Ergebnis einer europaweiten Metastudie.In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst. Das Netzwerk berät Entscheidungsträger in der EU. Die EU-Kommission überprüft die verhängten Beschränkungen für die Pflanzenschutzmittel, die überwiegend von Bayer aus Leverkusen und Syngenta aus der Schweiz produziert werden. Die Mittel werden in mehr als 120 Ländern eingesetzt.

Die Insektizide werden unter anderem von Bayer Cropscience, BASF und Syngenta hergestellt. Die Produzenten wehren sich gegen ein Verbot und verweisen darauf, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz der Nicotinoide nicht bewiesen sei.

Auch das Pestizid Thiamethoxam des Schweizer Agrochemie-Konzerns Syngenta steht im Verdacht, Bienen zu töten. Ein vollständiges Verbot von Thiamethoxam hätte für Syngenta schwerwiegende Konsequenzen. Kein Wunder, versucht der Konzern doch mit einer Studie zu beweisen, dass Thiamethoxam für Bienen harmlos ist.

In Großbritannien dürfen wieder Bienenkiller-Pesitzide versprüht werden – trotz eines EU-weiten Verbots. Besonders pikant: Überzeugen ließ sich die britische Regierung von Bayer und Syngenta — beide Firmen nahmen an einem entscheidenden Treffen über die Erlaubnis der sogenannten Neonikotinoide teil. Siehe Dringender Aufruf! Bienenkiller-Verbot droht zu kippen!

Frankreich hat sich für die Bienen entschieden

Der französische Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll, hatte die anderen Abgeordneten angeschrieben und gebeten, Neonicotinoide nicht zu verbieten. Zum Glück sind nicht alle darauf eingegangen. 

Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat geprüft werden.  Eine endgültige Entscheidung trifft jedoch die Nationalversammlung. Diese wird Mitte des Jahres erwartet.

In dem Gesetzesentwurf über die biologische Vielfalt ist auch wieder die Palmölsteuer platziert, die mehrfach abgelehnt wurde. Siehe Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace – Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

Die EFSA prüft derzeit die verfügbaren Studien, die ihnen 2015 zur Verfügung gestellt wurden. Das Ergebnis wird etwa im Januar 2017 veröffentlicht werden. Hoffen wir, dass es sich nicht um Studien der Konzerne handelt.

Auch die aktuellen Studien wie die der Royal Holloway University of London zeigen die schädlichen Auswirkungen der Neonicotinoide auf bestäubende Insekten. Die Europäische Kommission hat daher keine andere Wahl: Sie muss die geltenden Vorschriften und das völlige Verbot von Neonicotinoiden überprüfen und sollte wie auch die Französische Nationalversammlung ein Totalverbot aussprechen. 

“Die für Bienen tödlichen Pestizide von Syngenta, Bayer und BASF gefährden den Bestand der Bienen weltweit. Aber ohne Bienen sind unser Ökosystem und die globale Nahrungsproduktion dem Ende geweiht.” − Francesco Panella, Imker und Präsident von Bee Life European Beekeeping Coordination.>

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23.3.2016: EU-Umweltparlamentarier stimmen gegen Glyphosat - Bundesregierung immer noch korrupt dafür...

aus: Netzfrauen online: Geht doch! EU-Umweltparlamentarier stimmen gegen Glyphosat! – European Environment Committee Votes Against Glyphosate Renewal; 23.3.2016;
https://netzfrauen.org/2016/03/23/geht-docheu-umweltparlamentarier-stimmen-gegen-glyphosat-european-environment-committee-votes-against-glyphosate-renewal/

<Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat getagt und sich gegen eine Verlängerung von Glyphosat-Herbizid ausgesprochen. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, dass der Wirkstoff bis 2031 weiter verwendet werden darf. Folgt das Plenum des EU-Parlaments seinem Umweltausschuss, müssen die Kommissare einen neuen Vorschlag zu Glyphosat vorlegen.

Die Umweltpolitiker stimmten mit 38 zu 6 Stimmen bei 18 Enthaltungen dafür, die EU-Kommission aufzufordern, eine unabhängige Einstufung von Glyphosat sicherzustellen – „basierend auf allen verfügbaren wissenschaftlichen Hinweisen“ zu krebserregenden und erbgutschädigenden Effekten durch Glyphosat. Zudem müsse die EU-Lebensmittelbehörde EFSA alle Daten veröffentlichen, die in ihre Beurteilung von Glyphosat eingeflossen sind – das würde auch bislang unter Verschluss gehaltene Industrie-Studien betreffen, die als „Geschäftsgeheimnis“ gelten. Es bestehe jedoch ein „übergeordnetes öffentliches Interesse“ an der Veröffentlichung dieser Daten, heißt es in dem vom tschechischen Sozialdemokraten Pavel Poc vorbereiteten Beschluss des Umweltausschusses.

Die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten wollten am 08. März 2016 über die Verlängerung der Zulassung für das Herbizid Glyphosat entscheiden. Wegen starken Protests aus der Zivilgesellschaft und den Ländern Schweden, den Niederlanden und Frankreich konnte die EU-Kommission allerdings keine Mehrheit für ihren Vorschlag finden und die Entscheidung wurde bis auf weiteres verschoben.

Bisher war damit gerechnet worden, dass die EU-Staaten trotz heftiger Proteste von Umweltschützern die Verwendung des weit verbreiteten Stoffes für weitere 15 Jahre billigen würden. Vorangegangen war ein Streit zwischen verschiedenen Behörden: Die EU-Agentur EFSA hatte im November erklärt, Glyphosat sei wohl nicht krebserregend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) war derselben Ansicht. Dagegen hatte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO zuvor davon gesprochen, dass Glyphosat beim Menschen wahrscheinlich Krebs auslösen kann.Siehe: TOP! Vertagung der Abstimmung erster Erfolg gegen Glyphosat – EU postpones vote on ‚probably carcinogenic‘ weedkiller

Nun lehnt auch der Umweltausschuss des Europaparlaments wegen ungeklärter Risikien die Verlängerung von Glyphosat ab. Und noch immer haben es die Landwirte nicht verstanden. Hier die Nachricht von Ursula Lüttmer-Ouazane, die Nordeuropa-Chefin von Monsanto

Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) hat Verständnis dafür, dass über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln teilweise kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert wird. „Allerdings enthielt die Beschlussvorlage, die im Europäischen Parlament diskutiert wurde, eine Reihe von Feststellungen, die unbegründet und nicht wissenschaftlich haltbar sind“, kommentiert Ursula Lüttmer-Ouazane, Sprecherin der AGG. (die Nordeuropa-Chefin von Monsanto)

Auch würden die Ergebnisse der umfangreichen und gründlichen Begutachtungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) völlig außer Acht gelassen. „Entscheidungen müssen jedoch auf Grundlage einer fachlichen Bewertung durch die zuständigen Experten getroffen werden. Wir vertrauen darauf, dass dieser Prozess der erneuten Wirkstoffzulassung dem vorgesehenen Prozedere folgt und nach den geltenden Regeln einer fachlichen Bewertung abläuft. Wir sind zuversichtlich, dass Glyphosat als umfassend geprüfter Wirkstoff den Landwirten auch weiter zur Verfügung stehen wird“, so Lüttmer-Ouazane.

Wer ist die Arbeitsgemeinschaft?
In der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat engagieren sich die Unternehmen ADAMA Deutschland GmbH, Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG, Dow AgroSciences GmbH, Helm AG, Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Nufarm Deutschland GmbH, Syngenta Agro GmbH. Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat ist ein informeller Zusammenschluss der Unternehmen und keine rechtlich selbstständige Einheit.
Lesen Sie dazu auch:

Monsantos Studien als Basis für Glyphosat – Genehmigung durch EPA und EFSA – EPA Used Monsanto’s Research to Give Roundup a Pass

Skandal: BfR wertet Monsantos eigene Leserbriefe als „Studien“ für Glyphosat

Die nationale Politik in Europa gibt immer mehr Kompetenzen an die EU ab. Beispielsweise an die EFSA, die European Food Safety Authority, deutsch: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Doch unabhänig ist sie nicht!

Siehe Bundesamt hält Fracking und EFSA Glyphosat für unbedenklich – kleine Kostprobe gefällig?>


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Shortnews online, Logo

Österreich 24.3.2016: Pestizide im Osterhasen aus Schokolade

aus: Shortnews online: Österreich: In über der Hälfte der Schokohasen wurden Pesitizide gefunden; 24.3.2016;
http://www.shortnews.de/id/1194698/oesterreich-in-ueber-der-haelfte-der-schokohasen-wurden-pesitizide-gefunden#
<Kurz vor Ostern haben Südwind und Global 2000 in Österreich die Qualität von Schokohasen getestet und festgestellt, dass in ihnen etwas Unangenehmes versteckt ist. In zwölf der getesteten Produkte wurden Pesitizide entdeckt. Acht von 21 "Hasen" wurden als sozial und ökologisch bedenklich bewertet. Testsieger wurde die Schokolade von EZA und die Eigenmarkenschokolade "Spar Naturpur". "In der Kakaoproduktion werden nach wie vor Pestizide eingesetzt, die in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt längst verboten sind", so Martin Wildenberg von Global 2000.

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Uncut News online, Logo

26.3.2016: Glyphosat-Lobbyist will Glyphosat nicht trinken und bricht das Interview ab (!)

Glyphosat-Aktivist meint, Glyphosat ist
                trinkbar
Glyphosat-Aktivist meint, Glyphosat ist trinkbar

Reporter bietet dem Glyphosat-Aktivist ein Glas
                Glyphosat an
Reporter bietet dem Glyphosat-Aktivist ein Glas Glyphosat an

Der Glyphosat-Aktivist will Glyphosat nicht
                trinken
Der Glyphosat-Aktivist will Glyphosat nicht trinken
Der Glyphosat-Aktivist will Glyphosat nicht
                trinken: "Ich bin doch nicht blöd"
Der Glyphosat-Aktivist will Glyphosat nicht trinken: "Ich bin doch nicht blöd"
Glyphosat-Aktivist: Ich bin kein Idiot
Glyphosat-Aktivist: Ich bin kein Idiot

Video: Monsanto-Lobbyist: Glyphosat ist trinkbar! Rastet aus als er es trinken soll! (48sek.)

Video: Monsanto-Lobbyist: Glyphosat ist trinkbar! Rastet aus als er es trinken soll! (48sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=CYKE9xk7bWs

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Deutsche
              Wirtschaftsnachrichten online, Logo

13.4.2016: Korruptes EU-Parlament stimmt für Gift-Pestizid Glyphosat

aus: Deutsche Wirtschafts-Nachrichten online: EU-Parlament stimmt mit klarer Mehrheit für Glyphosat-Neuzulassung; 13.4.2016;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/13/eu-parlament-stimmt-mit-klarer-mehrheit-fuer-glyphosat-neuzulassung/

<Im EU-Parlament hat die große Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten die Neuzulassung von Glyphosat gestimmt. Die durchaus gut begründeten Einwände des eigenen Fachausschusses und der Grünen fanden kein Gehör. Die Mehrheit der EU-Bürger ist gegen das Pestizid.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Das EU-Parlament hat die Neuzulassung von Glyphosat gestimmt. (Foto: dpa)

Das EU-Parlament hat sich für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat ausgesprochen – allerdings nur für sieben und nicht für 15 Jahre wie von der EU-Kommission geplant. Der Kompromiss, den die Konservativen vorgeschlagen hatten, wurde am Mittwoch in Straßburg mit klarer Mehrheit verabschiedet. Forderungen von Grünen und Teile der Linken, die Zulassung gar nicht zu erneuern, fand damit keine Mehrheit.

Die Mehrheit der EU-Bürger ist einer aktuellen Umfrage zufolge gegen das Pestizid, dem die WHO die Möglichkeit zuschreibt, krebserregend zu sein.

Deutschland hat sich dieser Tage bereits für eine Neuzulassung ausgesprochen, womit die wesentlichen Hindernisse beseitigt sein dürfte – Monsanto kann in Europa weiter auf einen lukrativen Markt bauen.

374 Abgeordnete stimmten für die beschränkte Neuzulassung, 225 votierten dagegen und 102 enthielten sich. Das Parlament forderte die Kommission zugleich auf, eine Liste von Beistoffen zu erstellen, die in Insektenvernichtungsmittel nicht mehr verwendet werden dürfen. Außerdem soll sie einen Plan erarbeiten, um den Einsatz des Pflanzengifts zu reduzieren.

Die Marktzulassung für Glyphosat, den in Deutschland und weltweit am meisten eingesetzten Wirkstoff zur Unkrautvernichtung, läuft in der EU Ende Juni aus. Bis dahin muss die Brüsseler Behörde entscheiden, ob sie das Mittel erneut zulässt – und für wie viele Jahre. Dabei ist die Kommission nicht verpflichtet, der Forderung des Europaparlaments zu folgen.

Die SPD-Abgeordnete und Umweltschutzexpertin Susanne Melior verteidigte den vom Parlament verabschiedeten Kompromiss. Ein sofortiges Verbot von Glyphosat wäre „unrealistisch“, betonte sie. Die europäische Landwirtschaft sei von Futtermittel-Importen etwa aus den USA und Brasilien abhängig, die mit Glyphosat behandelt worden seien.

Die Brüsseler Kommission hatte Anfang März eine Abstimmung über die geplante Neuzulassung von Glyphosat, die für 15 Jahre gelten sollte, verschoben, weil es im zuständigen Fachausschuss keine Mehrheit gab. Der Ausschuss, dem Experten aus den 28 EU-Staaten angehören, soll sich im Mai erneut mit der Frage befassen. Die V

erwendung von Glyphosat sorgt in der EU seit Jahren für Streit, einige Mitgliedsstaaten haben Bedenken gegen die weitere Zulassung geäußert. Umweltschützer machen geltend, dass das Pflanzengift in den menschlichen Organismus gelangt und möglicherweise krebserregend ist.

Mit diesem Argument hatte sich im EU-Parlament der Ausschuss für Umwelt- und Gesundheitsschutz gegen eine Neuzulassung ausgesprochen. Er verwies auf eine Warnung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft hatte.

Nach Angaben des EU-Parlaments ist der weltweite Verbrauch von Glyphosat in den vergangenen Jahrzehnten um das 260-Fache angestiegen – von 3200 Tonnen im Jahre 1974 auf 825.000 Tonnen im Jahre 2014. In Deutschland werden etwa 40 Prozent der Ackerfläche mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt.


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17.4.2016: Neues Buch: "Schwarzbuch Syngenta" - <Syngentas Machenschaften auf der Anklagebank>

[Die Syngenta ist eine der giftigsten Firmen der ganzen Welt, die bis heute von der kriminellen, schweinzer Regierung GESCHÜTZT wird statt dass sie endlich zugemacht wird:

Multiwatch: Schwarzbuch
                Syngenta  Multiwatch:
                Schwarzbuch Syngenta, Rückseite des Buchs
Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta. Dem Basler Agromulti auf der Spur [3] - Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta, Werbeplakat von 2016 [4]
Die Beschreibung auf Amazon:
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Der Basler Agromulti Syngenta ist der grösste Pestizid- und drittgrösste Saatguthersteller weltweit und gilt als der Zwilling des US-Konzerns Monsanto.
Die Basler Regionalgruppe von MultiWatch organisierte im April 2015 einen Gegenkongress zum Auftritt Syngentas als Hauptpartner der Stadt Basel an der Weltausstellung in Mailand. Sie lud eine Delegation aus Hawaii und den entlassenen ehemaligen Präsidenten der Syngenta-Gewerkschaft in Pakistan ein, ihren Protest an die Generalversammlung des Multis zu tragen. Im Mai organisierte sie den ersten ›March against Monsanto and Syngenta‹ in Basel mit mehr als 1200 TeilnehmerInnen.
Mit dem vorliegenden Schwarzbuch ziehen die AktivistInnen von MultiWatch eine erste Zwischenbilanz ihrer Kampagne. Sie zeichnen ein Porträt des Konzerns und seines Versuchs, die kapitalistische industrielle Landwirtschaft als alleiniges Zukunftsmodell und Absatzmarkt für die konzerneigene Agrogentechnik und Agrochemie zu fördern.
Das Schwarzbuch zeigt, wie sich Syngentas Produkte und Politik rund um die Welt auf die Biodiversität und die kleinbäuerliche Landwirtschaft auswirken. Syngentas Bemühen, Patente auf Nutzpflanzen zu erlangen, wird als ein Aspekt der neoliberalen Akkumulation durch Enteignung analysiert. Fallbeispiele aus Brasilien und Paraguay zeigen, dass letztere durchaus auch in offene Gewalt umschlagen kann.
Das AutorInnenkollektiv versteht dieses Schwarzbuch als Beitrag zur weltweiten Bewegung gegen die Agrobusinesskonzerne und für das Recht auf Ernährungssouveränität. Es widmet das Buch dem brasilianischen Aktivisten Keno von der Bewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra), der 2007 von den Angestellten einer von Syngenta beauftragten Sicherheitsfirma erschossen wurde.

Das Schwarzbuch Syngenta ist ein Gemeinschaftswerk der Basler MultiWatch-AktivistInnen und enthält Gastbeiträge von Vandana
Shiva, Miguel Altieri, Elizabeth Bravo, Martin Forter, Florianne Koechlin, Markus Spörndli, Marianne Spiller, Greenpeace Schweiz, kriPo kritische Politik an den Hochschulen Zürichs, Foundation of Agrarian Studies, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Schweizer Allianz Gentechfrei, Longo Mai und Solifonds. Für die grafische Gestaltung sorgte das junge Basler Team Origami Design.

Der Artikel:

aus: infosperber online; 17.4.2016; http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Syngentas-Machenschaften-auf-der-Anklagebank

<Christian Müller / 17. Apr 2016 -

Die Organisation MultiWatch publiziert ein Schwarzbuch über Syngenta: 320 Seiten sorgfältig zusammengestellte Facts and Figures.

Unbeabsichtigt aktuell: Ausgerechnet jetzt, wo der chinesische Chemie-Gigant ChemChina daran ist, den Basler Agrochemie-Multi Syngenta für über 40 Milliarden Schweizer Franken zu übernehmen, erscheint eine Publikation, die Syngenta nicht aus der Sicht der Börse und der Finanzhaie beleuchtet, sondern aus der Sicht der Menschlichkeit und der Menschen: der «kleinen» Menschen rund um die Welt, von denen viele durch die aggressive Strategie der Agrochemie-Multis Monsanto, Dow, Syngenta und wie sie alle heissen, ihr Land und damit ihre Existenzgrundlage verloren haben.

Bei Demonstrationen gezeigte Transparente und Spruchbänder und auf billiges Zeitungspapier gedruckte Kampfbroschüren sind das eine. Sie können mit einem medienwirksamen Blitzlicht einen Missstand kurz beleuchten oder in Erinnerung rufen. Aber in Zeiten der Medien-Hypes sind sie, so ist zu beobachten, auch schnell wieder vergessen. So ist der Entscheid, zu einem Unternehmen mit einer hochproblematischen Business-Strategie ein richtiges, schön gestaltetes und auch normal im Buchhandel erhältliches Buch herauszugeben, sehr gut verständlich. Nicht nur die Landwirtschaft soll ja nachhaltig sein, auch kritische Beobachtungen und deren Bekanntmachung verdienen eine höhere Nachhaltigkeit.

Zum Inhalt des Buches

Einfachheitshalber sei hier die Inhaltsübersicht zitiert, wie sie Ueli Gähler von MultiWatch der Zeitung des Europäischen BürgerInnenforums ARCHIPEL gegeben hat: «Im ersten Teil 'Syngenta auf der Weltbühne' führen die Autorinnen und Autoren auf eine kleine Weltreise und schildern Syngenta als wichtigen Protagonisten des globalen kapitalistischen Agrobusiness. Syngenta ist der weltgrösste Pestizidhersteller und der drittgrösste Saatgutproduzent. Marianne Spiller aus Brasilien berichtet über die Ermordung des Landlosen-Gewerkschafters Keno durch die Angestellten einer von Syngenta beauftragten Sicherheitsfirma und über die kürzlich erfolgte diesbezügliche Verurteilung des Multis. Paul Scherer analysiert Syngentas Rolle beim Projekt 'Golden Rice', das als trojanisches Pferd für die Verbreitung von transgenem Saatgut in Asien dienen soll. Der Beitrag über Syngentas Testfelder auf Hawaii schildert den Kampf der Aktivistinnen und Aktivisten, die auf Einladung von MultiWatch an der Syngenta Aktionärsversammlung 2015 aufgetreten waren, weil Syngenta sich weigert, Schutzzonen zwischen ihren Pestizid-Sprühgebieten und lokalen Schulen und Wohngemeinden zu akzeptieren. Der Basler Geograph Martin Forter informiert über die Giftmülldeponien der Syngenta-Vorläuferfirmen in der Region Basel.

Im zweiten Teil des Schwarzbuches 'Vor und hinter den Kulissen' wagt das Kollektiv eine erste Analyse des Basler Multis. Mit ihren Pestiziden, Saatgutsorten und Patenten ist Syngenta aufs engste mit dem internationalen Agrobusiness und den kapitalistischen 'Cash Crop'-Monokulturen verbunden. Dass Syngenta ein 'schweizerischer' Konzern sei, ist natürlich ein Märchen. Das zeigt die Aktionärsanalyse. Schliesslich schildern die Autorinnen und Autoren das Lobbying Syngentas in Washington und Brüssel und die spezielle Ideologieproduktion und 'Greenwashing'.»

Namhafte Autoren

Das Schwarzbuch zu Syngenta ist denn auch nicht nur von einer kleinen Gruppe von Schweizer Anti-Globalisierungsgegnern geschrieben. Mitgearbeitet haben auch namhafte Wissenschaftler. Speziell erwähnt dabei sei Miguel A. Altieri, Professor für Agrarökologie an der Berkely University in Kalifornien, der als chilenisch/US-amerikanischer Doppelbürger vor allem die zunehmende Verwüstung Lateinamerikas durch die Agromultis im Auge hat. In seinem Vorwort nennt er ein paar Zahlen: «Die Intensivierung der Landwirtschaft durch Hochertragssorten, Düngung, Bewässerung und Pestizide beeinträchtigt die natürlichen Ressourcen, die Umwelt sowie die Gesundheit von Mensch und Tier. Jedes Jahr werden externe Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Infolge ihrer ökologischen und genetischen Homogenität und der daraus folgenden Anfälligkeit auf Insektenplagen, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter sind Monokulturen stark pestizidabhängig. In den letzten 35 Jahren ist der Pestizideinsatz weltweit massiv angestiegen. Die jährliche Zunahme beträgt in gewissen Regionen um die 5 Prozent. Im Jahre 2007 wurden weltweit Pestizidmengen von knapp 2,4 Millionen Tonnen zum Marktwert von 39 Milliarden USD eingesetzt. Heute sind es bereits über 50 Milliarden USD. Alleine in den USA erreicht der Jahresverbrauch der verschiedenen Pestizide mehr als 500'000 Tonnen. Die indirekten Umweltkosten, das heisst die negativen Auswirkungen auf Tierwelt, einschliesslich Bestäuber und natürliche Feinde, auf Fischerei, Wasserqualität, Bodenkontamination etc., sowie die durch Vergiftungen und Krankheiten verursachten sozialen Kosten belaufen sich ebenfalls auf Milliardensummen.»

Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des überhandnehmenden Land-Grabbings schreibt Altieri: «In den vergangenen zwanzig Jahren sind die besten Anbauflächen Lateinamerikas für die Produktion transgener Ackerfrüchte (vor allem Soja, Mais, Baumwolle und Raps) in Beschlag genommen worden. Deren Grossproduzenten sind eng mit ausländischen Investoren verbunden. Somit kontrollieren diese nun Millionen Hektaren erstklassigen Acker- und Viehwirtschaftslandes in Paraguay, Bolivien, Brasilien und anderswo. Dieses Land-Grabbing führt zu einer ganzen Reihe von Problemen. Die ausländische Herrschaft über Land und Ressourcen unterhöhlt die regionale und nationale Ernährungssicherheit. Zwar sichern Nahrungsmittelimporte stabilere einheimische Preise und befriedigen die wachsende städtische Nachfrage, doch konkurrenzieren sie die einheimische kleinbäuerliche Produktion, was zur Vertreibung von Bauernfamilien und zu einer noch höheren Bevölkerungsdichte in den Städten führt. Gleichzeitig fliesst der grösste Teil der von ausländischen Firmen in den kommerziellen Landwirtschaftssektoren erzielten Profite in die Länder, in denen diese Konzerne ihren Hauptsitz haben – im Falle von Syngenta in die Schweiz.»

Syngenta soll von chinesischem Kapital übernommen werden

Hinter dem Schwarzbuch Syngenta steckt mehrjährige Arbeit. Dass es gerade jetzt zur Publikation kommt, da Syngenta für einen Kaufpreis von über 40 Milliarden Franken in die Hände des chinesischen Konzerns ChemChina* kommen soll, ist sicher Zufall. Aber die Übernahme der Syngenta durch die Chinesen bringt es natürlich mit sich, dass die widernatürliche Monokultur-Landwirtschaft und ihre negativen Auswirkungen bald einmal auch in China überhand nehmen werden – zum Nachteil weiterer Millionen von Kleinbauern.

Keine Erwähnung: Die Risiken der Schweiz

Aus terminlichen Gründen ist es verständlich, wenn auch schade, dass ein Aspekt im Schwarzbuch nicht mehr zur Sprache kommt. Die Schweiz hat bekanntlich mit China ein Freihandelsabkommen unterschrieben, und wie bei allen Freihandelsabkommen der Schweiz kommt bei Streitigkeiten zwischen den Investoren und dem Staat ein Schiedsgericht zum Einsatz, also keine nach den Kriterien unseres Rechtsstaates operierende Instanz. Konkret ist es fast immer das in Washington DC in den USA anässige und der Weltbank unterstellte ICSID (International Centre for Settlement of Investment Disputes). Dort pflegen Rechtsanwälte aus der Privatwirtschaft eben nicht nur als Interessen-Vertreter der beteiligten Parteien aufzutreten, sondern auch als Schiedsrichter zu entscheiden, wie viel ein Staat zahlen muss, wenn ein Investor zum Beispiel aufgrund eines neuen Gesetzes die erwarteten Gewinne nicht realisieren kann. Eine Anfrage beim Seco von Infosperber hat diesen Umstand konkret bestätigt. Das Seco wörtlich: «Der Investitionsschutz wird in dem am 13. April 2010 in Kraft getretenen bilateralen Investitionsschutzabkommen (ISA) mit China geregelt (SR 0.975.224.9). Der Investor-Staat-Streitschlichtungsmechanismus erlaubt es dabei den Investoren, bei einer Vertragsverletzung vor einem internationalen Schiedsgericht – wie dem ICSID – ein Schiedsverfahren einzuleiten und Schadenersatz geltend zu machen.» Bei diesen Schadenersatz-Forderungen geht es, notabene, schnell einmal um Milliarden und nicht nur um Millionen. Infosperber hat darüber ausführlich informiert (siehe hier und hier). Die zunehmenden Gefahren bei einer Inkraftsetzung des US/EU-Freihandelsabkommens TTIP werden im Schwarzbuch immerhin noch kurz angesprochen. (Auch zu TTIP hat Infosperber schon mehrmals informiert.)

Keine Buchrezension ohne Kritik...

Ist die Lektüre des Schwarzbuches also jedermann zu empfehlen? Ja, sogar sehr. Eine kleine Kritik verdient nur die Gestaltung durch die Basler Firma OrigamiDesign. Zu viele Titel und Texte sind versal geschrieben, in Grossbuchstaben. Das sieht zwar ästhetisch gediegen aus, ist aber – Verlagsprofis müssten das wissen! – schwer zu lesen. Und wenn man einem interessierten Leser, einer interessierten Leserin, Anmerkungen und Quellen-Angaben inbegriffen, 320 Seiten zu einem nicht ganz einfachen Thema zumutet, sollte man das Lesen typographisch nicht noch erschweren.

* * * * *

Das Schwarzbuch Syngenta wird am kommenden Donnerstag, 21. April, an einer Vernissage in der Markthalle in Basel erstmals vorgestellt. Weitere Vorstellungsveranstaltungen in Zürich, Bern, Genf und Luzern folgen an den Tagen darauf. Das Buch selber kann im Buchhandel oder über die Webseite von MultiWatch bezogen werden (Broschur, 320 Seiten, Fr. 29.00, ISBN: 978-3-85990-283-1). Nähere Angaben, auch zu einem Protest-Marsch am 21. Mai in Basel, findet man auf der Website MultiWatch.

*Anmerkung zu ChemChina: ChemChina ist auch in Deutschland auf Einkaufstour. Im Januar hat der chinesische Gigant den grössten deutschen Kunststoffmaschinenbauer KraussMaffei in München übernommen.>

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NDR online, Logo mit
                Funkturm

Deutschland 2.5.2016: Pestizide auch im Honig - das Thiacloprid kommt von Bayer (!)

aus: ndr online: Gefährliches Nervengift im Honig; 2.5.2016;
http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Gefaehrliches-Nervengift-im-Honig,honig250.html

<von Alexa Höber, Steffen Eßbach

In immer mehr Honigproben ist das Nervengift Thiacloprid nachzuweisen. Bestimmte Konzentrate mit dem Wirkstoff aus der Schädlingsbekämpfung dürfen an Kleingärtner inzwischen nicht mehr abgegeben werden. Doch Stichprobenkäufe im Internet ergaben das Gegenteil. Auch in der Landwirtschaft wird es weiter massiv eingesetzt - und der Grenzwert für Thiacloprid im Honig könnte sogar demnächst wieder heraufgesetzt werden.

Thiacloprid schädigt Bienen und Hummeln

Sowohl in der deutschen Landwirtschaft als auch in privaten Kleingärten wird seit Jahren mit Thiacloprid, das zur Klasse der Neonicotinoide zählt, gegen saugende und beißende Insekten gespritzt. Doch die Bedenken europäischer Wissenschaftler wachsen, dass dies auch wichtige Blütenbestäuber wie Bienen, Hummeln, Motten und Schmetterlinge schädigt. Thiacloprid steht im Verdacht, das für das Gedächtnis und  das Lernen zuständige Nervensystem und den Orientierungssinn zu stören.

Selbst wenn diese nach der Aufnahme auf der Pflanze nicht versterben, finden sie doch oft nicht mehr zu ihrem Stock zurück."Schon in niedrigen Dosen wird ganz massiv das Verhalten verändert", sagt der Neurobiologe Professor Randolf Menzel, der zahlreiche Versuche mit Honigbienen durchgeführt hat. Pro Blütenkontakt können die Tiere laut Menzel zwischen 300 und 700 Nanogramm Thiacloprid aufnehmen, das Verhalten werde bereits bei 10 Nanogramm massiv beeinträchtigt. Menzel warnt zudem vor der noch viel stärkeren Empfindlichkeit von wichtigen Bestäubern wie Wildbienen und Hummeln, die auf das chemische Mittel nicht so flexibel reagieren könnten wie die großen und relativ robusten Honigbienenvölker.

Honigproben mit Thiacloprid belastet

Auch im Honig, einem als besonders gesund geltenden Lebensmittel, kommt der Wirkstoff Thiacloprid inzwischen immer häufiger vor. Untersuchungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit haben ergeben, dass in zahlreichen Honigproben nachweisbare Mengen des Schädlingsbekämpfungsmittels enthalten waren. Im Jahr 2015 waren von 237 Honigproben schon 73 mit Thiacloprid belastet.

Bayer CropScience ruft Zulassung zurück

Hergestellt wird der Wirkstoff Thiacloprid seit mehr als 15 Jahren von der Bayer CropScience AG mit Sitz in Monheim. Schädlingsbekämpfungsmittel für private Anwender, die zum Beispiel neun Gramm pro Liter Thiacloprid enthalten und für die der Hersteller Bayer CropScience AG aus Monheim die Zulassung in Deutschland zum 21. August 2015 zurückgerufen hat, dürfen seit dem 21. Februar 2016 nicht mehr angeboten und verkauft werden.

Das sagt Bayer CropScience

  • Zum Verkaufsstopp an Endverbraucher

    "Bayer hat im Anfang des Jahres 2015 die strategische Geschäftsentscheidung getroffen, den Vertrieb seiner Endverbraucherprodukte auf Basis von Thiacloprid einzustellen und deutsche Händler ab Mitte Mai 2015 nicht mehr mit den entsprechenden Produkten zu beliefern."

  • Zu den Experimenten mit Bienen

    "In den Versuchen von Professor Menzel wurde Thiacloprid den Bienen in völlig unrealistisch überhöhten Versuchskonzentrationen verabreicht, gegenüber denen Bienen unter praktischen Feldbedingungen niemals exponiert wären."

  • Zur geplanten Senkung des EU-Grenzwerts

    "Bayer geht davon aus, dass die Absenkung des MRL (Maximum Residue Level = Rückstands-Höchstmengenwert, Anmerkung der Redaktion) für Thiacloprid im Honig durch die EU-Kommission versehentlich erfolgte. (...) Wie EFSA ist auch Bayer davon überzeugt, dass der ursprüngliche MRL-Wert von 0,2 mg/kg für Verbraucher sicher ist und dass dieser Honig bedenkenlos verkauft werden kann.">


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Deutschland 18.5.2016: Kinder vom Lande durch Glyphosat-Pestizide verseucht: Leukämie, Tumore etc.

aus: Kopp-Verlag online: Immer mehr Kinder in landwirtschaftlich geprägten Gebieten erkranken an Leukämie, Hirntumoren und anderen Krebsarten; 18.5.2016;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/julie-wilson/immer-mehr-kinder-in-landwirtschaftlich-gepraegten-gebieten-erkranken-an-leukaemie-hirntumoren-und-.html

<Julie Wilson - Gesundheitliche Probleme bei Kindern sind in den letzten Jahren signifikant angestiegen, und das liegt hauptsächlich an der Veränderung unserer Umwelt. So lautet das Fazit eines kürzlich vom Pesticide Action Network (PAN) veröffentlichten Bericht mit dem Titel »Kids on the Frontline« (»Kinder an vorderster Front«), der detailliert die schädlichen und potenziell tödlichen gesundheitlichen Folgen von Pestiziden auf amerikanische Kinder beschreibt.

Anhand staatlicher Daten zur gesundheitlichen Entwicklung und neuer akademischer Forschungsergebnisse ermittelte das PAN, dass die Fälle von Krebs, Autismus, Entwicklungsstörungen, ADHS, Diabetes und Fettleibigkeit in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten signifikant gestiegen sind.

Insbesondere Krebs im Kindesalter ist in ländlichen Gegenden, wo regelmäßig Pestizide ausgebracht werden, auf dem Vormarsch. Zwischen 1975 und 2012 stiegen die Krebsfälle bei Kindern im Alter von null bis 19 Jahren um ganze 36 Prozent an.

Der Zusammenhang von Pestiziden und neurologischen Entwicklungsstörungen wird immer deutlicher

»Die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und einem erhöhten Leukämie- und Hirntumorrisiko erhärten sich mehr und mehr. Neue ›Metaanalyse‹-Studien weisen auf ein gestiegenes Risiko von Kindern in ländlichen und landwirtschaftlich geprägten Regionen hin. Das Auftreten dieser zwei Krebsarten ist signifikant gestiegen im Vergleich zu andere Krebsarten im Kindesalter«, heißt es in dem Bericht.

Auch Gesundheitsprobleme, die mit pränataler (vorgeburtlicher) Pestizidexposition in Zusammenhang stehen, nehmen ständig zu. Immer mehr Hinweise belegen den Einfluss der Pestizidexposition im Mutterleib auf die Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Schon 2012 war dieser Zusammenhang deutlich, so PAN, inzwischen ist er jedoch noch offenkundiger geworden.

»Neue Studien bringen das erhöhte Risiko für Entwicklungsstörungen und -verzögerungen – darunter die Autismus-Spektrum-Störung – in Zusammenhang mit der pränatalen Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen, auf denen Pestizide versprüht werden«.

Kinder in landwirtschaftlichen Regionen kriegen sozusagen eine »doppelte Dosis« dieser Pestizide ab. Vermehrt durch Verwehungen der in Schulen, Parks und Gärten eingesetzten Gifte als auch durch die Nahrung und dem mit landwirtschaftlichen Chemikalien verunreinigten Wasser.

»In manchen Fällen wirken auch ökonomische und soziale Stressoren auf diese Kinder ein, die die gesundheitlichen Schäden durch die Chemikalien noch verschlimmern. Überall in den USA stehen die Kinder an der vordersten Front der Pestizideinwirkung«, konstatiert der Bericht.

Wie schützt man die Kinder vor Pestiziden?

Laut den Forschern kann man Kinder am besten vor Pestizidschäden bewahren, indem man »die Ausbringung von Pestiziden landesweit dramatisch einschränkt«. Dies ist »sowohl durchführbar als auch längst überfällig«, so PAN. »Die Aufgabe, Kinder vor gefährlichen Chemikalien zu schützen, darf nicht den einzelnen Familien aufgebürdet werden; hier ist die Politik gefordert«.

Seit über 100 Jahren drehen sich die Vorschriften zu Pestiziden um ein Ziel: die Produkte schnell und gewinnbringend auf den Markt zu bringen.

Deshalb werden – laut Regierungsdaten von 2007, den jüngsten für die Forscher zugänglichen – Jahr für Jahr mehr als 300 000 Tonnen Pestizide auf Äckern und Feldern ausgebracht. Wenn man die nicht-landwirtschaftliche Verwendung von Pestiziden einrechnet, schnellt diese Zahl bis auf eine Million Tonnen hoch.

»Immer deutlicher werden die Hinweise darauf, dass viele dieser Chemikalien auch bei geringer Exposition der menschlichen Gesundheit schaden – und die in der Entwicklung begriffenen Körper der Kinder sind besonders anfällig. Zunehmend wird auch offenkundig, dass alternative, weniger chemisch-intensive Anbaumethoden nicht nur machbar sind, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produktion stärken würden«.

Laut PAN ist es an der Zeit, dass die Behörden »ein ambitioniertes landesweites Reduktionsziel bezüglich landwirtschaftlicher Pestizide« setzen. Dieses Reduktionsziel sollte vor allem jene Pestizide betreffen, die Kindern am meisten schaden. Wenigstens sollte rund um Schulen, Kindertagesstätten und andere »sensible Plätze« in der Nähe von Landwirtschaftsbetrieben, die Chemikalien einsetzen, pestizidfreie Pufferzonen entstehen.

Und schlussendlich müssen wir laut PAN in eine gesunde, innovative Landwirtschaft investieren. »Wir müssen Bauern, die aus der Pestizid-Tretmühle heraustreten wollen, maßgebliche und sinnvolle Unterstützung, Motivation und Anerkennung zukommen lassen. Landesweite und bundesstaatliche Programme müssen an erster Stelle die gesundheitsfördernde, nachhaltige und widerstandsfähige Agrarproduktion fördern«.

Der politische Einfluss von Konzernen wie Monsanto muss beschnitten werden

In einem weiteren wichtigen Schritt muss es aufhören, dass multinationale Lebensmittelkonzerne Einfluss auf die Politik ausüben, konstatiert das PAN.

»Diese multinationalen Unternehmen haben gewaltige Kontrolle darüber, wie wir unsere Lebensmittel anbauen – von der Bestimmung über Forschungsprogramme öffentlicher Institutionen bis hin zu Produktion und Vertrieb landwirtschaftlicher Materialien wie Saatgut, Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel.

Es überrascht wohl kaum, dass dieselben Konzerne auch die politische Arena dominieren. Sie investieren alljährlich Millionen Dollar, um Wähler und Entscheidungsträger auf lokaler, bundesstaatlicher und landesweiter Ebene zu beeinflussen.

Ihr Ziel ist es, den Markt für Saatgut, Pestizide und andere agrochemische Produkte offen zu halten. Als Reaktion auf die wachsende Sorge im Land über gesundheitliche Folgen von Pestizidprodukten investiert die Pestizidindustrie viel Geld in PR-Kampagnen, um die öffentliche Diskussion rund um Lebensmittel und Landwirtschaft zu beeinflussen«, fasst der Bericht zusammen.>

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Shortnews online, Logo

Deutschland 19.5.2016: Pestizide im Urin von Kindern in NRW

aus: Shortnews online: Studie in NRW: Im Urin von Kita-Kindern wurde Glyphosat nachgewiesen; 19.5.2016;
http://www.shortnews.de/id/1200412/studie-in-nrw-im-urin-von-kita-kindern-wurde-glyphosat-nachgewiesen#


<In einer Studie des Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen wurde das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Urin von Kindern nachgewiesen. Man fand den Wirkstoff bei den Kindern aus einer Kindertagesstätte. Bei 63 Prozent der Kinder lag der Wert oberhalb der Bestimmungsgrenze von 0,1 Mikrogramm je Liter. Der EU-Grenzwert wurde damit jedoch nicht überschritten, daher gäbe es wohl keine Auswirkungen auf die Gesundheit.>


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Epoch Times
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20.5.2016: Genmais+Glyphosat=Tumore bei Ratten - Monsanto: Ratten seien eben "anfällig" für Tumore...

aus: Epoch Times online: Willkommen in Tumor Town: Ratten bekommen schreckliche Tumore von GMO-Futter und Glyphosat; 20.5.2016;
http://www.epochtimes.de/gesundheit/willkommen-in-tumor-town-ratten-bekommen-schreckliche-tumore-von-gmo-futter-und-glyphosat-a1323948.html

<Ein wissenschaftlich durchgeführter Rattentest deutet an, was mit einem Menschen passiert, wenn er gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und Glyphosat zu sich nimmt. Die Bilder zur Studie sind fürchterlich. Deshalb sollte eine gentechnikfreie und möglichst wenig belastete Ernährung Top-Priorität haben.

Für Ratten sind gentechnisch veränderte Lebensmittel Gift. Zu diesem Ergebnis kommt eine umstrittene Studie, welche die Auswirkung von gentechnisch verändertem Futter auf das Wachstum von Krebsgeschwülsten und  Wucherungen bei Ratten untersucht.

Genmais+Glyphosat bei Ratten=Tumore ohne Ende

Professor Gilles-Eric Seralini von der Universität Caen und Kollegen verfütterten für eine zweijährige Studie zum einen Monsantos “Roundup Ready”-GMO-Mais, der zusätzlich noch den Pflanzenvernichter Roundup abbekam, an Ratten. Zum anderen Mais, der nicht gentechnisch verändert wurde und auch kein Roundup (also kein Glyphosat) bekam.

Die Forscher verabreichten einer dritten und vierten Gruppe auch noch ausschließlich GMO-Mais oder Glyphosat-Wasser. Wir beschränken uns auf die Ergebnisse mit den erstgenannten beiden Rattengruppen, da diese die Realität am deutlichsten abbilden.

In jeder Gruppe waren jeweils 10 männliche und 10 weibliche Ratten.

Dazu sollte man wissen, dass “Roundup Ready”-Pflanzen solche sind, die von Monsanto gentechnisch verändert wurden (GMO), um gegen das Herbizid Roundup resistent zu werden. Roundup wird von dem Agrarkonzern Monsanto hergestellt und enthält das wahrscheinlich krebserregende Pflanzenschutzmittel Glyphosat (WHO).

Kurz gesagt: Erst produziert man den Wahnsinn. Dann bringt man neuen Wahnsinn auf den Markt, um dem alten zu entgehen.

Die "Monsantoratten" starben früher

Darüber hinaus entwickelten die GMO-gefütterten Ratten aggressive Tumore und starben früher als die Ratten in der Vergleichsgruppe. Das berichtet “NaturalNews”.

Was uns alarmieren sollte: Das Tumorwachstum trat bei den Ratten schon bei so kleinen Mengen “Roundup Ready” auf, die Verbraucherbehörden als unbedenklich einstufen würden.

Willkommen in Tumor Town

Von der Studie sagt man, sie sei "die gründlichste Forschungsarbeit, die jemals über die Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen und des Herbizids Roundup auf Ratten veröffentlicht wurden". Die Bilder der Tumor-Ratten gingen schon 2013 durch die Social Media.

Die Forscher mussten mit ansehen, wie 50 bis 80 Prozent der weiblichen Ratten nach etwa zwei Jahren mit drei großen Tumoren herumliefen. Schon nach 7 Monaten hatten die Tumore angefangen zu wachsen. Solches Gewächs bekamen die Monsanto-freien Ratten frühestens nach 14 Monaten.

Außerdem waren die Tumore der GMO-gefütterten Ratten größer als bei den mit anderem Futter versorgten Ratten. Sie waren vielmehr riesig, wie auch die Bilder zeigen:

Ratte mit
                  Genmais-Glyphosat-Tumor
 Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor [1]

Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor: Diese Ratten bekamen ausschließlich GMO-Mais gefüttert. Wenige Monate später rannten sie mit diesen "Klößen" umher.

Monsanto redet sich raus

Monsanto äußerte sich in Bezug auf die Studie, die Ergebnisse seien nicht signifikant, weil die Ratten, denen GMO-Futter verfüttert wurde, zu einer Art gehören, die bekanntlich sehr anfällig für Tumore ist. Der Biotech-Riese schob die Tumore auf die Genetik der Ratten.

Komischerweise führte Monsanto eine sehr, sehr kurze Studie über einen Zeitraum von nur 90 Tagen durch, mit der der Konzern mit dem gegen Roundup-toleranten gentechnisch veränderten Mais bei der EFSA durchkam, also der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Nach drei Monaten gab es natürlich noch keine Tumore.

"So funktioniert Wissenschaft und es beunruhigt, wenn solche Versuche von Pro-Gentechnik-Lobbyisten finanziert werden, um die Produkte der mächtigen und global agierenden Biotechnologie-Konzerne am Markt zu halten", meint die NGO Earth Open Source, die sich für nachhaltige Lebensmittel stark macht.

Konzerne forschen mit historischen statt statistisch relevanten Daten

Dass die Konzern-Lobbyisten sich in ihren Forschungen auf historische Kontrolldaten an Stelle von statistisch relevanten Daten berufen, wird von etablierten Wissenschaftlern verurteilt.  Wirkliche Wissenschaftler würden an einer Gruppe die Experimente durchführen und die dort untersuchten Größen mit den Resultaten einer Vergleichsgruppe vergleichen, heißt es weiter.

Es bleibt zu bedenken, dass die Tumore in der GMO-Ratten-Gruppe signifikant schneller wuchsen als in der GMO-freien Vergleichsgruppe.

Die hier vorgestellte Langzeit-Studie wurde auf Druck von Monsanto von der Zeitschrift “Food and Chemical Toxicology” zurückgezogen. (kf)

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Frag Wilma online, Logo
                mit Schmetterling

27.5.2016 ca.: Rapsblühstreifen ohne Pestizide mit Insekten - Rapsfeld mit Pestiziden ist wit tot

Rapsfeld mit Pestiziden tot,
                Rapsblühstreifen ohne Pestizide lebt mit vielen
                Insekten
Rapsfeld mit Pestiziden tot, Rapsblühstreifen ohne Pestizide lebt mit vielen Insekten [2]

aus: Frag Wilma online: Totenstille! Warum sind in großen, blühenden Rapsfeldern kaum Insekten unterwegs? - 27.5.2016 ca.
http://www.frag-wilma.de/78-themen/schmetterlinge-und-insekten/501-biologisch-angebauter-raps-reichhaltige-nektar-und-pollenpflanze.html

<Rapsblüten sind für Bienen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten beliebte Nektar- und Pollenpflanzen.

Rapsblühstreifen:
Für Insekten werden häufig Rapsblühstreifen angelegt. Dort sind während der Blüte viele Bienen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten unterwegs, um Nektar und Pollen zu sammeln. Hier herrscht reges Treiben, es summt und brummt.

Rapsfelder:
Ein krasser Gegensatz dazu sind große Rapsfelder. Auf den meisten Feldern ist es während der Rapsblüte auffällig still, totenstill. Es sind kaum Bestäuberinsekten und Käfer zu sehen. Liegt das an den "Pflanzenschutzmitteln", die in der "konventionellen Landwirtschaft" verwendet werden?

Einsatz von "Pflanzenschutzmitteln" bei Raps in der konventionellen Landwirtschaft:
Vor der Einsaat wird meist das Totalherbizid "Glyphosat" auf den Stoppelfeldern ausgebracht, um sich das Umpflügen zu sparen.
Einige Tage später kann ausgesät werden. Meist wird mit Neonicotinoiden gebeiztes Saatgut verwendet. Die gebeizten Samenkörner geben während des gesamten Pflanzenwachstums Neonicotinoide an die Umgebung ab. Neonicotinoide landen in den Böden und sind auch in den Pflanzen selber zu finden. Guttationstropfen dieser Pflanzen sind giftig, wenn sie von Insekten getrunken werden.
Während der Blüte wird Raps meist noch einmal mit Insektiziden behandelt, um Rapsglanzkäfer, Rapsstängelrüssler und Gefleckten Kohltriebrüssler zu vernichten, die Rapsblüten und Rapsstengel zum Fressen gern haben. Die während der Blüte ausgebrachten Insektizide werden vermutlich nicht nur diese Käferarten vernichten, sondern die gesamte Insektenpopulation, die sich während dieser Zeit auf dem Rapsfeld befindet. Egal, ob bienengefährlich oder bienenfreundlich, es erwischt jeden Käfer. Und frühmorgens oder abends, wenn bienengefährliche Insektizide ausgebracht werden dürfen, schlafen Hummeln, (Marien)Käfer und andere Insekten oft in den Blüten und werden gleich mit getötet.
Die ausgebrachten Insektizide werden auch häufig mit Fungiziden gegen Pilzkrankheiten kombiniert.
Später, kurz vor der Ernte, erfolgt meist noch eine Totspritzung mit Glyphosaten, um die Ernte trocken einfahren zu können.>


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Quellen


Fotoquellen
[1] Ratte mit Genmais-Glyphosat-Tumor:
http://www.epochtimes.de/gesundheit/willkommen-in-tumor-town-ratten-bekommen-schreckliche-tumore-von-gmo-futter-und-glyphosat-a1323948.html
[2] Rapsfeld mit Pestiziden tot, Rapsblühstreifen ohne Pestizide lebt mit vielen Insekten:
http://www.frag-wilma.de/78-themen/schmetterlinge-und-insekten/501-biologisch-angebauter-raps-reichhaltige-nektar-und-pollenpflanze.html
[3] Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta: https://www.amazon.de/Schwarzbuch-Syngenta-Basler-Agromulti-Spur/dp/3859902830/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1464576646&sr=8-1&keywords=schwarzbuch+syngenta
[4] Multiwatch: Schwarzbuch Syngenta, Werbeplakat von 2016: http://www.gartencoop.org/tunsel/node/3941


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